Close Brothers Factoring GmbH

Rheinstraße 4I, 55116 Mainz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 8472
Vorher
CLOSE FINANCE GMBH
Eingetragen
26.1.2004
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Factoring mit in Deutschland ansässigen Klienten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Carina Kessel
seit 17.9.2013
Prokura
Boris Cech
seit 15.4.2008
Prokura
Detlef Küßner
seit 15.2.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Close Brothers LimitedGBREigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Close Brothers Limited
United Kingdom
2.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Close Brothers Factoring GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2023 bis zum 31.07.2024

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Juli 2024 wurde von der Gesellschafterversammlung am 27. Januar 2025 festgestellt.

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.08.2023 bis 31.07.2024

1. Bilanz zum 31.07.2024

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.08.2023 bis 31.07.2024

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Entwicklung des Anlagevermögens

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Close Brothers Factoring GmbH (CBF) mit Sitz in Mainz betreibt ausschließlich das erlaubnispflichtige Factoring. Sie ist Teil der Close Brother Group mit Sitz in London, Großbritannien.

Hierbei fokussiert sich das Unternehmen auf kleine und mittelständische Unternehmen mit einer Jahresumsatzgröße von T€ 100 bis zu € 150 Mio.

Die Gesellschaft bietet nur ein Produkt, das echte Factoring an. Die CBF finanziert die Forderungen ihrer Kunden mittels Kaufvertrag und übernimmt dadurch auch das debitorische Ausfallrisiko.

Innerhalb des echten Factorings bietet die Gesellschaft unterschiedliche Variationen an, dies sind insbesondere folgende:

Die Grundform ist das Full-Service-Factoring, welches neben der Finanzierung und der Übernahme des debitorischen Ausfallrisikos auch die Debitorenbuchhaltung und das Mahnwesen beinhaltet.

Eine standardisierte Form des Full-Service-Factoring ist das EasyFactoring, speziell entwickelt für Unternehmen bis zu einer Umsatzgröße von € 2 Mio. p. a.

Beim Inhouse-Factoring verbleibt die Debitorenbuchhaltung und das außergerichtliche Mahnwesen treuhänderisch beim Kunden. Diese Variation ist insbesondere für Unternehmen mit einem professionellen Debitorenmanagement geeignet.

Wenn besondere Anforderungen an die Qualität des Kunden und auch an den zu finanzierenden Forderungen erfüllt sind, wird bei Nachfrage auch stilles Factoring angeboten. Hier wird die Abtretung der Forderungen den Abnehmern nicht offengelegt.

Die CBF verfügt über die Erlaubnis zum Betreiben des Factorings (§ 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 9 KWG). Die Gesellschaft ist Mitglied des Deutschen Factoring-Verbandes e.V. mit Sitz in Berlin.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr war geprägt vor einer anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Der andauernde Russland-Ukraine-Krieg, der Nahostkonflikt, hohe Energiekosten und verstärkte politische und handelspolitische Spannungen mit China sind wesentliche Gründe von Unsicherheiten und damit für das Ausbleiben einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung. Nachdem die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 0,3% gesunken war, sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal weiter um 0,8% und hat sich im zweiten Quartal leicht um 0,3% erholt, jeweils verglichen mit dem Vorjahr.

Die Dauer und die weiteren Auswirkungen der Konflikte sind nicht abzusehen. Staatliche Unterstützung für die schwächelnde Wirtschaft scheint an ihre Grenzen gekommen zu sein.

Am Arbeitsmarkt zeigen sich mittlerweile negative Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Die Inflationsrate nähert sich der Zielgröße der EZB von 2%, im Juli 2024 lag sie bei 2,3%. Insbesondere Preisrückgänge bei Energie dämpfen die Inflationsrate.

Dieser Entwicklung hat die EZB Rechnung getragen und am 12. Juni 2024 zum ersten Mal seit März 2016 wieder gesenkt. Der Zinssatz das Hauptrefinanzierungsgeschäft beträgt zum Bilanzstichtag 4,25%.

Das nominale Wachstum des deutschen Factoringmarktes nahm weiter ab. Nach einem nominalen Wachstum im Jahr 2023 von 3,1%, lag es im ersten Halbjahr 2024 lediglich bei nominal 0,8% im Vorjahresvergleich.

2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die CBF beendete zum 31. Juli 2024 ihr 20. volles Geschäftsjahr, das im Rahmen der allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen zufriedenstellend verlief.

