Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 21972
Eingetragen
30.12.2009
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Technologiegesellschaften im In- und Ausland sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art, insbesondere in den Bereichen Management, Administration und EDV für verbundene Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Dr. Reich
seit 15.6.2023
Prokura
Marius Dr. Alfs
seit 26.9.2017
Prokura
Geschäftsführer
Marc Georg Schauenburg
seit 30.12.2009
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schauenburg Technology SE

Mülheim an der Ruhr

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 46.745.712,61 60.324.535,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.173.297,79 438.500,02
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 863.752,92 388.395,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 43.193,62 50.104,60
3. Geleistete Anzahlungen 266.351,25 0,00
II. Sachanlagen 38.236.355,82 39.332.756,86
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.948.851,98 20.873.137,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.334.462,35 12.153.176,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.295.370,34 3.281.789,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.657.671,15 3.024.652,84
III. Finanzanlagen 7.336.059,00 20.553.278,12
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 15.087.234,43
2. Beteiligungen 261.474,21 305.535,58
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.007.457,14 3.179.616,32
4. Sonstige Ausleihungen 2.067.127,65 1.980.891,79
B. Umlaufvermögen 103.084.920,10 130.642.142,47
I. Vorräte 30.489.486,72 34.031.808,64
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.558.932,39 18.168.279,38
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.081.004,16 996.922,31
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 13.732.789,92 14.769.266,23
4. Geleistete Anzahlungen 116.760,25 97.340,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.600.437,26 19.616.881,52
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.435.047,31 14.569.957,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 300,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 209.557,74 253.545,44
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.955.832,21 4.793.078,98
III. Wertpapiere 0,00 292.532,40
Sonstige Wertpapiere 0,00 292.532,40
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 55.994.996,12 76.700.919,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 904.225,42 1.179.073,89
D. Aktive latente Steuern 1.943.305,01 2.897.002,31
Aktiva 152.678.163,14 195.042.753,67
A. Eigenkapital 101.798.829,97 129.282.486,28
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 1.264.724,83 1.264.724,83
III. Gewinnrücklagen 84.254.371,09 51.925.141,61
IV. Konzernjahresüberschuss 10.700.019,04 69.700.019,04
V. Währungsunterschiede 1.977.759,67 2.790.200,73
VI. Nicht beherrschende Anteile 3.301.955,34 3.302.400,07
B. Rückstellungen 10.229.484,15 16.147.665,05
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 675.205,31 734.647,22
2. Steuerrückstellungen 435.597,15 1.604.282,47
3. Sonstige Rückstellungen 9.118.681,69 13.808.735,36
C. Verbindlichkeiten 38.535.314,41 47.747.389,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.166.089,53 34.674.786,25
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 301.495,79 362.343,43
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.189.484,23 5.020.004,92
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.622,29 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.874.622,57 7.690.254,78
- davon aus Steuern 975.121,90 443.982,08
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 147.326,57 141.554,95
D. Passive latente Steuern 2.114.534,61 1.865.212,96
Passiva 152.678.163,14 195.042.753,67

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
20223
EUR
1. Umsatzerlöse 151.781.912,14 203.306.601,05
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 263.983,32 314.422,56
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 15.564,48
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.356.139,97 56.399.658,49
- davon aus Währungsumrechnung 2.416.196,97 248.076,73
5. Materialaufwand 71.498.330,15 98.483.721,81
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und fürbezogene Waren 64.396.523,88 91.209.737,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.101.806,27 7.273.984,53
6. Personalaufwand 44.572.650,76 62.121.540,67
a) Löhne und Gehälter 36.421.280,50 52.674.443,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.151.370,26 9.447.096,96
- davon für Altersversorgung 885.089,62 1.662.168,81
7. Abschreibungen 5.058.515,65 5.786.315,15
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.058.515,65 5.786.315,15
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24.291.138,68 32.748.625,18
- davon aus Währungsumrechnung 1.696.521,24 5.225.779,81
9. Erträge aus assoziierten Unternehmen 2.112.368,06 13.245.321,41
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 30.880,79 42.274,39
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.668.539,17 604.605,94
- davon aus verbundenen Unternehmen 18.228,82 157.960,22
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 21.321,12 113.936,83
13. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 45.373,96 31.846,11
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.728.854,75 1.098.160,42
- davon an verbundene Unternehmen 557.818,43 0,00
- davon aus Aufzinsung 11.561,04 11.299,73
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.610.894,68 2.035.057,80
- davon aus latenten Steuern 1.160.885,78 -945.140,85
16. Ergebnis nach Steuern 11.386.743,70 71.509.244,35
17. Sonstige Steuern 343.196,43 388.586,81
18. Aufwand aus Garantiedividenden für nicht beherrschende Anteile 30.750,00 30.750,00
19. Konzernjahresüberschuss einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss 11.012.797,27 71.089.907,54
20. Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss 312.778,23 1.389.888,50
21. Konzernjahresüberschuss 10.700.019,04 69.700.019,04

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
TEUR
2022
TEUR
Jahresüberschuss einschließlich Anteile Minderheitsgesellschafter 11.013 71.090
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen 5.080 5.900
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -2.105 -13.214
Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -4.543 7.319
Verluste / Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.811 -55.194
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer kurzfristiger Aktiva 6.041 -5.960
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer kurzfristiger Passiva -865 -1.331
Zinsergebnis -940 494
Ertragssteueraufwand 3.611 2.035
Ertragssteuerzahlungen -3.458 -4.038
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 12.023 7.101
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 53 119
Einzahlungen aus dem Abgang von Ausleihungen 119 6.211
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 2.816 67.151
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände -1.075 -173
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -4.243 -6.903
Auszahlungen für Investitionen in Ausleihungen und Wertpapiere -6.418 -3.643
Einzahlungen für Investitionen in Ausleihungen und Wertpapiere 293 313
Erhaltene Zinsen 2.669 605
Erhaltene Dividenden 20.410 0
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 14.624 63.680
Gewinnausschüttungen an Unternehmenseigner -37.200 -4.500
Gewinnausschüttungen an Minderheitsgesellschafter -73 -707
Aufnahme von Bankdarlehen 1.518 15.181
Tilgung von Bankdarlehen -8.477 -3.865
Veränderung der Gesellschafterfinanzierung -986 -1.041
Gezahlte Zinsen -1.729 -1.098
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -46.947 3.970
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -20.300 74.751
Wechselkurs- und konsoliderungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands -226 -1.083
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 -1.632
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 76.518 4.482
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 55.992 76.518
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands
Kassenbestand, Bankguthaben 55.995 76.701
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -3 -183
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 55.992 76.518

Eigenkapitalspiegel 2023

alle Werte
in TEUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Summe
Stammaktien nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB andere Gewinnrücklagen
Stand am 31.12.2022 300 1.265 51.925 53.490
Einstellung in Rücklagen 69.547 69.547
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen
Änderung Kons.Kreis
Konzernjahresüberschuss
Stand am 31.12.2023 300 1.265 121.472 123.037
alle Werte
in TEUR
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Stand am 31.12.2022 2.790 69.700
Einstellung in Rücklagen -69.547
Ausschüttung -37.200
Währungsumrechnung -812 -1
Sonstige Veränderungen
Änderung Kons.Kreis
Konzernjahresüberschuss 10.700
Stand am 31.12.2023 1.978 -26.348
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
Summe Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinn
Stand am 31.12.2022 125.980 2.071 526 705
Einstellung in Rücklagen 0 705 -705
Ausschüttung -37.200 -73
Währungsumrechnung -813 -240
Sonstige Veränderungen 0
Änderung Kons.Kreis 0
Konzernjahresüberschuss 10.700 313
Stand am 31.12.2023 98.667 2.703 286 313
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital Summe
Summe
Stand am 31.12.2022 3.302 129.282
Einstellung in Rücklagen 0 0
Ausschüttung -73 -37.273
Währungsumrechnung -240 -1.053
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderung Kons.Kreis 0 0
Konzernjahresüberschuss 313 11.013
Stand am 31.12.2023 3.302 101.969

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Anwendung der gesetzlichen Bilanzierungsvorschriften

Die Firma der Konzernobergesellschaft lautet Schauenburg Technology SE. Die Schauenburg Technology SE mit Sitz in 45478 Mülheim an der Ruhr ist beim Amtsgericht Duisburg unter HRB 21972 eingetragen.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB angewendet. Die Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

1. Konsolidierungskreis

In den konsolidierten Abschluss zum 31. Dezember 2023 wird die Schauenburg Technology SE mit folgenden Gesellschaften einbezogen:

Tochtergesellschaft Anteil der Schauenburg-Gruppe am Stammkapital
in %
Alpha Hose Technology GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
ANMA SARL, Montélimar / Frankreich 100,00
ANMO Immobilien GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
ANMO Solar GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
another.vc GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
APD Schlauchtechnik GmbH, Viersen 100,00
APR Inovaflex SRL, Calarasi, Rumänien 80,00
Changxing VACUFLEX Hose Technology Co. Ltd, Changxing / China 100,00
Flexaust Inc., Warsaw / Indiana / USA 87,37
GAP Plastomère SARL, Montélimar / Frankreich 100,00
IMFS LLC., San Diego / Kalifornien / USA 87,37
MOAN Immobilien GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
MOAN Inc., Wilmington / Delaware / USA 100,00
Schauenburg AG, Zürich / Schweiz 100,00
Schauenburg Hose Technology GmbH, Mülheim an der Ruhr 95,00
Schauenburg Ruhrkunststoff GmbH, Mülheim an der Ruhr 100,00
TubiOne S.R.L., Mailand / Italien 100,00
VACUFLEX GmbH, Mörfelden-Walldorf 100,00
VACUFLEX Advanced Hoses Ltd., Nansha / China 100,00

Gegenüber 2022 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt verändert.

Die Flexadux International SARL, Montélimar / Frankreich wurde zum 23.12.2023 verhältniswahrend auf ihre Muttergesellschaft GAP Plastomère SARL, Montélimar / Frankreich verschmolzen.

