Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 202750
Vorher
Nokia Siemens Networks Vorratsgesellschaft 7 mbH
Eingetragen
3.1.2013
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikLeitungsgebundene TelekommunikationWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die Telekommunikation
Gegenstand
Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Produkten, Systemen und Lösungen für Telekommunikationsnetzwerke, sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen sowie alle Maßnahmen, die geeignet sind den Gegenstand zu fördern einschließlich Gründung, Erwerb, Beteiligung von Gesellschaften und Gründung von Zweigniederlassungen im Inund Ausland.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Andrea Rickert
seit 4.11.2025
Prokura
Vanessa Figueira
seit 4.11.2025
Prokura
Carl Deckers
seit 4.11.2025
Prokura
Robert Dr. Richter
seit 16.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Xieon Networks Acquisition S.à r.l.LUX
97.56%
2.44%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Xieon Networks Acquisition S.à r.l.
Luxembourg
97.56%
Coriant GmbH & Co. KG
Germany
2.44%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Coriant GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Coriant GmbH, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Coriant GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Coriant GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 22. November 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jarraß, Wirtschaftsprüfer

Thomas, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 176.129,99 508.856,36
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.669,28 19.772,89
3. Anlagen im Bau 247.024,52 0,00
432.823,79 528.629,25
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.005,29 3.005,29
435.829,08 531.634,54
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 1.261.444,01 2.110.391,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.490.641,38 15.637.007,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 549.963.256,13 485.119.965,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.512.245,81 9.931.289,19
573.966.143,32 510.688.262,45
III. Guthaben bei Kreditinstituten 4.845.342,03 5.287.413,42
580.072.929,36 518.086.067,50
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 48.693,60 71.071,88
Summe Aktiva 580.557.452,04 518.688.773,92

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
II. Kapitalrücklage 42.422.993,15 42.422.993,15
43.447.993,15 43.447.993,15
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und sonstige Verpflichtungen 19.567.012,04 12.413.932,04
2. Steuerrückstellungen 2.967.030,36 1.827.542,36
3. Sonstige Rückstellungen 2.754.008,87 5.479.422,05
25.288.051,27 19.720.896,45
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.012.454,25 5.695.111,53
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 741.633,26 898.051,13
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 506.677.553,20 448.341.260,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 389.766,91 585.461,66
davon aus Steuern EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 48.012,69)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 106.432,55 (Vorjahr: EUR 93.114,50)
511.821.407,62 455.519.884,32
Summe Passiva 580.557.452,04 518.688.773,92

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

EUR 2022
EUR
EUR 2021
EUR
1. Umsatzerlöse 57.845.476,15 77.189.500,79
2. Sonstige betriebliche Erträge 23.449.547,64 27.458.403,90
davon aus Währungsumrechnung EUR 17.115.686,67 (Vorjahr: EUR 26.699.302,26)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 51.883.678,00 79.538.528,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.554.441,99 3.547.207,36
54.438.119,99 83.085.736,28
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.588.168,42 1.747.490,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.239.534,60 838.588,67
davon für Altersversorgung EUR 2.216.239,01 (Vorjahr: EUR 778.492,00)
5.827.703,02 2.586.079,36
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 337.902,80 640.579,09
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.827.941,18 40.823.495,19
davon aus Währungsumrechnung EUR 15.744.637,20 (Vorjahr: EUR 27.406.531,83)
7. Erträge aus Beteiligungen 24.711.202,09 25.667.747,45
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 24.711.202,09 (Vorjahr: EUR 25.667.747,45)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.018.052,19 1.780.934,23
davon aus Abzinsung EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.780.934,23)
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.018.052,19 (Vorjahr: EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.925.619,89 2.303.760,04
davon aus Aufzinsung EUR 3.872.202,33 (Vorjahr: EUR 0,00)
davon an verbundene Unternehmen EUR 4.053.417,56 (Vorjahr: EUR 2.117.591,77)
10. Ergebnis nach Steuern 12.666.991,19 2.656.936,41
11. Sonstige Steuern 136.878,93 129.081,94
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages
abgeführte Gewinne 12.530.112,25 2.527.854,47
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

I. Allgemeine Angaben

1. Allgemeine Angaben zu den rechtlichen Verhältnissen und zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 zum 31.12.2022 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Coriant GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 202750 eingetragen.

Die Gesellschaft vertreibt Produkte, Systeme und Lösungen für Telekommunikationsnetzwerke und damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen sowie aller Maßnahmen, die geeignet sind, den Gegenstand zu fördern einschließlich Gründung, Erwerb, Beteiligung von Gesellschaften und Gründung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland.

Der Warenbezug erfolgt über verbundene Unternehmen der Infinera Gruppe, so dass sich die Gesellschaft zu einer reinen Handelsgesellschaft mit überschaubaren administrativen Aufgaben entwickelt hat.

Zwischen der Gesellschaft und der Infinera Corporation, Sunnyvale/USA, (nachfolgend "Patronin" genannt) wurde mit Vertrag vom 24. Januar 2023 eine Patronatserklärung abgeschlossen, die im Falle der Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung der Gesellschaft sicherstellen soll, dass die Verbindlichkeiten der Gesellschaft im Fälligkeitszeitpunkt durch die Patronin in dem Umfang zu erfüllen, als dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die Erklärung endet frühestens mit Ablauf von 2 Jahren.