2.2.1. Ertragslage

Vergleich der Ertragszahlen mit dem Vorjahr:

2023/24 2022/23 Veränderung
Zinsüberschuss 2.507 2.482 25
Provisionsüberschuss 576 644 -68
Sonstige betr. Erträge 750 659 91
Verwaltungsaufwand 3.413 3.320 93
Abschreibungen 31 35 -4
Risikovorsorge 267 252 15
Erträge aus Zuschreibung zu Forderungen sowie Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0 6 -6
Jahresüberschuss vor Steuern 122 185 -63
Steuern 46 -3 49
Jahresüberschuss nach Steuern 76 187 -111

Der im Vorjahr erzielte Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von T€ 185 wurde im laufenden Jahr mit T€ 122 um über 30% unterschritten.

Der höhere Zinsüberschuss ist vor allem zurückzuführen auf die positive Zinsentwicklung.

Der Verwaltungsaufwand hat sich insbesondere wegen Preiserhöhungen auf der Lieferantenseite wie auch durch Gehaltserhöhungen erhöht.

Damit wurde bei leicht verbesserter Ertragslage wegen der gestiegenen Kosten in Summe ein positives, aber im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel gesunkenes Ergebnis erzielt.

Erwähnenswert ist, dass sich die Risikovorsorge trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds nicht wesentlich erhöht hat.

Das Geschäftsvolumen der CBF, gemessen am Forderungsumsatz, ist nach dem Zuwachs im Geschäftsjahr 2022/23 leicht um 2,4% gesunken.

Die Gesamtzahl der eingereichten Einzelforderungen (Rechnungen) stieg im gleichen Zeitraum laufenden Jahr wiederum an von 293.261 auf 304.930. Die Kundenanzahl liegt bei 89 nach 88 im Vorjahr.

2.2.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um 4,4% von € 36,1 Mio. auf € 37,7 Mio. erhöht.

Die Forderungen gegen Kunden haben sich um 7,7% von € 34,8 Mio. auf 37.5 Mio. erhöht.

Die Forderungen an Kreditinstitute sind mit T€ 30 (Vorjahr: T€ 1.102) gegenüber dem Vorjahresniveau gesunken. Die Abweichung zum Vorjahr ergibt sich aus geschäftsüblicher Volatilität.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund der Refinanzierung des erhöhten Forderungsvolumens um 6,1% auf € 17,0 Mio. (Vorjahr. 16,0 Mio.) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich um 11,1% auf € 6,9 Mio. (Vorjahr: 6,2 Mio.) Gleichzeitig sind die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 176 gesunken.

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht gestiegen und beträgt 34,5% (Vorjahr: 35,8%) der Bilanzsumme.

Der im aktuellen Geschäftsjahr bestehende Bilanzverlust in Höhe von T€ 296 (Vorjahr: T€ 372) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

2.2.3. Finanzlage

Die Refinanzierung des kurzfristigen Forderungsbestandes erfolgt fristenkongruent durch die Aufnahme von Geldmarktdarlehen beim Mehrheitsgesellschafter Close Brothers Ltd., London.

Daneben stellt auch die Hausbank zusätzlich eine ausreichende Kreditlinie bereit, die zur Optimierung der täglichen Gelddisposition genutzt wird und die zusätzlich zur Liquiditätssicherung im Falle der Störung des normalen Geschäftsbetriebs durch unvorhersehbare Ereignisse dient.

2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das im vorangegangenen Geschäftsjahr gesteckte Ziel der Gesellschaft, ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von T€ 484 zu erzielen, wurde mit den erreichten T€ 122 deutlich verfehlt. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass das Geschäftsvolumen und die damit zusammenhängenden Erlöse hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Geschäftsführung beurteilt die weiteren Aussichten des Unternehmens als grundsätzlich positiv.

Wir gehen davon aus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2024 im Vergleich zum Vorjahr stagnieren wird und, dass sich die Inflation in der leicht über der EZB-Zielmarke von 2% bewegen wird.

Wir nehmen an, dass die Nachfrage nach Finanzierung des Umlaufvermögens der kleinen und mittelständischen Unternehmen kaum wachsen wird. Einerseits wird es weiter erhöhten höheren Bedarf wegen der restriktiveren Kreditvergabe der Banken, andererseits wegen des weiter höheren Liquiditätsbedarfs aus fälligen Rückzahlungen von Corona-Hilfen und erhöhten Beschaffungspreisen geben, andererseits wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung die Nachfrage nach Working-Capital- Finanzierung dämpfen.

