Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 293772
Vorher
Blitz F12-drei-eins GmbH
Eingetragen
8.6.2012
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Anbieten und Verkauf von Software zur Integration, Visualisierung und der Analyse von Daten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Chloe Dance
seit 11.6.2024
Prokura
Ryan Taylor
seit 11.6.2024
Prokura
Ana Soro
seit 11.6.2024
Geschäftsführer
Carolina Bazarova
seit 11.6.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Palantir International Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Palantir International Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Palantir Technologies GmbH

München (vormals: Frankfurt am Main)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Die Geschäftsführer der Palantir Technologies GmbH (die "Gesellschaft") legen ihren Lagebericht über die Geschäfte der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2023 abgeschlossene Geschäftsjahr vor.

A. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

A.1 Geschäftsmodell

Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Palantir International Inc. die wiederum eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Palantir Technologies Inc. ist, der obersten Muttergesellschaft der globalen Unternehmensgruppe von Palantir (die "oberste Muttergesellschaft"). Das Unternehmen, das keine Tochtergesellschaften oder Zweigniederlassungen hat, wurde in den konsolidierten Abschluss der obersten Muttergesellschaft einbezogen.

Die Haupttätigkeit der Gesellschaft bestand im Jahr 2023 in der Erbringung von technischen und unterstützenden Dienstleistungen für die oberste Muttergesellschaft. Die ultimative Muttergesellschaft stellt Software her, die Unternehmen in die Lage versetzt, ihre Daten, Entscheidungen und Abläufe in großem Umfang effektiv zu integrieren.

Die Dienstleistungsgebühren, die das Unternehmen für die Erbringung von technischen und unterstützenden Dienstleistungen für die oberste Muttergesellschaft erhält, werden auf der Grundlage der Kosten des Unternehmens für die Erbringung der Dienstleistungen zuzüglich eines marktüblichen Aufschlags auf diese Kosten berechnet. Dieser Aufschlag wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst, um einen marktüblichen Vergütungssatz aufrechtzuerhalten. Für die Jahre 2022 und 2023 betrug der durchschnittliche Prozentsatz der Dienstleistungsgebühr 7 %. Im Jahr 2023 beliefen sich die von der obersten Muttergesellschaft gemäß einer konzerninternen Dienstleistungsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und der obersten Muttergesellschaft berechneten Dienstleistungsgebühren auf EUR 27,054 Mio. (2022: EUR 22,748 Mio.).

A.2 Ziele und Strategie

Die Strategie des Unternehmens steht im Einklang mit dem allgemeinen Unternehmenszweck der obersten Muttergesellschaft und der Palantir-Unternehmensgruppe (zusammen "Palantir"). Palantir entwickelt Software-Plattformen für Institutionen im kommerziellen und staatlichen Sektor. Palantir hat vier Haupt-Softwareplattformen entwickelt: Gotham, Foundry, Apollo und die Plattform für künstliche Intelligenz ("AIP"). Gotham und Foundry versetzen Institutionen in die Lage, riesige Informationsmengen in einen integrierten Datenbestand umzuwandeln, der ihre Prozesse widerspiegelt, und AIP nutzt die Leistungsfähigkeit der bestehenden maschinellen Lerntechnologien von Palantir zusammen mit generativen Modellen der künstlichen Intelligenz ("KI"), einschließlich großer Sprachmodelle ("LLMs"), direkt in Gotham und/oder Foundry, um die KI auf Unternehmensdaten zu operationalisieren. Apollo ist eine Cloud-agnostische, einheitliche Steuerungsebene, die die fortlaufende Bereitstellung neuer Funktionen, Sicherheitsupdates und Plattformkonfigurationen koordiniert und dazu beiträgt, den kontinuierlichen Betrieb kritischer Systeme zu gewährleisten.

Die Kundenakquisitionsstrategie von Palantir umfasst den Aufbau und die Pflege starker Geschäftspartnerschaften mit seinen Kunden, um ihnen dabei zu helfen, den Wert ihrer erstklassigen Produkte zu maximieren, Unterstützung durch umfassenden technischen Fähigkeiten zu erhalten und kritische Herausforderungen zu bewältigen.

Zu den Zielen des Unternehmens gehören:

• Die Stärke und den guten Ruf der Palantir-Softwareplattformen weiter zu nutzen, um die Kundenbeziehungen sowohl im kommerziellen als auch im staatlichen Bereich zu erweitern und zu vertiefen.

• Strategisches Management und Ausbau des Geschäfts mit Unternehmenskunden im gewerblichen Bereich.

• Weitere Stärkung der Position des Unternehmens im öffentlichen Sektor in den Bereichen Strafverfolgung und Verteidigung. So können beispielsweise Polizeibehörden in allen Bundesländern über einen wettbewerbsfähigen bundesweiten Rahmenvertrag Palantir-Plattformen ohne weitere Ausschreibungsverpflichtungen anfordern. Die bayerische Polizei war der erste Kunde, der sich für diesen neuen Rahmenvertrag entschieden hat und ist damit der dritte große Kunde des Unternehmens im Bereich der Strafverfolgung in Deutschland.

• Die Anwendung von AIP, um den Kunden in die Lage zu versetzen, die Leistung generativer KI-Modelle, einschließlich LLMs, für den Betrieb zu nutzen.

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist eng mit der der Muttergesellschaft verbunden, welche eine an der US-amerikanischen Börse Nasdaq notierte Aktiengesellschaft ist (bis zum 26. November 2024 an der New Yorker Börse notiert). Die strategischen Ziele der Gesellschaft sind daher auf die Muttergesellschaft abgestimmt. Weitere Einzelheiten finden sich in den öffentlich zugänglichen Unterlagen der obersten Muttergesellschaft bei der U.S. Securities and Exchange Commission (der "SEC") (www.sec.gov), einschließlich des letzten Jahresberichts auf Formular 10-K, des letzten Proxy Statements für die Jahreshauptversammlung der Aktionäre auf Schedule 14A und anderer periodischer Berichte, die von Zeit zu Zeit geändert oder ergänzt werden können und die nicht Teil dieses Lageberichts sind.