Die Gesellschaften Schauenburg Technology Far East Ltd. und Schauenburg-Truplast Hose Technology Ltd. werden auf Grund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungsquote beträgt zum Bilanzstichtag 100% (im Vorjahr 80,89%). Die Beteiligungen an diesen Gesellschaften wurden mit der Buchwertmethode gemäß § 312 HGB at equity bewertet. Der Bewertung wird das konsolidierte Eigenkapital der Gesellschaften zum 31. Dezember 2023 zu Grunde gelegt. Aufgrund von Kapitalherabsetzungen und Ausschüttung aller thesaurierten und laufenden Gewinne ist zum Bilanzstichtag kein Wertansatz mehr auszuweisen.

Weiterhin werden zwei assoziierte Unternehmen, die zarmuTEC GmbH & Co. KG (40%), Wilnsdorf, und die zarmuTEC Verwaltungs GmbH (40%), Mülheim an der Ruhr, at equity bewertet.

Auf Grund der untergeordneten Bedeutung der vier at equity bewerteten Gesellschaften für die Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns wird auf die weiteren Angaben zum Anteilsbesitz verzichtet.

Von den Befreiungsmöglichkeiten nach § 264 Abs. 3 HGB haben die folgenden in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften Gebrauch gemacht:

- another.vc GmbH, Mülheim an der Ruhr,

- APD Schlauchtechnik GmbH, Viersen,

- Schauenburg Hose Technology GmbH, Mülheim an der Ruhr,

- Schauenburg Ruhrkunststoff GmbH, Mülheim an der Ruhr,

- VACUFLEX GmbH, Mörfelden-Walldorf.

Die Schauenburg Hose Technology GmbH macht zudem von der Möglichkeit des § 291 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts, da das Mutterunternehmen Schauenburg Technology SE einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufstellt.

2. Vergleichbarkeit mit der Vorjahres Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Durch den Verkauf des Medizinschlauchgeschäfts im Vorjahr sind die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen für das Geschäftsjahr 2023 und 2022 nur bedingt vergleichbar. Bezüglich der Bilanz sind die für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Werte mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die Entkonsolidierung des Medizinschlauchgeschäfts erfolgte auf den 31.10.2022.

Aus diesem Grunde wird nachfolgend eine Gegenüberstellung der wichtigsten Werte der Gewin- und Verlustrechnung für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 ohne das Medizinschlauchgeschäft vorgenommen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatzerlöse 151.782 161.776
Übrige betriebliche Ertragspositionen 5.620 56.720 *
Materialaufwand 71.498 77.243
Personalaufwand 44.573 49.159
Übrige betriebliche Aufwandspositionen 29.693 35.898
Finanzergebnis 3.017 12.772
Ertragsteuern 3.611 1.050
Garantiedividende 31 31
* enthält den Entkonsolidierungserfolg von 55.155 TEUR
Konzernjahresüberschuss 11.013 67.887

3. Grundsätze der Konsolidierung

Der konsolidierte Abschluss zum 31. Dezember 2023 der Schauenburg Technology SE und ihrer Tochtergesellschaften ist aus den auf diesen Stichtag erstellten Jahresabschlüssen entwickelt worden. Die Jahresabschlüsse der Schauenburg Technology SE und der übrigen inländischen Gesellschaften sind nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Konsolidierung der ausländischen Gesellschaften erfolgte an Hand der nationalen Jahresabschlüsse mit entsprechenden Anpassungsbuchungen an das HGB.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt wie auch in Vorjahren nach der Neubewertungsmethode. Die handelsrechtlichen Vorschriften gemäß § 301 HGB wurden angewendet. Die Erstkonsolidierung der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt auf Grundlage der Wertansätze im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die in Vorjahren bei Erstkonsolidierungen entstandenen passiven Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 6.424 werden von der Gesellschaft jeweils als vor der Konzernzugehörigkeit erwirtschaftetes Eigenkapital eingeordnet und dementsprechend innerhalb des Konzerneigenkapitals unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Als Gewinnrücklagen werden auch die in Vorjahren erwirtschafteten und thesaurierten Ergebnisse der einbezogenen Unternehmen sowie Gewinne und Verluste aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen, die die Vorjahre betreffen, ausgewiesen.

Den Gesellschaftern der Schauenburg Technology SE zustehende Jahresüberschüsse der Tochterunternehmen sowie der Jahresüberschuss der Schauenburg Technology SE werden zusammen als konsolidierter Jahresüberschuss gezeigt.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital und Jahresüberschuss werden in der konsolidierten Bilanz und in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als "Nicht beherrschende Anteile" in Höhe ihres Anteils am Kapital ausgewiesen.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen sind gegeneinander konsolidiert worden.

Aufwendungen und Erträge, die durch Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen entstanden sind, wurden entsprechend konsolidiert.

Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischengewinne bereinigt. Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gebildet.

Aus der Auflösung von Abschreibungen aus dem Verkauf und Erwerb von Vermögensgegenständen während der Konzernzugehörigkeit zwischen den einbezogenen Unternehmen und aus der Vorratsbewertung ergibt sich ein positiver Effekt aus der Zwischenergebniseliminierung von TEUR 313 (i. Vj. TEUR - 122).

Jahresabschlüsse in Fremdwährung wurden entsprechend der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Die Darstellungswährung ist Euro. Dabei erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden einheitlich zum Stichtagskurs. Die Umrechnung der Eigenkapitalposten erfolgt zu historischen Kursen. Währungskursdifferenzen zum Stichtagskurs werden ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Die Umrechnung der Aufwands- und Ertragspositionen erfolgt zu Durchschnittskursen.

Die Umrechnung der Bilanz- bzw. GuV-posten erfolgte zu folgenden Stichtags- bzw. Durchschnittskursen:

Stichtagskurs
EUR
Durchschnittskurs
EUR
1 kanadischer Dollar 0,68297 0,68517
1 US-amerikanischer Dollar 0,90498 0,92464
1 schweizer Franken 1,07991 1,02912
1 chinesische Renminbi 0,12737 0,13057
1 rumänischer Leu 0,20098 0,20216

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen sind nach den folgenden Grundsätzen bilanziert und bewertet worden.

4.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die erwartete Nutzungsdauer für den im Rahmen eines Asset Deals entstandenen Firmenwert beträgt 15 Jahre. Diese Nutzungsdauer wird mit der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit der erworbenen Vermögensgegenstände, mit ihren Produktinvestitionen und -weiterentwicklungen, den Kundenbeziehungen, den Patenten sowie mit dem dokumentierten Verfahrens-Know-how begründet. Der Buchwert zum Jahresende beträgt TEUR 43.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte lineare Abschreibungen. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Planmäßige Abschreibungen erfolgen über die länderspezifische, betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, einschließlich des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens.

4.2. Finanzanlagen

Die Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden im Konzernabschluss at equity bewertet.

Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

4.3. Vorräte

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen angesetzt (gewogene Durchschnittsmethode). Soweit zulässig wird das Fifo-Verfahren zu Grunde gelegt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind um entstandene Zwischengewinne gemindert und mit den Konzernherstellungskosten bilanziert. Diese enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Niedrigere beizulegende Werte werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt; allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge.

4.5. Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen den die Folgejahre betreffenden Anteil bereits geleisteter bzw. erhaltener Zahlungen.

4.6. Latente Steuern

Latente Steuern sind auf zeitliche Differenzen zwischen Ansatz und Bewertung in der Konzernbilanz und der steuerlichen Handhabung angesetzt, sofern ihre Auflösung in künftigen Geschäftsjahren voraussichtlich zu steuerlichen Be- oder Entlastungen führt. Zu den zeitlichen Differenzen werden auch die quasi-permanenten Differenzen gezählt.

Aktive latente Steuern werden außerdem auf steuerliche Verlustvorträge und Steuerguthaben angesetzt, sofern der damit verbundene Steuervorteil mit hinreichender Wahrscheinlichkeit in der Zukunft realisiert werden kann.

Latente Steuern werden in den Einzelabschlüssen/Handelsbilanzen II mit den entsprechenden unternehmensindividuellen Steuersätzen (5 % - 36,13 %), die zum Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich gelten werden, angesetzt. Aktive latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen nach § 306 HGB wurden mit dem Steuersatz der Konzernobergesellschaft von 33,07 % angesetzt.

4.7. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden unter Zugrundelegung der aktuellen "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode analog den Vorschriften des IAS 19) angewandt. Es wurde von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht, die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für Laufzeiten von 15 Jahren in Höhe von 1,83 % (Vorjahr 1,79 %) vorzunehmen.

Darüber hinaus wurden bei der Rückstellungsbewertung die Rentendynamik (2%) sowie ein Gehaltstrend von 0 % zum 31.Dezember 2023 angesetzt.

Aus der erstmaligen Anwendung der nach BilMoG geänderten Bewertungsvorschriften für die Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergab sich eine Erhöhung der Pensionsverpflichtungen um TEUR 92. Gemäß dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wird der Anpassungsbedarf auf 15 Jahre verteilt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 6 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Zum 31. Dezember 2023 verbleibt eine Unterdeckung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 6.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 7.

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen (TEUR 63; i. Vj. TEUR 80) umfasst die angesparten Aufwendungen für Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie den Gesamtbetrag des Aufstockungsbetrags. Die Rückstellungen werden mit dem Barwert unter Anwendung des Marktzinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB bewertet.

Die übrigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste gebildet.

4.8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

4.9 Währungsumrechnung

Währungsforderungen und -verbindlichkeiten sind kurzfristig und werden bei den einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs umgerechnet.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens vgl. Anlage zum Konzernanhang (Anlagenspiegel).

Die chinesischen Gesellschaften Schauenburg Technology Far East Ltd. und Schauenburg-Truplast Hose Technology Ltd. wurden auf Grund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Die bei diesen Gesellschaften auf den Konzern anteilig entfallende Gewinne und Verluste werden im Rahmen der at equity Bewertung berücksichtigt. Gewinnausschüttungen der at equity bilanzierten Gesellschaften werden vom Beteiligungsbuchwert abgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Erträge von TEUR 2.111 erzielt.