Insgesamt rechnen wir auch mit leicht erhöhten Nachfrage nach Factoring im Verlauf des nächsten Geschäftsjahres.

Die Gesellschaft erwartet im Geschäftsjahr 2024/25 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von T€ 125. Diese Erwartung basiert im Wesentlichen auf folgenden Annahmen: Das Bestandsgeschäft wächst hauptsächlich durch Preissteigerungen nominal weiter und unsere großen Kunden wachsen auch weiter im Volumen. Das Neugeschäft wird sich in etwa auf dem Niveau der Vorjahre bewegen. Die wieder sinkenden Marktzinsen werden trotz des unverzinslichen Eigenkapitals von über 30% zu einer sinkenden Zinsmarge führen.

3.2. Chancenbericht

Die Chancen im kommenden Geschäftsjahr sieht die Gesellschaft in der der angenommen leicht steigenden Nachfrage nach Factoring. Wir erwarten daran zu partizipieren und dadurch unsere Ziele zu erreichen.

Als Wettbewerbsvorteil sehen wir die stabile Liquiditätsversorgung durch die Muttergesellschaft genauso wie das starke Eigenkapital. Diese Substanz sichert der Gesellschaft die Bewältigung der kommenden Herausforderungen. Die betriebliche Organisation, die Balance zwischen Vertrieb und Risiko tragen zur Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zusätzlich bei.

3.3. Risikobericht

Die Risiken zur Erreichung der geplanten Geschäftsentwicklung liegen eindeutig im weiteren Fortgang der weltweiten Krisen. Darüber hinaus treten die strukturellen Risiken wie die Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland in den Fokus.

Erkennbare Risiken ergeben sich aus der zu erwartenden steigenden Anzahl von Unternehmensinsolvenzen und aus der weiterhin intensiven Wettbewerbsintensität in der Branche. Diesen Risiken tragen wir mit hohen Anforderungen an die Werthaltigkeit der finanzierten Forderungen und die Bonität der Debitoren, sowie mit den im Risikomanagement festgelegten Kontrollen Rechnung.

Die Gesellschaft geht unter Beachtung ihrer Geschäfts- und Risikostrategie bei Ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ein, um Erträge zu erzielen.

Das Risikomanagement ist Aufgabe und Verantwortung der Geschäftsführung und verfolgt folgende Ziele:

Risiken von materieller und strategischer Bedeutung frühzeitig zu erkennen,

bewusst eingegangene oder auftretende Risiken zu kontrollieren und

erkannte Risiken zu steuern, um angemessene Erträge zu erzielen und Verluste zu vermeiden.

Die Aufbauorganisation folgt dem Grundsatz der Funktionstrennung.

Organisationsanweisungen legen Verfahren so fest, dass Risiken frühzeitig erkannt und vom zuständigen Kompetenzträger erfasst werden. Bei Risikoeintritten von materieller Bedeutung wird die Geschäftsführung unverzüglich informiert. Bezüglich der Risiken hat die Gesellschaft ein Risikoregister aufgestellt. Die Kontrolle, Steuerung und Bewertung erkannter Risiken werden im Rahmen wöchentlich stattfindender Abteilungsleitersitzungen sowie des monatlich stattfindenden Boardmeetings durchgeführt.

Monatlich wird die Risikotragfähigkeitsberechnung durchgeführt; über das Ergebnis wird im Risikobericht im Detail berichtet. Im gesamten Berichtszeitraum wurde die Risikodeckungsmasse (Eigenkapital) regelmäßig mit weniger als 40% ausgenutzt. Die Gesellschaft ist demnach sowohl für eventuell auftretende erhöhte Risiken gewappnet als auch für das geplante Wachstum, ohne das Eigenkapital erhöhen zu müssen.

Zudem werden in einer Watch-List neue Erkenntnisse zu auffälligen Kunden berichtet. Regelmäßig wird der aktuelle Stand der Abwicklungsfälle in einer Collect-Out List und der aktuelle Stand der Abwicklungskunden in der Legal Action List dargestellt.

Weiterhin wird mittels unterschiedlicher Indikatoren monatlich über die Ausprägung der Kreditrisiken und der operationellen Risiken berichtet.

Zur Steuerung der einzelnen Risiken bedient sich die Gesellschaft ihrer Risikotragfähigkeitsberechnung (RTF) und der daraus abgeleiteten Limitvergabe für einzelne Risikoträger.

