Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudio Giorgio Dr. Cupelli seit 16.1.2025 | Geschäftsführer |
Benjamin Bender seit 7.1.2019 | Prokura |
Alexander Rothaug seit 7.1.2019 | Prokura |
Thomas Frank Dr. Schindler seit 1.8.2018 | Geschäftsführer |
Stefan Marc Hans Walther Schicke seit 14.7.2016 | Geschäftsführer |
Birger Thimo Stächele seit 16.1.2015 | Prokura |
Michael Gürtner seit 21.1.2013 | Prokura |
Bianca Federer seit 19.1.2012 | Prokura |
Jörg Michael Rudolph seit 15.1.2010 | Prokura |
Ingolf Alois Asberger seit 15.1.2010 | Prokura |
Frank Ralf Sommerhalter seit 12.4.2006 | Prokura |
Bernhard Herbert Scherrer seit 12.4.2006 | Prokura |
Dirk Jennewein seit 12.4.2006 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Neoperl Group AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NEOPERL GmbHMüllheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang zum Jahresabschluss 2023I. Allgemeine Angaben Die NEOPERL GmbH hat ihren Sitz in 79379 Müllheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (Handelsregisternummer: HRB: 300355). Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches. Ergänzend zu diesen Bestimmungen waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu den historischen Anschaffungsbzw. Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Verwendung von Maschinen und Betriebsmittel im Mehrschichtbetrieb wird bei der Festlegung der Nutzungsdauer entsprechend mindernd berücksichtigt. Seit 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu Euro 800 direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzanlagen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei nicht gängigen Beständen wurden in ausreichendem Umfang Abschläge vorgenommen. Bei der Bestimmung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird von der Vereinfachungsregel des § 240 Abs. 4 HGB (Bewertung zum gleitenden Durchschnitt) Gebrauch gemacht. Die Bemessung der Herstellungskosten erfolgt gemäß § 255 Abs. 2 HGB. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen. Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Forderungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. Latente Steuern Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird gemäß § 274 Abs. Satz 2 HGB auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,83% auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem PUC-Verfahren durchgeführt. Die Rentenanpassungen sind - je nach Zusage - mit 1% bis 2% eingerechnet. Als biometrische Grundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck, Köln, verwendet. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 25 (Vj TEUR 116). Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Dabei wurden grundsätzlich alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um solche aus Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 2.153 TEuro (Vj TEuro 1.760) Forderungen gegen Gesellschafter enthalten. Latente Steuern Aufgrund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wird zum 31. Dezember 2023 kein Bilanzposten angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Sie wurden nach BilMoG-Bestimmungen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich dabei um Rückdeckungsversicherungen.
Die aus der Rückdeckungsversicherung resultierenden Erträge sowie die Verrechnung mit den Zinsaufwendungen der korrespondierenden Erfüllungsbeträge der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Rückstellungen Innerhalb der sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen über Versicherungsverträge abgedeckt, die die Voraussetzungen für Deckungsvermögen erfüllen. Im Geschäftsjahr wurde deshalb saldiert.
Zinsaufwendungen der Erfüllungsbeträge der Rückstellungen für bestehende Altersteilzeitarbeitsverhältnisse setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für den Bereich Personal und Vertrieb sowie für ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sowie die Besicherung der Verbindlichkeiten zeigt nachfolgende Übersicht:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEuro 2.720 (Vj TEuro 3.848) durch Grundschulden gesichert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um solche aus Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von 742 TEuro (Vj TEuro 972) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst und gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEuro 4.267 (Vj TEuro 600) enthalten. Darin sind TEuro 489 (Vj TEuro 175) Erträge aus Auflösung von Rückstellungen, TEuro 3.634 (Vj TEuro 298) Buchgewinne sowie TEuro 115 (Vj 102) Forschungszulagen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit Brandschäden in Höhe 732 TEuro (Vj TEuro 1.320) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 571 (Vj TEuro 375) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Geschäftsjahr periodenfremde Aufwendungen von TEuro 326 aus Buchverlusten (Vj TEuro 29). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen aus der Beseitigung von Brandschäden in Höhe von TEuro 674 (Vj TEuro 1.320) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält einen Betrag in Höhe von TEuro 97 (Vj TEuro 82) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. V. Sonstige Angaben Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Neoperl Group AG (ehem. Neoperl Holding AG), Reinach, Schweiz, einbezogen. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Es bestehen Verbindlichkeiten aus gesamtschuldnerischer Mithaft in Höhe von TEuro 1.274 (Vj TEuro 3.135) zugunsten eines verbundenen Unternehmens. Mit einer Inanspruchnahme aus dieser Schuldübernahme ist aufgrund der soliden finanziellen Situation des verbundenen Unternehmens nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: Fest abgeschlossene Miet- und Leasingverträge mit einem während der Laufzeit voraussichtlichen Gesamtaufwand von TEuro 752 (Vj TEuro 757). Diese Verträge ermöglichen einen kontinuierlichen Mittelabfluss über die Nutzungsdauer sowie einen stets aktuellen Stand der Technik.
