Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 205651
Eingetragen
24.4.2015
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.Großhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Entwicklung, die Herstellung, der Verrieb und die Projektierung von elektronischen Geräten, Compuer - Softwaresystemen, insbesondere auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik inklusive der damit verbundenen Dienstleistungen (Beratung, Schulung, Service) sowie der Handel mit elektronischen Bauteilen und Lizenzen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Rogier Cornelis Minderhout
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Eckzahn Vermögensverwaltung GmbH
Germany
50.00%
LESSWOOD GmbH
Germany
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Funktel GmbH

Salzgitter

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.356,00 9
2. Geleistete Anzahlungen 290.146,69 266
295.502,69 (275)
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.180,00 240
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.763,64 1
291.943,64 (242)
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.663.000,00 0
3.250.446,33 517
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.110.520,98 2.633
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.354.401,53 7.248
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.559.682,73 1.649
4. Geleistete Anzahlungen 47.210,19 2
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -5.890.323,57 -4.606
7.181.491,86 (6.926)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.469.044,89 2.082
2. Sonstige Vermögensgegenstände 442.620,38 666
2.911.665,27 (2.748)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.924.873,22 2.891
13.018.030,35 (12.565)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 105.661,52 68
16.374.138,20 13.150

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Bilanzgewinn 4.682.902,05 2.705
4.707.902,05 (2.730)
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.832.927,99 7.269
2. Steuerrückstellungen 1.163.016,76 544
3. Sonstige Rückstellungen 737.664,78 1.069
8.733.609,53 (8.882)
C. Verbindlichkeiten
1 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 582.256,78 1.018
3. Sonstige Verbindlichkeiten 350.369,84 520
- davon aus Steuern: € 284.577,82 (Vorjahr: T€ 490) 2.932.626,62 (1.538)
16.374.138,20 13.150

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 23.382.159,95 21.129
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.021.686,95 1.922
3. Sonstige betriebliche Erträge 715.296,10 1.314
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 5.025,97 (Vorjahr: T€ 0) 25.119.143,00 24.365
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.391.224,32 -9.635
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -350.082,69 -29
-8.741.307,01 (-9.664)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.141.172,43 -7.787
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.496.919,75 -1.420
- davon für Altersversorgung: € 12.745,83 (Vorjahr: T€ 10) -9.638.092,18 (-9.207)
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -169.255,92 -139
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.083.019,76 -3.348
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 10.313,44 (Vorjahr: T€ 79)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.763,34 45
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -123.258,91 -235
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.029.529,25 -414
11. Ergebnis nach Steuern 2.385.443,31 1.403
12. Sonstige Steuern -7.687,56 -8
13. Jahresüberschuss 2.377.755,75 1.395
14. Vorabausschüttung -400.000,00 0
15. Gewinnvortrag 2.705.146,30 1.310
16. Bilanzgewinn 4.682.902,05 2.705

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Funktel GmbH hat ihren Sitz in Salzgitter und ist im Registergericht Braunschweig (HRB 205651) eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft wurden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB angewendet.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB sowie der besonderen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Der Jahresabschluss wurde unter dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Grundsätzlich werden folgende Bewertungsgrundsätze beachtet:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis vier Jahren.

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren abgeschrieben.

Bei den geringwertigen Anlagegütern erfolgt die Erfassung und sofortige Abschreibung als GWG in den Wertgrenzen von 250,00 € bis 800,00 €.

Sofern der beizulegende Wert von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen zum Bilanzstichtag aufgrund einer dauernden Wertminderung unter dem Buchwert liegt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen und gegebenenfalls die Restnutzungsdauer angepasst.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung bei den anteiligen Herstellungskosten umfasst neben den Material-, Fremdleistungs- und Fertigungseinzelkosten steuerlich aktivierungspflichtige Gemeinkostenansätze.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Soweit notwendig, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Erkennbare Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das Darlehen an die Funktel International GmbH (FTI) unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist in 2030 fällig. Die Darlehen an die Funktel Schweiz AG (FTS) haben eine Restlaufzeit von mehr als zwei Jahren. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Kautionen betreffen Mietverträge und sind entsprechend den Vertragslaufzeiten gewährt.

Die darüber hinaus enthaltenen Forderungen gegen Personal beinhalten im Wesentlichen Reisekostenvorschüsse.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, der Berücksichtigung einer unternehmensindividuell bestimmten Fluktuationsrate und erwarteten Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen ermittelt. Die Zinssätze entsprechen den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB, entsprechend der Vereinfachungsregelung für eine mittlere Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen der Gesellschaft abzudecken.

