Alpha Hose Technology GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Malte Scherff seit 22.12.2021 | Geschäftsführer |
Maik Ulrich Lasarzik seit 22.12.2021 | Prokura |
Malte Scherff seit 22.12.2021 | Geschäftsführer |
Marius Dr. Alfs seit 15.4.2021 | Geschäftsführer |
Marc Georg Schauenburg seit 8.12.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schauenburg Technology SE
Mülheim an der RuhrKonzernabschluss zum 31. Dezember 2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
Eigenkapitalspiegel 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Anwendung der gesetzlichen BilanzierungsvorschriftenDie Firma der Konzernobergesellschaft lautet Schauenburg Technology SE. Die Schauenburg Technology SE mit Sitz in 45478 Mülheim an der Ruhr ist beim Amtsgericht Duisburg unter HRB 21972 eingetragen. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB angewendet. Die Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 1. Konsolidierungskreis In den konsolidierten Abschluss zum 31. Dezember 2022 wird die Schauenburg Technology SE mit folgenden Gesellschaften einbezogen:
Gegenüber 2021 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt verändert. Mit Wirkung zum 07.11.2022 (closing Datum) wurden die GlobalMed Inc., Trenton / Ontario / Kanada sowie die Tochtergesellschaft GlobalMed Co. Ltd, Guangzhou / China veräußert. Die Entkonsolidierung erfolgte zum 31.10.2022. Ebenfalls mit closing Datum zum 07.11.2022 wurde eine at equity bilanzierte chinesische Tochtergesellschaft veräußert. Die Schauenburg Hose Technology Inc., Wilmington / Delaware / USA wurde zum 31.12.2022 verhältniswahrend auf ihre Tochtergesellschaft Flexaust Inc., Warsaw / Indiana / USA verschmolzen. Die Canmerc Finance Corporation Ltd., Halifax / Nova Scotia / Kanada wurde zum 30.11.2022 liquidiert. Die Gesellschaften Schauenburg Technology Far East Ltd. und Schauenburg-Truplast Hose Technology Ltd. werden auf Grund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungsquote beträgt im Geschäftsjahr 2022 unverändert 80,89%. Die Beteiligungen an diesen Gesellschaften wurden mit der Buchwertmethode gemäß § 312 HGB at equity bewertet. Der Bewertung wird das konsolidierte Eigenkapital der Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 zu Grunde gelegt. Weiterhin werden zwei assoziierte Unternehmen, die zarmuTEC GmbH & Co. KG (40%), Wilnsdorf, und die zarmuTEC Verwaltungs GmbH (40%), Mülheim an der Ruhr, at equity bewertet. Auf Grund der untergeordneten Bedeutung der vier at equity bewerteten Gesellschaften für die Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns wird auf die weiteren Angaben zum Anteilsbesitz verzichtet. Von den Befreiungsmöglichkeiten nach § 264 Abs. 3 HGB haben die folgenden in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften Gebrauch gemacht: - another.vc GmbH, Mülheim an der Ruhr, - APD Schlauchtechnik GmbH, Viersen, - Schauenburg Hose Technology GmbH, Mülheim an der Ruhr, - Schauenburg Ruhrkunststoff GmbH, Mülheim an der Ruhr, - VACUFLEX GmbH, Mörfelden-Walldorf. Die Schauenburg Hose Technology GmbH macht zudem von der Möglichkeit des § 291 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts, da das Mutterunternehmen Schauenburg Technology SE einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufstellt. 2. Auswirkungen der Entkonsolidierung auf die Vergleichbarkeit mit dem vorangegangenen Konzernabschluss Aufgrund der Entkonsolidierungen ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses in Bezug auf die Vermögens- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2022 erschwert. Im Folgenden werden die Positionen der Konzernbilanz dargestellt, bei denen die Vergleichbarkeit zum Vorjahr aufgrund der Entkonsolidierung wesentlich eingeschränkt ist. Das Sachanlagevermögen hat sich im Rahmen der Entkonsolidierung um TEUR 9.408 verringert. Das Finanzanlagevermögen ist durch den Verkauf einer at-equity-bilanzierten chinesischen Tochtergesellschaft um TEUR 9.938 gestiegen. Im Rahmen der Entkonsolidierung sind die Vorräte um TEUR 3.042 und die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 7.650 gesunken. Die Rückstellungen haben sich um TEUR 1.968 verringert und die Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Entkonsolidierung um TEUR 6.214 gesunken. Darüber hinaus wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.569 entkonsolidiert. Bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung sind die für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen Werte mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die Entkonsolidierung erfolgte auf den 30.10.2022, was gleichzeitig der Abschlussstichtag der betroffenen Gesellschaft ist. Aus diesem Grund waren die Aufwendungen und Erträge der entkonsolidierten Gesellschaft GlobalMed Inc., Trenton / Ontario / Kanada auch in den Vorjahren mit einem abweichenden Abschlussstichtag jeweils zum 31.10. einbezogen worden. 3. Grundsätze der Konsolidierung Der konsolidierte Abschluss zum 31. Dezember 2022 der Schauenburg Technology SE und ihrer Tochtergesellschaften ist aus den auf diesen Stichtag erstellten Jahresabschlüssen entwickelt worden. Der Konsolidierung der GlobalMed Inc. wurde der Jahresabschluss zum 31. Oktober 2022 zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der Schauenburg Technology SE und der übrigen inländischen Gesellschaften sind nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Konsolidierung der ausländischen Gesellschaften erfolgte an Hand der nationalen Jahresabschlüsse mit entsprechenden Anpassungsbuchungen an das HGB. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt wie auch in Vorjahren nach der Neubewertungsmethode. Die handelsrechtlichen Vorschriften gemäß § 301 HGB wurden angewendet. Die Erstkonsolidierung der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt auf Grundlage der Wertansätze im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die in Vorjahren bei Erstkonsolidierungen entstandenen passiven Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 6.424 werden von der Gesellschaft jeweils als vor der Konzernzugehörigkeit erwirtschaftetes Eigenkapital eingeordnet und dementsprechend innerhalb des Konzerneigenkapitals unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Als Gewinnrücklagen werden auch die in Vorjahren erwirtschafteten und thesaurierten Ergebnisse der einbezogenen Unternehmen sowie Gewinne und Verluste aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen, die die Vorjahre betreffen, ausgewiesen. Den Gesellschaftern der Schauenburg Technology SE zustehende Jahresüberschüsse der Tochterunternehmen sowie der Jahresüberschuss der Schauenburg Technology SE werden zusammen als konsolidierter Jahresüberschuss gezeigt. Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital und Jahresüberschuss werden in der konsolidierten Bilanz und in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als "Nicht beherrschende Anteile" in Höhe ihres Anteils am Kapital ausgewiesen. Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen sind gegeneinander konsolidiert worden. Aufwendungen und Erträge, die durch Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen entstanden sind, wurden entsprechend konsolidiert. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischengewinne bereinigt. Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gebildet. Aus der Auflösung von Abschreibungen aus dem Verkauf und Erwerb von Vermögensgegenständen während der Konzernzugehörigkeit zwischen den einbezogenen Unternehmen und aus der Vorratsbewertung ergibt sich ein negativer Effekt aus der Zwischenergebniseliminierung von TEUR 122 (i. Vj. TEUR + 53). Jahresabschlüsse in Fremdwährung wurden entsprechend der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Die Darstellungswährung ist Euro. Dabei erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden einheitlich zum Stichtagskurs. Die Umrechnung der Eigenkapitalposten erfolgt zu historischen Kursen. Währungskursdifferenzen zum Stichtagskurs werden ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Die Umrechnung der Aufwands- und Ertragspositionen erfolgt zu Durchschnittskursen. Die Umrechnung der Bilanz- bzw. GuV-posten erfolgte zu folgenden Stichtags- bzw. Durchschnittskursen:
