IP Management GmbH
Paderborn
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| Finanzanlagen |
|
|
| Beteiligungen |
1.029.995,00 |
1.029.995,00 |
|
1.029.995,00 |
1.029.995,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
9.324.460,02 |
14.079.830,05 |
| 2. Sonstige
Vermögensgegenstände |
129.510,69 |
139.086,84 |
| II. Guthaben bei
Kreditinstituten |
291.338,83 |
0,00 |
|
9.745.309,54 |
14.218.916,89 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
375.495,77 |
482.093,69 |
|
11.150.800,31 |
15.731.005,58 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A. Eigenkapital |
|
|
| Gezeichnetes
Kapital |
1.225.000,00 |
1.225.000,00 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1. Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
115.397,00 |
107.346,00 |
| 2. Sonstige
Rückstellungen |
33.282,08 |
94.677,52 |
|
148.679,08 |
202.023,52 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
3.217.591,33 |
5.455.378,84 |
| 2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
6.162.767,02 |
7.141.609,62 |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten |
396.762,88 |
1.706.993,60 |
| davon aus Steuern EUR
380.080,51 (i. Vj. EUR 1.639.428,67) |
|
|
|
9.777.121,23 |
14.303.982,06 |
|
11.150.800,31 |
15.731.005,58 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
35.470.532,08 |
38.631.356,68 |
| 2. Herstellungskosten
der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen |
-13.069.451,17 |
-20.956.666,34 |
| 3. Bruttoergebnis vom
Umsatz |
22.401.080,91 |
17.674.690,34 |
| 4. Vertriebskosten |
-23.246,03 |
-20.315,41 |
| 5. Allgemeine
Verwaltungskosten |
-515.674,62 |
-688.120,86 |
| 6. Sonstige betriebliche
Erträge |
356.443,44 |
778.475,00 |
| 7. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
-355.958,25 |
-843.370,22 |
| 8. Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
1.219.429,68 |
13.677,76 |
| -- davon aus verbundenen
Unternehmen EUR 1.219.429,68 (i. Vj. EUR 13.677,76)
-- |
|
|
| 9. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
-1.911,00 |
-1.811,00 |
| 10. Ergebnis nach
Steuern |
23.080.164,13 |
16.913.225,61 |
| 11. Auf Grund eines
Ergebnisabführungsvertrages abgeführter
Gewinn |
-23.080.164,13 |
-16.913.225,61 |
| 12.
Jahresüberschuss |
0,00 |
0,00 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
Gesellschaftsrechtliche Grundlagen
| Gründung |
27. Mai 2008 |
| Firma |
IP Management GmbH |
| Sitz |
Paderborn |
| Registergericht |
Amtsgericht
Paderborn |
|
Handelsregisternummer |
HRB 8833 |
|
Geschäftstätigkeit |
Einkauf, Lizenzierung,
Verwaltung und Vertrieb von IP und IP-Rechten und
-Lösungen, insbesondere Softwarelösungen
für Banken und Handelsunternehmen; ferner
Errichtung von und Beteiligung an Gesellschaften, die
auf dem Gebiet der Entwicklung, Wartung,
Vervielfältigung und des Vertriebs von
Softwarelösungen sowie der Beratung und
Erbringung von Dienstleistungen für diese
Gebiete tätig sind. Die Gesellschaft kann auf
den vorbezeichneten Gebieten ihrer Beteiligungen auch
selber tätig werden. |
| Geschäftsjahr |
Kalenderjahr |
Allgemeine Angaben
Die WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn, (im
Folgenden "WNI"), ist die alleinige Gesellschafterin der IP
Management GmbH, Paderborn, und hält das gezeichnete
Kapital im Nennbetrag von EUR 1.225.000,00.
Mit der WNI bestehen eine umsatzsteuerliche und eine
gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft sowie
ein Ergebnisabführungsvertrag. Der
Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 28.
April 2009 ins Handelsregister eingetragen. Außerdem
ist mit der WNI als herrschendem Unternehmen am 26.
November 2014 ein Beherrschungsvertrag geschlossen worden.
Ihm hat die Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2014
zugestimmt.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 der IP Management GmbH,
Paderborn, ist nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße
Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4
HGB und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit
beschränkter Haftung (GmbHG) und unter der Annahme der
Unternehmensfortführung aufgestellt.
Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze
Anlagevermögen
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder den
niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag
bewertet, sofern von einer dauernden Wertminderung
auszugehen ist.
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw.
zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind
Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit
sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem
Zeitpunkt darstellen.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
Die Bewertung der Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach
der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode). Dabei
werden diese nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen mit einem gemäß § 253 Abs.
2 Satz 2 HGB von der Deutschen Bundesbank für eine
Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Zinssatz
abgezinst. Bei der Bewertung werden wie im Vorjahr die
Heubeck-Sterbetafeln 2018 G zugrunde gelegt. Per 31.
Dezember 2023 wurden folgende Parameter angesetzt:
| Zinssatz: |
1,82 % (i. Vj. 1,78
%) |
| Gehaltsdynamik: |
2,75 % (i. Vj. 2,75
%) |
| Rentendynamik: |
2,25 % (i. Vj. 2,25
%) |
Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde
bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen der
durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Bis zum 30.
September 2016 war demgegenüber der durchschnittliche
Marktzinssatz zu verwenden, der sich aus den vergangenen
sieben Geschäftsjahren ergeben hatte. Der sich aus
diesen unterschiedlichen Zeiträumen ergebende
Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR
820,00 (i. Vj. EUR 3.696,00) und ist gemäß
§ 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt.
Die sonstigen Rückstellungen und
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am
Bilanzstichtag angesetzt. Bei den sonstigen
Rückstellungen werden zukünftige Kosten- und
Preissteigerungen berücksichtigt, soweit ausreichende
objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Währungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum
Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden
zum Stichtag wie folgt bewertet:
Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw.
-verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs bei
Entstehung umgerechnet und am Abschluss-Stichtag zum
niedrigeren bzw. zum höheren Stichtagskurswert unter
Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses angesetzt
(Imparitätsprinzip). Kurzfristige
Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten
(Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide
Mittel oder andere kurzfristige
Vermögensgegenstände in Fremdwährungen
werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag
umgerechnet.
Erträge und Aufwendungen
Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die
Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der
Gefahrenübergang erfolgt ist.
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen umfassen die
Einstandskosten der verkauften Handelswaren und
Dienstleistungen einschließlich Consultingleistungen
sowie anteilige Kosten für externe Mitarbeiter. Sie
beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten, wie
Material- und Personalkosten, auch die zurechenbaren
Abschreibungen auf das Anlagevermögen.
Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der
Vertriebsabteilungen und des Außendienstes die Kosten
der Werbung und der Logistik.
In den allgemeinen Verwaltungskosten werden die
Personal- und Sachkosten der Leitungs- und
Verwaltungsstellen ausgewiesen.
