Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 100906
Vorher
BRAIN FORCE Software GmbH
Eingetragen
21.12.1992
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Erstellung von Individual- und Standardsoftware; Unternehmensberatung, insbesondere auch im Bereich Datenverarbeitung und EDV-Organisation und Softwareentwicklung und -erstellung; gewerbliche Überlassung von Arbeitnehmern gegenüber Dritten; Computerschulung; Allgemeine Datenverarbeitung; Handel mit Waren aller Art, insbesondere Büromaschinen, Büromöbeln, Büroorganisationsmitteln, Datenverarbeitungsanlagen, deren Bestandteilen und Zubehör, sofern hierzu keine besondere behördliche Genehmigung erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Konstantinos Mitsis
seit 26.10.2022
Prokura
Manfred Bögelein
seit 29.1.2019
Prokura
Jürgen Willi Wüst
seit 29.1.2019
Prokura
Stephan Paul
seit 4.2.2013
Prokura
Winfried Hubrich
seit 29.1.2010
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CEGEKA GROUP NVBEL
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CEGEKA GROUP NV
Belgium
1.651.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cegeka Deutschland GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cegeka Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cegeka Deutschland GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cegeka Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 22. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bostedt, Wirtschaftsprüfer

Ehrnböck, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 9.056 4.156
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.449 475.870
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 281.641 755.146 281.641 761.667
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 68.012 125.118
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.695.308 7.056.973
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.599.263 14.977.994
(davon aus Lieferungen und Leistungen € 90.450; Vorjahr € 56.444)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.159.562 781.979
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.189.760 19.711.905 1.660.198 24.602.262
C. Rechnungsabgrenzungsposten 156.146 211.138
20.623.197 25.575.067

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.651.000 1.651.000
II. Kapitalrücklage 3.000.000 3.000.000
III. Gewinnvortrag 8.239.105 12.457.598
IV. Jahresüberschuss 831.442 13.721.547 1.281.506 18.390.104
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 489.875 490.374
2. Steuerrückstellungen 37.714 37.714
3. Sonstige Rückstellungen 1.437.410 1.964.999 1.429.320 1.957.408
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.587 16.311
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.440.088 2.679.354
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 739.290 577.739
(davon gegenüber Gesellschafter € 92.232; Vorjahr € 449.763)
(davon aus Lieferungen und Leistungen € 739.290; Vorjahr € 577.739)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.079.740 4.283.705 1.184.803 4.458.207
(davon aus Steuern € 697.678; Vorjahr € 798.939)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 652.946 769.348
20.623.197 25.575.067

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 37.397.290 36.432.894
2. Verminderung/ Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen -57.106 50.042
3. Sonstige betriebliche Erträge 208.627 194.603
37.548.811 36.677.539
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -475.263 -762.605
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.211.379 -13.428.283
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.414.757 -14.796.851
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.845.777 -2.705.514
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -128.656 -180.676
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.809.343 -3.244.510
(davon aus der Währungsumrechnung € 65; Vorjahr € 27)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 615.743 189.501
(davon aus verbundenen Unternehmen € 615.243; Vorjahr € 189.024)
(davon aus Abzinsung € 499; Vorjahr € 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -43.603 -36.652
(davon an verbundene Unternehmen € 0; Vorjahr € 0)
(davon aus Aufzinsung € 0 ; Vorjahr € 11.524)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -404.333 -430.443
11. Ergebnis nach Steuern/ Jahresüberschuss 831.442 1.281.506

Anhang zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Cegeka Deutschland GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Cegeka Deutschland GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 100906 eingetragen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 150; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Vom Aktivierungswahlrecht selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. (IT-Hardware: 3 Jahre, Software: 5 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5-15 Jahre). Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 250 und bis zu € 800 betragen, werden sofort abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die unfertigen Leistungen, in Form von noch nicht vollständig abgearbeiteten Kundenaufträgen, sind zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten setzen sich hierbei aus Materialeinzelkosten (bezogene Programmierleistungen), Fertigungseinzelkosten (eigene Projektierungs- und Programmierleistungen), Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten zusammen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Bewertung einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Eindringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet, soweit nicht die Forderung an die ING COMMERCIAL FINANCE BELUX N.V. (Brüssel, Belgien) verkauft wurde. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,00 % (Vorjahr 0,00 %) und Rentensteigerungen von jährlich 0,00 % bis 3,00 % (Vorjahr 0,00 % bis 3,00 %) zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation von 0,00 % (Vorjahr 0,00 %) unterstellt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht Gebrauch gemacht und der Aktivüberhang an latenten Steuern nicht aktiviert. Latente Steuern entstehen ausschließlich aus abweichenden Bewertungsansätzen bei Vorräten und Rückstellungen. Zur Berechnung wird ein kombinierter Ertragsteuersatz von 31 % angewendet. Die Bewertungsunterschiede führen nur zu aktiven latenten Steuern.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Stichtag der vorliegenden Information
% T€ T€
Cegeka TIME EXPERTS GmbH, München 100 -5 0 31.12.2023
Cegeka s.r.o.; Bratislava/Slowakei 100 230 1 31.12.2023
Cegeka s.r.o.; Prag/ Tschechien 100 1.191 51 31.12.2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten T€ 252 (Vorjahr T€ 112) an Forderungen gegen die ING COMMERCIAL FINANCE BELUX N.V. (Brüssel, Belgien). Die Cegeka Deutschland GmbH hat Mitte 2018 einen länderübergreifenden Kooperations-Factoring-Vertrag mit der ING COMMERCIAL FINANCE BELUX N.V. (Brüssel, Belgien) sowie der Cegeka NV (Hasselt, Belgien) geschlossen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Gesamtbestand der verkauften Forderungen TEUR 2.518 (Vj. TEUR 1.257).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Darlehen und Zinsen gegenüber der Gesellschafterin i.H.v. TEUR 9.508 (Vorjahr T€ 14.922) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum 21. Dezember 2023 wurde eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 5.500 an die Gesellschafterin beschlossen, welche mit den Forderungen verrechnet wurde.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft von € 1.651.000 (Vorjahr € 1.651.000) wird zu 100 % von der Cegeka Groep NV, Hasselt, Belgien, gehalten und ist voll eingezahlt. Bezüglich der erfolgten Gewinnausschüttung siehe Erläuterung unter Forderung gegen verbundene Unternehmen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 571 (Vorjahr T€ 570). Diese wurden mit Deckungsvermögen (T€ 81, Vorjahr T€ 79) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet, so dass sich zum Bilanzstichtag eine Rückstellung von T€ 490 (Vorjahr T€ 490) ergibt. Als Deckungsvermögen dienen zweckexklusiv verpfändete und insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherungen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 7. Aufgrund des Jahresüberschuss und Gewinnvortrages unterliegt er keiner Ausschüttungssperre.

