Molex Connector Technologies GmbH

Einsteinring 30, 85609 Aschheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 180820
Vorher
FCT Electronic Leipzig GmbHFCT electronic GmbH
Eingetragen
7.12.1990
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Elektromotoren und Generatoren
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von elektronischen, elektrotechnischen und technischen Geräten und Vorrichtungen.

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Vogt
seit 13.11.2013
Geschäftsführer
Kevin Alberts
seit 10.10.2013
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Molex Foreign Investments I S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Molex Elektronik GmbH
Germany
1.500.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

FCT electronic GmbH

München

Jahresabschluss zum 31.12.2012

Inhaltsverzeichnis

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2012 bis 31.12.2012

Anhang zum 31. Dezember 2012

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Bilanz zum 31. Dezember 2012

FCT electronic GmbH

AKTIVA

Euro 31.12.2012
Euro
31.12.2011
Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00   444.610,09
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.351,26   146.007,71
    99.351,26 590.617,80
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.989.302,97   2.084.181,93
2. technische Anlagen und Maschinen 1.372.450,65   1.642.746,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 872.372,39   898.475,02
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.176,44   191.296,51
    4.289.302,45 4.816.699,78
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 111,11   111,11
2. Beteiligungen 1.587.989,13   240.215,08
3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 60.740,58   344.857,29
    1.648.840,82 585.183,48
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.132.599,36   7.114.612,97
2. fertige Erzeugnisse und Waren 2.885.260,90   2.932.515,12
3. geleistete Anzahlungen 72.870,94   108.074,34
    9.090.731,20 10.155.202,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.767.871,21   2.748.676,57
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.308.208,14   2.680.581,65
3. sonstige Vermögensgegenstände 447.871,98   1.118.332,52
    5.523.951,33 6.547.590,74
III. Wertpapiere      
sonstige Wertpapiere   20.796,00 203.481,76
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   2.039.170,61 1.080.472,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten   122.859,60 152.791,09
    22.835.003,27 24.132.039,35

PASSIVA

     
  Euro 31.12.2012
Euro
31.12.2011
Euro
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   1.500.000,00 1.500.000,00
II. Kapitalrücklage   17.880.561,25 17.880.561,25
III. Bilanzgewinn   1.244.072,07 914.903,02
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 130.175,00   1.805.037,00
2. Steuerrückstellungen 170.956,00   0,00
3. sonstige Rückstellungen 717.620,67   476.863,16
    1.018.751,67 2.281.900,16
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.406,75   3.267,54
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 254.629,00   350.522,55
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.824,83   11.746,09
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 568,90   0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 919.188,80   1.189.138,74
    1.191.618,28 1.554.674,92
- davon aus Steuern Euro 210.311,59 (Euro 213.881,77)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.464,94 (Euro 6.455,98)      
    22.835.003,27 24.132.039,35

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2012 bis 31.12.2012

FCT electronic GmbH

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Umsatzerlöse 30.372.869,07 34.705.318,15
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 47.254,22 274.901,91
3. andere aktivierte Eigenleistungen 130.143,45 649.628,95
4. sonstige betriebliche Erträge 1.640.091,12 462.417,20
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 71.941,62 (Euro 76.682,78)    
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 16.267.207,34 21.458.530,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 206.601,56 140.524,49
  16.473.808,90 21.599.055,25
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 7.599.169,73 8.601.595,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.592.684,12 1.621.858,86
  9.191.853,85 10.223.453,92
- davon für Altersversorgung Euro 55.909,56 (Euro ­68.628,35)    
7. Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.147.805,65 1.173.320,94
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.346.163,08 4.085.706,97
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 66.101,94 (Euro 90.763,50)    
9. Erträge aus Beteiligungen 350.700,98 262.051,74
- davon aus verbundenen Unternehmen Euro 350.700,98 (Euro 262.051,74)    
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.244,96 20.980,60
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.100,33 105.694,41
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 992,32 39.004,39
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.830,76 104.177,65
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.442.949,57 -743.726,16
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 408.467,02 65.107,74
16. sonstige Steuern 25.800,50 24.548,58
  434.267,52 89.656,32
17. Jahresüberschuss 1.008.682,05 -833.382,48
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 914.903,02 1.748.285,50
19. Vermögensminderung 679.513,00 0,00
20. Bilanzgewinn 1.244.072,07 914.903,02

Anhang für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2012

FCT electronic GmbH, München

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen GmbH gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und ergänzenden Vorschriften des Gesetzes der Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2. HGB angewandt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entsprechend § 248 Abs. 2 HGB wurde im Vorjahr vom Wahlrecht der Aktivierung selbst geschaffener Immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit den bei der Entwicklung angefallenen Herstellungskosten Gebrauch gemacht (Entwicklungskosten). Im Geschäftsjahr erfolgte der Abgang durch Veräußerung.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die nutzungsbedingte planmäßige Abschreibung angesetzt.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen erfolgten zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die in der Bilanz angesetzten Werte des Sachanlagevermögens ergeben sich aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte Abschreibungen.

Bewegliche Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 410 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Gesellschaft schreibt grundsätzlich linear ab.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Eine Abschreibung auf den niedrigeren Teilwert war nicht veranlasst.

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012 verweisen wir auf den Anlagespiegel auf Seite 3.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffung- oder Herstellungskosten unter Einhaltung des Niederstwertprinzips. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten. Bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird die Durchschnittsmethode angewendet. Wertberichtigungen wurden auf Basis von Reichweitenabschlägen vorgenommen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte der Ansatz mit dem Nennwert. Wertberichtigungen wurden in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Der Ausweis des Körperschaftsteuerguthabens erfolgte zum Barwert des gesamten Erstattungsanspruchs.

Die Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit der Börsen- oder Marktpreis niedriger war, sind Abschreibungen vorgenommen worden.

