Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 109686
Vorher
Allegheny Technologies GmbHATI Allegheny Rodney GmbHATI Allegheny Ludlum GmbHATI Flat Rolled Products GmbH
Eingetragen
6.11.2002
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb (außer im Rahmen eines Einzelhandelsgeschäfts) sowie der Import und Export von elektronischen Anlagen und Einzelteilen, von flugtechnischen Systemen und ähnlichen Produkten, von Computer-Anlagen und Einzelteilen, von Spezialmetallen, von industriellen oder militärischen Maschinen sowie von anderen Industrie- und Konsumgütern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Emmanuel Bocquillion
seit 23.7.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
ATI Operating Holdings, LLCUSA
82.12%
ATI Operating Holdings, LLCUSA
17.88%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ATI Operating Holdings, LLC
United States
410.600 DM
82.12%
ATI Operating Holdings, LLC
United States
89.400 DM
17.88%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ATI Materials GmbH (vormals: ATI Flat Rolled Products GmbH)

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ATI Flat Rolled Products GmbH, Remscheid (seit dem 29. Juli 2024: ATI Materials GmbH, Remscheid)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ATI Flat Rolled Products GmbH, Remscheid (seit dem 29. Juli 2024: ATI Materials GmbH, Remscheid) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ATI Flat Rolled Products GmbH (seit dem 29. Juli 2024: ATI Materials GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

> identifizieren und beurteilen wir die Risiken falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 20. November 2024

EY GmbH & Co. KG CO. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alkiviadis Vlachos, Wirtschaftsprüfer

Jonathan Keisers, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen 5.645,41 8.956,11
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.947.086,81 1.697.316,72
1.952.732,22 1.706.272,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 11.306.825,97 10.844.061,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.768.204,15 3.733.323,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.899.798,35 18.135.037,45
3. Sonstige Vermögensgegenstände 830.706,66 1.026.287,30
21.498.709,16 22.894.648,18
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 51,06 51,06
32.805.586,19 33.738.760,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 37.919,93
34.758.318,41 35.482.953,45

Passiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
(im Handelsregister eingetragen: DM 500.000,00)
II. Kapitalrücklage 9.440.300,90 9.440.300,90
III. Gewinnrücklagen 634.481,73 634.481,73
IV. Gewinnvortrag 22.376.118,97 22.701.794,49
V. Jahresfehlbetrag -41.551,95 -325.675,52
32.664.995,59 32.706.547,54
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 252.943,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.493.100,39 162.599,15
1.493.100,39 415.542,15
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 178,50 177.150,37
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 377.779,24 1.843.148,10
3. Sonstige Verbindlichkeiten 222.264,69 340.565,29
davon aus Steuern EUR 13.912,53 (Vj. EUR 23.870,29)
600.222,43 2.360.863,76
34.758.318,41 35.482.953,45

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 38.884.924,15 28.673.951,64
2. Sonstige betriebliche Erträge 101.515,65 193.673,32
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 99.515,65 (Vj. EUR 193.673,32)
38.986.439,80 28.867.624,96
3. Aufwendungen für bezogene Waren 28.308.393,92 22.147.937,04
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.834.115,94 2.229.147,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 496.467,55 503.310,65
davon für Altersversorgung EUR 42.590,28 (Vj. EUR 44.822,46)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 460.152,24 179.945,27
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 144.864,12 (Vj. EUR 726.344,96) 6.074.490,35 3.937.607,58
39.173.620,00 28.997.948,11
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 153.224,75 57.590,63
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 153.224,75 (Vj. EUR 57.590,63)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.596,50 252.943,00
9. Ergebnis nach Steuern -41.551,95 -325.675,52
10. Jahresfehlbetrag -41.551,95 -325.675,52

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft, ATI Flat Rolled Products GmbH, Remscheid (seit dem 29. Juli 2024: ATI Materials GmbH), mit Sitz in Remscheid ist unter der Nummer HRB 25506 im Handelsregister B des Amtsgerichts Wuppertal eingetragen. Die Änderung der Firma erfolgte durch eine Eintragung ins Handelsregister am 29. Juli 2024.

