ThoughtWorks Deutschland GmbH

Caffamacherreihe 7, 20355 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 115336
Eingetragen
29.9.2010
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Technologie, insbesondere die Beratung im Bereich der Informationstechnologie, die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der kundenspezifischen Softwareentwicklung, die Softwareproduktentwicklung und -lizenzierung sowie weitere technologiebezogene Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karo Gottschald
seit 4.3.2026
Prokura
Mayur Wadhwa
seit 4.3.2026
Prokura
Filip Huysecom
seit 4.3.2026
Geschäftsführer
Mirko Eichhorn
seit 4.3.2026
Geschäftsführer
Kaushik Sarkar
seit 4.3.2026
Prokura
Alexandra Feschuk
seit 11.7.2019
Prokura
Jonas Feschuk
seit 14.8.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ThoughtWorks International, LLCUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ThoughtWorks International, LLC
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ThoughtWorks Deutschland GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

ThoughtWorks ist ein globales Technologieberatungsunternehmen, das Strategie, Design und Software-Engineering integriert, um Unternehmen auf der ganzen Welt in die Lage zu versetzen, als moderne digitale Unternehmen erfolgreich zu sein. ThoughtWorks hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunden, Mitarbeitern, Partnern und den Gemeinschaften, für die wir arbeiten, durch unsere Kultur und technologische Exzellenz außergewöhnliche Vorteile zu bieten.

Angesichts der fortschreitenden digitalen Disruption fehlt es vielen Unternehmen an den notwendigen Fähigkeiten und Talenten, um mit dem immer schneller werdenden technologischen Wandel Schritt zu halten. ThoughtWorks ist seit 30 Jahren Vordenker im Bereich der technologischen Innovation. Wir setzen unsere Erfahrung ein, um die Fähigkeit unserer Kunden zu verbessern, im digitalen Zeitalter erfolgreich zu sein.

Wir sind ein weltweit diversifiziertes Unternehmen, das Kunden in allen wichtigen Branchen und Regionen hat. Unser globales, verteiltes und agiles Liefermodell arbeitet dort, wo unsere Kunden sind, mit über 10.500 Mitarbeitern in 19 Ländern auf fünf Kontinenten, darunter Nordamerika, Südamerika, Europa, Asien und Australien. Darüber hinaus ermöglicht es uns unsere einzigartige, diverse und stärkende Kultur sowie unser Ruf für technologische Exzellenz und Thought Leadership die besten Talente der Branche anzuziehen und zu halten. Aus diesem Grund vertrauen unsere Kunden ThoughtWorks als ihrem Premium-Partner für die digitale Transformation.

ThoughtWorks bietet erstklassige, durchgängige digitale Strategie-, Design- und Engineering-Dienstleistungen. Wir verbinden die Strategie mit der Umsetzung und nutzen funktionsübergreifende Teams, um unseren Kunden in großem Umfang Mehrwert zu bieten. Unsere fünf globalen Service Lines bieten spezialisierte.

Fähigkeiten und Thought Leadership, um die digitale Transformation voranzutreiben:

· Enterprise Modernization, Platforms & Cloud
· Customer Experience, Product & Design · Data & Artificial Intelligence ("AI")
· Digital Transformation & Operations · Digital Application Management and Operations Service

Die ThoughtWorks Deutschland GmbH hat als Tochtergesellschaft der Thought- Works International LLC, Chicago, USA, ihren Hauptsitz in Hamburg und unterhält weitere Büros in Köln, Berlin, München und Stuttgart.

II. Ziele und Strategien

Seit unserer Gründung waren wir Pioniere bei Technologien, die heute die Grundlage moderner digitaler Unternehmen bilden, wie z. B. agiler Softwareentwicklung, kontinuierlicher Delivery, Microservices, evolutionärer Architektur und Data Mesh. Wir haben uns als Vordenker etabliert und treiben mit unseren Innovationen digitale Trends kontinuierlich voran. Wir sind davon überzeugt, dass unser Ansatz es uns ermöglicht, die Innovationen zu liefern, die für unsere Kunden einen Mehrwert darstellen, bevor neue Technologien die Massenanwendung erreichen.

