Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 725080
Eingetragen
9.1.2008
Branche
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnEinzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnHerstellung von Körperpflegemitteln und Duftstoffen
Gegenstand
Die Fabrikation, der Handel und der Verkauf von Produkten der Körper- und Schönheitspflege, Parfümerie, Hygiene und Diätetik sowie andere Tätigkeiten, die mit Schönheitspflege, Hygiene und Gesundheit im Zusammenhang stehen, besonders unter dem Markenartikelnamen "Yves Rocher".

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
YVES ROCHER INTERNATIONAL S.Á.R.L.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

YVES ROCHER INTERNATIONAL S.Á.R.L.
France
1.891.800 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Yves Rocher GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 158,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 496.464,78 605.861,27
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
521.464,78 631.019,27
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Handelswaren 34.829,96 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.829,96 0,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.855.743,55 4.740.765,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.868.827,17 31.883.376,28
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.906.182,58 1.073.673,07
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 17.516,64 (Vj. TEUR 16) 37.697.814,70
31.630.753,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.272.808,35 368.411,03
35.938.391,61 38.066.225,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.771,13 31.433,88
D. Aktive latente Steuern 0,00 315.433,00
36.486.627,52 39.044.111,88

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.891.800,00 1.891.800,00
II. Kapitalrücklage 1.636.138,98 1.636.138,98
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.263.696,31 1.263.696,31
IV. Gewinnvortrag 7.460.106,81 11.929.871,24
V. Jahresfehlbetrag -12.096.659,15 -469.764,43
155.082,95 16.251.742,10
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.444.014,37 3.427.165,18
1.444.014,37 3.427.165,18
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 243.942,81
davon Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 0,00 (Vj. TEUR 244)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.604.854,64 2.396.788,30
davon Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 3.604.854,64 (Vj. TEUR 2.397)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.214.033,74 15.624.172,05
davon Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 30.214.033,74 (Vj. TEUR 15.624)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.068.641,82 1.100.301,44
davon Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 837.857,37 (Vj. TEUR 785) davon Restlaufzeit > 1 Jahr EUR 230.784,45 (Vj. TEUR 315)
davon aus Steuern EUR 764.440,84 (Vj. TEUR 723) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 42.690,17 (Vj. TEUR 73)
34.887.530,20 19.365.204,60
36.486.627,52 39.044.111,88

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 89.495.299,37 99.321.233,25
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.777.325,45 2.774.180,57
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 3.314,71 (Vj. TEUR .)
91.272.624,82 102.095.413,82
3. Materialaufwand Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.188.039,32 24.479.896,92
4. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 9.472.868,54 10.004.891,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.548.261,47 1.787.524,38
davon für Altersversorgung EUR 87.134,93 (Vj. TEUR 62) 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 151.028,72 52.922,43
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 53.674.811,19 58.126.084,30
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.478,20 (Vj. TEUR 2)
89.035.009,24 94.451.319,87
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme -14.013.384,19 -7.917.593,07
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.021,91 3.735,69
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 57.021,91 (Vj. TEUR .) 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.036,68 56.490,33
davon an verbundene Unternehmen EUR 13.902,78 (Vj. TEUR 20) davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 1.709,00 (Vj. TEUR 3)
-13.973.398,96 -7.970.347,71
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 360.875,77 142.714,67
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 315.433,00 (Vj. TEUR 47)
11. Ergebnis nach Steuern -12.096.659,15 -468.968,43
12. Sonstige Steuern 0,00 796,00
13. Jahresfehlbetrag -12.096.659,15 -469.764,43

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.443.756,91 0,00 857.957,42 585.799,49
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.383.080,45 26.959,13 32.007,43 1.378.032,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
2.851.837,36 26.959,13 889.964,85 1.988.831,64
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.443.598,91 158,00 857.957,42 585.799,49
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777.219,18 150.870,72 46.522,53 881.567,37
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.220.818,09 151.028,72 904.479,95 1.467.366,86
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 158,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 496.464,78 605.861,27
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
521.464,78 631.019,27

Anhang für 2022

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§242 ff. und §264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Aufgliederungen und Erläuterungen der Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang vorgenommen.

