Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 24912
Eingetragen
19.9.2013
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Spielwaren und MusikinstrumentenGroßhandel mit Spielwaren und MusikinstrumentenEinzelhandel mit Spielwaren
Gegenstand
die Verwertung, der Erwerb sowie der Handel mit Rechten an Brettspielen, PC-, Video-, DVD- und MP3-Medien. Sie kauft und verwertet ferner Vertriebslizenzen für den gesamten deutschsprachigen und europäischen Raum. Sie kann alle Tätigkeiten ausüben, welche mittelbar oder unmittelbar dem Unternehmenszweck förderlich sind und in den Bereich einer Lizenzhändlerin bzw. eines Handelsbetriebes fallen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Asmodee Group SASFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Asmodee Holding GmbH
Germany
275.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Asmodee GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. März 2024

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April bis zum 31. März 2024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Asmodee GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Asmodee GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 26. Juli 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer

Christian Schrempf, Wirtschaftsprüfer

BILANZ ZUM 31. März 2024

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 8.873,00 12.478,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.183.453,00 1.612.202,76
1.192.326,00 1.624.681,52
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 8.471,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.967,00 142.803,50
126.967,00 151.274,51
III. Finanzanlagen Wertpapiere des Anlagevermögens 53.970,42 53.970,42
1.373.263,42 1.829.926,45
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Handelswaren 12.511.212,06 23.668.575,65
2. Geleistete Anzahlungen 127.397,13 377.737,84
12.638.609,19 24.046.313,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.596.768,46 6.180.935,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.479.859,76 771.113,26
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.568.706,95 1.532.309,74
11.645.335,17 8.484.358,81
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.049.499,24 3.428.499,74
26.333.443,60 35.959.172,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 142.093,46 111.196,59
27.848.800,48 37.900.295,08

PASSIVA

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 275.000,00 275.000,00
II. Kapitalrücklage 250.000,00 250.000,00
III. Gewinnvortrag 2.245.779,90 2.245.779,90
2.770.779,90 2.770.779,90
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 26.693,32 26.693,32
2. Sonstige Rückstellungen 4.179.809,12 3.424.652,40
4.206.502,44 3.451.345,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 691.084,76 363.682,04
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.902.805,46 31.101.298,17
3. Sonstige Verbindlichkeiten 277.627,92 213.189,25
- davon aus Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 24.421,86)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 289,86 (Vorjahr: EUR 0,00)
20.871.518,14 31.678.169,46
27.848.800,48 37.900.295,08

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Gewinn-
und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

(Vorjahr zum Vergleich)

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 42.055.318,39 7.432.441,87
2. Sonstige betriebliche Erträge 262.383,09 293.133,94
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 60.891,67 (Vorjahr: EUR 13,135,20)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 29.596.774,43 4.244.995,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.017,30 10.000,00
29.606.791,73 4.254.995,82
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.819.249,90 623.807,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge 518.965,08 130.445,96
- davon für Altersvorsorge: EUR 27.067,88 (Vorjahr: EUR 7.487,22)
3.338.214,98 754.253,90
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 471.388,89 118.803,03
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.915.698,19 1.874.816,26
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 117.840,09 (Vorjahr: EUR 6.658,57)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 942,45 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.171.182,50 324.074,43
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 306.083,79 (Vorjahr: EUR 625.831,93)
9. Ergebnis nach Steuern -184.632,36 398.632,37
10. Sonstige Steuern -269,00 -76,00
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags ausgeglichener Verlust / abgeführter Gewinn 184.901,36 398.708,37
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2024 für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 (im Folgenden: 2023/2024) ist unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Sondervorschriften des GmbH- Gesetzes aufgestellt worden.

Die ASMODEE GmbH hat ihren Sitz in der Friedrichstraße 47, 45128 Essen. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Essen unter HRB 24912 geführt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und hat größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen wurden beibehalten.

Das abweichende Wirtschaftsjahr beginnt am 1. April und endet am 31. März.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rückstellungen sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit die Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden linear vorgenommen.

