Review+ UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephen Richards seit 23.12.2025 | Geschäftsführer |
Claudia Ploog seit 14.8.2015 | Geschäftsführer |
Lars Weidemeyer seit 12.1.2015 | Prokura |
René Albrecht seit 14.11.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GLFD Holdings LLC, eine nach dem Recht des Staates Delaware/USA errichtete Gesellschaft mit dem Sitz in c/o The Corporation Trust Company, Wilmington, Delaware/USA | 95.00% |
Fafnir GmbHEigenbeteiligung | 5.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fafnir GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fafnir GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fafnir GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fafnir GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 9. September 2024 EY
GmbH & Co. KG
Möbus, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. Die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im HGB wurden in Anspruch genommen. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Fafnir GmbH mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 11010 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bis fünf Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für etwaiges Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstands verwendet wird, werden nicht angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode gerechnet. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Finanzanlagen werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Zinsen werden nicht aktiviert. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag zum Nennwert angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aufgrund der mit der Noglia Vermögensverwaltung GmbH, Salzkotten, bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft sind bei der Fafnir GmbH als Organgesellschaft keine latenten Steuern auszuweisen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Ausleihungen enthalten solche an Gesellschafter in Höhe von TEUR 7.012 (Vj. TEUR 6.957). Angaben zum Anteilsbesitz
Die Angaben zum Anteilsbesitz an der FAFNIR Sensors and Systems Co. Ltd ., Peking, Volksrepublik China, beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Oktober 2010. Ein aktueller Jahresabschluss lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses der Fafnir GmbH nicht vor. Die FAFNIR Sensors and Systems Co. Ltd., Peking, Volksrepublik China, war im Geschäftsjahr 2023 nicht aktiv tätig. Vorräte Die Anwendung der Bewertungsmethoden nach §§ 240 Abs. 4, 256 Satz 1 HGB führte im Vergleich zu einer Bewertung auf der Grundlage des letzten vor dem Abschlussstichtag bekannten Marktpreises zu keinen wesentlichen Unterschiedsbeträgen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten solche gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 324 (Vj.: 753). Davon entfallen TEUR 323 (Vj.: TEUR 753) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Abweichend zum Vorjahr wurden aktive Rechnungsabgrenzungen in Höhe von TEUR 796 (Vorjahr: TEUR 1.453) in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, weil die genaue Bestimmung des Zeitraums des Aufwandes nicht gegeben ist. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten beinhalten mit TEUR 2.888 (Vj.: TEUR 6.395) solche gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese wiederum umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.888 (Vj.: TEUR 6.038). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von TEUR 144 (Vj.: TEUR 155) entfallen in Höhe von TEUR 144 (Vj.: TEUR 154) auf Zinsen an verbundene Unternehmen. Haftungsverhältnisse
Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird wie folgt eingeschätzt: Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Mietbürgschaft wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen in Höhe von TEUR 982 (Vj.: TEUR 1.390) sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2026. Das Bestellobligo beträgt zum Stichtag 996 TEUR. GewinnverwendungsvorschlagDer Gewinn wird entsprechend dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag vollständig an die Noglia Vermögensverwaltung GmbH, Salzkotten abgeführt. Ausschüttungssperre Eine Gewinnausschüttungssperre aus § 268 Abs. 8 HGB oder aus § 253 Abs. 2 i.V.m. Abs. 6 HGB ergibt sich nicht. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft gehört zum Konzernkreis der Vontier Corporation, Raleigh, North Carolina, USA, die einen Konzernabschluss für den größten Kreis verbundener Unternehmen für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr aufgestellt hat. Als verbundene Unternehmen im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurden alle Unternehmen der Vontier-Gruppe (direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen) angesehen. In weitere Konzernabschlüsse zum 31. Dezember 2023 wurde die Gesellschaft nicht einbezogen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen wurden nicht vorgenommen. Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Von der Gesellschaft haben zwei Geschäftsführer Bezüge erhalten. Von der Möglichkeit der Befreiung zur Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Im Vorjahr betrug die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter insgesamt 80. Prüfungs- und Beratungsgebühren Auf die Angabe des für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird aufgrund der Inanspruchnahme der Erleichterung nach § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Hamburg, 23. April 2024 Geschäftsführung René Albrecht Claudia Ploog David John Coombe Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft ist unter der Firma Fafnir GmbH (im Folgenden kurz: FAFNIR oder FAFNIR GmbH) mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 11010 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Fertigung und der Vertrieb von Mess- und Regelgeräten aller Art insbesondere jedoch für die Mineralölindustrie und im Bereich der Prozesstechnik. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 stabilisierte sich die deutsche Wirtschaft trotz der Herausforderungen der letzten Jahre. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs moderat, unterstützt durch stabile Inlandsnachfrage und Exportsteigerungen, insbesondere im Automobil- und Maschinenbau. Der Arbeitsmarkt blieb robust mit niedriger Arbeitslosigkeit, obwohl der Fachkräftemangel weiterhin ein Problem darstellte. Die Inflation stieg aufgrund höherer Energiepreise und Lieferkettenproblemen, was zu Maßnahmen der Europäischen Zentralbank zur Zinsanhebung führte. 2023 verbesserten sich die Material- und Lieferengpässe, obwohl die Preise für Rohstoffe und Vorprodukte hoch blieben. Unternehmen mussten effizientere Beschaffungsstrategien und Kostensenkungsmaßnahmen umsetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Verbesserungen bei den Lieferengpässen entlasteten die Unternehmen, obwohl hohe Einkaufspreise eine Herausforderung blieben. Die Branche der Kraftstoffabsätze steht weiterhin vor einem Wandel. Geopolitische Unsicherheiten und veränderte Mobilitätsgewohnheiten prägen die Nachfrage. Der Absatz von Elektrofahrzeugen nimmt zu, während Verbrennungsmotoren rückläufig sind. Tankstellen weltweit passen sich an diese Veränderungen an, indem sie ihr Angebot erweitern und auf neue Mobilitätstrends reagieren. Der Tankstellenmarkt erlebte 2023 eine Transformation. In vielen Regionen wurden traditionelle Tankstellen um Ladestationen für Elektrofahrzeuge erweitert, um den wachsenden Bedarf zu decken. Gleichzeitig setzten Tankstellenbetreiber vermehrt auf zusätzliche Dienstleistungen wie Convenience-Stores und Schnellrestaurants, um neue Einnahmequellen zu erschließen und den Umsatz zu steigern. Ein wachsendes Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit führte zu einem veränderten Mobilitätsverhalten. Es gab einen deutlichen Trend hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Carsharing-Modellen und der Nutzung von Fahrrädern und E-Scootern in städtischen Gebieten. Diese Trends trugen zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs bei. Geopolitische Spannungen, insbesondere in Regionen wie dem Nahen Osten und Osteuropa, führten zu Volatilität bei den Ölpreisen. Diese Unsicherheiten beeinflussten die globalen Lieferketten und führten zu kurzfristigen Preisspitzen, die sich auf