biolitec pharma Ltd. Zweigniederlassung Jena
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Erhard Hammans seit 28.12.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jenabatteries GmbHJenaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bilanz zum 31. Dezember 2020AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang zum 31. Dezember 20201. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Jenabatteries GmbH hat ihren Sitz in Jena. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter HRB 508771 eingetragen. 2. Allgemeines Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des VermAnIG und des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG). Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 326 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert, was der bisherigen Handhabung entspricht. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung im Jahresabschluss zu verbessern, werden die Davon-Vermerke der Bilanz einheitlich im Anhang ausgewiesen. Des Weiteren wurde zur verbesserten Darstellung in der Bilanz die Position D. 3. "Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen" eingefügt und der Vorjahresbetrag aus den Sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. In Höhe der bilanziellen Überschuldung wurden für Verbindlichkeiten von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie von fremden Dritten Rangrücktritte ausgesprochen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Aktivierungswahlrecht für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 255 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Sie werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Die Eigenschaft als aktivierungsfähiger Vermögensgegenstand konkretisieren wir für unsere Entwicklungsprojekte anhand jeweils individuell bestimmter Ziele im Rahmen einer detaillierten Gesamtplanung. Die Erreichung der Zielvorgaben wird durch ein Projektcontrolling laufend überwacht. Das Sachanlagevermögen und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer angesetzt. In den Abschreibungen ist eine außerplanmäßige Abschreibung auf Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 404 enthalten. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Bankguthaben wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 4. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung im Geschäftsjahr im Anlagespiegel (Anlage A. III. 5.) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr, mit Ausnahme von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 22), eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sie entstanden rechtlich vor dem Abschlussstichtag. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2) entstanden rechtlich nach dem Abschlussstichtag. Verbindlichkeiten
Legende: EV: branchenübliche Eigentumsvorbehalte n/a: keine Sicherungsbestellungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Ausschüttungssperre In Höhe folgender Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre:
5. Sonstige Angaben Durchschnittliche Mitarbeiterzahl (§ 285 Nr. 7 HGB) Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich nachfolgende Arbeitnehmer (ohne Organmitglieder) beschäftigt:
Mitglieder der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 HGB) Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB nicht befreit.
Jena, den 6. April 2021 Dr. Olaf Conrad Anlagespiegel zum 31. Dezember 2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020A. Grundlagen der Gesellschaft Die JenaBatteries GmbH ist ein innovatives Unternehmen im Bereich großformatiger Energiespeicher ab einer Batteriegröße von 100 kWh mit Sitz in Jena. Wir entwickeln und produzieren sichere und skalierbare metallfreie Redox-Flow-Batterien, deren erster Markteintritt für 2021 vorgesehen ist. Leistung und Kapazität unserer Batterien sind einfach skalierbar - sie sind weder brennbar noch explosiv und verwenden weder Schwermetalle noch aggressive Säuren. Sie tragen somit zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Energiewende bei. B. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Zukunftsaussicht für Stromspeicher als Kernbaustein eines Zuwachses an Erneuerbaren Energien weltweit weiter an Dynamik gewonnen. Prognosen verschiedener Studien rechnen mit einem nachhaltigen Wachstum von rund 30% pro Jahr bis 2030. Dies entspricht einer Verdoppelung alle drei Jahre in den 2020'er Jahren. Damit wächst der globale Speichermarkt auf ca. 3.600 GWh im Jahr 2030, wovon allein 450 GWh auf stationäre Speicher entfallen (McKinsey, 2020). Die Li-Ionen-Technologie hat über die drei wesentlichen Märkte E- Mobilität, stationäre Speicher und portable Elektronik weiterhin den größten Marktanteil. Zunehmend rücken für den Bereich der stationären Speicher aber auch alternative Technologien in den Fokus, wobei als Treiber Versorgungssicherheit, Preisdruck und ethische Kriterien identifiziert werden können. Diese Entwicklung ist für Jenabatteries sehr positiv, weil unsere Technologie ohne Verwendung versorgungskritischer Rohstoffe anwendungskompatible Alternativlösungen liefert. Unser Heimatmarkt Deutschland und unsere direkten Nachbarländer bieten einen technologieaffinen, gut entwickelten Eintrittsmarkt, in dem verschiedene Zielkundengruppen sowie wirtschaftliche, politische und rechtliche Rahmenbedingungen relativ niedrige Markteintrittsschwellen für neue, disruptive Technologien bereitstellen. In unserem Technologiesegment der metallfreien, stationären Stromspeicher sind wir der anerkannte Technologieführer (Lux Research, 2018) und damit unter den Top 5 der Flow-Batterie-Start-ups (StartUs Insights, 2019). Nachdem wir im Jahr 2019 die weltweit erste Großbatterie mit metallfreien Speichermaterialien öffentlich demonstrieren konnten, haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr an der Entwicklung des ersten seriennahen Prototypen mit einer Zielkapazität von 400 kWh gearbeitet. Dieser ist die Grundlage für die Markteinführung der ersten Produktgeneration. 2. Geschäftsverlauf Die Produktentwicklung unserer Redox-Flow-Batterie hat sich gegenüber den Planungen im Geschäftsjahr verzögert, so dass der Abschluss von Kooperationsverträgen mit Partnern für die Realisierung von Pilotprojekten verschoben wurde. Es wurden daher wie in den Vorjahren und in Abweichung vom Geschäftsplan noch keine relevanten Umsatzerlöse erzielt. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr gesteigerten Entwicklungsaktivität, dem damit einhergehenden Personalaufbau sowie einer Erhöhung von Zinsaufwendungen und Abschreibungen hat sich das Jahresergebnis von EUR -1,6 Mio. im Vorjahr auf EUR -2,4 Mio. im Berichtsjahr verschlechtert, liegt aber, insbesondere aufgrund der Aktivierung von Entwicklungskosten, deutlich über dem im Vorjahr prognostizierten Wert. Die aufgelaufenen Kosten wurden im Wesentlichen durch Nachrangdarlehen mit vorinsolvenzlicher Durchsetzungssperre mit der Bezeichnung "JB Emission 1" finanziert (€ 4,2 Mio.). Die Geschäftsleitung beurteilt die Entwicklung des Geschäftsverlauf insgesamt als langsamer als erwartet. Im Jahr 2020 wurden einige wichtige Fortschritte bei der Überführung der Technologie der metallfreien Redox-Flow-Batterie aus dem Demonstrationsstadium zum Produkt gemacht: • Weiterentwicklung der Baugruppendesigns und Materialkombinationen in Vorbereitung auf eine Serienfertigung des BASIS-Batteriemoduls
• Aufbau eines seriennahen Prototyps unter Verwendung der neuen Baugruppendesigns mit den Zielwerten