Die Abschreibungszeiträume basieren auf der jeweils voraussichtlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über 10 Jahre gem. § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB abgeschrieben, da die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis Euro 250 werden direkt als Aufwand erfasst. Bewegliche und selbständig nutzbare Anlagengüter deren Anschaffungskosten nicht mehr als Euro 800 betragen werden als geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert und im Jahr der Anschaffung zu 100% abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Passiva

Eigenkapital bzw. gezeichnetes Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden nach Maßgabe des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Angaben zu der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 sind in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist eine Forderung gegen Gesellschafter der Asmodee Holding GmbH in Höhe von Euro 2.276.111,77 enthalten (Vorjahr: Euro 390.897,52).

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr Euro 275.000 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten, Kundenbonusrückstellungen sowie für andere ungewisse Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsjahr gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:

in EURO 31.03.2024 31.03.2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 691.084,76 363.682,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 691.084,76 363.682,04
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.902.805,46 31.101.298,17
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 11.252.890,56 10.701.298,17
davon mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr 8.649.914,90 20.400.000,00
davon mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahren 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 136.828,84 213.189,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 136.828,84 213.189,25
Total 20.730.719,06 31.678.169,46

In den Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin der Asmodee Holding GmbH in Höhe von Euro 7.166.054,46 (Vorjahr: Euro 8.452.180,01) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Lizenzgebühren, Raum- und Gebäudekosten, Frachtkosten, Marketingaufwendungen sowie Management Fees.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt Euro 1.984.044,64 (Vorjahr: 2.042.529,63) zum Stichtag 31. März 2024. Von den vorgenannten finanziellen Verpflichtungen sind Euro 408.830,77 innerhalb eines Jahres fällig.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden im Jahresdurchschnitt 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Teilkonzernabschluss der "EMBRACER GROUP AB, Karlstad, Schweden einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft oder unter https://embracer.com erhältlich. Die Gesellschaft wird ferner in den Konzernabschluss der "ASMODEE Holding SAS" Guyancourt/Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt.

Gewinnabführungsvertrag

Per 1. Juli 2020 ist mit der Asmodee Holding GmbH als herrschendem Unternehmen ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen worden.

Geschäftsführer

Die Gesellschaft wird vertreten durch:

Herr Udo Fischer (CEO und Vertriebsleiter der Asmodee GmbH)

Gesamtbezüge der Organmitglieder

Die Angabe der Geschäftsführergehälter unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9a HGB.

 

Essen, den 26. Juli 2024

Udo Fischer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2024

ANSCHAFFUNGS- / HERSTELLUNGSKOSTEN
01.04.2023 Zugänge Umbuchung 31.03.2024
EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 246.340,69 0,00 0,00 246.340,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.366.938,38 0,00 0,00 4.366.938,38
4.613.279,07 0,00 0,00 4.613.279,07
II. SACHANLAGEN
1. Techn. Anlagen u. Maschinen 10.466,00 0,00 10.466,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 374.944,75 14.725,86 -10.466,00 400.136,61
385.410,75 14.725,86 0,00 400.136,61
III. FINANZANLAGEN
Wertpapiere des Anlagevermögens 53.970,42 0,00 0,00 53.970,42
5.052.660,24 14.725,86 0,00 5.067.386,10
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.04.2023 Zugänge Umbuchung 31.03.2024
EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 233.861,93 3.605,76 0,00 237.467,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.754.735,62 428.749,76 0,00 3.183.485,38
2.988.597,55 432.355,52 0,00 3.420.953,07
II. SACHANLAGEN
1. Techn. Anlagen u. Maschinen 1.994,99 0,00 1.994,99 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 232.141,25 39.033,37 -1.994,99 273.169,61
234.136,24 39.033,37 0,00 273.169,61
III. FINANZANLAGEN
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3.222.733,79 471.388,89 0,00 3.694.122,68
NETTOBUCHWERTE
31.03.2024 31.03.2024
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 8.873,00 12.478,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.183.453,00 1.612.202,76
1.192.326,00 1.624.681,52
II. SACHANLAGEN
1. Techn. Anlagen u. Maschinen 0,00 8.471,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.967,00 142.803,50
126.967,00 151.274,51
III. FINANZANLAGEN
Wertpapiere des Anlagevermögens 53.970,42 53.970,42
1.373.263,42 1.829.926,45

