PMX Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
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Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Polipol Holding GmbH & Co. KGDiepenauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis A. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der deutschen Wirtschaft 2. Entwicklung der Möbelbranche 3. Geschäftsmodell der Polipol - Gruppe 4. Geschäftsverlauf der Polipol - Gruppe 5. Wirtschaftliche Lage der Polipol - Gruppe 5.1. Umsätze 5.2. Finanzlage 5.2.1. Investitionen 5.3. Vermögenslage B. Risiko- und Chancenbericht, Prognosebericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Prognose- und Nachtragsbericht 3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3.2. Die Entwicklung der Möbelbranche 3.3. Zukünftige Unternehmenssituation 4. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Steuerungssystems C. Forschungs- und Entwicklungsbericht D. Zweigniederlassungsbericht A. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der deutschen Wirtschaft Trotz Inflation, Energiekrise, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg, gemäß Mitteilung des Statistische Bundesamt um 1,9 Prozent. Wegen der Energiekrise konnte die Wirtschaft allerdings nicht an das Jahr 2021 anknüpfen, als es konjunkturell um 2,6 Prozent - trotz Lieferproblemen und der Corona-Pandemie - nach oben ging. Aus Sicht der Bundesregierung hat sich die Wirtschaft hierzulande dennoch als erfreulich widerstandsfähig erwiesen. Gründe für den positiven Verlauf seien Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie nachlassende Lieferengpässe gewesen. Der deutsche Arbeitsmarkt blieb trotz der Belastungen aufgrund des russischen Krieges gegen die Ukraine stabil. Die Arbeitslosigkeit ist im Jahresdurchschnitt deutlich gesunken und die Erwerbstätigkeit weiter gestiegen. Diese erreichte den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990. Ab der Jahresmitte führte vor allem die Erfassung ukrainischer Geflüchteter zu einem Anstieg bei Arbeitslosigkeit. Die Einzelhandelsumsätze in Deutschland haben sich im Jahr 2022 real um 0,6% verringert. Während die Umsätze im ersten Halbjahr gegenüber 2021 noch um 3,1% stiegen, war in der zweiten Jahreshälfte ein Minus von 4,1 % zu verzeichnen. Ursächlich hierfür war die stark gestiegene Inflation. 2. Entwicklung der Möbelbranche Laut dem Verband der deutschen Möbelindustrie konnte die Branche Ihren Umsatz in 2022 um knapp sieben Prozent auf 18,8 Milliarden Euro steigern. Ausschlaggebend waren dabei Preisanpassungen, die aufgrund der Erhöhung der Energie und Materialkosten notwendig wurden. Das Jahr verlief aber sehr volatil. Während der Bereich Polstermöbel im ersten Halbjahr noch ein signifikantes Umsatzplus von 19% verbuchen konnte, war im zweiten Halbjahr ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, der im Oktober und Dezember sogar zweistellig ausfiel, sodass auf Jahressicht ein Umsatzplus von 5,9% übrig blieb. Durch den Ausbruch des Ukraine Krieges verschärften sich die Störungen der Lieferketten vor allem im ersten Halbjahr. Dazu kamen eine Reihe weiterer Herausforderungen - das schwache Konsumklima, der außergewöhnlich heiße Sommer, die zurückgekehrte Reiselust der deutschen Bevölkerung und die im Jahresverlauf stark gestiegene Inflation aufgrund der hohen Energiepreise. Die öffentliche Debatte über Energiesicherheit und die Energiekosten hat für weitere Verunsicherung gesorgt. 