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr Ertrag in Höhe von T€ 2) wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 14) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der sich ergebende Saldo von T€ 0 (Vorjahr T€ 12) ist im Finanzergebnis unter den Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde mit Hilfe anerkannter Bewertungsmethoden bestimmt und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bzw. den Mitteilungen der Versicherer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus folgenden Beträgen zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub, Boni etc.) 1.158 1.148
Wirtschaftsprüfung 44 40
Kundenboni 22 8
Steuerberatung 28 20
Mietnebenkosten 24 56
Mietfreie Zeit 78 93
Beiratsvergütung 80 60
Übrige 3 4
1.437 1.429

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sämtlicher Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 739, Vorjahr T€ 578).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Nach Tätigkeitsbereichen:

2023 2022
T€ % T€ %
Produkterlöse 1.410 3,8 1.650 4,5
Dienstleistungserlöse 36.018 96,3 34.814 95,6
Erlösminderungen -31 -0,1 -31 -0,1
37.397 100,0 36.433 100,0

Nach geografisch bestimmten Märkten:

2023 2022
T€ % T€ %
Inland 34.190 91,4 33.646 92,4
Ausland
EU 2.094 5,6 1.991 5,5
Nicht- EU 1.113 3,0 796 2,2
3.207 8,6 2.787 7,6
37.397 100,0 36.433 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 42 (Vorjahr T€ 72).

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betragen in 2023 T€ 3 (Vorjahr T€ 3) und auf Sachanlagen T€ 126 (Vorjahr T€ 178).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Miete 775 801
KFZ Aufwand 649 575
Rechts- und Beratungskosten 542 552
Aufwendungen für Personalrekrutierung 84 201
Telefon- und Internetkosten 168 163
Fahrt- u. Reisespesen, Transportkosten 258 163
Versicherungen und Mitgliedsbeiträge 107 104
Werbeaufwand 60 68
Wartungskosten interne Software 53 46
Bewirtungskosten 12 16
Ausbildung 160 102
Reinigung durch Dritte 52 48
Büro und EDV Material 50 163
Spesen des Geldverkehrs 13 17
Kosten für Soft- u. Hardware 313 0
Einzelwertberichtigung Forderung 246 0
Übrige 267 226
3.809 3.245

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich zusammen aus Zinserträgen in Höhe von T€ 616 (Vorjahr T€ 190) sowie Zinsaufwendungen und Finanzierungskosten in Höhe von T€ 44 (Vorjahr T€ 37). Die Zinsaufwendungen und Finanzierungskosten entfallen auf Darlehen, Factoring und mit T€ 11 auf die Pensionsrückstellung.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist mit ihren Tochtergesellschaften in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2- Gesetzgebung") erlassen haben. Die Geschäftsführung hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf den Abschluss der Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 232 Angestellte (Vorjahr 229) beschäftigt. Davon sind 193 (Vorjahr 190) Mitarbeiter IT-Fachkräfte, 14 (Vorjahr 14) Mitarbeiter sind dem Bereich Verwaltung zugeordnet und 25 (Vorjahr 25) Mitarbeiter gehören den Bereichen Sales, Marketing oder Recruiting an.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr Martin Friedrich, München, Vorsitzender der Geschäftsleitung; zuständig für Operations, Recruiting, Marketing und Communications sowie die interne IT

Herr Winfried Hubrich, Unterhaching; zuständig für Finance & Administration

Da die Geschäftsführung aus zwei Geschäftsführern besteht, unterbleibt die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen in Anwendung des § 286 Absatz 4 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (ausschließlich gegenüber fremden Dritten) gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
- aus Miet- und Pachtverträgen 2.157 603 1.554 0
- KFZ Leasing 463 228 235 0
- aus sonstigen Verträgen 99 88 11 0
Gesamt 2.719 918 1.800 0

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Verwaltungsgebäude in München, Köln, Nürnberg, Neu-Isenburg und Langen, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen.

