MVZ Orthopaedicum am Neumarkt Leipzig GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Bruno Kurt Oskar Dr. Schönwälder seit 30.9.2019 | Vorstandsmitglied |
Peter Ledermann seit 30.9.2019 | Vorstandsmitglied |
Sebastian Dr. Wieser seit 30.9.2019 | Vorstandsmitglied |
Frank Weigelt seit 30.9.2019 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mercateo Beteiligungsholding AGTaufkirchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
* Im Geschäfts kleiner TEUR 1.
Entwicklung des Anlagevermögens
Konzernanhang1. Allgemeine Angaben Die Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, - im Folgenden "Muttergesellschaft" oder "Mercateo Beteiligungsholding" genannt - hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Beachtung der Regelungen des Aktiengesetzes einen Einzelabschluss und als Muttergesellschaft einen Konzernabschluss aufgestellt. Die Muttergesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der HRB 159426 eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist sowohl im Einzelabschluss als auch im Konzernabschluss nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke sowie weitergehende Erläuterungen finden sich im Anhang oder in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung. In Anwendung des § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde die Konzernbilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern" erweitert, da der Inhalt nicht von einem vorgeschriebenen Posten gedeckt wird. Weiterhin wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um die Posten "Rohergebnis" und "Betriebsergebnis" ergänzt. 2. Abgrenzung des Konsolidierungskreises/Angaben zum Beteiligungsbesitz In den Konzernabschluss sind neben der Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, 19 Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die Mercateo Beteiligungsholding direkt über die Mehrheit der Stimmrechte sowie die einheitliche Leitung verfügt bzw. ihr das Recht zusteht, die Mehrheit der Mitglieder des Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgans zu bestellen bzw. abzuberufen. Alle einbezogenen Gesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung berücksichtigt. Aufstellung des Konsolidierungskreises stellt sich wie folgt dar:
1 indirekt über Mercateo Deutschland AG
Änderungen des Konsolidierungskreises ergeben sich durch die Gründung der Gesellschaften zu 19 bis 20. Diese wurden mit Datum der Gründung erstkonsolidiert. Bei der Erstkonsolidierung wurden im Einzelabschluss aktivierte Anschaffungsnebenkosten in unwesentlicher Höhe konzernergebniswirksam erfasst. 3. Konsolidierungsgrundsätze 3.1 Stichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, zum 31. Dezember 2019 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Tochtergesellschaften Unite Network AG (bis September 2018 firmierend unter Mercateo AG), Mercateo Services GmbH & Co. KG, Mercateo Nederland B.V., Mercateo Services Verwaltungs GmbH, Unite Financial Services GmbH und Mercateo Deutschland AG sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB von der Veröffentlichung und Prüfung eines Einzelabschlusses befreit. 3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Einzelabschlüsse wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst: Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der Unite Network AG und Mercateo Services erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der Fassung gültig bis zum 25. Mai 2009. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der 1. Januar 2004. Die Kapitalkonsolidierung aller weiteren Gesellschaften erfolgte nach der Neubewertungsmethode, wobei hier keine Neubewertungen erforderlich waren, da es sich um Gesellschaftsgründungen handelte, bei welchen die Mercateo Beteiligungsholding AG, die Unite Network AG oder die Mercateo Deutschland AG einziger Gesellschafter sind. Schuldenkonsolidierung Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 Abs. 1 HGB eliminiert. Zwischenergebniseliminierung Von einer Zwischenergebniseliminierung wird gemäß § 304 Abs. 2 HGB abgesehen, da erzielte Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen innerhalb des Konzerns für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinsen und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Latente Steuern Im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und gegebenenfalls latente Steuern in Ansatz gebracht. Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr haben sich keine solchen Konsolidierungsmaßnahmen ergeben. Fremdwährungsumrechnung Die Abschlüsse der Mercateo Ceskä republika, der Mercateo Magyarorszäg, der Mercateo Polska, der Mercateo Schweiz und der Mercateo UK werden nicht in der Berichtswährung des Konzerns aufgestellt. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden wie folgt umgerechnet: Das Eigenkapital wurde mit dem historischen Umrechnungskurs zum Erwerbszeitpunkt angesetzt, alle weiteren Bestandsgrößen werden mit dem Stichtags-Mittelkurs und alle Stromgrößen mit dem jeweiligen Tageskurs in 2019 umgerechnet. Differenzen aus dieser Umrechnung wurden erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. Die funktionale Währung aller anderen Tochtergesellschaften entspricht der der Konzernmutter und der Berichtswährung. Tochtergesellschaften in Hochinflationsländern bestehen nicht. 4. Erläuterungen zu ausgewählten Posten der Konzernbilanz AKTIVA 4.1 Anlagevermögen Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 248 Abs. 2 HGB nicht bilanziert. Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in diesem Anhang als Anlage wiedergegeben. Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach linearer Methode pro rata temporis vorgenommen. Für die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens beträgt zwischen drei und zwanzig Jahren. Die Nutzungsdauer der Mietereinbauten bemisst sich hierbei an dem Zeitraum, in dem der zugrunde liegende Mietvertrag unkündbar ist. 4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Zum Bilanzstichtag erkennbare Risiken sind berücksichtigt. Das Ausfallrisiko auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in Abhängigkeit vom Alter der Forderungen aufgrund von Erfahrungswerten der Vergangenheit mit pauschalierten Einzelwertberichtigungen zwischen 10 % und 62 % der Nettoforderung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % Rechnung getragen worden. Unterverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung eines risikoadjustierten Zinssatzes abgezinst. Für alle weiteren Forderungen wird keine Zinskomponente unterstellt. Die Realisierung findet für solche Forderungen einheitlich im Zeitpunkt der Warenlieferung bzw. Erbringung der Dienstleistung statt. Forderungen in Fremdwährung werden gemäß § 256a HGB bewertet. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Darlehensforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 84 ausgewiesen. 4.3 Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 7.425 (Vorjahr: TEUR 3.506) sind mit dem Nennwert angesetzt. 4.4 Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Zahlungen, die Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 4.5 Latente Steuern Aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr: TEUR 750). Hierbei wurde auf Basis von Erfahrungswerten eine Schätzung des steuerlichen Vorteils aus der Nutzung von Verlustvorträgen abgeleitet. Diese wurde anschließend mit einem Steuersatz von 33 % multipliziert. Der Konzern setzt lediglich die Verlustvorteile an, die wahrscheinlich in den nächsten drei Jahren realisiert werden können. Weitere Verlustvorträge in Höhe von ca. EUR 6 Mio. wurden nicht berücksichtigt. PASSIVA 4.6 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital umfasst das voll eingezahlte Grundkapital der Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, und ist eingeteilt in 64.273 (Vorjahr: 64.255) Stückaktien. Diese unterteilen sich in 32.287 (Vorjahr: 32.269) Stammaktien und 31.986 (Vorjahr: 31.986) Vorzugsaktien mit einem Nennwert von je EUR 1. Das gezeichnete Kapital wurde im Berichtsjahr um EUR 18,00 (Vorjahr: EUR 0,00) erhöht. Das bedingte Grundkapital der Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, beträgt unverändert EUR 4.211,00. Die Hauptversammlung vom 07. August 2018 hat die Schaffung eines genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 1.357,00 beschlossen. In 2019 hat hieraus eine teilweise Ausübung stattgefunden (EUR 18), sodass das genehmigte Kapital zum Bilanzstichtag EUR 1.339,00 beträgt Sowohl das genehmigte als auch das bedingte Kapital dienen teilweise einem Optionsprogramm der Mercateo Beteiligungsholding. Im Rahmen des Optionsprogramms wurden mehreren Mitarbeitern der Gruppe sowie ehemaligen Mitarbeitern Optionsrechte gewährt. Da bei Ausübung der Optionen der Gruppe keine Auszahlungsverpflichtungen entstehen (equity settled options), wird das Optionsprogramm als Transaktion zwischen Kapitalgebern gesehen und wird nur insoweit im Abschluss erfasst, wie Optionen tatsächlich ausgeübt werden. Die Kapitalrücklage hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen nicht. Der Abschluss des Mutterunternehmens weist einen Bilanzgewinn von TEUR 1.228 (Vorjahr: TEUR 944) aus, welcher für eine Ausschüttung an die Aktionäre verwendet werden könnte. 4.7 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung ab. Der Ansatz erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen für Reklamationen betreffen den erwarteten Aufwand für Retourlieferungen, bei denen die ursprüngliche Warenlieferung zum Bilanzstichtag bereits erfolgte. Das Gewährleistungsrisiko besteht hierbei in der Regel nur in der erzielten Handelsmarge, da Mercateo ebenfalls einen Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Lieferanten hat. Bei der Bemessung der Gewährleistungsrückstellung wird davon ausgegangen, dass dieser Anspruch durchsetzbar und werthaltig ist. Die Gewährleistungsrückstellung wird mit aus der Vergangenheit abgeleiteten Erfahrungswerten ermittelt. 4.8 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern wurden im Geschäftsjahr planmäßig vollständig zurückgezahlt (Vorjahr: TEUR 1.030). Sicherheiten bestanden im Vorjahr in Höhe von TEUR 1.030 gegenüber stillen Gesellschaftern aus Bürgschaften von inländischen Tochterunternehmen. Zudem bestand für diese Verbindlichkeiten ein qualifizierter Rangrücktritt des Gläubigers. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus Kontokorrentnutzungen und sind unbesichert. Sämtliche übrige Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr und sind branchenüblich besichert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a HGB bewertet. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber einem Zentralregulierer in Höhe von TEUR 877 (Vorjahr: TEUR 1.555) enthalten. Diese betreffen originäre Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, bei denen der Lieferant die Verbindlichkeiten an den Zentralregulierer abgetreten hat. Der Zentralregulierer hat diese Abtretung angenommen und die Abtretung wurde der Mercateo Deutschland AG angezeigt. Somit besteht nunmehr wirtschaftlich lediglich eine Verpflichtung gegenüber dem Zentralregulierer. 5. Erläuterungen zu ausgewählten Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Konzern stellen sich wie folgt dar:
