ThoughtWorks Deutschland GmbH
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. Grundlagen des Unternehmens
I. Geschäftsmodell des Unternehmens
ThoughtWorks ist ein globales
Technologieberatungsunternehmen, das Strategie, Design und
Software-Engineering integriert, um Unternehmen auf der
ganzen Welt in die Lage zu versetzen, als moderne digitale
Unternehmen erfolgreich zu sein. ThoughtWorks hat es sich
zur Aufgabe gemacht, Kunden, Mitarbeitern, Partnern und den
Gemeinschaften, für die wir arbeiten, durch unsere
Kultur und technologische Exzellenz
außergewöhnliche Vorteile zu bieten.
Angesichts der fortschreitenden digitalen Disruption
fehlt es vielen Unternehmen an den notwendigen
Fähigkeiten und Talenten, um mit dem immer schneller
werdenden technologischen Wandel Schritt zu halten.
ThoughtWorks ist seit 30 Jahren Vordenker im Bereich der
technologischen Innovation. Wir setzen unsere Erfahrung
ein, um die Fähigkeit unserer Kunden zu verbessern, im
digitalen Zeitalter erfolgreich zu sein.
Wir sind ein weltweit diversifiziertes Unternehmen,
das Kunden in allen wichtigen Branchen und Regionen hat.
Unser globales, verteiltes und agiles Liefermodell arbeitet
dort, wo unsere Kunden sind, mit über 10.500
Mitarbeitern in 19 Ländern auf fünf Kontinenten,
darunter Nordamerika, Südamerika, Europa, Asien und
Australien. Darüber hinaus ermöglicht es uns
unsere einzigartige, diverse und stärkende Kultur
sowie unser Ruf für technologische Exzellenz und
Thought Leadership die besten Talente der Branche
anzuziehen und zu halten. Aus diesem Grund vertrauen unsere
Kunden ThoughtWorks als ihrem Premium-Partner für die
digitale Transformation.
ThoughtWorks bietet erstklassige, durchgängige
digitale Strategie-, Design- und
Engineering-Dienstleistungen. Wir verbinden die Strategie
mit der Umsetzung und nutzen funktionsübergreifende
Teams, um unseren Kunden in großem Umfang Mehrwert zu
bieten. Unsere fünf globalen Service Lines bieten
spezialisierte.
Fähigkeiten und Thought Leadership, um die
digitale Transformation voranzutreiben:
· Enterprise Modernization, Platforms
& Cloud
· Customer Experience, Product &
Design · Data & Artificial Intelligence
("AI")
· Digital Transformation & Operations
· Digital Application Management and Operations
Service
Die ThoughtWorks Deutschland GmbH hat als
Tochtergesellschaft der Thought- Works International LLC,
Chicago, USA, ihren Hauptsitz in Hamburg und unterhält
weitere Büros in Köln, Berlin, München und
Stuttgart.
II. Ziele und Strategien
Seit unserer Gründung waren wir Pioniere bei
Technologien, die heute die Grundlage moderner digitaler
Unternehmen bilden, wie z. B. agiler Softwareentwicklung,
kontinuierlicher Delivery, Microservices,
evolutionärer Architektur und Data Mesh. Wir haben uns
als Vordenker etabliert und treiben mit unseren
Innovationen digitale Trends kontinuierlich voran. Wir sind
davon überzeugt, dass unser Ansatz es uns
ermöglicht, die Innovationen zu liefern, die für
unsere Kunden einen Mehrwert darstellen, bevor neue
Technologien die Massenanwendung erreichen.
Wir werden uns weiterhin als führendes globales
Technologieberatungsunternehmen profilieren, das digitale
Innovationen vorantreibt, indem wir die folgenden zentralen
Wachstumsstrategien nutzen:
· Vertiefung unserer Beziehungen zu
bestehenden Kunden
· Aufbau neuer Kundenbeziehungen.
· Entwicklung neuer technischer
Fähigkeiten und Kundenlösungen
· Entwicklung und Ausbau unserer
strategischen Partnerschaften
· Strategische, gezielte Akquisitionen
durchführen · Gezielte geografische
Expansion
Seit der Gründung ist die Revolutionierung der
Technologiebranche ein zentraler Bestandteil der Mission
von Thoughtworks. Unser Antrieb ist der Wunsch, durch
unsere Kultur und technologische Exzellenz einen
außergewöhnlichen Einfluss auf die Welt zu
haben. Unsere Mitarbeiter leben unsere Werte
Integrität, Exzellenz, Global-First, Kultivierung,
Neugierde, Autonomie, Inklusivität und Mut. Unser Ziel
ist es, ein großartiger Partner für unsere
Kunden und ihre Ziele zu sein.
Wir legen in unserem Handeln großen Wert auf
Ehrlichkeit und Transparenz und lehnen Diskriminierung und
Ungleichheit ausdrücklich ab. Mit unserem Code of
Conduct haben wir einen Verhaltenskodex geschaffen, der
unsere Werte wider- spiegelt und den Umgang miteinander
beschreibt.
