Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 6053
Vorher
Mach 4 Automatisierungstechnik GmbH
Eingetragen
16.3.1998
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Nach Änderung: die Entwicklung, die Montagestellung und der Vertrieb von Produkten der Automatisierungstechnik. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft darf Geschäfte im In- und Ausland führen. Die Gesellschaft darf sich an anderen Gesellschaften beteiligen, die den gleichen oder einen ähnlichen Geschäftszweck verfolgen. Sie kann Filialen und Zweigniderlassungen im Inland und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Günter Körting
seit 30.6.2025
Prokura
Brian Henry Nutt
seit 16.5.2024
Geschäftsführer
Kai Lattmann
seit 10.3.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Omnicell International, LLC
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Omnicell International, LLC
Germany
921.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Omnicell GmbH

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Amtsgericht Bochum HRB 6053

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 154.001,00 334.088,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.866,00 9.211,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.483,00 679.951,13
3. Geleistete Anzahlungen im Bau 63.854,39 61.300,89
566.203,39 750.463,02
720.204,39 1.084.551,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.165.299,50 1.440.926,50
2. unfertige Erzeugnisse 1.724.012,59 1.648.258,91
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.697.870,07 2.434.484,36
5.587.182,16 5.523.669,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.149.035,58 660.116,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 747.349,26 2.610,33
3. sonstige Vermögensgegenstände 296.155,68 409.256,27
2.192.040,02 1.071.983,25
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 645.161,93 2.403.045,98
8.424.884,61 8.998.699,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.804,89 20.638,44
9.158.893,89 10.103.888,46

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 921.000,00 921.000,00
II. Kapitalrücklage 22.937.727,19 22.937.727,19
III. Bilanzverlust -16.116.386,39 -16.836.817,43
7.742.340,80 7.021.909,76
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 926.394,71 751.822,39
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51.916,11 179.432,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 277.735,68 427.300,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 1.384.188,03
4. sonstige Verbindlichkeiten 156.582,81 231.456,27
davon aus Steuern EUR 150.143,00 (VJ. EUR 217.133,10) 486.234,60 2.222.377,64
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.923,78 107.778,67
9.158.893,89 10.103.888,46

Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2021 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 11.832.883,42 11.210.241,80
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
75.753,68 483.553,58
3. sonstige betriebliche Erträge 7.278.986,61 6.783.350,82
davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 26.093,12)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.726.986,09 -6.594.160,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -145.446,41 -97.336,67
-5.872.432,50 -6.691.497,16
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.677.744,28 -6.756.613,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.250.087,51 -1.202.877,66
-8.927.831,79 -7.959.491,09
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -603.136,52 -662.266,70
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.061.148,25 -2.891.391,18
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 21.784,75 (Vj. EUR 26.093,12)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,98 648,84
davon aus verbundenen Unternehmen
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.644,59 -7.657,16
10. Jahresüberschuss 720.431,04 265.491,75
11. Ergebnisvortrag -16.836.817,43 -17.102.309,18
12. Bilanzverlust -16.116.386,39 -16.836.817,43

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Angaben zur Gesellschaft

Die Omnicell GmbH hat ihren Sitz in Bochum und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bochum (HRB 6053).

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte entsprechend der Generalnorm des § 264 Abs. 2 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben haben wir zum Teil in den Anhang übernommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Übrigen wurden gegenüber dem Vorjahr die auf die Posten des Jahresabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde zum Teil Gebrauch gemacht. Da die Geschäftsführer keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben, sind keine Angaben im Sinne von § 285 Nr. 9 a und b HGB über die Bezüge von aktiven und früheren Organmitgliedern unserer Gesellschaft erforderlich..

Der im Jahr 2020 von der Omnicell Inc. mit Sitz in Santa Clara /CA, USA, geschlossene Lizenzvertrag ist ungekündigt und sieht vor, dass die Muttergesellschaft die Omnicell GmbH bei unzureichenden Nettoergebnissen aus dem RDS-Geschäft an die Gewinnschwelle bringt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter der Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken welche eine erhebliche Unsicherheit darstellen, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, verweisen wir auf Abschnitt "D.2. Risikobericht" des Lageberichts.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten erfasst und entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Die gewöhnliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 5 Jahren.

Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 wurden sofort abgeschrieben.

Das übrige Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer gemäß Angaben in den amtlichen Abschreibungstabellen nach der linearen Methode entsprechend den steuerlichen Vorschriften.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert dauerhaft über dem Wert der Vermögensgegenstände liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wurde dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie der Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Weiterhin wird der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet.

Die Bewertung des Kassenbestands und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Bei zweifelhaften Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag darstellen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und etwaige drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, wobei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr laufzeitentsprechend abgezinst wurden. Da alle Rückstellungen eine Laufzeit unter einem Jahr haben, war eine Abzinsung nicht erforderlich.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen ausgewiesen, die Erträge nach dem Abschlussstichtag darstellen und werden zum Nennwert bewertet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer oder quasi-permanenter Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen sowie für steuerliche Verlustvorträge kommt unverändert zum Vorjahr ein kombinierter Ertragsteuersatze in Höhe von 33,15 % zur Anwendung, der voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen gültig ist. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine Abzinsung erfolgt nicht. Aktive und passive Steuerlatenzen werden - soweit zulässig - verrechnet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden im Rahmen der Zugangsbewertung zum Anschaffungskurs und zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs bewertet. Im Falle von Restlaufzeiten von einem Jahr und weniger werden auch buchmäßige Umrechnungsgewinne erfasst. Bei Vermögengegenständen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung unter Beachtung des Imparitätsprinzips.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Einzelnen im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Angaben zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zu den sonstigen Vermögensgegenständen

Im Wesentlichen besteht diese Position aus geleisteten Anzahlungen T€ 180 (VJ: T€ 278) für Hardwarevorrat, der teilweise an Tochter- oder Schwesterfirmen veräußert wird , EDV-Ausstattung T€ 50 (Vj.: T€ 18), sowie Reisekostenvorschüsse an Mitarbeiter T€ 41 (VJ: T€ 42).

Angaben zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten T€ 237 (Vj.: T€ 228), Beträge für Gewährleistungen T€ 65 (Vj.: T€ 65), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen T€ 107 (Vj.: 140), Urlaub und Überstunden T€ 475 (Vj.: T€ 288) sowie Abschluß- und Prüfungskosten T€ 41 (Vj.: 30).

Angaben zu Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

31.12.2021 Restlaufzeiten
in T€
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamtbetrag
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 52 0 0 52
(Vj. 180) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj.180)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 278 0 0 278
(Vj.427) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj.427)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(Vj. 1.384) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 1.384)
Sonstige Verbindlichkeiten 157 0 0 157
(Vj.231) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj.231)
- davon aus Steuern 150 0 0 150
(Vj.217) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj.217)
Summe 487 0 0 -487
(PY2.222) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj.2.222)

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen die branchenüblichen Sicherungsrechte, insbesondere Eigentumsvorbehalte.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich insbesondere aus Mietverpflichtungen und Verpflichtungen aus Fahrzeugleasing. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben T€ 391 (VJ: T€ 416) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und T€ 496 (VJ: T€ 534) eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Miet- und Leasinggeschäfte werden im geschäftsgewöhnlichen Umfang abgeschlossen. Weitere wesentliche nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte lagen nicht vor.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2021 2020
T€ T€
Inland 7.177 8.495
Ausland 4.656 2.715
- übriges Europa 376 1.037
- Rest der Welt 4.280 1.678
11.833 11.210

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind teilweise betriebsfremde Erträge aus erhaltener Entschädigungen wegen Kündigung von Kundenverträgen in Höhe von T€ 65 sowie der Auflösung von Rückstellungen für Lohnsteuer in Höhe von T€ 42 enthalten. Weiterhin ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ein Gewinn in Höhe von T€ 406 aus den Verrechnungspreisanpassungen des Vorjahres enthalten, der von außerordentlicher Bedeutung ist und ein außergewöhnliches Ereignis darstellt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen T€ 0 (VJ: 22 T€) enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind

Douglas Descalzi, Pittsburgh/ United States of America

(Vice President and General Manager IV Solutions & Robotic Dispensing Omnicell, Inc.) and Joseph Spears, San Jose / United States of America

(Chief Accounting Officer Omnicell, Inc.)