Anlagespiegel 31.12.2012

Anschaffungskosten
01.01.2012
EUR
Zugänge 2012
EUR
Abgänge 2012
EUR
Umbuchungen 2012
EUR
31.12.2012
EUR
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 444.610,09 0,00 444.610,09 0,00 0,00
2. Erworbene Software, Lizenzen , Schutzrechte 704.622,72 2.631,25 16.064,99 0,00 691.188,98
Summe 1.149.232,81 2.631,25 460.675,08 0,00 691.188,98
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 4.009.208,45 0,00 0.00 0,00 4.009.208,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.359.686,91 71.515,72 206.068,42 242.821,28 10.467.955,49
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 2.612.455,78 231.258,36 129.378,07 137.945,95 2.852.282,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 191.296,51 244.647,16 0,00 -380.767,23 55.176,44
Summe 17.172.647,65 547.421,24 335.446,49 0,00 17.384.622,40
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 111,11 0,00 0,00 0,00 111,11
2. Beteiligungen 240.215,08 1.347.774,05 0,00 0,00 1.587.989,13
3. Sonstige Ausleihungen 344.857,29 3.636,79 287.753,50 0,00 60.740,58
Summe 585.183,48 1.351.410,84 287.753,50 0,00 1.648.840,82
Gesamt Summe 18.907.063,94 1.901.463,33 1.083.875,07 0,00 19.724.652,20
Abschreibungen
01.01.2012
EUR
Zugänge 2012
EUR
Abgänge 2012
EUR
31.12.2012
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 49.401,12 49.401,12 0,00
2. Erworbene Software, Lizenzen , Schutzrechte 558.615,01 49.281,70 16.058,99 591.837,72
Summe 558.615,01 98.682,82 65.460,11 591.837,72
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 1.925.026,52 94.878,96 0,00 2.019.905,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.716.941,39 563.107,26 184.543,81 9.995.504,84
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 1.713.980,76 391.136,61 125.207,74 1.979.909,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 12.355.948,67 1.049.122,83 309.751,55 13.095.319,95
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt Summe 12.914.563,68 1.147.805,65 375.211,66 13.687.157,67
Restbuchwert
31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 444.610,09
2. Erworbene Software, Lizenzen , Schutzrechte 99.351,26 146.007,71
Summe 99.351,26 590.617,80
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 1.989.302,97 2.084.181,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.372.450,65 1.642.746,32
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 872.372,39 898.475,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.176,44 191.296,51
Summe 4.289.302,45 4.816.699,78
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 111,11 111,11
2. Beteiligungen 1.587.989,13 240.215,08
3. Sonstige Ausleihungen 60.740,58 344.857,29
Summe 1.648.840,82 585.183,48
Gesamt Summe 6.037.494,53 5.992.501,06

Fremdwährung

Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgt die Umrechnung in € auf Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt bzw. des Devisenkassamittelkurses am Bilanzstichtag. Soweit der Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Aktive und passive latente Steuerlatenzen werden mit den Unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und miteinander verrechnet Soweit sich ein Überhang der aktiven latenten Steuern ergibt, wird vom Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach der versicherungsmathematischen Bewertungsmethode "projected unit credit method" angesetzt. Die Berechnung erfolgt auf der Basis der "RICHTTAFELN 2005G" (Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln) auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 5,04 % (VJ:5,14 %) mit einem Rententrend von 2 % (VJ: 0 %).

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten über Restlaufzeiten ist gesondert im Verbindlichkeitsspiegel dargestellt.

3. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel aus dem sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben.

Beteiligungen

Die Gesellschaft ist an der FCT electronic Czech s.r.o in Tschechien mit einem 22 prozentigen Geschäftsanteil beteiligt.

Ergebnis Geschäftsjahr 2012 13.162.640,25 CZK (entspricht 524.644,17 EUR)

Eigenkapital 31.12.2012 12.448.163,28 CZK (entspricht 496.166,13 EUR)

Die Gesellschaft ist an der FCT Electronics LP in USA mit einem 10,522 prozentigen Geschäftsanteil beteiligt.

Ergebnis Geschäftsjahr 2012 5.166.028 USD (entspricht 3.909.274,45 EUR)

Eigenkapital 31.12.2012 2.600.325 USD (entspricht 1.967.736,93 EUR)

Die Gesellschaft ist an der FCT Electronic Limited in England mit einem 100 prozentigen Geschäftsanteil beteiligt.

Ergebnis Geschäftsjahr 2012 6.978.65 GBP (entspricht 8.537,93 EUR)

Eigenkapital 31.12.2012 27.888.77 GBP (entspricht 34.120,13 EUR)

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände hatten folgende Restlaufzeiten am Bilanzstichtag:

Bilanz 31.12.2012
T€
Bilanz 31.12.2011
T€
1. Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.300 6.274
2. Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 224 207
3. Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 67
  5.524 6.548
davon gegenüber Gesellschafter 68  

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden.

Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeit betrifft folgenden Posten:

Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht stehen in der Bilanz mit EUR 2.308.208,14

- davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: EUR 2.026.403,41

Eigenkapital

Eigenkapital zum 01.01.2012 20.295.464,27 EUR
Jahresüberschuss 2012 1.008.682,05 EUR
Vermögensminderung - 679.513,00 EUR
Eigenkapital zum 31.12.2012 20.624.633,32 EUR

Mit notariell beglaubigten Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 20.08.2012 wurden Pensionsverpflichtungen, Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherungen sowie Bankguthaben mit Wirkung zum 01.01.2012 übertragen. Die daraus entstehende Vermögensminderung wird außerbilanziell mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

Die rechtlichen Verhältnisse sind in der Anlage V dargestellt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Bilanz 2012
T€
Bilanz 2011
T€
Gewährleistung 152 163
Nicht genommener Urlaub 102 133
Nachzahlung Verkaufsprovision 2003-2012 150 0
Handelsvertreterausgleich 100 0
Verkaufsprovision 1 0
Archivierungskosten 57 56
Berufsgenossenschaft 80 59
Jahresabschluss & Prüfungskosten 38 34
Überstunden 2 9
Ausstehende Rechnungen 23 18
Abfindungen 8 0
Sonstige 5 5
Gesamt 718 477

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich folgt:

Restlaufzeit bis 1 Jahr
T€
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
T€
Restlaufzeit über 5 Jahre
T€
Gesamt 2012
T€
Verbindlichkeit. g Kreditinstituten 4 0 0 4
Verbindlichkeiten LuL 255 0 0 255
Verbundbereich 13 0 0 13
Verbindlk. g Gesellschafter 107 0 0 107
Sonstige Verbindlichkeiten 431 348 34 813
Gesamt 810 348 34 1.192
Bilanz 2011 1,085 300 170 1.555

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

GuV 2012
T€
GuV 2011
T€
Erlöse Inland 16.218 18.957
Erlöse Ausland - EU 7.949 7.682
Erlöse Ausland - Drittländer 3.460 3.739
Erlöse FCT Group 2.746 4.327
Gesamt 30.373 34.705

Latente Steuern

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Hohe von 31,57 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde der unternehmerische Gewerbesteuersatz von 15,75 % berücksichtigt.

Steuerlatenzen
Bilanzposten
Latente Steuern Aktiv
T€
Pensionsrückstellungen 10
Rückstellung für nicht genommenen Urlaub 4
Aktive latente Steuern 14

Aufgrund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wird kein Bilanzposten zum 31.12.2012 angesetzt.

