Duni Logistik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Maaßen seit 21.10.2025 | Geschäftsführer |
Dietmar Brauer seit 6.11.2023 | Prokura |
Michael von den Benken seit 18.12.2020 | Prokura |
Matthias Ludger Voß seit 13.2.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Duni Holding B.V. | 99.98% |
Duni AB | 0.02% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Duni GmbHBramscheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 20191 Geschäft und Strategie1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Duni GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft, die im Bereich Herstellung und Vertrieb von Papier- und Kunststoffprodukten tätig ist. Die Duni GmbH ist in den Konzern Duni AB, Malmö eingegliedert. Laut Jahresbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wuchs die deutsche Wirtschaft im Jahre 2019 um 0,6 %. Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und steigende Tarifabschlüsse führten zu einer Steigerung des Konsums. Quelle: Bundes ministerium für Wirtschaft. https://www.bundesregierung.de/bre g-de/aktuelles/wirtschaftswachstum-2019-1712496 1.1.1 Branchenentwicklung Professional / Table Top Marktentwicklung Hotels, Restaurants, Catering Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im Gesamtjahr 2019 mit einem realen Plus von 0,6 % knapp positiv entwickelt. Überproportionales Wachstum entstand aus positiver Entwicklung der Segmente Caterer (+1,9 %), Beherbergung (+0,5%) und speisengeprägte Gastronomie +(0,4%) die marginal wuchsen. Die getränkeorientierte Gastronomie hingegen hat sich mit -1,1 % erneut rückläufig entwickelt. Quelle: Statistisches Bundesamt/ GENESI S-online; DEHOGA-Zahlenspiegel 4/2019, S.1 Prognose (Stand September 2020) Aufgrund der vorherrschenden Pandemie-Situation und der verheerenden Auswirkungen des Lock-Downs auf die Segmente der Gastronomie und Hotellerie sowie auf das gesamte Konsum- aber auch Arbeitsverhalten der Gesellschaft sind Prognosen zu diesem Zeitpunkt noch immer schwierig. Nachdem im Juni gastronomische Betriebe unter strengen Hygieneauflagen und Kapazitätseinschränkungen wieder öffnen durften, war der Drang der Verbraucher, dieses Angebot auch aktiv zu nutzen, zunächst eher verhalten. Veranstaltungen und Feierlichkeiten sind nach wie vor nur unter Einschränkungen möglich, Großevents, Messen und Kongresse sind noch immer untersagt. Mitarbeiter arbeiten aus dem HomeOffice, Kantinen sind weitgehend geschlossen. Steigende Fallzahlen im August und September sorgen erneut für Verunsicherung, neue Maßnahmen sind um Gespräch. Gemäß dem Statistischen Bundesamt sank der Umsatz im Gastgewerbe im 1. Halbjahr 2020 um nominal 38,5% (real -39,7%). Im Beherbergungsgewerbe gab es ein Umsatzminus von 48,2% (real -48,6%), in der Gastronomie von 33,1% (real -34,7%). Die Effekte aus der Corona-Pandemie auf die Branche werden in der Betrachtung des 2. Quartals 2020 deutlich: Der Umsatz im Gastgewerbe sank im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um nominal 59,4% (real -60,1%). Im Beherbergungsgewerbe gab es ein Umsatzminus von 72,4% (real -72,4%), in der Gastronomie von 51,8% (real -52,9%). Von März bis Juli 2020 wurde für 1.092.917 Beschäftigte im Gastgewerbe Kurzarbeit von 126.737 Betrieben angezeigt. Der Zugang in Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe von April bis Juli 2020 beträgt kumuliert 80.109 Personen, das entspricht einem Anstieg von 79,0%. Quelle: Statistisches Bundesamt/ GENESI S-online; DEHOGA-Zahlenspiegel 2 /20 20 , S.1 "Key Facts" Darüber hinaus warnt der DEHOGA vor einer gewaltiger Pleitewelle im Gastgewerbe und fordert Verbesserungen bei den Überbrückungshilfen sowie weitere Maßnahmen zur Stärkung der notleidenden Betriebe: "Die Krise im Gastgewerbe sei noch lange nicht vorbei - trotz mancherorts gut gefüllter Biergärten und Ferienhotels" - so DEHOGA Präsident Guido Zöllick. Ganz anders als in den Urlaubsorten ist die Situation in den Städten. Die Lage der Tagungs- und Stadthotels, der Eventcaterer und Discotheken ist weiterhin dramatisch. 