Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 590588
Vorher
Jeans Depot Künzelsau GmbH
Eingetragen
25.5.1977
Branche
Herstellung von sonstiger Bekleidung und Bekleidungszubehör a. n. g.Herstellung von Arbeits- und BerufsbekleidungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Gegenstand
Gegenstand wegen Schreibfehler von Amts wegen berichtigt in: Herstellung und Vertrieb von Freizeitkleidung und von Bekleidungsstücken aller Art, Herstellung und Vertrieb von Modeartikeln wie Parfums, Lederartikel und Accessoires sowie Vergabe und Übernahme von Lizenzen auf diesen Gebieten. Die Gesellschaft kann auch Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, pachten und sich an solchen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Peterburs
seit 15.1.2026
Prokura
Signe Oepen
seit 15.1.2026
Prokura
Andreas Baur
seit 26.3.2019
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MUSTANG GmbH

Schwäbisch Hall

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2021
TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75 54
75 54
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.463 1.411
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.160 1.060
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21 0
2.644 2.471
2.719 2.525
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 35.320 23.942
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.868 3.682
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.947 4.870
6.815 8.552
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.546 4.856
44.681 37.350
C. Rechnungsabgrenzungsposten 309 810.
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 29.012 31.230
76.722 71.915

Passiva

31.12.2021
TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.100 1.100
II. Kapitalrücklage 6.200 6.200
III. Konzern-Verlustvortrag -40.305 -42.054
IV. Konzern-Jahresüberschuss 2.738 1.749
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.255 1.775
-29.012 -31.230
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 29.012 31.230
0 0
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.330 2.371
2. Steuerrückstellungen 405 214
3. Sonstige Rückstellungen 8.000 7.196
10.735 9.781
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 346 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.897 6.486
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.888 38.827
- davon durch Rangrücktrittsvereinbarungen unterlegt: TEUR 31.888 (Vorjahr TEUR 38.827)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 17.332 16.475
- davon durch Rangrücktrittsvereinbarungen unterlegt: TEUR 14.389 (Vorjahr TEUR 14.472)
65.464 61.788
D. Rechnungsabgrenzungsposten 523 346
76.722 71.915

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2021
TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 119.093 101.142
2. Sonstige betriebliche Erträge 7.520 6.001
126.613 107.143
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 59.365 55.893
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 243 223
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.746 14.435
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3.589 2.867
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.102 3.550
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 37.173 26.145
120.217 103.113
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11 1
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.207 2.495
-2.197 -2.494
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.313 -295
10. Ergebnis nach Steuern 2.886 1.831
11. Sonstige Steuern 148 82
12. Konzern-Jahresüberschuss 2.738 1.749

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022

2022 2021
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 2.738 1.749
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.102 3.550
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und Sonstige Rückstellungen 908 2.557
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -781 -1.793
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -9.141 581
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.945 -7.683
-/+ Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen 44 126
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.197 2.494
+'- Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 -2.707
+/- Ertragssteueraufwand/Erstattete Ertragsteuern 1.313 -295
+ Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 2.707
- Ausgleichsposten Baukostenzuschüsse 0 -135
- Ertragsteuerzahlungen -1.061 -696
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -736 455
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.257 -600
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -72 -3
Erhaltene Zinsen 0 1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.328 -602
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Saldo aus Einzahlungen (+)/Auszahlungen (-) aus der Aufnahme/Tilgung von Bankkrediten, soweit diese nicht im Zusammenhang mit der Disposition der Liquiden Mittel stehend 0 -230
Saldo aus Einzahlungen (+)/Auszahlungen (-) aus der Aufnahme/ Tilgung von Darlehen von Gesellschaftern 0 -762
Einzahlungen aus erhaltenen Baukostenzuschüssen 0 135
Gezahlte Zinsen -245 -347
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -245 -1.204
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) -2.310 -1.351
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.856 6.207
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.546 4.856
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.546 4.856

Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022

Mutterunternehmen
I. Gezeichnetes Kapital II. Kapital- III. rücklage Konzern-Verlustvortrag IV. Konzern-Jahresfehl- betrag/-überschuss
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.2020 1.100 6.200 -29.686 -12.368
Gewinnverwendung 0 0 -12.368 12.368
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 1.749
Währungsumrechnung 0 0 0 0
31.12.2021 1.100 6.200 -42.054 1.749
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
31.12.2021 Eigenkapital -gesamt-
31.12.2021 1.100 6.200 -42.054 1.749
Gewinnverwendung 0 0 1.749 -1.749
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 2.738
Währungsumrechnung 0 0 0 0
31.12.2022 1.100 6.200 -40.305 2.738
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
31.12.2022 Eigenkapital -gesamt-
Mutterunternehmen
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzerneigenkapital
TEUR TEUR
31.12.2020 2.026 -32.728
Gewinnverwendung 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 1.749
Währungsumrechnung -251 -251
31.12.2021 1.775 -31.230
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 31.230
31.12.2021 Eigenkapital -gesamt- 0
31.12.2021 1.775 -31.230
Gewinnverwendung 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 2.738
Währungsumrechnung -520 -520
31.12.2022 1.255 -29.012
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 29.012
31.12.2022 Eigenkapital -gesamt- 0

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

A. Allgemeine Erläuterungen

Die Gesellschaft ist unter der Firma MUSTANG GmbH mit Sitz in Schwäbisch Hall im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 590376 eingetragen.

Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der besseren Übersichtlichkeit wegen sind sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dargestellt. Leervermerke werden hierbei nicht genannt.

Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage wurden gemäß § 265 Abs. 5 HGB in der Bilanz bei den Verbindlichkeiten "davon-Vermerke" für bestehende Rangrücktrittsvereinbarungen hinzugefügt.