Die beiden 40%-igen assoziierten Unternehmen zarmuTEC GmbH & Co. KG sowie zarmuTEC Verwaltungs GmbH wurden at equity bewertet. Die bei diesen Gesellschaften auf den Konzern entfallenden Gewinne und Verluste werden im Rahmen der at equity Bewertung durch Zu- bzw. Abschreibungen berücksichtigt.

Auf sonstige Ausleihungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 21 vorgenommen.

2. Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten

Den fertigen und unfertigen Erzeugnissen stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 301 gegenüber.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche und Forderungen gegen Lieferanten.

Die Herkunft und Verwendung der liquiden Mittel im Geschäftsjahr ist aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich. Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition liquide Mittel und enthält Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in den Finanzmittelfonds einbezogen und offen abgesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen im Geschäftsjahr vorausbezahlte Beiträge für Versicherungen, Kraftfahrzeugsteuern, Leasing-Sonderzahlungen, Mietvorauszahlungen und sonstige zeitraumbezogene Ausgaben, die zu Aufwendungen in den Folgeperioden führen.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen, bei dem Anlagevermögen und aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsvorgängen nach § 306 HGB betragen TEUR 183 (i.Vj. TEUR 1.360).

3. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel ersichtlich.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 6.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem Nennbetrag von EUR 50,00 und beträgt EUR 300.000,00.

Die Aktionäre der Schauenburg Technology SE beschlossen am 06. Juni 2023 aus dem Bilanzgewinn der Obergesellschaft eine Dividende in Höhe von TEUR 30.000 und am 12. September 2023 aus dem Bilanzgewinn der Obergesellschaft eine Dividende in Höhe von TEUR 7.200 an die Aktionäre auszuschütten und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Von dem ausgewiesenem Eigenkapital entfallen TEUR 3.302 (i. Vj. TEUR 3.302) auf Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften. An diese Minderheitsgesellschafter wurden im Geschäftsjahr 2023 Dividenden in Höhe von TEUR 73 ausgeschüttet.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich. Die Rückstellungen wurden hauptsächlich für die variablen Gehaltsbestandteile und für Freizeit- und Urlaubsansprüche der Mitarbeiter gebildet. Des Weiteren enthalten die sonstigen Rückstellungen vor allem Beträge für ausstehende Eingangsrechnungen.

5. Devisentermingeschäfts- und Bewertungseinheiten

Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein variabel verzinsliches Bankdarlehen mit einem Nominalwert von TEUR 1.400 aufgenommen. Der Zinssatz des Darlehens setzt sich aus dem gültigen 3-Monats-EURIBOR-Satz zzgl. einer Marge von 1,20% zusammen. Die Darlehensvereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030 und weist einen Restbetrag von TEUR 490 auf. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos dieses Grundgeschäftes wurde eine Zins-Swap Vereinbarung entsprechend der Darlehenshöhe und mit kongruenter Laufzeit geschlossen. Die aus diesem Sicherungsgeschäft bestehenden Zahlungsverpflichtungen basieren auf der Verzinsung der Bezugsgrößen in Höhe von 3,77%. Da sich das Sicherungsgeschäft lediglich auf eine einzelne Vermögensposition bezieht, liegt ein sogenannter Mikro-Hedges vor, für dessen Abwicklung die Einfrierungsmethode verwendet wird. Die Zins-Swap-Vereinbarung hat am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert TEUR 21. Da eine Sicherungsbeziehung zwischen dem Grundgeschäft und dem Zins-Swaps besteht, ist eine Einzelbewertung des Derivates und damit die Bildung einer Drohverlustrückstellen für den negativen Marktwert nicht erforderlich.

6. Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert worden. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten beträgt:

Restlaufzeit
31.12.2023 (31.12.2022)
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
über einem Jahr
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten 27.166 8.177 18.989 4.571
(34.675) (11.910) (22.765) (5.990)
- aus erhaltenen Anzahlungen 301 301 0 0
(362) (362) (0) (0)
- aus Lieferungen und Leistungen 5.189 5.189 0 0
(5.020) (5.020) (0) (0)
- gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4 4 0 0
(0) (0) (0) (0)
- sonstige 5.875 5875 0 0
(7.690) (7.690) (0) (0)
38.535 19.546 18.989 4.571
(47.747) (24.982) (22.765) (5.990)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 9.427 durch Grundpfandrechte gesichert. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 11.174 sind in Form von Abtretungen und Pfandrechten besichert.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Steuern, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, Verbindlichkeiten an Kunden sowie um Personalverbindlichkeiten.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus den Einzelabschlüssen/HB II Anpassungen bei ausländischen Tochtergesellschaften und betreffen die unterschiedlichen Abschreibungsmethoden auf das Anlagevermögen in dem Konzernabschluss und den nationalen Steuerbilanzen.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Schauenburg Technology-Konzern ist ausschließlich in der Herstellung von Schläuchen tätig. Die Umsätze werden in den folgenden Regionen erzielt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Europa 77.073 85.077
Nordamerika 71.447 115.205
Asien 3.262 3.025
151.782 203.307

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 5.356 (i. Vj. TEUR 56.400) enthalten im Wesentlichen Erträge aus nachträglichen Kaufpreisanpassungen aus dem Beteiligungsverkauf im Vorjahr in Höhe von TEUR 1.793 sowie aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.416 (i.Vj. TEUR 248).

Die weiteren periodenfremden Erträge belaufen sich auf TEUR 245 (i. Vj. TEUR 129) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Zahlungen auf wertberichtigte Forderungen oder der Herabsetzung der Wertberichtigungen auf Forderungen.

Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 201 (i. Vj. TEUR 106) und betreffen hauptsächlich Aufwendungen aus Wertberichtigungen. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 1.697 (i. Vj. TEUR 5.226).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Aufwendungen aus latenten Steuern von TEUR 1.161 (i. Vj. TEUR + 945).

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.147 (i. Vj. TEUR 7.448). Davon werden TEUR 1.918 in 2024 fällig. TEUR 2.805 (i. Vj. TEUR 1.595) haben eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Geschäfte dienen der Schonung der Liquidität und der Verkürzung der Bilanzsumme. Besondere Risiken bestehen nicht.

2. Belegschaft

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten beträgt:

Mitarbeiter
in
2023 2022
Deutschland 332 349
Übriges Europa 58 62
Nordamerika 338 563
Asien 23 22
Anzahl insgesamt 751 996

Zusätzlich beschäftigten die at-Equity erfassten Gesellschaften zum Stichtag 1 (i. Vj. 1) Mitarbeiter.

3. Organe

Im Geschäftsjahr 2023 waren geschäftsführende Direktoren der Schauenburg Technology SE:

- Marc Georg Schauenburg, Heiligenhaus, Kaufmann (Vorsitzender)

- Maik Ulrich Lasarzik, Witten, Dipl.-Kaufmann

Die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB unterbleiben, weil die Voraussetzungen der Schutzvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB vorliegen.

Dem Verwaltungsrat der Schauenburg Technology SE gehörten 2023 an:

- Marc Georg Schauenburg, Heiligenhaus, Kaufmann (Vorsitzender)

- Dr. Jost Massenberg, Gmund am Tegernsee, Kaufmann

- Florian Georg Schauenburg, Düsseldorf, Dipl.-Kaufmann

- Anja Schauenburg, Heiligenhaus, Kauffrau

Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten von der Gesellschaft Bezüge in Höhe von TEUR 20.

4. Konzernzugehörigkeit

Die Schauenburg Technology SE, Mülheim an der Ruhr, und ihre Beteiligungen werden als verbundene Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB i. V. m. § 290 HGB in den Konzernabschluss der ANMA Beteiligungsholding AG, Vaduz/Liechtenstein, als Mutterunternehmen mit dem größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss der ANMA Beteiligungsholding AG, Vaduz/Liechtenstein, wird beim Amt für Justiz / Handelsregister elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht.

5. Prüfungshonorar

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers betrugen TEUR 73 (i. Vj. TEUR 68) und betrafen ausschließlich Prüfungsleistungen.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

7. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die geschäftsführenden Direktoren schlagen vor, aus dem Jahresüberschuss der Muttergesellschaft eine Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 18.000 an die Aktionäre vorzunehmen und den verbleibenden Betrag des Jahresüberschusses zusammen mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mülheim an der Ruhr, den 12. Juni 2024

