Hannoversche Lebensversicherung AG
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Böttcher seit 20.1.2025 | Prokura |
Matthias Freiherr von Mirbach seit 26.11.2024 | Prokura |
Philipp Magenheimer seit 18.4.2024 | Prokura |
Nancy Hetzke seit 1.12.2021 | Prokura |
Sebastian Karger seit 5.4.2018 | Prokura |
Ulrich Schneider seit 21.6.2011 | Vorstandsmitglied |
Lars Dr. rer. pol. Rothe seit 21.6.2011 | Vorstandsmitglied |
Boris Sonntag seit 21.6.2011 | Vorstandsmitglied |
Marcus Rieper seit 21.6.2011 | Prokura |
Andreas Binder seit 21.6.2011 | Prokura |
Siddhartha Ramakrishna Dr. Schwenzer seit 21.6.2011 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WAVE Management AGHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
LAGEBERICHTGESCHÄFTSMODELLDie WAVE Management AG ist ein zugelassenes Wertpapierinstitut mit Sitz in Hannover. Die wesentliche Dienstleistungs- und Produktkompetenz der WAVE umfasst das operative Management von Wertpapieren, die Übernahme von Controlling- und Risikomanagementaufgaben, die Begleitung bei der strategischen Asset-Allocation sowie die Beratung in allen Fragen des Asset Managements. Zielgruppe für das Dienstleistungs- und Produktangebot sind die Gesellschaften der VHV Gruppe sowie institutionelle Drittkunden. Hierzu gehören insbesondere kleine und mittelständische Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungswerke und Stiftungen. Darüber hinaus managt die WAVE eine Produktfamilie an Publikumsfonds und unterstützt den Vertrieb der VHV Gruppe in Bezug auf Investmentfonds. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2023 im Spannungsfeld zwischen weiterhin hohen, aber rückläufigen Inflationsraten und einer nachlassenden konjunkturellen Dynamik. Die Wachstumsrate des globalen BIP verlangsamte sich im Jahr 2023 auf 3,1 % nach 3,5 % im Vorjahr. Das BIP der USA legte im Jahr 2023 um 2,5 % zu, jenes der Eurozone um 0,1 %. In Deutschland kam es hingegen zu einer Rezession. Die Wirtschaftsleistung hierzulande schrumpfte um 0,3 % und entwickelte sich damit deutlich schwächer als die Wirtschaftsleistung Frankreichs (+0,7 %), Italiens (+0,5 %) und Spaniens (+2,0 %). Die türkische Wirtschaft stand unter dem Einfluss hoher Inflation und einer schwachen Landeswährung. Die beiden führenden asiatischen Volkswirtschaften, Japan und China, vermeldeten für das Jahr 2023 ein BIP-Wachstum in Höhe von 1,9 % bzw. 5,2 %. Die Inflationsraten bewegten sich im Jahr 2023 weiterhin auf erhöhten Niveaus, entwickelten sich insgesamt jedoch rückläufig. Sinkende Energiepreise trugen zu dieser Entwicklung maßgeblich bei. Die Eurozone wies für das Gesamtjahr eine Inflationsrate in Höhe von 5,4 % aus, in Deutschland betrug die Teuerungsrate im Jahresdurchschnitt 5,9 %. Vergleichbar entwickelten sich die Preise in Frankreich (+5,7 %), Italien (+5,7 %) und Spanien (+3,4 %). Die US-Inflationsrate sank auf 3,4 %. Die Kerninflationsrate in der Eurozone - ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln - lag zum Jahresultimo im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 3,4 %. KapitalmärkteZur Eindämmung der Inflation setzten die Notenbanken ihre restriktive Geldpolitik im Berichtsjahr 2023 fort. Die EZB erhöhte im Jahresverlauf die Leitzinsen für die Eurozone in mehreren Schritten um insgesamt 200 Basispunkte. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen stieg zunächst unter hoher Volatilität von 2,57 % auf zeitweise mehr als 3 %. Zum Jahresultimo rentierten zehnjährige Bundesanleihen aufgrund aufkeimender Zinssenkungserwartungen jedoch niedriger bei 2,02 %. Die Rendite zweijähriger deutscher Staatsanleihen sank im Jahresverlauf von 2,76 % auf 2,40 %. Die Zinsstrukturkurve blieb dadurch weiterhin invers. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen handelte zwischen 3,25 % und 5,02 %. Zum Jahresultimo rentierten zehnjährige US-Staatsanleihen bei 3,88 % und damit im Vergleich zum Vorjahresultimo nahezu unverändert. Die globalen Aktienbörsen schlossen das Jahr 2023 mit einer überwiegend positiven Wertentwicklung ab. Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete einen Kursanstieg von 20,3 %, sein europäisches Pendant - der EuroStoxx50 - schloss 19,2 % höher. Die US-amerikanischen Leitindizes Dow Jones Industrial und S&P 500 gingen mit einem Plus von 13,7 % bzw. 24,2 % aus dem Handel. Der Euro wertete im Jahresverlauf gegenüber dem US-Dollar von USD 1,07 zum Jahresbeginn auf USD 1,10 zum Jahresultimo auf. Geschäftsentwicklung der WAVEBei der WAVE ist die Aktivseite der Bilanz überwiegend durch die Kapitalanlagen geprägt, während auf der Passivseite die sonstigen Verbindlichkeiten den größten Anteil an der Bilanzsumme ausmachen. Diese enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der VHV Holding aus der Ergebnisabführung. Die Finanzlage und die Entwicklung der Cashflows der WAVE werden überwiegend durch die konzerninternen Dienstleistungserträge aus der Vermögensverwaltung, die Ausgaben für den laufenden Geschäftsbetrieb sowie die Ergebnisabführung an die VHV Holding geprägt. Die Cashflows werden laufend analysiert und auf Basis einer rollierenden Liquiditätsplanung überwacht. Darauf aufbauend werden ausreichende liquide Mittel in Form von laufenden Guthaben und Tagesgeldanlagen bei Kreditinstituten zur Erfüllung der laufenden Verpflichtungen vorgehalten. Da die festverzinslichen Anlagen dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden sie ins Anlagevermögen überführt. In einigen Mandaten konnten performanceabhängige Vergütungen erreicht werden, die die Höhe des Geschäftsergebnisses 2023 positiv beeinflussten. Das Volumen der Assets under Management im institutionellen Drittkundengeschäft inkl. Publikumsfonds entwickelte sich 2023 positiv über Plan auf EUR 293 Mio. (Vorjahr: EUR 263 Mio.). Der Grund hierfür ist die Entwicklung der Anlagen in den Publikumsfonds. Im Geschäftsjahr ergaben sich im Wesentlichen Provisionserträge aus den Dienstleistungen mit verbundenen Unternehmen von TEUR 23.213 (Vorjahr: TEUR 20.794). Die Erträge aus Beratungs- und Dienstleistungen für Dritte sind im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 2.129 im Vorjahr auf TEUR 2.223 im Geschäftsjahr infolge höherer Erträge aus Folgeprovisionen und Fondssteuerung gestiegen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ergaben sich mit TEUR 11.484 (Vorjahr: TEUR 11.482) auf Vorjahresniveau. Per Saldo ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 ein überplanmäßiges Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 14.344 (Vorjahr: TEUR 11.370), welches aufgrund der höheren performanceabhängigen Vergütung über dem Vorjahr lag. Dies entspricht dem Jahresergebnis, das im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die VHV Holding abgeführt wird. PERSONALBERICHTDie Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt betrug im Geschäftsjahr 44 Personen (Vorjahr: 43 Personen). Die WAVE verfolgt eine strategische Personalentwicklung. Bedarfsorientiert nehmen die Mitarbeiter regelmäßig an internen und externen Weiterbildungsveranstaltungen teil. Zudem fördert die Gesellschaft die private Aus- und Weiterbildung durch finanzielle Unterstützung. Zielvereinbarung und Leistungsbeurteilung sind ein fester Bestandteil der Arbeit. In diesem Zusammenhang nehmen die Mitarbeiter am Ergebnisbeteiligungsmodell der VHV Gruppe teil. Zudem partizipieren auch die Mitarbeiter der WAVE an der betrieblichen Altersversorgung der VHV Gruppe mit Eigenbeteiligung (VHV SAVE). Durch eine variable Arbeitszeitgestaltung ermöglicht die WAVE den Mitarbeitern die vorausschauende Planung ihrer Arbeitszeit. Unser Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihren persönlichen Einsatz, ihr Wissen und ihre Erfahrung wesentlich dazu beigetragen haben, die Herausforderungen des Jahres 2023 erfolgreich zu bewältigen. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDSInsgesamt wurde 2023 ein Ergebnis erreicht, welches über dem Vorjahr lag. Entgegen eines erwarteten Rückgangs ist das Ergebnis ohne Berücksichtigung der performanceabhängigen Vergütung ebenfalls gestiegen. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTRISIKOBERICHTDas Geschäftsjahr war wie in der vorangegangenen Periode von inflationären Entwicklungen geprägt. Diese finden ihren Ursprung in den Auswirkungen der unterschiedlichen Kriegs- und Krisensituationen und veranlassten die EZB, ihre Geldpolitik kontinuierlich weiter zu straffen, während sich das Wirtschaftswachstum im Euroraum und in Deutschland immer weiter abschwächte. Die unterjährige Erhöhung des Renditeniveaus führte zunächst zu weiteren Kursverlusten bei festverzinslichen Wertpapieren. Ein spürbarer Renditerückgang an den Rentenmärkten in der zweiten Jahreshälfte führte zu einer Rückkehr zum Jahresanfangsniveau. Zur Prüfung von Sanktionslisten und der Einhaltung nicht personenbezogener Sanktionen sind in der WAVE Prüfungsprozesse implementiert. Zum Stichtag per 31. Dezember 2023 bestanden keine wesentlichen Risiken mit Bezug zu Belarus und Russland. Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse bestehen keine entwicklungs- und bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund des andauernden Ukrainekriegs und den aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt sind die Ausführungen zur Risikolage mit Unsicherheit behaftet. ZielsetzungDas Risikomanagement in der WAVE dient insbesondere der Sicherstellung der angemessenen Risikotragfähigkeit und damit der dauerhaften und nachhaltigen Existenzsicherung. Allgemein dient das Risikomanagement zudem der Vermeidung von negativen Auswirkungen der Risikoexponierung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. RisikostrategieDie strategischen Vorgaben zum Risikomanagement sind in der Risikostrategie formuliert. Die Risikostrategie leitet sich aus der Geschäftsstrategie ab und regelt den Umgang mit den sich daraus ergebenden Risiken. Die Risikostrategie wird jährlich durch den Vorstand überprüft, verabschiedet und dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Sie dient weiterhin der Schaffung eines übergreifenden Risikoverständnisses und der Etablierung einer Risikokultur. Das wichtigste Element einer gelebten Risikokultur ist der offene unternehmensinterne Austausch über die Risikolage. Durch eine eindeutige Zuordnung von Risikoverantwortung wird durch den Vorstand das Ziel verfolgt, die Risikokultur zu fördern, das Engagement der benannten Personen zu erhöhen und insgesamt die Transparenz durch klare Ansprechpartner sicherzustellen. OrganisationÜbergeordnetes Risikomanagementgremium der WAVE ist das Risk Committee der VHV Gruppe. Die WAVE ist in diesem Gremium durch ihren Vorstandsvorsitzenden vertreten. Die Gesamtverantwortung des Vorstands der WAVE für das Risikomanagement bleibt hiervon unberührt. Innerhalb der WAVE wird das Risikomanagement durch die auf Vorstandsebene angesiedelte Risikocontrolling-Funktion sichergestellt. Diese wird operativ durch das Konzernrisikomanagement der VHV a.G. sowie die Abteilung Finanzsteuerung der WAVE unterstützt. Über die Auslagerung operativer Teile des Risikomanagements an die VHV a.G. wurde ein Dienstleistungsvertrag geschlossen. Die interne Revision prüft selbstständig und prozessunabhängig alle Geschäftsbereiche, Prozesse, Verfahren und Systeme innerhalb der WAVE auf Basis eines jährlich fortzuschreibenden risikoorientierten Prüfungsplans. Die interne Revision untersteht lediglich den Weisungen des Vorstands, bleibt jedoch in Ausübung ihrer Funktion unabhängig und objektiv. Sie hat dabei die folgenden Rechte und Pflichten:
Die VHV Gruppe hat das ESG Committee eingerichtet, das die Etablierung eines gruppenweit einheitlichen Nachhaltigkeitsmanagements unter Berücksichtigung der regulatorischen Anforderungen steuert. BerichterstattungDie Risikoberichterstattung erfolgt über einen jährlichen internen Risikobericht. Zudem werden Teilbereiche monatlich überwacht. Die internen Berichte enthalten detaillierte Angaben zur Risikotragfähigkeit der WAVE sowie zu der entsprechenden Limitauslastung. Dabei werden die Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken monatlich betrachtet. Die übrigen Risiken (Reputations-, Konzentrationsrisiko, Strategisches Risiko, Operationelles Risiko) werden halbjährlich überwacht. Darüber hinaus werden Stresstests durchgeführt. Bei Bedarf werden zudem Ad-hoc-Risikoanalysen erstellt, wobei dies 2023 nicht erforderlich gewesen ist. Es wird monatlich an den Vorstand berichtet. Der jährliche interne Risikobericht wird darüber hinaus dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Markt- und KreditrisikoDer Eigenbestand an Kapitalanlagen der WAVE setzt sich aus Tagesgeldern, Anteilen an einem Immobilienspezialfonds, öffentlichen Anleihen sowie Pfandbriefen öffentlicher und privater Emittenten zusammen. Alle Papiere verfügen über ein Rating im Investment-grade-Bereich. Insgesamt sind Markt- und Kreditrisiken für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. KonzentrationsrisikoDie Anlage des Eigenbestands erfolgt unter Beachtung der Vorschriften für Wertpapierinstitute. Das Konzentrationsrisiko wird durch die Diversifikation im Portfolio reduziert. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko wird durch ein aktives Liquiditätsmanagement minimiert. Es erfolgt eine monatliche Liquiditätsplanung. Darüber hinaus findet eine Überwachung der Liquiditätsklassen statt. Dabei werden die Kapitalanlagen der WAVE, je nach ihrer kurzfristigen Liquidierbarkeit, in vier unterschiedliche Klassen eingeordnet. Die Erfüllbarkeit der Ansprüche gegen die WAVE war und ist jederzeit gewährleistet. Operationelles RisikoDie WAVE hat Teile ihrer Prozesse ausgelagert. Infolge der sorgfältigen Auswahl der Partner und entsprechender Kontrollmechanismen ist hier nicht von einem wesentlichen Einfluss auf die Risikolage auszugehen. Zur Identifizierung von Prozessrisiken wird das IKS auf Basis eines Regelprozesses mindestens einmal jährlich nach einem einheitlichen Verfahren systematisch überprüft und bewertet. Der IKS-Regelprozess ist dabei primär auf eine Beurteilung der wesentlichen Kontrollaktivitäten sowie einer ganzheitlichen Bestätigung der Funktionsfähigkeit des IKS durch alle leitenden Angestellten der WAVE ausgerichtet. Die WAVE ist vollständig in die IT-Prozesse der VHV Gruppe integriert, sodass das IT-Risiko als gering einzuschätzen ist. Rechtsrisiken werden durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie durch die bedarfsweise Einholung von externer Beratung beschränkt. Das laufende Betreiben eines aktiven Compliance-Managements stellt sicher, dass Änderungen der Gesetzgebung und der Rechtsprechung zeitnah berücksichtigt werden. Weitere operationelle Risiken könnten sich aus dem Personalmanagement ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, werden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt, die eine fachliche Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherstellen. Vertretungs- und Nachfolgeregelungen mindern das Risiko von Störungen in den Arbeitsabläufen. Zur Vorkehrung für Notfälle hat die VHV Gruppe für die WAVE entsprechende Maßnahmen ergriffen. So kann jederzeit der Krisenstab der VHV Gruppe, welcher auch für die WAVE zuständig ist, einberufen werden. Strategisches RisikoDas Geschäftsmodell der WAVE konzentriert sich auf die konzerninterne Kapitalanlagenverwaltung. Das hieraus resultierende Risiko aufgrund der Abhängigkeit von den Konzernunternehmen der VHV Gruppe wird durch die Aktionärsstruktur der WAVE mit der VHV Holding als einzige Aktionärin reduziert. Das Drittkundengeschäft und die hiermit in Verbindung stehenden Risiken sind als gering einzustufen. ReputationsrisikoDas Reputationsrisiko liegt aufgrund der Konzentration auf das Konzerngeschäft in der erfolgreichen und zuverlässigen Betreuung der Konzernmandate. RisikotragfähigkeitUm eine vollständige Berücksichtigung aller Risiken sicherzustellen, werden bei der Berechnung der Risikotragfähigkeit sämtliche identifizierte Risiken mit Eigenkapital unterlegt. Dies schließt auch die für die WAVE gemäß MaRisk-Definition nicht wesentlichen Risiken ein. Damit geht die WAVE über die üblichen und aufsichtsrechtlich geforderten Standards hinaus. Darüber hinaus hält die WAVE durch eine konservative Limitierung der Bedeckungsquote einen zusätzlichen Kapitalpuffer vor. Die Risikotragfähigkeit der WAVE war während des gesamten Berichtszeitraums zu jeder Zeit im vollen Umfang gegeben. Das definierte Limit wurde eingehalten. Die WAVE erfüllt mit einer Eigenkapitalquote gem. IFR von 216,0 % per 31. Dezember 2023 deutlich die aufsichtsrechtlichen Anforderungen von 100,0 %. Auch in diesem Berichtsjahr wurde das Nachhaltigkeitsrisikomanagement kontinuierlich weiterentwickelt. CHANCENBERICHTBedingt durch das Geschäftsmodell der WAVE als Asset-Management-Gesellschaft resultieren wesentliche Chancen aus dem Übertreffen der vereinbarten Performancekennzahlen und einer damit verbundenen erfolgsabhängigen Provisionsvergütung, die sich wesentlich auf das Unternehmensergebnis auswirken kann. Aufgrund des andauernden Ukrainekriegs und den aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt sind die Ausführungen zu den Chancen mit Unsicherheit behaftet. ZUSAMMENFASSUNGDie aktuellen Erkenntnisse und die Einschätzung der künftigen Entwicklung lassen auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen derzeit keine nachhaltigen und wesentlichen Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WAVE erwarten. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche Entwicklung und KapitalmarktFür das Jahr 2024 wird von Ökonomen eine gebremste konjunkturelle Dynamik erwartet. Rückläufige Inflationszahlen, globalwirtschaftliche Abschwächung und erhöhte geopolitische Unsicherheit dürften die Entwicklung der Weltwirtschaft determinieren. Eine nochmalige Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums ist unter diesen Rahmenbedingungen denkbar. Es wird erwartet, dass die Wachstumsraten in den USA weiterhin höher ausfallen werden als in Europa. Speziell das Wirtschaftswachstum Deutschlands dürfte aufgrund angekündigter fiskalischer Sparmaßnahmen im europaweiten Vergleich unterdurchschnittlich gering ausfallen. Geopoltische Risiken in der Ukraine, Nahost und Taiwan könnten sich im Falle einer Eskalation zusätzlich belastend auswirken. Der offene Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im November erhöht die gesamtwirtschaftliche Prognoseunsicherheit. Die Inflationsraten werden im Jahr 2024 mit voraussichtlich geringer Dynamik weiter sinken, in Deutschland und der Eurozone aber über der von der EZB angestrebten Zielmarke von 2,0 % verharren. Infolge der erwarteten wirtschaftlichen Abkühlung dürfte sich auch die Kerninflation ermäßigen. Neben den genannten Faktoren wird die Entwicklung von Wirtschaft und Kapitalmärkten vor allem unter dem Einfluss der Geldpolitik stehen. Die Marktteilnehmer erwarten ein Ende des Zinserhöhungszyklus und rechnen im Jahresverlauf mit mehreren Zinssenkungen der EZB und der Fed. Ein aufgrund der Rahmenbedingungen aus nachlassendem Inflationsdruck und gebremstem Wirtschaftswachstum erwartbarer Renditerückgang sollte die Wertentwicklung von Anleihen im Jahr 2024 grundsätzlich unterstützen. Die zahlreichen ökonomischen und insbesondere geopolitischen Risiken könnten hingegen negativ auf die Risikoneigung der Marktteilnehmer Einfluss nehmen. Ein Anstieg der Risikoaufschläge bei mit Bonitätsrisken behafteten Zinstiteln wäre die Folge. In der erwarteten Gemengelage aus wirtschaftlicher Abschwächung, geopolitischen Risiken und niedrigeren Renditeniveaus dürften sich die Aktienmärkte volatil entwickeln. Entwicklung der WAVEDie WAVE wird weiterhin hauptsächlich als Asset-Management-Gesellschaft der VHV Gruppe agieren, die zusätzlich eine fokussierte Produktfamilie an Publikumsfonds anbieten wird. Durch den Fokus auf das Asset Management innerhalb der VHV Gruppe ist das Geschäftsergebnis der WAVE maßgeblich vom Kapitalanlagebestand der Konzerntöchter abhängig. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass sich dieser Bestand leicht rückläufig entwickeln wird. Die Planung der Gesellschaft geht nach den derzeitigen Annahmen von einer stabilen Geschäftsentwicklung in den kommenden beiden Geschäftsjahren aus. Durch Produktivitätssteigerungen können die rückläufig erwarteten Erträge aus Kapitalanlagebeständen der Konzernmandate (ohne Berücksichtigung der performanceabhängigen Vergütung) ausgeglichen werden. Für das institutionelle Drittgeschäft inkl. Publikumsfonds wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einem leicht sinkenden Ergebnis gerechnet. Der Grund hierfür sind niedriger erwartete Folgeprovisionen. Für die Jahre 2024 und 2025 wird ohne Berücksichtigung von performanceabhängigen Vergütungen mit einem konstanten Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit gerechnet. Vorbehalt bei ZukunftsaussagenDer vorliegende Prognosebericht beinhaltet Einschätzungen für die kommende Entwicklung des Unternehmens. Unter Abwägung aller bekannten Chancen und Risiken und auf Basis von Planungen und Hochrechnungen wurden Annahmen getroffen, die aufgrund unbekannter Risiken und Unsicherheiten so nicht eintreten oder nicht vollständig eintreffen müssen. Aufgrund der sich dynamisch verändernden Rahmenbedingungen können die nachhaltigen Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung, die Kapitalmärkte sowie die Geschäftsentwicklung der WAVE zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin nicht abschließend beurteilt werden. Insofern sind die genannten prognostischen Aussagen mit höheren Unsicherheiten behaftet. VERTRÄGE MIT VERBUNDENEN UNTERNEHMENEs besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft, der VHV Holding. Weiterhin bestehen Verträge zur Ausgliederung von Funktionen und Dienstleistungsverträge mit der überwiegenden Anzahl der verbundenen Unternehmen in unterschiedlichem Ausmaß. Darüber hinaus existiert eine Schuldbeitrittsvereinbarung mit der VHV Holding, in der sich die VHV Holding gegenüber der WAVE verpflichtet, den Zahlungsverpflichtungen aus sämtlichen bestehenden und künftigen Pensionszusagen der WAVE als Gesamtschuldnerin beizutreten und die handelsbilanziellen Pensionsrückstellungen ausschließlich in ihrer Bilanz zu passivieren. Die WAVE erstattet der VHV Holding die erforderlichen Aufwendungen.
