Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 161496
Eingetragen
16.3.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software und Software-Dienstleistungen sowie Dienstleistungen im eBusiness-Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Gerhard Muckel
seit 25.7.2024
Prokura
Geschäftsführer
Denis Werner
seit 16.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (15)

NameAnteil
Insight CT Del-Coinv S.à r.l.LUX
53.75%
35.83%
Accel Leaders 3 L.P.USA
6.16%
Eurazeo Growth Fund IV S.L.P.FRA
1.21%
Insight CT Co-Invest I SCSLUX
0.90%

Gesellschafter
Beta

5 von 15 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Insight CT Del-Coinv S.à r.l.
Luxembourg
53.75%
REWE digital GmbH
Germany
35.83%
Accel Leaders 3 L.P.
United States
6.16%
Eurazeo Growth Fund IV S.L.P.
France
1.21%
Insight CT Co-Invest I SCS
Luxembourg
0.90%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

commercetools GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

Die commercetools GmbH (im Folgenden kurz "CT GmbH" oder "Gesellschaft") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in München (HRB 161496). Zweck der Gesellschaft ist die Entwicklung und der Vertrieb einer cloudbasierten E-Commerce-Plattform. Das Angebot richtet sich vor allem an global aktive Händler und Hersteller, für die Agilität und ein schneller Markteintritt entscheidend sind. Mithilfe eines internationalen Partner-Netzwerks unterstützt die CT GmbH diese Händler dabei, ihre bisherigen unflexiblen Software-Lösungen durch eine moderne Architektur zu ersetzen. Die commercetools-Plattform (im Folgenden "CTP") ist eine "headless"-Lösung. Dies bedeutet, dass es eine klare Trennung von Frontend und Backend gibt. Die CTP verfügt über eine flexible API-Programmierschnittstelle, über die durch die Standards "REST" und "GraphQL" auf Daten und Logik zugegriffen werden kann. Sie zeichnet sich außerdem durch ihre flexible Datenmodellierbarkeit und ihre umfangreiche Preisgestaltungsfunktionalität aus. Als echte (native) Multi-Tenant-Cloudlösung ist sie auf Skalierbarkeit und globale Verfügbarkeit ausgelegt.

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der commercetools Inc. mit Sitz in Durham (North Carolina), Vereinigte Staaten von Amerika, der commercetools B.V. mit Sitz in Amsterdam, Niederlande, der commercetools Ltd mit Sitz in London, Vereinigtes Königreich, der commercetools Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur, der commercetools AU Pty Ltd mit Sitz in Sydney, Australien, sowie an der commercetools CH AG mit Sitz in Zürich, Schweiz. Die Anteile an der Gesellschaft selbst werden zu 60% von der Insight CT Del-Coinv S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg und zu 40% von der REWE Digital GmbH mit Sitz in Köln gehalten.

2. Forschung und Entwicklung

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der commercetools-Plattform stellt das Hauptaugenmerk der Investitionen der Gesellschaft dar. Neben einer fortlaufenden Optimierung des Betriebs der commercetools-Plattform mit dem Fokus auf weitere Skalierbarkeit des Produkts werden fortlaufend neue Funktionen bereitgestellt. Durch die vollständig cloudbasierte Architektur ist eine flexible Erweiterung des Produkts ohne Betriebsunterbrechung möglich. Auch zukünftig werden die umfangreichen Investitionen in das Produkt weitergeführt, um unsere Marktposition in dem bestehenden dynamischen Wettbewerbsumfeld weiter stärken zu können.

3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenentwicklungen

Bedingt durch die weltweite COVID-19-Pandemie verzeichnete die Konjunktur in Deutschland im Jahr 2020 einen Rückgang. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging gegenüber dem Jahr 2019 um 4,8% zurück (Vorjahr: Anstieg um 0,6%) 1 . Auch die Inflation verzeichnete einen erneuten Rückgang auf 0,5% (Vorjahr: 1,4%) 2 . Die negative wirtschaftliche Entwicklung schlug sich auch auf dem Arbeitsmarkt nieder. Die Arbeitslosigkeit lag mit 5,9% auf einem höheren Niveau als noch im Vorjahr (5,0%) 3 .