III. Innovation und Flexibilität
Wir verwenden ein verteiltes, agiles Delivery-Modell,
das eine breite Basis an hochqualifizierten, vielseitig
qualifizierten globalen Technologietalenten nutzt. Unsere
Fachleute arbeiten nahtlos mit den Kunden zusammen, sowohl
dort, wo sie ansässig sind, als auch im
Nearshore-/Offshore-Bereich. Unsere lokale Präsenz
ermöglicht es uns, eine tiefe Vertrautheit mit dem
Kunden zu entwickeln und Marktkontext und -wissen zu
integrieren. Die Kombination unserer lokalen Präsenz
mit unseren Nearshore-/Offshore-Fähigkeiten
ermöglicht es uns, schnell und in großem Umfang
Innovationen zu entwickeln.
B. Wirtschaftsbericht
I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Nach ersten Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Jahr 2023 um 0,3
% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der
Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im
Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins
Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge
nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen
dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige
Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine
geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte
sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen
Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im
Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie,
war das BIP 2023 um 0,7 % höher.
Im Jahr 2023 verzeichneten verschiedene
Wirtschaftsbereiche unterschiedliche Entwicklungen in Bezug
auf die Bruttowertschöpfung. Das Produzierende
Gewerbe, insbesondere der Bereich Energieversorgung und
energieintensive Industriezweige, verzeichnete einen
deutlichen Rückgang. Im Dienstleistungssektor konnten
die meisten Bereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten
ausweiten, jedoch mit einem insgesamt schwächeren
Anstieg als in den Vorjahren. Insbesondere der Bereich
Information und Kommunikation verzeichnete ein
signifikantes Wachstum (2,6 %).
Im Jahr 2023 zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt
weiterhin robust. Die Zahl der Erwerbstätigen mit
Arbeitsort in Deutschland erreichte mit 45,9 Millionen
einen Rekordstand, was einem Anstieg von 0,7 % oder 333.000
Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Statistisches
Bundesamt, Pressemitteilung 15. Januar 2024,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres-
semitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html).
Die Inflationsrate in Deutschland im Jahr 2023 stieg
im Jahresdurchschnitt um 5,9 %, was jedoch im Vergleich zum
Vorjahr einen leichten Rückgang darstellt (6,9 %).
Trotz des Rückgangs blieb die Inflationsrate damit
weiterhin auf einem hohen Niveau von knapp 6 %. Zum
Jahresende verstärkte sich die Inflationsrate im
Dezember 2023 auf 3,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat,
nachdem sie in den vorangegangenen Monaten
rückläufig war (Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung 16. Januar 2024,
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres-
semitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html).
Die Prognose für das Jahr 2024 zeigt Anzeichen
einer möglichen konjunkturellen Erholung der deutschen
Wirtschaft. Die Frühjahrsprojektion der
Bundesregierung deutet darauf hin, dass sich die
wirtschaftliche Lage allmählich verbessern wird,
unterstützt durch niedrigere Inflationsraten,
geldpolitische Lockerungen und steigende Einkommen. Es wird
erwartet, dass sich die Auftriebskräfte seit
Jahresbeginn verstärken, was zu einem leichten
Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,3 %
führen könnte. Wesentliche Impulse werden vom
privaten Verbrauch und der Exportwirtschaft erwartet,
während strukturelle Herausforderungen des Standorts
weiterhin angegangen werden müssen, um langfristiges
Wachstum zu sichern (Bundesministerium für Wirtschaft
und Klimaschutz, Pressmitteilung, 24. April 2024,
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2024/04/20240424-fruehjahrsprojektion-
2024.html).
2. Branchenentwicklung
Die veröffentlichten Zahlen zum Umsatz der
deutschen Informationstechnik- branche (IT-Branche) liegen
im Jahr 2023 über dem Niveau des Vorjahres. Laut dem
Branchenverband Bitkom e.V. hat sich der Umsatz in der
deutschen IT-Branche von Mrd. Euro 139,8 in 2022 auf Mrd.
Euro 142,9 erhöht. Dies entspricht einem Zuwachs von
rd. 2,2 %. Während die Bereiche IT-Services und
Software einen Zuwachs von rd. 5,1 % bzw. 9,6 % erreichten,
gab es im Bereich der IT- Hardware einen Rückgang von
5,4 %. Der Umsatz mit IT-Hardware wird zunehmend durch den
Bereich Infrastructure-as-Service, also angemietete
Server-, Netzwerk- und Speicherkapazitäten,
beeinflusst. Zwar ist der bisherige Umsatz in diesem
Bereich gering, jedoch ist für 2024 mit einer
Wachstumsrate von rd. 25 % bzw. einem Anstieg auf rd. Mrd.