Steuern
Alle Verpflichtungen oder Ansprüche, die im
Geschäftsjahr entstanden sind, sind nach den für
die Gesellschaft maßgeblichen Steuervorschriften
berücksichtigt. Die Gesellschaft ist Organgesellschaft
einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold
Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, und einer
ertragsteuerlichen Organschaft mit der WNI. Es ergeben sich
insoweit keine im Geschäftsjahr zu
berücksichtigenden Erstattungsansprüche oder
Nachzahlungsverpflichtungen aus Ertrag- und Umsatzsteuern.
Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Veränderungen der einzelnen Posten des
Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind im
Anlagespiegel dargestellt. Dieser ist dem Anhang
beigefügt.
2. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
9.324.460,02 |
14.079.830,05 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
129.510,69 |
139.086,84 |
|
9.453.970,71 |
14.218.916,89 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit EUR
9.324.460,02 (i. Vj. EUR 14.079.830,05) haben eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darin enthalten sind
Forderungen gegen die Gesellschafterin WNI in Höhe von
EUR 1.985.089,99 (i. Vj. EUR 4.159.724,96). In den
Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR
7.360.203,03 (i. Vj. EUR 10.957.849,30) enthalten. Die
sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im
Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
3. Aktive
Rechnungsabgrenzungsposten
Der Ausweis in Höhe von EUR 375.495,77 (i. Vj.
EUR 482.093,69) betrifft vorausbezahlte Lizenzen. Die
Rechnungsabgrenzungsposten haben eine Restlaufzeit bis zu
einem Jahr.
4. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt
EUR 1.225.000,00 (i. Vj. EUR 1.225.000,00). Es ist voll
eingezahlt.
5. Rückstellungen
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
115.397,00 |
107.346,00 |
| Sonstige
Rückstellungen |
33.282,08 |
94.677,52 |
|
148.679,08 |
202.023,52 |
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen beinhalten in voller
Höhe Rückstellungen für
Pensionsverpflichtungen.
Folgende Sachverhalte sind in den sonstigen
Rückstellungen berücksichtigt:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
|
Personalrückstellungen |
10.022,08 |
59.037,52 |
| Übrige
Verpflichtungen |
23.260,00 |
35.640,00 |
|
33.282,08 |
94.677,52 |
Die Personalrückstellungen bestehen in Höhe
von EUR 7.626,08 (i. Vj. EUR 2.466,50) für
Urlaubsrückstände und in Höhe von EUR
2.396,00 (i. Vj. EUR 1.313,00) für Beiträge zur
Berufsgenossenschaft. Im Vorjahr war eine Rückstellung
für Abfindungen aus Personalstrukturmaßnahmen in
Höhe von EUR 55.258,02 enthalten.
Unter den übrigen Verpflichtungen werden mit EUR
23.260,00 (i. Vj. EUR 35.640,00) sonstige
Rückstellungen für Jahresabschlusskosten
dargestellt.
6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
haben, wie im Vorjahr, in voller Höhe eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
7. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten
gegenüber der Gesellschafterin WNI und keine
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sondern
ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten enthalten.
Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
8. Sonstige Verbindlichkeiten
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich
mit EUR 380.080,51 (i. Vj. EUR 1.639.428,67)
überwiegend um Verbindlichkeiten aus Steuern und mit
EUR 16.617,44 (i. Vj. EUR 67.500,00) um Verbindlichkeiten
aus der Gehaltsabrechnung.
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben, wie im
Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Abschlussgliederung
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung
erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß
§ 275 Abs. 3 HGB.
9. Umsatzerlöse
Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in
Höhe von EUR 35.470.532,08 (i. Vj. EUR 38.631.356,68)
mit verbundenen Unternehmen erzielt.
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen
wie folgt auf:
|
2023 |
|
2022 |
|
|
|
|
|
|
|
EUR |
% |
EUR |
% |
| Banking |
22.265.181,79 |
63 |
21.647.253,65 |
56 |
| Retail |
13.205.350,29 |
37 |
16.984.103,03 |
44 |
|
35.470.532,08 |
100 |
38.631.356,68 |
100 |
Die folgende Übersicht enthält die
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und
Bereichen:
| 2023 |
Banking |
Retail |
Summe |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
% |
| Deutschland |
5.314.850,64 |
4.244.596,16 |
9.559.446,80 |
27 |
| Übriges Europa |
14.790.941,37 |
8.938.826,85 |
23.729.768,22 |
67 |
| Rest der Welt |
2.159.389,78 |
21.927,28 |
2.181.317,06 |
6 |
|
22.265.181,79 |
13.205.350,29 |
35.470.532,08 |
100 |
| 2022 |
Banking |
Retail |
Summe |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
% |
| Deutschland |
4.972.513,03 |
6.570.965,35 |
11.543.478,38 |
30 |
| Übriges Europa |
14.373.688,83 |
9.173.929,97 |
23.547.618,80 |
61 |
| Rest der Welt |
2.301.051,79 |
1.239.207,71 |
3.540.259,50 |
9 |
|
21.647.253,65 |
16.984.103,03 |
38.631.356,68 |
100 |
10. Sonstige betriebliche
Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen
insgesamt EUR 356.443,44 (i. Vj. EUR 778.475,00) und
bestehen in voller Höhe aus Kursgewinnen aus der
Währungsumrechnung und werden gemäß §
277 Abs. 5 Satz 2 HGB in den sonstigen betrieblichen
Erträgen gezeigt.
11. sonstige betriebliche
Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR
355.958,25 (i. Vj. EUR 843.370,22 und bestehen in voller
Höhe aus Kursverlusten aus der Währungsumrechnung
und werden gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB in
den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.
12. Zinsergebnis
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
| Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
1.219.429,68 |
13.677,76 |
| --davon aus verbundenen
Unternehmen-- |
1.219.429,68 |
13.677,76 |
| Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
-1.911,00 |
-1.811,00 |
| --Zinsanteil in der
Zuführung zu den
Pensionsrückstellungen-- |
-1.911,00 |
-1.811,00 |
|
1.217.518,68 |
11.866,76 |
Sonstige Angaben
Materialaufwand
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
| Aufwendungen für
bezogene Waren |
13.242.671,18 |
21.319.719,27 |
|
13.242.671,18 |
21.319.719,27 |
Personalaufwand
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
| Löhne und
Gehälter |
298.139,82 |
456.545,31 |
| Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
55.780,74 |
66.956,67 |
| --davon für
Altersversorgung EUR 6.300,59 (i. Vj. EUR
8.812,76)-- |
|
|
|
353.920,56 |
523.501,98 |
Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 3
(i. Vj. 4) Angestellte im Unternehmen beschäftigt.
