Syneos Health Holdings Germany GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Walter Jürgen Dr. Weiler seit 14.1.2026 | Geschäftsführer |
Emma Louise Reuberson seit 12.1.2022 | Geschäftsführer |
Hans-Joachim Klinger seit 9.11.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Syneos Health UK Limited | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Synteract GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht München, HRB 167402BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023Amtsgericht München, HRB 167402A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft macht bei der Aufstellung des Anhangs von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 242 bis 289) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in der Darstellung sind teilweise die erforderlichen Vermerke zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung nicht in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Anhang ausgewiesen. Die Gliederung der Bilanz wurde um die Posten Forderungen gegen Gesellschafter sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ergänzt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Darüber hinaus wurden die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden stetig wie folgt angewendet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (2-3 Jahre), bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen unter Anwendung der linearen Methode vermindert. Als Nutzungsdauer werden folgende Werte angesetzt: Bauten auf fremden Grundstücken 8 bis 10 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 3 bis 7 Jahre und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250,01 EUR bis zu 800,00 EUR sofort in voller Höhe abgeschrieben. Bei Anschaffungskosten bis zu 250,00 EUR werden diese als sofortige Betriebsausgabe erfasst. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer). Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Stellt sich in späteren Geschäftsjahren heraus, dass die Gründe dafür nicht mehr bestehen, wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zugeschrieben. Die unfertigen Leistungen werden zu den Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Abschreibungen enthalten. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Gemäß § 256a HGB wurden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen im Geschäftsjahr sind dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Die Sofortabschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter betragen 1 TEUR wie im Geschäftsjahr zuvor. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ein langfristiges Darlehen an eine mittelbare Gesellschafterin der Synteract GmbH. Der Vorratsbestand im Geschäftsjahr 2023 besteht aus noch nicht fertiggestellten und abgenommenen Aufträgen, die mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Anwendung des § 255 HGB unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 4 HGB (strenges Niederstwertprinzip) in den unfertigen Leistungen erfasst sind. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie haben eine unbestimmte Laufzeit und werden wie im Vorjahr als kurzfristige Forderungen bilanziert. Bei Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen und Gesellschafter, die älter als ein Jahr sind, wurde eine Verzinsung vorgenommen. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich um Forderungen aus Verlustübernahmeverpflichtungen (21.748 TEUR; Vorjahr 19.153 TEUR) sowie sonstige Forderungen, z.B. konzerninterne Umlagen, Umsatzsteuerorganschaft, Zinsen etc. (13.366 TEUR; Vorjahr: 12.177 TEUR). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben zum 31. Dezember 2023 wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen eine Rückstellung für ausstehende "Pass Through" Kosten in Höhe von 2.237 TEUR (im Vorjahr: 2.549 TEUR), Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von 149 TEUR (im Vorjahr: 324 TEUR) sowie Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von 184 TEUR (im Vorjahr: 120 TEUR). Von den erhaltenen Anzahlungen haben 20.707 TEUR (Vorjahr: 10.043 TEUR) eine Laufzeit bis zu einem Jahr und 35.414 TEUR (Vorjahr: 46.722 TEUR) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Eine Restlaufzeit von über fünf Jahren hat, wie im Vorjahr, keine der erhaltenen Anzahlungen. Alle übrigen Verbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sie haben eine unbestimmte Laufzeit und werden als kurzfristige Verbindlichkeiten bilanziert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung (16.341 TEUR; Vorjahr: 20.352 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von 0 TEUR (im Vorjahr: 115 TEUR), im Rahmen sozialer Sicherheit von 21 TEUR (im Vorjahr: 20 TEUR), erhaltene Vorauszahlung, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, von 221 TEUR (im Vorjahr 487 TEUR) sowie Kundenüberzahlungen von 0 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden mit Fertigstellung und Abnahme des Auftrages realisiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 274 TEUR (im Vorjahr: 2.662 TEUR). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen 1.020 TEUR (im Vorjahr: 30 TEUR) und Management Fee 1.770 TEUR (im Vorjahr: 3.018 TEUR). E. Sonstige Angaben Ende des Geschäftsjahres waren 48 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 65), davon 20 Vollzeitmitarbeiter (Vorjahr: 31) sowie 28 Teilzeitbeschäftigte und Aushilfen (Vorjahr: 34). Während des Geschäftsjahres waren folgende Geschäftsführer bestellt:
Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der SynteractHCR Ukraine LLC, Kiew, Ukraine. In 2024 wird Synteract HCR Ukraine LLC liquidiert, seit Oktober 2023 ruht die Gesellschaft. Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der SynteractHCR POLAND Sp.z.o.o., Warschau/Polen. Während des Jahres 2023 ist SynteractHCR POLAND Sp.z.o.o. an Syneos Health Poland verkauft worden. Seit dem 1. Januar 2008 besteht mit der Muttergesellschaft SynteractHCR Group GmbH, München, ein Gewinnabführungsvertrag. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Star Intermediale Holdings, Inc and subsidiaries, USA einbezogen, die den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen ausgestellt hat. Am 28. September 2023 wurden alle ausstehenden Aktien der Syneos Health, Inc an ein Konsortium, bestehend aus Elliott Investment Management ("Elliott"), Patient Square Capital ("Patient Square") und Veritas Capital ("Veritas") in einer Transaktion im Wert von etwa 7,1 Milliarden US-Dollar veräußert. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Schluss des Geschäftsjahres und bis zur Erstellung dieses Jahresabschusses hat es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegeben.
München, den 1. Juli 2024 Die Geschäftsführung Entwicklung des AnlagevermögensAnlage zum Anhang
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Synteract GmbH ist ein Auftragsforschungsunternehmen ("CRO": Clinical Research Organisation), das als externer Dienstleister kleine und mittlere Biotechnologieunternehmen, sowie Pharmakonzerne bei der Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln und Medizinprodukten unterstützt. Zu den Dienstleistungen des Unternehmens gehören:
Mit diesem Leistungsspektrum kann die Synteract GmbH alle Phasen einer Arzneimittel- bzw. Medizinproduktstudie abdecken und ist darüber hinaus in der Lage, Nahrungsergänzungsmittelprüfungen durchzuführen. Ziel der Gesellschaft ist es, einen höheren Marktanteil zu erschließen und die Position am Markt mit der Erbringung von qualitativ hochwertigen Dienstleistungen zu festigen. Die Synteract GmbH wurde als Harrison Clinical Research Deutschland GmbH am 16. April 2007 mit Sitz in München gegründet. Seit 2018 wird sie unter der Firma Synteract GmbH geführt. Bis 2020 gehörte die Gesellschaft zu einer eigenständigen Unternehmensgruppe (Synteract-Gruppe), an der sich