Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 11232
Vorher
PRISMAT Gesellschaft für Softwaresysteme und Unternehmensberatung mbH
Eingetragen
24.5.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Entwicklung, Dienstleistungen und Handel im Zusammenhang mit der Erstellung von Computer- und Softwaresystemen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lothar Grüber
seit 28.3.2019
Geschäftsführer
Fin Geldmacher
seit 19.11.2008
Geschäftsführer
Lars Gregor
seit 19.11.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
55.00%
30.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
prisma GmbHEigenbeteiligung
2.50%

Gesellschafter
Beta

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 6 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Lars Gregor
Witten
7.740 €
30.00%
Geldmacher GmbH
Germany
7.740 €
30.00%
Fin Geldmacher
Dortmund
6.450 €
25.00%
Prismat Beteiligungs-GbR
Germany
1.935 €
7.50%
A******** A*****
1.290 €
5.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

prismat GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die prismat GmbH als ein Projekthaus für SAP-Lösungen konzipiert, implementiert, schult und supportet systemübergreifend und standardnah, ganzheitliche SAP-Lösungen für logistische Prozesse entlang des gesamten Supply-Chain-Prozesses.

Die SAP SE bietet unterschiedliche Softwareprodukte zur Unterstützung logistischer Prozesse an. Zu diesen Softwareprodukten zählen u.a. S/4HANA, SAP EWM, SAP TM, Business Technologie Platform, SAP Analytics Cloud, SAP Fiori und SAP Enable Now. S/4HANA ist dabei die neueste ERP-Generation und somit das strategische Produkt der SAP SE.

Die o.a. Softwareprodukte der SAP zu verkaufen, standardnah zu implementieren und nahtlos in eine Gesamtsystemlandschaft zu integrieren, ist die Kernaufgabe der prismat GmbH.

Um das strategische Softwareprodukt S/4HANA zu fokussieren, wurde bereits in 2019 erstmals die prismat/RAKETE für S/4HANA entwickelt und vermarktet. Die prismat/RAKETE stellt die Bündelung des gesamten Erfahrungs- und Kompetenzspektrums bei prismat dar. Anhand der ganzheitlichen Projekterfahrung zu sämtlichen Branchen wurden erprobte Standard-Prozesse mit standardnahen Customizing-Bausteinen und Entwicklungskomponenten kombiniert und entsprechend für S/4HANA vorkonfiguriert.

Die prismat GmbH hat Ihre wesentliche vertriebliche Ausrichtung auf dem deutschen Markt. Eine expliziete Branchenfokussierung ist nicht gegeben, ergibt sich aber indirekt durch die thematische Ausrichtung und dem Portfolio der prismat GmbH in Richtung der diskreten Fertigung, der Konsumgüterindustrie und des Großhandels mit Schwerpunkten in dem Bereich Lebensmittel. Die Pharmabranche gewinnt im Rahmen der vertrieblichen Tätigkeiten zunehmend an Bedeutung. Durch die Internationalität der Kunden in Verbindung mit globalen Lagerstandorten, erfolgt eine Leistungserbringung auch weltweit.

Organisatorische Struktur

Die grundsätzlichen Leistungsbereiche der prismat GmbH gliedern sich in Consulting, Entwicklung, Schulung und Support.

Diese Leistungen werden von sieben Standorten in Deutschland und einer Tochtergesellschaft in Rumänien erbracht. Neben dem Hauptstandort in Dortmund gibt es noch Betriebsstätten in Bremen, Bielefeld, Ratingen, Köln, Stuttgart und Würzburg. Analog zu Dortmund, werden auch von allen anderen Betriebsstätten, Leistungen der prismat GmbH sowohl national als auch international bei den Kunden erbracht. Um das Portfolio der prismat GmbH auch mit Themen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) anzureichern und Kunden entsprechende Angebote im Kontext der Logistik anbieten zu können, hat sich die prismat GmbH in 2023 an einer Unternehmensgründung mit 40% beteiligt. Ziel der Beteiligung ist es, Kunden KI-gestütze Ressourcenplanungssysteme anbieten zu können.

Rechtliche Struktur

Hauptsitz der prismat GmbH ist Dortmund. Die prismat GmbH hat zum Abschlussstichtag eine 100%tige Tochtergesellschaft in Brasov, Rumänien und eine Beteiligung in Höhe von 40% an einem Unternehmen, welches KI-gestützte Ressourcenplanungssysteme anbietet. Die Betriebstätten in Deutschland werden von dem Hauptsitz aus Dortmund gesteuert und administrativ betreut.

