Diebold Nixdorf Systems GmbH

Heinz-Nixdorf-Ring 1, 33106 Paderborn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 9489
Vorher
WINCOR NIXDORF Manufacturing GmbH
Eingetragen
23.11.2009
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenGeld- und Wertdienste
Gegenstand
Forschung, Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Installation und Vermietung von Produkten und Lösungen auf den Gebieten der elektronischen Informationsverarbeitung und -übermittlung und der sonstigen Systemtechnik in innovativen Technologien sowie die Beratung, die Schulung und der Service für dieses Geschäft.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexandra Morgner
seit 13.10.2025
Prokura
Matthias Gök
seit 2.3.2020
Prokura
Daniel Saak
seit 2.3.2020
Prokura
Jörn Förster
seit 16.9.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Diebold Nixdorf, Inc.USA
57.80%
Diebold Nixdorf Dutch Holding B.V.NLD
42.20%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.001.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Diebold Nixdorf Systems GmbH

Paderborn

Jahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
Anhang TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 732 736
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 862 1.594 1.267 2.003
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.420 7.741
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.005 8.555
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.753 17.178 3.063 19.359
18.772 21.362
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2)
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 85.073 98.837
2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 25.162 22.960
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 20.595 20.778
4. Geleistete Anzahlungen 5.108 135.938 5.876 148.451
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.461 2.264
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 148.195 193.775
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.660 151.316 937 196.976
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (4) 5.087 3.472
292.341 348.899
C. Rechnungsabgrenzungsposten 357 237
311.470 370.498

Passiva

Anhang 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.001 5.001
II. Kapitalrücklage 52.370 52.370
57.371 57.371
B. Rückstellungen (5)
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 63.146 65.740
2. Sonstige Rückstellungen 39.784 41.163
102.930 106.903
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (6) 299 16.420
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (7) 132.621 146.190
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (8) 3.590 28.422
4. Sonstige Verbindlichkeiten (9) 14.659 15.192
- davon aus Steuern TEUR 10.452 (i. Vj. TEUR 11.386) -
151.169 206.224
311.470 370.498

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang 2023
TEUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse (10) 816.361 791.998
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -739.151 -755.222
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 77.210 36.776
4. Forschungs- und Entwicklungskosten -33.419 -33.295
5. Vertriebskosten -158 -463
6. Allgemeine Verwaltungskosten -12.806 -3.084
7. Sonstige betriebliche Erträge (11) 12.004 16.028
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -9.450 -18.999
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (13) 2.109 0
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 2.078 (i. Vj. TEUR 0) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (13) -1.804 -4.833
- davon an verbundene Unternehmen TEUR -71 (i. Vj. TEUR -3.539) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 340 0
12. Ergebnis nach Steuern 34.026 -7.870
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -34.026 7.870
14. Bilanzgewinn/-verlust 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Gründung 2. November 2009
Firma Diebold Nixdorf Systems GmbH
Sitz Paderborn
Registergericht Amtsgericht Paderborn
Handelsregisternummer HRB 9489
Geschäftstätigkeit Forschung, Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Installation und Vermietung von Produkten und Lösungen auf den Gebieten der elektronischen Informationsverarbeitung und -übermittlung und der sonstigen Systemtechnik in innovativen Technologien sowie die Beratung, die Schulung und der Service für dieses Geschäft.
Geschäftsjahr Kalenderjahr

Allgemeine Angaben

Die WINCOR NIXDORF International GmbH, Paderborn (im Folgenden "WNI"), ist die alleinige Gesellschafterin der Diebold Nixdorf Systems GmbH, Paderborn (im Folgenden auch "DNS" oder "Gesellschaft"), und hält das gezeichnete Kapital im Nennbetrag von EUR 5.001.000,00.

Die DNS ist Organgesellschaft einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, und einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der WNI. Zwischen der DNS und der WNI besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 der Diebold Nixdorf Systems GmbH, Paderborn, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Alle Angaben erfolgen, soweit nicht anders angegeben, in TEUR. Aus diesem Grund können Rundungsdifferenzen auftreten.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben.

Entwicklungskosten werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert, wenn verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt werden. Eine Aktivierung wird vorgenommen, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und die Gesellschaft sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögensgegenstand zu nutzen oder zu verkaufen. Aktivierte Entwicklungskosten werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die jeweilige durchschnittliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Sofern die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten beinhalten nur der Erstellung des immateriellen Vermögensgegenstandes direkt zurechenbare und aktivierungsfähige Kosten. Neben den direkt zurechenbaren Kosten werden auch anteilig Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt.

Die Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt längstens fünf Jahre. Zugänge im laufenden Geschäftsjahr werden nach Maßgabe des Zugangsmonats und unter Anwendung der pro-rata-temporis-Regel abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Sachanlagen beinhalten technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Abschreibungen auf Fertigungsanlagen und Verwaltungskosten. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt. Die Abschreibungsdauer beträgt höchstens fünfzehn Jahre, wobei auch Zugänge bei den Sachanlagen unter Anwendung der pro-rata-temporis-Regel abgeschrieben werden.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten, Anlagen im Bau zu Herstellungskosten nach den oben dargestellten Grundsätzen angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (Einzelanschaffungskosten von weniger als EUR 250,00 netto) schreiben wir im Zugangsjahr in voller Höhe ab. Für Sachanlagen mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 sind Sammelstammsätze angelegt worden, die über fünf Jahre abgeschrieben werden.

Umlaufvermögen

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind jeweils einzeln zum gleitenden Durchschnittspreis oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet, die den handelsrechtlichen Mindestbestandteilen entsprechen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus dem zukünftigen Bedarf, der Lagerdauer und eventuell geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch regelmäßige Reichweitenanalysen in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie für Länderrisiken gebildet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen, die die individuellen historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kunden pauschaliert berücksichtigen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode). Dabei werden diese nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Zinssatz abgezinst. Bei der Bewertung werden wie im Vorjahr die Heubeck-Sterbetafeln 2018 G zugrunde gelegt. Per 31. Dezember 2023 wurden folgende Parameter angesetzt:

Zinssatz: 1,82 % (i. Vj. 1,78 %)
Gehaltsdynamik: 2,75 % (i. Vj. 2,75 %)
Rentendynamik: 2,25 % (i. Vj. 2,25%)

Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Bis zum Bilanzstichtag 30. September 2016 war demgegenüber der durchschnittliche Marktzinssatz zu verwenden, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben hatte. Der sich aus diesen unterschiedlichen Zeiträumen ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 280 (i. Vj. TEUR 1.313).

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der BilMoG-Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung der Pensionsrückstellungen auf TEUR 125 (i. Vj. TEUR 250).

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Altersteilzeit werden für Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge abgeschlossener Verträge gebildet. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 1,08 % (i. Vj. 0,58 %) und einer Gehaltsdynamik von 2,75 % (i. Vj. 2,75 %). Gewährleistungsrückstellungen spiegeln im Wesentlichen die geschätzten zukünftigen Kosten zur Erfüllung vertraglicher Anforderungen bezüglich verkaufter Waren wider. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Bei den sonstigen Rückstellungen werden zukünftige Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt, soweit ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Der Erfolgsausweis aus Änderungen des Abzinsungssatzes erfolgt innerhalb des Finanzergebnisses.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung umgerechnet und am Abschlussstichtag zum niedrigeren bzw. zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erträge und Aufwendungen

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Lieferungen und Leistungen umfassen die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse sowie die Einstandskosten der verkauften Handelsware.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten die Sach- und Personalkosten der Entwicklungsbereiche. Durch die Erfassung der Kosten auf unterschiedlichen Kontierungsobjekten kann zwischen aktivierungsfähigen und nicht zu aktivierenden Entwicklungskosten unterschieden werden.

Die Vertriebskosten enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für das Kundenforum.

In den Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen ausgewiesen.

Steuern

Alle Verpflichtungen oder Ansprüche, die im Geschäftsjahr entstanden sind, sind nach den für die Gesellschaft maßgeblichen Steuervorschriften berücksichtigt. Die Gesellschaft ist Organgesellschaft einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn, und einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der WNI. Es ergeben sich insoweit keine im Geschäftsjahr zu berücksichtigenden Erstattungsansprüche oder Nachzahlungsverpflichtungen aus Ertrag- und Umsatzsteuern.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagespiegel dargestellt. Dieser ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen mit TEUR 395 selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände und mit TEUR 353 entgeltlich erworbene Lizenzen. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt TEUR 33.814 (i. Vj. TEUR 33.595), davon entfallen auf Aktivierungen TEUR 395 (i. Vj. TEUR 300).

Die Zugänge bei den technischen Anlagen und Maschinen betreffen mit TEUR 37 diverse Metallbearbeitungsmaschinen.