Anteilsbesitz
|
in TEUR |
|
|
|
Eigenkapital |
Ergebnis nach
Steuern |
Kapitalanteil (in
%) |
| I. Direkte
Beteiligungen |
|
|
|
| Diebold Nixdorf Retail
Solutions s.r.o., Prag (Tschechische Republik) |
-6.112 |
-627
1) |
100 |
| Diebold Nixdorf Software
C.V., Utrecht (Niederlande) |
28.884 |
3.582
1) |
40 |
| II. Indirekte
Beteiligungen |
|
|
|
| Diebold Nixdorf Global
Solutions B.V., Utrecht (Niederlande) |
7.349 |
723
1) |
40 |
1) US GAAP Jahresabschluss zum 31.12.2023
Angaben zu Organen der
Gesellschaft
Die Mitglieder der Geschäftsführung sind:
| Jörn
Förster |
Senior Vice President
Supply Chain
(seit dem 1. November 2023) |
| Olaf Heyden |
Executive Vice
President, Chief Operating Officer
(bis 31. Oktober 2023) |
Die Mitglieder der Geschäftsführung
erhielten für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft
im Geschäftsjahr keine Bezüge.
Honorar für Dienstleistungen des
Abschlussprüfers
Für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten
Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden EUR 21.767,50
(i. Vj. EUR 21.060,00) für Abschlussprüfung
berechnet.
Konzernzugehörigkeit
Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen
der WNI.
Die Berichtsgesellschaft wird über die
Muttergesellschaft in den Konzernabschluss der Diebold
Nixdorf, Inc. mit Sitz in North Canton, Ohio/USA, (im
Folgenden auch "DNI") für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2023 einbezogen. Der
Konzernabschluss und Konzernlagebericht (Management
Discussion & Analysis) befreit die Berichtsgesellschaft
von der Pflicht, einen Konzernabschluss und
Konzernlagebericht aufzustellen. Der Konzernabschluss wird
auf den Internetseiten der DNI sowie im
Unternehmensregister veröffentlicht.
Der Konzernabschluss der DNI stellt den kleinsten und
größten Konsolidierungskreis dar.
Paderborn, den 20. September
2024
IP
Management GmbH
Jörn
Förster
Geschäftsführer
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
Kumulierte
Abschreibungen |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
31.12.2023 |
1.1.2023 |
Abschreibungen des
Geschäftsjahres |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an
verbundenen Unternehmen |
7.275.222,79 |
0,00 |
7.275.222,79 |
7.275.222,79 |
0,00 |
7.275.222,79 |
| 2. Beteiligungen |
1.029.995,00 |
0,00 |
1.029.995,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
8.305.217,79 |
0,00 |
8.305.217,79 |
7.275.222,79 |
0,00 |
7.275.222,79 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| Finanzanlagen |
|
|
| 1. Anteile an
verbundenen Unternehmen |
0,00 |
0,00 |
| 2. Beteiligungen |
1.029.995,00 |
1.029.995,00 |
|
1.029.995,00 |
1.029.995,00 |
LAGEBERICHT
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
1. Grundlagen des Unternehmens
1.1. Struktur und
Geschäftstätigkeit
Überblick
In der IP Management GmbH (im Folgenden auch "IPM"
oder "Gesellschaft") werden die Lizenzaktivitäten
mehrheitlich für den europäischen und asiatischen
Markt des Diebold Nixdorf-Konzerns gebündelt. Der
Diebold Nixdorf-Konzern zählt zu den weltweit
führenden Anbietern von IT-Lösungen und -Services
in den Branchen Banken und Handelsunternehmen. Das
Kerngeschäft des Diebold Nixdorf-Konzerns besteht in
der Optimierung und Neugestaltung von Prozessen durch
Informationstechnologie sowie der zugehörigen Hardware
und Software.
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
umfasst: Einkauf, Lizenzierung, Verwaltung und Vertrieb von
IP und IP-Rechten und -Lösungen, insbesondere
Softwarelösungen für Banken und
Handelsunternehmen; ferner Errichtung von und Beteiligung
an Gesellschaften, die auf dem Gebiet der Entwicklung,
Wartung, Vervielfältigung und des Vertriebs von
Softwarelösungen sowie der Beratung und Erbringung von
Dienstleistungen für diese Gebiete tätig sind.
Die Gesellschaft kann auf den vorbezeichneten Gebieten
ihrer Beteiligungen auch selbst tätig werden.
In der Berichterstattung wird im Folgenden nach den
Geschäftsbereichen Banking und Retail und nach
Regionen unterschieden.
Rechtliche Unternehmensstruktur
Die IPM wird im Handelsregister Paderborn unter der
Registernummer HRB 8833 geführt. Der Unternehmenssitz
ist am Heinz-Nixdorf-Ring 1 in 33106 Paderborn. Das
Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Die Gesellschaft wurde zum 27. Mai 2008
gegründet. Direkte Muttergesellschaft der IPM ist die
WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn (im Folgenden
"WNI").
Die Gesellschaft ist Organgesellschaft einer
umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf
Holding Germany GmbH, Paderborn, und einer
ertragsteuerlichen Organschaft mit der WNI.
Zudem besteht mit Wirkung zum 28. April 2009 ein
Ergebnisabführungsvertrag mit der WNI. Außerdem
ist mit der WNI als herrschendem Unternehmen am 26.
November 2014 ein Beherrschungsvertrag geschlossen worden.
Ihm hat die Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2014
zugestimmt.
Die Berichtsgesellschaft wird über die
Muttergesellschaft in den Konzernabschluss der Diebold
Nixdorf, Inc. mit Sitz in North Canton, Ohio/USA, (im
Folgenden "DNI") für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis 31. Dezember 2023 einbezogen. Der
Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der DNI
veröffentlicht.
Annahme der
Unternehmensfortführung
Die Gesellschaft ist durch Verrechnungskonten mit
anderen Konzerngesellschaften in die
Finanzierungsaktivitäten des Konzerns des obersten
Mutterunternehmens der Diebold Nixdorf, Inc. eingebunden.
Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit
der IP Management GmbH in den kommenden 12 Monaten ist nach
Beurteilung der Geschäftsführung gegeben.
Darüber hinaus hat die Gesellschaft von der DNI
eine Patronatserklärung in Form einer
Liquiditätsausstattungsgarantie erhalten. Mittels
dieser Patronatserklärung verpflichtet sich die DNI
unmittelbar, die Gesellschaft auf Verlangen in einem
solchen Maße finanziell auszustatten, dass die
Gesellschaft ihrer Geschäftstätigkeit weiter
nachgehen und ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen
erfüllen kann. Die Patronatserklärung hat eine
unkündbare Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 und
erlischt vorzeitig bei einem Verlust der Kontrolle
über die Gesellschaft. Diese Vereinbarung
verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, wenn
sie nicht mit einer Frist von zwölf Monaten vor dem
jeweiligen Enddatum gekündigt wird.