Die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten werden in diesem Anhang gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Geschäftsführung stellt den Abschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung auf.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige und um etwaige außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Waren werden zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhanges latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,975 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsdifferenzen bei den Vorräten. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Waren werden hauptsächlich von US-amerikanischen Konzerngesellschaften bezogen. Wareneingangsrechnungen in USD werden betragsmäßig zum monatlichen Währungsumrechnungs-Konzernkurs in Euro festgeschrieben. Dies bedeutet, dass die Zahlung der korrespondierenden Verbindlichkeiten zu dem festgeschriebenen Kurs erfolgt und eine mögliche Kursdifferenz bei der amerikanischen Konzerngesellschaft verbleibt. Da eine Neubewertung von Währungsverbindlichkeiten zum späteren Zahlungszeitpunkt aufgrund der Konzernvereinbarung entfällt, kann hierdurch ein mögliches Kursrisiko vermieden werden.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Gesellschaft nimmt seit Dezember 2006 an einem Cash Pool der europäischen ATI Unternehmen teil. Sie weist hierbei eine Forderung in Höhe von TEUR 13.347 (Vj. TEUR 17.923) gegen die Allegheny Technologies Holdings S.A.R.L., Luxemburg, aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 1.553 (Vj. TEUR 212).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 1.304, Vj. TEUR 0), Nebenkostenabrechnungen (TEUR 56, Vj. TEUR 59), Jahresabschlusserstellung und -prüfung (TEUR 63, Vj. TEUR 18), Urlaubs- und Überstundenansprüche der Belegschaft (TEUR 32, Vj. TEUR 6), Bonusrückstellungen sowie Weihnachts-/Urlaubsgeld Rückstellungen (TEUR 12, Vj. TEUR 48), und Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 26, Vj. TEUR 29) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 378 (Vj. TEUR 1.843) und bestehen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverpflichtungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Es besteht ein Mietvertrag für das Bürogebäude sowie die Gewerbehallen. Der Vertrag gilt bis zum 31. Dezember 2025 und beinhaltet eine indexgebundene Miete. Der jährliche Mietaufwand beträgt aktuell TEUR 1.238.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich den Vertrieb von Metallprodukten und gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 17.685 11.022
Ausland 21.390 17.770
39.075 28.792
minus Erlösschmälerungen -190 -118
38.885 28.674

Die Umsätzerlöse beinhalten einen periodenfremden Ertrag in Höhe von TEUR 711, der auf eine Transferpreis-Anpassung für Vorjahre zurückzuführen ist. Darüber hinaus beinhalten die Umsatzerlöse einmalige und damit außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 7.895 bedingt durch ein neues Geschäft mit der Schwestergesellschaft STAL, welches bereits wieder eingestellt wurde.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beinhalten in Höhe von TEUR 271 (Vj. TEUR 0) außerplanmäßige Abschreibungen, die auf die Verschrottung von nicht mehr genutzten Anlagen zurückzuführen sind.

Der Personalaufwand umfasst außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.304 (Vj. TEUR 0), die im Rahmen der Restrukturierung als Abfindungsaufwendungen angefallen sind.

Der sonstige betriebliche Aufwand enthält einmalige und damit außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.439, die auf die Transportkosten aus dem gemeinsamen Streckengeschäft in China mit der Schwestergesellschaft STAL zurückzuführen sind.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Zum alleinigen Geschäftsführer war bis Juni 2023 Herr Armin Schneider (Industrial Engineer) bestellt. Im selben Monat hat Frau Pamela Bröker, Managing Director Central & Eastern Europe, die Geschäftsführung von Herrn Schneider übernommen. Im Juli 2024 wurde Frau Pamela Bröker als Geschäftsführerin abberufen. Im selben Monate wurde Herr Emmanuel Bocquillion, European Sales Director ATI Europe, zum alleinigen Geschäftsführer bestellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Vertrieb und Administration 13 13
Produktion 23 24
36 37

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft gehört zum Allegheny Technologies-Konzern. Oberstes Mutterunternehmen ist die Allegheny Technologies Incorporated, Pittsburgh, USA, die zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Gesellschaft erhältlich.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es liegen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor, über die gem. § 285 Nr. 21 HGB zu berichten wäre.