Haftungsverhältnisse

Am 6. Dezember 2023 wurde ein Finanzierungsvertrag zwischen der KBC Bank NV (Brüssel, Belgien), Belfius Bank SA/NV (Brüssel, Belgien), ING Belgium SA/NV (Brüssel, Belgien) und der Cegeka Groep NV (Hasselt, Belgien) sowie weiteren Gesellschaften der Cegeka Gruppe geschlossen. Diese Vereinbarung ändert die ursprünglich am 19. Juli 2022 zwischen dem Unternehmen, der Muttergesellschaft, den ursprünglichen Garantiegebern, den Arrangeuren, den ursprünglichen Hedge-Kontrahenten, den ursprünglichen Kreditgebern, dem Koordinator, dem Bevollmächtigten und dem Sicherheitsagenten geschlossene Kreditvereinbarung und setzt sie neu fest. In diesem Finanzierungsvertrag ist auch die Cegeka Deutschland GmbH als gesamtschuldnerische Bürgin beigetreten. Die Cegeka Deutschland GmbH haftet gesamtschuldnerisch für die Rückzahlung des gesamten Darlehens. Mit einer Inanspruchnahme der Cegeka Deutschland GmbH für die von den anderen Gesellschaften aufgenommenen Kredite wird nicht gerechnet, da den Gesellschaften ausreichend finanzielle Mittel zur Tilgung zur Verfügung stehen und diese auch beabsichtigen, am Ende des Finanzierungsvertrags den Kreditbetrag zu tilgen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt EUR 44.000 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen (§ 285 Nr. 21 HGB) mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind nicht angefallen.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Cegeka Groep NV mit Sitz in Hasselt/Belgien einbezogen. Die Cegeka Groep NV (Hasselt, Belgien) erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss Cegeka Groep NV (Hasselt, Belgien), wird im zuständigen Firmenbuch des Handelsgerichts Antwerpen unter R.P.R. 0448.621.832 veröffentlicht. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Muttergesellschaft erhältlich. Die Gesellschaft selbst ist aufgrund der befreienden Wirkung von EU/EWR-Konzernabschlüssen des § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB nicht zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses und -lageberichts verpflichtet.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 von T€ 9.071, der sich aus dem Jahresüberschuss von T€ 831 und dem Gewinnvortrag von T€ 8.239 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Weitere wichtige Ereignisse und wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor.

 

München, den 22. Mai 2024

Cegeka Deutschland GmbH

Martin Friedrich

Winfried Hubrich

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 4.392.054 7.473 0 4.399.527
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.459.369 114.662 -59.903 2.514.128
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 310.348 0 0 310.348
7.161.771 122.136 -59.903 7.224.003
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 4.387.899 2.573 0 4.390.472
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.983.499 126.083 -59.903 2.049.679
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.707 0 0 28.707
6.400.105 128.656 -59.903 6.468.858
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 9.055 4.155
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.449 475.871
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 281.641 281.641
755.145 761.667

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das operative Geschäft der Cegeka Deutschland GmbH (im folgenden Cegeka oder Gesellschaft genannt) ist in zwei Geschäftsbereiche gegliedert.

Unter Business Operations sind folgende Themen zusammengefasst: Recruiting von IT-Experten, IT-Servicedesks, Consulting, Projektmanagement, IT-Support, Qualitätssicherung und IT-Betrieb, Workplace Management, Server and Data Management, "Agile Coaching" sowie FINAS mit seinen Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister. Bei FINAS werden, aufbauend auf standardisierten und modularen Softwarekomponenten der FINAS-Produkt- familie, individuelle aufgebaute Lösungen angeboten. Solche Komponenten sind Vorsorgeoptimierung, Risikoabsicherung, Gesundheitsvorsorge, Vermögensplanung, oder Baufinanzierung. Die einzelnen Komponenten sind skalierbar, web-enabled und unterstützen alle Vertriebskanäle und Verkaufsprozesse des Finanzdienstleisters: Akquise, Analyse, Beratung und Verkauf. Unter "Agile Coaching" verstehen wir das Training und Coaching der agilen Methode für Software- und Unternehmensentwicklung.

Der zweite Geschäftsbereich Aviation IT umfasst Managed Services, Solution & Application Services, Infrastructure Services, Operation Management Services sowie Professional Services für unseren Großkunden aus dem Aviation Business.

