censhare AGLiquidiert

81245 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 140617
Vorher
CoWare AG
Eingetragen
5.1.2002
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareVerlegen von sonstiger Software
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software aller Art und alle damit zusammenhängenden Handelsgeschäfte sowie Dienst- und Werkleistungen

Historie

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Management

NameRolle
Walter Bauer
seit 14.7.2020
Prokura
Vorstandsmitglied
Barbara Overbeck
seit 14.3.2018
Prokura
Ronald Kehr
seit 14.3.2018
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

censhare AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

censhare AG

Inhaltsverzeichnis

1 Unternehmen
2 Strategie und Geschäftsmodell, Produktportfolio
3 Forschung und Entwicklung
4 Wirtschaftsbericht
5 Personal
6 Risiko- und Chancenbericht
7 Prognosebericht

1 Unternehmen

Die censhare AG ist Hersteller der gleich benannten Software "censhare", einer universalen Smart-Content-Management-Software, die globale Marken als Universal Content-Management-Plattform einsetzen, um die digitale Transformation zu gestalten. Die Marketing- und Kommunikationslösung ermöglicht es globalen Marken, personalisierte Inhalte über beliebige Kanäle, Geräte und Sprachen an ihre Zielgruppen abzuspielen. Somit werden die Zielgruppen mit spezifischen Botschaften angesprochen, kontextuell informiert, in Realtime betreut und mit ihnen interagiert. Integriert, medienübergreifend, schnell und effizient.

Die censhare AG, München ("censhare"), wurde am 05.01.2002 unter dem Namen Co-Ware AG in München gegründet. Durch Satzungsänderung wurde die Firmierung unter censhare AG am 18.08.2008 beschlossen. censhare hat seitdem ihre Marktakzeptanz kontinuierlich und nachhaltig ausgebaut und agiert weltweit.

Organisationsstruktur

Die censhare AG verfügt über eine Betriebsstätte in Freiburg und hält Beteiligungen an den Tochtergesellschaften in England (censhare (UK) Ltd., gegründet 23.08.2005, 100 %), in der Schweiz (censhare (Schweiz) AG, gegründet am 06.09.2007, 70 %), in den Vereinigten Staaten (censhare US Inc., ehemals censhare USA LLC, gegründet am 10.05.2010, 100 %), in Indien (censhare India Plt., gegründet am 07.07.2011, 99,998 %), in Frankreich (censhare France SAS, gegründet am 4.11.2016, 100%) in den Niederlanden (censhare Benelux & Nordics B.V., gegründet am 19.5.2017, 100%) sowie eine inaktive Beteiligung an der Tochtergesellschaft in Singapur (censhare Pte. Ltd., gegründet am 17.12.2010, 100%). Im Berichtsjahr hat die censhare AG 51 % der Anteile an der "Kontrast Communication Services GmbH" erworben.

Die Softwareentwicklung erfolgt an den Standorten in München und Freiburg.

Unternehmensleitung und Kontrolle

Die censhare AG ist seit dem 24. Januar 2019 im Mehrheitsbesitz der DuMont Digital GmbH & Co. KG, mit dem Sitz in Deutschland. Daneben sind auch weitere Privatpersonen beteiligt. Dem deutschen Aktiengesetz gemäß verfügt die censhare AG über eine duale Führungsstruktur. Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet, dessen Mitglieder vom Aufsichtsrat bestimmt und überwacht werden.

Vorstand:

Im Laufe des Berichtsjahres 2018 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses gab es bei der censhare AG viele Veränderungen im Vorstand. Iryna Zhovthobryukh (CTO) wurde zum 01. Januar 2018 in den Vorstand berufen und Eva Wittka (C00) wurde zum 01. Februar 2018 in den Vorstand berufen. Alexander Henn (CGO) wurde zum 15. März 2018 in den Vorstand berufen. Dieter Reichert (CEO) und Stephan Wehselau (CFO) sind am 11. September 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden. Jürg Weber (CEO) wurde am 11. September 2018 in den Vorstand berufen. Eva Wittka ist am 15. November 2018 ausgeschieden. Iryna Zhovthobryukh schied am 31. Dezember 2018 und Alexander Henn am 23. Januar 2019 aus dem Vorstand aus. Am 11. März 2019 wurde Frank Hassler in den Vorstand berufen und übernahm den Vorsitz von Jürg Weber, der am 31. März 2019 aus dem Vorstand ausschied. Der Vorstand bedankt sich bei den ausgeschiedenen Vorständen für die intensive Vorstandsarbeit.

Aufsichtsrat:

Im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses kam es ebenfalls zu Veränderungen im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Die Mitglieder des Aufsichtsrats zu Beginn des Geschäftsjahres waren Dr. Christoph Bauer (Vorsitzender), Florian Paul und Florian Haller. Dr. Christoph Bauer und Florian Paul schieden am 28. März 2018 aus dem Aufsichtsrat aus. Zu neuen Aufsichtsratsmitgliedern wurden am 28. März 2018 Dr. Anastassia Lauterbach (Vorsitzende) und Patrick Wölke berufen. Am 6. November 2018 schied Florian Haller aus dem Aufsichtsrat aus und Robert Motzke wurde in den Aufsichtsrat berufen. Zum 31. Januar 2019 schied Dr. Anastassia Lauterbach aus dem Aufsichtsrat aus und Dr. Christoph Bauer (Vorsitzender) wurde am 31. Januar 2019 erneut in den Aufsichtsrat berufen.

Kunden

Die Kunden bestehen aus mehr als 150 nationalen und internationalen Industrie- und Handelsunternehmen sowie Medienunternehmen, Finanzdienstleistern und Agenturen.

Sowohl mittelständische Kunden als auch internationale Konzerne nutzen die censhare Digital Experience Platform.

Gesamtwirtschaftliche Situation

Das Wachstum der Weltwirtschaft reichte voraussichtlich auch im Schlussquartal 2018 nicht an das Tempo des ersten Halbjahres heran. Vor dem Hintergrund des globalen Tempoverlusts setzte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine globale Wachstumsprognose etwas herab. Ungünstiger als noch im Oktober 2018 schätzt er nun die kurzfristigen Aussichten für den Euroraum ein.

Das Wirtschaftswachstum im letzten Quartal 2018 im Euroraum fiel erneut nur verhalten aus, und die vorausschauenden Indikatoren versprechen auch keine Verstärkung für das erste Vierteljahr 2019. Zudem trübte sich die Stimmung der Unternehmen und der Verbraucher in den letzten Monaten weiter ein. Darin spiegelten sich wohl spezifische Probleme des Euroraums, wie innenpolitische Anspannungen in den einzelnen Mitgliedsländern, wider. Darüber hinaus belasteten vermutlich der weiterhin ungewisse Ausgang der Austrittsverhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich sowie weitere außenwirtschaftliche Faktoren das Geschäftsklima. Gleichwohl sind die Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Expansion im Euroraum nach wie vor gegeben. 1

1 Deutsche Bundesbank: "Monatsbericht Februar 2019, Internationales und europäisches Umfeld

Die Konjunktur in Deutschland kühlte sich zum Jahresende 2018 weiter ab. Der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zufolge verharrte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im letzten Jahresviertel saison- und kalenderbereinigt auf dem Stand des Vorquartals. Dass die konjunkturelle Dynamik nach dem Dämpfer im Sommer nicht an Schwung gewann, lag maßgeblich an der anhaltenden Schwäche der Industrie. Im Gesamtzeitraum 2018 stieg das preisbereinigte BIP lediglich um 1,5 % gegenüber 2,2 % im Vorjahr. 2

Der Dienstleistungssektor konnte sich trotz einer gewissen Volatilität der Daten nach wie vor besser behaupten als das verarbeitende Gewerbe, führt die EZB in ihrem Monatsbericht 2/2019 aus. Die Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft haben zugenommen, und eine weitere Zuspitzung der Handelskonflikte könnte das globale Wachstum in Mitleidenschaft ziehen.