Der Jahresabschluss wurde in EUR aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. In Bezug auf die vorliegende finanzielle Abhängigkeit der Gesellschaft von der Yves Rocher International SARL, LA Gacilly, Frankreich, im Prognosezeitraum verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt "Wesentliche Risiken und Ungewissheiten", dort Unterabschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken - Abhängigkeit von der Finanzierung durch die Muttergesellschaft" des Lageberichts.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Yves Rocher GmbH mit Sitz in Stuttgart im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 725080 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr wurde die Bilanzierung der latenten Steuern dahingehend geändert, dass auf die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts verzichtet wird. Im Vorjahr wurde ein Aktivüberhang in Höhe von TEUR 315 aktiviert.

Abgesehen davon waren für die Aufstellung des Jahresabschlusses im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern sind: Software 3 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 13 Jahre

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden laufzeitkongruent gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegen- ständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in diesem Anhang dargestellt.

Die Abgänge der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der kumulierten Abschreibung bei den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 858 (Buchwertabgang TEUR 0) resultieren im Wesentlichen aus der Bereinigung des Bestandes von EDV-Software. Die Anlagen waren im Wesentlichen bereits abge- schrieben.

Angaben zum Anteilsbesitz:

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Yves Rocher Retail GmbH, Stuttgart. Die Tochtergesellschaft weist aufgrund des im Jahr 2018 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 einen Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) und ein Eigenkapital von TEUR 25 (Vj. TEUR 25) aus. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt -TEUR 14.013 (Vj. -TEUR 7.918).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 4.039 (Vj. TEUR 6.882) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 18 (Vj. TEUR 16) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Darüber hinaus beträgt die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen beim Anlagevermögen sowie bei den sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB unterbleibt eine Aktivierung.

Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag setzt sich wie folgt zusammen:

EUR
Gewinnvortrag 31.12.2021 11.460.106,81
Ausschüttung -4.000.000,00
Gewinnvortrag 31.12.2021 7.460.106,81

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Urlaubsansprüche und andere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 16.201 (Vj. TEUR 7.706) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages mit der Yves Rocher Retail GmbH in Höhe von TEUR 14.013 (Vj. TEUR 7.918).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2022 2021
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Sparten
Versandhandel 61.526 68,8% 67.487 67,9%
Schwestergesellschaften 26.621 29,7% 29.367 29,6%
sonstige 1.348 1,5% 2.467 2,5%
89.495 100,0% 99.321 100,0%

Die Umsatzerlöse im Versandhandel sowie die sonstigen Erlöse wurden im Geschäftsjahr 2022 nahezu ausschließlich in Deutschland erzielt. Die Umsatzerlöse mit den Schwestergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2022 nahezu ausschließlich im übrigen Europa, insbesondere Österreich, und im Drittland, insbesondere der Schweiz, erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 1.777 (Vj. TEUR 1.378) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.442 (Vj. TEUR 832), Erträge aus Überzahlungen von Kunden in Höhe von TEUR 335 (Vj. TEUR 526) sowie um Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 21).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.900 (Vj. TEUR 2.796) entfallen im Wesentlichen auf Bürgschaften gegenüber Vermietern von Fachgeschäften der Yves Roche Retail GmbH, Stuttgart.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von Fachgeschäften gegenüber Vermietern wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Geschäfte als gering eingeschätzt. Darüber hinaus hat die Yves Rocher Retail GmbH die betreffenden Mietverträge im Geschäftsjahr 2023 gekündigt.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Auslagerung betrieblicher Funktionen betrifft im Wesentlichen folgende Teilbereiche:

Call Center Zweck Die Mitarbeiter unserer Vertragspartner sind für den direkten Kundenkontakt geschult und spezialisiert, sodass ein professioneller und effizienter Kundendialog gewährleistet ist.
Risiken Es besteht die Gefahr, den direkten Kontakt zu unseren Kunden zu verlieren und damit nicht zügig genug auf Marktveränderungen und Kundenbedürfnisse reagieren zu können.
Vorteile Der Aufbau eines eigenen Call Centers würde in hohem Maße Human- und Kapitalressourcen in An- spruch nehmen. Des Weiteren besteht neben der jederzeitigen Verfügbarkeit von Call Centern die Möglichkeit, diese für Inbound- als auch für Outboundaktivitäten in Anspruch zu nehmen.
Rechenzentrum Zweck Systeme und Applikationen können mit Unterstützung von Experten betrieben werden.
Risiken Verlust von Know-how im Umgang mit IT-Systemen und deren Schwachstellen.
Vorteile Neben der Senkung von IT-Kosten werden eine sichere Rechenzentrumsumgebung geschaffen und wichtige Sicherheitsstandards v.a. für unsere sensiblen Kundendaten gewährleistet.
Lagerhaltung Zweck Auslagerung der Logistikfunktion zur Konzentration auf Kernkompetenzen im Handel.
Risiken Es können sich Kostenerhöhungen bei sinkenden Mengen ergeben. Ein Ausstieg aus dem Vertrag würde zu einer laufzeitabhängigen Vertragsstrafe führen. Sollte der Dienstleister sein Geschäft einstellen, könnten sich Schwierigkeiten ergeben, rechtzeitig einen neuen zuverlässigen Partner zu finden.
Vorteile Planungssicherheit und Zusammenarbeit mit einem kompetenten Dienstleister.
Rechnungswesen Zweck Auslagerung der Funktionen in ein konzerneigenes Shared-Service-Center zur Konzentration auf Kern- kompetenzen im Handel
Risiken Know-how-Verlust
Vorteile Senkung der Verwaltungskosten

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 3.732 (Vj. TEUR 3.771).

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2028. Dem Gesamtbetrag stehen zukünftige Mieterträge in Höhe von TEUR 71 gegenüber, die aus der unkündbaren Grundmietzeit von untervermieteten Fachgeschäften resultieren.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen die Anmietung der Büroflächen am Sitz der Gesellschaft.

Geschäftsführung

Thomas Chatain, Lile, Frankreich
Omar Chtayna, Issy Les Moulineaux, Frankreich ab 14. September 2023
(Eintragung im Handelsregister am 25. Oktober 2023)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022
Angestellte 155
Auszubildende 0
155

Nach Umrechnung der Teilzeitbeschäftigten in Vollzeitkräfte ergeben sich für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt 133 Mitarbeiter (Vj. 219).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es bestehen keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Laboratoires de Biologie Végétale Yves Rocher S.A., La Gacilly, Frankreich, einbezogen. Die Laboratoires de Biologie Végétale Yves Rocher S.A., La Gacilly, Frankreich, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird in Frankreich veröffentlicht und ist auf Anfrage dort erhältlich.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 79
Andere Bestätigungsleistungen 15
Sonstige Leistungen 5
99

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzverlust von EUR 4.636.552,34 bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 7.460.106,81 und dem Jahresfehlbetrag 2022 in Höhe von EUR 12.096.659,15 wird auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitergehende Maßnahmen der französischen Muttergesellschaft und der internationalen Geschäftsprozesse bekannt gegeben. Infolgedessen erfolgte auf Ebene der Yves Rocher GmbH eine weitere Restrukturierung. Das operative Geschäft der Gesellschaft wird ab dem Geschäftsjahr 2024 durch die Yves Rocher Gruppe in Frankreich betreut. Darüber hinaus wurde das deutsche Retailgeschäft im Geschäftsjahr 2023 eingestellt. Die Yves Rocher Retail GmbH hat ihren operativen Geschäftsbetrieb per Oktober 2023 eingestellt. Die Beteiligung an der Yves Rocher Retail GmbH wurde im Abschluss mit TEUR 25 angesetzt. Aufgrund der Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung sind die damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen bereits im Jahresabschluss 2022 der Yves Rocher Retail GmbH enthalten und wurden im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages durch die Yves Rocher GmbH ausgeglichen.