Nachtragsbericht

Im Jahre 2023 hat die oberste Muttergesellschaft, die Allegheny Technologies Incorporated, Pittsburgh, USA, umfassende Restrukturierungsmaßnahmen für die deutschen Tochtergesellschaften beschlossen. Für alle in diesem Zusammenhang stehenden Kosten wurden im Jahr 2023 entsprechende Rückstellungen gebildet. Mit der Umsetzung der Restrukturierung wurde bereits in Q4 2023 begonnen. Mit dem Abschluss des Projektes ist in Q4 2024 zu rechnen. Für weitere Details verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

Im Juli 2024 wurde die Gesellschaft umfirmiert zu ATI Materials GmbH und im September 2024 wurde die Geschäftsanschrift geändert zum Großenbaumer Weg 10 in 40474 Düsseldorf. Ab den 1. Juni 2024 wurden Büroräume in Düsseldorf gemietet. Die Laufzeit endet im Jahr 2027 und die monatliche Mietzahlung beträgt TEUR 3.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis wie in den Vorjahren auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Remscheid, den 23. Oktober 2024

Emmanuel Bocquillion, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen 33.630,52 0,00 0,00 33.630,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.761.430,71 706.611,63 937.819,40 3.530.222,94
3.795.061,23 706.611,63 937.819,40 3.563.853,46
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen 24.674,41 3.310,70 0,00 27.985,11
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.064.113,99 456.841,54 937.819,40 1.583.136,13
2.088.788,40 460.152,24 937.819,40 1.611.121,24
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen 5.645,41 8.956,11
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.947.086,81 1.697.316,72
1.952.732,22 1.706.272,83

Lagebericht 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die ATI Materials GmbH, Remscheid, ist Teil eines Konzerns, dessen oberstes Mutterunternehmen die Allegheny Technologies Incorporated, Pittsburgh, USA, ist. Die Verkaufsprodukte werden ausschließlich vom Allegheny Technologies-Konzern bezogen. Umsatzschwerpunkte liegen im Bereich Stahl, Nickel, Nickelbasislegierungen und Titan.

Die ATI Materials GmbH verfügt über keine eigene Produktionsstätte. Die Gesellschaft unterhält ein Servicecenter und verfügt über sechs Rollenscherenschneidanlagen zum Spalten und Konfektionieren von Stahl- und anderen Metallbändern sowie eine Wasserschneideanlage zur Bearbeitung von Stahlplatten.

Das Unternehmen unterhält keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Dies wird von dem Allegheny Technologies-Konzern in den USA übernommen.

Die Gesellschaft, ATI Materials GmbH, mit Sitz in Remscheid ist eingetragen unter der Nummer HRB 25506 in das Handelsregister B des Amtsgerichts Wuppertal. Im Jahr 2023 firmierte das Unternehmen unter dem Namen ATI Flat Rolled Products. Die Änderung der Firma erfolgte durch eine Eintragung ins Handelsregister am 29. Juli 2024.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse sind der wesentliche finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft.

Mitarbeiterzufriedenheit

Zu Messung der Kennzahl Mitarbeiterzufriedenheit werden jährlich konzernweite Umfragen durchgeführt, in die auch die ATI Materials GmbH einbezogen wird.

Lieferzeit

Die Liefertreue (Abgleich von bestätigtem Liefertermin gegenüber dem tatsächlichen Wareneingang beim Kunden) ist ein Leistungsindikator, der monatlich überprüft wird.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Statistischem Bundesamt sank das realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) um - 0,3 % im Jahr 2023. Für denselben Zeitraum weist der gesamte Euro-Raum hingegen einen Zuwachs von 0,5 % aus (Quelle: eurostat). Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Stahlpreise in 2023 um -13,4 % (Quelle: statista).

