JI Lifestyle GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Ziegler seit 7.4.2026 | Prokura |
Philipp Dr. Klingebiel seit 17.11.2025 | Prokura |
Verena School seit 17.11.2025 | Prokura |
Nico Marquardt seit 25.4.2025 | Prokura |
Matthias Demmel seit 24.3.2021 | Prokura |
Rolf Wulle seit 28.5.2019 | Vorstandsmitglied |
Petra Priller seit 3.9.2012 | Prokura |
Dirk Dr. Böttger seit 3.9.2012 | Prokura |
Constantin Svoboda seit 18.7.2007 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LEGIAL AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen der Gesellschaft Im Geschäftsjahr wurde jede Zahl und Summe jeweils kaufmännisch gerundet. Die Zahlen in Klammern weisen die Vorjahreswerte aus. Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird davon abgesehen, bei Fehlen einer geschlechtsneutralen Formulierung sowohl die männliche als auch weitere Formen anzuführen. Die gewählten männlichen Formulierungen gelten deshalb uneingeschränkt auch für die weiteren Geschlechter. Unser Unternehmen Die LEGIAL AG (im Folgenden: LEGIAL) ist ein Unternehmen der ERGO Versicherung AG. Sie hat ihren Sitz in München. Die LEGIAL ist spezialisiert auf Dienstleistungen im Rechtsmarkt. Das Unternehmen richtet seinen Fokus auf die Geschäftsbereiche Prozessfinanzierung und Forderungsmanagement. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf Deutschland und Österreich sowie im Einzelfall auf ausgewählte weitere europäische Rechtsordnungen. Prozessfinanzierung Die LEGIAL übernimmt die Prozesskostenrisiken bei aussichtsreichen Klagen ab einem Streitwert von 100 Tsd. €, im Insolvenzrecht bereits ab 50 Tsd. €. Im Gegenzug wird die LEGIAL am erzielten Erlös beteiligt. Bei Prozesserlösen bis zu 500 Tsd. € erhält die LEGIAL 30 %, für den 500 Tsd. € übersteigenden Betrag beträgt die Erlösbeteiligung 20 %. Die LEGIAL trägt nach der Finanzierungszusage alle Kosten, die während der Prozessführung entstehen. Das Unternehmen gewährleistet nicht nur eine finanzielle Absicherung, zusätzlich begleiten spezialisierte Rechts- und Fachanwälte die Finanzierungen von Anfang an mit juristischer Expertise. Forderungsmanagement Zu unserem Leistungsangebot als Inkassounternehmen gehören die Einziehung gerichtlich noch nicht geltend gemachter Forderungen, das gerichtliche Mahnverfahren, die Zwangsvollstreckung sowie die Langzeitüberwachung. Das Forderungsmanagement der LEGIAL richtet sich sowohl an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) als auch an große Konzerne sowie Gemeinden und Kommunen. Für KMU bieten wir unsere Dienstleistung überwiegend im Rahmen des Existenz-Rechtsschutzes der ERGO an: Hierbei nehmen wir den Versicherungsnehmern dieses Produkts die Einziehung unstreitiger Forderungen mit einer Höhe von über 100 € ab. Das Inkasso-Angebot der LEGIAL beinhaltet zudem maßgeschneiderte Lösungen für kleine und mittlere Betriebe. Für große Unternehmen und Konzerne ermöglichen wir die effiziente Einziehung einer bedeutenden Anzahl gleichartiger Forderungen. Marketing und Vertrieb Die Marketing- und Vertriebsstrategie war auch 2023 darauf ausgerichtet, unsere unterschiedlichen Adressaten-kreise sehr gezielt anzusprechen und Streuverluste zu minimieren: Im Geschäftsbereich Prozessfinanzierung lag der Fokus auf dem Ausbau und der Pflege persönlicher Netzwerke. Durch die Teilnahme an rund 35 Veranstaltungen/Messen sowie die Organisation von exklusiven Kundenevents konnten wir unsere Präsenz in der Branche stärken, wertvolle Beziehungen vertiefen sowie neue Kontakte herstellen. Ergänzend dazu setzten wir auf regelmäßige Anzeigenschaltungen in relevanten Medien, persönliche Kanzleibesuche und auf rechtsgebietsspezifische Direktmarketing-Aktionen. Innovative Kooperationen und das Halten von Fachvorträgen bestätigten unsere Expertise in der Prozessfinanzierung. Im Forderungsmanagement geht der Vertrieb ebenso zielgruppenorientierte Wege, um das volle Potenzial auszuschöpfen: Vertriebspartner werden aktiv regelmäßig geschult und persönlich unterstützt, Bestandskunden aktiv angesprochen und beraten. Die Dokumentation dazu erfolgt im neu aufgesetzten Customer Relationship Management System. Weiterhin wurden im Bereich der Neukundengewinnung zur Unterstützung und Vorbereitung auch externe Ressourcen, wie Online-Plattformen zur B2B-Leadgenerierung als auch Call-Center genutzt. Eine verstärkte unternehmensübergreifende Präsenz im Online-Bereich, insbesondere auf LinkedIn, zeigt die Anpassung an die veränderten Kommunikationsgewohnheiten unserer Zielgruppen. Die konstanten Social-Media-Aktivitäten bewähren sich und spiegeln die Anzahl unserer Abonnenten bzw. interessierter Kunden von über 600 wider. Für beide Geschäftsbereiche hält das Marketing aktuelle, saisonale und praktische Werbemittel zur Kundenbindung und Neukundenakquise vor. Digitalisierung Im Jahr 2023 wurden weitere Meilensteine in der LEGIAL-Digitalstrategie erreicht. Zu den wesentlichen Zielen zählte die Einführung des Tools für die digitale Unterschrift und einer Software zur elektronischen Rechnungsfreigabe. Im Forderungsmanagement erfolgte ein Generationswechsel der eingesetzten Inkassosoftware. Zur Steigerung der Effizienz unserer Online-Präsenz wurden im vergangenen Jahr wieder einige Neuerungen vorgenommen. Für die Verbesserung der digitalen Auffindbarkeit wurde eine Suchmaschinenoptimierung der Website durchgeführt. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf der Textoptimierung im Bereich Prozessfinanzierung. Diese stärkt nicht nur die Positionierung in den Suchergebnissen, sondern trägt durch eine klare und verständliche Darstellung unseres Angebotes auch zu einer verbesserten Nutzerfreundlichkeit bei. Derzeit wird auch beobachtet, welche Auswirkungen gegebenenfalls Künstliche Intelligenz (KI) auf das Geschäft der Prozessfinanzierung und des Forderungsmanagements haben könnte, angefangen bei der KI-gestützten Erstellung einer Klage über die Prozessautomation bis hin zur Entscheidungsfindung. Es sollen dabei sowohl die bestehenden Chancen als auch entstehende Risiken identifiziert werden. Um den rechtlichen Anforderungen in Bezug auf Datenschutz und Tracking gerecht zu werden, führten wir das Cookie Consent Tool OneTrust ein. Diese Neuerungen reflektieren unser Engagement für eine kontinuierliche Verbesserung und Anpassung an die Bedürfnisse unserer Nutzer. Darüber hinaus dient unsere Website als vertriebsunterstützendes Instrument, indem sie für alle Zielgruppen funktionierende Services und Formulare bereitstellt. Das Projekt zur Digitalisierung des Unternehmens wurde erfolgreich fortgeführt und ein digitales Zielbild entwickelt. Personelle Entwicklung Erfahrung, unternehmerische Verantwortung und Integrität sind die Basis für unser Handeln. Unsere Mitarbeiter bauen ihr Fachwissen über unsere Angebote für Aus- und Weiterbildung stets aus. Dieser hohe Qualitätsstandard und qualifizierte Fachkräfte in allen Bereichen stärken unsere Position im Wettbewerb. Unsere modernen Arbeitszeitmodelle ermöglichen eine flexible Organisation unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Mitarbeiter. Am Ende des Berichtsjahres waren 63 (58) Mitarbeiter für die LEGIAL tätig. Der Frauenanteil lag bei 66,7 %. Der Personal- und Sozialaufwand erhöhte sich um 0,8 %. Der Anstieg ist auf die gestiegenen Lohn- und Lohnnebenkosten zurückzuführen. Die Erhöhung wird durch eine geringere geschäftsabhängige Erfolgsvergütung (Superprovision) und geringeren Aufwand für Pensionspläne abgemildert. Wir danken allen Mitarbeitern sehr herzlich für ihr großes Engagement und ihre hohe Motivation. Unsere Mitarbeiter tragen durch ihren Einsatz maßgeblich zum Erfolg der LEGIAL bei. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich 2023 etwas ab. Vor allem in Europa ließ die wirtschaftliche Dynamik deutlich nach. So ging in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt inflationsbereinigt leicht zurück (Quelle: Schätzung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung). Dagegen blieb die US-amerikanische Volkswirtschaft robust, und die chinesische Volkswirtschaft wuchs nach dem Wegfall der Pandemierestriktionen stärker als im Vorjahr. Die Inflationsraten fielen zwar, waren im Jahresdurchschnitt aber in Deutschland immer noch deutlich höher als im langjährigen Mittel. Entwicklung im Bereich Prozessfinanzierung Im Geschäftsbereich Prozessfinanzierung verläuft die Zusammenarbeit mit unseren Kunden - Anwälten als auch Insolvenzverwaltern - wie erwartet. Die Auslastung der Gerichte hat sich nach unserem Empfinden jedoch erhöht, da komplexere Verfahren einen größeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Aufgrund der 2023 andauernden Wirtschaftskrise und Inflation und einem Auslaufen der staatlichen Stützungsmaßnahmen ist ein deutlicher Anstieg der Insolvenzverfahren im Vergleich zum Vorjahr, hier ca. 50 %, zu verzeichnen, wobei das Niveau von vor Corona-Zeiten noch nicht erreicht wurde. Die Durchsetzung materiell-rechtlicher insolvenzspezifischer Ansprüche wurde durch die BGH-Rechtsprechung zu Lasten der Insolvenzverwalter seit 2021 deutlich erschwert, aber Anfang 2023 zumindest im Anfechtungsrecht durch eine klarstellende Grundsatzentscheidung wieder etwas erleichtert. Insofern konnte die Anzahl an Finanzierungen im Jahr 2023 im Insolvenzbereich zumindest stabil gehalten werden. Im Arzthaftungsrecht konnten wir erneut eine Zunahme unserer Finanzierungen verzeichnen, da dieses Rechtsgebiet auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine konstante Nachfrage aufweist. Im Jahr 2023 sind wiederum neue Marktteilnehmer ("Legal Tech") aufgetreten und versuchen nach wie vor, eine Vielzahl von Anspruchsinhabern mit gleichartigen Fällen zu akquirieren. Diese werden mit Hilfe einer Software automatisiert abgearbeitet. Der einzelne Fall ist dabei aufgrund der Streitwerthöhe für einen Prozessfinanzierer wenig interessant. Erst durch eine Bündelung der Fälle wird ein für die LEGIAL verwertbarer Streitwert erreicht werden können. Die LEGIAL engagiert sich in diesem neuen Marktbereich nach wie vor sehr dosiert. Wir werden dies aber nicht zum Schwerpunkt der Prozesskostenfinanzierung ausbauen, zumal eine erfolgreiche Durchsetzung der begehrten Ansprüche in einer Art von Sammelklagen immer noch risikobehaftet ist. Derzeit wird auch untersucht, welche Auswirkungen KI auf das Geschäft der Prozessfinanzierung haben könnte, angefangen bei der KI-gestützten Erstellung einer Klage bis hin zur Entscheidungsfindung. Es sollen dabei sowohl die bestehenden Chancen als auch entstehende Risiken identifiziert werden. Entwicklung im Bereich Forderungsmanagement Für den Bereich der Großkunden wurde im Jahr 2023 bei der Anzahl der eingereichten Forderungen mit 105.000 Stück das Vorjahresniveau um ca. 5 % übertroffen. Nachdem im Jahr 2022 für den Bereich Mittelstandsinkasso bereits ein Anstieg der eingereichten Aufträge um ca. 20 % erreicht