Das Bestellobligo bezüglich Sachanlageinvestitionen beträgt TEuro 1.923 (Vj TEuro 3.592). Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt (Berechnung gem. § 267 Abs. 5):
Außerdem wurden durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt. Abschlussprüferhonorar (§ 285 Nr. 17 HGB) Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrifft Abschlussprüfungsleistungen und beträgt TEuro 60. Ergebnisverwendung Gem. § 285 Nr. 34 HGB n.F. schlägt die Geschäftsführung vor, das Ergebnis von TEuro 46.864 (Jahresfehlbetrag in Höhe von TEuro 3.345 zuzüglich Gewinnvortrag von TEuro 50.209) auf neue Rechnung vorzutragen. Angabe über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Dr. Thomas Schindler und Stefan Schicke (jeweils Gesamt-Geschäftsführer).
Müllheim, 11. April 2024 NEOPERL GmbH Dr. Thomas Schindler Stefan Schicke Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
F. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, die diesem Bericht in Anlage beiliegen, haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NEOPERL GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NEOPERL GmbH, Müllheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NEOPERL GmbH, Müllheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." G. SCHLUSSBEMERKUNG Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der NEOPERL GmbH, Müllheim, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).
Müllheim, 26. April 2024 Regio
Audit GmbH
Dr. Schwarzkopf, Wirtschaftsprüfer Schmelzle, Wirtschaftsprüfer Feststellung Der Jahresabschluss 2023 wurde am 14.08.2024 festgestellt. Amtsgericht Freiburg i.Br., Registergericht HRB 300355Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die NEOPERL GmbH bietet innovative Lösungen rund um das Thema Trinkwasser. NEOPERL GmbH Produkte formen den Wasserstrahl, regeln die Durchflussmenge, schützen das Wasser vor Verunreinigungen und dienen zum Anschluss von Sanitärarmaturen und anderen. Trinkwasser führenden Geräten. Das Produktsortiment umfasst heute Strahlregler, Mengenregler, Rückflussverhinderer, Umsteller, Küchenbrausen, Anschluss- und Brauseschläuche, Auslaufrohre und diverses Zubehör. Die NEOPERL GmbH entwickelt und produziert diese Produkte und vermarktet sie direkt oder über das globale Vertriebsnetz der NEOPERL Holding AG (Reinach/Schweiz). Abnehmer sind vorwiegend Kunden aus der Sanitärarmaturenindustrie und technische OEM-Kunden. 2. Forschung und Entwicklung Einem Team aus hochqualifizierten Mitarbeitern im Bereich Forschung und Entwicklung stehen heute moderne Einrichtungen für die Entwicklung und den Musterbau sowie für die Geräusch-, Durchfluss-, Druck-, Sonder- und Dauerprüfungen zur Verfügung. Die NEOPERL GmbH hat sich durch ihre Innovationskraft eine hervorragende technologische Positionierung gegenüber den Mitbewerbern erarbeitet. Ziel ist es, diese ständig auszubauen, um die vorhandene Marktstellung nachhaltig zu festigen. Vor diesem Hintergrund ist die intensive und kontinuierliche Arbeit an neuen wegweisenden Produkten wesentlich für die Weiterentwicklung der NEOPERL GmbH. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. Die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 leicht zurück (- 0,1 %). Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen recht unterschiedlich. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Neben der Abschaltung der drei letzten deutschen Atomkraftwerke zum 15. April 2023 sank auch die Energieproduktion aus Braun- und Steinkohle. Dagegen wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Zudem wurde vermehrt Strom im Ausland eingekauft. Die bisher vorliegenden Außenhandelsdaten zeigen einen Anstieg der preisbereinigten Stromimporte im zweistelligen Prozentbereich bei gleichzeitig niedrigeren Stromexporten. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenn gleich deutlich weniger, im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 wurde maßgeblich durch die fortwährende globale wirtschaftliche Unsicherheit und politische Spannungen geprägt, die bereits in den Vorjahren begonnen hatten. Die angespannten wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen führten auch im Jahr 2023 zu einem deutlichen Nachfragerückgang bei unseren Kunden innerhalb der NEOPERL Gruppe. Diesen Nachfragerückgang spürte die NEOPERL GmbH nicht nur direkt bei ihren Kunden, sondern auch im ganzen IC-Geschäft. Er beeinflusste die Umsätze, das EBITDA und das EBIT, da kurzfristig schwer abbaubare Fixkosten im operativen Bereich zu bewältigen waren. Deshalb entschied sich die NEOPERL-Gruppe im Jahr 