Ford Bank GmbH
Henry-Ford-Straße 1, 50735 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Katharina Irma Haase seit 7.10.2025 | Geschäftsführer |
Markus Grosdeff seit 20.5.2025 | Prokura |
Jörg Webeling seit 20.5.2025 | Prokura |
Ulrike Bloomfield seit 6.3.2024 | Prokura |
Benjamin Gebel seit 3.11.2023 | Prokura |
Marcel Justa seit 3.11.2023 | Prokura |
Stephanie Maria Baller seit 23.5.2022 | Prokura |
Anno Kurth seit 13.12.2017 | Geschäftsführer |
Natalie Odenwald seit 13.12.2017 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Ford ECO GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ford Bank GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Jahresabschluss und Lagebericht Für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024Lagebericht Grundlagen der Bank Wirtschaftsbericht Prognose- und Chancenbericht Risikobericht Jahresabschluss Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang 2024 LageberichtGrundlagen der BankPROFIL UND GESCHÄFTSMODELL DER FORD BANK GMBH Rechtliche Struktur Die Ford Bank GmbH (Ford Bank) ist seit 1. September 2024 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Ford ECO GmbH mit Sitz in Zug (Schweiz). Zum Ablauf des 31. August 2024 wurde ein konzerninterner Eigentümerwechsel von der FCE Bank plc, Laindon (UK) auf die Ford ECO GmbH vollzogen. Die oberste Muttergesellschaft ist die Ford Motor Company (Ford) mit Sitz in Dearborn, Michigan (USA). Geschäftsmodell und Strategie der Ford Bank GmbH Das Geschäftsmodell der Ford Bank besteht in der Absatzförderung der Ford Fahrzeuge und der Bereitstellung eines umfassenden Angebots von Dienstleistungen rund um das Ford Fahrzeug, insbesondere von Finanzierungs- und Versicherungslösungen. Neben der Absatzförderung spielt die Kundenbindung an Ford eine zentrale Rolle, die durch den bewährten Service der Ford Bank sichergestellt wird. Innerhalb der Wertschöpfungskette im Ford Konzern spielt die Ford Bank damit eine zentrale Rolle als wesentlicher Bestandteil der langfristigen Strategie. Im Einzelnen stellt sich die Aufgliederung des fahrzeuggebundenen Angebots nach Kundensegmenten wie folgt dar:
Das Leistungsspektrum der Ford Bank für private und gewerbliche Kunden ist auf dem deutschen Markt verfügbar. Im April 2024 wurde das Angebot von händlerbezogenen Produkten in Österreich über die dortige Niederlassung eingestellt. Neben den Dienstleistungen für Kunden erbringt die Ford Bank auch Dienstleistungen für die verbleibenden Kundenverträge in den auslaufenden Portfolien der Niederlassungen der FCE Bank plc in Deutschland und Österreich. Die Refinanzierung der Ford Bank erfolgt größtenteils über Kundeneinlagen, die über die Online-Marke der Ford Bank, Ford Money, angeboten werden, sowie über die Verbriefung von Kundenforderungen und unbesicherten Krediten der Ford Motor Credit Company LLC. Organisationsstruktur Die Ford Bank verfügt im Geschäftsjahr über eine Geschäftsführung mit zunächst vier Geschäftsführern. Seit dem 01.03.2024 besteht die Geschäftsführung aus drei Geschäftsführern und ab dem 01.04.2025 aus zwei Geschäftsführern. Der Aufsichtsrat war bis einschließlich Juli mit drei Mitgliedern besetzt, erhöhte sich im Monat August auf vier Mitglieder und nahm ab dem 01.09.2024 wieder seine ursprüngliche Größe von drei Mitgliedern an. Die Geschäftsführer wurden bis zum 01.07.2024 von einem Generalbevollmächtigten unterstützt, zu vorgenanntem Datum wurde ein weiterer Generalbevollmächtigter bestellt. Für die Geschäftsführung der Ford Bank ist eine effektive Corporate Governance und die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen ein maßgeblicher Faktor für die Geschäftsstrategie, Geschäfte und Betriebsabläufe der Ford Bank. Eine fortlaufende Beobachtung und, soweit erforderlich, angemessene Anpassung der etablierten Geschäftsabläufe, Produkte und Strategien an die jeweils geltenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen ist dabei essenziell. Automobilfinanzierungen und ihre Einflussfaktoren Automobile Finanzdienstleistungen sind ein wichtiges Element der Automobilwirtschaft. Ein hoher Anteil der Neuzulassungen im privaten und