Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 150050
Vorher
Putenschlachterei Garrel GmbH
Eingetragen
15.5.1975
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenBeteiligungsgesellschaftenEinzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Gegenstand
1.) Schlachtung,Verarbeitung und Vertrieb von Geflügel jeder Art, insbesondere von Puten, 2.) ferner die Beteiligung an und die Übernahme der Geschäftsführung in Unternehmen, die Geschäfte gemäß vorhergehender Ziffer 1) betreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andres Theo Ruff
seit 12.2.2025
Geschäftsführer
Prokura
Nils Witt
seit 28.4.2017
Geschäftsführer
Bernd Wiegmann
seit 4.11.2016
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heidemark GmbH

Emstek-Höltinghausen

Jahresabschluss zum 30. Juni 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS Geschäftsjahr 2020/21

Die Gesellschaft ist mit seiner wirtschaftlichen Tätigkeit in das Heidemark "Alles-unter-Kontrolle-Prinzip" eingebunden. Sinn dieses Konzeptes ist es, eine geschlossene Kette von der Tierzucht bis zu den fertig verarbeiteten Fleischprodukten zu gewährleisten.

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Wirtschaftliches Umfeld

1.1 Deutsche Ernährungsindustrie

Der Umsatz aus der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln betrug gemäß Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2020 146,2 Mrd. EUR und fiel damit um 1,27 % höher aus als im Jahr 2019. Ein Anstieg war sowohl beim Inlandsumsatz (+1,59 %) als auch in geringerem Maße beim Auslandsumsatz (+0,27 %) zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2021 betrug der Umsatz 70,5 Mrd. EUR, was gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (73,0 Mrd. EUR) ein Rückgang von 3,45 % bedeutet.

Die Corona-Krise hat bis einschließlich Juni 2021 keinen bedeutenden Einfluss auf den Umsatz aus der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln gehabt, wobei es durch die jeweiligen staatlichen Maßnahmenprogramme mit z.T. erheblichen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben zu größeren Verwerfungen innerhalb der verschiedenen Nachfragesegmente (LEH, Gastronomie/Großverbraucher, Industrie/Verarbeitung etc.) gekommen ist.

1.2 Entwicklung der Geflügelfleisch-Branche

Nach der MEG-Schlachtstatistik ist bei Puten die Schlachtmenge im gesamten Bundesgebiet im Jahr 2020 geringfügig um 1,3 % auf 477.000 Tonnen (2019: 471.000 Tonnen) gestiegen.

Haushaltskäufe von Geflügelfleisch in 1.000 t 2020 2019 +./.
%
Quelle: Gfk-Haushaltspanel
Geflügel gesamt 486.538 424.324 14,7
davon Hähnchen 345.442 297.027 16,3
davon Pute 92.442 84.865 8,9
davon sonstige 48.654 42.432 14,7

Die Nachfrage der privaten Haushalte in Deutschland nach Geflügel ist im Vorjahresvergleich um 14,7 % gestiegen. Der Anstieg im Segment Putenfleisch fiel mit 8,9 % zwar geringer aus, bestätigt aber den klaren Trend der Verbraucher zu einer bewussten Ernährung im Hinblick auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Der Anteil von Putenfleisch am gesamten Markt für Geflügel liegt mit 19 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (20 %).

2. Geschäftsentwicklung

Trotz des seit Jahren zunehmenden Qualitätsbewusstseins der Konsumenten in Bezug auf Lebensmittel und deren Erzeugung besteht weiterhin generell eine hohe Preissensibilität in diesem Segment. Gleichzeitig sind die konsumentenseitigen Anforderungen an Frische und Qualität seit jeher hoch. Mit unserer Kernkompetenz, der Herstellung frischer Ware, die wir neben dem klassischen LEH auch zu großen Teilen über Discounter vermarkten, entsprechen wir den derzeitigen und absehbar auch zukünftigen Konsumenten- und Marktanforderungen.

Unsere Unternehmensgruppe konnte im Geschäftsjahr 2020/2021 eine Schlachtmenge von 252.169 Tonnen (2019/2020: 250.368 Tonnen) erzielen, was einem Anstieg von 0,72 % entspricht. Die Anzahl der geschlachteten Tiere betrug im Geschäftsjahr 2020/2021 14,8 Mio. und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres (14,8 Mio. Tiere).

Der reine Fleischabsatz ist im Geschäftsjahr 2020/2021 erwartungsgemäß gegenüber dem Vorjahr um 4,6 % auf 171.376 Tonnen gestiegen (2019/2020 163.799 Tonnen).

Bereits im Frühjahr 2020 mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie gerieten die Absatzpreise nachfragebedingt europaweit unter Druck. Des Weiteren führte der Ausbruch der afrikanischen Schweinepest in Europa und zuletzt auch in Deutschland und das damit einhergehende Export-Verbot in die wichtigsten asiatischen Exportländer zu einem deutlichen Überangebot an Fleisch auf dem deutschen sowie auch den europäischen Absatzmärkten. Entsprechend waren geringere Verkaufspreise in allen Warengruppen zu verzeichnen.

Letztlich führte der europaweite Ausbruch der aviären Influenza (HPAI) zu deutlichen Verwerfungen in der Urproduktion, welche sich für unseren Konzern in einer niedrigeren Brütereileistung für das abgelaufene Geschäftsjahr widerspiegelt.

3. Beschaffungsmarkt

Der durchschnittliche Auszahlungspreis für Schlachtputen (Hähne) lag im Geschäftsjahr 2020/2021 mit 1,281 EUR je kg Lebendgewicht um rd. 6,12 % unter dem durchschnittlichen Auszahlungspreis des Vorjahres mit 1,365 EUR je kg Lebendgewicht.

4. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen von 12,5 Mio. EUR vorgenommen. Maßgeblich wurde die Automatisierung der Produktion vorangetrieben, des Weiteren wurde in zusätzliche Gar- und Verarbeitungskapazität investiert.

5. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Die langfristige Finanzierung erfolgt durch zugesagte Darlehensrahmen und Eigenkapital. Für die kurzfristige Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit stehen ausreichende Kontokorrentlinien bzw. kurzfristige Darlehen auf revolvierender Basis zur Verfügung.

Ergänzend werden für die Finanzierung von technischen Anlagen und Maschinen auch Leasingverträge genutzt, dies insbesondere im Bereich der Logistik. Ferner erfolgen wie bisher Verkäufe der Forderungen aus Warenlieferungen.

6. Personal- und Sozialbereich

Die Mitarbeiteranzahl der eigenen Stammbelegschaft lag im Durchschnitt bei 123 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Vorjahr: 139) (nicht finanzieller Leistungsindikator).

Wir sind Mitglied beim Arbeitgeberverband Oldenburg e.V. Diese Vereinigung ist Interessenvertretung und Dienstleister für die regionale Wirtschaft im Nordwesten. Wir versprechen uns von der Mitgliedschaft eine nachhaltige Weiterentwicklung unseres Personalwesens.

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt die folgende Übersicht:

30.06.2021 30.06.2020
TEUR % TEUR %
VERMÖGEN
immaterielle Vermögensgegenstände 558 0,4 764 0,5
Sachanlagen 67.877 45,6 62.546 41,2
Finanzanlagen 30.716 20,6 30.126 19,8
langfristig gebundenes Vermögen 99.151 66,6 93.436 61,5
Vorräte 16.886 11,4 15.887 10,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.991 11,4 28.555 18,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 357 0,2 351 0,2
sonstige Vermögensgegenstände 12.047 8,2 11.680 7,7
Rechnungsabgrenzungsposten 340 0,2 322 0,2
aktive latente Steuern 2.727 1,8 1.171 0,8
kurz- bis mittelfristig gebundenes Vermögen 49.348 33,2 57.966 38,2
flüssige Mittel 250 0,2 452 0,3
148.749 100,0 151.854 100,0
Veränderung
TEUR
VERMÖGEN
immaterielle Vermögensgegenstände -206
Sachanlagen 5.331
Finanzanlagen 590
langfristig gebundenes Vermögen 5.715
Vorräte 999
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -11.564
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6
sonstige Vermögensgegenstände 367
Rechnungsabgrenzungsposten 18
aktive latente Steuern 1.556
kurz- bis mittelfristig gebundenes Vermögen -8.618
flüssige Mittel -202
-3.105
30.06.2021 30.06.2020
TEUR % TEUR %
KAPITAL
Eigenkapital 55.785 37,5 63.607 41,9
langfristiges Fremdkapital 18.389 12,4 14.331 9,4
langfristige Finanzierung 74.174 49,9 77.938 51,3
mittelfristige Finanzierung 22.051 14,8 17.402 11,4
Steuer- und sonstige Rückstellungen 12.779 8,6 12.830 8,5
Bankverbindlichkeiten 5.914 4,0 6.130 4,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.645 15,2 22.868 15,1
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen 8.695 5,8 11.450 7,5
sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 2.491 1,7 3.236 2,0
kurzfristige Finanzierung 52.524 35,3 56.514 37,2
148.749 100,0 151.854 100,0
Veränderung
TEUR
KAPITAL
Eigenkapital -7.822
langfristiges Fremdkapital 4.058
langfristige Finanzierung -3.764
mittelfristige Finanzierung 4.469
Steuer- und sonstige Rückstellungen -51
Bankverbindlichkeiten -216
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -223
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen -2.755
sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten -745
kurzfristige Finanzierung -3.990
-3.105

Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 3.105 TEUR auf 148.749 TEUR gesunken.

Das langfristig gebundene Vermögen ist um 5.715 TEUR gestiegen. Beim Sachanlagevermögen stehen den Investitionen in Höhe von 12.458 TEUR Abschreibungen in Höhe von 6.521 TEUR sowie Buchwertabgänge in Höhe von 605 TEUR gegenüber.

Die Erhöhung des Finanzanlagevermögens ist im Wesentlichen auf den Anstieg der sonstigen Ausleihungen in Höhe von 563 TEUR zurückzuführen.

Der Rückgang beim kurzfristig gebundenen Vermögen um 8.618 TEUR ist bei einem Anstieg der Vorratsbestände in Höhe von 999 TEUR sowie einem Anstieg der aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.556 TEUR im Wesentlichen auf den Rückgang Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.564 TEUR zurückzuführen.

Zur Erläuterung der liquiden Mittel verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Finanzlage.

Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital (3.000 TEUR), der Kapitalrücklage (2.670 TEUR), dem Gewinnvortrag (57.937 TEUR) sowie dem Jahresfehlbetrag (7.823 TEUR) zusammen. Der Rückgang des Eigenkapitals ist auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote ist von 41,9 % auf 37,5 % gesunken.

Das mittelfristige Fremdkapital mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren ist um 4.648 TEUR gestiegen. Der Anteil der mittelfristigen Finanzierung an der Gesamtfinanzierung liegt mit 14,8 % über dem Vorjahresniveau (11,4 %). Die mittelfristige Finanzierung beinhaltet neben den Bankverbindlichkeiten (18.487 TEUR, Vorjahr: 13.858 TEUR) die Verbindlichkeiten aus Mästerdarlehen (3.564 TEUR, Vorjahr: 3.545 TEUR).