Das Unternehmen beliefert hauptsächlich deutsche Kunden in den Branchen Luft- und Raumfahrt, Biomedizin, Chemie, Automobil und verarbeitenden Industrie.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Vergleich zur Prognose des Vorjahres

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 38.885 sind gegenüber der Prognose in Höhe von TEUR 40.100, ohne Berücksichtigung des periodenfremden Ertrags in Höhe von TEUR 711, ca. 5 % niedriger ausgefallen. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 42 resultiert vor allem aus einem Einmaleffekt aufgrund der beschlossenen Restrukturierung im Jahr 2023. Hieraus resultiert ein außerordentlicher Aufwand für Mitarbeiterabfindungen in Höhe von TEUR 1.304. Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf nicht mehr genutzte Sachanlagen in Höhe von TEUR 271 vorgenommen.

2.2 Ertragslage

Neben der Automobil- und Luftfahrtindustrie beliefert die Gesellschaft auch die folgenden Industriebereiche:

 

Dichtungstechnik

 

Stanz- und Tiefziehtechnik

 

Chemische Industrie

 

Isoliertechnik

 

Haushaltsindustrie

 

Verbrauchsgüter

 

Kaminbau

 

Medizintechnik

Die Umsätze aus Lager- und Streckengeschäften, die gleichzeitig den wichtigsten finanziellen Leistungsindikator darstellen, weisen folgende Entwicklung auf:

TEUR
2023 38.885
2022 28.674

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich den Vertrieb von Metallprodukten und gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 17.685 11.022
Ausland 21.390 17.770
39.075 28.792
minus Erlösschmälerungen -190 -118
38.885 28.674

Die Umsatzerlöse stiegen von TEUR 28.674 auf TEUR 38.885. Dies ist vor allem bedingt durch das neue Business mit der Schwestergesellschaft STAL. Hierbei werden, aufgrund des starken Wettbewerbsdrucks, Edelstähle für die Automobilindustrie direkt in China bezogen und direkt an die Kunden ausgeliefert. Dieses Geschäft alleine erhöhte die Umsatzerlöse in 2023 um TEUR 7.895, wurde allerdings mittlerweile aufgrund der hohen Vertriebskosten eingestellt.

Die Minderung der sonstigen betrieblichen Erträge auf TEUR 102 resultiert vor allem aus der Veränderung der Erträge aus Kursveränderungen. Durch verminderte Schwankung des US-Dollar Kurses haben sich die Erträge aus Kursveränderungen auf TEUR 100 verändert (Vj. TEUR 194).

Die Materialaufwandsquote hat sich mit 74,2 % gegenüber dem Vorjahr mit 77,2 % deutlich verbessert.

Die Zunahme der Personalaufwendungen um TEUR 1.598 ist vor allem auf die Rückstellungszuführung für Abfindungen im Rahmen der Restrukturierung zurückzuführen (TEUR 1.304). Darüber hinaus wurden Gehaltserhöhungen durchgeführt und es wurde im Jahr 2023 kein Gebrauch von Kurzarbeitergeld gemacht.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen ist um TEUR 280 auf TEUR 460 (VJ TEUR 180) angestiegen. Dieser Anstieg resultiert fast ausschließlich aus der außerplanmäßigen Abschreibung (TEUR 271), die auf die Verschrottung von Altanlagen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.137 erhöht, diese belaufen sich im Jahr 2023 auf TEUR 6.074 (VJ. TEUR 3.938). Diese Steigerung ist fast ausschließlich durch den Anstieg der Frachtkosten um TEUR 2.253 (von TEUR 186 auf TEUR 2.439) zu erklären. Dieser Anstieg resultiert aus dem neue Geschäft mit der Schwestergesellschaft STAL, welches mittlerweile wieder eingestellt wurde. Ferner gab es im geringeren Umfang Anstiege bei Nebenkosten und Mieten. Die Kostenanstiege sind zum Teil durch gesunkene Währungskursverluste kompensiert worden. Diese Kosten betrugen im Jahr 2023 TEUR 145 (Vj. TEUR 726).