Aufwendungen für Organmitglieder

Die Geschäftsführer haben keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB.

2021 2020
Angestellte 43 46
gewerbliche Mitarbeiter 74 62
117 108

Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Omnicell, Inc., Santa Clara, CA, USA, für den kleinsten und größten Kreis einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Muttergesellschaft erhältlich.

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 12. Dezember 2022 hat Omnicell, Inc. dem Unternehmen eine betraglich unbegrenzte Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023 ausgestellt.

Am 24. Februar 2022 griff Russland die Ukraine an. Als Reaktion darauf verhängte die Europäische Union gemeinsam mit einer Vielzahl anderer Staaten umfangreiche Wirtschaftssanktionen. Neben einer Vielzahl anderer Auswirkungen werden diese Sanktionen voraussichtlich die bereits vor Beginn der Kampfhandlungen bestehende Inflation weiter verstärken und damit die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zum Bilanzstichtag nicht gegeben. In der Zukunft könnten sich diese Effekte negativ auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken, was durch das Firmenmanagement nicht beeinflusst werden kann. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Prognose-, Chancen- und Risikobericht".

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich darüber hinaus nicht ereignet.

 

Santa Clara, CA, 20. Januar 2023

Omnicell GmbH
Geschäftsführung

gez. Joseph Spears

gez. Douglas Descalzi

Sonstige Berichtsbestandteile

Angabe zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30. Januar 2023 festgestellt.

Angabe zur Ergebnisverwendung: Der Bilanzverlust des Geschäftsjahres beträgt EUR - 16.116.386,39 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Alle Angaben in EUR Stand am 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erwobene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 2.639.198,71 85.166,94 - - 2.724.365,65
2.639.198,71 85.166,94 - - 2.724.365,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf Grundstücken 68.192,80 - - - 68.192,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.386.981,95 149.329,73 11.377,39 2.905,70 2.527.839,99
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.300,89 5.459,20 - - 2.905,70 63.854,39
2.516.475,64 154.788,93 11.377,39 - 2.659.887,18
Anlagevermögen 5.155.674,35 239.955,87 11.377,39 - 5.384.252,83
Abschreibungen
Alle Angaben in EUR Stand am 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erwobene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 2.305.110,71 265.253,94 - 2.570.364,65
2.305.110,71 265.253,94 - 2.570.364,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf Grundstücken 58.981,80 4.345,00 - 63.326,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.707.030,82 333.537,58 10.211,41 2.030.356,99
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
1.766.012,62 337.882,58 10.211,41 2.093.683,79
Anlagevermögen 4.071.123,33 603.136,52 10.211,41 4.664.048,44
Nettowerte
Alle Angaben in EUR Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erwobene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 154.001,00 334.088,00
154.001,00 334.088,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf Grundstücken 4.866,00 9.211,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.483,00 679.951,13
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 63.854,39 61.300,89
566.203,39 750.463,02
Anlagevermögen 720.204,39 1.084.551,02

Lagebericht zum Jahresabschluss 31. Dezember 2021

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Omnicell GmbH ist in den Konzern der Omnicell Inc., Santa Clara / CA, USA eingebunden. Die Hauptaktivitäten liegen in den beiden hoch innovativen Bereichen der Automatisierungstechnik sowie im Vertrieb von Medikamentenverblisterungs-Verpackungen mit Schwerpunkt auf Apotheken- und Krankenhäusern. Wir sind einer der Marktführer in der Branche.

Die Produktionsanlagen und -maschinen befinden sich in den angemieteten Produktionshallen auf dem Grundstück in Bochum, das Blisterzentrum ist in Darmstadt ansässig. Die Hauptabsatzmärkte der Omnicell GmbH sind Deutschland, Frankreich und der Mittlere Osten. Darüber hinaus bietet die Omnicell GmbH ihren Kunden insbesondere in Deutschland auch Wartungsarbeiten an.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) meldet für 2021 eine globale Wachstumsrate von 5,9% (2020: -3,5%). In der Eurozone liegt das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) laut IWF im Jahr 2021 bei 5,0 % gegenüber dem Vorjahr (2020: -6,1 %). Die deutsche Wirtschaft liegt mit einem BIP-Wachstum von 3,1% im Jahr 2021 hinter dem Niveau der Eurozone, aber deutlich über dem Vorjahresniveau (2020: -5%).