Mittels RTF werden den in der Risikoinventur identifizierten Risiken Anteile am Eigenkapital zugeordnet. Dabei wird zwischen den variablen Risiken

operationelles Kundenrisiko,

Adressausfallrisiko und

Marktpreisänderungsrisiko

und dem fix angenommenen

Sonstige operationelle Risiken

unterschieden.

Zur Ermittlung der Höhe der variablen Risiken wurden jeweils Szenarien entwickelt, die aufgrund der Erfahrungen der Geschichte der Gesellschaft, aber auch den Markterfahrungen der beteiligten Personen, als ,worst cases' eingestuft werden können.

Da die sonstigen operationelle Risiken schwer quantifizierbar sind, wurden hier in Anlehnung der Methoden des Konzerns Werte angenommen und als jeweils fixer Betrag pro Risiko festgelegt. Die Berechnung der Risikotragfähigkeit auf Basis der Risikoreportings zum 31. Juli 2024 zeigt folgenden Eigenkapitalverbrauch durch die einzelnen Risiken:

Verbrauch EK
T€ aktuell möglich
+ Eigenkapital 13.031
./. Mindestkapital 125
Freies Eigenkapital 12.906 12.906
./. Operationelles Risiko - sonstiges (fix) 490 490
Freies Eigenkapital für variable Risiken 12.416 100% 12.416 100%
./. Operationelles Kundenrisiko 2.596 21% 6.453 50%
./. Debitorisches Adressenausfallrisiko 710 6% 3.227 25%
./. Marktpreisrisiken 1.092 9% 3.227 25%
= unverbrauchtes Kapital 8.018 65%

3.3.1. Adressenausfallrisiken

a) Operationelles Kundenrisiko

Unter dem operationellen Kundenrisiko versteht die Gesellschaft vor allem das Veritätsrisiko angekaufter Forderungen in Folge von Reklamationen, Bonusansprüchen bzw. nachträglich gewährter Rabatte oder nicht bestehenden Grundgeschäften (Betrug) zwischen Kunden und Debitoren.

Sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass die angekaufte und bevorschusste Forderung keinen rechtlichen Bestand hat, richtet sich der Zahlungsanspruch des Factors nicht mehr gegen den Debitor, sondern an den Factoringkunden, der als Verkäufer der Forderung den Vorschuss auf den Kaufpreis erhalten hat. Gerade bei nicht weitergeleiteten Direktzahlungen des Debitors haftet der Kunde gegenüber dem Factor.

Das nicht versicherbare Kundenrisiko ("Veritätsrisiko") wird während der Laufzeit eines Engagements kontinuierlich überwacht. Die Gesellschaft ist durch vertragliche Vereinbarung berechtigt, Außenprüfungen bei Kunden vorzunehmen. Diese Prüfungen erfolgen durch Mitarbeiter der Gesellschaft.

Ausfallrisiken entstehen insbesondere bei Insolvenz des Kunden. Deswegen wird die Solvenz eines Kunden vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung durch Analyse von Kundenunterlagen (Jahresabschluss, betriebswirtschaftliche Unterlagen) und durch Auswertung von Auskünften ermittelt und während der Geschäftsbeziehung regelmäßig überprüft. Das Ausfallrisiko wird durch einen Factoringrahmen begrenzt, der das maximale Ankaufsvolumen der vom Kunden eingereichten Forderungen festlegt.

Zur Überprüfung der Existenz der angekauften Forderungen werden nach Plan schriftliche Saldenbestätigungen eingeholt und in Einzelfällen telefonische Stichproben durchgeführt. Überfällige Forderungen werden in regelmäßigen Abständen schriftlich angemahnt.

b) Debitorisches Adressenausfallrisiko

Unter dem debitorischen Adressenausfallrisiko versteht die Gesellschaft das Risiko des Verlustes, falls ein Debitor, beispielsweise wegen Insolvenz, seinen von der Gesellschaft angekauften Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann.

Dieses Risiko ist durch ein Limit für jeden Debitor begrenzt, dessen Festlegung unter Berücksichtigung einer Deckungszusage durch eine Warenkreditversicherung und zum Teil zusätzlich durch die Analyse von Bilanzen, Auskünften und dem bisherigen Zahlungsverhalten erfolgt.

