Transdev Bus GmbH
Selbe AdressePersonenbeförderung im Linienverkehr auf der Straße
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Achtermann seit 20.3.2024 | Vorstandsmitglied |
Sven Tombrink seit 17.5.2005 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Niederbarnimer Eisenbahn-AktiengesellschaftBerlinJahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 15. Mai 2024 EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Michaelis Ottenhus Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Gemäß Satzung gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung des Bilanzformblatts für Verkehrsunternehmen gemäß Verordnung vom 27. Februar 1968 (BGBl 1968, Seite 193) mit Änderung durch Artikel 8 Abs. 11 des Gesetzes vom 17.07.2015 (BGBl. I Seite 1245) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. RegisterinformationenDie Gesellschaft ist unter der Firma Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin im Handelsregister B des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 7522 B eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear "pro rata temporis" vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear "pro rata temporis" abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Übersicht zu entnehmen:
Geringwertige Anlagengüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit dieser Aufwand für einen Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten betrifft in Vorjahren erhaltene Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen sowie gemäß § 6b EStG passivisch vorgenommene Wertberichtigungen aus der Veräußerung von Immobilienvermögen. Von der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wird Gebrauch gemacht, sodass Sonderposten mit Rücklageanteil (§ 6b EStG-Rücklage), unter Anwendung der für sie geltenden Vorschriften in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung des HGB, beibehalten werden. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird ebenso wie der Sonderposten gemäß § 6b EStG entsprechend der Restnutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgelöst. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag existieren keine Aktiva und Passiva in Fremdwährungen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 526 (VJ TEUR 85) Forderungen gegen die Umsatzsteuer-Organträgerin Captrain Deutschland GmbH, TEUR 383 (VJ TEUR 1.009) Forderungen gegen die Tochtergesellschaft NEB Betriebsgesellschaft mbH sowie TEUR 30 (VJ TEUR 0) Forderungen gegen andere verbundene Unternehmen. EigenkapitalDas Grundkapital über TEUR 832 (VJ TEUR 832) ist eingeteilt in 32.000 Aktien im Nennbetrag von je EUR 26,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Über die Aktien sind 16 Zwischenscheine ausgestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde vom Jahresüberschuss 2022 über TEUR 1.070 ein Betrag über TEUR 499 ausgeschüttet und der Restbetrag von TEUR 571 in die Gewinnrücklage eingestellt. Die Kapitalrücklage deckt die gemäß § 150 Abs. 2 AktG geforderte gesetzliche Rücklage in Höhe des zehnten Teiles des Grundkapitals ab. Investitionszuschüsse und InvestitionszulagenAls Sonderposten wurden zum einen erhaltene Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von TEUR 6.496 (VJ TEUR 5.549) aus Mitteln nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) passiviert. Sie werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der geförderten Anlagegüter entsprechend aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird von den Abschreibungen offen abgesetzt. Zum anderen sind noch sonstige Sonderposten in Höhe von TEUR 999 (VJ TEUR 1.069) enthalten, die aus der Übertragung von Gewinnen aus Grundstücksverkäufen gemäß § 281 HGB i. V. m. § 6b EStG in Höhe von insgesamt TEUR 2.185 auf die Kosten des Anbaus der Wartungshalle in Basdorf, die Schaffung von zusätzlichen Mieträumen in den Gebäuden Fontanestraße und Odenwaldstraße, den Erwerb von drei Grundstücken in Küstrin-Kietz sowie der Umnutzung des Erdgeschosses des Bahnhofsgebäudes Wandlitzsee resultieren. Sonstige RückstellungenIm Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten
Von den Rückstellungen entfallen TEUR 61 (VJ TEUR 61) auf Beräumungs-aufwendungen, die vor Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) gebildet wurden und entsprechend den vormals geltenden Rechtsvorschriften beibehalten werden. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen über TEUR 1.522 (VJ TEUR 2.169) gegenüber der NEB BG und über TEUR 30 (VJ TEUR 12) gegenüber der Captrain Deutschland GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber der NEB BG beinhalten ein Darlehen über TEUR 1.200. Im Übrigen betreffen die Verbindlichkeiten Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen.
