Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 715688
Vorher
Yucca Geschenke Handels- und Vertriebs GmbHCactus GmbHCactus Druck & Verlags GmbH
Eingetragen
24.4.1990
Branche
Verlegen von ZeitschriftenVerlegen von BüchernHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Herstellung und Vertrieb von Druckerzeugnissen aller Art sowie der Import, Handel und Vertrieb von Geschenkartikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hans-Peter Fischer
seit 25.9.2025
Prokura
Andreas Frohberg
seit 22.7.2024
Prokura
Josef-Walter Steger
seit 7.11.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
I. Cactus Grundstücks-GmbH & Co. KG
Germany
357.400 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cactus GmbH

Baden-Baden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Cactus GmbH ist seit Mitte der 80-iger Jahre im Grußkarten-Markt aktiv. Mit rund 50 Millionen produzierten Grußkarten, gepaart mit rund 40 Jahren Glückwunschkarten-Erfahrung, gehört Cactus zu den etablierten Herstellern auf dem deutschen Markt.

Seit mehr als 20 Jahren ist das Unternehmen Cactus vor allem im Niedrigpreis-Segment sehr erfolgreich gewachsen und gehört zu den Pionieren in diesem Marktsegment. Mit eigenen Designern bringt unser Unternehmen jährlich neue Kollektionen auf den Markt und kann mit seinen eignen Produktionsstätten in Deutschland und Asien selbst exklusive Handmade-Grußkarten zum günstigen Endkundenpreis anbieten. Effiziente Produktions-, Logistik- und Serviceprozesse sichern den Kostenvorteil in diesem Marktsegment.

Forschung und Entwicklung

Einer der wichtigsten Pfeiler unseres Geschäftsmodells sind trendkonforme Designs. Unsere Designer kreieren täglich neue Glückwunschkarten und Papeterie-Designs, die dann in unseren Druckereien produziert werden. Wir bauen unsere Kreativabteilung stetig aus, um den Bedarf von jährlich bis zu 3.000 neuen trendkonformen Designs sicherzustellen. Unser Geschäftserfolg bestätigt die Richtigkeit dieses Weges.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Durch den Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der in dessen Folge entstandenen Beeinträchtigungen der Lieferketten und drastisch gestiegene Energiepreise, Rohmaterial- und Transportkosten steht die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft weiterhin vor besonderen Herausforderungen. Aufgrund das diese Herausforderungen alle Hersteller betrifft, bleiben die Wettbewerbsbedingungen für die Cactus GmbH unverändert stabil.

Die Wirtschaftsentwicklung der deutschen Druckindustrie lag im Geschäftsjahr 2023 wie in den Vorjahren, im Bereich Umsatz und Produktion deutlich unter den Entwicklungen anderer wichtiger Industriebranchen. Laut dem Bundesverband Druck und Medien e.V. ist die seit Jahren stattfindende Strukturanpassung in der deutschen Druck- und Medienwirtschaft auch 2023 nicht abgeschlossen und wird sich ebenfalls im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Der Anpassungsprozess wird dabei primär durch das sich wandelnde Mediennutzungsverhalten und Digitalisierung vieler Lebensbereiche getrieben. In der Druckindustrie zeigt sich eine rückläufige Produktionstätigkeit. Hingegen zeigt sich im Markt der Glückwunschkarten trotz der stark steigenden Nutzung der "sozialen Medien" ein stabiler und bodenständiger Markt. Die Beliebtheit der Glückwunschkarte als Kommunikationsmittel hat sich auch in diesen Zeiten bestätigt.

Für Verlage, die ihre Grußkarten vorrangig über den Buch- und PBS-Fachhandel vertreiben, war die Situation auch im Jahr 2023 angespannt. Zwar wurde der Fachhandel ebenfalls weitgehend zufriedenstellend frequentiert, allerdings stark abhängig vom Handelsumfeld und der Lage der Geschäfte. Viele kleine Fachhändler öffneten Ihre Türen nicht mehr, da die Pandemie für Geschäftsaufgaben gesorgt hat. Die Fachhandelslandschaft schmilzt. Die Kundenströme haben sich auch in 2023 in Richtung Onlinehandel, Drogerien und LEH-Landschaft bewegt.