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen:

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Asmodee GmbH ist unter Dach der französischen Asmodee SAS, Guyancourt/Frankreich, im Bereich Vertrieb und die Vermarktung von Brettspielen, in Deutschland aber auch im angrenzenden EU-Ausland tätig. Als Teil der Asmodee Group, die insgesamt über 21 Niederlassungen in Europa, den USA und China verfügt, arbeitet die Asmodee GmbH international mit rund 30 Partnerverlagen zusammen. Viele der Partner zählen weltweit zu den bekanntesten Verlagen in der Spielebranche. Mit ihnen bringt Asmodee in Deutschland jedes Jahr neue Spiele auf den Markt, welche die Spieler fesseln und begeistern.

Das Unternehmen besteht seit 2006 und hat zum Bilanzstichtag 2024 54 FTE's (2023: 65 FTE's) beschäftigt. Die Asmodee GmbH verkauft ihre Spiele sowohl an Großhändler als auch an kleinere Hobbyshops. Der Einkauf der Spiele erfolgt überwiegend von verbundenen Unternehmen.

II. Wirtschaftsbericht:

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:

Deutschland:

"Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung.

Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preis bereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent aus. Die Ausgangslage zum Jahreswechsel stellt sich ungünstiger dar als in der Herbstprojektion angenommen. Das BIP ging im 4. Quartal 2023 preis- , saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent zurück, was den Einstieg in das laufende Jahr belastet (statistischer Unterhang).

Aktuelle Stimmungsindikatoren deuten noch nicht auf eine spürbare Belebung zu Jahresbeginn hin. Wachstumsimpulse dürften vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen: Die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der privaten Haushalte werden schrittweise überwunden und führen in Verbindung mit einer insgesamt robusten Beschäftigungssituation zu einer Belebung des privaten Konsums. Die Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen und Anlagen dürften auch vor dem Hintergrund des hohen Investitionsbedarfs im Zuge der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft trotz relativ hoher Nominalzinsen weiter zulegen, wohingegen die Bauinvestitionen im Jahresdurchschnitt weiter zurückgehen dürften.

Bei den Verbraucherpreisen erwartet die Bundesregierung einen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringeren Anstieg um nur noch 2,8 Prozent. Nach zwei Jahren mit für deutsche Verhältnisse sehr hohen Inflationsraten rückt eine Rückkehr zum Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent (in der mittleren Frist, bezogen auf den Euroraum und den harmonisierten Verbraucherpreisindex) somit bereits deutlich näher. Im kommenden Jahr dürfte sich der Anstieg der Verbraucherpreise weiter abschwächen, so dass das Ziel der Preisniveaustabilität nach Definition der Europäischen Zentralbank erreicht werden dürfte.

Bei der Erwerbstätigkeit geht die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt von einem Anstieg um 110 Tsd. Personen aus. Die Arbeitslosigkeit dürfte im Jahresdurchschnitt leicht um 85 Tsd. auf rund 2,7 Millionen Personen steigen, was auch auf den statistischen Überhang aus dem Vorjahr zurückzuführen ist. Trotz der kurzfristigen konjunkturellen Schwäche bleibt der Arbeitsmarkt robust. Die Arbeitsnachfrage ist nach wie vor auf hohem Niveau. Aufgrund der schwachen Konjunktur hat die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen zuletzt zwar etwas abgenommen. Dies dürfte sich mit der konjunkturellen Belebung jedoch wieder umkehren.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 weiterhin mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von jahresdurchschnittlich +3,1 Prozent. Erstmals seit Längerem hält der IWF Aufwärts- und Abwärtsrisiken für gleichverteilt. Eine Erholung wird für das Welthandelsvolumen erwartet, von +0,4 Prozent im Jahr 2023 auf +3,3 Prozent in 2024.