2.3 Vermögens- und Finanzlage

Bei dem Sachanlagevermögen gab es zwei wesentliche Zugänge, dabei handelt es sich um eine Bandsägemaschine (TEUR 307) und eine Wasserschneidemaschine (TEUR 287).

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um TEUR 463 auf TEUR 11.306 gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.035 auf TEUR 5.768 gestiegen. Das korrespondiert mit dem gestiegenen Umsatzvolumen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 3.235 auf TEUR 16.419 gesunken. Im Wesentlichen ist dies mit dem Rückgang der Cashpool Forderungen von TEUR 17.923 auf TEUR 13.347 zu begründen. Zu den Cashpool Forderungen sind derzeit keine Sachverhalte bekannt, die Zweifel an der Bonität zulassen.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 ist von 92,2% im Vorjahr auf 94,0% gestiegen. Grund für die Erhöhung ist im Wesentlichen die Reduzierung der Bilanzsumme.

2.4 Gesamtaussage

Insgesamt geurteilt die Geschäftsführung die Entwicklung als herausfordernd. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2023 eine umfassende Restrukturierung beschlossen. Mit der Umsetzung der Restrukturierung wurde bereits in Q4 2023 begonnen. Mit dem Abschluss des Projektes ist in Q4 2024 zu rechnen.

III. Risiken und Chancen

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem des Konzerns eingebunden.

Dies beinhaltet unter anderem ein regelmäßiges Reporting und eine Output gesteuerte Geschäftspolitik, so dass die konzerninternen Warenbestellungen der Gesellschaft an die Auftragslage gebunden sind.

Die Waren werden hauptsächlich von US-amerikanischen Konzerngesellschaften bezogen. Wareneingangsrechnungen in USD werden betragsmäßig zum monatlichen Währungsumrechnungs-Konzernkurs in Euro festgeschrieben. Dies bedeutet, dass die Zahlung der korrespondierenden Verbindlichkeiten zu dem festgeschriebenen Kurs erfolgt und eine mögliche Kursdifferenz bei der amerikanischen Konzerngesellschaft verbleibt. Da eine Neubewertung von Währungsverbindlichkeiten zum späteren Zahlungszeitpunkt aufgrund der Konzernvereinbarung entfällt, kann hierdurch ein mögliches Kursrisiko vermieden werden.

Grundsätzlich können Erhöhungen der Rohstoffpreise an unsere Kunden weitergegeben werden. Sinkende Rohstoffpreise bergen ein Risiko wegen der Zeitdifferenz zwischen Wareneinkauf und Verkauf.

Ein signifikantes Ausfall- und Liquiditätsrisiko besteht nicht.

Risiken, die den Fortbestand der ATI Materials GmbH beeinträchtigen können, sind derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft verfügt über eine sehr hohe Eigenkapitalquote und das künftig geplante Aufgabengebiet der Gesellschaft sieht einen kostendeckenden Betrieb samt eines festen Gewinn-Aufschlages vor.

IV. Prognosebericht und Chancen

Für das Jahr 2024 erwarten wir einen Umsatz in Höhe von EUR 18,1 Mio, bedingt durch die Restrukturierung. Die Restrukturierung der Gesellschaft soll im 4. Quartal abgeschlossen werden. Dabei soll der operative Geschäftsbetrieb veräußert werden. Die ATI Materials GmbH soll künftig nur noch administrative Vertriebsaufgaben ausführen, ohne jegliche Lager- und Produktionskapazitäten vorzuhalten. Im Jahr 2025 erwarten wir deshalb einen niedrigen einstelligen Jahresumsatz. Die Einnahmen sollen künftig durch ein Cost-Plus Verfahren gesichert werden. Damit wäre ein profitabler Geschäftsbetrieb sichergestellt.

Risiken, die den Fortbestand der ATI Materials GmbH beeinträchtigen können, sind derzeit insgesamt nicht erkennbar.

Insgesamt sieht sich die Gesellschaft mit Blick auf die Zukunft gut aufgestellt.

 

Remscheid, den 23. Oktober 2024

Emmanuel Bocquillion, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15. Mai 2025 festgestellt.

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