Die langfristigen Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von € 2,0 Mio. und dienen der Finanzierung der Anteile an verbundenen Unternehmen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls in Euro umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit deren Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden am Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips zum historischen Kurs oder zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Lediglich aktive latente Steuern resultieren aus den Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz bei den Pensionsverpflichtungen. Die Bilanzierung von aktiven latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel als Anlage dargestellt. Soweit erforderlich, wurden im Anlagevermögen erfasste Vermögensgegenstände auf den niedrigeren beilzulegenden Wert abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

Im Anlagevermögen ist, wie im Vorjahr, die Anzahlung auf immaterielle Vermögensgegenstände für die neue ERP-Software in Höhe von 290,1 T€ ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden die Geschäftsanteile an der OPTRO GmbH in Burscheid von der Funktel GmbH käuflich erworben. Der Kaufpreis in Höhe von 2.663,0 T€ wird als Beteiligung an verbundenen Unternehmen in der Bilanz ausgewiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 442,6 T€ (VJ 666 T€) beinhalten im Wesentlichen Betriebsmitteldarlehen an die Vertriebspartner Funktel International GmbH mit Sitz in Berlin über 325,0 T€ und Funktel Schweiz AG mit Sitz in Aarau/Schweiz über nominal 565,0 T€. Für das Betriebsmitteldarlehen an die Funktel Schweiz AG wurde vorsorglich eine Wertberichtigung über 505,0 T€ vorgenommen. Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen in Höhe von 54,4 T€ auf Körperschaftsteuerrückforderungen, ausstehende noch nicht fällige Zinszahlungen für vorstehend aufgeführte Darlehen, Kautionszahlungen im Rahmen von Mietverträgen sowie Forderungen gegen Mitarbeiter.

Die Darlehen an die Funktel International GmbH und an die Funktel Schweiz AG haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr, ansonsten haben die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht. Zum Bilanzstichtag bestand gegenüber der Leeswood GmbH eine Verbindlichkeit in Höhe von 70,0 T€. Diese Verbindlichkeit hat eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht.

3. Eigenkapital

Durch den erzielten Jahresüberschuss in 2023 in Höhe von 2.377,8 T€ ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 mit 4.707,9 T€ eine positive Eigenkapitalposition. Die Eigenkapitalquote beläuft sich nun auf 28,8 % (VJ 20,7 %) der Bilanzsumme.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. Juli 2023 wurde eine Vorabausschüttung in Höhe von T€ 400 auf das geplante Jahresergebnis 2023 vorgenommen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023, nach Vornahme der o.g. Ausschüttung, auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Rückstellungen

4.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Bewertung der Pensions- und Sterbegeldrückstellungen lagen folgende Prämissen zugrunde:

(durchschnittlicher) Zinssatz: 1,82 %
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 3,00 %
Erwartete Inflationsrate/Rententrend: 1,00 %

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt 6.832,9 T€ (VJ 7.269 T€), davon 21,8 T€ (VJ T€ 22) für Sterbegeld.

Der aus den Altersversorgungsverpflichtungen resultierende Unterschiedsbetrag zwischen den Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 41,5 T€ (VJ 260 T€). Hieraus ergibt sich eine geringere Rückstellung gegenüber der Anwendung des Siebenjahreszeitraumes. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

4.2 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken.

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Personal 472 614
Gewährleistungen 127 171
Drohende Verluste 1 1
Ausstehende Rechnungen 29 176
Sonstige 109 107
Gesamt 738 1.069

Die Höhe der Rückstellungen für Gewährleistungen wird durch den tatsächlichen Verbrauch im Berichtsjahr und eine prozentuale Zuführung abhängig vom Umsatz ermittelt.

Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitrückstellungen beträgt 44,8 T€ (VJ 161 T€). Die hieraus resultierenden Wertguthaben werden durch entsprechende Bürgschaften der Kautionsversicherung abgesichert.

Der Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen lagen folgende Prämissen zugrunde:

Abzinsungssatz gemäß RückAbzinsV p.a. zum Ende des Berichtsjahres: 0,43 %
Mittlere Restlaufzeit: 1 Jahr
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 3,00 %

5. Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten ist ein Darlehen für den Kauf der OPTRO GmbH in Burscheid in Höhe von 2.000 T€ enthalten. Kreditgeber ist die HypoVereinsbank. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Förderdarlehen (NRW.Bank) zum Erwerb von 100 % der Anteile an der OPTRO GmbH durch die Funktel GmbH. Der Gesamtkaufpreis hat eine Höhe von 2.663 T€. Davon wurden 660 T€ als Eigenkapital aus freier Liquidität gezahlt. Die Kaufpreiszahlung erfolgte im Oktober 2023.

Das Darlehen hat eine Laufzeit und Zinsbindung von 5 Jahren bei einem Sollzinssatz von 4,95 %. Das Darlehen ist unbesichert.

Die restlichen Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche restlichen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Beträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 5,0 T€ (VJ 0,3 T€) enthalten.

An öffentlichen Fördermitteln für Entwicklungsprojekte sind 0,0 T€ (VJ 473 T€) angefallen.

Für Entwicklungsleistungen an Fremdprojekten wurden im Berichtsjahr 310 T€ eingenommen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 213,5 T€ (VJ 674 T€) betreffen mit 116,0 T€ die Rückstellungen für Altersteilzeit.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Beträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 10,3 T€ (VJ 79 T€) enthalten.

Die wesentlichen Positionen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit 420,5 T€ Fremdleistungen zur Unterstützung der Entwicklung, des Vertriebes und der EDV (VJ 460 T€) sowie mit 789,8 T€ Raummieten, Fuhrpark-, Prüf-, Zulassungs- und Zertifizierungskosten (VJ 791 T€). Darüber hinaus sind für die Führung, Steuerung und die allgemeine Verwaltung des Unternehmens 1.110,3 T€ (VJ 1.008 T€) angefallen.