EUR 5,8 zu rechnen. Der Umsatz mit klassischer Hardware hat
sich gegenüber dem Vorjahr etwas erholt und
normalisiert sich nach den starken Anstiegen in den Jahren
2020 und 2021 auf Vor-Krisen- Niveau. Der Umsatz mit
Software wuchs im Jahre 2023 um 9,6 % und somit auf ein
Volumen von Mrd. EUR 41,5. Insbesondere die Geschäfte
mit Plattformen für Künstliche Intelligenz sind
in diesem Segment die Wachstumstreiber. In diesem Bereich
konnte ein Wachstum von 40,8 % zum Vorjahr verzeichnet
werden. Das Segment IT-Services, wozu unter anderem auch
die IT-Beratung gehört, ist mit einem Umsatz Mrd. Euro
49,4 (Vorjahr: Mrd. Euro 47,0) und einem Anteil von rd. 35
% weiterhin das größte Segment in der deutschen
IT-Branche. Das anhaltende Wachstum wird durch die
steigende Nachfrage nach Dienstleistungen mit Cloud- Bezug
geprägt (Bitkom, Januar 2024,
https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland,
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt).
Der Marktanteil der deutschen ITK-Branche
(Informations- und Kommunikationstechnologie) am weltweiten
Markt ist leicht rückläufig. Trotz des Zuwachses
im Jahr 2023 ist der Anteil mit nur rd. 4,0 % gering und
spielt daher im internationalen Vergleich weiterhin eine
eher untergeordnete Rolle. Der Weltmarkt wird weiterhin
durch die USA mit einem Anteil von 38,0 % dominiert. Der
Umsatz im weltweiten ITK-Markt wird nach Prognosen des
Marktforschungs- und Beratungsunternehmens IDC im Jahr 2024
gegenüber dem Vorjahr um rd. 5,6 % auf
schätzungsweise 4,91 Billionen Euro steigen. Beim
prognostizierten Umsatzwachstum für das Jahr 2024 hat
Indien mit einer Wachstumsrate von 7,9 % China als
Wachstumsspitzenreiter abgelöst (Bitkom, EITO, IDC,
Januar 2024,
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-
von-Krisen-unbeeindruckt).
Die Anzahl der Erwerbstätigen in der IT-Branche
ist Ende 2023 durch die anhal- tend hohe Nachfrage nach
Branchenexperten um rd. 33.500 auf ein neues Rekordhoch von
rd. 1,177 Mio. Erwerbstätigen gestiegen. Für das
kommende Jahr 2024 werden nach Angaben des
Branchenverbandes voraussichtlich bis zu 30.000
zusätzliche Jobs geschaffen (Bitkom, Januar 2024,
https://www.bitkom.org/Themen/Marktdaten/ITK-Konjunktur/Anzahl-ITK-Unter-
nehmen).
II. Geschäftsverlauf
1. Umsatz- und Auftragsentwicklung
Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Wachstumstrend
der letzten Jahre weiter fort- gesetzt. Die Umsätze
stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.843 auf TEUR
126.325. Durch die Erhöhung der Umsatzerlöse
steigerte sich das Brutto- ergebnis vom Umsatz von TEUR
60.321 in 2022 auf TEUR 79.980 in 2023. Dies entspricht
einem Anstieg von rd. 32,6 %. Der Anstieg des
Bruttoergebnisses ist auf den Rückgang der
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse
er- brachten Leistungen zurückzuführen im
Zusammenhang mit Sondereffekten aus aktienbasierten
Vergütungen im Vorjahr (-23,0 %).
2. Ergebnisentwicklung
Die ThoughtWorks Deutschland GmbH erzielte im Jahr
2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 5.739 nach einem
Jahresfehlbetrag im Vorjahr von TEUR 11.725. Die
allgemeinen Verwaltungskosten (im Wesentlichen
gruppeninterne Kosten für Managementleistungen, das
Outsourcing von Unternehmens- prozessen,
Personalaufwendungen sowie Mietaufwendungen) haben sich im
Vergleich zum Vorjahr um rd. 0,6 % auf TEUR 73.991
erhöht. Die Veränderung ist auf den allgemeinen
Anstieg der Kosten durch die Ausweitung der
Geschäftstätigkeit sowie auf erhöhte
Personalaufwendungen zurückzuführen. Die Verwal-
tungskostenquote hat sich in diesem Zuge von rd. 121,9 %
auf 92,5 % bezogen auf das Bruttoergebnis vom Umsatz
verbessert. Während die Verwaltungskosten
gegenüber dem Vorjahr nur leicht anstiegen, konnte das
Bruttoergebnis vom Umsatz um rd. TEUR 19.659 oder 32,6 %
gesteigert werden.
3. Personal
Der Personalbestand der ThoughtWorks Deutschland GmbH
ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem
Vorjahreswert von durchschnittlich 520 auf durchschnittlich
549 Mitarbeiter gestiegen. Zum Ende des Jahres 2023 waren
534 Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalkosten
verminderten sich im Vorjahresvergleich von TEUR 59.798 auf
TEUR 55.730 (rd. 6,8 %). Der Rückgang resultiert aus
Sondereffekte aufgrund eines aktienbasierten
Vergütungsmodells in der ThoughtWorks- Gruppe.
III. Lage
1. Ertragslage
Die Ertragslage ist durch ein um TEUR 19.659
gestiegenes Bruttoergebnis vom Umsatz und den Rückgang
der Herstellungskosten gekennzeichnet. Die allgemeinen
Verwaltungskosten liegen mit TEUR 73.991 auf
Vorjahresniveau. Das Um- satzwachstum resultiert aus der
Ausweitung der Geschäftstätigkeit und
bestätigt die gute Marktposition in der digitalen
Transformation und die langfristigen Wachstumsaussichten.