B. Wirtschafts- und Finanzbericht

B.1 Allgemeine wirtschaftliche Lage

Im Jahr 2023 zeigte die Konjunktur in Deutschland angesichts der anhaltenden Herausforderungen und Krisen Anzeichen für eine Stagnation. Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes schrumpfte das reale BIP im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Trotz bescheidener Zuwächse nach der tiefen Rezession, die durch die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 ausgelöst wurde, setzte sich die wirtschaftliche Erholung des Landes bis 2023 nicht fort[1]. Das anhaltend hohe Preisniveau in allen Wirtschaftsbereichen nach dem Anstieg im Jahr 2022 sowie ungünstige Finanzierungsrahmenbedingungen aufgrund steigender Zinssätze und einer schwächeren Inlands- und Auslandsnachfrage dämpften das gesamtwirtschaftliche Klima im Jahr 2023 deutlich. So lag das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 nur um 0,7 % höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor dem Ausbruch der Pandemie. Im Jahr 2024 zeigte das deutsche BIP eine uneinheitliche Entwicklung. Nach einem anfänglichen Wachstum im ersten Quartal (+0,2 %)[2] schrumpfte die Wirtschaft im zweiten Quartal leicht (-0,1 %)[3], bevor sie sich im dritten Quartal geringfügig erholte (+0,1 %)[4]. Dies lässt auf einen Trend zu leichten Schwankungen nach dem Wirtschaftsabschwung Ende 2023 schließen.

Die Jahre 2023 und 2024 sind von einem unsicheren Klima geprägt, die aus der anhaltenden Energiekrise und geopolitischen Spannungen resultiert. Diese Bedingungen sorgten für Verunsicherung bei Produzenten und Investoren, aber auch bei den Verbrauchern. Die nachlassende Dynamik des Welthandels wirkte sich insbesondere auf den robusten exportorientierten Sektor der deutschen Wirtschaft negativ aus.

Die Energiepreise, die durch den russischen Angriff auf die Ukraine im vergangenen Jahr stark in die Höhe getrieben wurden, blieben hoch und belasteten die Industrieproduktion erheblich. Steigende Zinssätze verschlechterten die bisher sehr günstigen Finanzierungsbedingungen, was unter anderem die Bauwirtschaft drastisch beeinträchtigte.

Im internationalen Vergleich blieb die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 deutlich hinter anderen großen EU-Staaten und großen Volkswirtschaften wie den USA und China zurück. Deutschland war das einzige der großen europäischen Länder, in dem das inflationsbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) zurückging; auch gemessen an der Wirtschaftsleistung im Jahr 2019, dem Jahr vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie, schnitt es im Vergleich zu anderen großen EU-Staaten am schwächsten ab.[5]

Die Entwicklung des IT-Dienstleistungssektors weist in 2023 einige Parallelen zu 2022 auf. Wie schon 2022 ist die IT-Dienstleistungsbranche auch 2023 trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage stark gewachsen. Der Markt für IT-Dienstleistungen scheint sich - zumindest ansatzweise - von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland abgekoppelt zu haben. Trotz der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland können die IT-Dienstleister auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurückblicken. Zwar konnten die befragten externen IT-Dienstleister nicht mehr ganz so stark wachsen wie in den Vorjahren, dennoch stieg der Inlandsumsatz 2023 in einem sehr angespannten wirtschaftlichen und politischen Umfeld um durchschnittlich 9,7 % (2022: 13,2 %). Ein Grund für die gute Entwicklung ist die anhaltend hohe Bereitschaft der Unternehmen, in die Digitalisierung sowie in Themen wie IT-Modernisierung, Cybersicherheit und die Umsetzung regulatorischer Anforderungen zu investieren. Dieser Trend wird sich auch in den Jahren 2024 und 2025 fortsetzen und es ist zu erwarten, dass die IT-Budgets weiter steigen werden. Neben dem anhaltenden Nachholbedarf bei der digitalen Transformation in den Unternehmen, insbesondere in der öffentlichen Verwaltung und im Gesundheitswesen, haben auch die Preissteigerungen dazu beigetragen. Auch die Anpassungen bei den Honoraren trugen zum Umsatzwachstum bei. Im Zuge der allgemeinen Inflation haben auch die IT-Dienstleister ihre Honorare deutlich angehoben. Im Durchschnitt haben die befragten IT-Dienstleister ihre Honorare im Jahr 2023 um 5,4 % erhöht. Im Jahr 2024 werden die Preissteigerungen mit 4,5 % voraussichtlich etwas geringer ausfallen (Quelle: Luenendonk-Studie-2024_Der-Markt-fuer-IT-Dienstleistungen-in-Deutschland.pdf).

B.2 Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 wuchs das Geschäft des Unternehmens in Deutschland aufgrund des oben erwähnten Wachstums im deutschen Dienstleistungssektor und trotz einer allgemein schwachen Weltwirtschaft weiter. Unsere internen Prognosen gingen von einem Umsatzanstieg im Jahr 2023 aus, und diese Prognosen wurden erfüllt. Trotz der oben beschriebenen Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Bedingungen gehen wir davon aus, dass unser Geschäft sowohl im kommerziellen als auch im staatlichen Sektor in absehbarer Zukunft weiterhin ein nachhaltiges Wachstum aufweisen wird.

B.3 Lage des Unternehmens

B.3.1 Ertrags- und Finanzlage

B.3.1.1 Ergebnis

Im Jahr 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von EUR 51,059 Mio. (2022: EUR 46,012 Mio.), was einer Steigerung von EUR 5,047 Mio. gegenüber dem Vorjahr entspricht, die vor allem auf den Anstieg der Kundenaufträge zurückzuführen ist und unserer Erwartung im Lagebericht des Vorjahres entspricht.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen im Berichtsjahr EUR 27,141 Mio. (2022: EUR 23,840 Mio.). Der Anstieg ist hauptsächlich auf einen Anstieg der konzerninternen Aufwendungen zurückzuführen. Die konzerninternen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 27,054 Mio. (2022: EUR 22,748 Mio.), ein Anstieg um EUR 4,306 Mio., der auf den Anstieg der Kundenumsätze zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einschließlich Abschreibungen und Personalkosten beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 22,654 Mio. (2022: EUR 20,652 Mio.), ein Anstieg um EUR 2,002 Mio. gegenüber dem Vorjahr, der vor allem auf die Kosten für Sponsoring sowie auf einen Anstieg der Gehälter zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 6 auf 78 im Jahr 2023 (2022: 72) und die Personalkosten stiegen um EUR 1,037 Mio. auf EUR 13,858 Mio. (2022: EUR 12,821 Mio.), hauptsächlich aufgrund des Personalzuwachses. Die Sponsoringkosten beliefen sich auf EUR 2,999 Mio. (2022: EUR 0,097 Mio.). Der Anstieg ist hauptsächlich auf das einmalige Sponsoring einer Messe im Jahr 2023 zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um EUR 0,828 Mio. auf EUR 0,084 Mio. (2022: EUR 0,912 Mio.), hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der nicht realisierten Wechselkursgewinne aus unseren Fremdwährungsbankguthaben.