Auch wenn dies weiterhin unterhalb des langfristigen Handelswachstums liegt, dürfte die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Wirtschaft hiervon profitieren.

Deutschland hat mit der Corona-Pandemie und der Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zwei außergewöhnliche und sich überlappende Krisen erlebt. Die Bundesregierung hat darauf mit umfassenden Stabilisierungsmaßnahmen reagiert. Insbesondere hat sie zeitlich befristete Entlastungen schnell und zielgerichtet bereitgestellt, auch um Erwartungen zu stabilisieren und so die Übersetzung angebotsseitiger Störungen und hoher Unsicherheit in einen sich selbst verstärkenden Einbruch der Nachfrage zu verhindern. ( ... ) Angesichts der fortwährenden gesamtwirtschaftlichen Folgen der Energiepreiskrise, der Beeinträchtigung der staatlichen Finanzlage durch die tiefgreifenden humanitären, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs sowie den weiter bestehenden Erfordernissen zur Beseitigung der Schäden durch die Flutkatastrophe im Sommer 2021 nahm das Parlament für das Jahr 2023 erneut die Ausnahmeklausel für außergewöhnliche Notsituationen in Anspruch.

Nach diesen Jahren, in denen die Finanzpolitik stark von Krisenlagen geprägt war, setzt die Bundesregierung im Jahr 2024 den Kurs der finanzpolitischen Normalisierung fort. Dabei sieht der Bundeshaushalt für das Jahr 2024 keine Überschreitung der regulären Kreditobergrenze der Schuldenbremse vor. Als Ergebnis der notwendigen Überarbeitung des Regierungsentwurfs für den Bundeshaushalt 2024 und den Wirtschaftsplan des KTF hat die Bundesregierung ein Bündel an einnahme- und ausgabenseitigen Maßnahmen für den Kernhaushalt wie auch den KTF vorgeschlagen. Das Maßnahmenpaket zielt darauf ab, die öffentlichen Finanzen zu konsolidieren, die Effizienz des staatlichen Mitteleinsatzes zu erhöhen und Zukunftsinvestitionen für die Modernisierung und Dynamisierung der deutschen Wirtschaft zu ermöglichen. Somit beträgt die Investitionsquote im Bundeshaushalt 2024 14,8 Prozent (Soll) verglichen mit 10,7 Prozent (Ist) vor der Pandemie im Jahr 2019. Zudem kann das NATO-Finanzierungsziel von mindestens zwei Prozent im Jahr 2024 unter Berücksichtigung des Sondervermögens Bundeswehr eingehalten werden. Die Normalisierung der Finanzpolitik unterstützt die Europäische Zentralbank bei der Wahrung der Preisniveaustabilität." (Quelle: Aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz)

Europa:

"In der EU als größtem deutschen Absatzmarkt dürfte die wirtschaftliche Aktivität, nach kaum mehr als einer Stagnation im Jahr 2023, erst allmählich wieder Fahrt aufnehmen. Bei weiter abnehmender Inflation, steigender Kaufkraft und robuster Arbeitsmarktlage ist mit einer anziehenden Konsumnachfrage der privaten Haushalte zu rechnen, die maßgeblich zur konjunkturellen Erholung in der EU beiträgt. In den mittel- und osteuropäischen Ländern, die einen bedeutenden Teil der deutschen Investitionsgüterexporte nachfragen, dürfte sich die Dynamik im Zuge nachlassender Teuerungsraten und einer graduellen Erholung der globalen Industriekonjunktur wieder beleben. Alles in allem ist im Jahr 2024 mit rund drei Prozent eine Expansionsrate der Weltwirtschaft wie im Jahr 2023 zu erwarten. Das mit den deutschen Exportanteilen gewichtete weltweite Wachstum dürfte nach lediglich 1,7 Prozent im Jahr 2023 mit rund zwei Prozent in diesem Jahr erneut unterproportional zur Weltwirtschaft zunehmen. Dagegen ist für das Welthandelsvolumen, das sich im Jahr 2023 mit einem historisch schwachen Zuwachs von Prozent noch deutlich schwächer als das weltweite BIP entwickelt hatte, im laufenden Jahr wieder mit einer ähnlichen Expansionsrate wie beim Welt-BIP zu rechnen.