Darüber hinaus hat die Infinera Corporation am 22. Februar 2023 im Hinblick auf Forderungen der Coriant GmbH gegen verbundene Unternehmen eine Erklärung abgegeben, nach der sie im Falle von Zahlungsschwierigkeiten dieser verbundenen Unternehmen finanzielle Mittel zur Verfügung stellen wird, sodass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können.

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde daher von der Fortführung des Unternehmens nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen.

2. Wesentliche Bewertungs- und Bilanzierungsgrundlagen

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden:

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Sachanlagevermögen linear über die Nutzungsdauer von i.d.R. drei bis zehn Jahren vorgenommen.

Die Anschaffungskosten umfassen die Anschaffungspreise, Frachtkosten sowie andere Anschaffungsnebenkosten abzüglich etwaiger Preisminderungen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung.

Die Vorräte (Handelswaren) werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen die Anschaffungspreise, Frachtkosten sowie andere Anschaffungsnebenkosten abzüglich etwaiger Preisminderungen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken gegebenenfalls durch Einzelwertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Der Ansatz von Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennbetrag.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78% p.a. (Vorjahr: 1,87% p.a.) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden wie im Vorjahr jährliche Gehaltssteigerungen von 2,50% p.a. und Rentensteigerungen von jährlich 2,25% p.a. zugrunde gelegt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Hieraus ergibt sich eine durchschnittliche Fluktuation von 5,00% p.a.

Grundlage für die Ermittlung des Rechnungszinses zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen ist der 10-Jahres-Durchschnittszins (1,78% p.a.; Vorjahr: 1,87% p.a.). Im Vergleich zum 7-Jahres-Durchschnittszins (1,44% p.a.; Vorjahr: 1,35% p.a.) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird Planvermögen, das ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und mit den entsprechenden Versorgungsverpflichtungen saldiert. Entsprechend werden die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung von Verpflichtungen und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen saldiert ausgewiesen und gemäß § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Coriant GmbH hat unter Beachtung der Regelungen der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013 ihre Altersteilzeitverpflichtungen unter den sonstigen Rückstellungen bilanziert. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre von 1,44% p.a. (Vorjahr: 1,35 p.a.) angesetzt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden wie im Vorjahr jährliche Gehaltssteigerungen von 2,50% zugrunde gelegt. Die voraussichtlich zu leistenden Beiträge werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit dem Barwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden grundsätzlich passivisch unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Coriant GmbH ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der Coriant GmbH & Co. KG einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden daher nicht auf Ebene der Coriant GmbH als Organgesellschaft bilanziert.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Die Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Anlagepositionen des Anlagevermögens ist unter Angabe des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Die folgende Aufstellung enthält die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB:

Name der Gesellschaft Sitz Anteil
%
Eigenkapital 31.12. 2022
TEUR
Ergebnis 2022
TEUR
Coriant Optical Networks Trading Egypt S.A.E. Cairo 1 -335 -802

Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften oder nach den U.S. GAAP-Vorschriften aufgestellten Abschlüssen und sind zum Teil vorläufig. Die Umrechnung der Fremdwährungswerte erfolgte für das Eigenkapital mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und für das Ergebnis mit dem Jahresdurchschnittskurs.

2. Vorräte

Zum Stichtag 31.12.2022 bestanden die Vorräte, wie zum Vorjahresende, vollständig aus Handelswaren in Höhe von M€ 1,3 (Vj: M€ 2,1).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum Stichtag 31.12.2022 bestanden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von M€ 550,0 (Vj: M€ 485,1). Hierbei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von M€ 333,1 und um sonstige Forderungen in Höhe von M€ 216,9. Gegen den Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von M€ 76,9 (Vj: M€ 68,8), die vor allem auf Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von M€ 41,4 (aus Vorjahren, Vj: M€ 41,4) zurückzuführen sind.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von M€ 4,5 (Vj: M€ 9,9) entfallen M€ 2,6 auf verfügungsbeschränkte Finanzmittel sowie M€ 1,4 auf Forderungen aus Steuerrückerstattungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Zum Stichtag 31.12.2022 belaufen sich diese auf M€ 49,8 (Vj: M€ 48,5), dem ein Planvermögen in Höhe von M€ 30,2 (Vj: M€ 36,1) gegenübersteht. Aus Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, wurden Aufwendungen und Erträge mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung saldiert im Zinsergebnis ausgewiesen.

In M€ 2022 2021
Deckungsvermögen 30,2 36,1
Pensionsverpflichtungen 49,8 48,5
Rückstellung nach Saldierung 19,6 12,4
Zinsaufwand aus Aufzinsung 0,9 1,0
Änderung Rechnungszinssatz (Aufwand) 0,6 2,7
Zinsertrag aus Deckungsvermögen 0,0 5,5
Zinsaufwand bzw. Ergebnis aus Deckungsvermögen 2,4 0,0
Zinsertrag [+] / Zinsaufwand [-] nach Saldierung -3,8 1,8

Das Deckungsvermögen (Pensionsfonds) ist gem. § 253 Abs. 1 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt und er beträgt bei der Coriant GmbH zum 31.12.2022 M€ 30,2 (Vj: M€ 36,1). Die Anschaffungskosten belaufen sich auf M€ 29,4.