die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen auswirkten. Die weltweiten Kraftstoffabsätze sind 2023 durch mehrere Faktoren beeinflusst. Während der Gesamtverbrauch in vielen entwickelten Ländern aufgrund von Effizienzsteigerungen und veränderten Mobilitätsgewohnheiten leicht rückläufig war, blieb der Verbrauch in aufstrebenden Märkten stabil oder stieg sogar an. II. Geschäftsverlauf 1. Markt- und Branchenentwicklung Der in den letzten Jahren von FAFNIR eingeschlagene Weg bei der Erweiterung des Produktportfolios und dem Auf- und Ausbau neuer Märkte wurde weitergeführt. Investitionen der Ölgesellschaften zur Erweiterung ihrer Sicherheitsstandards und zu Gunsten des Umweltschutzes im Bereich der Tankstellentechnik führten zu einer durchweg stabilen Auftragslage. Die Industrie und Produktion profitierten von Investitionen in neue Technologien und Automatisierung, trotz Herausforderungen wie Fachkräftemangel und notwendiger Umstellung auf nachhaltige Methoden. Der HVO-Markt (HVO = Hydrotreated Vegetable Oil) in Deutschland und Europa steht vor einem Wachstumsschub aufgrund mehrerer Faktoren. Die starke Automobilindustrie in der Region nimmt HVO als sauberere Alternative zu herkömmlichem Diesel auf, unterstützt von Automobilherstellern wie Volvo und Toyota, die HVO-kompatible Fahrzeuge anbieten (NextMSC1). Zudem treiben strenge EU-Emissionsvorschriften und Initiativen wie die Clean Vehicle Directive den Wechsel zu erneuerbaren Kraftstoffen voran (NextMSC1). Obwohl die Produktionskosten für HVO im Vergleich zu fossilen Brennstoffen hoch sind, wird erwartet, dass der Markt wächst, da die Nutzung diverser Rohstoffe wie Altspeiseöl und tierische Fette die Kosten senkt und die Nachhaltigkeit verbessert (NextMSC1). Dies entspricht globalen Trends, bei denen Regionen mit starken Biokraftstoffpolitiken, wie Nordamerika, eine signifikante HVO-Adoption zeigen, insbesondere im Transport- und Luftfahrtsektor (NextMSC 1 ).
1
https://www.nextmsc.com/report/hydrotreated-vegetable-oil-market
Insgesamt deuten die gesetzliche Unterstützung und die Marktdynamik auf eine positive Entwicklung für HVO in Deutschland hin, wobei zunehmende Investitionen und strategische Partnerschaften das Wachstum weiter fördern. Weitere Einflussgrößen für den Absatz von Tankinhaltsmessungen und Überfüllsicherungen bleiben die rechtlichen Vorgaben, hinsichtlich Sicherheit, Umweltschutz und Messgenauigkeit bei der Treibstoffabgabe, die Verdrängung landesspezifischer Regelungen durch EU-weite Regularien (Measuring Instruments Directive - MID), die Verbreitung alternativer Kraftstoffe, wie e-Fuel, HVO100, Flüssiggas, Biokraftstoff sowie neuerdings Elektromobilität und die Nutzung von Cross-Selling-Potentialen, insbesondere mittels des Servicegeschäfts. 2. Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen und geografischen Bereichen:
Der Umsatz der FAFNIR GmbH sank im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6% auf 16,8 Millionen €, wobei der Rückgang primär auf gesunkene Umsätze in Südostasien (T€ 417 Mio.) und nach Nordamerika (T€ 469) zurückzuführen ist. Die gesamtwirtschaftliche Lage im Bereich der Tankstellentechnik hat dazu geführt, dass die globalen Ölgesellschaften weiterhin verhalten in neue Tankinhaltmessungen investiert haben. Im Bereich der kontinuierlichen Füllstandmessung für große Lagertanks waren die Umsätze weiterhin stabil. Wir verfolgen weiterhin alle potenziellen Optionen und sind verschiedene strategische Kooperationen eingegangen. Kooperationen bleiben ein wichtiger Schwerpunkt für die FAFNIR GmbH, da wir bestrebt sind, Innovation voranzutreiben und die dringendsten Herausforderungen der Branche gemeinsam zu lösen. Auch wenn wir unser eigenes Portfolio und unsere eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln, arbeiten wir mit anderen wichtigen Akteuren der Branche zusammen, wenn es um das gemeinsame Ziel geht, das Daten- und Flüssigkeitsmanagements weltweit zu verbessern. Weiterentwicklungen im Bereich der Labortechnik und des Daten- und Flüssigkeitsmanagements wurden erfolgreich weitergeführt. Mit der automatischen Füllstand-Messung für Ölabscheider und der Truck Mobile Solution hat FAFNIR Produkte mit vielen Alleinstellungsmerkmalen entwickelt, welche zu einem wesentlichen Wachstum in den kommenden Jahren von FAFNIR beitragen werden. 