Wir sind bei Aufstellung des Konzernabschlusses von der Unternehmensfortführung ausgegangen. Bezüglich Bestandsrisiken verweisen wir auf den Lagebericht unter D.3. "Bestandsgefährdende Risiken".

B. Konsolidierungskreis

Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen der §§ 294 bis 296 HGB. In den Konzernabschluss werden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der MUSTANG GmbH, Schwäbisch Hall, als Mutterunternehmen, grundsätzlich alle Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen.

Die Anlage B zum Konzernanhang enthält eine Übersicht über die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Sämtliche einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum einheitlichen Stichtag 31. Dezember 2022.

C. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Bei der erstmaligen Einbeziehung der MUSTANG-Bekleidungswerke GmbH + Co. KG, Schwäbisch Hall (im Folgenden M-KG), zum Erwerbszeitpunkt 25. Oktober 2011 wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände und Schulden im Rahmen der Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt neu bewertet. Im Wesentlichen wurden dabei Marken rechte der M-KG für die Marke "MUSTANG" (22,0 Mio. EUR), passive Steuerlatenzen (6,3 Mio. EUR) sowie nach Art. 28 EGHGB nicht bilanzierte Pensionsverpflichtungen (0,2 Mio. EUR) zusätzlich zu den in den zum Erwerbszeitpunkt erstellten Zwischenabschluss bilanzierten Vermögenswerten und Schulden berücksichtigt. Nach Verrechnung planmäßiger Abschreibungen waren die Markenrechte zum 31. Dezember 2021 voll abgeschrieben. Die zugehörigen passiven latenten Steuern und der aus der Erstkonsolidierung resultierende passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von 17,7 Mio. EUR wurde ebenfalls voll erfolgswirksam aufgelöst.

Die Kapitalkonsolidierungen für Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2010 erfolgten nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung. Aktivische Unterschiedsbeträge wurden, soweit keine Zurechnung auf Vermögens- bzw. Schuldposten möglich war, als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt, der grundsätzlich gemäß § 309 Abs. 1 HGB a.F. gleichmäßig über 4 Jahre abgeschrieben wurde. Bei ungünstigen Ertragsperspektiven wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Passivische Unterschiedsbeträge wurden erfolgsneutral mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital verrechnet, da diese aus thesaurierten Gewinnen aus der Zeit vor der Erstkonsolidierung resultierten.

Die Schuldenkonsolidierung wurde gemäß § 303 Abs. 1 HGB vorgenommen. Alle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden verrechnet. Eventualverbindlichkeiten wurden in gleicher Weise konsolidiert.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften gemäß § 305 HGB aufgerechnet.

Auf eine Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung verzichtet.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden werden nach vorgegebenen Grundsätzen im Wesentlichen einheitlich bilanziert und bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Der Abschreibung liegt in der Regel eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Die Abschreibungen auf Zugänge werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die im Geschäftsjahr 2011 von der MUSTANG Bekleidungswerke GmbH + Co. KG zugegangenen Markenrechte wurden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren vollständig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei Bauten auf fremden Grundstücken, je nach Mietdauer, zwischen 5 und 10 Jahre und bei Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 10 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung. Die Abschreibungen auf Zugänge werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Für Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben.

Die zum Bilanzstichtag vorhandenen Waren werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Zusätzlich werden auch externe Logistikkosten bis zum sogenannten "Point of Sale" berücksichtigt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung von Abschlägen für alle erkennbaren Einzelrisiken angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung von HEUBECK-Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck- Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre mit 1,79 % angesetzt. Gehalts- und Rentensteigerungen wurden, soweit keine vertraglichen Regelungen bestehen, nicht berücksichtigt, da von einer Erhöhung nicht auszugehen ist.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 87. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt.

Bei der Dotierung der Sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichendem Umfang Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen und für Zuwendungen zu Arbeitnehmer-Dienstjubiläen wurden nach der Barwertmethode unter Verwendung von HEUBECK-Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln- GmbH, Köln ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,44 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung Gehaltssteigerungen wurden für die Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen in Höhe von 5,0 % und für Zuwendungen zu Arbeitnehmer-Dienstjubiläen in Höhe von 2,0 % berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Wertansatz der Eventualverbindlichkeiten entspricht dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsvolumen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Passive latente Steuern aus den Einzelabschlüssen bestehen nicht.

Aktive und passive latente Steuern auf Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, werden berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus den Kapitalkonsolidierung.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 S. 1 HGB) beachtet.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die sich hierbei ergebende Umrechnungsdifferenz wird erfolgsneutral in die Bilanzposition "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" eingestellt.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entstehende Umrechnungsdifferenz wird erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage A zu diesem Konzernanhang dargestellt. Die historischen Geschäfts- und Firmenwerte sowie die historischen Abschreibungen der Geschäftsjahre vor 2000 wurden berichtigt, da diese bereits vollständig abgeschrieben sind und in den Vorjahren kein Abgang dargestellt wurde. Zusätzlich wurden die im Vorjahr nicht berücksichtigten Anschaffungskosten und Abschreibungen des Sachanlagevermögens der MUSTANG-Bekleidungswerke GmbH + Co. KG aufgenommen.

Von den Sonstigen Vermögensgegenständen besitzen TEUR 729 (Vorjahr: TEUR 455) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage entsprechen, den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Der Bilanzverlust im Einzelabschluss des Mutterunternehmens beträgt TEUR -45.567.