vor allem Private Equity Investoren beteiligt haben. Die in den Vorperioden begonnene Neuausrichtung und Erweiterung der Schwerpunktbereiche, sogenannte "Therapeutic Areas", im Einzelnen Dermatologie, Onkologie, Neurodegenerative Erkrankungen, seltene Krankheiten, Pädiatrie und Allgemeinmedizin hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Die anhaltend gute Geschäftsentwicklung der Synteract Gruppe führte zum erneuten Verkauf am 9. Dezember 2020 durch den Investor Amulte Capital Partner an die Syneos Health Inc. Die Syneos Health Inc., ein Unternehmen in den USA mit Hauptsitz in Morrisville (North Carolina), ist ein weltweit führendes Unternehmen für biopharmazeutische Lösungen, das seinen Kunden aus der Pharma-, Biotechnologie- und Gesundheitsbranche ein umfassendes Angebot an klinischen und kommerziellen Dienstleistungen bietet. Dies umfasst sowohl eigenständige als auch integrierte Lösungen für die biopharmazeutische Produktentwicklung, die von klinischen Studien der Frühphase (Phase I) bis hin zur vollständigen Kommerzialisierung biopharmazeutischer Produkte reichen. Bis zum 28. September 2023 war Syneos Health Inc. an der Börse in den USA notiert. Die Gesellschaft wurde delisted und wird seitdem von Private Equity Investoren gehalten. Im Dezember 2021 wurde mit der vollständigen Integration von Synteract in die Syneos Health Organisation begonnen, die bis dahin als eigenständiger Unternehmensbereich tätig war. Da Synteract mit kleinen/mittleren, aufstrebenden Biotech-Unternehmen erfolgreich war, wird die bisherige Synteract- Organisation die Grundlage für die neue Syneos Health "Emerging Biotech Solution" bilden, die seit Anfang 2022 eingeführt wird. Die Marke Synteract wird parallel dazu auslaufen. Bis Ende 2022 hielt die Synteract-Gruppe Standorte in 12 europäischen und außereuropäischen Ländern, während 2023 wurde die Mehrheit der Synteract-Gruppen in die Syneos-Gruppen in den jeweiligen Standorten integriert. Die Synteract GmbH verfügt über einen ausgedehnten Kundenstamm und Projekte mit einer Laufzeit in der Regel zwischen ein und sechs Jahren. Seit dem 1. Januar 2008 besteht zwischen der Synteract GmbH (Organgesellschaft) und der SynteractHCR Group GmbH (Organträger) ein steuerliches Organschaftsverhältnis; am 20. Februar 2008 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Der Mitarbeiterstamm der Synteract GmbH umfasste im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt (ohne Geschäftsführer) 48 (im VJ: 65) Mitarbeiter, davon 20 (im VJ: 31) Vollzeitkräfte und 28 (im VJ: 34) Teilzeit- und Aushilfskräfte. 2. Wirtschaftsbericht a) Branchenentwicklung, Geschäfts- und Marktbedingungen Das Geschäftsmodell der Synteract Gruppe hängt aufgrund der langfristigen Projekte stark von mittelbis langfristigen Trends, als auch von kurzen wirtschaftlichen Entwicklungen ab. Daher konzentrieren sich die Darstellungen der folgenden Abschnitte nicht nur auf das Berichtsjahr, sondern beziehen auch zukünftige Entwicklungen der Pharmabranche mit ein. Bei der Durchführung einer klinischen Prüfung durch ein pharmazeutisches Unternehmen müssen viele verschiedene Bereiche vom Projektmanagement über Monitoring und Biometrie/Statistik bis hin zur Pharmakovigilanz abgedeckt werden. Da dies aber nicht alle Pharmaunternehmen leisten konnten und können, entwickelte sich immer mehr der Trend, bestimmte Bereiche einer klinischen Prüfung an Auftragsforschungsinstitute auszulagern. Zudem können die Pharmaunternehmen durch den Einsatz von CROs einen wesentlichen Anteil der im Rahmen von langen und umfangreichen Arzneimittelzulassungsprozessen anfallenden Kosten einsparen. Die Entwicklung der Pharmaindustrie wird von vielen Faktoren beeinflusst: Neben dem allgemeinen Konjunkturverlauf sind es Fundamentaltrends, wie der demografische Wandel, aber auch die spezifischen institutionellen und regulatorischen Rahmenbedingungen, welche den Handlungs- und Entwicklungsspielraum der pharmazeutischen Unternehmen definieren. Der globale Markt fuer CRO-Dienstleistungorganisationen wurde im Jahr 2022 auf 69,25 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2030 einen Wert von 167,83 Milliarden US-Dollar erreichen. Es wird erwartet, dass der Weltmarkt im Prognosezeitraum eine jährliche Wachstumsrate von 11.70% aufweisen wird. 1 In Deutschland betrug die Zahl der Anträge für Klinische Prüfungen für Arzneimittel Transition Trials 2023 122 Anträge 2
b) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Gesellschaft bewegt sich in einem internationalen Marktumfeld. Neben eigenen Verträgen mit kleinen und mittleren Biotechnologieunternehmen sowie Pharmakonzernen war die Gesellschaft auch als Sub-Unternehmer für die Muttergesellschaft in den USA tätig. Aus der Zusammenarbeit ergibt sich eine Abdeckung der großen Marktbereiche in den USA und in Europa. Durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern können global alle relevanten Märkte abgedeckt werden. Durch die in den Vorperioden begonnene Neuausrichtung durch Spezialisierung auf Kerngebiete der klinischen Forschung ist die Synteract GmbH im Verbund der Synteract-Gruppe optimal ausgerichtet, um auf alle Anforderungen der auftraggebenden Unternehmen reagieren zu können. Nachdem ein wesentlicher Teil der stetig wachsenden Ausgaben der Pharmaindustrie die Forschung und Entwicklung betreffen und nur ein Teil der Pharmaunternehmen selbstforschend sind, besteht für die auftragsforschende Industrie, zu denen auch CRO-Leistungen der Synteract GmbH gehören, weiterhin Wachstumspotenzial. Die Synteract GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 bei einer Betriebsleistung von 26.866 TEUR (Vorjahr: 35.421 TEUR) ein negatives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 2.596 TEUR (Vorjahr: negatives Ergebnis von 251 TEUR). Durch den Abschluss eigener größerer Projekte im Laufe des Jahres 2023 wurden im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich mehr Umsatzerlöse realisiert. Das Umsatzvolumen aus Leistungen im Konzernverbund ist dagegen niedriger , bei einem gleichzeitigen Rückgang des Rechnungsvolumens von sog. Durchlaufkosten. Die Bestandsveränderungen für die fortlaufenden Projekte inklusive der Veränderung durch die beendeten Projekte waren rückläufig, sodass die Betriebsleistung insgesamt zurückgegangen ist. Die Aufwendungen aus den "Cost-Plus" Weiterbelastungen der Tochtergesellschaften waren parallel dazu ebenfalls rückläufig, wohin gegen die Projektbezogenen Leistungen der Muttergesellschaft anstiegen. Insgesamt führte dies zu einem negativen Betriebsergebnis- und Jahresergebnis. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 a) Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die Synteract GmbH ist als Unternehmen in den Konzernverbund Synteract eingebunden. Die Steuerung des Unternehmens im Hinblick auf finanzielle Leistungsindikatoren erfolgt - bedingt durch die amerikanische Muttergesellschaft - nach US-GAAP. Dabei werden finanzielle Leistungsindikatoren wie Deckungsbeiträge, Projektmargen, Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book to Bill Ratio), Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhoben. Gemessen an den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft ist das Geschäftsjahr 2023 planmäßig verlaufen. Der Umsatz nach US-GAAP aus Clinical-Research Honoraren (unter Anwendung der sog. Percentage-of-Completion-Methode und ohne durchlaufende Posten und Investigator Fees) und aus konzerninternen Leistungen ist wie prognostiziert stark zurückgegangen und beträgt im Berichtsjahr insgesamt rund 27.2 Mio. EUR (Vorjahr: 35,4 Mio. EUR.). Auch das EBITDA nach US-GAAP ist von 6,2 Mio. EUR im Jahr 2022 auf -0,9 Mio. EUR im Jahr 2023 gesunken. Dieser Rückgang ist sowohl auf den aktuellen Auftragsbestand und die Fertigstellungstermine von Großprojekten