Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 8833
Vorher
WINCOR NIXDORF Branch Technology GmbH
Eingetragen
30.5.2008
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente
Gegenstand
Einkauf, Linzensierung, Verwaltung und Vertrieb von IP und IP-Rechten an Produkten und Lösungen, insbesondere Softwarelösungen für Banken und Handelsunternehmen; ferner Errichtung von und Beteiligung an Gesellschaften, die auf dem Gebiet der Entwicklung, Wartung, Vervielfältigung und des Vertriebs von Softwarelösungen sowie der Beratung und Erbringung von Dienstleistungen für dieses Gebiet tätig sind. Die Gesellschaft kann auf den vorbezeichneten Gebieten ihrer Beteiligungen auch selber tätig werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexandra Morgner
seit 9.10.2025
Prokura
Daniel Saak
seit 23.11.2023
Prokura
Jörn Förster
seit 23.11.2023
Geschäftsführer
Matthias Gök
seit 28.2.2020
Prokura
Thomas Forner
seit 9.8.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Diebold Nixdorf, Inc.USA
57.80%
Diebold Nixdorf Dutch Holding B.V.NLD
42.20%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.225.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IP Management GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
Beteiligungen 1.029.995,00 1.029.995,00
1.029.995,00 1.029.995,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.324.460,02 14.079.830,05
2. Sonstige Vermögensgegenstände 129.510,69 139.086,84
II. Guthaben bei Kreditinstituten 291.338,83 0,00
9.745.309,54 14.218.916,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 375.495,77 482.093,69
11.150.800,31 15.731.005,58

P a s s i v a

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 1.225.000,00 1.225.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 115.397,00 107.346,00
2. Sonstige Rückstellungen 33.282,08 94.677,52
148.679,08 202.023,52
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.217.591,33 5.455.378,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.162.767,02 7.141.609,62
3. Sonstige Verbindlichkeiten 396.762,88 1.706.993,60
davon aus Steuern EUR 380.080,51 (i. Vj. EUR 1.639.428,67)
9.777.121,23 14.303.982,06
11.150.800,31 15.731.005,58

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 35.470.532,08 38.631.356,68
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -13.069.451,17 -20.956.666,34
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 22.401.080,91 17.674.690,34
4. Vertriebskosten -23.246,03 -20.315,41
5. Allgemeine Verwaltungskosten -515.674,62 -688.120,86
6. Sonstige betriebliche Erträge 356.443,44 778.475,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -355.958,25 -843.370,22
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.219.429,68 13.677,76
-- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.219.429,68 (i. Vj. EUR 13.677,76) --
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.911,00 -1.811,00
10. Ergebnis nach Steuern 23.080.164,13 16.913.225,61
11. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -23.080.164,13 -16.913.225,61
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Gründung 27. Mai 2008
Firma IP Management GmbH
Sitz Paderborn
Registergericht Amtsgericht Paderborn
Handelsregisternummer HRB 8833
Geschäftstätigkeit Einkauf, Lizenzierung, Verwaltung und Vertrieb von IP und IP-Rechten und -Lösungen, insbesondere Softwarelösungen für Banken und Handelsunternehmen; ferner Errichtung von und Beteiligung an Gesellschaften, die auf dem Gebiet der Entwicklung, Wartung, Vervielfältigung und des Vertriebs von Softwarelösungen sowie der Beratung und Erbringung von Dienstleistungen für diese Gebiete tätig sind. Die Gesellschaft kann auf den vorbezeichneten Gebieten ihrer Beteiligungen auch selber tätig werden.
Geschäftsjahr Kalenderjahr

Allgemeine Angaben


Die WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn, (im Folgenden "WNI"), ist die alleinige Gesellschafterin der IP Management GmbH, Paderborn, und hält das gezeichnete Kapital im Nennbetrag von EUR 1.225.000,00.


Mit der WNI bestehen eine umsatzsteuerliche und eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft sowie ein Ergebnisabführungsvertrag. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 28. April 2009 ins Handelsregister eingetragen. Außerdem ist mit der WNI als herrschendem Unternehmen am 26. November 2014 ein Beherrschungsvertrag geschlossen worden. Ihm hat die Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2014 zugestimmt.


Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 der IP Management GmbH, Paderborn, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen


Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet, sofern von einer dauernden Wertminderung auszugehen ist.

Umlaufvermögen


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten


Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital


Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten


Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode). Dabei werden diese nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Zinssatz abgezinst. Bei der Bewertung werden wie im Vorjahr die Heubeck-Sterbetafeln 2018 G zugrunde gelegt. Per 31. Dezember 2023 wurden folgende Parameter angesetzt:

Zinssatz: 1,82 % (i. Vj. 1,78 %)
Gehaltsdynamik: 2,75 % (i. Vj. 2,75 %)
Rentendynamik: 2,25 % (i. Vj. 2,25 %)


Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Bis zum 30. September 2016 war demgegenüber der durchschnittliche Marktzinssatz zu verwenden, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben hatte. Der sich aus diesen unterschiedlichen Zeiträumen ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 820,00 (i. Vj. EUR 3.696,00) und ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt.


Die sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen werden zukünftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Währungsumrechnung


Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:


Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung umgerechnet und am Abschluss-Stichtag zum niedrigeren bzw. zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erträge und Aufwendungen


Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.


Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen umfassen die Einstandskosten der verkauften Handelswaren und Dienstleistungen einschließlich Consultingleistungen sowie anteilige Kosten für externe Mitarbeiter. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten, wie Material- und Personalkosten, auch die zurechenbaren Abschreibungen auf das Anlagevermögen.


Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsabteilungen und des Außendienstes die Kosten der Werbung und der Logistik.


In den allgemeinen Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen.