2. Forschung und Entwicklung

Durch eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der SAP SE und unseren Forschungs- und Pilotprojekten sind wir stets auf dem aktuellen Stand der Technik und leisten darüber hinaus unseren Beitrag zur ständigen Weiterentwicklung der Standardumfänge von SAP-Lösungen.

Eine eigenständige F&E-Abteilung existiert aktuell nicht. Gleichwohl beschäftigt sich ein spezielles Team insbesondere mit der Portfolioentwicklung der SAP und Trends im Logistikbereich, um das Portfolio der prismat sinnvoll zu ergänzen. Fortlaufend seit 2019 wurde verstärkt das Know-How aus den durchgeführten Kundenprojekten und den verschiedenen Leistungsbereichen, Bestpractices abgeleitet und in einer Lösung "prismat/RAKETE für S4/HANA" gebündelt. Eine Registrierung der Marke wurde in 2019 durchgeführt.

Konkrete Forschungs- und Entwicklungsprojekte wurden in 2023 nicht durchgeführt. Eine Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungsaufwänden hat somit analog zum Vorjahr nicht stattgefunden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche, Konjunktur

Nach der Automobilwirtschaft und dem Handel, stellt der Logistikbereich den drittgrößten Wirtschaftsbereich in Deutschland dar. Der Umsatz der Logistikbranche in Deutschland ist seit 2010 bis 2019 kontinuierlich gestiegen. In 2020 gab es im Vergleich zum Vorjahr coronabedingt einen leichten Rückgang auf 279 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr 2022 ist der Umsatz der Logistikbranche in Deutschland um 2,5% von 319 auf 327 Milliarden Euro gestiegen und dies trotz dem anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikt und Probleme bei den Lieferketten.

Die Logistikbranche steht angesichts der Globalisierung der Wertschöpfung, neuer Produktionskonzepte, der Digitalisierung von Geschäfts- und Arbeitsprozessen und des starken Wachstums des E-Commerce vor neuen Anforderungen. Logistik gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Dienstleistungen rund um die industrielle Produktion. Eine sehr hohe Komplexität und der Druck, die Effektivität der Lieferketten stetig zu optimieren, charakterisiert Logistikmärkte. Internationale Krisensituationen und Wirtschaftssanktionen wirken sich dann entsprechend deutlich auf die Lieferketten aus.

Politische Rahmenbedingungen

Politische Faktoren können grundsätzlich einen Einfluss auf die Investitions- und Digitalisierungsentscheidungen der Unternehmen haben. Die mittel und langfristigen Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Krieg, sind derzeit schwer einschätzbar. Die aktuell verhängten Sanktionen des Westens und die aktuelle wirtschaftliche Isolierung Russlands werden sich massiv auf den Export nach Russland, die Beschaffungsmärkte und Lieferketten auswirken. Die hohe energiepolitische Abhängigkeit Deutschlands aber auch anderer europäischer Länder, wird grundsätzlich zu einer Steigerung der Produktionskosten führen. Die politische und wirtschaftliche Positionierung Chinas im Rahmen dieses Konfliktes kann darüber hinaus starken Einfluss auf das Konsumverhalten und die globale wirtschaftliche Entwicklung haben.

Wettbewerbssituation

Die prismat GmbH fokussiert sich mit Ihrem Portfolio insbesondere auf die Supply-Chain-Prozesse. Damit bietet die prismat GmbH in einem komplexen Teil des SAP-Portfolios ein Spezialwissen an und grenzt sich von den klassischen ERP-Häusern ab, da diese nicht auf die Steuerung von physischen Prozessen ausgerichtet sind. Daher ist die prismat GmbH unter Berücksichtigung einer vergleichbaren geringen Anzahl von Mitbewerbern sehr gut im Markt positioniert.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Supply-Chain-Experte im SAP Umfeld, ist die prismat GmbH nicht nur deutschlandweit, sondern weltweit tätig.

Das Berichtsjahr 2023 ist mit einem starken I-Quartal, das im Umsatz deutlich über dem Vorjahreswert lag, gestartet. Der Auftragsbestand bzw. das Abrechnungspotential hat im II. und insbesondere im III-Quartal deutlich abgenommen. Dadurch ist es bei einer Betrachtung im Quartalsvergleich, zu abnehmenden Umsätzen im Jahresverlauf gekommen. Insbesondere die Standorte in Stuttgart und Würzburg waren von den fehlenden Auftragseingängen geprägt. Im IV-Quartal konnte, aufgrund diverser Kunden-Go-Live-Projekte, dann das beste Quartal im Jahresvergleich realisiert werden. Insgesamt kann man jedoch festhalten, dass die wirtschaftliche Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten sich auf die Investitionsvorhaben der Unternehmen und einer verschärften Wettbewerbssituation ausgewirkt haben. Dabei spielte sicherlich auch die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der bestehenden geopolitischen Spannungen und Krisen eine Rolle. Dies wirkte sich insbesondere an den Standorten aus, wo die Anzahl von Bestandskundenverhältnissen geringer ausgeprägt ist. Ferner spiegelte sich dies auch in deutlich längeren Salescyleprozessen und erhöhten Wettbewerbssituation in einzelnen Angebotsprozessen wieder.