als auch auf die fortlaufende Integration in die Syneos- Gruppe zurückzuführen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Qualifikation der Mitarbeiter und Kundenzufriedenheit werden ebenfalls zur Steuerung eingesetzt. Kundenzufriedenheit wird im Rahmen der Projektkommunikation und der bestehenden Governance-Struktur von den Kunden abgefragt, sowie durch regelmäßige Kundenzufriedenheitsumfragen bewertet. Die Ausbildung und Qualität der Mitarbeiter sind weitere Leistungsindikatoren, die durch die interne Qualitätssicherungsabteilung überwacht werden. b) Ertragslage Die Ertragslage der Synteract GmbH für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
Die Betriebsleistung betrug in 2023 26.866 TEUR (Vorjahr: 35.421 TEUR) und sank damit um 8.555 TEUR, dies entspricht einem Rückgang von 24,2%. Neben den Effekten aus dem Abschluss eigener größerer Projekte ist dies vor allem auf den Rückgang von Fremdwährungserträgen zurückzuführen. Mit den rückläufigen Mitarbeiterzahlen ist der Personalaufwand insgesamt um 881 TEUR gesunken. Die Ergebnisbelastung durch sonstige betriebliche Aufwendungen ist um 1.113 TEUR gesunken und beträgt 3.516 TEUR (im Vorjahr: 4.629 TEUR). Hauptsächlich ergibt sich dieser Rückgang aus dem Management Fee von Syneos UK. Der Verlust vor Ergebnisabführung beträgt im Geschäftsjahr 2.596 EUR (Vorjahr: Verlust von 251 TEUR). Das erwirtschaftete Ergebnis wird infolge des mit der SynteractHCR Group GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft abgeführt bzw. als Verlust übernommen. c) Finanzlage Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Falle eines Liquiditätsengpasses kann die Liquidität durch Darlehen der Muttergesellschaft gewährleistet werden. Dies war im Geschäftsjahr nicht erforderlich. Die Gesellschaft ist an den Cash-Pool der Syneos Gruppe angeschlossen. d) Vermögenslage Die Vermögenslage der Synteract GmbH stellt sich für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Das Eigenkapital und die Schulden stellen sich wie folgt dar:
Die Bilanzsumme hat sich zum Bilanzstichtag um 8.581 EUR auf 95.087 TEUR (im Vorjahr: 103.668 TEUR) verringert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Vorratsvermögen durch die Beendigung von Projekten um 4.016 TEUR gesunken. Korrespondierend sanken die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von 56.765 TEUR auf 56.121 TEUR. Die Gesellschaft ist an den Cash-Pool der Syneos Gruppe angeschlossen; die monatlichen Intercompany Rechnungen werden hierüber laufend ausgeglichen. Durch das konzernbestimmte Zahlungsverhalten ergab sich ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der flüssigen Mittel. 4. Risikobericht Als international tätiges Unternehmen ist die Synteract GmbH einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt. Die Gesellschaft ist sich der Notwendigkeit bewusst, Risiken einzugehen, die es dem Unternehmen auch ermöglichen, sich bietende Chancen zu nutzen. Das Risikomanagementsystem der Synteract-Gruppe ist in den einzelnen Gesellschaften, den Unternehmensbereichen sowie auf Konzernebene integriert. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist das konzernweite Frühwarnsystem (z.B. in Form von internen Benchmarkinganalysen, Kosteneffizienzanalysen und Soll-/Ist-Abweichungsanalysen unter Verwendung von den konzernrelevanten Leistungskennzahlen). Das Risikoberichterstattungssystem umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken. Entsprechende Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Risikomanagement haben wir in einer konzernweit gültigen Richtlinie geregelt. Dem Management soll ermöglicht werden, Risiken, die das Wachstum oder Fortbestehen der Synteract Gruppe gefährden könnten, bereits im Anfangsstadium zu identifizieren und so weit wie möglich in ihren Auswirkungen zu minimieren. Das bewusste Eingehen von kalkulierbaren Risiken ist im Rahmen unserer Risikostrategie