Das Betriebsergebnis vor Steuern belief sich auf EUR 1,749 Mio. (2022: EUR 2,433 Mio.), ein Rückgang um EUR 0,684 Mio., der vor allem auf den Rückgang der nicht realisierten Wechselkursgewinne zurückzuführen ist.

B.3.1.2 Finanzielle Lage

Im Jahr 2023 verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte um EUR 0,248 Mio. auf EUR 0,454 Mio. (2022: EUR 0,702 Mio.), was auf die Abschreibungen auf das Anlagevermögen zurückzuführen ist.

Das Umlaufvermögen verringerte sich um EUR 12,733 Mio. auf EUR 30,575 Mio. (2022: EUR 43,298 Mio.). Im Jahr 2023 wurden die konzerninternen Forderungen für die Erbringung von Dienstleistungen an die oberste Muttergesellschaft mit den konzerninternen Verbindlichkeiten gegenüber der obersten Muttergesellschaft verrechnet (2022: EUR 7,887 Mio.). Die Zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente Posten verringerten sich um EUR 4,568 Mio. auf EUR 21,726 Mio. (2022: EUR 26,294 Mio.) aufgrund von Mittelabflüssen aus der Begleichung von Verbindlichkeiten gegenüber der obersten Muttergesellschaft. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken um EUR 14,039 Mio. auf EUR 19,550 Mio. (2022: EUR 33,589 Mio.) aufgrund der Verrechnung von konzerninternen Salden. Die passive Rechnungsabgrenzung umfasst abgegrenzte Umsatzerlöse, die bereits in Rechnung gestellt wurden, aber vertraglich noch nicht realisiert sind. Die abgegrenzten Umsatzerlöse stiegen um EUR 4,693 Mio. auf EUR 13,089 Mio. (2022: EUR 8,396 Mio.). Die konzerninternen Verbindlichkeiten sanken um EUR 17,493 Mio. auf EUR 2,285 Mio. (2022: EUR 19,778 Mio.).

Infolge des im Jahr 2023 erzielten Jahresüberschusses erhöhte sich das bilanzielle Eigenkapital um EUR 1,069 Mio. auf EUR 11,479 Mio. (2022: EUR 10,410 Mio.).

B.4 Investitionen

Die Investitionen des Unternehmens im Jahr 2023 beschränkten sich auf Büro- und Geschäftsausstattung sowie auf IT-Infrastruktur.

B.5 Cashflows

Die finanzielle Lage des Unternehmens ist durchweg stabil. Allen Zahlungsverpflichtungen konnte und kann jederzeit nachgekommen werden. Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist es, eine ausreichende Liquidität bei möglichst geringem Risiko sicherzustellen. Der vereinfachte operative Cashflow (Jahresüberschuss plus Abschreibungen) betrug im Berichtsjahr EUR 1,381 Mio. (Vorjahr: EUR 2,486 Mio.). Der Bestand an Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich um EUR 4,568 Mio. auf EUR 21,726 Mio. (2022: EUR 26,294 Mio.) aufgrund von Mittelabflüssen aus der Begleichung von Verbindlichkeiten gegenüber der obersten Muttergesellschaft.

B.6 Personal

Zum Jahresende 2023 beschäftigte das Unternehmen 70 Mitarbeiter, von denen die meisten im Büro des Unternehmens in München, Deutschland, tätig sind.

Am 4. April 2024 wurde Ana Soro - nach dem Rücktritt von Deeptha Mathavan, zur Geschäftsführerin des Unternehmens ernannt.

Nach dem Rücktritt von Sean Stenstrom wurde am 8. August 2024 Devon Klein zur Geschäftsführerin der Gesellschaft ernannt.

B.7 Finanzielle und nicht finanzieller Leistungsindikatoren

B.7.1 Finanzieller Leistungsindikator

Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator für das Unternehmen sind die Umsatzerlöse. Die Umsatzzahlen werden der Geschäftsführung regelmäßig vorgelegt und sind der wichtigste Leistungsindikator zur Steuerung der Gesellschaft.

B.7.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen ist bestrebt, hochqualifizierte Mitarbeiter einzustellen und sie langfristig zu halten.

Die Zufriedenheit der Mitarbeiter, die für den Erfolg unseres Unternehmens entscheidend ist, wird im Rahmen des Mitarbeiterbeurteilungsprogramms des Unternehmens erörtert. Dies gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, über ihre Entwicklung nachzudenken, zu besprechen, wie ihre Vorgesetzten und Teams ihre Weiterentwicklung unterstützen können, und ihr Feedback und ihre Zufriedenheit in verschiedenen Bereichen zu äußern.

Das Unternehmen hat über das Palantir-Managementteam auch 2023 den Leistungseinsatz seiner Mitarbeiter gefördert, indem es den regelmäßigen Kontakt durch Meetings, Mitteilungen, Geschäftsinformationen und Bürobesuche aufrechterhielt. Die Unternehmensleitung ist der Ansicht, dass ein regelmäßiger Austausch mit den Mitarbeitern zur Bewertung der Zufriedenheit und zum Erhalt von Mitarbeiter-Feedback eine Atmosphäre des Respekts und des Vertrauens fördert, die die Grenzen für Innovationen verschiebt. Auf diese Weise können wir die Anforderungen unserer Kunden bei der Entwicklung, Herstellung und Lieferung von hervorragenden Produkten und Lösungen weiterhin erfüllen.