3. Produktion In allen Fertigungsbereichen wurden kontinuierlich Maßnahmen zur Verbesserung der Prozesse und Arbeitsabläufe (Kaizen) durchgeführt. Durch die Anwendung der Lean Management Philosophie entstanden effektive und effiziente Organisationsformen. Dabei wurden Prozesse und Strukturen optimiert und die Unternehmenskultur hinsichtlich des gemeinsamen Bewusstseins für "Lean" weiterentwickelt. Die termingerechte Auslieferung unserer Produkte, die Integration der neuen Produkte und die Qualitätssicherung in den Fertigungsabläufen waren wichtige und erfolgreich absolvierte Aufgaben in 2023. FAFNIR erreichte eine Liefertermintreue nach Kundenvorgaben von 97%. Die stetige Optimierung des Materialflusses bis hin zur Endmontage führte zu einer durchschnittlichen Produktivität im Geschäftsjahr in Höhe von 99% bezogen auf die Arbeitspläne. Hierbei wurden durch einen flexiblen Einsatz unserer Mitarbeiter und durch den Einsatz von Zeitpersonal die Fertigungskapazitäten optimal ausgenutzt und Auftragsspitzen abgefangen. Dadurch wurde eine sehr gute Performance erreicht. Eine gezielte Weiterentwicklung von Schlüssellieferanten, basierend auf Lieferantenbewertungen und globalem Branchenvergleich, sorgten für eine weitere Verbesserung des Lieferantenportfolios bezüglich Qualität, Lieferperformance und Kosten. 4. Investitionen Die Investitionen werden grundsätzlich aus dem laufenden Cash-Flow der Gesellschaft finanziert. Außer für Büroausstattungen (Kopierer) und Fuhrpark gibt es keine Leasing- oder ähnliche Finanzierungsverpflichtungen. Die Investitionen des Geschäftsjahres von T€ 249 (ohne geringwertige Wirtschaftsgüter) betrafen insbesondere Technische Anlagen zur Sicherung der Gesundheit unserer Mitarbeiter, Sicherung der Qualität unserer Produkte, EDV-Ausrüstung und -updates am Unternehmensstandort. 5. Personal- und Sozialbereich Der Personalbestand der FAFNIR GmbH ist im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. In den Bereichen Entwicklung, Vertrieb und Logistik werden kontinuierlich weitere Ressourcen aufgebaut bzw. gesichert. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 74 Mitarbeiter (Vorjahr: 80 Mitarbeiter) beschäftigt. Das FAFNIR-Prämiensystem wurde 2023 erneut erfolgreich umgesetzt. Im Mai 2024 wurde eine Gehaltserhöhung für alle Mitarbeiter in Höhe von durchschnittlich 3,3% durchgeführt. Es werden alle geforderten Maßnahmen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz durchgeführt. Vorkommnisse gab es in diesem Bereich nicht. Die Mitarbeiter wurden in verschiedenen Schulungen über die aktuellen Verhaltensregeln in Kenntnis gesetzt und haben diese schriftlich bestätigt. 6. Umweltschutz Es gibt keine besonderen Vorkommnisse im Bereich des Umweltschutzes. Seit 2020 ist FAFNIR nach der Norm 14001:2015 zertifiziert. Standards und Regeln zum Umweltverhalten des Unternehmens sowie der Mitarbeiter sind im HSSQE-Handbuch festgeschrieben. FAFNIR ist seit 2015 nach den Normen der OHSAS 18001 für Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement zertifiziert. Seit 2019 ist FAFNIR nach der Norm ISO 45001:2018 zertifiziert. III. Darstellung der Lage der Gesellschaft 1. Ertragslage Bei Umsatzerlösen von T€ 16.830 (Vj.: T€ 17.635) im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung) von T€ 16.921 (Vj.: T€ 17.618) erzielt. Der betriebliche Aufwand ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 625 auf T€ 14.482 gesunken, welcher maßgeblich durch um T€ 972 niedrigere Materialkosten, gestiegene Personalkosten um T€ 316 und sonstigen betrieblichen Aufwand um T€ 23 bedingt ist. Die Wareneinsatzquote der Gesamtleistung hat sich bei einem veränderten Produktmix mit 28% um 4% gesenkt (Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren im Verhältnis zur Gesamtleistung). Die Personalaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 3% auf 39% gestiegen. Das Betriebsergebnis von T€ 2.438 liegt mit 16% der Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr stabil.