Unter den Sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Sondervergütungen, Freistellungen und Abfindungen, zu erwartenden Belastungen aus Retouren und Kundengutschriften, Boni und Rabatte, drohenden Verlusten bei einer Tochtergesellschaft, ausstehende Kostenrechnungen, Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sowie sonstige arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegliedert nach Restlaufzeiten sind nachfolgend dargestellt:

31.12.2022 31.12.2021
Gesamt Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit
bis1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 346 346 0 0 0 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.897 15.897 0 0 6.486 6.486 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 31.888 5.636 26.252 0 38.827 9.388 29.439
4. Sonstige Verbindlichkeiten 17.332 2.944 14.388 0 16.475 3.203 13.272
(davon aus Steuern davon im Rehmen der sozialen Sicherheit) (701) (701) (0) (0) (1.457) (1.457) (0)
(42) (42) (0) (0) (72) (72) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen aus Darlehen (einschließlich noch nicht fälliger Zinsen). Enthalten ist das von der Gesellschafterin durchgereichte KfW-Darlehen mit TEUR 3.850. Davon sind TEUR 1.100 innerhalb eines Jahres fällig.

Die unter den Sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 1.336 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Altgesellschaftern der MUSTANG GmbH werden mit 0,25 % verzinst. Weiterhin sind Darlehen der Gesellschafter der MUSTANG Holding GmbH mit TEUR 13.052 enthalten.

F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von 119,1 Mio. EUR, entfallen - wie im Vorjahr- nahezu vollständig auf den Produktbereich MUSTANG Jeans. Rd. 54 % (Vorjahr: rd. 49 %) der Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungskursdifferenzen mit 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) enthalten.

Von den Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge entfallen TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 178) auf die Altersversorgung.

Unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen mit 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) enthalten.

Von den Zinsaufwendungen betreffen TEUR 788 (Vorjahr: TEUR 958) verbundene Unternehmen. In den Zinsaufwendungen sind TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 57) für die Aufzinsung von Rückstellungen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen ausländische Quellensteuer und ausländische Körperschaftsteuern.

G. Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Zum 31. Dezember 2022 bestehen Devisentermingeschäfte über 34,4 Mio. USD. Für drohende Verluste aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den abgesicherten Terminkursen und dem Stichtagskurs wurde ein Betrag von 0,9 Mio. EUR zurückgestellt.

Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich nur zu Sicherungszwecken eingegangen. Der beizulegende Zeitwert wurde nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden (DCF-Methode unter Verwendung aktueller Zinsstrukturkurven, Black-Scholes) ermittelt.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag besteht eine Bürgschaft für KfW-Förderkredite in Höhe von TEUR 14.000, welche von der Muttergesellschaft MUSTANG Holding GmbH in Anspruch genommen wurde. Die über Darlehen an uns weitergereichten Kredite valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.850.

Für die Verbindlichkeiten haben wir folgende Sicherheiten gestellt: Verpfändung sämtlicher Marken- und Lizenzrechte, Globalzession aller inländischen Kundenforderungen sowie Sicherungsübereignung der inländischen Warenlager (ausgenommen Waren der MUSTANG Store GmbH, Schwäbisch Hall).

Das Risiko einer Inanspruchnahme für die genannten Haftungsverhältnisse beurteilen wir aufgrund der bestehenden positiven Fortführungsprognose als moderat.

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

fällig in 2023 fällig in 2024-2027 fällig ab 2028 Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
langfristige Mietverträge 10.027 19.070 4.298 33.395
Leasingverträge 231 61 0 292
10.258 19.131 4.298 33.687

Daneben besteht ein Logistikvertrag mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2023 und einer Verpflichtung von z.Zt. rund 3,7 Mio. EUR p.a. Die Abrechnungen aus dem Vertrag erfolgen direkt mit unseren jeweiligen Tochtergesellschaften.

Außerbilanzielle Geschäfte (Factoring)

Zur Beschaffung liquider Mittel haben wir in- und ausländische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an einen Factor verkauft (Stand 31. Dezember 2022: rd. 4,7 Mio. EUR). Sie sind daher nicht in der Bilanz enthalten. Der Vorteil des Factorings liegt in deutlich verkürzten Zahlungszielen und dem damit verbundenen früheren Zufluss liquider Mittel. Im Zuge dessen sinken die Zinsaufwendungen aufgrund reduzierter Inanspruchnahme von Finanzierungsmaßnahmen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr im Aufwand erfasste Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 217 und betrifft ausschließlich Leistungen für die Abschlussprüfung.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden 589 Mitarbeiter und 15 Auszubildende beschäftigt.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der MUSTANG GmbH ist

 

Herr Andreas Baur, CEO, Öhringen

Die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Buchstabe a und b HGB unterbleiben unter Inanspruchnahme von § 314Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernverhältnisse / Persönlich haftender Gesellschafter

Oberstes Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den größten Kreis für Unternehmen erstellt, ist die MUSTANG Holding GmbH, Schwäbisch Hall. Die MUSTANG GmbH, Schwäbisch Hall, wird in diesen Konzernabschluss sowie in den vorliegenden Konzernabschluss (Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen) einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind zur Offenlegung im Unternehmensregister vorgesehen. Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der MUSTANG- Bekleidungswerke GmbH + Co. KG, Schwäbisch Hall.