Steuern


Alle Verpflichtungen oder Ansprüche, die im Geschäftsjahr entstanden sind, sind nach den für die Gesellschaft maßgeblichen Steuervorschriften berücksichtigt. Die Gesellschaft ist Organgesellschaft einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, und einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der WNI. Es ergeben sich insoweit keine im Geschäftsjahr zu berücksichtigenden Erstattungsansprüche oder Nachzahlungsverpflichtungen aus Ertrag- und Umsatzsteuern.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen


Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagespiegel dargestellt. Dieser ist dem Anhang beigefügt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.324.460,02 14.079.830,05
Sonstige Vermögensgegenstände 129.510,69 139.086,84
9.453.970,71 14.218.916,89


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit EUR 9.324.460,02 (i. Vj. EUR 14.079.830,05) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darin enthalten sind Forderungen gegen die Gesellschafterin WNI in Höhe von EUR 1.985.089,99 (i. Vj. EUR 4.159.724,96). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 7.360.203,03 (i. Vj. EUR 10.957.849,30) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten


Der Ausweis in Höhe von EUR 375.495,77 (i. Vj. EUR 482.093,69) betrifft vorausbezahlte Lizenzen. Die Rechnungsabgrenzungsposten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Eigenkapital


Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 1.225.000,00 (i. Vj. EUR 1.225.000,00). Es ist voll eingezahlt.

5. Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 115.397,00 107.346,00
Sonstige Rückstellungen 33.282,08 94.677,52
148.679,08 202.023,52


Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten in voller Höhe Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.


Folgende Sachverhalte sind in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Personalrückstellungen 10.022,08 59.037,52
Übrige Verpflichtungen 23.260,00 35.640,00
33.282,08 94.677,52


Die Personalrückstellungen bestehen in Höhe von EUR 7.626,08 (i. Vj. EUR 2.466,50) für Urlaubsrückstände und in Höhe von EUR 2.396,00 (i. Vj. EUR 1.313,00) für Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Im Vorjahr war eine Rückstellung für Abfindungen aus Personalstrukturmaßnahmen in Höhe von EUR 55.258,02 enthalten.


Unter den übrigen Verpflichtungen werden mit EUR 23.260,00 (i. Vj. EUR 35.640,00) sonstige Rückstellungen für Jahresabschlusskosten dargestellt.

6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen


Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen


In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin WNI und keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sondern ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten enthalten. Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

8. Sonstige Verbindlichkeiten


Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich mit EUR 380.080,51 (i. Vj. EUR 1.639.428,67) überwiegend um Verbindlichkeiten aus Steuern und mit EUR 16.617,44 (i. Vj. EUR 67.500,00) um Verbindlichkeiten aus der Gehaltsabrechnung.


Die sonstigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschlussgliederung


Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB.

9. Umsatzerlöse


Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 35.470.532,08 (i. Vj. EUR 38.631.356,68) mit verbundenen Unternehmen erzielt.


Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen wie folgt auf:

2023 2022
EUR % EUR %
Banking 22.265.181,79 63 21.647.253,65 56
Retail 13.205.350,29 37 16.984.103,03 44
35.470.532,08 100 38.631.356,68 100


Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Bereichen:

2023 Banking Retail Summe
EUR EUR EUR %
Deutschland 5.314.850,64 4.244.596,16 9.559.446,80 27
Übriges Europa 14.790.941,37 8.938.826,85 23.729.768,22 67
Rest der Welt 2.159.389,78 21.927,28 2.181.317,06 6
22.265.181,79 13.205.350,29 35.470.532,08 100
2022 Banking Retail Summe
EUR EUR EUR %
Deutschland 4.972.513,03 6.570.965,35 11.543.478,38 30
Übriges Europa 14.373.688,83 9.173.929,97 23.547.618,80 61
Rest der Welt 2.301.051,79 1.239.207,71 3.540.259,50 9
21.647.253,65 16.984.103,03 38.631.356,68 100

10. Sonstige betriebliche Erträge


Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen insgesamt EUR 356.443,44 (i. Vj. EUR 778.475,00) und bestehen in voller Höhe aus Kursgewinnen aus der Währungsumrechnung und werden gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt.

11. sonstige betriebliche Aufwendungen


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 355.958,25 (i. Vj. EUR 843.370,22 und bestehen in voller Höhe aus Kursverlusten aus der Währungsumrechnung und werden gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.

12. Zinsergebnis

2023 2022
EUR EUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.219.429,68 13.677,76
--davon aus verbundenen Unternehmen-- 1.219.429,68 13.677,76
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.911,00 -1.811,00
--Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen-- -1.911,00 -1.811,00
1.217.518,68 11.866,76

Sonstige Angaben

Materialaufwand

2023 2022
EUR EUR
Aufwendungen für bezogene Waren 13.242.671,18 21.319.719,27
13.242.671,18 21.319.719,27

Personalaufwand

2023 2022
EUR EUR
Löhne und Gehälter 298.139,82 456.545,31
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 55.780,74 66.956,67
--davon für Altersversorgung EUR 6.300,59 (i. Vj. EUR 8.812,76)--
353.920,56 523.501,98

Mitarbeiter


Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 3 (i. Vj. 4) Angestellte im Unternehmen beschäftigt.

Anteilsbesitz

in TEUR
Eigenkapital Ergebnis nach Steuern Kapitalanteil (in %)
I. Direkte Beteiligungen
Diebold Nixdorf Retail Solutions s.r.o., Prag (Tschechische Republik) -6.112 -627 1) 100
Diebold Nixdorf Software C.V., Utrecht (Niederlande) 28.884 3.582 1) 40
II. Indirekte Beteiligungen
Diebold Nixdorf Global Solutions B.V., Utrecht (Niederlande) 7.349 723 1) 40

1) US GAAP Jahresabschluss zum 31.12.2023

Angaben zu Organen der Gesellschaft


Die Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Jörn Förster Senior Vice President Supply Chain
(seit dem 1. November 2023)
Olaf Heyden Executive Vice President, Chief Operating Officer
(bis 31. Oktober 2023)


Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft im Geschäftsjahr keine Bezüge.