Im vergangenen Jahr gingen die preisbereinigten Ausfuhren um 1,8 Prozent zurück. Da sich die preisbereinigten Importe infolge der schwachen binnenwirtschaftlichen Nachfrage mit -3,0 Prozent noch deutlich stärker als die Exporte verringerten, trugen die Nettoexporte (Exporte minus Importe) rechnerisch dennoch positiv zur Veränderung des Bruttoinlandsprodukts bei. Die Nachfrage nach deutschen Exportgütern war besonders von der Flaute der weltwirtschaftlichen Aktivität betroffen. Dabei wirkte sich einerseits die Verschiebung der globalen Nachfrage von Waren hin zu Dienstleistungen im Nachgang der Pandemie negativ auf das deutsche Auslandsgeschäft aus. Andererseits wurde der Außenhandel bis zuletzt dadurch gebremst, dass viele Unternehmen, vor allem in wichtigen Absatzmärkten wie den USA und dem Euroraum, noch Ihre überschüssigen Lagerbestände reduzieren, die sie infolge der Lieferkettenengpässe aufgebaut hatten.

Nach Abschluss dieser Lagerkorrektur dürfte das Neugeschäft und damit der Außenhandel allmählich wieder Fahrt aufnehmen.

Nach der historisch schwachen Entwicklung des Welthandelsvolumens von 0,4 Prozent im Jahr 2023 rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2024 basierend auf den Prognosen internationaler Organisationen mit einer moderaten Belebung um gut drei Prozent. Die deutschen Absatzmärkte dürften mit der erwarteten Erholung in den europäischen Ländern mit 3,2 Prozent mit einer ähnlichen Rate expandieren. Zunächst deuten die Frühindikatoren für die deutschen Ausfuhren aber noch auf ein schwaches Winterhalbjahr hin. Die Exporterwartungen der Unternehmen verharren seit dem Sommer 2023 im negativen Bereich und haben sich seit Dezember 2023 wieder eingetrübt. Auch bei den Bestellungen aus dem Ausland ist bislang noch keine nachhaltige Trendwende zu erkennen, die Exporteure bewerten ihre Auftragsbestände aus dem Ausland zunehmend schlechter. Im Laufe des Jahres 2024 ist aber - nach Abschluss der globalen Lageranpassungen im Verarbeitenden Gewerbe - mit einer graduellen Erholung der Auslandsnachfrage nach deutschen Produkten zu rechnen. Insgesamt wird für das Jahr 2024 von einer Expansionsrate der preisbereinigten Ausfuhren von Prozent ausgegangen. Im Zuge der binnenwirtschaftlichen Belebung, insbesondere der anziehenden Konsumnachfrage, dürfte die Zuwachsrate der preisbereinigten Einfuhren mit 0,8 Prozent etwas darüber liegen. Damit ist im Jahr 2024 kein rechnerischer Wachstumsimpuls von Außenbeitrag zu erwarten.

Die Außenhandelspreise sind nach wie vor von den Preisschwankungen für Energieimporte infolge des Krieges in der Ukraine beeinflusst. Nach den hohen Anstiegen 2022 sind die Preise für Energie und Rohstoffe im vergangenen Jahr wieder deutlich gefallen, so dass auch die Einfuhrpreise merklich zurückgegangen sind. Damit haben sich die Terms of Trade, also das außenwirtschaftliche Tauschverhältnis Waren und Dienstleistungen, nach der massiven Verschlechterung im Jahr 2022 im Jahr 2023 mit 4,2 Prozent deutlich verbessert." (Quelle: Aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz)

Branchenspezifische Entwicklung:

Nachdem der Spielwarenmarkt nach dem Ende der Corona-Pandemie einen deutlichen Rückgang erfahren hatte aufgrund dessen, dass nun wieder mit vielfältigen Freizeitangeboten konkurriert werden musste, hat seit dem Sommer 2023 eine Phase der Konsolidierung und des vorsichtigen Wachstums eingesetzt.

