Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 15140
Vorher
KMW Kältetechnik GmbHKMW Projekt GmbH
Eingetragen
29.7.2014
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungBeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Nach Änderung Das Tätigkeitsfeld der Gesellschaft erstreckt sich über die Beratung, Planung, Projektierung und das Erstellen von kältetechnischen Systemlösungen. Ergänzt wird das Arbeitsfeld der Gesellschaft durch Technische Dienstleistungen für den Kältetechnischen Markt. Die Gesellschaft darf ferner alle sonstigen Geschäfte betreiben, die ihrem Hauptzweck zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kathrin Walkowiak
seit 18.3.2026
Prokura
Martin Tusch
seit 18.3.2026
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

95.00% identifiziert5.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
95.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
emcot group GmbHEigenbeteiligung
5.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mike Manfred Nagierski
Bochum
23.750 €
95.00%
emcot group GmbH
Germany
1.250 €
5.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

emcot group GmbH

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die emcot group GmbH ist darauf spezialisiert, gewerblichen Kunden in den Bereichen Kälte, Kühlmöbel und Klima umfassende Lösungen anzubieten. Insbesondere die Realisierung großer Projekte wie die Gesamtausstattung von Supermärkten inkl. der kompletten Kühl- und Klimatechnik, Kühlmöbeln, Großraumkühlhäuser oder die Installation von Klimaanlagen und Raumlufttechnik liegen im Fokus von emcot. Neben der Projektierung und Montage, bietet emcot ihren Kunden Service- und Wartungsleistungen 24/7.

Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche der emcot group GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten Projektierung & Montage, Service und Raumlufttechnik.

Die Projektierung, der Bau und die Lieferung von Kälteanlagen und Kühlmöbeln fallen in das Geschäftsfeld Projektierung & Montage.

Die zweite Säule Service umfasst den Service, die Fernüberwachung, die Wartung und Störbeseitigung in annähernd 1.000 Filialen des Lebensmitteleinzelhandels deutschlandweit im Geschäftsjahr 2023.

Im dritten Geschäftsbereich Raumlufttechnik werden Klima- und Lüftungsmontagen, sowie Service und Wartung für Gewerbekunden, den Lebensmitteleinzelhandel, Industriekunden, sowie die öffentliche Hand gefasst.

Rechtliche Struktur

Hauptsitz der emcot group GmbH ist Bochum. Emcot betreibt eine nicht-selbstständige Betriebsstätte in Gronau.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2023 laut Daten des Statistischen Bundesamts um 0,3 %. Das krisengeprägte Umfeld in Verbindung mit einem weiterhin hohen Preisniveau, sowie steigender Zinsen setzen die Konjunktur unter Druck. Die ifo-Prognose sieht für das Folgejahr ein leichtes Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung von 0,2 % und im darauffolgenden Jahr ein Wachstum von 1,5 % vor.

Laut dem Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe e.V. (VDKF) und der Kälte-Klima-Konjunkturumfrage 2023 wird die Geschäftslage in der Kältebranche mehrheitlich gut bewertet und die zukünftige Geschäftslage ebenfalls mehrheitlich gut bewertet. Die Kältebranche verzeichnet und erwartet einen hohen Auftragsbestand, der mehrheitlich auf Gewerbekunden beruht.

Die Anlagenmodernisierungen auf Basis des klimafreundlichen Kältemittels R744 stehen weiterhin im Fokus und werden durch die rechtlichen Rahmenbedingungen mit der Abkehr von fluorierten Kältemitteln vorangetrieben. Die Neufassung der Verordnung über fluorierte Treibhausgase, die am 11.03.2024 in Kraft tritt, unterstreicht den hohen Investitionsdruck der Anlagenbetreiber zur Modernisierung der Kälteanlagen.

Als große Herausforderung in der Branche zeigt sich weiterhin der Fachkräftemangel. 41% der Kälte-Klima Unternehmen in der VDKF Konjunkturumfrage sehen den Geschäftsbetrieb durch den Fachkräftemangel eingeschränkt. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind ein entscheidender Erfolgsfaktor.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die emcot group GmbH schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 428.824,83 Euro ab. Nach einem außergewöhnlich umsatzstarken Vorjahr mit Pandemiebedingt verzögerten Bauabschlüssen, erreicht emcot das Umsatzniveau der Vorjahre. Das Jahresergebnis konnte maßgeblich gesteigert werden und erfüllt die Planungen und Erwartungen. Auch wenn der starken Inflationsphase mit notwendigen Preisanpassungen begegnet werden konnte, übt der Fachkräftemangel und die Situation auf dem Arbeitsmarkt Druck aus uns spiegelt sich auch in einer Steigerung der Personalkosten wider.