Die Muttergesellschaft Yves Rocher International SARL, LA Gacilly, Frankreich, hat am 15. Mai 2023 eine Patronatserklärung zugunsten der Gesellschaft abgegeben.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Stuttgart, 19. Dezember 2023 Yves Rocher GmbH

Thomas Chatain, Geschäftsführer

Omar Chtayna, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland

Übergangslos und parallel zu dem langsamen Abklingen der Corona Pandemie wurde mit dem Ukraine Krieg der nächste externe Schock ausgelöst, der das Jahr 2022 auch in wirtschaftlicher Hinsicht kennzeichnete.

Dennoch beurteilt das BMWK die deutsche Wirtschaft insgesamt als erfreulich widerstandsfähig und berichtet ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes für das Gesamtjahr in Höhe von 1,9 %. Damit sei die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise gewachsen. Als Gründe für diesen positiven Verlauf sah das BMWK Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie auch nachlassende Lieferengpässe.

Insbesondere im zweiten Halbjahr und für das Winterhalbjahr sah jedoch das IFW Kiel eine schwierige Phase für die deutsche Wirtschaft, bedingt durch die Belastungen der Kaufkraft der privaten Haushalte mit hohen Energiepreisen. Insbesondere wird ein Rückgang des privaten Konsums aufgrund der durch die hohe Inflation real sinkenden Realeinkommen erwartet. Für das Gesamtjahr 2022 erwartet das IFW eine Teuerungsrate in Höhe von 8,0% mit einem Absinken der Inflation im Jahr 2023 auf 5,4% und sieht in diesem Umfeld ein historisch schlechtes Konsumklima.

Entsprechende Erwartungen spiegeln sich auch im Käuferverhalten wider. Laut Rückmeldungen in der HDE Konjunkturumfrage im Jahr 2022 beobachteten 76 % der teilnehmende Einzelhändler für das Jahr 2022 sinkende oder deutlich sinkende Kundenfrequenzen.



Quellen:

BMWK Pressemitteilung "Wirtschaftliche Entwicklung im Januar 2023" vom 13.01.2023 IFW Kieler Konjunkturberichte Q4 2022

HDE Zahlenspiegel 2022

Entwicklung der Branche

Gemäß Einschätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) reduzierten sich die Einzelhandels- umsätze im Jahr 2022 real (preisbereinigt) um 0,3 %, steigerten sich jedoch nominal (nicht preisbereinigt) um 8,2 % im Vergleich zum Jahr 2021. Der Unterschied zwischen dem nominalen und realen Wachstum verdeutlicht die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel.

Auch zwischen stationärem Einzelhandel und Versand und Interneteinzelhandel zeigten sich erhebliche Unterschiede. Während im von angeordneten Schließzeiten im stationären Einzelhandel geprägten Jahr 2021 der Versand- und Interneteinzelhandel noch ein starkes Wachstum verzeichnete (2021: real +12,3 % gegenüber 2020), war der Umsatz im Versand- und Interneteinzelhandel im Jahr 2022 im Vorjahresvergleich mit real -8,1 % sowie nominal mit -3,2 % deutlich rückläufig. Im Gegensatz hierzu verzeichnete der stationäre Einzelhandel im Jahr 2022 ein reales Umsatzminus von etwa 0,3 % sowie nominal einen Zuwachs von gut 7,3 %. 1

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Yves Rocher GmbH, Stuttgart, verkauft Kosmetikprodukte, die überwiegend von der Groupe Rocher Operations S.A. in La Gacilly, Frankreich, hergestellt werden. Neben Produktions- und Logistikanlagen befinden sich dort auch unsere Felder für die Rohstoffgewinnung. Die Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften sind in der Yves Rocher International S.A., die auch die Anteile an unserem Unternehmen hält, zusammengefasst. Unsere Produkte werden über den Versandhandel und Onlinehandel vertrieben.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden ausschließlich von den Laboratoires de Biologie Vegetale Yves Rocher S.A. durchgeführt.