Ein Teil der in der Pandemiephase breiter gewordenen Zielgruppe blieb dem neuen Hobby des Gesellschaftsspieles treu und somit konnte insgesamt eine breitere Käuferschicht erreicht werden.

Laut dem führenden Branchenpanel Circana (ehem. NPD/Eurotoys) welches Kassendaten (sell out data) der führenden Großkunden bereitstellt, musste der Spielwarenmarkt in Deutschland für 2023 einen Umsatzrückgang von -5% verzeichnen, wohingegen das Segment Games/Puzzles mit einem Plus von +6% eine Phase der Erholung verzeichnen konnte.

Die Asmodee GmbH wird für diesen Zeitraum von Circana mit +7% ausgewiesen und konnte somit sowohl das spezifische Portfoliosegment als auch den Gesamtmarkt für Spielware verbessern.

Die Einstellung der Geschäftstätigkeit von My Toys (Otto Gruppe) zum Jahresende 2023 hat, anders als für viele Marktbegleiter, keine größeren negativen Auswirkungen auf die Asmodee GmbH gehabt, da es schon im Vorfeld gelungen war, den Umsatzanteil dieses Kunden zu verringern und andere gleichartige Absatzkanäle zu stärken, so dass unter dem Strich der größere Teil des Umsatzes nicht verloren ging, sondern verlagert werden konnte.

Durch gezielte Maßnahmen in Richtung des inhabergeführten stationären Fachhandels konnten im Geschäftsjahr 2023/2024 netto knapp 50 Kunden hinzugewonnen werden.

Die Asmodee GmbH hat ihre bereits im vorherigen Berichtszeitraum begonnene Strategie, auf das tendenziell vorsichtige und veränderte Kaufverhalten von Handel und Konsumenten vor allem aufgrund von Inflation mit einer angepassten, strategisch nachhaltig ausgerichteten Beschaffungs- und Verkaufsstrategie sowie zahlreichen Marketingmaßnahmen und attraktiven Produkten zu reagieren, konsequent weiter fortgesetzt.

2. Geschäftsverlauf

Das voraus gegangene Rumpfgeschäftsjahr hat bereits eine Stabilisierung der Absatzmärkte gezeigt, dieser Trend hat sich erfreulicherweise im Geschäftsjahr 2023/2024 bestätigt. Die Asmodee GmbH hat im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 42.055 TEUR realisieren können und hat ein EBITDA in Höhe von 1.826TEUR und ein EBIT in Höhe von 1.355 TEUR erzielt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Geschäftsjahr 2023/2024 durch 3 wesentliche Einflussfaktoren geprägt war.

1. Die realisierten Umsatzerlöse haben die Erwartungen übertroffen. Umsatztreiber waren unter anderem die nominierten und prämierten Spiele zum Spiel des Jahres 2023 aber auch neue Spiele wie z.B. die Markteinführung des Sammelkartenspieles Star Wars Unlimited welches in 3 immer wiederkehrenden Sets pro Jahr erscheinen wird, sowie Überraschungserfolge wie Mischwald oder höherpreisige Kennerspiele wie HEAT haben den Absatz angekurbelt.

2. Ein von der obersten Konzernmutter aufgelegtes, Restrukturierungsprogramm hat zu Kosteneinsparungen geführt, die in der ursprünglichen Planung für das Geschäftsjahr noch nicht reflektiert wurden. Des Weiteren wurden gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des Working Capital initiiert welche sich auch positiv auf das Jahresergebnis 2023/2024 ausgewirkt haben.

3. Gegenläufig zu den bereits aufgeführten Effekten haben sich Abwertungsmaßnahmen von Über- oder Altbeständen auf die Businessmarge ausgewirkt und zum Geschäftsjahresende wurde darüber hinaus eine umfassende Abwertung der Alt- und Überbestände vorgenommen die das Jahresergebnis deutlich belastet haben.

III. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Nachdem sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 bereits eine Stabilisierung des Absatzmarktes abgezeichnet hat, konnte das Geschäftsjahr 2023/2024 dies nun bestätigen. Nicht zuletzt hat die Vielzahl an nominierten und prämierten Spielen zum Spiel des Jahres 2023 den Absatz gefördert. Des Weiteren haben sich auch neue Spiele, wie zum Beispiel Star Wars Unlimited sehr positiv auf die Umsatzerlöse ausgewirkt. Nichtsdestotrotz ist das Geschäftsjahr 2023/2024 im Hinblick auf das Ergebnis vor Verlustausgleich, vor allem durch die rigorose Bestandsabwertung eben jener Bestände gekennzeichnet, die während der Corona Pandemie aufgebaut wurden.

2. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Eigenkapital 2.771 TEUR (VJ: 2.271 TEUR), durch unverzinsliche Lieferantenkredite 691 TEUR (VJ: 364 TEUR) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern 19.903 TEUR (VJ: 31.101 TEUR). Die Zahlungsfähigkeit der Asmodee GmbH war und wird auch zukünftig, jederzeit durch die Asmodee Group gewährleistet.

Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 2023 beträgt 10,001% (VJ: 7,31%). Der Anstieg der Eigenkapitalquote ist auf die gesunkene Bilanzsumme zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnte auf eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet werden; die Bankguthaben betragen zum Bilanzstichtag 31. März 2023 2.049 TEUR. Unterjährig konnten aufgrund der ausreichenden Liquidität die Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Zahlungsziele jederzeit erfüllt werden. Liquiditätsengpässe lagen zu keiner Zeit vor.

Des Weiteren haben die von der Gesellschaft ergriffenen Maßnahmen zur Reduzierung des Vorratsvermögens und somit Reduzierung der Kapitalbindung erste Erfolge gezeigt.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um 10.051 TEUR auf 27.849 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den, um 11.157 TEUR gesunkenen, Warenbestand zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag um 1.416 TEUR gestiegen. Dies ist auf höhere Umsätze vor dem aktuellen Bilanzstichtag zurückzuführen als in der Vergleichsperiode.

Das Anlagevermögen sank aufgrund von planmäßiger Abschreibung, im Wesentlichen der Geschäfts- oder Firmenwerte, um 429 TEUR auf 1.183 TEUR (VJ: 1.625 TEUR).

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten verringerte sich auf 2.049 TEUR (VJ: 3.428 TEUR).

Bei den Passiva hat sich das Eigenkapital in Höhe von 2.771 TEUR im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Dies ist auf den seit dem Geschäftsjahr 2021 gültigen Gewinnabführungsvertrag mit der Asmodee Holding GmbH zurückzuführen.

Die Rückstellungen betragen zum 31. März 2023 4.207 TEUR (VJ: 3.451 TEUR). Der Zugang bei den Rückstellungen ist im Wesentlichen auf noch nicht abgerechnete Kundenboni für das Geschäftsjahr 2023/2024 und die Zunahme der Personalrückstellungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag von 31.678 TEUR auf 20.872 TEUR gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Tilgung eines konzerninternen Darlehens zurückzuführen.

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss ausgeübt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsjahr 01.04.2023-31.03.2024 Geschäftsjahr 01.01.-31.03.2023
(in TEUR) (in TEUR )
Umsatzerlöse 42.055 7.432
EBITDA 1.826 841
Jahresfehlbetrag (Vorjahr Jahresüberschuss) (vor Ergebnisabführung) 185 399

5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2023/2024 zeigt, dass die makroökonomischen Rahmenbedingungen sich stabilisieren und die Asmodee GmbH an die Umsatzentwicklung vor Corona wieder anknüpfen kann. Dadurch, dass alle Alt-und Überbestände in 2024 rigoros abgewertet wurden, ist sichergestellt, dass es keine Belastungen aus der Post-Coronaphase auf das Geschäftsjahr 2024/2025 geben wird. Die im Vorjahr getroffene Prognose für die Umsatzentwicklung wurde aufgrund der oben aufgeführten Gründe übertroffen. Die Prognose von EBITDA und Ergebnis konnte aufgrund der durchgeführten Abwertungsmaßnahmen im Bereich der Vorräte nicht erreicht werden.

