Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 73120
Vorher
Kroymans Financial Services GmbH
Eingetragen
24.7.2009
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von SchienenfahrzeugenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Die Vermietung und das Leasing von Kraftfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Philipp Nicolaus Berg
seit 11.2.2026
Prokura
Bernard Kremer
seit 27.5.2025
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
International Car Lease Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
My Lease Company Holding BV
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DirectLease.de GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.428,00 19.372,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.573,00 11.526,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.964.813,13 27.933.819,34
44.972.386,13 27.945.345,34
44.989.814,13 27.964.717,34
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.864.507,22 663.360,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 844.284,57 1.017.317,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 89.399,25 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 789.067,18 447.896,87
1.722.751,00 1.465.214,81
III. Guthaben bei Kreditinstituten 391.030,64 31.804,26
3.978.288,86 2.160.379,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 141.443,59 90.926,69
49.109.546,58 30.216.023,64

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.500.000,00 2.500.000,00
III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 1.136.711,64 -969.808,37
IV. Jahresüberschuss 2.410.068,17 2.106.520,01
6.071.779,81 3.661.711,64
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 223.900,98 221.868,23
2. Sonstige Rückstellungen 380.820,84 164.387,00
604.721,82 386.255,23
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 411.842,88 595.508,96
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.675.519,68 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.414.035,44 24.692.387,24
davon aus Steuern: EUR 9.690,26 (Vj. EUR 5.805,85)
41.501.398,00 25.287.896,20
D. Rechnungsabgrenzungsposten 931.646,95 880.160,57
49.109.546,58 30.216.023,64

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 29.953.593,56 21.068.026,74
2. Sonstige betriebliche Erträge 211.623,13 118.014,81
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.939.356,52 3.298.574,12
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 811.839,63 672.838,30
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 135.472,34 106.616,58
947.311,97 779.454,88
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.156.679,40 6.455.834,87
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.219.170,66 7.217.990,31
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 448,50 82,93
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.332.429,69 598.765,06
davon Zinsen an verbundene Unternehmen: EUR 1.332.427,87 (Vj EUR 598.516,64)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.160.648,78 728.985,23
10. Ergebnis nach Steuern 2.410.068,17 2.106.520,01
11. Jahresüberschuss 2.410.068,17 2.106.520,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: DirectLease.de GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Düsseldorf
Register-Nr.: 73120

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Abschreibungen werden wie folgt vorgenommen:

Bilanzposten Abschreibungsmethode Nutzungsdauer (Jahre)
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 0-5
Technische Anlagen und Maschinen linear 5
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3-10

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Bestände werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Aufgrund des zunehmenden Geschäftsvolumens mit Konzerngesellschaften werden die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ab 2023 nicht mehr bei den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, sondern bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 13.233.946,01 EUR

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 15.248.675,44 EUR

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Anlagenspiegel
Bezeichnung AK/HK Zugänge Abgänge Abschr. WJ RBW Beginn WJ
Zuschüsse AfA Abgänge Kumul. AfA RBW Ende WJ
Euro Euro Euro Euro Euro
EDV-Software Domainname 15.000,00
15.000,00 0,00 0,00 0,00 15.000,00
Software 0,00 0,00 1.944,00 4.372,00
181.054,75 0,00 0,00 178.626,75 2.428,00
Immaterielle WG 0,00 0,00 1.944,00 19.372,00
196.054,75 0,00 0,00 178.626,75 17.428,00
Techn. Anlagen u. Maschinen 1.937,98 0,00 5.890,98 11.526,00
33.626,18 0,00 0,00 27.991,16 7.573,00
Pkw Vertragsbestand 33.008.629,70 13.972.734,44 8.141.746,49 27.916.452,34
40.901.739,64 0,00 6.141.521,02 14.985.512,77 44.952.122,13
Betriebsausstattung 0,00 0,00 4.706,00 14.263,00
47.831,31 0,00 0,00 38.274,31 9.557,00
Geschäftsausstattung 1.992,98 0,00 1.962,98 3.104,00
19.411,47 0,00 0,00 18.270,45 3.134,00
Sachanlagen 13.972.734,44 8.154.306,45 27.945.345,34
41.002.608,60 33.012.560,66 6.141.521,02 15.070.048,69 44.972.386,13
Summe Anlagevermögen 13.972.734,44 8.156.250,45 27.964.717,34
41.198.663,35 33.012.560,66 6.141.521,02 15.248.675,44 44.989.814,13

Angaben zu Forderungen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig.