Hannover, den 23. Februar 2024 DER VORSTAND Schneider Dr. Rothe Sonntag JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023AKTIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
ANHANGALLGEMEINE ANGABENSitz der WAVE ist Hannover. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 207213 im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen. VORSCHRIFTEN ZUR RECHNUNGSLEGUNGDer Jahresabschluss der WAVE für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB, des AktG sowie nach der RechKredV aufgestellt. Die Gliederungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV anzuwendenden Formblättern 1 und 3. Die Posten werden kaufmännisch gerundet veröffentlicht. Hierdurch können sich gegebenenfalls Rundungsdifferenzen ergeben. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Die dem Anlagebestand zugeordneten Anteile am Investmentvermögen und Inhaberschuldverschreibungen sind dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen und wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Nach der für den Anlagebestand geltenden Vorschrift des § 340e Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB (gemildertes Niederstwertprinzip) erfolgt eine Abschreibung der Wertpapiere bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Bei den Inhaberschuldverschreibungen des Anlagevermögens wurden Differenzbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag nach der Effektivzinsmethode analog § 341c Abs. 3 HGB amortisiert. Das Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB wurde beachtet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB ausgewiesen. Die anderen Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank zum 30. November 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Zinssätzen der letzten sieben Jahre. ZEITWERTERMITTLUNGDie Zeitwerte von börsennotierten festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapieren richteten sich nach den Börsenkursen am Bilanzstichtag. Die Zeitwerte von Investmentfonds ergeben sich aus den Rücknahmepreisen am Bilanzstichtag. ERLÄUTERUNGEN ZUR JAHRESBILANZAKTIVA ZU 1. FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTEDie täglich fälligen Forderungen beinhalteten Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.179 (Vorjahr: TEUR 337) sowie Forderungen aus Provisionen und Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30). ZU 2. FORDERUNGEN AN KUNDENDie Forderungen an Kunden betrafen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem konzerninternen Abrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 3.072 (Vorjahr: TEUR 0). Darüber hinaus wurden hierunter in Höhe von TEUR 579 (Vorjahr: TEUR 529) Forderungen aus Provisionen und Beratungsvergütungen für Fondsmanagementleistungen im vierten Quartal 2023 ausgewiesen. Sämtliche Forderungen hatten eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. ZU 3. SCHULDVERSCHREIBUNGEN UND ANDERE FESTVERZINSLICHE WERTPAPIEREDer Posten enthielt ausschließlich börsenfähige und börsennotierte festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind. Von den ausgewiesenen Wertpapieren werden TEUR 500 im Jahr 2024 fällig. Inhaberschuldverschreibungen, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind
ZU 4. AKTIEN UND ANDERE NICHT FESTVERZINSLICHE WERTPAPIEREEs handelte sich um Anteile an einem börsenfähigen, aber nicht börsennotierten Investmentfonds, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind
ZU 5. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEIn diesem Posten wurde der Aktivwert aus Pensionsrückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 154) ausgewiesen. ZU 6. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENHier wurden vorwiegend Vorauszahlungen für Lizenzgebühren in Höhe von TEUR 341 (Vorjahr: TEUR 441) sowie im Voraus gezahlte Gehälter in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 48) ausgewiesen. ANGABE GEMÄSS § 285 NR. 18 HGBIm Geschäftsjahr wurden Inhaberschuldverschreibungen mit einem Buchwert von TEUR 15.963 und einem Zeitwert von TEUR 13.898 ausgewiesen, deren Buchwerte über ihren jeweiligen Zeitwerten zum Bilanzstichtag lagen. Die Wertpapiere sind nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Die Wertminderungen werden aufgrund der Bonität der Emittenten oder des Besicherungsgrads als nicht dauerhaft angesehen. PASSIVAZU 1. SONSTIGE VERBINDLICHKEITENDie sonstigen Verbindlichkeiten enthielten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 14.700 (Vorjahr: TEUR 11.245) - davon TEUR 14.344 aus der Ergebnisabführung. Von den gesamten sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 14.612 (Vorjahr: TEUR 11.278) innerhalb eines Jahres und TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 154) nach Ablauf von mehr als fünf Jahren fällig. ZU 2. RÜCKSTELLUNGENDie anderen Rückstellungen betrafen mit einer Höhe von TEUR 2.159 (Vorjahr: TEUR 2.492) vorwiegend Rückstellungen aus dem Personalbereich, mit einer Höhe von TEUR 349 (Vorjahr: TEUR 355) Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten sowie mit einer Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 63) Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen. ZU 3. A) GEZEICHNETES KAPITALDas gezeichnete Kapital betrug unverändert TEUR 1.000 und ist in 1.000.000 Stückaktien (Namensaktien) eingeteilt. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGZU 1. A) ZINSERTRÄGE AUS KREDIT- UND GELDMARKTGESCHÄFTENIn diesem Posten sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 0), für Tagesgelder in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus laufenden Bankguthaben in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 2) enthalten. ZU 1. B) ZINSERTRÄGE AUS FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIEREN UND SCHULDBUCHFORDERUNGENHierunter werden mit einer Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 101) Zinserträge aus Inhaberschuldverschreibungen ausgewiesen. ZU 3. A) LAUFENDE ERTRÄGE AUS AKTIEN UND ANDEREN NICHT FESTVERZINSLICHEN WERTPAPIERENIn diesem Posten werden Ausschüttungen aus einem Investmentfonds in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 28) ausgewiesen. ZU 4. PROVISIONSERTRÄGEDieser Posten beinhaltet Erträge aus Dienstleistungen für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 23.213 (Vorjahr: TEUR 20.794) sowie Dienstleistungen im institutionellen Drittkundengeschäft inkl. Publikumsfonds in Höhe von TEUR 2.223 (Vorjahr: TEUR 2.129). ZU 5. PROVISIONSAUFWENDUNGENDarin sind Weitervergütungen von Folgeprovisionen in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 224) enthalten. ZU 6. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEHier werden vorwiegend Erträge aus Dienstleistungen für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 177 (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 38) ausgewiesen. ZU 7. ALLGEMEINE VERWALTUNGSAUFWENDUNGENDieser Posten beinhaltet neben dem Personalaufwand in Höhe von TEUR 6.802 (Vorjahr: TEUR 6.750) vornehmlich Aufwendungen für Dienstleistungen von anderen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.898 (Vorjahr: TEUR 2.107), Lizenz- und Wartungsgebühren in Höhe von TEUR 1.858 (Vorjahr: TEUR 1.816), Raumkosten in Höhe von TEUR 277 (Vorjahr: TEUR 179), Vergütungen für den Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 155) sowie Kraftfahrzeug-Kosten in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 58). ZU 8. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENHierunter werden Zinszuführungen zu Rückstellungen ausgewiesen. ZU 10. ERTRÄGE AUS ZUSCHREIBUNGEN ZU BESTIMMTEN WERTPAPIERENDieser Posten beinhaltet Gewinne aus dem Abgang von Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 1). SONSTIGE ANGABENAUFSICHTSRATThomas Bürkle Vorsitzender Vorsitzender des Vorstands i. R. der NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover; Senior Advisor Boston Consulting Group, Boston/USA Thomas Voigt (ab 24. April 2023) Stellv. Vorsitzender Vorsitzender der Vorstände der VHV a.G. und der VHV Holding AG, Hannover Kerstin Berghoff-Ising Mitglied des Vorstands der Sparkasse Hannover, Hannover Gerhard Roggemann (bis 24. April 2023) Stellv. Vorsitzender Bankkaufmann, Hannover VORSTANDUlrich Schneider Vorsitzender Querschnittsfunktionen, Hannover Dr. Lars Rothe Finanzsteuerung, Drittkunden, Hamburg Boris Sonntag Portfoliomanagement, Hannover HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENVerpflichtungen gemäß § 251 HGB betrafen mit TEUR 6.268 (Vorjahr: TEUR 5.602) ausgelagerte Pensionsrückstellungen, die im Rahmen eines Schuldbeitritts in der Handelsbilanz des verbundenen Unternehmens VHV Holding ausgewiesen wurden. Der laufende Versorgungsaufwand aus der Pensionsverpflichtung ist von der WAVE erfolgswirksam getragen worden. Das Risiko der Inanspruchnahme aus dem aufgeführten Haftungsverhältnis wurde aufgrund der guten Bonität der VHV Holding als äußerst gering eingeschätzt. Bei den übertragenen Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht wurden zum Zwecke der Insolvenzsicherung abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen zugunsten der Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 154) verpfändet. Aus langfristigen Mietverträgen bestanden zukünftige Zahlungsverpflichtungen von TEUR 798 (Vorjahr: TEUR 936). Diese bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen. Daneben bestehen langfristige Verpflichtungen aus Lizenz- und Wartungsverträgen in üblichen Umfang. Sonstige aus der Bilanz und den