Elektra Oberflächentechnik GmbH
Selbe AdresseVeredlung von Holzwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Rockenbuch seit 5.1.2023 | Geschäftsführer |
Sebastian Heinze seit 3.7.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
12 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 12 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 25.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Elektra GmbHSchalkauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ELEKTRA GMBH, SCHALKAUI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Elektra GmbH wurde unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg gegründet und blickt damit auf eine über 70-jährige Tradition zurück. Neben den Hauptprodukten Luft- und Foliendrehkondensatoren fertigte die Gesellschaft Antennenverteiltechnik und Autokassettenlaufwerke. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands konnten diese Produkte nicht mehr kostendeckend hergestellt werden. Im Jahr 1991 wurde die Elektra GmbH durch leitende Mitarbeiter der Gesellschaft erworben und es erfolgte eine wesentliche Umstrukturierung des Produktspektrums. Auf der Basis vorhandener Grundtechnologien wie Löten, Schweißen, Kunststoffspritzen und Stanzen wurden in der Folge diverse Produkte wie Tunerrahmen, Steckdosen, Schalter und Halteplatten für Elektromotoren für den Einsatz im Kfz-Bereich produziert. Dank des vorhandenen Werkzeug- und Vorrichtungsbaus erfolgte bereits seit Anfang der 90er Jahre eine hoch automatisierte Fertigung der Erzeugnisse auf flexiblen Montagelinien. Die Elektra GmbH stellte ca. 1.350 unterschiedliche Erzeugnisse her, die überwiegend in Kraftfahrzeugen ihre Anwendung fanden. Hauptsächlich waren dies mechatronische Baugruppen und Sensoren für Elektromotoren und Batterien. Der Einsatz erfolgte unter anderem im Bereich Umwelt- und Sicherheitstechnik, wie z. B. Bremsen, Lüftung, Katalysatoren aber auch im Komfortbereich. Neben Halteplatten, Deckeln und Gehäusesystemen wurden diverse Schalter, Entstörsätze und komplexe Kunststoffspritzteile sowie Batteriesensoren produziert. Werkzeuge und Sondermaschinen rundeten das Produktionssortiment der Elektra GmbH ab und gewannen zunehmend an Bedeutung. Die hohen technisch-technologischen Anforderungen an die Herstellung der Erzeugnisse und das im internationalen Maßstab vergleichsweise hohe Lohnniveau in der Elektra GmbH forderten zwingend die Fertigung der Produkte auf weitgehend automatisierten Transferlinien. Die Elektra GmbH versteht sich als Entwicklungslieferant und Technologieträger für mechatronische Baugruppen und Sensoren, die unsere Kunden als führende Systemanbieter im Automobilbereich in die Lage versetzt, im Rahmen unseres Kompetenzspektrums Automobile sicherer, komfortabler und umweltfreundlicher zu machen. Ende 2022 erweiterte die Elektra GmbH ihr Geschäftsmodell durch den Kauf der Firma FSP - Automations GmbH mit Sitz in Schleusingen. Mit diesem Schritt wurde das Produktportfolio um Automatisierungslösungen, wie beispielsweise Montage- und Prüfanlagen, ergänzt. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, dass die FSP - Automations GmbH ausschließlich als interner Sondermaschinenbauer für die Gruppe agiert. Vielmehr strebt die Elektra GmbH an, ihre Kundenbasis durch die Übernahme der FSP auch außerhalb der Automobilindustrie zu erweitern. 2. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist der zentrale Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg der Elektra GmbH. Die Gesellschaft entwickelt überwiegend im Auftrag unserer Kunden maßgeschneiderte individuelle Lösungen für den Einsatz in Kraftfahrzeugen. Die Entwicklungstätigkeit der Gesellschaft konzentrierte sich auf die Themen
Produkt-Beispiele hierfür sind Motoren- und Steckergehäuse sowie Deckel für Aktuatoren im Kühlwasserkreislauf, Steuergeräte, EMV-Filter, Busbars, Power-Connectoren, sowie Elektronikgehäuse für Komfortfunktionen im Fahrzeug (z.B. zur Heckklappenöffnung), Kabelsätze und Verschaltungseinheiten für elektrische Antriebe und Schutzumhausungen für Steuergeräte im Allgemeinen. Im Zeitraum März 2021 bis Februar 2023 lief das Forschungsprojekt "Touch Logic" mit dem Inhalt Bedieneinheiten mit kapazitiven Schaltflächen in Standard- oder Hochglanzoptik herzustellen bzw. zu entwickeln, welche nicht nur im Fahrzeug zum Einsatz gebracht werden können. Dieses Projekt wurde mit technischem Erfolg abgeschlossen. Die entwickelten Bedieneinheiten (Demonstratoren) sind vollständig, gemäß erstelltem Pflichtenheft, funktionsfähig und nicht nur im automobilen Sektor einsetzbar, sondern z.B. auch in der Konsumgüterindustrie. Eine Beteiligung auf Messen mit dieser Produktanwendung fand großes Interesse, dennoch gestaltet sich die Akquirierung von Kunden sowohl aus dem automobilen als auch aus dem industriellen Bereich sehr schwierig. Bislang konnte noch kein Kunde mit einer auf diese Verfahrenstechnik zugeschnittene Anwendung gewonnen werden. Der Bereich Forschung und Entwicklung hat im Berichtsjahr auch dank einer stabilen personellen Grundlage dazu beigetragen, dass die krisenbedingten Folgen minimiert und die durch die Kunden gestellten Aufgaben vollumfänglich abgearbeitet werden konnten. Im Berichtszeitraum gelang es, die mit den im Vorjahreszeitraum gewonnenen Neukunden akquirierten Neuprojekte zu erfolgreichen Abschlüssen zu bringen. Insbesondere waren das