ein unumgänglicher Bestandteil des Geschäfts. Risiken werden entsprechend nach Eintrittswahrscheinlichkeit, Erkennbarkeit und deren Auswirkung genauestens analysiert. Sollte sich ein durch diese Analyse kritisches Risiko ergeben, wird dieses minimiert oder transferiert, beispielsweise durch das Abschließen geeigneter Versicherungen. Gesteuert und überwacht werden die Risiken auf Ebene der einzelnen Gesellschaften, der Unternehmensbereiche sowie auf Konzernebene, entsprechende Berichtswege und Prozesse sind eingerichtet. Unter Risiken verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu negativen Auswirkungen auf die Finanzzahlen insgesamt und die Ergebnisprognose der Gesellschaft führen können. Die Einschätzung der identifizierten Risiken erfolgt im Wesentlichen für den einjährigen Prognosehorizont. Strategische Risiken Unter strategischen Risiken verstehen wir Risiken, die infolge einer unzureichenden Ausrichtung des Unternehmens auf das jeweilige Geschäftsumfeld die Ergebniserreichung gefährden könnten. Strategische Risiken können somit aus einem inadäquaten strategischen Entscheidungsprozess, aus unvorhersehbaren Marktentwicklungen oder aus einer mangelhaften Umsetzung der gewählten Unternehmensstrategie resultieren. Bei Synteract wird die strategische Ausrichtung des Konzerns auf Vorstandsebene festgelegt und regelmäßigen Kontrollen unterzogen. Im Bereich der CRO-Industrie ist ein erheblicher Preis- sowie Zeitdruck zu beobachten. Die klinischen Studien werden immer aufwendiger und sollen dennoch ohne weitere Kostensteigerungen zeitnah durchgeführt werden. Des Weiteren stellt die zunehmende Digitalisierung die CRO-Industrie vor weitere Herausforderungen. Nachdem vermehrt Konkurrenten, die über ein vielfach höheres Umsatzvolumen verfügen, in den Bereich der kleinen und mittleren Biotechnologieunternehmen eindringen, um hier ebenfalls Marktanteile zu gewinnen, und durch ihre Größe und ihr Projektportfolio wesentlich günstigere Raten bzw. Preisnachlässe anbieten, spielt Qualität und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess von Prozessen, Systemen und Tools für Synteract eine entscheidende Rolle. Der zukünftige Erfolg der Synteract GmbH wird teilweise von der Fähigkeit abhängen, auf sich ändernde Kunden- und Marktanforderungen schnell zu reagieren und den Ressourceneinsatz im Rahmen der Erbringung der Dienstleistungen zu optimieren, ohne gesetzliche oder regulatorische Anforderungen außer Acht zu lassen. Finanzielle Risiken: Kreditrisiko (Forderungsausfallrisiko) Die Gesellschaft verfügt über ein vielfältiges Kundenportfolio und ist in einem breiten Spektrum der klinischen Studien tätig und verlässt sich nicht auf einzelnen Kunden oder Kundengruppen. Die Gesellschaft mindert das direkte Risiko von Forderungsausfällen, indem sie Einzahlungen für bestimmte Arten von Aktivitäten entgegennimmt und Zahlungen innerhalb von 30 Tagen nachverlangt. Zinsrisiko Die Verschuldung des Unternehmens erfolgt ausschließlich über konzerninterne Verbindlichkeiten. Das mit diesen Krediten verbundene Risiko ist daher minimal. Die gesamte Syneos-Gruppe befindet sich in einer starken finanziellen Position. Fremdwährungsrisiko Das Unternehmen und die Gruppe haben ein erhebliches Risiko in Bezug auf den US-Dollar/Euro- Umrechnungskurs. Umsätze und Betriebskosten fallen in beiden Währungen an. Das Unternehmen und die Gruppe haben weitere Engagements in anderen weltweiten Währungen, wenn auch nicht so signifikant. Das Unternehmen und die Gruppe sind bestrebt, ihr Wechselkursrisiko in verschiedenen Währungen zu reduzieren, indem sie so weit wie möglich Ein- und Auszahlungen in den einzelnen Währungen zusammenführen. Risiken aus Recht und Politik Die Geschäftstätigkeit von Synteract ist einer starken Beeinflussung der regulatorischen Ausgestaltung des öffentlichen Gesundheitswesens in den einzelnen nationalen Märkten und den dadurch