Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 129744
Eingetragen
15.1.2023
Branche
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Die Entwicklung und der Vertrieb von Software sowie das Betreiben aller damit zusammenhängender Hilfsgeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Rahusen
seit 15.1.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Ertan Özdil
seit 15.1.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
weclapp GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Exact Germany Bidco GmbH
Germany
37.060.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

weclapp GmbH (vormals: weclapp SE)

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

weclapp GmbH, Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

Anfang 2023 wurde eine formwechselnde Umwandlung der weclapp SE, Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 114007), in die Rechtsform einer GmbH vorgenommen. Seitdem wird die Gesellschaft weclapp GmbH beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 129744 geführt. Zur Vereinfachung wird im Folgenden von der "weclapp" gesprochen, soweit nicht ausdrücklich auf die rechtsformspezifischen Besonderheiten Bezug genommen wird.

1. Grundlagen

1.1. Geschäftsmodell

Die weclapp SE war - bis zum Formwechsel in eine GmbH - eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea) mit zweistufigem Verwaltungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat. Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main. Sie wurde 2008 gegründet und firmiert seit 2019 bis zu ihrem Formwechsel (siehe oben) unter weclapp SE. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Vertrieb von Software sowie das Betreiben aller damit zusammenhängenden Hilfsgeschäfte.

Die weclapp hat auch im Geschäftsjahr 2023 überwiegend ihrer Kernzielgruppe, kleinen und mittelständischen Kunden ("KMU") in Deutschland, gegen Zahlung einer Nutzungspauschale Zugang zu ihrer gleichnamigen, cloudbasierten Transaktionsplattform angeboten. Sie vermarktet ihr Dienstleistungsangebot auch in Österreich, der Schweiz und Italien.

1.2. Leistungsangebot der weclapp

Die weclapp betreibt und entwickelt die gleichnamige, cloudbasierte Transaktionsplattform für Unternehmenssoftware und bietet deren Nutzung überwiegend KMU als Software-as-a-Service (SaaS) an. Sie ermöglicht es den Kunden, ihre für den Geschäftsbetrieb wesentlichen Prozesse mit Hilfe einer einzigen Anwendung umfassend und einheitlich abzubilden und abzuwickeln sowie übergreifend mit anderen Nutzern und Dritten zu interagieren und dadurch Effizienzvorteile zu erzielen. Als wesentliche Funktionalitäten bietet die weclapp das Enterprise Resource Planning (ERP) sowie das Customer-Relationship-Management (CRM) an, einschließlich unter anderem Angebotsmanagement, Auftragseingang und -abwicklung, Beschaffung, Materialmanagement, Projektmanagement, Lagerung und Versand, Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung, Bankwesen und andere Geschäftsprozesse.

Die von der weclapp entwickelte und in Deutschland und der Schweiz gehostete weclapp-Plattform ermöglicht es den Kunden, all diese Kerngeschäftsprozesse mit nur einem Login, einer Benutzeroberfläche und einer Plattform zu verwalten, basierend auf modernster Technologie und zu einem günstigen Preis. Dies ermöglicht unseren Kunden, ihre Rentabilität und Effizienz zu verbessern.

Im Rahmen unseres SaaS-Geschäftsmodells erheben wir monatliche Abonnementgebühren pro Nutzer. Die Kunden unserer weclapp-Plattform können zwischen Verträgen mit einer festen Laufzeit von einem, 12 oder 24 Monaten wählen, die sich am Ende der Laufzeit automatisch verlängern. Bei Verträgen mit einer Laufzeit von 12 oder 24 Monaten können die Abonnementgebühren jährlich im Voraus oder für die gesamte Vertragslaufzeit gezahlt werden, um von niedrigeren monatlichen Abonnementgebühren zu profitieren, als bei Verträgen mit nur monatlicher Laufzeit.

Die so begründeten Dauerschuldverhältnisse führen zu wiederkehrenden Umsätzen und erleichtern die kurz- und mittelfristige Finanzplanung. Sie können durch derzeit drei Unterpakete ergänzt werden (Vertragsmanagement, Projektmanagement, Helpdesk).

Einmalumsätze erzielt die weclapp durch individuelle Softwareentwicklung, Online- und Partnerschulungen, aber auch durch den Verkauf von Softwarepaketen, die außerhalb der Plattform in einer "Private Cloud" der Kunden betrieben werden können.

In den meisten Fällen kann die Plattform ohne vorherige oder begleitende Beratung sofort genutzt werden. Bei größeren KMU mit komplexeren Geschäftsmodellen besteht gegebenenfalls Unterstützungsbedarf, etwa bei der Datenmigration. Grundsätzlich bildet das Partnernetzwerk die breite Basis für die Kundenbetreuung beim Start der Nutzung, etwa bei der Adaption von Workflows oder Masken der weclapp-Plattform für die bestehenden Geschäftsvorgänge oder bei der Anbindung spezifischer Dritt-Soft- und Hardware über die vorgesehenen, offenen Schnittstellen (REST-API) von weclapp. Die Partner rechnen ihre Leistungen zumeist mit den Kunden direkt ab, in einigen Fällen erfolgt die Abrechnung über die weclapp. Die damit verbundenen Aufwendungen der weclapp werden im Materialaufwand gezeigt.

In den Fällen, in denen insbesondere größere Kunden auf die Beratung durch den Hersteller selbst bestehen, kommt ein eigenes Professional-Services-Team zum Einsatz.

Dank der cloudbasierten Transaktionsplattform haben Kunden uneingeschränkten Zugriff auf ihre Daten und Geschäftsvorfälle von jedem internetfähigen Endgerät und von jedem mit dem Internet verbundenen Ort aus. Im Kern der weclapp-Plattform nutzen alle Kunden gleichzeitig dieselben Funktionalitäten der jeweils gebuchten Zugangsberechtigungen. Die Geschäftsdaten eines jeden Kunden sind in einem abgetrennten, geschützten Bereich gespeichert. In zunehmendem Maße kommunizieren und interagieren Kunden mit weclapp und miteinander über das weclapp-Forum, das zur Keimzelle eines weitreichenden Ökosystems wird.

Die als cloudbasierte Plattform angelegte Software ist grundsätzlich von Unternehmen aller Branchen und Leistungsangebote nutzbar. Zu den größten Kundengruppen zählen derzeit Handels- und Dienstleistungsunternehmen, aber auch Kunden aus dem produzierenden Gewerbe.

1.3. Skalierbarkeit von Angebot und Organisation

Die weclapp strebt eine führende Position im DACH-Markt für cloudbasierte Unternehmenssoftware für KMU an. Dafür ist ein kontinuierlicher und beschleunigter Ausbau der Kundenbasis und des Umsatzes erforderlich. Die technischen und organisatorischen Grundlagen für dieses Wachstum sieht die Geschäftsführung grundsätzlich als gegeben an und arbeitet an deren weiterer Optimierung.

