Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 705411
Vorher
Alcan Forging Germany GmbHAlcan Strojmetal Aluminium Forging GmbHStrojmetal Aluminium Forging GmbH
Eingetragen
16.6.2010
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung und der Vertrieb von Schmiedeteilen aus Aluminium und anderen Materialien sowie der Handel mit solchen und anderen Waren als auch das Marketing und der Vertrieb von Aluminium Halbzeugen und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Sänger
seit 13.5.2025
Prokura
Andre Materne
seit 11.4.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Strojmetal Aluminium Forging a.s.CZE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Strojmetal Aluminium Forging a.s.
Czech Republic
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Strojmetal Singen GmbH

Singen Hohentwiel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen

Abschlussprüfers

An die Strojmetal Singen GmbH, Singen Hohentwiel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Strojmetal Singen GmbH, Singen Hohentwiel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Strojmetal Singen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 11. April 2024

NICON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nickel, Wirtschaftsprüfer

Langhoff, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeines

Die Strojmetal Singen GmbH ("STS") widmet sich mit dem Geschäftsbereich "Forging" der Betreuung des Aluminium-Schmiedemarktes mit Produkten, die bei der Muttergesellschaft in Kamenice und Bruntal/Tschechische Republik hergestellt werden. Der überwiegende Teil dieser Produkte findet Verwendung in der Automobilindustrie.

Der Geschäftsbereich "Trading" der STS konzentrierte sich auf den Handel mit Aluminium Halbzeugen im Guss-, Walz- und Extrusionsbereich (Verkauf zum 30.06.2023 an die Metalimex a.s./Tschechische Republik).

Die STS ist unverändert eine 100%ige Tochter der Strojmetal Aluminium Forging a.s. ("SAF"). Die Eigentumsverhältnisse der SAF haben sich nicht geändert. Die SAF gehört zu 100% der MTX Group/Tschechische Republik.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

I. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hatte auch 2023 große Auswirkungen auf die Lieferketten im Automotive Bereich. Die Situation auf dem Energiemarkt war volatil. Das BIP in Deutschland sank deshalb um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum als auch in der EU-27 stieg gegenüber 2022 um 0,7%. Das GDP in den USA erhöhte sich 2023 um 2,5%. China konnte seine Wachstumsziele leicht übertreffen, das GDP stieg um 5,2% im Vergleich zum Vorjahr.

(Quellen: Statistisches Bundesamt 2024; Eurostat 2024; Bureau of Economic Analysis 2024; Trading Economics 2024)

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in der EU erhöhten sich die Neuzulassungen von PKWs um 14% im Vergleich zum Vorjahr und überstiegen erstmals seit 2019 die 10-Millionen-Marke.

Deutschland verzeichnet 2023 einen Anstieg an Neuzulassungen um +7,3%, in Italien und Frankreich stiegen die Neuzulassungen sogar um +18,9% und +16,1%. Spanien erwirtschaftete ebenso einen Anstieg um +16,7%.

(Quelle: european automobile manufacturers association (acea) 2024)

II. Unternehmensentwicklung

Die Geschäftstätigkeit der STS besteht aus dem Vertrieb und der Produktentwicklung von Schmiedeteilen aus Aluminium, die überwiegend im Automobilbau ihre Anwendung finden. Die größten Endkunden sind die Automobilkonzerne von MERCEDES, BMW, VW-AUDI-PORSCHE und STELLANTIS. Die Gesellschaft definiert ihre Unternehmensziele und steuert ihre wirtschaftliche Leistung im Wesentlichen anhand der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses.

Mit dem Geschäftsbereich Trading war die STS überwiegend im Aluminium Plattengeschäft aktiv und verkaufte hier Material der Schwesterfirma AL Invest, Bridlicna/Tschechische Republik. Die Präzisionsplatten wurden gesägt und auf Wunsch auch gefräst angeboten.