Marc Georg Schauenburg

Maik Ulrich Lasarzik

Anlage zum Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

alle Werte
in EUR
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Währungskursunterschiede Zugänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.582.012,14 -70.899,56 1.075.351,25 0,00
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 3.354.632,64 -6.913,57 808.899,55 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.227.379,50 -63.885,54 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 -100,45 266.451,70 0,00
II. Sachanlagen 81.589.448,40 -1.343.215,67 4.242.615,18 0,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.148.868,19 -256.204,25 101.506,54 53.202,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.358.423,79 -902.208,90 1.626.012,71 2.759.674,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.057.503,58 -136.503,79 803.262,78 217.639,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.024.652,84 -48.298,73 1.711.833,15 -3.030.516,12
III. Finanzanlagen 21.168.380,57 -69.235,68 6.303.427,14 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.087.234,43 0,00 4.179.542,25 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 810.000,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.179.616,32 -64.244,85 1.362.527,47 550.879,32
4. Sonstige Ausleihungen 2.091.529,82 -4.990,83 761.357,42 -550.879,32
Summe Anlagevermögen 109.339.841,11 -1.483.350,91 11.621.393,57 0,00
alle Werte
in EUR
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten
Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.586.463,83
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 0,00 4.156.618,62
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 3.163.493,96
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 266351,25
II. Sachanlagen -408.295,26 84.080.552,65
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -21.246,05 29.026.126,67
2. Technische Anlagen und Maschinen -235.961,14 43.605.940,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -151.088,08 9.790.814,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,01 1.657.671,15
III. Finanzanlagen -15.078.487,86 12.324.084,17
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -14.959.236,45 4.307.540,23
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 810.000,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 5.028.778,26
4. Sonstige Ausleihungen -119.251,41 2.177.765,68
Summe Anlagevermögen -15.486.783,12 103.991.100,65
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Währungskursunterschiede Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -6.143.512,12 69.733,47 -339.387,39
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen -2.966.237,22 5.847,93 -332.476,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert -3.177.274,90 63.885,54 -6.910,98
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen -42.256.691,54 759.281,27 -4.719.128,26
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -8.275.730,27 101.382,07 -924.172,54
2. Technische Anlagen und Maschinen -28.205.247,09 576.304,26 -2.878.496,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -5.775.714,18 81.594,94 -916.459,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen -615.102,45 0,00 -21.321,12
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -504.464,42 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 -21.321,12
4. Sonstige Ausleihungen -110.638,03 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen -49.015.306,11 829.014,74 -5.079.836,77
Entwicklung der Abschreibungen
Umbuchungen Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
II. Sachanlagen 0,00 372.341,70
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 21.246,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 235.961,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 115.134,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 372.341,70
Entwicklung der Abschreibungen
Ergebnis Equity Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 -6.413.166,04
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 0,00 -3.292.865,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 -3.120.300,34
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
II. Sachanlagen 0,00 -45.844.196,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -9.077.274,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 -30.271.478,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 -6.495.443,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
III. Finanzanlagen -4.351.601,60 -4.988.025,17
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -4.307.540,23 -4.307.540,23
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -44.061,37 -548.525,79
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 -21.321,12
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 -110.638,03
Summe Anlagevermögen -4.351.601,60 -57.245.388,04
Buchwert
Stand 31.12.2023 Stand 01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.173.297,79 438.500,02
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 863.752,92 388.395,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 43.193,62 50.104,60
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 266.351,25
II. Sachanlagen 38.236.355,82 39.332.756,86
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.948.851,98 20.873.137,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.334.462,35 12.153.176,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.295.370,34 3.281.789,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.657.671,15 3.024.652,84
III. Finanzanlagen 7.336.059,00 20.553.278,12
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 15.087.234,43
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 261.474,21 305.535,58
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.007.457,14 3.179.616,32
4. Sonstige Ausleihungen 2.067.127,65 1.980.891,79
Summe Anlagevermögen 46.745.712,61 60.324.535,00

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Schauenburg Technology SE, Mülheim an der Ruhr

1. Geopolitische und makroökonomische Herausforderungen

Im Jahr 2023 sah sich die globale Wirtschaft einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Geopolitische Spannungen, wie der weiterhin andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und der sich zuspitzende Nah-Ostkonflikt, sowie insbesondere der fortgesetzte Handelskonflikt zwischen den USA und China hinterließen deutliche Spuren. Die dadurch bedingte erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten sorgte für Unsicherheit und beeinträchtigte das Vertrauen in die Stabilität des globalen Handelssystems. Trotz der finalen Bewältigung der COVID-19-Pandemie, vor allem in China, waren die Auswirkungen weiterhin spürbar, insbesondere durch Störungen in den globalen Lieferketten und Anpassungen auf dem Arbeitsmarkt. Die steigenden Rohstoffpreise, insbesondere für wichtige Güter wie Energie und Metalle, erhöhten die Produktionskosten vieler Unternehmen und wirkten sich auf die Verbraucherpreise aus, was zu einem Anstieg der Inflation beitrug, die sich trotz des massiven Gegensteuerns der Zentralbanken hartnäckig zeigte. Die damit einhergehende drastische Zinswende hemmte die Investitionstätigkeit und das globale Wirtschaftswachstum und lies den Finanzsektor zum Ende des ersten Quartals kurzweilig wackeln. Zudem führten die Auswirkungen des Klimawandels, wie extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen, zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden und zwangen Unternehmen und Regierungen, sich verstärkt mit der Anpassung an diese Herausforderungen zu befassen. Viele Unternehmen sahen sich deshalb mit enormen Herausforderungen in Bezug auf den Übergang zu saubereren Energien und nachhaltigen Unternehmensprozessen konfrontiert, da sie nicht nur finanzielle Investitionen in diese Veränderungen tätigen, sondern auch ihre Geschäftsmodelle grundlegend umstrukturieren mussten, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Gleichzeitig führten die voranschreitende Digitalisierung und Automatisierung zu einer Umstrukturierung vieler Branchen, was wiederum neue Anforderungen an die Qualifikationen der Arbeitskräfte mit sich brachte. Der Fachkräftemangel in bestimmten Branchen und Regionen beeinträchtigte das Wachstumspotenzial vieler Unternehmen und erforderte verstärkte Investitionen in Aus- und Weiterbildung, um den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften zu decken.

2. Grundlagen des Konzerns

Schauenburg Technology SE ist ein international agierendes Familienunternehmen mit Wurzeln in Mülheim an der Ruhr, welches als strategischer Investor zumeist mehrheitliche Beteiligungen an vorwiegend Schlauch-produzierenden Gesellschaften - mit Standorten in Europa, Nordamerika sowie China - hält. Neben dieser regionalen Verteilung des Geschäfts, bietet die Gruppe OEMs und Händlern in verschiedensten Branchen eine erhebliche Sortimentsbreite an, sodass sich trotz Fokussierung auf eine Nischentechnologie weitreichende Diversifikationseffekte ergeben.

2.1. Geschäftsmodell / Unternehmensphilosophie / Ziele und Strategien

Bei der Schauenburg Technology SE wird unternehmerisches Handeln durch ein nachhaltig orientiertes Wertesystem geprägt, dessen Fundament auf drei zentralen Säulen gründet: Partnerschaftliches Vertrauen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften, Verantwortung gegenüber den Stakeholdern und der Umwelt sowie Fortschritt im Sinne profitablen Wachstums. Diese Leitlinien werden nicht nur nach außen kommuniziert, sondern aktiv gelebt. Flache Hierarchiestrukturen sowohl intern als auch gegenüber den Beteiligungsgesellschaften ermöglichen es, flexibel auf veränderte Kundenerwartungen und volatile Märkte zu reagieren. Zudem werden die Gesellschaften gezielt bzw. bedarfsgerecht im Gruppenverbund gefördert, um deren wirtschaftliche Stabilität sicherzustellen, ohne deren Individualität einzubüßen. Daneben steht bei der Schauenburg Technology SE der Mensch mit seinen Ideen, Visionen und seinem Engagement im Mittelpunkt, dessen persönliche Weiterentwicklung durch einen hohen Gestaltungsspielraum ermöglicht wird. Deshalb beschäftigen wir uns auch intensiv mit den neuen Anforderungen und Herausforderungen rund um das Thema Environmental, Social, Government (ESG)-Berichterstattung. Derzeit führen wir die sogenannte doppelte Wesentlichkeitsanalyse durch. Zum einen, beschäftigen wir uns mit der Innenwesentlichkeit, indem wir intern die für uns relevanten ESG-Themen festlegen, also wie Nachhaltigkeitsthemen in Bezug auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung unser Geschäft beeinflussen. Zum anderen führen wir derzeit eine Umfrage mit unseren Stakeholdern durch, um die Außenwesentlichkeit zu erfassen, also wie unser Geschäft auf die Umwelt, Soziales und Unternehmensführung wirkt und Einfluss nimmt. Aus der doppelten Wesentlichkeitsanalyse werden im Anschluss die relevanten ESG-Themen abgeleitet und Kennzahlen für die Messbarkeit und Steuerung der Nachhaltigkeitsthemen definiert. Im Anschluss daran wird sowohl der Lagebericht, also auch unser monatliches Reporting um die Berichterstattung über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren erweitert.

Im Fokus der Beteiligungsstrategie stehen weiterhin Kunststoffschlauch-produzierende Gesellschaften, weshalb wir intern die Gruppe als Schauenburg Hose Group (SHG) bezeichnen und nur die operativen Gesellschaften auf Monatsscheibe reporten. Durch den Verkauf des Medizinschlauchbereichs (kanadische und chinesische Geschäftseinheiten) im November 2022 fokussierte sich die SHG auf Industrieanwendungen von Kunststoffschläuchen. Aufgrund der geringen Wesentlichkeit der beiden verbliebenen chinesischen VACUFLEX-Tochtergesellschaften haben wir uns gegen die im internen Reporting bisher angewendete geografische Struktur der SHG entschieden. Die neue Strukturierungslogik folgt vielmehr der Legalstruktur, wodurch die beiden zu reportenden Geschäftsbereiche Schauenburg Hose Technology (SHT) Industrial und Flexaust Industrial entstanden sind. Die SHT Industrial besteht somit aus den europäischen sowie den beiden verbleibenden chinesischen Geschäftseinheiten. Die Flexaust Industrial besteht aus den amerikanischen Geschäftseinheiten.

Aufgrund des weitgehend selbständigen Auftretens der Beteiligungsgesellschaften werden auf Geschäftsbereichsebene in Abhängigkeit vom spezifischen Wettbewerbsumfeld individuell an den entsprechenden Markt angepasste Strategien fortentwickelt und praktiziert, mit dem Ziel, Absatzwachstum zu generieren sowie verbesserten Service für Kunden zu bieten, um letztlich Weltmarktführer zu werden. Dabei sollen durch das ständige Streben nach Innovation Wettbewerbsvorteile aufgebaut und somit eine angemessene Profitabilität erzielt werden. Daraus leiten sich unsere zentralen Steuerungsgrößen im internen Reporting ab. Neben den bereinigten Umsatzerlösen (Gross Sales) als Maßstab für Marktanteilswachstum, steuern wir die Profitabilität der SHG über das um Sondereffekte bereinigte Operating EBITDA. Diese werden im Monatsreporting auf unterschiedliche Art und Weise beleuchtet und durch weitere Zwischenergebnisgrößen und Werttreiber als Erklärungsfaktoren flankiert.

Langfristig versteht sich die Schauenburg Technology SE - bestärkt durch ihre bisherige Erfolgsgeschichte - generell als Experte mit ausgeprägten Erfahrungen mit Nischenprodukten, weshalb eine Erweiterung der Geschäftsbereiche in weitere Nischenmärkte angestrebt wird. Dementsprechend ist die Schauenburg Technology SE auch offen für vielversprechende Innovationen und bereit, Unternehmensgründer als Partner zu begleiten, um das Produktportfolio zu erweitern sowie folglich auch produktbezogene Diversifikationspotentiale heben zu können.