Die weclapp-Plattform ist im Funktionsumfang beliebig erweiterbar und kapazitätsmäßig unbegrenzt skalierbar. Sie wurde und wird laufend um neue Funktionalitäten erweitert, sowohl durch die eigenen Softwareentwickler als auch - dank ihrer grundlegenden Schnittstellenorientierung - durch Dritte, die etwa branchenspezifische Komponenten als Plug-ins an die weclapp-Plattform anbinden und anderen Nutzern anbieten. So trägt die weclapp-Community durch selbst initiierte Programmierungen von Funktionalitäten zur Erweiterung des Leistungsumfangs oder zur Anbindung von Peripherie-Geräten und Software laufend bei. weclapp-Kunden schätzen die Möglichkeiten die Zahl ihrer Nutzer flexibel an ihr eigenes Unternehmenswachstum anzupassen sowie spezialisierte Drittanwendungen bei Bedarf in ihre weclapp-Nutzung einzubinden.

Zur Gewährleistung eines ausfallfreien Betriebs der Plattform, also zur Verwaltung und Sicherung von Kunden- und Betriebsdaten im laufenden Nutzungsprozess auf Anwenderseite und im fortlaufenden Optimierungsprozess auf Betreiberseite, wird sie redundant in Rechenzentren in Deutschland sowie der Schweiz gehostet. weclapp hat Kapazitäten in Rechenzentren in Frankfurt am Main, Karlsruhe, Berlin, Falkenstein und Zürich gemietet. Daten- und Informationssicherheit sind dank der ISO 27001-Zertifizierung auf dem jeweiligen Stand der Technik sichergestellt. Die derzeit vorhandenen Kapazitäten in Hard- und Software ermöglichen das weitere Wachstum. Die Architektur der weclapp-Plattform ist so gewählt, dass sie jederzeit flexibel und quasi unbegrenzt um weitere Kunden, Nutzer oder ganze Rechenzentren erweitert werden kann.

Während Hard- und Software der weclapp-Plattform grundsätzlich unbegrenzt skalierbar sind, stellt auch die prozessorientierte Organisation der weclapp eine wesentliche Basis künftigen Wachstums dar. Die definierten Kern- und Teilprozesse erleichtern die Integration neuer Beschäftigter oder neu akquirierter Konzernunternehmen in die bestehenden Abläufe.

1.4. Wachstumsstrategie

Um das angestrebte Wachstum voranzutreiben, wird mit Vorrang an der Erweiterung und laufenden Optimierung der Plattform selbst gearbeitet. Anregungen von Kunden für Verbesserungen und Erweiterungen werden aktiv aufgenommen und in regelmäßigen Updates allen Nutzern zur Verfügung gestellt. Die eigene, strategische Entwicklungsplanung sieht unter anderem den Ausbau ergänzender, leistungsstarker Funktionalitäten für Personalmanagement, Business Intelligence und Finanzbuchhaltung vor.

Im Rahmen der Wachstumsstrategie verfolgt die weclapp mehrere strategische Vertriebsansätze. Insbesondere setzt sie mit ständiger Evaluierung und Optimierung das etablierte und erfolgreiche Online-Marketing mittels Suchmaschinenoptimierung (SEO) fort und wird es um gezielte digitale Werbemaßnahmen (zum Beispiel Suchmaschinenwerbung (SEA)) ergänzen. Die Marketingmaßnahmen dienen auch dazu, die Reichweite des Angebots auf weitere Branchen und in Richtung größerer Mittelständler auszudehnen.

1.5. Steuerungssystem

Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen, dem Risiko-Reporting und einer Übersicht über die Entwicklung definierter Erfolgs- und Vertriebskennzahlen. Darüber hinaus dient eine monatliche Übersicht der Zielerreichung und Liquiditätsentwicklung der Überwachung und Steuerung durch die Geschäftsführung. Erhebung und Überwachung dieser Daten sind auch Bestandteil einer internen Steuerung bei der weclapp unter professionellen Standards.

Gegenstand der regelmäßigen Abstimmungen sind insbesondere die Erreichung der Umsatzplanung und der Ziele für EBITDA und Periodenergebnis für die jeweils folgenden zwölf Monate. Die Planung für die beiden darauffolgenden Geschäftsjahre erfolgt auf der Grundlage der Detailplanung des ersten Planjahres. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden in Abstimmung mit den Teams für Vertrieb, Marketing, Produktmanagement sowie Forschung und Entwicklung aufgestellt; auf Marktebene fließen absehbare Regulierungsvorhaben und Branchentrends ein.

1.6. Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds 1)

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie im Nahen Osten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2023 lt. dem Statistischen Bundesamt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die Auswirkungen zeigen sich nach wie vor in steigenden Preisen sowie ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Wohl durch die hohen Verbraucherpreise verursacht, nahmen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % ab. Die Konsumausgaben des Staates sanken ebenfalls und waren somit das erste Mal seit fast 20 Jahren um 1,7 % niedriger als im Vorjahr. Dies wurde hauptsächlich durch den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen verursacht.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der weiterhin schwierigen Lage leicht positiv. Die Anzahl der Erwerbstätigen stieg um 0,7 % auf 45,9 Mio. Dies unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und die steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Der Aufbau fand hier fast ausschließlich in den Bereichen der Dienstleistungen statt.

Der Auslandshandel nahm im Jahr 2023 aufgrund der verhaltenen globalen Wirtschaft und der schwachen inländischen Nachfrage ab. Die Exporte verloren mehr als die Importe (preisbereinigt -3,0 %). Dies resultierte in einem positiven Auslandsbeitrag, der das BIP unterstützte.

Laut IWF-Bericht 2023 konnte sich die Weltwirtschaft nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der hohen Inflation erholen. Die deutsche Wirtschaft ist dabei Schlusslicht der G7-Staaten mit einem sich negativ entwickelndem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Grund hierfür ist der Fokus auf den Export, der Deutschland stärker als andere Länder an dem schwachen Welthandel leiden lässt.

1) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

1.7. Entwicklung der branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Der Markt für Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK) in Deutschland ist auch 2023 um 2,0 % gewachsen, die Zahl der Beschäftigten in der IT-Branche erhöhte sich um 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr. 2)

Für das Jahr 2024 erwartet der Branchenverband Bitkom e.V. (Bitkom) im Teilmarkt Informationstechnik (Hard- und Software, Dienstleistungen) ein Umsatzwachstum um 4,4 %, während eine weitere Zunahme der Beschäftigten um 2,7 % erwartet wird. 3) Das Segment Software soll im Jahr 2024 nach dieser Prognose weiterhin überdurchschnittlich wachsen (9,4 %). 4)

Cloud Computing ist eine Basistechnologie für die digitale Transformation. Sie verschafft Unternehmen enorme Effizienzgewinne und ist in der digitalen Wirtschaft häufig die Basis neuer Geschäftsmodelle. Cloud Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie beispielsweise Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Plattformen und Netze Dritter.