IV. Prognosebericht für das Kalenderjahr 2024/2025:

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 erwartet die Geschäftsführung ein zumindest stabiles makroökonomisches Umfeld, welches aber weiterhin durch eine deutlich über dem langfristig angestrebten Inflationsziel der Deutschen Bundesbank liegenden Inflationsarte (in Höhe von 2 %) bei gleichzeitig leicht sinkendem BIP gekennzeichnet sein wird. Die Geschäftsführung prognostiziert ein Umsatzvolumen von 49 Mio. € für die nächsten 12 Monate.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 geht die Geschäftsführung von einem erzielbaren EBIT in Höhe von 5,7 Mio. € aus. Das geplante EBITDA beläuft sich auf 6,7 Mio. €.

V. Chancen- und Risikobericht für 2024/2025:

1. Chancen

Neben neuen Spielen wie Star Wars Unlimited, HEAT, Mischwald, Zug um Zug Legacy, Dobble Asterix u. a. birgt die Nominierung bzw. die Auszeichnung eines Spieles aus der Asmodee Gruppe zum Spiel des Jahres, Kinderspiel des Jahres oder Kennerspiel des Jahres erhebliche Vermarktungschancen.

In den vergangenen Jahren war die Asmodee Gruppe stets unter den Nominierten und Prämierten.

Allein die Nominierung zum Spiel des Jahres fördert die Bekanntheit der Spiele und wird zusätzliche Absatzchancen generieren.

2. Risiken

Das Risikomanagementsystem umfasst insbesondere ein monatliches Berichtswesen sowie die stetige Überwachung bestehender Risiken durch die Geschäftsführung.

Risiken im Warenbestand sind nach der massiven Bestandsabwertung im Geschäftsjahr 2023/2024 kurzfristig nicht zu erwarten.

Durch ein aktives Bestandsmanagement wird gewährleistet, dass Risiken aus ungängigen oder überalterten Artikeln identifiziert werden und zeitnah Maßnahmen zu deren Liquidierung initiiert werden.

Als Handelsgesellschaft unterliegt die Gesellschaft insbesondere Wettbewerbsrisiken durch Konkurrenten. Dies kann die Umsatz- bzw. Margenentwicklung nachteilig beeinflussen. Ferner ergeben sich Beschaffungsrisiken, da bestehende Bezugsrechte einzelner Produkte auslaufen bzw. nicht verlängert werden konnten. Diesen Risiken wird durch eine Ausgewogenheit der Produktpalette und die Aufnahme neuer Produkte sowie eigener Accessoires in das Produktportfolio begegnet.

Ferner ergeben sich die für ein Handelsunternehmen typischen Forderungsausfallrisiken. Die breit gefächerte Kundenstruktur der Gesellschaft kompensiert diese Risiken. Konsequentes Forderungsmanagement ist eine weitere Maßnahme, um das Ausfallrisiko zu minimieren.

Risiken im Warenbestand können sich aus Neuauflagen bestehender Produkte oder Trendänderungen ergeben. Durch ein aktives Bestandsmanagement wird gewährleistet, dass Risiken aus nicht mehr aktuellen Artikeln überwacht und kritische Artikel möglichst frühzeitig durch Abverkäufe veräußert werden.

Währungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung, da zwar ein Teil der Einkäufe in Fremdwährung, insbes. USD, erfolgt, aber nur kurze Zeitspannen zwischen Entstehung und Ausgleich der Fremdwährungsverbindlichkeiten liegen. Wechselkursänderungen haben zwar generellen Einfluss auf das in EUR umgerechnete Preisniveau der Warenbezüge, bei nachhaltigen Wechselkursänderungen werden diese aber über Verkaufspreisanpassungen berücksichtigt, sodass Handelsmargen dadurch stabil bleiben.

3. Gesamtaussage

Die Gesamtrisikosituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den vorab dargestellten Einzelrisiken. Nach den, zum Stand des Berichts vorliegenden Informationen, bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Essen, den 26.07.2024

Udo Fischer

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