3. Geschäftsmodell der Polipol-Gruppe Die Polipol-Gruppe hat sich seit Jahren als Funktionsspezialist und verlässlicher Partner mit der gesamten Bandbreite des Polstermöbelspektrums im Möbeleinzelhandel etabliert. Die Vertriebsbereiche decken mit ihren umfangreichen, technisch anspruchsvollen und konsumorientierten Wohnwelten hauptsächlich das mittlere bis gehobene Preissegment der Polstermöbelbranche ab. Die Marke Hukla ist in der gehobenen Mitte positioniert. Der Wettbewerbsvorteil der Unternehmensgruppe sehen wir in der Bündelung der technischen und kreativen Kompetenzen aller Geschäftsbereiche. Das Leistungsspektrum umfasst Polstermöbelgarnituren im mittleren Preisbereich, Polsterbetten und Relax Sessel in der gehobenen Mitte. Damit kann Polipol die individuellen Anforderungen vieler Möbelhändler unterschiedlichster Ausrichtung aus einer Hand bedienen. Die Produktionsstandorte in Polen, Rumänien und Belarus sind auf dem neuesten technischen Standard und mit modernsten Maschinen ausgestattet. Sie garantieren der Gruppe durch ihre Nähe zu den wichtigsten Absatzmärkten und ihrer hohen Flexibilität einen weiteren wichtigen Wettbewerbsvorteil. Im Ergebnis setzt die Polipol-Gruppe auf ein kontinuierliches Optimierungskonzept und damit auf eine Wertsteigerung für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter. Die Polipol-Gruppe war während des gesamten Berichtsjahres in ihren angestammten Kernbereichen der Produktion und dem Vertrieb von Polstermöbeln aktiv. Die wichtigsten Absatzländer sind Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, die Beneluxländer und die Tschechische Republik. 4. Geschäftsverlauf der Polipol-Gruppe Die Polipol Gruppe hat im 1. Halbjahr des Jahres 2022 von den hohen Auftragsbeständen aus dem Vorjahr und den noch stabilen Auftragseingängen profitiert. Im zweiten Halbjahr sind die hohen Auftragseingänge des Vorjahres nicht mehr erreicht worden, wobei die Auftragseingänge im 2. Halbjahr 2021 jedoch atypisch hoch und noch der Corona Pandemie geschuldet waren. Das erste Halbjahr 2022 hat sich demzufolge sehr positiv entwickelt welches allerdings durch den Lockdown zu Beginn des Jahres 2021 geprägt war. Im zweiten Halbjahr konnte, aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage, nicht an das Vorjahr angeknüpft werden, allerdings war Polipol in der Lage die gestiegenen Materialkosten an den Markt weiter zu geben, sodass sich die Gesamtleistung mit +13,7% insgesamt positiv entwickelt hat. 5. Wirtschaftliche Lage der Polipol-Gruppe 5.1 Umsätze Die Umsatzerlöse konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr - trotz des schwierigen Umfeldes - gesteigert werden. Im Wesentlichen ist dies auf die Weitergabe der gestiegenen Material und Energiekosten an den Handel zurückzuführen. Die Sparten Megapol und Hukla konnten die Anzahl der verkauften Garnituren um 10,5 bzw. 11,6% steigern, auf der anderen Seite mussten Polipol und Polinova Polstermöbel leichte Rückgänge bei den Mengen in Kauf nehmen. Der Bereich Betten hat nach erfolgter Neupositionierung im Markt die Stückzahlen um 20% ausbauen können. Die prozentualen Erlösschmälerungen sind im abgelaufenen Jahr geringfügig gesunken, sodass unter dem Strich - in Anbetracht der Vielzahl von Herausforderungen letztlich eine sehr erfreuliche Umsatzentwicklung zu verzeichnen war. Der Personalaufwand ist im vergangenen Jahr erneut stark gestiegen (12,2%). Die extrem hohe Inflation in Osteuropa von bis zu 18% hat zu hohen Lohnabschlüssen geführt. Darüber hinaus ist im Werk Janipol eine Holzfertigung in Betrieb genommen worden und das Werk Leopol hat die Kapazität durch die Einstellung neuer Mitarbeiter gesteigert. Die Beteiligungserträge betrugen 4,83 Mio. EUR (VJ: 3,2). Die nachfolgendenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt:
