Ferronordic Holding GmbH
Zum Laurenburger Hof 76, 60594 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Schneider seit 5.6.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Ferronordic Germany Holding AB | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ferronordic Holding GmbHFrankfurt am Main (vormals: Berlin)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ferronordic Holding GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Ferronordic Holding GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern- Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ferronordic Holding GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Entwicklungsbeeinträchtigung im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir weisen auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Konzernlagebericht in den Abschnitten „II. Wirtschaftsbericht - 3. Darstellung der Lage“, „III. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung - 1. Risikobericht“ und „V. Berichterstattung über Unsicherheiten im Zusammenhang mit nach dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignissen“ sowie im Konzernanhang in dem Abschnitt „Nachtragsbericht - Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres“ hin. Der Konzern hat aufgrund der Jahresfehlbeträge, im Wesentlichen bedingt durch die Neuordnung der operativen Geschäftstätigkeit sowie getätigte Abfindungen im Rahmen von Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen, dazugehöriger Beratungskosten sowie aus Lizenzen und Zinsen, das Eigenkapital vollständig aufgebraucht. Die Jahresergebnisse und der prognostizierte Verlust sind weiterhin auf die Aktivitäten der Gesellschaft zur Etablierung im Markt und damit strukturell bedingt. Die Finanzierung der Gesellschaft und damit des Konzerns wird durch Darlehen der Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, sowie der Ferronordic Germany Holding AG, Stockholm, Schweden, sichergestellt. Für diese Darlehen wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 ein Rangrücktritt erklärt. Darüber hinaus haben die Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, sowie die Ferronordic Germany Holding AG, Stockholm, Schweden, jeweils eine sogenannte harte Patronatserklärung gegenüber der Gesellschaft abgegeben, in welcher sie jeweils erklären, die Gesellschaft so mit liquiden Mitteln auszustatten, dass diese ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachkommen kann. Für die Annahme der Going Concern Prämisse ist die Ferronordic Gruppe Deutschland von der Unterstützung der Gesellschafterin bzw. der obersten Muttergesellschaft abhängig. Die zukünftige Entwicklung des Teilkonzerns ist abhängig von einer ausreichenden und angemessenen Ausstattung mit liquiden Mitteln und hinreichenden Möglichkeiten zur Stellung von finanziellen Sicherheiten im Rahmen der Finanzierung von Mietkäufen. Die zukünftige Entwicklung des Konzerns ist insoweit auch von der erfolgreichen Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen sowie des Eintretens der der Planungsrechnung zugrunde gelegten Prämissen abhängig. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Konzerns ist insofern gefährdet, als sich die Ertrags- und Liquiditätslage in der Zukunft nicht entsprechend der Planungsrechnung deutlich verbessern und / oder die Gesellschafterin bzw. die oberste Muttergesellschaft in der Lage sein könnte, die Gesellschaften in dem erforderlichen Umfang zu unterstützen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit bei Nichteintreten der Planungen und der erfolgreichen Umsetzung eingeleiteter Maßnahmen aufwerfen kann und ein entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko darstellt. Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 25. Juli 2025 Constantin GmbH Seifert, Wirtschaftsprüfer Heitger-Schmidt, Wirtschaftsprüferin Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
KONZERN-ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231) ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN UND ZUM KONZERNABSCHLUSS Die Ferronordic Holding GmbH (nachfolgend „FNH“ oder „Gesellschaft“) mit Sitz in Frankfurt am Main wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main, Abteilung B, unter Registernummer HRB 133623 geführt. Die FNH ist das Mutterunternehmen der Ferronordic-Gruppe Deutschland (nachfolgend „Teilkonzern Deutschland“). Die Sitzverlegung von Berlin (bisher Amtsgericht Charlottenburg, Abteilung B, Nummer HRB 247785 B) nach Frankfurt am Main erfolgte mit Beschluss vom 24. Oktober 2023, die Eintragung der Sitzverlegung im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main erfolgte am 30. Januar 2024. Die Geschäftstätigkeit der FNH erstreckt sich auf den Erwerb, Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie Übernahme von Managementaufgaben als Dienstleistung; der Tätigkeitsbereich der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften umfasst den Verkauf und die Reparatur von Lastkraftwagen, Baumaschinen, Personenkraftwagen und anderen gewerblichen und nicht gewerblichen Fahrzeugen sowie damit verbundene Aktivitäten, einschließlich Verkauf von Ersatzteilen, Erbringung von Dienstleistungen, Beratungsleistungen und Finanzdienstleistungen sowie Vermietung von Fahrzeugen. Es werden keine nach dem Kreditwesengesetz erlaubnispflichtigen Dienstleistungen durch die Gesellschaft ausgeübt. Zum Berichtszeitpunkt agieren die Unternehmen des Teilkonzerns Deutschland an 22 Standorten, ohne die verbundenen Unternehmen mit Spezialaufgaben, und beschäftigen bundesweit 382 Ferronordic-Mitarbeitende. Am 31. Dezember 2023 hält die Gesellschaft direkt und indirekt 100 % der Anteile am Stammkapital der