Darüber hinaus konnte die BASF als leistungsfähiger Lieferant für einen metallfreien Speicherstoff gewonnen werden. Weiterhin ist hervorzuheben, dass JenaBatteries im Berichtsjahr die Zertifizierung zum Fachbetrieb nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) erlangt hat und nunmehr über die Fachbetriebszulassung zum Errichten, Instandsetzen, Stilllegen und Innenreinigen von Redox-Fluss-Batterien verfügt. Rainer Zepke, ehemaliger Finanzvorstand der Wirthwein AG, war seit August 2020 alleinvertretungsberechtigter Interimsgeschäftsführer mit Zuständigkeit für die Bereiche Vertrieb und Finanzen. Er unterstützte die Arbeiten des Geschäftsführers Dr. Olaf Conrad und legte das Amt planmäßig im Dezember 2020 nieder. Weiterhin wurde im Berichtsjahr die Gesellschafterstruktur konsolidiert. Durch die Übernahme der letzten noch in Gründerhand liegenden Anteile und interne Umschichtungen haben die beiden Hauptgesellschafter, Ranft Immobilien GmbH und Wirthwein AG, je 48% der Gesellschaftsanteile erlangt. Parallel haben sich die beiden Geschäftsführer zu je 2% beteiligt. Ergänzt wurde die Neuordnung durch eine Neufassung der Gesellschaftssatzung. 3. Lage des Unternehmens a) Ertragslage Das Jahresergebnis verringerte sich aufgrund der oben dargestellten Faktoren von EUR -1,6 Mio. im Vorjahr auf EUR -2,4 Mio. im Berichtsjahr. Die Personalaufwendungen stellen mit EUR 1,5 Mio. die größte Aufwandsposition dar, die sich im Berichtsjahr durch Personalzugänge um 59% bzw. TEUR 553 gegenüber dem Vorjahr erhöht hat. Darüber hinaus sind die Abschreibungen inkl. außerplanmäßiger Abschreibungen um TEUR 489 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 291 gestiegen. Dieser Kostenerhöhung stehen Erhöhungen bei den aktivierten Eigenleistungen um TEUR 398 und bei den sonstigen betrieblichen Erträgen (inkl. neutralen Erträgen) um 317 TEUR sowie eine Absenkung des Materialaufwands um TEUR 231 gegenüber. Aufgrund des erneut höheren Finanzierungsbedarfs im Berichtsjahr hat sich auch das Finanzergebnis um TEUR 404 auf TEUR -545 vermindert. Das operative Betriebsergebnis (vor Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr damit TEUR -2.666 und konnte durch das erneut positive neutrale Ergebnis in Höhe von insgesamt TEUR 291 nur teilweise kompensiert werden. b) Finanzlage Der operative Cash-Flow betrug in 2020 TEUR -1.558 und resultiert insbesondere aus dem negativen Jahresergebnis vor Abschreibungen. Er hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR -2.006) deutlich verbessert. Des Weiteren führten Investitionen in das Anlagevermögen, insbesondere für die eigene Entwicklung eines Prototypen, zu einem negativen Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -2.303 (Vorjahr TEUR -352). Die negativen Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitionstätigkeit wurden durch den positiven Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit (TEUR 4.591 / Vorjahr TEUR 2.204) vollständig gedeckt. Zum Bilanzstichtag ist der Finanzmittelfonds damit unter Anrechnung des Vorjahreswertes von TEUR 303 mit TEUR 1.033 weiterhin positiv. Es gibt auch weiterhin keine Finanzierungsschulden in Form von langfristigen Bankdarlehen - die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Nachrangdarlehen von Dritten, öffentliche Mittel in Form von Investitionszuschüssen und durch Gesellschafterdarlehen. Von den zugesagten Gesellschafterdarlehen i. H. v. TEUR 5.400 waren zum 31.12.2020 TEUR 4.900 ausgezahlt. Davon sind TEUR 1.500 zuzüglich Zinsen endfällig zum 29.11.2023, TEUR 3.400 zuzüglich Zinsen sind zum 31.12.2021 endfällig. Die Mindestverzinsung der Gesellschafterdarlehen liegt zwischen 2% und 3%. Die Finanzierung der noch erforderlichen Entwicklungskosten für die Redox-Flow-Batterie soll künftig über externe Finanzierungen gesichert werden. Mit Schreiben vom 15.12.2020 haben wir von der BAFIN die Genehmigung erhalten, eine externe Finanzierung durch Emission einer Vermögensanlage mit einem Nennbetrag von TEUR 1.500 in Form eines Nachrangdarlehens mit vorinsolvenzlicher Durchsetzungssperre zu realisieren. Darüber hinaus ist eine weitere Finanzierung durch Kapitalerhöhung und Zuzahlung in die Kapitalrücklage im zweiten Halbjahr 2021 geplant. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr durch eine Patronatserklärung der Gesellschafter abgesichert und zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen zu Buchwerten hat sich im Berichtsjahr von € 1,7 Mio. auf € 2,8 Mio. erhöht. Der Anstieg beruht auf Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (€ 1,3 Mio.) und in Sachanlagen (€ 0,5 Mio.). Die Abschreibungen sind, auch aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung auf technische Anlagen, ebenfalls von € 0,2 Mio. auf € 0,7 Mio. angestiegen. Dem Anlagevermögen stand im Vorjahr auf der Passivseite ein Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von € 0,5 Mio. entgegen, der im Geschäftsjahr analog zur außerplanmäßigen Abschreibung des Anlageguts vollständig aufgelöst wurde. Die Investitionen in das Anlagevermögen wurden hauptsächlich durch ausgereichte Nachrangdarlehen finanziert. Das Umlaufvermögen erhöhte sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund höherer Vorratsbestände und liquider Mittel auf insgesamt € 1,4 Mio., wobei sich die sonstigen Vermögensgegenstände im Vorjahresvergleich verringert haben. Das buchmäßige Eigenkapital hat sich ergebnisbedingt um € -2,4 Mio. auf € -6,5 Mio. vermindert. Die Buchüberschuldung wurde durch einen Rangrücktritt auf Gesellschafter- und Nachrangdarlehen in Höhe von insgesamt rd. 9 Mio. beseitigt. Auf die Summe der mit Rangrücktritt behafteten Darlehen entfallen € 4,2 Mio. auf Gesellschafterdarlehen. Die Gesamtvaluta der Gesellschafterdarlehen beläuft sich dabei auf insgesamt € 5,2 Mio. Des Weiten wurden im Geschäftsjahr Nachrangdarlehen der JB Emission 1 in Höhe von € 4,2 Mio. ausgereicht. Inklusive einem bereits per 31.12.2019 gewährten Nachrangdarlehen in Höhe von € 0,3 Mio. und zum Bilanzstichtag passivierter Zinsen beläuft sich die Summe der Nachrangdarlehen auf insgesamt € 4,8 Mio. Von den insgesamt zum Bilanzstichtag mit Rangrücktritt versehenen Darlehen in Höhe von rd. € 9 Mio. haben € 3,3 Mio. an Gesellschafterdarlehen eine vertraglich vereinbarte Restlaufzeit bis zum 31.12.2021. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen war analog zur erwähnten außerplanmäßigen Abschreibung auf ein technisch veraltetes Anlagengut in voller Höhe (€ 0,5 Mio.) aufzulösen. Die Rückstellungen haben sich von € 0,3 Mio. zum Bilanzstichtag auf € 0,4 Mio. erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind, wie bereits im Vorjahr, zum Bilanzstichtag von untergeordneter Bedeutung. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten für bereits vereinnahmte Zuschüsse aus Fördermitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. d) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft Zusammengefasst zeigt die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage, dass sich die Jenabatteries GmbH als Start-up-Unternehmen zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts aufgrund der anhaltenden Entwicklungsphase ihres Produktes weiterhin in einer finanziellen Abhängigkeit gegenüber ihren Gesellschaftern und weiteren Kapitalgebern befindet. C. Prognosebericht 1. Risiken Das Risiko einer Bestandsgefährdung durch Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit sehen wir für das Geschäftsjahr 2021 durch eine Patronatserklärung der Gesellschafter vom 01.02.2021 als beseitigt an. Die Gesellschafter haben zugesagt, den Finanzierungsbedarf für das Geschäftsjahr 2021 durch Gewährung weiterer Darlehen zu decken, sofern dies für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes und die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft erforderlich ist. Des Weiteren beabsichtigen wir, den Finanzbedarf der Jenabatteries GmbH bis zum geplanten Break Even im Jahr 2025 durch Kapitalerhöhung im Rahmen einer Finanzierungsrunde sowie die Emission mindestens einer weiteren Vermögensanlage in Form eines Nachrangdarlehens mit einem Nennbetrag von TEUR 1.500 zu decken. Sollte sich ein höherer Finanzbedarf als der in der Planung für 2021 prognostizierte ergeben und dieser von den Gesellschaftern durch die Emission der Vermögensanlage oder Einzahlungen neuer Investoren in die Kapitalrücklage nicht gedeckt werden können, wäre die Fortführung der Gesellschaft gefährdet. Dies sehen wir jedoch als nicht wahrscheinlich an. Obwohl sich seit Ausbruch der