Bauer und Sohn Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Raimund Lorenz seit 17.3.2026 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Matthias Bauer GmbHEigenbeteiligung | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 10.00% | |
| 2.41% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Matthias Bauer GmbHHauzenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Gegenstand des Unternehmens 2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 3. Wirtschaftsbericht a. Geschäftsverlauf b. Ertragslage c. Vermögenslage d. Finanzlage e. Bericht über Zweigniederlassung 4. Chancen- und Risikobericht 5. Prognosebericht 1. Gegenstand des UnternehmensDie Matthias Bauer GmbH ist ein im Raum Nieder- und Oberbayern sowie der Oberpfalz tätiges mittelständisches Bauunternehmen, dessen Leistungsspektrum nahezu alle wichtigen Bereiche der Bautätigkeit abdeckt: - Hochbau (Neubau): Wohnungsbau, öffentliche Bauten, Wirtschaftsbau - Sanierungsmaßnahmen: Umbauten, energetische Sanierung, Gebäudetrockenlegung - Tiefbau: Erschließungsmaßnahmen, Straßen- und Wegebau, Bodenstabilisierung Dabei werden die Bauhauptgewerke überwiegend mit dem eigenen, umfassend qualifizierten Personal ausgeführt, in besonderen Fällen auch mit ausgesuchten Nachunternehmern. Der Schwerpunkt liegt im Gebäudeneubau. Je nach Auftragslage schwanken die Anteile der genannten Bereiche an der Gesamtleistung. 2. Geschäfts- und RahmenbedingungenMit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben: • Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1 % auf 4 %, • eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen, • unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende, • sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neu aufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie • die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel, dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden. Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. EUR in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700). Trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten. Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60 % über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75 %. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45 % über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60 % zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten. Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7 % (nach +16 % in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. EUR (real -5,3 %; nominal +1,3 %). Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27 %; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 WE, somit -25 %; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 WE, somit -41 %). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20 % zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen sind damit weitgehend aufgebraucht. Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug bei 58 Mrd. EUR (nominal -6 %, real -12 %). Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. EUR (nominal -10 % gegenüber dem Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen. Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26 % zu. Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. EUR (real -6 %), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. EUR (real +5%). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. EUR (nominal +5,5 %, real -1,3 %). Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. EUR (nominal +13 %, real fast +6 %). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. EUR (nominal fast +4 %, real -3 %). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. EUR erreicht (nominal +6 %, real -1 %). 3. Wirtschaftsberichta. Geschäftsverlauf der Matthias Bauer GmbH Die Bautätigkeit wurde zu Beginn des Jahres 2023 bedingt durch einen milden, aber teils nassen Winter nur wenig beeinträchtigt. Die überhängenden Auftragsbestände aus dem Vorjahr konnten zum Teil abgearbeitet werden. Ab Mitte März begann die Hochsaison. Hier mussten für das zusätzliche Auftragsvolumen zusätzliche Subunternehmer beauftragt werden. Bedingt durch die gute Auftragslage ergaben sich Rückstände im Planungs- und Abrechnungsbereich. b. Ertragslage Der Jahresüberschuss der Matthias Bauer GmbH verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 54 auf TEUR 1.270. Das Betriebsergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um TEUR 143 auf TEUR 2.108. Hierbei verringerte sich die Betriebsleistung um TEUR 5.632 bzw. 13,7 %. Gleichzeitig sank der Materialaufwand um TEUR 4.392 bzw. 20,8 %. Der Rohgewinn hat sich im Berichtsjahr um rund 6,2 % auf TEUR 18.662 vermindert, woraus sich eine Rohgewinnspanne von 52,7 % (Vj. 48,5 %) ergibt. Beim Personalaufwand ist ein Rückgang um TEUR 416 (-3,5 %) auf TEUR 11.306 zu verzeichnen. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen verminderten sich um TEUR 25 auf TEUR 1.219. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um insgesamt TEUR 715 ist überwiegend auf den gesunkenen Gewährleistungsaufwand zurückzuführen. Im Vorjahr war eine hohe Zuführung (TEUR 1.500) zur Gewährleistungsrückstellung für ein Bauvorhaben erfolgt. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses (TEUR -65), des periodenfremden Ergebnisses (TEUR -256) und des Ertragsteueraufwands (TEUR 517) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von TEUR 1.270 (Vj. TEUR 1.324). c. Vermögenslage Die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 24.671 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 10,9 % erhöht. Das Anlagevermögen verminderte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 422 auf TEUR 4.510 und nimmt 18,3 % der Bilanzsumme ein. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 871 (Vj. TEUR 842) getätigt. Die Anlagendeckung (Eigenkapital/Anlagevermögen) liegt bei 272 % (Vj. 223 %). Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 wiesen die unfertigen Leistungen unter Zugrundelegung verlustfreier Bewertung einen um 11,3 % gesunkenen Bestand von TEUR 37.140 (Vj. TEUR 41.867) auf. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 36.987 (Vj. TEUR 41.520) wurden im Berichtsjahr in voller Höhe offen von den unfertigen Bauaufträgen unter den Vorräten abgesetzt. Die Kundenforderungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.323 und nehmen 25,6 % der Bilanzsumme ein. Die Lieferantenverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 2.329, was einem Anteil von 9,5 % an der Bilanzsumme entspricht. Die Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 8.020 entfallen in Höhe von TEUR 1.214 auf Pensionsrückstellungen, TEUR 843 auf Steuerrückstellungen und TEUR 5.963 auf sonstige Rückstellungen, hier u. a. auf Gewährleistungsrückstellungen (TEUR 4.903) und Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 762). d. Finanzlage Die Matthias Bauer GmbH weist eine stabile Finanzlage auf. Der Finanzmittelbestand der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag TEUR 6.088 (Vj. TEUR 6.597) und nimmt damit 24,7 % der Bilanzsumme ein. Bankverbindlichkeiten bestanden in Höhe von TEUR 18 (0,1 % der Bilanzsumme). Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 12.286 (Vj. TEUR 11.015) deckt zum Bilanzstichtag 49,7 % (Vj. 49,5 %) der Bilanzsumme. Als weiterer langfristiger Finanzierungsfaktor stehen die Pensionsrückstellungen mit TEUR 1.214 zur Verfügung. Der Cash Flow hat sich von TEUR 2.632 im Vorjahr auf TEUR 2.521 im Berichtsjahr verringert. e. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält neben dem Stammhaus in Hauzenberg eine Zweigniederlassung in Wien, Österreich, die sich auf den Gerüstbau spezialisiert hat. Die Niederlassung erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse von rund TEUR 525 (Vj. TEUR 510) und einen Jahresfehlbetrag von TEUR -16 (Vj. Jahresüberschuss von TEUR 33). 4. Chancen- und RisikoberichtNachdem wir unsere Preise in den vergangenen Jahren anheben mussten, um die gestiegenen Material- und Energiekosten zu decken, werden wir den Baustoffmarkt weiter genau beobachten. Wir gehen aber davon aus, dass sich die Preisentwicklung mittelfristig beruhigen wird bzw. bereits teilweise wieder beruhigt hat. Unsere Gewährleistungsfristen bestimmen sich nach der VOB und dem BGB. Vorsorglich haben wir für Gewährleistungsansprüche und damit zusammenhängende Prozesskosten entsprechende Rückstellungen in der Bilanz gebildet. In einem Einzelfall haben wir das Gewährleistungsrisiko nach kaufmännischer Vorsicht mit einer Rückstellung von 4 Mio. EUR berücksichtigt. Die Fachkräftesicherung stellt weiterhin einen wichtigen Aspekt für die Geschäftsentwicklung des Unternehmens dar. Nach den Bemühungen der letzten Jahre ist der Bedarf der Matthias Bauer GmbH an Fachkräften aktuell zufriedenstellend gedeckt. An der Aufgabe, die Gesellschaft nach außen und innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir aber kontinuierlich weiter - auch, um das vorhandene Personal, langjährige Leistungsträger, im Unternehmen zu halten. Dies streben wir auch für 2024 und 2025 an. Nach Prüfung aller uns bekannten Risiken und unter Berücksichtigung der guten Auftragslage des Unternehmens stellen wir fest, dass die dargestellten Risiken derzeit weder einzeln noch kumuliert den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 5. PrognoseberichtDurch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %. Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. EUR (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt. Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000 (= 900.000 Beschäftigte). Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht. Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %. Für 2024 erwarten die Bauverbände bei weiterhin unveränderten Investitionsbedingungen die Fertigstellung von 235.000 WE. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 400.000 WE ist damit in weite Ferne gerückt. Die mit dem Wachstumschancengesetz gesetzten Impulse (eine degressive AfA von 6 % für den Mietwohnungsbau und eine bessere steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen) entfalten ihre Wirkung bisher nicht. Den Umsatz im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände daher 2024 nur noch bei 49 Mrd. EUR (nominal -15 %, real -13 %). Im Wirtschaftsbau rechnen wir 2024 mit einem Umsatz von gut 60 Mrd. EUR (nominal knapp +1 %, real knapp +3 %). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. EUR erreicht (real +7 %). Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. EUR umgesetzt werden (real -1 %). Unter der Voraussetzung, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. EUR für die Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) bleibt, gehen die Bauverbände für 2024 im öffentlichen Tiefbau von einem Umsatz in gleicher Höhe aus wie 2023 (35 Mrd. EUR, real +2 %), im öffentlichen Hochbau dagegen von einem leichten Zuwachs auf 9,7 Mrd. EUR (real +5 %). Die anhaltend prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Insgesamt rechnen die Bauverbände mit einem Umsatz von 44,9 Mrd. EUR im öffentlichen Bau (nominal +1 %, real +3 %). Zum 30.06.2024 stellt sich die Auftragslage der Matthias Bauer GmbH gut dar: Der Auftragsbestand beträgt ca. 24,8 Mio. EUR (Vj. 21,5 Mio. EUR), die Auftragsreichweite beträgt mehr als sieben Monate. Die Gesellschaft ist personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Die aktuellen Auftragsverhandlungen und die Projektentwicklung bei unseren Stammkunden veranlassen uns daher, trotz schwacher Konjunkturaussichten auch für 2024 von einer moderat positiven Geschäftsentwicklung mit einer Betriebsleistung und einem Jahresergebnis auf Vorjahresniveau auszugehen.
Hauzenberg, im Dezember 2024 Matthias Bauer GmbH Die Geschäftsführung Handelsrecht konsolidiertAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind bei den Angaben zu den einzelnen Bilanzposten jeweils erläutert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Berichtsgesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen erfolgten linear und zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 wurden im Anschaffungsjahr aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Sie enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von dem Posten Vorräte abgesetzt, soweit bereits erbrachte Leistungen gegenüberstehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, Zahlungsverzögerungen, Zinsverluste sowie sonstige Risiken durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt. Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die Umrechnung in Euro für auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurde mit dem Kurs zum Anschaffungszeitpunkt vorgenommen. Zum Abschlussstichtag werden diese gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen die periodengerechte Abgrenzung von anteiligen Aufwendungen, die auf den Zeitraum nach dem 31.12.2023 entfallen. Der Ausweis des Eigenkapitals entspricht den Vorschriften des § 272 HGB i. V. m. § 268 Abs. 3 HGB. Die Pensionsverpflichtungen werden entsprechend den Bewertungsvorgaben des § 253 Abs. 1 HGB auf der Grundlage des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ermittelt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Aufgliederungen und Fälligkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist auf Blatt 4 nachfolgend wiedergegeben. Die Finanzanlagen umfassen eine 100 %ige Beteiligung an der MB CZ s.r.o. mit Sitz in Bavarov, Tschechien. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt TCZK 5.096 (T€ 206). Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 betrug TCZK 61 (T€ 2). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Hierbei wurden Zahlungsverzögerungen und Zinsverluste mit 1 % der nicht einzelwertberichtigten Außenstände zum Bilanzstichtag sowie Skontoabzüge und Ausfallrisiko mit 1,5 % der nicht einzelwertberichtigten Außenstände ohne Umsatzsteuer errechnet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen die Firma Matthias Bauer & Sohn, Bauunternehmen e.K. aus einem Verrechnungskonto (T€ 551) sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 4). Forderungsspiegel