In den letzten Jahren haben wir unser Geschäft mit Aluminium Schmiedeteilen kontinuierlich erweitert und den Umsatz in 2023 mit einem kleinen Anstieg von 1% auf Vorjahresniveau konsolidiert. Mit insgesamt erzielten MEUR 153 der STS und Trading sank der Gesamtumsatz im Jahr 2023 allerdings um 9,49% gegenüber dem Vorjahr. Dieser Effekt ist auf den zur Jahresmitte verkauften Bereich der Trading zurück zu führen.

Bei der Betrachtung des Jahresumsatzes nach Regionen wurden 52% im Inland, 28% in Europa, 15% in Nordamerika und 4% in übrigen Ländern realisiert.

Das Rohergebnis sank um MEUR 1,86 auf MEUR 6,88.

C. Analyse der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

I. Ertragslage

Der Geschäftsbereich Forging konnte seine erneut stark wachsenden Umsatzerwartungen nicht erreichen. Der Geschäftsbereich Trading wurde mit einem Umsatz von MEUR 4,3 zur Jahresmitte eingestellt.

Insgesamt wurde im Jahr 2023 ein Umsatz in Höhe von MEUR 152,7 (Vorjahr: MEUR 168,7) erzielt. Der Warenbezug erfolgt insgesamt nahezu ausschließlich über die Gruppe und ist über Transferpreisvereinbarungen geregelt. Die Entwicklung der Materialaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr folgt dementsprechend der Umsatzentwicklung.

Da es sich bei der STS um ein reines Vertriebsunternehmen ohne Produktion handelt, ist ein wesentlicher Aufwandsposten der Personalaufwand in Höhe von TEUR 3.309 (Vorjahr: TEUR 3.186).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 1.105 auf TEUR 1.611 gestiegen. Die Position enthält Aufwendungen für Reisekosten, Kraftfahrzeugaufwendungen, Bürobedarf, Beratungsaufwendungen, Miete und andere Kosten. MEUR 0,5 der Aufwendungen in 2023 sind auf den Verlust aus dem Verkauf eines Teilbetriebs zurückzuführen.

Die Abschreibungen sind von TEUR 117 auf TEUR 62 gesunken, da der Firmenwert Trading aufgrund des Verkaufs abgegangen ist.

Durch die Pensionsrückstellungen der STS entstanden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 81).

Das Jahresergebnis für 2023 beträgt MEUR 1,2 (Vorjahr: MEUR 3,1).

II. Finanzlage

Der überwiegende Teil unserer Lieferantenverbindlichkeiten bestand gegenüber der Muttergesellschaft SAF. Durch den Erwerb der Trading bestand von 2021 bis 2023 Lieferbeziehungen zu einer weiteren verbundenen Gesellschaft, der Metalimex a.s./Tschechische Republik.

Die Verbindlichkeiten wurden über die Bereitstellung eines Überziehungskontingents bei der Muttergesellschaft geregelt, so dass keine Bankverbindlichkeiten vorhanden waren.

Dem positiven und im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stand insbesondere ein aufgrund von Gewinnausschüttungen erhöhter negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gegenüber. Die Liquidität der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben. Zum Bilanzstichtag waren liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.652 (Vorjahr: TEUR 1.259) vorhanden.

III. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von TEUR 36.381 auf TEUR 27.335 gesunken.

Aus der in 2021 erfolgten Verschmelzung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert, der im Geschäftsjahr 2023 durch den Verkauf des Trading-Bereichs abgegangen ist. Das Anlagevermögen sank insbesondere durch diesen Verkauf auf TEUR 307 (Vorjahr: TEUR 682).

Der Vorratsbestand in den Konsignationslagern ist insbesondere preisbedingt auf TEUR 3.816 (Vorjahr: TEUR 4.380) gesunken. Die Bestände und Waren lagen ausschließlich in Konsignationslagern bei den Kunden. Die Entnahmen sowie die Verwaltung der Konsignationslager werden überwiegend vom Kunden oder von beauftragten Dienstleistern vorgenommen. Daher haben wir auf die Lagerbestände, bis auf die Ausnahme von Mindestlagerbeständen, keinen Einfluss. Die Mindestlagerbestände wurden bei allen Kunden eingehalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 10.094 auf TEUR 16.125 gesunken. Dies liegt vor allem an einer verbesserten Zahlungsperformance unserer Kunden.