Die starke Nachfrage insbesondere seitens der KMU, und damit auch das Wachstum der weclapp-Cloud, wurde auch im Jahr 2023 begünstigt durch Trends, die die Softwarenutzung in den Zielgruppen derzeit tiefgreifend verändern und vorantreiben: Die zunehmende Digitalisierung, die auch durch regulatorische Initiativen gestützt wird, die zunehmende Nutzung von Cloud Computing sowie multifunktionale Unternehmenssoftware für ERP, E-Procurement und E-Commerce.

Neben der allgemeinen Entwicklung des Markts für Unternehmenssoftware sowie der Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der von der Gesellschaft angebotenen Cloud-Lösungen, ist der Geschäftserfolg abhängig von der Bereitschaft von Kunden und Interessenten, ihre Geschäftsprozesse und Daten auf einer externen Plattform ("Public Cloud") zu bearbeiten und zu speichern.

Derartige Systeme, wie sie als Bestandteile der weclapp-Cloud angeboten werden, dienen dazu, den Wertschöpfungsprozess des jeweiligen Unternehmens effizienter zu machen und eine stetige Optimierung der unternehmerischen und betrieblichen Abläufe zu ermöglichen.

Während in der Vergangenheit sogenannte On-Premises-Lösungen, also auf firmeneigenen Servern installierte und vor Ort zu wartende Systeme, den Markt für Unternehmenssoftware dominierten, gewinnen cloudbasierte Lösungen zunehmend Marktanteile. Sie zeichnen sich aus Sicht des Nutzers durch deutlich niedrigeren Implementierungsaufwand und durch vereinfachten Zugang mittels beliebiger internetfähiger, auch mobiler Endgeräte aus. Zudem erfordert die Nutzung von Cloudanwendungen in der Regel kein geschultes internes IT-Personal, und Wartungsaufgaben wie das Aufspielen von Updates und Patches entfallen.

Der Trend, zunehmend cloudbasierte ERP-Lösungen zu verwenden, führt weltweit zu einem stetigen Marktwachstum. Die Analysten von Markets and Markets prognostizieren ein durchschnittliches jährliches Wachstum (CAGR) von 15,1 % bis zum Jahr 2028, für das sie weltweite Umsätze in Höhe von USD 1,3 trill. erwarten (laut Studie 2023). 5)

Die Analysten bestätigen, dass der Einsatz von Cloud Computing ein wesentlicher Treiber der Digitalisierung der Unternehmen ist und sich diese Situation nicht verändern wird. Umgekehrt ist anzunehmen: Insbesondere mittelständische Unternehmen als Hauptzielgruppe der weclapp benötigen Digitalisierung zur Erhaltung und Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und werden den Einsatz von Unternehmenssoftware zunehmend vorantreiben.

2) https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-01/240110-Bitkom-Charts-Konjunktur-final.pdf (hier Folie 5)

3) https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-01/240110-Bitkom-Charts-Konjunktur-final.pdf (hier Folie 5)

4) https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-01/240110-Bitkom-Charts-Konjunktur-final.pdf (hier Folie 6)

5) https://www.marketsandmarkets.com/Market-Reports/cloud-computing-market-234.html

1.8. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung spielt für den Geschäftserfolg der weclapp eine wesentliche Rolle. Um den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden, erfolgen laufende Weiterentwicklungen der bestehenden Softwareplattform. Die Verbesserung der bestehenden Features sowie die Umsetzung kundenseitiger Anforderungen werden als entscheidende Faktoren für eine langfristige Kundenbindung angesehen. Wesentliche Produktupdates werden weiterhin in regelmäßigen Abständen zur Verfügung gestellt.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der weclapp belief sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 86,42 Mio. (Vorjahr: EUR 88,96 Mio.) und verringerte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 3 %.

2.1. Aktiva

Aufgrund der planmäßigen Abschreibungen ging der Bestand an Immateriellen Vermögensgegenständen auf EUR 51,65 Mio. zurück (Vorjahr: EUR 61,11 Mio.). Der in diesem Posten enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert ist auf die im Jahr 2019 erfolgte Verschmelzung der damaligen weclapp GmbH auf die erworbene weclapp SE zurückzuführen. Die immateriellen Vermögensgegenstände setzen sich zusammen aus einer selbst geschaffenen Software in Höhe von EUR 1,19 Mio. (Vorjahr: EUR 0,51 Mio.) sowie entgeltlich erworbener Software in Höhe von EUR 1,88 Mio. (Vorjahr: EUR 2,29 Mio.).

Insbesondere durch den Verkauf der Büroflächen im Innohubs-Gebäude im Jahr 2023 ist der bilanzielle Wert des Sachanlagevermögens von EUR 3,74 Mio. auf EUR 0,18 Mio. gesunken.

Aufgrund der Tatsache, dass die Anteile an der FinanzGeek GmbH bereits im Vorjahr außerplanmäßig abgeschrieben wurden, beträgt der Wertansatz der Finanzanlagen trotz der Verschmelzung somit insgesamt unverändert EUR 21,00 Mio. (Vorjahr: EUR 21,00 Mio.)

Das Umlaufvermögen hat sich deutlich erhöht. Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 6,92 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten u. a. aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages eine Forderung gegenüber der Gesellschafterin Exact Germany Bidco GmbH in Höhe von EUR 5,12 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.). Darüber hinaus sind EUR 1,80 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.) kurzfristige Forderungen aus Cash-Pooling gegen die der Exact Group B.V. enthalten.

Die Steigerung des Umlaufvermögens spiegelt sich auch in einem deutlich höheren Bankbestand zum Bilanzstichtag mit EUR 4,16 Mio. (Vorjahr: EUR 1,59 Mio.) wider.

2.2. Passiva

2.2.1. Eigenkapital

Das Eigenkapital der weclapp setzt sich zum 31. Dezember 2023 aus den folgenden Positionen zusammen: Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 37,06 Mio. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 20,81 Mio. Durch den im November 2023 abgeschlossen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags hat die Organträgerin (Exact Germany Bidco GmbH) den Jahresfehlbetrag der Organgesellschaft (weclapp GmbH) in Höhe von EUR 5,12 Mio. ausgeglichen. Der Bilanzverlust betrug damit unverändert EUR 7,93 Mio. (Vorjahr: EUR 7,93 Mio.). Das Eigenkapital beträgt somit EUR 49,94 Mio. (Vorjahr: EUR 49,94 Mio.).

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 57,8 % (Vorjahr: 56,1 %).