Als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator definiert die Gesellschaft die Umsatzerlöse.

Geschäftsverlauf

Neben den weiterhin spürbaren Auswirkungen der Pandemie, ist das Geschäftsjahr 2022 auch von einer internen organisatorischen Umstrukturierung gekennzeichnet, um die Organisation auf nachhaltige Veränderungen im Kundenverhalten anzupassen.

Im Bereich E-Commerce konnte das starke Umsatzwachstum des Vorjahres nicht beibehalten werden. Die Umsatzerlöse lagen mit 14,3 Mio. EUR um 1,5 % unter dem Vorjahresniveau. Auch im klassischen Versandhandel hat sich der Rückgang gegenüber den Vorjahren um 34,4 % auf 47,2 Mio. EUR fortgesetzt. Ebenso entwickelte sich das Geschäft mit verbundenen Unternehmen rückläufig, sodass insgesamt ein Umsatzrückgang in Höhe von 9,9 % zu verzeichnen ist.

Im Rahmen einer strukturellen Neuausrichtung wurde zu Beginn des Jahres 2023 bei der 100 % Tochtergesellschaft Yves Rocher Retail GmbH der Rückzug aus dem stationären Einzelhandel beschlossen. Die hieraus resultierenden Belastungen beeinflussen bereits das Ergebnis des Jahres 2022 der Yves Rocher Retail GmbH und wurden in Folge des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages durch die Gesellschaft ausgeglichen. Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme betragen 14,0 Mio. EUR (Vj. 7,9 Mio. EUR).

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_006_45212.html

Im Endergebnis verzeichnet die Yves Rocher GmbH im Jahr 2022 einen Umsatzrückgang um 9,9 % von 99,3 Mio. € auf 89,5 Mio. EUR.

Nach Ausgleich des Ergebnisses der Yves Rocher Retail GmbH wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -12,1 Mio. EUR erwirtschaftet. Unter Berücksichtigung der Reorganisation in 2022 und ohne die Ergebnisbelastung durch den Ergebnisabführungsvertrag sind wir mit der Entwicklung in 2022 grundsätzlich zufrieden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 36.487 (Vorjahr: TEUR 39.044). Das Anlagevermögen wird mit TEUR 521 (Vorjahr: TEUR 631) und das Umlaufvermögen mit TEUR 35.938 (Vorjahr: TEUR 38.066) ausgewiesen. Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus der planmäßigen Abschreibung.

Die Hauptposition des Umlaufvermögens sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 26.869 (Vorjahr: TEUR 31.883) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche sich im Vorjahresvergleich von TEUR 4.741 auf TEUR 2.856 vermindert haben.

Das Eigenkapital wurde stark durch das Jahresergebnis und hier im Besonderen der Ergebnisabführung mit der Yves Rocher Retail GmbH belastet. So reduzierte sich das Eigenkapital in Summe von TEUR 16.252 auf TEUR 155 und beträgt nur noch 0,4 % der Bilanzsumme.

An Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) weisen wir TEUR 36.332 aus. Hier beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr TEUR 13.539. Von diesen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 30,2 (83 %) auf die Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: TEUR 15.624 bzw. 69 %).

Ertragslage

Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 % auf TEUR 89.495 und liegt um 0,5 %-Punkte unter dem prognostizierten Umsatzrückgang von 9,4 % und somit im Rahmen der Erwartungen. Der Rückgang liegt im Wesentlichen im strukturellen Rückgang im klassischen Versandhandel. Zudem ist nach dem außergewöhnlichen Anstieg des E-Commerce während der Covid bedingten Schließungszeiträume des deutschen Einzelhandels dieser wieder auf ein normales Niveau zurückgefallen.