Im Vergleich zur Planung 2023 wurden T€ 2.755 weniger umgesetzt. Davon sind T€ 985 dem europäischen Raum zuzuordnen und T€ 1.770 den Exportregionen außerhalb Europas. Besonders hervorzuheben sind die Verkäufe ins Inland, nach China und nach Indien, die insgesamt T€ 2.172 unter dem Budget lagen. Das konnte zum Teil durch gestiegene Verkäufe nach Kasachstan, in die Ukraine, nach Australien und in die Schweiz, von insgesamt € 774 ausgeglichen werden. Die Ursachen lagen zum einen an den Spätfolgen des Pandemiegeschehens und den weltwirtschaftlichen Folgen der kriegerischen Handlungen in der Ukraine. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurde zwischen der FAFNIR und der Noglia Vermögensverwaltung GmbH, Salzkotten, ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, mit dem sich die FAFNIR GmbH verpflichtet, ihren Gewinn an die Noglia Vermögensverwaltung GmbH, Salzkotten, abzuführen. In Höhe des im aktuellen Geschäftsjahr erzielten Jahresüberschusses von T€ 2.888 wurden daher Aufwendungen aus der Gewinnabführung berücksichtigt und in gleicher Höhe eine Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter in der Bilanz ausgewiesen. 2. Vermögens- und Finanzlage Das Geschäft der FAFNIR GmbH ist nicht anlagenintensiv, da es sich auf die Endmontage, Prüfung und Kalibrierung der Sensoren fokussiert. Das gesamte Sachanlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 715 (Vj.: T€ 673) und umfasst somit lediglich 4 % der Bilanzsumme. Zum 7. November 2019 wurde ein Darlehen an die Gesellschafterin Noglia Vermögensverwaltung GmbH, Salzkotten gewährt, welches in Höhe von T€ 7.012 in den Ausleihungen ausgewiesen wird. Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 2.179 (Vj.: T€ 2.037) und macht rund 12 % der Bilanzsumme von T€ 18.004 (Vj.: T€ 21.485) aus. Der Anstieg ist durch die Sicherung von kritischen Materialien, die schwer am Markt zu beschaffen sind begründet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betragen T€ 2.481 (Vj.: T€ 2.142) und sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen, welches im Wesentlichen durch den Ausweis der Lizenzvorauszahlungen in den sonstigen Vermögensgegenständen begründet ist. Die Aktiva sind zum Bilanzstichtag im Wesentlichen durch den Bestand an liquiden Mitteln von T€ 5.497 (Vj.: T€ 8.199) und das Darlehen an die Muttergesellschaft geprägt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 73,4% (Vj.: 62%). Der Anstieg ist bedingt durch die gesunkene Bilanzsumme. Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 244 auf T€ 1.173 gestiegen. Begründet wird dies vor allem mit dem Anstieg von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt T€ 3.617 (Vj.: T€ 7.342) und beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag von T€ 2.888 (Vj.: T€ 6.038) sowie die Verbindlichkeiten aus Leistungen und Leistungen in Höhe von T€ 468 (Vj.: T€ 630). Der vereinfachte Cashflow ergibt sich wie folgt:
Kredite bei Banken bestehen nicht. Die Kreditlinien sind im zurückliegenden Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen worden. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur Die weltweite wirtschaftliche Erholung verläuft uneinheitlich, und der Tankstellen- sowie Mineralölbereich steht vor signifikanten Herausforderungen und Chancen. Technologische Fortschritte und politische Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien werden die zukünftige Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Unternehmen in diesem Sektor müssen sich an die veränderten Marktbedingungen anpassen und innovative Lösungen entwickeln, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die globale Wirtschaft zeigt Anzeichen einer Stabilisierung und eines moderaten Wachstums. Für 2024 wird ein weltweites Wachstum von 3,1 % prognostiziert, während die Inflation in den meisten Regionen abnimmt. Diese Entwicklungen deuten auf eine mögliche "weiche Landung" hin, bei der das Wirtschaftswachstum trotz Herausforderungen wie hohen Zinssätzen und Schuldenlasten weitergeht (IMF 1 ) (OECD 2 ). Anhaltende Konflikte, insbesondere im Nahen Osten und in der Ukraine, könnten die Energiepreise weiter in die Höhe treiben und das globale Wachstum beeinträchtigen.