Der Umsatz im Einzelhandel stieg trotz der anhaltenden Pandemie im Vergleich zum Vorjahr um 5,71% und belief sich im Jahr 2020 auf EUR 577,4 Mrd. 4 Insbesondere das Wachstum im Bereich E-Commerce war unvermindert stark. Insgesamt wurde hier deutschlandweit ein Umsatz von EUR 83,3 Mrd. erzielt, was einem Umsatzwachstum von 14,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht 5 . Die positive Dynamik im Online-Handel setzte sich somit auch im Jahr 2020 unverändert fort, wobei die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie (z.B. Schließung Einzelhandel) diesen Trend sogar weiter beschleunigt haben.

4. Darstellung der Lage der Gesellschaft

4.1 Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Jahr 2020 war durchweg positiv. Die Gesellschaft konnte die in der Unternehmensplanung angesetzten und im Vorjahr prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele erfüllen. Der Umsatz lag bei TEUR 19.848 und konnte im Vergleich zum Vorjahr um 46% gesteigert werden. Dies entspricht der Vorjahresprognose, nach der ein deutliches Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich erwartet wurde. Der Jahresfehlbetrag stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.979 auf TEUR -7.152 an und bewegte sich damit im Rahmen der bestehenden Investitionsplanung. Im Vergleich zur Vorjahresprognose für 2020, die einen Jahresfehlbetrag auf ähnlichem Niveau vorhergesehen hatte, ist der Jahresfehlbetrag aufgrund der stärkeren Ausweitung der Geschäftstätigkeit und weiteren Expansion im Ausland gestiegen. Ziel der Gesellschaft ist weiterhin durch ein starkes Umsatzwachstum den Marktanteil signifikant zu erhöhen. Um das Wachstum der Gesellschaft weiter voranzutreiben, lag der Fokus der Investitionen im Jahr 2020 neben der Produktentwicklung grundsätzlich in den Bereichen Marketing und Vertrieb. Eine immer größere Bedeutung erhalten auch die internationalen Absatzmärkte. Dieser Tatsache wurde durch die Gründung weiterer Vertriebsgesellschaften in Australien und der Schweiz Rechnung getragen.

4.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft umfassen die Nutzungsgebühren der CTP sowie Beratungsleistungen, die im Zusammenhang mit der Implementierung und Nutzung der CTP erbracht werden. Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 6.276 (46%) gesteigert werden und betragen im Berichtsjahr TEUR 19.848. Das weiterhin andauernde starke Wachstum ist auf die steigende Kundennachfrage nach einer agilen und flexiblen E-Commerce Softwarelösung zurückzuführen. So konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl die Anzahl als auch die Größe der Kunden weiter signifikant gesteigert werden.

Die größten Kostenblöcke stellen im Geschäftsjahr 2020 die Personalaufwendungen (TEUR 12.154) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 12.983) dar. Der Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 1.659 (16%) ist im Wesentlichen auf die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 5.621 (76%) auf TEUR 12.983 angestiegen. Diese Zunahme ist primär auf den Anstieg der Verrechnung von konzerninternen Leistungen zurückzuführen. Auch der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Jahr 2019 um TEUR 1.081 (140%) auf TEUR 1.851. Der Jahresfehlbetrag fällt mit TEUR -7.152 um TEUR 1.979 (38%) höher aus als im Vorjahr. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf die höheren Personalaufwendungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen.

4.3 Vermögens- und Finanzlage

4.3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ging im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich um TEUR 350 auf TEUR 30.181 (1%) zurück.

Die Sachanlagen erhöhten sich um TEUR 180 auf TEUR 477. Dies ist auf den Anstieg der Mitarbeiteranzahl und dem damit einhergehenden Bedarf von Büroräumlichkeiten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen.

Die Finanzanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 333 auf TEUR 10.598 (3%) gestiegen. Dieser Anstieg ist unter anderem durch die Neugründung der Vertriebsgesellschaften in Australien und der Schweiz bedingt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 351 auf TEUR 1.412 (33%). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.580 auf TEUR 10.235 gestiegen, was insbesondere auf eine Zunahme der konzerninternen Verrechnungen zurückzuführen ist.

Die Flüssigen Mittel haben sich um TEUR 7.680 auf TEUR 6.734 verringert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 432 und ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 62 gestiegen.

Das Eigenkapital verringerte sich um TEUR 7.152 auf TEUR 20.389. Ursache für diesen Rückgang war der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -7.152.