61,6 Prozent der gastgewerblichen Unternehmer bangen um ihre Existenz. Quelle: DEHOGA Zwischenbilanz zur Corona-Situation im Gastgewerbe. https://www.dehog a-bundesverband.de/press e-news/pressemitteilungen/detail/news/dehog a-pm-2027-dehog a-zieh t-coron a-zwischenbilan z-gastgewerb e-weiterhi n-i n-grosse r-not/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=156d8a2867f2531e4f2dee3ff3476ec6 https://www.dehog a-bundesverband.de/fileadmin/user_upload/DEHOGA-Booklet_Corona_2020_-_Zwischenbilanz_in_Gastronomie_und_Hotellerie.pdf Der Großverbrauchermarkt (GV)- Markt: Cash&Carry und Zustellgroßhandel Der Anteil Großverbraucher-Zustellung war 2019 erstmals größer als der Anteil im Bereich der Abholung. Das heißt, dass die Lieferanten von Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung - die GV Zustelldienste - ihren Umsatz um rund 6,3 % oder um starke 598 Mio. EUR steigern konnten. Nach Jahren des Umsatzrückgangs stagnierte der C+C-Umsatz im Jahr 2019: so verzeichnete der Abholbereich einen Zuwachs von 0,1 % oder 13 Mio. EUR auf insgesamt 9.770 Mio. EUR. Langfristig gesehen hat sich der GV-Umsatz seit 1992 von 2,1 Mrd. EUR auf rund 10,1 Mrd. EUR bald verfünffacht, während der C+C-Bereich seit Jahren rückläufig ist bzw. im Berichtsjahr einen unveränderten Umsatz verzeichnen konnte. Der steigende Marktanteil des Liefergeschäfts zeigt auch bei Cash & Carry-Betreibern Wirkung: So ist die Nummer eins, die Metro, wegen rückläufiger stationärer Umsätze wieder in die Großverbraucher-Belieferung eingestiegen, die Belieferung wird über Depots optimiert, Verkaufskanäle vernetzt und das Kundenmanagement verbessert. Inzwischen darf man auch in diesem Bereich die Bedeutung des stetig wachsenden Online-Geschäftes nicht vergessen. Das Bestreben der Großabnehmer in der Branche, zentral zu immer besseren Konditionen einzukaufen, hat Strukturen verändert und Margen schrumpfen lassen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben sich viele kleine beliefernde Unternehmen in Kooperationen zusammengeschlossen. Doch auch das schützt sie heute nicht mehr vor dem Aus oder vor Übernahmen. Auch hier läuft eine Entwicklung ab, wie sie schon seit Jahrzehnten im Lebensmitteleinzelhandel zu beobachten ist. Der Wettbewerb hat sich deutlich verschärft. Entwicklungen, die in ähnlicher Form auf das Duni-Geschäft zu übertragen sind. Neben der Bewältigung der Pandemie-Auswirkungen sieht Duni den Wandel im GV-Markt als eine der größten Herausforderungen. Nielsen Trade Dimensions "GV-Markt 2019, Großverbraucher-Zustelldienste und C + C-Unternehmen", S. 2 Markt Meal Service/Take A way Verpackungen Die für Meal Service interessanten Kundengruppen, wie Quickservice, Caterer, Verpflegungsgastronomie sowie Handelsgastronomie erleben weiterhin einen Aufschwung. Die Ausgaben für den Außer-Haus-Konsum 2019 sind um 2,8 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, Lieferdienste wachsen 2019 mit 2,5%. Stand Oktober 2019 werden 4,7% aller Verzehrfälle geliefert, hinzu kommt ein hoher Grad an Take-Away im Fast Casual. Und so düsterer die Prognose aufgrund der Pandemie-Situation für die klassische Full Service Gastronomie ist, um so positiver ist die Bilanz für den Konsum von Take-Away Speisen und den damit verbundenen Absatz von Take-Away-Verpackungen. Tatsächlich hat sich durch Klimaaktivisten und Demonstrationen das Thema Nachhaltigkeit bei Verpackungen in den Köpfen stärker verankert, die geplanten Verbote von Bestecken und Strohhalmen sind unter Image-Gesichtspunkten schnell bereits in konkrete Verkaufs-Stopps umgesetzt worden. Die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen bzw. dem damit verbundenen Verpackungs-Know-How ist extrem. Duni hat sich hier als Spezialist positioniert und mit der Marke BioPak neben Kompetenz auch Image und Marke in Position gebracht. Quelle: "CREST Gastronomiestudie 2020-2021", npd -Group Deutschl and 2019 S. 89-90 1.1.2. Branchenentwicklung Consumer Nach einem Wachstum von 2,5% in 2018 konnte der gesamte Einzelhandel in Deutschland seinen Umsatz in 2019 um 2,0% auf 537,4 Mrd Euro steigern. Nach einer Steigerung von 1,9% im Jahr 2018 zeigt sich die Entwicklung von FMCG "fast moving Consumer Goods" (Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel) in Deutschland im ersten Quartal 2019 mit -0,9% rückläufig, (zurückzuführen auf Preiserhöhungen von +0,8 Prozent und einen Absatzrückgang von -1,8 Prozent). Während Discounter ihren Anteil von 15,3% stabil halten konnten, baute der Online-Handel seinen Anteil von 4,3 % auf 4,7% aus. SB-Warenhäuser verlieren anteilig, im Bereich Fachhandel ist eine Verschiebung von freien Händlern zu filialisierten Händlern zu beobachten. Auch bei bestehenden Multichannel Händlern ist eine klare Tendenz zum Onlinehandel zu erkennen: 62% der Händler sehen wachsende Umsätze im Bereich Online. Quelle: HDE Handelsspiegel Deutschland 2019 S. 17-18;22 https://einzelhandel.