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 123,3 T€ (VJ 235 T€) entfällt mit 96,8 T€ (VJ 219 T€) auf Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung für bestehende Pensions- und ähnliche Verpflichtungen mit 26,5 T€ (VJ 16 T€) auf Darlehenszinsen, sonstige Zinsen und Aval-Gebühren.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Rogier Minderhout, Frankfurt am Main

Toralf Hennicke, Berlin

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesellschaft macht unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben zu den Geschäftsführerbezügen.

2. Mitarbeiterzahl

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 115 (VJ 116) Mitarbeiter beschäftigt, davon 67 gewerbliche und 48 Verwaltungsmitarbeiter. Auszubildende hatte die Gesellschaft in 2023 keine.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sind wie folgt fällig:

2024 2025-2028 2029-2030
T€ T€ T€
Miet- und Pachtverhältnisse 312 0 0
Leasingverträge 158 153 0
Gesamt 470 153 0

Die Immobilienmietverträge haben Restlaufzeiten von maximal einem Jahr. Die Restlaufzeiten für die Leasingverträge betragen zwischen einem und fünf Jahren. Weitere Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Haftungsverhältnisse im Zusammenhang mit dem Erwerb der OPTRO GmbH bestehen nicht.

4. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der OPTRO GmbH in Burscheid.

Diese weist zum 31.12.2023 ein Eigenkapital von 657 T€ aus. Der in 2023 erzielte Jahresüberschuss beträgt 148 T€.

 

Salzgitter, den 16. August 2024

gez. Rogier Minderhout, Geschäftsführer

gez. Toralf Hennicke, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 290.433,20 600,00 0,00 0,00 291.033,20
2. Geleistete Anzahlungen 266.176,13 23.970,56 0,00 0,00 290.146,69
556.609,33 24.570,56 0,00 0,00 581.179,89
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15.890,67 0,00 0,00 0,00 15.890,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.528.442,42 173.241,05 674,01 -1.029,68 1.701.327,80
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 618,77 41.818,88 -674,01 0,00 41.763,64
1.544.951,86 215.059,93 0,00 -1.029,68 1.758.982,11
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.663.000,00 0,00 0,00 2.663.000,00
0,00 2.663.000,00 0,00 0,00 2.663.000,00
2.101.561,19 2.902.630,49 0,00 -1.029,68 5.003.162,00
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 281.062,20 4.615,00 0,00 285.677,20
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
281.062,20 4.615,00 0,00 285.677,20
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15.247,67 643,00 0,00 15.890,67
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.288.111,42 163.997,92 -961,54 1.451.147,80
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.303.359,09 164.640,92 -961,54 1.467.038,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.584.421,29 169.255,92 -961,54 1.752.715,67
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.356,00 9.371,00
2. Geleistete Anzahlungen 290.146,69 266.176,13
295.502,69 275.547,13
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 643,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.180,00 240.331,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.763,64 618,77
291.943,64 241.592,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.663.000,00 0,00
2.663.000,00 0,00
3.250.446,33 517.139,90

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

1.1. Überblick über die Gesellschaft

Die Funktel GmbH, mit Sitz in Salzgitter, entwickelt, produziert und vermarktet Software Applikationen und professionelle Funktechnik für sicherheitskritische Einsatzgebiete bei Behörden, Organisationen und in der Industrie.

Zu diesem Zweck hat Funktel eine moderne, Cloud-fähige, Java-basierende Softwareplattform für sicherheitsrelevante Applikationen sowie eigene robuste professionelle Mobilfunkgeräte in den gängigen Funkstandards entwickelt (WiFi, Bluetooth, DECT, GSM, 4G, TETRA, NF).

Die entwickelten Applikationen für die Funktel-Mobilgeräte, wie z.B. Personensicherung, Personennotruf, Feinortung, Objektschutz, Terrorbekämpfung (Geiselnahme, Amoklauf), Evakuierung etc. richten sich an die Justiz, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Industriebetriebe, Versorger und Forensische Psychiatrien.

1.2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft wurde im Jahr 2023 durch die Folgen der globalen Krisen belastet. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte, nach Angaben des statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent, während es 2022 noch um 1,8 Prozent zugenommen hatte. Verantwortlich für diesen Rückgang waren die Energiekrise und die geopolitischen Spannungen. Die Preise haben sich 2023 auf dem hohen Niveau der Vorjahre stabilisiert. Die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland verunsicherten zudem Produzenten, Investoren und Konsumenten.

Im Berichtsjahr reduzierte der Staat, erstmals seit 20 Jahren, seine preisbereinigten Konsumausgaben. Hauptgrund war der Wegfall der staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen.

Trotz aller genannten Risiken ist im Berichtsjahr 2023 die Weltwirtschaft um 3,1 Prozent gewachsen (VJ 3,5 Prozent). Bei hoher Inflation und zahlreichen geopolitischen Konflikten zeigte sich die Konjunktur widerstandsfähiger als erwartet.

Ein Risiko stellt weiterhin der zunehmende Fachkräftemangel da. Die Engpässe bei elektronischen Bauteilen aus den beiden Vorjahren haben sich dahingegen deutlich positiv entwickelt.