Die bestehende Auftragslage, führte in 2023 zu einer Umsatz- und Ergebnissteigerung, bei gleichzeitiger Bereitstellung einer stabilen Liquiditätssituation. Die in 2021 erstmalig getätigten Investitionen in die Eröffnung einer weiteren Betriebsstätte in Würzburg und der Gründung einer Tochtergesellschaft in Rumänien für eine optimiertere Positionierung im deutschen Markt und eine verbesserte Delivery im Projektgeschäft, wurden mit dem Aufbau weiterer Betriebsstätten in Bielefeld und Köln weiter verfolgt und zeigen erste Erfolge.

Trotz der wirtschaftlichen Stagnation, einer verhalteneren Investitionsbereitschaft und der bestehenden Lieferkettenprobleme, konnte in 2023 ein Umsatzwachstum ggü. 2022 realisiert werden. Somit ist nach dem bereits positiven Vorjahr wieder gelungen, die positiven Werte aus 2022 zu bestätigen.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 29.938 26.273 3.665 13,95
Betriebsergebnis 3.292 3.311 -19 -0,57
Ertragsteuern 1.193 1.154 39 3,38
Jahresergebnis 2.490 2.419 71 2,94

Die prismat GmbH steigerte die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.665 d.h. 13,95%. Das Wachstum resultiert dabei aus dem Anstieg der Umsatzerlöse um 9,53% und der deutlichen Steigerung der Bestandsveränderungen um 183,49% im Rahmen der Abwicklung von Werkverträgen.

Das im Vorjahr zum Jahresende ansteigende Auftragsniveau, hat sich im Berichtsjahr positiv ausgewirkt und auch weiter fortgesetzt. Dabei trug insbesondere der Bestandskundenbereich mit weiter steigenden Auftragsvolumina zu der Umsatzsteigerung bei.

Der Rohertrag lag mit einer Steigerung von 13,92% nahezu auf dem Niveau der Gesamtleistung von 13,95%. Dabei lagen die Aufwendungen für externer Dienstleister im Berichtsjahr, durch den verstärkten Einsatz von prismat Mitarbeitenden, unter dem des Vorjahres.

Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Dies liegt im Wesentlichen an den erhöhten Investitionen in das Personalwachstum und den damit verbunden gestiegenen Infrastrukturkosten wie z.B. für Büromiete. Diese, auf die zukünftige Ausrichtung der Gesellschaft vorgenommene Erhöhung, konnte durch den gestiegenen Rohertrag fast vollständig kompensiert werden.

Die sonstigen Aufwendungen sind bedingt durch das Personalwachstum und gesteigerter Vertriebs- und Marketingaufwendungen zur Sicherstellung einer mittelfristigen Auftragslage, angestiegen. Grundsätzlich bilden die Personalaufwendungen, die Mietaufwendungen für die Büroräume an den verschiedenen Standorten und die Aufwendungen für den Fuhrpark (Dienst- und Poolwagen) rd. 90% der operativen Kosten ab.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich aufgrund des nahezu identischen Betriebsergebnisses entsprechend entwickelt.

Trotz letzter Auswirkungen der Coronapandemie, der hohen Inflation und Energiekostensteigerungen konnte aufgrund der insgesamt gestiegenen Auslastungsquote in Kundenprojekten und unter Berücksichtigung der Kostensteigerungen in 2023, gegenüber dem Vorjahr wieder ein Ergebnisanstieg in Höhe T€ 71, d.h. rd. 2,94% realisiert werden.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird als sehr gut eingestuft. Allein aus den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit konnten die notwendigen und strategischen Investitionen finanziert werden. Eine Fremdfinanzierung, auch in der Form einer Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien, war zu keinem Zeitpunkt notwendig gewesen. Die liquiden Mittel haben sich insbesondere aufgrund von Rückzahlungen aus Darlehensgewährungen an Gesellschafter und Mitarbeiter um T€ 644 erhöht. Auch die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um T€ 773 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dabei resultiert der Anstieg insbesondere aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das der Tochtergesellschaft in Rumänien gewährte Darlehen wird planmäßig getilgt und valutiert am Bilanzstichtag in Höhe von T€ 30.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 774 691 83 12,0
kurzfristige Vermögenswerte 6.553 5.780 773 13,4
liquide Mittel 4.336 3.692 644 17,4
Passiva
Eigenkapital 7.213 6.222 991 15,9
Rückstellungen 2.449 2.635 -186 -7,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.001 1.306 695 53,2
Bilanzsumme 11.663 10.163 1.500 14,8