Inanspruchnahme der Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB

Die MUSTANG Jeans GmbH, Schwäbisch Hall, die MUSTANG Store GmbH, Schwäbisch Hall, und die MUSTANG-Bekleidungswerke GmbH + Co. KG, Schwäbisch Hall, die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen sind, machen von den Erleichterungsregelungen bzw. Befreiungsregelungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Bezüglich des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Schwäbisch Hall, den 31. März 2023

gez. Andreas Baur, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Fehlerkorrektur zum 01.01.2022 Wahrungs- änderung
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.519 889 2
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.068 -1.068 0
31.587 -179 2
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 8.522 -35 23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.510 -127 66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
23.032 -162 90
54.619 -341 92
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Zugänge Abgänge 31.12.2022 01.01.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72 0 31.482 30.465
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 1.058
72 0 31.482 31.533
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 586 294 8.802 7.111
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 650 413 14.686 13.450
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21 0 21 0
1.257 707 23.509 20.561
1.328 707 54.991 52.094
Kumulierte Abschreibungen
Fehlerkorrektur zum 01.01.2022 Währungsänderung Zugänge Abgänge 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 889 3 50 0 31.407
2. Geschäfts- oder Firmenwert -1.068 0 0 0 0
-179 3 50 0 31.407
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken -35 20 524 280 7.339
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -128 58 529 383 13.526
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
-163 78 1.052 663 20.865
-342 81 1.102 663 52.272
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75 54
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
75 54
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.463 1.411
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.160 1.060
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21 0
2.644 2.471
2.719 2.525

Aufstellung des Anteilsbesitzes und Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2022

Anteil am Kapital %
Vollkonsolidierte Unternehmen
- Muttergesellschaft -
MUSTANG GmbH, Schwäbisch Hall
- Tochter- und Enkelgesellschaften -
MUSTANG-Bekleidungswerke GmbH + Co. KG, Schwäbisch Hall 100,0
MUSTANG Verwaltungs-GmbH, Schwäbisch Hall 100,0
MUSTANG Store GmbH, Schwäbisch Hall 100,0
MUSTANG Jeans GmbH, Schwäbisch Hall 100,0
MUSTANG Hungaria Kft., Budapest/Ungarn 100,0
MUSTANG Poland Sp.z.o.o., Warschau/Polen 100,0
MUSTANG France Retail S.a.r.l., Marienthal/Frankreich 100,0
MUSTANG Fashionservices GmbH, Schwäbisch Hall 100,0
MUSTANG Store Poland Sp.z.o.o., Warschau/Polen 100,0
MUSTANG Store Hungaria Kft.,Budapest/Ungarn 100,0
OOO MUSTANG RUS, Moskau/Russland 100,0

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

A. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell des Unternehmens

MUSTANG als älteste und eine der führenden Jeansmarken Europas verfügt über eine hohe Markenbekanntheit in Zentral- und Osteuropa und ist im mittleren Preissegment angesiedelt. Das Geschäftsmodell von MUSTANG basiert traditionell auf dem Jeansmarkt und dem entsprechenden Fachhandel, fachhandelsnahen Vertriebsformen sowie eigenständigen Absatzkanälen in Form von Stores und Outlets.

Oberstes Mutterunternehmen ist die MUSTANG Holding GmbH, Schwäbisch Hall. Die MUSTANG Holding GmbH ist alleinige Anteilseignerin der MUSTANG GmbH, Schwäbisch Hall. Die MUSTANG GmbH ihrerseits hält sämtliche Anteile der operativen Tochtergesellschaften MUSTANG Jeans GmbH und MUSTANG Store GmbH, beide Schwäbisch Hall, sowie der MUSTANG-Bekleidungswerke GmbH + Co. KG, Schwäbisch Hall, die ihrerseits Inhaber der Markenrechte ist. Die MUSTANG Holding GmbH, die MUSTANG GmbH und ihre Tochtergesellschaften bilden zusammen die MUSTANG-Unternehmensgruppe. Am Hauptsitz in Schwäbisch Hall befinden sich die zentralen Steuerungsfunktionen Vertrieb, Marketing, Produktmanagement/Design, Beschaffung, Logistik und Verwaltung der MUSTANG-Unternehmensgruppe. Serviceleistungen werden proportional mittels Kostenumlagen an die Gruppengesellschaften verrechnet. Zweigniederlassungen werden in Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Italien und Tschechien unterhalten.

Mit den Vertriebsgesellschaften MUSTANG Jeans GmbH und MUSTANG Store GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge zur MUSTANG GmbH.

Die Kernkompetenz von MUSTANG liegt in der Produktkategorie Jeans, ergänzt durch u.a. T-Shirts, Shirts, Sweater/Pullover und Outdoor-Jacken. Dabei setzt MUSTANG auf eine klare Markenstrategie, insbesondere durch ein authentisches, ehrliches, nahbares und verlässliches Auftreten der Marke gegenüber dem Kunden.

Neben dem klassischen Kaufgeschäft mit dem Fachhandel, sind verstärkt Konsignationsmodelle und der Online-Handel im Fokus.

In unserer Einzelhandelsorganisation betreiben wir zum Bilanzstichtag über selbständige Tochtergesellschaften bzw. ausländische Betriebsstätten weltweit 80 Filialen (Vorjahr: 80). Im Inland sind dies 30 (Vorjahr: 30) reguläre Stores, 19 (Vorjahr: 19) Outlets sowie 1 (Vorjahr: 1) Online-Store. Auf das Ausland entfallen 4 (Vorjahr: 5) reguläre Stores und 27 (Vorjahr: 26) Outlets sowie 1 (Vorjahr 1) Online-Store.