2. Geschäftsstellen

Neben dem Sitz in München bestehen drei Geschäftsstellen in Köln, Nürnberg, und Neu- Isenburg bei Frankfurt am Main.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr in eine Rezession gerutscht. Die schwache Weltkonjunktur, hohe Inflationsraten und steigende Zinsen sorgten laut Statistischen Bundesamt für ein Minus von 0,3 Prozent. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte zurückgegangen. Deshalb war 2023 auch für die IT-Branche kein einfaches Jahr. Die deutschen Unternehmen richteten laut Gartner auf Grund der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ihre IT-Projekte auf Kostenkontrolle, Effizienz und Automatisierung aus und reduzierten gleichzeitig IT-Initiativen, die länger brauchen, um profitabel zu werden 1. Viele IT-Projekte wurden verschoben oder die Budgets wurden reduziert. Doch es gab auch eine Reihe von positiven Entwicklungen, die für die kommenden Jahre hoffen lassen. Dazu zählen bahnbrechende neue Technologien, wie die Künstliche Intelligenz, deren Potenzial dank ChatGPT schlagartig ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit rückte.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

In der Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns sind folgende finanzielle Leistungsindikatoren bedeutsam: Umsatz und EBIT (Jahresüberschuss zzgl. Zinsergebnis und Steueraufwand).

3. Geschäftsverlauf

Die erhebliche Erholung der Auftragslage in der Airline-Branche führte erneut zu einer Ausweitung des Geschäftes im Bereich Aviation. Wie im Vorjahr lagen deshalb die Umsätze und Ergebnisse im Bereich Aviation IT über den Erwartungen. Im Bereich Business Operations wurde die veränderte wirtschaftliche Lage ab dem zweiten Quartal deutlich spürbar, indem es viele abrupte Projektbeendigungen von Seiten der Kunden kam, die zu einer ungewöhnlich hohen Anzahl an Standzeit führte. Der Bereich Aviation konnte aber nicht die schlechte wirtschaftliche Entwicklung des Bereiches Business Operations kompensieren, sodass das budgetierte Umsatz- und EBIT-Wachstum nicht erreicht werden konnte.

1 Gartner prognostiziert schnelleres Wachstum des IT-Marktes im Jahr 2024 | Netzwoche

3.1 Geschäftsverlauf - Business Operations

Das Geschäftsjahr 2023 verlief für den Geschäftsbereich Professional Service insgesamt nicht gut. Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hatten einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung, die deutlich unter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Eine hohe Inflation, eine Rezession ab dem vierten Quartal 2022 sowie die Folgen des Kriegs in der Ukraine haben den Markt verunsichert und zu einer sehr großen Zurückhaltung bei der Vergabe neuer Projekte geführt.

Viele Projekte wurden abrupt beendet, was innerhalb kürzester Zeit zu einem starken Anstieg der Standzeiten bei IT-Consultants führte. Insgesamt waren über das Jahr bis zu 35 IT- Consultants zeitweise ohne Projekt. Auf Grund der großen Zurückhaltung der Unternehmen bei der Vergabe neuer Projekte, hat der Abbau der Standzeitenliste viel Zeit in Anspruch genommen, wodurch über das Gesamtjahr Mehrkosten von ca. 1 Mio. EUR angefallen sind, die einen starken negativen Effekt auf das Jahresergebnis verursachten.

Generell ist festzustellen, dass sich der Markt branchenübergreifend schwach gezeigt hat. Lediglich bei zwei Kunden verzeichneten die Cegeka Deutschland eine größere Nachfrage nach Projektmitarbeitern, wobei der Kunde aus dem Bereich Verkehr/Logistik einen besonders hohen Bedarf an Spezial-Knowhow im Umfeld von Service Now hatte.

Das Geschäftsjahr 2023 war im Bereich Applications nur noch geringfügig von den direkten Einflüssen der Corona-Pandemie geprägt, auch wenn sich die allgemeine Stabilisierung der Nachfragesituation nicht im erwarteten Tempo entwickelt hat. Dennoch konnten auf Grundlage der bereits 2022 gestarteten Offensive im Bereich der FINAS-Rechenkerne und FINAS- Rechenservices neue Kunden gewonnen werden, welche die von Cegeka neu entwickelten Lösungen der Quick-Check-Familie lizenziert haben. Daneben konnte mit einem renommierten Versicherungsunternehmen aus dem Raum München eine strategische Fortführung der bereits mehr als 20jährigen Partnerschaft im Bereich FINAS Outputmanagement vereinbart werden. Zusätzlich konnten mit einer Reihe von bestehenden Kunden Verträge abgeschlossen werden, auf deren Grundlage Cegeka den technischen Betrieb verschiedener FINAS-Lösungen übernommen bzw. den Kunden auf dem Weg in die Cloud erfolgreich begleitet hat. Das insgesamt negative Bild des Geschäftsverlaufs wurde abgemildert durch die weiterhin stabile Nachfrage bei den langjährigen Stammkunden, insbesondere für Dienstleistungen im Bereich Maintenance und Projektrealisierung. Zusätzlich konnte Cegeka erste Kunden-Projekte im iPaaS-Umfeld generieren und sich mit zunehmender Tendenz auch als kompetenter Partner im Bereich Cloud positionieren.

In dem Bereich Agile Coaching wurde über das gesamte Geschäftsjahr nur eine unbefriedigende Auslastung erreicht. Wie bereits in den Vorjahren wurde der mit Abstand höchste Umsatz des Bereichs in der Finanzdienstleistungsbranche erzielt. Der kleinere Teil des Umsatzes entfiel auf Projekte mit Kunden aus dem öffentlichen Dienst, einige Kleinprojekte wurden im Automobilsektor und dem produzierenden Gewerbe erfolgreich durchgeführt. Auch dieses Jahr konnten drei Neukunden im Bereich Agile Coaching für agile Transitionen gewonnen werden. Wie üblich wurden diese Vorhaben mit den grundlegenden Workshops zur agilen Arbeitsweise eingeleitet.