Die Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen mit TEUR 743 im Wesentlichen Spezialwerkzeuge. Die Zugänge in den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit TEUR 1.970 Spezialwerkzeuge.

2. Vorräte

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 85.073 98.837
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 25.162 22.960
Fertige Erzeugnisse und Waren 20.595 20.778
Geleistete Anzahlungen 5.108 5.876
135.938 148.451

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.461 2.264
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 148.195 193.775
Sonstige Vermögensgegenstände 1.660 937
151.316 196.976

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 1.461 (i. Vj. TEUR 2.264) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben mit TEUR 148.195 (i. Vj. TEUR 193.775) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darin enthalten sind Forderungen gegen die Gesellschafterin WNI in Höhe von TEUR 49.611 (i. Vj. TEUR 118.971).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 69.886 (i. Vj. TEUR 193.775) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit TEUR 1.660 (i. Vj. TEUR 937) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

In den flüssigen Mitteln ist ein Kassenbestand von TEUR 3.273 (i. Vj. TEUR 3.472) ausgewiesen. Hierbei handelt es sich im Berichtsjahr wie im Vorjahr um den Bestand an Bargeld zu Testzwecken für Geldausgabeautomaten.

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen TEUR 1.814 (i. Vj. TEUR 0).

5. Rückstellungen

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 63.146 65.740
Sonstige Rückstellungen 39.784 41.163
102.930 106.903

Folgende Sachverhalte sind in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Beiträge zur Berufsgenossenschaft 702 676
Gleitzeitrückstände 2.092 1.903
Sonstige Personalrückstellungen 95 304
Urlaubsrückstände 1.926 1.341
Abfindungen 32 691
Altersteilzeit 8.833 9.414
Personalrückstellungen 13.680 14.329
Verzugs- und Vertragsstrafen 311 361
Verluste aus Einkaufskontrakten 18.902 19.914
Aufwendungen für Gewährleistungen 6.787 6.397
Absatz- und beschaffungsmarktbezogene Verpflichtungen 26.000 26.672
Jahresabschlusskosten 102 161
Übrige sonstige Rückstellungen 2 1
Übrige Verpflichtungen 104 162
Summe Sonstige Rückstellungen 39.784 41.163

6. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Diebold Nixdorf Systems GmbH belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 299 (i. Vj. TEUR 16.420) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus dem Vorjahr wurden bereits im Geschäftsjahr 2023 vollständig getilgt.

7. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 132.621 (i. Vj. TEUR 146.190) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben mit TEUR 3.590 (i. Vj. TEUR 28.422) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Davon bestehen gegenüber der Gesellschafterin WNI Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 16.280).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.590 (i. Vj. TEUR 5.022) enthalten.

9. Sonstige Verbindlichkeiten

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich hauptsächlich um Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung in Höhe von TEUR 4.188 (i. Vj. TEUR 3.801) und aus Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von TEUR 9.482 (i. Vj. TEUR 10.217).

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 970 (i. Vj. TEUR 1.169) Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 14.659 (i. Vj. TEUR 15.192) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschlussgliederung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB.

Periodenfremde Aufwendungen/Erträge

Es wurden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4.490 (i. Vj. TEUR 4.529) realisiert. Die Auflösungen der Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen sowie für Verluste aus Einkaufskontrakten. Dagegen sind angefallene Aufwendungen zu den Rückstellungspositionen im Rahmen der Kostenrechnung unter Wirtschaftlichkeitsaspekten nicht ausgewertet worden und somit in den Funktionskosten enthalten.

10. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen wie folgt auf:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Banking 544.372 67 562.458 71
Retail 271.989 33 229.540 29
816.361 100 791.998 100

Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Bereichen:

2023 Banking Retail Summe
TEUR TEUR TEUR %
Deutschland 281.952 215.291 497.243 61
Übriges Europa 3.140 712 3.852 0
Amerika 206.511 29.232 235.743 29
Asien/Pazifik 52.769 26.754 79.523 10
544.372 271.989 816.361 100
2022 Banking Retail Summe
TEUR TEUR TEUR %
Deutschland 325.380 187.281 512.661 65
Übriges Europa 903 1.038 1.941 0
Amerika 204.380 24.899 229.279 29
Asien/Pazifik 31.795 16.322 48.117 6
562.458 229.540 791.998 100

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen insgesamt TEUR 12.004 (i. Vj. TEUR 16.028). Die Kursgewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 11.279 (i. Vj. TEUR 15.077) gezeigt. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen Erträge aus Zuschüssen für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von TEUR 307 (i. Vj. TEUR 443) und nachträgliche Boni von Lieferanten aus Vorjahren mit TEUR 418 (i. Vj. TEUR 508).

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 9.450 (i. Vj. TEUR 18.999). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die Aufwendungen aus der Anwendung der Vorschriften des BilMoG aus der Bewertungsanpassung von Pensionsrückstellungen gemäß Art. 67 Abs. 1 und Abs. 2 EGHGB in Höhe von TEUR 125 (i. Vj. TEUR 125) abgebildet. Die Kursverluste aus der Währungsumrechnung gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.325 (i. Vj. TEUR 18.874) gezeigt.

13. Zinsergebnis

2023
TEUR
2022
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.109 0
davon aus verbundenen Unternehmen 2.078 0
davon Erträge aus der Abzinsung 31 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.804 -4.833
davon Aufwendungen aus der Abzinsung -1.172 -1.203
305 -4.833

Sonstige Angaben

Materialaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 560.513 561.254
Aufwendungen für bezogene Leistungen 85.052 80.804
645.565 642.058

Personalaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Löhne und Gehälter 87.437 81.870
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 16.100 15.117
Aufwendungen für Altersversorgung 1.524 4.328
105.061 101.315

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 1.350 Mitarbeiter beschäftigt. Diese waren in folgenden Funktionen tätig:

2023 2022
Produktion 1.040 905
Vertrieb 1 2
Forschung und Entwicklung 246 267
Verwaltung 63 66
1.350 1.240

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Mietverträgen und aus langfristigen Einkaufskontrakten für Dienstleistungsverträge in folgender Höhe:

31.12.2023 31.12.2022
Gegenüber Dritten
TEUR
Gegenüber verbundenen Unternehmen
TEUR
Gegenüber Dritten
TEUR
Gegenüber verbundenen Unternehmen
TEUR
bis zu einem Jahr 6.754 4.034 3.069 4.034
ein bis fünf Jahre 2.658 0 3.561 0
über fünf Jahre 0 0 197 0
9.412 4.034 6.827 4.034

Angaben zu Organen der Gesellschaft

Die Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Jörn Förster Senior Vice President Supply Chain
Tanja Werres Senior Director Plant Paderborn

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, da aus der Angabe Rückschlüsse auf die Bezüge einzelner Organmitglieder möglich wären.

Es gab in der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 keinen Wechsel.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

Anteilseignervertreter:

Dorothea Engel (Aufsichtsratsvorsitzende) Rechtsanwältin
Robert Kamuf-Wulf Vice President R&D Europe

Arbeitnehmervertreter:

Michael Schild (stellvertretener AR Vorsitzender) Betriebsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge.

Es gab im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 folgende Wechsel:

Olaf Heyden hat sein Mandat einschließlich des Vorsitzes im Aufsichtsrat mit Wirkung zum Ablauf des 31. Oktober 2023 niedergelegt. Frau Dorothea Engel wurde mit Wirkung zum 1. November 2023 in den Aufsichtsrat und in der Sitzung vom 24. November 2023 zur Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Robert Kamuf-Wulf wurde mit Wirkung zum 1. November 2023 als Nachfolger des mit Wirkung zum Ablauf des 31. Oktober 2023 ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds Robert Krause in den Aufsichtsrat gewählt.

Honorar für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Für die in dem Geschäftsjahr 2023 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Für Abschlussprüfung 175 162
Gesamt 175 162

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der WNI.

Die Gesellschaft wird über die Muttergesellschaft in den Konzernabschluss der Diebold Nixdorf, Inc. (im Folgenden auch "DNI") mit Sitz in North Canton, Ohio/ USA, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der DNI sowie im Unternehmensregister veröffentlicht.