Durch die Änderung der Ermittlung des Rechnungszinses zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen vom 7-Jahres-Durchschnittszins auf den 10-Jahres-Durchschnittszins, ergibt sich ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB i.H.v. M€ 2,6.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von M€ 2,8 (Vj: M€ 5,5) stellen sich wie folgt dar:

M€ 2022 2021
Rückstellung für Altersteilzeitleistungen 0,2 1,0
Boni, Urlaub, Überstunden 0,3 0,3
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 1,8 0,6
übrige sonstige Rückstellungen 0,5 3,6

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben, wie zum Vorjahresende, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen M€ 506,7 (Vj: M€ 448,3), davon entfallen M€ 231,5 (Vj: M€ 327,0) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, und den Restbetrag von M€ 275,2 (Vj: M€ 121,3) auf sonstige Verbindlichkeiten, darunter M€ 30,6 (Vj: M€ 17,6) gegenüber dem Gesellschafter, davon M€ 17,0 (Vj: M€ 4,4) aus Ergebnisabführungen.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von M€ 57,8 (VJ: M€ 77,2) verteilen sich wie folgt:

M€ 2022 2021
Produkte 45,7 65,2
Service 12,1 12,0
Regionale Aufteilung
APAC (Asien Pazifik) 21,3 14,9
EMEA (Europa, Mittel-Ost, Afrika) 28,2 53,0
Latin America (Lateinamerika) 7,1 2,5
North America (Nordamerika) 1,2 6,8

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von M€ 23,4 (Vj: M€ 27,5) betreffen vor allem Erträge aus Fremdwährungsbewertung in Höhe von M€ 17,1 (Vj: M€ 26,7). Es handelt sich hierbei um Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung. Im Übrigen ist der Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung als Kommanditist der Infinera Operations, LP, Delaware, USA in Höhe von M€ 5,6 in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von M€ 27,8 (Vj: M€ 40,8) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Fremdwährungsbewertung in Höhe von M€ 15,7 (Vj: M€ 27,4), sowie Aufwendungen für IP-Lizenzen ("IP" = Intellectual Property / Geistiges Eigentum) in Höhe von M€ 6,1 (Vj: M€ 7,9).

4. Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen i. H. v. M€ 24,7 (Vj: M€ 25,7) betreffen den Gewinnanteil als Kommanditist (ohne Kapitalanteil) der Infinera Operations, LP, Delaware, USA, deren Zweck u.a. die Beschaffung, Vorratsverwaltung und Logistikfunktionen für die an dieser Gesellschaft beteiligten Kommanditisten umfasste. Die Gewinnverteilung folgte den Regelungen des Gesellschaftsvertrages unter den beteiligten Kommanditisten. Diese Beteiligung wurde im Geschäftsjahr 2022 zu einem Veräußerungspreis in Höhe von M€ 5,6 verkauft. Es handelt sich hierbei um Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB.

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge i. H. v. M€ 3,0 (VJ: M€ 1,8) beinhalten die Verzinsung von kurzfristigen Darlehen an Schwestergesellschaften der Infinera Gruppe.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Stichtag aus Mietverträgen in Höhe von M€ 3,3 mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr und M€ 13,2 mit Restlaufzeiten von über einem Jahr.

2. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Coriant GmbH im Durchschnitt 34 Mitarbeiter. In diesen Zahlen nicht berücksichtigt sind Aushilfen und Praktikanten:

2022 2021
Leitende Angestellte 7 7
Tarifmitarbeiter 22 23
Übertarifliche Mitarbeiter 5 7
Summe 34 37

3. Mitglieder der Geschäftsführung

Uwe Fischer, München, Senior Vice President

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Coriant GmbH wird in den Konzernabschluss der Infinera Corp., Sunnyvale, CA (USA) für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss ist als 10-K Form online verfügbar.

5. Abschlussprüferhonorar

Die Aufwendungen für Honorare an unseren Abschlussprüfer betrugen für das Geschäftsjahr insgesamt TEUR 95. Diese verteilen sich wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 81 67
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 14 17
Sonstige Leistungen 0 0
Gesamthonorar 95 84

6. Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft wird aufgrund des mit der Coriant GmbH & Co. KG, München, als herrschender Gesellschaft, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages das Ergebnis des Geschäftsjahres abführen.

V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Mit Vertrag vom 24. Januar 2023 wurde zwischen der Gesellschaft und der Infinera Corporation, Sunnyvale/USA, (nachfolgend "Patronin" genannt) eine bestehende Patronatserklärung aktualisiert, die im Falle der Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung der Gesellschaft sicherstellt, dass die Verbindlichkeiten der Gesellschaft im Fälligkeitszeitpunkt durch die Patronin in dem Umfang zu erfüllen, als dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die Erklärung endet frühestens mit Ablauf von zwei Jahren.