Wie schon 2021 und 2022 führten die belasteten Konjunkturaussichten bei der Funktel GmbH auch im Berichtsjahr erfreulicherweise nicht zu einem Rückgang bei den Umsatzzahlen. In den Vorjahren konnte der Umsatz, trotz der Covid-19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine stabilisiert und jährlich leicht gesteigert werden. Im Berichtsjahr 2023 konnte der Umsatz gegenüber 2022 deutlich um T€ 2.253 gesteigert werden (VJ + T€ 395). Diese deutliche Steigerung resultiert aus einem hohen Auftragseingang im Berichtsjahr sowie aus der Fertigstellung von Aufträgen im Projektgeschäft, die in den beiden Vorjahren durch Bauteilmangel teilweise ins Folgejahr verschoben werden mussten.

1.3. Entwicklung der Branche

Im deutschen Sicherheitsmarkt zeigt sich, nach Aussage des Bundesverbands Sicherheitstechnik e. V. (BHE) gegenüber dem Vorjahr, eine deutliche Erholung. Dafür spricht auch unser stetig steigender Auftragseingang in den letzten Geschäftsjahren, der 2023 nochmals gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte (+ T€ 1.084). Insbesondere Dienstleistungen im Marktsegment der Zutrittssicherung und Personensicherung führten in 2023 zum Wachstumsschub bei der Funktel GmbH (+ T€ 948). Die Aussichten für den Markt der Sicherheitstechnik sind auf Grund der Nachfragesituation und der Marktentwicklung mit einem deutlichen Trend zu der Digitalisierung und Vernetzung in der Sicherheitstechnik weiter positiv zu sehen.

Vor allem bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) ist in den Folgejahren mit einem weiteren Wachstum zu rechnen, insbesondere um sich vor Abhörtechnologie zu schützen. Hier fehlen jedoch noch klare Vorgaben und Abstimmungen in der Politik. Im europäischen Ausland verlief die Nachfrage in den einzelnen Ländern, abhängig von der konjunkturellen Entwicklung der jeweiligen Nation, sehr heterogen.

In 2023 hat sich die Verschärfung der Wettbewerbsintensität im Markt für Sicherheitstechnik, gerade im Bereich Liefergeschäft, fortgeschrieben. Für die Funktel GmbH gab es in diesem Marktsegment keine nennenswerten Umsatzrückgänge.

2. Geschäftsverlauf

Die Funktel GmbH zielt auf die Weiterentwicklung der technologischen Kompetenz im Bereich der innovativen Sicherheitssysteme und Applikationen für kritische Umgebungen (Personensicherung, Feinortung, Objektschutz, Terrorbekämpfung, Evakuierung etc.), Personennotrufanlagen (PNA) und damit einhergehendes nachhaltiges und profitables Wachstum ab. Diese Marktstellung wird abgesichert und im Projekt- und Liefergeschäft ausgebaut. Im Marktsegment OEM (Original Equipment Manufacturer bzw. Erstausrüster) hat die Funktel GmbH ihre Anstrengungen, besonders durch Auftragsentwicklung, verstärkt. Das sollte in den Jahren 2024 und 2025 zu zusätzlichen Entwicklungsaufträgen und ab 2026 zu zusätzlichen Lieferaufträgen führen.

Ein wichtiges Anliegen im Berichtsjahr war und ist die Optimierung in der Beschaffung von Material und elektronischen Bauteilen. Die verschiedenen weltweiten Krisen in den Vorjahren sorgten für Lieferengpässe bei der Beschaffung von Material und elektronischen Bauteilen, die zu einer Verschiebung bei der Fertigstellung von Aufträgen im Liefer- und Projektgeschäft führte. In 2023 entspannte sich die Situation deutlich, und der vorhandene Auftragsbestand wurde sukzessive abgebaut, und erfreulicherweise durch Neugeschäft kompensiert. Die Erhöhung der Beschaffungspreise in 2023 konnte durch eigene Preisanpassungen kompensiert werden.

Im Berichtsjahr 2023 ergab sich bei den Umsatzerlösen von insgesamt T€ 23.382 (VJ T€ 21.129) ein deutliches Plus. Der Gesamtumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.253 bzw. 10,7 Prozent. Der Bereich DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz inkl. sonstige Umsätze) konnte sich mit T€ 21.187 (VJ T€ 18.928) durch gute Umsätze speziell im Projektgeschäft im Vergleich zum Vorjahr nochmal deutlich um 11,9 Prozent verbessern. Der Bereich DACH lag somit wiederum erfreulich über den für das Geschäftsjahr geplanten Werten. Im Bereich International ergaben sich, unter Berücksichtigung der mit unserem Vertriebspartner Funktel International GmbH (FTI) getätigten Umsätze, Erlöse in Höhe von T€ 966 nach T€ 1.087 im Vorjahr. Die Umsätze des Service- und Reparaturgeschäfts (Kundendienst) waren weiter rückläufig und lagen mit T€ 1.563 um 8,3 Prozent unter den Umsätzen in 2022 von T€ 1.701. Die Ursache ist im Rückgang der installierten Systeme im DECT-Bereich, dem Wegfall des Russlandgeschäfts sowie in einem stagnierenden europäischen Markt zu sehen.