Die sonstigen Rückstellungen sind geringfügig um TEUR 9 auf TEUR 536 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 1.104 auf insgesamt TEUR 1.717. Bedingt durch die Zunahme der konzerninternen Verrechnungen stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 4.164 auf TEUR 5.532. Die sonstigen Verbindlichkeiten verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang in Höhe von TEUR 25 und betragen im Geschäftsjahr TEUR 269.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 1.739 und ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 1.552 gestiegen. Dieser Anstieg ist auf eine Umstellung im Rechnungsstellungsprozess zurückzuführen.

4.3.2 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote liegt zum Abschlussstichtag bei 68% (Vorjahr: 90%). Nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2020 wurde die Finanzierung der Gesellschaft durch Zuführungen der Gesellschafter in die Kapitalrücklage gesichert. Die Liquidität der commercetools GmbH ist somit weiterhin sichergestellt.

4.3.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutendsten Steuerungskennzahlen der Gesellschaft sind der Umsatz und das Jahresergebnis. Für das Geschäftsjahr 2020 betrug der Nettoumsatz der commercetools GmbH TEUR 19.848 (Vorjahr: TEUR 13.572). Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft belief sich im Jahr 2020 auf TEUR -7.152 (Vorjahr: TEUR -5.173).

5. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken

Im Rahmen des Risikomanagements führt die Gesellschaft regelmäßige Analysen zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von etwaigen Risiken durch. Die Geschäftsführung wird hierbei durch das Management-Team unterstützt. Die regelmäßige Überwachung umfasst unter anderem einen ausführlichen monatlichen Management-Report, der durch die Finanzabteilung zur Verfügung gestellt wird.

5.1 Darstellung der Risiken

5.1.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken

Für die Gesellschaft bestehen grundsätzlich Risiken im Zusammenhang mit Veränderungen in der gesamtwirtschaftlichen Situation. Eine Schwächung der Konjunktur kann sich negativ auf die Investitionsbereitschaft potenzieller Kunden auswirken. Durch den vergleichsweise geringen Investitionsaufwand bei der Implementierung und dem Betrieb der CTP schätzen wir die Auswirkungen des Risikos als gering bis mittel ein.

Die weiteren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die gesamtwirtschaftliche Situation bleiben abzuwarten. Trotz möglicher negativer Auswirkungen der Pandemie auf die Gesamtkonjunktur hat das Geschäftsjahr 2020 gezeigt, dass der Einzelhandel und insbesondere der Bereich E-Commerce hiervon nur in geringem Ausmaß betroffen ist. Durch die aktuelle Situation ist zudem eine zusätzliche Dynamik im Bereich E-Commerce zu beobachten. Daher schätzen wir die Auswirkungen des Risikos der COVID-19-Pandemie für die Gesellschaft als gering bis mittel ein.

Des Weiteren besteht das Risiko, dass Wettbewerber neue Produkte oder Technologien entwickeln und der bestehenden Wettbewerbsposition schaden. Neben tatsächlichen technologischen Weiterentwicklungen kann dies auch durch Adaption der Produktpositionierung in der Außendarstellung an moderne Begrifflichkeiten wie "Cloud" oder "Headless" erfolgen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit schätzen wir als gering bis mittel ein. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft können als moderat betrachtet werden.

5.1.2 Technologierisiken

Das größte technologische Risiko stellt eine Störung des Betriebs der CTP dar. Dies würde zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit führen. Aufgrund bestehender Service Level Agreements mit den Kunden der Gesellschaft würde eine Unterschreitung der vertraglich garantierten Verfügbarkeit zu Erstattungsansprüchen seitens der Kunden führen. Um dieses Risiko zu minimieren, wurden verschiedene Maßnahmen getroffen. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Cloud-Infrastruktur gehört hierzu ein 24/7 Monitoring im Rahmen dessen verschiedene Leistungsindikatoren überwacht werden. Außerdem wird die CTP in verschiedenen Rechenzentren betrieben. Dies ermöglicht unter anderem ein redundantes Hosting. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen schätzen wir den Eintritt des Risikos als gering ein. Ein etwaiger Eintritt könnte große Auswirkungen auf die Reputation der Gesellschaft haben.