Passive latente SteuernDie passiven latenten Steuern betragen TEUR 258 (VJ TEUR 282). Gemäß § 285 Nr. 29 HGB resultiert dieser Posten aus der steuerlichen Zuführung des Sonderpostens mit Rücklageanteil unter Anwendung von § 6b EStG über TEUR 1.000 mit einem Steuersatz von 30 %. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche ErträgeBei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.547 handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen (TEUR 528) sowie Sonderposten gemäß §6b EstG (TEUR 70), aus Ausgleichzahlungen gemäß §16 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) (TEUR 166), aus Versicherungserstattungen (TEUR 153), aus Weiterbelastungen (TEUR 298) sowie sonstigen Erträgen (TEUR 332). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 95 enthalten. Diese betreffen Weiterbelastungen für Vorjahre sowie Ausgleichszahlungen gemäß §16 AEG und Vergütungen Stromkosten. Sonstige betriebliche AufwendungenBei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.237 handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Geschäftsbesorgung durch die Industriebahn-Gesellschaft mbH, Berlin, (IGB) (TEUR 1.963), Aufwendungen für Weiterberechnungen (TEUR 296), IT-Aufwendungen (TEUR 215) sowie Straßenreinigungs- und Beräumungskosten (TEUR 161). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 14 enthalten. Diese betreffen Weiterbelastungen für Vorjahre. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse und außerbilanzielle GeschäfteMit Datum vom 5./26. August 2013 schloss die Gesellschaft einen Vertrag über den Kauf von sieben zweiteiligen und zwei dreiteiligen Dieseltriebzügen des Typs LINK mit Pojazdy Szynowe PESA Bydgoszcz Spόłka Akcyjna mit Sitz in Bydgoszcz/Polen zum Gesamtpreis von TEUR 26.170. Mit Nachtrag vom 25. Mai 2017 wurde der Kauf von weiteren vier zweiteiligen statt der ursprünglich vereinbarten zwei dreiteiligen Dieseltriebzügen unter Erhöhung des Gesamtkaufpreises um TEUR 600 auf nunmehr TEUR 26.770 vertraglich geregelt. Bis zum Ende des Berichtsjahres hat die Gesellschaft Zahlungen über insgesamt TEUR 22.755 geleistet. Mit Datum vom 10. Dezember 2013/26. Februar 2014 schloss die Gesellschaft mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, Potsdam, einen Darlehensvertrag über TEUR 19.500 zur Finanzierung der vorgenannten Dieseltriebzüge. Da dieser Vertrag zur Nutzung des aktuell niedrigen Zinsniveaus variabel auf Basis der Entwicklung des 3‑Monats-EURIBOR abgeschlossen wurde, wurde zur Absicherung eines festen Zinssatzes mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit Datum vom 13./18. September 2013 ein Zinsswapgeschäft fristenkongruent mit der Laufzeit des Kreditvertrages (30.12.2015 - 30.12.2024) abgeschlossen. Die NEB AG ist aus einer variabel verzinslichen Finanzierung einem Zinsänderungs-risiko ausgesetzt. Das Nominal der Finanzierung hängt von den jeweils geplanten Inanspruchnahmen und Regeltilgungen ab. Zum Stichtag wird ein Finanzierungsvolumen unter Berücksichtigung geleisteter Tilgungen in Höhe von EUR 6.205 Mio. in Anspruch genommen. Die Zinszahlungsströme aus dieser Finanzierung werden durch das Nominal und den 3-Monats-EURIBOR bestimmt. Die Zinssicherung erfolgt durch den Einsatz eines Zinsswaps, der den 3-Monats-EURIBOR in eine feste Zinszahlung überführt. Der zum Bilanzstichtag im Bestand der Gesellschaft befindliche Zinsswap hat eine Restlaufzeit von 3 Jahren und eine amortisierende Nominalstruktur bei einem Nominalwert von derzeit TEUR 264. Der Sicherungszusammenhang zwischen Finanzierung und Zinsswap wird bilanziell als Bewertungseinheit (Mikro-Hedge) und unter Anwendung der Einfrierungsmethode abgebildet. Die wertkritischen Parameter der Finanzierung, als Grundgeschäft, und des Zinsswaps als Sicherungsinstrument entsprechen sich bis auf das Nominal, daher werden sich die erwarteten zukünftigen Zinszahlungsströme weitgehend ausgleichen. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt mittels einer Sensitivitätsanalyse. Die sich retrospektiv ergebende rechnerische Unwirksamkeit wird im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr mittels der Dollar-Offset-Methode berechnet. Der Marktwert des Zinsswaps beträgt inklusive entsprechender Zinsabgrenzungen zum Stichtag TEUR 0 (VJ TEUR 0). Der Marktwert wird wegen Effektivität der Bewertungseinheit nicht ausgewiesen. Mit Datum vom 27. November 2017 erteilte die Gesellschaft eine selbstschuldnerische Vertragserfüllungsbürgschaft über TEUR 6.500 nebst 15 % Zinsen gegenüber der Alpha Trains Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg, die als Sicherheit aus den Verpflichtungen des am 13. Dezember 2013 zwischen der Alpha Trains, Luxembourg S.a.r.l., Luxembourg, und der Hauptschuldnerin, der NEB Betriebsgesellschaft mbH, Berlin, geschlossenen Mietvertrages über fünfzehn Dieseltriebzüge des Typs Stadler Regio Shuttle RS1 sowie über vier Dieseltriebzüge des Typs Bombardier Talent dient. Die Höhe dieser Bürgschaft, jeweils mit 15 % Zinsen, ändert sich in der Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 7.500, in der Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 6.500, in der Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 14. Dezember 2024 auf TEUR 5.500 und in der Zeit vom 15. Dezember 2024 bis zum 30. Juni 2025 auf TEUR 2.100. Mit Datum vom 30. Januar 2015 erteilte die Gesellschaft mit Wirkung vom 14. Dezember 2014 eine selbstschuldnerische Bürgschaft zur Besicherung von Verpflichtungen aus dem mit Zuschlagsschreiben vom 12. Februar 2013 bzw. mit Urkunde vom 10. Juli 2014 dokumentierten und von der Hauptschuldnerin NEB Betriebsgesellschaft mbH geschlossenen Verkehrsvertrag "Netz Ostbrandenburg SPNV 1/2011" über EUR 7.333.582,74 gegenüber den Ländern Berlin und Brandenburg. Die NEB AG und die IGB haben am 24. September 2002 einen unbefristeten Vertrag über die Erbringung von Geschäftsbesorgungsleistungen geschlossen. Das Kündigungsrecht beträgt sechs Monate zum Jahresende. Eine Anpassung des Vertrages erfolgte zuletzt am 22. Dezember 2023. Die NEB AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2005 administrative Dienstleistungen vertraglich auf die Captrain Deutschland GmbH übertragen. Der Vertrag erstreckt sich auf die Geschäfte und Maßnahmen, die dem Betriebsablauf und dem gewerblichen Zweck der NEB AG dienen. Die zu erbringenden Dienstleistungen sind in einer Anlage zum Vertrag näher geregelt. Für alle administrativen Leistungen, die die Captrain Deutschland GmbH im Rahmen des Vertrags erbrachte, erhielt sie im Geschäftsjahr2023eine pauschale Vergütung von TEUR 52. Für die angeführten, zu Nominalwerten angesetzten, Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird. Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 519 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenTransaktionen zu marktunüblichen Konditionen sind mit verbundenen Unternehmen nicht getätigt worden. Anzahl der ArbeitnehmerIm Geschäftsjahr 2023 wurde, wie im Vorjahr keine Arbeitnehmer beschäftigt. Aufsichtsrat- Henrik Würdemann, Geschäftsführer der Captrain Deutschland GmbH Wiefelstede (Vorsitzender) - Alexander Tönnis, (stellv. Vorsitzender), Landrat Landkreis Oberhavel - Thomas Kratzer, Berlin, Geschäftsführer der Captrain Deutschland GmbH - Klaus Günter Lichtfuß, Berlin, Leiter Logistik BEHALA - Wolfgang Hahn, Berlin, Ministerialdirektor a. D. - Michael Buhrke, Beigeordneter Landkreis Oder-Spree (ab 26.08.2022) VorstandDipl.-Volkswirt Detlef Bröcker, Berlin Dipl.-Wirt.-Ing. Sebastian Achtermann (ab 01.03.2024) Gesamtbezüge des VorstandsDa der Vorstand nicht von der Gesellschaft vergütet wird, entfällt die Angabe nach § 285 Nr. 9 HGB. Gesamtbezüge des AufsichtsratsDie Aufsichtsratsvergütungen einschließlich Sitzungsgelder betrugen 2023 TEUR 35 (Vj. TEUR 46). PrüfungsgebührenDas für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar für den Abschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 24. Das Honorar betrifft ausschließlich die Leistungen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss von TEUR 1.053 einen Betrag in Höhe von TEUR 499 an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Betrag soll in Höhe von TEUR 554 in die Gewinnrücklage eingestellt werden. KonzernverhältnisseDie Anteile der Gesellschaft werden zu 66,92 % von der IGB Industriebahn-Gesellschaft mbH, Berlin, gehalten. Mit Schreiben gemäß § 20 Abs. 4 AktG vom 18. Mai 2010 hat die IGB Industriebahn-Gesellschaft mbH, Berlin, der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin, mitgeteilt, dass sie eine Mehrheit der Stimmrechte an der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin, im Sinne des § 16 Absatz 1 und 2 AktG besitzt. Der Jahresabschluss der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft wird in den Konzernabschluss der Captrain Deutschland, Berlin, einbezogen. Captrain Deutschland GmbH, Berlin, veröffentlicht einen geprüften Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen im Unternehmensregister. Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von Société Nationale SNCF SA, Saint-Denis, erstellt.