Geschäftsführung
Die IPM wird seit dem 1. November 2023 von Jörn
Förster (bis zum 31. Oktober 2023 von Olaf Heyden) als
Geschäftsführer geleitet. Die
Geschäftsführung leitet die Gesellschaft in
eigener Verantwortung und führt die Geschäfte auf
Basis der gesetzlichen Vorschriften sowie der Satzung bzw.
des Gesellschaftsvertrags der IPM. Im Mittelpunkt aller
Entscheidungen und Handlungen steht dabei die Wahrung der
Unternehmensinteressen. Bestimmte Geschäfte, die im
Gesellschaftsvertrag der IPM definiert sind, bedürfen
der Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung.
Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell besteht im Einkauf, der
Lizenzierung, Verwaltung und dem Vertrieb von "Intellectual
Properties" (kurz IP) und IP-Rechten und -Lösungen,
insbesondere Softwarelösungen für Banken und
Handelsunternehmen. Die Gesellschaft ist fast
ausschließlich für Unternehmen der Diebold
Nixdorf-Gruppe tätig und tritt in der Regel nicht als
Dienstleister am Markt für fremde Kunden
außerhalb der Diebold-Gruppe in Erscheinung.
1.2. Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2023 waren 3 (i. Vj. 4)
Angestellte im Unternehmen beschäftigt.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Wirtschafts- und
Branchenumfeld
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Die jüngere Vergangenheit war für die
Weltwirtschaft von einer Vielzahl von Herausforderungen
geprägt, von denen zwei Ereignisse von besonderer
Relevanz gewesen sind. Dies waren zum einen weltweite
Unterbrechungen der Lieferketten als Nachläufer der
COVID-19-Pandemie und zum anderen eine globale Energie- und
Nahrungsmittelkrise, welche durch den von Russland
initiierten Angriffskriege in der Ukraine ausgelöst
wurde. Insbesondere diese Ereignisse führten in Summe
zu einem massiven Inflationsanstieg, welcher in einer
weltweiten Straffung der Geldpolitik durch die
Zentralbanken resultierte.
Trotz dieser exogenen Schocks ist die Weltwirtschaft
nicht in eine Rezession geraten und kann ein stabiles
Wachstum ausweisen. In seinem World Economic Outlook von
April 2024 betont der Internationale Währungsfonds
(IWF) die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der
Weltwirtschaft. Der Inflationsschub führte entgegen
einiger Prognosen nicht zu einer unkontrollierten
Lohn-Preis-Spirale, und das Beschäftigungs- und
Einkommenswachstum blieb stabil.
Stattdessen konnte bereits im Jahr 2023 ein
signifikanter Rückgang der Inflation verzeichnet
werden. Gemäß dem IWF näherte sich die
Gesamtinflation in den meisten Volkswirtschaften Ende 2023
zum ersten Mal ihrem vorpandemischen Niveau an. Im letzten
Quartal 2023 lag die Gesamtinflation in den
Industrienationen bei 2,3 % und in den Schwellen- und
Entwicklungsländern bei 3,9 %. Diese Teuerungsraten
weisen dennoch ein höheres Niveau als der angestrebte
Zielwert der Zentralbanken zur Wiederherstellung der
Preisstabilität auf.
Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete
im Jahr 2023 einen Anstieg von 3,2 % und erreichte damit
das Niveau des Vorjahres von 3,5 %.
Innerhalb der Industrienationen ermittelte der IWF in
seinem Bericht für die Euroländer ein
durchschnittliches Wachstum von 0,4 %. Im Vergleich zu den
anderen Eurostaaten weist Deutschland ein negatives
Wachstum von -0,3 % auf. Für die USA ergibt sich aus
den Berechnungen des Fonds für das Jahr 2023 ein
Anstieg des BIP von 2,5 %.
Unter den Schwellen- und Entwicklungsländern mit
einem durchschnittlichen Wachstum des BIP von 4,3 % weisen
China (5,2 %) und Indien (7,8 %) ein besonders hohes
Wachstum auf.
Entwicklung des Branchenumfelds
Die weltweiten Ausgaben für
Informationstechnologie (IT) in den Bereichen Banking und
Retail steigen trotz der vergangenen ökonomischen
Schocks weiter an. Wie aus einer Studie des
Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC)
vom März 2023 hervorgeht, lagen die weltweiten
IT-Ausgaben im Bankensektor im Jahr 2022 bei 534,9 Mrd.
Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 7,8 %
gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2023
prognostiziert die Studie einen weiteren Anstieg der
Ausgaben auf 565,5 Mrd. Euro. Im Retail Sektor lagen die
IT-Ausgaben im Jahr 2022 bei 224,2 Mrd. Euro, was einer
Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 8,6 % entspricht.
Die Prognose für das Jahr 2023 beträgt 236 Mrd.
Euro.
Ein starker Wachstumstreiber in beiden Branchen ist
das Geschäft mit Software und softwarebezogenen
Dienstleistungen (sog. Software as a Service).
Banken:
Der Bankensektor sah sich in den letzten Jahren mit
einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die durch
verschärfte Kontrollen, digitale Innovationen und die
Konfrontation mit neuen Wettbewerbern gekennzeichnet waren.
Die Banken mussten sich diesen Herausforderungen in einem
historisch niedrigen Zinsumfeld stellen. Die jüngste
Vergangenheit zeigt jedoch eine positive Entwicklung. Eine
Analyse von McKinsey & Company bescheinigt in ihrem
Global Banking Annual Review vom Oktober 2023, dass die
letzten 18 Monate die profitabelste Periode für Banken
seit 2007 waren. Dies ist auf steigende Zinsen und ein
günstiges Kreditumfeld zurückzuführen. Die
Finanzinstitute sind weiterhin gefordert, die eingeleiteten
Transformationsprozesse voranzutreiben. Dies gilt
insbesondere für die beschleunigte Verlagerung vom
traditionellen Filialgeschäft hin zu digitalen
Kanälen. Die Nutzung von Online- und Mobile-Banking
hat in einer Welt, in der Technologie und künstliche
Intelligenz eine immer wichtigere Rolle spielen werden,
stark zugenommen.
Retail:
Die aktuelle Studie "What matters to today's
consumer" von Capgemini aus dem Jahr 2023 beschreibt, dass
die Interaktionen mit dem stationären Handel aufgrund
der aktuellen Lebenshaltungskostenkrise und der
Preissensibilität der Verbraucher im Vergleich zum
Vorjahr abnehmen. Allerdings wird auch ein besonderer Fokus
der Kunden auf Lieferung und Abwicklung beschrieben. Eine
klare Abgrenzung zwischen Online- und stationärem
Handel ist weniger eindeutig als in der Vergangenheit.
Kunden können problemlos zwischen beiden Bereichen
wechseln und erwarten zunehmend ein vergleichbares Niveau
an Service und Interaktionsmöglichkeiten. Verbraucher
werden zunehmend ihre eigenen mobilen Geräte für
Einkäufe im Geschäft nutzen und erwarten, dass
sie online begonnene Einkäufe im Geschäft
abschließen können. Ein Beispiel hierfür
sind sogenannte Click-and-Collect-Transaktionen. Auch
kontaktlose Bezahlmöglichkeiten wie
Self-Checkout-Terminals werden zunehmend bevorzugt.