wurde, zeigte sich der vertriebliche Erfolg auch im Jahr 2023. Die Anzahl der Neuaufträge konnte 2023 sogar um 50 % gesteigert werden. Die Deckelung der Inkassogebühren auf Grund des im Oktober 2021 In Kraft getretenen "Gesetzes zur Verbesserung des Verbraucherschutzes im Inkassorecht" zeigt weiterhin Wirkung in der gesamten Inkassobranche. Dank des erheblichen Wachstums an zu bearbeitenden Forderungen konnte trotz dieser negativen Rahmenbedingungen eine Erhöhung des Ergebnisses für das gesamte Forderungsmanagement um ca. 7 % erzielt werden. Geschäftsverlauf Prozessfinanzierung Die Anzahl der Neufinanzierungen konnte im Vergleich zum Vorjahr auf 172 (138) gesteigert werden, während sich das Optionsvolumen auf 24,1 (14,4) Mio. € deutlich erhöhte. Das Ergebnis aus Umsatzerlösen, Gerichts- und Prozesskosten in Höhe von 1.095 (4.722) Tsd. € sank im Vergleich zum Vorjahr. Geschäftsverlauf Forderungsmanagement Das Forderungsmanagement für unsere Großkunden verlief zufriedenstellend. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir den Umsatzerlös um 6,6 % auf 10.683 (10.025) Tsd. € steigern. Das neu zur Einziehung übergebene Forderungsvolumen lag im Geschäftsjahr 2023 bei 23,4 Mio. € nach 20,2 Mio. € im Vorjahr. Im Forderungsmanagement für KMU erzielen wir den Großteil der Umsatzerlöse durch unsere Inkassodienstleistung im Rahmen des Existenz-Rechtsschutzes der ERGO. Das Kundenwachstum hängt wesentlich von dessen Vertriebserfolg ab. Zum Stichtag 31.12.2023 stieg die Anzahl der Versicherungsverträge auf insgesamt 9.901 (9.471) Stück. Das Forderungsvolumen stieg um 2,5 Mio. € auf 7,5 Mio. €. Ertragslage Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind folgende Größen: Umsatzerlöse, Betriebsergebnis und Jahresüberschuss. Ergebnisentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 haben wir Umsatzerlöse in Höhe von 17.407 (20.190) Tsd. € erzielt und lagen damit deutlich unter dem Plan. Im Geschäftsbereich Prozessfinanzierung sanken die Umsatzerlöse aufgrund der durchschnittlich geringeren realisierten Streitwerte und fehlenden Entscheidungen in komplexen Verfahren signifikant um 3.573 Tsd. € auf 6.081 (9.655) Tsd. €. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Forderungsmanagement für Großkunden hingegen verbesserten sich merklich aufgrund der höheren Stückzahlen und weiter hohen Beitreibungsquoten auf 10.683 (10.025) Tsd. €. Auch im Geschäftsbereich Forderungsmanagement für kleinere und mittlere Unternehmen konnte ein signifikanter Anstieg der Umsätze um 132 Tsd. € verzeichnet werden, aufgrund der höheren in Bearbeitung befindlichen Stückzahlen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich signifikant um 1.920 Tsd. € auf 1.990 (70) Tsd. €. Ursächlich für diesen Anstieg waren im Wesentlichen Erstattungen aus der Prozesskostenausfallversicherung. Der Materialaufwand blieb auf Vorjahresniveau und betrug 10.644 (10.544) Tsd. €. Der Personalaufwand zeigte sich nahezu unverändert mit 5.290 (5.245) Tsd. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich spürbar auf 2.994 (3.244) Tsd. € aufgrund geringerer Abschreibungen im Bereich Prozessfinanzierung. Im Vorjahr wurden Abschreibungen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners einer großen gewonnenen Finanzierung vorgenommen. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen bewegten sich mit 127 (117) Tsd. € etwas über dem Vorjahr. Die Aufwendungen für die Betriebsleistung waren um 624 Tsd. € geringfügig unter dem Planwert. Maßgeblich für die gestiegenen Aufwendungen waren die Prozess- und Gerichtskosten. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und ähnlichen Erträgen und Aufwendungen zeigte einen Gewinn in Höhe von 344 (1.110) Tsd. €. Im Geschäftsbereich Prozessfinanzierung verschlechterte sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 1.249 Tsd. € auf -654 (596) Tsd. €. Dagegen verbesserte es sich im Geschäftsbereich Forderungsmanagement für Großkunden im Vergleich zum Vorjahr signifikant um 419 Tsd. € auf 1.713 (1.294) Tsd. €. Auch im Geschäftsbereich Forderungsmanagement für kleinere und mittlere Unternehmen erhöhte sich das Betriebsergebnis moderat um 64 Tsd. € auf -715 (-779) Tsd. €. Insgesamt lag das Betriebsergebnis deutlich unter dem Plan. Es wurde ein Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 58 (339) Tsd. € ausgewiesen. Das Geschäftsjahr 2023 haben wir mit einem Jahresüberschuss von 129 (696) Tsd. € beendet. Das Gesamtergebnis nach Steuern lag signifikant unter dem Planwert 2023. Vermögens- und Finanzlage Wechselkurseinflüsse Da sich im Bestand der LEGIAL keine Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung befanden, hatten Wechselkursentwicklungen keine Auswirkungen auf das Ergebnis. Investitionen Die LEGIAL hat im Berichtsjahr keine Investitionen getätigt. Forderungen und Verbindlichkeiten Die Forderungen und Verbindlichkeiten enthalten Abrechnungssalden aus den Geschäftsbereichen sowie Salden aus den Geschäftsbeziehungen innerhalb des Konzerns. Kapitalstruktur Zum 31. Dezember 2023 verfügte die LEGIAL über einen Eigenkapitalbestand von 7.829 (8.396) Tsd. €. Gemessen an der Bilanzsumme zum Stichtag betrug die Eigenkapitalquote 34,8 (41,4) %. Liquidität Das Geschäftsmodell der LEGIAL ist durch eine besondere Volatilität gekennzeichnet, da die übernommenen Fälle in der Prozessfinanzierung nicht gleichmäßig abgewickelt werden. Zur Finanzierung der Liquiditätsschwankungen hat die LEGIAL eine Vereinbarung zur kurzfristigen Aufnahme von liquiden Mitteln zur Deckung kurzfristiger Zahlungsverpflichtungen mit der ERGO Group AG, Düsseldorf, geschlossen. Zusätzlich besteht seit 2020 im Rahmen eines mittelfristigen Finanzierungskonzepts ein Konzerndarlehen in Höhe von 5,5 Mio. € an die LEGIAL. Seine Laufzeit liegt bei fünf Jahren. Im Rahmen der Liquiditätsmanagement-Vereinbarung ergab sich zum Geschäftsjahresende eine Verbindlichkeit in Höhe von 4.930 Tsd. € gegenüber der ERGO Group AG. Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit uneingeschränkt in der Lage ist, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Zum Geschäftsjahresende betrug der Liquiditätsbestand 93 (236) Tsd. €. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die LEGIAL erzielte im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von 129 (696) Tsd. €. Die ursprüngliche Planung konnte zwar nicht erreicht werden, jedoch verlief das Geschäftsjahr insgesamt zufriedenstellend. Ursächlich für das Gesamtergebnis waren hauptsächlich die fehlende Umsatzentwicklung in der Prozessfinanzierung sowie die positiven Entwicklungen im Forderungsmanagement. Insgesamt sind wir dank unseres gestiegenen Bestandes an Prozessfinanzierungen einerseits und vereinbarten Auftragsvolumens im Forderungsmanagement andererseits für das Jahr 2024 gerüstet, einen höheren Jahresüberschuss zu erzielen. Hierfür ist die Basis in beiden Geschäftsbereichen gelegt. Abhängigkeitsbericht Die LEGIAL war im Geschäftsjahr 2023 ein von der ERGO Versicherung AG abhängiges Unternehmen im Sinne des § 312 AktG. Der Vorstand der LEGIAL hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Nach den Umständen, die uns jeweils zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, haben wir bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen sind im Geschäftsjahr 2023 weder getroffen noch unterlassen worden". Risikobericht Ziele des Risikomanagements Zu den Aufgaben des Risikomanagements gehört es, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen (§ 91 Abs. 2 AktG). Zudem geht es insbesondere darum, die Finanzstärke zu erhalten, um die Ansprüche unserer Kunden zu sichern. Die zur Überwachung der Finanzstärke herangezogenen Kriterien sind innerhalb der Risikostrategie festgelegt. Der Fokus liegt dabei auf Risiken, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. Ein weiteres Ziel ist, die Reputation zu schützen. Die Vorgaben des Aktiengesetzes bilden hierfür den Rahmen. Organisatorischer Aufbau des Risikomanagements Das Risikomanagement der LEGIAL ist in die Risikomanagement-Prozesse der ERGO Group eingebunden. Der Bereich "Integriertes Risikomanagement (IRM)" stellt das gruppenweite Risikomanagement sicher. Dezentrale Risikomanagement-Strukturen in allen Bereichen der Gruppe unterstützen IRM hierbei. An der Spitze der Risikomanagement-Organisation steht der Chief Risk Officer (CRO). Die einzelnen dezentralen Risikoverantwortlichen berichten an ihn. IRM analysiert, bewertet und überwacht die identifizierten Risiken. Darüber hinaus dient das implementierte Risikomanagement-System der Förderung der Risikokultur. Die geschaffene Risikokultur verstärkt das Risikobewusstsein, fördert ein risikogerechtes Verhalten und unterstützt so das Erreichen unserer Unternehmensziele. Der Vorstand der LEGIAL überprüft und bewertet die einzugehenden Risiken regelmäßig in den Vorstandssitzungen und erörtert sie mit dem Aufsichtsrat in den Aufsichtsratssitzungen. Risikomanagement Kreislauf Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst die Identifikation, Analyse, Bewertung und Steuerung von Risiken. Dazu gehört auch die daraus abgeleitete Risikoberichterstattung und -limitierung im Sinne einer Reduzierung auf ein bewusst gewolltes Maß. Mit unseren Risikomanagement-Prozessen stellen wir sicher, Risiken kontinuierlich zu überwachen. Bei Bedarf können wir diese aktiv steuern. Kontroll- und Überwachungssystem Unser "Internes Kontrollsystem" (IKS) ist ein System zum Management von operationellen Risiken. Es beinhaltet die folgenden Risikodimensionen: Risiken der finanziellen Berichterstattung, rechtliche Risiken sowie sonstige operationelle Risiken. Es adressiert einheitlich die operationellen Risiken auf Unternehmens-, Fachbereichs- und IT-Ebene, basierend auf den Geschäftsprozessen. Die Verantwortung für das IKS liegt beim Vorstand der Gesellschaft. Der Bereich IRM ist für das IKS organisatorisch und methodisch zuständig. Die Fachbereiche verantworten die Risiken und Kontrollen in ihren Geschäftsprozessen. Die Einbindung aller Geschäfts- und IT-Bereiche schafft ein einheitliches Risikoverständnis. Die Ergebnisse fließen in die regelmäßige IKS-Berichterstattung ein. Die IKS-Berichterstattung beinhaltet auch die gruppenintern ausgegliederten Prozesse samt ihren Risiken und Kontrollen und dient somit als Bericht über die Risiko- und Kontrollsituation zu den gruppenintern ausgegliederten Prozessen. Im Rahmen einer kontinuierlichen Verbesserung überprüfen wir regelmäßig die Angemessenheit des IKS. Zur weiteren Verbesserung der Ausgestaltung des IKS werden die methodischen Elemente fortlaufend überprüft und überarbeitet. Die Revisionseinheit ERGO Group Audit (GA) bewertet bei ihren risikobasiert ausgewählten Prüfungen je nach Schwerpunkt der jeweiligen Prüfung u.a. die Angemessenheit der involvierten IKS-Elemente. Dies tut sie, indem sie das Design und die Funktionsfähigkeit der entsprechenden Kontrollen in den geprüften Prozessen und Anwendungen einschätzt. Dabei sind Prozesse des Risikomanagement-Systems regelmäßig und in jedem Jahr Bestandteil des jährlichen Prüfungsplans und der damit verbundenen Risikoanalyse und -bewertung durch GA. Jährlich und im Rahmen der GA-Berichterstattung beurteilt GA die Angemessenheit des IKS auf Basis der Revisionsergebnisse in der zurückliegenden Prüfungsperiode und der sonstigen Beobachtungen und nimmt zu den wesentlichen Prüfungsergebnissen auch im Bereich des Risikomanagement-Systems Stellung. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen Im Bereich Forderungsmanagement sehen wir im Forderungsausfall für Inkassogebühren ein Risiko. In der Prozessfinanzierung bilden Ausfälle von Forderungen aus Erfolgsbeteiligungen und Kostenerstattungen für erfolgreich abgeschlossene Fälle mögliche Risiken. In diesem Bereich wird das Geschäft nur bei ausreichender Bonität der Gegenseite gezeichnet und im folgenden Prozessverlauf überprüft. Zur Risikovorsorge haben wir Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand vorgenommen. Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken verstehen wir die Gefahr von Verlusten aufgrund von unangemessenen Prozessen, Technologieversagen, menschlichen Fehlern oder externen Ereignissen. Operationellen Risiken, die mit unserer Geschäftstätigkeit unmittelbar verbunden sind, begegnen wir mit einem systematischen, ursachenbezogenen Risikomanagement. So identifizieren, analysieren, bewerten und steuern wir operationelle Risiken im IKS. Die qualitative Bewertung erfolgt nach einem mehrstufigen Prinzip, bei dem zunächst die prozessinhärenten Risiken sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit von Kontrollen bewertet werden und anschließend das verbleibende Residualrisiko eingeschätzt wird. Die Bewertung erfolgt durch die jeweiligen Prozessverantwortlichen und wird durch die unabhängige Risikomanagement-Funktion überwacht. Darüber hinaus überwachen wir die Verfügbarkeit von internen Ressourcen für Linien- und Projekttätigkeiten. Im Falle knapper Ressourcen können wir somit zeitnah Maßnahmen initiieren. Zum Umgang mit Projektrisiken hat die Risikomanagementfunktion Mindestanforderungen implementiert, die risikoreduzierend wirken. Wesentliche Risikotreiber operationeller Risiken sind insbesondere Fehler in den IT-Systemen und manuelle Bearbeitungsfehler in den Geschäftsprozessen unseres Kerngeschäftes, den dazugehörigen Unterstützungsprozessen sowie übergreifenden Managementprozessen. Manuelle Bearbeitungsfehler können insbesondere aus der fehlerhaften Erfassung, Verarbeitung und Weitergabe von Daten in den IT-Systemen oder (elektronischen) Unterlagen entstehen. In den vergangenen Jahren konnten ein fortlaufender Anstieg von Cyberkriminalität und eine zunehmende Professionalisierung der Angreifer festgestellt werden. Cyberangriffe stellen somit insbesondere durch die steigende Digitalisierung des Geschäftsmodells und der Geschäftsprozesse eine ernstzunehmende Gefahrenquelle für ERGO dar. Weitere Gefahrenquellen können durch Sicherheitslücken in Programmen entstehen. ERGO ist auf solche Situationen vorbereitet. Es gibt definierte und geübte Prozesse zur Analyse der jeweiligen Schwachstelle und ihrer möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen sowie zur Einleitung adäquater Gegenmaßnahmen. Schwächen im Kontrollumfeld sowie in den zentralen IT-Systemen können Auswirkungen auf den operativen Geschäftsbetrieb haben und besitzen damit grundsätzlich kumulhafte Auswirkungen. Diesen Risiken begegnen wir durch geeignete Schutzvorkehrungen. Unser Ziel ist stets, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sicherzustellen. Wir sehen es als wichtig an, die Mitarbeiter für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und die bestehende Risikokultur weiter zu optimieren. Unsere Business Continuity Management (BCM) Policy und Crisis and Emergency Management Policy definieren die Rahmenvorgaben für ein einheitliches Vorgehen im Hinblick auf das BCM und das Krisen- und Notfallmanagement. Ziele sind die Sicherstellung der Betriebskontinuität zeitkritischer Prozesse und der Schutz unserer Beschäftigten sowie unserer Infrastruktur und Assets in Notfällen und Krisen. Unsere Rahmenvorgaben erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Funktionen, Prozesse und Standorte durch vordefinierte Prozesse und ermöglichen einen adäquaten Wiederanlaufprozess. Das Business-Continuity-Management-System (BCMS) umfasst bereits für viele zeitkritische Prozesse Pläne zum Wiederanlauf und zur Fortführung des Geschäftsbetriebes (Business-Recovery-Pläne), die auf qualifizierten Business-Impact-Analysen basieren, und ergänzende Pläne (Resource-Recovery-Pläne) zur Wiederherstellung wesentlicher Nicht-IT-Ressourcen sowie Pläne zur Wiederherstellung des IT-Betriebes (Disaster-Recovery-Pläne). Eine Notfallorganisation sowie entsprechende Notfallpläne sind an allen relevanten Unternehmensstandorten eingeführt. Die Funktionsfähigkeit wird im Rahmen von Übungen und Tests überprüft. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Zusammenfassend stellen wir fest, dass der Bestand der Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Erhöhte Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der weiteren Entwicklung externer Faktoren und ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Risikosituation der Gesellschaft. Uns sind derzeit auf Basis der aktuellen Informationen keine Entwicklungen bekannt, die eine solche Gefährdung herbeiführen könnten. Auch ist uns zum aktuellen Zeitpunkt keine Entwicklung bekannt, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft nachhaltig negativ beeinflussen könnte. Insgesamt betrachten wir die Risikosituation der LEGIAL auf Basis der aktuellen Informationen als tragfähig und kontrolliert. Chancenbericht Im Jahr 2023 war die zu erwartende Wirkung der Inflation und der Energiekostenkrise im Geschäftsbereich Forderungsmanagement bereits zu spüren. Zum einen steigerte sich im Großkundenbereich die Anzahl der übergebenen Forderungen. Zum anderen ist im Bereich des Mittelstandsinkasso ein großes Interesse an unserer Dienstleistung erkennbar, was sich auch im Jahr 2024 unmittelbar in der Anzahl der Vertragsabschlüsse (Existenz-Rechtsschutz) und somit in der Anzahl der eingereichten Forderungen zeigen wird. Eine sinkende Zahlungsmoral wirkt sich grundsätzlich negativ auf unsere Beitreibungsquote aus. Bisher konnte das hohe Niveau unserer Beitreibungsquote annähernd gehalten werden. Es ist jedoch weiterhin zu erwarten, dass die wirtschaftliche Lage die Höhe der Beitreibungsquote negativ beeinflusst. In der Prozessfinanzierung spielt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weiterhin keine bedeutende Rolle. Die langsame Zunahme der Insolvenzverfahren im Jahr 2023 in Richtung "Vor-Corona-Niveau" wird dem Geschäft der Prozessfinanzierung sicherlich helfen, wobei abzuwarten bleibt, was die europaweite Anpassung/Vereinheitlichung des Insolvenzrechts für Auswirkungen auf unser Finanzierungsgeschäft haben wird. Es werden jedoch noch immer Insolvenzen aus den Vorjahren intensiv von den Insolvenzverwaltern abgearbeitet. Aufgrund unserer Positionierung bei dieser Zielgruppe werden wir auch von dieser Entwicklung profitieren. Im Arzthaftungsrecht sehen wir durch eine deutliche Erhöhung der Akquisetätigkeit überdurchschnittliches Potential einer weiteren Steigerung von Prozessfinanzierungen. Wir beobachten weiterhin die neuesten Bemühungen auf EU-Ebene zur Regulierung des Rechtsinstituts der Prozessfinanzierung sehr genau und beteiligen uns an der Diskussion in Berlin und Brüssel. Prognosebericht Wir beurteilen und erläutern die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft nach bestem Wissen. Hierzu gehören die wesentlichen Chancen und Risiken. Die heute zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über Branchenaussichten berücksichtigen wir. Gleiches gilt auch für die erwarteten zukünftigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Um die Entwicklung zutreffend einschätzen zu können, analysieren wir deren Trends. Dabei nehmen wir auch ihre wesentlichen Einflussfaktoren in den Blick. Die genannten Grundlagen können sich in der Zukunft unerwartet verändern. Insgesamt können daher die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Ergebnisse wesentlich von den Prognosen abweichen. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft dürfte 2024 nur schwach wachsen. Wir erwarten einen sanften Abschwung in den USA, d.h. schwächeres Wachstum als 2023, und einen schwachen Aufschwung in Europa, d.h. nur geringfügig stärkeres Wachstum als 2023. Straffe Geldpolitik und das infolge von zwei Jahren mit sehr hoher Inflation stark gestiegene Preisniveau dürften das Wirtschaftswachstum weiterhin dämpfen. Kräftiges Lohnwachstum und robuste Arbeitsmärkte sollten die Konjunktur jedoch stützen. Wir gehen davon aus, dass die Inflation in Deutschland weiter nachlässt, aber im Jahresdurchschnitt 2024 immer noch deutlich über dem Zentralbankziel von 2 % bleiben wird. Infolge der sinkenden Inflation könnten die Zentralbanken im Jahr 2024 dazu übergehen, die Geldpolitik zu normalisieren, indem sie damit beginnen, die Leitzinsen zu senken. Sowohl die Fed als auch die EZB werden zunächst aber vorsichtig agieren und die Inflationsdynamik weiterhin genau im Blick behalten. Der Druck auf Anleiherenditen - insbesondere der Bundesanleihen und US-Staatsanleihen - nach oben dürfte in diesem Umfeld abnehmen, da sich das Wachstum voraussichtlich merklich verlangsamen oder nur langsam erholen wird. Das anhaltend hohe Inflations- und Leitzinsniveau sprechen allerdings gegen einen Zinsrückgang. Die Entwicklung der globalen Wirtschaft und der Kapitalmärkte ist vielfältigen Risiken ausgesetzt. Eine Eskalation geopolitischer Konflikte könnte zu wirtschaftlichen Einbrüchen führen. Außerdem könnte die straffe Geldpolitik die Finanzstabilität oder die Konjunktur stärker als erwartet beeinträchtigen, vor allem wenn sich die Inflation beispielsweise aufgrund höherer Lohnabschlüsse auf einem erhöhten Niveau verfestigen sollte. Auch könnte ein starker Anstieg der Energiepreise das Wachstum beeinträchtigen und die Inflation wieder anfachen. Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage Die vertriebliche Situation hat sich weiter positiv entwickelt und wir erwarten im Jahr 2024 erneut ein Vertriebsjahr mit vielen persönlichen Akquiseaktivitäten mit zweistelligen prozentualen Zuwachsraten. Daher rechnen wir wieder mit steigenden Umsatzerlösen. Insgesamt ermöglichen uns die gute wirtschaftliche Basis der LEGIAL sowie unser stringentes Kosten- und Risikomanagement, auch in Zukunft erforderliche Investitionen zu tätigen. Für 2024 streben wir im Vergleich zum Berichtsjahr ein signifikant höheres Betriebsergebnis und einen deutlich höheren Jahresüberschuss an.