Der Umsatz wurde zu 94,72 % in Deutschland, zu 2,60 % in Österreich, zu 0,87 % in den Niederlanden und zu 0,46 % in Ungarn erzielt. 5.2 Periodenfremde Erträge Im Berichtsjahr wurden TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 54) als periodenfremde Erträge, im Wesentlichen aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten gezeigt. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. 5.3 Periodenfremde Aufwendungen Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen erfasst. 5.4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der tatsächliche Steueraufwand des Mercateo-Konzerns von TEUR 77 (Vorjahr: Steuerertrag TEUR 93) liegt um TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 155) unter dem theoretischen Steueraufwand, der sich bei der Anwendung eines konzerneinheitlichen Steuersatzes von 30 % auf das Ergebnis vor Steuern ergibt. Die Überleitung des theoretischen Steueraufwands auf den tatsächlich in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand gemäß DRS 18.67 ist nachfolgend dargestellt:
6. Sonstige Angaben 6.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
6.2 Abschlussprüferhonorare Für Leistungen des Konzernabschlussprüfers wurden im Berichtsjahr TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 73) berücksichtigt. Diese betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 6.3 Mitglieder des Aufsichtsrats Dem Aufsichtsrat des Mutterunternehmens gehören an:
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 87) erfasst. Davon wurden TEUR 16 im Folgejahr ausgezahlt (Vorjahr: TEUR 16). Des Weiteren wurden dem Aufsichtsrat Reisekosten in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) erstattet. 6.4 Zusammensetzung des Vorstands Gesamtvertretungsberechtigte Vorstände sind die Herren
Auf die Angabe der Bezüge wurde nach § 314 Abs. 3 HGB verzichtet. 6.5 Zahl der Mitarbeiter Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften beschäftigten im Jahresdurchschnitt folgende Mitarbeiter:
6.6 Ergebnisverwendung Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzverlust in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 6.7 Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den jederzeit verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten sowie dem Kassenbestand zusammen. Kurzfristige Kontokorrentnutzungen werden nicht vom Finanzmittelbestand in Abzug gebracht, denn die Nutzung des Kontokorrentkredites (TEUR 125) im Konzern ist nicht Teil des täglichen Cash Managements. Neben dem ausgewiesenen Bestand an Finanzmitteln hat der Konzern ungenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 3.675 (Vorjahr: TEUR 3.675). Wesentliche zahlungsmittelunwirksame Transaktionen der Finanzierungstätigkeit haben sich im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht ergeben. Wesentliche zahlungsmittelunwirksame Transaktionen der Investitionstätigkeit haben sich im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht ergeben. 6.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Taufkirchen, 15. März 2020 Der Vorstand Peter Ledermann Dr. Sebastian Wieser Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019A. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell Die von der Mercateo Gruppe angebotenen Produkte und Dienstleistungen haben das Ziel die indirekte Beschaffung von Unternehmen digital und effizient abzubilden. Die indirekte Beschaffung subsummiert alle Waren und Dienstleistungen, die von Unternehmen erworben werden, aber nicht direkt als Produktionsmaterial in Endprodukte einfließen. Der überwiegende Teil des Ertrags der Gruppe wird durch den Verkauf von physischen Produkten über einen B2B Markplatz erzielt. Vergleichbar mit klassischen digitalen Marktplätzen besitzt Mercateo weder Lager noch Logistik, sodass dem Sortiment im Gegensatz zum stationären Handel keine Grenzen gesetzt sind. Im Unterschied zu anderen Marktplätzen erwirbt der Einkäufer die Ware jedoch immer von Mercateo und hat somit trotz des enorm breiten Produktspektrums immer den gleichen Rechnungssteller (ein sogenannter Single Creditor Marktplatz). Die gelisteten Lieferanten stehen innerhalb einer Produktkategorie wie bei klassischen Marktplätzen bezüglich der Konditionen (Preis, Lieferkosten, Lieferzeit) im Wettbewerb zueinander. Im Ergebnis ergibt sich für den Kunden ein wettbewerbsfähiges Angebot in Produktbereichen, in denen für ihn eine direkte Beziehung zu einem Anbieter keinen Sinn macht. Ergänzend wurden über die Jahre viele Funktionalitäten, wie BestBasket, die kategorieübergreifende Suche inklusive Filterfunktionen und Dublettenmatching entwickelt, um weitere Alleinstellungsmerkmale und Standards im effizienten Beschaffungswesen zu setzen. Die Mercateo Beschaffungsplattform bietet Einkäufern neben dem Zugang zum B2B Marktplatz zudem Schnittstellen, die es ermöglichen, den gesamten Angebotskatalog an das vom Einkäufer genutzte ERP-System anzubinden (z.B. SAP oder Microsoft Dynamics). Einkaufsstrukturen im Rollen-Rechte-Modell sowie die Kostenstellen- und Kostenartenstrukturen können so entweder im ERP System der Kunden oder leichtgewichtig auf der Mercateo Beschaffungsplattform abgebildet werden. Darüber hinaus bietet die Beschaffungsplattform Einkäufern auch die Möglichkeit sich direkt mit Lieferanten zu vernetzen, um beispielsweise individuell verhandelte Rahmenverträge abzubilden. Der Nutzer muss so nicht mehr das System wechseln, um die gesamte Bandbreite des indirekten Einkaufs abzudecken. Das extrem breite Produktspektrum im Single Creditor Modell in Kombination