2.2. Finanzielle
Leistungsindikatoren
Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren
zur Steuerung der IPM und Grundlage von
Managemententscheidungen sind die Umsatzerlöse sowie
das operative Ergebnis, kurz "EBITA". Eine Überleitung
zum EBITA, ausgehend vom Jahresergebnis, ist in der
Erläuterung zur Ertragslage enthalten.
Als ergänzende finanzielle Kennzahlen werden
neben dem Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit auch das Working Capital sowie
die Bruttomarge und die Vertriebs- und Verwaltungskosten
betrachtet. Die EBITA-Rendite stellt dabei eine weitere
ergänzende finanzielle Kennzahl zur Kontrolle und
Steuerung des operativen Geschäfts dar. Die
ergänzenden finanziellen Kennzahlen gehören
selbst jedoch nicht zu den bedeutsamen finanziellen
Leistungsindikatoren.
2.3. Geschäftsverlauf der IP
Management GmbH
Ertragslage
Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 mit EUR
35.470.532,08 leicht unter dem Niveau des Vorjahres mit
einem Umsatz in Höhe von EUR 38.631.356,68. Im Bereich
Banking Retail ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter
Anstieg zu verzeichnen, während im Bereich Retail die
Lizenznachfrage geringer ausgefallen ist, was insgesamt zu
dem Umsatzrückgang führte. Diese Entwicklung
entspricht insgesamt dem im Vorjahr beschriebenen leichten
Rückgang beim Umsatz.
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen
wie folgt auf:
|
2023 |
|
2022 |
|
|
EUR |
% |
EUR |
% |
| Banking |
22.265.181,79 |
63 |
21.647.253,65 |
56 |
| Retail |
13.205.350,29 |
37 |
16.984.103,03 |
44 |
|
35.470.532,08 |
100 |
38.631.356,68 |
100 |
Die folgende Übersicht enthält die
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und
Bereichen:
| 2023 |
Banking |
Retail |
Summe |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
% |
| Deutschland |
5.314.850,64 |
4.244.596,16 |
9.559.446,80 |
27 |
| Übriges Europa |
14.790.941,37 |
8.938.826,85 |
23.729.768,22 |
67 |
| Rest der Welt |
2.159.389,78 |
21.927,28 |
2.181.317,06 |
6 |
|
22.265.181,79 |
13.205.350,29 |
35.470.532,08 |
100 |
| 2022 |
Banking |
Retail |
Summe |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
% |
| Deutschland |
4.972.513,03 |
6.570.965,35 |
11.543.478,38 |
30 |
| Übriges Europa |
14.373.688,83 |
9.173.929,97 |
23.547.618,80 |
61 |
| Rest der Welt |
2.301.051,79 |
1.239.207,71 |
3.540.259,50 |
9 |
|
21.647.253,65 |
16.984.103,03 |
38.631.356,68 |
100 |
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ("Umsatzkosten")
reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR
7.887.215,17 auf EUR 13.069.451,17. Im Geschäftsjahr
2022 beliefen sich die Herstellungskosten auf EUR
20.956.666,34. Die Herstellungskostenquote beträgt
rund 36,8 % bezogen auf die Umsatzerlöse (i. Vj. 54,3
%).
Das Bruttoergebnis (Umsatzerlöse abzgl.
Umsatzkosten) hat sich von EUR 17.674.690,34 auf EUR
22.401.080,91 erhöht, was zugleich eine Erhöhung
der Bruttomarge (Verhältnis des Bruttoergebnisses zum
Umsatz in Prozent) von 45,8 % auf 63,2 % zur Folge hatte.
Die Erhöhung wurde durch eine geänderte
Zusammensetzung der Umsätze erreicht. Während die
Umsätze mit konzerneigener Software anteilig stiegen,
gingen die Umsätze mit Lizenzen von Dritten und die
zugehörigen Einstandskosten zurück.
Die Vertriebskosten betrugen im Geschäftsjahr
2023 EUR 23.246,03 (i. Vj. EUR 20.315,41) und die
allgemeinen Verwaltungskosten EUR 515.674,62 (i. Vj. EUR
688.120,86). Dies entspricht in Summe einer Quote von 1,5 %
(i. Vj. 1,8 %).
Das operative Ergebnis (EBITA) belief sich auf EUR
21.862.645,45 (i. Vj. EUR 16.901.358,85). Dies entspricht
einer EBITA-Marge von 61,6 % (i. Vj. 43,8 %). Diese
Entwicklung übertrifft den im Vorjahr prognostizierten
leichten Rückgang beim EBITA signifikant und wurde
durch die geänderte Zusammensetzung des Umsatzes,
zugunsten der höheren Umsätze mit konzerneigener
Software, realisiert. Zum wirtschaftlichen Ergebnis (EBITA)
leiten wir wie folgt über:
|
EBITA-Überleitung |
2023 |
2022 |
| Ergebnis nach Steuern
laut Gewinn- und Verlustrechnung |
23.080.164,13 |
16.913.225,61 |
| + Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
1.911,00 |
1.811,00 |
| - Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
-1.219.429,68 |
-13.677,76 |
| = EBITA (Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibung auf Geschäfts-
oder Firmenwert) |
21.862.645,45 |
16.901.358,85 |
Das Zinsergebnis (Saldo aus Sonstigen Zinsen und
ähnlichen Erträgen sowie Zinsen und
ähnlichen Aufwendungen) belief sich auf EUR
1.217.518,68 (i. Vj. EUR 11.866,76). Davon entfallen EUR
1.219.429,68 auf verbundene Unternehmen (i. Vj. EUR
13.677,76). Der Anstieg des Zinsergebnisses basiert in
erster Linie auf höheren verzinsbaren Forderungen. Das
Ergebnis nach Ertragsteuern erreichte EUR 23.080.164,13 (i.
Vj. EUR 16.913.225,61).
Die Gewinn- und Verlustrechnung der IPM schloss mit
einem Jahresüberschuss vor Steuern und vor
Gewinnabführung an die WNI in Höhe von EUR
23.080.164,13 (i. Vj. EUR 16.913.225,61) ab.
Vermögenslage
Zum 31. Dezember 2023 betrug die Bilanzsumme EUR
11.150.800,31 und lag damit um EUR 4.580.205,27 unter dem
Wert vom 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR
15.731.005,58.
Das langfristig gebundene Vermögen belief sich
wie im Vorjahr auf EUR 1.029.995,00 und setzt sich aus
Beteiligungen zusammen.
Wesentlicher Teil des Umlaufvermögens sind mit
EUR 9.324.460,02 (i. Vj. EUR 14.079.830,05) die Forderungen
gegen verbundene Unternehmen. Gegenüber der
Gesellschafterin WNI bestanden Forderungen in Höhe von
EUR 1.985.089,99 (i. Vj. EUR 4.159.724,96).
Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023
unverändert EUR 1.225.000,00.
Das langfristige Fremdkapital zum 31. Dezember 2023
erhöhte sich um EUR 8.051,00. Es betrug zum Stichtag
EUR 115.397,00 (i. Vj. EUR 107.346,00) und beinhaltet die
Pensionsverpflichtungen.
Das kurzfristige Fremdkapital verringerte sich um EUR
4.588.256,27. Es betrug zum Stichtag EUR 9.810.403,31 (i.
Vj. EUR 14.398.659,58). Die Veränderung ist
überwiegend auf die Verringerung der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen auf EUR 3.217.591,33 (i. Vj.
EUR 5.455.378,84) und auf die Verringerung der
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
auf EUR 6.162.767,02 (i. Vj. EUR 7.141.609,62)
zurückzuführen. Gegenüber der
Gesellschafterin WNI bestanden, wie im Vorjahr, keine
Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten
reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 von EUR
1.706.993,60 auf EUR 396.762,88. Die Veränderung liegt
im Wesentlichen an geringeren Lizenzkäufen, welche
auch eine Reduzierung der Quellensteuerverbindlichkeiten
zur Folge hat.
Finanzlage
Die Gesellschaft verfügt über ein Bankkonto
bei der Deutschen Bank AG. Das Konto wird im Rahmen der
Konzernfinanzierung im Diebold-Konzern entsprechend dem
täglichen Bedarf disponiert und mit ausreichenden
Finanzmitteln ausgestattet bzw. überschüssige
vorhandene Finanzmittel werden entsprechend abgeführt.
Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023
Verbindlichkeiten aus der Konzernfinanzierung in Höhe
von EUR 6.162.767,02 (i. Vj. EUR 7.141.609,62) und
Forderungen aus der Konzernfinanzierung in Höhe von
EUR 1.964.256,99 (i. Vj. EUR 3.121.980,75).
Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft
über eine unmittelbare Patronatserklärung von der
obersten Muttergesellschaft der DNI. Zu den Details wird
auf den Abschnitt 1.1. Struktur und
Geschäftstätigkeit, Unterabschnitt Annahme der
Unternehmensfortführung verwiesen.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im
abgelaufenen Geschäftsjahr und zum Bilanzstichtag
jederzeit gegeben.
Gesamtaussage zur
Geschäftsentwicklung
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, der dargestellten Entwicklung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
und der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ist die
Geschäftsentwicklung der IPM im Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 bezüglich des
Umsatzes innerhalb des erwarteten leichten Rückgangs
geblieben, während das erwartete, leicht niedrigere
EBITA signifikant übertroffen wurde.
3. Chancen- und Risikobericht
Die IPM wird regelmäßig mit Chancen und
Risiken konfrontiert, die sich sowohl positiv als auch
negativ auf die Vermögenswerte des Unternehmens, den
Gewinn, den Cashflow, aber auch auf immaterielle Werte wie
die Reputation auswirken können und untrennbar mit dem
unternehmerischen Handeln verbunden sind.
In diesem Chancen- und Risikobericht erläutern
wir die wesentlichen Chancen und Risiken für das
Unternehmen und stellen abschließend das Chancen- und
Risikoprofil der IPM dar.
3.1. Darstellung wesentlicher Chancen
und Risiken
Chancen und Risiken werden kontinuierlich anhand des
operativen Geschäftsverlaufs ermittelt und bewertet.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt die im Rahmen der
Analyse identifizierten wesentlichen Chancen und Risiken
für den Prognosezeitraum der Gesellschaft für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024.
Volkswirtschaftliche Faktoren
Signifikante Auswirkungen auf das budgetierte EBITA
können sich dadurch ergeben, dass sich einzelne
Volkswirtschaften, aber auch die allgemeine
weltwirtschaftliche Lage anders als prognostiziert
entwickeln. Gründe hierfür können
unterschiedlicher Natur sein. Konjunkturschwankungen in den
Absatzmärkten der IPM sind hierunter genauso zu
subsumieren wie die nicht vorhersehbare positive oder
negative Entwicklung in den Krisenherden der Welt, wie aber
auch deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der
großen Volkswirtschaften. Insofern ist es plausibel,
dass dieser externe und nur begrenzt zu steuernde Einfluss
das Schwankungsintervall zur Zielprognose beidseitig
öffnet. Konkret wird in Bezug auf die
volkswirtschaftliche Entwicklung das bewertete Risiko im
Vergleich zu den potenziellen Chancen als deutlich
höher eingeschätzt.
Die generell angespannte geopolitische Lage sowie
Veränderungen aufgrund von Inflation und
darauffolgende weltweite Straffung der Geldpolitik durch
die Zentralbanken haben starke Auswirkungen auf die
Weltwirtschaft und die Entwicklung der Aktienmärkte.
Des Weiteren wird durch kriegerische Auseinandersetzungen
zwischen Russland und der Ukraine sowie diverse
Nahost-Konflikte die Volkswirtschaft stark beeinflusst.
Vorerst sind keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen
auf das Geschäft der DN Deutschland erkennbar.
Allerdings wird die Gesellschaft durch die aktuelle
Situation mit operativen Schwierigkeiten und
Kostenerhöhungen konfrontiert. Dies gilt insbesondere
in Bezug auf die Koordinierung von Lieferketten und
Verzögerungen in der Auslieferung von
Hardware-Produkten. Dagegen können Software- und
Service-Leistungen bislang weiterhin ohne Unterbrechung
bereitgestellt werden. Allerdings könnten sich
längerfristig Belastungen ergeben, die sich aufgrund
der derzeit ständig ändernden Lage allerdings
schwer quantifizieren lassen. Weiterhin sind gerade auch
unsere Kunden mit ihrem Geschäft teilweise massiv von
den ökonomischen Auswirkungen betroffen und werden
sich in ihrem Investitionsverhalten anpassen, welches
wiederum einen direkten Einfluss auf das Geschäft der
Gesellschaft hat.
Relevanter Markt
Unter der Kategorie der strategischen Chancen und
Risiken sind neben den volkswirtschaftlichen Faktoren
ebenfalls Veränderungen innerhalb der speziell
für das Portfolio der IPM relevanten Märkte zu
subsumieren. Als relevante Märkte bezeichnen wir
diejenigen Absatzräume, in denen wir mit unserem
Produktportfolio für Retailbanken und
Handelsunternehmen tätig sind. Dieses Portfolio
besteht aus Software. Hervorzuheben sind hier auch Chancen
sowie Risiken im Zusammenhang mit Trends im Bereich der
Automatisierung und Digitalisierung in einigen dedizierten
Märkten. Diese können auch Auswirkungen auf
Technologieentscheidungen unserer Kunden haben oder diese
auf Grund von gestiegener Projektkomplexität
gegebenenfalls verzögern. Darüber hinaus sehen
wir Risiken für den Fall, dass sich Firmen mit
ähnlichem Produktportfolio für einen regionalen
Marktzutritt entscheiden oder mit einer geänderten
Vertikalisierungsstrategie den Markt beeinflussen und sich
dies in der Folge in einem reduzierten Ergebnis bei der IPM
widerspiegelt. Demgegenüber besteht die
Möglichkeit einer Ergebnissteigerung, wenn
Konkurrenten einzelne Märkte aufgeben oder IPM die
eigene Marktposition in dedizierten Segmenten im Vergleich
zum Wettbewerb stärken kann.