Ankaufslimite für Debitoren sind Voraussetzung für einen Forderungsankauf und berücksichtigen neben der Solvenz des Debitors auch Deckungszusagen durch Dritte (im Normalfall durch eine Warenkreditversicherung). Die Gesellschaft hat eine eigene Warenkreditversicherung abgeschlossen, lässt sich aber auch den Versicherungsschutz aus bestehenden Kundenpolicen abtreten.

Durch eine ständige Überwachung des Zahlungsverhaltens und einen strengen Mahnprozess bei Zahlungsverzögerungen können debitorische Ausfallrisiken frühzeitig erkannt und gemindert werden.

Daneben liefert der Kreditversicherer zusätzliche Bonitätsinformation durch Senkung oder Streichung von Limiten. Bei der Streichung von Limiten kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass sich die Bonität des Debitors verschlechtert hat.

3.3.2. Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken bestehen aus Sicht der Gesellschaft vor allem im Zinsbereich.

Die Kundenverträge sind in der Regel hinsichtlich der Zinskondition auf Basis des 1- oder 3- Monats- Euribor zzgl. einem Aufschlag ausgestellt, sodass hier kein bedeutendes Zinsänderungsrisiko besteht.

Die Refinanzierung bei der Muttergesellschaft erfolgt ebenfalls auf Euribor-Basis zzgl. einem Aufschlag.

Sollte die Muttergesellschaft diesen Aufschlag erhöhen, besteht das Risiko, dass diese Erhöhung des Aufschlages nicht oder nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden kann. Die Gesellschaft geht davon aus, dass ein solches Szenario zur Reduzierung der Netto-Zinserlöse führen wird und zusätzlich zum Verlust von Kunden, die am Markt dann günstigere Finanzierungsquellen finden, was ein nachhaltiges Wachstum der Gesellschaft verhindern würde.

Die Refinanzierung erfolgt vornehmlich fristenkongruent, somit besteht nur ein sehr geringes Zinsänderungsrisiko.

Währungsrisiken bestehen keine, da der Kunde das Risiko von Umrechnungsdifferenzen trägt.

3.3.3. Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht in voller Höhe nachkommen kann.

Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft wird nahezu ausschließlich durch die Mutter Close Brothers Ltd. in der erforderlichen Höhe gedeckt. Das Liquiditätsrisiko stuft die Gesellschaft nicht als wesentlich ein.

Es ist geplant, den Liquiditätsbedarf für das angestrebte Geschäft in den nächsten drei Jahren ausschließlich durch Refinanzierung mit der englischen Mutter abzudecken.

3.3.4. Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken sind vornehmlich Risiken vor allem aufgrund organisatorischer und funktionaler Aspekte im Bereich der Organisation, des Personalwesens und der technischen Ausstattung zu sehen.

Zur Begrenzung der Betriebsrisiken bestehen Arbeitsanweisungen, deren Einhaltung von der externen und internen Revision überwacht werden. Die Datensicherung und die Kontrolle des Zugangs zu Rechnern und Netzwerk sind durch verschiedene Sicherheitsstandards gewährleistet. Ein hierzu notwendiger "Disaster Recovery"-Plan liegt vor.

Zum Ende des Berichtsjahres betrug die Zahl der Mitarbeiter inklusive der Geschäftsführung 26 gegenüber 28 im Vorjahr. Die Differenz ergibt sich aus kündigungsbedingten Vakanzen, die zum Stichtag noch nicht wiederbesetzt waren. Der Wettbewerb um Personal aufgrund der Knappheit an Fachkräften, insbesondere in einem so engen und spezialisierten Markt wie dem Factoringmarkt, besteht weiterhin.

Die durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit ist mit 9,0 Jahren zum Vorjahr (8,0 Jahre) gestiegen.

Im Berichtszeitraum wurden 5 Mitarbeiter auf 8 externen Fortbildungsmaßnahmen trainiert, zusätzlich fanden für alle Mitarbeiter interne Schulungen statt.

4. Dank an die Mitarbeiter

Auch im Namen des Gesellschafters dankt die Geschäftsführung allen Mitarbeitern für ihren engagierten und erfolgreichen Einsatz.