Infolge des rückläufigen Jahresergebnisses und der vorgenommenen Gewinnausschüttung sank das Eigenkapital zum Bilanzstichtag von TEUR 3.539 im Vorjahr auf TEUR 1.537 zum 31. Dezember 2023. Die Eigenkapitalquote sank auf 5,6% (im Vorjahr 9,7%).

Die Rückstellungen sind von TEUR 7.471 auf TEUR 9.099 gestiegen. Diese beinhalten u. a. die Pensionsrückstellungen, die aufgrund der laufenden Zuführungen von TEUR 1.080 auf TEUR 5.642 gestiegen sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich auf TEUR 174 um TEUR 1.262 verringert.

IV. Personal

Per 31. Dezember 2023 wurden (einschließlich Geschäftsführer) 21 Mitarbeiter beschäftigt, 19 im Jahresdurchschnitt. Die Fluktuationsrate 2023 betrug 24%.

Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nicht den Erwartungen entsprechend entwickelt. Geplante Projektanläufe unserer Kunden wurden verschoben. Dadurch konnten die erwarteten Absatzsteigerungen nicht realisiert werden. Außerdem wurden deutlich weniger Elektrofahrzeuge unserer Kunden abgesetzt. Namenhafte OEMs haben ihre Prognosezahlen um bis zu 70% reduziert. Es deutet sich im Markt an, dass Verbrenner oder hybride Automobile deutlich länger produziert werden sollen. Die Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2023 ist vor dem gesamtwirtschaftlichen Hintergrund aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt als zufriedenstellend zu bewerten.

D. Risiko- und Chancenbericht

Risiken

Im Rahmen des Risikomanagementsystems erläutert die Geschäftsführung dem Mutterunternehmen regelmäßig das wirtschaftliche Umfeld. Die nachhaltige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ist Ziel des Unternehmens. Bei Abweichungen werden Maßnahmen eingeleitet, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Zusätzlich werden Projekte initiiert, um kompetente Hilfe und Lösungen in strukturierter Form anzubieten und umzusetzen. In regelmäßigen Abständen werden die Arbeitsabläufe intern geprüft. Die entsprechenden Verfahrensanweisungen werden kontinuierlich in Abstimmung mit der Geschäftsführung angepasst.

Schulungen zum Thema Compliance wurden durchgeführt. Daher schätzen wir das Risiko aus regulatorischen Anforderungen sowie der Nichteinhaltung von Gesetzen auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft grundsätzlich als niedrig ein.

Unsere Erwartungen bzgl. der Geschäftsentwicklung können durch momentan nicht abschließend abschätzbare Risiken im Zusammenhang mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine weiterhin negativ beeinflusst werden. Mögliche negative Einflüsse sehen wir in folgenden Bereichen:

Negative Beeinflussung unserer Absatzkanäle, welche dauerhafte Produktions- und Umsatzrückgänge zur Folge haben könnte.

Der von Russland geführte Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen stellen ein nachhaltiges Risiko in der Energieversorgung dar.

Durch die Kopplung der Verkaufspreise an die börsennotierten Aluminiumkosten und deren Wechselkurse sind die Schwankungen des Metallpreises weitgehend ergebnisneutral. Die Anpassungen werden mit den Einkaufsabschlüssen durch die STS synchronisiert, weshalb hieraus keine wesentlichen Ergebnisrisiken für die Gesellschaft resultieren.

Die Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie deren Kostenexplosion und die gewaltigen Preissteigerungen auf dem Energiesektor werden uns weiterhin im Jahr 2024 logistisch und finanziell herausfordern.