Der Materialaufwand liegt mit 24,2 Mio. EUR um 1,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der gegenüber den Umsatzerlösen deutlich unterproportionale Rückgang resultiert hauptsächlich aus den gestiegenen Einkaufspreisen.

Der Personalaufwand liegt mit 11,0 Mio. EUR nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (11,8 Mio. EUR). Das nach wie vor hohe Niveau, bei deutlich reduzierter Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter, resultiert aus der unterjährigen Restrukturierung und den damit einhergehenden Aufwendungen.

Angesichts des Umsatzrückgangs wurde zu Beginn des Jahres 2022 eine Restrukturierung der Gesellschaft angekündigt. Insbesondere Finanz- und Einkaufsprozesse wurden digitalisiert und Prozesse über alle Funktionen hinweg verschlankt. Um die sozialen Folgen des Personalabbaus abzumildern, wurde gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Sozialplan und Interessenausgleich umgesetzt.

Im Ergebnis hat die Gesellschaft ein Ergebnis vor Verlustübernahme der Yves Rocher Retail GmbH in Höhe von 1,9 Mio. EUR erwirtschaftet. Dieses liegt um 0,6 Mio. EUR unter dem geplanten Ergebnis, ist aus unserer Sicht jedoch zufriedenstellend. Nach Ausgleich des Ergebnisses der Yves Rocher Retail GmbH wurde ein Jahresverlust in Höhe von -12,1 Mio. EUR verzeichnet.

Finanzlage

Die Finanzierung der Yves Rocher GmbH erfolgt über das Cash-Pooling im Konzern. Im Jahr 2022 verbesserte sich das Zinsergebnis von TEUR -53 im Jahr 2021 auf TEUR +40, welches aus regulären Vorgängen resultiert, Sondersachverhalte sind nicht aufgetreten.

Über das Konzern-Netting werden Forderungen und Verbindlichkeiten mit Unternehmen der Groupe Rocher monatlich berichtet und die gegenseitigen Positionen ausgeglichen. Dies hat zur Folge, dass wir nur in geringem Maße auf Kredite und Kreditlinien des freien Kapitalmarktes zurückgreifen müssen.

Die Muttergesellschaft unterstützt zudem mit finanziellen Mitteln im Rahmen einer harten Patronatserklärung. Hinsichtlich der daraus resultierenden finanziellen Abhängigkeit von der Muttergesellschaft verweisen wir auf die weiteren Ausführungen in Abschnitt "Wesentliche Risiken und Ungewissheiten", dort Unterabschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken - Abhängigkeit von der Finanzierung durch die Muttergesellschaft" dieses Lageberichts.

Investitionen

Investitionen in Anlagevermögen wurden im Jahr 2022 in Höhe von 27 TEUR im PC-Bereich vorgenommen.

Personalbereich

Auch in 2022 wurde die Organisation weiter angepasst und die Neugestaltung von Prozessen fortgeführt. Die Mitarbeiterzahl belief sich zum 31.12.2022 auf 125 Vollzeitäquivalente (Vorjahr: 159). Der Rückgang ergibt sich durch die Umsetzung der Restrukturierung am Sitz der Gesellschaft.

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Zu Beginn des Jahres wurde eine Restrukturierung der Gesellschaft angekündigt, die im Laufe des Jahres abgeschlossen wurde. Insbesondere wurden Einkaufs- und Finanzprozesse digitalisiert und an zentrale Funktionen innerhalb der Yves Rocher Gruppe ausgelagert.

Risikomanagement

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist und war ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenserfolgs.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controlling-Prozess, das konzerninterne Regelwerk und das Berichtswesen. Dieses Kontrollsystem hilft uns, zeitnah Risiken zu erkennen und Lösungen für eine konsequente Risikoeingrenzung zu erarbeiten.