Auf Grund der geringen Auslastung über den gesamten Jahresverlauf sowie der schleppenden Akquisition von Projekten hat der Bereich Agile Coaching das Geschäftsjahr 2023 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen.

3.2 Geschäftsverlauf - Aviation IT

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete der Bereich Aviation IT einen überraschenden Erfolg mit einer Steigerung des Umsatzes von sechs Prozent. Ein maßgeblicher Treiber dieses Wachstums war die weiterhin anhaltende Erholung der Auftragslage in der Airline-Branche.

Ein entscheidender Faktor für den Erfolg war die kontinuierliche Erweiterung unserer bestehenden Dienstleistungen. Beispielsweise haben wir unsere Präsenz in Wien erneut gestärkt und erste Grunddienstleistungen für Discover in München etabliert. Neue Dienstleistungen wurden an bestehenden Service-Standorten implementiert, und die Helpline- Dienste wurden um das Lernmanagementsystem Groud erweitert.

Durch den umfangreichen Austausch mobiler Geräte in der Kabine und weitere mittelgroße Rollouts konnte die Geschäftsentwicklung im Aviation-Bereich erheblich verbessert werden. Im Jahr 2023 wurden insgesamt über 30.000 Geräte von Cegeka ausgetauscht oder für Kunden in Betrieb genommen.

4. Vermögens-, Finanz und Ertragslage

4.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse nach Skonti und Boni EUR 37,4 Mio. (Vorjahr EUR 36,4 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung von ca. 3 % und ist im Wesentlichen auf die oben genannten Erfolge im Bereich Aviation IT zurückzuführen. Der Gesamtumsatz setzt sich aus Dienstleistungen 96 % (Vorjahr ca. 96 %) und Produkten 4 % (Vorjahr 4 %) zusammen.

Der Material- und Personalaufwand ist analog der Umsatzentwicklung sowie den Gehaltserhöhungen bzw. dem Inflationsausgleichsbonus von EUR 14,2 Mio. bzw. EUR 17,5 Mio. auf 14,7 EUR Mio. bzw. 18,3 EUR Mio. angestiegen. Die Materialeinsatzquote beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 39 % (Vorjahr 39%) und die Personaleinsatzquote 49 % (Vorjahr 48%).

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 3,2 Mio. auf EUR 3,8 Mio. ist größtenteils auf höhere Reisekosten, KFZ-Aufwendungen und Schulungskosten zurückzuführen.

Infolge der hohen Inflation wurden Leitzinsen stark angehoben. Aus diesem Grund sind die Zinserträge von EUR 0,2 Mio. auf EUR 0,6 Mio. gestiegen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf TEUR 404 nach TEUR 430 im Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr EUR 1,3 Mio.) aus. Die Umsatzrentabilität auf Basis des Ergebnisses vor Steuern, Zinserträgen und Zinsaufwendungen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 3 % (Vorjahr 5 %).

4.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich um EUR 5 Mio. bzw. 19% auf EUR 20,6 Mio. (Vorjahr EUR 25,6 Mio.) reduziert was im Wesentlichen, auf den am 21.Dezember 2023 gefassten Beschluss einer Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.500 zurückzuführen ist.

Das Anlagevermögen hat sich aufgrund von planmäßigen Abschreibungen von TEUR 762 auf TEUR 755 reduziert.

Im Umlaufvermögen haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um ca. EUR 2,4 Mio. verringert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um EUR 5,4 Mio. auf 9,6 Mio. (Vorjahr EUR 15,0 Mio.) gefallen und beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Muttergesellschaft aus ausgereichten Darlehen. Der Dividendenanspruch der Gesellschafterin wurde mit den Forderungen verrechnet.

Die flüssigen Mittel liegen zum 31. Dezember 2023 mit EUR 4,2 Mio. um EUR 2,5 Mio. über dem Vorjahresniveau (Vorjahr EUR 1,7 Mio.). Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, das sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahresabschluss um ca. EUR 2,4 Mio. verringert haben.

Auf Grund des niedrigeren Betriebsergebnisses nach Steuern sowie der gestiegenen Zinserträge ist der Cashflow im Vergleich zum Vorjahr von EUR 1,7 Mio. auf EUR 0,7 Mio. gesunken. Der Cashflow aus operativen Tätigkeiten ist nach EUR - 5,1 Mio. auf EUR 8,2 Mio. angewachsen. Dies ist maßgeblich auf die Reduzierung der Forderungsbestände sowie die durch die, mit der Dividendenausschüttung im Zusammenhangstehende Reduzierung der Intercompany Forderung zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit ca. EUR 0,1 Mio. in etwa auf dem Vorjahresniveau. Damit ergibt sich ein Free Cashflow von EUR 8,0 Mio. EUR nach EUR -5,3 Mio. im Vorjahr.

Auf der Passivseite reduziert sich das Eigenkapital auf Grund der Dividendenausschüttung um EUR 4,7 Mio. auf EUR 13,7 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 67 % (Vorjahr 72 %). Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss geteilt durch Vorjahres-Eigenkapital) ist mit 5% für das Geschäftsjahr 2023 positiv (Vorjahr 7 %).