Sonstige betriebliche Erträge

GuV 2012
T€
GuV 2011
T€
Service Fees FCT Czech 98 103
Erträge aus Kursdifferenzen 64 77
Verrechnete Sachbezüge 50 53
Lohnkostenzuschuss 47 49
Auflösung Rückstellungen 6 35
Periodenfremde Erlöse 12 0
Lieferanten Gutschriften - Nacharbeit/Reklamationen 50 0
Erlöse Material Verwertung 88 0
Erlöse Abgang UV-Wertpapiere 16 28
Erlöse Anlageverkäufe 1.083 21
FeNmobil/BMWI Zuwendung 0 10
Versicherung Entschädigung 18 8
Auflösung Gewinnbeteiligung 15 1
Altersteilzeit Erstattung/LKZ Arbeitsamt 29 0
Investitionszulagen 0 0
Sonstige 64 78
Gesamt 1.640 463

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 19 (Vorjahr: T€ 1) und beinhalten Beiträge zur Berufsgenossenschaft aus 2010.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

T€
Körperschaftsteuer 2012 162
Körperschaftsteuer Vorjahre 1
Solidaritätszuschlag + Zinsabschlagsteuer 2012 10
Gewerbesteuer 2012 98
Gewerbesteuer Vorjahre 35
Ausländische Steuern 120
Körperschaftsteuer Guthaben -18
  408

4. Sonstige Angaben

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 ist die Häckl Schmidt Lichtenstern GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München bestellt worden.

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers 2012
T€
2011
T€
Abschlussprüferleistungen 24 24
Steuerberatungsleistungen 8 6
Gesamthonorar 32 30

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer:

Anton Kling, München

Einzelprokura:

Frank Kling, München

Siegfried Ratzel, München

Gesamtprokura:

Dr. Schmidt, Andreas Joseph, Grünwald (bis 28.06.2012)

Geschäftsführerbezüge:

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den von der Gesellschaft abgeschlossenen langfristigen Verträgen ergeben sich in den nächsten 5 Jahren folgende nicht in der Bilanz ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen:

Mietverträge:

Jahr T€
2013 510
2014 430
2015 430
2016 430
2017 0
  1.800

Im Vorjahr waren sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 2.760 ausgewiesen.

Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Personen

Im Geschäftsjahr 2012 waren durchschnittlich 312 (Vorjahr: 365) Mitarbeiter beschäftigt.

Verwaltung 34
Produktion 278

Konzernabschluss

Die Gesellschaft stellt für die im Anteilsbesitz befindlichen Tochterunternehmen einen gesonderten Konzernabschluss auf.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist unmittelbares Mutterunternehmen der FCT Electronic Limited in England. Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach §§ 290 ff. HGB, in den die FCT Electronic Limited einbezogen wird.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Gesellschaft wird vorschlagen den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2012 in den Bilanzgewinn einzustellen.

 

München, den 01.07.2013

Anton Kling, Geschäftsführer

Lagebericht 2012

Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

Die Weltwirtschaft war im Jahr 2012 von der weiteren Entwicklung der Schuldenkrise, der Bankenkrise und der sich daran anschließenden makroökonomischen Entwicklung bestimmt. Diese Unsicherheiten nahmen im Laufe des Jahres wieder zu. Damit konnte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht mit dem Wachstum von 3,8 % im Jahre 2011 mithalten.

In der Eurozone sank das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um -0,6 %. Im vergangenen Jahr wurde die Konjunktur im Euroraum von der Staatsschulden- und Bankenkrise geprägt. So ist die wirtschaftliche Aktivität nunmehr seit dem Winterhalbjahr 2011/2012 rückläufig, wobei im vierten Quartal des Jahres 2012 der bis lang kräftigste Rückgang des Bruttoinlandsprodukts zu verzeichnen war; die gesamtwirtschaftliche Produktion schrumpfte um 2,3 %. Neben den Investitionen, die mit einer laufenden Jahresrate von 4,5 % merklich sanken, verringerte sich auch der private Konsum deutlich. Der Staatsverbrauch nahm - wie schon in den beiden Quartalen zuvor - etwas ab. Neben der schon länger sinkenden inländischen Verwendung ging im abgelaufenen 4. Quartal auch der Außenbeitrag zurück. Insbesondere die Exporte, die sich zuvor als Stütze der Konjunktur erwiesen hatten, schrumpften spürbar. Dies ist auch auf externe Faktoren, wie den insgesamt schwächeren Welthandel, zurückzuführen. So sanken die nominalen Warenausfuhren des Euroraums in die übrige Welt erstmals seit der Großen Rezession.

Das Jahr 2012 stand auch für die deutsche Elektroindustrie stark unter dem Einfluss der Euroschuldenkrise sowie der Abkühlung der globalen Konjunktur. Die - um Preiseffekte bereinigte - Produktionsleistung wie auch der Umsatz der Elektrounternehmen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um jeweils 3,0 % zurückgegangen. Dabei gab es aber starke Differenzierungen. Für den Bereich der Bauelemente, dem Segment unserer Produkte, sank die Produktionsleistung im Branchendurchschnitt sogar um 14,0 %. Diesem Trend konnte sich die FCT electronic GmbH erfolgreich entziehen.

Geschäftsverlauf

Märkte

Die Kunden für die Produkte der Gesellschaft befinden sich in sämtlichen wirtschaftlichen Märkten, hauptsächlich aber in der Telekommunikation, im Maschinen-/Anlagenbau und der Medizin- und Verkehrstechnik. Das Produktspektrum besteht aus einer großen Palette von Standardartikeln sowie kundenspezifischen Sondervarianten. Mit den 10 größten Kunden werden ca. 37,3 % des Gesamtumsatzes und mit dem größten Kunden wird ein Umsatz von ca. 9,1 % erwirtschaftet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 12,5 %. Dazu ist anzumerken, dass bis Ende 2011 unsere Tochterfirma in Letiny, Tschechien die Einzelteile für die Fertigung bei FCT gekauft hat. Ab 2012 fungiert dieses Werk nur noch als Lohnfertiger. Bereinigt um den Sondereffekt (Umsatz 2011 rd. 2,2 Mio. Euro) verzeichnete die FCT electronic GmbH einen Umsatzrückgang von nur 6,1 %. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Auswirkungen der Rezession in Europa. Rund 84,0 % des Gesamtumsatzes erzielt die FCT electronic GmbH in Europa.

Ertragslage

Umsatzerlöse

Die Umsatzentwicklung seit dem Geschäftsjahr 2001 ergibt folgendes Bild:

Die Gesellschaft spürte die vorhandene Rezession im Euroraum. Bis zum Jahr 2011 kaufte der Lohnfertiger in Tschechien das Rohmaterial bei der FCT electronic GmbH. Ab 2012 wurde dies auf eine Materialbeistellung geändert. Der Umsatz in 2011 mit dem Lohnfertiger betrug rund 2,2 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Umsatz um 12,5 %.