Aufgrund des Rückgangs der Herstellungskosten
der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen um TEUR 13.816 auf TEUR 46.344 liegt die Marge
des Bruttoergebnisses vom Umsatz mit rd. 63,3 % über
dem Vorjahresniveau (Vorjahr rd. 50,1 %). Die allgemeinen
Verwaltungskosten stiegen von TEUR 73.520 auf TEUR 73.991.
Neben dem Anstieg der gruppeninternen Kosten für
Managementleistungen tragen die erhöhten
Mietaufwendungen zu dieser Entwicklung bei.
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich
gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht und
enthalten neben den Erträgen aus der
Währungsumrechnung durch die Wertentwicklung des EURO
(TEUR 557) sonstige Erlöse (TEUR 6).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im
Wesentlichen Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf
Forderungen sowie aus dem Abgang von
Sachanlagevermögen. Im Vorjahr enthielt diese Position
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe
von TEUR 145.
Das Zinsergebnis ist positiv und hat sich
gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Ausgabe eines
Darlehens an eine Schwestergesellschaft auf TEUR 34
verbessert (Vorjahr: TEUR 2).
Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der
Ertragsteuern in Höhe von TEUR 823 (Vorjahr: TEUR
-1.582) ein Jahresüberschuss von TEUR 5.739 (Vorjahr:
Jahresfehlbetrag: TEUR 11.725).
2. Finanzlage
a. Vermögens- und Finanzlage
Wesentliche Bilanzposten
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
Veränderung
|
|
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
%
|
Aktiva
|
|
|
|
|
Anlagevermögen
|
3.061
|
3.415
|
-354
|
-10,4
|
kurzfristige
Vermögensgegenstände
|
45.239
|
36.603
|
8.636
|
23,6
|
liquide Mittel
|
10.287
|
9.737
|
550
|
5,6
|
Nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag
|
0
|
3.611
|
-3.611
|
-100
|
Passiva
|
|
|
|
|
Eigenkapital
|
2.129
|
0
|
2.129
|
|
Rückstellungen
|
1.569
|
4.715
|
-3.146
|
-66,7
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
50.797
|
43.996
|
6.801
|
15,5
|
kurzfristige
Verbindlichkeiten
|
4.092
|
4.655
|
-563
|
-12,1
|
Bilanzsumme
|
58.587
|
53.366
|
5.221
|
9,8
|
Das bilanzielle Eigenkapital der ThoughtWorks
Deutschland GmbH beläuft sich zum Bilanzstichtag 2023
auf TEUR 2.129. Der im Vorjahr ausgewiesene "Nicht durch
Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" in Höhe von TEUR
-3.611 wurde durch das positive Jahresergebnis 2023
kompensiert. Die Gesellschaft ist damit nicht mehr
bilanziell überschuldet.
Bei einem Anstieg der Bilanzsumme um TEUR 5.221 auf
TEUR 58.587 ist die Bilanzstruktur im Bereich der Aktiva
durch den Anstieg der kurzfristigen
Vermögensgegenstände um TEUR 8.636 geprägt.
Die wesentliche Veränderung resultiert aus dem Anstieg
der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im
Zusammenhang mit der Ausgabe eines Darlehens an eine
Schwestergesellschaft über insgesamt TEUR 4.850. Die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum
Zeitpunkt der Bilanzaufstellung zum weitaus
überwiegenden Teil ausgeglichen waren, machen mit rd.
55,7 % den Großteil der Bilanzsumme aus. Das
Anlagevermögen verminderte sich um TEUR 354, da die
Abschreibungen die Investitionen des Geschäftsjahres
übersteigen.
Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen im Zusammenhang mit
Lieferungen und Leistungen um TEUR 6.801 erhöht. Der
Anstieg ergibt sich überwiegend aus der
Weiterberechnung von gruppeninternen Kosten. Der
Rückgang bei den Rückstellungen von TEUR 4.715
auf TEUR 1.569 erklärt sich durch den Verbrauch der
Steuerrückstellungen sowie aus der Veränderung
bei den Personalrückstellungen. Dabei haben sich
insbesondere die Rückstellungen für variable
Vergütungen sowie für Resturlaub gemindert. Die
Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die
ausstehenden Steuerzahlungen für Vorjahre.
b. Investitionen
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen
bewegten sich im Jahr 2023 mit TEUR 420 deutlich unter dem
Niveau des Vorjahres (TEUR 1.564). Die Investitionen
betrafen überwiegend die Ausstattung der neu bezogenen
Büroräume am Standort Berlin sowie EDV-Hardware
für die neuen Mitarbeiter und Ersatzbeschaffungen.
c. Liquidität
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im
Berichtsjahr verändert haben. Der Cashflow aus
operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum TEUR
939 (Vorjahr: TEUR 6.180). Der Cashflow aus der
Investitionstätigkeit beträgt TEUR -420 (Vorjahr:
TEUR -1.554), während der Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 2)
betrug. Insgesamt betrug der Cashflow TEUR 552 (Vorjahr
TEUR 4.629). Die Finanzmit- telfonds des Unternehmens haben
sich somit von TEUR 9.737 auf TEUR 10.287 gesteigert.