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=10310 Neben dem Onlinehandel ist das Thema Eigenmarke ein wichtiger Faktor. Im Bereich FMCG beträgt der Anteil Handelsmarken bereits 43,7%, der Bereich Haushalts- und Hygienepapiere, dem das Duni-Geschäft im weitesten Sinne zuzuordnen ist, ist mit 69,3% absolut überproportional von Handelsmarken dominiert. Im Teilmarkt Tissueservietten vertreten Discounter (ALN) und Drogeriemärkte mit 61,6% den größten Umsatzanteil, gefolgt von Verbrauchermärkten mit 34%. Während sich der Markt bei Tissueservietten im 1. HJ 2018 mit 2,7% positiv entwickeln konnte, ist im 1. HJ 2019 ein Rückgang von -6,2% zu verzeichnen. Drogeriemärkte steigerten ihren Umsatz mit Tissueservietten um 6,2%, alle anderen Segmente verloren aufgrund des geringeren Fokus zwischen 6 und 8%. In der Umsatzbetrachtung vertritt Duni als Marke einen Marktanteil von 15,3% gegenüber 70,3% Handelsmarken, in der Absatzbetrachtung dominieren die Handelsmarken mit 87,1%, Duni hält mit dem Markengeschäft einen Marktanteil von 87,1%. Zudem generiert das Hygienesortiment Duniwell sowohl im Marken als auch im Eigenmarkenbereich gesunde Zuwächse. Quelle: Nielsen Report Servietten 2. HJ 2019 1.2 Umsatzentwicklung und Geschäftsverlauf Der Umsatz der Duni GmbH verringerte sich im Berichtsjahr 2019 von 293,3 Mio. € auf 290,2 Mio. €. Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen verringerte sich um 1,0 % gegenüber 2018. Im Bereich Consumer nahm der Umsatz um 9,3 % ab. Im Bereich Professional hat sich das Segment Meal Service nicht so stark wie erwartet entwickelt und stieg in Deutschland um 2,6 %. Im Bereich Duni Professional Deutschland Table Top führte der verstärkte Wettbewerb und das Voranschreiten der Eigenmarken im Cash & Carry Bereich zu Umsatzeinbußen. Zudem hat der Cash & Carry Bereich selber mit einem Kundenrückgang zu kämpfen. Im Bereich Consumer resultierten die Umsatzeinbußen im Jahr 2019 hauptsächlich daraus, dass ein verstärkter Fokus auf Food-Produkte und ein entsprechend geringerer Fokus auf Non-Food-Produkte gelegt wurde, woraus ein vermindertes Aktionsgeschäft resultierte. 1.3 Produktion und Entwicklung der Beschaffungspreise Das Produktionsvolumen lag mit 112,7 Mio. € knapp unter der Vorjahresleistung von 115 Mio. €. Dabei verminderten sich die Bestände an Fertigwaren um 2,3 Mio. €. Die Beschaffungspreise für Rohmaterialien sind 2019 im Verlauf des Jahres gesunken, befanden sich aber im Jahresdurchschnitt noch über Vorjahresniveau. Die Einkaufspreise für Verpackungsmittel und Chemikalien lagen unter dem Vorjahresniveau. Die Einstandspreise für Kunststoff-Produkte sind von stark volatilen Rohstoffmärkten geprägt, gegenüber dem Vorjahr aber alle auf höherem Niveau. Die Veränderung im Artikelmix hat ebenfalls zu einem leichten Anstieg der Materialeinsatzkosten geführt. 1.4 Investitionen und Finanzierung Im Jahre 2019 betrugen die Investitionen 2,4 Mio. €. Sie lagen damit deutlich unter den Abschreibungen in Höhe von 3,4 Mio. €. Die Investitionen bezogen sich im Wesentlichen auf die Verbesserungen vorhandener Maschinen und Automatisierungen. Die Finanzierung erfolgte aus dem eigenen Cashflow. Darüber hinaus erhöhte sich das Cash-Pool-Guthaben um 2,7 Mio. €. Für das Jahr 2020 sind Investitionen in Höhe von 2,2 Mio. € beabsichtigt. 1.5 Personal Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug zum Ende des Jahres 589 (Vorjahr 608). Der gültige Tarifvertrag führte zu einer Erhöhung der Löhne und Gehälter zum 1.3.2019 um 2,8 %. 1.6 Erklärung zur Unternehmensführung Mit Beschluss vom 15. Juni 2019 hatten die Gesellschafter der Duni GmbH in Bezug auf § 289a Abs. 4 i.V. m. § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB die folgenden Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen für deren Erreichung definiert. Bis zum 30. Juni 2021 sind die Ziele für die einzelnen Führungsebenen wie folgt definiert.