Die kurzfristige Finanzierung ist im Vorjahresvergleich um 3.990 TEUR gesunken. Im Wesentlichen stehen den stichtagsbedingt gesunkenen sonstigen Verbindlichkeiten (-745 TEUR), den gesunkenen Steuerrückstellungen (-2.137 TEUR), den gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Verbundunternehmen (-2.819 TEUR) und den gesunkenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-215 TEUR) die gestiegenen sonstigen Rückstellungen (2.086 TEUR) gegenüber.

2. Finanzlage

Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. Wesentliches Nebenziel ist die Beibehaltung einer niedrigen Zinslast bei ausreichend frei verfügbaren Kreditlinien.

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2020/ 2021
TEUR
2019/ 2020
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.824 -3.344
Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.733 -13.169
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 7.538 14.407
Veränderung des Finanzmittelfonds 629 -2.106
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 629 -2.106
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -478 1.628
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 151 -478

Im Finanzmittelfonds werden die flüssigen Mittel und die Kontokorrentverbindlichkeiten zusammengefasst. Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds um 629 TEUR von -478 TEUR im Vorjahr auf nun 151 TEUR.

Der Gesellschaft standen im Geschäftsjahr ausreichende Kontokorrentlinien zur Verfügung.

3. Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Vorjahresvergleich:

2020/2021 2019/2020
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 567.363 99,7 613.213 99,1
Gesamtleistung 568.973 100,0 618.595 100,0
Rohergebnis 124.135 21,8 153.025 24,7
Betriebsergebnis -10.774 -1,9 13.790 2,2
Finanzergebnis -209 0,0 -579 -0,1
Ergebnis vor Steuern -11.217 -2,1 12.531 2,0
ergebnisabhängige Steuern 3.394 0,6 -3.365 -0,5
Jahresergebnis -7.823 -1,5 9.166 1,5
Ergebnisveränderung
TEUR
Umsatzerlöse -45.850
Gesamtleistung -49.622
Rohergebnis -28.890
Betriebsergebnis -24.564
Finanzergebnis 370
Ergebnis vor Steuern -23.748
ergebnisabhängige Steuern 6.759
Jahresergebnis -16.989

Die Erlöse aus Putenerzeugnissen (nach Erlösschmälerungen) sind von 467.596 TEUR um 33.542 TEUR auf 434.053 TEUR gesunken (-7,2 %). Bei leicht gestiegenem Absatz ist der Rückgang auf deutlich gesunkene Verkaufspreise in allen Segmenten zurückzuführen. Insbesondere im Verkauf an den LEH- und Discount-Bereich waren Umsatzrückgänge zu verzeichnen, die mit dem Industriekundengeschäft nicht aufgefangen werden konnten.

Die Umsätze mit Lebendputen sind von 76.641 TEUR um 4.367 TEUR auf 72.274 TEUR gesunken (-5,7 %). Die Umsätze mit Küken und Bruteiern liegen mit 39.146 TEUR um 3,4 % unter dem Niveau des Vorjahres (40.537 TEUR).

Die Gesamtleistung ist um 49.622 TEUR auf 568.973 TEUR gesunken (-8,0 %). Das Rohergebnis hat sich um 28.890 TEUR (-18,9 %) sowie die Rohergebnisquote auf 21,8 % (-2,9 %-Punkte) verschlechtert. Dabei lagen die durchschnittlichen Auszahlungspreise für Schlachtputen (Materialaufwand) unter dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen Kostenblöcke Personalaufwand, andere betriebliche Aufwendungen, sonstige Steuern und Abschreibungen sind in Summe um 3,2 % gesunken. Insgesamt ergibt sich ein im Vorjahresvergleich um 24.564 TEUR gesunkenes Betriebsergebnis in Höhe von -10.774 TEUR.

Das Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 370 TEUR gestiegen. Den Zinsaufwendungen in Höhe von 1.977 TEUR stehen Zinserträge in Höhe von 275 TEUR und Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von 1.494 TEUR gegenüber.

Die ergebnisabhängigen Steuern enthalten Erträge aus der Bildung von aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.556 TEUR.

Insgesamt ergibt sich ein Jahresergebnis in Höhe von -7.823 TEUR.

4. Vergleich zur Vorjahresprognose

Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von -11.217 TEUR liegt deutlich unter den Erwartungen, maßgeblich aufgrund der reduzierten Verkaufspreise. Zudem wurde das Ergebnis durch den Teilstillstand der Produktion im August 2020 und andere Zusatzkosten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie (Kosten für Corona-Tests, Einwegmaterial, Hygienekonzept) stark negativ beeinflusst. Ferner hat sich die Vogelgrippe negativ auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt (Tierausfälle, gesunkene Brütereileistung).

C. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Nachfrage nach Geflügelfleisch ist ungebrochen: Weltweit wird auch in Zukunft ein steigender Konsum prognostiziert. Auch für Europa wird weiterhin ein steigender Pro-Kopf-Verbrauch für das Segment Pute erwartet. Hinsichtlich der Erzeugungsseite wurden mit Blick auf Europa in den letzten Jahren maßgeblich in Polen und z.T. in Spanien weitere Mastkapazitäten aufgebaut, wobei Polen hierbei die maßgebende Bedeutung zukommt. Der deutsche LEH (inkl. Discount) ist aufgrund von den hohen Anforderungen hinsichtlich Herkunft, Tierwohl etc. von den internationalen Märkten bislang weitestgehend unberührt. Der Vermarktungsdruck durch Importe zeigt sich in Deutschland maßgeblich im volatilen Industrie- und Verarbeitungssegment.

