Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 178574
Vorher
Siebenundfünfzigste Otto Vorrats-Verwaltungsgesellschaft mbHOtto Group Logistics GmbHSupplyX GmbH
Eingetragen
20.12.2022
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Das Anbieten und Erbringen von Dienstleistungen aller Art für Industrie und Handel sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte im Rahmen der Transportlogistik sowie sonstiger Kundenserviceleistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jörn von der Fecht
seit 25.3.2025
Prokura
Geschäftsführer
Moritz Gborglah
seit 9.10.2023
Prokura
Henning Udo Goldmann
seit 9.10.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Otto GmbH & Co. KGaA
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Otto Group Logistics GmbH (vormals: Siebenundfünfzigste Otto Vorrats-Verwaltungsgesellschaft mbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024

Bilanz zum 29. Februar 2024

Aktiva

29.2.2024 28.2.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 75.230.917,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Grundstücke 848,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.466,00 8.314,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 8.653,98 0,00
75.247.884,98 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.618.088,52 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.416.213,28 94.984,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 137.964,57 24.172.266,37 0,00 94.984,58
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 684.643,26 0,00
24.856.909,63 94.984,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.655,79 0,00
100.112.450,40 94.984,58

Passiva

29.2.2024 28.2.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 61.515.000,00 0,00
III. Verlustvortrag -5.233,27 0,00
IV. Jahresfehlbetrag -515.430,89 -5.233,27
61.094.335,84 94.766,73
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.177.463,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 441.017,58 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.693.542,70 217,85
10.312.023,28 217,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.934.820,33 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.786.639,11 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 11.984.631,84 0,00
28.706.091,28 0,00
100.112.450,40 94.984,58

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

1.3.2023 - 29.2.2024 13.6.2022 - 28.2.2023
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 9.564.466,23 0,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.689.214,28 0,00
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.217.109,55 0,00
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.014.471,62 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 234.430,80 1.248.902,42 0,00 0,00
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 632.652,00 0,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.231.285,31 5.233,27
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.258,20 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.402,74 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 441.017,58 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -515.430,89 -5.233,27
11. Jahresfehlbetrag -515.430,89 -5.233,27

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024

1. Allgemeine Angaben

Die Otto Group Logistics GmbH mit Sitz in Hamburg ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer HRB 178574 im Handelsregister eingetragen.

Aufgrund des Erwerbs des Geschäftsbereichs SCS von der Hermes Germany GmbH im Rahmen eines Asset Deals zum 1. Februar 2024 ist der Vergleich mit den Vorjahreszahlen stark eingeschränkt.

Der Jahresabschluss wurde grundsätzlich nach den gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über zehn Jahre abgeschrieben.

Zugänge geringwertiger Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten ab EUR 250,00, die aber EUR 1.000,00 nicht übersteigen und nach dem 31. Dezember 2023 angeschafft worden sind, werden im Jahr der Anschaffung und den folgenden vier Jahren jeweils mit 20 % linear abgeschrieben. Der Abgang wird im fünften Jahr unterstellt.

Bewertung von Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Übrige Aktivposten

Die übrigen Aktivposten werden zum Nennwert angesetzt.

Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt.

Währungsumrechnung

Währungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind zum Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung berücksichtigt.

Bewertung von Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen des modifizierten Teilwertverfahrens Engbroks 1989 unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit einem Rechnungszinssatz von 1,82 % p. a. unter Verwendung der 2018 veröffentlichten "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck" ermittelt. Dieser Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich laufzeitadäquat auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Hierbei wird der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und bekannt gegebene Abzinsungssatz verwendet.

Darüber hinaus wurde bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen ein Gehaltstrend von 2,0% angesetzt. Zur Berücksichtigung des Rententrends wurden gemäß § 16 BetrAVG der Verbraucherpreisindex in Höhe von 2,2 % bzw. die 1%-Anpassung zugrunde gelegt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Steuer- und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Im Jahr 2021 veröffentlichte die OECD detaillierte Regeln zur Umsetzung der Reform des internationalen Steuersystems, die sicherstellen soll, dass multinationale Unternehmen einem Mindeststeuersatz von 15% unterliegen. Das Mindeststeuergesetz ist am 28.12.2023 in Kraft getreten. Die Mindeststeuern werden erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 (beginnend am 1.03.2024) erhoben.

Die Otto Group Logistics GmbH als deutsches Konzernunternehmen der Otto Group wird eigenständig keine Mindeststeuern zahlen, da das Unternehmen Teil einer Mindeststeuergruppe in Deutschland ist. Für diese Mindeststeuergruppe werden mögliche Zusatzsteuern von der Michael Otto Stiftung als oberste Muttergesellschaft bzw. Gruppenträgerin im Sinne des Mindeststeuergesetzes geschuldet werden. Deutsche Konzernunternehmen, die keine oberste Muttergesellschaft oder im Teileigentum stehende Muttergesellschaft darstellen, können nach Inkrafttreten des deutschen Mindeststeuergesetzes von einer Mindeststeuer nur durch die Umlage einer etwaigen nationalen Ergänzungssteuer durch die Michael Otto Stiftung betroffen sein. Da die Mindeststeuern erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 erhoben werden, unterliegt die Otto Group Logistics GmbH keiner Steuerbe- oder -entlastung im Geschäftsjahr 2023.