2.2. Forschung und Entwicklung (F&E)

Im Geschäftsjahr 2023 wurden sowohl bereits initiierte Projekte des Vorjahres fortgeführt und Optimierungen in bestehenden Produktionsverfahren entwickelt, als auch Optionen zur Einbringung alternativer Materialien in den Produktionsprozess und deren Verhalten im Hinblick auf Produktionsverfahren und Produkteigenschaften analysiert.

Generell betreibt die Schauenburg Technology Gruppe umfangreiche F&E-Aktivitäten, um die eigene Wettbewerbsposition mit innovativen technischen Weiterentwicklungen und Produkten kurz- bis langfristig zu stärken bzw. auszubauen. Um diese Innovationen markt- und kundengerecht voranzutreiben, sind die Forschungsaktivitäten der Gruppe dezentral jeweils an einem Standort in Europa und in Nordamerika organisiert. Hierdurch können die lokal unterschiedlich ausgeprägten Bedürfnisse von Kunden und deren aktive Einbringung berücksichtigt werden, ohne dabei die Möglichkeiten einer wechselseitigen Nutzung von Synergien in diesem Bereich zu verlieren. Unabhängig von den beschriebenen Aktivitäten unterstützt die Unternehmensgruppe den Austausch von Know-how und damit den über Unternehmensgrenzen hinausgehenden breiten Wissenstransfer von Mitarbeitern. Geplant ist ein weiterer Ausbau der F&E-Abteilung, um die zukünftige Ausrichtung der Unternehmensgruppe zu stärken.

3. Wirtschaftsbericht

3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Verlauf des Jahres 2023 verzeichnete der Welthandel eine schwache Entwicklung. Das globale Wachstum wurde durch die bereits beschriebenen geopolitischen und makroökonomischen Herausforderungen gebremst und liegt mit 0,5%-Punkten unterhalb des Vorjahres. Dennoch ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3% gewachsen.

Die schwache Entwicklung des Welthandels ist insbesondere auf die Verlangsamung des Zuwachses der Importe auf 1,2% zurückzuführen, die damit deutlich unter der Wachstumsrate des Vorjahres von 5,5% sowie dem präpandemischen Durchschnittswert von 3,1% lag. Diese Verlangsamung lässt sich auf drei Haupttrends zurückführen: Erstens rückten Dienstleistungen im Zuge der vollständigen Aufhebung pandemiebedingter Beschränkungen wieder stärker in den Fokus globaler Nachfrage. Insbesondere in den USA zeigte sich ein verstärkter Trend zum Konsum von Dienstleistungen, was zu einer Verschiebung der Handelsströme führte. Zweitens stieg der Anteil der Konsumausgaben an der Binnennachfrage, welche im Vergleich zu Investitionen weniger handelsintensiv sind. Diese Entwicklung war besonders in China zu beobachten, wo der Binnenkonsum eine zunehmend bedeutende Rolle für die Wirtschaft spielte und somit die Importnachfrage beeinflusste. Drittens trugen die Schwellenländer, deren Handel weniger stark auf konjunkturelle Schwankungen reagiert, im Jahr 2023 verstärkt zur weltwirtschaftlichen Entwicklung bei. Vor allem China mit 5% und Indien mit 6,3% spielten eine herausragende Rolle in diesem Zusammenhang, da trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten ein robuster Handel aufrechterhalten wurde, weshalb diese beiden Volkswirtschaften weiterhin als wichtiger Motor für das weltweite Wachstum fungierten. (Quelle: Europäische Zentralbank, IMF-Prognose).

Im Jahr 2023 stieg das reale Bruttoinlandsprodukt des Euroraums nur um 0,7%, nach einem Anstieg von 3,3% im Vorjahr. Dabei trugen die Binnennachfrage und der Außenhandel positiv zum Wachstum bei. Insbesondere konnte sich der Dienstleistungssektor relativ gut behaupten, da er noch von den Effekten der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie profitierte. Das dennoch verlangsamte Wachstum war größtenteils auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges zurückzuführen. Diese wirkten sich je nach den individuellen Wirtschaftsstrukturen der Länder unterschiedlich aus. Insbesondere die Industrie litt unter geldpolitischen Straffungen, steigenden Energiepreisen und einer nachlassenden weltweiten Nachfrage. Zudem wirkten sich Vorratsveränderungen negativ aus. Zum Ende des Jahres 2023 weitete sich die Wachstumsschwäche sogar aus. Dies war hauptsächlich auf den Einfluss höherer Zinssätze zurückzuführen, der in den verschiedenen Wirtschaftssektoren zunehmend spürbar wurde, sowie auf die Übertragungseffekte von der schwachen Industrie auf den Dienstleistungssektor. Die deutsche Wirtschaft litt insbesondere unter den Herausforderungen im Industriesektor, weshalb die Wirtschaft im Jahr 2023 um -0,5% schrumpfte und sich damit in die Krisenjahre 2009 und 2020 einreiht. In Frankreich war die Wachstumsverlangsamung ebenfalls spürbar. Die französische Wirtschaft, die stark von den Dienstleistungssektoren abhängt, konnte jedoch widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen im Vergleich zur Industrie sein, weshalb die Wirtschaft mit einem leichten Plus von 1% gewachsen ist. In Italien war die Wirtschaftsentwicklung ebenfalls von der allgemeinen Verlangsamung im Euroraum betroffen. Italien, das ebenfalls eine vielfältige Wirtschaftsstruktur aufweist, verzeichnete jedoch eine gewisse Stabilität aufgrund seiner starken Binnenkonjunktur und der anhaltenden Bemühungen um Strukturreformen. Dennoch konnte die italienische Wirtschaft auch nur eine Wachstumsrate von 0,7% verzeichnen. Spanien ist wie auch im letzten Jahr mit einer Wachstumsrate von 2,5% Vorreiter unter den großen europäischen Volkswirtschaften, wobei sich das Wirtschaftswachstum auch dort um 3,3%-Punkte gegenüber dem Vorjahr verlangsamte (Quelle: Europäische Zentralbank, IMF-Prognose).

Im Berichtszeitraum ist der durchschnittliche Euro-Wechselkurs für US-Dollar um 2,9% auf 1,08 US-Dollar je Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was in der Aufwertung des Euro durch die straffere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank begründet liegt. Gegenüber dem chinesischen Renminbi gewinnt der Euro ebenfalls an Wert und steigt von 7,08 auf 7,66 Renminbi je Euro. (Quelle: Europäische Zentralbank)

3.2. Geschäftsverlauf

In 2023 kann die Schauenburg Technology Gruppe aufgrund der schwierigen Marktsituation nicht an dem Wachstumspfad der Vorjahre anknüpfen, da viele Kunden auf hohen Lagerbeständen saßen und keine neuen Bestellungen platziert haben. Zudem steckt die Industrie in Europa generell in einer Rezession, wie dem Wirtschaftsbericht zu entnehmen ist. Des Weiteren ist insbesondere die Bauwirtschaft aufgrund der dramatischen Zinswende nahezu zum Erliegen gekommen und musste sich erstmal aus der Schockstarre lösen, weshalb wir aus dieser Branche den größten Umsatzeinbruch zu verzeichnen haben. Aus diesen Gründen sind die Umsatzerlöse um -6,2% geringer als im Vorjahr (Umsatzerlöse 2022: EUR 203,3 Mio. bereinigt um Medizinschlauchbereich: EUR -41,5 Mio.). Die relative Abweichung von -25,3% im Vorjahresvergleich auf Basis der Konzernumsatzzahlen ist darin begründet, dass im Geschäftsjahr 2022 der im November 2022 veräußerte Medizinschlauchbereich - die kanadische Geschäftseinheit GlobalMed Inc. und die chinesische Geschäftseinheit GlobalMed Co., Ltd. - enthalten war. Im Folgenden beschreiben wir den Vorjahresvergleich deshalb nur noch auf der um das Medizinschlauchgeschäft bereinigten Ertragslage, um eine sinnvolle operative Vergleichsgrundlage zu verwenden.

Nicht operative positive Effekte auf der Ertragsseite sind zum einen positive Wechselkurseffekte, die Subventionierung aus der Strompreisbremse in Deutschland und zum anderen eine zeitlich nachgelagerte Verkaufspreiskomponente des Medizinschlauchbereichs.

Der Materialaufwand liegt aufgrund des volumenseitigen Umsatzeinbruchs um -7,4% unterhalb des Vorjahresniveaus, trotz höherer Stromkosten, die wir durch den Energiepreisschock 2022 nicht umgehen konnten (Materialaufwand 2022: EUR 98,5 Mio. bereinigt um Medizinschlauchbereich: EUR -21,2 Mio.).

Der Personalaufwand ist im Vorjahresvergleich um -9,3% niedriger (Personalaufwand 2022: EUR 62,1 Mio. bereinigt um Medizinschlauchbereich: EUR -13,0 Mio.), bedingt durch Sondereffekte in 2022, denn die Mitarbeiterzahlen sind nahezu konstant geblieben (vgl. Kapitel 3.7). In der Vergangenheit wurden administrative Servicedienstleistungen eingekauft, die wir seit Beginn des Jahres 2023 konzernintern selbst erbringen. Daraus resultiert eine Kostenstrukturveränderung in Form von höheren Personalaufwendungen und Abschreibungen, anstelle von sonstigem betrieblichen Aufwand (sbA). Der sbA ist insgesamt um -21,1% geringer als im Vorjahr (sbA 2022: EUR 32,7 Mio. bereinigt um Medizinschlauchbereich: EUR -2,0 Mio.). Im Wesentlichen geht dies auf die oben angesprochene Umstrukturierung zurück und auf geringere Ausgangsfrachtaufwendungen aufgrund des geringeren Geschäftsvolumens einerseits und geringerer Containerpreise andererseits. Durch die Aufhebung der verbliebenden Covid-19-Restriktionen, insbesondere die Einreise nach China betreffend, sind hingegen die Reisekosten höher als im Vorjahr und deutlich über dem präpandemischen Durchschnitt.