mit der Möglichkeit direkte Vernetzung zu einzelnen Lieferanten in einer schnittstellenfähigen Gesamtlösung einzugehen, sind der wesentliche Treiber unseres vertrieblichen Erfolgs der Beschaffungsplattform in den letzten Jahren. Der regelmäßige und offene Austausch mit Kunden, Partnern und Kollegen hat zu der Erkenntnis geführt, welche Art von digitaler Unterstützung der europäische Wirtschaftsraum in den Beschaffungs- und Vertriebsprozessen zwischen Gewerbeunternehmen braucht. Klar ist, dass die bisherigen Technologien am Markt die Herausforderungen der Digitalisierung in Verbindung mit der zunehmenden Vielfalt im Einkauf nicht hinreichend lösen können. Eine Studie der HTWK Leipzig in Zusammenarbeit mit Mercateo bestätigt dies, in der 70 % der Unternehmen angeben, sich nicht auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet zu fühlen. 1 Aus diesem Grund wurde Mercateo Unite ins Leben gerufen. Das Ziel des B2B-Netzwerks Unite ist die leistungsfähigen Strukturen, auf denen die deutsche und die europäische Wirtschaft aufbaut, durch Digitalisierung zu stützen und zu stärken und die Vielfalt im gewerblichen Handel organisierbar zu machen. Nur ein Netzwerkmodell bietet einen ökonomisch sinnvollen Weg zur Digitalisierung der gesamten indirekten Beschaffung. Die in 2017 geschlossene Partnerschaft mit SAP Ariba, der cloudbasierten Einkaufslösung des weltweit bedeutendsten ERP-Software Anbieters, markiert einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg zu diesem Ziel. Mercateo Unite stellt als exklusiver Partner die digitale Infrastruktur für die Vernetzung aller europäischen Einkäufer und Verkäufer in SAP Ariba Spot Buy zur Verfügung. Zudem ist der Mercateo-Marktplatz in die Lösung vorintegriert. Zum Jahresende 2019 verfügte Unite über 7 weitere Partner im Bereich der E-Procurement Systeme nach dem Vorbild von SAP Ariba. Der adressierbare Markt für die Geschäftsmodelle von Mercateo ist enorm. Es wird davon ausgegangen, dass die indirekte Beschaffung etwa 10 % des Bruttoinlandsproduktes von Volkswirtschaften ausmacht. 2 Alleine für Deutschland wäre dies ein Marktvolumen von mehr als 300 Milliarden Euro. Forschung und Entwicklung Ca. 15 % der Beschäftigten im Konzern sind in der IT-/Analytics - Abteilung beschäftigt und stellen somit einen Schwerpunkt der Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung dar. Wesentliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns liegen in der Weiterentwicklung des B2B- Netzwerks. Ausgelöst durch die Partnerschaft mit SAP Ariba wurde hierfür eine komplett API- basierte Infrastruktur in der Cloud erstellt. Im Zuge der Weiterentwicklung dieser Technologie wurden in 2019 in diesem Zusammenhang auch fremd entwickelte Softwarekomponenten zugekauft. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Bestandssysteme. Unternehmensstruktur Die Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, als oberstes Konzernunternehmen finanziert die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Mercateo Services GmbH & Co.KG, Köthen (Anhalt), erbringt Dienstleistungen (insbesondere Personaldienstleistungen) für die B2B-Plattformen und wird von der Mercateo Services Verwaltungs GmbH, Köthen (Anhalt), verwaltet. Zu den Dienstleistungen gehören die Bearbeitung aller anfallenden Transaktionen und Aufträge, die Akquisition und Betreuung der Einkäufer und Lieferanten sowie die technologische Weiterentwicklung und der Betrieb der Plattformen. Dem B2B-Netzwerk Unite sind die Gesellschaften Unite Network AG, Leipzig, sowie die Unite Financial Services GmbH, Leipzig, zuzuordnen. Der B2B Markplatz bzw. die B2B Beschaffungsplattform wird von der Mercateo Deutschland AG, München, sowie deren Tochtergesellschaften im Ausland betrieben. Diese sind die Mercateo Austria GmbH, Wien, Mercateo France SAS, Paris, Mercateo Nederland B.V., Maastricht, Mercateo
1
https://www.htwk-leipzig.de/no_cache/hochschule/aktuelles/newsdetail/artikel/386/
UK Ltd., London, Mercateo Magyarorszá̱g Kft., Budapest, Mercateo Slovakia s.r.o., Bratislava, Mercateo Česká̱ republika s.r.o., Prag, Mercateo Polska Sp. z o.o., Krakau, Mercateo Italia s.r.l., Bozen, Mercateo Spain S.L., Barcelona, Mercateo España Procurement Services S.L.U., Valencia Schweiz GmbH, Herrliberg sowie die in 2019 gegründeten Gesellschaften Mercateo Belgium B.V., Hasselt und Mercateo Ireland Procurement Services Ltd., Dublin. Wesentliche Standorte des Mercateo-Konzerns sind Leipzig, Köthen (Anhalt) und München. Weiterhin verfügt der Konzern über Vertriebsbüros in Wien, Paris, Maastricht, Sämorin, Budapest, Krakau, Valencia, Bozen und Cardiff. B. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf und Lage Mercateo konnte in 2019 den Umsatz auf EUR 316,4 Mio. steigern (+11 %). Damit konnte die Zielsetzung bezüglich des Umsatzes, stärker zu wachsen als im Jahr 2018, nicht ganz erreicht werden. Der Net Revenue (Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Waren) konnte mit einem Plus von 16 % auf EUR 40,3 Mio. erneut überproportional gesteigert werden. Die Zielsetzung für den Net Revenue wurde entsprechend erreicht. Ursächlicher Grund für die Zuwächse von Umsatz und Net Revenue war die Steigerung der Bestellungen um 15 % auf 1,55 Mio. (Vorjahr: 1,35 Mio.). Das Wachstum in 2019 resultierte zum überwiegenden Teil aus dem Bereich der Kunden, die eine Systementscheidung für Mercateo bzw. Unite getroffen haben. Der Umsatzanteil dieser über den Vertrieb betreuten bzw. über Partnersysteme erschlossenen Kunden konnte in 2019 erneut ausgebaut werden und trug 75% (Vorjahr: 72 %) zum Gesamtumsatz bei. Der