Chancen

Die hohen CO 2 -Emissionen und der damit verbundene Zwang, den Flottenverbrauch zu reduzieren, erhöht die Attraktivität des Aluminiums als Leichtbauwerkstoff in der Automobilindustrie zunehmend. Speziell im Bereich Fahrwerk wird durch die kompakten Schmiedeteile neben Gewicht auch an Bauraum bei einer größtmöglichen Fahrdynamik gespart. Die Substitution von Stahl und Aluminiumguss durch Aluminium Schmiedeteile lässt den relevanten Markt für uns weiterhin stetig wachsen.

Die Elektromobilität verschafft aufgrund von neu benötigten Produkten im Bereich des Thermomanagements neue Absatzmöglichkeiten.

Die MTX Group hat entschieden, die elektrische Energie für die Produktion in Kamenice und Bruntal zukünftig selbst zu produzieren. Für die Jahre 2025/2026 ist die Inbetriebnahme von Solaranlagen geplant. 2027/2028 werden erste Windkraftanlagen die Versorgung insbesondere in den Wintermonaten ergänzen.

E. Prognosebericht für das kommende Geschäftsjahr

Für das Jahr 2024 planen wir im Geschäftsbereich Forging einen gemäßigten Rückgang. Aufgrund weltweiter Lieferengpässe, dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, den volatilen Energiepreisen und der schwer abschätzbaren wirtschaftlichen Lage gehen wir davon aus, dass unsere Umsätze in 2024 auf MEUR 151 geringfügig sinken werden.

Auf Basis der mit dem Gesellschafter getroffenen Transferpreisvereinbarung gehen wir von einem Jahresüberschuss von MEUR 2,85 im Jahr 2024 aus.

Aufgrund der Vielzahl von Neuprojekten und Auftragseingängen sehen wir unser Wachstum in den Folgejahren gesichert. Die dazu notwendigen Investitionen unserer Muttergesellschaft in der Tschechischen Republik wurden bereits umgesetzt. Eine neue vollautomatisierte Schmiedelinie wurde Ende 2022 in Betrieb genommen. Eine weitere vollautomatisierte Großpressenanlage für das Werk in Bruntal/Tschechische Republik geht Anfang 2025 in Betrieb. Die Versorgung unserer Kunden ist damit auch langfristig sichergestellt.

Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Geschäftsleitung beruhen. Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten sowie andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung der STS von den hier gemachten in die Zukunft gerichteten Aussagen abweichen kann.

 

Singen, den 28. März 2024

Die Geschäftsführung der Strojmetal Singen GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.130,99 25.898,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 504.633,47
50.130,99 530.531,56
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 256.839,99 151.477,04
306.970,98 682.008,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 3.816.049,30 4.379.588,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.124.941,70 26.218.571,71
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.284.988,98 2.717.362,72
20.409.930,68 28.935.934,43
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 1.125.788,04 1.102.632,75
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.652.232,00 1.258.998,22
27.004.000,02 35.677.153,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.235,47 21.447,86
27.335.206,47 36.380.610,08

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 1.511.837,30 3.513.740,96
1.536.837,30 3.538.740,96
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.641.789,00 4.560.950,00
2. Steuerrückstellungen 1.103.139,26 1.120.771,20
3. sonstige Rückstellungen 2.354.233,79 1.789.667,49
9.099.162,05 7.471.388,69
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 64.880,29 174.078,93
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.460.570,09 23.760.554,60
3. sonstige Verbindlichkeiten 173.756,74 1.435.846,90
16.699.207,12 25.370.480,43
27.335.206,47 36.380.610,08

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 152.702.149,83 168.713.710,36
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.132.568,06 4.737.882,89
157.834.717,89 173.451.593,25
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -150.154.705,77 -163.893.593,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -797.479,69 -818.691,33
-150.952.185,46 -164.712.284,61
4. Rohergebnis 6.882.532,43 8.739.308,64
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.978.785,54 -2.586.972,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.329.932,68 -599.162,00
- davon für Altersversorgung EUR 1.036.311,72 (i. Vj. EUR 342.734,15)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -62.123,08 -117.370,44
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.611.162,19 -1.105.024,34
1.900.528,94 4.330.779,59
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.155,29 167.155,20
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -102.978,00 -81.059,00
1.820.706,23 4.416.875,79
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -622.609,89 -1.284.563,89
11. Ergebnis nach Steuern 1.198.096,34 3.132.311,90
12. Jahresüberschuss 1.198.096,34 3.132.311,90
13. Gewinnvortrag 313.740,96 381.429,06
14. Bilanzgewinn 1.511.837,30 3.513.740,96

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Strojmetal Singen GmbH hat ihren Sitz in Singen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (HRB Reg.Nr. 705411) eingetragen.