Mit Datum vom 22. Februar 2023 hat die Infinera Corporation im Hinblick auf Forderungen der Coriant GmbH gegen verbundene Unternehmen (nämlich gegen die Konzernunternehmen der Xieon Networks S.a r.l. Gruppe, Luxemburg sowie gegen die Konzernunternehmen der Coriant, Inc., USA), eine Erklärung abgegeben, nach der sie im Falle von Zahlungsschwierigkeiten dieser verbundenen Unternehmen finanzielle Mittel zur Verfügung stellen wird, sodass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können.

Das derzeitige Kriegsgeschehen im Nahen Osten (Israel und Palästina) hat zur Zeit keine unmittelbar absehbaren Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Gesellschaft hat in diesen Ländern keine Geschäftsbeziehung.

Nach dem Bilanzstichtag sind ansonsten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zur Folge haben.

 

München, den 22. November 2023

Coriant GmbH

Uwe Fischer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 23.11.2023 festgestellt.

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 864.050,79 0,00 0,00 864.050,79
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 864.050,79 0,00 0,00 864.050,79
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.650.003,60 0,00 4.653,25 9.645.350,35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.499,33 0,00 273,93 272.225,40
3. Anlagen im Bau 0,00 247.024,52 0,00 247.024,52
Summe Sachanlagen 9.922.502,93 247.024,52 4.927,18 10.164.600,27
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.005,29 0,00 0,00 3.005,29
Summe Finanzanlagen 3.005,29 0,00 0,00 3.005,29
Gesamt 10.789.559,01 247.024,52 4.927,18 11.031.656,35
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2022
Zugänge
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 864.050,79 0,00 864.050,79
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 864.050,79 0,00 864.050,79
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.141.147,24 328.073,12 9.469.220,36
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 252.726,44 9.829,68 262.556,12
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.393.873,68 337.902,80 9.731.776,48
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Gesamt 10.257.924,47 337.902,80 10.595.827,27
Buchwerte Stand 31.12.2022
Buchwerte Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 176.129,99 508.856,36
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.669,28 19.772,89
3. Anlagen im Bau 247.024,52 0,00
Summe Sachanlagen 432.823,79 528.629,25
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.005,29 3.005,29
Summe Finanzanlagen 3.005,29 3.005,29
Gesamt 435.829,08 531.634,54

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

I. Allgemeines zum Unternehmen

Die Coriant GmbH ist im Handelsregister unter HR B 202750 Amtsgericht München eingetragen und der Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Produkten, Systemen und Lösungen für Telekommunikationsnetzwerke, sowie alle Maßnahmen, die geeignet sind, den Gegenstand zu fördern, einschließlich Gründung, Erwerb, Beteiligung von Gesellschaften und Gründung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland. Die Gesellschaft unterhält ihren Firmensitz in München.

Die Gesellschaft besteht seit 2013. Zwischen der Gesellschaft und der Muttergesellschaft der Coriant GmbH & Co. KG besteht seit 2014 ein Ergebnisabführungsvertrag.

II. Gesamtwirtschaftliche Situation

1. Marktumfeld

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,9 Billionen US-Dollar auf insgesamt rund 100,2 Billionen US-Dollar erhöht.[1]

Die globale Wirtschaft erfuhr im Berichtsjahr 2022 eine breitflächige Stagnation, gepaart mit der höchsten Inflation seit Jahrzehnten. Hohe Lebenshaltungskosten, strikte Fiskalpolitik sowie Russlands Invasion in die Ukraine verdunkelten die Aussichten. Das globale Wachstum betrug 3,5 Prozent im Jahr 2022, nach 6,0 Prozent im Vorjahr 2021. Die weltweite Gesamtinflation stieg auf 8,7 Prozent im Jahr 2022.[2]

Im Jahr 2022 wuchs das reale BIP in der EU-27 um rund 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2021; in der Euro-Zone stieg das BIP um rund 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2021.[3]

Im Jahr 2022 wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2021. Nach der Corona-Krise erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine deutlichere Regeneration. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die hohe Inflation fiel die Wachstumsrate für das Jahr 2022 jedoch relativ gering aus.[4]

2. Branchenbarometer

Stabiles Wachstum in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld: In der Bitkom-Branche (deutsche Informations- und Telekommunikationsbranche) legten Umsatz und Beschäftigung im Jahr 2022, trotz der Herausforderungen von Pandemie, Lieferengpässen, Inflation und Fachkräftemangel, weiter zu. Der deutsche Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik sollte Bitkom-Berechnungen zufolge im Jahr 2022 um 3,6 Prozent auf rund 185 Milliarden Euro wachsen.[5]

III. Lage des Unternehmens - Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Warenbezug erfolgt über verbundene Unternehmen des Infinera Konzerns, sodass die Gesellschaft eine reine Handelsgesellschaft mit überschaubaren administrativen Aufgaben ist.

Die wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse sowie das Geschäftsergebnis vor Ergebnisabführung. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dienen nicht vorrangig zur Steuerung der Gesellschaft. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Entwicklung der Gesellschaft. Hier kann die Anzahl der Mitarbeiter als bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator genannt werden.

Für das Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Umsätze auf 57,8 M€ (VJ 2021: 77,2 M€) und das Ergebnis vor Ergebnisabführung auf 12,5 M€ (VJ 2021: Ergebnis vor Ergebnisabführung: 2,5 M€). Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022 um 25,1% gesunken. Im Vorjahr 2021 waren größere Netzwerk-Rollouts erfolgt, die sich im Geschäftsjahr 2022 nicht im gleichen Umfang wiederholten.