Anteil dieser Kunden am Net Revenue lag bei 71 % (Vorjahr: 68 %). Beide Anteile konnten entsprechend der Zielsetzung für 2019 erhöht werden. Die für den Ausbau der vertrieblich betreuten Kunden eingesetzten Mittel (Personalkosten des Vertriebs) stiegen von 2018 auf 2019 von EUR 2,4 Mio. auf EUR 2,8 Mio. Der hierdurch erwirtschaftete Net Revenue stieg hingegen deutlich stärker von EUR 23,3 Mio. in 2018 auf EUR 27,4 Mio., was eine erneute Verbesserung der Vertriebseffizienz bedeutet. Die Abwicklungskosten aller eingehenden Bestellungen konnten von 20,7 % auf 19,4 % im Verhältnis zu dem Net Revenue gesenkt werden. Das Auslandsgeschäft konnte in 2019 erneut zulegen. Äußerst erfreulich zeigte sich die Entwicklung in Polen, den Niederlanden und der Schweiz. Die Länder Frankreich, Tschechien und Ungarn waren in 2019 hingegen herausfordernd. Österreich konnte auch in 2019 überdurchschnittlich zum Konzernwachstum zulegen und ist weiterhin das umsatzstärkste Land außerhalb Deutschlands. Der Umsatzanteil Österreichs an den gesamten Auslandsumsätzen lag in 2019 etwas unter 50 %. Der Umsatzanteil in den Märkten außerhalb Deutschlands lag bei etwas mehr als 5 % (EUR 17,1 Mio.). Das EBIT stieg von EUR 0,2 Mio. in 2018 auf EUR 0,7 Mio. und entwickelte sich somit deutlich positiver als prognostiziert. Der Free Cash Flow erhöhte sich von EUR -4,8 Mio. in 2018 auf EUR 5 Mio., was auf die stichtagsbedingte Entwicklung des Working Capital zurückzuführen ist. Der erzielte Free Cash Flow lag damit deutlich über der Vorjahresprognose. Ertragslage Die Materialaufwandsquote beträgt 87,3 % (Vorjahr: 87,8%). Die leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der Optimierung der Preisformel unter Nutzung eines selbstlernenden Algorithmus. Die Net Revenues wurden infolge der gestiegenen Umsätze und der optimierten Preiskalkulation um 16 % auf EUR 40,3 Mio. (Vorjahr: EUR 34,7 Mio.) gesteigert. Im Jahr 2019 wurde weiter erheblich in die Entwicklung des B2B-Netzwerks Mercateo Unite und die Internationalisierung investiert. Zusätzlich wurden die Ausgaben für den Vertrieb und für die Bestellabwicklung der Kundenbestellungen vorgenommen. Dadurch stiegen sowohl die Personalaufwendungen (+ EUR 3,4 Mio.) als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ EUR 1,4 Mio.). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte dennoch gegenüber dem Wert von 2018 gesteigert werden und lag bei EUR 2,7 Mio. (+55%). Das EBIT fiel mit EUR 0,7 Mio. erneut positiv aus und konnte somit die Zielsetzung für das Geschäftsjahr erfüllen. Das negative Zinsergebnis konnte aufgrund der Rückzahlung des verbleibenden Mezzanins-Kapitals im Mai erneut reduziert werden und lag bei TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 138). Steuern entfielen aufgrund der gewählten Verrechnungspreise insbesondere in den Auslandsgesellschaften und betrugen insgesamt TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 45). In Deutschland verfügt der Konzern aufgrund der Anlaufverluste in der Vergangenheit über steuerlich nutzbare Verlustvorträge. Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung der letzten Jahre sowie der guten Prognose bestehen zum Stichtag aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr: TEUR 750). Damit konnte im abgeschlossenen Geschäftsjahr erneut ein positiver Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 527 erwirtschaftet werden. Finanzlage Das Working Capital wird fortlaufend über die verhandelten Zahlungsziele mit Einkäufern und Lieferanten gemanagt. Dennoch kann es abhängig von den Ein- und Auszahlungen um den Stichtag zu einer nicht repräsentativen Veränderung von Kreditoren- und Debitorenlaufzeiten kommen. Nachdem es zum 31.12.2018 zu einer solchen stichtagsbezogenen Verkürzung der Kreditorenlaufzeit kam, normalisierte sich dieser Effekt bereits in Q1 2019. Zum 31.12.2019 lag die Debitorenlaufzeit aufgrund vorteilhafter Zahlungseingänge leicht unter dem Durchschnitt des Gesamtjahres, mit einer entsprechend positiven Auswirkungen auf Working Capital und Liquidität. Die noch offene stille Beteiligung aus dem Jahre 2012 mit der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von EUR 1 Mio. wurde wie beabsichtigt am 10. Mai 2019 zurückgeführt. Die Rückzahlung wurde mit einem Wiederaufleben des stillen inhouse Factoring refinanziert. Die Investitionen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 3.821 resultieren im Wesentlichen aus dem Zukauf fremd entwickelter Software für die Komponenten des B2B-Netzwerks. Hinzu kommen Ausgaben für Mietereinbauten für die Erweiterung der Bürokapazitäten am Standort Leipzig sowie im geringeren Maße der Ausbau der Serverkapazitäten und notwendiger Ersatzinvestitionen in diesem Bereich. In 2019 wurden weitere Teile der technischen Infrastruktur von Mercateo in die Cloud zu verlagern. Zum Managen der Liquidität steht der Gruppe neben dem Factoring weiterhin ein Betriebsmittelkredit bei der Deutschen Bank AG, München, in Höhe von TEUR 1.300 zur Verfügung. Darüber hinaus besteht ein Kontokorrentrahmen bei der Deutschen Handelsbank AG, München, über TEUR 2.500. Letztere wurde zum 31. Dezember 2019 in Höhe von TEUR 125 in Anspruch genommen. Somit bestehen ungenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 3.675. Aus verschiedenen Mietverhältnissen bestehen außerbilanzielle Zahlungsverpflichtungen mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren in Höhe von TEUR 8.644. Hiervon sind TEUR 2.215 innerhalb eines Jahres fällig. Der im Geschäftsjahr 2019 entstandene Finanzbedarf für das operative Geschäft der Gruppe und die Investitionstätigkeit wurde durch den Vortrag von liquiden Mitteln aus 2018 sowie dem Operativen Cash Flow gedeckt. Die Investitionen für den Zukauf von fremd erstellter Software im Zusammenhang mit der Vernetzungsplattform betrugen TEUR 2.817 (Vorjahr: TEUR 3.134). Für Investitionen in sonstige Software, die Mietereinbauten für die Erweiterung des Standortes Leipzig sowie die Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen von Hardware wurden in Summe TEUR 1.004 (Vorjahr: TEUR 846) liquide Mittel verwendet. Am Jahresende betrug der Finanzmittelfonds TEUR 7.425 und lag damit um TEUR 3.919 über dem Wert am Vorjahresstichtag. Der Konzern konnte seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Vermögenslage Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Stichtag bei TEUR 22.046. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass zur Refinanzierung der zurückgezahlten stillen Beteiligung an die BayBG Forderungen im Rahmen eines stillen inhouse Factoring in Höhe von EUR 1,2 Mio. veräußert wurden. Unter Berücksichtigung dieses Effektes lag die Debitorenlaufzeit zum 31.12.2019 leicht unterhalb des Gesamtjahresdurchschnitts. Der größte Anteil der Forderungen [ca. 95 % (Vorjahr: ca. 95 %)] ist nicht älter als 180 Tage. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem 31.12. des Vorjahres recht deutlich auf TEUR 27,4 Mio. (Vorjahr: EUR 20,8 Mio.). Wie im Jahresabschluss 2018 beschrieben lag dies an außergewöhnlich hohen Auszahlungen vor dem letztjährigen Stichtag. Diesmal erfolgten jedoch hohe Auszahlungen nach dem 31.12.2019. Die Kreditorenlaufzeit hat sich unterjährig im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Das Eigenkapital erhöhte sich entsprechend des Jahresüberschusses auf TEUR 12.462 und setzt sich aus Grundkapital (TEUR 64), Kapitalrücklage (TEUR 16.971), einem Bilanzverlust (TEUR -4.570) sowie sonstigen Eigenkapitalbestandteilen (TEUR -3) zusammen. Die Eigenkapitalquote lag zum 31.12.2019 bei 28 % (Vorjahr: 31 %). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Vorstand der Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, besteht aus:
zuständig für Investor Relations und kaufmännische Bereiche und
zuständig für IT und Business Development. Die Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, hält kein weiteres Personal vor. Der Mercateo-Konzern beschäftigte in 2019, ohne Geschäftsführung, durchschnittlich 469 Mitarbeiter (Vorjahr: 432 Mitarbeiter). Zudem beschäftigte die Mercateo Services GmbH & Co. KG, Köthen (Anhalt), durchschnittlich 20 (Vorjahr: 20) Auszubildende. Mit einer Ausbildungsquote von ca. 4 % (Vorjahr: 5 %) ist Mercateo in Sachsen-Anhalt ein großer Ausbildungsbetrieb. Mercateo übernimmt jedes Jahr etwa 80 % der Auszubildenden, die ihre Ausbildung abschließen und schafft sich somit kontinuierlich einen Stamm gut ausgebildeter Mitarbeiter mit hoher Firmenloyalität. Durch den bereits in 2011 eröffneten Standort in Leipzig bietet Mercateo einen zusätzlichen attraktiven Arbeitsort, der für Fachkräfte auch über die Region hinaus sehr lukrativ ist. Durch die räumliche Nähe zu Köthen können beide Standorte von Mitarbeitern flexibel genutzt werden, womit die gute Unternehmenskultur auch auf neue Mitarbeiter übertragen wird. Mit dem zum Jahresende angekündigten Neubauprojekt, der Sitzverlegung der Unite Network AG und der geplanten Sitzverlegung der Konzernmuttergesellschaft bekennt sich Mercateo zum Standort Leipzig. Die Einführung einer neuen Organisationsstruktur ist ein fortlaufender Changeprozess. Nach der Einführung in 2018 wurde die Matrixorganisation in 2019 konsequent fortgesetzt. Flankiert wird dieser Prozess von der OKR Methodik (Objective and Key Results), die ein transparentes und zielgerichtetes Arbeiten in und zwischen den Organisationseinheiten unterstützen soll. Zudem wurde in der zweiten Jahreshälfte 2019 eine Initiative zur Automatisierung von wiederkehrenden, manuellen Tätigkeiten gestartet (RPA: Robotic Process Automation). Diese dient nicht nur dem Zweck skalierbares Wachstum zu unterstützen, sondern entlastet die Mitarbeiter auch von eintönigen, sich wiederholenden Aufgaben mit dem Ziel die Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität zu steigern. Die beschriebenen Maßnahmen sollten die Verbesserung der nicht finanziellen und finanziellen Leistungsindikatoren in den kommenden Jahren maßgeblich unterstützen. C. Prognose, Risiko- und Chancenbericht Prognose Die zukünftige Entwicklung wird anhand der Unternehmensplanung für die Mercateo-Gruppe prognostiziert und unterliegt einer laufenden Kontrolle durch den Vorstand des Mutterunternehmens. Durch die gezielte Kontrolle und Planung kann der Vorstand auf etwaige Abweichungen vom Business Plan reagieren und gegebenenfalls geplante Mehrausgaben oder die Entwicklung neuer Funktionen und Angebote reduzieren. Die Geschäftsplanung geht aufgrund des bisherigen Marktanteils und der Durchdringung der Zielkunden auch in den Folgejahren von einer deutlichen Steigerung der Erträge aus. Der Vertrieb und die Internationalisierung der Produkte und Dienstleistungen sollen über alle Absatzkanäle weiter vorangetrieben werden. Gleichzeitig sollen die internen Prozesse weiter Professionalisierung und das Serviceangebot verbessert werden. Für 2020 wird von einem Umsatzwachstum ausgegangen, das mindestens auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt (+11 %). Es wird erwartet, dass der wesentliche Anteil des Wachstums aus dem Bereich der vertrieblich betreuten Kunden kommt. Der Anteil dieser Kunden am Gesamtumsatz soll sich leicht erhöhen. Der Net Revenue soll in