Die Liquidität war in jedem Zeitpunkt des Jahres
in ausreichendem Maße gegeben.
C. Prognose-, Chancen-, und Risikobericht
I. Prognosebericht
Nach dem Anstieg in 2023 werden gemäß den
Angaben des Branchenverbandes Bitkom e.V. der deutschen
IT-Branche für das Jahr 2024 Umsätze in Höhe
von knapp Mrd. Euro 151,5 prognostiziert (+6,1 %). Als
wachstumsstärkstes Segment zeigt sich der Bereich
Software, bedingt durch die steigende Nachfrage nach
Cloud-Lösungen und Plattformen für
Künstliche Intelligenz, mit einem prognostizierten
Anstieg von rd. 9,4 %. Das prognostizierte Wachstum im
Segment der IT-Hardware (inkl. Halbleiter) liegt bei rd.
4,6 %. Das Segment der IT-Dienstleistungen, in das etwa das
Projektgeschäft und die IT-Beratung fallen, soll
seinen Wachstumstrend der letzten Jahre fortsetzen und ein
Plus von rd. 4,8 % mit einem Marktvolumen von rd. Mrd. Euro
51,7 erreichen. Das gesamte Marktvolumen in
der deutschen IT-Branche über
alle Segmente wird auf rd. Mrd. Euro
151,5 prognostiziert (Bitkom, Januar 2024,
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-
unbeeindruckt,
https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland
(Stand März 2024).
Die Stimmung in der Gesamtwirtschaft hat sich im
Laufe des Geschäftsjahres 2023 verschlechtert. Die
negative Entwicklung zeigt sich insbesondere im Handel und
Bauhauptgewerbe, bedingt durch pessimistischere Erwartungen
der Unter- nehmen in Folge der Unsicherheiten
bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung.
Die Unsicherheit über die weitere
Geschäftsentwicklung spiegelt sich bei den
Geschäftserwartungen wider, die im August 2023 mit
82,7 Punkten ihren Tiefstand erreichten. Der
ifo-Geschäftsklimaindex fiel gleichzeitig auf 85,8
Punkte zurück. Zu Beginn des Jahres 2023 lag der
ifo-Geschäftsklimaindex noch bei 88,9 Punkten. Zum
Ende des Jahres 2023 hat sich die Stimmung in der deutschen
Wirtschaft marginal aufgehellt. Dies zeigt sich in einem
Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex im Dezember 2023
auf 86,4 Punkten (Ifo-Institut, Dezember 2023,
https://www.ifo.de/fakten/2023-12-18/ifo-geschaeftsklimaindex-gefallen-
dezember-2023).
Auch der branchenspezifische Bitkom-ifo-Digitalindex,
welcher die aktuelle Ge- schäftslage und die
Geschäftserwartungen in der deutschen Digitalbranche
abbildet, zeigt im Jahresverlauf 2023 eine etwas
eingetrübte Geschäftslage. Im Vergleich zur
Gesamtwirtschaft bewegte sich die ITK-Branche allerdings
weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau.
Während der ifo-Index der Gesamtwirtschaft im Dezember
2023 noch einmal auf minus 11,2 zurückging, konnte der
Bitkom-ifo-Digitalindex zulegen. Der Optimismus in der
Digitalbranche setzte sich im ersten Quartal 2024 weiter
fort (Bitkom, April 2024,
https://www.bitkom.org/Themen/Bitkom-ifo-Digitalindex-Archiv).
Die Planungen zum Geschäftsjahr 2023
(Umsatzsteigerung von rd. 5-10 % und Jahresüberschuss)
konnten bei einem Anstieg der Umsatzerlöse von rd. 5 %
und einem Jahresüberschuss von rd. TEUR 5.739 grds.
erreicht werden.
Basierend auf unserer aktuellen Auftragslage und der
hohen Nachfrage nach Leistungen zur Digitalisierung
erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen
Umsatz auf Vorjahresniveau und einen Jahresüberschuss.
Für das kommende Jahr 2025 wird ebenfalls mit einem
positiven Jahresergebnis geplant.
II. Risikobericht
Wir sind in einem globalen, dynamischen und sich
schnell entwickelnden Markt tätig und stehen daher im
Wettbewerb mit einer Vielzahl von Organisationen und
Dienstleistern, sowohl weltweit als auch lokal. Dazu
gehören Software-Engineering-Spezialisten, große
globale Beratungsunternehmen, strategische
Beratungsunternehmen, traditionelle IT-Dienstleister und
die internen Entwicklungs- teams unserer Kunden.
Wir sind davon überzeugt, dass wir uns durch
unsere Vordenkerrolle, unsere herausragenden
Fähigkeiten im Bereich des modernen
Software-Engineerings, unsere End-to-End-Lösungen, die
wir unseren Kunden schnell und in großem Umfang
liefern können, unser differenziertes globales
Liefermodell und unsere einzigartige Unternehmenskultur, in
der Vielfalt und Integration im Mittelpunkt stehen,
nachhaltig von unseren Mitbewerbern abheben.