Der Konzernabschluss der Diebold Nixdorf Incorporated stellt den kleinsten und größten Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der Diebold Nixdorf Incorporated und im Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Paderborn, den 11. Oktober 2024

Diebold Nixdorf Systems GmbH

Jörn Förster, Geschäftsführer

Tanja Werres, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2023
TEUR
1.1.2023
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.258 396 0 0 3.654 2.522
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.573 353 0 0 3.926 2.306
3. Geschäfts- und Firmenwert 2.022 0 0 2.022 0 2.022
8.853 749 0 0 7.580 6.850
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 35.518 36 0 679 34.875 27.777
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.814 1.165 280 23 80.236 70.259
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.063 1.970 -280 0 4.753 0
117.395 3.171 0 702 119.864 98.036
126.248 3.920 0 702 127.444 104.886
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Abschreibungen des Geschäftsjahres
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 400 0 2.922 732 736
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 758 0 3.064 862 1.267
3. Geschäfts- und Firmenwert 0 2.022 0 0 0
1.158 2.022 5.986 1.594 2.003
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.348 670 28.455 6.420 7.741
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.995 23 74.231 6.005 8.555
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 4.753 3.063
5.343 693 102.686 17.178 19.359
6.501 2.715 108.672 18.772 21.362

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Struktur und Geschäftstätigkeit

Überblick

Das Kerngeschäft der Diebold Nixdorf Systems GmbH (im Folgenden auch "DN Systems", "DNS" oder "Gesellschaft") ist die weltweite Entwicklung und Produktion des Retail- und Banking-Produktportfolios.

Die Gesellschaft hat keine eigene Vertriebsstruktur, sondern ist auf die Fertigung von Hardware spezialisiert und betreibt dazu Forschung und Entwicklung. Der Vertrieb erfolgt durch Unternehmen der Diebold Nixdorf-Gruppe. Die Umsatzerlöse werden mangels direkten Vertriebes der DNS nahezu vollständig mit Unternehmen der Diebold Nixdorf-Gruppe erzielt.

Unsere Fertigung von Hardware erfolgt in einem Verbund internationaler Standorte unter anderem auch mit externen Partnern (Joint Ventures in China und Auftragsfertiger in Indien).

Die DNS am Standort Paderborn ist der Hauptproduktionsstandort der gesamten Diebold-Nixdorf-Gruppe.

Auch unsere Forschung und Entwicklung betreiben wir international. Darüber hinaus kooperieren wir mit einem wachsenden Netzwerk aus externen Partnern und Forschungseinrichtungen.

In der Berichterstattung unterscheiden wir nach den Geschäftsbereichen Banking und Retail.

Geschäftstätigkeit

Unser Geschäftsmodell zielt darauf ab, kosteneffizient erstklassige, innovative Hardware in Form von fortschrittlichen Selbstbedienungs- und Geldautomatenlösungen, verschiedene Lösungen für den "Point of Sales", insbesondere für den Bereich Retail (kurz POS), Self-Checkout-Systeme, interaktive Kiosk-Systeme, POS-Peripheriegeräte und weitere Lösungen wettbewerbsfähig für die Kunden herzustellen. Entscheidend hierfür ist es deshalb, führende Technologien und Lösungen zu entwickeln.

Wir wollen mit innovativer Hardware Geschäftschancen nutzen und passen auf diesem Gebiet unsere Ressourcen an, um kosteneffizienter und noch wettbewerbsfähiger zu werden. Entscheidend für den Geschäftserfolg ist es deshalb, führende Technologien und Lösungen zu entwickeln und herzustellen.

Rechtliche Unternehmensstruktur

Die Diebold Nixdorf Systems GmbH wird im Handelsregister Paderborn unter der Registernummer HRB 9489 geführt. Der Unternehmenssitz ist am Heinz-Nixdorf-Ring 1 in 33106 Paderborn. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft wurde zum 2. November 2009 gegründet. Direkte Muttergesellschaft der DNS ist die WINCOR NIXDORF International GmbH (im Folgenden auch "WNI").

Zwischen der DNS und der WNI wurde am 30. Juli 2010 ein Beherrschungsvertrag geschlossen. Ihm hat die Gesellschafterversammlung vom 30. Juli 2010 zugestimmt. Des Weiteren wurde am 19. August 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, dem die Gesellschafterversammlung zum 6. September 2011 zugestimmt hat. Zwecks Anpassung an zwischenzeitlich geänderte rechtliche Rahmenbedingungen sowie aufgrund der Änderung der Firmierung der DNS (vormals WINCOR NIXDORF Manufacturing GmbH) änderten die Parteien den Ergebnisabführungsvertrag vom 19. August 2011 ab und fassten ihn am 30. November 2021 aus Klarstellungsgründen vollständig neu. Die Gesellschafterversammlung vom 10. Dezember 2021 hat der Änderung zugestimmt.

Die DNS ist Organgesellschaft einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Diebold Nixdorf Holding Germany GmbH, Paderborn (im Folgenden auch "DNHG"), und einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der WNI.

Die Berichtsgesellschaft wird über die Muttergesellschaft in den Konzernabschluss der Diebold Nixdorf, Inc. (im Folgenden: "DNI") mit Sitz in North Canton, Ohio, USA, zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird auf den Internetseiten der DNI veröffentlicht.

Annahme der Unternehmensfortführung

Die Gesellschaft ist durch Verrechnungskonten mit anderen Konzerngesellschaften in die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns des obersten Mutterunternehmens DNI eingebunden.

An der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der DNS bestehen auch in den kommenden zwölf Monaten nach Beurteilung der Geschäftsführung keine Zweifel.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft von der DNI eine Patronatserklärung in Form einer Liquiditätsausstattungsgarantie erhalten. Mittels dieser Patronatserklärung verpflichtet sich die DNI unmittelbar, die Gesellschaft auf Verlangen in einem solchen Maße finanziell auszustatten, dass die Gesellschaft ihrer Geschäftstätigkeit weiter nachgehen und ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Die Patronatserklärung hat eine ursprüngliche Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 und erlischt vorzeitig bei einem Verlust der Kontrolle über die Gesellschaft. Diese Vereinbarung verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, wenn sie nicht mit einer Frist von zwölf Monaten vor dem jeweiligen Enddatum gekündigt wird. Zum Aufstellungszeitpunkt des Lageberichts ist die Patronatserklärung nicht gekündigt.

Geschäftsführung

Die DNS wird von einer zweiköpfigen Geschäftsführung geleitet. Der Geschäftsführung gehören Frau Tanja Werres und Herr Jörn Förster an. Die Geschäftsführung leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung und führt die Geschäfte nach den gesetzlichen Vorschriften sowie dem Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft. Im Mittelpunkt aller Entscheidungen und Handlungen steht dabei die Wahrung der Unternehmensinteressen. Beschlüsse werden grundsätzlich mit einfacher Mehrheit getroffen.

Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat, der sich nach den gesetzlichen Bestimmungen des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammensetzt und drei Mitglieder hat. Zwei Mitglieder vertreten die Anteilseigner, ein Mitglied vertritt die Arbeitnehmer. Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit der Geschäftsführung und berät sie bei der Führung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Tätigkeit nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung der Gesellschaft und etwaiger Beschlüsse des Aufsichtsrats aus. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit nicht im Gesetz andere Mehrheiten zwingend vorgeschrieben sind.

Erklärung zur Unternehmensführung

Dem Aufsichtsrat der DNS gehört gegenwärtig eine Frau an. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Gesellschaft wurde eine bis zum Stichtag 30. Juni 2026 zu haltende Zielgröße von 33 % festgelegt. Die Bemühungen, auch zukünftig geeignete Kandidatinnen zu finden, werden weiter intensiviert. Bis zum Erreichen des festgelegten Stichtags 30. Juni 2026 sind jedoch keine personellen Änderungen zu erwarten, die zu einer weiteren Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat der Gesellschaft führen würden.

Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehört gegenwärtig eine Frau an, woraus sich ein aktueller Frauenanteil in der Geschäftsführung von 50 % errechnet. Zum Zeitpunkt der neuen Zielfestsetzung für den Stichtag 30. Juni 2026 sind keine personellen Änderungen in der Geschäftsführung geplant oder zu erwarten. Die Gesellschafterversammlung plant, den aktuellen Geschäftsführern weiterhin die Verantwortung für die Geschäftsführung zu übertragen, und legte somit eine bis zum Stichtag 30. Juni 2026 zu haltende Zielgröße von 50 % fest.

Auf den weiteren Führungsebenen der Gesellschaft konnte der Frauenanteil ebenfalls erfolgreich erhöht werden. Der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung gehören aktuell 6 Frauen an. Zum Zeitpunkt der neuen Zielfestsetzung für den Stichtag 30. Juni 2026 legte die Geschäftsführung eine zu haltende Zielgröße von 6% für die erste und zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung fest. Dem wichtigen Ziel der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen im Arbeitsleben und in Führungspositionen soll auch weiterhin dadurch Rechnung getragen werden, dass durch unternehmenseigene Förderprogramme und weitere Personalmaßnahmen gezielt Mitarbeiterinnen gefördert und auf die Übernahme von Führungsaufgaben vorbereitet werden. Die Gesellschaft wird in ihren Bemühungen, Diversität und Gleichberechtigung zu fördern, nicht nachlassen.