einem mit dem Umsatzwachstum vergleichbaren Maße ansteigen. Der Anteil der Net Revenue, welcher durch vertrieblich betreute Kunden erzielt wird, wird leicht steigen. Die erwirtschafteten Deckungsbeiträge werden wie in den Vorjahren in zusätzliches Personal und die Verbesserung der technischen Infrastruktur investiert. Das EBITDA soll in 2020 gegenüber dem Wert aus dem abgeschlossenen Geschäftsjahr leicht zulegen. Das EBIT soll in 2020 erneut positiv ausfallen, allerdings wird ein Niveau leicht unter dem Wert von 2019 erwartet. Es wird für 2020 von einem deutlich positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgegangen, der die geplanten Investitionen aber nicht komplett decken wird. Entsprechend wird der Free Cashflow negativ ausfallen, jedoch durch die bestehenden Liquiden Mittel ausreichend gedeckt. Risikobericht Der Vorstand des Mutterunternehmens überwacht im Rahmen des Risikomanagements die Entwicklung der Gruppe und einzelner Risiken fortlaufend. Wesentliche Risiken für die Gruppe sind Forderungsausfälle, eine wesentliche Verschlechterung der Zahlungsziele bei Kunden und Lieferanten, IT Risiken sowie der Verlust von qualifizierten Mitarbeitern und Know-how. Im Folgenden werden einzelne Risiken entsprechend ihrer Gewichtung absteigend erläutert: Der hohe Umsatzanteil von 97 % Bestandskunden (Vorjahr: 97 %) zeigt das nicht mehr bestehende Risiko durch die Abhängigkeit der Neukundengewinnung durch Suchmaschinen. Trotz des steigenden Anteils der vertrieblich betreuten Kunden besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Kunden. Der Umsatz dieser Kunden verteilt sich auf eine Vielzahl von Konzernen und Mittelstands- und Kleinkunden. Das angestrebte Umsatzwachstum ist vor allem von der weiteren Durchdringung dieser Kunden abhängig. Hinzu kommen Neukunden aus den Systempartnerschaften sowie der Entwicklung der Registrierten und neu Registrierten Kunden. Entsprechend hat ein Erfolg der in 2019 neu aufgestellten Vertriebssteuerung einen wichtigen Bestandteil bei der Erreichung der Ziele für 2020. Durch eine konsequent durchgeführte Bonitätsprüfung vor Vertragsabschluss und ein konsequentes Mahnwesen wird auch im kleinteiligen Handelsgeschäft dem Risiko von Forderungsausfällen entgegengetreten. Die namentlich bekannten größeren Kunden besitzen ohnehin ein geringeres Ausfallrisiko. Die Forderungsausfallquote hat sich in den letzten Jahren tendenziell verbessert und liegt unter einem marktüblichen Niveau. Der steigende Umsatz führt zu einer verbesserten Verhandlungsposition im Einkauf und zu einer steigenden Bedeutung von Mercateo für die Lieferanten. Durch die permanente Vergrößerung des Lieferantenstamms besteht jedoch keine nennenswerte Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten. Zudem sind die volumenmäßig größten Lieferanten im IT Bedarf zu finden, wo eine Substitution aufgrund der vergleichbaren Produktsortimente verhältnismäßig einfach ist. Der Wareneinkauf verteilt sich auf eine Vielzahl von Lieferanten (zum Stichtag 882, Vorjahr: 833). Die verschiedenen Produktkategorien sind hierbei mit mehreren Lieferanten besetzt. Durch diese breite Diversifikation konnte auch das Risiko von Zahlungszielverschlechterungen deutlich gemindert werden. IT Risiken bestehen im Hinblick auf die betriebene Software sowie dem Umgang mit selbiger. So erfolgt beispielsweise die Kommunikation von Mercateo-Mitarbeitern mit Kunden und Anbietern zum größten Teil via öffentlich bekannter Emailadressen. Solche Adressen sind regelmäßig Ziel von Phishing- Trojanern und sonstiger Schadsoftware. Unbedarft handelnde Mitarbeiter könnten hier großen Schaden erzeugen, wenn sich derartige Software innerhalb unseres Netzwerkes verbreiten kann. Die Software von Mercateo wird aktuell von einem spezifischen Rechenzentrum in Deutschland und darüber hinaus in der Cloud betrieben. Bei einem höchst unwahrscheinlichen Ausfall des Rechenzentrums kann der Betrieb von Teilen der Mercateo Infrastruktur nicht aufrechterhalten werden, Transaktionen können nicht abgewickelt werden und es könnte zu einer erheblichen Behinderung des Betriebsablaufes kommen. Darüber hinaus kann über DoS Attacken oder ähnliche Angriffe versucht werden die öffentlich erreichbaren Services von Mercateo zu beeinträchtigen. Die Einwerbung, Bindung und Motivation gut ausgebildeter, erfahrener sowie kreativer Mitarbeiter ist ein ständiger Risikofaktor für ein Know-how basiertes Unternehmen. Die Gruppe begegnet dem Risiko durch die Schaffung eines positiven Betriebsklimas. Zunehmend werden Mitarbeiter auch durch die Empfehlung bestehender Mitarbeiter gewonnen und wir haben nicht zuletzt wegen unserer überdurchschnittlichen Bewertungen auf Portalen wie Kununu 1 regen Zuspruch von Bewerbern. Zudem ist die Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern durch vermehrte Dokumentationspflichten und durch die stärkere Spezialisierung im Vergleich zu Vorjahren rückläufig. Hinzu kommt die Wissensverteilung und Strukturierung entlang der Wertschöpfungsfunktionen durch die Matrixorganisation. Scrum, als Form der dokumentierten Projektbearbeitung und -priorisierung wurde in 2019 in weiteren Unternehmensbereichen eingeführt und damit die schon seit Jahren praktizierte agile Arbeitsweise weiter etabliert. Zudem wird das dafür verwendete Ticketsystem auch für die nicht nach agilen Methoden arbeitenden Unternehmensbereiche für Strukturierung und Dokumentation von Arbeitsprozessen eingesetzt. Für das Jahr 2020 ist darüber hinaus vorgesehen, das interne Kontroll- und Risikosystem weiter zu professionalisieren und institutionalisieren.