Das bereinigte EBITDA von EUR 18,7 Mio. liegt unter dem um die Sondereffekte der Verkaufstransaktion (Veräußerungserfolg nach Entkonsolidierung abzüglich Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen sowie transaktionsbezogener Boni von insgesamt EUR 43,5 Mio.) bereinigten EBITDA aus 2022 von EUR 22,8 Mio., was operativ maßgeblich auf den Umsatzeinbruch zurückzuführen ist. Zudem hat die Schauenburg Technology Gruppe trotz schwieriger Marktsituation an ihrer Belegschaft festgehalten.

Durch die stabile Investitionstätigkeit und die angesprochene Umstrukturierung nehmen die zu verrechnenden Abschreibungen um EUR 0,2 Mio. zu. Das bereinigte Betriebsergebnis von rund EUR 13,7 Mio. im Geschäftsjahr 2023 liegt um -80,3% niedriger im Vergleich zum Vorjahr adjustiert um den Medizinschlauchbereich. Das Finanzergebnis ist ebenfalls niedriger aufgrund des außerordentlichen Veräußerungserfolgs der Beteiligung an der at-equity-bilanzierten Einheit Guangzhou Schauenburg-Truplast Hose Technology Ltd., die Bestandteil der Verkaufstransaktion des Medizinschlauchbereichs in 2022 war. Aufgrund gegenüber dem Vorjahr umgekehrter Steuerlatenzen nahm der Ertragssteueraufwand um EUR 2,6 Mio. zu. Schließlich ist zu konstatieren, dass das Geschäftsjahr 2023 spürbar unter der weltweiten Wirtschaftsschwäche litt und nicht an die auch operativen Rekordergebnisse der Vorjahre anknüpfen kann. Das Konzernergebnis nach Steuern einschließlich Anteile von Minderheitsgesellschaften sinkt auf EUR 11,0 Mio. (Konzernergebnis nach Steuern 2022: EUR 71,1 Mio. bereinigt um Medizinschlauchbereich: EUR -3,2 Mio.) an.

Auf die einzelnen Regionen heruntergebrochen, lässt sich das folgende Bild projizieren. Die Wettbewerbssituation in Europa ist in den wichtigsten Produktbereichen angespannt geblieben, sodass die Verkaufspreise weiterhin unter Druck stehen. Zudem stiegen Energie- und Lohnkosten deutlich an. Des Weiteren zeigen sich im Logistik- und Frachtbereich Herausforderungen. Die am Standort Mülheim angemietete Lagerhalle ermöglicht effizientere Prozesse durch die Ausweitung von Verkäufen von Lagerware. Die zwei operativ tätigen französischen Gesellschaften sind zum Geschäftsjahresende rechtlich verschmolzen, stecken dennoch weiterhin in der Restrukturierung. Es konnten Erfolge in Form von Produktinnovationen erzielt werden.

Im nordamerikanischen Markt hat die US-Einheit eine neue Produktinnovation auf den Markt gebracht und will diesen im kommenden Jahr weiter ausbauen. Die hohen Lagerbestände bei Kunden machen der US-Einheit zu schaffen, worin maßgeblich der Umsatzrückgang zurückzuführen ist. In den USA haben sich die Kapazitätserweiterungen der letzten Jahre - insbesondere die Standorterweiterung - ausgezahlt, sodass die US-Einheit den US-Markt zuverlässig und zeitnah bedienen konnte.

Die Einheiten in China entwickelten sich durch die Aufhebung der Covid-Restriktionen mit höheren zweistelligen Umsatzwachstumsraten bei gleichbleibender Kostenstruktur.

Zusammenfassend gehen wir bei eher negativen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Herausforderungen in 2024 von einer Fortsetzung unseres mit Augenmaß betriebenen operativen Wachstumspfades aus, der aufgrund des soliden Fundaments dauerhaften Erfolg verspricht. Zudem wird das unternehmensindividuelle Wachstum durch unsere fortschreitende Internationalisierungsstrategie in unserem Kerngeschäftsbereich flankiert, die uns einen partiellen Schutz vor volkswirtschaftlichen Ungleichgewichten bietet und somit einen nennenswerten Vorteil der Schauenburg Technology Gruppe darstellt.

Die Aktivitäten und Maßnahmen für die Produktetablierung und Vermarktung der innovativen Produkte aus dem Bereich Kanalguss verharren auch im Jahr 2023 auf einem unwesentlichen Niveau.

Im Bereich der Venture Capital Aktivitäten konnten aufbauend auf den Vorjahresaktivitäten weitere Erfolge in der Erhöhung und Qualität des Dealflows erreicht werden. Das Netzwerk zu weiteren Branchenteilnehmern wird stetig ausgebaut.

3.3. Ertragslage

Die Ertragslage der Schauenburg Technology SE stellte sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 151.782 96,4% 203.307 78,2% -51.525 -25,3%
Gesamtleistung 157.402 100,0% 260.037 100,0% -102.635 -39,5%
Betriebsaufwand 140.705 89,4% 193.744 74,5% -53.039 -27,4%
EBITDA 16.697 10,6% 66.293 25,5% -49.596 -74,8%
Abschreibungen 5.059 3,2% 5.786 2,2% -727 -12,6%
Betriebsergebnis 11.638 7,4% 60.507 23,3% -48.869 -80,8%
Finanzergebnis 3.017 1,9% 12.648 4,9% -9.631 -76,1%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 14.655 9,3% 73.155 28,1% -58.500 -80,0%
Ertragsteuern 3.611 2.035
Aufwand Garantiedividende 31 31
Konzernergebnis einschl. Anteile von Minderheitsgesellschaften 11.013 71.089

Durch den Verkauf des Medizinschlauchgeschäfts und des herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes hat der Schauenburg Technology Konzern sinkende Umsatzerlöse um 25,3% auf EUR 151,8 Mio. (in 2022 Medizinschlauchbereich enthalten mit EUR 41,5 Mio.) zu verzeichnen. Dabei machen die währungsbedingten Effekte rund 4,0% der Erlösveränderung aus. Wie bereits in den Ausführungen zum Geschäftsverlauf erwähnt, ist der wesentliche Erklärungsfaktor ein volumenseitiger Umsatzeinbruch, ohne wesentliche Kunden verloren zu haben. Dies ist zurückzuführen auf den schwächelnden Industriesektor.

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die wesentlichen Absatzregionen auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Europa 77.073 85.077
Nordamerika 71.447 115.205
Asien 3.262 3.025
151.782 203.307

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind positive Währungseffekte enthalten, die auf Kassenbestände in Fremdwährung als Bestandteil des Veräußerungserfolgs des Medizinschlauchbereichs zurückzuführen sind. Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge eine nachgelagerte Verkaufspreiskomponente des Medizinschlauchbereichs.

In den betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich die Materialaufwendungen leicht unterproportional zu den Umsatzerlösen. Die Personalaufwendungen sind ebenfalls leicht unterproportional gesunken. Die übrigen Aufwandskomponenten entwickelten sich proportional zu den Umsatzerlösen, sodass die betrieblichen Aufwendungen um EUR 53,0 Mio. geringer waren im Vergleich zum Vorjahr (in 2022 Medizinschlauchbereich enthalten mit EUR 36,3 Mio.).

Insgesamt lag das Konzern-EBITDA um EUR 49,6 Mio. mit EUR 16,7 Mio. unter dem Vorjahr.

Die Konzern-Ertragslage lässt sich wie folgt auf unsere Steuerungsgrößen des internen Reportings überleiten. Die Gross Sales bereinigt um die Umsatzerlöse aus dem Medizinschlauchbereich sowie Währungseffekte (Fixierung von Wechselkursen auf ein 5-Jahresdurchschnitt), als auch Umsatzschmälerungen liegen nur leicht unter den Konzern-Umsatzerlösen und sinken im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 4,7%. Im Operating EBITDA - auf das Industrieschlauchgeschäft gesehen - liegen wir maßgeblich bedingt durch intern ausgeblendete Konsolidierungseffekte mit knapp EUR 12,0 Mio. um 23,9% unter dem Vorjahresniveau.

Mit Blick auf das Konzern-Ergebnis sind die Abschreibungen um TEUR 727 geringer als im Vorjahr, aufgrund des in 2022 enthaltenen Medizinschlauchbereichs von TEUR 964. Ganz im Gegenteil sind die um den Medizinschlauchbereich bereinigten Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, weil wir weiterhin in unseren Gesellschaften laufende Belastungen aus Digitalisierungsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen haben und Investitionen in weitere Kapazitäten und zusätzliche Produktionsprozesse vornehmen als notwendige Maßnahmen, um eine dauerhafte Sicherung der Marktposition und zusätzlichen profitablen Wachstums auch in Zukunft zu erzielen.

Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern für das laufende Geschäftsjahr von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) und davon Aufwendungen aus Steuerlatenzen von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: Erträge aus Steuerlatenzen EUR 0,9 Mio.) sowie sonstigen Steuern von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Konzernjahresüberschuss einschließlich Anteilen der Minderheitsgesellschafter von EUR 11,0 Mio. (Vorjahr: EUR 71,1 Mio.) erzielt. Die Entwicklung der Ertragsteuern im Verhältnis zum Vorjahr erklärt sich aufgrund der umgekehrten Steuerlatenzen.