Umsatzerlöse
TEUR
2012 2011 +/- in % zum Vorjahr
Deutschland 16.588 18.957 -12,5
Ausland 13.785 15.748 -12,5

In Deutschland wie auch im Ausland verringerten sich die Umsatzerlöse deutlich um jeweils 12,5 %. Bereinigt um den Effekt der Umstellung der Lieferbeziehungen mit dem Lohnfertiger in Tschechien stieg der Umsatz Ausland sogar leicht an.

Die Absatzregionen der Gesellschaft unterteilen sich wie folgt:

Absatzregionen 2012 2011 +/- in %-Punkte zum Vorjahr
Deutschland j 54 % 55 % -1
Europa 29 % 32 % -3
USA 9 % 6 % 3
Asien 5 % 5 % 0
ROW 2 % 2 % 0

Die Geschäftslage der Gesellschaft stellt sich anhand von Kennzahlen wie folgt dar:

Kennzahlen 2012 2011 +/- %-Punkte zum Vorjahr
Umsatzrentabilität 3,3 % - 2,4 % 5,7
Materialaufwandsquote 53,9 % 60,6 % -6,7
Personalaufwandsquote 30,1 % 28,7 % 1,4

Basis für die Kennzahlen ist die ausgewiesene Gesamtleistung.

Im Vorjahr führten sehr hohe Anlaufkosten für Neuprojekte, die überproportionale Kostenentwicklung beim Gold sowie allgemeine steigende Beschaffungskosten zu einer sehr hohen Materialaufwandsquote.

Die Personalaufwandsquote ist durch den Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Erste Maßnahmen zur Anpassung der Personalkosten an die Umsatzentwicklung wurden eingeleitet. Bei dem Verkauf des Geschäftsbereiches High Speed wechselten 11 Mitarbeiter zu der neuen Firma.

Kostenentwicklung

Der Großteil der Bestellungen die die Gesellschaft platziert, unterliegt für einen bestimmten Zeitrahmen einem Festpreis. Die höheren Marktpreise für Kupfer, Gold, Messing und Zink schlugen sich in höheren Einkaufskosten für Zinkdruckguss und Vergoldung nieder. Die steigende Marktpreisentwicklung auf den Rohstoffmärkten spiegelt sich in der Entwicklung des Materialaufwands wider.

Die Personalkosten verringerten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr, maßgeblich durch den Verkauf eines Geschäftsbereiches, um 1.032 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich in Erlöse aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches High Speed (1.075 TEUR), Erlöse aus der Verrechnung von sonstigen Leistungen (98 TEUR), Erträge aus Kursdifferenzen (64 TEUR), Personalkostenzuschüsse (47 TEUR) und sonstige Erträge (356 TEUR) auf. Gegen die Erträge aus Kursdifferenzen stehen Kursverluste in Höhe von 66 TEUR, welche in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Ausbuchungen der Restbuchwerte aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches High Speed in Höhe von 454 TEUR enthalten. Ohne diesen Sondereinfluss reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 194 TEUR oder 4,7 %.

2012 2011 +/- % zum Vorjahr
Sonstige betriebliche Erträge TEUR 1.640 462 +254,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 4.346 4.086 +6,4

Die Gesellschaft erzielte trotz gesunkenem Umsatzvolumen im Geschäftsjahr 2012 ein positives Ergebnis in Höhe von 1.009 TEUR.

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 84,1 % auf 90,3 %, so dass die Gesellschaft im Wesentlichen selbstfinanziert ist.

Die Rückstellungen für Pensionen reduzierten sich durch Abspaltung der Pensionsverpflichtungen von 2 Gesellschaftern um 1.690 TEUR. Für einen verbleibenden Gesellschafter wurden Zuführungen in Höhe von 15 TEUR vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 96 TEUR,

Die Gesellschaft erhöhte den Finanzmittelfonds auf 2.060 TEUR. Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote kann das Unternehmen auf eine Fremdmittelfinanzierung verzichten. Zur Deckung eventueller kurzfristiger Liquiditätsengpässe könnte auch auf kurzfristige Bankdarlehen zurückgegriffen werden, welche aber in 2012 nicht in Anspruch genommen wurden. Die Liquidität wird durch ein entsprechendes Reporting laufend überwacht.

Investition

Die Gesellschaft führte im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von 550 TEUR in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen durch. Durch den Verkauf des Geschäftsbereiches High Speed reduzierte sich das Sachanlagevermögen zum Restbuchwert um 454 TEUR. Dabei wurden immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 445 TEUR und Werkzeuge in Höhe von 9 TEUR verkauft. Demgegenüber steht ein Verkaufserlös in Höhe von 1.075 TEUR.

Im Bereich der Finanzanlagen wurden vorhandene Forderungen gegenüber der FCT CZ in Höhe von 1.348 TEUR umgewandelt.

Weiterhin wurden vorhandene Aktivwerte für Pensionsverpflichtungen abgespalten und führen zu einer Reduzierung von 288 TEUR. Bei der im Unternehmen verbleibenden Pensionsverpflichtung erfolgte eine Zuführung in Höhe von 4 TEUR.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft veränderte sich im Wesentlichen durch den Verkauf des Geschäftsbereiches High Speed und planmäßigen Abschreibungen. Die Anlageintensität des Unternehmens betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 26,4 %.

Das Vorratsvermögen stellt mit ca. 39,7 % der Bilanzsumme den größten Bilanzposten dar. Die Vorräte haben eine Reichweite von rund 108 Tagen. Bei den Vorräten wurde sowohl bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (- 982 TEUR) als auch bei den Fertigen Erzeugnissen (- 47 TEUR) ein Lagerabbau und Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Auch die Anzahlungen auf Vorräte reduzierten sich um 35 TEUR, so dass sich das gesamte Vorratsvermögen um 1.064 TEUR reduzierte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden erhöhten sich leicht um 0,7 %.

Die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, reduzierten sich wesentlich um 372 TEUR oder 13,9 %.

Die Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert aus der Erstattung von Steuerforderungen gegenüber den Finanzämtern in Deutschland und Tschechien.

Aus der Abspaltung der Pensionsverpflichtungen ergibt sich neben der Abspaltung der Aktivwerte eine Reduzierung der Pensionsrückstellung in Höhe von 1.690 TEUR.