Branchensituation und Marktumfeld

Der Branchenverband BITKOM veröffentlichte im März 2018 seinen Mittelstandsbericht zum deutschen ITK-Markt. Gemäß dem Bericht sehen die meisten Unternehmen die Digitalisierung als große Chance. Mit der Digitalisierung wandeln sich Geschäftsmodelle und interne Prozesse, digitale Technologien steigern Produktivität und Wertschöpfung. Die Digitalwirtschaft leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die Digitale Transformation in Deutschland gelingen kann. Dabei sind es ganz besonders mittelständische Unternehmen wie die censhare AG, die als IT-Anbieter und -Anwender mit ihrer besonderen Flexibilität und Dynamik den Wirtschaftsmotor in Schwung halten und so den Standort Deutschland stärken. Etwa die Hälfte der mehr als eine Million Beschäftigten in der IT-Branche findet sich im Mittelstand. 3

Die ITK-Marktzahlen (Zeitreihe zu den ITK-Ausgaben in Deutschland) werden etwa alle 6 Monate aktualisiert und schließen Prognosen für das Jahr 2019 ein. Der ITK-Markt wächst; im Bereich der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik wird für 2019 ein Umsatz von 168,5 Milliarden Euro (+1,5 %) erwartet. Die Informationstechnik zeigt sich mit einem voraussichtlichen Umsatz von 92,2 Milliarden Euro und einem Wachstum von 2,5 Prozent nach wie vor als Wachstumstreiber der ITK- Branche. Mit einem Volumen von 26,0 Milliarden Euro legt das Software-Segment auch in 2019 kräftig zu und wird mit Abstand am meisten nachgefragt (+6,3 %). Auch die IT-Services verzeichnen mit einem Plus von 2,3 % ein ordentliches Wachstum auf ein Marktvolumen von 40,8 Milliarden Euro. Die IT-Hardware geht leicht auf 25,4 Milliarden Euro (-0,7 %) zurück. 4

2 Destatis: Zahlen und Fakten, Inlandsproduktberechnung

3 BITKOM (März 2018) BITKOM-Mittelstandsbericht 2018: Der IT-Mittelstand in Deutschland

4 BITKOM: ITK-Märkte "Marktzahlen" (Stand Januar 2019)

Abbildung 1: BITKOM -IT Marktzahlens 5

Positionierung und Wettbewerb

Der von censhare adressierte Markt unterteilt sich in den zahlenmäßig umfangreichen Markt der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU-Markt) mit mehr als 300 Mitarbeitern bei Herstellern, mehr als 100 Mitarbeitern in der Verlagsbranche und mehr als 50 Mitarbeitern im Dienstleistungssektor. Dabei ist der Wettbewerbsdruck bei geringen Anforderungen an Digital Asset Management (DAM), Product Information Management (PIM), etc. naturgemäß deutlich höher als bei Lösungen, welche eine hohe Integration von komplexen Marketing- und Kommunikationssystemen (ECM) erfordern. Die richtungsweisende Technologieplattform der Produkte von censhare, die hervorragenden Referenzen sowie die hohe Beratungskompetenz bilden eine wichtige Basis für die Gewinnung von Neukunden.

Das Wettbewerbsumfeld der Gesellschaft ist geprägt durch eine hohe Fragmentierung der Anbieter. In diesem Wettbewerbsumfeld hat sich censhare als einer der führenden Anbieter für integrierte Marketing- und Kommunikations-Softwaresysteme etabliert 6 und insbesondere in den Branchen Handel, Gesundheitswesen, Produktion, Media (Verlage, Agenturen, Medienunternehmen, Corpo-rate Publisher) und Finanzdienstleistungen eine gute Marktstellung erlangt. Im Übrigen bietet das Unternehmen Lösungen für alle Branchen und Unternehmen im KMU- und Premiummarkt an. censhare verfolgt seit Unternehmensgründung die Vision, mit ihren Produkten und Softwarelösungen die Strukturen der modernen Arbeitswelt in einer Weise zu beeinflussen, dass durch den Einsatz ihrer Lösungen im Ergebnis kreativeres, intelligenteres und humaneres Arbeiten ermöglicht wird.

Dabei löst censhare mit ihren Produkten und Dienstleistungen dort Kundenprobleme, wo es Schwierigkeiten bereitet, in komplexen Businessprozessen mit unterschiedlichen Partnern und Kunden auf den unterschiedlichen Kommunikationsebenen und Kanälen effizient und effektiv zu kommunizieren.

5 BITKOM: ITK-Märkte "Marktzahlen" (Stand Januar 2019)

6 Market Performance-Wheel der TGOA ("The Group of Analysts") - Februar 2017

censhare stellt sich mit unterschiedlich ausgeprägtem Funktionsumfang in den jeweiligen Technologiebereichen (DAM, CMS, MRM) einer Vielzahl von Mitbewerbern. Was censhare von allen Mitbewerbern hier maßgeblich unterscheidet, ist die integrierte Datenbanklogik, die durchgängige Systemarchitektur sowie das einheitliche Userinterface, welches Nutzern erlaubt, beliebige Funktionsbereiche modular zu erweitern, ohne zusätzliche Schnittstellen oder Infrastruktur zu schaffen oder ein weiteres User Interface bedienen zu müssen. So kann censhare nahtlos von der schlanken Einzellösung bis zur umfassenden integrierten Lösung erweitert werden.

2 Strategie und Geschäftsmodell, Produktportfolio

Im Bereich von Businesskommunikation und Businessprozessen haben wir es heute mit drei Kernsystemen in den Unternehmen zu tun. Im ERP-System werden Informationen zu Produkten, Preisen, Lagerhaltung, Verfügbarkeit usw. vorgehalten.

Im CRM-System werden Zielgruppen, Ansprechpartner, Profile und Historie der Kundenbeziehungen genutzt, um daraus die Kommunikation für den Sales-Bereich zu optimieren. Im Kommunikationsbereich liegen in censhare alle Informationen (Texte, Bilder, Movies) mediengerecht, um diese von dort je nach Kontext und Relevanz den Menschen in den Zielgruppen zur Verfügung zu stellen.

Die Weiterentwicklung der censhare Plattform mit seinen modularen Packages, Schnittstellen und Modulen ist die erste günstige, effiziente und skalierbare Lösungswelt für alle Aspekte einer kontextuellen und integrierten Marketing- und Kommunikationslösung für Geschäftskunden. Das durchgängige Angebot (Package bis Enterprise Lösung, Cloud bis On-Premise) lässt Unternehmen jeder Größe die Freiheit und Flexibilität zur beliebigen Skalierung.

3 Forschung und Entwicklung

censhare hat wie in der Vergangenheit auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 signifikante Mittel in Höhe von 7.947 TEUR (Vorjahr TEUR 5.951) in die Weiterentwicklung der Technologie Plattform als auch in Funktionalitäten und Features investiert und wird dies auch in 2019 tun und somit seinen Technologievorsprung gegenüber Mitbewerbern halten bzw. ausbauen.

Die Produktentwicklung basiert auf Scaled Agile Framework (SAFe). Diese kombiniert "Best Prac-tice" Methoden der agilen Softwareentwicklung zu einer skalierbaren Lösung für große Unternehmen. SAFe basiert auf den zugrunde liegenden Lean and Agile Principles und den Grundwerten der Ausrichtung, der integrierten Qualität, der Transparenz und der Programmausführung. 7 Die Qualitätssicherung erfolgt über automatisierte Tests und zusätzlich innerhalb der Scrum-Teams manuell und schließlich nachgelagert für die Gesamtfunktionalität.

4 Wirtschaftsbericht

Das Geschäftsjahr 2018 war für die Gesellschaft sehr herausfordernd. Die ambitionierten Prognosen des Vorjahres konnten im Bereich der Umsatzerlöse mit einer Steigerung von 6,5 % lediglich knapp erreicht werden. Hingegen wurden die Prognosen beim Jahresergebnis vor und nach Steuern sowie der Umsatzrendite verfehlt. Einige Großprojekte kamen wider Erwarten nicht zur Abnahme und die Beteiligung an der 360dialog GmbH wurde rückabgewickelt. Durch das weitere Engagement des Investors DuMont Digital GmbH & Co. KG, der Fremd- sowie Eigenkapital zur Verfügung stellte, konnte ein finanzieller Engpass vermieden werden. Des Weiteren gelang eine weitere Finanzierung über Fremdkapital durch die Europäische Investitionsbank. Seit September 2018 mit den Veränderungen im Vorstand konzentriert sich die censhare AG wieder auf ihre Kernkompetenzen, die zukunftsorientierte Produktentwicklung und auf die Kundenzufriedenheit, um ihre Wachstumserwartungen zukünftig verstärkt zu realisieren. Der Fokus liegt dabei auf DAM (Digital Asset Management), PIM (Product Information Management) und CMS (Content Management System) als zentrales Angebot der Softwarelösungen sowie die Einführung von neuesten Produktentwicklungs- und Projektmanagementmethoden.

Die Gesellschaft wird auch in den Jahren 2019 und 2020 viel in die Produktentwicklung investieren. Die Finanzierung dieser Investitionen ist durch finanzielle Mittel der Europäischen Investitionsbank sowie der DuMont Gruppe sichergestellt.

Ertragslage

Wie bereits ausgeführt, ist das Geschäftsjahr geprägt durch die Refokussierung auf Kundenzufriedenheit, Kernkompetenzen und zukunftsorientierte Produktentwicklung. Während sich der Umsatz stabil entwickelte, allerdings nicht die prognostizierten Wachstumsraten erreicht wurden, wurde insbesondere im vierten Quartal das Angebotsportfolio bereinigt und das Unternehmen fokussierter und schlanker positioniert.

7 http://www.scaledagileframework.com/safe-core-values/ und http://www.scaledagileframe-work.com/safe-lean-agile-principles/

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren gehören sowohl die Entwicklung der Umsatzerlöse, als auch das Jahresergebnis. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzrendite 8 sowie das Ergebnis vor Steuern. Als einen der wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikatoren sieht der Vorstand wie im Vorjahr die Kundenzufriedenheit an.