1 World Economic Outlook Update, January 2024:
Moderating Inflation and Steady Growth Open Path to Soft
Landing (imf.org)
Hohe Schuldenlasten und begrenzter fiskalischer Spielraum stellen für viele Länder, insbesondere in Afrika und Lateinamerika, erhebliche Herausforderungen dar. Strukturreformen und Investitionen in die Infrastruktur sind notwendig, um nachhaltiges Wachstum zu fördern. Die internationalen Energiemärkte sind aktuell stark durch geopolitische Unsicherheiten geprägt. Insbesondere der Konflikt in der Ukraine hat die globalen Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben, was die Kosten für die Raffinerien und Tankstellenbetreiber erhöht hat (IEA 3 ). Die Internationale Energieagentur (IEA) betont, dass die Energiemärkte weiterhin fragil bleiben und der Übergang zu saubereren Energiequellen von entscheidender Bedeutung ist. Die Investitionen in erneuerbare Energien und Infrastruktur werden dabei eine zentrale Rolle spielen (IEA). Osteuropa, Süd-Ost Asien, Lateinamerika und Indien werden in 2024 Schlüsselmärkte für FAFNIR darstellen. Die laufende Planung sieht für das folgende Geschäftsjahr bei leicht höheren Umsatzerlösen eine leicht geringere Rohmarge vor. Im Februar 2024 wurde eine Inflationsprämie gezahlt und im Mai wird eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich 3,3% an alle Mitarbeiter durchgeführt. Um die Erweiterung des Produktportfolios im Bereich Prüf-, Meß- und Regeltechnik voranzutreiben, sind Investitionen in Höhe von T€ 585 in 2024 vorgesehen. Diese betreffen die Schwerpunkte EDV, Automatisierung sowie HSSE (Health, Safety, Security & Environment). Insgesamt wird in 2024 ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung erwartet, welches 5-11% über dem Ergebnis des Geschäftsjahres liegt. II. Risikobericht 1. Konjunkturelle Risiken Die konjunkturellen Risiken im Tankstellen- und Mineralölbereich sind vielfältig und komplex. Unternehmen in diesem Sektor müssen sich flexibel an verändernde Marktbedingungen anpassen und Strategien entwickeln, um die Auswirkungen dieser Risiken zu minimieren. Dies erfordert eine proaktive Herangehensweise an Risikomanagement, technologische Anpassungen und Investitionen in nachhaltige Lösungen. Aktuell ist das Geschäft mit Kunden in Russland und Weißrussland weiterhin ausgesetzt.