Die globalen makroökonomischen Bedingungen haben
sich auf uns und die Geschäfte unserer Kunden
ausgewirkt und können dies auch weiterhin tun.
Volatile wirtschaftliche Bedingungen, einschließlich
einer möglichen Rezession, können das Vertrauen
der Unternehmen in den Märkten, in denen wir
tätig sind, weiterhin untergraben. Wir haben
festgestellt, dass Kunden ihre Ausgaben für neue
Initiativen und Technologien reduzieren oder aufschieben,
und dies könnte auch weiterhin der Fall sein.
Darüber hinaus haben Kunden ihre Ausgaben im Rahmen
bestehender Verträge mit uns reduziert, verschoben
oder gestrichen, was sich negativ auf unser Geschäft
auswirkt, und dies kann auch in Zukunft Effekte zeigen. In
allen Ländern, in denen wir tätig sind, kann die
Lohninflation, sei es durch den Wettbewerb um Talente,
makroökonomischen Druck oder normale
Gehaltserhöhungen, auch unsere Kosten für die
Erbringung von Dienstleistungen erhöhen und unsere
Rentabilität verringern, wenn wir nicht in der Lage
sind, diese Kosten an unsere Kunden weiterzugeben oder
Premiumpreise zu verlangen, wenn die Marktnachfrage dies
rechtfertigt. Wenn wir mit der Lohninflation in den
Märkten, in denen wir tätig sind, nicht Schritt
halten, könnte unsere Fähigkeit, Talente
anzuziehen und zu halten, beeinträchtigt werden.
Wir sind in den letzten Jahren schnell gewachsen und
haben unser Geschäft erheblich ausgeweitet. Unser
Wachstum resultiert zum Teil aus der Entwicklung
innovativer Lösungen für unsere Kunden, die an
der Spitze der neuen Technologien stehen. Dies erfordert
jedoch, dass wir beträchtliche Summen in Humankapital
und die Infrastruktur zur Unterstützung unseres
Wachstums, einschließlich Schulung, Verwaltung und
Facilities, investieren. Unsere Wachstumsstrategie stellt
erhebliche Anforderungen an unser Management und unsere
administrative, operative und finanzielle Infrastruktur,
und schafft Herausforderungen.
III. Chancenbericht
Da die Unternehmen mit der immer schneller werdenden
technologischen Entwicklung nicht Schritt halten
können, müssen sie sich auf Dienstleister
verlassen, um die digitale Transformation voranzutreiben,
was eine enorme Marktchance darstellt. Laut IDC werden die
weltweiten Ausgaben für die digitale Transformation im
Jahr 2027 voraussichtlich 3,9 Billionen US-Dollar erreichen
(IDC, November 2023,
https://www.idc.com/getdoc.jsp?containerId=prUS51352323).
Wir glauben, dass das Wertangebot von ThoughtWorks
nachhaltig und schwer zu replizieren ist. Die Kernelemente
bilden einen positiven Kreislauf: Kunden ver- trauen uns
ihre komplexesten und geschäftskritischsten Projekte
an; diese Erfahrungen ermöglichen es uns,
Spitzentechnologien zu erforschen und unsere Vordenkerrolle
auszubauen. Dies versetzt uns in die Lage, kontinuierlich
die weltweit besten Talente anzuwerben, zu entwickeln und
zu halten, was uns in die Lage versetzt, die Anforderungen
unserer Kunden zu erfüllen und zu übertreffen.
Wir stehen an der Spitze der aufeinanderfolgenden Wellen
des technologischen Wandels und können wichtige Trends
frühzeitig erkennen.
D. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung
von Finanzmitteln
Zu den Finanzierungsinstrumenten zählen
Forderungen und bestehende Bank- guthaben. Ziel des
Risikomanagements ist es, die Sicherung des
Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art
zu gewährleisten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken
im Bereich der Forderungen verfügt das Unternehmen
über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein
Mahnwesen.
Hamburg, 15. Juli 2024
ThoughtWorks
Deutschland GmbH
Mayur
Wadhwa
(Geschäftsführer)
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
3.061.025,51 |
3.414.532,42 |
| I.
Sachanlagen |
3.061.025,51 |
3.414.532,42 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
2.888.898,31 |
3.333.124,31 |
| 2.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
172.127,20 |
81.408,11 |
| B.
Umlaufvermögen |
55.391.464,94 |
46.020.757,76 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
45.104.337,17 |
36.283.315,21 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
32.638.853,98 |
29.429.744,13 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
8.108.702,97 |
2.762.221,23 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
4.356.780,22 |
4.091.349,85 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
10.287.127,77 |
9.737.442,55 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
134.417,16 |
319.559,45 |
| D.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
|
3.610.647,01 |
| Aktiva |
58.586.907,61 |
53.365.496,64 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
2.128.562,85 |
0,00 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Verlustvortrag |
3.635.647,01 |
-8.088.924,20 |
| III.