5.1.3 Personalentwicklung

Der Fachkräftemangel stellt die Gesellschaft im Bereich Recruiting vor große Herausforderungen. Hierbei besteht das Risiko insbesondere darin, keine geeigneten Mitarbeiter zur Weiterentwicklung der CTP zu finden. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, setzt die Gesellschaft auf flexible Strukturen und auf ein global tätiges Recruiting-Team. Des Weiteren erhalten die Mitarbeiter diverse Benefits, um die Attraktivität des Arbeitgebers zu steigern. Die Gesellschaft schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos sowie die Auswirkungen als gering ein.

5.1.4 Rechtliche Risiken

Die CT GmbH agiert in einem komplexen und sich stetig ändernden rechtlichen Umfeld. Hierzu zählt auch die Umsetzung vertraglich zugesicherter Maßnahmen zum Informationsschutz und insbesondere die Einhaltung der Vorgaben der europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Um den damit einhergehenden regulatorischen Verpflichtungen nachzukommen, wurden verschiedene Maßnahmen eingeführt. Diese beinhalten unter anderem umfangreiche Informationsschutzrichtlinien, welche in einem ISMS (Informationsschutzmanagementsystem) zusammengefasst sind. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter der Gesellschaft regelmäßig in verschiedenen Schulungsformaten zu diesem Thema sensibilisiert. Zusätzlich wurden externe Prüfungsgesellschaften beauftragt, um die entsprechenden Dokumentationen und Prozesse zu auditieren. Die Gesellschaft schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit daher als gering sowie die Auswirkungen als moderat ein.

5.1.5 Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit ist die commercetools GmbH dem Risiko ausgesetzt, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Dieses Ausfallrisiko wird durch eine kontinuierliche Überwachung der Forderungen minimiert. Die Mehrzahl der Umsätze wird mit großen Konzernen erzielt, weshalb die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen als gering eingeschätzt werden. Die Geschäftsführung erwartet keine signifikant erhöhten Forderungsausfälle bedingt durch die konjunkturelle Entwicklung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Fremdwährungs- oder Zinsrisiken.

5.2 Darstellung der Chancen

Die Gesellschaft konnte das Wachstum der letzten Jahre auch im Geschäftsjahr 2020 unvermindert fortsetzen. Durch neue, global agierende Kunden steigt auch die Markenbekanntheit der Gesellschaft im Enterprise-Segment kontinuierlich an. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass die drei bekanntesten Analysten-Häuser Forrester, Gartner und IDC die Gesellschaft seit dem Jahr 2017 in ihren Reports führen. Seit dem Geschäftsjahr 2020 wird die CTP zudem als einzige E-Commerce Plattform in allen drei Reports in der Kategorie "Leader" geführt.

Die MACH-Architektur (Microservices, API, Cloud, Headless) der CTP ist geeignet für den best-of-Breed-Ansatz, der sich zunehmend als Maßstab im digitalen Handel durchsetzt. Diese Art der Architektur sichert Unternehmen einen schnellen Markteintritt bei gleichzeitiger Flexibilität im Zusammenhang mit dem Aufbau eines individuellen Markenauftritts sowie der Umsetzung eines inspirierenden Einkaufserlebnisses. Die CTP besticht hierbei insbesondere im mobilen Bereich und in Kombination mit Frontend-as-a-Service-Angeboten.

Wir beobachten zudem einen Anstieg von Replatforming- bzw. Migrationsprojekten, bei denen monolithische Lösungen der Wettbewerber ersetzt werden. Neben der Ablösung existierender Lösungen wird die moderne Architektur der CTP auch bei der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle nachgefragt.

Wie bereits dargestellt, hat der Anteil des Online-Handels am Gesamt-Einzelhandelsumsatz in der Vergangenheit kontinuierlich zugenommen. Es ist auch zukünftig zu erwarten, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird. Für die CT GmbH räumt diese Entwicklung die Möglichkeit ein, Umsatzwachstum sowohl durch die Akquise von Neu-Kunden als auch im Bereich von Bestandskunden zu realisieren und somit am steigenden Online-Umsatz zu partizipieren.

Weitere Chancen für die Gesellschaft bestehen durch die zusätzliche internationale Expansion der Gesellschaft. Hierbei stehen insbesondere die Märkte in den Benelux-Staaten, dem Vereinigten Königreich sowie der Region Asien-Pazifik im Vordergrund.