Wir werden uns weiterhin als führendes globales Technologieberatungsunternehmen profilieren, das digitale Innovationen vorantreibt, indem wir die folgenden zentralen Wachstumsstrategien nutzen:

· Vertiefung unserer Beziehungen zu bestehenden Kunden
· Aufbau neuer Kundenbeziehungen.
· Entwicklung neuer technischer Fähigkeiten und Kundenlösungen
· Entwicklung und Ausbau unserer strategischen Partnerschaften
· Strategische, gezielte Akquisitionen durchführen · Gezielte geografische Expansion

Seit der Gründung ist die Revolutionierung der Technologiebranche ein zentraler Bestandteil der Mission von Thoughtworks. Unser Antrieb ist der Wunsch, durch unsere Kultur und technologische Exzellenz einen außergewöhnlichen Einfluss auf die Welt zu haben. Unsere Mitarbeiter leben unsere Werte Integrität, Exzellenz, Global-First, Kultivierung, Neugierde, Autonomie, Inklusivität und Mut. Unser Ziel ist es, ein großartiger Partner für unsere Kunden und ihre Ziele zu sein.

Wir legen in unserem Handeln großen Wert auf Ehrlichkeit und Transparenz und lehnen Diskriminierung und Ungleichheit ausdrücklich ab. Mit unserem Code of Conduct haben wir einen Verhaltenskodex geschaffen, der unsere Werte wider- spiegelt und den Umgang miteinander beschreibt.

III. Innovation und Flexibilität

Wir verwenden ein verteiltes, agiles Delivery-Modell, das eine breite Basis an hochqualifizierten, vielseitig qualifizierten globalen Technologietalenten nutzt. Unsere Fachleute arbeiten nahtlos mit den Kunden zusammen, sowohl dort, wo sie ansässig sind, als auch im Nearshore-/Offshore-Bereich. Unsere lokale Präsenz ermöglicht es uns, eine tiefe Vertrautheit mit dem Kunden zu entwickeln und Marktkontext und -wissen zu integrieren. Die Kombination unserer lokalen Präsenz mit unseren Nearshore-/Offshore-Fähigkeiten ermöglicht es uns, schnell und in großem Umfang Innovationen zu entwickeln.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Im Jahr 2023 verzeichneten verschiedene Wirtschaftsbereiche unterschiedliche Entwicklungen in Bezug auf die Bruttowertschöpfung. Das Produzierende Gewerbe, insbesondere der Bereich Energieversorgung und energieintensive Industriezweige, verzeichnete einen deutlichen Rückgang. Im Dienstleistungssektor konnten die meisten Bereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten, jedoch mit einem insgesamt schwächeren Anstieg als in den Vorjahren. Insbesondere der Bereich Information und Kommunikation verzeichnete ein signifikantes Wachstum (2,6 %).

Im Jahr 2023 zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt weiterhin robust. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erreichte mit 45,9 Millionen einen Rekordstand, was einem Anstieg von 0,7 % oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 15. Januar 2024, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres- semitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html).

Die Inflationsrate in Deutschland im Jahr 2023 stieg im Jahresdurchschnitt um 5,9 %, was jedoch im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang darstellt (6,9 %). Trotz des Rückgangs blieb die Inflationsrate damit weiterhin auf einem hohen Niveau von knapp 6 %. Zum Jahresende verstärkte sich die Inflationsrate im Dezember 2023 auf 3,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat, nachdem sie in den vorangegangenen Monaten rückläufig war (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 16. Januar 2024, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres- semitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html).

Die Prognose für das Jahr 2024 zeigt Anzeichen einer möglichen konjunkturellen Erholung der deutschen Wirtschaft. Die Frühjahrsprojektion der Bundesregierung deutet darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Lage allmählich verbessern wird, unterstützt durch niedrigere Inflationsraten, geldpolitische Lockerungen und steigende Einkommen. Es wird erwartet, dass sich die Auftriebskräfte seit Jahresbeginn verstärken, was zu einem leichten Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,3 % führen könnte. Wesentliche Impulse werden vom privaten Verbrauch und der Exportwirtschaft erwartet, während strukturelle Herausforderungen des Standorts weiterhin angegangen werden müssen, um langfristiges Wachstum zu sichern (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Pressmitteilung, 24. April 2024, https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2024/04/20240424-fruehjahrsprojektion- 2024.html).