Im Rahmen unserer Bemühungen, weitere Anreize für unsere Mitarbeiter zu schaffen und ein lohnenderes Arbeitsumfeld zu schaffen, erhalten partizipierende Mitarbeiter die Möglichkeit, Aktienzuteilungen im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogramms der Muttergesellschaft zu erwerben, deren Stammaktien der Klasse A an der Nasdaq in den USA gehandelt werden (zuvor wurden diese bis zum 26. November 2024 an der New York Stock Exchange gehandelt). Dieses Programm soll unseren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, direkter am Erfolg des Unternehmens teilzuhaben, und darüber hinaus die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen fördern, indem es ihnen greifbare Belohnungen für ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens bietet. Wir glauben, dass dieses Vergütungsprogramm bei unseren Mitarbeitern beliebt ist, das Gefühl der Eigenverantwortung unter unseren Mitarbeitern fördert und als Anreizinstrument wiederum die Innovation und das Engagement anspornt, die für das Wachstum des Unternehmens erforderlich sind.

Zum Bilanzstichtag gab es keine weiteren nennenswerten nichtfinanziellen Leistungskennzahlen. Die Gesamtleistung des Unternehmens wird auf der Grundlage der wichtigsten Finanzindikatoren bewertet, die in diesem Lagebericht näher erläutert werden.

B.8 Gesamtaussage zur finanziellen und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Das Unternehmen hatte ein produktives Geschäftsjahr 2023, und wir freuen uns, dass unsere Leistung unsere Prognosen erfüllt hat. Die Geschäftsleitung des Unternehmens ist sich jedoch bewusst, dass das Umfeld, in dem wir tätig sind, unter anderem durch verstärkten Wettbewerb, schwankende wirtschaftliche Bedingungen und die Auswirkungen anderer externer Faktoren gekennzeichnet sein wird, einschließlich erhöhter Zinssätze, Unterbrechungen der Lieferkette, globaler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischer Spannungen wie dem anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikt, einem Rückgang des wirtschaftlichen Zuversicht und der Geschäftstätigkeit, der Kürzung von Staats- oder Unternehmensausgaben, Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit oder Notfällen, der Volatilität der Finanzmärkte und anderer Faktoren. Dies könnte eine Herausforderung für das Unternehmen darstellen, aber wir sind zuversichtlich, dass die Stärke unseres Geschäftsmodells, unserer Kernprodukte und -plattformen sowie unseres hochqualifizierten Personals uns dabei helfen wird, diese zu bewältigen. Die Eigenkapitalquote stieg von 23,66 % im Jahr 2022 auf 36,99 %, was aus die Verrechnung von konzerninternen Forderungen mit konzerninternen Verbindlichkeiten der obersten Muttergesellschaft zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote wird berechnet, indem das gesamte Eigenkapital durch die Bilanzsumme geteilt wird. Die Gesamtkapitalrendite verringerte sich von 5,02 % im Jahr 2022 auf 3,44 % im Jahr 2023, was auf einen Rückgang der Bilanzsumme zurückzuführen ist. Die Gesamtkapitalrendite wird berechnet, indem der Gewinn nach Steuern durch die Bilanzsumme geteilt wird.

C. Künftige Entwicklung - Chancen und Risiken

C.1 Strategie und Chancen

Die vorläufigen Ergebnisse des Unternehmens für das Jahr 2024 lassen einen ähnlichen Umsatz wie im Jahr 2023 erwarten. Die prognostizierten externen Umsätze für 2024 dürften im Vergleich zu 2023 relativ stabil ausfallen. Auf der Grundlage der verfügbaren Informationen erwarten wir für 2025 einen moderaten Anstieg der externen Umsätze.

Für den nicht-finanziellen Indikator erwartet das Unternehmen für 2024 einen moderaten Anstieg der Mitarbeiterfluktuation, während der Einstellungsbedarf weiterhin von der Geschäftsleitung bewertet und entsprechend den sich ständig weiterentwickelnden Anforderungen des Geschäfts angepasst wird. Das Unternehmen fördert weiterhin das Leistungseinsatz seiner Mitarbeiter, indem es den regelmäßigen Kontakt durch Besprechungen, Mitteilungen, Geschäftsinformationen und Bürobesuche aufrechterhält.

Wir verfolgen eine Reihe von Strategien, um das Wachstum des Unternehmens in Deutschland sowohl im kommerziellen als auch im staatlichen Bereich fortzusetzen.

In nächster Zeit werden wir uns darauf konzentrieren, das Geschäft weiter wachsen zu lassen, während wir gleichzeitig die Ausgaben (Reisen, Personal usw.) als Teil einer umfassenderen Anstrengung zur Maximierung von Rentabilität und Cashflow kontrollieren. Wir glauben, dass dies wiederum zu weiterem Wachstum in Deutschland und der umliegenden Region beitragen wird. Das Unternehmen wird weiterhin Partnerschaften mit Wirtschaftsunternehmen aufbauen, die über die nötige Führungsstärke verfügen, um strukturelle Veränderungen in ihren Organisationen herbeizuführen - um sich rund um Daten neu zu formieren.

Im öffentlichen Sektor kann das Unternehmen über eine bundesweite Rahmenvereinbarung mit deutschen Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten. Wir sind bestrebt, unsere Beziehungen zu bestehenden Partnern in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern auszubauen. Darüber hinaus wollen wir das Potenzial unserer Software auch anderen staatlichen Organisationen vorstellen und zeigen, wie unsere Software Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene unterstützen kann. Bitte beachten Sie die unten stehenden Risikofaktoren.

Wir beabsichtigen, die einzigartigen Fähigkeiten unserer Plattformen zu nutzen, um unsere Kunden bei der Bewältigung kritischer Herausforderungen im heutigen Betriebsumfeld zu unterstützen, z. B. bei Unterbrechungen der Lieferkette, Marktunsicherheit und optimaler Ressourcenzuweisung.

Wir beabsichtigen auch, unsere Reichweite durch Kundenpartnerschaften in Deutschland zu vergrößern, die unsere Plattformen als zentrales Betriebssystem für ganze Branchen etablieren. Dieses Modell wurde zum Beispiel in der Luftfahrt erfolgreich umgesetzt, wo unsere Foundry-Plattform die Flug-, Technik- und Betriebsdaten der Branche durch Palantirs Skywise-Partnerschaft mit Airbus verbindet. Wir glauben, dass sich ähnliche Partnerschaften und Möglichkeiten auch für das Unternehmen in Deutschland bieten.