5.3 Gesamtbewertung der Risiken und Chancen durch die Unternehmensleitung

Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, deren Eintritt den Fortbestand der commercetools GmbH gefährden könnten. Trotz der Tatsache, dass sich die Gesellschaft weiterhin in der Investitionsphase befindet, stehen durch die nach dem Ablauf des Geschäftsjahres 2020 erfolgte Finanzierungsrunde ausreichend liquide Mittel zur weiteren Expansion zur Verfügung.

5.4 Prognosebericht

Der kontinuierlich steigende Anteil des Online-Handels am Gesamteinzelhandelsumsatz sowie die wachsende Nachfrage nach agilen und flexiblen Cloud-Technologien führen auch zukünftig zu einem großen Wachstumspotenzial der Gesellschaft. Neben den bereits bestehenden Märkten werden sich des Weiteren kurz- und mittelfristig weitere Wachstumschancen in anderen Regionen ergeben. Die Auswirkungen und Folgen der COVID-19-Pandemie werden die Digitalisierung und die damit einhergehende Priorisierung des Bereichs E-Commerce voraussichtlich weiter beschleunigen. Auch hierdurch werden in Zukunft weitere Wachstumsmöglichkeiten entstehen, von denen die Gesellschaft kurz- bis mittelfristig profitieren kann.

Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir deshalb von einer weiteren deutlichen Steigerung des Umsatzes im zweistelligen Prozentbereich aus. Die zusätzlichen Investitionen in die Produktentwicklung und in die Marketing- und Vertriebsaktivitäten der Gesellschaft werden zudem einen weiteren Anstieg der Personalkosten zur Folge haben. Auf Basis dieser Annahmen erwartet die Gesellschaft, dass der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um einen einstelligen Millionenbetrag ansteigen wird.

 

München, den 23. Juni 2021

commercetools GmbH, München

Dirk Hörig, Geschäftsführer

Denis Werner, Geschäftsführer

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/
2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1046/umfrage/inflationsrate-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahr/
3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/
4 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/70190/umfrage/umsatz-im-deutschen-einzelhandel-zeitreihe/
5 https://www.bevh.org/presse/pressemitteilungen/details/e-commerce-in-dach-ueberspringt-100-mrd-euro-deutschsprachiger-markt-fuehrend-in-europa.html

commercetools GmbH

Amtsgericht München, HRB 161496

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.720,00 5.160,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.729,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 392.814,00 296.425,00
476.543,00 296.425,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.360.178,46 10.264.667,38
2. sonstige Ausleihungen 237.671,55 0,00
10.597.850,01 10.264.667,38
11.076.113,01 10.566.252,38
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.411.614,40 1.060.308,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.235.421,48 3.655.785,81
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 210.625,74 388.790,56
(davon gegen Gesellschafter € 210.625,74; Vorjahr € 388.790,56)
4. sonstige Vermögensgegenstände 81.432,71 75.496,83
11.939.094,33 5.180.381,22
II. Guthaben bei Kreditinstituten 6.733.539,86 14.413.705,44
18.672.634,19 19.594.086,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 431.928,92 370.304,81
431.928,92 370.304,81
30.180.676,12 30.530.643,85

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.019.347,00 1.019.347,00
II. Kapitalrücklage 54.913.438,72 54.913.438,72
III. Verlustvortrag -28.391.887,24 -23.218.531,62
IV. Jahresfehlbetrag -7.152.378,26 -5.173.355,62
20.388.520,22 27.540.898,48
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 535.785,92 527.048,16
535.785,92 527.048,16
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.716.740,26 612.708,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.532.292,82 1.368.713,90
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 769,79
(davon gegenüber Gesellschafter € 0,00; Vorjahr € 769,79)
4. sonstige Verbindlichkeiten 268.512,14 293.834,94
7.517.545,22 2.276.026,63
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.738.824,76 186.670,58
1.738.824,76 186.670,58
30.180.676,12 30.530.643,85

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 19.847.811,19 13.572.108,63
2. sonstige betriebliche Erträge 235.506,96 16.927,06
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.850.782,43 -769.881,46
18.232.535,72 12.819.154,23
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.418.860,24 -8.971.742,86
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.735.090,08 -1.523.485,93
-12.153.950,32 -10.495.228,79
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -214.401,63 -149.292,74
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -12.983.484,84 -7.362.416,90
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 258,00 20.215,66
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -28.534,67 -418,39
9. Ergebnis nach Steuern -7.147.577,74 -5.167.986,93
10. sonstige Steuern -4.800,52 -5.368,69
11. Jahresfehlbetrag -7.152.378,26 -5.173.355,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die commercetools GmbH hat ihren Sitz in München und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen (HRB 161496).