Die Gesamtumsätze im Geschäftsjahr 2018 gliedern sich auf die nachstehenden Umsätze der Produktgruppen auf:

in TEUR 2018 2017 Veränderung
ggü. d. Vorjahr in %
Verkauf von Software 1.460,3 1.111,3 31,4%
SaaS (Software as a Service) 1.211,2 714,3 69,6%
Dienstleistung, Wartung und Support 6.528,1 6.429,6 1,5%
Konzerninterne Umsätze 3.803,8 3.719,2 2,3%
Hosting 125,1 237,6 -47,4%
Hardware und Software Fremdprodukte 215,9 314,8 -31,4%
Summe 13.344,4 12.526,8 6,5%

Abbildung 7: Umsatz 2016 - 2017 nach Produktgruppen

Der 2018 erreichte Wert der Umsatzerlöse liegt innerhalb der Prognose des Vorstands aus dem Vorjahr, mit einer Steigerung von insgesamt 6,5 % allerdings am unteren Ende der angegebenen Bandbreite (Vorjahresprognose: 5-20 %). Bei einem deutlichen Anstieg der SaaS Umsätze sind die On-Premise Umsätze unter dem Vorjahr und hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Insbesondere bei einigen Großprojekten ist die Abnahme im Geschäftsjahr noch nicht erfolgt und wird für das kommende Jahr erwartet. In diesem Zusammenhang ist jedoch der stichtagsbedingte, enorme Bestand an erhaltenen Anzahlungen (TEUR 4.224,9) zu erwähnen, der um 27,2 % über dem Vorjahr liegt.

8 Umsatzrendite = (Ergebnis vor Steuern : Gesamtumsatz) x 100%

Im Überblick hat sich die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2018 31.12.201?
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 13.344,4 100,0% 12.526,9 100,0%
+/- Bestandsveränderung 878,3 6,6% 1.112,2 8,9%
+ andere aktivierte Eigenleistung 3.088,2 23,1% 0,0 0,0%
+ sonstige betriebliche Erträge 488,8 3,7% 528,2 4,2%
- Materialaufwand 3.032,0 22,7% 3.526,2 23,1%
- Personalaufwand 17.103,3 123,2% 11.713,7 93,5%
- Abschreibungen 226,5 1,7% 170,5 1,4%
- sonstige betriebliche Aufwendungen 13.675,6 102,5% 6.900,7 55,1%
+ Erträge aus Beteiligungen 117,0 0,9% 0,0 0,0%
+ sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145,2 1,1% 24,0 0,2%
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 672,5 5,0% 26,7 0,2%
Ergebnis vor Steuern -16.648,0 -124,8% -8.146,5 -65,0%
+/- Ertragsteuern -14,9 -4,1 % 109,4 0,9%
- sonstige Steuern 2,5 0,0% 2,6 0,0%
Jahresergebnis -16.665,4 -124,9% -8.039,7 -64,2%
Veränderung ggü.
TEUR %
Umsatzerlöse 817,5 6,5%
+/- Bestandsveränderung -233,9 -21,0%
+ andere aktivierte Eigenleistung 3.088,2 100,0%
+ sonstige betriebliche Erträge -39,4 -7,5%
- Materialaufwand -494,2 -14,0%
- Personalaufwand 5.389,6 46,0%
- Abschreibungen 56,0 32,8%
- sonstige betriebliche Aufwendungen 6.774,9 98,2%
+ Erträge aus Beteiligungen 117,0 100,0%
+ sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121,2 505,0%
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 645,8 2418,7%
Ergebnis vor Steuern -8.501,5  
+/- Ertragsteuern -124,3  
- sonstige Steuern -0,1  
Jahresergebnis -8.625,7  

Abbildung 8: Gewinn und Verlustrechnung Geschäftsjahre 2018 und 2017

Die Gesellschaft hat erstmalig selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Betrag in Höhe von TEUR 3.088,2 (Vorjahr: TEUR 0) aktiviert und weist die Erhöhung in den anderen aktivierten Eigenleistungen aus. Damit wird der zunehmenden Bedeutung der Entwicklungstätigkeit Rechnung getragen und somit ein besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt.

Der Personalaufwand ist um TEUR 5.389,6 bzw. 46,0 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies ist im Wesentlichen damit zu begründen, dass sich das rasante Mitarbeiterwachstum des Vorjahres insbesondere durch die Fokussierung auf zukunftsorientierte Produktentwicklung nun in vollem Umfang auswirkt, und neue Mitarbeiter im Berichtsjahr erstmalig variable Vergütungen erhalten haben. Hinzu kommt die Aufstockung der Vorstände um drei Personen, die ab Januar 2018 die Personalkosten erhöht haben. Darüber hinaus sind in diesem Betrag aber auch Restrukturierungskosten und Abfindungen in Höhe von TEUR 1.279,5 enthalten, die sich aus der Verschlankung der Aktivitäten zum Jahresende ergeben haben.

Der sonstige betriebliche Aufwand stieg um TEUR 6.774,9 bzw. 98,2 % an. Dies beruht einerseits auf der Zunahme von Fremdleistungen und Fremdarbeiten, Messekosten und Rechtsberatungskosten um TEUR 2.604,4 für Akquisitionen, Rückübertragungen und Restrukturierungen, und andererseits auf Verlusten aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 4.170,5. Die Gesellschaft hat Anfang des Berichtsjahrs eine Beteiligung in Höhe von 58,33 % an der 360dialog GmbH erworben und Ende des Berichtsjahres wieder rückübertragen. Die Aufwendungen für die Personalsuche, Werkzeuge und Kleingeräte und die Beratungskosten konnten hingegen gesenkt werden.

Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2018 beträgt TEUR -16.665,4 (Vorjahr: TEUR -8.039,8) und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau und somit unter der Prognose des Vorstands aus dem Vorjahr, der von einem negativen Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres ausging. Eine weitere wesentliche Kennzahl der Gesellschaft ist das Ergebnis vor Steuern. Dieses sank auf TEUR -16.648,0 (Vorjahr: TEUR -8.146,6) und liegt ebenfalls deutlich unter der Prognose des Vorstands aus dem Vorjahr. Dies ist auf erhöhte Aufwendungen für die Produktentwicklung sowie den Abgang im Finanzanlagen zurückzuführen. Durch das negative Jahresergebnis vor Steuern sank die Umsatzrendite des Ergebnisses auf -124,8 % (Vorjahr: -65,0 %). In seiner Prognose für das Jahr 2018 war der Vorstand von einer negativen Umsatzrendite ausgegangen.

Vermögenslage

Die aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 abgeleitete Darstellung der Vermögenslage der Gesellschaft lässt sich im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag folgendermaßen darstellen:

31.12.2018 31.12.2017
TEUR % TEUR %
A Anlagevermögen 14.248,7 64,6% 1.687,1 11,8%
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.276,1 14,8% 152,8 1,1%
II. Sachanlagen 93,9 0,4% 78,4 0,5%
III. Finanzanlagen 10.878,7 49,3% 1.455,9 10,2%
B Umlaufvermögen 7.613,7 34,50% 12.310,4 86,2%
I. Vorräte 2.749,6 12,5% 1.735,3 12,2%
II. Forderungen 2.816,8 12,80% 5.026,9 35,2%
III. Sonstige Vermögensgegenstände 392,6 1,80% 3.514,1 24,6%
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.654,7 7,5% 2.034,1 14,2%
C Rechnungsabgrenzungsposten 203,3 0,9% 279,0 2,0%
Aktiva 22.065,7   14.276,5  
Veränderung ggü
TEUR %
A Anlagevermögen 12.561,6 744,6%
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.123,3 2.044%
II. Sachanlagen 15,5 19,8%
III. Finanzanlagen 9.422,8 647,2%
B Umlaufvermögen -4.696,7 -38,2%
I. Vorräte 1.014,3 58,5%
II. Forderungen -2.210,1 -44,0%
III. Sonstige Vermögensgegenstände -3.121,5 -88,8%
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten -379,4 -18,7%
C Rechnungsabgrenzungsposten -75,7 -27,1%
Aktiva 7.789,2  

Abbildung 9: Bilanz Aktiva Geschäftsjahr zum 31.12.2018

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um TEUR 7.789,1 von TEUR 14.276,5 im Vorjahr auf TEUR 22.065,7 gestiegen. Wesentliche Ursachen für die Veränderung war eine deutliche Erhöhung des Anlagevermögens.

Die Gesellschaft hat erstmalig selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (Software-entwicklungskosten) in Höhe von TEUR 3.065,0 aktiviert. Die Gründe wurden vorstehend bereits erläutert.

Das Finanzanlagevermögen hat sich durch den Erwerb einer Beteiligung in Höhe von 51% an der Kontrast Communication GmbH um TEUR 1.668 und der Gewährung von Darlehen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 7.755 um TEUR 9.422,8 erhöht. Ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 4.300 wurde aus den kurzfristigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in ein Darlehen umgewandelt. Die Dauer der Ausleihungen ist unbefristet, die Gesellschaft kann den Vertrag jedoch jederzeit mit einer Kündigungsfrist von einem Monat kündigen. Sie beabsichtigt jedoch, die finanziellen Mittel den Tochtergesellschaften langfristig zur Verfügung zu stellen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um TEUR 3.121,5 bzw. 88,8%. Im Vorjahr waren hier Festgelder in Höhe von TEUR 3.000 mit einer Kündigungsfrist von 45 Tagen ausgewiesen.