1 https://www.kununu.com/de/mercateo
Neben den unternehmensspezifischen Risiken unterliegt die Mercateo Gruppe gesamtwirtschaftlichen Risiken. So könnte eine deutliche Eintrübung der Konjunktur in Deutschland, Europa oder dem Rest der Welt (z.B. ausgelöst durch externe Schocks wie dem Coronavirus) einen negativen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe haben. Chancenbericht Wesentliche Chancen für die Gruppe sind die Entwicklung neuer Funktionen und Angebote sowie Systempartnerschaften und die Internationalisierung der Plattform. Im Folgenden werden einzelne Chancen entsprechend ihrer Gewichtung absteigend erläutert: Im Jahr 2019 wurde weiter erheblich in die Entwicklung neuer Funktionen und Angebote für die Kunden investiert - allen voran für das B2B-Netzwerk Mercateo Unite. Der aktive Vertrieb wurde in 2019 weiter verstärkt und der Weg für eine noch effektivere Steuerung geebnet. Hinzu kommt der Rollout der Partnerschaften mit E-Procurement Systemen wie SAP Ariba, BeNeering und Integra. Diese haben eine wichtige Signalwirkung am Markt und eröffnen zudem neue Ertragspotenziale und damit große Chancen für die Mercateo Gruppe. Seit 2011 hat Mercateo die Internationalisierung der Plattformen in Landessprache in mehreren europäischen Ländern vorangetrieben (Niederlande, Frankreich, Irland, Italien, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Spanien, Belgien und Schweiz). Mercateo folgt seinen Großkunden an deren Auslandsstandorte und expandiert zusätzlich in lukrative europäische Zielmärkte. Mercateo wählt hierfür einen Softlaunch ohne große Investitionen. Bei der Internationalisierung des bestehenden Geschäftsmodells können Know-how und Erfahrungen aus dem Deutschlandgeschäft genutzt und übertragen werden. Die Systempartnerschaften beschleunigen diesen Prozess weiter. In 2019 wurden weiter in den Personalaufbau zur Internationalisierung investiert um künftig noch konsequenter auf die Anforderungen von Kunden und Lieferanten einzugehen und die Wachstumsdynamik anzutreiben. Die Internationalisierung stellt somit eine große Chance für die Gruppe dar. D. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Eine permanente Überwachung des Forderungsbestands mindert das Risiko von Forderungsausfällen. Kunden mit guter Bonität wird ein verlängertes Zahlungsziel gegen Zahlung einer Gebühr angeboten. Die Finanzierung erfolgt durch eigene Liquidität. Durch ein tägliches Liquiditätscontrolling kann hier frühzeitig auf saisonale Liquiditätsschwankungen reagiert werden. Des Weiteren ermöglicht die begonnene Zentralregulierung mit einem externen Partner das Nutzen von längeren Zahlungszielen bei Lieferanten. Die Mercateo-Gruppe fakturiert in der entsprechenden Landeswährung. Neben den Forderungen und liquiden Mitteln in Fremdwährungen bestehen auch Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, da der Einkauf der Landesgesellschaften ebenfalls in der Regel in Landeswährung erfolgt. Die Gruppe hat somit ein Translationsrisiko aus dem laufenden Geschäft. Durch die sehr kurzen Debitoren- und Kreditorenzahlungsziele gleichen sich bestehende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in der Regel schnell aus. Sicherungsgeschäfte für dieses Risiko werden nicht vorgenommen. Die verwendeten Finanzverbindlichkeiten sehen mit Ausnahme eines der Betriebsmittelkredite eine feste Verzinsung vor. Somit bestehen nur geringfügige Zinssatzänderungsrisiken. Die stille Beteiligung hat neben der festen Zinskomponente auch einen variablen Zinsanteil, welcher nur beim Erreichen bestimmter Mindestergebnisgrößen anfällt. Lieferantenverbindlichkeiten werden fristgerecht beglichen.
Taufkirchen, 15. März 2020 Der Vorstand Peter Ledermann Dr. Sebastian Wieser Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Mercateo Beteiligungsholding AG, TaufkirchenPrüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mercateo Beteiligungsholding AG, Taufkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 15.03.2020 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Kathleen Hennig, Wirtschaftsprüferin Sebastian Koch, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr der Mercateo Beteiligungsholding AG mit dem Sitz in Taufkirchen/Lks München vom 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019gemäß § 171 Abs. 2, 3, § 172 S. 2 AktGDer Aufsichtsrat hat gemäß § 171 Abs. 2, 3, § 172 S. 2 AktG den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns bzw. Bilanzverlustes zu prüfen. Dies vorausgeschickt, erstattet der Aufsichtsrat zur Vorlage an die Hauptversammlung über das Ergebnis der Prüfung hiermit nachfolgenden Bericht: Während der Berichtszeit hat uns der Vorstand über die Lage der Gesellschaft sowie des Gesamtkonzerns und die wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstandes in seinen Sitzungen behandelt. Die Entwicklung des Unternehmens und des Konzerns wurden hierbei gemeinsam mit dem Vorstand laufend erörtert. Gegenstand der Beratungen waren in der Berichtszeit insbesondere der Geschäftsverlauf, die geschäftliche Entwicklung, die strategische Ausrichtung und die vom Vorstand geplanten Investitionen zur Entwicklung und zum Aufbau des Geschäftsbetriebes der Mercateo Beteiligungsholding AG und des Gesamtkonzerns. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft und der konsolidierte Jahresabschluss des Gesamtkonzerns beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019. Das Geschäftsjahr 2019 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes der Gesellschaft von der Warth & Klein Grant Thornton AG geprüft worden. Diese hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Berichte lagen uns vor. Wir haben unsererseits die Jahresabschlüsse sowie den Lagebericht des Vorstandes geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse durch den Abschlussprüfer treten wir auf Grund unserer eigenen Prüfung bei. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendungen zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft und des Gesamtkonzerns. Diese werden damit festgestellt.
London, den 26.03.2020 Karl Mayer-Rieckh, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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