Voraussichtliche Entwicklung

Gesamtwirtschaftliche Prognose

Nach neuesten Prognosen erwartet die Weltbank für das Jahr 2013 nur noch ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,4 %. Hauptgrund dafür ist die Wirtschaftskrise in den Industriestaaten. Auch in den bisherigen Wachstumszentren macht sich die anhaltende Rezession in Europa bemerkbar. So sollen die Schwellenländer nur um 5,5 %, die USA um 1,9 % und Japan um 0,8 % wachsen. Chinas Wirtschaft soll voraussichtlich um ansehnliche 8,4 % zulegen. Ein großes Problem in den USA ist lt. der Weltbank das ungelöste Problem des Haushaltsetats. Sollte es hier nicht bald zu einer Einigung kommen, dürfte sich dies negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Auch sind weitere Einbußen der gesamten Weltwirtschaft nicht auszuschließen.

Für die Eurozone rechnet die Weltbank sogar mit einem leichten Rückgang von 0,1 %. Ähnlich äußert sich auch der IWF; der ebenfalls eine um 0,1 % schrumpfende Wirtschaftsleistung vorhersagt.

Für Deutschland sind die Aussichten durchweg etwas positiver. So erwartet der IWF ein Wachstum von 0,6 %, die Bundesregierung von 0,5 % und die EU-Kommission von 0,4 %.

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) geht für die deutsche Elektroindustrie in seiner Prognose 2013 von einem Produktionswachstum in Höhe von ca. 1,5 % aus.

Prognose der Gesellschaft

Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2013 mit einem Umsatzvolumen in Höhe von 30 Mio. Euro. Aufgrund der Unsicherheit der Prognosen sowohl der Konjunkturforscher als auch wichtiger Branchenexperten ist jedoch auch ein Unterschreiten dieser Zielgröße möglich.

Die im Bereich Forschung und Entwicklung vorangetriebenen Entwicklungsprojekte sollen zu einer weiteren Branchendiversifizierung führen.

Im 1. Quartal 2013 entwickelten sich die Umsätze wie auch die Kosten im Rahmen der in der Planung unterstellten Annahmen. Unter der Maßgabe, dass es zu keinem weiteren Konjunktureinbruch kommt und auch seitens der Politik keine Ergebnis beeinflussenden Gesetzesbeschlüsse erfolgen erwarten wir auch für 2013 ein positives Unternehmensergebnis in Höhe von circa 1,0 Mio. Euro.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risiken für die Gesellschaft können sich im wesentlichem durch Umsatzrückgang, Kostensteigerungen im Bereich der Rohstoffe, Forderungsausfälle, Haftungs- sowie durch Währungsrisiken ergeben. Auch durch die im Augenblick geführten Diskussionen in der Politik bezüglich Mindestlohnentwicklung sowie Änderungen im Steuersystem können sich deutliche Kostensteigerungen für die Gesellschaft entwickeln.

Für das US-Geschäft der Gesellschaft ist die Volatilität des US-Dollars nicht förderlich. Ein weiter steigender Euro würde die Wettbewerbsfähigkeit in den USA bzw. gegenüber Mitbewerbern aus dem Dollarraum erheblich verschlechtern. Durch eine entsprechende Preispolitik, die gestützt wird durch einen optimierten Einkauf sowie eine verbesserte Produktion, ist die Gesellschaft in der Lage dieses Risiko zu minimieren. Generell werden Währungsrisiken durch ein gutes Devisenmanagement gesichert. Hauptsächlich fallen Währungsrisiken beim Einkauf ins Gewicht, die bei Bedarf durch Devisentermingeschäfte abgefangen werden.

Durch den Abschluss von größeren Jahresrahmenverträgen zu Festpreisen mit großen und wichtigen Kunden sieht die Gesellschaft ein Risiko in den Entwicklungen an den weltweiten Rohstoffmärkten (Lieferung und Preise). Die Rohstoffpreise, mit Ausnahme von Gold, bewegen sich seit Jahresanfang 2013 eher leicht rückläufig bis seitwärts. Hier besteht das Risiko von fallenden Margen wenn sich dieser Trend nicht fortsetzt bzw. sogar umkehrt. Die weitere Entwicklung des Goldpreises ist nach den starken Preisrückgängen nicht vorhersehbar. Die Gesellschaft geht davon aus, dass bei zukünftigen, überproportionalen Rohmaterialsteigerungen diese trotz vertraglicher Bindung bis zu einem gewissen Grad an die Kunden weitergegeben werden können. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich dies - zumindest anteilig - nachteilig auf die Ergebnissituation auswirken kann, der es mit entsprechenden Kosteneinsparmaßnahmen und Produktivitätssteigerungen zu begegnen gilt.

Produkt- und Umweltrisiken begrenzt die Gesellschaft durch implementierte Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme. Um Anforderungen unserer Kunden, des internationalen Marktes und den eigenen Qualitätsmaßstäben gerecht zu werden, ist das Unternehmen seit 1995 nach der internationalen Normenreihe ISO 9001 zertifiziert. Dieser Status konnte im jährlichen Turnus bis zuletzt 12/2012 durch die DEKRA erfolgreich bestätigt werden. Ebenfalls wurde im Dezember 2012 das eingeführte Umweltmanagementsystem nach der internationalen Normenreihe ISO 14001 durch die DEKRA erfolgreich bestätigt. Die kontinuierliche Optimierung des ERP-Systems Microsoft Dynamics AX 2009 diente als weiterer Schritt zur Verbesserung der Systemleistung.

Umweltschutz bedeutet für die Gesellschaft ein hohes Maß an Abfallminimierung mit einem hohen Grad an Wiederverwendung, Schonung der Ressourcen durch umweltbewussten Verbrauch, Reduzierung der Transportwege und Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. Ist Entsorgung notwendig, erfolgt diese nur über entsprechend zertifizierte Fachbetriebe. Aufgrund der Produkte der Gesellschaft ist eine Verschmutzung der Umwelt durch Emissionen (Lärm, Luft, Boden, Wasser, Elektrosmog) nicht vorhanden. Für Produkte existieren Entwicklungschecklisten die Umweltaspekte schon in der Entwicklungsphase berücksichtigen. Beim Einkauf notwendiger Teile sowie Verpackungsmaterialien wird sehr stark auf Umweltfreundlichkeit geachtet. Das Umweltrisiko wird durch entsprechendes Denken und Handeln des Managements und der Mitarbeiter auf ein Minimum reduziert.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich der Forschung und Entwicklung wurde das eMobility-Projekt (Fen-mobil) Mitte 2012 beendet. Das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium insgesamt mit einer Zuwendung in Höhe von 407 TEUR ausgestattet. Auf die Erkenntnisse dieses Projekts aufbauend, wurde eine Weiterentwicklung der bestehenden Produkte fortgeführt. Jedoch wurde dieses Folgeprojekt nicht mehr vom BMI bezuschusst. Abschließend ist festzustellen, dass das Entwicklungsprojekt der Ladestecker für FCT electronic eine zentrale Rolle zur Erschließung neuer Folgeprojekte in verschiedenste Industriebereiche darstellt. Durch die erzielten Erkenntnisse können künftig anspruchsvolle technische Lösungen rentabel realisiert werden und so als weitere Absatzpotentiale dienen.