Die FNH ist deshalb aufgrund gesetzlicher Verpflichtung nach § 290 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 293 Abs. 1 HGB (Größenkriterien) zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen verpflichtet. Aus diesem Grund und zur Erfüllung von Offenlegungsverpflichtungen in Deutschland nach § 325 HGB erstellt die FNH einen Konzernabschluss, in dem die geschäftlichen Aktivitäten der in Deutschland ansässigen Gesellschaften dargestellt werden („Teilkonzernabschluss Deutschland“). Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden aus dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. Die Beträge werden in TEUR angegeben und kaufmännisch gerundet. Die FNH ist selbst Tochtergesellschaft der Ferronordic Germany Holding AB, Stockholm, Schweden. Als abhängige Gesellschaft wird die FNH in den Konzernabschluss der Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, einbezogen, die ihrerseits einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Konzernunternehmen auf höchster Konzernebene aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist in englischer Sprache erstellt und nach Offenlegung in Schweden öffentlich zugänglich. Mangels Übersetzung in die deutsche Sprache erfüllt dieser Konzernabschluss nicht die Anforderungen des § 325 HGB, so dass der von der FNH aufgestellte und hier kommentierte Konzernabschluss (Teilkonzernabschluss Deutschland) nach § 325 HGB offengelegt wird. 2) KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE 2.1) Konsolidierungsmethoden Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Der Konzernbilanzstichtag stimmt mit den Stichtagen der Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und der Tochtergesellschaften überein. Die einbezogenen Tochtergesellschaften wurden nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB kapitalkonsolidiert. Die Erstkonsolidierung der FNH wurde zum 1. Januar 2021 vorgenommen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Gesellschaften wurden keine stillen Reserven aufgedeckt. Der sich aus der Erstkonsolidierung ergebende Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über die geschätzte Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Maßgebend für die Nutzungsdauerschätzung waren das seit Jahren etablierte Geschäftsmodell der erworbenen Tochtergesellschaften, die langfristigen Geschäftsaussichten für den Standort Frankfurt am Main und die im Zeitablauf bewiesene nachhaltige Ertragskraft der Unternehmen. Die Erstkonsolidierung der Auto-Gruppe (Ferronordic Auto GmbH, Ferronordic Charter Beteiligungs GmbH, Ferronordic Charter GmbH & Co. KG) erfolgte auf Basis der Daten zum 31. Dezember 2019/01. Januar 2020, da hier der ursprüngliche Share Deal stattfand. Für alle im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen diesen Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen wurden eliminiert, soweit diese im Konzernkreis zum Abschlussstichtag noch bilanziert wurden. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurde durchgeführt. Auf eine Bilanzierung von latenten Steuern wurde verzichtet, da in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen Überhänge an aktiven latenten Steuern bestehen und latente Steuerabgrenzungen nach § 306 HGB auf Konsolidierungsmaßnahmen nicht zu bilden waren. Im Rahmen der Erstellung der Kapitalflussrechnung fanden die Grundsätze des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 21 (DRS 21) in der Fassung des Deutschen Rechnungslegungs Änderungsstandards Nr. 13 (DRÄS 13) Beachtung. Bei der Erstellung des Eigenkapitalspiegels wurden die Grundsätze des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 22 (DRS 22) berücksichtigt. 2.2) Konsolidierungskreis Veränderungen des Konsolidierungskreises im Berichtsjahr Mit Vereinbarung vom 22. Dezember 2022 scheidet Ferronordic Charter Beteiligungs GmbH zum 31. Dezember 2022 aus der Ferronordic Charter GmbH & CO. KG aus. Die Ferronordic Auto GmbH übernimmt mit Wirkung zum 1 Januar 2023 das Handelsgeschäft der Gesellschaft mit allen Aktiva und Passiva im Wege der Anwachsung. Die Anwachsung erfolgte zu Buchwerten. Mit Vereinbarung vom 22. Dezember 2022 scheidet Ferronordic Charter Beteiligungs GmbH zum 31. Dezember 2022 aus der Truckservice Bergstraße GmbH & CO. KG aus. Die Ferronordic GmbH übernimmt mit Wirkung zum 1 Januar 2023 das Handelsgeschäft der Gesellschaft mit allen Aktiva und Passiva im Wege der Anwachsung. Die Anwachsung erfolgte zu Buchwerten. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei Erstkonsolidierung entstanden ist, wird unverändert fortgeführt. Veränderungen des Konsolidierungskreises im Vorjahr Mit Kaufvertrag vom 12. Januar 2022 wurde die Ferronordic e-Rental GmbH zu einem Kaufpreis in Höhe von TEUR 35 an die Ferronordic AB verkauft. Die Gesellschaft wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2022 entkonsolidiert. Mit Verschmelzungsvertrag vom 29. August 2022 wurde die Truck Center Krämer GmbH im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme gemäß §§ 2 Nr. 1, 46 ff. UmwG auf die Ferronordic GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend auf den 1. Januar 2022. Eine Gegenleistung ist für die Vermögensübertragung nicht zu gewähren, da die Ferronordic GmbH alleinige Gesellschafterin der Truck Center Krämer GmbH ist. Die Verschmelzung fand gemäß § 54 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 UmwG ohne Kapitalerhöhung statt. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei Erstkonsolidierung im Vorjahr entstanden ist, wird unverändert fortgeführt. In den von der FNH für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufgestellten Konzernabschluss wurden folgende Gesellschaften einbezogen:
3) ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die auf die Bilanz zum 31. Dezember 2023 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum 31. Dezember 2022 beibehalten. 3.1) Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei unterjährigem Zugang erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Die voraussichtliche Nutzungsdauer entgeltlich erworbener Software beträgt 3 bis 5 Jahre. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, welche sich aus den Share Deals und Asset Deals ergeben werden über eine Laufzeit von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Das Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode, bei unterjährigem Zugang pro rata temporis, abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800,00 (netto) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 3.2) Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung von Ersatzteilen und Zubehör erfolgte unter Berücksichtigung eines pauschalen Gängigkeitsabschlages. Bei den Gebraucht- und Nutzfahrzeugen wurde im Einzelfall die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert mussten nicht vorgenommen werden. Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. 3.3) Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Tag darstellen. 3.4) Konzerneigenkapital Das Konzerneigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. 3.5) Rückstellungen Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Angesetzt ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Alle Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. 3.6) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nominalwert angesetzt. 3.7) Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Tag darstellen. 3.8) Latente Steuern Zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz bestehen derzeit nur solche temporären Differenzen, die im Saldo zu aktiven latenten Steuern führen. Von dem Wahlrecht einer Aktivierung latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften beruhen auf Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der Bewertung des Firmenwertes. Ferner führen bestehende körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge zu weiteren aktiven Steuerlatenzen. Für den Konzern wären Differenzen und steuerliche Verlustvorträge für die Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,825% und für die Gewerbesteuer mit einem Steuersatz von ca. 15 % zu bewerten. 3.9) Überleitungsrechnung gemäß DRS 18:
3.10) Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften erfasst, die unter dem beherrschenden Einfluss der Ferronordic Holding GmbH stehen (§ 290 HGB). 4) ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ Die Nummerierung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Konzernbilanz. AKTIVA A. ANLAGEVERMÖGEN I. Immaterielle Vermögensgegenstände Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Der Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen von Asset Deals ist im Jahresabschluss der Ferronordic GmbH entstanden. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Vorjahr wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren und der aus dem Jahr 2021 vorhandene Firmenwert planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung für den Geschäfts- oder Firmenwert, der aus Share Deals entstanden ist, erfolgt über die Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die Entwicklung der weiteren Posten der immateriellen Vermögenswerte können dem Konzernanlagespiegel (Anlage zum Konzernanhang) entnommen werden. II. Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagespiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. B. UMLAUFVERMÖGEN I. Vorräte Das Vorratsvermögen setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Der Anstieg in Höhe von TEUR 23.446 ist hauptsächlich in der Zunahme der Neuwagen-LKW sowie der Gebrauchtwagen-LKW begründet. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände II.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Für das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurden Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.050 (i. Vj. TEUR 1.134) gebildet. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 8 (i. Vj. TEUR 89) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. II.2 Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Die ausgereichten Darlehen entsprechen kurzfristigen Darlehen, im Wesentlichen an die Ferronordic Immobilien GmbH, zum Ankauf der Liegenschaften im Rahmen von Asset Deals. Ein großer Teil der Darlehen wurde im Berichtsjahr getilgt. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Mietkautionen in Höhe von TEUR 67 (i. Vj. TEUR 96) aktiviert, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. PASSIVA A. KONZERNEIGENKAPITAL I. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt TEUR 26 und wird zu 100 % von der Ferronordic Germany Holding AB, Stockholm, Schweden, gehalten. II. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 2.525. III. Verlustvortrag und Eigenkapitalveränderungen Hinsichtlich der Entwicklung des Konzern-Verlustvortrags und der Veränderungen des Konzern- Eigenkapitals im Berichtszeitraum verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel. B. RÜCKSTELLUNGEN Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen für Personalkosten beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für Boni, Urlaubsgeld, Überstunden und Abfindungen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. C. VERBINDLICHKEITEN Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 60.997 (i. Vj. TEUR 27.665) setzen sich zusammen aus den kurzfristigen Zwischenfinanzierungsdarlehen der Volvo Financial Services sowie der Volksbank, welche zur Finanzierung der LKW- bzw. Autokäufe dienen. Darlehen darüber hinaus sind Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Höhe von TEUR 1.445 (i. Vj. TEUR 1.863) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Eigentumsvorbehalt besichert. 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 107 (i. Vj. TEUR 381) sind im Berichtsjahr um TEUR 274 zurückgegangen. Sie beinhalten Anzahlungen auf Fahrzeuge. 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.550 (i. Vj. TEUR 22.856) haben sich im Berichtsjahr um TEUR 18.306 reduziert. 4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 60.849 (i. Vj. TEUR 62.819) entsprechen überwiegend Verbindlichkeiten aufgrund eines Darlehens der Ferronordic Germany Holding AB zur Finanzierung der Unternehmenserwerbe in Vorperioden sowie darüber hinaus des Betriebskapitals. 5. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Die Sicherheitseinbehalte im Vorjahr standen im Zusammenhang mit den Erwerben der Gesellschaften Truck Center Krämer und Truckservice Bergstraße GmbH & Co. KG. 5) ANGABEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Nummerierung der Erläuterungen folgt der Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. 5.1) Umsatzerlöse Die Gruppe erzielt ihre Umsatzerlöse überwiegend in der Bundesrepublik Deutschland. Die Umsatzerlöse setzen sich nach Produktgruppen wie folgt zusammen:
5.2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
5.3) Personalaufwand Im Personalaufwand werden die Löhne und Gehälter sowie die gesetzlichen und freiwilligen Sozialabgaben ausgewiesen. 5.4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 22.395 (i. Vj. TEUR 15.220) setzen sich wie folgt zusammen:
5.5) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR4.769 (i. Vj. TEUR 2.067) beinhalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Gesellschafterdarlehen (2023: TEUR 2.955, 2022: TEUR 1.462) sowie Zinsaufwendungen von verbundenen Unternehmen auf höherer Konzernebene (2023: TEUR 253, 2022: TEUR 0) und Fahrzeugfinanzierung (2023: TEUR 1.127, 2022: TEUR 406). 6) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.168. Zur Kapitalflussrechnung und zur Zusammensetzung des Finanzmittelfonds verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung. 7) SONSTIGE ANGABEN 7.1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Der Konzern hat für seinen Geschäftsbetrieb handelsübliche Miet-, Pacht- und Leasingverträge mit Laufzeiten von bis zu elf Jahren abgeschlossen. Ziel ist die Stärkung der Liquidität, wesentliche Risiken ergeben sich hieraus nicht. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen, beträgt TEUR 10.149 und resultiert aus bestehenden Mietverhältnissen und Leasingverträgen inkl. Nebenkosten mit den folgenden Fristen: Die Restlaufzeiten betragen:
Vom Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen TEUR 2.277 gegenüber Konzerngesellschaften außerhalb des deutschen Teilkonzernabschlusses. Des Weiteren bestehen Rückkaufsverpflichtungen aus vermittelten Leasingverträgen in einer Gesamthöhe von TEUR 736. Die Fahrzeugrückkäufe verteilen sich bis zum Jahr 2024. Mögliche Risiken aus den Verpflichtungen aus Leasingrückläufern sind in Form einer Rückstellung mit TEUR 5 pauschal berücksichtigt worden. 7.2) Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht. 7.3) Organe der Gesellschaft Die Geschäfte des Unternehmens werden bzw. wurden durch folgende Personen geführt:
Die Eintragung der Bestellung von Herrn Schneider zum neuen Geschäftsführer im Handelsregister erfolgte am 5. Juni 2025. Die Geschäftsführer waren/sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführer sind ohne spezifischen Tätigkeitsbereich jeweils für alle typischen Aufgaben eines Geschäftsführers zuständig. Die Angabe eines tatsächlich ausgeübten Berufs innerhalb der FNH gem. § 285 Nr. 10 HGB ist insoweit nicht möglich. 7.4) Gesamtbezüge der Organe Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7.5) Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 382 (i. Vj. 338) Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt.
7.6) Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen unter Beachtung des Dealing at Arms Length Prinzips vereinbart. 7.7) Honorare des Abschlussprüfers Die Honorare für Leistungen des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr betragen für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 115. 7.8) Nachtragsbericht - Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die Ferronordic Auto GmbH wurde rückwirkend zum 01.01.2024 auf die Ferronordic Rental GmbH verschmolzen. Die Geschäftsführung plant eine Verschmelzung der Ferronordic Used Trucks GmbH auf die Ferronordic Rental GmbH innerhalb des Konzerns. Eine Beurkundung eines Verschmelzungsvertrags erfolgte bislang nicht. Es ist allerdings geplant, die Verschmelzung im Geschäftsjahr 2025 umzusetzen. Der Konzern hat aufgrund der Jahresfehlbeträge, im Wesentlichen bedingt durch die Neuordnung der operativen Geschäftstätigkeit sowie getätigte Abfindungen im Rahmen von Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen, dazugehöriger Beratungskosten sowie aus Lizenzen und Zinsen, das Eigenkapital vollständig aufgebraucht. Die Jahresergebnisse und der prognostizierte Verlust sind weiterhin auf die Aktivitäten des Konzerns zur Etablierung im Markt und damit strukturell bedingt. Die Finanzierung der Gesellschaft und damit des Konzerns wird durch Darlehen der Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, sowie der Ferronordic Germany Holding AG, Stockholm, Schweden, sichergestellt. Für diese Darlehen wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 ein Rangrücktritt erklärt. Darüber hinaus haben die Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, sowie die Ferronordic Germany Holding AG, Stockholm, Schweden, eine sogenannte harte Patronatserklärung gegenüber der Gesellschaft abgegeben, in welcher sie jeweils erklären, die Gesellschaft so mit liquiden Mitteln auszustatten, dass diese ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachkommen kann. Es haben sich Veränderungen in der Geschäftsführung (siehe oben) ergeben. Die jeweiligen Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt. 7.9) Jahresergebnis des Mutterunternehmens und Ergebnisverwendungsvorschlag Die Gewinn- und Verlustrechnung der FNH weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 711 (i. Vj. TEUR 381) aus. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 711 auf neue Rechnung vorzutragen. 7.10) Mindeststeuergesetz Die Gesellschaft ist von den Auswirkungen aus der Umsetzung des Mindeststeuergesetzes (Pillar 2) nicht betroffen.