Bewertung von Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 7.416 (i. Vj. TEUR 95) gegen Gesellschafter.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Cash-Pool-Forderungen in Höhe von TEUR 2.833 (i. Vj. TEUR 0) und Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 4.583 (i. Vj. TEUR 0).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 137 (i. Vj. TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr enthalten.

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 27.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden überwiegend für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie für ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Zu den Verbindlichkeiten wird auf den beigefügten Verbindlichkeitenspiegel verwiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 3.786 (i. Vj. TEUR 0).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Gemäß § 286 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 4 HGB keine Aufgliederung der Umsatzerlöse.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 657(i. Vj. TEUR 0) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Des Weiteren sind Erträge aus Leistungsverrechnungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 972 (i. Vj. TEUR 0) und Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 58 (i. Vj. TEUR 0) enthalten.

Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen die Transport- und sonstigen Versandleistungen durch Dritte in Höhe von TEUR 7.137 (i. Vj. TEUR 0) sowie durch verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 79,8 (i. Vj. TEUR 0).

Aufwendungen für Altersversorgung

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 234 (i. Vj. TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 70 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen und der Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 813 (i. Vj. TEUR 0) enthalten.

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5 (i. Vj. TEUR 0).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind keine Aufzinsung von Rückstellungen enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 0) an verbundene Unternehmen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten ausschließlich Aufwendungen für das Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 441 (i. Vj. TEUR 0).

5. Sonstige Angaben

Persönlich haftende Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 100.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen und sonstigen Verträgen beträgt TEUR 2.970 (i. Vj. TEUR 0) und stellt sich wie folgt dar:

Davon mit einer Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren von mehr als fünf Jahren Insgesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen aus
IT 1.600 0 0 1.600
Raummietverträgen 659 0 0 659
Finance & HR 587 0 0 587
Sonstiges 124 0 0 124
2.970 0 0 2.970

Die Verpflichtungen bestehen ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (umgerechnet auf Vollzeit) betrug 169 Mitarbeiter. Darin enthalten sind 46 Teilzeitkräfte, die in 26 Vollzeitmitarbeiter umgerechnet wurden:

2022/23 2021/22
Kaufmännische Angestellte 169 0
Gewerbliche Mitarbeiter 0 0
169 0

Geschäftsführer

Henning Udo Goldmann, Den Haag/Niederlande, seit dem 9. Oktober 2023

(Kaufmann)

(hauptberuflich Vorsitzender der Geschäftsführung)

Eva Witte, Hamburg, seit dem 9. Oktober 2023

(Kaufmann)

(hauptberuflich Vorsitzende der Geschäftsführung Hermes Fullfilment)

Dr. Steffen Jaeniche, Hamburg, bis zum 9. Oktober 2023

(Kaufmann)

Petra Scharner-Wolff, Hamburg, bis zum 9. Oktober 2023

(Kauffrau)

Beirat Otto Group Logistics GmbH

Kay Schiebur, Köln

(Geschäftsführer Otto GmbH & Co KG)

(Vorsitzender)

Kai Havekost, Hamburg

(Vice President Corporate Finance, Assurance, M&A Otto GmbH & Co KG)

Angabe von Bezügen

Gemäß §286 Abs. 4 in Verbindung mit §285 Nr. 9 Buchstabe a HGB keine Angabe der Gesamtbezüge.

Konzernklausel

Die OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg, als oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen, und Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, als unmittelbares Mutterunternehmen der Gesellschaft, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen. Die Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2023/24 erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 37,5 (i. Vj. TEUR 0).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 515.430,89 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 22. April 2024

Henning Udo Goldmann

Eva Witte

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2024 (erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungskosten
1.3.202 Zugänge 29.2.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 75.863.109,20 75.863.109,20
0,00 75.863.109,20 75.863.109,20
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Grundstücke 0,00 871,00 871,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.902,80 7.902,80
0,00 8.773,80 8.773,80
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 8.653,98 8.653,98
0,00 8.653,98 8.653,98
0,00 75.880.536,98 75.880.536,98
Kumulierte Abschreibungen
1.3.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres 29.2.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 632.192,20 632.192,20
0,00 632.192,20 632.192,20
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Grundstücke 0,00 23,00 23,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 436,80 436,80
0,00 459,80 459,80
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0.00 0.00
0,00 632.652,00 632.652,00
Buchwerte
29.2.2024 28.2.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 75.230.917,00 0,00
75.230.917,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Grundstücke 848,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.466,00 0,00
8.314,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 8.653,98 0,00
8.653,98 0,00
75.247.884,98 0,00