Langfristig glauben wir, dass jedes größere Unternehmen und jede staatliche Einrichtung in Deutschland ein potenzieller Kunde sein könnte.

Joint-Venture-Partnerschaften

Das Unternehmen wird weiterhin Joint-Venture-Partnerschaften in Deutschland anstreben, wo wir glauben, dass bestimmte Branchen oder Sektoren einen lokalen Partner und zusätzliche Investitionen benötigen, um das volle Potenzial der Palantir-Plattformen auszuschöpfen. So arbeiten beispielsweise EMD Digital Inc., eine Tochtergesellschaft der Merck KGaA, Darmstadt, und Palantir weiterhin im Rahmen einer gemeinsamen Partnerschaft namens Syntropy zusammen, die zwei verschiedene Geschäftsbereiche umfasst: (1) die Beschleunigung der Krebsforschung durch sichere Zusammenarbeit innerhalb der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und (2) durch unsere Athinia-Initiative die Beschleunigung des Einsatzes von künstlicher Intelligenz und Big Data zur Lösung kritischer Herausforderungen in der Halbleiterfertigung. Wir gehen davon aus, dass sich dem Unternehmen in Deutschland ähnliche Möglichkeiten bieten werden, um branchenweite Partnerschaften zu schaffen, z. B. für Unternehmen aus den Bereichen Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen.

Chancen

Wie bereits in diesem Lagebericht erwähnt, ist die künftige Entwicklung der Gesellschaft eng mit derjenigen der obersten Muttergesellschaft verknüpft. Die strategischen Ziele, Chancen und Zukunftsaussichten der Gesellschaft sind daher auf die oberste Muttergesellschaft abgestimmt. Weitere Einzelheiten sind den öffentlich zugänglichen Unterlagen der obersten Muttergesellschaft bei der SEC zu entnehmen, einschließlich des letzten Jahresberichts auf Formblatt 10-K, des letzten Proxy Statements für die Jahreshauptversammlung der Aktionäre auf Schedule 14A und anderer regelmäßiger Berichte, die von Zeit zu Zeit geändert oder ergänzt werden können und die nicht Bestandteil dieses Lageberichts sind.

Insgesamt blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft, da wir glauben, dass wir aufgrund neuer Produktentwicklungen und -angebote, wie z. B. AIP, durch die oberste Muttergesellschaft und die anhaltende Nachfrage von Kunden in Deutschland nach unseren Produkten und Dienstleistungen gut für potenzielles zukünftiges Wachstum positioniert sind.

C.2 Wichtigste Risiken und Ungewissheiten

Die Führung der Geschäfte und die Umsetzung der Unternehmensstrategie sind mit einer Reihe von Risiken verbunden. Die wichtigsten geschäftlichen Risiken und Unwägbarkeiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, beziehen sich auf den intensiven Wettbewerb, dem die Muttergesellschaft auf dem Markt ausgesetzt ist, auf Änderungen in der Vertrags- oder Steuerpolitik des öffentlichen Sektors, auf den Eintritt in neue und sich entwickelnde Märkte, auf die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien, auf mögliche Rechtsstreitigkeiten, auf die Volatilität des Marktes und auf die Verfügbarkeit ausreichender finanzieller oder anderer Ressourcen, um die Wettbewerbsposition des Unternehmens zu erhalten oder zu verbessern. Das Unternehmen steht in ständigem Kontakt mit seinen Kunden und sucht nach neuen Möglichkeiten, die angebotenen Dienstleistungen durch eine Diversifizierung des Produktangebots zu verbessern und gleichzeitig langfristige Verträge abzuschließen, die die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden weiter stärken.

Makroökonomische Trends

Die Geschäftsführung möchte darauf hinweisen, dass sich ungünstige wirtschaftliche Bedingungen negativ auf die Geschäftstätigkeit und die künftige Finanzlage der Gesellschaft auswirken können. Das Geschäft der Gesellschaft hängt von der wirtschaftlichen Stärke unserer derzeitigen und zukünftigen Kunden und der Weltwirtschaft ab. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen, einschließlich der Folgen von Zinserhöhungen, geldpolitischen Änderungen, Währungsschwankungen, Unterbrechungen der globalen Lieferkette, politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, geopolitischen Ereignissen wie dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und den damit verbundenen Wirtschaftssanktionen, dem anhaltenden Konflikt infolge des Angriffs der Hamas auf Israel, einschließlich der daraus resultierenden regionalen Instabilität, eine mangelnde Verfügbarkeit von Krediten, ein Rückgang des Vertrauens in die Wirtschaft und der Geschäftstätigkeit, die Kürzung von Ausgaben der Regierung oder von Unternehmen, Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit oder Notfälle, die Volatilität der Finanzmärkte und andere Faktoren können sich auf eine oder mehrere der Branchen auswirken, an die wir unsere Produkte und Dienstleistungen verkaufen, was wiederum Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die finanzielle Lage des Unternehmens haben kann.

Obwohl die Mitarbeiter von Palantir dazu angehalten sind, wenn möglich virtuelle Meeting-Optionen zu nutzen, sind Geschäftsreisen im Rahmen der globalen Aktivitäten von Palantir weiterhin notwendig. Unsere reisebezogenen Ausgaben waren im Jahr 2023 etwas niedriger als im Jahr 2022. Unsere bürobezogenen Ausgaben sind im Jahr 2023 leicht gestiegen, und wir erwarten für die Zukunft etwa das gleiche Ausgabenniveau oder vielleicht sogar einen sehr leichten Anstieg der Ausgaben. Wir haben erhebliche Investitionen getätigt, um unseren Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, mit Kunden aus der Ferne zusammenzuarbeiten, um unsere bürobezogenen Ausgaben in einem vernünftigen Rahmen zu halten.