Die Investitionen in die Digitalisierung mit der Zielsetzung der Effizienzsteigerung von Abläufen und Prozessen wurden fortgesetzt. Insbesondere der Fachkräftemangel als limitierender Faktor der Personalressourcen erfordert eine weitgehende Digitalisierung von Prozessen zum optimalen Einsatz der Ressourcen. Die Ausbildung von qualifizierten Facharbeiter*innen ist dabei ebenfalls ein entscheidender Faktor für die Unternehmensentwicklung. Die emcot group GmbH hatte im Geschäftsjahr 2023 17 Auszubildende in laufender Ausbildung. Zudem wurde der Abschlussjahrgang mit zwei Auszubildenden übernommen.

i. Ertragslage

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Rohergebnis 7.600,1 6.518,0 1.082,1 16,6
Personalaufwand 4.521,5 3.975,3 546,2 13,7
Abschreibungen 114,0 130,8 -16,8 -12,8
Sonstige betr. Aufwendungen 2.446,7 2.166,4 280,3 12,9
Jahresergebnis 428,8 160,2 268,8 167,7

Die emcot group GmbH erwirtschaftete ein um 16,6% höheres Rohergebnis als im Vorjahr. Optimierungen in Prozessen und Abläufen, sowie die IT-Investitionen spiegeln sich hierin wider. Ein Zuwachs in der Mitarbeiterzahl als auch Inflationsanpassungen zeigen sich in einer Steigerung des Personalaufwands um 13,7% zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhen sich mit den allgemeinen Preissteigerungen. Die emcot group GmbH schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 428.824,83 Euro ab.

ii. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich aufgrund von Projekttätigkeiten verringert.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten ist auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Sowohl Investitionen in das Warenwirtschaftssystem, als auch Investitionen in die Betriebsausstattung finden sich hierin wieder. Auch im Folgejahr sind weitere Investitionen in das Warenwirtschaftssystem geplant.

Die emcot group GmbH finanziert sich vorrangig durch die Gesellschafter und der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Aufgrund der bestehenden Eigenkapitalsituation und zur nachhaltigen Finanzierung wurden hinsichtlich der laufenden Verbindlichkeiten Stundungsvereinbarungen und hinsichtlich bestehender Darlehen qualifizierte Rangrücktritte vereinbart.

Wir arbeiten mit einer Factoringgesellschaft zusammen, die einen Teil der Kundenforderungen ankauft und damit einen Beitrag leistet, unsere Liquidität zu verbessern.

iii. Vermögenslage

Aktiva

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Vorräte 5.199,0 4.038,8 1.160,2 28,7
Forderungen 1.898,6 1.927,5 -28,9 -1,5
Liquide Mittel 305,1 121,5 183,6 151
Nicht gedecktes EK 2.019,5 2.448,3 -428,8 -17,5

Passiva

Erhaltene Anzahlungen 3.643,5 3.641,4 2,1 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.147,7 1.947,5 200,2 10,3
Langfristige Verbindlichkeiten 2.561,1 2.680,8 -119,7 -4,5

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.160,2 gestiegen, was auf den Jahresübergang von Großprojekten zurück zu führen ist. Während Forderungen und Anzahlungen auf gleichem Niveau verbleiben, haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Projekttätigkeiten um 10,3% erhöht.

Zum Stichtag stehen dem Eigenkapital Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern und sonstigen Darlehensgebern mit qualifiziertem Rangrücktritt in Höhe von 2.561.027,05€ gegenüber, die das buchmäßig negative Eigenkapital übersteigen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir nutzen eine Vielzahl von finanziellen Leistungsindikatoren und legen besonderen Fokus dabei auf:

Umsatzentwicklung und Betriebsergebnis.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite heran.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt T€ 198,8 p.a. Die Umsatzrendite beträgt im Jahr 2023 3,0 %.