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 83 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen d.h. in Betriebs- und Geschäftsausstattung die mit dem Ausbau der Bürofläche in 2023 in Zusammenhang steht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind auf T€ 6.553 gestiegen. Dabei hat der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den Rückgang von Darlehen an Gesellschafter und Mitarbeiter, aufgrund von Tilgungen überkompensiert. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen mussten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr nur in sehr geringem Umfang in Höhe von T€ 1,5 gebildet werden. Die Zielgewährung an Kunden liegt im Berichtsjahr bei 61 Tagen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11 Tage erhöht. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass die Zahlungsmoral und die Bonität der Kunden als sehr gut einzuschätzen sind.

Die liquiden Mittel sind im Berichtsjahr in Höhe von T€ 644 angestiegen und haben daher maßgeblich zum Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um T€ 773 beigetragen.

Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden analog zum Vorjahr nicht beansprucht.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 7.213. Die Eigenkapitalquote hat sich weiterhin leicht verbessert und liegt bei 61,84% (Vorjahr 61,23%) Dieses ist aus unserer Sicht in Anbracht der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der anhaltenden Pandemie als sehr positiv zu beurteilen.

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 186, d.h. um 7,1% gesunken. Ursächlich dafür sind die geringeren Steuerrückstellungen aufgrund geleisteter Vorauszahlungen aber insbesondere geringere Rückstellungen für Gewährleistungen.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum vorherigen Bilanzstichtag um T€ 661 angestiegen. Der Anstieg resultiert dabei im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von T€ 156 und sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 465.

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr, unter Berücksichtigung der andauernden pandemischen Lage, der kriegerischen Auseinandersetzungen und der hohen Inflation, eine sehr positive Entwicklung gemacht.

3. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist nachhaltig positiv zu bewerten.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Prognosebericht

Grundsätzlich müssen sich Unternehmen dem Thema der Digitalisierung der Geschäftsprozesse stellen, um mittel- und langfristig wettbewerbsfähig zu sein. Die Anforderungen aus der Globalisierung und der Effizienzsteigerung verlangen nach softwaregestützten Lösungen, die komplexe Geschäftsprozesse auch unter Einsatz von künstlicher Intelligenz und Maschine Learning, unterstützen. Dabei werden integrierte Softwarelösungen, welche Schnittstellenthematiken zu Drittsystemen ablösen, ebenso wie IT-Infrastrukturmodelle, die es ermöglichen steigende Datenmengen zu verarbeiten, den entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausmachen.

Die prismat GmbH hat sich mit Ihrer langjährigen Erfahrung in Supply-Chain-Prozessen im Kontext des SAP-Umfeldes, strategisch auf die Herausforderungen des Marktes ausgerichtet.

Für SAP-Kunden endet die Wartung der bisherigen ERP-Produkte SAP ECC und SAP R/3 im Jahr 2025, unter gewissen Umständen erst 2027. Dies führt zwangsläufig zu Migrationsprojekten auf das Nachfolgeprodukt S/4HANA. Die Wahrnehmung aus Kundengesprächen ist, dass sich der überwiegende Teil aktuell in der Konzeptionsphase für ein Migrationsprojekt befindet. Da dieses Konzept grundsätzliche Themen der IT-Systemlandschaft berücksichtigen muss, stehen die Kunden nicht nur thematisch, sondern auch zeitlich im Hinblick auf den Umstellungszeitpunkt und unter Berücksichtigung der Ressourcenknappheit vor einer sehr komplexen Aufgabe.

Die prismat GmbH erwartet grundsätzlich im Hinblick auf die hohe Anzahl noch durchzuführender Migrationsprojekte auf S/4HANA und der begrenzten Anzahl von Ressourcen für Unterstützungsleistungen im Bereich Supply-Chain, in der Zukunft weiterhin deutliche Umsatz- und Ergebniswachstumsraten. Aktuell sind die Auswirkungen aus dem bestehenden Russland-Ukraine-Konflikt, der gestiegenen Energiekosten und dem gestiegen Zinsniveau auf unsere Kunden schwer einschätzbar. Insbesondere inwieweit bestehende und neue Investitionsentscheidungen auf Kundenseite davon betroffen sind.