4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen sind nach den folgenden Grundsätzen bilanziert und bewertet worden. 4.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die erwartete Nutzungsdauer für den im Rahmen eines Asset Deals entstandenen Firmenwert beträgt 15 Jahre. Diese Nutzungsdauer wird mit der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit der erworbenen Vermögensgegenstände, mit ihren Produktinvestitionen und -weiterentwicklungen, den Kundenbeziehungen, den Patenten sowie mit dem dokumentierten Verfahrens-Know-how begründet. Der Buchwert zum Jahresende beträgt TEUR 50. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte lineare Abschreibungen. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Planmäßige Abschreibungen erfolgen über die länderspezifische, betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, einschließlich des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens. 4.2. Finanzanlagen Die Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden im Konzernabschluss at equity bewertet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. 4.3. Vorräte Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen angesetzt (gewogene Durchschnittsmethode). Soweit zulässig wird das Fifo-Verfahren zu Grunde gelegt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind um entstandene Zwischengewinne gemindert und mit den Konzernherstellungskosten bilanziert. Diese enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens. Niedrigere beizulegende Werte werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. 4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt; allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge. 4.5. Wertpapiere Sonstige Wertpapiere sind mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 4.6 Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen den die Folgejahre betreffenden Anteil bereits geleisteter bzw. erhaltener Zahlungen. 4.7. Latente Steuern Latente Steuern sind auf zeitliche Differenzen zwischen Ansatz und Bewertung in der Konzernbilanz und der steuerlichen Handhabung angesetzt, sofern ihre Auflösung in künftigen Geschäftsjahren voraussichtlich zu steuerlichen Be- oder Entlastungen führt. Zu den zeitlichen Differenzen werden auch die quasi-permanenten Differenzen gezählt. Aktive latente Steuern werden außerdem auf steuerliche Verlustvorträge und Steuerguthaben angesetzt, sofern der damit verbundene Steuervorteil mit hinreichender Wahrscheinlichkeit in der Zukunft realisiert werden kann. Latente Steuern werden in den Einzelabschlüssen/Handelsbilanzen II mit den entsprechenden unternehmensindividuellen Steuersätzen (5 % - 36,13 %), die zum Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich gelten werden, angesetzt. Aktive latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen nach § 306 HGB wurden mit dem Steuersatz der Konzernobergesellschaft von 32,91 % angesetzt. 4.8. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden unter Zugrundelegung der aktuellen "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode analog den Vorschriften des IAS 19) angewandt. Es wurde von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für Laufzeiten von 15 Jahren in Höhe von 1,79 % (Vorjahr 1,87 %) vorzunehmen. Darüber hinaus wurden bei der Rückstellungsbewertung die Rentendynamik (2%) sowie ein Gehaltstrend von 0 % zum 31.Dezember 2022 angesetzt. Aus der erstmaligen Anwendung der nach BilMoG geänderten Bewertungsvorschriften für die Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergab sich eine Erhöhung der Pensionsverpflichtungen um TEUR 92. Gemäß dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wird der Anpassungsbedarf auf 15 Jahre verteilt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 6 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Zum 31. Dezember 2022 verbleibt eine Unterdeckung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 12. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 31. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen (TEUR 80; i. Vj. TEUR 101) umfasst die angesparten Aufwendungen für Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie den Gesamtbetrag des Aufstockungsbetrags. Die Rückstellungen werden mit dem Barwert unter Anwendung des Marktzinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB bewertet. Die übrigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste gebildet. 4.9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 4.10 Währungsumrechnung Währungsforderungen und -verbindlichkeiten sind kurzfristig und werden bei den einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs umgerechnet. II. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens vgl. Anlage zum Konzernanhang (Anlagenspiegel). Die chinesischen Gesellschaften Schauenburg Technology Far East Ltd. und Schauenburg-Truplast Hose Technology Ltd. wurden auf Grund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Die bei diesen Gesellschaften auf den Konzern anteilig entfallende Gewinne und Verluste werden im Rahmen der at equity Bewertung berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte hieraus eine Erhöhung des Beteiligungsbuchwertes um TEUR 13.244. Die Erhöhung des Beteiligungsbuchwertes resultiert ausschließlich aus der erwähnten Veräußerung der Tochtergesellschaft und der damit verbundenen Erhöhung des cash-Bestandes. Die beiden 40%-igen assoziierten Unternehmen zarmuTEC GmbH & Co. KG sowie zarmuTEC Verwaltungs GmbH wurden at equity bewertet. Die bei diesen Gesellschaften auf den Konzern entfallenden Gewinne und Verluste werden im Rahmen der at equity Bewertung durch Zu- bzw. Abschreibungen berücksichtigt. Auf sonstige Ausleihungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 106 vorgenommen. 2. Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten Den fertigen und unfertigen Erzeugnissen stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 362 gegenüber. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Forderungen gegen Lieferanten und Forderungen gegen die Schauenburg Service GmbH. Unter den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens werden die Wertpapieranlagen einer Tochtergesellschaft ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betragen TEUR 8. Die Herkunft und Verwendung der liquiden Mittel im Geschäftsjahr ist aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich. Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition liquide Mittel und enthält Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in den Finanzmittelfonds einbezogen und offen abgesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen im Geschäftsjahr vorausbezahlte Beiträge für Versicherungen, Kraftfahrzeugsteuern, Leasing-Sonderzahlungen, Mietvorauszahlungen und sonstige zeitraumbezogene Ausgaben, die zu Aufwendungen in den Folgeperioden führen. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen, bei dem Anlagevermögen und aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsvorgängen nach § 306 HGB betragen TEUR 341 (i.Vj. TEUR 281). 3. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Das Grundkapital ist eingeteilt in 6.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem Nennbetrag von EUR 50,00 und beträgt EUR 300.000,00. Die Aktionäre der Schauenburg Technology SE beschlossen am 30. Mai 2022 aus dem Bilanzgewinn der Obergesellschaft eine Dividende in Höhe von TEUR 1.500 und am 02. Dezember 2022 aus dem Bilanzgewinn der Obergesellschaft eine Dividende in Höhe von TEUR 3.000 an die Aktionäre auszuschütten und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen. Von dem ausgewiesenem Eigenkapital entfallen TEUR 3.302 (i. Vj. TEUR 4.721) auf Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften. An diese Minderheitsgesellschafter wurden im Geschäftsjahr 2022 Dividenden in Höhe von TEUR 707 ausgeschüttet. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich. Die Rückstellungen wurden hauptsächlich für die variablen Gehaltsbestandteile und für Freizeit- und Urlaubsansprüche der Mitarbeiter gebildet. Des Weiteren enthalten die sonstigen Rückstellungen vor allem Beträge für ausstehende Eingangsrechnungen. 5. Devisentermingeschäfts- und Bewertungseinheiten Im Geschäftsjahr 2010 wurden zwei variabel verzinsliche Bankdarlehen mit Nominalwerten von TEUR 2.215 und TEUR 1.400 aufgenommen. Der Zinssatz der Darlehen setzt sich aus dem jeweils gültigen 3-Monats-EURIBOR-Satz zzgl. einer Marge von 1,20% zusammen. Die Darlehensvereinbarungen haben Laufzeiten bis zum 30. November 2023 bzw. bis zum 31. Dezember 2030. Das Darlehen mit einem Nominalwert von TEUR 2.215 weist zum 31. Dezember 2022 einen Restbetrag von TEUR 123 auf und das Darlehen mit einem Nominalwert von TEUR 1.400 weist einen Restbetrag von TEUR 560 auf. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos dieser Grundgeschäfte wurden zwei Zins-Swap Vereinbarungen entsprechend den Darlehenshöhen und mit kongruenten Laufzeiten geschlossen. Die aus diesen Sicherungsgeschäften bestehenden Zahlungsverpflichtungen basieren auf der Verzinsung der Bezugsgrößen in Höhe von 3,20% bzw. von 3,77%. Da sich die Sicherungsgeschäfte lediglich jeweils auf eine einzelne Vermögensposition beziehen, liegen sogenannte Mikro-Hedges vor, für deren Abwicklung die Einfrierungsmethode verwendet wird. Die Zins-Swap-Vereinbarungen haben am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert von TEUR 1 bzw. TEUR 13. Da Sicherungsbeziehungen zwischen den Grundgeschäften und den jeweiligen Zins-Swaps bestehen, sind Einzelbewertungen der beiden Derivate und damit die Bildung von Drohverlustrückstellen für die negativen Marktwerte nicht erforderlich. 6. Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert worden. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten beträgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 10.548 durch Grundpfandrechte gesichert. Weiteren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 13.750 sind in Form von Abtretungen und Pfandrechten besichert. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Steuern, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, Verbindlichkeiten an Kunden und Personalverbindlichkeiten. Die passiven latenten Steuern resultieren aus den Einzelabschlüssen/HB II Anpassungen bei ausländischen Tochtergesellschaften und betreffen die unterschiedlichen Abschreibungsmethoden auf das Anlagevermögen in dem Konzernabschluss und den nationalen Steuerbilanzen. III. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDer Schauenburg Technology-Konzern ist ausschließlich in der Herstellung von Schläuchen tätig. Die Umsätze werden in den folgenden Regionen erzielt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 56.400 (i. Vj. TEUR 1.527) enthalten im Wesentlichen den Entkonsolidierungserfolg der GlobalMed Inc., Trenton / Ontario / Kanada sowie der Tochtergesellschaft GlobalMed Co. Ltd, Guangzhou / China in Höhe von TEUR 55.151. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 248. Die weiteren periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 129 (i. Vj. TEUR 255) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Zahlungen auf wertberichtigte Forderungen oder der Herabsetzung der Wertberichtigungen auf Forderungen. Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 106 (i. Vj. TEUR 288) und betreffen hauptsächlich Aufwendungen aus Gewährleistungen. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 5.226 (i. Vj. TEUR 175). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Erträge aus latenten Steuern von TEUR 945 (i. Vj. TEUR - 533). VI. Sonstige Angaben1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.448 (i. Vj. TEUR 12.574). Davon werden TEUR 2.048 in 2023 fällig. TEUR 1.595 (i. Vj. TEUR 3.226) haben eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Geschäfte dienen der Schonung der Liquidität und der Verkürzung der Bilanzsumme. Besondere Risiken bestehen nicht. 2. Belegschaft Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten beträgt:
Zusätzlich beschäftigten die at-Equity erfassten Gesellschaften zum Stichtag 1 (i. Vj. 163) Mitarbeiter. 3. Organe Im Geschäftsjahr 2022 waren geschäftsführende Direktoren der Schauenburg Technology SE: - Marc Georg Schauenburg, Heiligenhaus, Kaufmann (Vorsitzender) - Maik Ulrich Lasarzik, Witten, Dipl.-Kaufmann Die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB unterbleiben, weil die Voraussetzungen der Schutzvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB vorliegen. Dem Verwaltungsrat der Schauenburg Technology SE gehörten 2022 an: - Marc Georg Schauenburg, Heiligenhaus, Kaufmann (Vorsitzender) - Dr. Jost Massenberg, Gmund am Tegernsee, Kaufmann - Florian Georg Schauenburg, Düsseldorf, Dipl.-Kaufmann - Anja Schauenburg, Heiligenhaus, Kauffrau Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten von der Gesellschaft keine Bezüge. 4. Konzernzugehörigkeit Die Schauenburg Technology SE, Mülheim an der Ruhr, und ihre Beteiligungen werden als verbundene Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB i. V. m. § 290 HGB in den Konzernabschluss der ANMA Beteiligungsholding AG, Vaduz/Liechtenstein, als Mutterunternehmen mit dem größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss der ANMA Beteiligungsholding AG, Vaduz/Liechtenstein, wird beim Amt für Justiz / Handelsregister elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. 5. Prüfungshonorar Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen TEUR 68 (i. Vj. TEUR 68) und betrafen ausschließlich Prüfungsleistungen. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet. 7. Vorschlag über die ErgebnisverwendungDie geschäftsführenden Direktoren schlagen vor, aus dem Jahresüberschuss der Muttergesellschaft eine Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 30.000 an die Aktionäre vorzunehmen und den verbleibenden Betrag des Jahresüberschusses zusammen mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres auf neue Rechnung vorzutragen.