Generell blieb das Umfeld für Sicherheitssysteme, Softwareapplikationen und professionelle Funkgeräte mit Sensorik in technologischer und wirtschaftlicher Hinsicht weiterhin attraktiv. Im Berichtsjahr konnte der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden. Nach T€ 24.107 im Vorjahr erhöhte sich der Auftragseingang im Berichtsjahr auf T€ 25.436. Diese Steigerung beträgt T€ 1.329 bzw. 5,5 Prozent. Der hohe Auftragseingang im Berichtsjahr zeigt eine insgesamt stabile Bewegung im Geschäftsverlauf. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 ist mit T€ 18.392 gegenüber dem Vorjahr (T€ 16.424) deutlich um 12,0 Prozent gestiegen. Damit kann das Unternehmen positiv in das nächste Geschäftsjahr blicken.

Im Berichtsjahr wurden die Geschäftsanteile an der OPTRO GmbH in Burscheid von der Funktel GmbH käuflich erworben. Die OPTRO GmbH bietet ein Sortiment hochwertiger und zertifizierter Personen Notsignal Anlagen (PNA) für die stationäre und mobile Absicherung von Mitarbeitern bei gefährlicher Alleinarbeit an. Deutschlandweit werden über 900 Kunden betreut, vor allem aus der Industrie: Herstellung, Chemie, Pharma, Wasser- und Energieversorgung, Lebensmittel, Logistik sowie Behörden und Krankenhäuser. Durch den Erwerb der OPTRO GmbH Anteile verschafft die Funktel GmbH sich einen Zugang zu diesen Kundengruppen.

Im Bereich der Entwicklung wurde die neue Java-basierende Softwareplattform "Nucleus" um ein weiteres Release mit neuen Leistungsmerkmalen ergänzt. Nach der Entwicklung der neuen Tetra-Gerätegeneration (FT5) wurde in 2023 mit der Entwicklung der Nachfolgegeneration FT6 begonnen. In diesem Zusammenhang entwickelt Funktel für diese neue TETRA Funkgerätefamilie, erstmalig ein eigenes Betriebssystem (TETRA Stack). Ebenfalls wurde mit der Entwicklung neuer induktiver Ortungssender, für eine punktgenaue Ortung in Gebäuden, begonnen. Aufgrund neuer Normen und Abkündigungen von Bauteilen durften die aktuellen explosionsgeschützten DECT Endgeräte (FC4 Ex) nicht mehr verkauft werden. Das traf alle Marktteilnehmer und einige Wettbewerber zogen sich als Resultat aus diesem Produktsegment zurück.

Bei Funktel sehen wir das als Chance in diesem Marktsegment stärker zu wachsen. Entsprechend wurde die Anpassungsentwicklung umgehend gestartet, ist aber noch nicht abgeschlossen. Das führte erstmal zu erheblichen Lieferrückständen, die bis heute noch nicht abgearbeitet werden konnten. Die daraus resultierenden Umsatzeinbußen konnten aber komplett durch andere Produkte kompensiert werden.

Durch die neue Softwareplattform und die dazugehörigen neuen professionellen Funkgeräte generieren wir einen höheren Auftragseingang mit Justizbehörden (JVA, Forensik etc.), Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), der Industrie und im Gesundheitswesen. Für die Vermarktung durch Netzbetreiber und OEM-Partner wurde in 2022 die Entwicklung des neuen cloudbasierten DECT-Systems, bestehend aus Steuersoftware, Basisstationen und professionellen Endgeräten weiter geführt.

Das Betriebsergebnis für 2023 hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.481 erhöht. Dies resultiert aus den deutlich erhöhten Umsätzen (+ T€ 2.253). Gegenläufig gab es im Berichtsjahr einen geringeren Bestandsaufbau bei den unfertigen Erzeugnissen in Höhe von T€ 900 durch die Fertigstellung von verschobenen Projekten aus den beiden Vorjahren im Projektgeschäft, sowie rückläufige sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 599, da im Berichtsjahr keine Fördermittel, wie in den Vorjahren, in Anspruch genommen wurden. Die Förderprojekte wurden im Vorjahr abgeschlossen.

Das Ergebnis vor Steuern für 2023 hat sich bei einem verbesserten Finanzergebnis von T€ 118 gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.598 erhöht. Der Jahresüberschuss ist von T€ 1.395 in 2022 auf T€ 2.378 im Berichtsjahr gesteigert worden.

2.1. Darstellung der Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
A. Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 5,4 0,0 9,4 0,1
Anzahlungen auf Immaterielle VermG 290,1 1,8 266,2 2,0
Sachanlagen 250,2 1,5 241,0 1,8
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 41,8 0,3 0,6 0,6
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.663,0 16,3 0,0 0,0
Langfristig gebundenes Vermögen 3.250,4 19,9 517,1 3,9
B. Umlaufvermögen
Vorräte 7.181,5 43,8 6.925,5 52,7
Forderungen/sonst. Vermögensgegenstände 2.911,7 17,8 2.748,5 20,0
Flüssige Mittel 2.924,9 17,9 2.891,0 22,0
Rechnungsabgrenzungsposten 105,7 0,6 68,3 0,5
Kurzfristiges gebundenes Vermögen 13.123,7 80,1 12.633,3 96,1
Gesamtvermögen (Bilanzsumme) 16.374,1 100,0 13.150,04 100,0

Die Sachanlagen beinhalten T€ 250,2 für andere Anlagen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände beziehen sich auf eine neue betriebliche Software, die in 2025 in Betrieb genommen werden soll. Die Anteile an verbundenen Unternehmen beziehen sich auf den Erwerb von 100,0 Prozent der Geschäftsanteile an der OPTRO GmbH in Burscheid durch die Funktel GmbH in 2023.