Jahresüberschuss |
5.739.209,86 |
-11.724.571,21 |
| IV.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
|
3.610.647,01 |
| B.
Rückstellungen |
1.568.860,33 |
4.715.122,00 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
194.331,00 |
2.529.680,75 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
1.374.529,33 |
2.185.441,25 |
| C.
Verbindlichkeiten |
54.889.484,43 |
48.650.374,64 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
393.536,58 |
831.996,79 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
52.597,85 |
260.143,60 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
50.796.988,97 |
43.995.701,49 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
3.646.361,03 |
3.562.532,76 |
| davon
aus Steuern |
3.098.751,49 |
3.474.457,85 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
0,00 |
1.447,19 |
| Passiva |
58.586.907,61 |
53.365.496,64 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
126.324.638,83 |
120.481.155,61 |
| 2.
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
46.344.378,99 |
60.160.143,38 |
| 3.
Bruttoergebnis vom Umsatz |
79.980.259,84 |
60.321.012,23 |
| 4.
allgemeine Verwaltungskosten |
73.991.374,13 |
73.519.905,67 |
| 5.
sonstige betriebliche Erträge |
562.980,79 |
37.144,98 |
| davon
Erträge aus der Währungsumrechnung |
556.935,45 |
26.851,98 |
| 6.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
23.613,00 |
147.798,41 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
|
144.998,12 |
| 7.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
82.762,81 |
3.164,25 |
| 8.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
49.218,94 |
687,88 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
33.477,69 |
|
| 9.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
822.587,51 |
-1.582.499,29 |
| 10.
Ergebnis nach Steuern |
5.739.209,86 |
-11.724.571,21 |
| 11.
Jahresüberschuss |
5.739.209,86 |
-11.724.571,21 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die ThoughtWorks Deutschland GmbH hat ihren Sitz in
Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts
Hamburg unter HRB 115336 eingetragen.
II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des
Jahresabschlusses
Die Gesellschaft ist eine große
Kapitalgesellschaft im Sinne der § 267 Abs. 3 HGB. Der
Jahresabschluss der ThoughtWorks Deutschland GmbH wurde
nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter
Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für
Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des
GmbHG aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr
entspricht dem Kalenderjahr.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden
die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und
Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.
III. Angaben zu Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Bei
der Bewertung der Vermögensgegenstände und
Schulden wurde nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
ausgegangen.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten
abzüglich nutzungsbedingter, planmäßiger
Abschreibungen bewertet. Grundlage der
planmäßigen Abschreibung ist die
voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen
Vermögensgegenstandes. Abschreibungen erfolgen linear.
Bewegliche Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 800,00
nicht übersteigen, wurden analog zu § 6 Abs. 2
EStG in voller Höhe abgeschrieben (Geringwertige
Wirtschaftsgüter). Eine Korrektur für
handelsbilanzielle Zwe- cke erfolgte nicht.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert
angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung
angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen
Rechnung getragen. Kurzfristige Forderungen in
ausländischer Währung werden bei Entstehung mit
dem Tageskurs und am Bilanzstichtag mit dem
Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenzkurs) bewertet.
Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten
bilanziert.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag soweit sie Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von
temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen
den handelsrechtlichen Wertansätzen von
Vermögensgegenständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen
Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher
Verlustvorträge werden diese mit den
unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt
des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge
der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht
abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden
verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines
Überhangs latenter Steuern unterbleibt in
Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Der Berech- nung wurde ein Steuersatz von 30,8% zugrunde
gelegt.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen
Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen
Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden
Geschäften. Sie sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem
Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige
Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden
bei Entstehung mit dem Tageskurs und am Bilanzstichtag mit
dem Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenzkurs)
bewertet.
IV. Angaben zur Bilanz
Hinsichtlich der Entwicklung des
Sachanlagevermögens wird auf den beigefügten
Anlagenspiegel verwiesen, der Bestandteil dieses Anhangs
ist.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in
Höhe von TEUR 8.109 (Vorjahr: TEUR 2.762) betreffen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von
TEUR 3.259 (Vorjahr: TEUR 1.862) und Darlehensforderungen
gegenüber einer Schwestergesellschaft in Höhe von
TEUR 4.850 (Vorjahr: TEUR 900).
Die sonstigen Vermögensgegenstände
beinhalten Mietkautionen in Höhe von TEUR 788
(Vorjahr: TEUR 788), die eine Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr aufweisen.
Die Gesellschaft verfügt über ein
Stammkapital von TEUR 25. Die Stammeinlage ist
vollständig in bar eingezahlt.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie
folgt zusammen:
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
TEUR
|
TEUR
|
Urlaubs- und
Arbeitszeitguthabenrückstellung
|
602
|
976
|
Ausstehende Rechnungen
|
190
|
89
|
Personalaufwendungen
|
315
|
800
|
Rückstellungen
für Beiträge und Betriebsprüfung
|
126
|
192
|
Jahresabschluss,
Prüfung, Offenlegung
|
127
|
113
|
Rückstellung
für Aufbewahrung
|
15
|
15
|
|
1.375
|
2.185
|
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von TEUR 50.797
(Vorjahr: TEUR 43.996), davon
bestehen TEUR 49.726 (Vorjahr: TEUR 43.996) aus
dem Liefer- und Leistungsverkehr und TEUR 1.071 (Vorjahr:
TEUR 0) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
bestehen in Höhe von TEUR 19.915 (Vorjahr: TEUR
27.371) gegenüber der Gesellschafterin. Die
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin
resultieren in Höhe von TEUR 19.915 (Vorjahr: TEUR
27.371) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und in
Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) aus sonstigen
Verbindlichkeiten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben
eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht
besichert.