2.2.2. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft erhöhten sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,14 Mio. auf EUR 14,38 Mio. Diese Zunahme ist insbesondere bedingt durch die Begründung einer Umsatzsteuerlichen Organschaft und entsprechenden Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,35 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.), aufgelaufenen Zinsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,60 Mio. (Vorjahr: EUR 0,19 Mio.) sowie Steuerumlagen in Höhe von EUR 0,50 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.). Während im Vorjahr noch Cash-Pool Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,5 Mio. EUR gegenüber der Exact Group B.V. bestanden, schlugen diese aufgrund des positiven Cashflows in eine Cash Pool Forderung um.

Nach der Veräußerung der Büroflächen im Innohubs-Gebäude konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vollständig zurückgezahlt werden.

Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten umfasst fast ausschließlich die erhaltenen Anzahlungen der Kunden aus kurz- und langfristigen Verträgen für die Nutzung der Cloud-basierten Plattform. Diese Position lag aufgrund des im Jahr 2023 eingetretenen Geschäftswachstums mit EUR 6,75 Mio. um 20,4 % höher als zum Bilanzstichtag des Vorjahrs mit EUR 5,60 Mio.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 13,75 Mio. (Vorjahr: EUR 16,16 Mio.) ergeben sich aus den zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen den Wertansätzen von Handels- und Steuerrecht und sind insbesondere aufgrund der zunehmend geringeren Differenzen in Bezug auf den Ansatz und Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts rückläufig.

3. Finanzlage

Insgesamt verringerte sich der Verschuldungsgrad (Verbindlichkeiten in Prozent des Eigenkapitals) auf 29,5 % (Vorjahr: 33,4 %) und liegt damit auf einem zufriedenstellenden Niveau.

Das SaaS-Geschäftsmodell basiert auf Vorauszahlungen der Kunden, die damit zur Finanzierung des operativen Geschäfts maßgeblich beitragen. Bilanziell sind sie in den nicht zinstragenden Verbindlichkeiten sowie im passivischen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten.

Im Jahr 2023 erzielte die weclapp einen Gesamt-Cashflow von EUR 2,57 Mio. (Vorjahr: EUR 1,38 Mio.). Dieser Cashflow entspricht der positiven Veränderung der liquiden Mittel der weclapp GmbH im Laufe des Jahres 2023. Der Gesamt-Cashflow setzt sich aus einem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von EUR 3,33 Mio. (Vorjahr: EUR 1,63 Mio.), und einem Cashflow aus der Finanzierung zusammen EUR -3,32 Mio. (Vorjahr: EUR 4,35 Mio.) und einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von EUR 2,61 Mio. (Vorjahr: EUR -4,61 Mio.).

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit steigt aufgrund verbesserter zugrunde liegender Betriebsergebnisse.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wird maßgeblich durch die Rückzahlung des Darlehens der VR-Bank Würzburg beeinflusst, das zur Finanzierung der im Innohubs-Gebäude genutzten Büroflächen in Höhe von EUR 3,32 Mio. genutzt wurde. Die verbleibenden Finanzierungs-Cashflows entstehen durch die Übertragung überschüssiger Bankguthaben an die Exact Group B.V.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird im Wesentlichen durch die im Jahr 2023 getätigten Desinvestitionen in das Anlagevermögen durch den Verkauf der Büroflächen im Projektgebäude bestimmt.

Darüber hinaus wurde auch in Softwarelizenzen und selbst entwickelte Software investiert.

Die erwartete Entwicklung des Liquiditätsbestandes ist aufgrund des Geschäftsmodells direkt mit dem Geschäftswachstum verknüpft. Das positive Geschäftswachstum, das sich aktuell auch im laufenden Geschäftsjahr 2024 abzeichnet, ermöglicht weitere Tilgungsleistungen im Jahr 2024 vornehmen zu können.

4. Ertragslage

4.1. Umsatzerlöse

Der Umsatz der weclapp betrug im Geschäftsjahr 2023 EUR 16,78 Mio. (Vorjahr: EUR 12,52 Mio.). Dies entspricht einem Wachstum von ca. 34 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse resultieren aus Abrechnungen an Kunden, die Nutzungsrechte an der cloudbasierten ERP-Plattform erwerben. Zahlungen erfolgen im Voraus für die gesamte Dauer des Nutzungsvertrags (monatlich oder 12-monatlich; eine 24-monatige Dauer wird nicht mehr angeboten; daneben wird auch ein Modell monatlicher zahlweise angeboten). Sie werden über die Laufzeit periodengerecht abgegrenzt.

Der überwiegende Anteil des Umsatzes stammt aus wiederkehrenden Umsätzen mit Dauerkunden. Im Bereich der wiederkehrenden Umsätze konnte die weclapp im Jahr 2023 eine deutliche Steigerung erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Betrag der wiederkehrenden Umsätze von EUR 11,37 Mio. auf EUR 15,80 Mio. erhöht werden, was einer Steigerung um rund 39 % entspricht und die insgesamt positive Geschäftsentwicklung verdeutlicht.

Einmalumsätze erzielt weclapp in geringerem Umfang insbesondere durch Dienstleistungsangebote, die die Kunden einmalig beauftragen. Hauptposten waren hier Partner- und Onlineschulungen, individuelle Softwareentwicklungen sowie Verkäufe von Softwarelizenzen (EUR 0,98 Mio., im Vorjahr: EUR 1,06 Mio.). Hintergründe der Veränderung sind die sinkende Nachfrage nach Kauflizenzen sowie das im Vergleich zu den Vorjahren geringere Kundenwachstum, was insgesamt eine sinkende Nachfrage nach Dienstleistungsangeboten zur Folge hat.

4.2. Periodenergebnis

Das Umsatzwachstum trug wesentlich zur Verbesserung des Periodenergebnisses bei und überstieg damit die Erwartungen des Vorjahres.

Darüber hinaus sank der Personalaufwand im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,32 Mio. auf insgesamt EUR 7,54 Mio. Dieses ist im Wesentlichen bedingt durch die einmaligen Ausgleichszahlungen an Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Gewährung von Aktienoptionen durch die ehemalige Muttergesellschaft 3U HOLDING AG im Vorjahr. Die korrespondierenden Erträge erklären gleichermaßen den Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf EUR 5,89 Mio. (Vorjahr: EUR 5,03 Mio.) ist auf verschiedene Aspekte zurückzuführen, aber im Wesentlichen sind für das weitere Geschäftswachstum des Jahres 2023 höhere Aufwendungen für Marketing (EUR 1,83 Mio. nach EUR 0,71 Mio. im Vorjahr) und EDV-Kosten (EUR 1,19 Mio. nach EUR 0,42 Mio. im Vorjahr) angefallen. Im Jahr 2022 wurden Forderungen gegen die FinanzGeek GmbH, Worms, in Höhe von EUR 0,64 Mio. abgeschrieben.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wurden in Höhe von EUR 10,41 Mio. vorgenommen (Vorjahr: EUR 10,23 Mio.), die im Wesentlichen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert betreffen.