Die Vorräte beinhalten T€ 5.890,3 (VJ T€ 4.606) an erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (offen abgesetzt). Die Erhöhung der Vorräte gegenüber dem Vorjahr ist zum überwiegenden Teil durch den hohen Auftragsbestand im Projektgeschäft und durch den notwendigen Lagerbestandsaufbau verursacht. Die Forderungen sind im Berichtsjahr um T€ 387,0 höher als im Vorjahr. Bei den flüssigen Mitteln hat sich der Mittelzufluss aus Anzahlungen in Höhe von T€ 487,8 (VJ T€ 2.521) über den Stichtag geringfügig in das Folgejahr verschoben.

Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt T€ 2.853,3 (VJ T€ 2.451). Die im Jahr 2020 mit T€ 335,3 als zweifelhaft ausgewiesene Forderung und die hierauf vorgenommene Einzelwertberichtigung in gleicher Höhe bestehen weiter. Die übrigen Einzelwertberichtigungen belaufen sich auf T€ 36,1 (VJ T€ 10,4) und die Pauschalwertberichtigungen betragen T€ 12,9 (VJ T€ 23,6).

2.2. Darstellung der Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
A. Eigenkapital
Stammkapital 25,0 0,2 25,0 0,2
Gewinnvortrag 2.305,1 14,1 1.309,7 10,0
Jahresüberschuss 2.377,8 14,5 1.395,4 10,6
Summe Eigenkapital 4.707,9 28,8 2.730,1 20,8
B. Fremdkapital
Rückstellung für Pensionsverpflichtungen 6.832,9 41,7 7.268,9 55,3
Steuerrückstellungen 1.163,0 7,1 543,8 4,1
Sonstige Rückstellungen 737,7 4,5 1.069,6 8,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000,0 12,2 0,0 0,0
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 582,3 3,6 1.018,0 7,7
Verbindlichkeiten aus Steuern 284,6 1,7 490,3 3,7
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 65,7 0,4 29,6 0,2
Summe Fremdkapital 11.666,2 71,2 10.420,2 79,2
Gesamtkapital (Bilanzsumme) 16.374,1 100,0 13.150,04 100,0

Das Eigenkapital erhöhte sich von T€ 2.730,1 in 2022 durch das Jahresergebnis von T€ 2.377,8 weiter auf jetzt T€ 4.707,9. Im Berichtsjahr erfolgte eine Vorabausschüttung in Höhe von T€ 400.

Aufgrund der positiven Zahlen aus der Liquiditätsplanung ist für das Unternehmen das finanzielle Risiko in 2024 als gering einzuschätzen. Für die Finanzierung über den Erwerb der OPTRO GmbH wurde ein Darlehen in Höhe von T€ 2.000,0 aufgenommen. Die Restsumme des Kaufpreises von T€ 633,0 wurde aus der Liquidität gezahlt. Das Darlehen wurde nicht besichert. Eine Inanspruchnahme der bestehenden Kontokorrentlinie ist in 2024 nur vereinzelt zur Abdeckung von Verschiebungen beim Zahlungseingang geplant.

Die Liquidität im abgelaufenen Berichtsjahr war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Eine geringfügige Inanspruchnahme der vorhandenen Kontokorrentlinie, in Höhe von bis zu T€ 1.000, erfolgte nur temporär in 5 (VJ 11) von 52 Wochen des Jahres 2023.

Die Rückstellungen für Pensions- und Sterbegeldverpflichtungen (Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB) betragen T€ 6.811,2 für Pensionen und T€ 21,8 für Sterbegeld.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten T€ 126,8 Rückstellungen für Gewährleistung, T€ 472,0 für Personalrückstellungen sowie T€ 27,0 Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

2.3. Darstellung der Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:

2023 2022
T€ % T€ %
Umsatzerlöse 23.382,2 91,0 21.129,3 94,1
Sonstige betriebliche Erträge 715,3 3,0 1.313,8 5,9
Gesamtleistung 24.097,5 100,0 22.443,1 100,0
Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen -7.719,6 -32,0 -7.742,6 -34,5
Personalaufwand -9.638,1 -40,0 -9.207,2 -41,0
Abschreibungen -169,3 -0,7 -139,1 -0,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.083,0 -12,8 -3.347,6 -14,9
Betriebsergebnis 3.487,5 14,5 2.006,6 8,9
Finanzergebnis -72,5 -0,3 -190,2 -0,8
Betriebliche Steuern -7,7 0,0 -7,3 0,0
Steuern vom Einkommen u. Ertrag -1.029,5 -4,3 -413,6 -1,8
Jahresüberschuss 2.377,8 9,9 1.395,4 6,2

Der Jahresüberschuss in 2023 hat sich gegenüber 2022 um T€ 982,4 erhöht. Ursächlich hierfür war die deutlich gestiegene Gesamtleistung von T€ + 1.654,4 gegenüber dem Vorjahr. Der Materialeinsatz (Materialaufwand zzgl. Bestandsveränderungen) entspricht dem Niveau vom Vorjahr, da in 2022 durch Verzögerungen bei der Abnahme von Bauleistungen ein größerer Bestandsaufbau erfolgte. Diese Vorleistungen konnten in 2023 teilweise abgerechnet werden. Dadurch hat der Rohgewinn im Berichtsjahr eine Höhe von T€ 16.377,8 (VJ T€ 14.700,5).