Zum Bilanzstichtag 31.12.2019 waren die Frauenanteile wie folgt.
1.7 Umwelt Wir sind in die Umweltpolitik des Mutterkonzerns Duni AB eingebunden und verweisen auf das vom Konzern herausgegebene Informationsmaterial "Our Blue Misson": http://www.duni.com/Global/AboutUs/Corporate_Responsibility/Duni_CSR_2014_GER.pdf Die Duni GmbH ist nach der DIN EN ISO 14001:2009 und nach EMAS zertifiziert. Der bezogene Strom stammt ausschließlich aus erneuerbaren Quellen. Sämtliche Gesetze im Umweltbereich sowie die bindenden Verpflichtungen wurden eingehalten. 1.8 Zentralfunktionen des Konzerns sowie Forschung und Entwicklung, Marketing Zentrale Funktionen werden von der Konzernmutter Duni AB durchgeführt. Dazu gehören auch Forschung und Entwicklung und Marketingaktivitäten. Die anteiligen Kosten der Duni GmbH werden über sog. Management Fee an diese weiterbelastet. Die Kosten für Zentralfunktionen des Konzerns stiegen um 2,7 Mio. € auf 21,6 Mio. €. An andere Konzerngesellschaften weiterbelastete Kosten der Duni GmbH für Zentralfunktionen blieben mit 3,1 Mio. € im laufenden Jahr um 0,1 Mio. € über dem Vorjahr. 2 Darstellung der Lage2.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse sanken von 293,3 Mio. € (2018) auf 290,2 Mio. € an. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen wurden um 2,3 Mio. € vermindert. Damit betrug die Betriebsleistung 287,9 Mio. € (294 Mio. € in 2018). Der Materialaufwand erhöhte sich absolut von 188,4 Mio. € auf 189,5 Mio. €. Die auf die Betriebsleistung bezogene Materialeinsatzquote erhöhte sich damit von 64,1 % im Vorjahr auf 65,8%. Auf Grund des etwas geringeren Personalstandes konnten die Personalkosten trotz der Tariferhöhungen ab dem 01. März 2019 um 0,1 Mio. € von 32,1 Mio. € auf 32,0 Mio. € gesenkt werden. Die auf die Betriebsleistung bezogene Personalaufwandsquote blieb damit wie im Vorjahr bei 10,9 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 69,2 Mio. € an (66,5 Mio. € im Vorjahr). Während sich die Kosten für Zentralfunktionen des Konzerns von 18,9 Mio. € auf 21,6 Mio. € erhöhten, stiegen die Transportkosten 1,3 Mio. €. Die Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen konnten um 0,3 Mio. € auf 2,8 Mio. € gesenkt werden. Die Aufwendungen im Bereich Werbe- und Messekosten fielen im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. € niedriger aus. Die Fremdlöhne entwickelten sich ebenfalls rückläufig mit 2,3 Mio. € gegenüber 2,9 Mio. € für 2018. Periodenfremde Erträge ergaben sich in 2019 i.H. von 0,9 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung verschlechterte sich deutlich von 3,6 Mio. € auf ein negatives Ergebnis von 4,6 Mio. €. Der wesentliche Grund für diese Ergebnisverschlechterung besteht in den stark gestiegenen Materialeinstandskosten sowie den gestiegenen Transportkosten und Belastungen für Zentralfunktionen des Konzerns. 2.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme sank von 97,5 Mio. € zum 31.12.2018 auf 97,1 Mio. € zum 31.12.2019. Das Anlagevermögen sank um 0,9 Mio. € auf 16,1 Mio. €. Das Vorratsvermögen sank wieder deutlich von 34,3 Mio. € auf 32,2 Mio. €. Die Position "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" stieg von 45,1 Mio. € auf 47,5 Mio. €. Maßgeblich hierfür waren die um 2,4 Mio. € gestiegenen Forderungen im Konzernverbund, während die Forderungen gegenüber externen Kunden um 0,2 Mio. € abfielen und die Sonstigen Vermögensgegenstände um 0,1 Mio. € anstiegen. Die Eigenkapitalquote liegt wie im Vorjahr bei 10,3 %. Auf der Passivseite stiegen die Rückstellungen von 15,6 Mio. € auf 16,8 Mio. €. Die Erhöhung resultierte hauptsächlich aus dem Bereich der Kunden-Boni, wo durch Umstellung der Abschlagsmodalitäten 0,9 Mio. € mehr anfielen. Des Weiteren stiegen die Rückstellungen für Eingangs- und Ausgangsfrachten um 0,5 Mio. €, im Gegenzug sanken die Rückstellungen für Abfindungen und Freistellungen um 0,3 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verminderten sich von 53,4 Mio. € auf 51,4 Mio. €. Im Jahr 2019 wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 5,3 Mio. € erwirtschaftet. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt minus 2,4 Mio. €, sodass sich in 2019 eine Erhöhung des Finanzmittelbestands in Höhe von 2,9 Mio. € auf 4,4 Mio. € ergibt. Davon kommen 2,6 Mio. € aus dem Cash Pooling. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus Darlehen im Verbundbereich sowie aus dem Cashpooling mit der Duni AB. Insgesamt ist die Finanzlage der Duni GmbH nur in Verbindung mit derjenigen des Organträgers Duni Verwaltungs GmbH und der Konzernmutter Duni AB zu beurteilen. Durch den positiven Saldo der Cashpool Konten ergibt sich eine nicht ausgeschöpfte Kreditlinie aus dem Cashpool von 10,0 Mio. €. 2.3 Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftslauf und Lage Das Geschäftsjahr 2019 hat sich nicht wie geplant entwickelt. Die Segmente Table Top und Meal Service blieben mit der Umsatzentwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurück. Auch die Umsätze im Bereich Consumer sanken im Bereich der Aktionsgeschäfte deutlich unter das Vorjahresniveau. Der Anteil des Umsatzes mit verbundenen Unternehmen bewegte sich ebenfalls unter Vorjahresniveau. Die hohen Rohstoffpreise und die Verschiebung im Artikelmix führten wie prognostiziert zu einer höheren Materialeinsatzquote. Hinzu kamen gestiegene Frachtkosten und erhöhte Kosten für Zentralfunktionen, die in Summe dafür gesorgt haben, dass das Ergebnis nach Steuern erheblich unter das Vorjahresniveau und damit auch weit unter das prognostizierte Ergebnis gesunken ist. 2.4 Leistungsindikatoren Die Reklamationsquote blieb mit 0,2 o/oo unverändert auf sehr niedrigem Niveau. Bei den Betriebsunfällen konnte der schlechte Trend der letzten Jahre gewendet werden: Die Tausend-Mann-Quote (Anzahl der Unfälle hochgerechnet auf 1000 Mitarbeiter) konnte von 27 auf 20 verringert werden und lag damit auf Zielniveau. Die Rohstoffpreise für Pulp waren zu Beginn des Jahres 2019 auf einem historischen Hoch. Auf die Materialeinsatzquote macht sich auch der steigende Umsatz mit Handelswaren insbesondere im Bereich Meal Service negativ bemerkbar. Das Ergebnis nach Steuern sank auf minus 4,6 Mio. €. 3 Chancen- und RisikoberichtInsbesondere durch die im Frühjahr ausgebrochene Corona-Pandemie überwiegen die Risiken für das Geschäftsjahr 2020 die Chancen in finanzieller Hinsicht deutlich. Für die Produktion wird es im Laufe des Jahres darauf ankommen, die Produktionskapazitäten jeweils so zu steuern, dass die voraussichtlich stark volatilen Bedarfe jeweils fristgerecht bedient werden können, ohne dass es zu nennenswerten Ineffizienzen im Hinblick auf den Personaleinsatz bzw. den Gesamtbestand an Fertigwaren des Unternehmens kommt. Ein zusätzliches Risiko ergibt sich aus den weiterhin nicht konkretisierten Rahmenbedingungen des Brexits, da die Fabrik als wesentlicher Produzent für den britischen Markt auftritt. Durch die Erhöhung der Produktionskapazitäten in ausgewählten Tissue-Bereichen, konnten dagegen bisherige Engpasskapazitäten eliminiert werden. Hieraus ergeben sich, voraussichtlich nach dem Ende der Corona-Pandemie, zusätzliche Optionen zur Generierung von Absatzpotentialen. Schwer einzuschätzen ist derzeit die weitere Entwicklung der Rohstoffpreise - insbesondere des Pulp-Preises als dem Materialhaupteinsatzfaktor im Bereich der Produktion. Hier sind sowohl deutliche Preisrückgänge als Folge einer allgemeinen Weltwirtschaftskrise, als auch wieder anziehende Preise als Gegenreaktion auf den Rohstoffpreisrückgang des Jahres 2019 im Bereich des Möglichen. Auch der durch das Fehlen von LKW-Fahrern schwierige Transportmarkt in Deutschland ist für uns ein Risiko, dem wir mit einem Projekt zur Verringerung der Transporte begegnen. Durch die Umstellung von diversen Materialien und Artikeln im Professional Table Top-Bereich kamen zu Anfang des Geschäftsjahres 2019 Pipeline-Filling Effekte zum Tragen, die ebenso wie eine Preiserhöhung zu einer kurzfristigen Verbesserung der Ertragslage geführt haben. Im Bereich Consumer ergibt sich ein Risiko durch die weitere Konzentration im Handel. So steht die Supermarktkette "real,-" (ein Unternehmen der Metro Gruppe) aktuell zum Verkauf, Kaufland und Edeka buhlen um den Erwerb der Filialen. Sofern diese den Zuschlag erhalten, würden sich für uns voraussichtlich Umsatzrückgänge