Die Rückstellungen betragen in Summe EUR 2,0 Mio. (Vorjahr EUR 2,0 Mio.).

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,1 Mio. auf EUR 4,3 Mio. gesunken (Vorjahr EUR 4,4 Mio.).

4.3 Mitarbeiter

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 betrug die Anzahl an angestellten FTEs 225 (Vorjahr 226). Davon sind 188 IT-FTEs, 24 FTEs im Vertrieb/Recruiting/Marketing und 13 FTEs in der Verwaltung. Das implementierte Aus- und Weiterbildungsprogramm wurde konsequent fortgesetzt mit dem Ziel, die Mitarbeiter zielgerichtet weiterzubilden, Leistungsträger an das Unternehmen zu binden und persönliche Karrierepfade aufzuzeigen sowie Unternehmens- und persönliche Ziele aufeinander abzustimmen.

4.4 Investitionen

Bedingt durch die Art der Geschäftstätigkeit ist keine große Investitionstätigkeit erforderlich. Es wurden im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von TEUR 122 (Vorjahr TEUR 103) für entgeltlich erworbene Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Chancen

Chancen, die das Wachstum der Cegeka Deutschland GmbH und deren Ertragskraft positiv beeinträchtigen könnten, ergeben sich aus:

Zugehörigkeit zur stark wachsenden Cegeka Gruppe

Vertrieb

Recruiting

Akquisitionen

Spezialisierung im Aviation Bereich

Zugehörigkeit zur stark wachsenden Cegeka Gruppe

Die Cegeka Gruppe mit über 9.000 Mitarbeitern in Niederlassungen in Benelux, Deutschland, Österreich, Rumänien, Moldawien, Italien, Schweden, Griechenland, Dänemark, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den USA, Kolumbien und Indien sowie einen im Geschäftsjahr 2023 konsolidierten Umsatz von 1,03 Milliarden Euro bietet als IT-Solutions Provider End-to-End-Lösungen für 2.500 Kunden in den Bereichen Data, Applications und Infrastructure, die eng miteinander verknüpft sind. Innerhalb der Cegeka Group ist Citymesh der Mobile Connectivity Spezialist für den B2B-Markt. Nexushealth entwickelt Lösungen für den Healthcare-Sektor und Cegeka Business Solutions ist als Dynamics-Haus, Partner für Microsoft D365 Lösungen. Smartschool ist die digitale Schulplattform in Belgien, mit deren Hilfe die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Lehrern, Schülern und Eltern unterstützt werden soll.

Daraus ergeben sich für die Cegeka Deutschland Marktchancen, weil wir das internationale Portfolio der gesamten Cegeka Gruppe auch in Deutschland vermarkten können. Außerdem haben wir die Möglichkeiten auf IT-Consultant aus den anderen Cegeka Ländern zuzugreifen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit deutschen Kunden unsere Off-und Nearshore Kapazitäten aus den fünf Global Delivery Centern, Kolumbien, Indien, Moldawien, Rumänien, Griechenland anzubieten. Darüber hinaus können wir die Leistungen wie Managed Services, Infrastrukturoutsourcing und Cloudservices der sechs Data Center der Cegeka Gruppe anbieten.

Vertrieb

Durch den Ausbau der Vertriebskapazitäten und der fortlaufend angestrebten Effizienzsteigerung innerhalb des Vertriebes, durch das internationale CRM-System und neue Leadgenerierungsprozesse erhoffen wir uns am deutschen Markt noch erfolgreicher positionieren zu können.

Auch durch die Fortführung der Marketing-Offensive für die FINAS-Rechenkerne geht Cegeka von einer Fortsetzung der bereits seit Jahresmitte 2023 einsetzenden Nachfragebelebung im Bereich Applications aus.

Recruiting

Durch unsere Recruitingabteilung erwarten wir, dass die Chancen, die der Personalmarkt derzeit bietet, nutzen zu können, um einerseits Wachstum zu generieren und andererseits die Qualität durch die Gewinnung von High Potentials für die Herausforderungen der Zukunft zu steigern.

Akquisitionen

Die von Cegeka Belgien zentral gesteuerten Merger- und Acquisitionaktivitäten können auch in Deutschland durch zielgerichtete Firmenzukäufe zu einer Stabilisierung und Ausbau der Marktposition beitragen. Dadurch könnten auch Skalen- und Synergieeffekte erzielt werden.

Spezialisierung im Aviation Bereich

Speziell im Bereich der Aviation IT blickt die Geschäftsführung positiv auf das Geschäftsjahr 2024, da die Expertise von Cegeka in diesem Bereich kontinuierlich nachgefragt wird. Das Wachstumspotenzial in anderen Bereichen wie den Geschäftsfeldern FlightOPS Services, Data & Analytics sowie Onsite Services ist deutlich erkennbar. Auch im Bereich Projekt- und Rollout-Management gibt es eine starke Nachfrage, was weiteres Potenzial in diesem Bereich signalisiert. Mit unseren Referenzen, Kundenbeziehungen und Erfahrungswerten hat Cegeka in den letzten Jahren ein starkes Alleinstellungsmerkmal entwickelt.