3.4. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage des Schauenburg Technology-Konzerns stellt sich tabellarisch wie folgt dar:

2022 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % %
Langfristiges Vermögen 46.746 30,6% 60.325 30,9% -13.579 -22,5%
Immaterielle Vermögensgegenstände 1173 0,8% 439 0,2% 734 16.720,0%
Sachanlagen 38.237 25,0% 39.333 20,2% -1.096 -2,8%
Finanzanlagen 7.336 4,8% 20.553 10,5% -13.217 -64,3%
Kurzfristiges Vermögen 105.932 69,4% 134.718 69,1% -28.786 -21,4%
Vorräte 30.489 20,0% 34.032 17,4% -3.543 -10,4%
Forderungen 13.645 8,9% 14.824 7,6% -1.179 -8,0%
sonstige kurzfristige Aktiva * 3.860 2,5% 5.972 3,1% -2.112 -35,4%
Wertpapiere/Flüssige Mittel 55.995 36,1% 76.993 39,5% -20.998 -27,3%
Aktive latente Steuern 1.943 1,3% 2.897 1,5% -954 -32,9%
Aktiva 152.678 100,0% 195.043 100,0% -42.365 -21,7%

In der Bilanz lässt sich der Vorjahresvergleich im Gegensatz zur Ertragslage ohne weitere Anpassungen anstellen, da die Entkonsolidierung des veräußerten Medizinschlauchbereichs bereits im Jahr 2022 vorgenommen wurde.

Die Bilanzsumme der Gruppe sinkt um EUR 42,4 Mio. auf EUR 152,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr, was im Wesentlichen auf Zahlungsmittelabflüsse im Zusammenhang mit der Verkaufstransaktion der Beteiligungen an der kanadischen und der at-equity-bilanzierten, chinesischen Einheit im November 2022 zurückzuführen ist. Durch die Abwicklung der at-equity-bilanzierten Hong Kong-Holdings wurden die Finanzanlagen reduziert (im Grunde erklärt diese Abweichung die Veränderung im Anlagevermögen von EUR -13,6 Mio.) und die Flüssigen Mittel entsprechend erhöht. Dennoch sind die Flüssigen Mittel im Vergleich zum Vorjahr um EUR 21,0 Mio. im Wesentlichen aufgrund von Ausschüttungen insgesamt reduziert worden. Aus dem operativen Geschäft ist es gelungen das Working Capital zu reduzieren, sodass das Umlaufvermögen insgesamt um EUR 28,8 Mio. abnimmt. Als wesentliche Position in den sonstigen Vermögensgegenständen sind die zu bilanzierenden Steuererstattungsansprüche zu nennen.

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % %
Eigenkapital 101.799 66,7% 129.283 66,3% -27.484 -21,3%
Gez. Kapital und Rücklagen 85.819 56,2% 53.490 27,4% 32.329 60,4%
Konzernergebnis 10.700 7,0% 69.700 35,7% -59.000 -84,6%
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.978 1,3% 2.790 1,4% -812 -29,1%
98.497 64,5% 125.980 64,6% -27.483 -21,8%
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 3.302 2,2% 3.303 1,7% -1 0,0%
Langfristiges Fremdkapital 5.246 3,4% 6.725 3,4% -1.479 -22,0%
Pensionsrückstellungen 675 0,4% 735 0,4% -60 -8,2%
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 4.571 3,0% 5.990 3,1% -1.419 -23,7%
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 45.633 29,9% 59.035 30,3% -13.402 -22,7%
Übrige Rückstellungen/ Passive latente Steuern 11.669 7,6% 17.278 8,9% -5.609 -32,5%
Bankverbindlichkeiten 22.595 14,8% 28.685 14,7% -6.090 -21,2%
übrige Verbindlichkeiten 11.369 7,4% 13.073 6,7% -1.704 -13,0%
Passiva 152.678 100,0% 195.043 100,0% -42.365 -21,7%

Das Eigenkapital der Schauenburg Technology Gruppe wird im Wesentlichen durch die Ausschüttungen an die Aktionäre um rund EUR 27,5 Mio. auf EUR 101,8 Mio. reduziert. Dennoch ergibt sich eine weitere Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 66,7%. Dies unterstreicht das solide Fundament und die finanzielle Stabilität der Schauenburg Technology Gruppe auch in Zeiten schwieriger Marktbedingungen (Vorjahr 66,3%).

Das Fremdkapital insgesamt ist um EUR 14,9 Mio. vorwiegend durch die laufende Kreditrückführung verringert worden. Die in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sinken stichtagsbezogen um EUR 0,2 Mio. Die in den übrigen Rückstellungen und passiven latenten Steuern angezeigte Reduzierung betrifft vorwiegend Personalrückstellungen.

3.5. Liquidität

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielte der Konzern einen positiven Cashflow in Höhe von EUR 12,0 Mio., maßgeblich gestützt durch den Abbau des Net Working Capitals. Die Gruppe kam ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nach, was auch das starke Innenfinanzierungspotential unterstreicht. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von Anlagen und Maschinen liegt bei EUR 5,3 Mio. Im Venture-Bereich wurden weitere Investitionen von EUR 2,0 Mio. getätigt. Der Residualbetrag von EUR 21,9 Mio. wird im Wesentlichen durch die Abwicklung der Hong Kong-Holdings und Zinserträgen aus Festgeldanlagen erklärt. In Summe wurde ein positiver Cashflow aus der Investitionstätigkeit von EUR 14,6 Mio. erzielt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist durch die Kreditrückführung sowie Ausschüttung negativ in Höhe von EUR 46,9 Mio. Daraus ergibt sich insgesamt ein im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um EUR 20,5 Mio. auf EUR 56,0 Mio. reduzierter Finanzmittelbestand.

3.6. Akquisitionen und Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen lagen im Berichtsjahr mit EUR 11,6 Mio. um EUR 0,9 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Damit verfolgt die Schauenburg Technology Gruppe weiterhin einen kontinuierlichen zukunftsgerichteten Investitions- und Wachstumspfad auch im herausfordernden weltwirtschaftlichen Umfeld.

Die Investitionen in den europäischen Einheiten betrafen neben Ersatz- auch Erweiterungsinvestitionen. In den nordamerikanischen Einheiten wurde in Neuproduktentwicklungen sowie Kapazitätserweiterungen an bestehenden Standorten investiert. Im Bereich der Akquisitionstätigkeit sind keine Transaktionen im Rahmen des anorganischen Unternehmenswachstums vorgenommen worden.

3.7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wie unter Kapitel 2.1 berichtet, befinden wir uns derzeit im Aufbau der ESG-Berichterstattung. Aus der Innenwesentlichkeit können wir bereits festhalten, dass unsere CO 2 -Emissionen im Wesentlichen durch unseren Rohmaterialeinkauf determiniert werden. Somit können wir maßgeblich durch die Reduktion unseres Rohmaterialverbrauchs zur Reduktion unserer CO 2 -Emissionen beitragen. Dies lässt sich insbesondere durch die Reduktion des im Produktionsprozess verursachten Ausschusses, Erhöhung des Recyclings von Materialien sowie die Erhöhung des Einsatzes von recycelten Materialien, als auch durch die Vermeidung von Reklamationen erreichen. Im Hinblick auf unseren Energieverbrauch können wir positiv hervorheben, dass wir in Deutschland einerseits 100%-Ökostrom beziehen und andererseits selbst Strom in Höhe von 1.417 MWh erzeugen und davon 59% selbst verbrauchen. Der Eigenverbrauch umfasst 14% unseres gesamten Strombedarfs in Deutschland und darüber hinaus leisten wir einen zusätzlichen Beitrag für die Versorgung mit grüner Energie.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Konsolidierungskreises ohne Geschäftsführung und Auszubildende ist bedingt durch den Verkauf des Medizinschlauchbereichs im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 245 auf 751 Mitarbeiter (Vorjahr 996) gesunken. Bereinigt um die verkauften Geschäftseinheiten ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl allerdings nur von 767 auf 751 Mitarbeiter gesunken. Dies zeigt, dass die Schauenburg Technology Gruppe trotz des herausfordernden Jahres 2023 ein konstanter und verlässlicher Arbeitgeber ist.

4. Prognosebericht

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 verfehlte deutlich die Erwartungen in Bezug auf die Gross Sales, als auch das Operating EBITDA. Wir sind im Rahmen der Budgeterstellung für das Jahr 2023 davon ausgegangen, dass sich ab dem zweiten Quartal die Wirtschaft erholt, was lediglich für China und mit weiterem Zeitversatz auch den USA galt, aber eben nicht für die EU. Dennoch hat auch Flexaust Industrial die Gross Sales Planung 2023 verfehlt.

Für das Jahr 2024 prognostiziert der IMF ein ähnlich hohes globales Wirtschaftswachstum von 2,9% wie im Vorjahr. Dennoch gehen wir davon aus, dass die zu erwartenden Zinssenkungen das Wachstum vieler Länder beleben und sich der Industriesektor erholen wird, weshalb wir insbesondere volumenseitiges Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr prognostizieren. Zum Zeitpunkt der Planfeststellung waren wir davon ausgegangen, dass wir Gross Sales sogar leicht oberhalb des Niveaus des Geschäftsjahres 2022 ohne den Medizinschlauchbereich erzielen werden. Jedoch rechneten wir aufgrund des Fachkräftemangels und nachgelagerter Inflationseffekte mit einer höheren Kostenstruktur vor allem im Personalaufwand, sodass das Operating EBITDA zwar leicht unterhalb 2022, jedoch wieder deutlich über 2023 liegen wird. Ausgehend von diesem Zukunftsszenario sehen wir in Summe dennoch keine finanziellen Indikatoren für eine maßgebliche Änderung der Einschätzung der zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Geschäftsjahr 2024, da die Schauenburg Technology Gruppe ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen in den letzten Jahren mehrfach unter Beweis gestellt hat.

Per März 2024 liegen Umsatzerlöse und das Operating EBITDA der Schauenburg Technology Gruppe unter der Planung 2024, was auf die weitere Schwäche des Industriesektors zurückgeht. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes Mitte Mai 2024 gehen wir davon aus, unser Umsatzziel leicht zu verfehlen, da wir die bisherige Planabweichung nur teilkompensieren werden. Hingegen sind wir von unseren eingeleiteten Prozesseffizienzmaßnahmen überzeugt, so dass wir davon ausgehen, dass ein Operating EBITDA von deutlich über Vorjahresniveau sowie über Plan erzielt wird.

Auf die Ausführungen im Anhang zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, wird verwiesen.