ergeben. Die inzwischen verabschiedete EU-Verordnung zur Reduzierung von Plastikartikeln hat Auswirkungen auf das Duni Consumer Geschäft. So sollen im Laufe des Jahres 2020 im Geschäftsbereich Consumer alle Plastikartikel aus dem Markt genommen werden und durch biologisch abbaubare Materialien ersetzt werden. Für den Bereich Professional stellen die rückläufigen Kundenzahlen in den Cash & Carry Märkten weiterhin eine Herausforderung dar. Den hier rückläufigen Umsatz versuchen wir mit Mehrumsätzen in unseren anderen Vertriebskanälen (Zustellgroßhandel, Internethandel) zu kompensieren. Im Bereich Meal Service erwarten wir durch unsere umweltfreundlichen Eco Echo Produkte steigende Umsatzzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikolage zumindest bis zum Ausbruch der Covid-19-Pandemie im 1. Quartal nicht verändert. Im Zuge dieser weltweiten Pandemie hat sich die konjunkturelle Lage und somit die Risikolage verschärft. Die negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft insgesamt sind immens, bedingt durch mehrwöchige Lockdowns hat es insbesondere unsere Kunden aus dem Gast- und Beherbergungsgewerbe stark getroffen. Chancen ergeben sich aber durch die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs und eine verstärkte Nachfrage nach hygienischen Einwegartikeln sowie Take Away-Produkten, auch wenn die resultierenden Umsatzeinbußen aus dem Gast- und Beherbergungsgewerbe aufgrund Kapazitätsbeschränkungen und größerem Risikobewusstsein der Bevölkerung voraussichtlich nicht vollständig aufgeholt werden können. Im Übrigen verweisen wir auf den Risikobericht der Konzernmutter. 4 PrognoseFür den Prognosezeitraum 2020/21 gehen wir von den folgenden Annahmen aus: Die Rohstoffkosten sollten sich bei unverändert schwachem Euro im Jahr 2020 leicht oberhalb des im 4. Quartal 2019 erreichten Marktniveaus bewegen. Die Materialeinsatzquote dürfte sich durch einen Nachlaufeffekt in 2020/21 gegenüber 2019 leicht sinken. Die Lohnkostensteigerung wird prozentual auch in 2020/21 oberhalb der Inflationsrate liegen. Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie, deren Entwicklung sich derzeit nicht abschätzen lässt, ist insbesondere in den Zeiten von Lockdowns mit zeitweise massiven Umsatzrückgängen zu rechnen. Durch die vorübergehende Schließung von Betrieben aus dem Gastgewerbe und verminderter Auslastung aufgrund von Abstandsregelungen ist im ersten Halbjahr mit einem deutlichen Umsatzrückgang zu rechnen, die kurzfristige Umstellung auf Take-Away und Lieferservice kann den Umsatzverlust aus dem normalen Restaurantbetrieb häufig nicht vollständig auffangen. Ebenso ist von einem Umsatzminus im Beherbergungsgewerbe im ersten Halbjahr auszugehen, bedingt durch den Wegfall von internationalem Tourismus, Events, Tagungen und Konferenzen sowie durch Auflagen wie Auslastungsbeschränkungen. Begegnet wurde der Situation seitens der Duni GmbH mit der Inanspruchnahme von staatlichen Förderungen im Sinne der Kurzarbeit, um sich der kurzfristig veränderten Konjunkturlage anzupassen und Kosten im Bereich Personal einzusparen. Vorsichtig optimistisch dürfte die gesteigerte Nachfrage nach Take-Away Produkten während und nach den Zeiten des Lockdowns sowie der große Bedarf an hygienischen Table Top-Produkten nach Wiederaufnahme des Betriebs in der Gastronomie und Hotellerie stimmen. Durch die Pandemie ist von vorab nicht planbaren Bedarfsspitzen bei diversen Produktgruppen auszugehen. Die weltweit gestiegene Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen führt voraussichtlich zu Lieferengpässen bei diesen Handelswaren. Bei eigenproduzierten Artikeln und Handelswaren aus dem Bereich Table Top wird es das Ziel sein, deren Produktion möglichst schnell auf unerwartet stark nachgefragte Artikel umzustellen, aufgrund umfangreicher Planungsprozesse ist aber auch hier teilweise von Lieferengpässen auszugehen. Die im Jahr 2019 positiven Umsatzeffekte aufgrund von Pipeline-Filling und Preiserhöhungen sind im kommenden Geschäftsjahr nicht zu erwarten, da weder eine umfassende Anpassung des Sortiments noch eine Preiserhöhung im Jahr 2020 erfolgen. Zudem bleibt innerhalb der Euro-Zone die Entwicklung des englischen Marktes durch den EU-Ausstieg mit Risiken behaftet. In den anderen Ländern der Euro Zone rechnen wir aufgrund der außergewöhnlichen Pandemie-Situation mit leicht rückläufigen Umsätzen.