2023 für die Verlagerung auch der noch verbliebenen Schlauchproduktion von Deutschland nach Bulgarien. Diese strategische Maßnahme sollte die Produktion effizienter gestalten und gleichzeitig die Möglichkeit schaffen, flexibler auf die globale Marktnachfrage zu reagieren. Mit dieser Entscheidung konnten auch die Lagerbestände angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2023 setzten sich die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit und politische Spannungen fort. Zusätzlich zu den bestehenden Herausforderungen beeinflussten der Konflikt in der Ukraine und der anhaltende Nahostkonflikt die globalen Rahmenbedingungen. Die NEOPERL GmbH arbeitet daran, sich den neuen Herausforderungen anzupassen und eine nachhaltige und stabile Geschäftsentwicklung zu gewährleisten, insbesondere vor dem Hintergrund der strategischen Schlauchverlagerung nach Bulgarien. Das Geschäftsjahr konnte mit einem Jahresumsatz in Höhe von 115,8 Mio. Euro abgeschlossen werden (Vorjahr 120,6 Mio. Euro). Oben dargestellte Effekte sind für den Rückgang des Umsatzes um 4,8 Mio. Euro bzw. 4,0% verantwortlich. Die Verteilung der Umsätze entspricht in etwa der des Vorjahres, sodass mit IC-Gesellschaften rund 2/3 und im Drittkundengeschäft rund 1/3 erzielt werden konnte. Der Exportanteil vor Erlösschmälerungen beträgt 77,4% (Vorjahr 78,4%), der Inlandsanteil entsprechend 22,6% (Vorjahr 21,6%). Auch im Jahre 2023 wurden durch die NEOPERL GmbH wichtige neue Schutzrechte angemeldet. Verstöße gegen das geistige Eigentum der NEOPERL GmbH werden konsequent verfolgt. Investitionen der NEOPERL GmbH flossen v.a. in technische Anlagen und Maschinen als auch in Werkzeuge und Formen zur Rationalisierung und Erweiterung bestehender Fertigungsprozesse als auch bestehender und neue Produktlinien. 3. Lage a) Ertragslage Die Gesamtleistung betrug 115,0 Mio. Euro (Vorjahr 120,0 Mio. Euro) und lag damit absolut 5,0 Mio. Euro, relativ mit 4,2% unter dem Vorjahr. Die Hauptursache des Rückganges ist im Abschnitt 2. "Geschäftsverlauf" erläutert worden. Die Umsatzerlöse im engeren Sinne vor Erlösschmälerungen betragen in 2023 106,4 Mio. Euro (Vorjahr 114,3 Mio. Euro). Daneben sind insbesondere Weiterberechnungen an Unternehmen der NEOPERL Gruppe von 9,7 Mio. Euro (Vorjahr 7,2 Mio. Euro) enthalten. Mit 9,6 Mio. Euro (Vorjahr 6,8 Mio. Euro) liegen die sonstigen betrieblichen Erträge höher als im Vorjahr. Die Erhöhung ist insbesondere auf Mehrerlöse aus Anlagenverkäufen zurückzuführen. Der Wareneinsatz betrug 55,9 Mio. Euro (Vorjahr 59,2 Mio. Euro) und damit 48,6% (Vorjahr 49,3%) der Gesamtleistung. Des Weiteren bewegen sich auch die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren, prozentual betrachtet zur Gesamtleistung, mit rund 46,0% auf einem etwas niedrigeren Niveau als im Geschäftsjahr 2022. Somit konnte die Materialaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert werden. Grund hierfür ist zum einen der etwas höhere Anteil an Umsätzen aus Weiterberechnungen mit geringerem Wareneinsatz und zum anderen insbesondere die Entscheidung im 2. Halbjahr, die restliche Schlauchproduktion nach Bulgarien zu verlagern, welche sich hier in den letzten beiden Monaten positiv auswirkte. Der Anteil der Personalkosten an der Gesamtleistung konnte mit 35,4% (Vorjahr 35,4%) auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Abschreibungen sind mit 6,3 Mio. Euro (Vorjahr 6,8 Mio. Euro) um 6,5% gesunken, was vor allem aus den Reduktionen der Produktionsanlagen als auch aus Minderabschreibungen geringwertiger Wirtschaftsgüter resultiert. Ihr Anteil an der Gesamtleistung betrug 5,5% (Vorjahr 5,6%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 25,0 Mio. Euro (Vorjahr 23,8 Mio. Euro). Konnten die Aufwendungen für Vertriebsprovisionen, Werbekosten sowie die Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen gesenkt werden, so sind Steigerungen insbesondere bei Beratungskosten sowie Kosten der NEOPERL Gruppe ersichtlich. Der Saldo aus Wechselkursgewinnen und -verlusten ist mit 0,4 Mio. Euro negativ und wurde hauptsächlich durch die aktuelle Kursentwicklung des EUR und USD beeinflusst. Die Zinsaufwendungen haben sich insbesondere aufgrund des höheren Zinsniveaus von 0,2 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro erhöht. Die NEOPERL GmbH schloss das Jahr 2023 mit einem negativen Ergebnis vor Steuern und nach Zinsaufwendungen und -erträgen (EBT) in Höhe von -3,2 Mio. Euro (Vorjahr -5,2 Mio. Euro) ab. Dieses Ergebnis entspricht -2,8% (Vorjahr -4,7%) der Gesamtleistung. Das EBIT beträgt im