1.2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt hauptsächlich an den Standorten Paderborn und Berlin im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 1.350 Mitarbeiter, von denen rund 83 % dem Segment Banking und rund 17 % dem Segment Retail zugeordnet sind.

Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:

2023 2022
Produktion 1.040 905
Vertrieb 1 2
Forschung und Entwicklung 246 267
Verwaltung 63 66
1.350 1.240

1.3. Forschung und Entwicklung

Ziel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (im Folgenden F&E) ist es, den Wert der Produkte und Lösungen für Kunden und Partner sowie für Unternehmen innerhalb der Diebold-Nixdorf-Gruppe zu erhöhen. Anspruch ist es, führende Technologien und Lösungen zu entwickeln, vor allem an der Schnittstelle zum Konsumenten.

Die Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 33.814 (i. Vj. TEUR 33.295) in F&E-Aktivitäten (vor Aktivierung und Abschreibungen). Die aktivierten Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 395 (i. Vj. TEUR 300). Die Forschungs- und Entwicklungskostenquote entspricht somit 4,1 % (i. Vj. 4,2 %). Die Aktivierungsquote im Verhältnis zu den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten betrug somit 1,2 % (i. Vj. 0,9 %).

Investitionsschwerpunkt war dabei vor allem die Betriebssoftware für Geldausgabegeräte.

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Bereich Forschung und Entwicklung durchschnittlich 246 Mitarbeiter an den Standorten Paderborn und Berlin beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschafts- und Branchenumfeld

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die jüngere Vergangenheit war für die Weltwirtschaft von einer Vielzahl von Herausforderungen geprägt, von denen zwei Ereignisse von besonderer Relevanz gewesen sind. Dies waren zum einen weltweite Unterbrechungen der Lieferketten als Nachläufer der COVID-19-Pandemie und zum anderen eine globale Energie- und Nahrungsmittelkrise, welche durch den von Russland initiierten Angriffskrieg in der Ukraine ausgelöst wurde. Insbesondere diese Ereignisse führten in Summe zu einem massiven Inflationsanstieg, welcher in einer weltweiten Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken resultierte.

Trotz dieser exogenen Schocks ist die Weltwirtschaft nicht in eine Rezession geraten und kann ein stabiles Wachstum ausweisen. In seinem World Economic Outlook von April 2024 betont der Internationale Währungsfonds (IWF) die bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft. Der Inflationsschub führte entgegen einigen Prognosen nicht zu einer unkontrollierten Lohn-Preis-Spirale und das Beschäftigungs- und Einkommenswachstum blieb stabil.

Stattdessen konnte bereits im Jahr 2023 ein signifikanter Rückgang der Inflation verzeichnet werden. Gemäß dem IWF näherte sich die Gesamtinflation in den meisten Volkswirtschaften Ende 2023 zum ersten Mal ihrem vorpandemischen Niveau an. Im letzten Quartal 2023 lag die Gesamtinflation in den Industrienationen bei 2,3 % und in den Schwellen- und Entwicklungsländern bei 3,9 %. Diese Teuerungsraten weisen dennoch ein höheres Niveau als der angestrebte Zielwert der Zentralbanken zur Wiederherstellung der Preisstabilität auf.

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im Jahr 2023 einen Anstieg von 3,2 % und erreichte damit das Niveau des Vorjahres von 3,5 %.

Innerhalb der Industrienationen ermittelte der IWF in seinem Bericht für die Euroländer ein durchschnittliches Wachstum von 0,4 %. Im Vergleich zu den anderen Eurostaaten weist Deutschland ein negatives Wachstum von -0,3 % auf. Für die USA ergibt sich aus den Berechnungen des Fonds für das Jahr 2023 ein Anstieg des BIP von 2,5 %.

Unter den Schwellen- und Entwicklungsländern mit einem durchschnittlichen Wachstum des BIP von 4,3 % weisen China (5,2 %) und Indien (7,8 %) ein besonders hohes Wachstum auf.

Entwicklung des Branchenumfelds

Die weltweiten Ausgaben für Informationstechnologie (IT) in den Bereichen Banking und Retail steigen trotz der vergangenen ökonomischen Schocks weiter an. Wie aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) vom März 2023 hervorgeht, lagen die weltweiten IT-Ausgaben im Bankensektor im Jahr 2022 bei 534,9 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 7,8 % gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2023 prognostiziert die Studie einen weiteren Anstieg der Ausgaben auf 565,5 Mrd. Euro. Im Retail Sektor lagen die IT-Ausgaben im Jahr 2022 bei 224,2 Mrd. Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 8,6 % entspricht. Die Prognose für das Jahr 2023 beträgt 236 Mrd. Euro.

Ein starker Wachstumstreiber in beiden Branchen ist das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (sog. Software as a Service).

Banken:

Der Bankensektor sah sich in den letzten Jahren mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die durch verschärfte Kontrollen, digitale Innovationen und die Konfrontation mit neuen Wettbewerbern gekennzeichnet waren. Die Banken mussten sich diesen Herausforderungen in einem historisch niedrigen Zinsumfeld stellen. Die jüngste Vergangenheit zeigt jedoch eine positive Entwicklung. Eine Analyse von McKinsey & Company bescheinigt in ihrem Global Banking Annual Review vom Oktober 2023, dass die letzten 18 Monate die profitabelste Periode für Banken seit 2007 waren. Dies ist auf steigende Zinsen und ein günstiges Kreditumfeld zurückzuführen. Die Finanzinstitute sind weiterhin gefordert, die eingeleiteten Transformationsprozesse voranzutreiben. Dies gilt insbesondere für die beschleunigte Verlagerung vom traditionellen Filialgeschäft hin zu digitalen Kanälen. Die Nutzung von Online- und Mobile-Banking hat in einer Welt, in der Technologie und künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle spielen werden, stark zugenommen.

Retail:

Die aktuelle Studie "What matters to today's consumer" von Capgemini aus dem Jahr 2023 beschreibt, dass die Interaktionen mit dem stationären Handel aufgrund der aktuellen Lebenshaltungskostenkrise und der Preissensibilität der Verbraucher im Vergleich zum Vorjahr abnehmen. Allerdings wird auch ein besonderer Fokus der Kunden auf Lieferung und Abwicklung beschrieben. Eine klare Abgrenzung zwischen Online- und stationärem Handel ist weniger eindeutig als in der Vergangenheit. Kunden können problemlos zwischen beiden Bereichen wechseln und erwarten zunehmend ein vergleichbares Niveau an Service und Interaktionsmöglichkeiten. Verbraucher werden zunehmend ihre eigenen mobilen Geräte für Einkäufe im Geschäft nutzen und erwarten, dass sie online begonnene Einkäufe im Geschäft abschließen können. Ein Beispiel hierfür sind sogenannte Click-and-Collect-Transaktionen. Auch kontaktlose Bezahlmöglichkeiten wie Self-Checkout-Terminals werden zunehmend bevorzugt.

2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der DNS und Grundlage von Managemententscheidungen sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis (inklusive Einmalaufwendungen), kurz "EBITA". Eine Überleitung zum EBITA, ausgehend vom Jahresergebnis, ist in der Erläuterung zur Ertragslage enthalten.

2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Diebold Nixdorf Systems GmbH

Ertragslage

Die Umsatzerlöse werden mangels direkten Vertriebes der DNS nahezu vollständig mit Unternehmen der Diebold-Nixdorf-Gruppe erzielt.

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 816.361 über dem Niveau des Vorjahres (Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 791.998). Entgegen der im Vorjahr gebildeten Erwartung einer deutlichen Steigerung des Umsatzes für das Geschäftsjahr 2023 konnte der Umsatz nur leicht gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Aus Segmentsicht zeigt sich im Bereich Retail aufgrund einer höheren Kundennachfrage ein deutlicher Anstieg der Umsätze gegenüber dem Vorjahr, welcher jedoch aufgrund einer entgegen der ursprünglichen Erwartung rückläufigen Nachfrage im Segment Banking kompensiert wird, so dass die Umsatzsteigerung insgesamt betrachtet gegenüber dem Vorjahr nur leicht ausfällt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Bereichen wie folgt auf:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Banking 544.372 67 562.458 71
Retail 271.989 33 229.540 29
816.361 100 791.998 100

Die folgende Übersicht enthält die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Bereichen:

2023 Banking Retail Summe
TEUR TEUR TEUR %
Deutschland 281.952 215.291 497.243 61
Übriges Europa 3.140 712 3.852 0
Amerika 206.511 29.232 235.743 29
Asien/Pazifik 52.769 26.754 79.523 10
544.372 271.989 816.361 100
2022 Banking Retail Summe
TEUR TEUR TEUR %
Deutschland 325.380 187.281 512.661 65
Übriges Europa 903 1.038 1.941 0
Amerika 204.380 24.899 229.279 29
Asien/Pazifik 31.795 16.322 48.117 6
562.458 229.540 791.998 100

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ("Umsatzkosten") sind gegenüber dem Vergleichszeitraum um TEUR 16.071 auf TEUR 739.151 gesunken. Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Herstellungskosten auf TEUR 755.222. Ursächlich hierfür sind die Effizienzmaßnahmen sowie deutlich geringere Zusatzkosten (Logistik und die im Vorjahr erhöhten Komponentenpreise). Die Umsatzkostenquote hat sich aufgrund der beschriebenen Entwicklung verbessert und beträgt rund 90,5 % bezogen auf die Umsatzerlöse (i. Vj. 95,4 %).

Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug TEUR 77.210 (i. Vj. TEUR 36.776), die Bruttomarge entsprechend 9,5 % (i. Vj. 4,6 %).

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf TEUR 33.419 (i. Vj. TEUR 33.295). Zusammen mit den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 395 (i. Vj. TEUR 300) wurden somit TEUR 33.814 in Forschung und Entwicklung investiert (i. Vj. TEUR 33.595), was einer F&E-Quote von 4,1 % entspricht (i. Vj. 4,2 %). Diese Quote spiegelt die weiterhin hohe Bedeutung des F&E-Bereiches für die Gesellschaft wider. Investitionsschwerpunkte waren vor allem der Ausbau des Portfolios der DN Series und die Investition in neue Technologien, um die Wettbewerbsposition sowohl im Banken- als auch im Handelsbereich zu sichern und auszubauen.

Die Vertriebskosten betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 158 (i. Vj. TEUR 463). Dies entspricht einer Quote von 0,02 % (i. Vj. 0,06 %). Die Verwaltungskosten beliefen sich im gleichen Zeitraum auf TEUR 12.806 (i. Vj. TEUR 3.084).

Das operative Ergebnis (EBITA) belief sich auf TEUR 34.061 (i. Vj. TEUR -3.037). Dies entspricht einer EBITA-Marge von 4,2% (i. Vj. -0,4 %). Damit konnte die im Vorjahr prognostizierte deutliche Steigerung übertroffen werden.

EBITA-Überleitung
(in TEUR)
2023 2022
Ergebnis nach Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung 34.026 -7.870
+ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 340 0
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.804 4.833
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.109 0
= EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert) 34.061 -3.037

Das Finanzergebnis (Saldo aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen) belief sich auf TEUR 305 (i. Vj. TEUR -4.833). Davon entfallen TEUR 2.078 auf Erträge aus verbundenen Unternehmen (i. Vj. Aufwendungen von TEUR 3.539). Das Ergebnis vor Ertragsteuern erreichte TEUR 33.686 (i. Vj. TEUR -7.870). Mit der WNI als Organträgerin besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Im Rahmen der Organschaft wird das Ergebnis nach Steuern an die Organträgerin abgeführt.

Finanz- und Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Kassenbestand TEUR 3.273 (i. Vj. TEUR 3.472). Hierbei handelt es sich im Berichtsjahr um den Bestand an Bargeld zu Testzwecken für Geldausgabeautomaten. Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen TEUR 1.814 (i. Vj. TEUR 0).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben.

Für die Vermögenslage ergeben sich folgende Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr:

Finanzkennzahlen (in TEUR bzw.
%)
31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital 57.371 57.371
Fremdkapital 254.099 313.127
Eigenkapitalquote in % (Eigenkapital / Gesamtkapital) 18,4% 15,5%
Fremdkapitalquote in % (Fremdkapital / Gesamtkapital) 81,6% 84,5%
Umlaufvermögen 292.341 348.899
Bilanzsumme (Gesamtkapital) 311.470 370.498

Zum 31. Dezember 2023 reduzierte sich die Bilanzsumme der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr um TEUR 59.028 auf TEUR 311.470 (i. Vj. TEUR 370.498).

Das Anlagevermögen der Gesellschaft setzt sich überwiegend aus dem Sachanlagevermögen zusammen. Dieses hat sich zum 31. Dezember 2023 um TEUR 2.181 auf TEUR 17.178 reduziert (i. Vj. TEUR 19.359). Die planmäßigen Abschreibungen auf das gesamte Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 6.501 (i. Vj. TEUR 8.644).

Innerhalb des Umlaufvermögens beliefen sich die Vorräte zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 135.938 (i. Vj. TEUR 148.451). Das Vorratsvermögen besteht im Wesentlichen aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie aus unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen.

Der Bestand an Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerte sich um TEUR 45.580 auf TEUR 148.195 zum 31. Dezember 2023 (i. Vj. TEUR 193.775). Davon bestehen gegen die Gesellschafterin WNI Forderungen in Höhe von TEUR 49.611 (i. Vj. TEUR 118.971).

Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 57.371 (i. Vj. TEUR 57.371).

Das Fremdkapital zum 31. Dezember 2023 beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 132.621 (i. Vj. TEUR 146.190), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.590 (i. Vj. TEUR 28.422) sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten. Im Fremdkapital sind weiter Rückstellungen in Höhe von TEUR 102.930 enthalten (i. Vj. TEUR 106.903). Die Rückstellungen betreffen hauptsächlich Personal- und Pensionsrückstellungen sowie absatz- und beschaffungsmarktbezogene Verpflichtungen.

Der Großteil der Forderungen besteht in EUR, ein deutlich geringerer Anteil in Fremdwährung. Bei den Verbindlichkeiten zeigt sich ein ähnliches Bild. Daher unterliegt die Gesellschaft in mittlerem Umfang Chancen als auch Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse.

Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 beträgt 18,4 % (i. Vj. 15,5 %), die Fremdkapitalquote entsprechend 81,6 % (i. Vj. 84,5 %).

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der dargestellten Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist die Geschäftsentwicklung der Diebold Nixdorf Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 insgesamt oberhalb der Erwartungshaltung verlaufen.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Diebold Nixdorf Systems GmbH wird regelmäßig mit Chancen und Risiken konfrontiert, die sich sowohl positiv als auch negativ auf die Vermögenswerte des Unternehmens, den Gewinn, den Cashflow, aber auch auf immaterielle Werte wie die Reputation auswirken können und untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

In diesem Chancen- und Risikobericht erläutern wir die wesentlichen Chancen und Risiken für das Unternehmen und stellen abschließend das Chancen- und Risikoprofil der DNS dar.

3.1. Darstellung wesentlicher Chancen und Risiken

Chancen und Risiken werden kontinuierlich anhand des operativen Geschäftsverlaufs ermittelt und bewertet. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die im Rahmen der Analyse identifizierten, wesentlichen Chancen und Risiken für den Prognosezeitraum der Gesellschaft für das nächste Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024.

Volkswirtschaftliche Faktoren

Signifikante Auswirkungen auf das budgetierte EBITA können sich dadurch ergeben, dass sich einzelne Volkswirtschaften, aber auch die allgemeine weltwirtschaftliche Lage anders als prognostiziert entwickeln. Gründe hierfür können unterschiedlicher Natur sein. Konjunkturschwankungen in den Absatzmärkten der DNS sind hierunter genauso zu subsumieren wie die nicht vorhersehbare positive oder negative Entwicklung in den Krisenherden der Welt, wie aber auch deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der großen Volkswirtschaften. Insofern ist es plausibel, dass dieser externe und nur begrenzt zu steuernde Einfluss das Schwankungsintervall zur Zielprognose beidseitig öffnet. Konkret wird in Bezug auf die volkswirtschaftliche Entwicklung das bewertete Risiko im Vergleich zu den potenziellen Chancen als deutlich höher eingeschätzt.

Die generell angespannte geopolitische Lage sowie Veränderungen aufgrund von Inflation und darauffolgende weltweite Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken haben starke Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Entwicklung der Aktienmärkte. Des Weiteren wird durch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine sowie diverse Nahost-Konflikte die Volkswirtschaft stark beeinflusst. Vorerst sind keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf das Geschäft der DNS erkennbar. Allerdings wird die Gesellschaft durch die aktuelle Situation mit operativen Schwierigkeiten und Kostenerhöhungen konfrontiert. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Koordinierung von Lieferketten und Verzögerungen in der Auslieferung von Hardware-Produkten. Dagegen können Software- und Service-Leistungen bislang weiterhin ohne Unterbrechung bereitgestellt werden. Allerdings könnten sich längerfristig Belastungen ergeben, die sich aufgrund der derzeit ständig ändernden Lage allerdings schwer quantifizieren lassen. Weiterhin sind gerade auch unsere Kunden mit ihrem Geschäft teilweise massiv von den ökonomischen Auswirkungen betroffen und werden sich in ihrem Investitionsverhalten anpassen, welches wiederum einen direkten Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft hat.