Verbindlichkeitenspiegel zum 29. Februar 2024

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamtbetrag 29.2.2024 Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art der Sicherheit
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.934.820,33 0,00 0,00 12.934.820,33 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.786.639,11 0,00 0,00 3.786.639,11 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 11.984.631,84 0,00 0,00 11.984.631,84 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
- davon aus Steuern EUR 150.046,69 (i. Vj. EUR 0,00) -
Gesamtsumme 28.706.091,28 0,00 0,00 28.706.091,28 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

LAGEBERICHT zum 29. Februar 2024

(bis zum 9. Oktober 2023: Siebenundfünfzigste Otto Vorrats-Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg)

VORWORT UND GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Otto Group Logistics GmbH (nachfolgend OG LOGISTICS genannt) hat zum 01.02.2024, im Zuge eines Asset Deals, große Teile des Geschäftsbereichs "Supply Chain Solutions (SCS)" mit dem Marktauftritt "Hermes International" von der Hermes Germany GmbH erworben.

Die OG LOGISTICS bietet internationale logistische Dienstleistungen und komplette Transportlösungen an und richtet sich an Geschäftskunden im In- und Ausland, insbesondere im Einzelhandel und E-Commerce. OG LOGISTICS bietet den Händlern der Otto Gruppe Einzugslogistik Lösungen von den verschiedenen internationalen Produktionsstandorten an die Distributionslager in Europa mit Schwerpunkt Deutschland an. Diese Dienstleistungen werden auch am Drittkundenmarkt angeboten und umfassen die Planung, Organisation und Ausführung von internationalen Lieferketten und Transporten im See-, Luft-, Schienen- und Straßenverkehr. Ergänzt wird das Leistungsspektrum der OG LOGISTICS durch Mehrwertdienste wie Zoll-Vertragsmanagement und IT-Lösungen, insbesondere im Bereich des kundenspezifischen Supply Chain Management. Zum Geschäftsbereich gehören der Hauptstandort in Hamburg sowie die Standorte in Düsseldorf, Frankfurt a.M., Stuttgart, Schkeuditz und zukünftig in Vietnam.

RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUF

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld ist eine der zentralen Einflussfaktoren auf die Entwicklung insbesondere des Güterverkehrs. Die OG LOGISTICS ist hierbei stark vom Konsumverhalten in Deutschland abhängig.

Nach Angaben des Sachverständigenrates der deutschen Wirtschaft haben im Jahr 2023 rückläufige Konsumausgaben das Wachstum der deutschen Wirtschaft gebremst. Im Jahr 2024 dürften eine sinkende Inflation und steigende Einkommen zu einer verhaltenen Erholung führen. Der Sachverständigenrat erwartet, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 um 0,4 % zurück gegangen ist und im Jahr 2024 um 0,7 % steigen wird. Für die Preisinflation prognostiziert er jahresdurchschnittliche Raten von 6,1 % (im Jahr 2023) bzw. 2,6 % (im Jahr 2024) 1.

Da die Kunden der OG LOGISTICS stark handelsorientiert sind und damit der private Konsum in Deutschland den wichtigsten externen Faktor der Geschäftsentwicklung darstellt, hatte diese Herausforderung einen spürbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung.

Branchenspezifisches Umfeld

Das Branchenumfeld war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die äußerst schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt: Allgemeine Preis- und Zinssteigerungen, der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes und die unklare Haushaltslage des Bundes. Neben negativen Auswirkungen aus der Konsumzurückhaltung steht die Branche in der nach Corona Zeit unter einem erheblichen Preis- und Kostendruck. Die hohe Volatilität der Ocean Freight Rates und die verschiedenen massiven Unterbrechungen der internationalen Transportketten haben einen spürbaren Einfluss auf die deutsche Transport- und Logistikbranche.

Vor diesem Hintergrund sind die Transformationsaktivitäten der OG LOGISTICS zum richtigen Zeitpunkt eingeleitet worden und adressieren die wichtigen und entscheidenden Felder:

Das Transformationsprogramm "Next Level" erlaubt zum einen den Zugang zum logistischen Supply Chain Markt und hebt zum anderen Potentiale im preissensitiven und transaktionalen Transportmarkt.

Die Internationalisierungsstrategie reduziert die Abhängigkeit vom deutschen Konsummarkt und gibt Zugang zu den Ursprungsländern (Origins) unserer Produkte und Lieferketten.

Das neue Sales-Konzept gibt erheblichen Rückenwind im Drittkundenmarkt.

Der Carve-Out als eigenständiges Unternehmen erlaubt ein dynamisch aufgestelltes Unternehmen mit jungen und digitalem Marktauftritt.