Geschäftsjahr -3,2 Mio. Euro (Vorjahr -5,2 Mio. Euro), das EBITDA 3,1 Mio. Euro (Vorjahr 1,6 Mio. Euro). Trotz des herausfordernden Geschäftsjahres 2023 infolge der oben erwähnten Entwicklung und Faktoren konnten diese Kennzahlen stärker als prognostiziert verbessert werden. Es sei jedoch angemerkt, dass dies vorwiegend durch die Buchgewinne aus der Verlagerung der Schlauchfertigung verursachte wurde. Entgegen unserer Prognose konnten die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres nicht ganz auf dem Vorjahresniveau gehalten werden, was insbesondere auf die restliche Verlagerung der Schlauchproduktion nach Bulgarien zurückzuführen ist. Die stetige Optimierung des ERP-Systems, der hohe Standard unserer IT-Infrastruktur in der NEOPERL Gruppe, die am Standort vorhandene Innovationskraft sowie der kontinuierliche Ausbau und die Aktualisierung der Infrastruktur des Standortes ermöglicht es, weiterhin effektiv und effizient arbeiten zu können, was sich dienlich für die mittelfristige Ergebnisentwicklung auswirken wird. Des Weiteren wird sich auch die strategische Entscheidung, das Schlauchgeschäft nach Bulgarien zu verlagern, die NEOPERL GmbH nachhaltig stärken. Mit der geplanten Schließung der Galvanik in 2024 wurden Maßnahmen eingeleitet, die besonders im Bereich der Oberflächenveredelung für den seitens der EU geforderten nachhaltigen Beitrag für die Ressourcen- und Umweltschonung wirken sollen. Damit kann sich die NEOPERL GmbH in Zukunft wieder verstärkt auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. b) Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme der NEOPERL GmbH beträgt per 31.12.2023 80,0 Mio. Euro (Vorjahr 84,2 Mio. Euro). Im Wesentlichen resultiert diese Reduktion aktivisch aus dem Verkauf von Anlagevermögen und der Reduktion der Vorräte. Passivisch zeigt sich vor allem bei den Verbindlichkeiten gegenüber IC, bei den Rückstellungen als auch im Eigenkapital eine Reduzierung. Das Anlagevermögen summiert sich auf 26,9 Mio. Euro (Vorjahr 30,1 Mio. Euro). Die Reduzierung um 12,0% im Jahr 2023 ist im Wesentlichen auf den Verkauf von Maschinen im Bereich der Schlauchfertigung zurückzuführen. Das Umlaufvermögen reduzierte sich auf 52,6 Mio. Euro (Vorjahr 53,7 Mio. Euro) und somit um 2,1%. Im Wesentlichen resultiert diese Reduktion aus der Verminderung der Vorräte. Gegenläufig sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen deutlich gestiegen. Per 31.12.2023 weist die NEOPERL GmbH ein Eigenkapital in Höhe von 51,9 Mio. Euro (Vorjahr 55,2 Mio. Euro) aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 64,8% (Vorjahr 65,6%) und gewährleistet jederzeit die vertragsgerechte Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen und den Aufbau und die Pflege marktgerechter Finanzierungsstrukturen. Die Rückstellungen werden mit 8,6 Mio. Euro (Vorjahr 9,8 Mio. Euro) um insgesamt 1,2 Mio. Euro (12,0%) gegenüber Vorjahr niedriger ausgewiesen. Ursächlich für die Reduktion sind niedrigere Rückstellungen für Kundenboni und den Personalbereich. Die Verbindlichkeiten erhöhen sich auf 19,5 Mio. Euro (Vorjahr 19,2 Mio. Euro). Die Erhöhung beträgt hier im Wirtschaftsjahr absolut 0,3 Mio. Euro oder 1,6% gegenüber Vorjahr. Im Wesentlichen resultiert diese Veränderung aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 0,8 Mio. Euro sowie gegenüber Dritten um 0,4 Mio. Euro. Der Wert, der für das Geschäftsjahr 2024 geplanten Investitionen beläuft sich auf 7,9 Mio. Euro, welche überwiegend in der Produktion, dem produktionsnahen Bereich Industrial Engineering sowie der Forschung und Entwicklung getätigt werden sollen. Die geplanten Investitionen werden sowohl eigen- als auch fremdfinanziert. Die Fremdfinanzierung größtenteils durch die Ausnutzung bestehender und nicht ausgeschöpfter Kreditlinien sowie Neufinanzierungen, sofern notwendig. Die NEOPERL Gruppe als auch die NEOPERL GmbH wird weiterhin durch gezielte Investitionen und innovativer Forschung Ihre Zielsetzungen konsequent verfolgen, so dass kurz- bis mittelfristig von einer nachhaltig guten wirtschaftlichen Entwicklung ausgegangen werden kann. c) Finanzielle und sonstige Leistungsindikatoren Wichtige Prozesse im Unternehmen werden zielorientiert geführt und kontrolliert. Zur effizienten Kontrolle der Prozesse und der damit verbundenen Leistungsindikatoren wurde ein Kontrollsystem, die KPI-Landkarte, eingerichtet, das allen Führungskräften und der Geschäftsführung zur Verfügung steht. Durch dieses Kontrollinstrument wird effizient der Grad der Zielerreichung dargestellt. Mit Hilfe der KPI-Landkarte werden