In den regulären Stores und den Online-Stores werden aktuelle Ware aus den MUSTANG-Kollektionen und die MUSTANG-Produkte unserer Lizenznehmer, wie z.B. Schuhe, Lederbekleidung und Accessoires vertrieben. Über unsere Outlets werden zusätzlich Sonderposten, Altwaren und 2. Wahl-Bestände verkauft.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Statistischem Bundesamt betrug das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 rund 3.87 Billionen Euro. 1 Preisbereinigt bedeutet dies ein Wachstum um 1,8 Prozent. 2 Die erhoffte Regeneration nach der Corona Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020, fiel durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation, geringer aus als erwartet. Besonders im 4. Quartal hat sich die Dynamik der deutschen Wirtschaft deutlich abgeschwächt, was vor allem an den sinkenden privaten Konsumausgaben lag. 3

1 Veröffentlicht von Statista Research Department am 24.02.2023.
2 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 070 vom 24. Februar 2023 und veröffentlicht von Statista Research Department vom 24.02.2023.
3 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 070 vom 24. Februar 2023.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland in jeweiligen Preisen nach den Konzepten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen um 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland lagen dagegen um 3,4 Prozent über denen des Vorjahrs. Die Differenz zwischen den beiden Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen für private Haushalte wider. 4

Im Jahr 2022 gaben die deutschen Privathaushalte 65,2 Milliarden Euro und damit so viel wie noch nie für Bekleidung aus. 5 Laut TextilWirtschaft-Testclub stieg der Umsatz im Bekleidungshandel in Deutschland um 9,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

2. Geschäftsverlauf 2022

Mit Umsatzerlösen in Höhe von 119,0 Mio. EUR konnte die MUSTANG-Unternehmensgruppe den höchsten Jahresumsatz seit über 20 Jahren erzielen. Zuwächse wurden in sämtlichen Geschäftsbereichen erzielt. Im Geschäftsbereich Wholesale mit 57,4 Mio. EUR beläuft sich die Steigerung auf 4,7 Mio. EUR zum Vorjahr (52,7 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Retail mit 56,4 Mio. EUR (Vorjahr 44,3 Mio. EUR) setzen sich mit 9,4 Mio. EUR bei Stores, 43,4 Mio. EUR bei Outlets und 3,6 Mio. EUR im eigenen Online-Store, zusammen.

Im September 2022 und Oktober 2022 haben wir die auf dem neuen Brand-Design basierende, größte Marketing-Kampagne der letzten 10-15 Jahre durchgeführt. Das übergeordnete Ziel war die Reaktivierung der Marke im Bewusstsein der Verbraucher und die Generierung von Reichweite. Die Schwerpunkte waren Social Media (Facebook, Instagram & Co.) sowie Out-Of-Home-Formate, sprich digitale und analoge Plakatwerbung in Berlin, Düsseldorf, München und Hamburg. Letzteres diente neben der Reichweitengenerierung, der besseren Sichtbarkeit gegenüber dem Handel.

Das zum 30. Juni 2022 fällige Mittelfrist KfW-Darlehen konnte fristgerecht zurückgeführt werden.

4 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 106 vom 15. März 2023.
5 Veröffentlicht von Statista Research Department am 07.03.2023.

Angesichts eines erneut sehr turbulenten Geschäftsjahres mit Coronabeschränkungen in Q1/ Q2, dem Kriegsbeginn in der Ukraine im Februar, gestörten Supply-Chains, der höchsten Inflation seit über 70 Jahren, einer Energie-/ Gaskrise und zum Schluss noch einem Cyber-Angriff auf unseren Logistikpartner, blickt die Geschäftsführung auf eine zufriedenstellende Entwicklung von MUSTANG im Geschäftsjahr 2022 zurück.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die MUSTANG-Unternehmensgruppe sind aufgrund der Geschäftstätigkeit die Umsatzerlöse, Rohertrag und EBITDA die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikator.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der MUSTANG-Unternehmensgruppe (Ebene MUSTANG GmbH) sind gegenüber dem Vorjahr um 18,0 Mio. EUR auf 119,1 Mio. gestiegen (Vorjahr 101,1 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse liegen deutlich über der Planung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022. Gründe für diese positive Entwicklung ergeben sich insbesondere durch zusätzliche Kundenflächen und der ganzjährigen Umsatztätigkeit im Retail-Bereich (Vorjahr 4 Schließungsmonate). Die im Konzern unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Lizenzerlöse lagen bei 5,2 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR).

Der Rohertrag hat sich mit 49,9% gegenüber dem Vorjahr stark verbessert (Vorjahr 44,5 %). Damit liegt der Rohertrag leicht über der Planung der Geschäftsführung. Dies ist im Wesentlichen auf Verhandlungserfolge im Sourcing zurückzuführen.

Der Anstieg der Personalaufwendungen um 28,9% auf 22,3 Mio. EUR (Vorjahr 17,3 Mio. EUR) ist auf die durch die Pandemie ausgelöste Kurzarbeit im Vorjahr zurückzuführen.

Gleiches gilt für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die deutliche Steigerung von 42 % auf 37,2 Mio. EUR (Vorjahr 26,1 Mio. EUR) betrifft allgemeine Verwaltungskosten, die im Vorjahr, aufgrund der Schließungsmonate durch die Pandemie, nicht in dieser Höhe angefallen sind. Die gestiegenen Energiekosten sowie ein Sondereffekt in Höhe von 1,2 Mio. EUR im Bereich Marketing, in Verbindung mit der großen Marketing-Kampagne, haben sich belastend ausgewirkt.

Das EBITDA hat sich mit 5,5 Mio. EUR um 0,9 Mio. EUR zum Vorjahr (Vorjahr 4,6 Mio. EUR) und um 1,6 Mio. EUR zum Plan (3,9 Mio. EUR) verbessert. Das EBITDA wird, ausgehend vom Jahresüberschuss, bereinigt um die Komponenten Abschreibung, Währungsergebnis, Zinsergebnis, Steuer vom Einkommen und Ertrag sowie außerordentlichen Vorgängen im Vergleich zur GuV, ermittelt.