Die zugrunde liegende Annahme ist hier, dass sich die Lieferkettenprobleme weiter auflöst. Ferner, dass die kriegerische Situation im Osten in einem absehbaren Zeitraum politisch gelöst wird. Darüber hinaus, dass sich die Inflation durch eine Geldmarktpolitik mit einem gestiegenen Zinsniveau weiter stabilisiert.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Die prismat GmbH nimmt sich den Herausforderungen der Kunden als Spezialist in Supply-Chain-Prozessen an. Aus den Erfahrungen von zahlreichen Kundenprojekten wurden Konzepte und Vorgehensweisen ermittelt, um den Anforderungen nach Best-Practice-Lösungen nachzukommen. Die Kunden profitieren von einem erprobten Standardvorgehen, dokumentierten Prozessen und Lösungen, um die SAP-Software gezielt und bestmöglich auf die Kundenanforderungen auszurichten. Der Einsatz von modernen Technologien, wie z.B. Fiori aber auch KI, führen zu einer guten Positionierung der prismat GmbH im Markt.

Ergänzend stellt die prismat GmbH den Kunden den Support für ihre individualisierten Applikationen zur Verfügung, um auch nach Abschluss der Implementierung einen störungsfreien Betrieb zu unterstützen.

Die Bündelung von Know-How in Best-Practice-Lösungen, die in Projekten zum Einsatz kommen, führen in Verbindung mit Pflegeverträgen zu nachhaltigem Umsatz- und Ergebnispotential.

Die prismat wird zukünftig stärker, ausgehend von den Supply-Chain-Prozessen, Dienstleistungen, prismat Produkte und SAP-Lizenzen anbieten. Diese stellen ein erhöhtes und stärker skalierendes Umsatz- und Ergebnispotential dar und führen zu einer erhöhten Diversifikation in der Umsatzverteilung.

Risiken

Wesentliche Risiken im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung können aus dem anhaltenden Russland/Ukraine-Konflikt entstehen. Darüber hinaus kann die weltweit hohe Zinspolitik der Währungsbanken im Rahmen zu konjunkturellen Eintrübungen und damit einer abnehmenden Investitionsbereitschaft führen. Bezogen speziell auf den deutschen Markt, auf dem die prismat GmbH vorrangig tätig ist, können sich die anhaltend hohen Energiepreise und die Lieferkettenprobleme negativ auf den Geschäftsverlauf auswirken. Die erwartete konjunkturelle Erholung kann geschwächt werden und es könnte zu einer Stagflation, d.h. einer Kombination von schwachem Wachstum und hoher Inflation kommen. Steigende Unsicherheit über die weitere Entwicklung könnte zur Folge haben, dass Investitionen verschoben werden.

Daraus resultierend können sich Umsatz- und Ergebnisbelastungen ergeben, da in solchen Phasen die Investitionsvorhaben bei den Kunden intensiver als üblich geprüft werden. Die Folge wäre in der Regel entweder die Absage von Projekten oder eine Verschiebung des Projektstarts.

Ein weiteres Risiko für die aktuelle und zukünftige Entwicklung ist die Situation am Arbeitsmarkt. Die Rekrutierung und Bindung von geeigneten Mitarbeitern/innen zur Realisierung von Kundenprojekten stellt eine immer größer werdende Herausforderung dar. Dies kann dazu führen, dass Kundenprojekte nicht realisiert werden, was sich auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung negativ auswirkt. Ergebnismindernd können sich auch die weiter stark steigenden Personalkosten in Verbindung mit Aufwendungen für Mitarbeiterbindungsmaßnahmen auswirken. Eine Durchreichung der Kosten an den Kunden über die Anpassung von Tagessätzen ist nur in moderatem Umfang möglich.

Aufgrund des hohen Anteils vom Projektgeschäft am Gesamtumsatz, stellen krankheitsbedingte Ausfälle durch Virusinfektionen, die über die normalen Grippewellen hinausgehen, ein bedeutendes Risiko dar. Auch wenn eine Abschwächung der Pandemie festzustellen ist, kann sich die bestehende Pandemie auf das Projektgeschäft sowohl auf Kundenseite als auch auf Seiten der prismat GmbH weiterhin negativ auswirken.