Corona-Virus-Epidemie im Frühjahr 2020 die weltwirtschaftliche Lage etwas stabilisiert hat, ist jedoch auch im Jahr 2021 weiterhin mit pandemiebedingter Unsicherheit und Volatilität zu rechnen. Einerseits bremsen insbesondere die "Lockdowns" die Erholung der Wirtschaft, andererseits besteht aufgrund weiterhin hoher Infektionszahlen und der Verbreitung von Virusmutationen ein Ausfallrisiko. In dieser Gemengelage flüchtet sich Investorenkapital tendenziell aus risikoreichen in risikoärmere Anlageformen. Neben technischen Risiken in der Batterieentwicklung kann auch dies Auswirkungen auf den Erfolg unserer Emission einer Vermögensanlage sowie bei der Suche nach zukünftigen Investoren haben. Außerdem beschäftigt die Pandemie die politisch Handelnden, die Öffentlichkeit und die Privatwirtschaft weiterhin stark, so dass die in der Vergangenheit hohe Aufmerksamkeit für die Themen Erneuerbare Energien, Klimaschutz und CO 2 -Reduzierung abgenommen hat. Dies kann zu einer Verlangsamung der prognostizierten Wachstumsraten im Stromspeichermarkt führen und somit auf lange Sicht auch die Absatzzahlen von JenaBatteries verringern. Für 2021 rechnen wir mit dem Abschluss von Kooperationsverträgen mit Partnern für die Realisierung von Pilotprojekten in einem kombinierten Volumen von 200 kW Leistung und 800 kWh Kapazität, für das im laufenden Geschäftsjahr mit Umsatzerlösen aus Projektanzahlungen in Höhe von 600.000 EUR geplant wird. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und technikbedingte Herausforderungen bergen das Risiko, dass es nicht oder in einem geringeren Umfang zum Abschluss solcher Kooperationsverträge kommt, Preisänderungen nötig werden und die Umsatzerlöse nicht oder in geringerer Höhe realisiert werden können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen den Personalstamm deutlich ausgebaut, um die Überführung der Batterietechnologie zum Serienprodukt weiter voranzutreiben. Auch für 2021 ist ein weiterer Personalaufbau geplant. In diesem Zusammenhang wird das potentielle Risiko einer hohen Mitarbeiterfluktuation aufgrund der positiven Grundstimmung durch die erkennbaren technischen Fortschritte und zunehmende öffentliche Sichtbarkeit des Unternehmens weiterhin als gering eingeschätzt. Die Werbung neuer qualifizierter Mitarbeiter gestaltet sich aufgrund der demographischen Entwicklung und der niedrigen Arbeitslosenquote in Deutschland zunehmend schwierig. Damit besteht insbesondere das Risiko eines langsamer als geplanten Aufbaus einer Batterieproduktion sowie eines Vertriebs- und Zuliefernetzwerks, da wir die dafür notwendige Kompetenz durch Neueinstellung gewinnen müssen. Grundsätzlich besteht weiterhin aufgrund der dünnen Personaldecke das Risiko des plötzlichen Verlusts von Know-How durch den Weggang von Schlüsselmitarbeitern. Diesem Risiko wirkt die Geschäftsleitung durch den schrittweisen Aufbau einer gezielten Überlappung von Kompetenz- und Zuständigkeitsbereichen der Schlüsselmitarbeiter sowie der Förderung und Schulung von weniger erfahrenen Mitarbeitern teilweise entgegen. Die für 2021 geplanten Installationen von Pilotprojekten werden erweiterte Erkenntnisse aus dem Betrieb unserer Stromspeicher unter realen Bedingungen liefern, welche die grundsätzlich positiven Ergebnisse aus der Installation im Jahr 2019 sowie die Erfahrungen beim Aufbau des seriennahen Prototyps im Jahr 2020 ergänzen. Dabei besteht das Risiko, dass bislang unerkannt gebliebene technologische Herausforderungen die geplante Markteinführung weiter verzögern könnten. Zu Beginn des Jahres 2020 konnte, als wichtiger Schritt für die Batteriekommerzialisierung, die BASF als leistungsfähiger Partner für die Skalierung der Produktion eines metallfreien Speicherstoffs gewonnen werden. Neben diesem Stoff müssen auch die Produktionsprozesse aller anderen Batteriekomponenten skaliert werden. Bei diesen Industrialisierungsschritten besteht das Risiko, dass benötigte Rohstoff-, Komponenten- und Bauteilmengen nicht in notwendigem Maße oder zu geplanten Kosten beschafft werden können. Auch der Aufbau eigener Fertigungskapazitäten für die Batteriecontainer ist risikobehaftet. Insbesondere sei hier auf die Finanzierung sowie die Entwicklung der notwendigen Fertigungstechnologie hingewiesen. 