Über die vorhandenen Früherkennungs- und Überwachungssysteme aus Zeiten gewöhnlicher Tätigkeiten wurde in diesem Krisenjahr zusätzliche und engmaschigere Kontrollprozesse umgesetzt, um eine angemessene Steuerung und Sicherstellung der Geschäftstätigkeit zu gewährleisten.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken werden von der Abteilung Finanzen gemanagt. Die Finanzierungen in der Groupe Rocher werden zentral gesteuert.

Auf Grund der Einkaufspolitik gibt es nahezu keine unmittelbaren Währungsrisiken.

Es sind keine Rechtsstreitigkeiten anhängig oder drohend, die existenzielle Risiken bergen. Rechtsstreitigkeiten werden zentral durch die Rechtsabteilung betreut und überwacht. Sofern aus Rechtsstreitigkeiten mit großer Wahrscheinlichkeit ein Liquiditätsabfluss droht, sind in entsprechendem Umfang Rückstellungen gebildet worden.

Die Produktpositionierung ist durch den Bezug im Konzern vorgegeben, orientiert sich jedoch auch am lokalen Marktumfeld. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über das Cashpooling im Konzernverbund. Über das Konzern-Netting werden Forderungen und Verbindlichkeiten mit Unternehmen der Groupe Rocher monatlich berichtet und die gegenseitigen Positionen ausgeglichen. Dies hat zur Folge, dass wir nur in geringem Maße auf Kredite und Kreditlinien des Finanzsektors zurückgreifen müssen. Dem Ausfallrisiko von Forderungen wird durch ein fundiertes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Mit der Forderungsbeitreibung werden externe Dienstleister beauftragt. Hierdurch sichern wir uns stets die Anwendung effizienter Beitreibungsmaßnahmen.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Finanzwirtschaftliche Risiken - Abhängigkeit von der Finanzierung durch die Muttergesellschaft

Die Gesellschaft konnte sich in den Vorjahren grundsätzlich eigenständig finanzieren. Durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Yves Rocher Retail GmbH ist sie zur Übernahme der Verluste dieser Gesellschaft verpflichtet. Durch die Verluste der Yves Rocher Retail GmbH aus den Geschäftsjahren 2021 und 2022 befindet sich nun auch die Yves Rocher GmbH in einer angespannten Liquiditäts- situation. Durch die Einstellung des operativen Geschäfts der Yves Rocher Retail GmbH im Geschäfts- jahr 2023 wird es auch im Prognosezeitraum zu einer Ergebnisbelastung und Liquiditätsengpässen bei der Yves Rocher GmbH kommen. Die Gesellschaft ist daher auf die finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft Yves Rocher International SARL, La Gacilly, Frankreich, (Yves Rocher International) angewiesen (bestandsgefährdendes Risiko). Im Rahmen einer Patronatserklärung vom 15. Mai 2023 verpflichtet sich die Yves Rocher International, der Yves Rocher GmbH die notwendige finanzielle Unterstützung, bis zur Höhe von 30 Mio. EUR, zukommen zu lassen, um ihren Verpflichtungen gegenüber Dritten nachzukommen. Die Patronatserklärung ist befristet bis zum 31. Dezember 2025.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und somit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher auf die Bereitstellung der benötigten finanziellen Mittel im Prognosezeitraum durch die Yves Rocher International SARL, La Gacilly, Frankreich, angewiesen.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das wirtschaftliche Umfeld nach der Covid Pandemie und nach Ausbruch der Russland-Ukraine Krise hat sich nachhaltig gegenüber den Vorjahren verändert. Insbesondere ist auch Yves Rocher von Kostensteigerungen direkt betroffen. Nach wie vor ist die starke Wettbewerbssituation auf dem lokalen Kosmetikmarkt ein potenzielles Risiko für unsere Wachstumsziele.