Bramsche, den 19. November 2020 Duni GmbH Matthias Voß Manfred Hargarten Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Duni GmbH, BramscheAmtsgericht Osnabrück, HR B 203560 Anhang für das Geschäftsjahr 2019I. AllgemeinesDer Jahresabschluss der Duni GmbH, Bramsche, für das Geschäftsjahr 2019 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erfolgt (§ 275 Abs. 2 HGB). Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die abnutzbaren, beweglichen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellkosten bis zu 150,- € werden als Betriebsausgaben gemäß § 6 Abs. 2 EStG behandelt. Wenn die Anschaffungskosten für das Wirtschaftsgut über 150,- € liegen und den Betrag von 1.000,- € nicht überschreiten, wird nach § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten eingerichtet. In diesen Sammelposten werden alle Wirtschaftsgüter eines Jahres zusammengefasst. Dieser Sammelposten wird über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu fortgeführten Buchwerten bilanziert. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bilanziert. Die Bewertung der Handelsware erfolgt zu Anschaffungswerten bzw. zu niedrigeren Tagespreisen. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Zur Einhaltung des Niederstwertprinzips sind bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen Abwertungen wegen eingeschränkter Verwertbarkeit bzw. wegen verlustfreier Bewertung vorgenommen worden. Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen. Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Anschaffungskosten bewertet, soweit in Einzelfällen nicht ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwendungen der Folgeperiode darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/ PuC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 11 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Der zu Grunde gelegte Zinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 2,42 % (Vorjahr 3,21%). Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2018G von Prof. Klaus Heubeck Anwendung. Des Weiteren wurde eine erwartete Rentenentwicklung von 1,75% berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate sowie ein Gehaltstrend wurden nicht berücksichtigt, da es sich bei den Begünstigten um bereits ausgeschiedene Mitarbeiter handelt. Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen zugrundeliegenden Durchschnittsbildungszeitraums von zehn Jahren ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2019 T€ 39. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag angesetzt, der der voraussichtlichen Inanspruchnahme entspricht. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, Bankguthaben und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft werden keine latenten Steuern bilanziert. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagengitter zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 10.605 (Vorjahr T€ 10.806) Liefer- und Leistungsforderungen und in Höhe von T€ 3.143 (Vorjahr T€ 473) Forderungen aus dem Cash-Pool. Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen T€ 883 auf Einbehalte aus Factoring, T€ 305 aus Umsatzsteuerforderungen, T€ 773 auf debitorische Kreditoren, T€ 128 aus Forderungen aus Stromsteuer und T€ 96 auf Lieferantenboni. Alle übrigen Forderungen haben Restlaufzeiten unter einem Jahr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt und entspricht der Eintragung im Handelsregister. Sonstige Rückstellungen Allen erkennbaren Risiken werden in angemessenem Maße Rechnung getragen. Sie betreffen vornehmlich den Personal- und Vertriebsbereich (Boni und andere Abzüge). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von T€ 3.877 (Vorjahr T€ 5.360). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sicherheiten Sicherheiten bestehen im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte. Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten aus abzuführender Lohn- und Kirchensteuer (T€ 267; Vorjahr T€ 281) enthalten. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Es bestehen Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB i.H. von T€ 102 (Vorjahr T€ 102) aus Bürgschaften. Von einer Inanspruchnahme dieser ist nicht auszugehen, da es sich im Wesentlichen um Zollbürgschaften zur Abwicklung des Exportgeschäftes in die Schweiz handelt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen belaufen sich über die gesamte Vertragslaufzeit auf T€ 3.414 (davon an verbundene Unternehmen T€ 2.520). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Im Vergleich zum Vorjahr gliedert sich der Nettoumsatz wie folgt:
Die Umsatzerlöse im Inland betreffen überwiegend den Bereich "Professional", im Ausland vorwiegend Intercompany Umsätze. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 860; Vorjahr T€ 1.035) und Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 380, Vorjahr T€ 311). Darin enthalten sind folgende periodenfremde Erträge:
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 351 (Vorjahr T€ 323) enthalten. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen resultierten im Wesentlichen aus der Dividendenzahlung der Duni S.R.L.A., Torino, Italien (T€ 325). Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Steuern vom Einkommen und Ertrag Im Berichtsjahr wurde unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag die Steuerumlage an den Organträger Duni Verwaltungs GmbH mit T€ 0 (Vorjahr T€ 1.577) ausgewiesen. Sonstige Angaben. V. Sonstige AngabenAnteilsbesitz 100% - Beteiligung an der Duni S.R.L.A., Torino, Italien mit einem Eigenkapital von T€ 74, und einem Jahresüberschuss von T€ 405 (Vorjahr T€ 325) (Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2018). Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen
Darüber hinaus beschäftigte die Gesellschaft 459 Minijobber. Honorar des Abschlussprüfers Nach § 285 Nr. 17 HGB ergibt sich das als Aufwand erfasste Honorar (inklusive Auslagenersatz) im Geschäftsjahr wie folgt:
Altersvorsorge Die Aufwendungen für die Altersvorsorge für Mitarbeiter beliefen sich im laufenden Jahr auf T€ 30 gegenüber dem Vorjahr, in dem sich durch die Einflüsse auf die Pensionskonten ein Ertrag von T€ 5 ergeben hatte. Bezüge Von der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen für das Geschäftsjahr 2019 T€ 7. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Duni GmbH gehörten im Geschäftsjahr an: Fredrik Malmgren, Director Operations (ausgeschieden am 24.08.2020) Zum 15. Januar 2020 wurden zu weiteren Geschäftsführern bestellt Matthias Ludger Voß, Factory Director Manfred Richard Hargarten, Managing Director Commercial Aufsichtsrat
Muttergesellschaften Über die Gesellschafter ist die Duni GmbH ein verbundenes Unternehmen der Duni A.B., Malmö/Schweden. Der Abschluss der Duni GmbH wird demgemäß in den Konzernabschluss der Duni A.B. einbezogen, welcher den größten Konsolidierungskreis darstellt. Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis wird auf Basis des Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt. Nachtragsbericht Es haben sich nach dem Ablauf des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. Die Covid-19 Pandemie hat allerdings auch die Duni GmbH getroffen. Insbesondere der Lockdown im Gastronomiebereich hat zu erheblichen Umsatzeinbußen im Hauptsegment geführt. Auch in den angeschlossenen Nachbarländern gingen die Umsätze auf ein Minium zurück, was sich unmittelbar auf die Duni GmbH als zuständigen Lieferanten ausgewirkt hat. Durch schnelles Abschalten der Produktion und kurzfristig angeordnete Kurzarbeit konnten die Folgen abgemildert werden.
Bramsche, den 19. November 2020 Duni GmbH Matthias Voß Manfred Hargarten Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Duni GmbH, Bramsche Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Duni GmbH, Bramsche, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Duni GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 19. November 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Prof. Dr. Gregor Solfrian, Wirtschaftsprüfer ppa. Melanie Wedi, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde am 03.12.2020 festgestellt |
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