Die hohe Abhängigkeit vom Markt und die stark eingeschränkte Möglichkeit, auf die Preisentwicklung Einfluss zu nehmen, spiegelt das grundsätzliche unternehmerische Risiko wider. Auf Kundenseite ist weiterhin ein intensiver Preiswettbewerb, um jeden Marktanteil zu beobachten. Zusätzlich gilt es dem weitestgehend gesättigten Inlandsmarkt durch gezielte Produktinnovation und ganzheitliche Vermarktungskonzepte unter Einbeziehung der Exportmärkte erfolgreich zu begegnen.

Die durch das Virus SARS Cov-2 ausgelöste, weltweite Pandemie hat ausgehend von dem Frühjahr 2020 weite Teile des gesellschaftlichen Lebens und der Wirtschaft erfasst. Insbesondere die eingeleiteten Gegenmaßnahmen der jeweiligen Länder („Lock-Down“) haben zu einem deutlichen Einbruch der Wirtschaftsleistung mit entsprechenden Auswirkungen auf den privaten Konsum geführt. Auch wenn die Auswirkungen auf die deutsche Volkswirtschaft im weltweiten Vergleich bislang verhältnismäßig weniger dramatisch waren, sind die langfristigen Auswirkungen des Konjunktureinbruchs aufgrund der derzeitigen Gegenmaßnahmen (Kurzarbeit, Aussetzung Insolvenzantragspflicht, Corona-Schutzschirm des Bundes für deutsche Unternehmen) noch nicht vollends eingetreten bzw. abschätzbar. Weltweit hat sich ausgehend vom Frühjahr 2021 die weltweite Pandemielage beruhigt, die jeweilige Situation in einzelnen Ländern weist jedoch deutliche Unterschiede auf. Auch zeigt sich das Pandemiegeschehen im Zeitverlauf als äußerst dynamisch. Mit Zunahme der Impfquote der jeweiligen Bevölkerung und Ausbau der zur Verfügung stehenden Impfstoffe und Behandlungsmöglichkeiten sollte sich die Lage zunehmend beruhigen.

Im Monat September 2020 hat die Afrikanische Schweinepest (ASP) auch Deutschland erreicht; so wurde bei mehreren verendeten Wildschweinen entlang der polnischen Grenze in Brandenburg der ASP-Erreger festgestellt. Als Folge haben mehrere asiatische Importländer, u.a. China und Japan, ASP-bedingte Sperren für deutsche Schweinefleischimporte verhängt. Als Reaktion hierauf kam es zu einem deutlichen Preiseinbruch am Schlachtschweinemarkt in Deutschland. Es ist damit zu rechnen, dass für den Zeitraum der verhängten Importsperren in Asien der deutsche Schweinefleischmarkt mit entsprechenden Konsequenzen für andere Fleischarten im Hinblick auf den Absatzmarkt unter Druck bleiben wird.

Unser stringentes Qualitätssicherungssystem leistet maximale Transparenz und Sicherheit hinsichtlich Herkunft und Aufzucht, die für den Konsumenten von zunehmender Bedeutung ist. Das fortentwickelte innovative Sortiment hochwertiger Produkte, das Höchstmaß an Qualität und Sicherheit in der Wertschöpfungskette sowie die individuelle Kundenbetreuung bilden dabei die Grundlage für die Zukunft unseres Unternehmens.

Der vorherrschende Trend, in einem äußerst preissensiblen Markt den Konsumenten qualitativ hochwertige Lebensmittel leistungsfähig anbieten zu können, wird unseres Erachtens unverändert voranschreiten. Dies erfordert die kontinuierliche strategische Ausrichtung unseres Unternehmens zur Optimierung der Wertschöpfung als Markt- und Kostenführer. Auf der anderen Seite gilt es den steigenden Anforderungen des Handels durch verstärkte Produktinnovationen zu begegnen. Der intensive Wettbewerb im Inland (u. a. Lohnkostensteigerungen, veränderte Ernährungsgewohnheiten, Preisentwicklung) macht es zudem erforderlich, die Exportkompetenz in Zielmärkten schrittweise auf- und auszubauen.

Die Vogelgrippe bleibt ein normales Risiko, auch wenn das abgelaufenen Geschäftsjahr von einem deutlich überdurchschnittlichen Ausbruchsgeschehen geprägt war. Weltweit gibt es ein ständiges Vorhandensein von niedrig- und hochpathogenen aviären Influenzaviren in den Wildgeflügelpopulationen. Das Risiko für einen Eintrag in die Nutzgeflügelbestände beschränkt sich nach den gemachten Erfahrungen auf die Zeit des Wildvogelzuges. Die Eintragsgefahr konzentriert sich nach wissenschaftlichen Expertisen auf Kontakte mit Personal, Schadnagern, Stallmaschinen und Einstreu. Durch Schulungen von Behörden, Verbänden und Unternehmen gibt es eine hohe Sensibilität zur Biosicherheit und Früherkennung. Die Risikoeinstufung ist “normal“.

TIERWOHLgeprüft ist seit Dezember 2012 als Element im Managementsystem DIN EN ISO 9001:2008 aufgenommen worden. Bei HEIDEMARK sind alle Putenfarmen (Heidemark-Vertragsmäster oder Eigenfarmen), die in Deutschland unter dem QS-Prüfsystem Puten aufziehen, nach den Prüfkriterien TIERWOHLgeprüft auditiert. Der erfolgreich auditierte Tierhalter bekommt bei HEIDEMARK zusätzlich einen nach Tierwohlkriterien gestaffelten Bonus von 0,75 bis 2,25 Cent je kg Lebendgewicht.