 

Mainz, den 30.10.2024

Close Brothers Factoring GmbH

Detlef Küßner

Cristina Madeira

Bilanz zum 31. Juli 2024

Aktiva

31.07.2024 31.07.2023
T EUR T EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1 1
1 1
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 30 1.102
30 1.102
3. Forderungen an Kunden 37.488 34.821
4. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37 45
37 45
5. Sachanlagen 35 43
6. Sonstige Vermögensgegenstände 7 13
7. Rechnungsabgrenzungsposten 78 76
37.677 36.101

Passiva

31.07.2024 31.07.2023
T EUR T EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 2.074 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 14.908 16.011
16.982 16.011
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 6.870 6.186
6.870 6.186
3. Sonstige Verbindlichkeiten 472 648
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 98 85
b) andere Rückstellungen 264 256
363 341
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.000 2.000
b) Kapitalrücklage 11.287 11.287
c) Bilanzverlust -296 -372
12.991 12.915
37.677 36.101

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. August 2023 bis 31. Juli 2024

01.08.2023 - 31.07.2024 01.08.2022 - 31.07.2023
T EUR T EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.310 3.062
2. Zinsaufwendungen 803 580
2.507 2.482
3. Provisionserträge 828 897
4. Provisionsaufwendungen 252 253
576 644
5. Sonstige betriebliche Erträge 750 659
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.747 1.701
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorgung und für Unterstützung 388 382
darunter: für Altersvorsorgung TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 49) 2.135 2.083
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.278 1.237
3.413 3.320
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 31 35
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 267 252
9. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0 6
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 122 185
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 44 -3
(Vorjahr: Steuern vom Einkommen und vom Ertrag TEUR 19 )
12. Sonstige Steuern 2 2
13. Jahresüberschuss 76 187
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 372 558
15. Bilanzverlust 296 372

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Close Brothers Factoring GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter HRB 8472 eingetragen.

Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinn des § 1 Abs. 1a KWG und damit verpflichtet, einen Jahresabschluss zu erstellen, der den handelsrechtlichen Anforderungen für Institute gemäß den §§ 340 ff. HGB unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) entspricht.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist das kreditversicherte und andere Arten umfassende Factoring von Forderungen mit in Deutschland ansässigen Klienten.

Der Jahresabschluss der Close Brothers Factoring GmbH für das Geschäftsjahr wurde nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr beibehalten, die Darstellungsstetigkeit gewahrt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kunden werden mit dem Nennwert angesetzt. Für alle erkennbaren akuten Risiken werden in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet. Darüber hinaus wird dem latenten Kreditrisiko durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf Basis der erwarteten Ausfälle Rechnung getragen. Die Erwartungshaltung für das Folgejahr ergibt sich dabei aus dem retrospektiv durch Ermittlung eines durchschnittlichen Ausfallprozentsatzes auf Grundlage der historischen Ausfalldaten definierten Ausfallrisiko bezogen auf die für das nächste Jahr geplante Bemessungsgrundlage. Hierdurch wird das Risiko durch Debitoren-Ausfälle, die nicht durch eine Versicherung gedeckt sind, abgedeckt.

Forderungen in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzips bewertet.

Die immateriellen Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten aktiviert und zu den steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Die durchschnittliche Nutzungsdauer für Software beträgt fünf Jahre.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen ermittelten voraussichtlichen Nutzungsdauern nach der linearen Methode. Die durchschnittliche Nutzungsdauer beträgt sechs Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten netto bis zu EUR 800,00 betragen, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten oder dem Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Anschaffungskosten- und Imparitätsprinzips bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkannten, bis zum Abschlussstichtag verursachten Risiken und Verpflichtungen, die sich noch nicht in den Verbindlichkeiten niedergeschlagen haben. Nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Bei der verlustfreien Bewertung des Bestandes an Factoringverträgen wird die Barwertmethode angewandt. Dabei werden die Forderungen aus Factoringverträgen auf den Bilanzstichtag abgezinst und den zukünftigen Zins- und Verwaltungsaufwendungen sowie möglichen Verlusten aus Forderungsausfällen gegenübergestellt. Dies ergab, dass es keinen Bedarf an einer pauschalen Drohverlustrückstellung gab.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und vollständig eingezahlt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute sind ausnahmslos täglich fällig. In den Forderungen an Kreditinstitute sind wie im Vorjahr keine Fremdwährungsforderungen enthalten.

Die Forderungen an Kunden resultieren aus angekauften Waren- oder Dienstleistungsforderungen, haben eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten und beinhalten keine Fremdwährungsforderungen.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die immateriellen Anlagewerte beinhalten ausschließlich entgeltlich erworbenen Software. Die Entwicklung des Anlagevermögens zum Bilanzstichtag ist im als Anlage beigefügten Anlagespiegel wiedergegeben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen den Gesellschafter aus noch nicht erstatteten Konzernumlagen (2,4 TEuro, Vorjahr: 6 TEuro) und Mietkautionen (4,5 TEuro, Vorjahr: 6 TEuro).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ausschließlich Rechnungsabgrenzungen. Diese ergeben sich in der Regel aus dem abweichenden Wirtschaftsjahr der Gesellschaft.