4. Gesamtaussage

Mit dem Jahresergebnis von 428.824,83 Euro hat die emcot group ihre Zielsetzung erfüllt und konnte die Umsatzrentabilität merklich steigern. Die erheblichen Preissteigerungen in der Beschaffung konnten erfolgreich an die Kunden weitergegeben werden und die Konditionen wurden entsprechend angepasst. Das Umsatzniveau ist wie erwartet auf das Niveau der Vorjahre zurückgegangen, da die Verzögerungen im Projektgeschäft mit dem Vorjahr aufgelöst werden konnten.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Gesellschafter und der Gesellschaft verbundene Unternehmen sichergestellt und stabil. Darlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt übersteigen das buchmäßig negative Eigenkapital. Das positive Jahresergebnis reduziert zudem das negative Eigenkapital. Factoring für einen Teil der Kunden beschleunigt Cashflows und verbessert die Liquidität. Die emcot group GmbH setzt sich das Ziel die Umsatzrentabilität, sowie die Finanz- und Vermögenslage im folgenden Geschäftsjahr weiter zu verbessern.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

III. Prognosebericht

Die emcot group GmbH ist darauf spezialisiert, nachhaltige Kühllösungen mit natürlichen Kältemitteln zu realisieren. Der Service, die Projektierung und Realisierung von Kühlanlagen mit Kühlmöbeln und Gebäudetechnik für Gewerbe und Industriekunden, mit besonderem Fokus auf den Lebensmitteleinzelhandel sind und bleiben unser Kerngeschäft.

Die Anpassung der europäischen Verordnung über fluorierte Treibhausgase unterstreicht die Bedeutsamkeit nachhaltiger und klimafreundlicher Produkte und Leistungen im Bereich der Kältetechnik, die Nachfrage nach Modernisierungen nimmt weiter zu. Die Preisentwicklungen und Unsicherheiten auf den Energiemarkt verschärfen den Fokus auf energieeffizienten Lösungen und haben erheblichen Einfluss auf Investitionsentscheidungen der Anlagenbetreiber. Der sogenannte Phase-Out der fluorierten Kältemittel setzt sich fort und erhöht unvermindert den Investitionsdruck der Betreiber ihre Anlagen auf klimafreundliches CO 2 umzustellen. Emcot hat sich auf den Bau von CO 2 -Anlagen spezialisiert und bietet ihren Kunden damit verlässliche Lösungen. Wir gehen in 2024 von einem gleichbleibenden Umsatzniveau aus bei einer leichten Verbesserung der Umsatzrentabilität. Für die Zukunft bilden wir umfangreich aus und gewinnen Fachkräfte, um diese Weiterentwicklung durch engagierte und qualifizierte Mitarbeiter*innen zu tragen.

Entsprechend erwarten wir eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

IV. Chancen- und Risikobericht

DNach Überwindung der sehr hohen Inflationsphase normalisieren sich die Planungsprozesse bei den Kunden und die Investitionen steigen wieder deutlich. Verzögerungen in Neu- und Umbauten werden wegen der angespannten Situation in der Bauwirtschaft weiterhin zu antizipieren sein, mit ihren Auswirkungen auf das Projektgeschäft.

Das Wettbewerbsumfeld der Kältefachfirmen zeigt sich aufgrund der tendenziell hohen Nachfrage im Markt als sehr stabil. Das Servicegeschäft ist eine verlässliche und stabile Größe und das Projektgeschäft hat sich in 2023 merklich erholt. Der hohe Fachkräftemangel sorgt weiterhin für beschränkte Kapazitäten im Markt bei hohem Investitionsdruck bei Anlagenbetreibern im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zur Reduzierung von schädlichen Treibhausgasen. Dem Fachkräftemangel lässt sich durch stetige Ausbildung, Weiterbildung und Rekrutierung von Fachkräften begegnen, um die Unternehmensentwicklung zu sichern. Ein attraktives Arbeitsumfeld und gutes Betriebsklima bleiben weiterhin ein Erfolgsfaktor und stehen im Fokus der emcot group GmbH. Durch den Fachkräftemangel und die Inflation müssen wir von deutlichen Kostensteigerungen im Personalbereich ausgehen.