Aufgrund des unverändert herausfordernden Umfelds wurden Maßnahmen in die Wege geleitet, die den Bestand der Yves Rocher GmbH nachhaltig gewährleisten sollen und auf ein nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodel fokussieren.

Da von der Gesellschaft keine derivativen Finanzinstrumente gehalten werden, sind keine damit verbundenen finanziellen Risiken denkbar.

Vorgänge von Bedeutung nach dem Bilanzstichtag und voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Bezüglich Vorgänge von Bedeutung nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf unsere Ausführungen im Absatz "Nachtragsbericht" im Anhang.

Voraussichtliche Entwicklung und Ziele

Nach Umsetzung der lokalen Restrukturierung der Gesellschaft wurden zu Beginn des Jahres 2023 weitergehende organisatorische Maßnahmen in der Organisation der französischen Muttergesellschaft und der internationalen Geschäftsprozesse bekannt gegeben, mit deren Umsetzung im Laufe des Jahres 2023 begonnen werden wird.

Für die Gesellschaft erwarten wir für das Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von rund 7 %, welcher insbesondere durch den Rückgang im klassischen Versandhandel um 12 % bedingt ist. Für den Bereich E-Commerce erwarten wir jedoch die Rückkehr zu einem zweistelligen Wachstum in Höhe von 11 %.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir ein positives Ergebnis (Ergebnis vor Ergebnisabführung der Yves Rocher Retail GmbH) in Höhe von ca. 2,4 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir Umsatzerlösen in Höhe von 82,6 Mio. EUR und einen Jahresüberschuss im unteren zweistelligen Millionenbereich.

Wir werden weiter an der Positionierung unserer Marke auf dem deutschen sowie zukünftig auch internationalen Märkten als Pflegespezialist arbeiten und das Wachstum durch die weitere Digitalisierung unseres Geschäftsmodells antreiben.

 

Stuttgart, 19. Dezember 2023

Yves Rocher GmbH

Thomas Chatain, Geschäftsführer

Omar Chtayna, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Yves Rocher GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Yves Rocher GmbH, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Yves Rocher GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Anhang unter Abschnitt "Allgemeine Hinweise" sowie im Lagebericht unter dem Abschnitt "Wesentliche Risiken und Ungewissheiten", dort Unterabschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken-Abhängigkeit von der Finanzierung durch die Muttergesellschaft", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft sich in den Vorjahren grundsätzlich eigenständig finanzieren konnte. Durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Yves Rocher Retail GmbH ist sie zur Übernahme der Verluste dieser Gesellschaft verpflichtet. Durch die Verluste der Yves Rocher Retail GmbH aus den Geschäftsjahren 2021 und 2022 befindet sich nun auch die Yves Rocher GmbH in einer angespannten Liquiditätssituation. Durch die Einstellung des operativen Geschäfts der Yves Rocher Retail GmbH im Geschäftsjahr 2023 wird es auch im Prognosezeitraum zu einer Ergebnisbelastung und Liquiditätsengpässen bei der Yves Rocher GmbH kommen.

Die Gesellschaft ist daher auf die finanzielle Unterstützung durch die Muttergesellschaft Yves Rocher International SARL, La Gacilly, Frankreich, (Yves Rocher International) angewiesen. Im Rahmen einer Patronatserklärung vom 15. Mai 2023 verpflichtet sich die Yves Rocher International, der Yves Rocher GmbH die notwendige finanzielle Unterstützung, bis zu einer Höhe von EUR 30 Mio., zukommen zu lassen, um ihren Verpflichtungen gegenüber Dritten nachzukommen. Die Patronatserklärung ist befristet bis zum 31. Dezember 2025.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und somit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft daher auf die Bereitstellung der benötigten finanziellen Mittel im Prognosezeitraum durch die Yves Rocher International SARL, La Gacilly, Frankreich, angewiesen.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 20. Dezember 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Denis Fleck, Wirtschaftsprüfer

Marc Passoke, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.01.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

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