kurzfristig bei negativen Abweichungen Gegenmaßnahmen eingeleitet. Hinsichtlich der Ursachen der Veränderung der finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EBITDA verweisen wir auf die Erläuterung der Ertragslage unter Abschnitt II. 3.a). III. Prognosebericht Deutsche Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage nicht mehr ganz so pessimistisch. Die Stimmung bei den Unternehmern in Deutschland hat sich zu Jahresbeginn aufgehellt. Das zeigt eine Befragung des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) unter rund 9.000 Unternehmen für den sogenannten Ifo-Geschäftsklimaindex. Die Betriebe werden dabei zu ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie ihren Erwartungen an künftige Geschäfte befragt. Der Index stieg im Februar 2024 im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 85,5 Zähler. Der Anstieg wurde erwartet: Analysten hatten dies auf etwas weniger pessimistische Erwartungen zurückgeführt und auf die Stabilisierung der Konjunktur auf niedrigem Niveau. Das Institut hat die negative Entwicklung nahezu in allen Branchen festgestellt. Im Handel fiel der Index auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2022. Die Erwartungen verschlechterten sich ebenfalls, sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel. Auch im Baugewerbe und im Dienstleistungssektor trübte sich das Geschäftsklima ein. Nur in der Industrie verbesserte sich die Stimmung im Vergleich zum Vormonat. Die Unternehmen waren etwas zufriedener mit ihren laufenden Geschäften und auch die Erwartungen für die kommenden Monate verbesserten sich leicht, blieben aber pessimistisch. Der Auftragsbestand ist den Angaben zufolge allerdings weiter rückläufig. In der Vermögens- und Finanzlage erwartet die NEOPERL GmbH für das folgende Geschäftsjahr unter den genannten Faktoren ebenfalls ein herausforderndes Wirtschaftsjahr. Gleichzeitig erwarten wir eine Erstarkung des asiatischen resp. chinesischen Absatzmarktes, was sich bei der NEOPERL GmbH, als Zulieferer für asiatische Schwestergesellschaften, auf mittlere bis längerer Frist positiv auf die Umsatzentwicklung im Intercompany-Geschäft auswirkt. Zusätzlich sehen wir beim Retail,- und Baumarktgeschäft der NEOPERL Gruppe in den ersten Monaten stabile/steigende Umsatzentwicklungen, in deren Folge wir insgesamt auch eine deutliche Erholung des OEM-Geschäfts erwarten. Die Vorbereitungen zur Serienreife der im Rahmen der auf der internationalen Sanitär und Heizungsmesse (ISH) 2023 vorgestellten Produkte werden in 2024 ihren Abschluss finden und für 2025 nachhaltig Umsätze bringen. Eingeleitete Maßnahmen zur Einsparung von Kosten, eine stringent überwachte Investitionspolitik am Standort sowie eine synergieorientierte Betrachtung von Funktionen innerhalb der NEOPERL Gruppe, werden auf den Ausgaben, - und Kostenseite zu gegenüber 2023 insgesamt zu reduzierten Aufwendungen führen. Auch der für das Jahr 2024 fehlende Umsatz aus dem Schlauchgeschäft, durch die Schlauchverlagerung nach Bulgarien, wird sich auf den ersten Blick negativ auf die Erlöse auswirken. Allerdings werden durch diesen Schritt auch Produkte mit einer schlechten und sehr schlechten Deckungsbeitrags-Marge wegfallen, was sich schlussendlich in der Gesamtbetrachtung positiv auf die Kennzahlen und das Jahresergebnis auswirken wird. Ein weiterer positiver Schritt ist die Erhöhung der Absatzpreise auf den 1. Januar 2024. Durch diese strategische Entscheidung lässt sich der nicht mehr vorhandene Schlauchumsatz teilweise kompensieren und Deckungsbeitrags-Margen erhöhen. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 vor diesem Hintergrund mit Umsatzerlösen von rund 100 Mio. Euro. Unter diesen oben erwähnten Voraussetzungen ist davon auszugehen, dass das EBT, das EBIT und das EBITDA 2024 mit einer spürbaren Verbesserung gegenüber 2023 ausfallen wird. Dieser Konsequenz folgend, wird sich das Jahresergebnis der NEOPERL GmbH im Bereich "leicht positiv" bewegen. Der Auftragsbestand zum 21.03.2024 beträgt 8,5 Mio. Euro. Er deckt die Fertigungskapazität von 4 bis 5 Arbeitswochen ab und untermauert die Budgetwerte der NEOPERL GmbH, bei kundenseitig immer kürzer werdenden Bestellrhythmen zu kleineren Bestelllosgrößen. Jedoch sind zum jetzigen Zeitpunkt die Auswirkungen der multiplen Krisenlagen auf das komplette Geschäftsjahr 2024 noch nicht vollends absehbar, weshalb die Prognose mit einer gewissen Unsicherheit verbunden ist. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Leistungsrisiken Im Wesentlichen sehen wir hier die Qualitätsrisiken, Produkthaftungsrisiken und Kapazitätsrisiken. Die Serienproduktion für die internationale Armaturenindustrie bedeutet, deren Anforderungen an höchste Prozesssicherheit und Produktqualität sowie Lieferzuverlässigkeit auch bei schwankenden Absatzzahlen über Jahre hinweg dauerhaft sicher erfüllen zu können. Leistungsausfälle und Qualitätsschwankungen führen nicht nur zu kurzfristigen monetären, sondern vor allem zu erheblichen Reputationsschäden und sind daher für NEOPERL GmbH mit der vorhandenen Etablierung in diesem Markt unter allen Umständen zu vermeiden. Durch das CAQ- System wird dieser Bereich im Umfeld der Digitalisierung der diversen Unternehmensbereiche bestmöglich unterstützt. Die kontinuierliche Verbesserung der Produktqualität und der Prozesssicherheit, das Qualitätsmanagementsystem der NEOPERL GmbH nach DIN ISO 9001:2015 zertifiziert sowie das NEOPERL GmbH Produktions-System (NPS) begrenzen diese Risiken. In den Kernbereichen sind vorausschauende und zukunftsweisende Investitionen getätigt worden, um eine stabile und ausreichende Produktionskapazität sicherstellen zu können. Produkthaftpflichtrisiken werden durch die laufende Erhöhung der Prozesssicherheit unter Einhaltung des Lean-Ansatzes und ein wirksames Qualitätsmanagement begrenzt. Darüber hinaus besteht eine weitreichende Produkthaftpflichtversicherung mit angemessenen Deckungssummen. Marktrisiken Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnet die NEOPERL GmbH durch ständige Effizienzsteigerung aller betrieblichen Prozesse. Eine progressive und innovative Modellpolitik stärkt die Positionierung der NEOPERL GmbH im Markt. In vielen Bereichen setzt die NEOPERL GmbH mit ihren Produktlinien Standards. Risiken aus dem möglichen Verlust eines wesentlichen Kunden werden zurzeit eher als gering eingestuft. Konjunkturelles Risiko Der jüngste Rohstoffpreisausblick der Weltbank deutet auf einen Rückgang der Rohstoffpreise in den nächsten zwei Jahren hin. Die Weltbank begründet ihren leicht rückläufigen Ausblick damit, dass trotz der zahlreichen Konflikte rund um den Globus - allen voran der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten - die meisten Rohstoffmärkte erstaunlich gelassen sind. Die Weltbank rechnet zwar nur mit minimalen Störungen der weltweiten Rohstoffmärkte - insbesondere des Ölmarktes -, warnt aber davor, dass im Falle einer Eskalation der aktuellen Situation zwischen Israel und Gaza zu einem "ruckartigen Preissprung" kommen könnte. Dieser Annahme steht die Tatsache entgegen, dass eine kriegsbedingte Verlangsamung der Weltwirtschaft auch ein Abwärtsrisiko für Rohstoffe darstellen könnte. Die Aussichten für Rohstoffe im Jahr 2024 sind daher aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten uneinheitlich. Neben den Unsicherheiten im Bereich Rohstoffe nennt das "Institut der deutschen Wirtschaft" (IW), die Bundesregierung als größte Konjunkturbreme der Deutschen Wirtschaft. Die Wirtschaftsleistung dürfte demnach 2024 um bis zu einem halben Prozent im Minus liegen. Denn vor allem der Streit um den Bundeshaushalt sei katastrophal für die Wirtschaft. Viele Unternehmen würden ihre Investitionsentscheidungen erst einmal zurückstellen. Vor allem im Bau- sowie beim baunahen Sektor hätte dies negative Auswirkungen auf die NEOPERL GmbH, da weniger neue Immobilien gebaut würden. Doch nicht nur die Haushaltskrise, auch andere Entwicklungen bedrohen die aktuelle Konjunktur. So sei ein "zentrales Risiko" für die Weltwirtschaft und damit auch die deutsche Wirtschaft die geopolitische Lage. Ein Ende des Kriegs in der Ukraine etwa sei weiterhin nicht in Sicht, weshalb der Handel der deutschen Wirtschaft mit den Partner- und Transferländern Russlands «zusätzlichen Unwägbarkeiten» ausgesetzt sei, so die Wirtschaftsexperten. Auch die Inflation könnte eine Erholung der deutschen Wirtschaft verzögern. Die Teuerung ist zuletzt gesunken und dürfte sich im 2024 bei unter 3 Prozent einpendeln. Gleichwohl sorgen Zweitrundeneffekte über die Lohn- und die korrespondierende Kostenentwicklung der Unternehmen für eine teilweise Verankerung der Inflation. Das hat auch Folgen für die Arbeitnehmer im Land. Die Erwerbstätigkeit und das Arbeitsvolumen werden in Deutschland im kommenden Jahr schrumpfen, die Arbeitslosigkeit wird im Jahresdurchschnitt 2024 auf 6 Prozent ansteigen. Die Auswirkungen der oben genannten konjunkturellen Risiken und die daraus resultierende zurückhaltende Kaufhaltung der Kunden, können aktuell nicht hinreichend abgeschätzt und beziffert werden. Wir gehen aber davon aus, dass diese weiterhin