2. Branchenentwicklung

Die veröffentlichten Zahlen zum Umsatz der deutschen Informationstechnik- branche (IT-Branche) liegen im Jahr 2023 über dem Niveau des Vorjahres. Laut dem Branchenverband Bitkom e.V. hat sich der Umsatz in der deutschen IT-Branche von Mrd. Euro 139,8 in 2022 auf Mrd. Euro 142,9 erhöht. Dies entspricht einem Zuwachs von rd. 2,2 %. Während die Bereiche IT-Services und Software einen Zuwachs von rd. 5,1 % bzw. 9,6 % erreichten, gab es im Bereich der IT- Hardware einen Rückgang von 5,4 %. Der Umsatz mit IT-Hardware wird zunehmend durch den Bereich Infrastructure-as-Service, also angemietete Server-, Netzwerk- und Speicherkapazitäten, beeinflusst. Zwar ist der bisherige Umsatz in diesem Bereich gering, jedoch ist für 2024 mit einer Wachstumsrate von rd. 25 % bzw. einem Anstieg auf rd. Mrd. EUR 5,8 zu rechnen. Der Umsatz mit klassischer Hardware hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas erholt und normalisiert sich nach den starken Anstiegen in den Jahren 2020 und 2021 auf Vor-Krisen- Niveau. Der Umsatz mit Software wuchs im Jahre 2023 um 9,6 % und somit auf ein Volumen von Mrd. EUR 41,5. Insbesondere die Geschäfte mit Plattformen für Künstliche Intelligenz sind in diesem Segment die Wachstumstreiber. In diesem Bereich konnte ein Wachstum von 40,8 % zum Vorjahr verzeichnet werden. Das Segment IT-Services, wozu unter anderem auch die IT-Beratung gehört, ist mit einem Umsatz Mrd. Euro 49,4 (Vorjahr: Mrd. Euro 47,0) und einem Anteil von rd. 35 % weiterhin das größte Segment in der deutschen IT-Branche. Das anhaltende Wachstum wird durch die steigende Nachfrage nach Dienstleistungen mit Cloud- Bezug geprägt (Bitkom, Januar 2024, https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt).

Der Marktanteil der deutschen ITK-Branche (Informations- und Kommunikationstechnologie) am weltweiten Markt ist leicht rückläufig. Trotz des Zuwachses im Jahr 2023 ist der Anteil mit nur rd. 4,0 % gering und spielt daher im internationalen Vergleich weiterhin eine eher untergeordnete Rolle. Der Weltmarkt wird weiterhin durch die USA mit einem Anteil von 38,0 % dominiert. Der Umsatz im weltweiten ITK-Markt wird nach Prognosen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens IDC im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um rd. 5,6 % auf schätzungsweise 4,91 Billionen Euro steigen. Beim prognostizierten Umsatzwachstum für das Jahr 2024 hat Indien mit einer Wachstumsrate von 7,9 % China als Wachstumsspitzenreiter abgelöst (Bitkom, EITO, IDC, Januar 2024, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche- von-Krisen-unbeeindruckt).

Die Anzahl der Erwerbstätigen in der IT-Branche ist Ende 2023 durch die anhal- tend hohe Nachfrage nach Branchenexperten um rd. 33.500 auf ein neues Rekordhoch von rd. 1,177 Mio. Erwerbstätigen gestiegen. Für das kommende Jahr 2024 werden nach Angaben des Branchenverbandes voraussichtlich bis zu 30.000 zusätzliche Jobs geschaffen (Bitkom, Januar 2024, https://www.bitkom.org/Themen/Marktdaten/ITK-Konjunktur/Anzahl-ITK-Unter- nehmen).

II. Geschäftsverlauf

1. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Wachstumstrend der letzten Jahre weiter fort- gesetzt. Die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.843 auf TEUR 126.325. Durch die Erhöhung der Umsatzerlöse steigerte sich das Brutto- ergebnis vom Umsatz von TEUR 60.321 in 2022 auf TEUR 79.980 in 2023. Dies entspricht einem Anstieg von rd. 32,6 %. Der Anstieg des Bruttoergebnisses ist auf den Rückgang der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse er- brachten Leistungen zurückzuführen im Zusammenhang mit Sondereffekten aus aktienbasierten Vergütungen im Vorjahr (-23,0 %).