Honorar für Dienstleistungen des Abschlussprüfers


Für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden EUR 21.767,50 (i. Vj. EUR 21.060,00) für Abschlussprüfung berechnet.

Konzernzugehörigkeit


Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der WNI.


Die Berichtsgesellschaft wird über die Muttergesellschaft in den Konzernabschluss der Diebold Nixdorf, Inc. mit Sitz in North Canton, Ohio/USA, (im Folgenden auch "DNI") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht (Management Discussion & Analysis) befreit die Berichtsgesellschaft von der Pflicht, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der DNI sowie im Unternehmensregister veröffentlicht.


Der Konzernabschluss der DNI stellt den kleinsten und größten Konsolidierungskreis dar.

 

Paderborn, den 20. September 2024

IP Management GmbH

Jörn Förster
Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge 31.12.2023 1.1.2023 Abschreibungen des
Geschäftsjahres
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.275.222,79 0,00 7.275.222,79 7.275.222,79 0,00 7.275.222,79
2. Beteiligungen 1.029.995,00 0,00 1.029.995,00 0,00 0,00 0,00
8.305.217,79 0,00 8.305.217,79 7.275.222,79 0,00 7.275.222,79
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 1.029.995,00 1.029.995,00
1.029.995,00 1.029.995,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Struktur und Geschäftstätigkeit

Überblick


In der IP Management GmbH (im Folgenden auch "IPM" oder "Gesellschaft") werden die Lizenzaktivitäten mehrheitlich für den europäischen und asiatischen Markt des Diebold Nixdorf-Konzerns gebündelt. Der Diebold Nixdorf-Konzern zählt zu den weltweit führenden Anbietern von IT-Lösungen und -Services in den Branchen Banken und Handelsunternehmen. Das Kerngeschäft des Diebold Nixdorf-Konzerns besteht in der Optimierung und Neugestaltung von Prozessen durch Informationstechnologie sowie der zugehörigen Hardware und Software.


Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst: Einkauf, Lizenzierung, Verwaltung und Vertrieb von IP und IP-Rechten und -Lösungen, insbesondere Softwarelösungen für Banken und Handelsunternehmen; ferner Errichtung von und Beteiligung an Gesellschaften, die auf dem Gebiet der Entwicklung, Wartung, Vervielfältigung und des Vertriebs von Softwarelösungen sowie der Beratung und Erbringung von Dienstleistungen für diese Gebiete tätig sind. Die Gesellschaft kann auf den vorbezeichneten Gebieten ihrer Beteiligungen auch selbst tätig werden.


In der Berichterstattung wird im Folgenden nach den Geschäftsbereichen Banking und Retail und nach Regionen unterschieden.

Rechtliche Unternehmensstruktur


Die IPM wird im Handelsregister Paderborn unter der Registernummer HRB 8833 geführt. Der Unternehmenssitz ist am Heinz-Nixdorf-Ring 1 in 33106 Paderborn. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.


Die Gesellschaft wurde zum 27. Mai 2008 gegründet. Direkte Muttergesellschaft der IPM ist die WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn (im Folgenden "WNI").


Die Gesellschaft ist Organgesellschaft einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, und einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der WNI.


Zudem besteht mit Wirkung zum 28. April 2009 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der WNI. Außerdem ist mit der WNI als herrschendem Unternehmen am 26. November 2014 ein Beherrschungsvertrag geschlossen worden. Ihm hat die Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2014 zugestimmt.


Die Berichtsgesellschaft wird über die Muttergesellschaft in den Konzernabschluss der Diebold Nixdorf, Inc. mit Sitz in North Canton, Ohio/USA, (im Folgenden "DNI") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der DNI veröffentlicht.

Annahme der Unternehmensfortführung


Die Gesellschaft ist durch Verrechnungskonten mit anderen Konzerngesellschaften in die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns des obersten Mutterunternehmens der Diebold Nixdorf, Inc. eingebunden.


Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der IP Management GmbH in den kommenden 12 Monaten ist nach Beurteilung der Geschäftsführung gegeben.


Darüber hinaus hat die Gesellschaft von der DNI eine Patronatserklärung in Form einer Liquiditätsausstattungsgarantie erhalten. Mittels dieser Patronatserklärung verpflichtet sich die DNI unmittelbar, die Gesellschaft auf Verlangen in einem solchen Maße finanziell auszustatten, dass die Gesellschaft ihrer Geschäftstätigkeit weiter nachgehen und ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Die Patronatserklärung hat eine unkündbare Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 und erlischt vorzeitig bei einem Verlust der Kontrolle über die Gesellschaft. Diese Vereinbarung verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, wenn sie nicht mit einer Frist von zwölf Monaten vor dem jeweiligen Enddatum gekündigt wird.

Geschäftsführung


Die IPM wird seit dem 1. November 2023 von Jörn Förster (bis zum 31. Oktober 2023 von Olaf Heyden) als Geschäftsführer geleitet. Die Geschäftsführung leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und führt die Geschäfte auf Basis der gesetzlichen Vorschriften sowie der Satzung bzw. des Gesellschaftsvertrags der IPM. Im Mittelpunkt aller Entscheidungen und Handlungen steht dabei die Wahrung der Unternehmensinteressen. Bestimmte Geschäfte, die im Gesellschaftsvertrag der IPM definiert sind, bedürfen der Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung.

Geschäftsmodell


Das Geschäftsmodell besteht im Einkauf, der Lizenzierung, Verwaltung und dem Vertrieb von "Intellectual Properties" (kurz IP) und IP-Rechten und -Lösungen, insbesondere Softwarelösungen für Banken und Handelsunternehmen. Die Gesellschaft ist fast ausschließlich für Unternehmen der Diebold Nixdorf-Gruppe tätig und tritt in der Regel nicht als Dienstleister am Markt für fremde Kunden außerhalb der Diebold-Gruppe in Erscheinung.