Der Lebensmitteleinzelhandel erweist sich weiterhin als äußerst krisenfester Partner. Der Ausbau der Kooperation mit etablierten Kunden und die Hinzugewinnung von weiteren Kunden bleiben der Fokus. Eine hohe regionale Verankerung und Abdeckung spielt im Markt eine bedeutende Rolle und diese wird durch die Aufstellung der emcot group erreicht. Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel auf wenige starke Akteure, erfordert stetige Optimierungen und straffe Kostenstrukturen. Ein Kernerfolgsfaktor in den nächsten Jahren ist die Digitalisierung von Prozessen, welche durch Investitionen der emcot group in ein neues Warenwirtschaftssystem verfolgt wird. Der Fachkräftemangel erfordert die Automatisierung von unterstützenden Arbeitsabläufen, um die Ressourcen optimal einzusetzen.

Das buchmäßig negative Eigenkapital dominiert aktuell noch die Vermögens- und Finanzlage. Die Finanzlage der Gesellschaft ist durch die Finanzierung der Gesellschafter und der Gesellschaft verbundene Unternehmen gesichert. Darlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt übertreffen das buchmäßig negative Eigenkapital. Darüber hinaus besteht die Bereitschaft der Gesellschafter für den Bedarfsfall temporär zusätzliche Finanzmittel bereitzustellen.

 

Bochum, den 09.04.2023

Mike Nagierski

Simon Born

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 388.378,00 354.241,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 74.537,00 103.913,00
II. Sachanlagen 313.841,00 250.328,00
1. technische Anlagen und Maschinen 8.709,00 11.549,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305.132,00 238.779,00
B. Umlaufvermögen 7.592.627,73 6.259.270,12
I. Vorräte 5.199.001,19 4.038.783,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.088.540,85 2.099.025,27
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 381.257,63 358.156,49
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.707.283,22 1.740.868,78
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 71.303,84 34.617,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 305.085,69 121.460,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.580,41 30.577,96
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.019.454,44 2.448.279,27
Aktiva 10.032.040,58 9.092.368,35

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.050.000,00 1.050.000,00
III. Verlustvortrag 3.523.279,27 3.683.462,06
IV. Jahresüberschuss 428.824,83 160.182,79
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 2.019.454,44 2.448.279,27
B. Rückstellungen 244.756,08 241.822,14
C. Verbindlichkeiten 9.787.284,50 8.850.546,21
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 115.374,54 32.304,88
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 115.374,54 32.304,88
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.104.270,20 1.034.152,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 100.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.004.270,20 1.034.152,01
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 70.335,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 70.335,64
4. sonstige Verbindlichkeiten 8.497.304,12 7.784.089,32
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.940.547,27 6.137.450,66
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.556.756,85 1.646.638,66
Passiva 10.032.040,58 9.092.368,35

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.600.063,48 6.517.976,26
2. Personalaufwand 4.521.464,27 3.975.332,25
a) Löhne und Gehälter 3.722.740,24 3.226.175,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 798.724,03 749.156,81
davon für Altersversorgung 11.030,34 13.107,84
3. Abschreibungen 113.997,93 130.834,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 113.997,93 130.834,20
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.446.714,72 2.166.365,18
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 527,30 623,55
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 76.874,03 74.752,39
7. Ergebnis nach Steuern 441.539,83 171.315,79
8. sonstige Steuern 12.715,00 11.133,00
9. Jahresüberschuss 428.824,83 160.182,79

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: emcot group GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bochum
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Bochum
Register-Nr.: 15140

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Für das Sachanlagevermögen ''Werkzeuge'' wurde erstmalig ein Festwert zum 31.12.2023 in Höhe von 82.168,00 € gebildet.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

In dieser Position befindet sich ein festgestellter Festwert für die in den Montage- und Servicefahrzeugen befindlichen Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe in Höhe von 348.166,82 €.

Die unfertigen Erzeugnisse wurden mit Ihren Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB entsprechend Ihrem Fertigungsgrad bewertet. Einbezogen wurden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Verwaltungs und Vertriebskosten sowie Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Notwendige Wertberichtigungen wurden vorgenommen.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Es wurde zum 31.12.2023 ein Festwert für die unter Sachanlagevermögen geführte Position ''Werkzeuge'' gebildet.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres 609.447,97 €.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 681.623,68 €.