Der Preisanstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe setzt sich fort und hält im Kalenderjahr 2023 an. Hinzu belastet die Entwicklung der Branche der zunehmende Fachkräftemangel, die steigenden Lohnkosten und die Erhöhung des Mindestlohnes als weiterer stark zunehmender Kostenfaktor.

Insgesamt ist derzeit davon auszugehen, dass sich die makroökonomischen Effekte weiter negativ auf die Unternehmen der Druck- und Medienindustrie auswirken werden. In welchem Maße sich dies allerdings in den Produktions- und Umsatzzahlen niederschlägt, ist aufgrund der vielen politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in der derzeitigen Situation schwer einzuschätzen. Es bleibt abzuwarten, wie sich insbesondere die Energieversorgungssicherheit und die Lieferkettenprobleme in den kommenden Monaten weiterentwickeln.

Die Beliebtheit der Glückwunschkarte als Kommunikationsmittel hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 bestätigt. Aufgrund der produktionstechnischen Weiterentwicklung der Cactus GmbH etablieren wir uns immer stärker auch im höherpreisigen Marktsegment der "Handmade - Karten" und können nachhaltig steigende Absätze verzeichnen.

Langfristig wird die größere Absatzmenge an Karten im Niedrigpreissektor umgesetzt werden. Das mittlere Preissegment verliert seinen Wettbewerbsvorteil, da nun auch der Niedrigpreissektor eine breite Auswahl an trendkonformen und qualitativ hochwertig produzierten Karten anbieten kann. Es ist zu beobachten, dass Mitbewerber, die in diesem Segment aufgrund des Strategiedefizits ("stuck in the middle") positioniert sind, vom Markt verschwinden. Im Gegenzug schafft diese Bereinigung des Marktes weitere Wachstumspotenziale für die Cactus GmbH.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsverlauf 2023 können wir auf ein positives Jahr zurückblicken. Bei unseren wichtigsten Kunden konnten wir die Erwartungen zu den Absatz- und Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr erreichen. Margenschwache Geschäfte wurden im Geschäftsjahr eingestellt und der Ausbau von margenträchtigen Kundenbeziehungen weiter forciert. Durch Stärkung des Vertriebs sowie die Vorbereitung der Übernahme eines Mitbewerbers konnten wir bereits im Geschäftsjahr 2023 positive Signale vom Markt erhalten, die sich in 2024 konkretisieren werden. Die gestiegenen Einkaufspreise für Personal, Energie und Rohstoffe können nur begrenzt an Kunden weitergegeben werden. Die gestiegenen Preise belasteten auch im Geschäftsjahr 2023 die Ertragslage.

Ertragslage

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 wurde durch eine nachhaltige Optimierung der Lager- und Produktionsprozesse sowie eine effizientere Gestaltung des Sortimentes positiv beeinflusst. Die Umsätze haben sich um 10,9 % erhöht. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein, wurden im Geschäftsjahr 2023 zukunftsgerichtete Investitionen gestartet. Durch die stetige Steigerung der Lohnkosten ist eine Erhöhung der Produktionskosten weiterhin absehbar. Produktveränderungen wurden forciert, um die steigenden Lohnkosten aufzufangen. Die Beendigung von Kundenbeziehungen mit negativem Deckungsbeitrag wirkte sich durch die damit verbundenen Kosteneinsparungen positiv auf unsere Ertragslage aus.

Im Berichtszeitraum 2023 erzielte die Cactus GmbH Umsatzerlöse von 17.610 TEUR (2022: 15.887 TEUR) bei gleichzeitig gesunkener Materialaufwandsquote 29,0% (2022: 30,8%). Das Rohergebnis konnte auf 12.616 TEUR verbessert werden (2022: 11.135 TEUR).