Berlin, den 31. März 2024 gez. Sebastian Achtermann gez. Detlef Bröcker Der Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des UnternehmensDer Schwerpunkt des operativen Geschäftes der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, an der die IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin, Berlin, im folgenden IGB genannt, mit 66,92 % als Mehrheitsaktionärin beteiligt ist, liegt als Eisenbahninfrastrukturunternehmen satzungsgemäß im Betrieb und der Unterhaltung ihrer Eisenbahninfrastruktur. Aufgrund der Trennung von Infrastruktur und Bahnbetrieb werden die Aufgaben als Eisenbahnverkehrsunternehmen wie bisher von der 100 %-igen Tochtergesellschaft NEB Betriebsgesellschaft mbH wahrgenommen. Als zweites wesentliches Geschäftsfeld betreibt die Gesellschaft die Verwaltung ihrer in Berlin und Brandenburg gelegenen Immobilien, die sich nach zahlreichen Grundstücksverkäufen in der Vergangenheit und auch vereinzelten Zukäufen nunmehr auf ca. 1,6 Mio. m² erstrecken. Durch rund 1.300 rechtswirksame Miet-, Gestattungs- und Erbbaurechtverträge über private oder gewerbliche Grundstücksnutzungen sind knapp zwei Drittel von insgesamt über 700 im Eigentum der Gesellschaft stehenden Flurstücke gebunden, während das verbleibende Drittel allein dem Bahnbetrieb dient. Während die sich im Eigentum der Gesellschaft befindliche Infrastruktur der RB 27 aufgrund langfristiger SPNV-Bestellungen der Länder Brandenburg und Berlin stabile Trasseneinnahmen sichert, garantieren sowohl Anzahl als auch Vielfalt der Nutzungen nicht betriebsnotwendiger Grundstücke gleichbleibend hohe Mieteinnahmen. Wie bisher besteht ungeachtet konjunktureller Entwicklungen kein Risiko starker Umsatzeinbrüche. Die operative Steuerung des Infrastrukturbetriebs der NEB AG (Planung und Überwachung des Zugbetriebs sowie die Instandhaltung von Gleisanlagen sowie der sonstigen bahnbetrieblich notwendigen Anlagen) erfolgt vom Standort Basdorf aus, wohingegen der Immobilien- und der kaufmännische Bereich sowie die Geschäftsleitung in den Geschäftsräumen des Hauptaktionärs IGB sowie der Konzerngesellschaft Captrain Deutschland GmbH in Berlin angesiedelt ist. Da der überwiegende Teil der Geschäftsvorgänge der NEB AG von bei der IGB angestelltem Personal ausgeführt und betreut werden und die IGB demzufolge als Verwaltungsträger fungiert, werden die anfallenden Kosten im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsentgeltes der NEB AG in Rechnung gestellt. B. Wirtschaftliches UmfeldDas Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2022 preis- und kalenderbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Als prägend für die gesamtwirtschaftliche Lage erwiesen sich weiterhin das krisengeprägte Umfeld und die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen. Ungünstige Finanzierungsbedingungen, steigende Zinsen und die geringe In- und Auslandsnachfrage wirkten gleichfalls konjunkturdämpfend.¹ Die Zahl der Erwerbstätigen ist 2023 gegenüber dem Vorjahr in Berlin um 1,6 % auf 2.192.400 und in Brandenburg um 0,3 % auf 1.148.600 gestiegen, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Damit verzeichnete Berlin nach Hamburg den zweitstärksten prozentualen Anstieg aller Bundesländer.² Die Berliner Bauaufsichtsbehörden haben 2023 nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg insgesamt 15.902 Wohnungen genehmigt, 6,3 % weniger als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der genehmigten Wohnungen das siebente Jahr in Folge gesunken. 14.398 der Wohnungen bzw. 90,5 % werden in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden entstehen. 2.541 Genehmigungen wurden für Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau gemeldet. 230 Genehmigungen (Vorjahreszeitraum: 245) betreffen den Neubau gewerblicher Bauten. Die veranschlagten Kosten aller genehmigten Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau betragen 6.196,5 Mill. €, 4,4 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den veranschlagten Kosten gilt zu beachten, dass im betrachteten Zeitraum ein Großprojekt im Nichtwohnbau enthalten ist. In Ein- und Zweifamilienhäusern sind 734 Wohnungen geplant (-39,8 %), in Mehrfamilienhäusern 13.109 (-3,8 %). Durch geplante Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, z. B. Nutzungsänderungen und Dachgeschossausbauten, werden weitere 1.504 Wohnungen (Vorjahr: 1.782) zur Verfügung stehen.