geprägten Marktstrukturen ausgesetzt. Die regulatorische Ausgestaltung des europäischen Gesundheitswesens beruht auf Vorschriften, wie zum Beispiel Gesetzen und Richtlinien, die vom jeweiligen Staat erlassen werden, und/oder auf supranationalen Strukturen, wobei diese im Wesentlichen von der Europäischen Union erlassen und/oder durch Gerichtsentscheidungen aufgehoben oder modifiziert werden. Insbesondere sieht sich die Gesellschaft, aber auch der Konzern, dem Risiko ausgesetzt, dass Änderungen bestehender oder eine Verabschiedung neuer Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene - wobei es sich bei letzterer primär um die EU-Ebene handelt - zu einer nachteiligen Beeinflussung der für Synteract relevanten Marktgegebenheiten führen und sich somit nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken können. Genaue Prognosen, sowohl hinsichtlich Einführung als auch Ausmaß potenzieller Änderungen nationaler oder supranationaler Vorschriften, als auch bezüglich deren Effekt auf die Märkte, können nicht aufgestellt werden, da Einführung und Ausmaß dieser Regelungen abhängig vom politischen Prozess des jeweiligen Staates sind und auch die Auswirkungen nach vollzogener Einführung solcher Regelungen einer maßgeblichen Beeinflussung durch die Reaktion der jeweiligen Marktbeteiligten unterliegen. Des Weiteren sieht sich die Gesellschaft aufgrund der internationalen Aktivitäten weiteren Risiken ausgesetzt. Aus der allgemeinen politischen Lage einzelner Länder, das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Steuersysteme, gesetzliche Vorschriften aus den Bereichen Wettbewerb und Arbeitsrecht können sich Risiken unterschiedlichster Art ergeben. Synteract wirkt diesen Risiken dadurch entgegen, dass sowohl bei Markteintritt als auch im weiteren Verlauf der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern regional ansässige Berater in Form von Anwaltskanzleien und Steuerberatern regelmäßig konsultiert werden, sowie ein Austausch mit den dort ansässigen Behörden gepflegt wird. Personalrisiken Hierbei handelt es sich insbesondere um Risiken aus der Konzentration von unternehmensrelevantem Knowhow auf einzelne Personen, sowie Mitarbeiterfluktuation, Personalüber- und -unterbesetzung. Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft ist in einem hohen Maß von der Fluktuation der operativ tätigen Mitarbeiter abhängig. Interne Analysen haben ergeben, dass durch die Einarbeitung von neuen operativen Mitarbeitern sowie durch die Übergabe der Tätigkeitsfelder, Kosten durch Produktivitätsverluste entstehen können. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass es durch eine zu hohe Wechselrate von Mitarbeitern zu Qualitätseinbußen auf den klinischen Studien kommt. Um dem entgegenzuwirken, werden Mitarbeiterbefragungen durchgeführt sowie Maßnahmen ergriffen, die die Mitarbeiterzufriedenheit steigern soll. Die Gesellschaft sieht die Leistungen der Mitarbeiter als essenziell für das Wachstum und die Entwicklung der Gesellschaft an. Insofern steht Synteract mit anderen Unternehmen im Wettbewerb um die Akquise qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Darum bietet die Gesellschaft bzw. der Konzern ein attraktives Vergütungssystem sowie individuell abgestimmte Qualifizierungsangebote an, um Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Projektrisiken Unter Projektrisiken verstehen wir Risiken aus Nichteinhaltung von vereinbarten Zeitvorgaben und fehlenden bzw. unzureichenden Personalressourcen. Im Rahmen des Projektgeschäfts besteht darüber hinaus das Risiko, kontinuierlich auf den Zuschlag neuer Aufträge/Projekte angewiesen zu sein, um das Umsatzniveau zu halten beziehungsweise Wachstum generieren zu können. Die Gesellschaft ist daher bestrebt, langfristige Geschäftsbeziehungen mit ihren Kunden zu pflegen. Ebenfalls können Risiken durch eine Änderung der von den Kunden nachgefragten therapeutischen Bereiche entstehen, die Synteract nicht mit einem breiten Erfahrungsschatz hinterlegen kann. Im Falle ausbleibender Neugeschäfte sowie der Beendigung laufender Projekte könnten der Gesellschaft Umsatzeinbußen entstehen, was negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns zur Folge hätte. Gesamtdarstellung der Risiken Nach Würdigung der derzeit vorliegenden Risikoeinschätzungen ist der Fortbestand der Geschäfte der Synteract GmbH nicht gefährdet. 