Ein entscheidender Faktor für das Geschäftsmodell ist dabei die geeigneten Mitarbeiter/innen zu finden. Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 218 (Vorjahr 195). Um das Personalwachstum weiter zu steigern, hat die prismat verschiedene Strategien für das Rekrutierung entwickelt, um das angestrebte Umsatzwachstum zu unterstützen.

Der hohe Anteil von wenigen Großkunden, die 80% der Gesamtleistung auf sich vereinigen, ist ein Risiko in Bezug auf Umsatz und Ergebnis. Vor dem Hintergrund des Projektgeschäftes und der Projektphasen verändert sich jedoch jährlich die Zusammensetzung hinsichtlich des individuellen Anteils der Kunden. Es wird seitens der prismat GmbH angestrebt, sowohl hinsichtlich der Branchenausrichtung als auch der Kundenanzahl eine breite Streuung darzustellen, um das Risiko zu minimieren.

Die Größe eines typischen Kunden der prismat GmbH bedingt im Bereich des Forderungsmanagements die Gewährung von längeren Zahlungszielen. Gleichwohl ist festzustellen, dass der Forderungsausfall über den gesamten Zeitraum 2023 als auch in Vorjahren sehr gering ist, was auch dazu führt, dass Einzelwertberichtigungen nur in sehr geringem Umfang in Höhe von T€ 1,5 im Jahresabschluss zu bilden waren. Das Debitorenmanagement in seiner jetzigen Ausprägung stellt einen kontinuierlichen Zahlungseingang sicher, so dass Anpassungen aktuell nicht als notwendig erachtet werden.

Die erbrachten Lieferungen und Leistungen der prismat GmbH werden ausschließlich in Euro abgerechnet, so dass Zins- und Währungsrisiken nahezu ausgeschlossen sind.

Mögliche Risiken aus Gerichts- und Schiedsverfahren mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen aktuell nicht.

 

Dortmund, den 04. März 2024

gez. Fin Geldmacher

gez. Lars Gregor

gez. Lothar Grüber

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 774.384,00 691.635,64
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 85.749,00 107.238,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 85.749,00 107.238,00
II. Sachanlagen 667.975,00 574.737,64
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 94.338,00 118.425,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 573.637,00 423.415,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 32.897,64
III. Finanzanlagen 20.660,00 9.660,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.500,00 9.500,00
2. Beteiligungen 11.000,00 0,00
3. sonstige Finanzanlagen 160,00 160,00
B. Umlaufvermögen 10.745.068,83 9.304.005,35
I. Vorräte 0,00 0,00
1. unfertige Erzeugnisse 501.815,24 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 501.815,24 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.408.794,31 5.612.502,64
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.121.237,06 3.801.263,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.000,08 40.000,04
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.257.557,17 1.771.238,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.336.274,52 3.691.502,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 143.762,23 167.585,59
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.663.215,06 10.163.226,58

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.212.719,07 6.222.607,27
I. gezeichnetes Kapital 25.800,00 25.800,00
II. Gewinnvortrag 4.696.807,27 3.777.755,54
III. Jahresüberschuss 2.490.111,80 2.419.051,73
B. Rückstellungen 2.448.604,85 2.634.868,60
1. Steuerrückstellungen 757.016,00 789.298,00
2. sonstige Rückstellungen 1.691.588,85 1.845.570,60
C. Verbindlichkeiten 1.961.959,89 1.300.656,91
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 73.250,00 94.250,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 155.998,06 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 426.220,11 385.340,65
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.306.491,72 821.066,26
D. Rechnungsabgrenzungsposten 39.931,25 5.093,80
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.663.215,06 10.163.226,58

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 28.514.964,08 25.241.023,22
2. Personalaufwand 19.604.458,59 17.181.138,63
a) Löhne und Gehälter 16.513.346,94 14.502.187,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.091.111,65 2.678.951,29
davon für Altersversorgung 282.270,36 249.376,76
3. Abschreibungen 267.020,19 196.912,60
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 267.020,19 196.912,60
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.007.004,63 4.218.949,94
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 6.732,91 10.967,66
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5.924,42 299,38
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.018,94 15.410,12
davon aus verbundenen Unternehmen 577,29 710,31
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 79.889,67
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.209,26 1.503,26
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.192.980,88 1.154.476,55
10. Ergebnis nach Steuern 2.493.233,89 2.423.862,07
11. sonstige Steuern 3.122,09 4.810,34
Jahresüberschuss 2.490.111,80 2.419.051,73

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die prismat GmbH mit Sitz in der Stockholmer Allee 30 a-c, 44269 Dortmund, ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter der Nummer HRB 11232.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Dienstleistung und Handel im Zusammenhang mit der Erstellung von Computer- und Softwaresystemen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Abweichungen in der Gliederung der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung zum letzten Geschäftsjahr liegen nicht vor, so dass Erläuterungen im Sinne des § 265 Abs. 2 S. 2 HGB unterbleiben können.