Die Forderungen verringerten sich um TEUR 2.210,1 bzw. 44,0% auf TEUR 2.816,8 (Vorjahr TEUR 5.026,9), was insbesondere auf die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Hier hat sich die Umwandlung von Forderungen gegenüber der US-Tochtergesellschaft in ein Darlehen in Höhe von TEUR 4.300 ausgewirkt. Das Vorratsvermögen erhöhte sich um TEUR 1.014,3 bzw. 58,5% auf TEUR 2.749,6 (Vorjahr TEUR 1.735,3). Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um unfertige Leistungen, die zum Abschlussstichtag noch nicht vollständig erbracht waren. Die Forderungen setzten sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber fremden Unternehmen sowie den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zusammen.

31.12.2018 31.12.2017 Veränderung ggü
TEUR % % % TEUR % TEUR %
A Eigenkapital 1.403,9 6.4:: 6.569,3 46,0% -5.165,4 -78,6%
B Rückstellungen 3.010,5 13.6:: 1.539,3 10,8% 1.471,2 95,6%
C Verbindlichkeiten 17.187,5 77.9:: 5.682,6 39,8% 11.504,9 202,5%
I. Verbindlichkeiten ggü Kreditinstituten 7.798,2 35,3% 49,8 0,3% 7.748,4 15559,0%  
II. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.224,9 19,1% 3.321,3 23,3% 903,6 27,2%
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 899,0 4,1% 1.261,5 8,8% -362,5 -28,7%
IV. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.124,4 5,1% 539,7 3,8% 584,7 108,3%
V. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.000,0 9,1% 0,0 0,0% 2.000,0 100,0%
Vl. Sonstige Verbindlichkeiten 1.141,0 5,2% 510,3 3,6% 630,7 123,6%
D Rechnungsabgrenzungsposten 463,8 2,1% 485,3 3,4% -21,5 -4,4%
Passiva 22.065.7   14.276,5   7.789,2  

Abbildung 10: Bilanz Passiva Geschäftsjahr zum 31.12.2018

Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2017 TEUR 6.569,3 und verringerte sich damit im Berichtsjahr um TEUR 5.165,4 bzw. 78,6%. Im Berichtsjahr erfolgte eine Barkapitalerhöhung um TEUR 11.500, die jedoch durch den Jahresfehlbetrag überkompensiert wurde.

Die Eigenkapitalquote sank von 46,0% im Vorjahr auf 6,4% im Berichtsjahr.

Abbildung 11: Eigenkapitalquote censhare AG 2014 - 2018

Zum Bilanzstichtag haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 7.748,4 auf TEUR 7.798,2 erhöht. Hierin enthalten ist ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank, welches im Berichtsjahr ausgereicht wurde. Ebenso haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verändert. Diese sind um TEUR 584,4 bzw. 108,3% auf TEUR 1.124,4 (Vorjahr TEUR 539,7) gestiegen. Hierbei handelt sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber dem indischen und englischen Tochterunternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ein kurzfristiges, von der DuMont Gruppe gewährtes, Überbrückungsdarlehen.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist durch den Bestand an flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 1.654,7 (Vorjahr TEUR 2.034,1) gekennzeichnet.

Liquidität
TEUR
2018 2017 Änderung
ggü. d. Vorjahr
Zahlungsmittel / flüssige Mittel 1.654,7 5.034,1 -3.379,4
Liquidität 1.664,7 6.034,1 -3.379,4
Kurzfristige Finanzschulden -13.034,1 -7.666,6 -5.367,5
Nettoliquidität 1. Grad -11.379,4 -2.632,7 -8.746,1
Langfristige Finanzschulden -7.627,6 -40,5 -7.587,1
Nettoliquidität 2. Grad -19.007,0 -2.673,2 -16.333,8

Abbildung 3: Liquidität 2017 - 2018 9

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR -13.096,9 (Vorjahr TEUR -7.697,3) und ist insbesondere durch den Jahresfehlbetrag geprägt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2018 TEUR -8.244,9 (Vorjahr TEUR -4.180,8).

censhare weist im Vorjahr die Aufwendungen zur Weiterentwicklung der Produktlösungen grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung aus und übte das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten nicht aus, dies hat sich im Berichtsjahr geändert.

Zur Verringerung der Belastung im Bereich Verwaltungskosten ist der Fuhrpark sowie diverse Geschäftsausstattung (im Wesentlichen Kopiergeräte, PCs und Laptops) der Gesellschaft geleast oder gemietet worden.

Der Bedarf an finanziellen Mitteln konnte durch die Zuführung von Barkapital durch die DuMont Digital in Höhe von TEUR 11.500 sowie Aufnahme von Darlehen kompensiert werden.

Aus Mitteln der Europäischen Investitionsbank flossen der Gesellschaft im Berichtsjahr als Darlehen gewährte liquide Mittel in Höhe von TEUR 7.500 (1. Tranche) zu, die DuMont Gruppe gewährte darüber hinaus ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 2.000. Insgesamt flossen der Gesellschaft aus Finanzierungstätigkeit somit TEUR 20.962,4 zu.

Aufgrund der Möglichkeit, weitere Finanzierungen durchführen zu können, sieht sich die Gesellschaft auch für die Zukunft in der Lage, allen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Kundenzufriedenheit

Der wichtigste nichtfinanzielle Leistungsindikator ist die Kundenzufriedenheit. Die Kundenzufriedenheit weist im zweiten Halbjahr 2018 wieder eine sehr positive Entwicklung auf. Auch im Jahr 2018 kam es zu keinen nennenswerten Kündigungen von Kunden, bei Kundenveranstaltungen ist das Feedback durchweg positiv und die Kunden sind von den neuen Features und Funktionalitäten der Software begeistert. Im Bereich Support und Training werden Kundenumfragen durchgeführt, um die Kundenzufriedenheit zu messen. Die Kunden bestellen nach, entwickeln sich mit der Software weiter und bestellen neue Module hinzu - auch das spricht für Kundenzufriedenheit. Auf dem alle zwei Monate durchgeführten Product Day sind die Feedbacks ebenfalls sehr positiv. Nach Auffassung des Vorstands hat sich die Kundenzufriedenheit, wie Anfang 2018 prognostiziert, insgesamt verbessert.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Wie bereits dargestellt, kann der Vorstand mit dem Berichtsjahr nicht zufrieden sein. Daher hat er verschiedene Gegenmaßnahmen ergriffen, die im Jahr 2019 und 2020 wirksam werden. Der Vorstand beurteilt die aktuelle wirtschaftliche Lage sowie die Zukunftsaussichten der Gesellschaft aufgrund des Auftragsbestands, der Kapitalausstattung, der zugesagten und noch nicht abgerufenen Finanzierungsquellen (DuMont, EIB) und des Budgets als gut. Das Umsatzwachstum und die Rückkehr zu einer auskömmlichen Profitabilität mit der neuen Personal- und Kostenstruktur werden mittelfristig als realistisch angesehen.

5 Personal

Zum 31.12.2018 beschäftigte die censhare AG 171 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 31.12.2017: 168) sowie drei Vorstandsmitglieder (Vorjahr 31.12.2017: 4) und fünf Auszubildende (Vorjahr 31.12.2017: 5). Alle Mitarbeiter sind in Deutschland angestellt.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter stieg von 136 im Vorjahr auf 172 im Berichtsjahr.

6 Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Das Eingehen gewisser Risiken ist das Kernelement unternehmerischen Handelns und unabdingbar für den Geschäftserfolg. Die censhare AG ist wie alle anderen Unternehmen auch gewissen Geschäftsrisiken ausgesetzt. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken, die negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der censhare AG haben können, gehören die eigene Produktentwicklung, das konjunkturelle Marktumfeld, Wettbewerbsumfeld, Mitarbeiterfluktuation, Datensicherheit sowie System- und Netzwerkinfrastruktur. Darüber hinaus ergeben sich Unsicherheiten in der Weltwirtschaft, auf den Finanzmärkten oder bei den politischen Rahmenbedingungen, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken könnten. Diese Risiken lassen sich jedoch nicht vorhersagen und können nicht gesteuert werden, so dass Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis nicht vollständig auszuschließen sind.

Zusätzlich zum Risikomanagement System verfügt die censhare AG sowohl über ein etabliertes ERP-System als auch über ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches Bausteine wie Unterschriftenregelungen, Standard Operating Procedures (SOP'S), Arbeitsanweisungen und Vier-Augen Prinzip umfasst.

Darüber hinaus hat das Unternehmen im Berichtsjahr sein integriertes systemgestütztes Controllingsystem weiter verbessert, ausgebaut und verfeinert, und somit die Planung, Steuerung und Kontrolle als auch Berichterstattung qualitativ erhöht. Unter Berücksichtigung der strategischen Geschäftsplanung erstellt die censhare AG ein detailliertes Fünfjahresbudget für interne Steuerungs- und Kontrollzwecke. Der Vorstand und die Führungskräfte erhalten monatlich einen Soll-Ist Vergleich und erhalten damit alle notwendigen Steuerungs- und Kontrollinformationen. Aufbauend auf monatlichen Soll-Ist Abweichungsanalysen wird quartalsweise für das laufende Geschäftsjahr ein Forecast erstellt, um damit einen Ausblick auf das potentielle Ergebnis des Geschäftsjahrs zu haben.