Die Entwicklung des Finanzergebnisses in Höhe von EUR -0,57 Mio. (Vorjahr: EUR -0,73 Mio.) wurde im Wesentlichen von zwei Faktoren beeinflusst. Die Zinsaufwendungen erhöhten sich im Jahr 2023 auf EUR 0,62 Mio. (Vorjahr: EUR 0,26 Mio.). Davon entfallen Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 0,60 Mio. auf das langfristige Darlehen des neuen Anteilseigners, der Exact Germany Bidco GmbH (Vorjahr: EUR 0,09 Mio.). Darüber hinaus spiegelte sich im Finanzergebnis 2022 die außerplanmäßigen Abschreibungen der Anteile an der FinanzGeek GmbH, Worms, in Höhe von EUR 0,49 Mio. wider, die auf deren nachhaltig verschlechterten Ertrags- und Eigenkapitalsituation beruht.

Im Wesentlichen aufgrund der Auflösung passiver latenter Steuern entstand ein Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von EUR 1,86 Mio. (Vorjahr: EUR 3,37 Mio.).

Aufgrund der deutlich gestiegenen Umsatzerlöse verringerte sich der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung um EUR 2,81 Mio. auf EUR 5,12 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von EUR 7,93 Mio.).

Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung wird jedoch im Jahr 2023 für das laufende Geschäft durch nicht zahlungswirksame Aufwandspositionen in erheblicher Höhe beeinflusst. Dies schränkt die Aussagekraft der Kennzahl insgesamt ein. Dies betrifft neben den planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert abzgl. Erträge aus latenten Steuern und auf die im Rahmen der Verschmelzung auf die weclapp SE erworbenen Vermögensgegenstände (EUR 9,89 Mio., Vorjahr: EUR 10,23 Mio.).

Unter Berücksichtigung der hier genannten, nicht zahlungswirksamen Aufwendungen wäre ein "bereinigtes" Periodenergebnis in Höhe von EUR 1,91 Mio. erzielt worden (Vorjahr: EUR 0,51 Mio.).

4.3. EBITDA

Die Kennzahl EBITDA indiziert die Profitabilität der Gesellschaft und stellt eine grobe Annäherung an den aus betrieblicher Tätigkeit erzielten Cashflow dar. Aufgrund ihrer Zusammensetzung ist diese Kennzahl zur Beurteilung der betrieblichen Lage besser geeignet als der Jahresüberschuss bzw. der Jahresfehlbetrag, da sie insbesondere durch die Höhe der planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen nicht beeinflusst wird.

Im Jahr 2023 hat die weclapp GmbH insgesamt ein EBITDA in Höhe von EUR 3,97 Mio. erwirtschaftet (Vorjahr: EUR -0,33 Mio.). Dies entspricht einer EBITDA-Marge (EBITDA im Verhältnis zu den erzielten Umsatzerlösen) in Höhe von 23,65 % (Vorjahr: 2,64 %). Diese deutlich positive Veränderung des EBITDA ist auf mehrere Ursachen zurückzuführen, wobei dem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse nur bei moderat gestiegenen Aufwendungen aufgrund von erzielten Skaleneffekten gegenüberstehen. Die im Jahr 2023 erzielte EBITDA-Marge wird insgesamt als zufriedenstellend angesehen.

Die Erwartungen des Vorjahres hinsichtlich der EBITDA Entwicklung wurden übertroffen. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 zufrieden.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1. Prognosebericht

Die deutliche Fokussierung auf nachhaltiges, organisches Wachstum der Gesellschaft, das künftig angestrebt wird, erlaubt die Erwartung einer künftig deutlich verbesserten Umsatz- und Ergebnislage. Die künftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft wird als aussichtsreich gesehen. Die allgemeine Nachfrage nach kostengünstigen Cloud-ERP-Lösungen wird unter den KMU als unverändert hoch betrachtet. Dies lässt eine positive Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen erwarten.

Das Niveau der gewonnenen Neukunden hat im Jahr 2023 ebenso wie der Bereich der Lead-Generierung eine positive Entwicklung genommen. Dies ist unter anderem auf erhöhte Anstrengungen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung zurückzuführen. Die geschäftsprozessrelevanten Bedürfnisse eingehender, potenzieller Kunden (sog. Leads) können durch eine hinreichende Anzahl qualifizierter Vertriebsmitarbeiter mit zielgerichteten Lösungen aus dem Leistungsportfolio der weclapp erfüllt werden, sodass weiterhin eine Konversion auf zufriedenstellendem Niveau erwartet werden kann.

Aufgrund der erstellten, kurz- und mittelfristigen Planungen erwartet die Geschäftsführung eine nachhaltig positive Entwicklung der Kundenanzahl der Gesellschaft. Darüber hinaus wird von einer positiven Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen Umsatzerlöse, Profitabilität (EBITDA) und Periodenergebnis (Jahresüberschuss) ausgegangen; ebenso von einer weiterhin positiven Entwicklung der Zahlungsmittelgenerierung aus der Geschäftstätigkeit.

Im Hinblick auf die vorhandene Kundenanzahl erwartet die Geschäftsführung, dass sich im Jahr 2024 die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 im Wesentlichen positiv fortsetzen wird.

5.1.1. Umsatzerlöse

Mit dem Wachstum der Kundenanzahl ist das erwartete Wachstum der Umsatzerlöse eng verknüpft. Darüber hinaus wird aus der Implementierung eines zu Beginn des Jahres 2023 beschlossenen und begonnenen Preiserhöhungsprogramms ein positiver Effekt auf den Umsatz erwartet, der durchschnittlich je Kunde erzielt wird. Das erwartete Umsatzwachstum übersteigt daher das Wachstum der Anzahl der Kunden. Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse zwischen EUR 21,0 Mio. und EUR 22,0 Mio., was einem Wachstum von ca. 25 % bis 31 % entspricht.

5.1.2. EBITDA

Im Hinblick auf die Profitabilität der Gesellschaft geht die Geschäftsführung im Jahr 2024 ebenfalls von einer deutlichen Verbesserung aus. Nachdem im Jahr 2023 ein positives EBITDA erwirtschaftet wurde, wird für das Jahr 2023 insgesamt ein deutlich positives EBITDA im Bereich von EUR 7,0 Mio. und EUR 8,5 Mio. erwartet.

Die Gesellschaft erwartet im Jahr 2024 deutliche Kosteneinsparungen. Dies wird durch die Fokussierung der Gesellschaft auf solche Ausgaben erreicht, die sich unmittelbar auf den Erhalt der erfolgreichen Geschäftstätigkeit sowie auf den Ausbau der weiteren Geschäftsentwicklung beziehen.