Die positive Umsatz- und Ertragsentwicklung im Konzern, führt zu einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR) und damit zu einer deutlichen Überschreitung des geplanten Jahresergebnis.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt bei 76,7 Mio. EUR und damit +4,8 Mio. EUR (+6,7 %) über dem Vorjahreswert.

Auf der Aktivseite werden als wesentlichste Posten Vorräte mit 35,3 Mio. EUR (Vorjahr 23,9 Mio. EUR) und der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag mit 29,0 Mio. EUR (Vorjahr 31,2 Mio. EUR) ausgewiesen. Aufgrund der Pandemie wurden im Vorjahr die Vorräte auf ein Minimum heruntergefahren. Durch den Cyber-Angriff konnten im Dezember nicht alle vorgesehen Lieferungen ausgeführt werden. Auch die schwimmende Ware ist im Zusammenhang mit der positiven Vororder Frühjahr/Sommer deutlich angestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 1,9 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert (3,7 Mio. EUR). Der starke Forderungsabbau der MUSTANG Russia hat zu dieser Veränderung beigetragen. Die liquiden Mittel sind mit 2,5 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 4,8 Mio. EUR.

Auf der Passivseite stehen diesen als wesentlichste Posten die Darlehen (einschließlich aufgelaufener Zinsen) unserer Gesellschafterin, der MUSTANG Holding GmbH mit 31,9 Mio. EUR (Vorjahr 38,8 Mio. EUR), Darlehen der Altgesellschafter der MUSTANG GmbH (einschließlich aufgelaufener Zinsen) mit unverändert 1,3 Mio. EUR und Darlehen der Gesellschafter der MUSTANG Holding GmbH (einschließlich aufgelaufener Zinsen) mit 13,1 Mio. EUR (Vorjahr 13,1 Mio. EUR) gegenüber. Die Darlehen der MUSTANG Holding GmbH betreffen mit 3,85 Mio. EUR eine durchgereichte Finanzierung über einen KfW-Förderkredit. Durch die vollständige Rückführung des Mittelfrist KfW-Darlehen wurde das Darlehen der MUSTANG Holding GmbH deutlich reduziert.

Die bilanzielle Überschuldung im Konzernabschluss der MUSTANG GmbH zum Bilanzstichtag beträgt 29,0 Mio. EUR (Vorjahr 31,2 Mio. EUR). Zur Deckung der bilanziellen Überschuldung bestehen Rangrücktrittsvereinbarungen für Darlehen (einschließlich aufgelaufener Zinsen) mit der Gesellschafterin, deren Gesellschaftern und früheren Gesellschaftern in Höhe von insgesamt 46,3 Mio. EUR (Vorjahr 53,3 Mio. EUR).

6. Finanzlage

Die MUSTANG-Unternehmensgruppe finanziert sich im Wesentlichen über Darlehen der MUSTANG Holding GmbH und deren Gesellschaftern.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt mit -0,7 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr (+0,5 Mio. EUR). Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit mit -1,3 Mio. EUR hat sich aufgrund von umfangreichen Umbauarbeiten auf bestehenden Retail-Flächen deutlich erhöht (Vorjahr -0,6 Mio. EUR). Zinszahlungen führen zu einem negativen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -0,2 Mio. EUR (Vorjahr -1,2 Mio. EUR).

Zum 31. Dezember 2022 finanziert sich die MUSTANG-Unternehmensgruppe (Ebene MUSTANG Holding GmbH) im Wesentlichen über:

durch Rangrücktrittsvereinbarungen unterlegte Gesellschafterdarlehen über 21,0 Mio. EUR (einschließlich aufgelaufener Zinsen). Die Gesellschafterdarlehen haben eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026.

bis zur endgültigen und vollständigen Befriedigung der Bankenkredite gewährte Darlehen von Altgesellschaftern der MUSTANG GmbH über 1,3 Mio. EUR (einschließlich aufgelaufener Zinsen).

Bankenfinanzierung

KfW-Förderkredit über 3,85 Mio. EUR

Kontokorrentlinie über 0,8 Mio. EUR

Avallinie über 2,5 Mio. EUR

L/C-Linie über 12,9 Mio. EUR

Factoring von Kundenforderungen (Ankaufvolumen zum 31. Dezember 2022: 4,7 Mio. EUR).

Daneben hat die MUSTANG-Unternehmensgruppe, zur Abdeckung des Liquiditätsbedarfs im Beschaffungsbereich, mit seinen Hauptlieferanten individuelle Lieferantenfinanzierungen vereinbart. Zum 31. Dezember 2022 waren diese Linien nicht in Anspruch genommen.

7. Gesamtaussage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Ertragslage ist zufriedenstellend.

C. Prognosebericht

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Wirtschaftsweise) rechnet damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen wird. 6 Damit entgeht Deutschland im kommenden Jahr nur knapp einer Rezession.

Aufgrund der weiter hohen Inflation werden die privaten Haushalte im Jahr 2023 weniger konsumieren können als im Jahr 2022. Die Konjunkturforscher des ifo-Institutes gehen in ihrer Prognose für 2023 von einem Rückgang der privaten Konsumausgaben um 0,6 Prozent aus. 7

Die Umsatzplanung der MUSTANG-Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2023 berücksichtigt die anhaltend zurückhaltende Konsumstimmung, den Wegfall von C&A als Vertriebspartner im Konsignationsbereich, sowie die Vororderergebnisse Frühjahr/Sommer 2023. Trotz dieser Einflüsse geht die Geschäftsführung in 2023 von einem gleichbleibenden Umsatzniveau aus.