Die Strojmetal Singen GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss der Strojmetal Singen GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

B. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Bewertungsgrundsätze und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, erfolgt die Angabe aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang.

Die Strojmetal Singen GmbH fällt als Gesellschaft des Metalimex-Konzerns in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Die oberste Muttergesellschaft des Konzerns ist nicht in Deutschland ansässig, sodass für die Gesellschaft zukünftig nur das Risiko einer Steuermehrbelastung aus einer nationalen Ergänzungssteuer besteht. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände.

Durch den Verkauf des Geschäftsbereichs der ehemals MET-MEX Trading GmbH, welche mit der Strojmetal Singen GmbH 2021 verschmolzen wurde, ist der Geschäfts- oder Firmenwert im Jahr 2023 als Abgang ausgebucht worden.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände oder Sachanlagen ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Im Jahr 2023 beträgt die Höhe der ermittelten aktiven latenten Steuern TEUR 822, der passiven latenten Steuern TEUR 8.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G (RT 2018 G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83% (Vorjahr: 1,78%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für einen Teil der Pensionspläne jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75% (Vorjahr: 2,75%) sowie für alle Pensionspläne Rentensteigerungen von jährlich 2,30% (Vorjahr: 2,30%) zugrunde gelegt.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen sowie die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von jährlich 1,75% und eines Anstiegs der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze von 2,1% bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

C. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Vorräte

Die Vorräte in Höhe von TEUR 3.816 (Vorjahr: TEUR 4.380) bestehen aus Waren in den Konsignationslägern.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25. Der Bilanzgewinn zum Bilanzstichtag enthält einen Gewinnvortrag von TEUR 314.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Am 26. Februar 2016 hat der Bundesrat das "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" gebilligt. Das Gesetz ist am 16. März 2016 verkündet worden und am 17. März 2016 in Kraft getreten. Im Zuge des Gesetzes wurde § 253 HGB hinsichtlich der Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert und der Zeitraum, über den der Durchschnittszinssatz für die handelsrechtliche Abzinsung von Pensionsrückstellungen berechnet wird, von sieben auf zehn Jahre verlängert.

Unter Berücksichtigung des verlängerten Zeitraums für den Durchschnittszinssatz ergaben sich zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 5.642. Diese liegen um TEUR 73 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte.

Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 73 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.354 (Vorjahr: TEUR 1.790) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, Personalverpflichtungen, eine ECDP-Anpassung (European Community Duty Paid), die erst im Folgejahr abgerechnet wird sowie Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten.

Verbindlichkeiten

Im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel sind die Verbindlichkeiten nach Restlaufzeit gegliedert:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65 65 0 0
(Vorjahr) (174) (174) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.461 16.451 0 0
(Vorjahr) (23.761) (23.761) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 174 174 0 0
(Vorjahr) (1.436) (1.436) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 16.461 (Vorjahr: TEUR 23.761) und stellen in Höhe von TEUR 16.461 (Vorjahr: TEUR 22.361) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin dar.

Die sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 1.436) bestehen aus Steuerverbindlichkeiten.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Der Gesamtumsatz der Strojmetal Singen GmbH belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 152.702. Die Strojmetal Singen GmbH erzielt ihre Umsätze im Wesentlichen durch den Vertrieb von Aluminium Schmiedeteilen, die bei der Muttergesellschaft in Kamenice und Bruntal/Tschechische Republik hergestellt werden.