2. Ergebnisentwicklung

Die ThoughtWorks Deutschland GmbH erzielte im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 5.739 nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr von TEUR 11.725. Die allgemeinen Verwaltungskosten (im Wesentlichen gruppeninterne Kosten für Managementleistungen, das Outsourcing von Unternehmens- prozessen, Personalaufwendungen sowie Mietaufwendungen) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 0,6 % auf TEUR 73.991 erhöht. Die Veränderung ist auf den allgemeinen Anstieg der Kosten durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowie auf erhöhte Personalaufwendungen zurückzuführen. Die Verwal- tungskostenquote hat sich in diesem Zuge von rd. 121,9 % auf 92,5 % bezogen auf das Bruttoergebnis vom Umsatz verbessert. Während die Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr nur leicht anstiegen, konnte das Bruttoergebnis vom Umsatz um rd. TEUR 19.659 oder 32,6 % gesteigert werden.

3. Personal

Der Personalbestand der ThoughtWorks Deutschland GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahreswert von durchschnittlich 520 auf durchschnittlich 549 Mitarbeiter gestiegen. Zum Ende des Jahres 2023 waren 534 Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalkosten verminderten sich im Vorjahresvergleich von TEUR 59.798 auf TEUR 55.730 (rd. 6,8 %). Der Rückgang resultiert aus Sondereffekte aufgrund eines aktienbasierten Vergütungsmodells in der ThoughtWorks- Gruppe.

III. Lage

1. Ertragslage

Die Ertragslage ist durch ein um TEUR 19.659 gestiegenes Bruttoergebnis vom Umsatz und den Rückgang der Herstellungskosten gekennzeichnet. Die allgemeinen Verwaltungskosten liegen mit TEUR 73.991 auf Vorjahresniveau. Das Um- satzwachstum resultiert aus der Ausweitung der Geschäftstätigkeit und bestätigt die gute Marktposition in der digitalen Transformation und die langfristigen Wachstumsaussichten.

Aufgrund des Rückgangs der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen um TEUR 13.816 auf TEUR 46.344 liegt die Marge des Bruttoergebnisses vom Umsatz mit rd. 63,3 % über dem Vorjahresniveau (Vorjahr rd. 50,1 %). Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen von TEUR 73.520 auf TEUR 73.991. Neben dem Anstieg der gruppeninternen Kosten für Managementleistungen tragen die erhöhten Mietaufwendungen zu dieser Entwicklung bei.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht und enthalten neben den Erträgen aus der Währungsumrechnung durch die Wertentwicklung des EURO (TEUR 557) sonstige Erlöse (TEUR 6).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen sowie aus dem Abgang von Sachanlagevermögen. Im Vorjahr enthielt diese Position Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 145.

Das Zinsergebnis ist positiv und hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Ausgabe eines Darlehens an eine Schwestergesellschaft auf TEUR 34 verbessert (Vorjahr: TEUR 2).

Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von TEUR 823 (Vorjahr: TEUR -1.582) ein Jahresüberschuss von TEUR 5.739 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag: TEUR 11.725).

2. Finanzlage

a. Vermögens- und Finanzlage

Wesentliche Bilanzposten
31.12.2023
31.12.2022
Veränderung


TEUR
TEUR
TEUR
%
Aktiva




Anlagevermögen
3.061
3.415
-354
-10,4
kurzfristige Vermögensgegenstände
45.239
36.603
8.636
23,6
liquide Mittel
10.287
9.737
550
5,6
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0
3.611
-3.611
-100
Passiva




Eigenkapital
2.129
0
2.129

Rückstellungen
1.569
4.715
-3.146
-66,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
50.797
43.996
6.801
15,5
kurzfristige Verbindlichkeiten
4.092
4.655
-563
-12,1
Bilanzsumme
58.587
53.366
5.221
9,8

Das bilanzielle Eigenkapital der ThoughtWorks Deutschland GmbH beläuft sich zum Bilanzstichtag 2023 auf TEUR 2.129. Der im Vorjahr ausgewiesene "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von TEUR -3.611 wurde durch das positive Jahresergebnis 2023 kompensiert. Die Gesellschaft ist damit nicht mehr bilanziell überschuldet.