LAGE DER GESELLSCHAFT

Vermögenslage

Aufgrund des Erwerbs des Geschäftsbereichs SCS von der Hermes Germany GmbH im Rahmen eines Asset Deals zum 01.02.2024 ist der Vergleich mit den Vorjahreszahlen stark eingeschränkt. Die Bilanzsumme der Gesellschaft liegt im Geschäftsjahr 2023/2024 bei 100,1 Mio. EUR. Die Aktivseite setzt sich im Wesentlichen aus dem, im Anlagevermögen verankerten, Geschäfts- und Firmenwert von 75,2 Mio EUR und den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (24,2 Mio. EUR) zusammen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilden unser Drittkundengeschäft ab und liegen zum Stichtag bei 16,6 Mio. EUR. Während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, resultierend aus dem Gruppengeschäft, mit 7,4 Mio. EUR zur Bilanzsumme beisteuern.

1 Sachverständigenrat

Der Hauptbestandteil der Passivseite ist das Eigenkapital, welches größtenteils durch 61,5 Mio. EUR Kapitalrücklage abgebildet wird. Diese resultiert aus der Kapitaleinzahlung im Rahmen des Asset Deals der OG LOGISTICS zum 01.02.2024. Die Rückstellungen setzen sich zum 29.02.2024 aus 3,2 Mio. EUR Pensionsrückstellungen und 6,7 Mio. EUR sonstigen Rückstellungen zusammen. Die Höhe der sonstigen Rückstellungen basiert v.a. aus ausstehenden Kostenrechnungen (5,0 Mio. EUR) und Rückstellungen für personalbezogene Verpflichtungen (1,6 Mio EUR).

Die OG LOGISTICS hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund des konzernweiten Cash-Poolings der Otto Group. Der Saldo der OG LOGISTICS war zum Bilanzstichtag 29.02.2024 -3,04 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen zum 29.02.2024 bei 12,9 Mio. EUR, die im Wesentlichen das Drittkundengeschäft widerspiegeln. Die sonstigen Verbindlichkeiten von 11,9 Mio. EUR bestehen hauptsächlich aus Zoll & EUST- Bescheiden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 3,8 Mio. EUR.

Finanzlage

Am Bilanzstichtag beträgt das Guthaben bei Kreditinstituten 0,7 Mio. EUR.

Die wesentliche Investition im Geschäftsjahr 2023/2024 war der Asset Deal, bei dem die OG LOGISTICS den Geschäftsbereich SCS der Hermes Germany erworben hat. Darüber hinaus hat die OG LOGISTICS keine wesentlichen Investitionen im Geschäftsjahr 2023 getätigt, sondern fokussierte sich im Geschäftsjahr vor allem auf das Next Level Projekt mit operativen Aufwendungen.

Die Finanzierung der OG LOGISTICS erfolgte im Geschäftsjahr durch den Gesellschafterin in Form der Einzahlung von 61,5 Mio. EUR in die Kapitalrücklage.

Die Gesellschaft konnte zu jeder Zeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und wird den Verpflichtungen auch zukünftig stets nachkommen können.

Ertragslage

Die Betriebsleistung betrug im Geschäftsjahr 11,2 Mio. EUR und setzte sich aus Umsatzerlösen (9,6 Mio. EUR und laufenden betrieblichen Erträgen (1,7 Mio. EUR) zusammen. Diese setzen sich mehrheitlich aus der Leistungsverrechnung mit OTTO und HERMES GERMANY zusammen sowie aus periodenfremden Erträgen in Form von Rückstellungsauflösungen.

Ein wesentlicher Kostenanteil der OG LOGISTICS entfällt auf bezogene Leistungen, insbesondere von General- und Transportunternehmern, der durch hohe Faktorkosten vor allem im Energie- und Lohnbereich im Geschäftsjahr 2023 ein hohes Niveau aufzeigt (7,2 Mio. EUR).

Der Personalaufwand liegt bei 1,2 Mio. EUR und macht insgesamt 11,1 % der Betriebsleistung aus.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens liegen bei 0,6 Mio. EUR und sind vor allem auf die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei 2,2 Mio. EUR und setzen sich hauptsächlich aus allgemeinen Geschäftskosten und Wertberichtigung von Forderungen zusammen. Das EBIT für das Geschäftsjahr liegt bei -0,07 Mio. EUR.

Trotz eines schwierigen Marktumfelds konnte das Geschäftsjahr mit einem geringen Jahresfehlbetrag von -0,5 Mio. EUR abgeschlossen werden.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die OG LOGISTICS hat zum 1. Februar 2024 den Geschäftsbereich SCS von der Hermes Germany erworben. Die OG LOGISTICS war daher nur im Monat Februar 2024 operativ tätig. Als wesentliche Kennzahlen der Gesellschaft sind für das Geschäftsjahr 2023/2024 der Umsatz und der Deckungsbeitrag 1 (DB1, als Differenz zwischen Umsatzerlösen und variablen Kosten, die sich maßgeblich aus den Transportkosten zusammensetzen) zu sehen.