5.1.3. Jahresergebnis

Auf Grundlage des erwarteten EBITDA und aufgrund von Einflüssen wie insbesondere der planmäßigen Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens geht die Geschäftsführung von einem Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) für das Jahr 2024 in Höhe von EUR -1.0 Mio. bis EUR 1.0 Mio. aus.

5.2 Chancen- und Risikobericht

Die Wachstumschancen in der DACH-Region werden als wesentliche Chance für die Gesellschaft gesehen. Die Marktposition der Gesellschaft in der DACH-Region kann in künftigen Jahren deutlich ausgebaut werden. Der DACH-Wirtschaftsraum erlaubt nach Einschätzung der Geschäftsführung weiterhin eine skalierbare Bearbeitung mit der bestehenden weclapp Plattform. Bei verstärkt erfolgreicher Positionierung in diesem Markt besteht die Möglichkeit der Erzielung von zusätzlichen Umsatzerlösen in signifikanter Höhe. Demgegenüber können zusätzliche, umsatzbezogene Kosten erforderlich werden, beispielsweise für Marketing und Werbemaßnahmen.

Die Integration in den Konzern des neuen Anteilseigners, der Exact Gruppe, stellt ebenfalls eine Chance für die weclapp dar. Aufgrund der langjährigen Erfahrung und der erfolgreichen Positionierung der Exact Gruppe im Benelux-Markt konnte relevantes Expertenwissen in der Errichtung und dem Betrieb einer skalierbaren, kundenorientierten Organisation aufgebaut werden. Der Anwendungsbereich dieses Expertenwissens betrifft neben der Anbindung an den Cash-Pool auch Prozesse in betrieblichen Funktionen wie Softwareentwicklung, Marketing und Vertrieb.

Eine weitere wesentliche Chance für die weclapp besteht in künftigen Preisanpassungen der Kundenverträge. In der Vergangenheit verfolgte die weclapp im Hinblick auf die angestrebte, nachhaltige Kundenbindung eine zurückhaltende Geschäftspolitik bei Preiserhöhungen. Auch angesichts ansteigender Kosten in vielen für die Gesellschaft relevanten Bereichen (insbesondere Personal und externe Dienstleistungen) hat die Geschäftsführung jedoch die Entscheidung getroffen, Preiserhöhungen auf der Bestands- und Neukundenseite durchzusetzen.

Wesentliche Risiken der Gesellschaft werden in Folgendem gesehen:

Ein wesentliches Risiko sieht die Geschäftsführung insbesondere im Bereich einer möglichen Rezession. Im Szenario einer sich weiter abkühlenden Wirtschaftslage, insbesondere im DACH-Raum, erscheint es nicht ausgeschlossen, dass Unternehmen unterschiedlicher Branchen anstehende Modernisierungen im Bereich Digitalisierung und Prozesse sowie insbesondere im Bereich ERP-Systeme aufschieben oder auf unbestimmte Zeit aussetzen werden. Auch Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft auf Kundenseite können hierdurch negativen Einflüssen ausgesetzt sein.

Der gegenwärtig herrschende Fachkräftemangel erschwert und verteuert die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter. Darüber hinaus erfordert er oftmals das Tätigwerden externer Personaldienstleister, was die Personalgewinnungsprozesse insbesondere für betriebliche Schlüsselpositionen in zeitlicher Hinsicht regelmäßig verzögert und andererseits die zum erfolgreichen Abschluss der Personalgewinnungsprozesse erforderlichen Kosten erhöht.

Die allgemeine Kostensituation stellt sich unter dem Gesichtspunkt der herrschenden Inflation ebenfalls als Risiko für die Gesellschaft dar. Die allgemein gestiegenen Personal- und Energiekosten, schlagen sich in deutlich höheren Kosten für externe Dienstleister in allen wesentlichen Bereichen nieder. Die Geschäftsführung sieht dies vor dem Hintergrund der angestrebten Stabilisierung auf der Kostenseite und der Anbindung an den Cash-Pool des Anteilseigners, der Exact Gruppe, nicht als existenzbedrohendes Risiko, jedoch kann dies auf die künftige Profitabilität der Geschäftstätigkeit negativen Einfluss ausüben.

Zusammenfassend übersteigen die Chancen nach Einschätzung der Geschäftsführung jedoch auch im Szenario einer sich verschlechternden Wirtschaftslage die Risiken deutlich. Das kontinuierlich angestrebte Wachstum in Verbindung mit einer erhöhten Kostensensibilität lässt eine deutlich erhöhte Profitabilität erwarten.

 

Frankfurt am Main, den 31. Januar 2025

Die Geschäftsführung der weclapp GmbH

gez. Ertan Özdil

gez. Paul Ramakers

gez. Alexander Rahusen

Bilanz zum 31. Dezember 2023

weclapp GmbH (vormals: weclapp SE), Frankfurt am Main

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 51.651.544,59 61.112.653,88
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte: EUR 1.185.710,22 (i. V. EUR 511.616,97)
- davon Geschäfts- oder Firmenwert: EUR 48.590.081,95 (i. V. EUR 58.308.098,33)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 175.649,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.026,88 33.379,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.062,50 195.979,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.337.334,22
180.089,38 3.742.342,72
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 21.000.000,00 21.000.000,00
21.000.000,00 21.000.000,00
72.831.633,97 85.854.996,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 15.432,30 1.395,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.259.633,14 1.420.358,79
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 6.920.478,38 (i. V. EUR 1.717,23)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.162.081,75 1.594.801,20
13.437.147,19 3.016.555,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.337,62 92.990,26
86.418.118,78 88.964.542,84

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 37.060.000,00 37.060.000,00
II. Kapitalrücklage 20.807.002,00 20.807.002,00
III. Bilanzverlust -7.928.274,15 -7.928.274,15
49.938.727,85 49.938.727,85
B. Rückstellungen 1.272.545,44 594.332,85
C. Verbindlichkeiten 14.708.167,62 16.668.036,61
- davon gegenüber Kreditinstituten: EUR 0,00 (i. V. EUR 3.319.083,13)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 14.408.769,87 (i. V. EUR 12.238.700,14)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.745.619,57 5.603.924,38
E. Passive latente Steuern 13.753.058,30 16.159.521,15
86.418.118,78 88.964.542,84

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

weclapp GmbH (vormals: weclapp SE), Frankfurt am Main

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 17.395.021,66 13.674.994,82
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.371.536,97 7.591.500,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.165.404,46 1.266.401,96
- davon für Altersversorgung: EUR 2.181,78 (i. V. EUR 2.470,65)
7.536.941,43 8.857.902,86
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.413.383,68 10.228.110,46
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.889.713,34 5.026.588,53
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.757,55 13.161,16
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (i. V. EUR 9.186,11)
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 50,00 487.000,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 615.288,20 261.073,16
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 595.869,53 (i. V. EUR 230.937,19)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.895.964,90 -3.368.623,99
- davon passive latente Steuern: EUR 2.405.679,73 (i. V. EUR 3.178.584,24 und davon aus Steuerumlagen: EUR -504.784,48 (i. V. EUR 0,00)
9. Ergebnis nach Steuern -5.115.632,54 -7.803.895,04
10. Sonstige Steuern 289,98 124.379,11
11. Ertrag aus Verlustübernahme 5.115.922,52 0,00
12. Jahresfehlbetrag 0,00 -7.928.274,15
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -7.928.274,15 0,00
14. Bilanzgewinn/-verlust -7.928.274,15 -7.928.274,15