Mülheim an der Ruhr, den 31. Mai 2023 Marc Georg Schauenburg Maik Ulrich Lasarzik Anlage zum Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Schauenburg Technology SE, Mülheim an der Ruhr1. Geopolitische und makroökonomische HerausforderungenDie Weltwirtschaft wurde auch noch im Jahr 2022 durch Corona geprägt. Insbesondere durch die Null-Covid-Politik in China kam es weltweit zu erheblichen Lieferengpässen, da über Wirtschaftsmetropolen wie Shanghai Lockdowns verhängt wurden und damit der wichtigste Umschlagsplatz für Waren von und nach China ins Stocken geraten ist. Durch das Lahmlegen der Containerschifffahrt im asiatischen Raum wurden weltweit Lagerbestände aufgebaut, einer der Gründe für die global sinkende Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte. In Nord-Amerika sowie Europa war das Corona-Virus weiterhin präsent, jedoch kehrte im Jahresverlauf deutlich schneller Normalität ein als im Vergleich zum Raum Asien, insbesondere die Reiserestriktionen wurden Schritt für Schritt entschärft. Dennoch manifestierten sich Nachlaufeffekte der Corona-Krise in rasant steigenden Inflationsraten von weltweit durchschnittlichen 8,4%, sodass sich die Notenbanken gezwungen sahen, der anhaltend steigenden Inflation durch eine straffe Geldpolitik zu begegnen. So hat das Federal Reserve Board (FED) schnell reagiert und eine drastische Zinswende in den USA eingeleitet, mit enormen Auswirkungen auf den privaten Konsum, Bankensektor und damit auch auf die Investitionstätigkeit von Unternehmen. Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa wurde zudem vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine überschattet. Dies löste einen Energiepreisschock aus, der wie ein Brandbeschleuniger die eh schon steigende Inflationsrate befeuerte. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf den Risiko- und Prognosebericht 2. Grundlagen des KonzernsSchauenburg Technology SE ist ein international agierendes Familienunternehmen mit Wurzeln in Mülheim an der Ruhr, welches als strategischer Investor zumeist mehrheitliche Beteiligungen - bisher an vorwiegend Schlauch-produzierenden Gesellschaften - hält und ihr Geschäft bzw. die ihr zugehörigen Gesellschaften nach ihrer geografischen Lage strukturiert: mit Standorten in Europa, Nordamerika sowie China. Neben dieser regionalen Verteilung des Geschäfts, bietet die Gruppe OEMs und Händlern in verschiedensten Branchen eine erhebliche Sortimentsbreite an, sodass sich trotz Fokussierung auf eine Nischentechnologie weitreichende Diversifikationseffekte ergeben 2.1. Geschäftsmodell / Unternehmensphilosophie / Ziele und StrategienBei der Schauenburg Technology SE wird unternehmerisches Handeln durch ein nachhaltig orientiertes Wertesystem geprägt, dessen Fundament auf drei zentralen Säulen gründet: Partnerschaftliches Vertrauen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften, Verantwortung gegenüber den Stakeholdern und der Umwelt sowie Fortschritt im Sinne profitablen Wachstums. Diese Leitlinien werden nicht nur nach außen kommuniziert, sondern aktiv gelebt. Flache Hierarchiestrukturen sowohl intern als auch gegenüber den Beteiligungsgesellschaften ermöglichen es, flexibel auf veränderte Kundenerwartungen und volatile Märkte zu reagieren. Zudem werden die Gesellschaften gezielt bzw. bedarfsgerecht im Gruppenverbund gefördert, um deren wirtschaftliche Stabilität sicherzustellen, ohne deren Individualität einzubüßen. Daneben steht bei der Schauenburg Technology SE der Mensch mit seinen Ideen, Visionen und seinem Engagement im Mittelpunkt, dessen persönliche Weiterentwicklung durch einen hohen Gestaltungsspielraum ermöglicht wird. Im Fokus der Beteiligungsstrategie stehen weiterhin profitable Kunststoffschlauch-produzierende Gesellschaften. Die Schauenburg Technology SE versteht sich - bestärkt durch ihre bisherige Erfolgsgeschichte - aber generell als Experte mit ausgeprägten Erfahrungen mit Randprodukten, weshalb eine Erweiterung der Geschäftsbereiche in weitere Nischenmärkte angestrebt wird. Dementsprechend ist die Schauenburg Technology SE auch offen für vielversprechende Innovationen und bereit, Unternehmensgründer als Partner zu begleiten, um das Produktportfolio zu erweitern sowie folglich auch produktbezogene Diversifikationspotentiale heben zu können. Aufgrund des weitgehend selbständigen Auftretens der Beteiligungsgesellschaften werden auf Geschäftsbereichsebene in Abhängigkeit vom spezifischen Wettbewerbsumfeld individuell an den entsprechenden Markt angepasste Strategien fortentwickelt und praktiziert, mit dem Ziel, Absatzwachstum zu generieren sowie verbesserten Service für Kunden zu bieten, um letztlich Weltmarktführer zu werden. Dabei sollen durch das ständige Streben nach Innovation Wettbewerbsvorteile aufgebaut und somit eine angemessene Profitabilität erzielt werden. 2.2. Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2022 wurden sowohl bereits initiierte Projekte des Vorjahres fortgeführt und Optimierungen in bestehenden Produktionsverfahren entwickelt als auch Optionen zur Einbringung alternativer Materialien in den Produktionsprozess und deren Verhalten im Hinblick auf Produktionsverfahren und Produkteigenschaften analysiert. Generell betreibt die Schauenburg Technology Gruppe umfangreiche F&E-Aktivitäten, um die eigene Wettbewerbsposition mit innovativen technischen Weiterentwicklungen und Produkten kurz- bis langfristig zu stärken bzw. auszubauen. Um diese Innovationen markt- und kundengerecht voranzutreiben, sind die Forschungsaktivitäten der Gruppe dezentral jeweils an einem Standort in Europa und in Nordamerika organisiert. Hierdurch können die lokal unterschiedlich ausgeprägten Bedürfnisse von Kunden und deren aktive Einbringung berücksichtigt werden, ohne dabei die Möglichkeiten einer wechselseitigen Nutzung von Synergien in diesem Bereich zu verlieren. Unabhängig von den beschriebenen Aktivitäten unterstützt die Unternehmensgruppe den Austausch von Know-how und damit den über Unternehmensgrenzen hinausgehenden breiten Wissenstransfer von Mitarbeitern. Geplant ist ein weiterer Ausbau der F&E-Abteilung, um die zukünftige Ausrichtung der Unternehmensgruppe zu stärken. 3. Wirtschaftsbericht3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenTrotz der geopolitischen und makroökonomischen Herausforderungen im Jahr 2022 ist die Weltwirtschaft gegenüber dem Vorjahr um 3,4% gewachsen. Zwar hat sich das Wirtschaftswachstum im Vergleich zu 2021 um 2,9%-Punkte verlangsamt, es deutet dennoch auf eine robuste weltweite konjunkturelle Entwicklung hin, die sich in 2022 insbesondere mit einer robusten Konsumnachfrage, einem soliden Arbeitsmarkt sowie der Erholung des kontaktintensiven Dienstleistungssektors erklären lässt. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist der gesamte Energiesektor in Europa auf den Kopf gestellt worden. Auch Nahrungsmittel haben sich drastisch verteuert durch die Störung von Lieferketten. Dennoch ist die Wirtschaft in Europa um 2,4% gewachsen, insbesondere gestützt durch private Konsumausgaben aufgrund von Nachholeffekten im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 und einen robusten Arbeitsmarkt. Deutschland schneidet im innereuropäischen Vergleich mit 1,8% schwächer ab. Insbesondere im Baugewerbe war der Rückgang deutlich zu spüren, was auf die hohen Energiekosten sowie Materialkosten und weiterhin schlechten Verfügbarkeit von Vorprodukten zurückzuführen ist. Der Außenhandel konnte zwar zulegen, der gesamte Außenbeitrag dämpfte jedoch aufgrund hoher Energieimporte das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Die übrigen großen Volkswirtschaften Frankreich 2,6% und Italien 3,7% sind im Vergleich zu Deutschland stärker gewachsen. Spanien schafft es, den Wachstumstrend aus 2021 mit 5,5% aufrecht zu erhalten, da Spanien von den Nachholeffekten besonders profitieren konnte. Die Wirtschaft in den USA ist um 2,1% gewachsen und damit erheblich langsamer als im Vorjahr (5,9%). Durch den anhaltend hohen Inflationsdruck sowie die daraufhin drastisch eingeleitete Zinswende der FED wurde das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stark belastet, ebenso schränkten die verschärften Finanzierungsbedingungen die Investitionstätigkeit ein. Unterstützend war hingegen der solide Arbeitsmarkt trotz der hohen Unsicherheiten sowie der Aufbau von Lagerbeständen im vierten Quartal. Das chinesische Wirtschaftswachstum ist nur sehr moderat im Vergleich zu den Vorjahren mit 3,0% gewachsen. Dies ist insbesondere auf die Null-Covid-Politik der chinesischen Zentralregierung einerseits und auf den Abschwung des Immobiliensektors andererseits zurückzuführen. Im Berichtszeitraum ist der durchschnittliche Euro-Wechselkurs für US-Dollar um 11% auf 1,05 US-Dollar je Euro im Vergleich zum Vorjahr gefallen, was in der Abwertung des Euro hauptsächlich durch den Energiepreisschock und einer deutlich früher eingeleiteten Zinswende in den USA begründet liegt. Gegenüber dem chinesischen Renminbi verliert der Euro ebenfalls an Wert und sinkt von 7,63 auf 7,08 Renminbi je Euro. Die Schwäche des Euro zeigt sich auch im Vergleich zum kanadischen Dollar, sodass der Wechselkurs von 1,48 auf 1,37 CAD-Dollar je Euro sinkt. (Quelle: Europäische Zentralbank) 3.2. GeschäftsverlaufTrotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds hat die Schauenburg Technology Gruppe erneut einen neuen Umsatzrekord aufstellen können. Der Umsatz des Vorjahres wird um 17,4% übertroffen. Die Entwicklung ist in den verschiedenen Einheiten überall zu beobachten und ist auf alle Produktbereiche zurückzuführen. Die Ertragsseite wurde insbesondere durch den Ausbau margenstärkeren Geschäfts gestützt. Zudem ist das Umsatzwachstum neben volumenseitig erzielter Projekterfolge auch maßgeblich durch die, bereits im letzten Jahr mehrmalige, Weitergabe der steigenden Materialpreise an unsere Kunden erreicht worden. Die weiter steigenden Rohmaterialpreise in den ersten beiden Quartalen 2022 wurden primär mit den steigenden Energiepreisen begründet. Zum Ende des Jahres deuteten sich dagegen Entspannungen auf dem Rohstoffmarkt an. Nicht operative positive Effekte auf der Ertragsseite sind zum einen positive Wechselkurseffekte aufgrund der Umrechnung ausländischer Gesellschaften bedingt durch die Schwäche des Euro und zum anderen der Verkauf der GlobalMed Inc. (Kanada), der at-equity-bilanzierten Einheit Guangzhou Schauenburg-Truplast Hose Technology Ltd. (China) sowie der GlobalMed Co., Ltd. (China), im nachfolgenden insgesamt als GlobalMed bezeichnet, Anfang November 2022. Die GlobalMed ist vorwiegend im Medizin-Schlauch-Segment tätig, sodass eine Fokussierung auf das Kern-Segment Industrieschlauch vollzogenen wurde. Mit Blick auf die Auswirkungen dieses besonderen Geschäftsvorfalls auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verweisen wir auf die entsprechend nachgelagerten Kapitel. Der Personalaufwand stieg insgesamt um rund 30,0% an, da notwendige Neubesetzungen vorzunehmen und Kapazitäten in einigen Einheiten aufzubauen waren. Zudem wurde an einigen Standorten das Lohnniveau angehoben um wettbewerbsfähiger auf dem Arbeitsmarkt zu sein. Die Ausgangsfrachten stiegen aufgrund der beschriebenen Lieferkettenprobleme im Containerbereich und auch aufgrund fehlender LKW-Fahrer wegen des Ukrainekrieges deutlich gegenüber dem Vorjahresniveau an. Jedoch schlägt sich auch, spiegelbildlich zur Ertragsseite, die Schwäche des Euro in den Aufwandspositionen nieder. Das um die Sondereffekte der Verkaufstransaktion (Veräußerungserfolg nach Entkonsolidierung abzüglich Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen sowie transaktionsbezogener Boni von insgesamt EUR 43,5 Mio.) bereinigte EBITDA konnte auf EUR 22,8 Mio. gesteigert werden und liegt damit erneut deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 19,7 Mio. Durch die hohe Investitionstätigkeit nehmen die zu verrechnenden Abschreibungen um EUR 0,7 Mio. zu. Das Betriebsergebnis von rund EUR 60,5 Mio. im Geschäftsjahr 2022 liegt um 314,1% höher im Vergleich zum Vorjahr. Das Finanzergebnis verbessert sich ebenfalls außerordentlich auf EUR 12,6 Mio. maßgeblich aufgrund des Veräußerungserfolgs der Beteiligung an der at-equity-bilanzierten Einheit Guangzhou Schauenburg-Truplast Hose Technology Ltd. von EUR 13,2 Mio., die Bestandteil der oben angesprochenen Verkaufstransaktion der GlobalMed war. Aufgrund des niedrigeren Ergebnisses aus dem operativen Geschäft in 2022 nahm der Ertragssteueraufwand im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,5 Mio. ab. Schließlich ist zu konstatieren, dass das Geschäftsjahr 2022 zweifelsohne ein besonderes Jahr für die Schauenburg Technology SE und die gesamte Technology-Gruppe ist. Nach dem Rekordjahr 2021 kann die Schauenburg Technology SE mit einem weiteren Rekordergebnis aufwarten: das Konzernergebnis nach Steuern einschließlich Anteile von Minderheitsgesellschaften steigt auf EUR 71,1 Mio. (Vj. EUR 11,1 Mio.) an. Auf die einzelnen Regionen heruntergebrochen, lässt sich das folgende Bild projizieren. Die Wettbewerbssituation in Europa ist in den wichtigsten Produktbereichen angespannt geblieben, sodass die Verkaufspreise weiterhin unter Druck stehen. Zudem steigen Energie- und Lohnkosten deutlich an, was auch künftig ergebnisbelastend seien wird. Des Weiteren zeigen sich im Logistik- und Frachtbereich Herausforderungen. Die am Standort Mülheim angemietete Lagerhalle ermöglicht effizientere Prozesse, sodass ab der zweiten Jahreshälfte 2022 auch deutlich mehr Lagerware umgeschlagen werden konnte. Die beiden französischen Gesellschaften stecken noch immer in der Restrukturierung. Es konnten Erfolge in Form von höherer Produktionskapazität durch die Reorganisation der Produktion, als auch Prozesseffizienzen in allen