Ein anderes innovatives Projekt wurde 2011 entwickelt und als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Das Projekt wurde im ersten Halbjahr 2012 incl. aller Werkzeuge und Anlagen verkauft. Der Käufer beauftrage die FCT electronic mit der Serienfertigung dieser Produktgruppe, welche in 2012 erfolgreich angelaufen ist. Im 3. Quartal 2013 soll der Serienanlauf der 2. Generation erfolgen.

Mehrere neue Entwicklungsprojekte in der Produktsparte "Wasserdichte Steckverbinder" stehen vor dem erfolgreichen Abschluss und werden in dem Geschäftsjahr 2013 zu Umsätzen führen.

Am 31.12.2012 waren 28 Mitarbeiter in unserer Entwicklungsabteilung beschäftigt.

Zweigniederlassung

In Jesewitz führt die Gesellschaft eine Zweigniederlassung als Produktionsstätte.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind

Keine

 

München, den 01.07.2013

Anton Kling, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FCT electronic GmbH, München für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 1.7.2013

Häckl Schmidt Lichtenstern GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jeannette Lichtenstern, Wirtschaftsprüferin

Bertram Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2002

1. Geltungsbereich

(1) Die Auftragsbedingungen gelten für die Verträge zwischen Wirtschaftsprüfern oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (im nachstehenden zusammenfassend "Wirtschaftsprüfer genannt) und Ihren Auftraggebern über Prüfungen, Beratungen und sonstige Aufträge, soweit nicht etwas anderes ausdrücklich schriftlich vereinbart oder gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist.

(2) Werden im Einzelfall ausnahmsweise vertragliche Beziehungen auch zwischen dem Wirtschaftsprüfer und anderen Personen als dem Auftraggeber begründet, so gelten auch gegenüber solchen Dritten die Bestimmungen der nachstehenden Nr. 9.

2. Umfang und Ausführung des Auftrages

(1) Gegenstand des Auftrages ist die vereinbarte Leistung, nicht ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg. Der Auftrag wird nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berufsausübung ausgeführt. Der Wirtschaftsprüfer Ist berechtigt, sich zur Durchführung des Auftrages sachverständiger Personen zu bedienen.

(2) Die Berücksichtigung ausländischen Rechts bedarf - außer bei betriebswirtschaftlichen Prüfungen - der ausdrücklichen schriftlichen Vereinbarung.

(3) Der Auftrag erstreckt sich, soweit er nicht darauf gerichtet ist, nicht auf die Prüfung der Frage, ob die Vorschriften des Steuerrechts oder Sondervorschriften, wie z. B. die Vorschriften des Preis-, Wettbewerbsbeschränkungs- und Bewirtschaftungsrechts beachtet sind; das gleiche gilt für die Feststellung, ob Subventionen, Zulagen oder sonstige Vergünstigungen in Anspruch genommen werden können. Die Ausführung eines Auftrages umfaßt nur dann Prüfungshandlungen, die gezielt auf die Aufdeckung von Buchfälschungen und sonstigen Unregelmäßigkeiten gerichtet sind, wenn sich bei der Durchführung von Prüfungen dazu ein Anlaß ergibt oder dies ausdrücklich schriftlich vereinbart ist.

(4) Ändert sich die Rechtslage nach Abgabe der abschließenden beruflichen Äußerung, so ist der Wirtschaftsprüfer nicht verpflichtet, den Auftraggeber auf Änderungen oder sich daraus ergebende Folgerungen hinzuweisen.

3. Aufklärungspflicht des Auftraggebers

(1) Der Auftraggeber hat dafür zu sorgen, daß dem Wirtschaftsprüfer auch ohne dessen besondere Aufforderung alle für die Ausführung des Auftrages notwendigen Unterlagen rechtzeitig vorgelegt werden und Ihm von allen Vorgängen und Umständen Kenntnis gegeben wird, die für die Ausführung des Auftrages von Bedeutung sein können. Dies gilt auch für die Unterlagen, Vorgänge und Umstände, die erst während der Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers bekannt werden.

(2) Auf Verlangen des Wirtschaftsprüfers hat der Auftraggeber die Vollständigkeit der vorgelegten Unterlagen und der gegebenen Auskünfte und Erklärungen in einer vom Wirtschaftsprüfer formulierten schriftlichen Erklärung zu bestätigen.

4. Sicherheit der Unabhängigkeit

Der Auftraggeber steht dafür ein, daß alles unterlassen wird, was die Unabhängigkeit der Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfers gefährden könnte. Dies gilt insbesondere für Angebote auf Anstellung und für Angebote, Aufträge auf eigene Rechnung zu übernehmen.

5. Berichterstattung und mündliche Auskünfte

Hat der Wirtschaftsprüfer die Ergebnisse seiner Tätigkeit schriftlich darzustellen, so ist nur die schriftliche Darstellung maßgebend. Bei Prüfungsaufträgen wird der Bericht, soweit nichts anderes vereinbart ist, schriftlich erstattet. Mündliche Erklärungen und Auskünfte von Mitarbeitern des Wirtschaftsprüfers außerhalb des erteilten Auftrages sind stets unverbindlich.

6. Schutz des geistigen Eigentums des Wirtschaftsprüfers

Der Auftraggeber steht dafür ein, daß die im Rahmen des Auftrages vom Wirtschaftsprüfer gefertigten Gutachten, Organisationspläne, Entwürfe, Zeichnungen, Aufstellungen und Berechnungen, insbesondere Massen- und KosE tenberechnungen, nur für seine eigenen Zwecke verwendet werden.

7. Weitergabe einer beruflichen Äußerung des Wirtschaftsprüfers

(1) Die Weitergabe beruflicher Äußerungen des Wirtschaftsprüfers (Berichte, Gutachten und dgl.) an einen Dritten bedarf der schriftlichen Zustimmung des Wirtschaftsprüfers, soweit sich nicht bereits aus dem Auftragsinhalt die Einwilligung zur Weitergabe an einen bestimmten Dritten ergibt.

Gegenüber einem Dritten haftet der Wirtschaftsprüfer (im Rahmen von Nr. 9) nur, wenn die Voraussetzungen des Satzes 1 gegeben sind.