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

weclapp GmbH (vormals: weclapp SE), Frankfurt am Main,

I. Allgemeine Angaben

Die weclapp GmbH (vormals: weclapp SE) (nachfolgend auch als "Gesellschaft" bezeichnet) mit Sitz in Frankfurt am Main wurde am 23. November 2018 unter der Firma Atrium 141. Europäische VV SE als Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea) gegründet. Sie wurde im dortigen Handelsregister unter HRB 114007 geführt.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2022 und Eintragung in das Handelsregister am 15. Januar 2023 wurde die weclapp SE in die weclapp GmbH durch Formwechsel umgewandelt. Sie wird seitdem im Handelsregister unter HRB 129744 geführt.

Mit Vertrag vom 26. Juli 2023 und Rückwirkung zum 1. Januar 2023 wurde die hundertprozentige Tochtergesellschaft FinanzGeek GmbH, Worms, auf die Gesellschaft verschmolzen. Daraus ergab sich ein Verschmelzungsgewinn von EUR 114.598,11.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Vertrieb von Software und das Betreiben aller damit zusammenhängenden Hilfsgeschäfte.

Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die Angabe der Beträge teilweise in TEUR anstatt EUR.

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag und Steuerumlagevertrag

Am 24. November 2023 haben die Exact Germany Bidco GmbH (Organträgerin) und weclapp GmbH (Organgesellschaft) einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen; die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 8. Dezember 2023. Die Organgesellschaft wird ihren gesamten Gewinn an die Organträgerin abführen und die Organträgerin jeden entstehenden Jahresfehlbetrag der Organgesellschaft ausgleichen, während der Dauer dieses Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags. Infolgedessen wird gem. § 14 Abs. 1 Satz 2 KStG das Einkommen der Organgesellschaft auf Ebene der Organträgerin der Besteuerung unterworfen.

Darüber haben Exact Germany Bidco GmbH und weclapp GmbH ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen mit der Absicht die laufende und latente ertragsteuerliche (Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) Be- und Entlastungen während des Geltens der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft verursachungsgerecht umzulegen. Dieser Vertrag wird erstmals für das Geschäftsjahr 2023 angewendet.

Im Falle der Zurechnung eines positiven zu versteuernden Einkommens bzw. eines positiven Gewerbeertrages der Organgesellschaft vor Ergebniszurechnung ist der Organträger zu einer laufenden Steuerumlage berechtigt. Im Falle der Zurechnung eines negativen zu versteuernden Einkommens bzw. eines negativen Gewerbeertrages ist die Organgesellschaft zu einer laufenden Steuerumlage berechtigt. Dabei ist der jeweilige für die Organgesellschaft stand-alone anwendbare Steuersatz (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) heranzuziehen.

Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz der Organgesellschaft, die die Grundlage für eine aktive oder passive latente Steuer bilden, sind die latenten steuerlichen Be- oder Entlastungen auf die Organgesellschaft umzulegen (§ 274 HGB analog), so dass ein Ausweis bei der Organgesellschaft erfolgt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden gemäß §§ 253 Abs. 1 Satz 1, 255 Abs. 2, Abs. 2a HGB mit ihren Herstellungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und die Kosten betreffend der selbst geschaffenen Software entsprechend aktiviert. Die Nutzungsdauer für die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffend die selbst geschaffene Software wird nach Fertigstellung auf 5 Jahre geschätzt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern für Software betragen 3 bis 11 Jahre. Die Software der Gesellschaft wurde mit einer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 11 Jahren bilanziert. Der Geschäfts- und Firmenwert wird linear über 10 Jahre abgeschrieben. Basis für die Bestimmung der Nutzungsdauer bildete dabei die in der Vergangenheit bestehende stabile Branchenentwicklung mit Unternehmen, die zum Teil mehr als 25 Jahre am Markt agieren. Mit beschleunigter Digitalisierung wird es voraussichtlich zu einer höheren Unternehmensfluktuation kommen. Demgemäß wurde für den Geschäfts- und Firmenwert eine Nutzungsdauer von 10 Jahren angenommen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern für die Sachanlagen betragen 2 bis 13 Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Beim Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgt ein Ansatz mit dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB. Bestehen die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Zur periodengerechten Erfolgsermittlung wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf die Bilanzierung verzichtet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Im Anlagevermögen weist die Gesellschaft aufgrund der Verschmelzung im Jahr 2019 im Wesentlichen einen Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 48.590 (Vorjahr: TEUR 58.308) sowie einen Wert für die ERP-Software in Höhe von TEUR 1.876 (Vorjahr: TEUR 2.022) aus. Die verbleibende Restnutzungsdauer des Geschäfts- und Firmenwertes beträgt 5 Jahre, die verbleibende Restnutzungsdauer der ERP-Software beträgt 6 Jahre. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel gesondert dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 4.079 (Vorjahr: TEUR 3.096). Davon entfällt auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ein Betrag von TEUR 734 (Vorjahr: TEUR 156).

Im Jahr 2023 verkaufte die Gesellschaft das Bauprojekt "Inno-Hubs" in Würzburg an die 3U Holding AG zurück. Aus dem Abgang der Vermögenswerte zu Buchwerten in Höhe von TEUR 3.635 realisierte die Gesellschaft einen Verlust aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 146.

Der ausschüttungsgesperrte Betrag i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 847 (Vorjahr: TEUR 361). Dieser ergibt sich vollständig aus den aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

2. Finanzanlagen

Die Gesellschaft hält am 31. Dezember 2023 Anteile an den folgenden verbundenen Unternehmen:

Name/Sitz Höhe Kapitalanteil
(%)
Eigenkapital
(EUR)
Ergebnis des Geschäftsjahres 2023
(EUR)
ITscope GmbH, Karlsruhe 100,00 1.072.736,80 101.605,61

3. Vorräte

Die erworbenen Waren des Vorratsvermögens sind gemäß § 255 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten aktiviert.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.920 (Vorjahr: TEUR 2). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten u. a. aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages eine Forderung gegenüber der Gesellschafterin Exact Germany Bidco GmbH in Höhe von TEUR 5.116 (Vorjahr: TEUR 0). Darüber hinaus sind TEUR 1.804 (Vorjahr: TEUR 0) kurzfristige Forderungen aus Cash-Pooling, sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Körperschaftsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 334 (Vorjahr: TEUR 113) sowie Gewerbesteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 319).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 14.380 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Hiervon entfallen TEUR 12.253 (Vorjahr: TEUR 12.238) auf sonstige Verbindlichkeiten aus einer Darlehensgewährung inkl. der aufgelaufenen Zinsverbindlichkeiten. Die Restlaufzeit dieses Darlehens inkl. der aufgelaufenen Zinsverbindlichkeiten liegt zum 31. Dezember 2023 zwischen einem Zeitraum von ein bis fünf Jahren.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 6.746 (Vorjahr: TEUR 5.604) enthält wie im Vorjahr im Wesentlichen durch die Gesellschaft vereinnahmte Vorauszahlungen für Leistungen zukünftiger Geschäftsjahre.