Im Berichtszeitraum 2023 waren durchschnittlich 149 Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalaufwendungen mit 4.720 TEUR haben sich aufgrund gestiegener Lohnkosten gegenüber dem Vorjahr um 414 TEUR erhöht. Die Abschreibungen liegen mit 322 TEUR um 14 TEUR unter dem Vorjahr. In 2023 wurde im Wesentlichen in technische Anlagen und Maschinen mit längerer Nutzungsdauer investiert. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Anstieg auf 6.669 TEUR (i.Vj. 5.724 TEUR) zu verzeichnen. Hier erhöhten sich insbesondere Kosten der Warenabgabe (+ 634 TEUR) sowie verschiedene betriebliche Kosten (+ 251 TEUR). Unter Berücksichtigung der Steuern von Einkommen und vom Ertrag und sonstigen Steuern in Höhe von 277 TEUR (i.Vj. 230 TEUR) wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 628 TEUR erzielt (i.Vj. 521 TEUR).

Finanzlage

Die Finanzlage ist als solide zu bezeichnen. Unsere Forderungen werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt. Die Eingangsrechnungen werden jeweils skontiert. Die bestehenden Kreditlinien wurden nur teilweise beansprucht. Zum Jahresende betrugen die liquiden Mittel 20 TEUR (i.Vj. 1.253 TEUR). Der Rückgang der liquiden Mittel ist insbesondere auf die höhere Investitionstätigkeit in 2023 sowie der planmäßigen Tilgung von Darlehen zurückzuführen.

In der Creditreformbewertung wird unser Bonitätsindex weiterhin innerhalb der besten Risikoklasse sehr gut bewertet und spiegelt die geordnete Finanzlage wider (Stand Oktober 2024).

Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist geordnet. Die Stabilität in der Struktur unseres kurz- und langfristigen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten ist vorhanden.

Die Bestände an Fertigwaren und teilweise auch für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe haben sich erhöht von 3.382 TEUR (2022) auf 3.976 TEUR. Ursache ist im Wesentlichen der Einfluss des Nah-Ost-Konfliktes sowie des Ukraine-Krieges auf die Lieferketten. Das nötigte uns in 2023 die Sicherheitsbestände unserer Vorräte zu erhöhen, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 62,53 % (i.Vj. 56,2 %). Dem Eigenkapital stehen Forderungen gegenüber der Geschäftsführung und an nahestehenden Unternehmen gegenüber.

Das Bilanzvolumen ist leicht von 11.458 TEUR (2022) auf 11.304 TEUR im Geschäftsjahr 2023 gesunken.

Prognosebericht

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik unseres Unternehmens zu erwarten. Die erreichte Marktposition ist gefestigt und bietet ausreichend Potential für weiteres Wachstum. Wir werden auch in Zukunft in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die Gewinnung neuer Kunden wurde weiterhin systematisch gesteuert und umgesetzt. Margenschwache Kunden wurden nicht mehr bedient. Mit dem Kauf eines Mitbewerbers und die Übernahme des Sortiments sowie der Kundenbeziehungen im Lebensmitteleinzelhandel in den Unternehmensverbund der Cactus-Gruppe erwarten wir in 2024 auch für die Cactus GmbH ein signifikantes Umsatzwachstum.

Bei der Planung des Geschäftsjahres 2024 sind wir aufgrund der nicht vorhersehbaren Preisentwicklung der Einkaufspreise für Energie und Rohstoffe von einem stabilen Umsatzentwicklung gegenüber den Jahreswerten von 2023 ausgegangen. Interne Umstrukturierungen, die Finanzierung des Wachstums und die damit verbundene Überarbeitung der Prozesse werden das Ergebnis in 2024 belasten, sodass wir ein deutlich niedrigeres Ergebnis als in 2023 erwarten.

Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die finanzwirtschaftliche Situation in Deutschland verschlechtert sich kontinuierlich und dadurch wird die Konjunktur weiterhin geschwächt. Die wirtschaftliche Situation und die Nachfrage unserer Kunden werden negativ beeinflusst. Wir gehen davon aus, dass der Preiseinstieg bei der Grußkarte wieder mehr in den Fokus rückt und Grußkarten im Niedrigpreissegment an Marktanteil gewinnen werden.

Ertragsorientierte Risiken

Dem Wettbewerb am Markt begegnen wir mit Prozessoptimierung innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette, Wachstum und überdurchschnittlichen Service. Wir gehen davon aus, dass unsere Marktanteile stabil bleiben.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage ist gut und innerhalb des geplanten Wertekorridors. Eventuellen Engpässen werden während der geplanten Wachstumsphase durch kurzfristige Kapitalaufnahmen begegnet.