Die Personalkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 430,9 erhöht, da es im April 2023 eine Gehaltssteigerung von 4,4 Prozent gab. Zusätzlich wurde eine IAP (Inflationsausgleichsabgabe) im Berichtsjahr gezahlt. Personalabgänge durch die natürliche Fluktuation wie Rente und ATZ konnten im Berichtsjahr nachbesetzt werden.

Die wesentlichen Posten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit T€ 420,5 Fremdleistungen zur Unterstützung der Entwicklung, des Vertriebes und der EDV (VJ 459,6 T€) sowie mit 789,8 T€ Raummieten, Fuhrpark-, Prüf-, Zulassungs- und Zertifizierungskosten (VJ 790,9 T€). Darüber hinaus sind für die Führung, Steuerung und die allgemeine Verwaltung des Unternehmens 1.110,3 T€ (VJ 1.007,9 T€) angefallen. Hiervon entfallen T€ 141,5 auf Rechts- und Beratungskosten und T€ 60,0 auf Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten.

3. Prognose

3.1. Prognosebericht zum wirtschaftlichen Umfeld

Die Rahmenbedingungen für die Weltwirtschaft bleiben auch im Jahr 2024 herausfordernd. Besonders die Unsicherheiten durch den Ukrainekrieg und die damit verbundenen Sanktionen gegenüber Russland führten zu Umsatzrückgängen beim Exportgeschäft. Weiterhin belasten die Probleme der Deutschen Wirtschaft den Geschäftsbereich der Funktel GmbH mit Industriekunden. Auch das hohe Zinsniveau und die Inflation haben einen negativen Einfluss auf die Konjunktur. Daher bleiben Prognosen über den weiteren Konjunkturverlauf nach wie vor schwierig.

Den für das Unternehmen maßgeblichen Markt für Sicherheitssysteme und Applikationen für kritische Umgebungen sehen wir langfristig weiterhin wachsend. Das Sicherheitsbedürfnis ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Insbesondere die Betreiber großer öffentlicher Areale und Gebäude sowie die Energieversorger investieren aktiv in Sicherheitssysteme. Insgesamt erwarten wir im Bereich des Liefergeschäftes ein organisches Wachstum und durch die steigende Nachfrage im globalen Sicherheitsmarkt und insbesondere im Bereich BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) zusätzliche Umsatzsteigerungen in 2024 und Folgejahren.

Im ersten Halbjahr 2022 wurde mit der Implementierung einer neuen Unternehmenssoftware begonnen (proAlpha). Die Inbetriebnahme ist für das I. Quartal 2025 geplant. Diese Ersatz- und Neuanschaffung soll zukünftig alle Unternehmensbereiche auf einer Plattform vernetzen. Wir erwarten durch diese Investition in 2025 und Folgejahren Synergieeffekte in den betrieblichen Abläufen und eine Verbesserung der Transparenz für die Unternehmenssteuerung.

3.2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die kontinuierliche Entwicklung neuer Sicherheits-Apps, der Java-basierenden Softwareplattform für sicherheitsrelevante Applikationen und der eigenen robusten professionellen Funkgeräte in den gängigen Funkstandards (WiFi, Bluetooth, DECT, GSM, 5G, TETRA, NF) ist ein wichtiges Element einer Positionsabgrenzung zur Erhöhung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Auf der Basis heutiger Alleinstellungsmerkmale wird die auf die Zielmärkte zugeschnittene Entwicklung von Spezialapplikationen weiter ausgebaut. Zukünftige zusätzliche Umsätze und Wertschöpfung soll durch den Ausbau der Marktanteile im Bereich explosionsgeschützter Funkgeräte und den Ausbau des Geschäftes mit Industriekunden generiert werden.

Im Projekt- und Liefergeschäft aus dem Bereich DACH lag der Auftragseingang in 2023 deutlich über dem Vorjahr (T€ + 1.084). Für 2024 rechnen wir in diesem Vertriebssegment mit einem leichten Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Trotz der geringen Rückwärtsbewegung liegt der geplante Auftragseingang für 2024 im Durchschnitt der starken Jahre 2020 - 2023.

Das Eigenkapital konnte 2023 durch den Jahresüberschuss deutlich erhöht werden. Durch die Planung 2024 wird eine weitere Steigerung des Eigenkapitals in Höhe von ca. 30 Prozent für 2024 prognostiziert.

Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine Umsatzsteigerung von ca. 4,5 Prozent. Nennenswerte Umsatzausfälle in 2024 gegenüber unserer Planung gab es bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein positives Jahresergebnis unter dem hohen Niveau des Berichtjahres. Für das Jahresergebnis 2024 wird eine Quote von etwa 6,5 Prozent an der Gesamtleistung (Berichtsjahr 9,5 Prozent) angestrebt. Basis für die Umsatz- und Ergebnisprognose 2024 ist der vorhandene hohe Auftragsbestand zum 31.12.2023, der anhaltend hohe Auftragseingang im Projektgeschäft aus den ersten 6 Monaten 2024 und der weitere Ausbau unserer Vertriebsstrukturen im Liefergeschäft.

Hauptziel für die nächsten beiden Jahre ist es, wie bereits in den Jahren 2022 und 2023, die starke Marktstellung im deutschen Projekt- und Liefergeschäft auf naheliegende Anrainerstaaten, wie die Niederlande, Schweden, Österreich und die Schweiz, zu übertragen und so den Umsatz weiter zu steigern. Mit dem Aufbau des Geschäftes mit Industriekunden soll darüber hinaus die Basis für zukünftige Geschäftserfolge gelegt werden.

Auf Grund der Erkenntnisse aus den laufend aktualisierten Geschäfts- und Finanzplänen wird die Funktel GmbH in 2024 ohne eine weitere unterjährige Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten auskommen.

4. Risiken und Chancen

Die Entwicklung der Funktel GmbH ist im wesentlichen Maße von der erfolgreichen Vermarktung der Sicherheitsapplikationen (professionelle Apps), der Softwareplattform für diese sicherheitsrelevanten Applikationen "Nucleus" und den robusten professionellen Endgeräten in den gängigen Funkstandards abhängig. Spezielle Weiterentwicklungen mit integrierter Sensorik (Security) und die Einführung des cloudbasierten DECT Systems für Netzbetreiber sowie neue explosionssichere Geräte für die Industrie sind für die wirtschaftliche Entwicklung maßgeblich.

Im Bereich der Entwicklung wurden in den letzten Jahren bereits mehrere Kooperationen vertraglich vereinbart. Weitere sollen in 2024 zu den genannten Entwicklungsprojekten folgen. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert.

Die Funktel GmbH ist weiterhin bestrebt, für die Folgejahre zusätzliche Partnerschaften im Bereich Vertrieb und Entwicklung einzugehen, um ein stetiges Wachstum des Unternehmens zu erreichen. Hierzu werden ständig Gespräche geführt.

Die neuen Technologien (5G Mobilfunk, Industrie 4.0) sind Chancen, bergen aber auch Risiken. Zunehmende Wettbewerbsintensität durch diese neuen Technologien erfordert eine angemessene Reaktion. Dies beinhaltet kürzere Entwicklungszeiten, um auf Marktanforderungen schneller reagieren zu können.

Um die Zielsetzungen des Unternehmens zu überprüfen und zu steuern, werden im Rahmen des Risikomanagements monatliche Reporting-Unterlagen aus allen Unternehmensbereichen erstellt. Das Managementteam trifft sich monatlich, um auf Grundlage dieser Reporting- Unterlagen, die aktuellen Themen zu besprechen und notwendige Maßnahmen einzuleiten. Eine wöchentliche Liquiditätsplanung und ein Forderungsmanagement unterstützen das Risikomanagement. Darüber hinaus wird die "Product Roadmap" halbjährlich überprüft und ggf. angepasst.

Durch unsere Neuentwicklungen sehen wir gerade im Projektgeschäft in zusätzlichen Marktsegmenten wie Industrie, Krankenhäuser, forensische Psychiatrien, Netzbetreiber und BOS gute Chancen, das bestehende Geschäft weiter auszubauen. Im Bereich der Justizvollzugsanstalten besteht auch für die kommenden Jahre eine weiterhin stabile Auftragsbasis, wie es der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 und der derzeitige Auftragseingang und -bestand für 2024 zeigt.

Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die Probleme der deutschen Industrie sowie die Kostensteigerung bei Energie und Zukaufteilen führten 2022 und 2023 zu keinem nennenswerten Umsatzrückgang.

Liquiditätsrisiken, Bewertungs- und/oder Fremdwährungsrisiken sowie bestandsgefährdende Risiken sind für 2024 aus heutiger Sicht nicht ersichtlich. Nachhaltige negative konjunkturelle Einflüsse durch den Ukrainekrieg werden, insbesondere durch die steigenden Investitionen in die Sicherheit in Deutschland und in den europäischen Nachbarländern, nicht erwartet.

Risiken bestehen weiterhin durch das hohe Preis- und Zinsniveau, sowie durch den Fachkräftemangel.

 

Salzgitter, den 16. August 2024

gez. Rogier Minderhout, Geschäftsführer

gez. Toralf Hennicke, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Funktel GmbH, Salzgitter

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Funktel GmbH, Salzgitter, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Funktel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen An-forderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 19. August 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Hendrik Jung, Wirtschaftsprüfer

gez. Regine Hoffmann, Wirtschaftsprüferin

HRB 205651

Feststellung des Jahresabschlusses

Mit Gesellschafterversammlung vom 4. September 2024 erfolgte die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023.

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