1.2. Mitarbeiter


Im Geschäftsjahr 2023 waren 3 (i. Vj. 4) Angestellte im Unternehmen beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschafts- und Branchenumfeld

Entwicklung der Gesamtwirtschaft


Die jüngere Vergangenheit war für die Weltwirtschaft von einer Vielzahl von Herausforderungen geprägt, von denen zwei Ereignisse von besonderer Relevanz gewesen sind. Dies waren zum einen weltweite Unterbrechungen der Lieferketten als Nachläufer der COVID-19-Pandemie und zum anderen eine globale Energie- und Nahrungsmittelkrise, welche durch den von Russland initiierten Angriffskriege in der Ukraine ausgelöst wurde. Insbesondere diese Ereignisse führten in Summe zu einem massiven Inflationsanstieg, welcher in einer weltweiten Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken resultierte.


Trotz dieser exogenen Schocks ist die Weltwirtschaft nicht in eine Rezession geraten und kann ein stabiles Wachstum ausweisen. In seinem World Economic Outlook von April 2024 betont der Internationale Währungsfonds (IWF) die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft. Der Inflationsschub führte entgegen einiger Prognosen nicht zu einer unkontrollierten Lohn-Preis-Spirale, und das Beschäftigungs- und Einkommenswachstum blieb stabil.


Stattdessen konnte bereits im Jahr 2023 ein signifikanter Rückgang der Inflation verzeichnet werden. Gemäß dem IWF näherte sich die Gesamtinflation in den meisten Volkswirtschaften Ende 2023 zum ersten Mal ihrem vorpandemischen Niveau an. Im letzten Quartal 2023 lag die Gesamtinflation in den Industrienationen bei 2,3 % und in den Schwellen- und Entwicklungsländern bei 3,9 %. Diese Teuerungsraten weisen dennoch ein höheres Niveau als der angestrebte Zielwert der Zentralbanken zur Wiederherstellung der Preisstabilität auf.


Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im Jahr 2023 einen Anstieg von 3,2 % und erreichte damit das Niveau des Vorjahres von 3,5 %.


Innerhalb der Industrienationen ermittelte der IWF in seinem Bericht für die Euroländer ein durchschnittliches Wachstum von 0,4 %. Im Vergleich zu den anderen Eurostaaten weist Deutschland ein negatives Wachstum von -0,3 % auf. Für die USA ergibt sich aus den Berechnungen des Fonds für das Jahr 2023 ein Anstieg des BIP von 2,5 %.


Unter den Schwellen- und Entwicklungsländern mit einem durchschnittlichen Wachstum des BIP von 4,3 % weisen China (5,2 %) und Indien (7,8 %) ein besonders hohes Wachstum auf.

Entwicklung des Branchenumfelds


Die weltweiten Ausgaben für Informationstechnologie (IT) in den Bereichen Banking und Retail steigen trotz der vergangenen ökonomischen Schocks weiter an. Wie aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) vom März 2023 hervorgeht, lagen die weltweiten IT-Ausgaben im Bankensektor im Jahr 2022 bei 534,9 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2023 prognostiziert die Studie einen weiteren Anstieg der Ausgaben auf 565,5 Mrd. Euro. Im Retail Sektor lagen die IT-Ausgaben im Jahr 2022 bei 224,2 Mrd. Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 8,6 % entspricht. Die Prognose für das Jahr 2023 beträgt 236 Mrd. Euro.


Ein starker Wachstumstreiber in beiden Branchen ist das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (sog. Software as a Service).

Banken:


Der Bankensektor sah sich in den letzten Jahren mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die durch verschärfte Kontrollen, digitale Innovationen und die Konfrontation mit neuen Wettbewerbern gekennzeichnet waren. Die Banken mussten sich diesen Herausforderungen in einem historisch niedrigen Zinsumfeld stellen. Die jüngste Vergangenheit zeigt jedoch eine positive Entwicklung. Eine Analyse von McKinsey & Company bescheinigt in ihrem Global Banking Annual Review vom Oktober 2023, dass die letzten 18 Monate die profitabelste Periode für Banken seit 2007 waren. Dies ist auf steigende Zinsen und ein günstiges Kreditumfeld zurückzuführen. Die Finanzinstitute sind weiterhin gefordert, die eingeleiteten Transformationsprozesse voranzutreiben. Dies gilt insbesondere für die beschleunigte Verlagerung vom traditionellen Filialgeschäft hin zu digitalen Kanälen. Die Nutzung von Online- und Mobile-Banking hat in einer Welt, in der Technologie und künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle spielen werden, stark zugenommen.

Retail:


Die aktuelle Studie "What matters to today's consumer" von Capgemini aus dem Jahr 2023 beschreibt, dass die Interaktionen mit dem stationären Handel aufgrund der aktuellen Lebenshaltungskostenkrise und der Preissensibilität der Verbraucher im Vergleich zum Vorjahr abnehmen. Allerdings wird auch ein besonderer Fokus der Kunden auf Lieferung und Abwicklung beschrieben. Eine klare Abgrenzung zwischen Online- und stationärem Handel ist weniger eindeutig als in der Vergangenheit. Kunden können problemlos zwischen beiden Bereichen wechseln und erwarten zunehmend ein vergleichbares Niveau an Service und Interaktionsmöglichkeiten. Verbraucher werden zunehmend ihre eigenen mobilen Geräte für Einkäufe im Geschäft nutzen und erwarten, dass sie online begonnene Einkäufe im Geschäft abschließen können. Ein Beispiel hierfür sind sogenannte Click-and-Collect-Transaktionen. Auch kontaktlose Bezahlmöglichkeiten wie Self-Checkout-Terminals werden zunehmend bevorzugt.