Die Vergleichbarkeit im Sinne des 265 Abs. 2 HGB ist gegeben, so dass Erläuterungen im Sinne des § 265 Abs. 2 S. 2, 3 HGB ebenfalls unterbleiben können.

Mehrere Geschäftszweige im Sinne des § 265 Abs. 4 HGB liegen nicht vor.

III. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden entsprechend der Generalnorm für Kapitalgesellschaften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung gemäß § 264 Abs. 2 HGB bewertet. Die allgemeinen Bewertungsgrundsätze gemäß § 252 HGB wurden beachtet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2023 planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 800,00 EUR sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Die Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens (unfertige Leistungen) erfolgt zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Verwaltungsgemeinkosten). Von den unfertigen Leistungen werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen abgesetzt nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken im Forderungsbestand werden erforderlichenfalls - neben einer Pauschalwertberichtigung von 1 % des Netto-Forderungsbestandes - Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst gemäß § 250 Abs. 1 HGB allein Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (transitorische Aktiva).

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB).

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß § 250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Die Anfangsbestände im Anlagenspiegel sind zu ursprünglichen Anschaffungskosten angegeben.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 225.092,84 26.890,00 0,00
geleistete Anzahlungen 45.780,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 270.872,84 26.890,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 120.433,97 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 837.002,44 334.297,80 118.682,43
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.897,64 29.565,39 0,00
Summe Sachanlagen 990.334,05 363.863,19 118.682,43
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.500,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 11.000,00 0,00
Genossenschaftsanteile 160,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 9.660,00 11.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.270.866,89 401.753,19 118.682,43
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.780,00 297.762,84
geleistete Anzahlungen -45.780,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 297.762,84
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 120.433,97
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.565,39 1.082.183,20
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -62.463,03 0,00
Summe Sachanlagen -32.897,64 1.202.617,17
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 9.500,00
Beteiligungen 0,00 11.000,00
Genossenschaftsanteile 0,00 160,00
Summe Finanzanlagen 0,00 20.660,00
Summe Anlagevermögen -32.897,64 1.521.040,01
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 163.634,84 48.379,00 0,00 212.013,84
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 163.634,84 48.379,00 0,00 212.013,84
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.008,97 24.087,00 0,00 26.095,97
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.587,44 194.554,19 99.595,43 508.546,20
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 415.596,41 218.641,19 99.595,43 534.642,17
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 579.231,25 267.020,19 99.595,43 746.656,01
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.749,00 61.458,00
geleistete Anzahlungen 0,00 45.780,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 85.749,00 107.238,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 94.338,00 118.425,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 573.637,00 423.415,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 32.897,64
Summe Sachanlagen 667.975,00 574.737,64
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.500,00 9.500,00
Beteiligungen 11.000,00 0,00
Genossenschaftsanteile 160,00 160,00
Summe Finanzanlagen 20.660,00 9.660,00
Summe Anlagevermögen 774.384,00 691.635,64

Finanzanlagen

Anteilsbesitz Höhe am Kapital
%
Eigenkapital
Euro
Ergebnis 2023
PRISMAT Solutions SRL, Brasov, Rumänien 100 9.500 79.250
362.294 RON
inlai GmbH, Frankfurt a.M. 40 11.000 noch nicht operativ tätig

PRISMAT Solutions SRL

Die rumänische Tochtergesellschaft wurde am 16.06.2021 gegründet und im öffentlichen Register eingetragen. Mit Gesellschafterbeschluss der PRISMAT Solutions SRL vom 12.10.2022 wurde die Sitzverlegung nach Brasov beschlossen. Die Eintragung der Sitzverlegung im rumänischen Handelsregister erfolgte am 09.11.2022. Der Gegenstand des Unternehmens ist "Erbringung der Programmierungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie".

inlai GmbH

Die Gesellschaft wurde am 02.11.2022 zunächst als Youco F22-H590 Vorrats-GmbH in das öffentliche Handelsregister Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 129082 eingetragen. Am 14.06.2023 erfolgte die Änderung des Firmennamens in inlai GmbH. Der Sitz der Gesellschaft wurde auf die Geschäftsanschrift: Stockholmer Allee 30a-c, 44269 Dortmund geändert und der Gegenstand des Unternehmens wurde auf "Entwicklung, Integration, Betrieb und Vertrieb einer SAAS-Plattform zur Optimierung von Warehouse Management Systemen" geändert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von T€ 20 (Vorjahr T€ 30) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 1.175 (Vorjahr T€ 1.656) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Vermögensgegenstände sind wie auch im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 1.205 (Vj. T€ 1.715) gegenüber Gesellschaftern.

Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden insbesondere die Verpflichtung aus Urlaubsansprüchen von Arbeitnehmern (T€ 180), Bonuszuwendungen an Arbeitnehmern (T€ 1.242), Verpflichtungen aus Gewährleistungen (T€ 147) sowie Jahresabschlusskosten (T€ 24) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
Euro
Gegenüber Kreditinstitut 31.12.2023 73.250,00
Vorjahr 94.250,00
Erhaltene Anzahlungen 31.12.2023 155.998,06
auf Bestellungen Vorjahr 0,00
Aus Lieferungen und 31.12.2023 426.220,11
Leistungen Vorjahr 385.340,65
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2023 1.306.491,72
Vorjahr 821.066,26
Summe 31.12.2023 1.961.959,89
Vorjahr 1.300.656,91
davon Beiträge mit einer Restlaufzeit von
Art der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr
Euro
1-5 Jahren
Euro
> als 5 Jahren
Euro
Gegenüber Kreditinstitut 21.000,00 52.250,00 0,00
21.000,00 73.250,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen 155.998,06 0,00 0,00
auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00
Aus Lieferungen und 426.220,11 0,00 0,00
Leistungen 385.340,65 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.306.491,72 0,00 0,00
821.066,26 0,00 0,00
Summe 1.909.709,89 52.250,00 0,00
1.227.406,91 73.250,00 0,00

Zur Absicherung des Investitionsdarlehns bei der Dortmunder Volksbank in Höhe von ursprünglich T€ 141 wurde das Investitionsobjekt sicherungsübereignet (§ 285 Nr. 1b HGB).

Mitzugehörigkeitsvermerk: In den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 59 (Vorjahr T€ 57) enthalten.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse laut § 285 Nr. 4 HGB unterbleibt gemäß § 288 Abs. 2 HGB.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 18), sowie Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 475 (Vorjahr € 553) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 1), sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 11) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamt
T€
2024
T€
2025
T€
Leasingverträge 161 82 57
Leasingverträge PKW 1.370 716 506
Mietverträge 5.445 1.264 1.205
Gesamt 6.976 2.062 1.768
2026
T€
2027
T€
2028
T€
2029
T€
Leasingverträge 19 2 1 0
Leasingverträge PKW 144 4 0 0
Mietverträge 1.109 1.054 802 11
Gesamt 1.272 1.060 803 11

Die prismat GmbH hat für 104 PKWs Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasingverträge laufen noch bis spätestens Juli 2027, so dass sich die zukünftige Belastung im Folgejahr auf T€ 716 und kumuliert auf T€ 1.370 beläuft.

Die finanzielle Verpflichtung aus Mietverträgen beläuft sich in Folgejahr auf T€ 1.264 und kumuliert auf T€ 5.445

Insgesamt liegen finanzielle Verpflichtungen von T€ 6.976 vor.

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine unter der Bilanz auszuweisenden oder aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 218 (davon 183 gewerbliche und 21 kaufmännische Arbeitnehmer sowie 14 Werkstudenten).

Geschäftsführung

Gemäß § 286 Abs. 4 i. V. m. § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch die Geschäftsführer:

Herrn Lars Gregor, Kaufmann, Witten,

Herrn Fin Geldmacher, Kaufmann, Dortmund, Herrn Lothar Grüber, Kaufmann, Tönisvorst.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge 2024

Die aktuellen Auswirkungen aus dem anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikt, die weltweite hohe Zinspolitik der Währungsbanken, die gestiegenen Energiekosten und die Lieferkettenprobleme wirken sich negativ auf die Wirtschaft aus. Diese Faktoren können Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Investitionsbereitschaft der Kunden haben. Eine verlässliche Quantifizierung der Auswirkungen auf unser Unternehmen lässt sich nicht vornehmen. Ein daraus resultierendes bestandsgefährdendes Risiko sehen wir für unser Unternehmen nicht.

 

Dortmund, den 04. März 2024

gez. Lars Gregor

gez. Fin Geldmacher

gez. Lothar Grüber

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die prismat GmbH Stockholmer Allee 30 a-c 44269 Dortmund

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der prismat GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der prismat GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter analoger Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter analoger Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und analog den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf meiner vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Duisburg, den 22. März 2024

Thomas Theysen, Wirtschaftsprüfer

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