(2) Die Verwendung beruflicher Äußerungen des Wirtschaftsprüfers zu Werbezwecken Ist unzulässig; ein Verstoß berechtigt den Wirtschaftsprüfer zur fristlosen Kündigung aller noch nicht durchgeführten Aufträge des Auftraggebers.

8. Mängelbeseitigung

(1) Bei etwaigen Mängeln hat der Auftraggeber Anspruch auf Nacherfüllung durch den Wirtschaftsprüfer. Nur bei Fehlschlagen der Nacherfüllung kann er auch Herabsetzung der Vergütung oder Rückgängigmachung des Vertrages verlangen; ist der Auftrag von einem Kaufmann im Rahmen seines Handelsgewerbes, einer juristischen Person des öffentlichen Rechts oder von einem öffentlich-rechtlichen Sondervermögen erteilt worden, so kann der Auftraggeber die Rückgängigmachung des Vertrages nur verlangen, wenn die erbrachte Leistung wegen Fehlschlagens der Nacherfüllung für ihn ohne Interesse ist. Soweit darüber hinaus Schadensersatzansprüche bestehen, gilt Nr. 9.

(2) Der Anspruch auf Beseitigung von Mängeln muß vom Auftraggeber unverzüglich schriftlich geltend gemacht werden. Ansprüche nach Abs. 1, die nicht auf einer vorsätzlichen Handlung beruhen, verjähren nach Ablauf eines Jahres ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn.

(3) Offenbare Unrichtigkeiten, wie z. B. Schreibfehler, Rechenfehler und formelle Mängel, die in einer beruflichen Äußerung (Bericht, Gutachten und dgl.) des Wirtschaftsprüfers enthalten sind, können jederzeit vom Wirtschaftsprüfer auch Dritten gegenüber berichtigt werden. Unrichtigkeiten, die geeignet sind, in der beruflichen Äußerung des Wirtschaftsprüfers enthaltene Ergebnisse in Frage zu stellen, berechtigen diesen, die Äußerung auch Dritten gegenüber zurückzunehmen. In den vorgenannten Fällen Ist der Auftraggeber vom Wirtschaftsprüfer tunlichst vorher zu hören.

9. Haftung

(1) Für gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen gilt die Haftungsbeschränkung des § 323 Abs. 2 HGB.

(2) Haftung bei Fahrlässigkeit, Einzelner Schadensfall

Falls weder Abs. 1 eingreift noch eine Regelung im Einzelfall besteht, ist die Haftung des Wirtschaftsprüfers für Schadensersatzansprüche jeder Art, mit Ausnahme von Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, bei einem fahrlässig verursachten einzelnen Schadensfall gem. § 54a Abs. 1 Nr. 2 WPO auf 4 Mio. € beschränkt; dies gilt auch dann, wenn eine Haftung gegenüber einer anderen Person als dem Auftraggeber begründet sein sollte. Ein einzelner Schadensfall ist auch bezüglich eines aus mehreren Pflichtverletzungen stammenden einheitlichen Schadens gegeben. Der einzelne Schadensfall umfaßt sämtliche Folgen einer Pflichtverletzung ohne Rücksicht darauf, ob Schäden in einem oder in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren entstanden sind. Dabei gilt mehrfaches auf gleicher oder gleichartiger Fehlerquelle beruhendes Tun oder Unterlassen als einheitliche Pflichtverletzung, wenn die betreffenden Angelegenheiten miteinander in rechtlichem oder wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. In diesem Fall kann der Wirtschaftsprüfer nur bis zur Höhe von 5 Mio. € in Anspruch genommen werden. Die Begrenzung auf das Fünffache der Mindestversicherungssumme gilt nicht bei gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtprüfungen.

(3) Ausschlußfristen

Ein Schadensersatzanspruch kann nur innerhalb einer Ausschlußfrist von einem Jahr geltend gemacht werden, nachdem der Anspruchsberechtigte von dem Schaden und von dem anspruchsbegründenden Ereignis Kenntnis erlangt hat, spätestens aber innerhalb von 5 Jahren nach dem anspruchsbegründenden Ereignis. Der Anspruch erlischt, wenn nicht innerhalb einer Frist von sechs Monaten seit der schriftlichen Ablehnung der Ersatzleistung Klage erhoben wird und der Auftraggeber auf diese Folge hingewiesen wurde.

Das Recht, die Einrede der Verjährung geltend zu machen, bleibt unberührt. Die Sätze 1 bis 3 gelten auch bei gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen mit gesetzlicher Haftungsbeschränkung.

10. Ergänzende Bestimmungen für Prüfungsaufträge

(1) Eine nachträgliche Änderung oder Kürzung des durch den Wirtschaftsprüfer geprüften und mit einem Bestätigungsvermerk versehenen Abschlusses oder Lageberichts bedarf, auch wenn eine Veröffentlichung nicht stattfindet, der schriftlichen Einwilligung des Wirtschaftsprüfers. Hat der Wirtschaftsprüfer einen Bestätigungsvermerk nicht erteilt, so ist ein Hinweis auf die durch den Wirtschaftsprüfer durchgeführte Prüfung im Lagebericht oder an anderer für die Öffentlichkeit bestimmter Stelle nur mit schriftlicher Einwilligung des Wirtschaftsprüfers und mit dem von ihm genehmigten Wortlaut zulässig.

(2) Widerruft der Wirtschaftsprüfer den Bestätigungsvermerk, so darf der Bestätigungsvermerk nicht weiterverwendet werden. Hat der Auftraggeber den Bestätigungsvermerk bereits verwendet, so hat er auf Verlangen des Wirtschaftsprüfers den Widerruf bekanntzugeben.

(3) Der Auftraggeber hat Anspruch auf fünf Berichtsausfertigungen. Weitere Ausfertigungen werden besonders in Rechnung gestellt.

11. Ergänzende Bestimmungen für Hilfeleistung in Steuersachen

(1) Der Wirtschaftsprüfer ist berechtigt, sowohl bei der Beratung in steuerlichen Einzelfragen als auch im Falle der Dauerberatung die vom Auftraggeber genannten Tatsachen, insbesondere Zahlenangaben, als richtig und vollständig zugrunde zu legen; dies gilt auch für Buchführungsaufträge. Er hat jedoch den Auftraggeber auf von ihm festgestellte Unrichtigkeiten hinzuweisen.

(2) Der Steuerberatungsauftrag umfaßt nicht die zur Wahrung von Fristen erforderlichen Handlungen, es sei denn, daß der Wirtschaftsprüfer hierzu ausdrücklich den Auftrag übernommen hat. In diesem Falle hat der Auftraggeber dem Wirtschaftsprüfer alle für die Wahrung von Fristen wesentlichen Unterlagen, insbesondere Steuerbescheide, so rechtzeitig vorzulegen, daß dem Wirtschaftsprüfer eine angemessene Bearbeitungszeit zur Verfügung steht.