Darüber hinaus sind wir und unsere Drittanbieter aufgrund der politischen Unsicherheit, der geopolitischen Spannungen und der militärischen Aktionen im Zusammenhang mit den anhaltenden Konflikten zwischen Russland und der Ukraine sowie Israel einem erhöhten Risiko von Cybersecurity-Angriffen, Phishing-Angriffen, Viren, Malware, Ransomware, Hacking und ähnlichen Bedrohungen ausgesetzt, Viren, Malware, Ransomware, Hacking oder ähnliche Verstöße und Vorfälle, einschließlich zunehmend ausgefeilterer Bedrohungen, von nationalstaatlichen oder verbundenen Akteuren, einschließlich Angriffen, die unsere Systeme und Abläufe, unsere Lieferkette und unsere Fähigkeit, unsere Produkte und Dienstleistungen zu produzieren, zu verkaufen und zu vertreiben, erheblich stören könnten. Darüber hinaus sind unsere Systeme und die Systeme Dritter, auf die wir und unsere Kunden angewiesen sind, auch anfällig für Schäden oder Unterbrechungen durch katastrophale Ereignisse wie Erdbeben, Überschwemmungen, Brände, Stromausfälle, Telekommunikationsausfälle, Cybersecurity-Bedrohungen, Naturkatastrophen, Gesundheitskrisen, Fehlverhalten und geopolitische Spannungen, wie sie durch die anhaltenden Konflikte zwischen Russland und der Ukraine und Israel verursacht werden können.

Darüber hinaus haben die USA, Deutschland und andere Länder nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und im Zuge des anhaltenden Konflikts Wirtschaftssanktionen und strenge Exportkontrollbeschränkungen gegen Russland, Weißrussland und bestimmte Regionen der Ukraine verhängt, und die USA, Deutschland und andere Länder könnten weitere Sanktionen und Exportbeschränkungen verhängen und andere Maßnahmen ergreifen, sollte der Konflikt weiter eskalieren. Neue Exportbeschränkungen, neue Gesetze, Änderungen der Wirtschaftssanktionen oder veränderte Ansätze bei der Durchsetzung oder dem Anwendungsbereich bestehender Vorschriften oder bei den Ländern, Personen oder Technologien, auf die solche Vorschriften abzielen, könnten dazu führen, dass unsere Plattformen von bestehenden Kunden mit Niederlassungen außerhalb der USA weniger genutzt werden, Kunden mit Niederlassungen außerhalb der USA unsere Plattformen weniger annehmen, unsere Expansion in neue Märkte eingeschränkt wird und dadurch unsere Umsätze sinken.

Wir beobachten weiterhin genau die Auswirkungen der verschiedenen geopolitischen Spannungen und ihre globalen Folgen für unser Geschäft. Während sich die Konflikte zwischen Russland und der Ukraine sowie Israel noch entwickeln und der Ausgang höchst ungewiss ist, gehen wir nicht davon aus, dass die daraus resultierenden schwierigen makroökonomischen Bedingungen wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanzlage und unser Betriebsergebnis haben werden. Sollten sich die Konflikte jedoch fortsetzen oder verschärfen und zu größeren Störungen und Unsicherheiten in der Technologiebranche oder der Weltwirtschaft führen, könnte dies negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben.

Wir können den Zeitpunkt, die Stärke oder die Dauer einer Krise, eines Konjunkturrückgangs oder einer anschließenden Erholung im Allgemeinen oder für eine Branche im Besonderen nicht vorhersagen. Sollten sich die Bedingungen in der allgemeinen Wirtschaft und in den Märkten, in denen wir tätig sind, gegenüber dem gegenwärtigen Stand verschlechtern, könnte dies negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanzlage und unser Betriebsergebnis haben.

Sonstige Risiken

Kredit- und Inkassorisiko: Ein Teil der Wachstumsstrategie der obersten Muttergesellschaft besteht darin, eine mehr potenzieller Kunden zu erreichen. Verkäufe an solche Kunden sind mit Risiken verbunden, die sich von denen unterscheiden, die bei Verkäufen an große oder anderweitig etablierte Unternehmen bestehen, u.a. aufgrund ihrer begrenzten Betriebserfahrung, begrenzter Ressourcen für die Einführung neuer Technologien und ungewisser Ressourcen für den zukünftigen Betrieb. Dementsprechend ist das Unternehmen Risiken ausgesetzt, die mit der Möglichkeit der Nichtbezahlung von Forderungen verbunden sind und in erster Linie auf der Kreditwürdigkeit seiner Kunden und der Höhe der ausstehenden Forderungen beruhen.

Marktrisiko: Das Unternehmen ist dem Risiko ausgesetzt, dass Preise und Mengen und damit die Gewinne durch Änderungen der Produktnachfrage, regulatorische Änderungen und/oder andere Marktkräfte beeinflusst werden. Zu diesen Marktkräften gehören ein verschärfter Wettbewerb auf dem Markt, Änderungen der Kundenpräferenzen und/oder die Unfähigkeit des Unternehmens, neue oder bestehende Produkte für die Kunden zu positionieren.

Darüber hinaus kann die schnelle Entwicklung bestimmter Märkte, wie z. B. KI, zusätzliche Ressourcen für die Entwicklung, Erprobung und Wartung unserer Plattformen und Produkte erfordern, was kostspielig sein kann und möglicherweise nicht die Vorteile und Ergebnisse bringt, die wir erwarten. KI wird durch einige unserer Technologieplattformen ermöglicht oder ist in diese integriert und stellt ein bedeutendes und wachsendes Element unseres Geschäfts dar. Wie viele sich entwickelnde Technologien birgt auch die KI Risiken und Herausforderungen, die ihre weitere Entwicklung, Einführung und Nutzung und damit auch unser Geschäft beeinträchtigen könnten.

Beispielsweise haben staatliche Stellen Gesetze erlassen und erwägen weitere Regulierungen für KI (einschließlich des maschinellen Lernens), die sich negativ auf unsere Gestaltungsmöglichkeiten auswirken könnten, Plattformen und Produkte zu nutzen und zu entwickeln, die diese Technologien beinhalten. Wenn solche Gesetze und Vorschriften erlassen oder angenommen werden, kann die Einhaltung solcher Regulierungen schwierig, hinderlich und kostspielig sein und sich negativ auf unser Geschäft, unseren Ruf, unsere Finanzlage, unsere Betriebsergebnisse und unsere Wachstumsaussichten auswirken.

Produktrisiko: Das Unternehmen ist dem Risiko von Verlusten ausgesetzt, wenn seine Produkte nicht so funktionieren, wie es den Kunden versprochen wurde, oder wenn es nicht gelingt, neue Technologien (wie z. B. KI-Technologien) erfolgreich zu entwickeln und einzusetzen, um die Bedürfnisse unserer Kunden in neuen oder bestehenden Märkten zu erfüllen.