Außerdem waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 266 gewerbliche und 30 kaufmännische Auszubildende im Unternehmen beschäftigt. 5.2 Finanzlage Mit den Zahlungsmittelreserven und der positiven Ertragssituation, die zu einem stetigen Cashflow führt, ist nach derzeitiger Einschätzung die Zahlungsfähigkeit der Gruppe gesichert. Die geplanten Investitionen werden teilweise durch vorhandene Eigenmittel und zum Teil über Leasing finanziert. 5.2.1 Investitionen Signifikante Einzelinvestitionen waren Anzahlungen (Schaumglasschotteranlage, Digitalisierungsprojekt), Neuanschaffungen von Maschinen (Stoff- und Schaumschneidemaschinen), Kauf von Grundstücken und EDV Ausstattung. Darüber hinaus wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Volumen von 1,3 Mio. EUR angeschafft. 5.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gruppe ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nur noch geringfügig von 397 auf 407 Mio. EUR (+2,3%) gewachsen. Auf der Aktivseite entfiel dies fast ausschließlich auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (+9 Mio. EUR). Im Einzelnen waren dies Anzahlungen für eine Formschaumanlage (2,2 Mio. EUR), Vorbereitung eines Baugrundstückes (1,35 Mio. EUR), Digitalisierungsprojekt (1,3 Mio. EUR), Anzahlung für Grundstückskauf (2,0 Mio. EUR) sowie eine Extrusionsanlage (300 TEUR). Der restliche Betrag entfällt auf Anzahlungen für Produktionsmaschinen sowie die Ertüchtigung des Brandschutzes an zwei Standorten. Dies wurde aus eigenen Mitteln finanziert. Auf der Passivseite wurde ein Anstieg des Eigenkapitals um 10,8 Mio. EUR verzeichnet. B. Risiko- und Chancenbericht, Prognosebericht 1. Risikobericht Zur systematischen Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken hat die Polipol-Gruppe ein standardisiertes Risikomanagementsystem implementiert. Die Risikoerfassung und Bewertung sind dabei in die tägliche operative Arbeit der entsprechenden Abteilungen integriert. Die Erfassung der Risiken findet dadurch kontinuierlich statt. Liquiditätsrisiken werden beispielsweise mittelfristig durch die monatliche Aktualisierung einer Liquiditätsprognose überwacht. Sich abzeichnende Liquiditätsrisiken (= Liquiditätsbestand unterhalb definierter Mindestgrenze) wird durch die Einleitung entsprechender Maßnahmen, wie z.B. externe Finanzierung, begegnet. Die wesentlichen Risiken
beziehungsweise die Überwachung der entsprechenden Kennzahlen sind Bestandteil der Management-Informationssysteme Infopol, Lucanet und Cockpit V6Pro. Weitere Maßnahmen zur Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken sind:
Das etablierte Risikomanagementsystem hat sich in den vergangenen Krisen bewährt. Nachfolgend werden die wichtigsten Einzelrisiken untersucht und bewertet, wobei es im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit vielfach unumgänglich ist, Risiken einzugehen. Dies ist häufig eine notwendige Voraussetzung dafür, um Chancen wahrzunehmen. Die Geschäftsführung der Polipol-Gruppe sieht folgende Hauptrisiken und begegnet diesen durch Maßnahmen zur Risikoreduktion:
Absatzrisiken: Die stark gestiegenen Energiekosten, die insgesamt hohe Inflation als Folge des Ukraine Krieges belasten immer noch den privaten Konsum, obwohl seit Oktober vergangenen Jahres der Optimismus der Verbraucher zulegen konnte. Die Turbulenzen im Bankensektor und die aktuelle Schwächephase der Konjunktur haben den positiven Trend gestoppt. Lauf Ifo-Geschäftsklimaindex ist die Geschäftserwartung in der Polstermöbelindustrie für das zweite und dritte Quartal 2023 auf -68,8 Punkte gesunken. Es wird entscheidend darauf ankommen ob sich Polipol dem negativen Trend im zweiten und dritten Quartal entziehen kann. Das Risiko sinkender Absatzmengen wird aktuell als hoch eingestuft. Beschaffungsrisiken: Die Möbelbranche stellt eine Entspannung bei der Materialbeschaffung fest. Die Vorprodukte sind inzwischen wieder stabil verfügbar und die Lieferzeiten haben sich normalisiert. Auch sind bei einigen Vorprodukten wieder Preissenkungen aufgrund gesunkener Nachfrage durchsetzbar. Insgesamt wird das Risiko aktuell als gering eingestuft. Forderungsausfallrisiken: Die kontinuierliche Bewertung und Überwachung der Forderungen mittels eines aktiven Forderungsmanagements durch interne wie externe Dienstleister reduziert die Risiken des Forderungsausfalls gruppenweit. Grundsätzlich sind alle Forderungsbestände über Kreditversicherungen oder Bankbürgschaften abgesichert. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als gering eingestuft. Kapitalmarkt und Finanzierungsrisiken: Die Polipol-Gruppe verfügt aufgrund einer ausgezeichneten Bonität über einen uneingeschränkten Zugang zum Kapitalmarkt. Die Darlehensverbindlichkeiten sind äußerst gering, und die Eigenkapitalquote beträgt 73,6% Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als gering eingestuft. Fremdwährungsrisiken: Die Bilanzierung in der Polipol-Gruppe erfolgt in der Hauswährung Euro. Kursschwankungen zum Euro von in Fremdwährung bilanzierenden Konzernunternehmen können Einfluss auf die Höhe des Konzernergebnisses haben. Aufgrund der hohen Volatilität in der Wechselkursentwicklung, insbesondere des polnischen Zloty und des rumänischen RON zum Euro, können Umsätze niedriger ausfallen als kalkuliert und dadurch das Ergebnis der ausländischen Tochtergesellschaften signifikant beeinflussen. Die Gruppe begegnet diesem Risiko durch eine langfristig angelegte, umfangreiche Devisenabsicherungsstrategie. Fremdwährungsvorgänge werden soweit möglich saldiert. Das Risiko wird als gering eingestuft. Informationstechnologische Risiken: Die Abhängigkeit der Prozesslandschaft von der SAP Installation stellt ein bedeutendes Risikopotenzial dar. Dem wird durch das Outsourcing der Applikation an einen Hosting Provider mit global verteilten Rechenzentren begegnet. Im Netzwerkbereich wurde den stetig zunehmenden Cyber-Risiken durch den Einsatz moderner Virenschutztechnologie und Firewall Lösungen, Geoblocking und redundante Backup Strategien sowie Schulungen der Mitarbeiter begegnet. Trotz permanenter Netzwerk Überwachung und hohen Investitionen in die Sicherheit verbleibt ein Restrisiko. Aufgrund dessen ist das Risiko als hoch einzustufen. Risiken durch die Ukraine und Energie Krise: Aufgrund der Tatsache, dass wir in den Werken überwiegend mit Holzresten heizen, sich die Versorgungslage mit Gas sich normalisiert und auch der Strompreis wieder das Vorkriegsniveau erreicht hat, sehen wir aktuell keine Energierisiken. Auch der andauernde Ukraine Krieg wird keinen Einfluss auf die Produktion mehr ausüben. Lieferquellen aus Belarus wurden umgestellt, sodass wir die Risiken in dem Bereich als niedrig einstufen. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit - trotz der immer noch andauernden Ukraine Krise - für die Polipol-Gruppe aktuell nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Wir erwarten, dass die Beendigung des Ukraine Krieges sowie die Normalisierung der Inflation die Anschaffungsneigung von Möbeln wieder deutlich verbessern wird. Polipol hat ausreichend Kapazität um auch eine starke Nachfragesteigerung bedienen zu können. Die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten würde zu einer deutlich verbesserten Kostenverteilung und damit zu steigenden Erträgen führen. 3. Prognose- und Nachtragsbericht 3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Ausgangslage zum Jahresbeginn ist etwas besser als erwartet: 2022 wuchs die Wirtschaftskraft laut Statistische Bundesamt um 1,9 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland liegt auf Rekordniveau und hat zuletzt weiter zugelegt. In diesem Jahr soll die Erwerbstätigkeit weiter auf etwa 45,7 Millionen steigen. Für 2023 bestehen weiterhin große Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der insgesamt immer noch hohen Energiepreise. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Weltwirtschaft schlechter als noch zu Beginn des Jahres 2023. Der IWF senkte im April seine Prognose leicht und rechnet für dieses Jahr nun mit einem globalen Wachstum von lediglich 2,8%. Die meisten Industriestaaten werden demnach eine eher schwache konjunkturelle Entwicklung erleben, aber einer Rezession entgehen - eine Ausnahme bildet Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt hierzulande wird voraussichtlich um 0,1% schrumpfen, heißt es in der IWF-Prognose. 3.2 Die Entwicklung in der Möbelbranche Für das laufende Jahr prognostiziert der Verband der deutschen Möbelindustrie einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Im ersten Halbjahr ist laut VDM mit einer gedämpften Marktentwicklung zu rechnen. Stand Ende März liegt die Geschäftserwartung für die Möbelindustrie bei -20,6 Punkten und hat sich im März um 15 Punkte verschlechtert. Die Geschäftserwartung der Polstermöbelindustrie hat sogar von -29 Punkten auf -68,8 Punkte nachgegeben. Eine Umfrage des Handelsverbandes kommt zu dem Ergebnis das aktuell zwei Drittel der Verbraucher Ihre Ausgaben aufgrund der gestiegenen Preise reduzieren. 35% der Befragten planen in nächster Zeit weniger im Bereich Wohnen & Einrichten sowie für elektronische Produkte auszugeben. Erst im zweiten Halbjahr wird eine allmähliche Erholung erwartet. 3.3 Zukünftige Unternehmenssituation Die Umsätze und Erträge im ersten Quartal waren sehr gut. Im zweiten Quartal werden sich die Rückgänge im Auftragseingang bemerkbar machen, sodass es zu temporärer Kurzarbeit an verschiedenen Standorten kommen kann. Wie stark dies die Ertragslage belastet, hängt von der Stärke des saisonalen Rückgangs der Auftragseingänge ab. Die Geschäftsleitung rechnet damit, dass die Herausforderungen im laufende Jahr, die Situation in 2022 noch übertreffen könnten. Generell wird die Erhöhung des Konzernumsatzes im Vergleich zu 2022 angestrebt. Finanzwirtschaftlich steht das Vorhalten von ausreichend frei verfügbarer Liquidität und die Erhöhung des Konzerneigenkapitals im Fokus. 4. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Steuerungssystems Die Polipol-Gruppe verfügt seit Jahren über unternehmensinterne Steuerungssysteme (InfoPol, Lucanet, Cockpit V6Pro). Die Gruppe erweitert und verbessert die Funktionalitäten kontinuierlich und hat in 2022 begonnen eine Software zur Datenvisualisierung einzuführen. Nach erfolgreicher Implementation wird Cockpit V6Pro und InfoPol ersetzt, da sämtliche Daten dann in dem neuen System verfügbar sein werden. Alle Konzerngesellschaften sind in dieses System eingebunden und können auf tagesaktuelle Daten zugreifen. Das System stellt wichtige betriebswirtschaftlich Posten und Kennzahlen aus allen Bereichen übersichtlich und benutzerfreundlich dar. Das BI System umfasst insbesondere Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnungspositionen, die Entwicklung der Liquidität, des Auftragsbestands, Kennzahlen der Qualitätssicherung, der Kapazitätsauslastungen der Produktionsgesellschaften und die Umsatz-, Ergebnis- und Personalentwicklung. Ist-Werte werden täglich, monatlich und auf Jahresebene sowohl historischen als auch Planwerten gegenübergestellt und analysiert. Im Fokus der täglichen Unternehmenssteuerung stehen die Entwicklung der Umsätze, des Auftragseingangs - damit korrespondierend die Kapazitätsauslastung - sowie die frei verfügbare Liquidität der Gruppe. Das kurzfristige Ziel der Unternehmensgruppe wird durch die Planung für das Folgejahr definiert. Das beschriebene Steuerungssystem unterstützt die Geschäftsführung bei der Analyse der laufenden Prozesse, um korrigierend einzugreifen zu können. Aktuell ist die Polipol Gruppe dabei, das interne Kontrollsystem um ein sogenanntes Steuer- und Kartellrechtliches Compliance System zu ergänzen. C. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Aktivitäten der Unternehmensgruppe im Bereich Forschung und Entwicklung umfassen Aktivitäten in der Neu- und Weiterentwicklung von eigenen Produkten. Der Schwerpunkt dieser Entwicklungsaktivitäten liegt in der gezielten Erweiterung des eigenen Produktportfolios von Polstermöbelgarnituren und Relax Sessel in konsumorientiertem Design auf höchstem technischen Anspruch in der Funktionalität. Die Produkte sind vornehmlich für den Privathaushalt konzipiert. Zurzeit sind im Bereich Entwicklung 72 Mitarbeiter beschäftigt. D. Zweigniederlassungsbericht Neben der Polipol Holding GmbH & Co. KG werden grundsätzlich bis auf Zehdenick und Polipol International alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, die durch die Polipol Holding mittelbar oder unmittelbar beherrscht werden, in den Konzernabschluss einbezogen. Von der handelsrechtlichen Konsolidierung sind neben den genannten Gesellschaften lediglich Tochtergesellschaften, die von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und nicht in der Möbelbranche tätig sind (Hotel Sypniewo Spolka z.o.o., Mincell GmbH & Co. KG, Mincell Verwaltungs GmbH. Die Gartenidee - Garten und Landschaftsbau GmbH), ausgeschlossen. Die Vertriebsgesellschaften werden von aktuell neun rechtlich selbständigen Produktionswerken beliefert, die sich in Deutschland, Polen, Rumänien und Belarus befinden. Sowohl die Vertriebsgesellschaften als auch die Produktionswerke werden jeweils von unterschiedlichen Beteiligungsgesellschaften gehalten.
Diepenau, den 31. Mai 2023 Polipol Holding Verwaltungs-GmbH Gerd Hemmerling Hajo Hartmann Marc Greve Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022der Polipol Holding GmbH & Co. KG, Diepenau1. Allgemeines Das Mutterunternehmen, die Polipol Holding GmbH & Co. KG, Diepenau, ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Walsrode in der Abteilung A unter der Nummer 201296. Die Tätigkeit der Konzernunternehmen erstreckt sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Polstermöbeln. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den Vorschriften des Publizitätsgesetzes und des Handelsgesetzbuches unter Einbeziehung der Änderungen nach dem Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. 2. Konzernabschlussstichtag Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, den 31. Dezember 2022, aufgestellt. Dies ist zugleich der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. 3. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Bei den in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden Vermögensgegenstände und Schulden zum Kurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Diese Vorgehensweise entspricht der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß § 308a HGB. Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in die Position Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam behandelt. 4. Konsolidierungskreis Es bestehen folgende Beteiligungsverhältnisse, die jeweils im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden:
Nicht konsolidierte Unternehmen: Die Beteiligungen an folgenden Tochtergesellschaften werden aufgrund untergeordneter Bedeutung unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Das Stammkapital beträgt PLN 1.050.000,00 (TEUR 224) am Hotel Sypniewo Spolka z.o.o. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 PLN 9.798.577,86 (TEUR 2.093).