Die weitere Akquirierung von Neukunden kann für den Folgezeitraum weiteres Potential zum Ausbau der Umsatzzahlen der Elektra GmbH beitragen. Im Bereich der Prozessentwicklung arbeitete die Elektra GmbH an standardisierten Automatisierungskonzepten, die mit produktspezifischen Erweiterungen universell einsetzbar sind. Hierdurch werden die projektspezifischen Investitionen reduziert und somit die mittel- und langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Elektra GmbH sichergestellt. Die, in den Vorjahren erfolgreich umgesetzten F&E-Themen, wie z.B. der Einsatz von Kamerasystemen zur Reduzierung visueller Kontrollaufwände wurde weiter ausgebaut und die Effizienz derartiger Systeme gesteigert. Die direkten Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen bei 1.378 T€ und damit 20,6 % über dem Niveau des Vorjahres und sollen im Jahr 2024 entsprechend des Bedarfes angepasst werden. Am 31.12.2023 waren 31 Mitarbeiter für Forschung und Entwicklung tätig. Dank der geleisteten Forschungs- und Entwicklungstätigkeit konnten im Berichtsjahr die vom Markt gebotenen Wachstumschancen genutzt werden. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist nach wie vor der Schlüssel für langfristiges stabiles Wachstum und damit der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Elektra GmbH. Die Kreativität unserer Mitarbeiter werden wir auch zukünftig mit den benötigten Ressourcen uneingeschränkt unterstützen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr 2023 entwickelte sich die Weltwirtschaft mit einem Wachstum von knapp unter 3 % etwas langsamer als im Vorjahr. Damit blieb aber die vielfach befürchtete Rezession aus. Insbesondere der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation und der damit verbundenen restriktiven Geldpolitik, sowie das schwache Wachstum in China belastete das Wachstum. Trotz der stark gestiegenen Zinsen wuchs die amerikanische Wirtschaft im Berichtsjahr um ca. 2,5 %. Ein wesentlicher Treiber war der starke private Konsum, der weiterhin zur positiven Entwicklung beitrug. Im Jahr 2023 verzeichnete die Wirtschaft der Eurozone lediglich ein bescheidenes Wachstum von 0,5 %. Die anhaltend hohe, jedoch rückläufige Inflation, eine nachlassende Auslandsnachfrage und eine restriktive Geldpolitik hatten negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistung. Der Anstieg der Verbraucherpreise in der Eurozone ging auf ca. 5,4 % im Berichtsjahr zurück. Damit bleibt die Inflationsrate aber deutlich über dem mittelfristigen Ziel der EZB von 2%. In diesem Kontext verzeichnete Deutschland einen Rückgang seiner Wirtschaftsleistung um 0,3 %. Dies ist hauptsächlich auf den Kaufkraftverlust durch gestiegene Energiekosten zurückzuführen, was wiederum den privaten Konsum schwächte. Zusätzlich beeinflussten die geringe Wachstumsdynamik in der Weltwirtschaft sowie geopolitische Krisen und Spannungen die wirtschaftliche Entwicklung negativ. Die Politik der Bundesregierung sorgt zudem für erhebliche Verunsicherung unter Unternehmen und Verbrauchern, wodurch ökonomische Planungen erschwert werden. Die Erholung der chinesischen Wirtschaft nach dem langen Lockdown mit ca. 5,2% ist deutlich geringer als erwartet. Weniger Exporte, die Krise im Immobiliensektor und ein schwacher Konsum belasteten die Erholung. Die weltweite Nachfrage nach PKW ist um etwa 6% auf 75,7 Millionen Einheiten gestiegen. In der Europäischen Union (EU) verzeichnete der PKW-Markt einen Zuwachs von knapp 14% auf 10,5 Millionen Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2023 gestaltete sich der Geschäftsverlauf der Elektra GmbH positiv. Trotzdem konnte der coronabedingte Umsatzeinbruch von 2020 noch nicht wieder aufgeholt werden. Der Elektra GmbH ist es gelungen, sich an die Herausforderungen anzupassen und seine Geschäftsstrategie trotz schwieriger Umstände fortzusetzen. Der strategische Ansatz, anspruchsvolle und innovative Produkte mit Hilfe von vollautomatischen Anlagen herzustellen, wurde beibehalten. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Elektra GmbH Die Elektra GmbH hat im Berichtsjahr einen höheren Umsatz als im Vorjahr zu verzeichnen. Mit einem Umsatzwert von 66.345 T€ ergab sich gegenüber dem vorangegangenen Jahr eine Steigerung um 10,8 %. Die geplante Umsatzsteigerung von 2-5 % konnte somit erreicht und übertroffen werden. Der Auslandsumsatz erhöhte sich in 2023 um 1.985 T€ oder 6,3 %. Die Auftragseingänge verzeichneten im Berichtsjahr eine hohe Schwankungsbreite, insgesamt sind diese geringfügig Rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Nach Regionen und Produktgruppen ergab sich folgendes Bild: Umsatz nach Regionen
Beim Umsatz nach Regionen ist eine differenzierte Entwicklung zu verzeichnen, wobei eine positive Grundtendenz zu erkennen war. Die höchsten Umsätze wurden nach wie vor innerhalb der Europäischen Union realisiert, was auch für die perspektivische Entwicklung der Elektra GmbH kein Nachteil sein sollte. Die Umsatzreduzierung in Asien wurde durch den Anstieg in den anderen Regionen mehr als ausgeglichen. Der Umsatzanstieg in den sonstigen Drittländern begründet sich durch die Produktionsverlagerungen unserer Kunden nach Serbien. Durch den Anlauf von Neuprodukten konnte eine insgesamt positive Umsatzentwicklung erreicht werden. Aufschlüsselung nach Produktgruppen
In der Aufschlüsselung nach Produktgruppen ist bei höchst unterschiedlicher Entwicklung der Umsätze eine allgemeine Stabilisierung der Lage zu erkennen. Die Produktgruppen "Halteplatten für Lüfter" und "Batteriesensoren" konnten nach der Erholung in 2022 auch im Jahr 2023 wieder deutlich zulegen. Bei den Produktgruppen "ABS- Halteplatten" und "mechatronische Baugruppen und Sensoren für Umwelttechnik und Lüftermotoren" war eine 12,7%ige bzw. 15,8%ige Senkung zu verzeichnen. Bei der Produktgruppe "ABS- Halteplatten" kam es zu einer geplanten Reduzierung, da sich in dieser Gruppe Produkte in einem fortgeschrittenen Projektzyklus befinden. Der Zuwachs in der Produktgruppe "Sonstige" ist dem Anstieg der Handelswaren in Form von Werkzeugen und dem Materialverkauf am Ende des Jahres 2023 an die Tochtergesellschaft POL- Elektra geschuldet. Die Erzeugnispreise in den einzelnen Produktgruppen haben sich differenziert entwickelt. Sie sind aufgrund vertraglich vereinbarter Preisreduzierungen in Form von lifetime-Verträgen und durch die automatische Verrechnung von Materialpreisänderungen gekennzeichnet. Materialpreisänderungen bei Metallen wurden entsprechend den bestehenden Verträgen je nach Schwankungsdifferenzen grundsätzlich in den Erzeugnispreisen verrechnet. Bei einer größeren Anzahl von Produkten wurden - den Markterfordernissen entsprechend - Preiserhöhungen durchgesetzt. 2.1. Ertragslage Die positive Ertragslage der Elektra GmbH setzte sich in 2023 fort und lag über den Erwartungen. Das geplante EBIT für das Berichtsjahr von 2.910 T€ konnte mit 725 T€ übertroffen werden. Dementsprechend ergab sich gegenüber der Planung für das Jahresergebnis 2023 von 3.483 T€ ein Wert von3.297 T€, was einer geringfügigen Verringerung von 186 T€ entsprach.
Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 431 T€ auf insgesamt 3.635 T€. Damit war eine Erhöhungvon 13,5 % gegenüber dem Basisjahr zu verzeichnen. Die positive Entwicklung bei Anlaufkosten für diverse Neuprodukte hat sich weiter verfestigt. Bei der Entwicklung des EBITDA war mit 12,2 % auf absolut 5.755 T€ eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die geplante Wertgröße von 5.129 T€ wurde mit 626 T€ überboten. Insgesamt erfolgte im Berichtsjahr eine weitest gehende Anpassung der betrieblichen Kostenstruktur an die aktuelle Lage, die sich äußerst positiv auf die Entwicklung der Ertragslage ausgewirkt hat. Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 32,6 % auf absolut 697 T€. Dies ist hauptsächlich den gesunkenen Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von 500 T€ geschuldet. Die Materialeinsatzquote stieg gegenüber dem Niveau des Vorjahres um 3,4% an. Die gesunkene Personaleinsatzquote ist hauptsächlich auf die Reduzierung von Arbeitskräften zurückzuführen. Bei der Eigenkapitalrentabilität war eine Verschlechterung um 11,5 % auf 7,7 % zu verzeichnen. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung hat sich das Jahresergebnis verschlechtert, was maßgeblich auf die gesunkenen Erträge aus Beteiligungen und dem Wegfall von Steuererleichterungen zurückzuführen ist. 2.2. Finanzlage und Investitionsbereich Die Finanzlage der Elektra GmbH hat sich im Berichtsjahr, ausgehend von einer sehr guten Basis, planmäßig verschlechtert.
Bei den Liquiditätsgraden I und III ist eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Weiterhin befinden sich aber alle Liquiditätsgrade auf einem sehr guten Niveau. Bei dem Liquiditätsgrad II konnte eine Verbesserung um 5,0 % erzielt werden. Bei den Liquiditätsgraden I und III wurde im Berichtsjahr eine Verschlechterung um 34,6 % bzw. 5,2 % verzeichnet. Die flüssigen Mittel der Elektra GmbH sanken um 1.580 T€. Die kurzfristigen Forderungen erhöhten sich um 4.327 T€, was einer Steigerung von 32,1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Hauptsächlich ist dieser Anstieg auf den Materialverkauf Ende 2023 an die POL-Elektra zurückzuführen, da im Jahr 2024 von der Lohnbearbeitung auf Intercompany-Prozesse umgestellt wird. Die körperlichen Vorräte sind um 1.596 T€ oder 10,3 % zurückgegangen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 468 T€ oder 9,0 % an.
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich um 20,8 % im Vergleich zum Vorjahr auf absolut 3.133 T€. Die Abnahme des Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist überwiegend auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im Verbundbereich (4.399 T€) zurückzuführen. Diese Erhöhung konnte durch gegenläufige Effekte nicht vollumfänglich ausgeglichen werden. Durch das gestiegene Investitionsvolumen im Berichtsjahr erhöhte sich der Mittelabfluss aus Investitionen um 121,5 % oder 2.270 T€. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine neuen Kredite aufgenommen und gleichzeitig bestehende Kredite planmäßig um 250 T€ getilgt. Auf Sondertilgungen wurde wie bereits im Jahr 2022 aufgrund der niedrigen Finanzierungskosten verzichtet. Dementsprechend hat sich der Cash flow aus Finanzierungstätigkeit um 12 T€ oder 2,0 % verbessert. Der Zahlungsmittelbestand hat sich um 1.580 T€ bzw. 28,6 % verringert und liegt nun bei 3.949 T€, was die hohe Liquidität der Gesellschaft widerspiegelt und den geplanten Erwartungen entspricht. Investitionen Im Jahr 2023 hat die Elektra GmbH 4.910 T€ im Anlagevermögen investiert. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 67,1 %. Die Sachinvestitionsquote erhöhte sich um 110,9 % auf 156,7 %. Für die kommenden Jahre sind Investitionen auf einem vergleichbaren Niveau geplant. Insgesamt wurden Anzahlungen über 1.750 T€ für Anlagen im Bau getätigt. Des Weiteren wurden Restzahlungen für verschiedene Montageanlagen sowie Automatisierungslinien über 2.222 T€ fällig. Die Abschreibungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2.120 T€, was eine Steigerung von 10,1 % gegenüber dem Vorjahr war. Die Finanzierung der in 2023 getätigten Investitionen erfolgte zu 100 % aus eigenen Mitteln. Das Gesamtvolumen der zinstragenden Verbindlichkeiten zur Finanzierung von Investitionen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 25,8 % oder um 250 T€. Für die nächsten 2 Wirtschaftsjahre sind Investitionen in Höhe von ca. 6.000 T€ vorgesehen. 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Elektra GmbH erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr am Stichtag 31.12.2023 um 3.607 T€ oder 7,5 % auf insgesamt 51.769 T€. AKTIVA
Das langfristig gebundene Vermögen der Elektra GmbH hat sich durch die Investitionen in Sachanlagen um 2.774 T€ oder 20,1 % auf 16.598 T€ erhöht. Das kurzfristig gebundene Vermögen stieg insgesamt um 2.413 T€ oder 8,4 %, bedingt durch die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2.104 T€, die Zunahme der Forderungen im Verbundbereich um 2.295 T€ und die Verringerung der Vorräte um 1.596 T€. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich um 1.580 T€ oder 28,6 % auf 3.949 T€ verringert. Das Working Capital als Ausdruck des geldnah gebundenen Vermögens hat sich im Berichtsjahr um 373 T€ oder 1,5 % erhöht. Das Vermögen der Elektra GmbH ist - wie in den vergangenen Jahren - grundsolide finanziert. Die Eigenkapitalquote hat sich weder verschlechtert noch verbessert und liegt weiterhin auf einem sehr guten Niveau von 82,8 %, dementsprechend liegt der Verschuldungsgrad bei 17,2%. Die zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 719 T€ unter dem Niveau des Vorjahres und betragen 1,4 % der Bilanzsumme. In den Folgejahren ist entsprechend der geplanten Investitionen kein außerplanmäßiger Abbau des Kreditvolumens vorgesehen. III. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 1. Personal- und Sozialbereich Entwicklung der Arbeitskräfte Zum 31.12.2023 wurden in der Elektra GmbH 217 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr (Stichtag 31.12.2022) ist die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten um ca. 5,0% gefallen. Im Durchschnitt lag die Anzahl der festangestellten Arbeitnehmer*innen bei 226. Zudem wurden durchschnittlich 4 Leiharbeiter*innen beschäftigt, darunter überwiegend Frauen. Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt dar:
Im Berichtsjahr gab es 27 Personalabgänge und 12 Neueinstellungen. Auf die nach wie vor schwankenden Kundenabrufe sowie Zulieferengpässe wurde flexibel und zielgerichtet reagiert. Der Einsatz von Leiharbeitskräften wurde stets an das Auftragsvolumen angepasst und natürliche Personalabgänge teilweise nicht neu besetzt. Ein betriebsbedingter Personalabbau konnte nach wie vor durch diese Maßnahmen vermieden werden. Der Frauenanteil lag zum Stichtag 31.12.2023 bei 38,7 Prozent (i. Vorjahr 38,4 Prozent) und ist somit leicht gestiegen. Vor dem Hintergrund eines technisch orientierten Unternehmens ist dies eine zufriedenstellende Quote. Die Quote lag im gewerblichen Bereich mit 46,81 Prozent deutlich höher als im Bereich der Angestellten mit 23,61 Prozent. Der Altersdurchschnitt der Elektra GmbH Mitarbeiter*innen lag zum Stichtag 31.12.2023 bei 47 Jahren und ist im Vergleich zum Vorjahr (47 Jahre zum Stichtag 31.12.2022) unverändert. Dennoch wird eine sukzessive Verjüngung der Belegschaft seitens der Geschäftsführung angestrebt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Elektra GmbH Beschäftigten ist mit 16 Jahren vergleichbar zum Vorjahr geblieben. (Stichtag 31.12. des jeweiligen Jahres). Im Berichtsjahr konnten 3 Beschäftigte ihr 10-jähriges Firmenjubiläum, 3 Beschäftigte ihr 25-jähriges Firmenjubiläum und 5 Beschäftigte ihr 40-jähriges Firmenjubiläum begehen. Die Elektra GmbH ist nicht tarifgebunden und entlohnt auf der Grundlage freier Vereinbarungen. Personalstrategie: An der Verbesserung der Beschäftigtenstruktur wurde planmäßig gearbeitet und die Beschäftigtenzahlen dem Auftragsvolumen angepasst. Zur Personalgewinnung, besonders im gewerblich-technischen Bereich, erfolgte eine kontinuierliche Fachkräfte-Akquise mittels Printmedien, Nutzung der einschlägigen Stellenmärkte im Internet sowie durch persönliche Ansprache potentieller Bewerber*innen über soziale Netzwerke und regionale Messen. Diese Strategie wird auch in den kommenden Jahren weiterverfolgt. Schwerpunkte dabei bilden die planmäßige Verbesserung der Qualifikationsstruktur der Mitarbeiter*innen, die Steigerung der Attraktivität und des Bekanntheitsgrades als Arbeitgeber sowie eine gezielte eigene Ausbildung von Nachwuchskräften. Auch wird der Einsatz von Leiharbeiter*innen zur Abdeckung von Kapazitäts- und Auftragsspitzen und zur Wahrung von Flexibilität weiterverfolgt. Sofern es die Geschäftsentwicklung zulässt, werden regelmäßig Leiharbeiter*innen in feste Arbeitsverhältnisse übernommen. Nachwuchssicherung: Zum Stichtag 31.12.2023 befanden sich insgesamt 3 Jugendliche in einer dualen Ausbildung und 1 Kollegin in einem dualen Studium. Die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze richten wir stetig nach unserem künftigen Bedarf aus. Zur frühzeitigen Nachwuchskräftegewinnung wird sehr eng mit den umliegenden Schulen zusammengearbeitet. Die Elektra GmbH bietet Schüler*innen im Rahmen der Berufsvorbereitung die Möglichkeit von Schülerbetriebspraktika, Betriebsvorstellungen und -führungen, Workshops sowie Unterrichtspraktika. Mitarbeiterqualifizierung: Die fokussierte Weiterentwicklung des technologischen Know-hows der Elektra GmbH sowie die immer komplexer werdenden Aufgabenfelder stellen stetig steigende Anforderungen an die Qualifikation der Mitarbeiter*innen dar und erfordern Spezialwissen. Zur Sicherstellung der Innovationsfähigkeit des Unternehmens, erhalten die Mitarbeiter*innen stetig Qualifizierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen bzw. an neuen Arbeitsplätzen erfolgt anhand systematischer Einarbeitungspläne. Unter Beachtung von Budget und Zielgruppe fanden im Geschäftsjahr 27 von 33 geplanten Qualifizierungsmaßnahmen statt, an denen 37 Mitarbeiter*innen der Elektra GmbH teilgenommen haben, davon 5 Personen an mehreren Fortbildungen. Gesundheitsmanagement und Sicherheit am Arbeitsplatz: Die Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen fördern wir regelmäßig mit Hilfe von Arbeitsschutzbelehrungen, arbeitsmedizinischen Untersuchungen und betrieblichem Eingliederungsmanagement. Auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Arbeitsschutzes wird eng mit der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse zusammengearbeitet. Der Krankenstand ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,1% gefallen (im Jahr 2023: 10,5%, im Vorjahr: 11,6%). Das Unfallgeschehen wird monatlich im Hinblick auf künftige Prävention ausgewertet. Aufgrund dessen finden mindestens einmal jährlich Belehrungen statt, in denen die Mitarbeiter*innen auf Maßnahmen zur Sicherheit am Arbeitsplatz hingewiesen werden. Im Jahr 2023 wurden gesamtbetrieblich 5 meldepflichtige Unfälle verzeichnet. 