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 ist nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 Abs. 2 und 3 sowie 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt ist.

Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen ergänzend im Anhang.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2019 wurden unverändert übernommen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht. Die Gesellschaft übt dieses Wahlrecht grundsätzlich dahingehend aus, dass keine Aktivierung stattfindet und eine ergebniswirksame Erfassung der hierfür anfallenden Aufwendungen erfolgt.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige sowie gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Bei vollständigem oder teilweisem Entfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird gemäß § 253 Abs. 5 HGB eine Wertaufholung vorgenommen.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr erworbene Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 250 Euro bis 800 Euro (ohne Umsatzsteuer) werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 800 Euro werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen werden in Höhe ihrer Anschaffungskosten unter Berücksichtigung erforderlicher Abschreibungen bewertet. Liegen Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, so werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei voraussichtlich nicht dauerhafter Wertminderung werden in Ausübung des Wahlrechts des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB grundsätzlich keine Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung, so werden die niedrigeren Wertansätze nicht beibehalten. Der Ansatz der Beteiligungsbuchwerte wird einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihren Nominalbeträgen bilanziert. Für mögliche Ausfallrisiken werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für transitorische Sachverhalte gebildet. Die Höhe des aktiven wie passiven Abgrenzungsbetrages richtet sich grundsätzlich nach dem Zahlungsbetrag und dem Verhältnis von bis zum Abschlussstichtag empfangener bzw. erbrachter Leistung und noch ausstehender Gegenleistung. Abgrenzungsposten, die sich über mehrere Geschäftsjahre erstrecken, werden nicht abgezinst.

Das Eigenkapital ist vor Verwendung des Jahresergebnisses dargestellt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Rückstellungen werden unter Beachtung zukünftiger Preis- und Kostenänderungen mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden grundsätzlich mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020 ist unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.412 1.060
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.235 3.656
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 211 389
Sonstige Vermögensgegenstände 81 75
Gesamt 11.939 5.180

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen gegen Tochtergesellschaften, die aus konzerninternen Verrechnungen resultieren.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Forderungen gegen die Gesellschafterin REWE Digital GmbH.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 19) enthalten, der rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entsteht. Dieser betrifft Vorsteuererstattungsansprüche.

Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Guthaben bei Kreditinstituten

Der Bilanzposten enthält ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.734 (Vorjahr: TEUR 14.414).

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 370) und bezieht sich auf Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

5. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der commercetools GmbH beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert TEUR 1.019.

6. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert TEUR 54.913.

7. Verlustvortrag

Der Verlustvortrag entwickelte sich im Geschäftsjahr 2020 wie folgt:

in TEUR 2020 2019
1. Januar 23.219 18.675
Einstellung aus dem Vorjahresergebnis 5.173 4.544
31. Dezember 28.392 23.219

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Sonstige Rückstellungen 536 527

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 246 (Vorjahr: TEUR 235), Bonusrückstellungen in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 122), Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 34), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 64) und Rückstellungen für Abschlussprüfungskosten in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 27).

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.717 613
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.532 1.369
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 1
Sonstige Verbindlichkeiten 269 293
davon aus Steuern 204 240
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 25 22
Gesamt 7.518 2.276

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber Tochtergesellschaften und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen.

Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

10. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 1.739 (Vorjahr: TEUR 187) und bezieht sich auf Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erlöse für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2020 bestehen Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 7.180 (Vorjahr: TEUR 899).

Dem Risiko einer längerfristigen Vertragslaufzeit stehen höhere Planungssicherheiten sowie Liquiditätsvorteile entgegen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse umfassen im Wesentlichen Nutzungsgebühren der commercetools-Plattform sowie Beratungsdienstleistungen, die im Zusammenhang mit der Implementierung und Nutzung der Plattform erbracht werden.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Der Gesamtbetrag der sonstigen betrieblichen Erträge beträgt im Berichtsjahr TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 17). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten.