einen negativen Einfluss auf die Umsatzerlöse der NEOPERL GmbH haben werden. Risiken durch Plagiate Zum Schutz der Produkt-/ Marken- und Verfahrensinnovationen meldet die NEOPERL GmbH entweder direkt oder über nahestehende Firmen entsprechende Schutzrechte national und international an. Verstöße gegen solche Rechte werden durch die NEOPERL GmbH bzw. durch Firmen innerhalb der NEOPERL Gruppe konsequent verfolgt. Debitorenrisiken Der kontinuierlichen Verbesserung des Prozesses der Debitorenüberwachung wird eine besondere Bedeutung beigemessen, wodurch bisher Zahlungsausfälle die Ausnahme waren. Liquiditätsrisiken Das operative Geschäft der Unternehmung ist durch die bestehende Finanzierungsstruktur mittel- und langfristig abgesichert, sodass wir Liquiditätsrisiken als gering einschätzen. Währungsrisiken Geschäfte, die in Fremdwährungen getätigt werden, unterliegen entsprechenden Währungsrisiken. Die Möglichkeit, Währungsrisiken durch einen "natürlichen Hedge" zu mildern, besteht kaum, da den Einzahlungen in Fremdwährungen nur geringe Auszahlungen in diesen Währungen gegenüberstehen. Gleichzeitig werden die Preise in den Verträgen bei bedeutenden Kundenbeziehungen an die Veränderung der Währungsrelationen gekoppelt. Beschaffungsrisiken Die Einkaufsabteilung spielt eine entscheidende Rolle bei der Risikosteuerung im Zusammenhang mit der Beschaffung und stellt die Stabilität und Widerstandsfähigkeit der Lieferkette sicher. Die Implementierung einer effektiven Risikomanagementstrategie hilft, Kosten zu reduzieren, die Produktqualität zu verbessern und den Geschäftsbetrieb kontinuierlich aufrechtzuerhalten. Es werden mehrere Key-Faktoren berücksichtigt, um die mit der Beschaffung verbundenen Risiken zu steuern:
Zusammenfassend ist das Beschaffungsrisikomanagement durch die Einkaufsabteilung entscheidend, um die Stabilität und Nachhaltigkeit der Geschäftsaktivitäten zu gewährleisten und gleichzeitig Kosten zu reduzieren, die Qualität zu verbessern und den Geschäftsbetrieb in einem schwankenden wirtschaftlichen Umfeld kontinuierlich aufrechtzuerhalten. IT- und Datenrisiken Die hohe Verfügbarkeit der IT ist heute selbstverständlich und wichtige Grundlage sämtlicher unternehmerischer Aktivitäten. In die Erweiterung des Sicherheitskonzeptes gegen Malwareangriffe wird permanent investiert. IT Security ist bei allen Entscheidungen und Modifikationen an System oberste Priorität. Daraus resultierende Maßnahmen zur Optimierung der Security und Verfügbarkeit werden zeitnah umgesetzt. Die Erfüllung der Anforderungen gemäß ISO 27001 wird angestrebt. Maßnahmen zur wirkungsvollen Umsetzung der EU-Datenschutzverordnung EU-DSGVO sind umgesetzt. Im Jahr 2023 fanden weitere Verbesserungen im global eingesetzten ERP-System statt. Die Prozesse laufen stabil und zeigen eine hohe Effektivität und Effizienz. Die einheitliche Systemlandschaft im Konzern trug im Jahre 2023 wesentlich dazu bei, weitere Effizienzsteigerungen heben zu können und Synergien auszunutzen. Ein im Jahr 2023 durchgeführtes SAP- IT-Audit ergab erneut, dass die Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit des Systems gegeben sind. Weiterhin wird die Digitalisierung als kritischer Faktor für den Unternehmenserfolg angesehen und wird mit hoher Priorität und Investitionsbereitschaft vorangetrieben. Umweltrisiken Es ist eine Umweltpolitik formuliert, Umweltziele werden mit Nachdruck verfolgt. Bei allen Prozessverbesserungen und auch den damit verbundenen Investitionen wird auf den schonenden Umgang natürlicher Ressourcen geachtet. Alle Mitarbeiter sind in diese Politik eingebunden. Bestätigt wird das umweltbewusste Verhalten des Unternehmens und die damit verbundene Minimierung von Umweltrisiken durch die erfolgreiche Zertifizierung nach ISO 14001:2015. Die permanente Verbesserung der Energieeffizienz ist Ziel des Unternehmens. Der Aufbau des systematischen Energiemanagements bei der NEOPERL GmbH ist nach der ISO 50001 ausgerichtet und unterliegt ebenfalls laufenden Zertifizierungen. Im Zuge der EU Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wurden im Jahr 2023 die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sowie fünf übergeordnete Handlungsfelder identifiziert, welche im nächsten Jahr mit konkreten weiteren Zielen und Maßnahmen hinterlegt werden. Die gruppenweit gültigen Handlungsfelder sind: die eigene Belegschaft und attraktive Arbeitgebermarke, Klimamanagement an den Standorten und in der Wertschöpfungskette, die Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette, Wasser- und Energiesparen durch Neoperl Produkte, Kommunikation und Sensibilisierung des Produktnutzens, optimierter Materialeinsatz bei der Produktentwicklung. Unfallrisiken Seit Jahren leistet der Arbeitssicherheitsausschuss einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung und laufenden Optimierung der Arbeitsplätze unter arbeitssicherheitstechnischen Belangen. Die Arbeitssicherheit mit dem Qualitätsmanagement und dem Umweltmanagement ist bei der NEOPERL GmbH zu einem integrierten Managementsystem zusammengeführt. Der Teil der Arbeitssicherheit ist nach OHSAS 18001 zertifiziert. 