Bei einem Anstieg der Bilanzsumme um TEUR 5.221 auf TEUR 58.587 ist die Bilanzstruktur im Bereich der Aktiva durch den Anstieg der kurzfristigen Vermögensgegenstände um TEUR 8.636 geprägt. Die wesentliche Veränderung resultiert aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Zusammenhang mit der Ausgabe eines Darlehens an eine Schwestergesellschaft über insgesamt TEUR 4.850. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung zum weitaus überwiegenden Teil ausgeglichen waren, machen mit rd. 55,7 % den Großteil der Bilanzsumme aus. Das Anlagevermögen verminderte sich um TEUR 354, da die Abschreibungen die Investitionen des Geschäftsjahres übersteigen.

Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen um TEUR 6.801 erhöht. Der Anstieg ergibt sich überwiegend aus der Weiterberechnung von gruppeninternen Kosten. Der Rückgang bei den Rückstellungen von TEUR 4.715 auf TEUR 1.569 erklärt sich durch den Verbrauch der Steuerrückstellungen sowie aus der Veränderung bei den Personalrückstellungen. Dabei haben sich insbesondere die Rückstellungen für variable Vergütungen sowie für Resturlaub gemindert. Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die ausstehenden Steuerzahlungen für Vorjahre.

b. Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen bewegten sich im Jahr 2023 mit TEUR 420 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.564). Die Investitionen betrafen überwiegend die Ausstattung der neu bezogenen Büroräume am Standort Berlin sowie EDV-Hardware für die neuen Mitarbeiter und Ersatzbeschaffungen.

c. Liquidität

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Berichtsjahr verändert haben. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum TEUR 939 (Vorjahr: TEUR 6.180). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -420 (Vorjahr: TEUR -1.554), während der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 2) betrug. Insgesamt betrug der Cashflow TEUR 552 (Vorjahr TEUR 4.629). Die Finanzmit- telfonds des Unternehmens haben sich somit von TEUR 9.737 auf TEUR 10.287 gesteigert.

Die Liquidität war in jedem Zeitpunkt des Jahres in ausreichendem Maße gegeben.

C. Prognose-, Chancen-, und Risikobericht

I. Prognosebericht

Nach dem Anstieg in 2023 werden gemäß den Angaben des Branchenverbandes Bitkom e.V. der deutschen IT-Branche für das Jahr 2024 Umsätze in Höhe von knapp Mrd. Euro 151,5 prognostiziert (+6,1 %). Als wachstumsstärkstes Segment zeigt sich der Bereich Software, bedingt durch die steigende Nachfrage nach Cloud-Lösungen und Plattformen für Künstliche Intelligenz, mit einem prognostizierten Anstieg von rd. 9,4 %. Das prognostizierte Wachstum im Segment der IT-Hardware (inkl. Halbleiter) liegt bei rd. 4,6 %. Das Segment der IT-Dienstleistungen, in das etwa das Projektgeschäft und die IT-Beratung fallen, soll seinen Wachstumstrend der letzten Jahre fortsetzen und ein Plus von rd. 4,8 % mit einem Marktvolumen von rd. Mrd. Euro 51,7 erreichen. Das gesamte Marktvolumen  in  der  deutschen  IT-Branche  über  alle  Segmente  wird  auf rd. Mrd. Euro 151,5 prognostiziert (Bitkom, Januar 2024, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen- unbeeindruckt, https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland (Stand März 2024).

Die Stimmung in der Gesamtwirtschaft hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2023 verschlechtert. Die negative Entwicklung zeigt sich insbesondere im Handel und Bauhauptgewerbe, bedingt durch pessimistischere Erwartungen der Unter- nehmen in Folge der Unsicherheiten bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung. Die Unsicherheit über die weitere Geschäftsentwicklung spiegelt sich bei den Geschäftserwartungen wider, die im August 2023 mit 82,7 Punkten ihren Tiefstand erreichten. Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel gleichzeitig auf 85,8 Punkte zurück. Zu Beginn des Jahres 2023 lag der ifo-Geschäftsklimaindex noch bei 88,9 Punkten. Zum Ende des Jahres 2023 hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft marginal aufgehellt. Dies zeigt sich in einem Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex im Dezember 2023 auf 86,4 Punkten (Ifo-Institut, Dezember 2023, https://www.ifo.de/fakten/2023-12-18/ifo-geschaeftsklimaindex-gefallen- dezember-2023).