Das Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) von 12,5 M€ für 2022 liegt um 10,0 M€ über dem entsprechenden Ergebnis vom Vorjahr 2021, hierbei sind im Wesentlichen folgende Effekte hervorzuheben:

- Verkauf des Kommanditisten-Anteils (ohne Kapitalbeteiligung) an der Infinera Operations, LP, Delaware, USA, zu einem Veräußerungspreis und mit einem, unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen, Veräußerungsgewinn in Höhe von umgerechnet 5,6 M€

- Geringere Umsatzerlöse, mit einem Rückgang in Höhe von 19,3 M€ gegenüber Vorjahr 2021, vor allem aufgrund von rückläufigen Produktverkäufen in der Region EMEA (Europa, Mittel-Ost, Afrika)

- Leicht überproportional zur Umsatzentwicklung rückläufige, geringere Materialaufwendungen, mit einem Rückgang um 28,6 M € und sonstige betriebliche Aufwendungen mit einem Rückgang um13,0 M€, jeweils im Vergleich mit dem Vorjahr 2021

- Höhere Zinsaufwendungen, mit einer Zunahme in Höhe von 5,6 M€ gegenüber Vorjahr 2021, im Wesentlichen bedingt durch das gestiegene Volumen an Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und durch Aufwendungen im Zusammenhang mit Pensionen.

Mit den im Geschäftsjahr 2022 erzielten Umsatzerlösen von 57,8 M€ und dem Ergebnis von 12,5 M€ hat die Gesellschaft die im Lagebericht des Vorjahres abgegebenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2022 eines nur leichten Rückgangs bei den Umsatzerlösen nicht eingehalten, aber die Prognose einer deutlichen Verschlechterung des Ergebnisses, deutlich übertroffen.

1. Ertragslage

Die Gesellschaft weist einen Gewinn in Höhe von 12,5 M€ (VJ: Gewinn 2,5 M€) aus, dieser wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Coriant GmbH & Co. KG abgeführt.

M€ 2022 2021 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 57,8 77,2 -25%
Sonstige betriebliche Erträge 23,4 27,5 -15%
Operative Aufwendungen * 88,4 127,1 -30%
Erträge aus Beteiligungen 24,7 25,7 -4%
Zinserträge 3,0 1,8 67%
Zinsaufwendungen 7,9 2,3 243%
Sonstige Steuern 0,1 0,1 0%
Ergebnis vor Ergebnisabführung 12,5 2,5 400%

* Materialaufwand zuzüglich Personalaufwand, Abschreibungen sowie Sonstige betriebliche Aufwendungen

Das von der Infinera Corporation - Gruppe im Geschäftsjahr 2020 auch für die Coriant GmbH eingeführte Geschäftsmodell wurde ab August 2022 durch ein neues Geschäftsmodell ersetzt. Demnach erhält die Gesellschaft fortan eine Gesamtvergütung (Total Operating Return), die sich aus einer operativen Marge für Produktverkäufe (Distribution Operating Return) sowie einer Vergütung für die für Konzernunternehmen der Infinera erbrachten Dienstleistungen (Service Provider Operating Fee) auf Cost-Plus - Basis, zusammensetzt.

Im Zusammenhang mit der Umstellung des Geschäftsmodells wurde der Anteil an der im Geschäftsjahr 2020 gegründete Partnerschaftgesellschaft Infinera Operations, LP, Delaware, USA (verbundenes Unternehmen), Anfang August 2022, an eine Schwestergesellschaft zu einem Preis in Höhe von 5,6 M€ verkauft. Die im Zeitraum vom Januar bis zum Juli 2022 erzielten Gewinne in Höhe von 24,7 M€ sind als Erträge aus Beteiligungen ausgewiesen. Folglich ergibt sich folgendes Ergebnis für das Berichtsjahr:

M€ 2022 2021
Umsatzerlöse 57,8 77,2
Materialaufwand zuzüglich konzerninterner Lizenzkosten *
( * in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten) 60,5 91,0
Erträge aus Beteiligungen 24,7 25,7
Bereinigte Produktmarge 22,1 11,9
% Marge vom Umsatz 38% 15%
Erträge aus dem Verkauf des Anteils
an der Infinera Operations, LP 5,6

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse nach Bereichen:

M€ 2022 2021 Veränderung
in %
Produkt 45,7 65,2 -30%
Service 12,1 12,0 1%

Umsatzerlöse nach Regionen:

M€ 2022 2021 Veränderung
in %
APAC (Asien Pazifik) 21,3 14,9 43%
EMEA (Europa, Mittel-Ost, Afrika) 28,2 53,0 -47%
Latin America (Lateinamerika) 7,1 2,5 184%
North America (Nordamerika) 1,2 6,8 -82%

Die operativen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2022 88,4 M€ (VJ: 127,1 M€), und haben sich somit im Vorjahresvergleich um 30% vermindert. Diese gliedern sich wie folgt:

M€ 2022 2021 Veränderung
in %
Materialaufwand 54,4 83,1 -34%
Personalaufwand 5,8 2,6 123%
Abschreibungen 0,3 0,6 -50%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 27,8 40,8 -32%
Operative Aufwendungen 88,4 127,1 -30%