Anschaffungs- Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Umbuchungen 2023
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.413,30 18.705,92 0,00 0,00 223.119,22
2. geleistete Anzahlungen 11.500,00 0,00 11.500,00 0,00 0,00
Summe 215.913,30 18.705,92 11.500,00 0,00 223.119,22
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 17.552,95 0,00 0,00 0,00 17.552,95
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 730.222,72 191.231,01 92.124,22 0,00 829.329,51
Summe 747.775,67 191.231,01 92.124,22 0,00 846.882,46
Summe Anlagevermögen 963.688,97 209.936,93 103.624,22 0,00 1.070.001,68
Abschreibungen Abschreibungen Abgänge Umbuchungen Abschreibungen
01.01.2023 (kumuliert)
EUR
2023
EUR
2023
EUR
2023
EUR
kumuliert 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 112.000,30 36.581,92 0,00 0,00 148.582,22
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 112.000,30 36.581,92 0,00 0,00 148.582,22
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 6.003,95 2.840,00 0,00 0,00 8.843,95
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 491.443,72 74.576,01 41.822,22 0,00 524.197,51
Summe 497.447,67 77.416,01 41.822,22 0,00 533.041,46
Summe Anlagevermögen 609.447,97 113.997,93 41.822,22 0,00 681.623,68
Zuschreibung Buchwert
Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 74.537,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe 0,00 74.537,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 8.709,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 305.132,00
Summe 0,00 313.841,00
Summe Anlagevermögen 0,00 388.378,00

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 71.303,84 EUR (Vorjahr: 34.617,99 EUR). Die Forderung betrifft die Gewährung von Arbeitnehmer-Darlehen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Es handelt sich hierbei um die Rückstellung für die Unfallversicherungsbeiträge 2023 in Höhe von 16.000,00€, für die Schwerbeschädigtenabgabe in Höhe von 13.320,00 €, die Rückstellung für Urlaub in Höhe von 88.980,13 €, die Rückstellungen für Überstunden in Höhe von 61.256,00 € und die Rückstellung für Gewährleistungen in Höhe von 17.399,95 €.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 2.561.027,05 EUR (Vorjahr: 2.680.790,67 EUR).

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeiten Restlaufzeit größer 5 Jahre Sicherung
Betrag
EUR
Betrag
EUR
Vermerk
gegenüber nahestehenden Personen 1.004.270,20
sonstige Verbindlichkeiten 1.556.756,85
Summe 2.561.027,05

Sonstige Angaben

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern/ nahestehenden Personen

(§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern / nahestehenden Personen bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
EUR
Ausleihungen 0,00
Forderungen 381.257,63
Verbindlichkeiten 1.104.270,20

Die Pflicht zur Überwachung der wirtschaftlichen Lage obliegt der Geschäftsleitung. Es wird auf diesbezügliche Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und sonstigen Darlehensgebern besteht ein qualifizierter Rangrücktritt in Höhe von EUR 2.561.027,05. Bilanzierung und Bewertung erfolgten zu Fortführungswerten.

Nicht in der Bilanz erscheinende finanzielle Verpflichtungen vor allem aus:

- Miet- und Pachtverträge über bewegliches Anlagevermögen 627.970,65€ aus Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit von 20,73 Monaten im Durchschnitt

- Sonstige finanzielle Verpflichtungen 307.810,00€ aus Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von 2,0 Jahren im Durchschnitt

Diese sind im für die Gesellschaft wesentlichen Umfang vorhanden.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Vergütung für Genussrechtskapital

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 52,00
Angestellte 19,00
leitende Angestellte 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 71,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 66,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 5,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Mike Nagierski ausgeübter Beruf: Meister im Kälte-Klima Handwerk
Weitere Geschäftsführer: Simon Born ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Gewinn wird dem Verlustvortragskonto gutgeschrieben.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bochum 13.5.2024

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die emcot group GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der emcot group GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der emcot group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Die emcot Group GmbH weist zum Stichtag des 31.12.2023 einen aus der Vergangenheit resultierenden, nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.019 auf. Wir verweisen auf die im Anhang und Lagerbericht getätigten Angaben zur Finanzierung des Unternehmens, insbesondere dass die Finanzlage der Gesellschaft durch Darlehen bestimmt ist, die durch die Gesellschafter/nahestehenden Personen mittels qualifiziertem Rangrücktritt hingegeben wurden. Das Prüfungsurteil ist hinsichtlich dieses hervorgehobenen Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hagen, 16. Mai 2024

DHE REVISION PartmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philip Deussen, Wirtschaftsprüfer

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