3. Personalaufwand

Im Personalaufwand in Höhe von TEUR 12.154 (Vorjahr: TEUR 10.495) sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten.

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen gliedern sich wie folgt auf:

in TEUR 2020 2019
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 3 4
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 211 145
Gesamt 214 149

Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Weiterführende Informationen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt im Berichtsjahr

TEUR 12.983 (Vorjahr: TEUR 7.362) und entfällt im Wesentlichen auf Aufwendungen in den Bereichen Werbung und Hosting sowie konzerninterne Dienstleistungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 12) enthalten.

6. Zinsergebnis

Das Zinsergebnis in Höhe von TEUR -28 (Vorjahr: TEUR 20) gliedert sich wie folgt auf:

in TEUR 2020 2019
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 20
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29 0
Gesamt - 28 20

V. Sonstige Angaben

1. Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter belief sich während des Geschäftsjahres 2020 im Durchschnitt auf 150 (Vorjahr: 138). Die Anzahl der Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf:

Gruppe 2020 2019
Vollzeitkräfte 133 121
Teilzeitkräfte 6 7
Werkstudenten 11 10
Gesamt 150 138

2. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr aus Dirk Hörig (Vorsitzender der Geschäftsführung) und Denis Werner (Leiter Operations) zusammen.

3. Gesamtbezüge der Organmitglieder

Die Angabe der im Geschäftsjahr geleisteten Bezüge an Mitglieder der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen liegen keine Bezüge vor.

Zum 31. Dezember 2020 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an die Organmitglieder. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.

4. Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz der Gesellschaft gliedert sich wie folgt:

Name Sitz Beteiligung Eigenkapital (31.12.2020) Ergebnis (2020)
commercetools Inc. 100,00% -1.170 TEUR -1.687 TEUR
Durham
commercetools B.V. 100,00% 27 TEUR -35 TEUR
Amsterdam
commercetools Ltd. 100,00% -78 TEUR -56 TEUR
London
commercetools Pte. Ltd. 100,00% -540 TEUR -227 TEUR
Singapur
commercetools AU Pty Ltd 100,00% -518 TEUR -519 TEUR
Sydney
commercetools CH AG 100,00% 95 TEUR 3 TEUR
Zürich

5. Konzernverhältnisse

Die commercetools GmbH, München, ist von der Pflicht zur Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit, da für sie und ihre Tochterunternehmen die größenabhängige Befreiung nach § 293 Abs. 1 HGB erfüllt ist.

6. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Mit notariellen Beurkundungen vom 29. März 2021 und 26. Mai 2021 haben die Gesellschafter Kapitalerhöhungen beschlossen. Im Rahmen dieser Kapitalerhöhungen wurden insgesamt 105.395 neue Anteile zum Nominalwert von EUR 1 ausgegeben. Das Stammkapital der Gesellschaft hat sich hierdurch auf EUR 1.124.742 erhöht. Die Eintragungen in das Handelsregister erfolgten am 22. April 2021 und am 17. Juni 2021.

Die weltweite COVID-19-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte, internationale Lieferketten sowie die Industrieproduktion. In Anbetracht der dritten Welle an Neuinfektionen im Frühjahr 2021 und der sich seit dem Frühsommer 2021 ausbreitenden Delta-Variante gilt dies nach wie vor. Derzeit sind allerdings keine negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit festzustellen.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 7.152 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 23. Juni 2021

commercetools GmbH, München

Dirk Hörig, Geschäftsführer

Denis Werner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020
TEUR
Zugänge Umbuchungen
TEUR
Abgänge Umbuchungen
TEUR
31.12.2020
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10 0 0 10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 86 0 86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777 327 137 967
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.265 95 0 10.360
2. Sonstige Ausleihungen 0 238 0 238
11.052 746 137 11.661
Abschreibungen
01.01.2020
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2020
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5 3 0 8
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 2 0 2
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 481 209 115 575
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
486 214 115 585
Restbuchwerte
31.12.2020
TEUR
31.12.2019
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2 5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 392 296
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.360 10.265
2. Sonstige Ausleihungen 238 0
11.076 10.566

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die commercetools GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der commercetools GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der commercetools GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 16. Juli 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Kirschke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Heiko Brausten, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 08.11.2021 festgestellt.

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