5. Chancenbericht Chancen ergeben sich durch den stetig wachsenden Pharmamarkt, der weltweiten Präsenz der Syneos- Gruppe und dem Trend zur Auslagerung von klinischen Studien auf CROs. Da wir in der Lage sind, unseren Kunden ein breites Spektrum an Dienstleistungen und die komplette Durchführung von Studien weltweit anzubieten, blicken wir optimistisch in die Zukunft. Wir haben einen Kundenstamm, der mittelgroße globale biopharmazeutische Unternehmen umfasst (basierend auf den jährlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung). Darüber hinaus ist unser Kundenstamm geografisch vielfältig und verfügt über gut etablierte Beziehungen in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien. Wir haben mehrere Kunden, mit denen wir "bevorzugte Anbieter"- oder strategische Allianzbeziehungen eingegangen sind. Wir definieren diese Kunden als Beziehungen, mit denen wir signifikante Umsätze erzielen und bei denen wir neben regelmäßig stattfindenden Strategiegesprächen auch Rahmendienstverträge abgeschlossen haben, um den Status unserer Beziehung zu besprechen, und für die wir als bevorzugter Anbieter von Dienstleistungen fungieren. Mit der Fusion (der "Syneos-Übernahme"), einem Unternehmen mit einem führenden Ruf unter aufstrebenden biopharmazeutischen Unternehmen, haben wir auch eine führende Position bei der Betreuung von Kunden aus kleinen und mittleren Unternehmen ("SMID"), wodurch wir unseren Kundenstamm weiter diversifizieren und die Unterstützung auf das wachstumsstarke aufstrebende biopharmazeutische Segment ausweiten. Gesamtdarstellung der Chancen Synteract ist insbesondere nach der Neuausrichtung der Organisationsstruktur und der Fokussierung auf strategisch wichtige Bereiche der klinischen Forschung hervorragend aufgestellt, um zukünftig gewinnbringend zu arbeiten. Der Markt wächst selbst unter den schwierigen weltwirtschaftlichen Bedingungen. Die Gesellschaft sieht sich in der Lage, die erhöhten Anforderungen der Kunden zu erfüllen und somit die gegebenen Wachstumschancen zu realisieren. 6. Prognosebericht Aufgrund der fortlaufenden Integration in die Syneos-Gruppe werden nur noch bestehende Projekte in der Gesellschaft fortgeführt. Neue Verträge mit externen Kunden werden hauptsächlich durch Syneos Gesellschaften in UK und USA abgeschlossen. Synteract erbringt dafür konzerninterne Leistungen an diese Syneos-Gesellschaften die Cost-Plus vergütet werden. Durch die Restrukurierung der Synteract Gruppe ist geplant die Synteract GmbH auf die HCR Acquistion GmbH in 2025 zu verschmelzen und das Geschäft auf dieser Ebene fortzuführen. Aufgrund des Auslaufens eigener Projekte wird in 2024 und 2025 mit einem starken Rückgang des Umsatzes gerechnet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wird mit den rückläufigen Umsätzen ebenfalls stark sinken, jedoch aufgrund der Cost-Plus-Vergütung konzerninterner Aufträge weiterhin positiv sein.
München, 1. Juli 2024 Die Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Synteract GmbH, München PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Synteract GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Synteract GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 22. Juli 2024 BDO
AG
Sartori, Wirtschaftsprüferin Pfeiffer, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss wurde am 24.07.2024 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. |
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