5. Risiko- und Chancenbericht

Als international operierender Konzern ist die Schauenburg Technology Gruppe im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Preis-, Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Ein wesentliches Ziel der Unternehmenspolitik ist die Begrenzung solcher Risiken durch ein systematisches Risikomanagement. Durch die Optimierung sowie geschäftsspezifische Anpassungen der verwendeten ERP-Systeme ist gewährleistet, dass das gesteigerte Geschäftsvolumen der Schauenburg Technology Gruppe auch unter Risikoaspekten adäquat in allen Bereichen des Rechnungswesens abgebildet wird und zukünftig dargestellt werden kann. Dies wird durch Business Intelligence- sowie Konsolidierungs-Tools zur flexibleren Auswertung des operativen Geschäfts flankiert.

Dennoch bedeutet dies nicht den vollständigen Ausschluss finanzwirtschaftlicher Risiken, sondern deren Steuerung innerhalb vorgegebener Grenzen, um negative Cashflow- und Ergebnisschwankungen zu vermindern, ohne auf Chancen aus positiven Marktentwicklungen völlig zu verzichten. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden systematisch vor bzw. bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Im Berichtszeitraum waren diesbezüglich keine Kreditrisiken erkennbar. Zudem sind Zins- und Währungsrisiken aufgrund der Finanzstärke des Konzerns als geringfügig einzustufen.

Die mit der ESG-Berichterstattung einhergehenden Herausforderungen sehen wir als Chance unser internes Reporting weiter zu verbessern und damit weitere positive Auswirkungen auf die ökologische und soziale Umwelt der Schauenburg Technology Gruppe zu generieren, da unser Wertesystem bereits mit den gesetzlichen ESG-Anforderungen im Einklang steht. Ein nennenswerter Baustein hierbei ist die stärker ins Auge gefasste Erhöhung des Recyclings von in der Produktion eingesetzten Rohmaterialien. Gleichzeitig erhöhen wir durch den weiteren Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf unseren Produktions- und Lagerhallen unsere Unabhängigkeit gegenüber steigenden Energiepreisen.

Negative wirtschaftliche Auswirkungen werden durch den andauernden Ukrainekrieg, den Nah-Ostkonflikt sowie den zunehmenden Handelskrieg zwischen den USA und China erwartet. Durch den Nah-Ostkonflikt erwarteten wir insbesondere Lieferkettenprobleme, da die Containerschifffahrt durch den Suezkanal in jüngster Vergangenheit bereits beeinträchtigt war. Zudem stört die hohe Unsicherheit rund um die Ölpreisentwicklung die wirtschaftliche Erholung des Industriesektors. Eine direkt spürbare Folge daraus ist, dass nach der erkennbaren Erholung der Rohmaterialpreise zum Ende des Jahres 2023, diese wieder im Laufe des ersten Quartals 2024 angestiegen sind. Des Weiteren erhöhen sich die Lieferzeiten für wichtige Anlagenteile, sodass sich positive Impulse aus der Investitionstätigkeit verzögern. Gleichzeitig belasten die Diskussionen rund um die Verschiebung von Zinssenkungen die Wachstumsphantasien, da Investitionen verschoben werden und die Nachfrage aufgrund geringerer privat verfügbarer Einkommen schwächelt.

Das größte Risiko sehen wir jedoch im weltweit vorherrschenden Fachkräftemangel. An nahezu allen Standorten suchen wir gut ausgebildete Fachkräfte, die immer schwieriger zu finden sind. Deshalb wurden diverse Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität am Arbeitsmarkt ergriffen, da die Konkurrenz um Fachkräfte enorm hoch ist.

Hingegen sollten sich die Absatz- und Abnahmerisiken weiter entspannen, da wir von Kunden die Rückmeldungen bekommen, dass deren Lagerbestände aufgezerrt sind, was auf neue Bestellungen hoffen lässt. Zudem erwarten wir aus unseren Digitalisierungsbemühungen in Form eines bereits aktiv genutzten Product-Information-Management Systems sowie eines im Aufbau befindenden Customer-Relationship-Management Tools weitere Erfolge auf unseren Absatzmärkten.

Dennoch können ganz allgemein die aufgezeigten Risiken sowohl Umsatzrückgänge, als auch erhebliche Kostensteigerungen zur Folge haben, die aktuell schwer abschätzbar sind. Insoweit ist aktuell nicht absehbar, ob und in welchem Umfang mit Zahlungsausfällen seitens unserer Kunden zu rechnen ist. Durch ein proaktives, zeitnahes und vorausplanendes Liquiditätsmanagement wird gewährleistet, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäftes sowie der laufenden und geplanten Investitionen zeitgerecht zur Verfügung stehen.

Im Rahmen des Controllings werden neben den operativen und strategischen Risiken gleichzeitig auch die den Risiken gegenüberstehenden Chancen regelmäßig analysiert. Als Hilfsmittel seien hierbei der monatliche Konzernergebnisbericht sowie das Cash-Debt-Reporting, laufende Ergebnisgespräche inklusive Ergebnishochrechnungen, sowie stetig erweiterte und optimierte Auswertungsmöglichkeiten des ERP und des BI-Tools genannt.

Zudem wird ständig nach weiteren profitablen Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau gehalten, die den nachhaltigen Erfolg der Gruppe sicherstellen sollen.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Grundsätzlich sieht die Gruppe Chancen in allen Einheiten und Märkten zu wachsen.

Danksagung

Die Geschäftsleitung bedankt sich an dieser Stelle bei den Mitarbeitern für ihren vorbildlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Engagement und die hohe Motivation der Mitarbeiter führten zu dem erwirtschafteten positiven Ergebnis.

Allen neuen Mitarbeitern in der Schauenburg Technology Gruppe wünschen wir viel Erfolg. Den ausgeschiedenen Mitarbeitern danken wir für die geleistete Arbeit und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute. Bleiben Sie gesund.

 

Mülheim an der Ruhr, den 12. Juni 2024

Marc Georg Schauenburg

Maik Ulrich Lasarzik

Bericht des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat hat während der Berichtszeit die Geschäftsleitung überwacht und beratend begleitet. Er wurde von den geschäftsführenden Direktoren regelmäßig mündlich und schriftlich über die Lage des Unternehmens sowie die wesentlichen geschäftlichen Ereignisse und Vorhaben informiert.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden insgesamt sieben Verwaltungsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Mitglieder und die geschäftsführenden Direktoren persönlich oder per Webmeeting teilnahmen. Darüber hinaus fanden mehrere Telefonkonferenzen zum Zwecke des engen Informationsaustausches statt. Alle Maßnahmen, die der Zustimmung des Verwaltungsrats bedürfen, wurden in den Verwaltungsratssitzungen eingehend beraten.

Der Verwaltungsrat hat die Geschäftsführenden Direktoren im Geschäftsjahr 2023 kontinuierlich begleitet und auch auf die Geschäftsentwicklung der Schauenburg Technology Gruppe beraten.

Gegenstand des Austausches im Verwaltungsrat waren Investitions- oder Desinvestitionsvorhaben sowie die Aktivitäten der Konzernbereiche und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Im Geschäftsjahr 2023 sah sich die globale Wirtschaft einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber. Geopolitische Spannungen, wie der weiterhin andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und der sich zuspitzende Nah-Ostkonflikt, sowie insbesondere der fortgesetzte Handelskonflikt zwischen den USA und China hinterließen deutliche Spuren. Diese globalen Krisenherde waren Bestandteil intensiver Diskussionen in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Neben der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit standen auch diverse Sonderprojekte im Fokus. Darunter fielen die Follow-Up Aktivitäten nach der Veräußerung der im Medizin-Schlauch-Segment tätigen GlobalMed-Gruppe, die Umsetzung der Gruppenholding Projekte "Aktivierung & Personalisierung der Schauenburg Technology SE bzw. Schauenburg Hose Technology GmbH".

Weiterer Schwerpunkt der Erörterungen war die strategische und operative Unternehmensplanung; insbesondere wurden hier die laufenden operativen Projekte außerhalb der Schauenburg Hose Technology Gruppe sowie die Organvergütung der Schauenburg Technology SE beleuchtet.

Der vorgelegte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 und der Jahresabschluss der Schauenburg Technology SE für das Geschäftsjahr 2023 wurden von der Dr. Biller TreuConsult GmbH, Unna, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Dem Verwaltungsrat lagen diese Dokumente zur Prüfung vor und wurden umfassend behandelt. Ergänzende Erläuterungen durch die Geschäftsleitung wurden gegeben und Rückfragen beantwortet. Die Abschlussprüfer nahmen an der Bilanzsitzung zum Jahresabschluss sowie zum Konzernabschlusses am 12. Juni 2024 teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und ergänzende Auskünfte zu geben.

Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts schließt sich der Verwaltungsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und stimmt durch Beschluss vom 12. Juni 2024 dem von den geschäftsführenden Direktoren vorgelegten Jahresabschluss und dem Konzernabschluss zu. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Konzernabschluss ist damit gebilligt. Darüber hinaus stimmt der Verwaltungsrat der Empfehlung der geschäftsführenden Direktoren für den Vorschlag zur Ergebnisverwendung der Schauenburg Technology SE zu.

Die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen sind im laufenden Geschäftsjahr 2024 weiterhin deutlich spürbar. Der Verwaltungsrat hat sich intensiv mit den geschäftsführenden Direktoren hierzu ausgetauscht und schließt sich der Einschätzung der geschäftsführenden Direktoren an, dass eine quantitative Bewertung für eine belastbare Prognose nicht möglich ist.

Der Verwaltungsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung fortgesetzt. Der Verwaltungsrat dankt den geschäftsführenden Direktoren für ihre geleistete erfolgreiche Arbeit. Nicht zuletzt richtet sich sein Dank auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schauenburg Technology Konzerns für ihren Einsatz und für die erbrachten Leistungen.

 

Mülheim an der Ruhr, 12. Juni 2024

Der Verwaltungsrat

Marc Georg Schauenburg, Vorsitzender

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Konzernabschluss der Schauenburg Technology SE, Mülheim an der Ruhr, und Ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schauenburg Technology SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Hanldungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Hanldungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dassaus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Unna, den 12. Juni 2024

Dr. Biller Treuconsult GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Winkler, Wirtschaftsprüfer

Segtrop, Wirtschaftsprüfer

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