2. Chancenbericht Die gute Marktpositionierung der NEOPERL GmbH im In- und Ausland auf den Gebieten "Wasser formen, regeln, sichern" sind für die NEOPERL GmbH günstige Ausgangsfaktoren, die bisher erfolgreiche Geschäftsentwicklung langfristig fortzuführen. Durch innovative Produkte, welche unter anderem bedeutende Mengen an Wasser und Energie sparen als auch dem weiteren Sortiment sowie stetigen Investitionen dienen dazu, die Marge der NEOPERL GmbH langfristig zu festigen und zu steigern und somit sichere Arbeitsplätze in der Region zu gewährleisten. Aktuell werden den Bereichen "Sanitär OEM" sowie das "Wachstumsprojekt: Zone-Nord" die größten Wachstumschancen beigemessen. Insgesamt kann eine entgegen der Erwartung stärkere Exportwirtschaft einen positiven Beitrag für eine bessere wirtschaftliche Entwicklung leisten. Im Zuge der EU Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden wir bei diversen Ländern und Wirtschaftszweigen, die sich mit der Resource Wasser beschäftigten, nachhaltig unterstützende Impulse auf der vertrieblichen Seite erwarten können. Sanitär OEM Die Erweiterung unseres Portfolios in andere Funktionsbereiche bei Sanitärarmaturen, insbesondere mit Produkten wie "watertrain" und "FSG" (on/off Ventile), bietet zusätzliche Umsatzpotenziale. Die vordringliche Aufgabe besteht darin, bei neuen geplanten Armaturenlinien unserer Kunden präsent zu sein. Die Entwicklung von Umsätzen wird entlang der erfolgreichen Integration neuer Armatur-Projekte unserer Kunden erfolgen. Dies wird eher zu einer allmählichen, stetigen Umsatzausweitung führen anstelle eines plötzlichen Umsatzsprunges. Einige Großkunden haben Eigenentwicklungen, aber wir sind zuversichtlich, dass unsere Lösungen, die sicherlich sehr gut, ausgereift und robust sind, gegen diese antreten können. Wachstumsprojekt: Zone Nord (Nord-/Zentral- und Osteuropa) Die hohe Marktdurchdringung bei unseren Sanitärkunden erschwert zusätzliches Wachstum. Neue Strahlregler generieren keine zusätzlichen Umsätze und das Wachstum bei neuen Produkten/Konzepten wird erst mittelfristig erwartet. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, haben wir bereits Maßnahmen ergriffen, einschließlich der Einstellung eines Vertriebsingenieurs vor etwa 5 Jahren, der sich um technische Kunden kümmert. Die besondere Betreuung hat zu Umsatzsteigerungen bei bestehenden technischen Kunden geführt. Eine umfassende Wachstumsstrategie wurde mit dem Vertriebsteam im Frühjahr 2023 entwickelt, mit einer geplanten Umsetzung ab 2024. Die Stoßrichtung dieser Wachstumsstrategie zielt auf folgende Bereiche ab:
Konkrete Wachstumsinitiativen wurden für verschiedene Marktfelder festgelegt:
Die Optimierung logistischer Abläufe mit den Firmen der NEOPERL Gruppe, die Fortführung von Rationalisierungsinvestitionen, die zielorientierte Führung des Unternehmens und der Prozesse verbunden mit striktem Kostenmanagement in den Gemeinkostenbereichen sind dynamische Parameter, um die Ertragskraft des Unternehmens in den kommenden Jahren zu sichern. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung bestehen weiterhin durch Zunahme des unlauteren Wettbewerbs mit Plagiaten, durch unvorhersehbare Konjunktureinbrüche und (spekulativ getriebene) hohe Volatilitäten an den für die NEOPERL GmbH relevanten Rohstoff- und Währungsmärkten. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität sieht sich die NEOPERL GmbH für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für das Unternehmen ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die NEOPERL GmbH Währungskursrisiken ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden in Verträgen mit Kunden entsprechende Vereinbarungen zur Anpassung der Preise bei veränderten Währungsrelationen vorgesehen. V. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. VI. Erklärung zur Unternehmensführung Zielgrößen für den Frauenanteil in bestimmten Führungspositionen wurden nicht festgelegt. |
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