Mit Hilfe dieser Steuerungsinstrumente sind der Vorstand, Führungskräfte und das Controlling in der Lage, Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, um gegebenenfalls rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das in 2016 eingeführte Risikomanagement System liefert hierzu einen wesentlichen Beitrag. IKS, Risikomanagementsystem und das Controlling System wurden im Geschäftsjahr 2018 weiter ausgebaut und verbessert.

Risiken

Branchenbezogene Risiken wie Markt und Wettbewerbsrisiken

Alle in diesem Bereich identifizierten Risiken schätzt der Vorstand weiterhin als gering ein und es sind nach Auffassung des Vorstands keine weiteren Maßnahmen notwendig. Auch wenn es in Teil-Produktbereichen wie DAM, PIM oder CMS etc. eine Vielzahl von Anbietern gibt, so existiert nur eine ganz kleine Anzahl von Anbietern, die integrierte Lösungen im Bereich Marketing Business-Kommunikation anbieten, welche sowohl als On-Premise Enterprise Lösung als auch als Cloudlö-sung verfügbar sind und die darüber hinaus alle Funktionen in einem System vereinen. Daher schätzt der Vorstand wie im Vorjahr das Wettbewerbsrisiko als gering (Vj. gering) ein.

Betriebsrisiken

Die identifizierten operationalen Betriebsrisiken schätzt der Vorstand, wie im Vorjahr, als gering oder sehr gering ein, da in diesem Bereich bereits entsprechende Maßnahmen implementiert wurden und zum jetzigen Zeitpunkt nach Auffassung des Vorstands keine weiteren Maßnahmen im Rahmen der Risikovermeidung oder Minimierung notwendig sind.

Das Risiko, dass erfahrene Mitarbeiter die Gesellschaft verlassen, wird vom Vorstand als mittleres Risiko (Vj. mittleres) eingestuft. Um dieses Risiko zu verringern, sind insbesondere Programme zur langfristigen Mitarbeiterbindung und persönlichen Weiterbildung eingeführt bzw. werden eingeführt.

Risiken der Produktentwicklung

Der Vorstand der censhare AG hat Risiken im Bereich Produktentwicklung identifiziert und bewertet. Das höchste Risikopotential des Vorjahres, dass nicht ausreichend qualifizierte Entwicklungs-Mitarbeiter eingestellt werden können oder bestehende Mitarbeiter zu Wettbewerbern wechseln, sieht der Vorstand aktuell nicht mehr, da entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden in das Personal investiert wurde.

Darüber hinaus sieht der Vorstand, wie im Vorjahr, ein mittleres Risiko im Bereich Product Roadmap, da es insbesondere für Technologieunternehmen gilt, die Trends zu verstehen und die Product Roadmap an den zukünftigen Bedürfnissen der Kunden auszurichten unter Berücksichtigung der Vorlaufzeiten bei der Produktentwicklung. Auch in diesem Bereich hat der Vorstand Personalressourcen aufgebaut, um durch Präsenz im permanenten Kundendialog zu stehen sowie die Meinungen der Analysten eng zu verfolgen.

Auch in der Zunahme von Sicherheitsaspekten sieht der Vorstand insbesondere für den SaaS Bereich das Erfordernis, die Architektur der Plattform weiter zu verbessern und auf mit im Markt etablierter Architektur auf dem aktuellsten Stand der Technik zu sein bzw. diesen zu definieren.

Verzögerungen bei der Produktentwicklung werden ebenfalls als mittleres Risiko eingeschätzt, dem durch organisatorische Maßnahmen entsprechend Rechnung getragen wird.

Darüber hinaus hat der Vorstand geringe bzw. sehr geringe Risiken identifiziert (Vj. mittel). Die Gesellschaft versucht, dieses Risiko durch die Verwendung von Vertragstexten zu begrenzen. Außerdem wirkt sie durch ein umfangreiches Projektmanagement, Projektmonitoring und Qualitätskontrollen solchen Risiken entgegen. Jedoch um Produktneuheiten bzw. Produkterweiterungen zur Zufriedenheit der Kunden zu entwickeln, sind oftmals lange Entwicklungs- als auch Testzeiten notwendig. Hierin liegt aber auch ein Risiko begründet. So könnten Produkte den hohen Qualitätsanforderungen nicht gerecht werden und die Kundenerwartungen und Marktanforderungen nicht erfüllen. Hierzu zählt auch sog. Product Readiness. censhare hat ein Qualitätsmanagement (QM) etabliert, um damit eine Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und natürlich letztlich der Produkte sicher zu stellen und um dieses Risiko zu minimieren. Sollte es dennoch eintreten, sind Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vollständig auszuschließen.

Finanzrisiken

Aktuell sieht der Vorstand das Liquiditätsrisiko als gering an, da durch die Finanzierungsrunden mit DuMont und der EIB ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen bzw. abgerufen werden können und den zum Berichtszeitpunkt notwendigen Liquiditätsbedarf über die nächsten beiden Jahre abdeckt. Die Gesellschaft ist durch die hohen Produktentwicklungskosten auch in den Folgejahren auf externe Finanzierungen angewiesen. Diese sind durch ein zugesagtes Wandeldarlehen der DuMont Gruppe in Höhe von rund € 15 Mio. sowie weiterer Darlehen der Europäischen Investitionsbank in Höhe von € 17,5 Mio., die die kumulierten Verluste der Folgejahre abdecken, sichergestellt.

Die durch politische Veränderungen hervorgerufene Unsicherheit bei den globalen und transatlantischen Handelsbeziehungen hat der Vorstand ein neues Finanzrisiko identifiziert. Insbesondere durch die globale Ausrichtung der censhare Gruppe sieht der Vorstand aktuell ein mittleres Risiko, dass eng beobachtet wird.

Für den Bestand an Kundenforderungen und flüssigen Mitteln können sich grundsätzlich Risiken aus Ausfällen, Liquidität und Zinsen ergeben. Aktuell schätzt die Gesellschaft das Risiko als gering ein. Wie im Vorjahr werden die Währungs- und Steuerrisiken von der Gesellschaft als gering (Vj. gering) eingeschätzt. Darüber hinaus sieht sich die Gesellschaft für die wachsende Komplexität resultierend aus der erfolgten Finanzierung und der Ausweitung des Geschäfts als gut positioniert an.

Die Gesellschaft hält Beteiligungen an in- und ausländischen Tochtergesellschaften und hat an diese auch Darlehen vergeben. Hier besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Beteiligungen und Darlehen nicht werthaltig sind. Im Moment geht die Gesellschaft von der Werthaltigkeit des Engagements in den Tochtergesellschaften aus. Diese Einschätzung kann sich jedoch ändern, wenn die der Beurteilung zugrunde liegenden Planungen nicht eintreten. Der Vorstand sieht hier nur ein mittleres Risiko, das intensiv beobachtet wird.

Administrative, Human Ressources und sonstige Risiken

Der Vorstand hat die drei wesentlichen Risiken des Vorjahres in diesem Bereich erneut eingeschätzt und identifizierte hiervon lediglich das Risiko Knowledge Management und Knowledge Transfer sowohl intern als auch zu Implementierungs- und Businesspartnern als mittel (Vj mittel) ein.

Legal, Urheberrechte und Markenrecht

Das höchste, als mittleres eingestuftes, Risiko sieht der Vorstand im Rahmen von komplexen Vertragsverhandlungen, die ggf. von menschlichen Fehlern beeinflusst negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben können. Um die vielfältigen rechtlichen Risikofaktoren in den Bereichen Arbeits-, Gesellschafts-, Marken- und Urheberrecht als auch Steuerrecht auf ein Minimum zu reduzieren, fällt der Vorstand seine Entscheidungen nach Rücksprache und Beratung mit internen und externen Rechtsexperten. Es wird daher sichergestellt, dass stets mehrere Personen in die Verhandlungen einbezogen werden.

Der Vorstand bewertet alle weiteren rechtlichen Risiken derzeit mit gering oder sehr gering.

Externe Risiken

Die Unsicherheit in der Weltwirtschaft, auf den Finanzmärkten (Bankenkrise) oder bei den politischen Rahmenbedingen als auch Terroranschläge, andere Gewaltakte und Kriegshandlungen könnten sich negativ auf die Geschäftstätigkeit, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Diese Risiken lassen sich jedoch nicht vorhersagen und können nicht gesteuert werden, sodass Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis nicht vollständig auszuschließen sind. Der Vorstand der censhare AG sieht hierin ein mittleres Risikopotential (im Vorjahr: mittleres) und beobachtet die externen Risikofaktoren laufend und prüft die aktuellen Maßnahmen.

Der Vorstand hat steigende Risiken bei der Informations- und Datensicherheit sowie dem Datenschutz erkannt und wirkt diesen durch geeignete Maßnahmen entgegen. Daher schätzt er diese Risiken als gering ein.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Trotz aller genannten Risiken betrachtet der Vorstand zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Lageberichts die Risiken für beherrschbar und sieht den Fortbestand der censhare AG nicht gefährdet. Unterstellt man, dass sich das geschäftliche, finanzielle und regulatorische Umfeld weltweit nicht weiter verschlechtert, so sieht sich die censhare AG für die zukünftigen Herausforderungen gut gerüstet.