Das Thema “Fleischersatz“ befindet sich bereits seit Jahren in der öffentlichen Diskussion und wird weiterhin ein Trendthema in der Ernährungswirtschaft bleiben. Die zukünftige Bedeutung für den Markt von Fleisch- und Wursterzeugnisse lässt sich derzeitig noch nicht hinreichend sicher prognostizieren und wird von großen Marktteilnehmern in Deutschland stark unterschiedlich eingeschätzt. Es ist in jedem Fall davon auszugehen, dass Fleischersatzprodukte sich als eigenständiges Segment am Markt etabliert haben und an Bedeutung tendenziell zunehmen werden.

Auch der Einsatz von Antibiotika zu therapeutischen Zwecken in der Nutztierhaltung ist ein für die Branche gewichtiges Thema der nahen Zukunft. Unser Unternehmen beteiligt sich aktiv bei der Gestaltung der Antibiotikadatenbank des QS-Prüfsystems und unternimmt seit Jahren erhebliche Anstrengungen den Antibiotikaeinsatz nachhaltig zu reduzieren.

Maßgebliche Unternehmen des deutschen LEH überprüfen derzeit die Standards, nach denen ihre Fleischprodukte hergestellt werden bzw. die in diesem Zusammenhang bestehenden Haltungsbedingungen („Haltungsstufen / Haltungsformen 1-4“); der gesellschaftliche Trend zeigt hier klar in Richtung einer stärker am Tierwohl orientierten Urproduktion. Wir sehen diese Entwicklung als klare Chance, die bereits heute in unserem Unternehmen etablierten Standards effektiver in den relevanten Absatzmärkten als objektiven Kaufanreiz zu platzieren und eine höhere Wertschätzung des Kunden für in Deutschland produzierte Fleischprodukte zu erreichen.

D. Voraussichtliche Entwicklung

Aufgrund der Corona-Pandemie sind Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa für das Geschäftsjahr 2021-2022 und Folgejahre schwer möglich.

Als Folge der Corona-Pandemie hat sich das weltweite Geschäftsklima mit entsprechenden Folgen für den privaten Konsum deutlich eingetrübt. Die Nahrungsmittelherstellung ist ein Bereich, der bislang im Vergleich zu anderen Branchen verhältnismäßig wenig von der Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogen worden ist, obgleich sich auch im Lebensmitteleinzelhandel Absatzeinbußen zeigen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln über den Lebensmitteleinzelhandel ist in der Corona-Pandemie von großer Bedeutung und damit ein Bereich, im dem die wirtschaftliche Tätigkeit im bisherigen Verlauf der Krise zu keinem Zeitpunkt auf breiter Basis heruntergefahren wurde. Mit Ausnahme von infektionsausbruchsbedingten, örtlich begrenzten temporären Lock-downs ist dies auch für den weiteren Verlauf der Krise nicht zu erwarten.

Gleichwohl ist die zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft von der Corona-Krise mittelbar bzw. unmittelbar betroffen. Insofern könnte eine Entwicklungsbeeinträchtigung vorliegen. Die Geschäftsführung hat diverse Maßnahmen initiiert, um die negativen Folgen der Krise abzufedern. Wie stark der Konzern von der Corona-Krise im Verlauf des Geschäftsjahres 2021/2022 und in den Folgejahren betroffen sein wird, ist derzeit nicht absehbar.

Für das Jahr 2021/2022 gehen wir weiterhin von einer verhaltenen Geschäftsentwicklung aus, welche sich – unter den sich derzeit abzeichnenden Entwicklungen – voraussichtlich erst im Kalenderjahr 2022 deutlich aufhellen wird.

Für das operative Geschäft werden weitere Ergebnisoptimierungen aus Geschäfts- und Prozessanpassungen erwartet. Die Produktpalette wird einer fortlaufenden Optimierung unterzogen. Der Inlandsumsatz bei den Topkunden soll bestätigt und ausgebaut, die Exportanteile weiter kontinuierlich erhöht werden. Das in der Vergangenheit starken Preisschwankungen unterliegende Geschäft mit Industriekunden soll perspektivisch reduziert werden. Im Gegenzug soll das Geschäft mit dem Lebensmitteleinzelhandel sowie das Segment Discount weiter ausgebaut werden. Durch Sortimentsoptimierung soll das Verhältnis zu bestehenden sowie potenziellen Kunden kontinuierlich gestärkt werden. Im Export wird die eingeschlagene Strategie der Konzentration auf einzelne, interessante Zielmärkte fortgesetzt und die Marktposition sukzessive ausgebaut.

Die deutsche Geflügelwirtschaft erwartet in den kommenden 1-2 Jahren die Marktöffnung Chinas für maßgebende deutsche Betriebe, so auch HEIDEMARK. Das Unternehmen setzt sich bereits seit geraumer Zeit gezielt hiermit auseinander und geht bei Marktöffnung von entsprechenden Nachfrageeffekten und produktseitigen Synergiepotenzialen aus.

Wir sind zuversichtlich, in diesem Umfeld mittelfristig wieder einen angemessenen Ertrag erwirtschaften zu können. Unter der Annahme, dass unser Geschäft im Zuge der Corona-Pandemie nicht wesentlich gestört wird, soll unter einem normalisierten Geschäftsverlauf ein Ergebnis vor Steuern von 1,0 – 1,3 % in Relation zum Umsatz erzielt werden.

E. Berichterstattung nach § 315 Abs. 2 HGB

Zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden derivative Instrumente eingesetzt. Hierbei wird das Zinsrisiko aus der variablen Verzinsung von Finanzverbindlichkeiten durch Derivate mit Kreditinstituten abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limite festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln.