2. Chancen Unsere Chancen sehen wir insbesondere in unserer hochqualifizierten, erfahrenen und motivierten Mannschaft, dem bisher erarbeiteten Know-how und der rasanten Entwicklung des Speichermarktes. Das für den Stromspeichermarkt durch zahlreiche Studien prognostizierte nachhaltige Wachstum kann sich auch weiterhin positiv auf Jenabatteries auswirken. Hierbei sind vor allem die inhärenten Vorteile der Redox-Flow-Technologie, steigende Investitionen in erneuerbare Energien und eine hohe Nachfrage aus dem Versorgungssektor als Markttreiber zu nennen. Den Nachteilen klassischer Redox-Flow-Systeme, wie z.B. der starken Rohstoffpreisschwankungen der Vanadium-RFB als auch der knappen Ressourcenlage, kann die metallfreie Batterie dank neuer Materialien und alternativer Rohstoffquellen begegnen, so dass sich langfristig eine breite Palette an Anwendungsgebieten eröffnen wird. Branchenweit werden insbesondere Versorgungsunternehmen (600 Mio. USD Markt in 2023 laut MarketsAndMarkets, 2018), industrielle Einsatzfelder (250 Mio. USD) und Ladestationen für Elektroautos (60 Mio. USD) als Zielmärkte für Redox-Flow-Batterien betrachtet. Neuere Studien sehen ein Marktwachstum von rund 23% und eine globale Marktgröße von USD 1,2 Mrd. bis zum Jahr 2027. Die fortschreitende Systementwicklung der Jenabatteries wird entsprechend Planung diese Einsatzfelder bedienen können. Um stets Zugang zu aktuellen technologischen Neuerungen und gut ausgebildetem Fachpersonal zu erhalten, kooperiert Jenabatteries eng mit Universitäten und Forschungseinrichtungen (vgl. Abschnitt D). Dies ermöglicht einen kontinuierlichen Aufbau an Know-How und Erfahrung im Unternehmen. Neben unternehmensinternen Kräften sehen wir die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern in unserer Lieferkette als eine Chance für die weitere Entwicklung und die sichere Versorgung mit kritischen Komponenten. 3. Prognosebericht Vor dem Hintergrund der geplanten Abschlüsse von Kooperationsvereinbarungen zur gemeinsamen Realisierung von Pilotinstallationen gehen wir heute von Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 600 für das Jahr 2021 aus. Die Investitionen werden gegenüber dem Berichtsjahr auf ca. EUR 1,5 Mio. zuzüglich selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände steigen und hauptsächlich für den Aufbau von Produktionsanlagen inkl. Qualitätssicherung, im Bereich Forschung und Entwicklung sowie für den Ankauf, die Anmeldung und Pflege von Patentschutzrechten fließen. Aufgrund der weiterhin kostenintensiven Entwicklungsphase sowie der hohen Markteinführungskosten erwarten wir trotz der Aufnahme von Verkaufsaktivitäten für das Jahr 2020 ein wachsend negatives Jahresergebnis in Höhe von ca. EUR -5,8 Mio. bis -6,0 Mio. D. Forschungs- und Entwicklungsbericht Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt der Aktivitäten auf der Entwicklung des metallfreien Redox-Flow-Batterie-Systems. In diesem Zusammenhang wurden auch F&E-Leistungen von Dritten in Anspruch genommen. Diese dienten u.a. der Entwicklung ausgewählter Bauteile, der Evaluation möglicher Systemkomponentenlieferanten und dem Aufbau der Lieferketten. Neben den technischen Fortschritten bei der Überführung aus dem Prototypenstadium (vgl. B2) engagierte sich Jenabatteries in öffentlich geförderten F&E-Projekten. Im Rahmen von "PhotoFlow" konnten grundlegende Erkenntnisse zu neuen, direkt durch Sonnenlicht aufladbaren Batteriekomponenten gewonnen werden. Im European Training Network mit dem Namen "FlowCamp" forscht eine Doktorandin in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena an Zellstapelkomponenten, wie zum Beispiel Membranen. Neben der Vernetzung mit exzellenten Forschungsinstituten aus ganz Europa ermöglicht