Nach Angaben von Germany Trade & Invest (GTAI) ist Deutschland der größte europäische Pharmamarkt und der viertgrößte weltweit nach den USA, China und Japan. Der deutsche Gesundheitsmarkt erfreut sich eines konstanten Wachtstums dank des zunehmenden Fokus auf Gesundheitsvorsorge und Selbstmedikation in der deutschen Gesellschaft.

2. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Omnicell GmbH konnte ihre führende Stellung im Marktsegment RDS (Robot Dispensing Systems) nicht ausbauen. Trotz der konsequenten Erweiterung unseres Produktportfolios ist der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Omnicell GmbH wird auch in der Zukunft auf Innovationen, die eine stärkere Automatisierung der Apotheken und Krankenhäuser zur Folge haben, setzen.

Omnicell GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz in Höhe von T€ 11.833 gegenüber T€ 11.210 im Vorjahreszeitraum. Damit sind die Umsatzerlöse um ca.

5,5 % gestiegen.

Das Unternehmen stand weiterhin unter Marktdruck, vor allem in Europa, insbesondere durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Verlangsamung der Erholung des globalen Wirtschaftsumfelds.

Produktion

Unsere Produktion besteht nach wie vor im wesentlichen darin, zugekaufte Teile zu Maschinen zu montieren, einzubauen und die Anlagen mit unserer eigenen Technik und Software zu ergänzen.

Ziel wird es in Zukunft sein, bestimmte zugekaufte Materialien selbst zu produzieren und dadurch die Auslastung zu verbessern. Weiterhin arbeiten wir an einem reorganisierten, linienorientierten und effizienten Materialfluss.

Beschaffung

Für das Geschäftsjahr 2021 erhöhten sich die Preise für Waren, während die für -Dienstleistungen weitgehend stabil blieben. Durch ständige Innovationen und Effizienzsteigerungen sind wir in der Lage unseren Materialeinsatz zu reduzieren. Zusammen mit Preissenkungen bei einigen anderen Produkten konnten Preisanstiege in Summe aufgefangen werden.

Investitionen

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2021 Investitionen in Höhe von T€ 240 (2020: T€ 200) zur Sicherung und Weiterentwicklung der Unternehmensprozesse getätigt.

Die Omnicell GmbH hat weiterhin in bestehende aber auch in neue Technologien investiert. Diese soll unsere Automaten schneller und zuverlässiger machen.

Finanzierungsmaßnahmen

Eine Bankenfinanzierung ist weiterhin nicht notwendig, da die Omnicell GmbH seitens der Muttergesellschaft Omnicell Inc. finanziert wird. Darüber hinaus steht durch den Zusammenschluss mit dem Verbrauchsmaterialiengeschäft zusätzliche Liquidität zur Unterstützung des Geschäftsbetriebes bereit. Im Bedarfsfall ist unsere Muttergesellschaft in den USA jederzeit in der Lage mit weiteren Darlehen oder Kapitaleinlagen einzuspringen.

Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich in 2021 um 8% gegenüber 2021 erhöht.

2021 2020
Gewerbliche Mitarbeiter 43 46
Angestellte Mitarbeiter 74 62
Summe Mitarbeiter 117 108

Umweltschutz

Der Umweltschutz wird für die Omnicell Inc. Gruppe inklusive der Omnicell GmbH im Umwelt-, Sozial- und Governance-Bericht beschrieben, https://www.omnicell.com/corporate-social-responsibility-esg. Der Standort Deutschland ist derzeit nicht nach ISO 14001 akkreditiert, arbeitet jedoch im Rahmen eines weltweit geführten ISO 14001 Umweltmanagementsystems.

Im Berichtsjahr sind keine Umweltschäden aufgetreten.

Das Audit nach DIN ISO 9001:2015 wurde erfolgreich durchgeführt.