Chancenbericht

Auf Grund solider, qualitätsbewusster Lieferanten und langfristiger Vereinbarungen und Geschäftsbeziehungen sehen wir auf der Beschaffungsseite für unser Unternehmen keine signifikanten Risiken. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen um.

Dem Wettbewerb am Markt begegnen wir durch Zuverlässigkeit, ständiger Prozessoptimierung und herausragenden Service sowie durch neue Produktideen und Konzepte. Unsere eigenen Produktionsstätten geben uns auch für die Zukunft die Gewähr für ein optimales Preis-Leistungsverhältnis unserer Ware am Markt.

Gesamtaussage

Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer positiven Absatz- und Umsatzentwicklung. Die Cactus GmbH ist finanziell gut aufgestellt und wird das Geschäftsjahr 2024 trotz der Kriegssituation in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der steigenden Bezugspreise gut bewältigen. Wir beurteilen auch die weitere finanzielle Entwicklung unseres Unternehmens für 2024 und die Folgejahre positiv.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über ein Mahnwesen, sodass Forderungsausfälle in unserem Unternehmen die Ausnahme darstellen.

Alle Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Alle Kreditlinien sind ausreichend bemessen, abgesichert und gewährleisten eine durchgehende Liquidität.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität unserer Kunden.

 

Baden-Baden, den 25. Oktober 2024

Walter Josef Steger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 2.485.734,50 2.154.331,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 67.439,00 59.844,00
II. Sachanlagen 1.268.295,50 944.487,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.001,00 2.507,00
2. technische Anlagen und Maschinen 731.840,00 458.015,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 524.007,00 483.965,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.447,50
III. Finanzanlagen 1.150.000,00 1.150.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.150.000,00 1.150.000,00
B. Umlaufvermögen 8.800.335,62 9.292.710,73
I. Vorräte 3.976.016,71 3.382.128,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.804.098,27 4.658.123,70
1. Forderungen gegen Gesellschafter 263.364,88 316.009,17
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.671,67 143.871,08
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.538.061,72 4.198.243,45
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 20.220,64 1.252.458,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.594,44 10.739,50
Aktiva 11.303.664,56 11.457.781,23

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 7.067.712,43 6.439.632,68
I. Gezeichnetes Kapital 357.400,00 357.400,00
II. Kapitalrücklage 25.000,00 25.000,00
III. Gewinnrücklagen 2.032.989,68 2.032.989,68
IV. Gewinnvortrag 4.024.243,00
V. Jahresüberschuss 628.079,75
VI. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 4.024.243,00
davon Gewinn-/Verlustvortrag 3.503.436,11
B. Rückstellungen 1.411.616,73 1.845.875,16
C. Verbindlichkeiten 2.824.335,40 3.172.273,39
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.371.049,03 1.875.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 246.049,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.125.000,00 1.875.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 49.293,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 49.293,89
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 633.169,89 483.588,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 633.169,89 483.588,21
4. sonstige Verbindlichkeiten 770.822,59 813.685,18
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 743.626,09 725.039,09
Passiva 11.303.664,56 11.457.781,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 12.615.514,32 11.135.160,49
2. Personalaufwand 4.720.333,28 4.305.911,03
a) Löhne und Gehälter 3.902.600,76 3.599.162,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 817.732,52 706.748,42
davon für Altersversorgung 3.631,02 3.755,90
3. Abschreibungen 322.327,56 336.349,93
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 322.327,56 336.349,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.668.521,51 5.723.600,79
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.635,17
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 111.014,04 51.253,70
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 110.378,93 69.392,41
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 275.428,07 229.037,71
8. Ergebnis nach Steuern 629.539,01 522.122,32
9. sonstige Steuern 1.459,26 1.315,43
10. Jahresüberschuss 628.079,75 520.806,89
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.503.436,11
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 4.024.243,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.11.2024 festgestellt.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde aufgestellt gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG.