2. Umweltschutz Umweltbewusstsein gepaart mit Effektivität ist Gegenstand der Geschäftspolitik der Elektra GmbH. Dementsprechend sind die hieraus resultierenden Anforderungen in den Managementunterlagen integriert. Dokumentiert wird der Umweltschutz durch ein gelebtes betriebliches Umweltprogramm. Dieses wird durch den Umweltbeauftragten auf Aktualität geprüft. Die Schulungen zum Umweltprogramm erfolgte über die zyklischen Arbeitsschutzbelehrungen. Eine Abrechnung erfolgte gegenüber der Geschäftsleitung. Bereits bei der Angebotserarbeitung werden die Anforderungen des Umweltschutzes berücksichtigt. Es wurden generell nur zugelassene Materialien in Abstimmung mit den Forderungen unserer Kunden verwendet. Dies wurde im IMDS (internationales Materialdatensystem) exakt aufgelistet und bedarf der Zustimmung unserer Kunden. Ebenso erfolgten die Forderungen an unsere Zulieferer. Für alle Materialien liegen Sicherheitsdatenblätter vor. Diese sind in einer Datei erfasst und zugänglich als Basis für Gefährdungsbeurteilungen. Alle Prozesse wurden auf Effektivität aber auch hinsichtlich des Umweltschutzes installiert. Das beginnt bei der Auswahl der entsprechenden Ausrüstungen, des Raumbedarfes, der Arbeitsbedingungen und endet bei der Prüfung der Ressourcen. Alleine schon aus Eigeninteresse wurde auf den sparsamsten Umgang mit Energie und Material geachtet. Die Erfolge hierbei waren nachweisbar. Nicht zuletzt wurden alle Zertifizierungen im Rahmen der ISO 50001 erfolgreich bestanden. Auch im Jahr 2023 wurde kein Frischwasser für die technologischen Prozesse verwendet. Es existiert ein geschlossener Kreislauf für das Kühlwasser zum Kühlen und temperieren unserer Maschinen. Oberflächenwasser und Nutzwasser wurden in separaten Leitungssystemen abgleitet. Das Nutzwasser wurde über mehrere installierte und wiederum von einer zertifizierten Fachfirma gewarteten Pumpanlagen dem örtlichen Abwassernetz zugeführt. Die Entsorgung des Hausmülls erfolgte über bereitgestellte Behälter mit der Müllabfuhr. Direkte und indirekte Abfälle der Produktion wurden separat erfasst und durch die jeweilige Fachfirma entsorgt. Ebenso wurde der Sondermüll in einem extra Lager gesammelt und entsorgt. Alle Absauganlagen werden mit den zugelassenen Filtern betrieben. Diese unterliegen Wartungsplänen und wurden dementsprechend erneuert. Die Heizungsanlage wurde über eine örtlich ansässige Fachfirma gewartet und unterliegt der TÜV- Überprüfung, welche erfolgreich bestanden wurde. Damit wurde die Heizungsanlage entsprechend den Vorgaben der zulässigen Emissionswerte betrieben. Der Heizölverbrauch wird ständig kontrolliert. Das Heizungsmanagement erfolgt entsprechend der aktuellen Witterungslage. Mit einem erheblichen finanziellen Aufwand wurden Maßnahmen zur Energieeinsparung im Rahmen geplanter Investitionen umgesetzt. So wurde die Dachisolierung beim Bau 98 verstärkt und der weitere Einsatz von LED-Beleuchtung forciert. Damit wurde der CO 2 -Fußabdruck weiter reduziert. Das Technik-Gebäude wurde mit neuen Fenstern versehen und renoviert. Zusätzlich wurde auch die Bürofläche verkleinert und dem aktuellen Bedarf angepasst. Aus den bestehenden Fertigungsprogrammen sowie den geschlossenen Kreisläufen ergaben sich keine gravierenden Umweltrisiken. Für die gegebenenfalls auftretenden Schadensfälle bestand eine Umwelt-Haftpflicht-Versicherung. 3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Nach Einschätzung der Geschäftsführung war die wirtschaftliche Lage der Elektra GmbH unter Berücksichtigung der zahlreichen wirtschaftlichen und politischen Probleme zufriedenstellend und lag im Bereich der geplanten Entwicklung und teilweise darüber. Die Ertrags- und Liquiditätslage waren ausreichend, um eine weitere positive Entwicklung der Gesellschaft zu gewährleisten. IV. Zweigniederlassungsbericht Die Elektra GmbH unterhält keine Zweigniederlassungen. V. Nachtragsbericht Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres lagen zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht vor. VI. Prognosebericht 1. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Grundlage der nachfolgend dargestellten Einschätzungen sind die gegenwärtige wirtschaftliche Entwicklung sowie die operative Planung der Elektra GmbH für die Jahre 2024 und 2025. Die betriebliche Planung wirdständig aktualisiert und basiert auf dem Kenntnisstand April 2024. Die nachfolgend dargestellten Prognosen basieren auf Analysen kompetenter Wirtschaftsforschungsinstitute und Institutionen. Die Weltwirtschaft wuchs in 2023 nur noch um ca. 2,7 % aufgrund der angesprochenen Herausforderungen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von etwa 3 %. Für die deutsche Wirtschaft wird ein Mini-Wachstum von 0,2% erwartet. Jede Wirtschaftsprognose ist im derzeitigen Umfeld mit großen Unsicherheiten behaftet. Die geschilderten ökonomischen Herausforderungen sowie die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und in anderen Regionen wie Israel oder Taiwan könnten sich deutlich negativ auf die vorgelegte Prognose für das Jahr 2024 auswirken. Wir gehen von einer insgesamt verlangsamten Entwicklung der Weltwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr aus. Bei den weltweiten Automobilverkäufen erwarten wir einen leichten Zuwachs, was positiv auf die Absatzentwicklung der Elektra GmbH wirken sollte. Allerdings werden höhere