Der Anstieg der Personalkosten ist vor allem auf Zugänge von Mitarbeitern, die im Geschäftsjahr 2022 innerhalb der Infinera Gruppe zur Coriant GmbH wechselten, zurückzuführen. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 34 Mitarbeiter, und damit um drei Personen weniger als im Vorjahr 2021 (37 Mitarbeiter). Die Vorjahresanzahl enthielt jedoch mehrere Mitarbeiter, die sich aufgrund einer vorangegangenen Restrukturierung in Freistellung befanden, und sich nicht mehr wesentlich auf den Personalaufwand auswirkten (Rückstellungsverbräuche).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 27,8 M€ (VJ: 40,8 M€). Bereinigt um die um M€ 11,7 geringeren Aufwendungen aus Währungsumrechnung von M€ 15,7 (VJ: 27,4 M€), haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 10% auf 12,1 M€ vermindert, und reflektieren das neue Geschäftsmodell, das mit niedrigeren operativen Kosten einhergeht.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von 518,7 M€, um 11,9% auf 580,6 M€ erhöht. Das Vermögen besteht im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das Anlagevermögen hat sich um 0,1 M€ vermindert. Nennenswerte Neuinvestitionen waren nicht notwendig.

Zum Stichtag 31.12.2022 hat sich der Vorratsbestand, der vollständig aus Handelswaren besteht, im Vergleich zum Vorjahr 2021 von 2,1 M€ um 0,8 M€ auf 1,3 M€ verringert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich mit 550,0 M€ zum Stichtag 31.12.2022 gegenüber dem Vorjahr 2021 (485,1 M€) um 64,8 M€ erhöht. Die Forderungen setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen für erbrachte Leistungen aus Vertriebsaktivitäten und aus Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 76,9 M€ zusammen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 4,5 M€ (Vj: 9,9 M€) bestehen im Wesentlichen aus verfügungsbeschränkten Finanzmitteln und Steuerforderungen.

Die Pensionsverpflichtungen weisen eine Unterdeckung in Höhe von 19,6 M€ (Vj: 12,4 M€) auf. Sie lassen sich wie folgt darstellen:

M€ 2022 2021
Deckungsvermögen 30,2 36,1
Pensionsverpflichtungen 49,8 48,5
Rückstellung nach Saldierung 19,6 12,4

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 5,7 M€ gingen nur leicht zurück (Vj: 7,3 M€).

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 4,0 M€ (VJ: 5,7 M€) gingen in etwa korrespondierend zum rückläufigen Vertriebsvolumen zurück.

Zum Stichtag 31.12.2022 bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,7 M€ (VJ: 0,9 M€).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag 31.12.2022 506,7 M€ und haben sich im Vergleich zum Vorjahr 2021 (448,3 M€) um 58,3 M€ erhöht. Sie beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungs- und Zahlungsverkehr sowie Darlehensverbindlichkeiten.

Sonstige Verbindlichkeiten waren, wie im Vorjahr 2021, von untergeordneter Bedeutung.

3. Finanzlage

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2022 7,5 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr 2021 um -0,9%-Punkte verringert. Dies resultiert, bei einem unveränderten Eigenkapital in Höhe von 43,4 M€ hauptsächlich aus den höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der somit höheren Bilanzsumme in Höhe von 580,6 M€ (Vj. 518,7 M€).

Die Entwicklung des Finanzmittelfonds, mit einer geringen Verminderung um 0,4 M€ von 5,3 M€ zum Vorjahresende auf 4,9 M€ zum 31.12.2022, war im Wesentlichen, einerseits, durch den negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, bedingt vor allem durch den Aufbau der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, und, andererseits, im Bereich des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit durch die Zunahme der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, geprägt,

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2022, wie im Vorjahr 2021, von untergeordneter Bedeutung.

Mit Vertrag vom 24. Januar 2023 wurde zwischen der Gesellschaft und der Infinera Corporation, Sunnyvale/USA, (nachfolgend "Patronin" genannt) eine bestehende Patronatserklärung aktualisiert, die im Falle der Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung der Gesellschaft sicherstellt, dass die Verbindlichkeiten der Gesellschaft im Fälligkeitszeitpunkt durch die Patronin in dem Umfang zu erfüllen, als dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die Erklärung endet frühestens mit Ablauf von zwei Jahren.

Darüber hinaus hat die Infinera Corporation am 22. Februar 2023 im Hinblick auf Forderungen der Coriant GmbH aus Lieferungen und Leistungen an verbundene Unternehmen eine Erklärung abgegeben, nach der sie im Falle von Zahlungsschwierigkeiten dieser verbundenen Unternehmen finanzielle Mittel zur Verfügung stellen wird, sodass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können.

Zusammengefasst zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, dass die Gesellschaft unter Berücksichtigung der hohen Abhängigkeiten vom Infinera Konzern wirtschaftlich stabil aufgestellt ist, um die operativen Tätigkeiten finanziell zu decken sowie neue Investitionen zu tätigen. Es gilt nach wie vor die Kostentreiber weiter zu reduzieren, um das Ergebnis nachhaltig halten zu können. Durch die Verflechtung mit dem Infinera Konzern und dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft ist eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit gegeben.

Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr und zum Geschäftsjahresende 2022 sichergestellt.

4. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte die Coriant GmbH im Durchschnitt 34 aktive Mitarbeiter. In diesen Zahlen nicht berücksichtigt sind Aushilfen und Praktikanten. Die Mitarbeiter sind wie folgt aufgeteilt:

2022 2021
Leitende Angestellte 7 7
Tarifmitarbeiter 22 23
Übertarifliche Mitarbeiter 5 7
Summe 34 37

IV. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Geschäftsführung wendet der Erfassung und der Steuerung der Geschäftsrisiken eine hohe Aufmerksamkeit zu. Die Entwicklung der Gesellschaft wird regelmäßig in Management-Meetings anhand von quantitativen und qualitativen Informationen besprochen und überwacht. Das Reporting wird zur Vereinheitlichung des Management Information Systems in den Konzerngesellschaften kontinuierlich weiterentwickelt.

1. Chancen

Das Ziel für die nächsten Geschäftsjahre liegt darin, die Marke Infinera als Synonym für Qualität, lösungsorientierte Kompetenz und Know-how in allen Bereichen der netzgestützten Informations-, Kommunikations- und Sicherheitsbedürfnisse im Markt zu etablieren.

2. Risiken

Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft wird von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der konjunkturellen Entwicklung beeinflusst. Die Infinera Gruppe ist bestrebt, eine überproportionale Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu vermeiden. In nachfolgender Darstellung sind relevante Risiken genannt, hinsichtlich deren Auswirkung, Eintrittswahrscheinlichkeit und Bewertung.

a. Marktrisiken

Die Digitalbranche zeigt sich in einem von Krieg, gestörten Lieferketten und Inflation geprägten Umfeld sehr stabil und setzt weiter auf Wachstum. Der Digitalverband Bitkom erwartet für die Unternehmen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 3,8 Prozent, die Umsätze werden mit 203,4 Milliarden Euro erstmal über die 200-Milliarden-Euro-Marke klettern. Zugleich soll die Beschäftigtenzahl um 3,4 Prozent auf 1,352 Millionen steigen. Das größte Wachstum kann die Informationstechnik verbuchen. Mit IT werden 2023 nach aktueller Prognose 126,4 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einem Plus von 6,3 Prozent.[6]

Der Markt für Telekommunikation wird 2023 nur noch leicht um 0,8 Prozent auf 69,5 Milliarden Euro wachsen. Am stärksten legen in diesem Segment die Investitionen in die Telekommunikations-Infrastruktur zu (+2,5 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro).6

Da die Gesellschaft ihre operative Tätigkeit unter anderem auf Grundlage eines Lizenz-Vertrages mit der Xieon Networks S.à r.l., Luxemburg (Lizenzgeber), ausübt, ist ihre künftige Entwicklung maßgeblich von der weiteren Einbindung in die Entwicklungstätigkeiten abhängig.

b. Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass das Unternehmen nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen.

Der Einbezug der Gesellschaft in die konzerninterne Finanzierung führt zu einer deutlichen Begrenzung von Liquiditätsrisiken. Mit Vertrag vom 24. Januar 2023 wurde zwischen der Gesellschaft und der Infinera Corporation, Sunnyvale, Kalifornien/USA, ("Patronin") eine Patronatserklärung abgeschlossen, die im Falle der Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung der Gesellschaft sicherstellt, dass die Verbindlichkeiten der Gesellschaft im Fälligkeitszeitpunkt durch die Patronin in dem Umfang zu erfüllen, als dies zur Beseitigung der Überschuldung oder zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit erforderlich ist. Die Erklärung endet frühestens mit Ablauf von 2 Jahren.

Die kurz- sowie mittelfristige Finanzierung der Gesellschaft ist aufgrund der Finanzierung durch die Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen der Muttergesellschaft und die Patronatserklärung der obersten Konzernmuttergesellschaft bis auf weiteres und insbesondere für die Geschäftsjahre 2023 sowie 2024 vertraglich zugesagt.

Größere Risiken aus der Abhängigkeit von Kunden oder Lieferanten bestehen derzeit für die Gesellschaft nicht, da Kunden- und Lieferantenverträge bei anderen Tochterunternehmen des Konzerns gehalten werden.

c. IT-Risiken

Wesentliche Risiken bestehen weiter darin, dass der Konzern aufgrund von Betriebsstörungen seiner zentralen IT-Systeme - beispielsweise als Folge eines Cyber-Angriffs - zeitweise oder dauerhaft nicht auf geschäftsrelevante Daten zugreifen kann, oder dass die Zugriffs- und Verarbeitungszeiten unter ein akzeptables Niveau fallen. Dies hätte potenziell auch wesentliche Auswirkungen auf die Gesellschaft, die auf die zentralen IT-Systeme des Konzerns, für die Wartung und Pflege sowie für die Systemadministration angewiesen ist. Außerdem könnte auf kritische Daten ohne Berechtigung von innen oder von außerhalb des Konzerns zugegriffen werden, was die Geschäftsaktivitäten ebenfalls negativ beeinflussen könnte. Die Infinera Gruppe hat für sich und damit auch für die Gesellschaft Maßnahmen getroffen, um diese Risiken zu verringern, wie beispielsweise durch eine umfassende Netzüberwachung oder durch die Vorhaltung von Anwendungen auf mehreren Rechnern.

d. Risiko aus Klagen und Gerichtsverfahren

Rechtliche Risiken aufgrund anhängiger Gerichtsverfahren, die über das Ausmaß des laufenden Geschäftes hinausgehen, existieren für die Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

e. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten und Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen.