Um die Abhängigkeit von einem Kunden zu verringern, wird der Aviation Bereich im Jahr 2024 zwei Schwerpunkte auf die Geschäftsfelder EMM/MDM und Staging Services legen. Durch weitere Spezialisierung, Zertifizierung und langjährige Erfahrung sollen diese Produkte auch außerhalb des Aviation Bereichs angeboten werden.

Darüber hinaus wird die Digitalisierung der GroundOPS im kommenden Jahr stark vorangetrieben. Auch hier bieten unsere Services nach Einschätzung der Geschäftsführung einen strategischen und kosteneffizienten Vorteil gegenüber potenziellen Mitbewerbern. Die Integration der GroundOPS und der Maintenance Line in unsere Tätigkeiten birgt unter dem Aspekt von Synergien, Expertise und schneller Umsetzung erhebliche Vorteile. Das einzige Risiko bleibt die Verlängerung der OPS IT Services Verträge.

2. Risiken

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das rollierende Forecasting. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu.

Risiken, die die Entwicklung der Cegeka Deutschland GmbH und deren Ertragskraft beeinträchtigen könnten, ergeben sich aus:

der aktuellen Marktentwicklung,

der Abhängigkeit von einigen Großkunden,

Projektrisiken wie Gewährleistungsansprüche, Qualitätsmängel und Termintreue,

Zahlungsausfallrisiken,

Liquiditätsrisiken.

Marktentwicklung

Die aktuelle Marktentwicklung wird, basierend auf Analystenstudien und aus den Erkenntnissen im Kundenkontakt, laufend beobachtet. Notwendige Reaktionen werden von der Geschäftsführung diskutiert und beschlossen. Die Rezession hat in Deutschland im vierten Quartal 2022 begonnen und es ist derzeit nicht absehbar, wann eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage eintritt. Der Ukraine-Krieg, die Inflation, die Verunsicherung sowie die schlechte Stimmungslage sind nach wie vor für die Wirtschaft belastend. Deshalb ist die Planung des neuen Geschäftsjahrs weiterhin schwierig. Unser geplantes Wachstum könnte auch durch die seit 2021 erhöhte Mitarbeiterfluktuation, die nicht nur in unserm Unternehmen feststellbar, sondern ein weltweites Phänomen ist gebremst werden.

Abhängigkeit Großkunde

Dadurch, dass wir den Großteil unseres Geschäftes im Bereich Aviation bei einem einzigen Kunden generieren, hängen unsere Risiken zu einem gewissen Teil von den Risiken des Kunden ab. Der Kunde setzt zudem weiterhin auf seinen Strategiewechsel und verstärkt seine Bemühungen im Insourcing.

Insbesondere der auslaufende OPS IT Service Vertrag Ende 2024 stellt mittelfristig ein großes Risiko für den Aviation Bereich dar. Trotz der positiven Gewinnzahlen unseres Kunden bleibt die Strategie, Kosten zu senken und mit einem geringeren Budget zu arbeiten, weiterhin vorrangig.

Projektrisiken

Alle laufenden Projekte werden auf monatlicher Basis von den jeweils zuständigen Geschäftsführern mit den Verantwortlichen analysiert, um etwaige Risiken frühzeitig zu erkennen und Reaktionen abzustimmen.

Liquidität und Finanzierung

Die wesentlichen finanziellen Risiken sind unzureichende Liquidität und Finanzierung. Die Vorhaltung ausreichender Liquidität hat für Cegeka Deutschland GmbH derzeit oberste Priorität. Diesem Risiko begegnet Cegeka Deutschland durch Maximierung des Free Cashflows mittels Kostensenkungen, aktivem Working Capital Management und einer Minimierung der Investitionsaufgaben. Dazu wurden in den letzten Jahren die Kostenstrukturen dem gesunkenen Umsatzniveau angepasst sowie die "Order to Cash"- und "Purchase to Pay"-Prozesse optimiert. Das Liquiditätsrisiko wird durch die laufende Finanzplanung überwacht.

Es wurde im zweiten Quartal 2018 ein Factoring Vertrag mit der ING in Belgien unter der Federführung des belgischen Mutterkonzerns abgeschlossen. Damit sind alle, die über das Factoring abgetretenen Forderungen abgesichert. Der Forderungsbestand wird monatlich analysiert und Mahnläufe werden im gleichen Rhythmus durchgeführt.

Am 6. Dezember 2023 wurde ein Finanzierungsvertrag zwischen der KBC Bank NV (Brüssel, Belgien), Belfius Bank SA/NV (Brüssel, Belgien), ING Belgium SA/NV (Brüssel, Belgien) und der Cegeka Groep NV (Hasselt, Belgien) sowie weiteren Gesellschaften der Cegeka Gruppe geschlossen. Diese Vereinbarung ändert die ursprünglich am 19. Juli 2022 zwischen dem Unternehmen, der Muttergesellschaft, den ursprünglichen Garantiegebern, den Arrangeuren, den ursprünglichen Hedge-Kontrahenten, den ursprünglichen Kreditgebern, dem Koordinator, dem Bevollmächtigten und dem Sicherheitsagenten geschlossene Kreditvereinbarung und setzt sie neu fest. In diesem Finanzierungsvertrag ist auch die Cegeka Deutschland GmbH als gesamtschuldnerische Bürgin beigetreten. Die Cegeka Deutschland GmbH haftet gesamtschuldnerisch für die Rückzahlung des gesamten Darlehens. Mit einer Inanspruchnahme der Cegeka Deutschland GmbH, für die von den anderen Gesellschaften aufgenommenen Kredite wird, nicht gerechnet, da den Gesellschaften ausreichend finanzielle Mittel zur Tilgung zur Verfügung stehen und diese auch beabsichtigen, am Ende des Finanzierungsvertrags den Kreditbetrag zu tilgen.