Finanzierungskosten, sinkende Realeinkommen und hohe Preise für Energie und Nahrung den Automobilabsatz belasten. Wir prognostizieren auf der gegenwärtigen Kenntnislage für die Elektra GmbH einen Umsatzanstieg von 2 % für das Jahr 2024. Dementsprechend sollten sich alle Ergebniszahlen - gleiche Abschreibungsbedingungen vorausgesetzt - auf dem ähnlichen Niveau des Vorjahres bewegen. Für den Planungszeitraum 2024/2025 sind Investitionen in Höhe von 6.000 T€ geplant. Die Finanzierung der für 2024 vorgesehenen Investitionen soll ausschließlich aus eigenen Mitteln erfolgen. Für das Jahr 2024 ist keine Steigerung, aber auch kein Abbau der Belegschaftsstärke der Elektra GmbH vorgesehen. Eventuelle Kapazitätsüberhänge sollen durch den Abbau von Gutstunden und Kurzarbeit ausgeglichen werden. Unter Berücksichtigung der bestehenden Kapitalstruktur und der vorhandenen Kreditlinien ist die Liquiditätssituation der Elektra GmbH sehr gut und lässt Möglichkeiten für finanzielle Spielräume offen. Auch längere Absatzkrisen können unter Einbeziehung von bestehenden arbeitspolitischen Maßnahmen ohne größere Probleme überstanden werden. Durch die durchgeführte Umstrukturierung der innerbetrieblichen Produktionsprozesse in den vergangenen Jahren wurde die Grundlage geschaffen, die langfristige Strategie als Entwicklungslieferant von anspruchsvollen kapitalintensiven mechatronischen Baugruppen und Sensoren erfolgreich weiter umzusetzen. Auf der Basis einer stetigen Verbesserung der technisch-technologischen Prozesse und der Qualität unseres innovativen Produktspektrums sehen wir uns auch künftig in der Lage, den komplizierten Marktbedingungen zu entsprechen. Für die Prognose des Jahres 2024 und darüber hinaus setzen wir voraus, dass keine weiteren geopolitischen Konflikte die Entwicklung der Weltwirtschaft negativ beeinflussen und die bereits bestehenden (russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine, Nahostkonflikt) keine zusätzliche negative Eskalation auslösen. VII. Chancen- und Risikobericht Die Elektra GmbH steht zweifellos vor einer Reihe von Herausforderungen und Risiken, die sich aus den aktuellen gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. Es ist wichtig, diese Risiken zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten. Die Geschäftsführung der Elektra GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr aktiv an einer stabilen langfristig orientierten Entwicklung der Gesellschaft gearbeitet und versucht in diesem Zusammenhang, Risiken kalkulierbar zu gestalten und das Risikobewusstsein zu erhöhen. Durch die Berücksichtigung bekannter Risiken in der betrieblichen Planung und dem regelmäßigen Abgleich der Plangrößen mit den erreichten Ist-Werten konnte eine weitest gehende Beherrschbarkeit bestehender Unsicherheiten erreicht werden. Geopolitische Konflikte wie der Krieg in der Ukraine, der Nahostkonflikt und die Spannungen zwischen den USA und China stellen erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft dar. Diese Konflikte könnten zu Störungen in globalen Lieferketten, Handelsbeschränkungen und Wirtschaftsturbulenzen führen. Zudem können die stark gestiegenen Zinsen zu einem Rückgang der Investitionstätigkeit führen, was sich negativ auf die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Elektra GmbH auswirken kann. Für 2024 wird ein vergleichsweiser geringer Anstieg der Weltwirtschaft von 3 % erwartet. Insbesondere im historischen Vergleich weiterhin hohe Energiepreise sowie die mit der hohen Inflation verbundenen Kaufkraftverluste bremsen die wirtschaftliche Entwicklung. Obwohl stark schwankende Märkte Risiken mit sich bringen können, bieten sie auch Chancen für Wachstum und Expansion. Die Elektra GmbH sollte in der Lage sein, sich an diese Veränderungen anzupassen und Chancen zu nutzen, um ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Trotzdem bestehen weiterhin erhebliche Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Außer Risiken infolge der Änderung gesetzlicher Rahmenbedingungen bestehen insbesondere wirtschaftliche Risiken durch starke Wechselkursschwankungen und steigende Rohstoffpreise. Hierdurch können die Kosten für die Beschaffung von Materialien steigen und die Margen des Unternehmens beeinträchtigen. Es ist wichtig, dass die Elektra GmbH ihre Beschaffungsstrategien überprüft und mögliche Risiken in Bezug auf Währungsschwankungen und Rohstoffpreise mindert. Veränderungen bei Import- und Exportbeschränkungen für Kfz-Teile sowie staatliche Förderungen könnten sich sowohl positiv als auch negativ auf die Geschäftstätigkeit der Elektra GmbH auswirken. Durch unser komplexes weltweites Lieferantennetzwerk sind effiziente Bedingungen für einen kostengünstigen Einkauf geschaffen. Durch die vorhandene Komplexität kann es jedoch zu negativen Auswirkungen kommen. So sind Versorgungsengpässe und Schließungen von Zulieferfirmen der Elektra GmbH nicht ausgeschlossen und wahrscheinlicher als in den letzten Jahren. Insbesondere Versorgungsengpässe bei Halbleitern, die überwiegend in Asien hergestellt werden, bleiben ein Risiko. In der Elektra GmbH besteht ein Risiko-Managementsystem, welches integraler Bestandteil des betrieblichen Planungsprozesses ist. Dieses Risiko-Managementsystem gestattete es der Geschäftsführung, Risiken frühzeitig zu erkennen. Durch die permanente Kontrolle und Analyse der Unternehmensentwicklung konnte eine hohe Transparenz erreicht werden, die es ermöglichte, notwendige Entscheidungen richtig und zeitnah zu treffen. Auf der Grundlage einer langfristigen Planung sowie einer detaillierten Jahresplanung auf Monatsbasis wurde die Entwicklung der Elektra GmbH überprüft und entsprechend dokumentiert. Über den Plan-Ist-Vergleich wurde monatlich der Abgleich wichtiger betrieblicher Kennziffern innerhalb der Geschäftsleitung ausgewertet und, wenn notwendig, Festlegungen getroffen. Ziel dieses Prozesses war es, Risiken systematisch zu erkennen und nach erfolgter Analyse eine Beseitigung bzw. Abmilderung von Gefahren zu veranlassen. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wurde ebenfalls in die Betrachtungen einbezogen und damit gewährleistet. Die Bewertung von Schadensfällen und deren Auswirkungen auf das Ergebnis spielten in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. Eingeleitete Maßnahmen wurden in ihrer Wirksamkeit überwacht und, wenn notwendig, den veränderten Bedingungen angepasst. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestand eine Forderungs-Ausfallversicherung, die das bestehende Risiko wesentlich begrenzte. Die Zahl der in diesem Zusammenhang nicht versicherten Firmen befand sich auf dem Niveau des Vorjahres. Das Risiko in diesem Bereich ist gegenüber dem Vorjahr gleichgeblieben. Die Elektra GmbH verfügt über ein wirksames Mahnwesen und Debitorenmanagement. Die Elektra GmbH schließt als international tätiges Unternehmen Devisentermingeschäfte ab, um bestehende Währungsrisiken zu minimieren. Die zum Bilanzstichtag 31.12.2023 abgeschlossenen Devisentermingeschäfte sind im Anhang aufgeführt und waren zum genannten Termin positiv bewertet. Da die Elektra GmbH nur für gebuchte Aufträge Devisentermingeschäfte abschließt und die gesicherten Werte über unserer Kalkulation liegen, ist das daraus resultierende Risiko begrenzt. Seit dem Jahreswechsel ist eine weitere positive Entwicklung der Devisentermingeschäfte bis zum heutigen Zeitpunkt zu verzeichnen. Ziel des Finanz- und Risikomanagement der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeder Art. Bei Management- und Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Risiken aus unerwarteten Verlusten sind über Reserven in Form von Eigenkapital und entsprechend vorhandener Liquidität abgedeckt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden 2023 um 250 T€ gesenkt. Für die genutzten Kredite am Bilanzstichtag bestanden Festzins-Vereinbarungen auf günstigem Niveau. Der Wettbewerbsdruck in der Automobilbranche hat sich im Berichtsjahr 2023 insbesondere durch diverse umweltpolitische Maßnahmen seitens des Gesetzgebers und dem Preisdruck weiter verstärkt. Die Elektra GmbH begegnete diesem Sachverhalt mit der Entwicklung und Herstellung von innovativen anspruchsvollen Erzeugnissen. Die Entwicklung und Produktion entsprechender Erzeugnisse erforderten einen höheren finanziellen Aufwand, der auch durch die gestiegene technische Komplexität der Produkte begründet wird. Komplexe Systeme führten zu einer Vielzahl von Einflussmöglichkeiten, die die Risiken erhöhen. Die Produktqualität unserer Erzeugnisse ist letztlich die Stellschraube, um die notwendige Effizienz und Produktrentabilität zu erreichen. Das begrenzte Arbeitskräftepotenzial, insbesondere im Bereich qualifizierter Fachkräfte, stellt zweifellos ein wesentliches Risiko für die Elektra GmbH dar. Die Anerkennung der steigenden Bedrohungslage durch Cyberangriffe aufgrund der zunehmenden Abhängigkeit von IT-Systemen und digitalen Daten ist äußerst wichtig. Die Elektra GmbH hat bereits angemessene Maßnahmen ergriffen, um ihre IT-Systeme zu sichern und sich vor potenziellen Cyberangriffen zu schützen. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass keine Sicherheitsmaßnahme eine hundertprozentige Garantie gegen Cyberangriffe bietet. Es besteht immer ein gewisses Restrisiko, das durch fortlaufende Verbesserungen der Sicherheitsinfrastruktur und durch proaktive Maßnahmen minimiert werden kann. Die Integration von FSP-Automations GmbH in das Geschäft der Elektra GmbH bietet zweifellos die Möglichkeit, die Wettbewerbsposition des Unternehmens zu verbessern und die Abhängigkeit von den Preisen anderer Sondermaschinenbauer zu verringern. Gleichzeitig kann die Weiterentwicklung eigener standardisierter Automatisierungskonzepte die Innovationsfähigkeit stärken und langfristiges Wachstum sicherstellen. Prinzipiell partizipiert die Elektra GmbH auch weiterhin an der Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften. Basierend auf den Prognosen zur Ertrags- und Liquiditätsentwicklung können wir sicherstellen, dass wir jederzeit in der Lage sind, unsere finanziellen Verpflichtungen ohne Einschränkungen zu erfüllen. Die Risiken für die konjunkturelle Entwicklung des Jahres 2024 sind erheblich. Die Nachfrageseite der weltweiten Automobilmärkte dürfte das belasten und mit einem Preiskampf der Automobilhersteller einhergehen. Die starken Zinserhöhungen nach langen Niedrigzinsphasen, um Inflation zu bekämpfen und langfristige wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten, bergen kurzfristig das Risiko, eine Rezession auszulösen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist nach wie vor von einer hohen Volatilität an den Märkten gekennzeichnet. Risiken für eine grundsätzliche Gefährdung des Unternehmens auf operativer Ebene sind nicht erkennbar. Aufgrund erheblicher gesamtwirtschaftlicher Risiken sind negative Auswirkungen auf die geplante Entwicklungder Gesellschaft aber nicht auszuschließen.