7. Passive latente Steuern

Die passive latente Steuerposition in Höhe von TEUR 13.753 (Vorjahr: TEUR 16.160) ergibt sich aus den zeitlichen Bewertungsunterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögensgegenstände nach Handels- und Steuerrecht, deren Ansatz im Rahmen der Verschmelzung der ehemaligen weclapp GmbH auf die Gesellschaft gewählt wurde. Im Rahmen der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 29 % zugrunde gelegt.

8. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen für die Jahre:

2024
TEUR
2025-2028
TEUR
2029-2038
TEUR
Leasing/Miete 96 183 0
Gesamt 96 183 0

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Durchschnittlich waren - ohne Vorstände bzw. Geschäftsführung - 108 Mitarbeiter (Vorjahr: 107 Mitarbeiter) beschäftigt. Dabei handelt es sich um 4 (Vorjahr: 3) leitende Angestellte und 104 (Vorjahr: 104) Angestellte.

Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten im Wesentlichen planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert sowie Software (TEUR 10.312, Vorjahr: TEUR 10.009).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 242, Vorjahr: 733), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 575, Vorjahr: TEUR 561), Werbungskosten (TEUR 1.833, Vorjahr: TEUR 778), Kosten für Intercompany-Dienstleistungen (TEUR 509, Vorjahr: TEUR 248), Softwareentwicklungskosten (TEUR 15, Vorjahr: TEUR 438), Vermittlungsprovisionen (TEUR 602, Vorjahr: TEUR 500), EDV-Kosten (TEUR 1.191, Vorjahr: TEUR 419), Raumkosten (TEUR 270, Vorjahr: TEUR 201) und Kosten der Personalsuche (TEUR 230, Vorjahr: TEUR 238). Die periodenfremden Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 betragen TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 16). Sie setzen sich im Wesentlichen aus Kosten für an die Gesellschaft erbrachte Leistungen zusammen, die das Jahr 2022 betreffen.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis des Geschäftsjahres besteht im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 596 (Vorjahr: TEUR 231).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Körperschaft- und Gewerbesteuer (inkl. SolZ) TEUR 510 TEUR -190
Latenter Steuerertrag TEUR -2.406 TEUR -3.179
Summe TEUR -1.896 TEUR -3.369

Ergebnisabführung

Die Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 5.116 Euro (Vorjahr: TEUR 7.804) aus. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Exact Germany Bidco GmbH, wird dieser Verlust von der Organmutter übernommen (Vorjahr: TEUR 0).

V. Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Aufgrund der Änderung der Eigentumsverhältnisse an den Aktien der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat hinfällig.

Vorstand bzw. Geschäftsführung

Zu Mitgliedern des Vorstands bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Bis zum 15.01.2023:

Paul Ramakers - Eindhoven, Niederlande, CEO Exact, Vorstand der weclapp SE

Seit dem 15.01.2023:

Paul Ramakers - Eindhoven, Niederlande, CEO Exact, Geschäftsführer der weclapp GmbH

Bis zum 15.01.2023:

Ertan Özdil - Kitzingen, Vorstand der weclapp SE

Seit dem 15.01.2023:

Ertan Özdil - Kitzingen, Geschäftsführer der weclapp GmbH

Seit dem 15.01.2023:

Alexander Rahusen - Amsterdam, Niederlande, CFO Exact, Geschäftsführer der weclapp GmbH

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der weclapp GmbH schlägt vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft und das Tochterunternehmen ITscope GmbH, Karlsruhe, werden in den Konzernabschluss der Exact Gruppe einbezogen (Oberste Muttergesellschaft: Precise Midco B.V., eine Gesellschaft niederländischen Rechts). Der Konzernabschluss ist erhältlich bei der niederländischen Handelskammer ("Kamer van Koophandel" bzw. www.kvk.nl).

 

Frankfurt am Main, den 31. Januar 2025

Die Geschäftsführung der weclapp GmbH

gez. Ertan Özdil

gez. Paul Ramakers

gez. Alexander Rahusen

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

der weclapp GmbH, Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Zugänge aus Verschmelzung
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 103.005.044,21 733.887,61 117.485,00 0,00 103.856.416,82
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 511.616,97 733.887,61 0,00 0,00 1.245.504,58
- davon Geschäfts- oder Firmenwert 97.180.163,89 0,00 0,00 0,00 97.180.163,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 175.649,16 6.106,21 0,00 181.755,37 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.021,30 24.566,19 0,00 0,00 77.587,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 423.422,50 28.611,03 0,00 2.528,85 449.504,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.337.334,22 116.017,89 0,00 3.453.352,11 0,00
3.989.427,18 175.301,32 0,00 3.637.636,33 527.092,17
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 21.487.000,00 0,00 50,00 0,00 21.487.050,00
128.481.471,39 909.188,93 117.535,00 3.637.636,33 125.870.558,99
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.892.390,33 10.312.481,90 0,00 52.204.872,23
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 59.794,36 0,00 59.794,36
- davon Geschäfts- oder Firmenwert 38.872.065,56 9.718.016,38 0,00 48.590.081,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.641,66 4.918,95 0,00 24.560,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.442,80 95.982,83 983,45 322.442,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
247.084,46 100.901,78 983,45 347.002,79
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 487.000,00 50,00 0,00 487.050,00
42.626.474,79 10.413.433,68 983,45 53.038.925,02
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 51.651.544,59 61.112.653,88
- davon selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.185.710,22 511.616,97
- davon Geschäfts- oder Firmenwert 48.590.081,95 58.308.098,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 175.649,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.026,88 33.379,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.062,50 195.979,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.337.334,22
180.089,38 3.742.342,72
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 21.000.000,00 21.000.000,00
72.831.633,97 85.854.996,60

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in der verkürzten Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die weclapp GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der weclapp GmbH (vormals: weclapp SE), Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der weclapp GmbH (vormals: weclapp SE), Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, 31. Januar 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Martin Theis, Wirtschaftsprüfer

gez. Moritz Tack, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der weclapp GmbH (vormals weclapp SE), Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung am 31. Januar 2025 festgestellt.

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