Die OG LOGISTICS erzielte im Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 9,6 Mio. EUR und einen DB 1 von 3,0 Mio EUR.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Unternehmensaktivitäten der OG LOGISTICS. Zielgerichtet werden Wachstums- und Entwicklungschancen sowie wirtschaftliche Optimierungspotenziale im Rahmen der systematisierten strategischen Planung umfassend identifiziert und evaluiert. Sich ergebenden Risiken wird durch ein in den Konzernverbund integriertes Risikomanagementsystem, nachfolgend RMS, begegnet.

Risikomanagementsystem

Die Otto Group Logistics GmbH wird über die konzernweit gültigen Richtlinien und Vorgaben der Otto Group in das Risikomanagementsystem (RMS) einbezogen. Das RMS der OG LOGISTICS ermöglicht, Risiken schnell zu identifizieren und gegebenenfalls umgehend geeignete Maßnahmen zu treffen oder Kontrollen abzuleiten, um entweder die Eintrittswahrscheinlichkeit zu senken oder die möglichen Auswirkungen der Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Falle ihres Eintritts zu begrenzen. Die Erhebung der Unternehmensrisiken und darauf abgestimmten Maßnahmen erfolgt auf jährlicher Basis über ein konzernweit eingesetztes Tool. Der hierzu implementierte Prozess umfasst folgende Schritte:

Identifizierung und Bewertung

Um die vollständige Identifizierung der relevanten Risiken sicherzustellen, erfolgt die Risikoinventur anhand eines strukturierten Risikokatalogs sowie, für spezifische Themen, über detailliertere Checklisten. Die von den einzelnen Unternehmensbereichen gemeldeten Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen bewertet. Die Bewertung der Schadenshöhe erfolgt anhand von fünf Kategorien: Finanziell, kurzfristigoperativ, mittel- und langfristig-strategisch, Compliance, Reputation. Die Bewertung erfolgt sowohl als Bruttobetrachtung vor Risikosteuerungsmaßnahmen als auch als Nettobetrachtung nach Maßnahmen zur Risikobegrenzung.

Steuerung und Überwachung

Gegenmaßnahmen zu Vermeidung, Verminderung oder Übertragung der Risiken auf Dritte, zum Beispiel durch Abschluss eines Versicherungsvertrags, werden zeitnah durch das verantwortliche Management umgesetzt, um den wirtschaftlichen Erfolg der Geschäftstätigkeit abzusichern. Risiken, die aufgrund ihrer Bewertung als wesentlich eingestuft werden, sowie die für das Risiko relevanten Indikatoren und Gegenmaßnahmen werden verstärkt überwacht.

Berichterstattung

Die aus Sicht der Geschäftsführung wesentlichen Risiken werden in einer Risikomatrix strukturiert. Diese gliedert alle Risiken nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrem Schadensausmaß und stellt somit die Transparenz der Risikolage der OG LOGISTICS sicher. Die Geschäftsführung und die Gesellschafter-Gremien werden über relevante Entwicklungen im Risikomanagement informiert.

Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei der Geschäftsführung der OG LOGISTICS. Die enge Verzahnung des RMS mit dem internen Kontrollsystem und dem Controlling/Berichtswesen sichert dessen Wirksamkeit zusätzlich ab. Auf die wesentlichen Risiken sowie die damit in Verbindung stehenden Chancen wird im nachfolgenden Abschnitt eingegangen.

Volkswirtschaftliche Chancen und Risiken

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Deutschlands haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der OG LOGISTICS. Unvorhersehbare Entwicklungen innerhalb der globalen Wirtschaftsverflechtungen können zu Auswirkungen auf dem deutschen Absatzmarkt führen. Gesamtwirtschaftliche Risiken führen potenziell zu einer Reduzierung der Kaufkraft und können damit auch einen Rückgang der Nachfrage nach Dienstleistungen der OG LOGISTICS bewirken.

Ein fortbestehendes Risiko für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ergibt sich auch weiterhin aus den politischen und militärischen Auseinandersetzungen in Ost-Europa, die kurz- und mittelfristig Auswirkungen auf die Beschaffungsaktivitäten wie auch den Absatzmarkt der OG LOGISTICS haben können. Das hieraus resultierende Risiko wird mittel eingeschätzt. Derzeit ist die OG LOGISTICS nicht von den Auseinandersetzungen in der Ukraine betroffen und hält weder Kundenbeziehungen in die Ukraine noch nach Russland.

Die Konsumstimmung in Deutschland ist laut Gesellschaft für Konsumforschung weiterhin auf niedrigem Niveau. Die daraus resultierenden Risiken werden als mittel eingeschätzt. 2

Strategische und branchenspezifische Chancen und Risiken

Die OG LOGISTICS ist in der Transportbranche mit Fokus auf die Bundesrepublik Deutschland tätig. Historisch gewachsen aus dem Importgeschäft kommt mit dem Drittkundenmarkt mehr Fokus auch auf Exporte und die Erweiterung auf die Nachbarländer Deutschlands. Daher ist die OG LOGISTICS stark abhängig vom Ocean und Air Transportmarkt im internationalen Bereich und Landtransporte von und zu den großen Häfen wie Hamburg, Rotterdam und Antwerpen. Die bedienten Flughäfen sind Frankfurt und Leipzig. Wobei Airports wie Amsterdam und Zürich mehr in den Fokus rücken werden.