Relevanter Markt

Unter der Kategorie der strategischen Chancen und Risiken sind neben den volkswirtschaftlichen Faktoren ebenfalls Veränderungen innerhalb der speziell für das Portfolio der DNS relevanten Märkte zu subsumieren. Als relevante Märkte bezeichnen wir diejenigen Absatzräume, in denen wir mit unserem Produktportfolio für Retailbanken und Handelsunternehmen tätig sind. Dieses Portfolio besteht aus Hardware, Software sowie Services. Hervorzuheben sind hier auch Chancen sowie Risiken im Zusammenhang mit Trends im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung in einigen, dedizierten Märkten. Diese können auch Auswirkungen auf Technologieentscheidungen unserer Kunden haben oder diese aufgrund von gestiegener Projektkomplexität gegebenenfalls verzögern. Darüber hinaus sehen wir Risiken für den Fall, dass sich Firmen mit ähnlichem Produktportfolio für einen regionalen Marktzutritt entscheiden oder mit einer geänderten Vertikalisierungsstrategie den Markt beeinflussen und sich dies in der Folge in einem reduzierten Ergebnis bei der Gesellschaft widerspiegelt. Demgegenüber besteht die Möglichkeit einer Ergebnissteigerung, wenn Konkurrenten einzelne Märkte aufgeben oder die DNS die eigene Marktposition in dedizierten Segmenten im Vergleich zum Wettbewerb stärken kann.

Ungeachtet der Wettbewerbssituation können sich durch eine hohe Akzeptanz von Produkten am Markt Dynamiken in positiver wie auch negativer Richtung durch die nur begrenzt vorhersehbare Marktreaktion auf einzelne Portfolioelemente ergeben. Konkret bewerten wir die in diesem Zusammenhang zu erfassenden Risiken höher als die aufzuführenden Chancen aufgrund der aktuellen Situation im relevanten Markt.

Supply Chain Management

Die DNS ist von einer funktionierenden Versorgungskette abhängig. Die Versorgungssicherheit ist - auch bei der Umsetzung neuer Sourcingstrategien - entlang der Wertschöpfungskette sicherzustellen. Obwohl wir im Supply Chain Management konsequent einen durchgängigen Ansatz vom Lieferanten bis zum Kunden verfolgen, können Ergebniswirkungen - ausgelöst durch Ereignisse entlang der Versorgungskette innerhalb der Funktionen Beschaffung, Produktion oder Vertrieb - nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Beschaffungsseitig streben wir danach, generell die Resilienz zu erhöhen, sei es dadurch Single-Sourcing-Situation zu vermeiden oder durch Veränderung in den Fertigungsstätten unserer Lieferanten geografische Abhängigkeiten zu verringern. Im Rahmen der Fertigungsrestrukturierung zielen wir auf eine deutliche Erhöhung des Anteils der in der Region für die Region gefertigten Systeme. Dabei legen wir großen Wert darauf auch die lokalen Beschaffungsketten an die lokalen Produktionsstätten anzupassen. Hierbei sind wir für die Produktion in der DNS angestrebt immer ein Optimum zwischen Kosteneffizienz, Lieferverfügbarkeit und effektiver Nutzung von Kapital zu erzielen. Ein weiter existierendes Risiko ergibt sich aus Ergebniswirkungen, welche aus Abweichungen von der geplanten Kapazitätsauslastung, die auf generierte bzw. nicht generierte Skaleneffekte zurückzuführen sind.

Im Generellen hat sich die Beschaffungsmarktsituation insbesondere im Hinblick auf die Abhängigkeit von asiatischen und im Speziellen auch chinesischen Lieferanten verbessert. Die allgemeine Logistiksituation auf den Haupttransportrouten hat sich gegenüber den Vorjahren wieder deutlich verbessert. Dennoch haben auch aktuelle Störeinflüsse aufgrund diverser Krisenherde Auswirkungen auf unsere Lieferketten (z.B. Attacken auf Handelsschiffe im Roten Meer), auf welche wir inzwischen besser in der Lage sind, situativ zu reagieren und unsere Supply-Chain mit überschaubaren Mehrkosten aufrecht zu halten.

Vertrieb

Die DNS hat keine ausgeprägte Vertriebsstruktur, sondern ist auf die Fertigung von Hardware spezialisiert und betreibt dazu Forschung und Entwicklung. Der Vertrieb erfolgt durch Unternehmen der Diebold Nixdorf-Gruppe. Die Umsatzerlöse werden mangels direkten Vertriebes der DNS nahezu vollständig mit Unternehmen der Diebold Nixdorf-Gruppe erzielt. Damit unterliegt die DNS lediglich mittelbar den Vertriebsrisiken der Vertriebsgesellschaften innerhalb der Diebold Nixdorf-Gruppe.

Die Zielmärkte der Diebold-Nixdorf-Gruppe zeichnen sich durch eine unterschiedlich ausgeprägte Wettbewerbssituation und -konzentration aus. Individuelle und projektbezogene Entscheidungen bezüglich der angebotenen Leistungen und Konditionen - wie beispielsweise ein höher als erwarteter Preisverfall - können im Kontext der gegebenen Kunden- bzw. Wettbewerbssituation einen anderen als den geplanten Effekt auf das EBITA darstellen. Dieser Effekt kann sowohl positiver als auch negativer Natur sein. Dies spiegelt sich im dargestellten - ausgeglichenen - Chancen- und Risikoprofil wider, welches sowohl Chancen- als auch Risikopotenzial aufzeigt, wobei letzteres höher bewertet wird. Auswirkungen auf das EBITA des Folgejahres können auch dadurch auftreten, dass sich die kundenseitigen Auftragsvergaben verzögern bzw. früher als geplant vollzogen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Kreditrisiken. Die Gesellschaft versucht das Ausfallrisiko originärer (finanzieller) Vermögensgegenstände wie z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Handelsauskünfte, Kreditlimits und Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und Inkassoverfahren zu verringern. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus den Buchwerten der in der Bilanz angesetzten Forderungen.

Liquiditätsrisiken. Die Gesellschaft ist über eine in der Schweiz ansässige und mit der Konzernmutter DNI verbundene Tochtergesellschaft, die Diebold Self Service Solutions LLC, in die Finanzierungsaktivitäten des Konzerns eingebunden. Sie stellt finanzielle Mittel an die Gesellschaft überwiegend in Euro und US-Dollar bereit. Rückzahlungen sowie Ausleihungen sind innerhalb von wenigen Werktagen möglich.

Das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als mittel eingestuft.

Zinsrisiken. Zinsrisiken können sich aus den zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus den Pensionsrückstellungen sowie Altersteilzeitverpflichtungen ergeben.

Insgesamt ist das Zinsrisiko für die Gesellschaft jedoch als niedrig einzustufen.

Währungsrisiken. Bei der Gesellschaft erfolgen sowohl Einnahmen als auch Ausgaben teilweise in Fremdwährung. Das Währungsrisiko ergibt sich durch Einnahmen und Ausgaben in verschiedenen Fremdwährungen. Aus den Währungsrisiken können gleichermaßen Währungschancen entstehen. Das Währungsrisiko wird insgesamt als mittel eingestuft.

3.2. Bedeutung der Risiken für die Diebold Nixdorf Systems GmbH

Bedeutung

Die Bedeutung der vorgenannten Risiken für die Diebold Nixdorf Systems GmbH schätzen wir wie folgt ein:

Risikobereich Bedeutung für die Gesellschaft
Volkswirtschaftliche Faktoren: Hohe Bedeutung
Relevanter Markt: Mittlere Bedeutung
Supply Chain Management: Mittlere Bedeutung
Vertrieb: Mittlere Bedeutung
Finanzwirtschaftliche Risiken: Mittlere Bedeutung

Gesamtrisiko

Die Geschäftsführung der DNS sieht zum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit keine Einzelrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.

Auch aus dem Gesamtportfolio der weiteren Chancen und Risiken lässt sich aus Sicht der Geschäftsführung eine Gefährdung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts nicht erkennen.

Die Gesamtrisikolage hat sich gegenüber dem Vorjahr im Hinblick auf die finanzwirtschaftlichen Risiken positiv entwickelt, wenngleich verschiedene andere Herausforderungen wie z.B. mögliche Beeinträchtigungen der Lieferketten, gestiegene Preise und ein verzögertes Investitionsverhalten der Kunden bestehen bleiben.

4. Prognosebericht

4.1. Wirtschafts- und Branchenumfeld

Erwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen

Trotz der erfreulichen Entwicklungen im vergangenen Jahr bleiben zahlreiche Herausforderungen bestehen. Die Inflationstendenzen bewegen sich in die erwartete Richtung, liegen aber weiterhin über dem Zielwert. Der Inflationsrückgang ist in erster Linie auf nachlassende Spannungen in den Lieferketten und sinkende Energiepreise zurückzuführen. Die Dienstleistungsinflation bleibt jedoch hartnäckig.