 

Höltinghausen, den 24. September 2021

Heidemark GmbH

Geschäftsführung

BILANZ ZUM 30. JUNI 2021

AKTIVA

30.6.2021
EUR
30.6.2020
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 99.151.146,99 93.436
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 557.795,47 764
1. entgeltlich erworbene Software 557.795,47 764
II. Sachanlagen 67.877.260,29 62.545
1. Grundstücke und Bauten 23.853.634,24 22.947
2. technische Anlagen und Maschinen 30.552.491,93 30.318
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.284.518,99 3.245
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.186.615,13 6.035
III. Finanzanlagen 30.716.091,23 30.127
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.357.393,77 6.286
2. Beteiligungen 4.955.347,29 5.001
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.543,01 2
4. sonstige Ausleihungen 19.401.807,16 18.838
B. UMLAUFVERMÖGEN 46.531.458,79 56.925
I. Vorräte 16.886.379,66 15.888
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.929.742,10 3.283
2. unfertige Erzeugnisse 2.650.926,35 2.863
3. fertige Erzeugnisse und Waren 11.303.806,37 9.520
4. geleistete Anzahlungen 1.904,84 222
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 29.395.571,53 40.584
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.991.332,27 28.555
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 357.099,76 351
3. sonstige Vermögensgegenstände 12.047.139,50 11.678
III. Guthaben bei Kreditinstituten 249.507,60 453
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 339.828,56 322
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 2.727.000,00 1.171
148.749.434,34 151.854

PASSIVA

30.6.2021
EUR
30.6.2020
TEUR
A. EIGENKAPITAL 55.784.322,04 63.607
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000
II. Kapitalrücklage 2.669.674,16 2.670
III. Gewinnvortrag 57.937.333,57 48.771
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -7.822.685,69 9.166
B. RÜCKSTELLUNGEN 14.377.936,35 14.427
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.598.455,00 1.597
2. Steuerrückstellungen 1.299.486,04 3.436
3. sonstige Rückstellungen 11.479.995,31 9.394
C. VERBINDLICHKEITEN 76.587.175,95 71.820
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.191.402,34 32.722
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.645.238,62 22.868
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.694.996,34 11.449
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 721.644,78 (Vorjahr: TEUR 657)
4. Verbindlichkeiten aus Mästerdarlehen 3.564.332,51 3.545
5. sonstige Verbindlichkeiten 491.206,14 1.236
- davon aus Steuern: EUR 121.958,83 (Vorjahr: TEUR 122)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.000.000,00 2.000
148.749.434,34 151.854

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020/21

2020/21
EUR
2019/20
TEUR
1. Umsatzerlöse 567.363.031,64 613.213
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.610.421,98 5.382
3. Gesamtleistung 568.973.453,62 618.595
4. sonstige betriebliche Erträge 2.738.946,49 1.227
5. Materialaufwand 447.576.733,53 466.797
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 438.168.208,54 458.320
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.408.524,99 8.477
6. Rohergebnis 124.135.666,58 153.025
7. Personalaufwand 8.884.974,85 10.386
a) Löhne und Gehälter 7.581.552,95 7.001
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.303.421,90 3.385
- davon für Altersversorgung: EUR 94.679,28 (Vorjahr: TEUR 2.185)
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.776.320,48 5.537
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 119.247.938,77 123.311
10. Betriebsergebnis -10.773.567,52 13.791
11. Erträge aus Beteiligungen 1.493.574,73 432
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 274.681,65 431
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 51.149,62 (Vorjahr: TEUR 51)
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.977.081,66 1.443
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 41.797,89 (Vorjahr: TEUR 19)
- davon aus Abzinsungen: EUR 38.386,00 (Vorjahr: TEUR 45)
14. Finanzergebnis -208.825,28 -580
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.393.636,23 3.365
- davon aus latenten Steuern: EUR -1.556.000,00 (Vorjahr: TEUR -789)
16. Ergebnis nach Steuern -7.588.756,57 9.846
17. sonstige Steuern 233.929,12 680
18. Jahresfehlbetrag/-überschuss -7.822.685,69 9.166

ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2020/21

Allgemeine Angaben

Die Heidemark GmbH hat ihren Sitz in Höltinghausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter HRB 150050 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250,00 EUR im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250,00 EUR, jedoch nicht mehr als 1.000,00 EUR betragen, wird ein Sammelposten (Abschreibungspool) gebildet, der linear über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren aufgelöst wird. Im Zugangsjahr wird stets der volle Abschreibungssatz angewendet.

Nutzungsdauer der Sachanlagen

Gebäude 25 bis 33 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 5 bis 8 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Latente Steuern

Auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt. Verlust- und Zinsvorträge sowie Steuergutschriften werden insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie der gewerbesteuerlichen Hebesätze. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer ergab sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 30,0 %.

Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der Heidemark GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die tatsächlichen Verpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften gegenübergestellt und nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen zurückgestellt. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst (sog. Einfrierungsmethode). Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt dagegen imparitätisch, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt.

Erläuterungen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21 ist im Anlagenspiegel der Heidemark GmbH dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.727 TEUR resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in den nachfolgenden Bilanzpositionen:

TEUR
Sachanlagevermögen 36
Pensionsrückstellungen 177
steuerlicher Ausgleichsposten 397
Steuerliche Verlustvorträge 2.117
2.727

3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt im Berichtsjahr 1.598.455 EUR (Vorjahr: 1.596.843 EUR). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 2,09 % (Vorjahr: 2,51 %), einem Rententrend von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) pro Jahr. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2018).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt im Geschäftsjahr 101.654 EUR.