Angaben zu Verbindlichkeiten

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 J. 1-5 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 411,8 411,8 0,0 0,0
(595,6) (595,6) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.675,6 16.633,8 23.041,8 0,0
(0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
davon gegenüber Gesellschaftern: 38.841,7 15.799,9 23.041,8 0,0
(0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.414,0 1.414,0 0,0 0,0
(24.692,3) (11.792,7) (12.899,6) (0,0)
davon gegenüber Gesellschaftern: 0,0 0,0 0,0 0,0
(23.645,4) (10.745,8) (12.899,6) (0,0)
Summe 41.501,4 18.459,6 23.041,8 0,0
(25.287,9) (12.388,3) (12.899,6) (0,0)

Die jeweiligen Vorjahreswerte sind in Klammern dargestellt.

Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 38.841.663,75 EUR (Vorjahr: 23.645.408,57 EUR). Im vorherigen Jahr wurden diese bei den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, ab 2023 bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern waren und sind in vollem Umfang den sonstigen Verbindlichkeiten mitzugehörig.

Die verbleibenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignung der im Anlagevermögen ausgewiesenen Fahrzeuge sowie durch den Forderungsbestand und die Leasingverträge besichert.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 56.407,92 EUR (Vorjahr: 53.666,28 EUR) sonstige finanzielle Verpflichtungen (in voller Höhe bis zu einem Jahr).

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen den Mietvertrag für die Büroräume der Gesellschaft.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht vorhanden.

Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich um den Zinsaufwand für die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 1.332.427,87 EUR (Vorjahr: 598.516,64 EUR).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 10
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 10
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 8
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 2

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung hat im Jahr 2023 keine Bezüge erhalten.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Jacob Ravenhorst ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Armandus van Veen ausgeübter Beruf: Geschäftsführer
Marinus Schilders ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Konzernzugehörigkeit

Die Van Mossel Automotive Group B.V., Waalwijk/Niederlande, ist das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist in der niederländischen Kamer von Koophandel hinterlegt.

Die International Car Lease Holding B.V., Tilburg/Niederlande, ist das Mutterunternehmen der Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser ist in der niederländischen Kamer von Koophandel hinterlegt.

Besondere Vorgänge nach dem Stichtag

Es gab nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt worden sind.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 2.410.068,17 EUR.

Auf neue Rechnung werden 2.410.068,17 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Düsseldorf, den 09. April 2024

LAGEBERICHT 2023

DirectLease.de GmbH, Düsseldorf

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Gesellschaft

Die DirectLease.de GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der International Car Lease Holding GmbH, mit Sitz in Düsseldorf. Die International Car Lease Holding GmbH ist ihrerseits eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der International Car Lease Holding B.V. mit Sitz in Tilburg, Niederlande.

Die International Car Lease Holding B.V. (im Folgenden "ICLH" genannt) betreibt ein kanal- und markenunabhängiges Leasinggeschäft mit den Marken DirectLease, J&T Autolease und Van Mossel Autolease. Die ICLH ist Teil der Van Mossel Automotive Group, die ihrerseits neben den Leasingaktivitäten mit ihren Händlern und ihrem Schadennetz auch in den Bereichen Autoverkauf, Wartung/Reparaturen und in der Schadensbehebung aktiv ist. Die Gruppe betreibt ihre Aktivitäten in den Ländern Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Groß-Britannien.

Die Van Mossel Automotive Group lässt sich am besten als Full-Service-Mobilitätspartner sowohl auf dem Geschäfts-, als auch auf dem Privatmarkt charakterisieren. Sie kann dieses Full-Service-Konzept unter einem Dach anbieten.

Die DirectLease.de GmbH (im Folgenden "DirectLease" genannt) bietet ausschließlich Full Operational Leasing (Langzeitmiete) für den Geschäftskunden-Markt an.