Funktionalbereichen erzielt werden. Im nordamerikanischen Markt machen sowohl die im Medizinmarkt tätige kanadische Einheit, als auch die US-Einheit einen deutlichen Umsatzsprung. Die kanadische Einheit konnte ihr Geschäft im asiatischen Raum ausbauen und mit Produktinnovationen Marktanteile gewinnen sowie von einen stärkeren US-Dollar im Vergleich zum Kanadischen Dollar profitieren. In den USA haben sich die Kapazitätserweiterungen der letzten Jahre - insbesondere die Standorterweiterung - ausgezahlt, sodass die US-Einheit den US-Markt zuverlässig und zeitnah bedienen konnte. Die Einheiten in China entwickelten sich durch die Null-Covid-Politik unter Plan und Vorjahresniveau. Zusammenfassend gehen wir bei eher negativen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Herausforderungen in 2023 von einer Fortsetzung unseres mit Augenmaß betriebenen Wachstumspfades aus, der aufgrund des soliden Fundaments dauerhaften Erfolg verspricht. Zudem wird das unternehmensindividuelle Wachstum durch unsere fortschreitende Internationalisierungsstrategie in unserem Kerngeschäftsbereich flankiert, die uns einen partiellen Schutz vor volkswirtschaftlichen Ungleichgewichten bietet und somit einen nennenswerten Vorteil der Schauenburg Technology Gruppe darstellt. Aufgrund der Corona-Einschränkungen mussten die Aktivitäten und Maßnahmen für die Produktetablierung und Vermarktung der innovativen Produkte aus dem Bereich Kanalguss im Geschäftsjahr auch im Jahr 2022 zurückgestellt werden. Im Bereich der Venture Capital Aktivitäten konnten aufbauend auf den Vorjahresaktivitäten weitere Erfolge in der Erhöhung und Qualität des Dealflows erreicht werden. Das Netzwerk zu weiteren Branchenteilnehmern wird stetig ausgebaut. 3.3. ErtragslageDie Ertragslage der Schauenburg Technology SE stellte sich im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wie folgt dar:
Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes konnte der Schauenburg Technology Konzern die Umsatzerlöse um 17,4% auf EUR 203,3 Mio. steigern und die Marktposition weiter ausbauen. Dabei sind die währungsbedingten Effekte nicht außer Acht zu lassen, die rund 37,3% der Erlösveränderung ausmachen. Wie bereits in den Ausführungen zum Geschäftsverlauf erwähnt, ist ein weiterer Eckpfeiler dieser Entwicklung die Weitergabe der Rohstoffpreise an die Kunden, ohne unsere Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen. Zudem konnten wir sowohl mit PVC-Schläuchen in Europa, PU-Schläuchen weltweit und Medizin-Schläuchen weitere Marktanteile gewinnen.
Bereits im Geschäftsverlauf wurde darauf eingegangen, dass die Schauenburg Technology SE ihre Beteiligungen an der kanadischen und der at-equity-bilanzierten, chinesischen Einheit im November 2022 veräußert hat. Der Bestandteil des Veräußerungserfolgs nach Entkonsolidierung der kanadischen Einheit wird mit EUR 55,2 Mio. unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen, was die deutlich überproportionale Entwicklung der Gesamtleistung von 47,7% zur Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr erklärt. Hingegen wird der Bestandteil des Veräußerungserfolgs der at-equity-bilanzierten, chinesischen Einheit im Finanzergebnis mit EUR 13,2 Mio. ausgewiesen. In den betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich die Materialaufwendungen proportional zu den Umsatzerlösen. Dagegen sind die Personalaufwendungen überproportional angestiegen, ebenso alle übrigen Aufwandskomponenten, sodass die betrieblichen Aufwendungen um EUR 37,4 Mio. das Vorjahresniveau von EUR 156,4 Mio. überstiegen (davon EUR 5,2 Mio. Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen aufgrund höherer Cashbestände in Fremdwährung mit Bezug auf die oben erwähnten Verkaufserfolge). Insgesamt konnte das EBITDA somit um EUR 46,6 Mio. auf EUR 66,3 Mio. gesteigert werden und liegt damit signifikant über der Prognose des Vorjahres. Darüber hinaus wurden zukunftsgerichtete Maßnahmen mit entsprechenden Aufwendungen eingeleitet, wie auch an dem bereits in den Vorjahren festzustellenden investitionsbedingten Anstieg der Abschreibungen von 13,1% zu sehen ist, die das Konzernergebnis belasten. Die in unseren Gesellschaften momentan laufenden Belastungen aus Digitalisierungsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen, die deutlichen Investitionen in Kapazitäten und zusätzliche Produktionsprozesse sowie der fortschreitende und andauernde Aufbau an "neuen/ jüngeren Standorten" sind notwendige Maßnahmen für eine dauerhafte Sicherung der Marktposition und zusätzlichen profitablen Wachstums, welches sich prospektiv auch positiv im Zahlenwerk niederschlagen sollte. Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,5 Mio.) und davon Erträgen aus Steuerlatenzen von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: Aufwand aus Steuerlatenzen EUR 0,5 Mio.) sowie sonstigen Steuern von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) wurde für das Geschäftsjahr 2022 ein Konzernjahresüberschuss einschließlich Anteilen der Minderheitsgesellschafter von EUR 71,1 Mio. (Vorjahr: EUR 11,1 Mio.) erzielt. Die Entwicklung der Ertragsteuern im Verhältnis zum Vorjahr erklärt sich aufgrund der Erträge aus Steuerlatenzen. 3.4. Vermögens- und FinanzlageDie Vermögenslage des Schauenburg Technology-Konzerns stellt sich tabellarisch wie folgt dar:
* Sonstige Vermögensgenstände sowie aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Bilanzsumme der Gruppe erhöhte sich insbesondere durch die Verkaufstransaktion der Beteiligungen an der kanadischen und der at-equity-bilanzierten, chinesischen Einheit im November 2022 unter Berücksichtigung des abgehenden Nettoreinvermögens um EUR 71,6 Mio. auf EUR 195,0 Mio. Die Zunahme im Anlagevermögen ist im Wesentlichen mit dem Anstieg in den Finanzanlagen von EUR 10,8 Mio. aufgrund der Bewertung der at-equity Einheiten in Hong Kong nach der Veräußerung, insbesondere wegen vorhandener Cashbestände, zu erklären. Zudem steigen die (Netto-)Investitionen im Bereich der Technischen Anlagen und Maschinen im verbleibenden Konsolidierungskreis (Sonder-/Entkonsolidierungseffekt GlobalMed: Abnahme Sachanlagen EUR 9,4 Mio.). Wesentlicher Treiber der Zunahme des Umlaufvermögens sind die gestiegenen Cashbestände mit Bezug auf die oben erwähnten Verkaufserfolge, die im Vergleich zum Vorjahr um EUR 68,0 Mio. angestiegen sind. Zudem haben aufgrund der gestiegenen Einkaufspreise und der Bevorratung für die künftige Geschäftsentwicklung im Bereich der Vorratsbestände die Rohmaterialien mit 1,3% sowie die Fertige Erzeugnisse und Waren mit 5,4% gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Hingegen zeigt sich eine Abnahme der Forderungen von 23,8%. Als wesentliche Position in den sonstigen Vermögensgegenstände sind die zu bilanzierenden Steuererstattungsansprüche zu nennen (Sonder-/Entkonsolidierungseffekt GlobalMed: Abnahme kurzfristiges Vermögen EUR 12,6 Mio.).