Chancen

Chancen durch Forschung und Entwicklung

Das anhaltende Wachstum der Gesellschaft durch Innovation ist auf effektivem Einsatz der For-schungs- und Entwicklungskapazitäten gegründet. Daher werden Entwicklungsprozesse kontinuierlich verbessert.

Chancen durch Mitarbeiter

Die Mitarbeiter sind Quelle von Innovationen und Wertschöpfung für die Kunden der Gesellschaft und somit sind sie auch Triebfeder für Wachstum. Sollte die tatsächliche Produktivität der Mitarbeiter diese Annahmen übersteigen, hätte dies positive Auswirkungen auf die Umsätze, die Ertragslage sowie die Cash Flows. Wie im Vorjahr werden die sich hieraus ergebenen Chancen vom Vorstand im mittleren Bereich eingeschätzt.

Chancen durch Kundenbeziehungen

Die Gesellschaft bietet ihren Kunden einen einzigartigen Service. Sie wird auch weiterhin nach neuen Chancen suchen, um den Mehrwert für ihre Kunden zu steigern. Hierzu ist censhare in einem kontinuierlichen Dialog mit seinen Kunden. Sollte ihr das in einem Maße gelingen, der die im Ausblick 20198 berücksichtigten Chancen übersteigt, hätte dies positive Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragslage. Wie im Vorjahr sieht der Vorstand die sich hieraus ergebenen Chancen im mittleren Bereich.

Chancen durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben deutlichen Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft sowie ihre Finanz- und Ertragslage. Der Ausblick für 2019 basiert auf künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungen und ist auf die Wachstumsstrategie abgestimmt. Die Entwicklung im Markt kommt der Gesellschaft zugute. Für Marketing- und Kommunikationssysteme werden hohe Entwicklungswerte in den Märkten prognostiziert (Gartner und Forrester). Durch die Nennung bei maßgeblichen Analysten wird die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Der Vorstand stuft die sich hieraus ergebenen Chancen im oberen Bereich ein (Vorjahr: oberer Bereich).

Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als in der Prognose dargestellt, könnten die Umsätze und Ergebnisse den aktuellen Ausblick übertreffen. Die Gesellschaft schätzt die sich hieraus ergebenen Chancen, wie im Vorjahr, als gering ein.

Gesamtbeurteilung der Chancensituation

Insgesamt schätzt der Vorstand die Chancen aus den oben genannten unterschiedlichen Gebieten auf einem mittleren Niveau ein. Hieraus ergeben sich attraktive Wachstumspotenzial für die censhare AG. Insgesamt besteht nach Auffassung des Vorstands ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis.

7 Prognosebericht

In der positiven konjunkturellen Entwicklung als auch der zunehmenden Nachfrage nach integrierten Marketing- und Kommunikationslösungen liegen auch gute Chancen für die censhare AG. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum zwischen 15 - 30%. Die Geschäftsführung erwartet, dass sich sowohl der Entwicklungsaufwand als auch die Kostenstruktur insgesamt auf dem seit 2017 deutlich gestiegenem Niveau wiederfinden werden. Aus heutiger Sicht geht der Vorstand somit davon aus, dass aufgrund der Fortsetzung der Investitionen in die Entwicklung das Jahresergebnis und das Ergebnis vor Steuern und somit auch die Umsatzrendite erneut negativ sein werden. Der Jahresfehlbetrag vor und nach Steuern wird sich zwischen EUR 6 und 7 Mio. bewegen, die Umsatzrendite zwischen -40 und -45 %.

Der Vorstand geht davon aus, dass die Kunden- und Partnerzufriedenheit zumindest auf dem gleichen Niveau auch zukünftig verbleibt. Aufgrund technologischer Weiterentwicklungen und neuer Funktionalität bestehen aber sehr gute Chancen, dass die Kundenzufriedenheit im kommenden Jahr weiter gesteigert werden kann.

Insgesamt sieht sich die censhare AG insbesondere mit der neuen Positionierung gut gerüstet für die Herausforderungen der kommenden Monate und Jahre.

 

München, den 12.04.2019

gez. Frank Hassler, Vorstandsvorsitzender

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.065.036,01 0,00
2. Entgeltlich erworbene ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 211.057,20 152.829,20
  3.276.093,21 152.829,20
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.903,45 78.420,45
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.173.668,82 505.881,97
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.705.000,00 950.000,00
  10.878.668,82 1.455.881,97
  14.248.665,48 1.687.131,62
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Leistungen 2.569.889,05 1.691.627,87
2. Geleistete Anzahlungen 179.709,90 43.655,46
  2.749.598,95 1.735.283,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.306.680,97 1.186.136,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.510.152,18 3.840.811,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 392.624,07 3.514.160,72
  3.209.457,22 8.541.108,91
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.654.683,30 2.034.064,09
  7.613.739,47 12.310.456,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 203.275,21 278.958,06
  22.065.680,16 14.276.546,01

Passiva

   
  31.12.2018 31.12.2017
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.425.957,00 1.239.632,00
II. Kapitalrücklage 22.633.946.00 11.320.271.00
III. Gewinnrücklagen    
Gesetzliche Rücklage 27.435,16 27.435,16
IV. Bilanzverlust -22.683.412,51 -6.018.020,55
  1.403.925,65 6.569.317,61
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 0,00 38.278,54
2. Sonstige Rückstellungen 3.010.522,56 1.501.040,60
  3.010.522,56 1.539.319,14
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.798.214,66 49.839,93
(davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 170.570,43; Vorjahr € 49.839,93)    
(davon Restlaufzeit über einem Jahr € 7.627.644.23; Vorjahr € 0,00)    
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.224.851,63 3.321.330,38
(davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 4.224.851.93; Vorjahr € 3.321.330,38)    
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 898.976,79 1.261.498,20
(davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 898.976,79; Vorjahr € 1.261.498,20)    
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.124.414,78 539.670,54
(davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.124.414,78; Vorjahr € 539.670,54)    
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.000.000,00 0,00
(davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.000.000,00;    
Vorjahr: € 0,00)    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.140.932,87 510.270,38
(davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.140.932,87; Vorjahr € 510.270,38)    
(davon aus Steuern € 274.808,46; Vorjahr € 286.078,07)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 59%979,57; Vorjahr € 45.633,94)    
  17.187.390,73 5.682.609,43
D. Rechnungsabgrenzungsposten 463.841,22 485.299,83
  22.065.680,16 14.276.546,01

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
1. Umsatzerlöse 13.344.354,47 12.526.896,67
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 878.261,18 1.112.219,09
3. andere aktivierte Eigenleistung 3.088.160,20 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 488.797,41 528.188,63
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 17.449,96 (Vorjahr € 34.918,21)    
5. Materialaufwand    
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.031.983,49 3.526.231,04
  3.031.983,49 3.526.231,04
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 14.763.963,95 10.155.519,17
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.339.216,11 1.558.208,00
davon für Altersversorgung € 21.266,49 (Vorjahr € 10.316,10)    
  17.103.180,06 11.713.727,17
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 226.485,43 170.496,05
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.675.550,01 6.900.673,67
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 10.169,24 (Vorjahr € 125.197,47)    
9. Erträge aus Beteiligungen 116.978,61 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen € 116.978,61 (Vorjahr € 0,00)    
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145.240,97 23.987,48
- davon aus verbundenen Unternehmen € 132.490,28 (Vorjahr € 22.169,53)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 672.547,05 26.743,22
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.890,76 -109.392,55
12. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag -16.662.843,96 -8.037.186,73
13. Sonstige Steuern 2.548,00 2.615,00
14. Jahresfehlbetrag -16.665.391,96 -8.039.801,73
15. Verlust- / Gewinnvortrag aus dem Vorjahr -6.018.020,55 2.021.781,18
16. Einstellungen in die gesetzliche Rücklage    
17. Bilanzverlust -22.683.412,51 -6.018.020,55

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

censhare AG

Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen
2 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
3 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
4 Angaben zur Bilanz
5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
6 Sonstige Angaben
7 Nachtragsbericht

1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die censhare AG hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HR B 140617 eingetragen.

2 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der censhare AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Konzern der censhare AG besteht nicht, da die Größenkriterien des § 293 HGB nicht erfüllt sind.

Erstmalig in 2018 wurden die Entwicklungskosten für eigenentwickelte Software unter den "selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens" aktiviert (§ 248 II HGB). Damit wird der zunehmenden Bedeutung der Entwicklungstätigkeit Rechnung getragen und soll somit ein besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln. Aus der erstmaligen Aktivierung ergaben sich Vermögenszugänge in Höhe von € 3.088.160, die das Jahresergebnis erhöht haben. Das Jahresergebnis erhöhte sich dadurch unter Berücksichtigung der vorgenommenen Abschreibung um € 3.065.036. Der Bilanzansatz der selbst geschaffenen immerteriellen Vermögensgegenstände unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 VIII HGB. Werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Bilanz ausgewiesen, so dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den insgesamt angesetzten Beträgen abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern entsprechen.