Ungeachtet der Wettbewerbssituation können sich
durch eine hohe Akzeptanz von Produkten am Markt Dynamiken
in positiver wie auch negativer Richtung durch die nur
begrenzt vorhersehbare Marktreaktion auf einzelne
Portfolioelemente ergeben. Konkret bewerten wir die in
diesem Zusammenhang zu erfassenden Risiken höher als
die aufzuführenden Chancen aufgrund der aktuellen
Situation im relevanten Markt.
Supply Chain Management
Die IPM ist als Anbieter von IT-Lösungen und
-Services in Deutschland von einer funktionierenden
Versorgungskette abhängig. Die Versorgungssicherheit
ist - auch bei der Umsetzung neuer Sourcingstrategien -
entlang der Wertschöpfungskette sicherzustellen.
Obwohl wir im Supply Chain Management konsequent einen
durchgängigen Ansatz vom Lieferanten bis zum Kunden
verfolgen, können Ergebniswirkungen - ausgelöst
durch Ereignisse entlang der Versorgungskette innerhalb der
Funktionen Beschaffung, Produktion oder Vertrieb - nicht
vollständig ausgeschlossen werden.
Beschaffungsseitig fungiert die IPM gegenüber
Dritten als zentrale Einkaufseinheit für IP-Rechte
für den Diebold Nixdorf-Konzern. Darüber hinaus
verwaltet sie die internen IP-Rechte für den Principal
Deutschland. Beschaffungsseitig streben wir danach,
Optimierungspotenziale zu identifizieren und zu
realisieren, Single Sourcing zu vermeiden und durch eine
entsprechende Lieferantenauswahl und Kontrolle die
Fehlerquote bei Einkaufsteilen zu minimieren.
Vertrieb
Die IPM hat keine ausgeprägte eigene
Vertriebsstruktur, sondern konzentriert sich auf die
Lizenzierung und Bereitstellung von "Intellectual
Properties" (kurz IP) und IP-Rechten und -Lösungen
innerhalb des Diebold Nixdorf-Konzerns. Die Leistungen
erbringt sie ausschließlich gegenüber
Unternehmen der Diebold Nixdorf-Gruppe, die als
Dienstleister gegenüber den Kunden auftreten. Die
Umsatzerlöse werden daher vollständig mit
Unternehmen der Diebold Nixdorf-Gruppe erzielt. Damit
unterliegt die IPM lediglich mittelbar den Absatzrisiken
der leistenden Gesellschaften innerhalb der Diebold
Nixdorf-Gruppe.
Vertragliche und rechtliche
Risiken
Die IPM handelt überwiegend mit IP-Rechten
basierend auf Abrufverträgen und unterliegt daher dem
Risiko einer Unter- oder Überlizenzierung nur im
geringen Umfang. Im Falle von Unterlizenzierungen
könnte es zu einer Nachzahlungsforderung und
Schadenersatzzahlungen kommen. Dieses Risiko ist gering, da
das Unternehmen unterschiedliche Qualitätskontrollen
bei der Ermittlung zu lizenzierender IP-Rechte einsetzt und
diese fortlaufend überwacht und anpasst.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiken. Die Gesellschaft versucht, das
Ausfallrisiko originärer (finanzieller)
Vermögensgegenstände wie z.B. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen durch Handelsauskünfte,
Kreditlimits und Debitorenmanagement einschließlich
Mahnwesen und Inkassoverfahren zu verringern. Eine
Risikokonzentration hinsichtlich Kreditrisiken besteht
insofern, als im aktuellen Geschäftsjahr 2023 auf zwei
Einzelkunden zwischen 80 % und 90 % der Umsatzerlöse
entfielen. Bei den Kunden handelt es sich um nahestehende
Unternehmen. Die Kunden werden als hochgradig
kreditwürdig eingeschätzt und sind ihren
Verpflichtungen bisher immer nachgekommen. Das maximale
Ausfallrisiko ergibt sich aus den Buchwerten der in der
Bilanz angesetzten Forderungen.
Liquiditätsrisiken. Die Gesellschaft ist
über eine in der Schweiz ansässige und mit der
Konzernmutter DNI verbundene Tochtergesellschaft, die
Diebold Self Service Solutions LLC, in die
Finanzierungsaktivitäten des Konzerns eingebunden.
Das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering
eingestuft.
Zinsrisiken. Zinsrisiken können sich aus den
zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus
den Pensionsrückstellungen ergeben. Insgesamt ist das
Zinsrisiko der Gesellschaft jedoch als niedrig einzustufen.
3.2. Bedeutung der Risiken für die
IP Management GmbH
Bedeutung
Die Bedeutung der vorgenannten Risiken für die
IPM schätzen wir wie folgt ein:
| Risikobereich |
Bedeutung für die
Gesellschaft |
| Volkswirtschaftliche
Faktoren |
Mittlere Bedeutung |
| Relevanter Markt |
Mittlere Bedeutung |
| Supply Chain
Management |
Mittlere Bedeutung |
| Vertrieb |
Niedrige Bedeutung |
| Vertragliche und
rechtliche Risiken |
Niedrige Bedeutung |
| Finanzwirtschaftliche
Risiken |
Niedrige Bedeutung |
Gesamtrisiko
Die Geschäftsführung der IPM sieht zum
Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit keine
Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft
gefährden können.
Auch aus dem Gesamtportfolio der weiteren Chancen und
Risiken lässt sich aus Sicht der
Geschäftsführung eine Gefährdung der
Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts
nicht erkennen. Die Gesamtrisikolage hat sich
gegenüber dem Vorjahr insgesamt positiv entwickelt.
4. Prognosebericht
4.1. Wirtschafts- und
Branchenumfeld
Erwartete Entwicklung der
Rahmenbedingungen.
Trotz der erfreulichen Entwicklungen im vergangenen
Jahr bleiben zahlreiche Herausforderungen bestehen. Die
Inflationstendenzen bewegen sich in die erwartete Richtung,
liegen aber weiterhin über dem Zielwert. Der
Inflationsrückgang ist in erster Linie auf
nachlassende Spannungen in den Lieferketten und sinkende
Energiepreise zurückzuführen. Die
Dienstleistungsinflation bleibt jedoch hartnäckig.