Erläuterungen nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse waren nicht vorhanden. Bürgschaften und Wechselverpflichtungen bestanden nicht. ANZAHL DER MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITTDie Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstandsmitglieder, Mitarbeiter in der passiven Altersteilzeit, Arbeitnehmer in der Elternzeit) betrug im Geschäftsjahr 44 (Vorjahr: 43) Personen. GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSDie Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 63), die der Vorstandsmitglieder TEUR 1.508 (Vorjahr: TEUR 1.648). HONORARE DER ABSCHLUSSPRÜFERDas von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar wird im Konzernabschluss der VHV a.G. angegeben. ANGABE GEMÄSS § 285 NR. 30a HGBDas dem Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) vom 21. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 397), mit Geltung seit 28. Dezember 2023, gelten die Regelungen im Grundsatz erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen (vgl. § 101 MinStG). Die VHV Gruppe weist als multinationale Unternehmensgruppe einen Konzernumsatz von mehr als EUR 750 Mio. aus und ist somit von den Regelungen der Mindestbesteuerung betroffen. Als Gruppenträger fungiert die VHV a.G. Weitergehende Erläuterungen zur Anwendung und Betroffenheit finden sich im Einzelabschluss sowie im Konzernabschluss der VHV a.G. KONZERNZUGEHÖRIGKEITDie WAVE gehört zur VHV Gruppe. Am gezeichneten Kapital der Gesellschaft ist die VHV Holding zu 100 % beteiligt. Es besteht ein Abhängigkeitsverhältnis im Sinne des § 17 AktG. Das Bestehen einer Beteiligung ist der Gesellschaft gemäß § 20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt worden. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der VHV Holding, Hannover. Die VHV Holding ihrerseits ist ein 100%iges Tochterunternehmen der VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G., Hannover, die als Konzernobergesellschaft einen Konzernabschluss gemäß §§ 341i und 341j HGB erstellt. In diesen Konzernabschluss wird die Gesellschaft mit einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. NACHTRAGSBERICHTVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind nicht eingetreten.
Hannover, den 23. Februar 2024 DER VORSTAND Schneider Dr. Rothe Sonntag BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WAVE Management AG PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der WAVE Management AG, Hannover - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WAVE Management AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDer Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrates verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere
aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 27. März 2024 EY
GMBH & CO. KG
Zeitler, Wirtschaftsprüfer Offizier, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSWAVE MANAGEMENT AGDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand laufend überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft, grundsätzliche Fragen der Unternehmenssteuerung, die Unternehmensplanung, die Risikosituation und über die beabsichtigte Geschäftspolitik. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat in ständiger Verbindung zum Vorstandsvorsitzenden gestanden und ließ sich kontinuierlich und unverzüglich über alle Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung in der Gesellschaft berichten. Er führte mit dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig Arbeitsgespräche im Interesse eines stetigen Informations- und Meinungsaustausches zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zweimal getagt. Gegenstand dieser Sitzungen waren wichtige Grundsatz- und Einzelfragen, die Strategie der Gesellschaft und die wirtschaftliche Lage. WESENTLICHE THEMENSCHWERPUNKTE
VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRATHerr Gerhard Roggemann ist zum 24. April 2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Roggemann für die langjährige erfolgreiche Arbeit. Herr Thomas Voigt wurde zum 24. April 2023 in den Aufsichtsrat bestellt und als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats gewählt. Wir wünschen Herrn Voigt viel Erfolg bei seinen Aufgaben und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSESDer Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einschließlich der Buchführung wurden von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich dem Urteil des Abschlussprüfers angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.
Hannover, den 16. April 2024 DER AUFSICHTSRAT Bürkle, Vorsitzender ZusatzangabenDie Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 16.04.2024. |
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