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres sowie der Vorjahre

Um die Liquidität, und damit die Fortsetzung der künftigen Geschäftstätigkeit der Omnicell GmbH, sicherzustellen, erwarb Omnicell Inc., Santa Clara / CA, USA, im Mai 2020 wesentliche immaterielle Vermögenswerte von der Omnicell GmbH und vergab gleichzeitig die Lizenz zur weiteren Herstellung und zum Vertrieb von RDS-Produkten in den internationalen Märkten. Zusätzlich wird die Rentabilität durch eine Marktunterstützungsvereinbarung mit Wirkung zum 1. Januar 2020 gewährleistet. Diese Vereinbarung wird voraussichtlich einen ausreichenden Cashflow aus der der RDS Sparte sicherstellen.

Die im Vorjahr von der Konzernmuttergesellschaft eingeleitete rechtliche Umstrukturierung wurde erfolgreich abgeschlossen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2020 wurden die deutschen Unternehmen rechtlich umstrukturiert, um eine vereinfachte rechtliche Struktur der Gruppe zu erreichen und die Verwaltungskosten zu senken. Die ursprüngliche Tochtergesellschaft Omnicell SAS wurde mit Wirkung zum 31. Mai 2020 auf die Muttergesellschaft Omnicell International LLC übertragen. Darüber hinaus wurde die Omnicell GmbH mit Sitz in Darmstadt auf die Omnicell GmbH, Bochum (ehemals Mach 4 Automatisierungstechnik GmbH) verschmolzen und die übernehmende Gesellschaft zum 31. August 2020 in Omnicell GmbH umbenannt.

Mitte des Jahres 2021 wurde das Büro in Bochum aufgrund der anhaltenden Unwetter überflutet. Das Unternehmen hat daraufhin die betroffenen Bereiche repariert und renoviert und die Arbeitsräume weiter verbessert, um die Effizienz zu steigern.

Das im Jahr 2020 eingerichtete Schulungs- und Ausbildungszentrum arbeitet erfolgreich, und wird sowohl von internen Mitarbeitern als auch von externen Kunden verstärkt für Schulungen und Vorführungen genutzt.

Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsführung

Insgesamt entspricht die Entwicklung des pandemiebedingt schwierigen Geschäftsjahres den Erwartungen der Geschäftsleitung.

Die wichtigsten Leistungsindikatoren (KPI's), die für die Beurteilung der finanziellen Leistung durch das Management relevant sind, sind der Nettoumsatz und das Ergebnis vor Steuern. Die im Geschäftsjahr getroffenen Maßnahmen sind angelegt um sicherzustellen, dass das Unternehmen künftig in der Lage sein wird, seine Umsatz- und Ertragsziele zu erreichen.

C. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Die nachfolgende Darstellung gibt eine Übersicht der Vermögenslage der Gesellschaft wieder.

31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
Vermögen
Anlagevermögen 720 1.084
Vorräte 5.587 5.524
Flüssige Mittel 645 2.403
Übrige Aktiva 2.207 1.093
9.159 10.104
Kapital
Eigenkapital 7.742 7.022
Langfristiges Fremdkapital 0 0
Kurzfristiges Fremdkapital 1.417 3.082
9.159 10.104

Bei einer Bilanzsumme von T€ 9.159 (Vorjahr: T€ 10.104) beträgt die Eigenkapitalquote 84,5% (VJ: 69,5%)

Die Vorräte stiegen um T€ 63, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um T€ 489 ebenso wie Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 744. Flüssige Mittel sinken um T€ 1.758 und die Bilanzsumme hat sich um T€ 945 verringert.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um insgesamt T€ 1.384 gesunken, auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um T€ 150 zum Vorjahr. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen verringerten sich um T€ 128.

Insgesamt hat sich die Vermögenslage leicht verschlechtert die Finanzlage jedoch verbessert. Es waren keine weiteren Zuzahlungen in das Eigenkapital durch den Gesellschafter Omnicell Inc. notwendig. Das Unternehmen ist selbst in der Lage dem Wettbewerbsdruck im Markt Stand zu halten und sich positiv für die Zukunft zu positionieren. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Gewinn von T€ 720 erwirtschaftet.

2. Ertragslage

Das Ergebnis fällt für das Geschäftsjahr 2021 mit einem Gewinn von T€ 720 im Vergleich zum Gewinn von T€ 266 in 2021 besser aus, wurde aber aufgrund der Sondereffekte und der Neuausrichtung des Unternehmens erwartet.