Leasing-Branche

Die Leasing-Branche hat im Jahr 2023 bei den Autolieferungen aufgeholt. Die in den Vorjahren entstandenen langen Lieferzeiten im Bereich der Ersatzteile konnten teilweise aufgeholt werden. Die Ursachen lagen vor allem im Bereich der globalen Chipknappheit und des Arbeitskräftemangels. Die erste Ursache wurde im Laufe des Jahres weitgehend beseitigt, der Arbeitskräftemangel blieb bestehen. Die Verbraucher haben sich auch im Jahr 2023 für schnell lieferbare Autos entschieden. Trotz der Tatsache, dass Neuwagen nun auch wieder schneller verfügbar sind (außer Nutzfahrzeuge), blieb die Nachfrage nach Gebrauchtwagen aus diesem Grund ungebrochen hoch. Der Gebrauchtwagenmarkt entwickelte sich auch im Jahr 2023 sehr gut.

Die vergangenen drei Jahre standen im Zeichen der Elektromobilität. Und auch das Leasingjahr 2023 verdeutlicht, dass das Interesse an elektrisch betriebenen Fahrzeugen nach wie vor hoch ist. Der Anteil an geleasten Elektroautos lag bei 29,4 % (2022: 29,7 %), obwohl die Elektroförderung für Gewerbekunden wegfiel. Mit der Streichung des Umweltbonus für Plug-in-Hybride sank auch das Interesse an den Teilzeitstromern drastisch. Lediglich 5,3 % der geleasten Autos 2023 waren Plug-in-Hybride. In 2022 lag der Anteil noch bei 18,0 %. Klassische Antriebsarten haben im Vergleich zum Vorjahr zugelegt: Diesel um fünf Prozentpunkte und Benziner um mehr als sieben Prozentpunkte.

Das Leasingjahr 2023 war von Wachstum geprägt und auch 2024 ist mit einem steigenden Interesse an Leasingfahrzeugen zu rechnen. Dabei werden insbesondere Elektrofahrzeuge aus China eine führende Rolle spielen. Für das nächste Jahr haben sich gleich sieben neue Elektromarken aus Fernost auf dem Markt angekündigt, die allesamt über das Fahrzeugleasing den Zugang zum deutschen Automarkt suchen werden. Die Auswahl an E-Autos wird somit steigen und der Preiskampf weiter angekurbelt (Quelle: leasingmarkt.de).

2. Lage der Gesellschaft

DirectLease hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt und verfügt über einen wachsenden und gesunden Vertragsbestand. Das Full Operational Leasing (Langzeitmiete) scheint eine auf dem deutschen Markt immer stärker nachgefragte Leasingform zu sein, die sich hervorragend für internationale Unternehmen eignet, die in den deutschen Markt eintreten oder dort bereits seit mehreren Jahren tätig sind. Dazu beigetragen hat im vergangenen Jahr auch eine wachsende Wirtschaft.

DirectLease als ein Mehrmarkenanbieter ermöglicht dem Kunden eine Betreuung des gesamten Fuhrparks bei DirectLease. Ferner trägt die Transparenz des Leasingrechners zu einem einfachen Preisvergleich zwischen Alternativen bei.

Das große Angebot an Fahrzeugen und die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge zu vergleichen, kommen auf dem Markt sehr gut an.

Darüber hinaus trägt die internationale Zusammenarbeit innerhalb der ICLH zu weiterem Wachstum bei.

Ertragslage

Das Jahr 2023 endete mit einem beachtlichen Ergebnis nach Steuern von TEUR 2.410, was einer Steigerung von 14,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz stieg um 42,2 % auf TEUR 29.954. Diese positive Entwicklung lässt sich auf das wachsende Portfolio in den letzten Jahren und einen sehr guten Gebrauchtwagenmarkt (zurückgegebene Leasingfahrzeuge) zurückführen.

Finanzlage

Die Refinanzierung der Geschäftstätigkeit ist durch Darlehensverträge mit der ICLH gewährleistet. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 besteht eine Verbindlichkeit gegenüber den Gesellschaftern von TEUR 38.842.