Auch der branchenspezifische Bitkom-ifo-Digitalindex, welcher die aktuelle Ge- schäftslage und die Geschäftserwartungen in der deutschen Digitalbranche abbildet, zeigt im Jahresverlauf 2023 eine etwas eingetrübte Geschäftslage. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegte sich die ITK-Branche allerdings weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau. Während der ifo-Index der Gesamtwirtschaft im Dezember 2023 noch einmal auf minus 11,2 zurückging, konnte der Bitkom-ifo-Digitalindex zulegen. Der Optimismus in der Digitalbranche setzte sich im ersten Quartal 2024 weiter fort (Bitkom, April 2024, https://www.bitkom.org/Themen/Bitkom-ifo-Digitalindex-Archiv).

Die Planungen zum Geschäftsjahr 2023 (Umsatzsteigerung von rd. 5-10 % und Jahresüberschuss) konnten bei einem Anstieg der Umsatzerlöse von rd. 5 % und einem Jahresüberschuss von rd. TEUR 5.739 grds. erreicht werden.

Basierend auf unserer aktuellen Auftragslage und der hohen Nachfrage nach Leistungen zur Digitalisierung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz auf Vorjahresniveau und einen Jahresüberschuss. Für das kommende Jahr 2025 wird ebenfalls mit einem positiven Jahresergebnis geplant.

II. Risikobericht

Wir sind in einem globalen, dynamischen und sich schnell entwickelnden Markt tätig und stehen daher im Wettbewerb mit einer Vielzahl von Organisationen und Dienstleistern, sowohl weltweit als auch lokal. Dazu gehören Software-Engineering-Spezialisten, große globale Beratungsunternehmen, strategische Beratungsunternehmen, traditionelle IT-Dienstleister und die internen Entwicklungs- teams unserer Kunden.

Wir sind davon überzeugt, dass wir uns durch unsere Vordenkerrolle, unsere herausragenden Fähigkeiten im Bereich des modernen Software-Engineerings, unsere End-to-End-Lösungen, die wir unseren Kunden schnell und in großem Umfang liefern können, unser differenziertes globales Liefermodell und unsere einzigartige Unternehmenskultur, in der Vielfalt und Integration im Mittelpunkt stehen, nachhaltig von unseren Mitbewerbern abheben.

Die globalen makroökonomischen Bedingungen haben sich auf uns und die Geschäfte unserer Kunden ausgewirkt und können dies auch weiterhin tun. Volatile wirtschaftliche Bedingungen, einschließlich einer möglichen Rezession, können das Vertrauen der Unternehmen in den Märkten, in denen wir tätig sind, weiterhin untergraben. Wir haben festgestellt, dass Kunden ihre Ausgaben für neue Initiativen und Technologien reduzieren oder aufschieben, und dies könnte auch weiterhin der Fall sein. Darüber hinaus haben Kunden ihre Ausgaben im Rahmen bestehender Verträge mit uns reduziert, verschoben oder gestrichen, was sich negativ auf unser Geschäft auswirkt, und dies kann auch in Zukunft Effekte zeigen. In allen Ländern, in denen wir tätig sind, kann die Lohninflation, sei es durch den Wettbewerb um Talente, makroökonomischen Druck oder normale Gehaltserhöhungen, auch unsere Kosten für die Erbringung von Dienstleistungen erhöhen und unsere Rentabilität verringern, wenn wir nicht in der Lage sind, diese Kosten an unsere Kunden weiterzugeben oder Premiumpreise zu verlangen, wenn die Marktnachfrage dies rechtfertigt. Wenn wir mit der Lohninflation in den Märkten, in denen wir tätig sind, nicht Schritt halten, könnte unsere Fähigkeit, Talente anzuziehen und zu halten, beeinträchtigt werden.

Wir sind in den letzten Jahren schnell gewachsen und haben unser Geschäft erheblich ausgeweitet. Unser Wachstum resultiert zum Teil aus der Entwicklung innovativer Lösungen für unsere Kunden, die an der Spitze der neuen Technologien stehen. Dies erfordert jedoch, dass wir beträchtliche Summen in Humankapital und die Infrastruktur zur Unterstützung unseres Wachstums, einschließlich Schulung, Verwaltung und Facilities, investieren. Unsere Wachstumsstrategie stellt erhebliche Anforderungen an unser Management und unsere administrative, operative und finanzielle Infrastruktur, und schafft Herausforderungen.