Risken bestehen in der Unterbrechung internationaler Transportstrecken wie Flugverbote über Russland, die Unterbrechung des Suezkanals, die reduzierte Benutzbarkeit des Panamakanals durch Klimaerwärmung und Piraterie in Teilen Asiens. Die Hauptauswirkungen auf das Geschäft der OG LOGISTICS kommen durch teils extreme und kurzfristige Preisschwankungen sowie die Verfügbarkeit von Transportkapazitäten. Mit Next Level verfügt die OG LOGISTICS über sehr zuverlässige Datenquellen. Allerdings muss die finale Entscheidung von Mitarbeitern getroffen werden, welche zunehmend flexibler und schneller entscheiden müssen.

2 GfK-Konsumklima-Index 2024 | Statista

Dieses Risiko wird von der Geschäftsführung derzeit sehr hoch eingeschätzt.

Ein sehr professionelles und schnelles Agieren führt zu hohen Chancen auf dem Markt, während langsame oder inhaltlich falsche Entscheidungen auch zu Kundenverlusten führen können.

Ein weiterer Faktor ist die Bestrebung möglichst umweltfreundlich zu transportieren, was zu einer starken Verlagerung der Transport auf die Bahn geführt hat. Mit der aktuellen Entwicklung bei der Deutschen Bahn ist dieser Verkehrsträger nicht mehr zuverlässig genug, was zu einer Rückverlagerung auf die Straße führt. Das Risiko besteht darin, dass man die verschiedenen Verkehrsträger nicht mehr so gut miteinander in Wettbewerb setzen kann.

Das Risiko wird aktuell als mittel eingeschätzt.

Ein weiteres Risiko ist mit der Marke OG LOGISTICS als Employer Brand verbunden. OG LOGISTICS ist weitgehend unbekannt und nicht attraktiv für junge Talente. Die OG LOGISTICS wird im kommenden Geschäftsjahr einen Schwerpunkt auf diesen Bereich legen und mit dem Rebranding einen wichtigen Schritt setzen, um hier signifikant besser aufgestellt zu sein und Talente zu akquirieren.

Dieses Risiko wird von der Geschäftsführung als hoch eingeschätzt.

Finanzrisiken und -chancen

Den Rahmen für den Umgang mit Finanzrisiken bildet eine verbindliche Finanz-Richtlinie, deren Einhaltung sichergestellt wird und eine grundsätzliche Risikoreduktion zur Folge hat. Trotzdem ist die Gesellschaft einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, das durch eine potenzielle Nichterfüllung vertraglicher Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entstehen kann, insbesondere mit Blick auf ausfallende Forderungen. Das Risiko ist momentan relativ hoch, da Kunden das Mahnwesen als Verlängerung ihrer Zahlungsziele aktiv nutzen. Die OG LOGISTICS wird daher das Mahnwesen deutlich strikter und strenger implementieren. Erfahrungsgemäß reagieren Kunde sehr zeitnah und diese Aktion wird einen positiven Effekt auf das Net Working Capital haben. Ein größeres Risiko besteht mit einem globalen Partner als dem Hautpartner international. Der Zahlungsverkehr ist momentan eher schwierig und Außenstände eher groß. Der Vertrag wird nachverhandelt und kürzere Zahlungsziele sowie eine Netting Methode angestrebt.

Rechtliche und regulatorische Risiken

Die OG LOGISTICS ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen der dienstleistungsbezogenen Haftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Antikorruption, Zoll, Steuerrecht oder Umweltschutz. Zudem sind bezüglich einiger Länder Handelsbeschränkungen wie Exportkontrollregulierungen, Embargos oder Wirtschaftssanktionen zu beachten, die insbesondere die Supply Chain Aktivitäten der OG LOGISTICS betreffen können.

Compliance im Sinne des Einhaltens von Gesetzen und Richtlinien ist integraler Bestandteil der OG LOGISTICS. Dazu gehört auch, relevante rechtliche und regulatorische Anforderungen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Hierfür hat die OG LOGISTICS im Geschäftsjahr 2023 die bestehenden Strukturen der Hermes Germany genutzt und ist gerade dabei, ein eigenes Compliance Management System (CMS) zu etablieren. In diesem werden sämtliche notwendige Maßnahmen, Strukturen und Prozesse definiert sein, um Regelkonformität sicherzustellen und Verstößen entgegenzuwirken. Es werden zudem verbindliche Anforderungen für alle Geschäftsbereiche formuliert.

Von der Geschäftsführung wird dieses Risiko aktuell als gering eingeschätzt, da dafür umfangreiche Managementsysteme eingesetzt werden.