01.01.- 31.12.2023
TEUR %
Umsatzerlöse nach Sparten
Vertrieb von Aluminium Schmiedeteilen 148.381 97
Vertrieb von Aluminium Gussplatten 4.321 3
Umsatzerlöse nach Regionen
Inland 79.160 52
Übriges Europa 43.068 28
Nordamerika 23.666 15
Übrige 6.808 5

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 sind Verluste aus dem Verkauf des Teilbetriebs Trading in Höhe von MEUR 0,5 enthalten. Daneben sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 0) erfasst.

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 167) beinhalten Zinserträge aus den sonstigen Wertpapieren.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 81).

E. Sonstige Angaben

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Aufwand erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers im abgelaufenen Geschäftsjahr betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen und betrug TEUR 20.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer (Angestellte) im Jahr 2023 betrug 19 (Vorjahr: 19).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden jährliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen (feste Laufzeit bis 2033) in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 61). Außerdem bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus weiteren Verträgen in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 50); aufgrund der derzeitig bestehenden Verträge wird von gleichbleibenden jährlichen Verpflichtungen ausgegangen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

Andre Materne, Commercial Director, Öhningen

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe der Bezüge verzichtet.

Bezüglich der Angabe der Bezüge sowie der Höhe der gebildeten Pensionsrückstellung des ehemaligen Geschäftsführers wird die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Konzernabschluss/Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der METALIMEX a.s. mit Sitz in Prag/Tschechische Republik, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft in Prag/Tschechische Republik erhältlich.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird zudem in den Konzernabschluss der MTX Group a.s. mit Sitz in Prag/Tschechische Republik, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der MTX Group a.s. ist am Sitz dieser Gesellschaft in Prag/Tschechische Republik erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 1.512, der sich aus dem Jahresüberschuss von T€ 1.198 und dem verbliebenen Gewinnvortrag von T€ 314 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Singen, den 28. März 2024

Andre Materne, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugang aus Verschmelzung Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 225.710,79 0,00 37.944,00 0,00 263.654,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 630.791,83 0,00 0,00 630.791,83 0,00
856.502,62 0,00 37.944,00 630.791,83 263.654,79
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.040,80 0,00 153.774,93 5.473,90 631.341,83
483.040,80 0,00 153.774,93 5.473,90 631.341,83
1.339.543,42 0,00 191.718,93 636.265,73 894.996,62
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge SAF Zugänge MMT Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.812,70 8.867,10 4.844,00 0,00 213.523,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 126.158,36 0,00 126.158,36 0,00
325.971,06 8.867,10 4.844,00 126.158,36 213.523,80
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.563,76 48.351,98 60,00 5.473,90 374.501,84
331.563,76 48.351,98 60,00 5.473,90 374.501,84
657.534,82 57.219,08 4.904,00 131.632,26 588.025,64
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.130,99 25.898,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 504.633,47
50.130,99 530.531,56
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 256.839,99 151.477,04
256.839,99 151.477,04
306.970,98 682.008,60

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 225.710,79 37.944,00 0,00 263.654,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 630.791,83 0,00 630.791,83 0,00
856.502,62 37.944,00 630.791,83 263.654,79
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 483.040,80 153.774,93 5.473,90 631.341,83
483.040,80 153.774,93 5.473,90 631.341,83
1.339.543,42 191.718,93 636.265,73 894.996,62
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 199.812,70 13.711,10 0,00 213.523,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 126.158,36 0,00 126.158,36 0,00
325.971,06 13.711,10 126.158,36 213.523,80
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.563,76 48.411,98 5.473,90 374.501,84
331.563,76 48.411,98 5.473,90 374.501,84
657.534,82 62.123,08 131.632,26 588.025,64
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.130,99 25.898,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 504.633,47
50.130,99 530.531,56
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 256.839,99 151.477,04
256.839,99 151.477,04
306.970,98 682.008,60

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 11.04.2024

Die Gesellschafterversammlung vom 29.04. 2024 hat beschlossen aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.511.837 EUR 1.000.000 auszuschütten und den Rest in Höhe von EUR 511.837 auf neue Rechnung vorzutragen.

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