Schalkau, den 17.06.2024 gez. André Neumann gez. Sebastian Heinze gez. Matthias Rockenbuch BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023ELEKTRA GMBH, SCHALKAUAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ELEKTRA GMBH, SCHALKAU1. Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Jena mit dem Registereintrag HRB 300096 unter der Firmierung "Elektra GmbH" geführt. Der Sitz der Gesellschaft ist Schalkau. Der Jahresabschluss der Elektra GmbH wurde aufgrund der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Die Gliederungen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften maßgebend: Der Bestandsnachweis für das Anlagevermögen erfolgt durch eine Anlagenbuchhaltung, aus der neben Anschaffungsdatum und den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auch die Abschreibungen und die jeweiligen Restbuchwerte sowie die Zu- und Abgänge ersichtlich sind. Die immateriellen Wirtschaftsgüter und Sachanlagen wurden mit den ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und unter Zugrundelegung der steuerlich zulässigen Abschreibungssätze abgeschrieben. Neuzugänge ab 2010 werden linear (teilweise mit Schichtfaktor) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis 800 EUR wurden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei Anschaffung in fremder Währung erfolgte die Währungsumrechnung mit dem Kurs im Zeitpunkt der Anschaffung. Der Wertansatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen fand zu durchschnittlichen Anschaffungskosten Berücksichtigung. Unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten sind unter Berücksichtigung von Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und unter Hinzurechnung zulässiger Gemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalzinsen wurden in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Die erhaltenen Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Risiken eines termingerechten Zahlungseinganges sind durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Der Kassenbestand ist zum Nennwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden mit dem Euro-Referenzkurs der EZB am Bilanzstichtag ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG, Berlin, nach BilMoG unter Anwendung der Heubeckschen Richttafeln von 2018 und des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 bewertet. Unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten sonstige Rückstellungen gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. 3. Erläuterungen der Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Die erhaltenen Anzahlungen werden im Berichtsjahr gem. § 268 Abs. 5 HGB teilweise offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen am Bilanzstichtag nicht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Der Sonderposten beinhaltet Investitionszuschüsse aus Vorjahren. Die Auflösung erfolgt in Höhe der Abschreibungen für die bezuschussten Investitionen. Als versicherungsmathematisches Verfahren zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde die PUC-Methode angewandt. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz. Der Zinssatz beträgt zum 31.12.2023 1,82 % (31.12.2022 1,78 %). Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den Richttafeln Heubeck 2018 G. Für die bestehenden Zusagen wurden bei der Berechnung keine Steigerung und keine Fluktuation unterstellt. Der Zeitwert der Insolvenzsicherung i.H.v. TEUR 1.322 wurde mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten der ausgewiesenen Insolvenzsicherung betragen TEUR 1.318. Ebenfalls wurden Zinserträge aus der Insolvenzversicherung i.H.v. TEUR 17 mit Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen i.H.v. TEUR 40 verrechnet. Nach § 253 Absatz 6 HGB wurde bei der handelsbilanziellen Bewertung der Pensionsverpflichtungen ein sogenannter Unterschiedsbetrag in Form der Differenz zwischen dem Erfüllungsrückstand mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz (1,82 %) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (1,74 %) i.H.v. TEUR 12 ermittelt. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Resturlaub, Jahresabschlusskosten, Garantieleistungen, Arbeitszeitflexibilisierung, Tantieme und sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Die Restlaufzeiten und der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten sowie deren Sicherheiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
5. Sonstige Pflichtangaben Organe Die laufenden Geschäfte wurden im Berichtsjahr von den Herren, André Neumann - (Geschäftsführer) Peter Fleischmann - (Gesellschafter-Geschäftsführer) Sebastian Heinze - (Gesellschafter-Geschäftsführer) Matthias Rockenbuch - (Geschäftsführer) getätigt. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr eine Reduzierung der Pensionsrückstellung um TEUR 35,0 aufgrund der Bewertungsänderung der Pensionsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 HGB sowie Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 66,1. Zum 31.12.2023 wird für diese ehemaligen Mitglieder noch eine Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 314 ausgewiesen. Es erfolgt eine Verrechnung mit Sicherungsvermögen nach § 246 Abs. 2, S. 2 HGB in Höhe von TEUR 980. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 149 gewerbliche Arbeitnehmer und 69 Angestellte ohne Geschäftsführer und Auszubildende, also insgesamt 218 Mitarbeiter, beschäftigt. Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB
Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestehen folgende derivative Finanzinstrumente: Mit einer Laufzeit bis 07/2024 sind insgesamt Devisentermingeschäfte in Höhe von 5.257 TZloty zu Kursen zwischen 5,0000 und 5,0110 abgeschlossen worden. Der Marktwert dieser Geschäfte beträgt nach Angaben des abwickelnden Kreditinstituts zum 31.12.2023 TEUR 146,1. Die Geschäfte wurden zur Absicherung des Kursrisikos aus Währungsschwankungen in Bezug auf Transaktionen mit der polnischen Tochtergesellschaft abgeschlossen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers (Angabe gem. § 285 Nr. 17 HGB) Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen: a) Abschlussprüfungsleistungen TEUR 35 b) Steuerberatungsleistungen TEUR 15 Latente Steuern (Angabe gem. § 285 Nr. 29 und 30 HGB) Der handelsrechtliche Ausweis der Rückstellungen übersteigt die korrespondierenden steuerlichen Ansätze um rd. 683 TEUR. Dagegen übersteigt der handelsrechtliche Ausweis der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen die korrespondierenden steuerlichen Ansätze um insgesamt 1.021 TEUR. Durch die Verrechnung der aktiven und passiven Latenz und unter Zugrundelegung eines gewerbesteuerlichen Hebesatzes von 357 % ergibt sich eine latente Steuerschuld unter Gliederungspunkt E auf der Passivseite der Bilanz in Höhe von rd. 96 TEUR. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 3.296.916,41 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Schalkau, 07.06.2024 gez. André Neumann gez. Sebastian Heinze gez. Matthias Rockenbuch Der vorstehende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 10. Juli 2024 festgestellt und genehmigt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Die in Klammern angegebenen Werte betreffen Vorjahreszahlen. zu 1. gesicherter Betrag EUR 718.750,00 Sicherheiten zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Elektra GmbH, Schalkau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresschluss der Elektra GmbH, Schalkau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elektra GmbH, Schalkau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Coburg, 18. Juni 2024 ecoplan
Wirtschaftsberatung GmbH
gez. Dipl.-Kfm. Michael Härer, Wirtschaftsprüfer |
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