Die Verbindlichkeiten haben folgende
Restlaufzeiten:
|
Summe
|
Bis zu 1 Jahr
|
Über 1 Jahr
|
Davon mehr als 5 Jahre
|
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
TEUR
|
Erhaltene Anzahlungen
|
394
|
394
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(832)
|
(832)
|
(0)
|
(0)
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
53
|
53
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(260)
|
(260)
|
(0)
|
(0)
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
50.797
|
50.797
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(43.996)
|
(43.996)
|
(0)
|
(0)
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
3.646
|
3.646
|
0
|
0
|
(Vorjahr)
|
(3.562)
|
(3.562)
|
(0)
|
(0)
|
Gesamt:
|
54.890
|
54.890
|
0
|
0
|
Vorjahr:
|
48.650
|
48.650
|
0
|
0
|
V. Angaben zur Bilanz und zu Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 126.325
verteilen sich nach geographischen Märkten wie folgt
(Zahlenangaben in TEUR):
|
TEUR
|
Inland
|
112.324
|
Ausland
|
14.001
|
Gesamt
|
126.325
|
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe
von TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 27).
Der Materialaufwand des Geschäftsjahrs gliedert
sich wie folgt (§ 275 II Nr. 5 HGB):
|
2023
|
2023
|
|
EUR
|
EUR
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebs-
|
|
|
stoffe und für
bezogene Waren
|
0,00
|
0,00
|
b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen
|
1.223.607,37
|
879.168,46
|
Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs gliedert
sich wie folgt (§ 275 II Nr. 6 HGB):
|
2023
|
2023
|
|
EUR
|
EUR
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren
|
0,00
|
0,00
|
b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen
|
1.223.607,37
|
879.168,46
|
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe
von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 145).
VI. Sonstige Angaben
Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der
Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle
Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in
Höhe von insgesamt TEUR 7.771 (TEUR 2.513 p. a.).
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 549 Arbeitnehmer
(nur Angestellte).
Alleinvertretungsberechtigter und von den
Beschränkungen des § 181 BGB befreiter
Geschäftsführer der Gesellschaft war im
Geschäftsjahr Herr Mayur Wadhwa, Berlin.
Die ThoughtWorks Deutschland GmbH macht von dem
Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und
verzichtet auf die Angabe der
Geschäftsführungsbezüge.
Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen i. S. d.
§ 290 HGB der ThoughtWorks International LLC.,
Chicago, USA, welche ein Tochterunternehmen i. S. d. §
290 HGB der ThoughtWorks International Inc., Chicago, USA,
ist. Über diese wird sie in den Konzernabschluss
für den größten und kleinsten Kreis von
Unternehmen der ThoughtWorks-Gruppe einbezogen. Die
Veröffentlichung erfolgt in den USA.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023
wurden Aufwendungen für das Honorar des
Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 98 erfasst. Die
Aufwendungen entfallen in voller Höhe auf
Abschlussprüfungsleistungen.
Die Geschäftsführung schlägt der
Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis auf neue
Rechnung vorzutragen.
Anlagenspiegel zum 31.12.2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
6.229.568,59
|
329.523,21
|
108.947,34
|
0,00
|
6.450.144,46
|
2. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
81.408,11
|
90.719,09
|
0,00
|
0,00
|
172.127,20
|
|
6.310.976,70
|
420.242,30
|
108.947,34
|
0,00
|
6.622.271,66
|
|
kumulierte Abschreibung
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.896.444,28
|
772.535,21
|
107.733,34
|
3.561.246,15
|
2. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
2.896.444,28
|
772.535,21
|
107.733,34
|
3.561.246,15
|
|
Buchwerte
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
Sachanlagen
|
|
|
1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.888.898,31
|
3.333.124,31
|
2. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
172.127,20
|
81.408,11
|
|
3.061.025,51
|
3.414.532,42
|
sonstige Berichtsbestandteile
Hamburg, den 15. Juli
2024
gez.
Mayur Wadhwa
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 06.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die ThoughtWorks Deutschland GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ThoughtWorks
Deutschland GmbH, Hamburg bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
ThoughtWorks Deutschland GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlus- ses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlus- ses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verant- wortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür ver- antwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter ver- antwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausrei- chende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risi- ken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsver-
merk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebe- richt beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlus- ses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können;
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhän genden Angaben;
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum un-
seres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann;
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung,
den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens;
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Hamburg, 9. August 2024
EY
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Möbus
Wirtschaftsprüfer
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