4. sonstige Rückstellungen

Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang TEUR
Kundenboni und Werbekostenzuschüsse 3.884
ausstehende Rechnungen 3.632
Personalkosten 1.425
offene Rechtsstreitigkeit 300
Aufbewahrungsverpflichtung 227
Rückstellungen mit unerheblichem Umfang 2.012
11.480

5. Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 30.6.2021
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf
Jahren EUR
von mehr als fünf
Jahren EUR
Besicherte Beträge
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.191.402,34 5.913.362,34 18.486.712,00 16.791.328,00 41.191.402,34
Vorjahreswerte 32.722.185,33 6.129.617,33 13.858.308,00 12.734.260,00 32.722.185,33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.645.238,62 22.645.238,62 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 22.868.085,46 22.868.085,46 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.694.996,34 8.694.996,34 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 11.449.424,29 10.792.745,92 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Mästerdarlehen 3.564.332,51 0,00 3.564.332,51 0,00 0,00
Vorjahreswerte 3.544.530,20 0,00 3.544.530,20 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 491.206,14 491.206,14 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 1.235.680,63 1.235.680,63 0,00 0,00 0,00
76.587.175,95 37.744.803,44 22.051.044,51 16.791.328,00 41.191.402,34
Vorjahreswerte 71.819.905,91 41.026.129,34 17.402.838,20 12.734.260,00 32.722.185,33

Besicherte Beträge werden durch Grundschulden, Sicherungsübereignung von Anlagevermögen und Vorratsvermögen sowie Forderungszession gesichert.

Die saldierten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) sowie sonstigen verbundenen Unternehmen in Höhe von 9.949 TEUR (Vorjahr: 12.304 TEUR).

Die saldierten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.381 TEUR (Vorjahr: 1.158 TEUR).

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

TEUR
Putenerzeugnisse 434.053
Puten 72.274
Küken 39.146
sonstiges 21.890
567.363

2. Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von insgesamt 2.615 TEUR enthalten. Diese resultieren aus:

Auflösung von Rückstellungen,

Auflösung von Wertberichtigungen,

Buchgewinnen aus Anlagenabgängen,

sonstige periodenfremde Erträge.

3. Periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von insgesamt 97 TEUR enthalten. Diese resultieren aus:

Buchverlusten aus Anlagenabgängen,

Forderungsverlusten,

sonstige periodenfremde Aufwendungen.

4. Angabe gemäß § 277 Abs. 5 HGB

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 94 TEUR (Vorjahr: 127 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 74 TEUR (Vorjahr: 82 TEUR).

5. Finanzergebnis

Bei den Finanzerträgen und -aufwendungen handelt es sich um den Nettobetrag nach Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen aus zu verrechnendem Vermögen.

30.6.2021
TEUR
Zinsanteil der Veränderung der Pensionsrückstellungen 38
Erträge aus mit Pensionsverpflichtungen zu verrechnenden Vermögensgegenständen 0
38

Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

M.Sc. Christopher Kalvelage (kaufmännischer Geschäftsführer)

Dipl.-Betriebswirt Thomas M. Henseler (Geschäftsführer Vertrieb)

Dipl.-Kfm. Wilhelm Friesdorf (kaufmännischer Geschäftsführer)

Kaufmann Franz Anton Heyer (Geschäftsführer Vertrieb)

Dipl.-Kfm. Nils Witt (kaufmännischer Geschäftsführer)

2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 1.047 TEUR.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebenen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 135 TEUR. Die für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen belaufen sich auf 1.598 TEUR.

3. Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 123 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

Arbeiter 10
Angestellte 92
Aushilfen 21
123

4. Anteilsbesitz

Zum 30. Juni 2021 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen gem. § 271 Abs. 1 HGB beteiligt:

Firma Sitz Beteiligungsart Eigenkapital Anteil am Kapital
%
Jahresergebnis
Heidemark Mästerkreis GmbH & Co. KG Höltinghausen Kommanditanteile 1.565.689,69 EUR 100,0 -2.685.504,37 EUR
Heidemark Mästerkreis Verwaltungs-GmbH Höltinghausen Stammanteile 26.360,99 EUR 100,0 -2.634,34 EUR
Heidemark Landfrische GmbH & Co. KG (vormals Heidemark Landfrische Logistik GmbH) Höltinghausen Stammanteile 1.539.474,46 EUR 100,0 743.574,73 EUR
Heidemark Landfrische Verwaltungs-GmbH i.G. Höltinghausen Stammanteile 25.000,00 EUR 100,0 0,00 EUR
Food and Carry GmbH Höltinghausen Stammanteile 559.374,28 EUR 100,0 0,98 EUR
Heidemark Polska Sp. z o.o.** Poznan Stammanteile 5.572.832,61 PLN 100,0 1.305.707,97 PLN
Heidemark Limited** Birmingham Stammanteile 20.481,00 GBP 100,0 20.480,00 GBP
Pollame e piu' S.R.L.** Mailand Stammanteile -36.880,00 EUR 100,0 -47.773,00 EUR
Volaille Plus SARL** Paris Stammanteile 28.116,00 EUR 100,0 -5.454,00 EUR
Mutzschen Truthahn GmbH & Co. KG* Mutzschen Kommanditanteile k. A. EUR 100,0 k. A. EUR
Mutzschen Truthahn Beteiligungs GmbH* Mutzschen Stammanteile k. A. EUR 100,0 k. A. EUR

* Die Gesellschaft befindet sich im Insolvenzverfahren.

** Angaben beziehen sich auf das zum 30. Juni 2020 endende Geschäftsjahr. Ein Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020/2021 liegt noch nicht vor.