6 Sachverständigenrat für Wirtschaft - Pressemitteilung vom 22. März 2023.
7 Textilwirtschaft vom 14. Dezember 2022.

Per Ende Februar 2023 konnte MUSTANG wir die Umsatzziele um 1,7 Mio. EUR (+11,0 %) übertreffen. Für die Vororder der Herbst/Winter Saison 23.2.1. können wir ebenfalls ein Umsatzplus zu unserem Budget und dem Vorjahreswert ausweisen. Diese positiven Effekte sind in unserer Unternehmensplanung noch nicht berücksichtigt.

Mehrkosten in den Bereichen Personal (Mindestlohn, Tarif), Miete (Indexmieten) und Energie, können durch leicht steigende Roherträge in 2023 und durch marktseitig fallende Frachtkosten kompensiert werden.

Durch die vorgenannten Einflüsse erwarten für 2023 ein EBITDA, das leicht unter Vorjahrjahreswert liegt.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für 2023 auf der Grundlage, dass sich die Markt- und Nachfragesituation nicht wesentlich verschlechtert ein Ergebnis vor Steuern, dass leicht unter dem im Jahr 2022 erzielten Ergebnis vor Steuern liegen wird.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Wesentliche Chancen sehen wir in einer zukünftig positiven konjunkturellen Entwicklung mit einem steigenden Kaufverhalten der Kunden. Dies würde sich auf unseren eigenen Retail sehr positiv auswirken. Im Wholesale Bereich erwarten wir ein positives Vororderergebnis in der Herbst/Winter Saison.

Das Lizenzgeschäft bietet zusätzliche Chancen.

Im Beschaffungsbereich sehen wir weiteres Potential, um den Rohertrag zu verbessern.

2. Risiken

Eine andauernde Zurückhaltung bei den Konsumausgaben kann sich auf die Umsatzerlöse im eigenen Retail und somit auf das Ergebnis negativ auswirken. Treten die erwarteten Umsatzsteigerungen mit großen Vertriebspartnern im Who-lesale-Bereich nicht ein, führt dies zu den gleichen Auswirkungen.

Währungsbedingten Preisänderungsrisiken wirkt die MUSTANG-Unternehmensgruppe im Rahmen der Möglichkeiten mit Devisentermingeschäften entgegen und sichert so Risiken für die Margen ab. Die Devisentermingeschäfte werden ausschließlich mit festen Kursen und festen Terminen abgeschlossen, da spekulative Termingeschäfte seitens der Geschäftsführung nicht genehmigt werden. Der Konzern nutzt darüber hinaus keine derivativen Finanzinstrumente.

Mit der Abtretung eines wesentlichen Teils des Forderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoringgesellschaft und der konsequenten Umsetzung, der hieraus abzuleitenden Anforderungen an ein qualifiziertes Kunden-Kreditmanagement, begegnen die operativen Gruppengesellschaften den aus diesem bedeutenden Segment drohenden Ausfall- und Liquiditätsrisiken.

Bestandsrisiken in den Vorräten werden bilanziell durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt.

Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite (Schwerpunkt USD-Kurs und Baumwolle) wirken wir zum einen mit moderaten Erhöhungen der Verkaufspreise und zum anderen mit Maßnahmen bei der Optimierung der Einkaufspreise entgegen.

Die seit Februar 2022 eingetretene Ukraine-Krise hat unsere Geschäftstätigkeit in Russland bisher nur moderat eingeschränkt. Lieferungen an Kunden erfolgen gegenwärtig nur gegen Vorkasse und unter Berücksichtigung von Preisanpassungen. Forderungen gegenüber Kunden der liefernden MUSTANG Russia konnten im Geschäftsjahr deutlich reduziert werden. Zahlungen aus Russland sind derzeit nicht eingeschränkt. Sollten sich Sanktionen auf unsere Tochtergesellschaft in Russland negativ auswirken, könnte dies zu einer Reduzierung von Umsatz und Ertrag führen. Ein Wegfall des Russlandgeschäfts bei einer weiteren Eskalation des Konfliktes ist nach unserer Einschätzung isoliert nicht bestandsgefährdend (vgl. D.3.). Allerdings ergäben sich bei Entkonsolidierung der russischen Tochtergesellschaft bilanzielle Auswirkungen durch Ausbuchung von bisher konsolidierten Forderungen der MUSTANG Jeans GmbH.

Mit den finanzierenden Kreditinstituten wurde ein monatliches Reporting vereinbart. Das Reporting beinhaltet Plan-/Ist-Vergleiche für GuV, Bilanz und Cashflow und eine rollierende 13-Wochen-Liquiditätsvorschau.

Zusätzlich erfolgt ein regelmäßiges Quartalsreporting, in dem aufbauend auf dem aktuellen IST ein überarbeiteter Forecast für die verbliebenen Monate des Jahres erstellt wird. Das Quartalsreporting setzt sich ebenfalls aus GuV, Bilanz und Cashflow, mit den entsprechenden Vergleichen zusammen.