Vermögenslage

Das Eigenkapital erhöhte sich durch die Addition des positiven Ergebnisses von TEUR 2.410 von TEUR 3.662 auf TEUR 6.072.

3. Risikomanagement

Zum 1. Januar 2009 trat eine Novelle des Kreditwesengesetzes (KWG) in Kraft. Unternehmen, die Finanzierungsleasingverträge anbieten, gelten gemäß KWG nunmehr als Finanzdienstleistungsinstitute und unterliegen daher der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement "MaRisk" sind Teil der aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Nach Rücksprache mit der BaFin ist die DirectLease von den wesentlichen Vorschriften des KWG Light befreit. Demnach ist eine Prüfung nach MaRisk, sowie die Erfüllung der Anzeigepflichten und des Meldewesens nicht erforderlich.

Dennoch hat die Gesellschaft ein Risikomanagement eingeführt, um die wesentlichen Risiken der Gesellschaft, wie die Zahlungsfähigkeit der Kunden sowie die richtige Kalkulation der Fahrzeugrestwerte bei Vertragsende beherrschen zu können.

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko stellt das Hauptrisiko des Unternehmens dar. Darunter versteht man den Verlust, welchen das Unternehmen erleidet, wenn ein Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen aus Vertragsbeziehungen mit dem Unternehmen nicht mehr nachkommen kann.

Qualität des Vertragsportfolios

Vor jeder Entscheidung über ein Neugeschäft führt das Unternehmen eine systematische Risikoanalyse durch, um Risiken identifizieren, bemessen und bewerten zu können. Die Analyse und Beurteilung des Kreditrisikos erfolgt in drei Risikobereichen:

Kunden

zu finanzierendes Anlagegut und

beantragte Struktur der besicherten Finanztransaktion.

Die verschiedenen Risikoelemente dieser Risikobereiche werden eingehend geprüft.

Die Bonität der Kunden und des Gesamtportfolios wird in regelmäßigen Abständen anhand der Bonitätseinstufung in Hinblick auf Kreditmix, allgemeine Marktentwicklung, Wertberichtigungen und überfällige Forderungen neu bewertet.

Bei Vertragsbeginn wird die Zahlungsfähigkeit der Kunden durch die Einholung von Kreditauskünften sowie durch eigene Einsichtnahme in Bilanzen und Gewinnermittlungen der Kunden sichergestellt. Während der Vertragslaufzeit erreicht das installierte Mahnwesen, dass Zahlungsrückstände schnellstmöglich erkannt und gemahnt werden. Nach der dritten Mahnung wird der Vertrag gekündigt und das Fahrzeug eingezogen.

Im Jahr 2023 musste das Unternehmen keine außerordentlichen Abschreibungen aufgrund rückläufiger Preise für gebrauchte PKWs im Jahr 2023 vornehmen. Einzelwertberichtigungen auf Kundenforderungen waren ebenfalls nicht erforderlich. Zur Abdeckung sonstiger finanzieller Risiken wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Asset-Risiken

Unter Restwertrisiko versteht man das Risiko, dass das Unternehmen Verluste erleidet, indem es Wirtschaftsgüter nicht zu einem Wert verkaufen kann, der zumindest jenem Wert entspricht, der bei Abschluss des Leasingvertrages zugrunde gelegt wurde (und aufgrund dessen die Zahlungen der Kunden festgelegt wurden). Die erwarteten Marktwerte für die verleasten PKW bei Auslauf von Leasingverträgen werden von der ICLH festgelegt. Diese Abteilung befindet sich im niederländischen Tilburg und ist von der Vertriebsabteilung der DirectLease unabhängig.

Die Asset Management-Abteilung überprüft in regelmäßigen Abständen die Restwerte der vorhandenen Bestände. Diese Prüfung berücksichtigt die erwartete Anzahl von PKWs, deren Verträge in den nächsten 12 Monaten ablaufen, und vergleicht die Restwerte in den Leasingverträgen mit den geschätzten Marktwerten für gebrauchte PKWs zum Zeitpunkt der geplanten Rückgabe.

Konkret wurden die Restwerte auf Basis der Bähr & Fess Restwertprognosen kalkuliert.