III. Chancenbericht

Da die Unternehmen mit der immer schneller werdenden technologischen Entwicklung nicht Schritt halten können, müssen sie sich auf Dienstleister verlassen, um die digitale Transformation voranzutreiben, was eine enorme Marktchance darstellt. Laut IDC werden die weltweiten Ausgaben für die digitale Transformation im Jahr 2027 voraussichtlich 3,9 Billionen US-Dollar erreichen (IDC, November 2023, https://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=prUS51352323).

Wir glauben, dass das Wertangebot von ThoughtWorks nachhaltig und schwer zu replizieren ist. Die Kernelemente bilden einen positiven Kreislauf: Kunden ver- trauen uns ihre komplexesten und geschäftskritischsten Projekte an; diese Erfahrungen ermöglichen es uns, Spitzentechnologien zu erforschen und unsere Vordenkerrolle auszubauen. Dies versetzt uns in die Lage, kontinuierlich die weltweit besten Talente anzuwerben, zu entwickeln und zu halten, was uns in die Lage versetzt, die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen und zu übertreffen. Wir stehen an der Spitze der aufeinanderfolgenden Wellen des technologischen Wandels und können wichtige Trends frühzeitig erkennen.

D. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzmitteln

Zu den Finanzierungsinstrumenten zählen Forderungen und bestehende Bank- guthaben. Ziel des Risikomanagements ist es, die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art zu gewährleisten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein Mahnwesen.

 

Hamburg, 15. Juli 2024

ThoughtWorks Deutschland GmbH

Mayur Wadhwa
(Geschäftsführer)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.061.025,51 3.414.532,42
I. Sachanlagen 3.061.025,51 3.414.532,42
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.888.898,31 3.333.124,31
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 172.127,20 81.408,11
B. Umlaufvermögen 55.391.464,94 46.020.757,76
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 45.104.337,17 36.283.315,21
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.638.853,98 29.429.744,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.108.702,97 2.762.221,23
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.356.780,22 4.091.349,85
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.287.127,77 9.737.442,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 134.417,16 319.559,45
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   3.610.647,01
Aktiva 58.586.907,61 53.365.496,64

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.128.562,85 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag 3.635.647,01 -8.088.924,20
III. Jahresüberschuss 5.739.209,86 -11.724.571,21
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag   3.610.647,01
B. Rückstellungen 1.568.860,33 4.715.122,00
1. Steuerrückstellungen 194.331,00 2.529.680,75
2. sonstige Rückstellungen 1.374.529,33 2.185.441,25
C. Verbindlichkeiten 54.889.484,43 48.650.374,64
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 393.536,58 831.996,79
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.597,85 260.143,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 50.796.988,97 43.995.701,49
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.646.361,03 3.562.532,76
davon aus Steuern 3.098.751,49 3.474.457,85
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 1.447,19
Passiva 58.586.907,61 53.365.496,64

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 126.324.638,83 120.481.155,61
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 46.344.378,99 60.160.143,38
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 79.980.259,84 60.321.012,23
4. allgemeine Verwaltungskosten 73.991.374,13 73.519.905,67
5. sonstige betriebliche Erträge 562.980,79 37.144,98
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 556.935,45 26.851,98
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 23.613,00 147.798,41
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung   144.998,12
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82.762,81 3.164,25
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49.218,94 687,88
davon an verbundene Unternehmen 33.477,69  
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 822.587,51 -1.582.499,29
10. Ergebnis nach Steuern 5.739.209,86 -11.724.571,21
11. Jahresüberschuss 5.739.209,86 -11.724.571,21

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen


Die ThoughtWorks Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 115336 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses


Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der ThoughtWorks Deutschland GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich nutzungsbedingter, planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Abschreibungen erfolgen linear.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, wurden analog zu § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben (Geringwertige Wirtschaftsgüter). Eine Korrektur für handelsbilanzielle Zwe- cke erfolgte nicht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Kurzfristige Forderungen in ausländischer Währung werden bei Entstehung mit dem Tageskurs und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenzkurs) bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Berech- nung wurde ein Steuersatz von 30,8% zugrunde gelegt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden bei Entstehung mit dem Tageskurs und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenzkurs) bewertet.