dieses Netzwerk die langfristige Weiterentwicklung der Speichermaterialien. In einem Brückenprojekt des australischen Global Connection Fund wird an Additiven zur Verbesserung der metallfreien Batterieelektrolyten gearbeitet. Als assoziierter Partner bringt Jenabatteries darüber hinaus Know-How in die Entwicklung besonders robuster Sensoren in einem Wachstumskern mit dem Namen "HIPS" ein und trägt zur computergestützten Identifikation neuer Speichermaterialien in einem EU-Projekt mit dem Namen "SONAR" bei. Die Arbeiten an den genannten öffentlich geförderten F&E-Projekten sowie der allgemeinen Produktentwicklung erfolgte in Zusammenarbeit mit externen, internationalen Partnern. Der hierbei stattfindende Informationsaustausch stellt eine wichtige Grundlage für die stete Weiterentwicklung der von Jenabatteries eingesetzten Technologien dar und gewährleistet eine gute Übersicht zum aktuellen Stand der Technik. Im Berichtsjahr wurde vom Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten Gebrauch gemacht (EUR 1,3 Mio.). Abschreibungen erfolgten auf in Vorjahren aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 23. E. Zusatzangaben gemäß § 24 Vermögensanlagengesetz Von der Jenabatteries GmbH wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 insgesamt folgende Vergütungen gewährt: a) feste Vergütungen: Zahl der Begünstigten: 31 (Angestellte pro Kopf inkl. Ein-/Austritt) Art: Gehälter Betrag: TEUR 1.435 Zahl der Begünstigten: 1 (Gesellschafter) Art: Dienstleistungsvergütung Betrag: TEUR 9 b) variable Vergütungen: Zahl der Begünstigten: 2 (1 Geschäftsführer, 1 Angestellte) Art: Boni Betrag: TEUR 22 Zahl der Begünstigten: 2 (Gesellschafter) Art: Zinsen Betrag: TEUR 150 Im Übrigen wurden keine besonderen Gewinnbeteiligungen bezahlt. Von den im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 gezahlten Vergütungen an Angestellte wurden Vergütungen an Geschäftsführer in Höhe von TEUR 220 und TEUR 1.237 an Mitarbeiter gezahlt, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil des Emittenten von Vermögensanlagen auswirkt. F. Erklärung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB Die Geschäftsführung erklärt, dass der Jahresabschluss nach bestem Wissen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und der Lagebericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild darstellt und die wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben sind.
Jena, 06. April 2021 Dr. Olaf Conrad Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jenabatteries GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Jenabatteries GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jenabatteries GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 25 VermAnIG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die Gesellschaft ein technologieorientiertes Start-up-Unternehmen ist mit Produkten, die vor der Markteinführungsphase stehen. Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft hängt daher im Wesentlichen davon ab, dass es gelingt, sich mit den Produkten am Markt zu etablieren. Weiterhin weisen wir darauf hin, dass Gesellschafter der Jenabatteries GmbH am 01.02.2021 eine Zusage erteilt haben, die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 finanziell so auszustatten, dass sie ihre fälligen Verpflichtungen pünktlich und vollständig erbringen kann. Sollte der Finanzbedarf der Gesellschaft von den Gesellschaftern und / oder weiteren Kapitalgebern nicht oder nicht vollständig zur Verfügung gestellt werden, wäre die Fortführung der Gesellschaft gefährdet. Unsere Prüfungsurteile sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnIG) in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
St. Leon-Rot, den 7. April 2021 HETTINGER
UND PARTNER GMBH
Dipl.-Betriebsw. Gerald Habich, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kffr. Nina Schalter, Wirtschaftsprüferin Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 16.06.2021. |
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