³ 11.252 genehmigte Wohnungen wurden im Berichtsjahr 2023 gemeldet. Das sind 23,6 % weniger als im Vorjahreszeitraum. In neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden werden 9.664 der Wohnungen entstehen (-27,4 %). Es wurden 6.627 Genehmigungen für Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau gemeldet. 720 Genehmigungen (Vorjahreszeitraum: 756) entfallen auf den Neubau gewerblicher Bauten. Die veranschlagten Kosten aller genehmigten Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau betragen 4.071,7 Mill. €, 12,5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. 4.073 Wohnungen (‑36,5 %) sind in Ein- und Zweifamilienhäusern und 5.495 (-19,1 %) in Mehrfamilienhäusern geplant. Durch geplante Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, z. B. Nutzungsänderungen und Dachgeschossausbauten, werden weitere 1.588 Wohnungen (Vorjahr: 1.416) zur Verfügung stehen. Von den 9.568 genehmigten Wohnungen in neuen Wohngebäuden sind 4.487 im Weiteren Metropolenraum und 5.081 im Berliner Umland geplant.⁴ ¹ Quelle: Statistisches Bundesamt (destatis), Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024. ² Quelle: https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/a-vi-9-hj. ³ Quelle: https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/f-ii-1-m. ⁴ Quelle: https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/f-ii-1-m. GeschäftsverlaufDie Umsatzerlöse liegen mit 12.003 T€ leicht unter dem Vorjahreswert von 12.274 T€. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 269 T€ auf 1.547 T€. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr erzielten Erträgen aus Sachanlagenverkäufen. Der Aufwand aus der Verlustübernahme von der hundertprozentigen Tochtergesellschaft NEB Betriebsgesellschaft mbH beläuft sich auf 136 T€ (VJ Ertrag in Höhe 217 T€). Insgesamt liegt das Ergebnis mit 1.053 T€ auf dem Niveau des Vorjahres (1.070 T€). GeschäftslageI. ErtragslageWesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Gesamtumsatz und das Ergebnis vor Steuern. Gemäß Prognosebericht im vorangegangenen Jahresabschluss wurde ein positives Vorsteuerergebnis in Höhe von 850,00 T€ und leicht steigende Umsatzerlöse erwartet. Wie die folgenden Ausführungen und dargelegten Hintergründe zeigen, lag die Prognose unter dem Jahresergebnis in Höhe von 1.053 T€ Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr mit 12.003 T€ leicht unter dem Vorjahresniveau (12.274 T€). Die Immobilienerlöse mit 2.222 T€ (VJ 1.992 T€) lagen über dem Vorjahresniveau, die Erlöse aus dem Verkauf von Dieselkraftstoff mit 3.451 T€ (VJ 3.919 T€) lagen preisbedingt unter dem Vorjahresniveau. Aus der Vermietung von Triebfahrzeugen wurden leicht erhöhte Erlöse gegenüber dem Vorjahr erzielt (3.157 T€; VJ 3.123 T€). Die Erlöse aus der Nutzung der Eisenbahninfrastruktur sanken leicht von 3.240 T€ im Vorjahr auf 3.173 T€. Bei konstanten Trassenpreisen ist der Rückgang auf höhere baubedingte Sperrungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken auf 1.547 T€ (VJ 1.816 T€). Dies ist im Wesentlichen auf den Verkauf von Sachanlagen (0 T€; VJ 441 T€) zurückzuführen, denen höhere sonstige Erträge (160 T€; VJ 115 T€) gegenüberstanden. Die periodenfremden Erträge betrugen im Geschäftsjahr 95 T€ (VJ 88 T€). Der Materialaufwand für bezogene Waren verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 315 T€ auf 4.217 T€ (VJ 4.532 T€). Maßgeblich hierfür waren vor allem der preisbedingte verringerte Aufwand für Dieselkraftstoff, der - analog zu den Verkaufserlösen - von 3.835 T€ auf 3.390 T€ im Geschäftsjahr gesunken ist. Der Materialaufwand im Rahmen der Infrastruktur-Instandhaltung stieg auf 311 T€ (VJ 293 T€). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich auf 1.598 T€ (Vorjahr 1.337 T€). Dies ist im Wesentlichen auf die Fremdleistungen für Infrastruktur zurückzuführen, diese stiegen auf 1.046 T€ (VJ 823 T€). Die Abschreibungen liegen mit 3.372 T€ leicht über dem Vorjahresniveau (VJ 3.360 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 342 T€ auf 3.237 T€. Ursächlich für diesen Effekt waren zusätzliche Aufwendungen in Höhe von 215 T€, die mit der IT-Netzwerkumstellung zusammenhängen, die erhöhten Abfall- und Straßen-reinigungskosten 161 T€ sowie die höheren Aufwendungen für Schadensfalle 111 T€. Das operative Ergebnis liegt mit 1.126 T€ unter dem Vorjahreswert (1.965 T€), jedoch über dem für das Berichtsjahr erwarteten Wert von 850 T€. Die Erträge aus Wertpapieren sowie die erhaltenen Zinsen und sonstigen Erträge beliefen sich im Berichtsjahr auf 323 T€ und liegen damit über dem Vorjahresniveau (240 T€). Das Beteiligungsergebnis resultiert im Berichtsjahr wieder ausschließlich aus der Ergebnisabführung der 100 %igen Tochtergesellschaft NEB Betriebsgesellschaft mbH, Wandlitz, welches sich im Berichtsjahr auf -136 T€ (Vorjahr 217 T€) belief. Die Zinsen und sonstigen Aufwendungen summierten sich im Berichtsjahr auf 326 T€ und lagen unter dem Vorjahresniveau von 583 T€. Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich, es erreichte einen Betrag von 947 T€ (VJ 1.416 T€). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegen gemäß der vorstehend genannten Entwicklung bei -136 T€. Die sonstigen Steuern beliefen sich leicht unter dem Vorjahresniveau bei 30 T€ (VJ 32 T€). Die Niederbarnimer Eisenbahn Aktiengesellschaft weist somit für das Berichtsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 1.053 T€ (VJ 1.070 T€) aus. II. FinanzlageKapitalstrukturDie Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um 42.749 T€ von 181.055 T€ auf 233.804 T€. Maßgeblich für diese Entwicklung ist auf der Aktivseite die Erhöhung des Anlagevermögens um 1.586 T€ sowie der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 43.741 T€. Gegenläufig war die Reduzierung der Vorräte um 453 T€ sowie der liquiden Mittel um 2.127 T€. Als andere wesentliche Entwicklungen sind auf der Passivseite die auf 1.334 T€ (VJ 3.492 T€) gesunkenen Rückstellungen, der auf 7.495 T€ (VJ 6.617 T€) gestiegene Sonderposten sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten auf 179.063 T€ (VJ 135.533 T€) zu nennen. Hauptursache dieser Entwicklung ist die Erhöhung der geleisteten Anzahlungen für 38 Triebfahrzeuge. Mit Ausnahme des Anlagevermögens (50.779 T€, VJ 49.193 T€), des Eigenkapitals (35.485 T€, VJ 34.932 T€), des Sonderpostens mit Rücklageanteil für Investitionszuschüsse bzw. gemäß § 6 b EStG (7.495 T€, VJ 6.617 T€), der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen über 655 T€ (VJ 1.252 T€), der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen über 693 T€ (VJ 760 T€) sowie der passiven Rechnungsabgrenzungsposten (145 T€, VJ 199 T€) und der passiven latenten Steuern (252 T€, VJ 282 T€) sind alle sonstigen Bilanzposten als kurzfristig anzusehen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich fristenkongruent. Dem kurzfristigen Vermögen über insgesamt 173.000 T€ (VJ 131.862 T€) stehen entsprechende Verpflichtungen über 179.079 T€ (VJ 130.808 T€) gegenüber. InvestitionenDie betrieblichen Investitionen der NEB AG summierten sich im Berichtsjahr auf 5.067 T€, während im Vorjahr 1.354 T€ anfielen. Im Wesentlichen entfielen die Anschaffungen auf die Erweiterung der Abstellanlagen inkl. der dazugehörigen Oberleitungsladestationen an vier Standorten in Höhe von 3.177 T€, die mit 1.380 T€ gefördert werden sowie Ladestationen, die ab Dezember 2024 für den Einsatz der batterieelektrischen Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Hinzu kommen Planungsleistungen im Eisenbahninfrastrukturbereich im Zusammenhang mit der geplanten Wiederinbetriebnahme der Stammstrecke der Heidekrautbahn (Anlagen im Bau) in Höhe von 1.478 T€, wofür Fördermittel i.H.v. 953 T€ bereitgestellt werden. Des Weiteren wurden 278 T€ für Anschaffungen von Lizenzen und Sachanlagen investiert. LiquiditätIm Berichtsjahr lag der Deckungsgrad der Liquidität ersten Grades mit 2 % unter dem Vorjahreswert (4 %), da dem Rückgang der liquiden Mittel um 43 % einer Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 37% gegenüberstand. Die Liquidität zweiten Grades, also die Einbeziehung der kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände über 169.760 T€ (VJ 126.019 T€), weist eine Deckungsquote von 96 % am Ende des Berichtsjahres auf, während der Vorjahreswert bei 100 % lag. Die NEB AG war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. III. VermögenslageDer Wert des Anlagevermögens erhöhte sich im Berichtsjahr um 1.586 T€ auf 50.779 T€. Die Zugänge einschließlich Finanzanlagen summierten sich auf 7.276 T€, der den Abgängen entsprechende Wert betrug, 2.634 T€. Die Abschreibungen summierten sich auf 3.411 T€ und resultieren aus den Investitionen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände summierten sich zum Jahresende auf 169.760 T€; der Vorjahreswert lag bei 126.019 T€. Hauptursache dieser Entwicklung ist die Erhöhung der geleisteten Anzahlungen für 38 Triebfahrzeuge um 44.405 T€ auf 167.152 T€ sowie gegenläufig die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 521 T€ und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 