Frankfurt am Main, den 25. Juli 2025 Dirk Schneider, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die Ferronordic Holding GmbH (nachfolgend „FNH“ oder „Gesellschaft“) mit Sitz in Frankfurt am Main wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main, Abteilung B, unter Registernummer HRB 133623 geführt. Sie ist 100 %ige Tochtergesellschaft der Ferronordic Germany Holding AB (Stockholm, Schweden), eingetragen im schwedischen Handelsregister unter Nr. 559211-4275. Die FNH ist die Holding Gesellschaft des deutschen Teilkonzerns des Ferronordic Konzerns. Im aktuellen Berichtsjahr ist die Ferronordic Charter GmbH u. Co. KG mit Sitz in Dessau-Roßlau im Rahmen der Anwachsung per 1. Januar 2023 auf die Ferronordic Auto GmbH übergegangen. Die Truckservice Bergstrasse GmbH & Co. KG mit Sitz in Lorsch ist im Rahmen der Anwachsung per 1. Januar 2023 in der Ferronordic GmbH aufgegangen. Der Tätigkeitsbereich ihrer Tochtergesellschaften umfasst den Verkauf und die Reparatur von Lastkraftwagen, Baumaschinen, Personenkraftwagen und anderen gewerblichen und nicht gewerblichen Fahrzeugen sowie damit verbundene Aktivitäten, einschließlich Verkauf von Ersatzteilen, Erbringung von Dienstleistungen, Beratungsleistungen und Finanzdienstleistungen sowie Vermietung von Fahrzeugen. Es werden keine nach dem Kreditwesengesetz erlaubnispflichtigen Dienstleistungen durch die Gesellschaft ausgeübt. Die Ferronordic Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis in Deutschland auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, einbezogen. Dieser Konzernabschluss umfasst den größten Kreis der einbezogenen Unternehmen. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite www.ferronordic.com veröffentlicht. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 ist das Bruttoinlandsprodukt 2023 preisbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vergleich zum Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch die steigenden Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024). 2. Darstellung zum Geschäftsverlauf Wirtschaftliches Umfeld Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Die Neuzulassungsstatistik wies für die Zugmaschinen insgesamt einen Zuwachs von +8,4 %, darunter Sattelzugmaschinen mit +30,1 %, gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Die Lastkraftwagen (Lkw) stiegen um +14,5 %, die Kraftomnibusse um +12,5 % und die Sonstigen Kraftfahrzeuge (Kfz) legten um +0,3 % zu. (Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt vom 4. Januar 2024) Umsatzentwicklung Im Jahr 2023 haben sich die Umsätze des Teilkonzerns Ferronordic Deutschland um TEUR 32.638 erhöht. Den stärksten Umsatzzuwachs generierte der Teilkonzern mit Erlösen aus dem Verkauf von neuen LKW in Höhe von TEUR 23.240 (2023: TEUR 126.856; 2022: TEUR 103.616). Bei den Lkw-Neufahrzeugen lagen die Verkaufswerte 2023 bei 975 gegenüber 2022 (956) mit einer Differenz von 19 über den Verkaufszahlen des Vorjahres. Eine Steigerung von TEUR 6.244 (2023: TEUR 51.027; 2022: TEUR 44.783) ergaben sich aus dem Verkauf von Werkstattleistungen, sogenannte Aftermarket Sales. Darüber hinaus steigerte der Teilkonzern den Umsatz aus dem Verkauf von gebrauchten LKW um TEUR 5.562 (2023: TEUR 21.328; 2022: TEUR 15.766). Aus der Vermietung von LKW konnte ein Umsatz in einem Volumen von TEUR 6.239 (i. Vj. TEUR 7.371) erzielt werden. Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von TEUR 1.132. Die Anzahl der bearbeiteten Aufträge für Werkstattleistungen nahm in 2023 weiterhin zu: die Gesellschaft wickelte in 2023 63.694 Aufträge ab gegenüber 52.625 in 2022. Geschäftsentwicklung Im aktuellen Berichtsjahr ist die Ferronordic Charter GmbH u. Co. KG mit Sitz in Dessau- Roßlau im Rahmen der Anwachsung per 1. Januar 2023 auf die Ferronordic Auto GmbH übergegangen. Die Truckservice Bergstrasse GmbH & Co. KG mit Sitz in Lorsch ist im Rahmen der Anwachsung per 1. Januar 2023 in der Ferronordic GmbH aufgegangen. Investitionen Das Investitionsvolumen im Teilkonzern im Geschäftsjahr 2023 betrug TEUR 13.460 (i. Vj. TEUR 13.013). Hierbei handelt es sich vorwiegend um Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 13.428 (i. Vj. TEUR 12.763). Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Die Finanzierung des Betriebskapitals sowie der Investitionen in das Sachanlagevermögen durch die Ferronordic Holding GmbH erfolgt über konzerninterne Darlehen. Darüber hinaus erfolgt die Finanzierung des Bestands von neuen Volvo- oder Renault- Fahrzeugen im kurzfristigen Bereich über Zwischenfinanzierungsdarlehen der Volvo Financial Services GmbH (kurz „VFS“), Ismaning, sowie der Santander Consumer Bank AG und der Volksbank. Der Darlehensstand aus der Zwischenfinanzierung zum Jahresende beträgt TEUR 59.462 (i. Vj. TEUR 25.464) und ist durch Eigentumsvorbehalt besichert. Darüber hinaus bestehen langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 1.445 (i. Vj. TEUR 1.863) gegenüber der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt waren in den Unternehmen der Ferronordic Gruppe Deutschland inklusive der Auszubildenden insgesamt 427 (i. Vj. 377) Mitarbeiter beschäftigt. Das Personal wurde aufgrund der Neugliederung der operativen Geschäftstätigkeit in anderen Unternehmen der Ferronordic Gruppe Deutschland weitestgehend abgebaut und bei der Ferronordic GmbH untergebracht, zuletzt durch die Anwachsung der Truckservice Bergstraße GmbH & Co. KG, Lorsch. Geschäftsergebnis Wir verweisen hier auf die Ausführungen zu 3. a) Ertragslage. 