Das Eigenkapital der Schauenburg Technology Gruppe erhöhte sich zum Bilanzstichtag um rund EUR 65,7 Mio. auf EUR 129,3 Mio. Trotz der Ausdehnung der Bilanzsumme zeigt die weitere Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 66,3% das solide Fundament und die finanzielle Stabilität der Schauenburg Technology Gruppe auch bei schwierigen Rahmenbedingungen (Vorjahr auf 51,5%). Die Finanzierung der Geschäftsausweitung, der Aufbau des Working Capital sowie die fortlaufende zum Teil fremdfinanzierte Investitionstätigkeit führten mit den laufenden Kreditrückführungen im Geschäftsjahr 2022 zu einer Zunahme der mittel- und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 4,6 Mio. (Sonder-/Entkonsolidierungseffekt GlobalMed: Abnahme Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 3,5 Mio.) Die in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sinken stichtagsbezogen um EUR 4,5 Mio. (Sonder-/Entkonsolidierungseffekt GlobalMed: Abnahme übrige Verbindlichkeiten EUR 2,7 Mio.). Der in den übrigen Rückstellungen und passiven latenten Steuern enthaltene Entkonsolidierungseffekt der GlobalMed beträgt EUR 3,5 Mio. 3.5. LiquiditätAus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielte der Konzern einen positiven Cashflow in Höhe von EUR 7,1 Mio. Unter Berücksichtigung der laufenden (Netto-)Investitionen des Geschäftsjahres (EUR 3,5 Mio.), Einzahlungen aus der Verkaufstransaktion (EUR 67,2 Mio.), Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit (EUR 4,0 Mio.) sowie Mittelabflüssen aus Währungskursdifferenzen (EUR 1,1 Mio.) und aufgrund der Änderung des Konsolidierungskreises (EUR 1,6 Mio.) ergibt sich ein im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um EUR 72,1 Mio. auf EUR 76,5 Mio. gestiegener Finanzmittelbestand. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrafen diverse Maßnahmen zur Kapazitäts- und Produktportfolioerweiterung sowie Effizienzoptimierung. Die Finanzierung der Investitionen konnte überwiegend durch Darlehensaufnahmen sowie durch Eigenmittel geleistet werden. Die Gruppe kam ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nach. 3.6. Akquisitionen und InvestitionenDie Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen lagen im Berichtsjahr mit EUR 10,7 Mio. um EUR 1,4 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Damit verfolgt die Technology-Gruppe weiterhin einen kontinuierlichen zukunftsgerichteten hohen Investitions- und Wachstumspfad auch im herausfordernden weltwirtschaftlichen Umfeld. Die Investitionen in den europäischen Einheiten betrafen neben Ersatz- auch Erweiterungsinvestitionen. In den nordamerikanischen Einheiten wurde in Neuproduktentwicklungen sowie Kapazitätserweiterungen an bestehenden und neuen Standorten investiert und gerade in China wurde der Ausbau der Standorte und Kapazitätserweiterung für Produkte im Bereich der Medizintechnik vorangetrieben. Im Bereich der Akquisitionstätigkeit sind keine Transaktionen im Rahmen des anorganischen Unternehmenswachstums vorgenommen worden. 3.7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren/MitarbeiterDie durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Konsolidierungskreises ist im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 11 auf 996 Mitarbeiter (Vorjahr 1.007) gesunken. 4. PrognoseberichtDas abgelaufene Geschäftsjahr 2022 konnte deutlich über den Erwartungen abgeschlossen werden. Für das Jahr 2023 prognostiziert der IMF ein deutlich verlangsamtes globales Wirtschaftswachstum für 2023 von 2,8% im Vergleich zu 2022, da die wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs, insbesondere in Form hoher weltweiter Inflationsraten, die Erwartungen trübt. Es wird erwartet, dass die deutlichen Zinserhöhungen das Wachstum vieler Länder belastet, da die Gratwanderung die Preisstabilität wiederherzustellen, das Risiko birgt, durch eine zu straffe Geldpolitik in eine Rezession abzurutschen. Daraus ergeben sich eine ganze Reihe an Herausforderungen für die Schauenburg Technology Gruppe, angefangen von den höheren Lohn- und Energiekosten bis hin zu den daraus resultierenden erneut steigenden Rohmaterialpreisen. Ausgehend von diesem Zukunftsszenario sehen wir in Summe dennoch keine gesamtwirtschaftlichen Indikatoren für eine maßgebliche Änderung der Einschätzung der zukünftigen Vermögens-, Ertrags- sowie Finanzlage für das Geschäftsjahr 2023, da die Schauenburg Technology Gruppe ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen in den letzten Jahren mehrfach unter Beweis gestellt hat. Gesetzliche Einschränkungen und Maßnahmen führen bislang zu keinem signifikanten Rückgang der Geschäftsentwicklung der Gruppe. Per März 2023 liegen Umsatzerlöse und finanzielles Ergebnis der Schauenburg Technology Gruppe unter der Planung 2023. Dennoch glauben wir, dass wir unsere Marktposition im Vergleich zum Vorjahr leicht ausbauen können. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes Mitte Mai 2023 gehen wir hingegen davon aus, dass wir ein EBITDA von leicht unter Vorjahresniveau erreichen. Auf die Ausführungen im Anhang zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, wird verwiesen. 5. Risiko- und ChancenberichtAls international operierender Konzern ist die Schauenburg Technology Gruppe im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Preis-, Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Ein wesentliches Ziel der Unternehmenspolitik ist die Begrenzung solcher Risiken durch ein systematisches Risikomanagement. Durch das umfassende Update, die Optimierung sowie geschäftsspezifische Anpassungen der verwendeten ERP-Systeme ist gewährleistet, dass das gesteigerte Geschäftsvolumen der Schauenburg Technology Gruppe auch unter Risikoaspekten adäquat in allen Bereichen des Rechnungswesens abgebildet wird und zukünftig dargestellt werden kann. Dies wird durch Business Intelligence- sowie Konsolidierungs-Tools zur flexibleren Auswertung des operativen Geschäfts flankiert. Dennoch bedeutet dies nicht den vollständigen Ausschluss finanzwirtschaftlicher Risiken, sondern deren Steuerung innerhalb vorgegebener Grenzen, um negative Cashflow- und Ergebnisschwankungen zu vermindern, ohne auf Chancen aus positiven Marktentwicklungen völlig zu verzichten. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden systematisch vor bzw. bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Im Berichtszeitraum waren diesbezüglich keine Kreditrisiken erkennbar. Negative wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Pandemie werden seit der Aufgabe der gescheiterten Null-Covid-Politik in China im Januar 2023 zukünftig nicht erwartet, vielmehr die Chance das der Motor der Weltwirtschaft durch Potentiale von Nachholeffekten angekurbelt wird. Hingegen stellen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukrainekriegs, insbesondere die hohen weltweiten Inflationsraten und die daraufhin eingeleitete Zinswende enorme Herausforderungen für Unternehmen im Jahr 2023. Durch die hohen Inflationsraten erhöht sich das Risiko weiterer Lohnkostensteigerungen. Die hohen Nominalzinsen belasten die Fremdfinanzierung von Investitionen und die jüngsten Turbulenzen im US-Bankensektor dürften die Kreditvergabekriterien abermals verschärfen. Außerdem bleibt das Risiko weiterer Rohstoffpreissteigerungen durch die erhöhten Energiekosten oder eben auch inflationsbedingter Lohnkostensteigerungen. Durch die enormen Unsicherheiten haben viele Kunden ihre Lager gefüllt, sodass generell anhaltende Absatz- und Abnahmerisiken bestehen. Zudem wird eine Nachfrageschwäche aufgrund geringerer privat verfügbarer Einkommen sowie geringerer Investitionstätigkeit aufgrund hoher Inflationsraten und Zinsen wahrscheinlich. Die aufgezeigten Risiken können sowohl Umsatzrückgänge, als auch erhebliche Kostensteigerungen zur Folge haben, die aktuell schwer abschätzbar sind. Insoweit ist zudem aktuell nicht absehbar, ob und in welchem Umfang mit Zahlungsausfällen seitens unserer Kunden zu rechnen ist. Durch ein proaktives, zeitnahes und vorausplanendes Liquiditätsmanagement wird gewährleistet, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäftes sowie der laufenden und geplanten Investitionen zeitgerecht zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Controllings werden neben den operativen und strategischen Risiken gleichzeitig auch die den Risiken gegenüberstehenden Chancen regelmäßig analysiert. Als Hilfsmittel seien hierbei der monatliche Konzernergebnisbericht sowie das Cash-Debt-Reporting, laufende Ergebnisgespräche inklusive Ergebnishochrechnungen, sowie stetig erweiterte und optimierte Auswertungsmöglichkeiten des ERP und des BI-Tools genannt. Zudem wird ständig nach weiteren profitablen Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau gehalten, die den nachhaltigen Erfolg der Gruppe sicherstellen sollen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Grundsätzlich sieht die Gruppe Chancen in allen Einheiten und Märkten zu wachsen. DanksagungDie Geschäftsleitung bedankt sich an dieser Stelle bei den Mitarbeitern für ihren vorbildlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Engagement und die hohe Motivation der Mitarbeiter führten zu dem erwirtschafteten positiven Ergebnis. Allen neuen Mitarbeitern in der Schauenburg Technology Gruppe wünschen wir viel Erfolg. Den ausgeschiedenen Mitarbeitern danken wir für die geleistete Arbeit und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute. Bleiben Sie gesund.
Mülheim an der Ruhr, den 31. Mai 2023 Marc Georg Schauenburg Maik Ulrich Lasarzik Bericht des VerwaltungsratsDer Verwaltungsrat hat während der Berichtszeit die Geschäftsleitung überwacht und beratend begleitet. Er wurde von den geschäftsführenden Direktoren regelmäßig mündlich und schriftlich über die Lage des Unternehmens sowie die wesentlichen geschäftlichen Ereignisse und Vorhaben informiert. Im Geschäftsjahr 2022 fanden insgesamt sieben Verwaltungsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Mitglieder und die geschäftsführenden Direktoren teilnahmen. Darüber hinaus fanden mehrere Telefonkonferenzen zum Zwecke des engen Informationsaustausches statt. Alle Maßnahmen, die der Zustimmung des Verwaltungsrats bedürfen, wurden in den Verwaltungsratssitzungen eingehend beraten. Der Verwaltungsrat hat die Geschäftsführenden Direktoren im herausfordernden Geschäftsjahr 2022 kontinuierlich begleitet und auch auf die Geschäftsentwicklung der Schauenburg Technology Gruppe beraten. Gegenstand des Austausches im Verwaltungsrat waren Investitions- oder Desinvestitionsvorhaben sowie die Aktivitäten der Konzernbereiche und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere der im Februar durch Russland verursachte Ukrainekrieg war Bestandteil intensiver Diskussionen in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Neben der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit standen auch diverse Sonderprojekte im Fokus. Darunter fielen die Konzentration auf den Kernbereich "Industrie-Schlauchherstellung" der Schauenburg Technology Gruppe durch die Veräußerung der im Medizin-Schlauch-Segment tätigen GlobalMed-Gruppe. Des Weiteren begleitete der Verwaltungsrat das Projekt "Aktivierung & Personalisierung der Schauenburg Technology SE"; insoweit werden ab Oktober 2022 diverse Service-und Managementleistungen durch die Holding gegenüber den Tochtergesellschaften erbracht. Zudem hat der Verwaltungsrat die Umstrukturierungen in Nordamerika sowie die Finanzierungsmaßnahmen in zwei deutschen Immobiliengesellschaften begleitet und überwacht. Weiterer Schwerpunkt der Erörterungen war die strategische und operative Unternehmensplanung; insbesondere wurden hier die laufenden operativen Projekte außerhalb der Schauenburg Hose Technology Gruppe sowie die Organvergütung der Schauenburg Technology SE beleuchtet. Der vorgelegte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 und der Jahresabschluss der Schauenburg Technology SE für das Geschäftsjahr 2022 wurden von der Dr. Biller TreuConsult GmbH AG, Unna, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dem Verwaltungsrat lagen diese Dokumente zur Prüfung vor und wurden umfassend behandelt. Ergänzende Erläuterungen durch die Geschäftsleitung wurden gegeben und Rückfragen beantwortet. Die Abschlussprüfer nahmen an der Bilanzsitzung zum Jahresabschluss sowie zum Konzernabschlusses am 6. Juni 2023 teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und ergänzende Auskünfte zu geben. Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts schließt sich der Verwaltungsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und stimmt durch Beschluss vom 6. Juni 2023 dem von den geschäftsführenden Direktoren vorgelegten Jahresabschluss und dem Konzernabschluss zu. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Konzernabschluss ist damit gebilligt. Darüber hinaus stimmt der Verwaltungsrat der Empfehlung der geschäftsführenden Direktoren für den Vorschlag zur Ergebnisverwendung der Schauenburg Technology SE zu. Das laufende Geschäftsjahr 2023 wird weiter durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine geprägt. Der Verwaltungsrat hat sich intensiv mit den geschäftsführenden Direktoren hierzu ausgetauscht und schließt sich der Einschätzung der geschäftsführenden Direktoren an, dass eine quantitative Bewertung für eine Prognose derzeit aufgrund der erheblichen Unsicherheiten nicht möglich ist. Der Verwaltungsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung fortgesetzt. Der Verwaltungsrat dankt den geschäftsführenden Direktoren für ihre geleistete erfolgreiche Arbeit. Nicht zuletzt richtet sich sein Dank auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schauenburg Technology Konzerns für ihren Einsatz und für die erbrachten Leistungen.
Mülheim an der Ruhr, 06. Juni 2023 Der Verwaltungsrat Marc Georg Schauenburg, Vorsitzender Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Konzernabschluss der Schauenburg Technology SE, Mülheim an der Ruhr, und Ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schauenburg Technology SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Unna, den 31. Mai 2023 Dr. Biller Treuconsult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Winkler, Wirtschaftsprüfer Segtrop, Wirtschaftsprüfer |
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