3. Bestandsgefährdende Risiken

Die Unternehmensplanung der MUSTANG-Unternehmensgruppe zeigt bei planmäßiger Entwicklung für das Geschäftsjahr 2023 zu jedem Zeitpunkt eine finanzielle Überdeckung. Die in Kapitel C. "Prognosebericht" des Lageberichts aufgeführten und bereits über konkrete Verträge bzw. Aufträge bestehenden Chancen der operativen Gesellschaften für die Folgemonate sind bisher nicht in die Unternehmensplanung eingeflossen und bilden eine entsprechende Reserve. Darüber hinaus stehen noch die KK-Linie der Sparkasse Hohenlohe (0,8 Mio. EUR) und vertraglich vereinbarte Lieferantenlinien der MUSTANG Jeans GmbH (1,5 Mio. EUR) zur Verfügung. Anhaltspunkte dafür, dass die Lieferantenlinien nicht wie vertraglich vereinbart zur Verfügung stehen würden, liegen der Geschäftsführung aktuell nicht vor. Banken- und Lieferantenlinien bilden für die MUSTANG-Unternehmensgruppe somit eine zusätzliche Reserve. Das Unternehmen verfügt nach Einschätzung der Geschäftsführung über eine stabile Finanz- und Liquiditätssituation.

Wesentliche Planungsprämissen sind hierbei, dass die Umsatztätigkeit der MUSTANG-Unternehmensgruppe zukünftig nicht mehr wesentlich durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie beeinflusst ist und Markt- und Nachfrageimpulse bei den Konsumenten sich nicht signifikant verschlechtern. Teil der Planungsprämissen ist ebenfalls die Fortführung der Geschäftstätigkeit in Russland. Sollte das Russlandgeschäft aufgrund der Ukraine-Krise vollständig eingestellt werden, dann stellt dies singulär betrachtet kein bestandsgefährdendes Ereignis für die MUSTANG-Unternehmensgruppe dar. Erst im Zusammenwirken mit weiteren signifikanten Planungsabweichungen, die sich u.a. aus einer deutlichen Verschlechterung der Markt- und Nachfrageimpulse sowie weiterer exogener und makroökonomischer Rahmenbedingungen ergeben könnten, wäre dies der Fall. Diese Abweichungen können je nach Ausmaß und Konstellation den Fortbestand der MUSTANG-Unternehmensgruppe gefährden.

Die Geschäftsführung schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass die oben genannten Planabweichungen kumulativ in einem bestandsgefährdenden Ausmaß gleichzeitig eintreten, grundsätzlich als möglich, kurzfristig aber als eher gering ein.

Ungeachtet dessen, hat die MUSTANG-Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren bewiesen, dass es in der Lage ist, erfolgreich auf die unterschiedlichsten negativen wirtschaftlichen Einflüsse zu reagieren.

E. Nachhaltigkeit

MUSTANG hat sich durch die Einführung der Ethik-Charta "True Way" im Jahr 2021 zu einer nachhaltigen Unternehmensführung bekannt. Diese berücksichtigt alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Ökologie, Gesellschaft (Soziales) und Ökonomie. Eine nachhaltige Unternehmensführung hat das Ziel so zu wirtschaften, dass die Bedürfnisse der heutigen Generationen erfüllt werden, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen einzuschränken oder gar zu gefährden. Dies ist für uns von übergeordneter Bedeutung, da MUSTANG als Teil der Gesellschaft die Verantwortung hat, einen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Nachhaltigkeit zu leisten.

Im Jahr 2019 wurde für die Erarbeitung und Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie in den Aspekten Ökologie und Gesellschaft (Soziales) das CR-Board (Corporate Responsible-Board) gegründet, welches von unserem CEO geleitet wird und bereichsübergreifend besetzt ist. Ziel ist es u.a., die Umweltbelastungen durch unsere Geschäftstätigkeiten zu minimieren, die Nachhaltigkeit unserer Produkte durch Qualität und Langlebigkeit zu erhöhen und die Arbeitsbedingungen und Sozialstandards in unserer globalen Wertschöpfungskette zu verbessern. Die Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich dabei an der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Über Inhalt und Fortschritt zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie informieren wir unter Verantwortung - Company Mustang Jeans (mustang-jeans.com).

 

Schwäbisch Hall, 31. März 2023

gez. Andreas Baur, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MUSTANG GmbH, Schwäbisch Hall:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MUSTANG GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MUSTANG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt A. "Allgemeine Erläuterungen" im Konzernanhang sowie die Angaben in Abschnitt D.3. des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass Abweichungen von den Planungsprämissen im Rahmen der Unternehmensplanung je nach Ausmaß und Konstellation den Fortbestand der MUSTANG-Unternehmensgruppe gefährden könnten.

Die Unternehmensplanung der MUSTANG-Unternehmensgruppe zeigt bei planmäßiger Entwicklung für das Geschäftsjahr 2023 - unter den Planungsprämissen, dass die Umsatztätigkeit zukünftig nicht mehr wesentlich durch die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie beeinflusst ist, sich die Markt- und Nachfrageimpulse bei den Konsumenten nicht signifikant verschlechtern sowie das Russland-Geschäft fortgeführt werden kann - zu jedem Zeitpunkt eine finanzielle Überdeckung.

Die Geschäftsführung weist darauf hin, dass die Einstellung des Russland-Geschäfts im Zusammenwirken mit weiteren signifikanten Planungsabweichungen, die sich u.a. aus einer deutlichen Verschlechterung der Markt- und Nachfrageimpulse sowie weiterer exogener und makroökonomischer Rahmenbedingungen ergeben könnten, je nach Ausmaß und Konstellation den Fortbestand der MUSTANG-Unternehmensgruppe gefährden könnte.

Wie in den Angaben in Abschnitt A im Konzernanhang und Abschnitt D.3. des Konzernlageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 6. April 2023

Mazars GmbH & Co. KG
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gez. Lisa-Katrin Lohrmann, Wirtschaftsprüferin

gez. Martin Haack, Wirtschaftsprüfer

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