IV. Angaben zur Bilanz


Hinsichtlich der Entwicklung des Sachanlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 8.109 (Vorjahr: TEUR 2.762) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.259 (Vorjahr: TEUR 1.862) und Darlehensforderungen gegenüber einer Schwestergesellschaft in Höhe von TEUR 4.850 (Vorjahr: TEUR 900).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Mietkautionen in Höhe von TEUR 788 (Vorjahr: TEUR 788), die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen.

Die Gesellschaft verfügt über ein Stammkapital von TEUR 25. Die Stammeinlage ist vollständig in bar eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:


31.12.2023
31.12.2022

TEUR
TEUR
Urlaubs- und Arbeitszeitguthabenrückstellung
602
976
Ausstehende Rechnungen
190
89
Personalaufwendungen
315
800
Rückstellungen für Beiträge und Betriebsprüfung
126
192
Jahresabschluss, Prüfung, Offenlegung
127
113
Rückstellung für Aufbewahrung
15
15

1.375
2.185

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 50.797  (Vorjahr:  TEUR 43.996),  davon  bestehen  TEUR 49.726  (Vorjahr: TEUR 43.996) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und TEUR 1.071 (Vorjahr: TEUR 0) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 19.915 (Vorjahr: TEUR 27.371) gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren in Höhe von TEUR 19.915 (Vorjahr: TEUR 27.371) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:


Summe
Bis zu 1 Jahr
Über 1 Jahr
Davon mehr als 5 Jahre
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Erhaltene Anzahlungen
394
394
0
0
(Vorjahr)
(832)
(832)
(0)
(0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
53
53
0
0
(Vorjahr)
(260)
(260)
(0)
(0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
50.797
50.797
0
0
(Vorjahr)
(43.996)
(43.996)
(0)
(0)
Sonstige Verbindlichkeiten
3.646
3.646
0
0
(Vorjahr)
(3.562)
(3.562)
(0)
(0)
Gesamt:
54.890
54.890
0
0
Vorjahr:
48.650
48.650
0
0

V. Angaben zur Bilanz und zu Gewinn- und Verlustrechnung


Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 126.325 verteilen sich nach geographischen Märkten wie folgt (Zahlenangaben in TEUR):


TEUR
Inland
112.324
Ausland
14.001
Gesamt
126.325

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 27).
Der Materialaufwand des Geschäftsjahrs gliedert sich wie folgt (§ 275 II Nr. 5 HGB):


2023
2023

EUR
EUR
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-


stoffe und für bezogene Waren
0,00
0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
1.223.607,37
879.168,46



Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs gliedert sich wie folgt (§ 275 II Nr. 6 HGB):


2023
2023

EUR
EUR
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
0,00
0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
1.223.607,37
879.168,46

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 145).

VI. Sonstige Angaben


Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 7.771 (TEUR 2.513 p. a.).

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 549 Arbeitnehmer (nur Angestellte).

Alleinvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Mayur Wadhwa, Berlin.

Die ThoughtWorks Deutschland GmbH macht von dem Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge.

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB der ThoughtWorks International LLC., Chicago, USA, welche ein Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB der ThoughtWorks International Inc., Chicago, USA, ist. Über diese wird sie in den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen der ThoughtWorks-Gruppe einbezogen. Die Veröffentlichung erfolgt in den USA.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 98 erfasst. Die Aufwendungen entfallen in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023


Anschaffungs- und Herstellungskosten

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Sachanlagen





1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
6.229.568,59
329.523,21
108.947,34
0,00
6.450.144,46
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
81.408,11
90.719,09
0,00
0,00
172.127,20

6.310.976,70
420.242,30
108.947,34
0,00
6.622.271,66

kumulierte Abschreibung

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
Sachanlagen




1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.896.444,28
772.535,21
107.733,34
3.561.246,15
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00

2.896.444,28
772.535,21
107.733,34
3.561.246,15

Buchwerte

31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
Sachanlagen


1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.888.898,31
3.333.124,31
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
172.127,20
81.408,11

3.061.025,51
3.414.532,42

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hamburg, den 15. Juli 2024

gez. Mayur Wadhwa

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 06.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die ThoughtWorks Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ThoughtWorks Deutschland GmbH, Hamburg bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ThoughtWorks Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlus- ses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlus- ses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verant- wortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür ver- antwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter ver- antwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausrei- chende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risi- ken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsver- merk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebe- richt beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlus- ses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus


· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhän genden Angaben;

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum un- seres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 9. August 2024

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