2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren


Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der IPM und Grundlage von Managemententscheidungen sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis, kurz "EBITA". Eine Überleitung zum EBITA, ausgehend vom Jahresergebnis, ist in der Erläuterung zur Ertragslage enthalten.


Als ergänzende finanzielle Kennzahlen werden neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auch das Working Capital sowie die Bruttomarge und die Vertriebs- und Verwaltungskosten betrachtet. Die EBITA-Rendite stellt dabei eine weitere ergänzende finanzielle Kennzahl zur Kontrolle und Steuerung des operativen Geschäfts dar. Die ergänzenden finanziellen Kennzahlen gehören selbst jedoch nicht zu den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren.

2.3. Geschäftsverlauf der IP Management GmbH

Ertragslage


Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 35.470.532,08 leicht unter dem Niveau des Vorjahres mit einem Umsatz in Höhe von EUR 38.631.356,68. Im Bereich Banking Retail ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg zu verzeichnen, während im Bereich Retail die Lizenznachfrage geringer ausgefallen ist, was insgesamt zu dem Umsatzrückgang führte. Diese Entwicklung entspricht insgesamt dem im Vorjahr beschriebenen leichten Rückgang beim Umsatz.


Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen wie folgt auf:

2023 2022
EUR % EUR %
Banking 22.265.181,79 63 21.647.253,65 56
Retail 13.205.350,29 37 16.984.103,03 44
35.470.532,08 100 38.631.356,68 100


Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Bereichen:

2023 Banking Retail Summe
EUR EUR EUR %
Deutschland 5.314.850,64 4.244.596,16 9.559.446,80 27
Übriges Europa 14.790.941,37 8.938.826,85 23.729.768,22 67
Rest der Welt 2.159.389,78 21.927,28 2.181.317,06 6
22.265.181,79 13.205.350,29 35.470.532,08 100
2022 Banking Retail Summe
EUR EUR EUR %
Deutschland 4.972.513,03 6.570.965,35 11.543.478,38 30
Übriges Europa 14.373.688,83 9.173.929,97 23.547.618,80 61
Rest der Welt 2.301.051,79 1.239.207,71 3.540.259,50 9
21.647.253,65 16.984.103,03 38.631.356,68 100


Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ("Umsatzkosten") reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 7.887.215,17 auf EUR 13.069.451,17. Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Herstellungskosten auf EUR 20.956.666,34. Die Herstellungskostenquote beträgt rund 36,8 % bezogen auf die Umsatzerlöse (i. Vj. 54,3 %).


Das Bruttoergebnis (Umsatzerlöse abzgl. Umsatzkosten) hat sich von EUR 17.674.690,34 auf EUR 22.401.080,91 erhöht, was zugleich eine Erhöhung der Bruttomarge (Verhältnis des Bruttoergebnisses zum Umsatz in Prozent) von 45,8 % auf 63,2 % zur Folge hatte. Die Erhöhung wurde durch eine geänderte Zusammensetzung der Umsätze erreicht. Während die Umsätze mit konzerneigener Software anteilig stiegen, gingen die Umsätze mit Lizenzen von Dritten und die zugehörigen Einstandskosten zurück.


Die Vertriebskosten betrugen im Geschäftsjahr 2023 EUR 23.246,03 (i. Vj. EUR 20.315,41) und die allgemeinen Verwaltungskosten EUR 515.674,62 (i. Vj. EUR 688.120,86). Dies entspricht in Summe einer Quote von 1,5 % (i. Vj. 1,8 %).


Das operative Ergebnis (EBITA) belief sich auf EUR 21.862.645,45 (i. Vj. EUR 16.901.358,85). Dies entspricht einer EBITA-Marge von 61,6 % (i. Vj. 43,8 %). Diese Entwicklung übertrifft den im Vorjahr prognostizierten leichten Rückgang beim EBITA signifikant und wurde durch die geänderte Zusammensetzung des Umsatzes, zugunsten der höheren Umsätze mit konzerneigener Software, realisiert. Zum wirtschaftlichen Ergebnis (EBITA) leiten wir wie folgt über:

EBITA-Überleitung 2023 2022
Ergebnis nach Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 23.080.164,13 16.913.225,61
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.911,00 1.811,00
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -1.219.429,68 -13.677,76
= EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert) 21.862.645,45 16.901.358,85


Das Zinsergebnis (Saldo aus Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen) belief sich auf EUR 1.217.518,68 (i. Vj. EUR 11.866,76). Davon entfallen EUR 1.219.429,68 auf verbundene Unternehmen (i. Vj. EUR 13.677,76). Der Anstieg des Zinsergebnisses basiert in erster Linie auf höheren verzinsbaren Forderungen. Das Ergebnis nach Ertragsteuern erreichte EUR 23.080.164,13 (i. Vj. EUR 16.913.225,61).


Die Gewinn- und Verlustrechnung der IPM schloss mit einem Jahresüberschuss vor Steuern und vor Gewinnabführung an die WNI in Höhe von EUR 23.080.164,13 (i. Vj. EUR 16.913.225,61) ab.

Vermögenslage


Zum 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme EUR 11.150.800,31 und lag damit um EUR 4.580.205,27 unter dem Wert vom 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 15.731.005,58.


Das langfristig gebundene Vermögen belief sich wie im Vorjahr auf EUR 1.029.995,00 und setzt sich aus Beteiligungen zusammen.


Wesentlicher Teil des Umlaufvermögens sind mit EUR 9.324.460,02 (i. Vj. EUR 14.079.830,05) die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Gegenüber der Gesellschafterin WNI bestanden Forderungen in Höhe von EUR 1.985.089,99 (i. Vj. EUR 4.159.724,96).


Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 unverändert EUR 1.225.000,00.


Das langfristige Fremdkapital zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich um EUR 8.051,00. Es betrug zum Stichtag EUR 115.397,00 (i. Vj. EUR 107.346,00) und beinhaltet die Pensionsverpflichtungen.


Das kurzfristige Fremdkapital verringerte sich um EUR 4.588.256,27. Es betrug zum Stichtag EUR 9.810.403,31 (i. Vj. EUR 14.398.659,58). Die Veränderung ist überwiegend auf die Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 3.217.591,33 (i. Vj. EUR 5.455.378,84) und auf die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf EUR 6.162.767,02 (i. Vj. EUR 7.141.609,62) zurückzuführen. Gegenüber der Gesellschafterin WNI bestanden, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 von EUR 1.706.993,60 auf EUR 396.762,88. Die Veränderung liegt im Wesentlichen an geringeren Lizenzkäufen, welche auch eine Reduzierung der Quellensteuerverbindlichkeiten zur Folge hat.

Finanzlage


Die Gesellschaft verfügt über ein Bankkonto bei der Deutschen Bank AG. Das Konto wird im Rahmen der Konzernfinanzierung im Diebold-Konzern entsprechend dem täglichen Bedarf disponiert und mit ausreichenden Finanzmitteln ausgestattet bzw. überschüssige vorhandene Finanzmittel werden entsprechend abgeführt. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten aus der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 6.162.767,02 (i. Vj. EUR 7.141.609,62) und Forderungen aus der Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 1.964.256,99 (i. Vj. EUR 3.121.980,75).


Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über eine unmittelbare Patronatserklärung von der obersten Muttergesellschaft der DNI. Zu den Details wird auf den Abschnitt 1.1. Struktur und Geschäftstätigkeit, Unterabschnitt Annahme der Unternehmensfortführung verwiesen.


Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung


Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der dargestellten Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ist die Geschäftsentwicklung der IPM im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 bezüglich des Umsatzes innerhalb des erwarteten leichten Rückgangs geblieben, während das erwartete, leicht niedrigere EBITA signifikant übertroffen wurde.

3. Chancen- und Risikobericht


Die IPM wird regelmäßig mit Chancen und Risiken konfrontiert, die sich sowohl positiv als auch negativ auf die Vermögenswerte des Unternehmens, den Gewinn, den Cashflow, aber auch auf immaterielle Werte wie die Reputation auswirken können und untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.


In diesem Chancen- und Risikobericht erläutern wir die wesentlichen Chancen und Risiken für das Unternehmen und stellen abschließend das Chancen- und Risikoprofil der IPM dar.

3.1. Darstellung wesentlicher Chancen und Risiken


Chancen und Risiken werden kontinuierlich anhand des operativen Geschäftsverlaufs ermittelt und bewertet. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die im Rahmen der Analyse identifizierten wesentlichen Chancen und Risiken für den Prognosezeitraum der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024.

Volkswirtschaftliche Faktoren


Signifikante Auswirkungen auf das budgetierte EBITA können sich dadurch ergeben, dass sich einzelne Volkswirtschaften, aber auch die allgemeine weltwirtschaftliche Lage anders als prognostiziert entwickeln. Gründe hierfür können unterschiedlicher Natur sein. Konjunkturschwankungen in den Absatzmärkten der IPM sind hierunter genauso zu subsumieren wie die nicht vorhersehbare positive oder negative Entwicklung in den Krisenherden der Welt, wie aber auch deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der großen Volkswirtschaften. Insofern ist es plausibel, dass dieser externe und nur begrenzt zu steuernde Einfluss das Schwankungsintervall zur Zielprognose beidseitig öffnet. Konkret wird in Bezug auf die volkswirtschaftliche Entwicklung das bewertete Risiko im Vergleich zu den potenziellen Chancen als deutlich höher eingeschätzt.


Die generell angespannte geopolitische Lage sowie Veränderungen aufgrund von Inflation und darauffolgende weltweite Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken haben starke Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Entwicklung der Aktienmärkte. Des Weiteren wird durch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine sowie diverse Nahost-Konflikte die Volkswirtschaft stark beeinflusst. Vorerst sind keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf das Geschäft der DN Deutschland erkennbar. Allerdings wird die Gesellschaft durch die aktuelle Situation mit operativen Schwierigkeiten und Kostenerhöhungen konfrontiert. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Koordinierung von Lieferketten und Verzögerungen in der Auslieferung von Hardware-Produkten. Dagegen können Software- und Service-Leistungen bislang weiterhin ohne Unterbrechung bereitgestellt werden. Allerdings könnten sich längerfristig Belastungen ergeben, die sich aufgrund der derzeit ständig ändernden Lage allerdings schwer quantifizieren lassen. Weiterhin sind gerade auch unsere Kunden mit ihrem Geschäft teilweise massiv von den ökonomischen Auswirkungen betroffen und werden sich in ihrem Investitionsverhalten anpassen, welches wiederum einen direkten Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft hat.

Relevanter Markt


Unter der Kategorie der strategischen Chancen und Risiken sind neben den volkswirtschaftlichen Faktoren ebenfalls Veränderungen innerhalb der speziell für das Portfolio der IPM relevanten Märkte zu subsumieren. Als relevante Märkte bezeichnen wir diejenigen Absatzräume, in denen wir mit unserem Produktportfolio für Retailbanken und Handelsunternehmen tätig sind. Dieses Portfolio besteht aus Software. Hervorzuheben sind hier auch Chancen sowie Risiken im Zusammenhang mit Trends im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung in einigen dedizierten Märkten. Diese können auch Auswirkungen auf Technologieentscheidungen unserer Kunden haben oder diese auf Grund von gestiegener Projektkomplexität gegebenenfalls verzögern. Darüber hinaus sehen wir Risiken für den Fall, dass sich Firmen mit ähnlichem Produktportfolio für einen regionalen Marktzutritt entscheiden oder mit einer geänderten Vertikalisierungsstrategie den Markt beeinflussen und sich dies in der Folge in einem reduzierten Ergebnis bei der IPM widerspiegelt. Demgegenüber besteht die Möglichkeit einer Ergebnissteigerung, wenn Konkurrenten einzelne Märkte aufgeben oder IPM die eigene Marktposition in dedizierten Segmenten im Vergleich zum Wettbewerb stärken kann.