Die positive Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums kann erhebliche Divergenzen zwischen den einzelnen Ländern überdecken. Vor allem die Vereinigten Staaten waren ein wichtiger Motor des jüngsten weltweiten Wachstums und gleichzeitig ein starker Nachfragefaktor, was zu Abhängigkeiten führen kann.

Gleichzeitig muss jedoch die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft in den letzten Monaten berücksichtigt werden. Zu beachten sind auch die vielen positiven Entwicklungen, die in einigen Bereichen bereits wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben.

Unter Berücksichtigung der genannten Faktoren geht die aktuelle Prognose des IWF in seinem World Economic Outlook vom April 2024 dennoch davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 bis 2025 mit einer ähnlichen Rate wachsen wird wie im Jahr 2023. Zudem wird ein weiterer Rückgang der globalen Gesamt- und Kerninflation erwartet.

Für die Kalenderjahre 2024 und 2025 wird ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von jeweils 3,2 % erwartet.

Das prognostizierte Wachstum der Industrieländer liegt unter dem globalen Durchschnitt. Der IWF geht von einem BIP-Wachstum von 1,7 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025 aus. Innerhalb der Gruppe der Industrienationen liegt das prognostizierte Wachstum der Euroländer unter diesem Durchschnittswert. Die Prognose ergibt einen Wert von 0,8 % im Jahr 2024 und 1,5 % im Jahr 2025. Erwähnenswert ist, dass Deutschland gemäß der Prognose das negative Wirtschaftswachstum des Jahres 2023 überwinden kann und ein Wachstum von 0,2 % bzw. 1,3 % in den nächsten beiden Kalenderjahren erwartet wird.

Für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer prognostiziert der IWF ein BIP-Wachstum von jeweils 4,2 %, das damit auf dem Niveau von 2023 liegt.

Entwicklung des Branchenumfelds

Für das Jahr 2024 prognostizieren die Analysten des Marktforschungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) in ihrer Studie vom März 2023 weltweite IT-Ausgaben im Sektor Banking in Höhe von 596,4 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 5,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für den Sektor Retail erwartet PAC im Jahr 2024 weltweite IT-Ausgaben in Höhe von 250 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch in einem weiteren Ausblick gehen die Analysten von einem anhaltenden Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben aus. Demnach sollen die weltweiten Ausgaben im Bankensektor zwischen 2023 und 2026 um 5,2 Prozent pro Jahr steigen. Für den Retail-Sektor wird im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 5,6% pro Jahr erwartet. Dieses Wachstum führt im Jahr 2026 zu weltweiten IT-Ausgaben von 661,7 Mrd. Euro im Bankensektor und 279,9 Mrd. Euro im Retail-Sektor.

Stärkster Wachstumstreiber bleibt in beiden Sektoren das Geschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen (Software as a Service). Dies ist insbesondere auf die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung zurückzuführen, wie aktuelle Studien, z.B. von Capgemini, zeigen. Auch das Outsourcing-Geschäft wird nach Einschätzung der Marktforscher weiter wachsen.

Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen.

Die Geschäftsführung sieht die DNS erneut vor einem herausfordernden Geschäftsjahr unter partiell veränderten Rahmenbedingungen. Obwohl sich die allgemeinen Rahmenbedingungen bereits leicht positiv verändert haben, bleiben die volkswirtschaftlichen Faktoren wie beschrieben angespannt. Die Verfügbarkeitssituation bei elektronischen Bauteilen, Kunststoffgranulaten, Stahl sowie diversen anderen Rohstoffen sehen wir weiterhin als herausfordernd an, insbesondere vor dem Hintergrund des anhaltenden Russland-Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Einschränkungen der Transportwege. Die Energie- und Logistikkosten haben sich in den letzten Monaten positiv entwickelt und stabilisiert. Die Geschäftsführung analysiert stetig die sich ändernden Marktsituationen und modelliert in enger Abstimmung zu den Prioritäten verschiedene Szenarien zur Reaktion auf diese Entwicklungen. Zur Absicherung der finanziellen Stabilität werden wir stetig Maßnahmen zur Kostensenkung verfolgen und entsprechend intensivieren, Investitionsentscheidungen aussetzen oder verschieben und weiter einen starken Fokus auf unser Working Capital legen.

4.2. Erwartete Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahre 2024 für die Diebold Nixdorf Systems GmbH

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir beim Umsatz eine vergleichbare Größenordnung und beim EBITA eine leichte Steigerung im Vergleich zu dem Geschäftsjahr 2023.

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 unterliegt aufgrund der allgemeinen geopolitischen Lage, der Auswirkungen aus dem andauernden Russland-Ukraine-Krieg und der Konflikte in Nahost einer erhöhten Unsicherheit.

4.3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Geschäftsentwicklung

Das Ergebnis der Gesellschaft wird wesentlich durch die zuvor beschriebene Entwicklung der Gesellschaft geprägt und trägt der allgemeinen geopolitischen Lage und der anhaltenden Situation bezüglich des Russland-Ukraine-Kriegs und des Krieges in Nahost Rechnung. Allerdings lassen sich deren potenzielle Auswirkungen derzeitig nicht zuverlässig einschätzen.

Darüber hinaus verweisen wir auf die Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen.

 

Paderborn, den 11. Oktober 2024

Diebold Nixdorf Systems GmbH

Jörn Förster, Geschäftsführer

Tanja Werres, Geschäftsführerin

Disclaimer:

Der Prognosebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung der Gesellschaft beruhen. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Insbesondere steht der Prognosebericht unter dem Vorbehalt, dass aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags Maßnahmen durch die Muttergesellschaft angeordnet werden können. Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft und ihre tatsächlich erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs von Gesellschaft und können nicht präzise vorausgeschätzt werden, wie zum Beispiel das künftige wirtschaftliche Umfeld sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt die Gesellschaft hierzu eine gesonderte Verpflichtung.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Diebold Nixdorf Systems GmbH, Paderborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Diebold Nixdorf Systems GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Diebold Nixdorf Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt Erklärung zur Unternehmensführung des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), im Abschnitt Erklärung zur Unternehmensführung des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 11. Oktober 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tokple, Wirtschaftsprüfer

Adelt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats zum Jahresabschluss für das zum 01.01.2023 beginnende und zum 31.12.2023 endende Geschäftsjahr

Für das zum 01.01.2023 beginnende und zum 31.12.2023 endende Geschäftsjahr ("Geschäftsjahr 2023", "Berichtszeitraum") der Diebold Nixdorf Systems GmbH ("Gesellschaft"), den Jahresabschluss der Gesellschaft, den Bericht des bestellten Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Prüfung des Jahresabschlusses und die Prüfungstätigkeit des Aufsichtsrates, erstattet der Aufsichtsrat folgenden Bericht.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich im Berichtszeitraum gemäß § 9 (1) der Satzung aus drei bestellten Mitgliedern, davon ein Arbeitnehmervertreter und zwei Anteilseignervertreter, zusammen. Vorsitzender des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum war Herr Olaf Heyden (bis zum Ablauf des 31. Oktober 2023) sowie Frau Dorothea Engel (seit 1. November 2023), stellvertretender Vorsitzender im Berichtszeitraum war Herr Michael Schild.

1. Prüfungstätigkeit während des Geschäftsjahres 2023

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat im Berichtszeitraum die ihm nach gesetzlichen Vorschriften und der Satzung auferlegten Aufgaben wahrgenommen. An erster Stelle stand dabei die regelmäßige Beratung und Überwachung der Geschäftsführung bei der Führung des Unternehmens. Die Zusammenarbeit zeichnete sich dadurch aus, dass Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft mit dem Aufsichtsrat abgestimmt wurden. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Fragen zur Unternehmensplanung, zur strategischen Ausrichtung und Entwicklung, zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft einschließlich der Risiken. Die bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden anhand der Berichterstattung der Geschäftsführung im Aufsichtsrat erörtert.

In der ordentlichen Sitzung am 10.08.2023 informierte die Geschäftsführung den Aufsichtsrat über die Entwicklung der Gesellschaft mit Fokus auf die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres 2023 und konnte eine Steigerung der Umsatzzahlen für 2023 in Aussicht stellen. Zusätzlich informierte die Geschäftsführung über die Restrukturierungsaktivitäten der Finanzverbindlichkeiten der Diebold Nixdorf Gruppe, welche unter anderem auch Einfluss auf die verspätete Fertigstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft hatten. Des Weiteren berichtete die Geschäftsführung über eine Normalisierung der Zahlungsprozesse und die Aussicht auf einen auch weiterhin geregelteren Ablauf.