Die positive Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums
kann erhebliche Divergenzen zwischen den einzelnen
Ländern überdecken. Vor allem die Vereinigten
Staaten waren ein wichtiger Motor des jüngsten
weltweiten Wachstums und gleichzeitig ein starker
Nachfragefaktor, was zu Abhängigkeiten führen
kann.
Gleichzeitig muss jedoch die
Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft in den letzten
Monaten berücksichtigt werden. Zu beachten sind auch
die vielen positiven Entwicklungen, die in einigen
Bereichen bereits wieder das Vorkrisenniveau erreicht
haben.
Unter Berücksichtigung der genannten Faktoren
geht die aktuelle Prognose des IWF in seinem World Economic
Outlook vom April 2024 dennoch davon aus, dass die
Weltwirtschaft in den Jahren 2024 bis 2025 mit einer
ähnlichen Rate wachsen wird wie im Jahr 2023. Zudem
wird ein weiterer Rückgang der globalen Gesamt- und
Kerninflation erwartet.
Für die Kalenderjahre 2024 und 2025 wird ein
Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von jeweils
3,2 % erwartet.
Das prognostizierte Wachstum der Industrieländer
liegt unter dem globalen Durchschnitt. Der IWF geht von
einem BIP-Wachstum von 1,7 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr
2025 aus. Innerhalb der Gruppe der Industrienationen liegt
das prognostizierte Wachstum der Euroländer unter
diesem Durchschnittswert. Die Prognose ergibt einen Wert
von 0,8 % im Jahr 2024 und 1,5 % im Jahr 2025.
Erwähnenswert ist, dass Deutschland gemäß
der Prognose das negative Wirtschaftswachstum des Jahres
2023 überwinden kann und ein Wachstum von 0,2 % bzw.
1,3 % in den nächsten beiden Kalenderjahren erwartet
wird.
Für die Gruppe der Schwellen- und
Entwicklungsländer prognostiziert der IWF ein
BIP-Wachstum von jeweils 4,2 %, das damit auf dem Niveau
von 2023 liegt.
Entwicklung des Branchenumfelds
Für das Jahr 2024 prognostizieren die Analysten
des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants
(PAC) in ihrer Studie vom März 2023 weltweite
IT-Ausgaben im Sektor Banking in Höhe von 596,4 Mrd.
Euro, was einem Anstieg von 5,4 % gegenüber dem
Vorjahr entspricht. Für den Sektor Retail erwartet PAC
im Jahr 2024 weltweite IT-Ausgaben in Höhe von 250
Mrd. Euro, was einer Steigerung von 5,9 % gegenüber
dem Vorjahr entspricht. Auch in einem weiteren Ausblick
gehen die Analysten von einem anhaltenden Wachstum der
weltweiten IT-Ausgaben aus. Demnach sollen die weltweiten
Ausgaben im Bankensektor zwischen 2023 und 2026 um 5,2
Prozent pro Jahr steigen. Für den Retail-Sektor wird
im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 5,6% pro Jahr
erwartet. Dieses Wachstum führt im Jahr 2026 zu
weltweiten IT-Ausgaben von 661,7 Mrd. Euro im Bankensektor
und 279,9 Mrd. Euro im Retail-Sektor.
Stärkster Wachstumstreiber bleibt in beiden
Sektoren das Geschäft mit Software und
softwarebezogenen Dienstleistungen (Software as a Service).
Dies ist insbesondere auf die Auswirkungen der
fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung
zurückzuführen, wie aktuelle Studien, z.B. von
Capgemini, zeigen. Auch das Outsourcing-Geschäft wird
nach Einschätzung der Marktforscher weiter wachsen.
Gesamtaussage zu den
Rahmenbedingungen
Die Geschäftsführung sieht die IP
Management GmbH vor einem herausfordernden
Geschäftsjahr, bei dem sich jedoch die
Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr verbessert
haben. Globale Beschaffungsmärkte erfahren eine
Entspannung ebenso wie die Kostensituation bzgl. Transport-
und Energiekosten. Dem gegenüber stehen die
erhöhten Inflationsraten, die wir dennoch als
herausfordernd ansehen.
Die Geschäftsführung analysiert stetig die
sich ändernden Marktsituationen und modelliert in
enger Abstimmung zu den Prioritäten verschiedene
Szenarien zur Reaktion auf diese Entwicklungen. Zur
Absicherung der finanziellen Stabilität werden wir
stetig Maßnahmen zur Kostensenkung verfolgen und
entsprechend intensivieren, Investitionsentscheidungen
aussetzen oder verschieben und weiter einen starken Fokus
auf unser Working Capital legen.
4.2. Erwartete
Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 der IP
Management GmbH
Für das Geschäftsjahr 2024 wird sich nach
aktuellen Einschätzungen der
Geschäftsführung der Umsatz und das EBITA leicht
unter dem Niveau von 2023 bewegen.
4.3. Gesamtaussage zur
voraussichtlichen Geschäftsentwicklung
Das Ergebnis der Gesellschaft wird wesentlich durch
die zuvor beschriebene Entwicklung der Gesellschaft
geprägt und trägt der allgemeinen geopolitischen
Lage und der anhaltenden Situation bezüglich des
Russland-Ukraine-Krieg Rechnung. Allerdings lassen sich
deren potenzielle Auswirkungen derzeitig nicht
zuverlässig einschätzen.
Darüber hinaus verweisen wir auf die
Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen.
Paderborn, den 20. September
2024
IP
Management GmbH
Jörn
Förster
Geschäftsführer
Disclaimer:
Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene
Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und
Einschätzungen der Unternehmensleitung der IPM
beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür
zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig
erweisen. Insbesondere steht der Prognosebericht unter dem
Vorbehalt, dass aufgrund des Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrags Maßnahmen durch die
Konzernmuttergesellschaft angeordnet werden können.
Die zukünftige Entwicklung sowie die von der IPM und
ihren verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten
Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken
und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den
zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene dieser
Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der
IPM und können nicht präzise vorausgesagt werden,
wie zum Beispiel das künftige wirtschaftliche Umfeld
sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen
Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen
Aussagen ist weder geplant noch übernimmt IPM hierzu
eine gesonderte Verpflichtung.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die IP Management GmbH, Paderborn
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der IP Management GmbH,
Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IP
Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der
Geschäftsführung für den Jahresabschluss und
den Lagebericht
Die Geschäftsführung ist verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die
Geschäftsführung verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die
Geschäftsführung dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist die Geschäftsführung
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner ist die
Geschäftsführung verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen
im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von der Geschäftsführung
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von der
Geschäftsführung angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage
der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die
bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
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| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von der
Geschäftsführung dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch.
Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von
der Geschäftsführung zugrunde gelegten
bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
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Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 20. September
2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Tokple
Wirtschaftsprüfer
Adelt
Wirtschaftsprüfer
Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am
02. Oktober 2024.
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