Im Folgenden werden wesentliche finanzielle Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2021 den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

2021 2020
T€ T€
Umsatzerlöse 11.833 11.210
Bestandsveränderung 76 -484
Gesamtleistung 11.909 11.694
Materialaufwand - 5.872) - 6.692
Personalaufwand - 8.928) - 7.959
Abschreibungen (603) - 662
Sonstiger Betriebsaufwand ./. sonstige betriebliche Erträge 4.217 3.892
Betrieblicher Aufwand (11.186) - 11.421
Betriebsergebnis 723 273
Zinsergebnis (3) -7
Ergebnis vor Ertragsteuern 720 266
Ertragsteuern 0
Jahresergebnis 720 266

Insgesamt teilen sich die Umsatzerlöse nach Regionen wie folgt auf:

2021 2020
Deutschland T€ 7.177 T€ 8.495
Europa T€ 376 T€ 1.037
Rest der Welt T€ 4.280 T€ 1.678
Gesamt T€ 11.833 T€ 11.210

Nach Tätigkeitsbereichen teilen sich die Umsatzerlöse auf in Umsätze mit Maschinen in Höhe von T€ 3.382 (Vorjahr: T€ 3.243), Umsätze mit Verbrauchsmaterial von T€ 4.368 (Vorjahr: T€ 4.161) sowie den Umsatz mit Service und Wartungen in Höhe von T€ 2.466 (Vorjahr: T€ 2.392) auf. In 2022 wurden R&D Umsätze mit der obersten Muttergesellschaft aus einer cost-plus Vereinbarung ("Entwicklungsdienstleistungsvertrag") in Höhe von T€ 1.617 (Vorjahr: T€ 1.414) erzielt. Der Gesamtumsatz betrug im Berichtsjahr T€ 11.833 (Vorjahr: T€ 11.210).

Der Materialaufwand verringerte sich im Vergleich zu 2020 um T€ 820 aufgrund eines effizienteren Wareneinsatzes.

Die Mitarbeiteranzahl wurde durch neu geschaffene Stellen, vor allem im Produktionsbereich, erhöht. Die Löhne und Gehälter entsprechen dem Marktniveau und halten dem Marktdruck stand. Insgesamt stiegen die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr um ca. T€ 968, das sind ca. 3,5% pro Mitarbeiter.

Der Abschreibungsaufwand sank um T€ 59.

Entsprechend lag das Ergebnis vor Steuern mit 6 % im Verhältnis zur Gesamtleistung über dem Vorjahresniveau von 2,3 %.

3. Finanzlage

Die Omnicell GmbH finanziert sich hauptsächlich über Intercompany Kontokorrentdarlehen und durch Zahlungen auf der Grundlage einer Marktunterstützungs- und Lizenzvereinbarung und eines Entwicklungsdienstleistungsvertrags mit der Muttergesellschaft, Omnicell Inc.

Durch die oben genannten Finanzierungsinstrumente konnten im Geschäftsjahr Liquiditätsengpässe vermieden werden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2021 mit - T€ 1.515 negativ, was eine Verschlechterung um T€ 2.745 darstellt, die aus einem gleichzeitigen Anstieg der kurzfristigen Forderungen und Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten, hauptsächlich gegenüber verbundenen Unternehmen, resultiert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt auf dem Niveau des Vorjahres, mit Ausnahme des außerordentlichen Vorjahreseffekts aus dem Verkauf der Beteiligung an der Omnicell SAS an die Muttergesellschaft in Höhe von T€ 3.350.

Für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs standen der Gesellschaft in 2021 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung. Alle fälligen Verbindlichkeiten konnten aufgrund der von der obersten Muttergesellschaft entweder durch den die Marktunterstützungs- und Lizenzvereinbarung oder über kurzfristige Finanzierungen zur Verfügung gestellten Mittel jederzeit bedient werden.