Ungeachtet der Wettbewerbssituation können sich durch eine hohe Akzeptanz von Produkten am Markt Dynamiken in positiver wie auch negativer Richtung durch die nur begrenzt vorhersehbare Marktreaktion auf einzelne Portfolioelemente ergeben. Konkret bewerten wir die in diesem Zusammenhang zu erfassenden Risiken höher als die aufzuführenden Chancen aufgrund der aktuellen Situation im relevanten Markt.

Supply Chain Management


Die IPM ist als Anbieter von IT-Lösungen und -Services in Deutschland von einer funktionierenden Versorgungskette abhängig. Die Versorgungssicherheit ist - auch bei der Umsetzung neuer Sourcingstrategien - entlang der Wertschöpfungskette sicherzustellen. Obwohl wir im Supply Chain Management konsequent einen durchgängigen Ansatz vom Lieferanten bis zum Kunden verfolgen, können Ergebniswirkungen - ausgelöst durch Ereignisse entlang der Versorgungskette innerhalb der Funktionen Beschaffung, Produktion oder Vertrieb - nicht vollständig ausgeschlossen werden.


Beschaffungsseitig fungiert die IPM gegenüber Dritten als zentrale Einkaufseinheit für IP-Rechte für den Diebold Nixdorf-Konzern. Darüber hinaus verwaltet sie die internen IP-Rechte für den Principal Deutschland. Beschaffungsseitig streben wir danach, Optimierungspotenziale zu identifizieren und zu realisieren, Single Sourcing zu vermeiden und durch eine entsprechende Lieferantenauswahl und Kontrolle die Fehlerquote bei Einkaufsteilen zu minimieren.

Vertrieb


Die IPM hat keine ausgeprägte eigene Vertriebsstruktur, sondern konzentriert sich auf die Lizenzierung und Bereitstellung von "Intellectual Properties" (kurz IP) und IP-Rechten und -Lösungen innerhalb des Diebold Nixdorf-Konzerns. Die Leistungen erbringt sie ausschließlich gegenüber Unternehmen der Diebold Nixdorf-Gruppe, die als Dienstleister gegenüber den Kunden auftreten. Die Umsatzerlöse werden daher vollständig mit Unternehmen der Diebold Nixdorf-Gruppe erzielt. Damit unterliegt die IPM lediglich mittelbar den Absatzrisiken der leistenden Gesellschaften innerhalb der Diebold Nixdorf-Gruppe.

Vertragliche und rechtliche Risiken


Die IPM handelt überwiegend mit IP-Rechten basierend auf Abrufverträgen und unterliegt daher dem Risiko einer Unter- oder Überlizenzierung nur im geringen Umfang. Im Falle von Unterlizenzierungen könnte es zu einer Nachzahlungsforderung und Schadenersatzzahlungen kommen. Dieses Risiko ist gering, da das Unternehmen unterschiedliche Qualitätskontrollen bei der Ermittlung zu lizenzierender IP-Rechte einsetzt und diese fortlaufend überwacht und anpasst.

Finanzwirtschaftliche Risiken


Kreditrisiken. Die Gesellschaft versucht, das Ausfallrisiko originärer (finanzieller) Vermögensgegenstände wie z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Handelsauskünfte, Kreditlimits und Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und Inkassoverfahren zu verringern. Eine Risikokonzentration hinsichtlich Kreditrisiken besteht insofern, als im aktuellen Geschäftsjahr 2023 auf zwei Einzelkunden zwischen 80 % und 90 % der Umsatzerlöse entfielen. Bei den Kunden handelt es sich um nahestehende Unternehmen. Die Kunden werden als hochgradig kreditwürdig eingeschätzt und sind ihren Verpflichtungen bisher immer nachgekommen. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus den Buchwerten der in der Bilanz angesetzten Forderungen.


Liquiditätsrisiken. Die Gesellschaft ist über eine in der Schweiz ansässige und mit der Konzernmutter DNI verbundene Tochtergesellschaft, die Diebold Self Service Solutions LLC, in die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns eingebunden.


Das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering eingestuft.


Zinsrisiken. Zinsrisiken können sich aus den zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus den Pensionsrückstellungen ergeben. Insgesamt ist das Zinsrisiko der Gesellschaft jedoch als niedrig einzustufen.

3.2. Bedeutung der Risiken für die IP Management GmbH

Bedeutung


Die Bedeutung der vorgenannten Risiken für die IPM schätzen wir wie folgt ein:

Risikobereich Bedeutung für die Gesellschaft
Volkswirtschaftliche Faktoren Mittlere Bedeutung
Relevanter Markt Mittlere Bedeutung
Supply Chain Management Mittlere Bedeutung
Vertrieb Niedrige Bedeutung
Vertragliche und rechtliche Risiken Niedrige Bedeutung
Finanzwirtschaftliche Risiken Niedrige Bedeutung

Gesamtrisiko


Die Geschäftsführung der IPM sieht zum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit keine Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.


Auch aus dem Gesamtportfolio der weiteren Chancen und Risiken lässt sich aus Sicht der Geschäftsführung eine Gefährdung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts nicht erkennen. Die Gesamtrisikolage hat sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt positiv entwickelt.

4. Prognosebericht

4.1. Wirtschafts- und Branchenumfeld

Erwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen.