Die Geschäftsleitung hat die Gesamtrisiken für das Unternehmen unter Berücksichtigung aller identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen geprüft. Die Geschäftsleitung ist der Ansicht, dass die dargestellten Risiken begrenzt und beherrschbar sind, allerdings unterliegen sie weiteren Ereignissen oder Unsicherheiten im Zusammenhang mit weltweiten wirtschaftlichen und geopolitischen Veränderungen.

3. Prognose

Auf Grund des Ukraine-Krieges, der Russlandsanktionen, der Inflation und der seit dem vierten Quartal 2022 anhaltenden Rezession ist die Planung des neuen Geschäftsjahres weiterhin mit Risiken behaftet. Vor allem unsere Kunden im Bereich Professional Service reagierten auf den wirtschaftlichen Umschwung ab dem zweiten Quartal 2023 mit Budgetkürzungen, Projektstornierungen oder Projektverschiebungen. Auf diese Entwicklung hat sich die Cegeka Deutschland von Monat zu Monat immer besser eingestellt sowie die Kostenstruktur entsprechend reduziert.

Laut dem KFW-Konjunkturkompass wird erwartet, dass Deutschland im Gesamtjahr 2024 wieder etwas wachsen wird. Wegen des ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Jahresstarts wird die BIP-Prognose allerdings auf 0,3 % nach unten korrigiert. Mit fallender Inflationsrate und höheren Nominallöhnen bleiben die Voraussetzungen für eine konsumgetriebene Erholung intakt. Zudem ist laut KFW-Konjunkturkompass im weiteren Jahresverlauf mit einer Erholung des Welthandels und mit Leitzinssenkungen zu rechnen, was Investitionen und Exporte anregen und so der Industrie neue Impulse geben wird.

Nach Einschätzung des Branchenverbands Bitkom wird der deutsche Markt für Anbieter von Dienstleistungen und Produkten im Bereich Informationstechnik 2024 nach der abgeschwächten Wachstumsdynamik 2023 wieder stärker wachsen. 2 Trotz der gesamtwirtschaftlich herausfordernden Lage erweist sich die Informationstechnologiebranche weiter als krisenfester Wachstumsmarkt. 2024 erwartet der Bitkom für die Informationstechnik ein Wachstum von 6,1 % auf 151,5 Mrd. € Marktvolumen. Im Berichtsjahr 2023 wies der Markt nur einen Anstieg um 2,2 % auf. 2024 beschleunigt sich die Dynamik in der Branche nach Schätzungen des Bitkom wieder deutlich. Das für Cegeka Deutschland besonders relevante Teilsegment IT-Services soll mit 4,8 % auf 51,7 Mrd. € Marktvolumen anwachsen. Der Bitkom rechnet außerdem mit einem Anstieg der Beschäftigtenzahl in der Branche um 30.000 auf 1,37 Mio. Menschen. 3

Auf Grund der Anpassung der Kostenstruktur und im Wesentlichen getrieben durch die reduzierten Standzeiten erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2024 einen positiven Geschäftsverlauf. Für den Bereich Business Operations wird für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte Umsatzsteigerung erwartet, der den Umsatzrückgang im weiterhin schwach erwarteten Bereich PS Aviation kompensieren soll. Nach Einschätzung der Geschäftsführung wird dies dazu führen, dass unter Berücksichtigung des makroökonomischen Umfelds mit einem insgesamten Umsatzwachstum von 1 % bis 3 % und vor allem auf Grund der reduzierten Standzeitenproblematik zu einer Steigerung des EBIT von 70 % bis 130 % Prozent gegenüber dem Jahr 2023 zu rechnen.

2 ITK-Märkte | Bitkom e. V.
3 ITK-Arbeitsmarkt und -Unternehmen | Bitkom e. V.

IV. Abschließende Gesamtaussage

Der Bereich Business Operations hat den wirtschaftlichen Abschwung ab dem zweiten Quartal 2023 auf Grund einer stark erhöhten Standzeitenproblematik zu spüren bekommen und konnte deshalb das budgetierte Wachstum nicht erreichen. Der Umsatz im Bereich PS Aviation lag auf Grund des weiterhin starken Aufschwungs in der Airline-Branche nach den, durch Covid-19 stark negativ geprägten Jahren 2020 und 2021 über der Planung. Insgesamt wurde das budgetierte EBIT der Cegeka Deutschland GmbH deutlich verfehlt.

 

München, den 22. Mai 2024

Martin Friedrich, Geschäftsführer

Winfried Hubrich, Geschäftsführer

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