3 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 II HGB wird erstmalig in Ansproch genommen. Sie werden gem. § 255 IIa HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 II HGB). Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden planmäßig abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern die Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit die Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern für erworbene und selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betragen 3 bzw. 5 Jahre, sowie für Sachanlagen zwischen 3 und 13 Jahre.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung, bewertet.

Die Ausleihungen wurden zum Nennwert bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB, welche im Wesentlichen die im Rahmen der Leistungserbringung entstandenen Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten umfassen. Fremdkapitalzinsen wurden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Geleistete Anzahlungen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren Wertansatz am Abschlussstichtag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Sonstige Rückstellungen sowie Steuerrückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Erhaltene Anzahlungen wurden zum Nennwert angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für bereits im Geschäftsjahr vereinnahmte Entgelte für noch zu erbringende Leistungen gebildet.

Aktive und passive latente Steuern entstehen, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern nicht in Anspruch.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden die §§ 253 Abs. 1 S. 1, 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB gemäß § 256a HGB nicht angewendet.

Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Leistungsabnahme durch den Kunden bzw. bei zeitraumbezogenen Leistungen entsprechend zeitanteilig realisiert.

4 Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unternehmen, von denen die Gesellschaft mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, stellen sich wie folgt dar:

Name Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital * Jahresergebnis *
% T€ T€
censhare (UK) Ltd. *** London, UK 100,0 555,7 -309,9
censhare (Schweiz) AG Zürich, Schweiz 70,0 1.046,9 -126,3
censhare US INC *** Denver, USA 100,0 -4.343,8 -2.661,7
censhare India Plt. * Gurugram, Indien 99,9996 905,1 168,1
censhare France SAS *** Paris, Frankreich 100,0 -1.733,8 -1.177,4
censhare Benelux & Nordics B.V. *** Gouda, Niederlande 100,0 -1.045,5 -833,9
censhare PTE. LTD. ** Singapur 100,0 0 0
Kontrast Communi- cation Services GmbH Düsseldorf, Deutschland 51,0 -117,4 -1.206,8

* Gemäß dem lokalen Abschluss zum 31. März 2018, umgerechnet mit dem Kurs zum 31.12.2018.

** Die Gesellschaft wurde im Vorjahr gegründet, hat jedoch in der Berichtsperiode noch keine Geschäftsaktivität entfaltet.

*** Gemäß dem ungeprüftem, lokalen Abschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen Darlehen, die die Gesellschaft auf unbestimmte Dauer gewährt hat. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat von seiten der Gesellschaft, sie beabsichtigt jedoch, den verbundenen Unternehmen die Darlehen langfristig zur Verfügung zu stellen.

Vorräte

Die Vorräte betreffen unfertige Leistungen sowie geleistete Anzahlungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.307 (im Vorjahr T€ 1.186) sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.510 (im Vorjahr T€ 3.841) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen censhare AG, Zürich (Schweiz), in Höhe von T€ 150 (im Vorjahr T€ 331), gegen censhare India Plt, Neu-Delhi (Indien), in Höhe von T€ 1 (im Vorjahr T€ 4), gegen censhare US INC., Denver (USA), in Höhe von T€ 96 (im Vorjahr T€ 3.025 ), gegen censhare (UK) Ltd., London (UK), in Höhe von T€ 797 (im Vorjahr T€ 335 ), gegen censhare France SAS, Paris (Frankreich), in Höhe von T€ 123 (im Vorjahr T€ 12), censhare Benelux & Nordics B.V., Gouda (Niederlande), in Höhe von T€ 271 (im Vorjahr T€ 134), Kontrast Communica-tion Services GmbH, Düsseldorf, in Höhe von T€ 68 (im Vorjahr T€ 0) sowie gegen ky-tence GmbH, Düsseldorf, in Höhe von T€ 4 (im Vorjahr T€ 0) mit einer Restlaufzeit von jeweils bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden Forderungen für noch nicht vereinnahmte Steuererstattungen sowie gezahlte Kautionen erfasst.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet zum Stichtag im Wesentlichen Lizenz-, Wartungs- und sonstige Gebühren, Beitragsvorauszahlungen und sonstige Gebühren, welche im Folgejahr aufwandswirksam erfasst werden.

Angaben über die Gattung der Aktien

Das vollständig einbezahlte Grundkapital von € 1.425.957 (Vorjahr € 1.239.632) ist in 1.425.957 (Vorjahr 1.239.632) nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

Es handelt sich um Namensaktien. Die Erhöhung erfolgte im Zusammenhang mit der im Folgenden beschriebenen Kapitalerhöhung (€ 186.325).

Gewinnvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzverlust ein Verlustvortrag von € 6.018.021 und ein Jahresfehlbetrag von € 16.665.392 einbezogen.

Gesonderte Angaben zur Bilanz gemäß § 152 AktG

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 02.05.2016 und durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.08.2016 kraft Gesetzes auf € 43.680,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/1). Das Bedingte Kapital dient ausschließlich der Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 02.05.2016 an Mitglieder der Geschäftsführung gewährt werden. Die Hauptversammlung vom 06.09.2018 hat ein neues bedingtes Kapital 2018/1 in Höhe von € 15.397 geschaffen.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27.06.2017 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 06.07.2022 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 40.379,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017/1).

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06.09.2018 wurde ein neues Genehmigtes Kapital 2018/1 geschaffen. Dadurch ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18.09.2023 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um insgesamt € 15.397,00 zu erhöhen.

Die censhare AG hat im Berichtsjahr eine weitere Finanzierung in Höhe von € 11.500.000 in Form von Eigenkapital von ihrem Investor erhalten. Dadurch hat sich das Grundkapital um € 186.325 und die Kapitalrücklage um € 11.313.675 erhöht.

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellung für Personalkosten in Höhe von T€ 1.286 (im Vorjahr T€ 3), Urlaubsrückstellung in Höhe von T€ 446 (im Vorjahr T€ 309 ), Drohverlustrückstellung für ein Derivat T€ 380 (im Vorjahr T€ 0), Provisionen und Tantiemen T€ 236 (im Vorjahr T€ 487), Rückstellung für Berufsgenossenschaft in Höhe von T€ 32 (im Vorjahr T€ 38), Gewährleistungsrückstellung in Höhe von T€ 366 (im Vorjahr T€ 372), Rückstellung für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 102 (im Vorjahr T€ 171) sowie Rückstellung für Prüfung und Erstellung des Jahresabschlusses in Höhe von T€ 158 (im Vorjahr T€ 117).

Bei der Ermittlung der Drohverlustrückstellung für das eingebettete Derivat im Rahmen eines Kreditvertrags werden die Parameter "Umsatzwachstum der censhare Gruppe von Juli 2018 bis Juni 2023" und "Diskontierungsfaktor" verwendet. Die ermittelten, wahrscheinlichkeitsgewichteten Zahlungsströme werden auf den Bilanzstichtag diskontiert (DCF-Verfahren). Der Diskontierungsfaktor basiert auf dem 5 Jahres EUR - Swap Satz sowie dem für censhare AG ermittelten Credit-Spread. Die Ermittlung des Umsatzwachstum beruht auf einer gewichteten Szenario Analyse. Die Schätzunsicherheit in Bezug auf das unterstellte Umsatzwachstum in fünf Jahren in der Technologie Branche ist hoch, so dass damit gerechnet werden kann, dass die tatsächliche Verpflichtung von der aktuellen Schätzung abweicht. Das Management geht davon aus, dass zukünftig die Schätzunsicherheit bei kürzerer Restlaufzeit geringer ausfallen wird.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden wie folgt fällig:

31.12.2018 Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr Davon mehr
als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.798.214,66 170.570,43 7.627.644,23 0,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.224.851,93 4.224.851,93 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 898.976,79 898.976,79 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.124.414,78 1.124.414,78 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.000.000,00 2.000.000,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.140.932,87 1.140.932,87 0,00 0,00
  17.187.390,73 9.559.746,80 7.627.644,23 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 2.000 (Vorjahr T€ 0) bestehen gegenüber dem Gesellschafter, der DuMont Digital GmbH & Co. KG (kurz DuMont Digital). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.124 (Vorjahr T€ 540) bestehen gegenüber der der censhare UK, Ltd., der censhare (Schweiz) AG, der censhare US Inc. der censhare India Plt., der censhare France SAS, der censhare Benelux & Nordics B.V., der Kontrast Communication Services GmbH und der kytence GmbH. Die Verbindlichkeiten resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand in Höhe von T€ 15 (im Vorjahr Steuerertrag T€ 109) betrifft in Höhe von T€ 2 laufende Quellensteuern für das Berichtsjahr und in Höhe von T€ 13 einen Steueraufwand für Ertragsteuern der Vorjahre aufgrund der durchgeführten Betriebsprüfung..