In der ordentlichen Sitzung am 24.11.2023 informierte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Michael Schild über die sich durch das Ausscheiden der Herren Olaf Heyden und Robert Krause ergebenden Veränderungen im Aufsichtsrat. Im Rahmen der Sitzung wurde Frau Dorothea Engel als neue Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft gewählt.

Darüber hinaus berichtete die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat auch außerhalb der regulären Sitzungen stets unverzüglich und umfassend über wichtige Vorgänge, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Die Geschäftsführung stand mit den Aufsichtsratsmitgliedern in kontinuierlichem Kontakt und hat den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftslage und wichtige Geschäftsvorfälle und Entwicklungen informiert.

2. Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde durch die Geschäftsführer der Gesellschaft am 11. Oktober 2024 aufgestellt und durch den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die finalen Entwürfe der Jahresabschlussunterlagen sowie des Prüfungsberichts wurden gemeinsam mit der KPMG und der Geschäftsführung in der Aufsichtsratssitzung vom 10. Oktober 2024 erörtert.

3. Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers

Die Entwürfe der Abschlussunterlagen sowie des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der Sitzung vorgelegen und wurden von den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Kenntnis genommen.

Der Abschlussprüfer gelangt im Rahmen seiner Prüfung zu dem Ergebnis, dass nach seiner Beurteilung der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 in Übereinstimmung mit den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften vermittelt. Der Bestätigungsvermerk gibt somit wieder, dass die Prüfung des Abschlussprüfers zu keinen Einwendungen geführt hat.

4. Beschlussfassung des Aufsichtsrats vom 10. Oktober 2024

Nach Erörterung des Jahresabschlussunterlagen und dem finalen Entwurfs des Prüfberichts der KPMG hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 10. Oktober 2024 einstimmig folgenden Beschluss gefasst:

"Der Aufsichtsrat der Diebold Nixdorf Systems GmbH genehmigt den Entwurf des Prüfungsberichts des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung."

 

Paderborn, den 14. Oktober 2024

Für den Aufsichtsrat

Dorothea Engel

Aufsichtsratsvorsitzende der Diebold Nixdorf Systems GmbH

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 18. Oktober 2024.

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 des Gesetzes zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (Entgelttransparenzgesetz - EntgTranspG) für die Geschäftsjahre 2018-2022 der Diebold Nixdorf Systems GmbH

Nach Maßgabe des Entgelttransparenzgesetzes muss die Diebold Nixdorf Systems GmbH als Gesellschaft mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten der Diebold Nixdorf Gruppe einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit erstellen. Der Inhalt des Berichts bestimmt sich nach § 21 EntgTranspG und bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2018 - 2022. Die Diebold Nixdorf Systems GmbH ist ein tarif-gebundenes Unternehmen. Es finden die jeweiligen Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie NRW Anwendung.

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen (§ 21 Abs. 1 Nr. 1 EntgTranspG)

Die gültigen Grundsätze für Zusammenarbeit und Führung der Diebold Nixdorf Gruppe werden in einem Verhaltenskodex und einem Merkblatt zum allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz definiert. Diese Formulare dienen als Leitlinie für integres Handeln und sind für alle Mitarbeitenden der Diebold Nixdorf Gruppe verbindlich und gelten weltweit.

Der Verhaltenskodex und das Merkblatt zum allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz fassen wichtige Gesetze und unternehmensinterne Regelwerke zusammen, die das Verhalten im geschäftlichen Umfeld mit Dritten, im Umgang mit der Öffentlichkeit und auch für die tägliche interne Zusammenarbeit regeln.

In dem Verhaltenskodex sowie in dem Merkblatt zum allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ist verbindlich formuliert, dass alle potenziellen und bestehenden Mitarbeitenden fair und gleich zu behandeln sind und die Grundsätze der Gleichberechtigung angewendet werden. Damit wird deutlich herausgestellt, dass die Diebold Nixdorf Systems GmbH keinerlei Diskriminierung oder Belästigung am Arbeitsplatz toleriert. Die Beachtung der Gleichbehandlungsgrundsätze gemäß Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sowie insbesondere das Diskriminierungsverbot werden von der Unternehmensleitung im Rahmen von jährlichen Pflichttrainings kontinuierlich eingefordert und sind Teil der Unternehmenskultur.

Die Diebold Nixdorf Systems GmbH bietet zahlreiche unterschiedliche Arbeitszeitmodelle an. Darunter fällt u. a. die Möglichkeit, die Arbeitszeit den individuellen Bedürfnissen entsprechend zu reduzieren. Die Vorgaben und Möglichkeiten des deutschen Teilzeit- und Befristungsgesetzes werden dabei voll-umfänglich und unter Rücksichtnahme der geltenden tariflichen Bestimmungen umgesetzt.

Zum heutigen Zeitpunkt liegt der Frauenanteil in der Geschäftsführung der Diebold Nixdorf Systems GmbH bei 50%. In diesem Zusammenhang soll betont werden, dass es das Ziel der Diebold Nixdorf Gruppe ist, Frauen bei entsprechender Qualifikation bessere Karrieremöglichkeiten zu eröffnen und sie in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Diversität bedeutet für die Diebold Nixdorf Gruppe nicht nur Chancengleichheit, sondern auch ein Zugewinn an Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. So gehört zu unseren Diebold Nixdorf Diversity, Equity & Inclusion Focus Areas u. a. die Geschlechtergleichstellung.

Bezüglich der Geschlechtergleichstellung setzen wir uns insbesondere das Ziel, gleiche Möglichkeiten für all unsere Mitarbeitenden sicherzustellen, um unseren Erfolg voranzutreiben.

Innerhalb der Diebold Nixdorf Gruppe existieren weiterhin unterschiedliche Communities, die darauf abzielen, allen Mitarbeitenden die Chance der Integration und Unterstützung untereinander zu bieten. So werden Frauen beispielsweise durch die Community "Women@DN" bei Diebold Nixdorf willkommen geheißen und gestärkt, indem ihnen Unterstützung, Veranstaltungen und Bildung angeboten wird, was darauf abzielt, eine positive, unterstützende Gemeinschaft von Frauen aufzubauen und ihre berufliche und persönliche Entwicklung zu fördern. Daneben ist Diebold Nixdorf außerdem korporatives Mitglied von Women in Manufacturing (WiM), einem Wirtschaftsverband, der sich das ganze Jahr über für die Unterstützung von Frauen einsetzt, die sich für eine Karriere in der Fertigungsindustrie entschieden haben. WiM verbessert und ergänzt das CARE Council und die Karriereentwicklungsinitiativen von der Diebold Nixdorf Gruppe, die dazu dienen, Mitarbeitende besser zu fördern.

Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer (§ 21 Abs. 1 Nr. 2 EntgTranspG)

Gehaltsstrukturen werden bei der Diebold Nixdorf Systems GmbH durch die jeweils geltenden Tarifverträge vorgegeben. Stellen werden nach einer durch die in den Tarifverträgen vorgegebene Systematik, dem Entgeltrahmenabkommen (ERA), bewertet und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Dabei spielt das Geschlecht des Stelleninhabers keine Rolle. Aus Sicht der Diebold Nixdorf Systems GmbH gewährleistet das Tarifsystem mit hoher Zuverlässigkeit, dass Entgelte vergleichbarer Stellen bzw. Funktionen nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unterschiedlich ausfallen. Es wird zudem darauf geachtet, dass bei individuellen Beförderungen ein Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen hergestellt wird.

Weitere Maßnahmen sind daher aus Sicht der Diebold Nixdorf Systems GmbH nicht erforderlich, um die Entgeltgleichheit für Frauen und Männer herzustellen.

Die beschriebene Systematik kommt dem Prinzip nach auch bei sogenannten außertariflichen Angestellten zur Anwendung, die den deutlich geringeren Anteil der Beschäftigten im Unternehmen ausmachen.

Nach dem Geschlecht aufgeschlüsselte Angaben zur durchschnittlichen Gesamtzahl der Mitarbeitenden sowie zu den durchschnittlichen Zahlen der Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigten (§ 21 Abs. 2 EntgTranspG)

Jahr 2018 2022
Durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden 1204 1312
davon Frauen 212 228
Anteil der Frauen (in %) 18% 17%
davon Männer 992 1084
Anteil der Männer (in %) 82% 83%
Vollzeit 1097 1159
davon Frauen 147 166
Anteil der Frauen (in %) 13% 14%
davon Männer 950 993
Anteil der Männer (in %) 87% 86%
Teilzeit 107 153
davon Frauen 65 62
Anteil der Frauen (in %) 61% 41%
davon Männer 42 91
Anteil der Männer (in %) 39% 59%

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