Sonstiges Risiko: Das Frauenhofer-Institut führte 2022 eine erweiterte und vertrauliche Quellcode-Prüfung der Palantir-Software im Zusammenhang mit dem oben erwähnten Rahmenvertrag für die Strafverfolgung durch, die bestätigte, dass die Palantir-Plattform keine Hintertüren enthält (öffentliche Erklärung der bayerischen Polizei). Das Bundesministerium des Innern und für Kommunales kündigte jedoch im Juli 2023 an, dass die Bundespolizeibehörden die Palantir-Softwareplattform bis auf Weiteres nicht unter dem Rahmenvertrag erwerben werden. Dies könnte zu einer Hemmung des Wachstums im öffentlichen Sektor führen und sich negativ auf unsere Finanzlage auswirken.

Dessen ungeachtet sind den Geschäftsführern der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Unterzeichnung dieses Lageberichts außer den oben genannten potenziellen Risikofaktoren keine Tatsachen oder Umstände bekannt, die auf eine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft im Zeitraum von mindestens zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag durch einen beabsichtigten oder erzwungenen Rückzug aus ihrer Tätigkeit oder eine erhebliche Einschränkung ihrer Tätigkeit hindeuten oder eine Aktualisierung unserer Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich machen würden. Diese Einschätzungen können sich ändern, wenn neue Ereignisse eintreten und zusätzliche Informationen verfügbar werden. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen, und solche Abweichungen können sich wesentlich auf unsere Jahresabschlüsse auswirken.

Finanzielles Risikomanagement

Die Geschäftstätigkeit des Unternehmens setzt es einer Reihe von finanziellen Risiken aus, zu denen in erster Linie das Wechselkursrisiko gehört. Ein Teil der Einnahmen und Verwaltungskosten des Unternehmens wird in Fremdwährungen ausgewiesen und unterliegt Schwankungen aufgrund von Wechselkursänderungen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar.

Darüber hinaus können Schwankungen der Wechselkurse dazu führen, dass das Unternehmen Transaktionsgewinne und -verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung ausweist. Bislang hat das Unternehmen keine Währungsabsicherungsgeschäfte getätigt.

In dem Maße, in dem die Geschäftstätigkeit des Unternehmens zunimmt, wird das mit Wechselkursschwankungen verbundene Risiko für das Unternehmen größer werden, und das Unternehmen wird den Ansatz zur Steuerung dieses Risikos weiterhin neu bewerten.

Zusätzlich zu den oben genannten spezifischen Risiken sind die Hauptrisiken und -unsicherheiten des Unternehmens in die Hauptrisiken der Muttergesellschaft, welche ausführlich als "Risikofaktoren" im öffentlich zugänglichen Jahresbericht auf Formblatt 10-K zu finden sind und in anderen regelmäßigen Berichten der obersten Muttergesellschaft in ihrer jeweils geänderten oder ergänzten Fassung erörtert werden.

Darüber hinaus enthält dieser Lagebericht zukunftsgerichtete Aussagen, die sich im Allgemeinen auf künftige Ereignisse oder die künftige Finanz- oder Betriebsleistung des Unternehmens, der obersten Muttergesellschaft oder von Palantir beziehen, wobei diese Aussagen mit erheblichen Risiken und Unsicherheiten verbunden sind. Daher kann es sein, dass die Ergebnisse, Ereignisse und Umstände, die in den zukunftsgerichteten Aussagen widergespiegelt werden, nicht erreicht werden oder eintreten, und die tatsächlichen Ergebnisse, Ereignisse oder Umstände können erheblich von denen abweichen, die in solchen zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben werden.

1 Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html), (14. Januar 2024).

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_205_811.html

3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/08/PD24_325_811.html

4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/11/PD24_438_811.html

5 Statistisches Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 454.000,00 701.757,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.884,00 13.202,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.884,00 13.202,00
II. Sachanlagen 452.116,00 688.555,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.257,00 97.720,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 433.859,00 590.835,00
B. Umlaufvermögen 30.560.490,31 42.194.039,79
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.834.841,26 15.900.171,39
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.766.761,12 6.696.152,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.886.882,46
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.068.080,14 1.317.136,67
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 21.725.649,05 26.293.868,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.324,00 1.104.277,08
Aktiva 31.028.814,31 44.000.073,87

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.478.888,68 10.410.469,15
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 10.385.469,15 8.178.400,32
III. Jahresüberschuss 1.068.419,53 2.207.068,83
B. Rückstellungen 2.421.850,84 1.292.215,34
1. Steuerrückstellungen 507.411,90 470.108,06
2. sonstige Rückstellungen 1.914.438,94 822.107,28
C. Verbindlichkeiten 4.039.313,22 23.901.744,42
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.073,32 2.332.653,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 26.073,32 2.332.653,56
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.284.992,82 19.778.398,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.284.992,82 19.778.398,42
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.728.247,08 1.790.692,44
davon aus Steuern 1.568.899,26 1.578.820,20
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 38.708,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.728.247,08 1.790.692,44
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.088.761,57 8.395.644,96
Passiva 31.028.814,31 44.000.073,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 51.059.116,32 46.011.920,57
2. sonstige betriebliche Erträge 84.052,68 911.595,84
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 11.292,68 2.004,93
3. Materialaufwand 27.141.029,24 23.840.363,08
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5,00 555,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.141.024,24 23.839.807,12
4. Personalaufwand 13.857.527,58 12.821.204,17
a) Löhne und Gehälter 11.203.425,37 10.584.265,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.654.102,21 2.236.938,90
5. Abschreibungen 312.107,38 278.645,67
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 312.107,38 278.645,67
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.484.582,73 7.552.584,79
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 208.126,35 -280.133,28
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 401.474,33 2.172,04
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -50,21
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 680.976,87 727.610,03
10. Ergebnis nach Steuern 1.068.419,53 1.705.330,92
11. sonstige Steuern -501.737,91
12. Jahresüberschuss 1.068.419,53 2.207.068,83

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Palantir Technologies GmbH (die "Gesellschaft") hat ihren Sitz in München (bis 11.06.2024: Frankfurt am Main). Sie ist im Handelsregister München unter der HR B 293772 eingetragen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Für die Gewinn- u. Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 (2) HGB) gewählt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Mit Ausnahme der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden die Posten der Aktivseite nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden miteinander verrechnet, soweit sie zeitlich und inhaltlich gleichartig waren.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, die Sachanlagen des Anlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert.

Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, wobei der Abschreibungszeitraum der geschätzten Nutzungsdauer entspricht. Die Abschreibungen im Zugangsjahr erfolgen zeitanteilig. Mietereinbau- ten werden über die unkündbare Grundmietzeit abgeschrieben. Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über 2 bis 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben bzw. sind als Aufwand erfasst worden.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen erforderlich ist.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Wechselkursänderungen werden nur bei der Begleichung von auf Fremdwährungen lautenden Salden berücksichtigt.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ausgehende Entwicklung gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres werden dabei in der Spalte Zugänge bei den Abschreibungen ausgewiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.068 (Vorjahr: TEUR 1.317) beinhalten im Wesentlichen Guthaben aus der Weiterverrechnung von Lohnsteuer TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 139) Mietkautionen in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 193) und Prepaid Cash Commissions in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 396).

3. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 (im Vorjahr: TEUR 25) und ist vollständig einbezahlt.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 1.161 (Vorjahr: TEUR 483), für Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 124) sowie Rückstellungen für Rechtsangelegenheiten in Höhe von TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 25).

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 26
(Vorjahr) [2.333] [2.333]
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.285 2.285
(Vorjahr) [19.778] [19.778]
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.728 1.728
(Vorjahr) [1.791] [1.791]
Gesamt 4.039 4.039
(Vorjahr) [23.902] [23.902]

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.569 (Vorjahr: TEUR 1.579) enthalten.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.285 (Vorjahr: TEUR 19.778) handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; alle gegenüber der Obersten Muttergesellschaft.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Kundenzahlungen aus mehrjährigen Verträgen, die Einnahmen in den Folgejahren darstellen.

6. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz in TEUR
Umsatzerlöse aus 51.059

Produktvermarktung und Dienstleistungen

Der Umsatz in Höhe von TEUR 51.059 wurde in Deutschland erzielt.

7. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 889). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 491 (Vorjahr: TEUR 280) enthalten.

8. Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare für die Abschlussprüfung beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 73).

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus der Anmietung von Büroräumen in München und Berlin. Die Mietverpflichtungen hierfür belaufen sich auf TEUR 3.242 (Vorjahr: TEUR 3.786).

Die für den Geschäftsbetrieb in München erforderlichen Mietflächen hatten ursprünglich eine feste Vertragslaufzeit von 5 Jahren und eine Verlängerungsoption um weitere 5 Jahre (zuvor bisher 31.10.2023). Die Verlängerung wurde am 16.11.2022 ausgeübt, sodass der Mietvertrag für die Büroräume in München nun bis zum 27.11.2028 läuft.

Die Miete in Berlin hat eine Laufzeit von 12 Monaten, die gemäß den Konditionen des Mietvertrages am 30. Juni 2023 endet.

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres durchschnittlich 78 (Vorjahr: 72) Angestellte beschäftigt.

2. Unternehmensorgane

Im Geschäftsjahr und bis einschließlich zu dem Datum der Erstellung dieses Jahresabschlusses wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch folgende natürliche Personen geführt:

Deeptha Nadadur Mathavan (vorheriger Eintrag im Handelsregister von Frankfurt am Main, zurückgetreten am 4. April 2024)

Sean Joseph Stenstrom, Legal-Counsel der Palantir Technologies Inc. (bisheriger Eintrag im Handelsregister München, ausgeschieden am 8. August 2024)

Ana Drmanovic Soro (neu eingetragen als Geschäftsführerin im Handelsregister München, bestellt am 4. April 2024)

Devon Alexandra Klein (neu eingetragen als Geschäftsführerin im Handelsregister München, bestellt am 8. August 2024)

Die Geschäftsführer sind berechtigt, die Gesellschaft allein zu vertreten.

Die Geschäftsführer erhalten für ihre Tätigkeit keine Vergütung von der Gesellschaft.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Palantir Technologies GmbH wurde in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft mit Sitz in Denver, Colorado (USA), einbezogen. Weitere Einzelheiten finden Sie in den öffentlich zugänglichen Unterlagen der obersten Muttergesellschaft auf der Website der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC (https://www.sec.gov), einschließlich des jüngsten Jahresberichts der obersten Muttergesellschaft auf Formular 10-K, der Vollmachtserklärung auf Formblatt 14A und anderer regelmäßiger Berichte der obersten Muttergesellschaft, die bei Bedarf geändert oder ergänzt werden können und nicht Bestandteil dieses Berichts sind.

Palantir Technologies Inc. erstellt die konsolidierten Jahresabschlüsse für die kleinste und die größte Unternehmensgruppe der weltweiten Palantir-Unternehmensgruppe.

4. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.068 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 10.385 auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagevermögen

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.958,09 0,00 0,00 33.958,09
33.958,09 0,00 0,00 33.958,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten 397.312,70 0,00 0,00 397.312,70
2. Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.019.492,94 64.350,38 21.441,20 1.062.402,12
1.416.805,64 64.350,38 21.441,20 1.459.714,82
1.450.763,73 64.350,38 21.441,20 1.493.672,91
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.756,09 11.318,00 0,00 32.074,09
20.756,09 11.318,00 0,00 32.074,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten 299.592,70 79.463,00 0,00 379.055,70
2. Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 428.657,94 221.326,38 21.441,20 628.543,12
728.250,64 300.789,38 21.441,20 1.007.598,82
749.006,73 312.107,38 21.441,20 1.039.672,91
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.884,00 13.202,00
1.884,00 13.202,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten 18.257,00 97.720,00
2. Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 433.859,00 590.835,00
452.116,00 688.555,00
454.000,00 701.757,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zum Unterzeichner:

 

Ana Soro, Geschäftsführerin.

Devon Klein, Geschäftsführerin.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Palantir Technologies GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Palantir Technologies GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Palantir Technologies GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 27. Dezember 2024

Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Florian Wenger, Wirtschaftsprüfer

Nicolas Szeitler, Wirtschaftsprüfer

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