Einmalige Aufwendungen

Im Jahresergebnis sind Aufwendungen für die Fehlinvestition in die Beteiligung an der 360dialog GmbH in Höhe von T€ 4.170 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

6 Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Durchschnitt Durchschnitt
Arbeitnehmergruppen Berichtsjahr Vorjahr
Angestellte 172 136
Auszubildende 5 5
Vorstände 4 4

Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In € Gesamt Restlaufzeiten
    Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 1.137.115 806.832 330.283 0

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen Leasingverträge für KFZ, Software etc. sowie Mietverhältnisse.

Es besteht ein Haftungsverhältnis gem. § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB: Die Gesellschaft hat eine Gewährleistungsverpflichtung gegenüber einem Kunden in den USA für Haftungsrisiken im Zusammenhang mit dem Vertrieb von censhare Software übernommen. Die Haftung ist auf T€ 5.000 begrenzt.

Darüber hinaus bestehen Garantien für einen Leasingvertrag (Büromiete) der censhare US Inc. gegenüber dem Leasinggeber sowie gegenüber einem Kunden der censhare Benelux & Nordics B.V. im Zusammenhang mit einem Absatzgeschäft (Software Lizenz- und Wartungsvertrag).

Gewährleistungsansprüche aus diesen Vereinbarungen sind bislang nicht aufgetreten. Da keine anderslautenden Informationen vorliegen, wird mit einer Inanspruchnahme auch zukünftig nicht gerechnet.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs und bis zum Aufstellungszeitpunkt gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Name Funktion Zeitraum Ausgeübter Beruf
Dieter Reichert Vorsitzender bis 11.09.2018 CEO/Vorstand Marketing, Vertrieb CFO/Vorstand
Stephan Wehselau   bis 11.09.2018 Finanzen
Iryna Zhovtobryukh   bis 31.12.2018 CTO/Technischer Vorstand
Eva Wittka   seit 01.02.2018, , bis 15.11.2018 Vorstand Customer Services
Alexander Henn   seit 15.03.2018, bis 23.01.2019 CGO/Vorstand Produktstrategie
Jürg Weber   seit 11.09.2018, bis 31.03.2019 Vorstand/CEO bis 11.03.2019
Frank Hassler   seit 11.03.2019 CEO/Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Name Funktion Zeitraum Ausgeübter Beruf
Florian Paul   bis 28.03.2018 Geschäftsführer Serviceplan Solutions 1 GmbH & Co. KG
Florian Haller   bis 06.11.2018 Chief Executive Officer Serviceplan Gruppe
Dr. Christoph Bauer Vorsitzender bis 28.03.2018 und seit 31.01.2019 Vorstandsvorsitzender DuMont Mediengruppe
Dr. Anastassia Lauterbach   seit 28.03.2018 und bis 31.01.2019  
Robert Motzke   seit 06.11.2018  
Patrick Wölke   seit 08.03.2019 Geschäftsführer DuMont Digital GmbH & Co. KG

Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Als Vergütung für geleistete Tätigkeiten wurden dem Vorstand im Berichtsjahr T€ 2.083 gewährt. Der beizulegende Zeitwert der leistungsabhängig gewährten Optionsrechte belief sich am Tag der Gewährung (12. April 2017) auf 21€ je Optionsrecht.

Für Aufsichtsratstätigkeiten wurden insgesamt € 45.000 vergütet.

7 Nachtragsbericht

Im Zeitraum nach dem Bilanzstichtag und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind folgende Ereignisse eingetreten, die von Bedeutung für die Gesellschaft sind:

Die Zusammensetzung des Vorstands hat sich ebenfalls, wie oben dargestellt, nach dem Bilanzstichtag geändert.

DuMont Digital hat im Januar 2019 mehr als 50% der Anteile an der Gesellschaft erworben. Die Gesellschaft wird daher ab dem Geschäftsjahr 2019 in den Konzernabschluss dieses Investors einbezogen.

Derselbe Investor hat sich verpflichtet, der Gesellschaft ein Wandeldarlehen in Höhe von € 14,48 Mio. zu gewähren, das nach Bedarf auch in Teilsummen abgerufen werden kann.

 

München, 12.04.2019

gez. Frank Hassler

Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Pflichten 0,00 3.088.160,20 0,00 3.088.160,20
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 584.474,53 171.669,03 0,00 756.143,56
  584.474,53 3.259.829,23 0,00 3.844.303,76
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 916.536,61 106.321,00 37.353,51 985.504,10
  916.536,61 106.321,00 37.353,51 985.504,10
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 505.881,97 1.667.786,85   2.173.668,82
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 950.000,00 7.755.000,00 0,00 8.705.000,00
  1.455.881,97 9.422.786,85 0,00 10.878.668,82
Summe Anlagevermögen 2.956.893,11 12.788.937,08 37.353,51 15.708.476,68
Abschreibungen
01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Pflichten 0,00 23.124,19 0,00 23.124,19
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 431.645,33 113.441,03 0,00 545.086,36
  431.645,33 136.565,22 0,00 568.210,55
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 838.116,16 89.920,21 36.435,72 891.600,65
  838.116,16 89.920,21 36.435,72 891.600,65
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.269.761,49 226.485,43 36.435,72 1.459.811,20
Restbuchwerte
31.12.2018 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Pflichten 3.065.036,01 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 211.057,20 152.829,20
  3.276.093,21 152.829,20
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.903,45 78.420,45
  93.903,45 78.420,45
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.173.668,82 505.881,97
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.705.000,00 950.000,00
  10.878.668,82 1.455.881,97
Summe Anlagevermögen 14.248.665,48 1.687.131,62

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 12.04.2019 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Hauptversammlung vom 12.04.2019 wurde der Vortrag des Bilanzverlustes in Höhe von 22.683.412,51 Euro auf neue Rechnung beschlossen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die censhare AG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der censhare AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der censhare AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt 'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 12. April 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Claudia Fielenbach, Wirtschaftsprüferin

München HRB 140617

Anschrift: Paul-Gerhardt-Alle 50, 81245 München

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis 31.12.2018

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie aktuelle Lage des Unternehmens unterrichtet. Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig vom Vorstand über die gesamte Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung in Kenntnis setzen.

Insgesamt fanden im Berichtszeitraum 5 Sitzungen des Aufsichtsrats statt, 1 davon per Telefonkonferenz. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstands erfolgten nach Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrats bestanden im Berichtszeitraum nicht.

An allen Sitzungen des Aufsichtsrats nahmen alle Aufsichtsratsmitglieder teil.

Prüfung des Jahresabschlusses 2018

Der Jahresabschluss der censhare AG sowie der Anhang und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018 bestellten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen einschließlich Prüfungsbericht des Abschlussprüfers und Lagebericht wurden dem Aufsichtsrat vorab zur umfassenden Information übermittelt. Der Abschlussprüfer hat sich in einer Telefonkonferenz mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses beraten und den Aufsichtsratsvorsitzenden über das Ergebnis der Prüfung informiert.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen und den Lagebericht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der censhare AG. Der Jahresabschluss der censhare AG ist damit festgestellt.

Dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands nach § 170 Abs. 2 AktG

1. Verteilung an die Aktionäre: € 0
2. Bilanzverlust € -22.683.412,51

stimmt der Aufsichtsrat zu.

Im Jahr 2018 kam es zu Veränderungen im Vorstand. Iryna Zhovthobryukh (CTO) wurde zum 01. Januar 2018 in den Vorstand berufen und Eva Wittka (C00) wurde zum 01. Februar 2018 in den Vorstand berufen. Alexander Henn (CGO) wurde zum 15. März 2018 in den Vorstand berufen. Dieter Reichert (CEO) und Stephan Wehselau (CFO) sind am 11. September 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden. Jürg Weber (CEO) wurde am 11. September 2018 in den Vorstand berufen. Eva Wittka ist am 15. November 2018 ausgeschieden. Iryna Zhovthobryukh schied am 31. Dezember 2018 und Alexander Henn am 23. Januar 2019 aus dem Vorstand aus. Am 11. März 2019 wurde Frank Hassler in den Vorstand berufen und übernahm den Vorsitz von Jürg Weber, der am 31. März 2019 aus dem Vorstand ausschied. Der Vorstand bedankt sich bei den ausgeschiedenen Vorständen für die intensive Vorstandsarbeit.

Im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses kam es ebenfalls zu Veränderungen im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Die Mitglieder des Aufsichtsrats zu Beginn des Geschäftsjahres waren Dr. Christoph Bauer (Vorsitzender), Florian Paul und Florian Haller. Dr. Christoph Bauer und Florian Paul schieden am 28. März 2018 aus dem Aufsichtsrat aus. Zu neuen Aufsichtsratsmitgliedern wurden am 28. März 2018 Dr. Anastassia Lauterbach (Vorsitzende) und Patrick Wölke berufen. Am 6. November 2018 schied Florian Haller aus dem Aufsichtsrat aus und Robert Motzke wurde in den Aufsichtsrat berufen. Zum 31. Januar 2019 schied Dr. Anastassia Lauterbach aus dem Aufsichtsrat aus und Dr. Christoph Bauer (Vorsitzende) wurde am 31. Januar 2019 erneut in den Aufsichtsrat berufen.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie den Mitarbeitern der censhare AG für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2018.

 

München, den 12. April 2019

Dr. Christoph Bauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Patrick Wölke, Aufsichtsrat

Robert Motzke, Aufsichtsrat

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