Die Vereinbarungen mit der Muttergesellschaft sollen die Liquidität und die Fortführung der zukünftigen Geschäftsaktivitäten der Omnicell GmbH sicherstellen. Als wesentlicher Bestandteil hat die Omnicell Inc. Santa Clara / CA, USA, eine harte Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023 ausgestellt. Zusammen mit dieser und der Marktunterstützungs- und Lizenzvereinbarung sowie dem Entwicklungsdienstleistungsvertrag erachtet die Gesellschaft die der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 zu Grunde gelegte Annahme der Unternehmensfortführung für angemessen.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Durch die Unterstützung der Entwicklungsabteilung in den USA und der damit verbundenen größeren Manpower werden die Wettbewerbsfähigkeit, durch eine schnellere Umsetzung der geplanten Innovation, wie auch die Wirtschaftlichkeit, durch ausnutzen konzernweiter Synergien, der Omnicell GmbH dauerhaft gesichert und ausgebaut. Zusammen mit dem von der Bundesregierung aufgelegten Zukunftsfonds ergeben sich verbesserte Marktchancen für unser Unternehmen.

2. Risikobericht

Während das Risiko aus den Auswirkungen der andauerenden Verbreitung von COVID zukünftig als beherrschbar eingeschätzt wird, sind aufgrund der internationalen Krisen, insbesondere aber aufgrund des Ukraine-Konflikts, Preissteigerungen im Einkauf zu erwarten. Diese werden im Falle negativer Produktmargen durch das License and Market Support Agreement von Omnicell Inc. ausgeglichen. Aufgrund der Unsicherheit über die Dauer und Ausprägung der Auswirkungen der Kriegshandlungen besteht das allgemeine Risiko, dass sich diese in einem veränderten Maße, oder nachteiliger als in der Prognose angenommen, auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der Gesellschaft auswirken könnten.

Grundsätzlich besteht eine Abhängigkeit von Omnicell Inc. und deren Vertriebswegen, da die Omnicell GmbH sowohl operativ wie auch administrativ eng mit der Omnicell Gruppe kooperiert.

Aufgrund der bestehenden Finanzstruktur ist das Unternehmen in hohem Maße von der Finanzierung durch den Anteilseigner abhängig, die in Form von vertraglich vereinbarten Zahlungen zur Unterstützung der Marktentwicklung und kurzfristigen konzerninternen Kontokorrentdarlehen erfolgt.

Omnicell Inc., Santa Clara / CA, USA, verlängert die Lizenz für das Intellectual Property an die Omnicell GmbH, um die weitere Geschäftstätigkeit zur Herstellung und zum Vertrieb von RDS-Produkten in ihren Märkten sicherzustellen. Rentabilität und ausreichender Cash-Flow zur Unterstützung des regulären Geschäftsbetriebs der RDS-Sparte sind gemäß der Erwartung der Geschäftsführung durch die Marktunterstützungsvereinbarung gewährleistet.

Das Jahresergebnis vor Steuern und die Liquidität negativ beeinflussen kann weiterhin die Transferpreisreglung mit den Schwestergesellschaften Omnicell SAS, France, und und Omnicell Ltd.UK aus welcher bei Verlustgeschäften der Konzernschwestern weiterhin Zahlungen von Omnicell GmbH an diese zu leisten sind.

Zur Stützung der Gesellschaft hat Omnicell Inc. am 12. Dezember 2022 eine bis zum 31. Dezember 2023 befristete, betragsmäßig nicht limitierte Patronatserklärung an die Omnicell GmbH herausgegeben, in deren Rahmen sie sich verpflichtet hat, der Omnicell GmbH ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen, um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens in diesem Zeitraum stets sicher zu stellen.

Sollten die oben genannte Marktunterstützungs - und Lizenzvereinbarung und der Entwicklungsdienstleistungsvertrag gekündigt werden oder sollte Omnicell Inc. aufgrund der Auswirkungen der internationalen Konflikte oder aufgrund anderer Risikofaktoren zukünftig die vertraglichen Verpflichtungen aus diesen oder der Patronatserklärung gegenüber Omnicell GmbH nicht erfüllen können, besteht ein bestandsgefährdendes Risiko.

Sowohl die Wahrscheinlichkeit einer Vertragskündigung, also auch die eines Ausfalls der Unterstützungsleistungen der Omnicell Inc. wird von der Geschäftsführung als gering eingeschätzt.

Entsprechend erachtet die Geschäftsführung die, der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 zu Grunde gelegte Annahme, der Unternehmensfortführung für angemessen.