155 T€. C. Chancen- und RisikoberichtDie Risiken und Chancen der NEB AG ergeben sich aus den Geschäftsbereichen der Gesellschaft und deren wirtschaftlichem Umfeld. Wie in den vergangenen Jahren ist an dieser Stelle auf die relative Unabhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen in wesentlichen Bereichen des eigenen operativen Geschäfts der NEB AG, d. h. in den Bereichen Infrastrukturbereitstellung und Immobilienvermietung, hinzuweisen. Sie ist das Ergebnis einer langfristigen SPNV-Leistungsbestellung der Länder Brandenburg und Berlin auf der Heidekrautbahn, d. h. der damit verbundenen Infrastrukturnutzung und den dafür vereinnahmten Entgelten sowie der Vielzahl an Immobilienverträgen, die zur Nutzung der Grundstücke und Gebäude der Gesellschaft abgeschlossen wurden. Für diese Geschäftsfelder ist in den nächsten Jahren weiterhin überwiegend von moderat steigenden Umsätzen auszugehen. Dafürsprechen sowohl die Bestellung der Verkehrsleistung auf der Heidekrautbahn bis zum Jahr 2034 von den Ländern Berlin und Brandenburg und deren Bestrebungen im Rahmen der Initiative i2030, die Stammstrecke der Heidekrautbahn zeitnah wieder in Betrieb zu nehmen, wie auch die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohn- und Freizeitimmobilien in der Region Berlin und Brandenburg. RisikenAuch zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 blieben die Risiken infolge der Ukraine-Krieges ein wesentliches Thema. In Deutschland zeigte sich dies an den nach wie vor relativ hohen Energiepreisen, (Strom- und Gaspreise), mit im Ergebnis unmittelbaren Auswirkungen auf die NEB AG. Auch wenn die Energiepreisentwicklung im Geschäftsjahr 2023 rückläufig war, so zeigt sich, dass das allgemeine Preisniveau immer noch merklich über dem Vorkrisenniveau liegt. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich die Gesellschaft mit dieser neuen Normalität arrangieren wird müssen. Stark beeinträchtigt wurden zudem energieintensive Produkte und bestehende Lieferketten. Während die theoretischen Risiken der Verfügbarkeit im Bereich Infrastruktur und Immobilienverwaltung durch vorausschauende Instandhaltungsplanung sowie zeitgerechte und planmäßige Instandhaltungsmaßnahmen der Gesellschaft minimiert werden, ergibt sich ein Risikopotential vor allem im Bereich der Fahrzeugvermietung ebenso wie aus der Geschäftsentwicklung der NEB Betriebsgesellschaft mbH, deren Ergebnis aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vollständig von der NEB BG übernommen wird. Risiken aus der Fahrzeugvermietung resultieren in erster Linie aus verminderten Fahrzeugmieteinnahmen infolge mängelbedingter Einschränkungen in der technischen Verfügbarkeit der Fahrzeuge. Vertraglich geregelte Instandhaltungsverpflichtungen des Mieters reduzieren das Risiko für die Gesellschaft, sie bedürfen jedoch immer auch der Durch- und Umsetzung. Die Höhe der Ergebnisabführung der NEB Betriebsgesellschaft mbH hängt in erheblichem Maße vom Umfang der vor allem baubedingten. in den beiden letzten Jahren auch aufgrund deutlich verlängerter Materiallieferzeiten reparaturbedingter Leistungsausfälle und den damit verbundenen ergebnisbelastenden Vergütungsausfällen ab. Großen Einfluss auf das Jahresergebnis der NEB Betriebsgesellschaft mbH haben ferner die Kostenentwicklungen im Personal- und Instandhaltungsbereich, welche in den letzten Jahren überdurchschnittlich stark angestiegen sind. Eine merkliche Risikominderung ist einzig durch Verhandlungen über einen zusätzlichen Ausgleich für die hohen - nicht vorhersehbaren - baubedingten Ausfälle oder mit dem Abschluss neuer Verkehrsverträge bzw. von Ergänzungsvereinbarungen zu erzielen. Der Ende 2022 neu geschlossene Verkehrsvertrag zwischen dem VBB und der NEB Betriebsgesellschaft mbH für die Linie RB 27 ist hierbei zu nennen, da dieser die aktuellen betrieblichen Rahmenbedingungen und die Kostenentwicklung der letzten Jahre berücksichtigt. Auch werden durch veränderte vertragliche Regelungen bestehende Risiken teilweise minimiert, sodass für die Gesellschaft daraus eine besser planbare und sichere Ertragslage folgt, wovon mittelbar ebenfalls die NEB AG profitiert. Diese Verbesserungen treten in hohem Maße jedoch erst zum Fahrplanwechsel 2024/2025 in Kraft. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein hoher Verlustausgleich erwartet. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sowohl der Corona-Pandemie als auch der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten haben in den vergangenen Jahren bei den Vermietungserlösen der Gesellschaft nur in geringem Umfang zu Ergebnisbelastungen geführt. ChancenWie vorstehend ausgeführt war die Gesellschaft, aller Krisen zu Trotz, nicht von nennenswerten Umsatzeinbußen bei der Immobilienvermietung betroffen. Damit zeigt sich, dass der Immobilienmarkt in der Wachstumsregion Berlin und Brandenburg robust und im Großen und Ganzen krisenfest ist und sich, wenn auch abgeschwächt, auch zukünftig positiv entwickelt und die NEB AG daran weiterhin partizipieren wird. Die fortlaufend moderat steigenden Mieteinnahmen bilden einen soliden Eckpfeiler des Jahresergebnisses. Aus dem Verkauf von Grundstücken erwartet der Vorstand dagegen nur noch sporadisch Erträge. Aufgrund des Zuschlags zugunsten der NEB Betriebsgesellschaft in der NOB2-Leistungsausschreibung des VBB kann nunmehr ebenfalls von zukünftig langfristig gesicherten Einnahmen aus der Vermietung von Dieseltriebwagen an die Tochtergesellschaft NEB Betriebsgesellschaft mbH ausgegangen werden, da die elf LINK-Triebwagen bis 2036 in diesem Netz zum Einsatz kommen werden. Mittelfristige Umsatz- und Ergebnispotentiale im Bereich der Eisenbahninfrastruktur ergeben sich aus der grundhaften Modernisierung und Wiederinbetriebnahme der Stammstrecke der Heidekrautbahn nach Berlin-Wilhelmsruh, voraussichtlich aber nicht vor 2026. Auf diesem Abschnitt der Heidekrautbahn war teilungsbedingt schrittweise ab 1961 der Eisenbahnpersonenverkehr eingestellt worden, nur noch für vereinzelte Güterverkehrsleistungen wurde die Infrastruktur vorgehalten. Im Dezember 2020 waren die ersten vorbereitende Baumaßnahmen für den Wiederaufbau des zukünftigen Endbahnhofs in Berlin-Wilhelmsruh feierlich eingeleitet worden, im laufenden Jahr gehen wir von umfangreichen Baumaßnahmen aus. D. PrognoseberichtDer weiterhin bestehende Ukraine-Krieg und die eskalierende Lage im Nahen Osten stellten weiterhin eine Gefahr für unternehmerische Lieferketten und folglich auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region und der Bundesrepublik im Jahr 2023 dar. Die Auswirkungen auf die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nicht auszuschließen. Preise und Verfügbarkeit von Komponenten und Ersatzteilen, auch die Sphäre der NEB AG. Dies führt dazu, dass Prognosen einer Vielzahl an Einflussfaktoren unterliegen und die Verlässlichkeit deutlich einschränken. Gesamtwirtschaftlich wird von einer weiteren konjunkturellen Stagnation der Wirtschaftsleistung ausgegangen. Für die Wirtschaftsregion Brandenburg und Berlin wird dies in gleichem Maße erwartet. Die Risiken für die Gesellschaft bestehen vor allem im Gewerbemietbereich aufgrund von Mietstundungen oder Mietausfällen, die sich infolge der Mietpreis- sowie Betriebs- und Nebenkostenentwicklung ergeben. Der Vorstand geht jedoch, trotz der genannten Unsicherheiten, von einer insgesamt stabilen wirtschaftlichen Entwicklung und leicht steigenden Umsätzen aus. Da gleichzeitig die Aufwendungen steigen und die Verluste der NEB Betriebsgesellschaft mbH im Zuge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages auszugleichen sind, wird ein etwas negatives Vorsteuerergebnis in Höhe von ca. 500 T€ erwartet. Aufgrund der anhaltend hohen Investitionstätigkeit - auch im Zusammenhang mit der Erweiterung mehrerer Abstellanlagen und Schaffung von Ladestationen für batterieelektrische Züge sowie der grundhaften Modernisierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn - sowie den Unsicherheiten, die sich aus den wirtschaftlichen Folgen infolge des Kriegs in der Ukraine und im Nahen Osten für Deutschland für die zukünftige Geschäftsentwicklung der NEB AG ergeben, schlägt der Vorstand vor, aus dem Jahresüberschuss 2023 - wie in den Vorjahren - einen Betrag i. H. v. 499 T€ auszuschütten und den verbleibenden Betrag von 554 T€ in die Gewinnrücklage einzustellen. E. Erklärung des Vorstandes nach § 312 Abs. 3 AktGDer Vorstand erklärt hiermit, dass die Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft bei allen Rechtsgeschäften in Bezug auf die herrschenden Unternehmen und den mit diesen verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dass sich andere nach § 312 AktG berichtspflichtige Vorgänge im Berichtszeitraum nicht ereignet haben. Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden im Geschäftsjahr 2023 weder getroffen noch unterlassen.
Berlin, 31. März 2024 Der Vorstand Sebastian Achtermann Detlef Bröcker |
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