Trotz der erfreulichen Entwicklungen im vergangenen Jahr bleiben zahlreiche Herausforderungen bestehen. Die Inflationstendenzen bewegen sich in die erwartete Richtung, liegen aber weiterhin über dem Zielwert. Der Inflationsrückgang ist in erster Linie auf nachlassende Spannungen in den Lieferketten und sinkende Energiepreise zurückzuführen. Die Dienstleistungsinflation bleibt jedoch hartnäckig.


Die positive Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums kann erhebliche Divergenzen zwischen den einzelnen Ländern überdecken. Vor allem die Vereinigten Staaten waren ein wichtiger Motor des jüngsten weltweiten Wachstums und gleichzeitig ein starker Nachfragefaktor, was zu Abhängigkeiten führen kann.


Gleichzeitig muss jedoch die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft in den letzten Monaten berücksichtigt werden. Zu beachten sind auch die vielen positiven Entwicklungen, die in einigen Bereichen bereits wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben.


Unter Berücksichtigung der genannten Faktoren geht die aktuelle Prognose des IWF in seinem World Economic Outlook vom April 2024 dennoch davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 bis 2025 mit einer ähnlichen Rate wachsen wird wie im Jahr 2023. Zudem wird ein weiterer Rückgang der globalen Gesamt- und Kerninflation erwartet.


Für die Kalenderjahre 2024 und 2025 wird ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von jeweils 3,2 % erwartet.


Das prognostizierte Wachstum der Industrieländer liegt unter dem globalen Durchschnitt. Der IWF geht von einem BIP-Wachstum von 1,7 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025 aus. Innerhalb der Gruppe der Industrienationen liegt das prognostizierte Wachstum der Euroländer unter diesem Durchschnittswert. Die Prognose ergibt einen Wert von 0,8 % im Jahr 2024 und 1,5 % im Jahr 2025. Erwähnenswert ist, dass Deutschland gemäß der Prognose das negative Wirtschaftswachstum des Jahres 2023 überwinden kann und ein Wachstum von 0,2 % bzw. 1,3 % in den nächsten beiden Kalenderjahren erwartet wird.


Für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer prognostiziert der IWF ein BIP-Wachstum von jeweils 4,2 %, das damit auf dem Niveau von 2023 liegt.

Entwicklung des Branchenumfelds


Für das Jahr 2024 prognostizieren die Analysten des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) in ihrer Studie vom März 2023 weltweite IT-Ausgaben im Sektor Banking in Höhe von 596,4 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 5,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für den Sektor Retail erwartet PAC im Jahr 2024 weltweite IT-Ausgaben in Höhe von 250 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch in einem weiteren Ausblick gehen die Analysten von einem anhaltenden Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben aus. Demnach sollen die weltweiten Ausgaben im Bankensektor zwischen 2023 und 2026 um 5,2 Prozent pro Jahr steigen. Für den Retail-Sektor wird im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 5,6% pro Jahr erwartet. Dieses Wachstum führt im Jahr 2026 zu weltweiten IT-Ausgaben von 661,7 Mrd. Euro im Bankensektor und 279,9 Mrd. Euro im Retail-Sektor.


Stärkster Wachstumstreiber bleibt in beiden Sektoren das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (Software as a Service). Dies ist insbesondere auf die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung zurückzuführen, wie aktuelle Studien, z.B. von Capgemini, zeigen. Auch das Outsourcing-Geschäft wird nach Einschätzung der Marktforscher weiter wachsen.

Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen


Die Geschäftsführung sieht die IP Management GmbH vor einem herausfordernden Geschäftsjahr, bei dem sich jedoch die Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr verbessert haben. Globale Beschaffungsmärkte erfahren eine Entspannung ebenso wie die Kostensituation bzgl. Transport- und Energiekosten. Dem gegenüber stehen die erhöhten Inflationsraten, die wir dennoch als herausfordernd ansehen.


Die Geschäftsführung analysiert stetig die sich ändernden Marktsituationen und modelliert in enger Abstimmung zu den Prioritäten verschiedene Szenarien zur Reaktion auf diese Entwicklungen. Zur Absicherung der finanziellen Stabilität werden wir stetig Maßnahmen zur Kostensenkung verfolgen und entsprechend intensivieren, Investitionsentscheidungen aussetzen oder verschieben und weiter einen starken Fokus auf unser Working Capital legen.

4.2. Erwartete Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 der IP Management GmbH


Für das Geschäftsjahr 2024 wird sich nach aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung der Umsatz und das EBITA leicht unter dem Niveau von 2023 bewegen.

4.3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Geschäftsentwicklung


Das Ergebnis der Gesellschaft wird wesentlich durch die zuvor beschriebene Entwicklung der Gesellschaft geprägt und trägt der allgemeinen geopolitischen Lage und der anhaltenden Situation bezüglich des Russland-Ukraine-Krieg Rechnung. Allerdings lassen sich deren potenzielle Auswirkungen derzeitig nicht zuverlässig einschätzen.


Darüber hinaus verweisen wir auf die Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen.

 

Paderborn, den 20. September 2024

IP Management GmbH

Jörn Förster
Geschäftsführer

Disclaimer:


Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung der IPM beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Insbesondere steht der Prognosebericht unter dem Vorbehalt, dass aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags Maßnahmen durch die Konzernmuttergesellschaft angeordnet werden können. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der IPM und ihren verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der IPM und können nicht präzise vorausgesagt werden, wie zum Beispiel das künftige wirtschaftliche Umfeld sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt IPM hierzu eine gesonderte Verpflichtung.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die IP Management GmbH, Paderborn

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der IP Management GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IP Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 20. September 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tokple
Wirtschaftsprüfer

Adelt
Wirtschaftsprüfer


Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 02. Oktober 2024.

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