Das Unternehmen verkauft seine gebrauchten PKWs über eine Händlerbörse im Internet oder über ausgewählte Händler, welchen diese Fahrzeuge zusätzlich angeboten werden. Im Jahr 2023 verzeichnete der Markt für gebrauchte PKWs erneut ein Preishoch.

Zinsänderungsrisiken

Ein Zinsänderungsrisiko besteht darin, dass die vom Unternehmen in den abgeschlossenen Finanzierungsverträgen kalkulierten Zinsen mit der Zeit wesentlich von den sich ändernden Laufzeiten und Zinsen der Unternehmens(re-)finanzierung abweichen.

Die Treasury-Abteilung der ICLH steuert das Zinsänderungsrisiko auf Konzernebene durch Matched Funding, d.h. die Finanzierungsbedingungen des Unternehmens entsprechen im Wesentlichen den Finanzierungsbedingungen des Leasingvermögens.

Zu diesem Zweck hat das Unternehmen mit ICLH nur festverzinsliche Darlehensverträge abgeschlossen.

Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken

Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass Kreditoren aufgrund unzureichender Liquidität Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

Aus diesem Grund hat das Unternehmen Darlehensverträge mit ICLH abgeschlossen. Die Treasury-Abteilung von ICLH trägt die Verantwortung für die Liquidität des Unternehmens. In den Jahren 2022 und 2023 verfügte das Unternehmen über ausreichende Liquidität zur fristgemäßen Tilgung seiner kurzfristigen Schulden.

Sonstige operationelle Risiken

Operationelle Risiken bestehen darin, dass Systeme oder Prozesse aufgrund menschlicher oder technischer Fehler oder unerwarteter äußerer Einflüsse (betriebliche Risiken) oder aufgrund der vertraglichen Beziehungen des Unternehmens (rechtliche Risiken) versagen oder nicht ordnungsgemäß funktionieren.

Das Risikomanagement der DirectLease beinhaltet unter anderem eine genauere Analyse der operationellen Risiken und der Dokumentation der vorhandenen Maßnahmen zur Risikokontrolle. Auf die IT-Systeme bezogene Maßnahmen wie Änderungsmanagement, Lösungen für Backup und Recovery sind vorhanden.

Es gab weder im Jahr 2023 noch im Jahr 2022 wesentliche Schadensfälle. Zur Absicherung rechtlicher Risiken werden angemessene Vorkehrungen gemäß HGB getroffen, wobei die spezifischen Tatsachen des jeweiligen Falles berücksichtigt werden. Zum Dezember 2023 verfügte das Unternehmen über keine speziellen Rückstellungen für Rechtsfälle (2022: -).

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr

Im Jahr 2023 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

5. Prognosebericht 2024

DirectLease hat seine Ziele für das Jahr 2023 erreicht. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die europäische Wirtschaft weiter mit voller Kraft wächst. Hohe Zinsen in Verbindung mit der unsicheren Weltlage könnten diesen Trend bremsen.

Das Jahr 2024 hat für DirectLease gut begonnen, was auf die intensive Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften in Belgien und den Niederlanden zurückzuführen ist. Europäische Unternehmen sind nach wie vor grenzüberschreitend tätig und DirectLease kann die passende Full-Operational-Lease-Lösung anbieten. Dies zeigt sich insbesondere in der Zunahme von internationalen Neukunden, die auf DirectLease aufmerksam geworden sind.

Darüber hinaus wird, wie bereits im vergangenen Jahr, das lokale Management ausgebaut.

Für das Jahr 2024 erwartet DirectLease eine Steigerung des Umsatzes auf ungefähr TEUR 34.400 bei einem EBIT von TEUR 5.500 durch eine Zunahme der abzurechnenden Leasingverträge. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Mitteilung lässt sich feststellen, dass der Beginn des Jahres 2024 in Bezug auf neue Verträge und Ergebnisse erfolgreich verlaufen ist.

 

Düsseldorf, 9. April 2024

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DirectLease.de GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der DirectLease.de GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der DirectLease.de GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hamburg, den 09. April 2024

Carl Korsukéwitz, Wirtschaftsprüfer

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