Verbindlichkeiten

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Kontokorrentgeschäft in Höhe von 2.074 TEuro. Weitere, zusätzliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 14.908 TEuro (Vorjahr: 16.011 TEuro) bestehen gegenüber dem Gesellschafter. Sämtliche Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich Refinanzierungen für Kundengeschäfte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 6.870 TEuro (Vorjahr: 6.186 TEuro) resultieren aus angekauften Waren- oder Dienstleistungsforderungen, beinhalten keine Fremdwährungsforderungen und wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Es wurden keine Vermögensgegenstände als Sicherheiten übertragen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als 3 Monate.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen noch nicht gutgeschriebene Zahlungen von Kreditversicherern und aus laufenden Verfahren über 309 TEuro (Vorjahr: 546 TEuro), sowie Verbindlichkeiten aus Steuern über TEuro 92 (Vorjahr: 84 TEuro) die noch nicht abgeführt wurden.

Rückstellungen

Die Rückstellungen bestehen aus Steuerrückstellungen in Höhe von 98 TEuro (Vorjahr: 85 TEuro) sowie aus sonstigen Rückstellungen. Diese beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen 70 TEuro (Vorjahr: 75 TEuro), Prüfungskosten TEuro 70 (Vorjahr: 70 TEuro), Bonusansprüche 72 TEuro (Vorjahr: 60 TEuro), Steuer- und Rechtsberatungskosten 11 TEuro (Vorjahr: 30 TEuro) sowie für eine erwartete Energiekosten-Nachzahlung 33 TEuro (Vorjahr: 15 TEuro).

Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 2.000 TEuro. Die Gesellschaft verfügt über eine freie Kapitalrücklage von 11.287 TEuro, die im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben ist. Unter Einbezug des Verlustvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von 372 TEuro schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Bilanzverlust in Höhe von 296 TEuro ab.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von 3.310 TEuro (Vorjahr: 3.062 TEuro) bestehen aus Factoringgebühren in Höhe von 1.649 TEuro (Vorjahr: 1.795 TEuro) und Zinserträgen aus dem Factoringgeschäft in Höhe von 1.661 TEuro (Vorjahr: 1.267 TEuro).

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen mit 803 TEuro (Vorjahr: 580 TEuro) ausschließlich Refinanzierungszinsen für Kundengeschäfte gegenüber dem Gesellschafter.

Provisionserträge

Die Provisionserträge in Höhe von 828 TEuro (Vorjahr: 897 TEuro) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Provisionen für den Einzug von Forderungen 618 TEuro (Vorjahr: 695 TEuro), Limitprüfgebühren 146 TEuro (Vorjahr: 146 TEuro) sowie Zahlungsverkehrsgebühren 49 TEuro (Vorjahr 48 TEuro).

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen in Höhe von 252 TEuro (Vorjahr: 253 TEuro) betreffen im Wesentlichen Courtagezahlungen an Kooperationspartner für die Vermittlung von Kunden 178 TEuro (Vorjahr: 175 TEuro) und Bankprovisionen 43 TEuro (Vorjahr: 42 TEuro).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge mit 750 TEuro (Vorjahr 659 TEuro) setzen sich zusammen aus Kostenerstattungen und Erträgen aus gewonnenen Rechtsstreitigkeiten aus dem Factoringgeschäft 416 TEuro (Vorjahr: 198 TEuro), anlassbezogenen Factoringgebühren im Zusammenhang mit IT/ EDV Dienstleistungen in Höhe von 139 TEuro (Vorjahr: 142 TEuro), sonstigen Weiterbelastungen mit 70 TEuro (Vorjahr: 102 TEuro), Erträgen aus der Verrechnung von Sachbezügen in Höhe von 44 TEuro (Vorjahr: 40 TEuro) sowie sonstigen Erträgen aus Treasuryaktivitäten in Höhe von 81 TEuro (Vorjahr: 163 TEuro).

Personalaufwand

Der Personalaufwand in Höhe von 2.135 TEuro (Vorjahr 2.083 TEuro) verteilt sich auf Löhne und Gehälter 1.747 TEuro (Vorjahr 1.701 TEuro) und soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 388 TEuro (Vorjahr 382 TEuro).