3. Darstellung der Lage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse der Ferronordic Deutschland Gruppe belaufen sich für das Berichtsjahr 2023 auf TEUR 205.450 (i. Vj. TEUR 172.811). Diese setzen sich zusammen aus Verkäufen von neuen LKW in Höhe von TEUR 126.856 (i. Vj. TEUR 103.616), Werkstattleistungen in Höhe von TEUR 51.027 (i. Vj. TEUR 44.783), dem Verkauf von gebrauchten LKW in Höhe von TEUR 21.328 (i. Vj. TEUR 15.766) sowie dem Verkauf von PKW in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.276). Darüber hinaus wurden Umsatzerlöse aus der Vermietung von LKW im Wert von TEUR 6.239 (i. Vj. TEUR 7.371) erzielt. Den Umsatzerlösen steht ein Materialaufwand in Höhe von TEUR 167.164 (i. Vj. TEUR 135.724) gegenüber, was einer Materialaufwandsquote von 81,4 % (i. Vj. 78,5 %) entspricht. Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 29.928 (i. Vj. TEUR 24.304) setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse betrug 14,6 % (i. Vj. 14,1 %). Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich im Berichtsjahr 2023 auf TEUR 5.723 (i. Vj. TEUR 5.593). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 22.395 (i. Vj. TEUR 15.220) beinhalten im Wesentlichen Miet- und Leasingaufwendungen, Raum- , Fahrzeug-, Restrukturierungs-, Rechts- und Beratungskosten sowie Aufwendungen für IT- Dienstleistungen und Lizenzen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.769 (i. Vj. TEUR 2.067) beinhalten hauptsächlich Zinsen für Gesellschafterdarlehen, welche zur Akquisition der Unternehmen in 2021, zur Finanzierung des Betriebskapitals sowie für Investitionen gewährt wurden und Zinsen im Zusammenhang mit den Zwischenfinanzierungsdarlehen der Volvo Financial Services GmbH, Ismaning. Die Ferronordic Deutschland Gruppe erzielte im Berichtsjahr ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von TEUR 11.487 (i. Vj. TEUR 7.507). Das Konzernjahresergebnis beträgt TEUR- 16.509 (i. Vj. TEUR - 10.277). Das negative Ergebnis nach Steuern ist u. a. geprägt durch die getätigten Abfindungen im Rahmen von Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen, dazugehöriger Beratungskosten sowie aus Lizenzen, Managementgebühren und Zinsen. b) Finanzlage Die Liquidität des Teilkonzerns ist durch die konzerninterne Kreditfinanzierung langfristig gesichert. Neben Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau bestehen kurzfristige Zwischenfinanzierungsdarlehen der Volvo Financial Services GmbH und der Volksbank. Die Finanzierung des Teilkonzerns wird durch Darlehen der Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, sowie der Ferronordic Germany Holding AB, Stockholm, Schweden, sichergestellt. Für diese Darlehen wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 ein Rangrücktritt erklärt. Die oberste Muttergesellschaft, Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, sowie die Ferronordic Germany Holding AB, Stockholm, Schweden, haben unter dem Datum vom 31. Dezember 2023 jeweils eine Patronatserklärung zugunsten der Ferronordic GmbH abgegeben. Sie verpflichten sich darin jeweils, die Gesellschaft zukünftig so mit Liquidität auszustatten, dass diese jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen kann. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -36.445 (i. Vj. TEUR -10.396) ist geprägt durch das negative Konzernergebnis in Höhe von TEUR -16.509 (i. Vj. TEUR -10.277) sowie der Zunahme der Vorräte und der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig wirkt sich der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -6.176 (i. Vj. TEUR -10.848) ist geprägt durch die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Zukäufe von LKWs für die Vermietung. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 43.789 (i. Vj. TEUR 22.514) ist im Wesentlichen bestimmt durch den Zufluss aus der Rückzahlung von Darlehen an Konzerngesellschaften sowie die Finanzierung über Zwischenfinanzierungsdarlehen der Volvo Financial Services GmbH. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode weist bei einem Gesamtmittelzufluss von TEUR 1.167 (i. Vj. TEUR 1.270) und einer konsolidierungsbedingten Abnahme des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 30) einen Bestand von TEUR 8.061 gegenüber TEUR 6.894 zu Beginn der Periode aus. Das Working Capital (kurzfristiges Vermögen abzüglich kurzfristigen Fremdkapitals) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 11.771 (i. Vj. TEUR 20.580). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen trotz geringerer Forderungen aus gestiegenen Vorräten und flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag. Der Teilkonzern war im Jahr 2023 jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen, die Liquidität war jederzeit gesichert. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich von TEUR 27.987 per 31. Dezember 2022 um TEUR 9 auf TEUR 27.996 erhöht. Der Anstieg liegt hauptsächlich begründet in den getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Zukäufe von LKWs für die Vermietung. Gegenläufig hat sich die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes ausgewirkt. Das Vorratsvermögen hat sich von TEUR 28.830 per 31. Dezember 2022 um TEUR 23.446 auf TEUR 52.276 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Bestandserhöhung bei den Waren, insbesondere der LKW-Neufahrzeuge, zurückzuführen. Mit der marktgerechten Bewertung der Bestände, insbesondere bei den Fahrzeugen, wurde den zu erwartenden Risiken Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 16.379 per 31. Dezember 2022 um TEUR 7.406 auf TEUR 8.973. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf ein effizienteres Forderungsmanagement zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem 31. Dezember 2022 (TEUR 21.265) um TEUR 10.444 auf TEUR 10.821 zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von kurzfristigen Darlehen durch die Ferronordic Immobilien GmbH zurückzuführen. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt TEUR 8.061 gegenüber TEUR 6.894 per 31. Dezember 2022. Zur Veränderung des Finanzmittelfonds verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 3 b) Finanzlage. Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR -38.837 gegenüber TEUR -22.328 per 31. Dezember 2022. Der Kapitalfehlbetrag ist aufgrund der im Berichtsjahr erwirtschafteten Verluste gestiegen. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 2.525. Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 von TEUR 2.820 um TEUR 1.751 auf TEUR 4.571 erhöht. Dies ist vor allem auf die Bildung von Rückstellungen für Restrukturierung zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 von TEUR 27.665 um TEUR 33.332 auf TEUR 60.997 erhöht. Der Anstieg ergab sich vor allem im Zusammenhang mit der positiven Entwicklung des Lkw- Geschäfts und den höheren Zwischendarlehensfinanzierungen im Fahrzeugbestand. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 (TEUR 22.856) um TEUR 18.306 auf TEUR 4.550 reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf eine geringere Inanspruchnahme von Lieferantenkrediten zurückzuführen. Im Gegenzug stiegen die Verbindlichkeiten aus Zwischenfinanzierungsdarlehen an. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Ferronordic Germany Holding AB haben sich insgesamt von TEUR 62.819 per 31. Dezember 2022 um TEUR 1.970 auf TEUR 60.849 aufgrund von Rückzahlung und Verrechnung reduziert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum 31. Dezember 2022 (TEUR 6.787) gestiegen. Sie haben sich insgesamt um TEUR 8.564 auf TEUR 15.351 erhöht. Der Anstieg ergibt sich vor allem durch die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber der Ferronordic AB nebst Zinsen sowie einer höheren Umsatzsteuerverbindlichkeit aufgrund der gesteigerten Umsätze. Die Bilanzsumme ist von TEUR 123.966 per 31. Dezember 2022 auf TEUR 147.119 zum 31. Dezember 2023 gestiegen. d) Gesamtbeurteilung Die Geschäftsführung hält die tatsächlich eingetretenen finanziellen Ergebnisse in Anbetracht der externen Einflüsse für akzeptabel, ist jedoch mit der Entwicklung, dem Geschäftsverlauf und dem erreichten Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von TEUR -11.487 (Vorjahr: TEUR -7.507) nicht zufrieden. e) Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im Vorjahr Die prognostizierten Werte für das Jahr 2023 konnten für die Umsatzerlöse nicht erreicht werden. Das geplante EBIT wurde nicht erreicht. Damit wurden die Unternehmensziele eines Umsatzanstiegs erreicht, das geplante Ergebnis vor Zinsen und Steuern indes nicht. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 205.450 erzielt. Für das Jahr 2023 war ein Umsatz in Höhe von TEUR 252.880 geplant worden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein negatives EBIT von TEUR 11.487 erzielt. Dieses lag deutlich unter dem geplanten EBIT in Höhe von TEUR 5.793. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung werden unter anderem die Kennzahlen Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern ohne Beteiligungsergebnis) herangezogen. III. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung 1. Risikobericht Die deutsche Automobilindustrie steht vor Herausforderungen durch den Technologiewandel und den zunehmenden Wettbewerb aus Asien, insbesondere China. Protektionistische Maßnahmen und Handelskonflikte könnten die Exportmöglichkeiten einschränken und die Lieferketten belasten. Insgesamt bleibt das Marktumfeld für die Automobilindustrie herausfordernd, aber durch gezielte Anpassungen und Investitionen können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und Chancen nutzen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht die Geschäftsführung zwar von negativen wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der genannten Krisen aus, die jedoch nach gegenwärtiger Einschätzung keine Auswirkungen auf den Fortbestand der Unternehmensgruppe haben werden. Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die Ferronordic Gruppe vor allem von der Geschäfts- und Modellpolitik des Herstellers abhängig. Das Risiko wird derzeit als mittel eingestuft. Der Teilkonzern Deutschland hat aufgrund der Jahresfehlbeträge der letzten Jahre, im Wesentlichen bedingt durch die Neuordnung der operativen Geschäftstätigkeit sowie getätigte Abfindungen im Rahmen von Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen, dazugehöriger Beratungskosten sowie aus Lizenzen und Zinsen gegenüber der Gesellschafterin, ihr Eigenkapital vollständig aufgebraucht. Die bisherigen Jahresergebnisse und der prognostizierte Verlust sind insoweit weiterhin auf die Aktivitäten zur Etablierung im Markt und damit strukturell bedingt. Die Finanzierung der Ferronordic Gruppe Deutschland wird durch Darlehen der Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, sowie der Ferronordic Germany Holding AB, Stockholm, Schweden, sichergestellt. Für diese Darlehen wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 ein Rangrücktritt erklärt. Darüber hinaus haben die Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, sowie der Ferronordic Germany Holding AB, Stockholm, Schweden, eine sogenannte harte Patronatserklärung gegenüber der Ferronordic GmbH abgegeben, in welcher sie jeweils erklären, die Gesellschaft so mit liquiden Mitteln auszustatten, dass diese ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachkommen kann. Für die Annahme der Going Concern Prämisse ist die Ferronordic Gruppe Deutschland von der Unterstützung der Gesellschafterin bzw. der obersten Muttergesellschaft abhängig. Die zukünftige Entwicklung des Teilkonzerns ist abhängig von einer ausreichenden und angemessenen Ausstattung mit liquiden Mitteln und hinreichenden Möglichkeiten zur Stellung von finanziellen Sicherheiten im Rahmen der Finanzierung von Mietkäufen. Die zukünftige Entwicklung der deutschen Gesellschaften ist insoweit auch von der erfolgreichen Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen sowie des Eintretens der der Planungsrechnung zugrunde gelegten Prämissen abhängig. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit des Teilkonzerns ist insofern in ihrer Entwicklung beeinträchtigt, als sich die Ertrags-/ Liquiditätslage der einzelnen Gesellschaften in der Zukunft nicht deutlich verbessern und / oder die Gesellschafterin bzw. die oberste Muttergesellschaft nicht in der Lage sein könnte, die Gesellschaften in dem erforderlichen Umfang zu unterstützen. 2. Chancenbericht Die Übernahme von vormals verbundenen Gesellschaften in die Ferronordic-Gruppe, verbunden mit der Optimierung des operativen Geschäftes in allen verbundenen Unternehmen, wird die Synergieeffekte verstärken. Die gesamte, auch noch im Jahr 2025 fortzuführende Neustrukturierung des Unternehmensverbundes, dient dazu, die unterschiedlichen Geschäftsbereiche zu gliedern und Kostenoptimierungen im Bereich Administration, Management und Buchhaltung zu erreichen. Die größeren finanziellen Mittel der Ferronordic-Gruppe werden die notwendigen Investitionen in Gebäude und Anlagen ermöglichen, um den technologischen Wandel im Produkt-, Verkaufs- und Servicebereich operationalisiert umzusetzen. Wir sind überzeugt, aufgrund der Umstrukturierungsmaßnahmen in der Ferronordic Gruppe Deutschland, mit den geplanten Verschmelzungen und Neugliederungen die entstehenden Synergieeffekte besser nutzen zu können. 3. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Die Gesamtsituation der Chancen und Risiken setzt sich aus den oben genannten Einzelaspekten zusammen. Auf Grundlage der uns heute bekannten Informationen verfügt das Unternehmen über eine positive wirtschaftliche Zukunftsprognose. Insbesondere unter Berücksichtigung der erhaltenen Patronatserklärung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder gemeinsam im aktuell überschaubaren Zeitraum den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden. IV. Voraussichtliche Entwicklung des Teilkonzerns und Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft Bezugnehmend auf die Informationen unter III. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung wurde ein Budget für 2024 mit Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 181.060, ein Jahresergebnis von TEUR -5.354 sowie ein positives EBIT von TEUR 1.401 budgetiert. Im Rahmen der immanenten Risiken geht die Geschäftsführung davon aus, dass der im Jahr 2021 eingeschlagene und im Jahr 2023 fortgeführte Pfad der Zunahme des Geschäftes mit Reparaturen auch in den Folgejahren beschritten wird, indes die Zunahme des Geschäfts mit Neufahrzeugen stagniert bzw. mit Umsatzeinbrüchen von bis zu 30 % gerechnet wird. Die Ferronordic Auto GmbH wurde im Geschäftsjahr 2024 rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die Ferronordic Rental GmbH verschmolzen. Die Geschäftsführung plant eine Verschmelzung der Ferronordic Used Trucks GmbH auf die Ferronordic Rental GmbH innerhalb des Konzerns. Eine Beurkundung eines Verschmelzungsvertrags erfolgte bislang nicht. Es ist allerdings geplant die Verschmelzung im Geschäftsjahr 2025 umzusetzen. V. Berichterstattung über Unsicherheiten im Zusammenhang mit nach dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignissen Zusammenfassend gehen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt von einer sichergestellten Liquidität (wir verweisen auf die unter Punkt 3. b) genannte Patronatserklärung) und damit von einer nicht bestandsgefährdenden Entwicklung für die Tochtergesellschaft Ferronordic GmbH und damit des Konzerns aus. Nach dem Bilanzstichtag haben sich Veränderungen in der Zusammensetzung des Managements der Gesellschaft ergeben.
Frankfurt am Main, den 25. Juli 2025 Dirk Schneider, Geschäftsführer
Frankfurt am Main, 11. September 2025 / September 11th, 2025 Sven Henrik Carlborg handelnd als Geschäftsführer im Namen der/ acting as a member of the board on behalf of Ferronordic Germany Holding AB Dan Hakan Ulf Eliasson handelnd als Geschäftsführer im Namen der/ acting as a member of the board on behalf of Ferronordic Germany Holding AB |
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