3. Prognose

Wie erwartet erwirtschaften wir nach der Fusion mit der Omnicell GmbH in Darmstadt zusätzliche Gewinne aus dem Geschäft mit Verbrauchsmaterialien.

Das Unternehmen wird den derzeitigen Markt für Roboter-Dosiersysteme (RDS) weiter untersuchen und ausbauen. In Zukunft wird das Unternehmen auch den Markt für automatisierte Dispenserschränke (ADC) für den Krankenhauskundenstamm untersuchen.

Die von der Konzernmuttergesellschaft vorangetriebene rechtliche Restrukturierung führte zu einer Zusammenlegung verschiedener Abteilungen. Wir identifizieren ungenutzte Chancen und starten intelligente Maßnahmen, um das gesamte Wachstumspotenzial zu nutzen.

Für das Geschäftsjahr 2022 prognostizieren wir Umsatzerlöse auf vergleichbarem Niveau dieses Jahres und ein Vorsteuerergebnis von TEUR 90.

Wir planen für das Geschäftsjahr 2023 ein Umstzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und ein Vorsteuerergebnis von über 0,5 Mio. EUR am Ende des Prognosezeitraums. Darin sind allerdings noch Marktstützungszahlungen von Omnicell Inc. enthalten. Die Gesellschaft wird unter sonst gleichen Bedingungen noch mehrere Jahre von Unterstützungsleistungen der Konzernmutter abhängig sein.

Während das Unternehmen nur einer begrenzten direkten Unsicherheit ausgesetzt ist, die in seiner Position im Markt begründet ist, ist sich das Management bewusst, dass zukünftige Pläne unvorhergesehenen Umständen unterliegen können, die außerhalb der Kontrolle des Managements liegen.

E. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

1. Spezielle Risiken

a) Risikomanagementziele: Die regelmäßige Anpassung und Überprüfung unserer internen Kontrollprozesse ist darauf ausgelegt, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung und Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften sowie die Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen sicherzustellen. Durch die Geschäftsführung ist ein wirksames Planungs- und Kontrollinstrumentarium eingerichtet, um gegenwärtige und zukünftige Finanzrisiken sowie Risiken mit Bezug auf Finanzinstrumente, insbesondere Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Finanzderivate, zu minimieren.

b) Bei Forderungen ist kein Liquiditätsrisiko enthalten, da die größten Kunden, die Krankenhäuser und Apotheken, hier kein Risiko darstellen. Auch sind zukünftige Preisreduzierungen nicht als Liquiditätsrisiko zu betrachten.

c) Ein Wechselkursrisiko besteht in geringem Umfang, da nun einige Produkte über konzerninterne Transaktionen aus den USA und UK bezogen werden. Der Konzern überwacht den Devisenmarkt und implementiert prompte Abwicklungs- und vorausschauende Strategien, um potenziell negative Auswirkungen zu mindern. Unsere Fakturierung erfolgt ausschließlich in Euro.

2. Forschung und Entwicklung

Die Omnicell GmbH hat eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Diese hat neben Produktprojekten wie der Weiterentwicklung des Greifers (Multipicking - Singlepicking) auch umfangreiche Themen zur Entwicklung innovativer Prozesse erarbeitet, die zum Beispiel in einen weiterentwickelten Standardautomaten einfließen werden und die damit zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit beitragen.

 

Santa Clara, CA den 20. Januar 2023

Omnicell GmbH

Geschäftsführung

gez. Joseph Spears

gez. Douglas Descalzi

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Omnicell GmbH, Bochum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Omnicell GmbH, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Omnicell GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "D.2. Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass, sollten die Marktunterstützungs - und Lizenzvereinbarung und der Entwicklungsdienstleistungsvertrag gekündigt werden oder sollte Omnicell, Inc. aufgrund der Auswirkungen internationaler Konflikte oder anderer Risikofaktoren zukünftig die vertraglichen Verpflichtungen aus diesen oder der Patronatserklärung gegenüber Omnicell GmbH nicht erfüllen können, ein bestandsgefährdendes Risiko besteht.

Wie in der Angabe im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang und im Abschnitt "D.2. Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 20. Januar 2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hermann-Josef Schulze Osthoff, Wirtschaftsprüfer

Frank Schmid, Wirtschaftsprüfer

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