3 Zusammenfassung - World Energy Outlook 2022 -
Analysis - IEA
Strengere Umweltvorschriften und regulatorische Änderungen können erhebliche Auswirkungen auf den Betrieb von Raffinerien und Tankstellen haben. Beispielsweise könnten strengere Emissionsstandards und Anforderungen an die Treibhausgasreduktion zu höheren Betriebskosten und Investitionsbedarf führen (OECD). Dies könnte zusätzliche Auswirkung auf die Absätze von FAFNIR im Bereich der Messinstrumente für die Mineralölindustrie haben. Die Rohölpreise sind notorisch volatil und reagieren empfindlich auf Veränderungen in Angebot und Nachfrage. Faktoren wie Fördermengenentscheidungen der OPEC, wirtschaftliche Sanktionen und unvorhergesehene Naturkatastrophen können die Preise stark schwanken lassen. Diese Unsicherheiten wirken sich direkt auf die Raffinerie- und Vertriebskosten aus. Die globale Bewegung hin zu erneuerbaren Energien und weg von fossilen Brennstoffen stellt ein erhebliches Risiko für den Mineralölsektor dar. Politische Maßnahmen zur Förderung von Elektrofahrzeugen, strenge Emissionsvorschriften und Investitionen in erneuerbare Energien reduzieren die Nachfrage nach traditionellen Kraftstoffen und könnten langfristig den Marktanteil von Mineralölprodukten verringern. Die zunehmende Verbreitung erneuerbarer Energien und der Übergang zu saubereren Kraftstoffen bedeutet, dass ständig neue Kraftstoffarten auf den Markt kommen. FAFNIR, als Unternehmen, das sich auf Messtechnik und Sensoren spezialisiert hat, kann diese Entwicklung nutzen, indem es seine Produkte und Dienstleistungen auf die Anforderungen dieser neuen Kraftstoffe abstimmt. Fafnir wird daher auch weiterhin Sensoren entwickeln, die speziell für die Überwachung und Analyse dieser neuen Energieträger geeignet sind. Da ölfördernde Länder teilweise die Rohölpreise senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben, eröffnet sich für FAFNIR die Möglichkeit, in Märkte einzutreten, die auf kostengünstigere Energielösungen setzen. Niedrigere Rohölpreise können auch die Nachfrage nach effizienteren und genaueren Messtechnologien erhöhen, um die Kosten weiter zu optimieren. Die globale Bewegung zu erneuerbaren Energien wird oft von staatlichen Förderungen und regulatorischen Maßnahmen unterstützt. FAFNIR kann von diesen Initiativen profitieren, indem es Lösungen anbietet, die den neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen und Unternehmen helfen, umweltfreundlicher zu werden. 2. Liquidität Aufgrund der hohen Cash-Bestände zum Bilanzstichtag bestehen derzeit keine Liquiditätsrisiken für die Gesellschaft. Von den gegenwärtigen Kreditverknappungen auf den Finanzmärkten ist FAFNIR nicht betroffen. Notwendige Investitionen sollen auch zukünftig aus dem laufenden Cash-Flow und bestehenden Liquiditätsreserven der Gesellschaft finanziert werden. Hierbei kann auf eine 100%-ige Eigenfinanzierung durch den Mutterkonzern zurückgegriffen werden. III. Chancenbericht Es ist davon auszugehen, dass auf Grund weiterer gesetzlicher Bestimmungen und Umweltstandards FAFNIR in 2024 zusätzliche Geschäftsfelder im Ausland erschließen kann. Wir erwarten, dass das Marktvolumen im Geschäftsjahr 2024 das Niveau vor der Pandemie erreichen kann. Dies dürfte teilweise auf fiskalpolitische Anreize zurückzuführen sein. Das Intercompany-Business mit der Gilbarco Veeder Root-Gruppe bietet Chancen, durch die Nutzung gemeinsamer Vertriebskanäle weiterhin zu wachsen. D. Berichterstattung über das Risikomanagement Die FAFNIR GmbH erfasst und bewertet alle operativen Risiken. Monatlich werden durch das betriebsinterne Controlling Plan- und Ist-Zahlen abgeglichen, um Risiken bereits frühzeitig zu identifizieren und schnellstmöglich entsprechend gegenzusteuern. Des Weiteren begegnen wir dem unternehmerischen Risiko durch interne und externe Kontrollen durch Einheiten der Vontier-Gruppe und GVR-Auditoren, sowie dem jährlichen externen Audit unseres Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001:2008.
Hamburg, den 23. April 2024 FAFNIR GmbH - Die Geschäftsleitung - René Albrecht Claudia Ploog David John Coombe |
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