Andere Verwaltungsaufwendungen

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 1.278 TEuro (Vorjahr: 1.237 TEuro) verteilen sich im Wesentlichen auf folgende Positionen:

TEuro TEuro
FY24 Vorjahr
Mieten und Mietnebenkosten 303 317
Telefon- und IT-Kosten 317 274
Marketingaufwendungen 106 113
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 135 114
Kfz-Leasingkosten 91 72
Treasurykosten 59 65

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen liegen mit 31 TEuro unter Vorjahresniveau (35 TEuro).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die Position ist mit 267 TEuro gegenüber dem Vorjahresniveau (252 TEuro) leicht gestiegen.

Sie besteht dabei vor allem aus den Kreditversicherungskosten in Höhe von 229 TEuro (Vorjahr 236 TEuro), der Rest betrifft Direktabschreibungen und Einstellungen in die Pauschalwertberichtigung.

Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft

Im Gegensatz zum Vorjahr wurde kein Ertrag aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen generiert (Vorjahr 6 TEuro).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die gebuchten Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten den erwarteten Aufwand für das laufende Jahr in Höhe von 44 TEuro sowie eine Rückerstattung für Vorjahre in Höhe von 1 TEuro.

E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Geschäftsräume der Gesellschaft sind angemietet. Der Mietvertrag der Geschäftsräume in Mainz von Mai 2024 läuft bis Oktober 2024. Ein neuer Mietvertrag mit einer Laufzeit von 5 Jahren wurde bereits abgeschlossen.

Zusätzlich existieren Mietverträge für Arbeitsräume der Außendienstmitarbeiter. Die Summe der aus zukünftigen Mietzahlungen resultierenden Verpflichtungen beträgt 831 TEuro (Vorjahr 167 TEuro).

Verpflichtungen in Höhe von 92 TEuro (Vorjahr 153 TEuro) resultieren aus Leasingverträgen für Büro- und Geschäftsausstattung.

Aus den bestehenden Leasingverträgen des Fuhrparks bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 204 TEuro (Vorjahr 222 TEuro).

F. Sonstige Angaben

Personalbestand

Die Gesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag 24 Mitarbeiter (Vorjahr 28). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 26. Hierbei liegt eine Verteilung der Mitarbeiter auf folgende Gruppen vor:

Frauen Männer
Leitende Angestellte 2 1
Mitarbeiter 11 12
Summe 13 13

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr

Detlef Küßner (Vorsitzender)
Cristina Madeira seit 01. Januar 2024

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung machen wir von der Ausnahmeregelung des § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch.

Honorar des Abschlussprüfers

Der Gesamtaufwand für Honorare des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt 64 TEuro und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Muttergesellschaft/Konzernabschluss

Alleiniger Gesellschafter ist die Close Brothers Ltd, die ihrerseits zur Close Brothers Group plc, London, gehört.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft betrifft den Zeitraum vom 1. August 2023 bis 31. Juli 2024 und wird in den Konzernabschluss der Close Brothers Ltd., London (kleinster Konsolidierungskreis) sowie in den Konzernabschluss der Close Brothers Group plc, London (größter Konsolidierungskreis) zum 31. Juli 2024 einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind unter der Registernummer 00520541 beim Companies House UK veröffentlicht. (https://beta.companieshouse.gov.uk/)

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, welche nicht in der Bilanz abgebildet sind, ergaben sich nicht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEuro 76 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mainz, den 30.10.2024

Close Brothers Factoring GmbH

Detlef Küßner

Cristina Madeira

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
31.07.2023 Zugänge Abgänge 31.07.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 999.135,73 10.000,00 144.468,87 864.666,86
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 808.479,41 5.580,00 124.690,41 689.369,00
1.807.615,14 15.580,00 269.159,28 1.554.035,86
Abschreibungen
31.07.2023 Zugänge Abgänge 31.07.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 954.002,73 17.759,00 144.432,87 827.328,86
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 765.856,41 13.247,00 124.599,41 654.504,00
1.719.859,14 31.006,00 269.032,28 1.481.832,86
Nettobuchwert Nettobuchwert
31.07.2024 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.338,00 45.133,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.865,00 42.623,00
72.203,00 87.756,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Close Brothers Factoring GmbH, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Close Brothers Factoring GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Juli 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Close Brothers Factoring GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Juli 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Juli 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 13. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kay Böhm, Wirtschaftsprüfer

Muriel Atton, Wirtschaftsprüfer

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