Sonstige Risiken

Auch weitere Risiken außerhalb der genannten Themenfelder werden im Rahmen des zentralen Risikomanagements identifiziert. Sie werden im Hinblick auf ihre Relevanz analysiert und bewertet sowie mit geeigneten Maßnahmen angemessen gesteuert.

Die Anforderungen zum Datenschutz sind nach dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) weiterhin hoch. Dies zeigt sich u.a. in der richtungsweisenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zum Transfer von Daten in außereuropäische Drittländer, neuen Handlungsempfehlungen des Europäischen Datenschutzausschusses sowie der nationalen Aufsichtsbehörden und diesbezüglicher verstärkter Kontrollen. Die Risiken im Themenbereich Datenschutz werden daher als hoch angesehen Die OG LOGISTICS nimmt den Datenschutz von Beschäftigten, Kunden, Geschäftspartner*innen und sonstigen Dritten sehr ernst und hat eine externe Datenschutzkanzlei beauftragt, um die entsprechenden Prozesse auch in der Eigenständigkeit sicherzustellen.

Die sonstigen Risiken werden als gering eingeschätzt, da auch hierfür umfangreiche Managementsysteme eingesetzt werden.

Kein erkennbar erhöhtes Gesamtrisiko

In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation der Gesellschaft lässt sich auf Grundlage der heute bekannten Informationen feststellen, dass Risiken wirksam über das Risikomanagementsystem gesteuert werden sowie keine den Fortbestand der OG LOGISTICS gefährdenden Risiken bestehen und auch für die Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Die OG LOGISTICS ist derzeit nicht unmittelbar vom Krieg in der Ukraine betroffen und hält weder Kundenbeziehungen in die Ukraine noch nach Russland. Es besteht keine Vereinbarung mit einem Transportpartner und Dienstleister in den genannten Ländern. Die Erhöhung der Rohstoffpreise als auch ein verändertes Konsumverhalten werden Auswirkungen haben, die momentan noch nicht abschätzbar sind.

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Bei den getroffenen zukunftsbezogenen Aussagen und Planwerten ist zu beachten, dass diese inhärenten Unsicherheiten unterliegen. Sie verlangen Schätzungen, Annahmen und die Berücksichtigung von Erfahrungswerten. Durch das nicht Eintreten von erwarteten bzw. das Eintreten von unvorhergesehenen Ereignissen können die tatsächlichen Ergebnisse abweichen.

Der Ausblick auf die Geschäftsjahresperiode bis 28.02.2025 steht stark unter dem Einfluss der Verschiebung der Handelsbeziehungen Deutschlands, eines stärkeren Fokus der OG LOGISTICS auf die Nachbarmärkte, der bleibenden Unsicherheiten und Risiken der Haupt-Handelsrouten und der Entwicklung des Krieges und der damit verbundenen Auswirkungen auf Energiepreise. Ebenfalls besteht ein Risiko, dass weitere Konflikte die globale Wirtschaft signifikant beeinflussen, z.B. wenn Russland andere Aktivitäten entfaltet oder sich der Konflikt zwischen China und Taiwan verschärft.

Die nächste Bundestagswahl ist erst im September 2025 und wird daher einen geringen Einfluss auf die Entwicklung haben, während die nächste Europawahl im Juni 2024 ist. Erhebliche Verschiebungen im europäischen Parlament stellen ein Risiko, aber auch eine Chance der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dar.

Erwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen

Laut dem IFO Institut ist unter Unternehmen und Haushalten die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich herabgesetzt (0,7 Prozentpunkte) und für das Jahr 2025 leicht angehoben (0,2 Prozentpunkte). Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. 3

Gemäß Europaeischer Union wird das Wachstum in Polen in 2024 2,7% sein, in den Niederlanden 0,4%. 45

Durch die bekannten Herausforderungen in der Türkei durch das Währungsrisiko, Inflation und erzwungene Lohnerhöhung sehen wir kurzfristig keine nennenswerte Verschiebung der Sourcingmärkte auf westlich des Suezkanals und fokussieren uns auch im Jahr 2024 auf unsere Hauptmärkte China, Vietnam und den indischen Subkontinent.

Wir sehen allerdings wohl eine steigende Bedeutung der amerikanischen Handelsverbindung für Deutschland, während China sich seitwärts entwickeln wird.

Erwartete Geschäftsentwicklung

Nach wie vor bestehen extreme Risiken in den internationalen Transportketten. Ein Ende des Krieges in der Ukraine ist nicht in Sicht und daher eine Erleichterung und Verkürzung der Flugwege in den nächsten Jahren eher unwahrscheinlich. Wir gehen auch weiterhin von ständigen Bedrohungen der Seewege im Bereich des Suezkanales aus und sehen auch keine dauerhafte Lösung der Herausforderungen des Panamakanals.