(3) Mangels einer anderweitigen schriftlichen Vereinbarung umfaßt die laufende Steuerberatung folgende, in die Vertragsdauer fallenden Tätigkeiten:

a)

Ausarbeitung der Jahressteuererklärungen für die Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie der Vermögensteuererklärungen, und zwar auf Grund der vom Auftraggeber vorzulegenden Jahresabschlüsse und sonstiger, für die Besteuerung erforderlicher Aufstellungen und Nachweise

b)

Nachprüfung von Steuerbescheiden zu den unter a) genannten Steuern

c)

Verhandlungen mit den Finanzbehörden im Zusammenhang mit den unter a) und b) genannten Erklärungen und Bescheiden

d)

Mitwirkung bei Betriebsprüfungen und Auswertung der Ergebnisse von Betriebsprüfungen hinsichtlich der unter a) genannten Steuern

e)

Mitwirkung in Einspruchs- und Beschwerdeverfahren hinsichtlich der unter a) genannten Steuern.

Der Wirtschaftsprüfer berücksichtigt bei den vorgenannten Aufgaben die wesentliche veröffentlichte Rechtsprechung und Verwaltungsauffassung.

(4) Erhält der Wirtschaftsprüfer für die laufende Steuerberatung ein Pauschalhonorar, so sind mangels anderweitiger schriftlicher Vereinbarungen die unter Abs. 3 d) und e) genannten Tätigkeiten gesondert zu honorieren.

(5) Die Bearbeitung besonderer Einzelfragen der Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Einheitsbewertung und Vermögensteuer sowie aller Fragen der Umsatzsteuer, Lohnsteuer, sonstigen Steuern und Abgaben erfolgt auf Grund eines besonderen Auftrages. Dies gilt auch für

a)

die Bearbeitung einmalig anfallender Steuerangelegenheiten, z. B. auf dem Gebiet der Erbschaftsteuer, Kapitalverkehrsteuer, Grunderwerbsteuer,

b)

die Mitwirkung und Vertretung in Verfahren vor den Gerichten der Finanz- und der Verwaltungsgerichtsbarkeit sowie in Steuerstrafsachen und

c)

die beratende und gutachtliche Tätigkeit im Zusammenhang mit Umwandlung, Verschmelzung, Kapitalerhöhung und -herabsetzung, Sanierung, Eintritt und Ausscheiden eines Gesellschafters, Betriebsveräußerung, Liquidation und dergleichen.

(6) Soweit auch die Ausarbeitung der Umsatzsteuerjahreserklärung als zusätzliche Tätigkeit übernommen wird, gehört dazu nicht die Überprüfung etwaiger besonderer buchmäßiger Voraussetzungen sowie die Frage, ob alle in Betracht kommenden umsatzsteuerrechtlichen Vergünstigungen wahrgenommen worden sind. Eine Gewähr für die vollständige Erfassung der Unterlagen zur Geltendmachung des Vorsteuerabzuges wird nicht übernommen.

12. Schweigepflicht gegenüber Dritten, Datenschutz

(1) Der Wirtschaftsprüfer ist nach Maßgabe der Gesetze verpflichtet, über alle Tatsachen, die ihm im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden, Stillschweigen zu bewahren, gleichviel, ob es sich dabei um den Auftraggeber selbst oder dessen Geschäftsverbindungen handelt, es sei denn, daß der Auftraggeber ihn von dieser Schweigepflicht entbindet.

(2) Der Wirtschaftsprüfer darf Berichte, Gutachten und sonstige schriftliche Äußerungen über die Ergebnisse seiner Tätigkeit Dritten nur mit Einwilligung des Auftraggebers aushändigen.

(3) Der Wirtschaftsprüfer ist befugt, ihm anvertraute personenbezogene Daten im Rahmen der Zweckbestimmung des Auftraggebers zu verarbeiten oder durch Dritte verarbeiten zu lassen.

13. Annahmeverzug und unterlassene Mitwirkung des Auftraggebers

Kommt der Auftraggeber mit der Annahme der vom Wirtschaftsprüfer angebotenen Leistung in Verzug oder unterläßt der Auftraggeber eine ihm nach Nr. 3 oder sonstwie obliegende Mitwirkung, so ist der Wirtschaftsprüfer zur fristlosen Kündigung des Vertrages berechtigt. Unberührt bleibt der Anspruch des Wirtschaftsprüfers auf Ersatz der ihm durch den Verzug oder die unterlassene Mitwirkung des Auftraggebers entstandenen Mehraufwendungen sowie des verursachten Schadens, und zwar auch dann, wenn der Wirtschaftsprüfer von dem Kündigungsrecht keinen Gebrauch macht.

14. Vergütung

(1) Der Wirtschaftsprüfer hat neben seiner Gebühren- oder Honorarforderung Anspruch auf Erstattung seiner Auslagen; die Umsatzsteuer wird zusätzlich berechnet. Er kann angemessene Vorschüsse auf Vergütung und Auslagenersatz verlangen und die Auslieferung seiner Leistung von der vollen Befriedigung seiner Ansprüche abhängig machen. Mehrere Auftraggeber haften als Gesamtschuldner.

(2) Eine Aufrechnung gegen Forderungen des Wirtschaftsprüfers auf Vergütung und Auslagenersatz ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.

15. Aufbewahrung und Herausgabe von Unterlagen

(1) Der Wirtschaftsprüfer bewahrt die im Zusammenhang mit der Erledigung eines Auftrages ihm übergebenen und von ihm selbst angefertigten Unterlagen sowie den über den Auftrag geführten Schriftwechsel zehn Jahre auf.

(2) Nach Befriedigung seiner Ansprüche aus dem Auftrag hat der Wirtschaftsprüfer auf Verlangen des Auftraggebers alle Unterlagen herauszugeben, die er aus Anlaß seiner Tätigkeit für den Auftrag von diesem oder für diesen erhalten hat. Dies gilt jedoch nicht für den Schriftwechsel zwischen dem Wirtschaftsprüfer und seinem Auftraggeber und für die Schriftstücke, die dieser bereits in Urschrift oder Abschrift besitzt. Der Wirtschaftsprüfer kann von Unterlagen, die er an den Auftraggeber zurückgibt, Abschriften oder Fotokopien anfertigen und zurückbehalten.

16. Anzuwendendes Recht

Für den Auftrag, seine Durchführung und die sich hieraus ergebenden Ansprüche gilt nur deutsches Recht.

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