5. Haftungsverhältnisse

Zum Aufbau der Putenmast in Ostdeutschland hat die Heidemark GmbH gegenüber den finanzierenden Banken Bürgschaften für Fremdmäster in Höhe von 1.346 TEUR (Vorjahr: 2.842 TEUR) übernommen.

Die wirtschaftliche Entwicklung der betreffenden Mäster wird fortlaufend überwacht. Zum Bilanzstichtag waren keine Anzeichen für eine mögliche Inanspruchnahme aus den Bürgschaften ersichtlich.

Die Heidemark GmbH hat gemeinschaftlich mit der Altmärkische Putenmastgesellschaft mbH ein Konsortialdarlehen gegenüber mehreren Banken bis zu einer Höhe von 135.000 TEUR aufgenommen. Die Inanspruchnahme der Altmärkische Putenmastgesellschaft mbH und deren Tochtergesellschaften betrug zum Bilanzstichtag 19.283 TEUR. Die Heidemark GmbH haftet gesamtschuldnerisch.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft für weitere Bankverbindlichkeiten der Altmärkische Putenmastgesellschaft mbH und deren Tochtergesellschaften die Mithaftung erklärt. Zum Bilanzstichtag betrugen diese Verbindlichkeiten 303 TEUR.

Die Heidemark GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Heidemark GmbH derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die Heidemark GmbH schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

6. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Zur Reduzierung unterjähriger Liquiditätsschwankungen bestehen Asset-Backed-Securities (ABS) Programme, mit denen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an fremde Zweckgesellschaften veräußert werden, die sich am Kapitalmarkt refinanzieren. Der vereinbarte Gesamtkreditrahmen für die ABS-Programme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 74,0 Mio. EUR und war zum Bilanzstichtag in Höhe von 44,6 Mio. EUR in Anspruch genommen. Der Vorteil der ABS-Geschäfte liegt in schnelleren Zuflüssen an liquiden Mitteln. Wesentliche Risiken aus den ABS-Geschäften werden nicht gesehen.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag betragen die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

2021/2022
TEUR
2022/2023 bis 2025/2026
TEUR
2026/2027 und später
TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 2.322 2.887 19

8. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zu den im Geschäftsjahr erfassten Honoraren für den Abschlussprüfer unterbleiben nach § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB.

9. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Gesellschafterin der Heidemark GmbH ist mit 100% die Kalvelage Holding GmbH, Höltinghausen. Die Heidemark GmbH und die Kalvelage Holding GmbH, Höltinghausen, sind Mutter- und Tochterunternehmen im Sinne des § 290 Abs. 2 HGB und verbundene Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB. Das Mutterunternehmen stellt zum 30. Juni 2021 einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

 

Höltinghausen, den 24. September 2021

Heidemark GmbH

Geschäftsführung

gez. Christopher Kalvelage

gez. Thomas Henseler

gez. Wilhelm Friesdorf

gez. Franz Heyer

gez. Nils Witt

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 27. September 2021 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.07.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
30.06.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 5.365.275,03 48.685,71 0,00 0,00 5.413.960,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 33.185.367,92 770.407,54 0,00 1.098.082,75 35.053.858,21
2. technische Anlagen und Maschinen 52.756.692,57 1.464.563,84 762.153,26 3.734.433,23 57.193.536,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.617.959,24 922.377,64 107.169,31 316.376,06 12.749.543,63
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.036.449,11 9.300.228,86 0,00 -5.148.892,04 10.187.785,93
103.596.468,84 12.457.577,88 869.322,57 0,00 115.184.724,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.560.513,77 71.880,00 0,00 0,00 10.632.393,77
2. Beteiligungen 5.000.511,29 0,00 45.164,00 0,00 4.955.347,29
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.543,01 0,00 0,00 0,00 1.543,01
4. sonstige Ausleihungen 18.838.326,48 1.000.000,00 436.519,32 0,00 19.401.807,16
34.400.894,55 1.071.880,00 481.683,32 0,00 34.991.091,23
143.362.638,42 13.578.143,59 1.351.005,89 0,00 155.589.776,12
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.07.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.06.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 4.601.017,36 255.147,91 0,00 4.856.165,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 10.237.876,97 962.347,00 0,00 11.200.223,97
2. technische Anlagen und Maschinen 22.438.240,23 4.450.853,06 248.048,84 26.641.044,45
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.373.042,53 1.107.972,51 15.990,40 9.465.024,64
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.170,80 0,00 0,00 1.170,80
41.050.330,53 6.521.172,57 264.039,24 47.307.463,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.275.000,00 0,00 0,00 4.275.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.275.000,00 0,00 0,00 4.275.000,00
49.926.347,89 6.776.320,48 264.039,24 56.438.629,13
NETTOBUCHWERTE
30.06.2021
EUR
30.06.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 557.795,47 764.257,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 23.853.634,24 22.947.490,95
2. technische Anlagen und Maschinen 30.552.491,93 30.318.452,34
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.284.518,99 3.244.916,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.186.615,13 6.035.278,31
67.877.260,29 62.546.138,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.357.393,77 6.285.513,77
2. Beteiligungen 4.955.347,29 5.000.511,29
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.543,01 1.543,01
4. sonstige Ausleihungen 19.401.807,16 18.838.326,48
30.716.091,23 30.125.894,55
99.151.146,99 93.436.290,53

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Heidemark GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heidemark GmbH – bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heidemark GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, den 24. September 2021

Treuhand Weser-Ems GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Witte, Wirtschaftsprüfer

Yazici, Wirtschaftsprüfer

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