3 ifo Institut
4 Europäische Kommission
5 Europäische Kommission

Allerdings sehen wir wohl, dass sich die Situation im innerdeutschen Transportwesen wieder beruhigen wird, allerdings auf einer reduzierten Verfügbarkeit von Transportkapazitäten auf der Schiene. Das Fehlen von Fahrern auf der Straße wird tendenziell zu höheren Nach- und Vorlaufkosten führen.

Die Nachfrage in Deutschland schätzen wir weiterhin als schwach ein, sehen allerdings durchaus Chancen und Potentiale innerhalb der Europäischen Union.

Da die OG LOGISTICS momentan - mit Ausnahme auf der Tradeline Pakistan - einen kleinen Marktanteil hat, sollte es trotzdem möglich sein die angestrebten Wachstumsziele zu erreichen.

Dazu müssen die angestoßenen strategischen Aktivitäten schnell und agil durchgeführt werden.

Diese Ziele werden fast ausschließlich auf dem Drittkundenmarkt, was der Hauptfokus sein wird, erzielt werden. Ebenso dadurch, dass die OG LOGISTICS am Wachstum der Nachbarländer wie Polen und den Niederlanden / Belgien profitiert und diese Märkte mit eigenen Sales Teams erschließen wird. Dazu zählt auch, die Häfen Rotterdam / Antwerpen für Transporte besser zu erschließen, inkl. damit einhergehender Zollaktivitäten. Neben einer besseren Marktposition in Süddeutschland erlaubt das auch den Zugang nach Österreich und in die Schweiz, welche durch Zollregelungen ein attraktiver Markt für Logistiker sind.

Durch die zunehmende Verlagerung der Entscheidungsmacht über den zu verwendenden Logistiker von Deutschland nach Asien sind Aktivitäten wie die durchgeführte Erweiterung nach Vietnam essenziell. Die Eröffnung einer lokalen Niederlassung dort, gibt uns eine hohe Chance, an diesem Trend zu partizipieren. Im kommenden Geschäftsjahr liegt der Fokus darauf, das Investment in Vietnam profitabel zu machen und mit dem Markt in die Nachbarländer vorzustoßen, vor allem Kambodscha. Vietnam und Kambodscha stellen weitgehend einen harmonisierten Markt da, wenn es um die Logistik geht.

Das Geschäftsjahr 2024/25 wird zudem durch zwei wesentliche Faktoren geprägt sein. Zum einen ist das Next Level MVP (minimum viable product) umgesetzt - zunächst mit Fokus auf Teile der Wertschöpfung für OTTO. In weiteren Entwicklungsstufen werden dann zusätzliche Services in Produktion genommen und die zugehörige Transformation der betroffenen Bereiche durchgeführt.

Zum anderen wird die OG LOGISTICS einen finalen, neuen Markennamen verbunden mit dem entsprechenden Marktauftritt bekommen. Das wird das Unternehmen auf dem Drittkundenmarkt wahrnehmbar machen und dort die Chancen und Möglichkeiten signifikant erhöhen.

Damit halten wir das für das Geschäftsjahr 2024/2025 gesteckte anspruchsvolle Ziel eines Umsatzwachstums auf 151,2 Mio. EUR (Freight Index normiert auf November 2023) und für das Geschäftsjahr 2025/2026 auf 172,2 Mio. EUR für erreichbar. Allerdings wird sich das Umsatzwachstum auf der EBIT-Zeile zunächst nicht bemerkbar machen, da weiterhin in die Transformation und Entwicklung des Marktgeschäftes investiert wird (Gewinnverzicht). Es wird daher für das Geschäftsjahr 2024/2025 ein ausgeglichenes EBIT erwartet. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 wird ein positives EBIT prognostiziert.

Die OG LOGISTICS fokussiert Ihr Wachstum auf den Drittkundenmarkt antizipierend, dass das Gruppengeschäft nicht wachsen wird.

Weiterhin wird die OG LOGISTICS eng mit den Otto-Konzernkunden zusammenarbeiten, um mit modernen und wettbewerbsfähigen Supply Chain Lösungen die Wettbewerbsposition der Gruppe auf dem Markt zu verbessern und die Lücke zu den modernen, vor allem chinesischen Anbietern zu verkleinern.

Der Cashflow wird im Geschäftsjahr 2024/2025 als positiv gesehen und es wird auf Basis der derzeitigen Berechnungslogiken ein negatives Net Working Capital auf aktuellem Geschäftsjahresniveau erwartet.

 

Hamburg, den 22. April 2024

Die Geschäftsführung

Henning Udo Goldmann

Eva Witte

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Otto Group Logistics GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Otto Group Logistics GmbH (vormals Siebenundfünfzigste Otto Vorrats-Verwaltungsgesellschaft mbH), Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hermes Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 29. Februar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss der Otto Group Logistics GmbH für das vorherige, am 28. Februar 2023 endende Geschäftsjahr wurde nicht geprüft. Die Vergleichsangaben sind ungeprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 23. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heckert, Wirtschaftsprüfer

Ecke, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

75 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.