Die Coriant GmbH verfügt über eine Kapitalrücklage in Höhe von 42,4 M€. Verbindlichkeiten werden überwiegend innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels konzerninterner Verbindlichkeiten.

Der laufende Liquiditätsbedarf wird regelmäßig überwacht. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Coriant ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Fremdwährungsrisiken können sich insbesondere aus Schwankungen im Währungskursverhältnis zwischen US-Dollar und Euro ergeben.

Eine zunehmende Volatilität am Kapitalmarkt kann sich auf den Zeitwert des Deckungsvermögens für die Pensionsverpflichtungen auswirken. Die Pensionsverpflichtungen sind dem Risiko von Zinsschwankungen ausgesetzt.

f. Steuerliche Risiken

Coriant GmbH als ein international tätiges Unternehmen unterliegt grundsätzlich verschiedenen potenziellen steuerlichen Risiken. Grundsätzlich verfügt die Gesellschaft - unter Hinzuziehung der Fach-Ressourcen der Infinera Gruppe oder externer Unterstützung - über die Expertise, um steuerliche Risiken zu vermeiden.

g. Klimawandel - Risiken und ESG

Vorschriften in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten sowie die Anforderungen von Kunden und Investoren, können die betriebliche Komplexität erhöhen und die Beziehungen zu unseren Kunden und anderen Geschäftspartnern beeinträchtigen. Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten ("ESG"), die Unternehmen weltweit betreffen, sind zunehmend in den Fokus gerückt. Eine Reihe unserer Kunden hat eine Beschaffungspolitik eingeführt, die Anforderungen zur ökologischen oder sozialen Verantwortung enthält, die ihre Zulieferer einhalten sollten. Immer mehr Investoren verlangen von den Unternehmen auch die Offenlegung ihrer ESG-Richtlinien, Praktiken und Kennzahlen. Darüber hinaus werden in verschiedenen Ländern Gesetze oder Vorschriften zum Klimawandel entwickelt, die uns zusätzliche Kosten für die Einhaltung der Vorschriften sowie indirekte Kosten verursachen könnten.

Zusammenfassend sind Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft derzeit nicht bekannt.

V. Prognosebericht

Das globale Wirtschaftswachstum dürfte von 3,5 Prozent im Jahr 2022 auf 3,0 Prozent im Jahr 2023 und auf 2,9 Prozent im Jahr 2024 sinken. Der Anstieg der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation belastet die Wirtschaftstätigkeit. Es wird erwartet, dass die weltweite Gesamtinflation von 8,7 Prozent im Jahr 2022 auf 6,9 Prozent im Jahr 2023 und auf 5,8 Prozent im Jahr 2024 sinkt.[7]

Wesentliche Effekte, die sich aktuell auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken, sind die Inflation und die stark gestiegenen Zinsen. Diese führen zu einer Zurückhaltung bei den Investitionen der Kunden. Die Auswirkungen hieraus führen kurzfristig zu fehlenden Umsatzerlösen aufgrund von Projektverschiebungen auf einen späteren Zeitpunkt, sodass wir für das Geschäftsjahr 2023 mit deutlich rückläufigen Umsatzerlösen und, auch aufgrund des Wegfalls von Sondererträgen des Jahres 2022, mit einem deutlich rückläufigen Geschäftsergebnis vor Ergebnisabführung im Vergleich zum Berichtsjahr 2022 rechnen . Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir aktuell, dass sich die Umsatzerlöse und das Geschäftsergebnis vor Ergebnisabführung jeweils auf einem ähnlichen Niveau zum Geschäftsjahr 2023 bewegen werden.

Mit der Einführung des neuen Geschäftsmodells nach dem Prinzip des Total Operating Returns erwartet die Gesellschaft eine stabilere Marge (ca. 7% vor Ergebnisverwendung). Kosten der Pensionsvergütung können sich jedoch weiter negativ auf das Ergebnis auswirken, insbesondere aufgrund der hohen Inflation und steigenden Zinsen.

Durch den Ukraine-Krieg und aktuell den Konflikt im Nahen Osten und die daraus resultierenden Folgen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erwarten wir, dass die konjunkturelle Unsicherheit bis Ende des aktuellen Geschäftsjahres 2023 und auch im Jahr 2024 sehr hoch sein wird. Nichtsdestotrotz bleibt der substanzielle Bedarf nach einer ausgebauten Telekom Infrastruktur ungebrochen.

 

München, den 22. November 2023

Coriant GmbH

Uwe Fischer

[1] Statista, April 2023

[2] IMF, World Economic Outlook, Oktober 2023

[3] Statista, Juni 2023

[4] Statista, August 2023

[5] Bitkom

[6] Bitkom

[7] IMF, World Economic Outlook, Oktober 2023

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.