3. Eigenkapital Im Jahr 2020 haben zwei Gesellschafter der Berichtsgesellschaft ihre Geschäftsanteile von insgesamt 10 % des Stammkapitals an die Matthias Bauer GmbH verkauft und abgetreten. Der Nennbetrag der erworbenen Anteile wird zum 31.12.2023 offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der im Jahr der Abtretung den Nennbetrag übersteigende Teil der Anschaffungskosten für die eigenen Anteile minderte den Bilanzgewinn 2020. 4. Pensionsrückstellungen Für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG wurden folgende Rechnungsgrundlagen und Parameter nach versicherungsmathematischen Grundsätzen verwendet: - Berechnungsmethode: PUC-Methode (Projected-Unit-Credit-Methode) - Biometrische Annahmen: Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck - Rechnungszins 1,82 % (10-jährige Durchschnittsbildung) - Anwartschaftstrend 0 % - Rententrend 3 % - Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB: € 16.196,00 Im Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen ist ein Zinsaufwand von insgesamt € 16.491,00 enthalten. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde die Pensionsrückstellung für Herrn Matthias Bauer im Berichtsjahr mit dem Planvermögen saldiert: Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung vor Saldierung: 1.144.720,00 € abzüglich Wert des Planvermögens (Aktivwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung): -315.946,00 € Wert der Pensionsrückstellung nach Saldierung: 828.774,00 € 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichendem Umfang. Die Rückstellungen betreffen Garantieverpflichtungen (T€ 4.903), Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen (T€ 357), Tantiemen (T€ 404), Abrechnungsverpflichtungen (T€ 231), Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 51), Aufbewahrungskosten Geschäftsunterlagen (T€ 12) sowie Prozesskosten (T€ 5). 6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden gesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der MB CZ s.r.o., Bavarov/Tschechien aus Lieferungen und Leistungen (T€ 145) sowie aus einem Darlehen (T€ 12) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus einem Verrechnungskonto in Höhe von T€ 17 enthalten. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus einem Betriebsüberlassungs- und Pachtvertrag mit der Firma Matthias Bauer & Sohn, Bauunternehmen e.K. (verbundenes Unternehmen) ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von jährlich T€ 504. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit fremden Dritten belaufen sich auf jährlich T€ 323. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von € 16.491,00 (Vj T€ 51). 2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus Buchgewinnen aus der Veräußerung von Anlagevermögen (T€ 47) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 2). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen betreffen die Zuführung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (T€ 227), Buchverluste aus Anlagenabgängen (T€ 61), die Zuführung von Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen (T€ 10) sowie Forderungsverluste (T€ 7). V. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 Herr Matthias Bauer, Maurermeister, Hauzenberg. Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Mitarbeiter Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug:
3. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von T€ 12.148 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hauzenberg, im Dezember 2024 Matthias Bauer GmbH Die Geschäftsführung gez. Matthias Bauer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.01.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Matthias Bauer GmbH, Hauzenberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Matthias Bauer GmbH, Hauzenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Matthias Bauer GmbH, Hauzenberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Passau, 16. Januar 2025 Matzeder
* Kannamüller & Kollegen GmbH
Reiner Kannamüller, Wirtschaftsprüfer |
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