München, den 26. Februar 2024 Der Vorstand Constantin Svoboda Rolf Wulle Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangBilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemeines Den Jahresabschluss und den Lagebericht stellen wir entsprechend den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf. Dabei wenden wir die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften an. Wir weisen jede Zahl und Summe jeweils kaufmännisch gerundet aus. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände bewerten wir mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Diese sind um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dabei legen wir die entsprechende voraussichtliche Nutzungsdauer zugrunde. Vom Wahlrecht, selbst erstellte immaterielle Anlagegegenstände zu aktivieren, haben wir keinen Gebrauch gemacht. Sachanlagen Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung bewerten wir zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten. Diese weisen wir verringert um die in Anlehnung an das Steuerrecht zulässigen Abschreibungen aus. Wir schreiben geringwertige Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs vollständig ab. Vorräte Die Vorräte setzen wir zu Anschaffungskosten an. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Wir bilanzieren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Guthaben bei Kreditinstituten und Rechnungsabgrenzungsposten grundsätzlich zum Nennbetrag abzüglich geleisteter Tilgungen. Wir nehmen erforderliche Einzelwertberichtigungen und Abschläge für das allgemeine Kreditrisiko vor. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen weisen wir auch aktivierte Kosten der Prozessfinanzierung aus. Diese bewerten wir zu den Anschaffungskosten, d. h. den verauslagten Prozess- und Gerichtskosten, verringert um die notwendigen Wertberichtigungen. Die Auflösung von Kosten der Prozessfinanzierung erfolgt zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung. Dies ist der Zeitpunkt der Rechtswirksamkeit von Urteilen oder von Vergleichen. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr setzen wir gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag an. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag und diskontiert bilanziert. Die entsprechend vorgegebenen Abzinsungssätze liegen zwischen 1,00 % und 1,49 %. Diese werden bei den sonstigen Rückstellungen (ohne Personalrückstellungen) angewandt. Die Rückstellung für Jubiläen berechnen wir nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der "Heubeck Richttafeln 2018 G". Zugrunde lagen ein Zinssatz von 1,75 % und ein Gehaltstrend von 2,50 % - 2,75 %. Die Verbindlichkeiten haben wir mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Wir nehmen das Ansatzwahlrecht für latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in Anspruch und aktivieren keine latenten Steuern. Die nicht erwähnten Aktiv- und Passivpositionen setzen wir zu Nominalwerten an. Bilanzierungsstetigkeit Soweit vorstehend nicht anders erläutert, haben wir die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert beibehalten. Erläuterung der Bilanz: Aktivseite Anlagevermögen
Umlaufvermögen In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen wir im Wesentlichen Forderungen aus dem Bereich Forderungsmanagement sowie Forderungen aus gewonnenen Prozessen der Prozessfinanzierung aus. Diese Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr bestehen nicht. Auch die Laufzeit der übrigen in diesem Posten enthaltenen Forderungen geht nicht über ein Jahr hinaus. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 96 (98) Tsd. € entsprechen konzerninternen Verrechnung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 351 (612) Tsd. € betreffen den Aktivwert für Versorgungszusagen. Der Posten sonstige Vermögensgegenstände enthält im Wesentlichen bereits geleistete Zahlungen für noch laufende Verfahren, die bei erfolgreicher Prozessbeendigung erstattet werden. Erläuterung der Bilanz: Passivseite Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt nominal 7 Mio. €. Es ist eingeteilt in sieben Millionen auf den Inhaber lautende Stückaktien, die voll eingezahlt sind. Der Bilanzgewinn aus dem Vorjahr in Höhe von 696 Tsd. € wurde zur Zahlung einer Dividende an die ERGO Versicherung AG verwendet. Im Berichtsjahr beläuft sich der Bilanzgewinn auf 129 Tsd. €. Sonstige Rückstellungen
Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen aus dem Bereich der Prozessfinanzierung und bereichsübergreifenden Funktionen insgesamt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen überwiegend aus einer Darlehensverbindlichkeit gegenüber der ERGO Group AG, aus Verbindlichkeiten im Rahmen der Liquiditätsmanagement-Vereinbarung mit der ERGO Group AG in Höhe von 4.930 Tsd. € und aus übrigen konzerninternen Verrechnungen. Die konzerninternen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr sind in Höhe von 169 (170) Tsd. € enthalten. Die Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 5.500 Tsd. € hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Dieser Posten enthält Erfolgsbeteiligungen aus der Prozessfinanzierung und Umsatzerlöse aus dem Forderungsmanagement. Sonstige betriebliche Erträge Als periodenfremde Erträge gem. § 285 Nr. 32 HGB sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 10 Tsd. € zu nennen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Prozesskostenausfallversicherung in Höhe von 1.926 (4) Tsd. €. Materialaufwand Unter Materialaufwand führen wir Prozess-, Gerichts- und Inkassokosten, Aufwendungen zur externen Prüfung der Prozessfinanzierungsübernahme sowie Portokosten und Auskunftsdienste für Forderungsmanagement. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Versicherungsbeiträge, Abschreibungen auf Forderungen, Raumkosten sowie Kosten für Dienstleistungen. Die Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) führte zu einem Aufwand in Höhe von 16 (16) Tsd. € und resultierte aus der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Dieser Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Personalkostenrückstellungen, Darlehenszinsen sowie Zinsen aus der Liquiditätsverbindlichkeit. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die ERGO Group AG hat mit unserer Gesellschaft den Schuldbeitritt zu Pensionszusagen vereinbart. Sie bilanziert die dafür von uns erhaltenen Deckungsmittel sowie die Pensionsrückstellungen und erfüllt im Außenverhältnis sämtliche Pensionsverpflichtungen. Daraus bestanden am 31. Dezember 2023 gesamtschuldnerische Haftungen von 3.151 (3.020) Tsd. €. Für die Aufwendungen aus der geänderten Bewertung nach BilMoG wurde das Verteilungswahlrecht in Anspruch genommen, sodass sich ein noch nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB in Höhe von 16 (32) Tsd. € ergibt. Die Gesellschaft hat ihren Mitarbeitern mittelbare Pensionszusagen erteilt. Im Rahmen des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB bildet die Gesellschaft hierfür keine Rückstellungen. Der Erfüllungsbetrag der nicht kongruent rückgedeckten Rentenerhöhungen aus diesen Versorgungsverpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 182 Tsd. €. Regelungen zur Globalen Mindestbesteuerung Zur einheitlichen Umsetzung von Regelungen zur Globalen Mindestbesteuerung innerhalb der Europäischen Union haben sich die EU-Mitgliedstaaten am 15. Dezember 2022 auf eine gemeinsame Richtlinie geeinigt. Diese Richtlinie musste bis zum 31. Dezember 2023 in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland traten diese Regelungen durch das Mindeststeuergesetz (MinStG) zum 1. Januar 2024 in Kraft. Eine etwaige Steuerbelastung nach diesem Gesetz träfe ab dem Geschäftsjahr 2024 allein die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München. Sofern solche etwaigen Mehrbelastungen von dieser in Zukunft umgelegt würden, wäre die Auswirkung auf die Gesellschaft allenfalls marginal. Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 62 (58) Mitarbeiter. Drei Arbeitnehmer gehören dem Leitungskreis an. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Für die Tätigkeit der Aufsichtsräte sind im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge entstanden. Von der Angabe der Bezüge des Vorstandes ist die LEGIAL aufgrund § 286 Abs. 4 HGB befreit. Die Übersicht über die Mitglieder des Aufsichtsrats befindet sich auf der folgenden Seite. Sie ist ein Bestandteil des Anhangs. Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar erfolgen befreiend im Konzernabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München (Munich Re). Gesellschaftsorgane Aufsichtsrat: Dr. Feriha Zingal-Krpanic Vorsitzende Mitglied des Vorstands der ERGO Versicherung AG Dr. Oliver Wild stellv. Vorsitzender Leiter Rechnungslegung/Controlling Reise der ERGO Group AG Olaf Bläser (bis 31. Dezember 2023) Vorsitzender des Vorstands der ERGO Beratung und Vertrieb AG Mitglied des Vorstands der ERGO Deutschland AG Jens Parthe (seit 1. Januar 2024) Mitglied des Vorstands der ERGO Beratung und Vertrieb AG Vorstand: Constantin Svoboda Betrieb und allgemeine Verwaltung Rolf Wulle Vertrieb und Marketing Gruppenzugehörigkeit Die LEGIAL AG mit Sitz in der Thomas-Dehler-Straße 2, 81737 München wird beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 130237 geführt. Die Anteile unserer Gesellschaft befinden sich in unmittelbarem Besitz der ERGO Versicherung AG, Düsseldorf. Die Mitteilung entsprechend § 20 Abs. 4 AktG liegt vor. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (Munich Re), München, zum 31. Dezember 2023 einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss und -lagebericht der Munich Re sind über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich. Daneben sind sie auf der Internetseite der Munich Re verfügbar. GewinnverwendungsvorschlagDie LEGIAL weist zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss von 129 Tsd. € aus. Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 129 Tsd. € zur Zahlung einer Dividende an die ERGO Versicherung AG zu verwenden.
München, den 26. Februar 2024 Der Vorstand Constantin Svoboda Rolf Wulle Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die LEGIAL AG, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LEGIAL AG, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEGIAL AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrats, von dem wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, aber nicht den Jahresabschluss und den Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Markus Horstkötter.
Köln, 26. März 2024 EY
GmbH & Co. KG
Dr. Horstkötter, Wirtschaftsprüfer Altegör, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsWir haben im Berichtsjahr die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und beratend begleitet. Hierzu haben wir uns durch Berichte des Vorstands über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und über alle wichtigen Angelegenheiten unterrichten lassen. Darüber hinaus wurden Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie grundlegende Fragen der Geschäftsführung in drei Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand eingehend besprochen. Im Mittelpunkt der Beratung des Aufsichtsrats standen die Geschäftsentwicklung, die einzelnen Wachstums- und Kostensenkungsinitiativen, die Diskussion neuer Geschäftsmodelle sowie die Risikostrategie und -lage der Gesellschaft. Prüfungsmaßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 Satz 1 AktG waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erforderlich. Die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Jahr 2023 sowie den Lagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nach unserer eigenen Überprüfung haben wir die Unterlagen sowie den Bericht des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, abschließend erörtert. Wir hatten keine Einwände zu erheben. Insbesondere sind uns keine Risiken bekannt geworden, denen im Jahresabschluss nicht ausreichend Rechnung getragen worden ist. Wir billigen den Jahresabschluss für das Jahr 2023, der damit festgestellt ist. Wir danken dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihre Leistungen, ihren tatkräftigen Einsatz und die im Berichtsjahr erzielten Erfolge.
München, den 09. April 2024 Der Aufsichtsrat Dr. Feriha Zingal-Krpanic, Vorsitzende des Aufsichtsrats Dr. Oliver Wild, Stellv. Vorsitzender Jens Parthe Kontaktdaten der Gesellschaft LEGIAL AG Thomas-Dehler-Straße 2 81737 München 089 58808-60 089 58808-6833 info@legial.de www.legial.de |
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