Der nicht durch das Eigenkapital gedeckter, verursachte Fehlbetrag der Mincell GmbH & Co. KG beträgt zum Stichtag TEUR 9.307. Das Eigenkapital der Mincell Verwaltungs-GmbH beträgt zum Stichtag TEUR.
Der nicht durch das Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag der Tochtergesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 742. Assoziierte Unternehmen Das Mutterunternehmen hält zum Bilanzstichtag 0,1 % der Geschäftsanteile (unmittelbare Beteiligung) in Höhe von nominal EUR 25 an der Polipol International GmbH, Diepenau. Die Polipol Holding GmbH & Co. KG verfügt über ein Drittel der Stimmrechte an der Gesellschaft. Auf die Anwendung der Equity-Methode wird aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verzichtet. Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 1.847. Beteiligungen Die Polipol Holding GmbH & Co. KG ist zum Bilanzstichtag mit 100 % an der Zehdenick Polstermöbel GmbH & Co. KG beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag TEUR 58.625. Die Gesellschaft wird aufgrund des fehlenden beherrschenden Einflusses nicht in den Konzernabschluss der Polipol Holding GmbH & Co. KG einbezogen. 5. Konsolidierungsgrundsätze Abweichend vom DRS 4 "Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss" wurde für Erwerbsvorgänge, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, die Kapitalkonsolidierung zulässigerweise auf Basis der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung) durchgeführt und die Wertansätze wurden zulässigerweise zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss angesetzt. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Transaktionen werden grundsätzlich eliminiert. Im Jahr 2020 wurde auf eine Eliminierung der Zwischenergebnisse verzichtet, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Für die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital wird in der Konzernbilanz gemäß § 307 HGB ein Ausgleichsposten ausgewiesen. Der bilanzierte Ausgleichsposten beinhaltet Anteile der anderen Gesellschafter am Eigenkapital so wie die nach dem Posten Jahresüberschuss in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesenen anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Gewinne und Verluste. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den Konzerngesellschaften wurden eliminiert. 6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Erworbene Immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 10 Jahre. Der Zeitraum der planmäßigen linearen Abschreibung für entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte beträgt 5 Jahre. Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte von 5 Jahren basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 5 Jahren ausgeschöpft. Die Sachanlagen sowie die geleisteten Anzahlungen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen auf Gebäude erfolgen nach der linearen Methode. Bewegliche Sachanlagen werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen orientieren sich grundsätzlich an den jeweils aktuellen, allgemeinen AfA-Tabellen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Ausleihungen sind mit ihrem Nominalwert bewertet. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Forderungen werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Einzelwertberichtigungen werden kundenindividuell gebildet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Fremdwährungsguthaben wurden entsprechend den Angaben zur Fremdwährungsumrechnung in Euro umgerechnet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten geleistete Zahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet gewährte Zuschüsse, welche in Folgejahren ratierlich aufgelöst werden. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in ausreichendem Umfang. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss enthält Forderungen und Verbindlichkeiten, denen Beträge zugrunde liegen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten und in Euro umgerechnet wurden. Nicht auf Euro lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem Devisenkurs am Transaktionstag umgerechnet. Am Abschlussstichtag wird die Folgebewertung zum gültigen Devisenkassamittelkurs vorgenommen. Bei Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr schlägt sich ein geringerer Kurs am Bilanzstichtag in einer niedrigeren Bewertung aufwandswirksam nieder, während ein höherer Kurs (Bewertungsgewinn) unberücksichtigt bleibt. Bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr führt ein höherer Kurs am Bilanzstichtag zu einer aufwandswirksamen Erhöhung der Verbindlichkeit, während ein niedrigerer Kurs unberücksichtigt bleibt. Finanzderivate Im Geschäftsjahr 2022 wurden von in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften Devisentermingeschäfte in PLN, RON zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossen. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft beschränkt. Die Devisentermingeschäfte werden für bilanzielle Zwecke zusammen mit den antizipierten Zahlungsströmen als Bewertungseinheiten betrachtet, soweit Währungsidentität, Betragsidentität und Fristenkongruenz besteht. Drohende Verluste waren daher nicht erfolgswirksam zu erfassen (Einfrierungsmethode). Latente Steuern Im Zuge der konzerneinheitlichen Bewertung entstehen aktive temporäre Differenzen, die im Wesentlichen Bewertungsunterschiede im Anlagevermögen sowie bei den Rückstellungen bei den ausländischen Tochtergesellschaften betreffen. Aus Vereinfachungsgründen wird bei der Berechnung der Steuersatz von 16% verwendet. Auf Verlustvorträge wurden keine aktiven latenten Steuern bilanziert. 7. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 75. Sämtliche sonstige Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten die laufenden Ertragsteuern. Sonstige Rückstellungen Im Posten Sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen die Rückstellungen für noch zu gewährende Kundenboni, Personalrückstellungen (Resturlaubstage, Überstunden, Prämien), Gewährleistungen, sowie Archivierungskosten enthalten. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitsspiegel (Vorjahresbeträge sind in Klammern vermerkt).
8. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt:
9. Sonstige Angaben Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Derivate Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Fremdwährungsrisiken eingesetzt, die aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften resultieren, um durch Wechselkursschwankungen bedingte Risiken und Kosten zu minimieren. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Geschäfte gehen wir aus, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Zur Sicherung werden ausschließlich marktgängige Devisentermingeschäfte genutzt. Die Derivate werden mit den sich, in Bezug auf die künftigen Cash-Flows, gegenläufig entwickelnden Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Mikro-Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Zahlungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der erwarteten Zahlungen aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko nahezu vollständig ausgleichen und die Sicherungsbeziehungen hoch effektiv sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte sowie die positiven und negativen Marktwerte stellen sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:
Die Zeitwerte der Derivat-Volumina werden anhand der von anerkannten Informationsdiensten übermittelten Marktdaten unter Berücksichtigung aktueller Zinsstrukturen und Volatilitäten durch geeignete anerkannte Bewertungsmethoden ermittelt. Der Marktwert entspricht dem Betrag, zu dem am Bilanzstichtag eine Glattstellung der Kontrakte erfolgen könnte. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die über die gewöhnliche Geschäftstätigkeit hinausgehen, bestehen Off Balance Leasing Verpflichtungen in Höhe von TEUR 12.195 (VJ TEUR 5.198). Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Das für die Abschlussprüfung im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar beträgt TEUR 201. Für Steuerberatungsleistungen des Abschlussprüfers wurden im Berichtsjahr TEUR 0 aufgewendet. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Konzern durchschnittlich beschäftigt:
Außerdem waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 266 gewerbliche und 30 kaufmännische Auszubildende im Konzern beschäftigt. Befreiung von Tochtergesellschaften Die Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses im elektronischen Bundesanzeiger hat gemäß § 264b HGB befreiende Wirkung für die folgenden Gesellschaften:
Organe der Gesellschaft Die Komplementärin des Mutterunternehmens ist die Polipol Holding Verwaltungs-GmbH, Diepenau. Die Geschäftsführer der Komplementärin sind:
- einzelvertretungsberechtigt und befreit von den Vorschriften des § 181 BGB - Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Diepenau, den 31. Mai 2023 Polipol Holding Verwaltungs-GmbH Gerd Hemmerling Marc Greve Hajo Hartmann Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Polipol Holding GmbH & Co. KG, Diepenau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Polipol Holding GmbH & Co. KG, Diepenau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Polipol Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 31. Mai 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marco See, Wirtschaftsprüfer Larisa Geppert, Wirtschaftsprüferin |
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