Die Gesellschaft nimmt, die für mittelgroße Gesellschaften geltenden Angaben Erleichterungen in Anspruch.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht Cactus GmbH
Firmensitz laut Registergericht Baden-Baden
Registereintrag Handelsregister Registergericht Mannheim
Registergerichtsnummer 715688

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Auf die einzelnen Posten angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen zwischen 2 und 10 Jahren.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 25 Jahre) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Lohneinzelkosten, die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Zur verlustfreien Bewertung wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bzw. unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Abgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Gutschriften mit T€ 939 (Vorjahr: T€ 669), Schadensersatzansprüchen aus einem Abnahmevertrag mit T€ 200 ( Vorjahr: T€ 100), Verpflichtungen aus dem Personalbereich mit T€ 125 (Vorjahr: T€ 204) sowie übrige Posten mit T€ 148 (Vorjahr: T€ 51).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Angabe zu den Restlaufzeitvermerken

Forderungen Gesamtbetrag 31.12.2023 RLZ < 1 Jahr 31.12.2023 RLZ > 1 Jahr 31.12.2023
in T€ in T€ in T€
aus Lieferungen und Leistungen 1.825,5 1.825,5 0,0
gegenüber verb. Unternehmen 2,7 2,7 0,0
gegenüber Gesellschafter 283,4 283,4 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 2.713,5 2.713,5 0,0
Summe 4.804,1 4.804,1 0,0

Verbindlichkeiten

Angabe zu den Restlaufzeiten und der Sicherungsrechte

Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 31.12.2023 > 1 Jahr 31.12.2023 bis 1 Jahr 31.12.2022 > 1 Jahr 31.12.2022
in T€ in T€ in T€ in T€
gegenüber Kreditinstituten 996,0 375,0 375,0 1.500,0
Lieferungen und Leistungen 207,5 0,0 347,8 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 633,2 0,0 483,6 0,0
gegenüber Gesellschafter 49,3 0,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 549,4 13,9 438,7 27,2
Summe 2.435,4 388,9 1.645,1 1.527,2

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt T€ 1.152,2 (Vorjahr: T€ 1.963,6) durch Sicherungsübereignung von Maschinen sowie von Forderungen (Globalzession) gesichert, davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 1.125,0 (Vorjahr: T€ 1.875,0) (Sicherungsübereignung von Forderungen/Globalzession) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 27,2 (Vorjahr: T€ 88,6) (Sicherungsübereignung von Maschinen).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 845,0 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinne bzw. Verluste aus Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Verluste aus Währungsumrechnung von € 0,00 (Vorjahr: € 1.635,17).

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Anzahl
Arbeiter 109
Angestellte 38
leitende Angestellte 2
durchschnittliche Beschäftigte Arbeitnehmer 149

Namen der Geschäftsführer

Während des Geschäftsjahrs waren folgende Personen als Geschäftsführer angestellt:

 

Steger Josef, Walter ab 12.02.1990 Kaufmann

 

Klebsch Michael ab 01.11.2022 bis 08.07.2024 Kaufmann

Von dem Wahlrecht gemäß § 286 Absatz 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Gewährte Kredite an Geschäftsführer

Die an den Geschäftsführer gewährten Kredite werden jährlich mit 4,5% verzinst und haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in T€
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 324,0
im Geschäftsjahr neu gewährte Kredite 331,6
im Geschäftsjahr zurückbezahlte Kredite 11,2
Stand zum Ende des Geschäftsjahres 644,4

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist zu folgenden Unternehmen Bericht zu erstatten:

Unternehmensname / Sitz Anteil in Jahresergebnis Eigenkapital in
% T€ T€
Cactus Cards / Baden-Baden 100,0 72,2 191,3
Cactus Service & Vertriebs GmbH / Baden-Baden 100,0 -6,8 144,2
Jiangyin Robinson Gift & Co. Ltd / Jiangyin City 100,0 -151,9 660,7

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 628.079,75 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Baden-Baden, den 25. Oktober 2024

Walter Josef Steger

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht habe ich den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cactus GmbH, Baden-Baden:

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Cactus GmbH, Baden-Baden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Cactus GmbH, Baden-Baden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Waldbronn, den 25. Oktober 2024

gez. Stefan Anderer, Master of Arts (M. A.), Wirtschaftsprüfer

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