gewerblichen Bereich in Deutschland wird über Leasing- und Finanzierungsmodelle auf die Straße gebracht. Die konzerneigenen Autobanken, zu denen die Ford Bank zählt, gehören zu den wichtigsten Absatzförderern der Automobilhersteller und sind damit ein zentraler Baustein des volkswirtschaftlichen Segments "Mobilität" in Deutschland. Allerdings sind die Anforderungen an die Autobanken aufgrund der sich verändernden wirtschaftlichen, regulatorischen, umweltpolitischen und sozialen Rahmenbedingungen ständigem Wandel unterworfen. Der heutige und künftige Markt der Automobilfinanzierungen unterliegt den folgenden wesentlichen Einflussfaktoren:
Das Geschäftsmodell wird kontinuierlich an die sich ändernden Einflussfaktoren angepasst, unter anderem durch die Integration von Gebrauchtwagenfinanzierungen, um weiterhin am Markt erfolgreich zu sein. STEUERUNG DER FORD BANK GMBH Die Ford Bank baut beim Vertrieb konsequent auf die Partnerschaft mit dem Hersteller (in Deutschland die Ford-Werke GmbH, im folgenden Ford-Werke) und dem Handel. In enger Abstimmung mit diesen strategischen Partnern steht die Gewinnung und Bindung von Privat- und Firmenkunden klar im Fokus. Die Ford Bank strebt einen Gewinn vor Steuern an, der den Unternehmenswert nachhaltig sichert. Dies soll auf Basis eines dauerhaft angemessenen Verhältnisses von Rendite und Risiko erreicht werden. Die Steuerung erfolgt über nichtfinanzielle und finanzielle Leistungsindikatoren. Ein umfassendes Reporting zur Steuerung des Geschäfts der Bank gibt frühzeitig darüber Auskunft, ob die strategischen und operativen Ziele erreicht werden und ob die Gesellschaft dabei innerhalb des festgelegten Risikoappetits arbeitet. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Steuerungsgrößen werden auf Basis der US-GAAP-Rechnungslegung und des Handelsgesetzbuchs (HGB) ermittelt, um die Einbeziehung in die konzernweite Steuerung zu erleichtern. Die Steuerungsgrößen Eigenkapital und Kernkapitalquote werden anhand der Rechnungslegung nach HGB ermittelt. Ausschließlich der Gewinn vor Steuern wird auf Basis von HGB und US-GAAP-Rechnungslegung ermittelt. Aussagen über die zukünftige Geschäftsentwicklung der Ford Bank beruhen auf der Rechnungslegung, die in der untenstehenden Tabelle aufgeführt ist.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren beziehen sich auf das Neugeschäftsvolumen für Finanzierungs- und Leasingverträge, die Penetration sowie die Kundenzufriedenheit.
WirtschaftsberichtWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die geopolitische Unsicherheit stellt weiterhin ein erhebliches Risiko für den wirtschaftlichen Ausblick dar und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verstärkt. Der anhaltende Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der eskalierende Konflikt im Nahen Osten sowie weitere geopolitische Spannungen prägen das globale Umfeld. Zusätzlich trugen die geopolitischen Entwicklungen in den USA im Nachgang zur Präsidentschaftswahl im November 2024 sowie Unsicherheiten im internationalen Handel (z.B. Zölle) und in der globalen Sicherheitsarchitektur zu einer erhöhten Volatilität bei. Auch die vorgezogene Bundestagswahl in Deutschland im Februar 2025 wirkt belastend auf das wirtschaftliche Vertrauen und die Investitionsbereitschaft im Inland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im Jahr 2024 um 0,2% geschrumpft. Die Ursachen lagen in strukturellen und konjunkturellen Belastungen wie etwa zurückhaltendem privaten Konsum und relativ geringer Investitionstätigkeit in Industrie und Baubranche. Die Inflation nahm im Vergleich zum Vorjahr ab und lag durchschnittlich bei 2,2%. Die EZB senkte im Jahresverlauf viermal die Leitzinsen, zuletzt im Dezember 2024 um 25 Basispunkte auf 3,00%. Im Jahr 2025 erfolgten im Januar, März und April je eine Zinssenkung auf dann 2,25%. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich insgesamt stabil, jedoch mit nachlassender Dynamik aufgrund der wirtschaftlichen Stagnation und des demographischen Wandels. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 6,0% (Vorjahr: 5,7%). Trotz des schwachen wirtschaftlichen Umfelds bleibt die Besetzung offener Stellen in bestimmten Branchen herausfordernd. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Für das Jahr 2024 blieben die prognostizierten Neuzulassungen leicht hinter den ursprünglichen Erwartungen. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten, der hohen Neufahrzeugpreise und den immer noch hohen Leitzinsen bleiben die Kunden weiterhin zurückhaltend, insbesondere der private PKW-Kunde. Gegenläufig entwickelt sich das Gebrauchtwagengeschäft. Die Zahl der Besitzumschreibungen hat sich gegenüber 2023 bereits deutlich gesteigert. Durch fehlende zusätzliche Anreize im Bereich der E-Mobilität blieben die Neuzulassung im Jahr 2024 gerade in diesem angedachten Wachstumssegment erheblich hinter den Prognosen, allerdings hat Deutschland seine Position als Europas Leitmarkt für E-Mobilität in der zweiten Jahreshälfte zurückerobert. Der Ford Konzern spürt einen erheblichen Veränderungsdruck in diesem Marktumfeld. Die Fortführung der bereits begonnenen strategischen Neuausrichtung bedeutet in Europa eine Abkehr vom Image als Volumenhersteller. Mit der bereits erfolgten oder geplanten Einstellung der Modelle Fiesta, Focus und Mondeo zieht sich die Marke aus traditionellen Volumensegmenten zurück. Stattdessen erfolgt eine Fokussierung auf die Bereiche Verbrenner der traditionsreichen Baureihen (z.B. Mustang und Bronco), Elektro SUVs und Nutzfahrzeuge mit damit einhergehenden geringeren Stückzahlen insgesamt. In enger Abstimmung mit den Vertriebspartnern haben die Ford-Werke und die Ford Bank im Jahresverlauf mit den Vorbereitungen auf den Start von Franchise+, einer modifizierten Variante des Agenturmodells, hingearbeitet. Dieses führt zu einer umfassenden Händlernetzwerkbereinigung mit einer reduzierten Anzahl von Partnern, optimierten digitalen Prozessen und einer neuen Margenstruktur. Das neue Modell startete am 01.04.2025. Regulatorische Rahmenbedingungen Die Ford Bank überwacht und implementiert regulatorische Änderungen im Rahmen eines Compliance- Überwachungsprogramms. Dieses Programm erfasst die Vorschriften der BaFin und der Bundesbank sowie alle relevanten EU-Anforderungen. Alle potenziellen Änderungen von Gesetzen und Vorschriften, die sich auf die Ford Bank auswirken, werden überwacht und bei Bedarf im Rahmen überarbeiteter Richtlinien und Verfahren umgesetzt. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER FORD BANK GMBH Gesamtaussage zu Geschäftsverlauf und -lage Die wirtschaftliche Lage der Ford Bank ist zum Bilanzstichtag trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen im Jahr 2024 insgesamt als stabil anzusehen. Die Ford Bank hat nachhaltig Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft in Höhe von 302 Millionen Euro und Leasinggeschäft in Höhe von 816 Millionen Euro mit Händlern und Endkunden erwirtschaftet. Die Penetration von 44,24% ist weiterhin hoch und die Kreditausfälle von 0,11% bewegen sich auf sehr niedrigem Niveau. Die Refinanzierung erfolgt über Kundeneinlagen. Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren Die Ford Bank GmbH hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Gewinn vor Steuern (HGB) von 43 Millionen Euro abgeschlossen und damit gegenüber dem Vorjahr ein um etwa 27 Millionen Euro geringeres Ergebnis erzielt. Das Ergebnis wurde maßgeblich durch den im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Zinsaufwand beeinflusst. Aus diesem Grunde ist das Ergebnis im Vergleich zur Prognose schlechter als erwartet ausgefallen. Eine Überleitung für die Steuerungsgröße Ergebnis vor Steuern von HGB nach US-GAAP ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Ergebnis nach HGB und der US-GAAP-basierten Steuerung bestehen in der Bewertung Finance versus Operating Lease, den Wertberichtigungen auf Forderungen an Kunden, der Bewertung der Swaps und der Abgrenzung der Händlerboni. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER FORD BANK GMBH FORTSETZUNG Die Nettoforderungen an Kunden (US-GAAP) beliefen sich zum Jahresende auf 4.908 Millionen Euro. Dies ist eine Erhöhung um 394 Millionen Euro gegenüber 4.514 Millionen Euro zum 31. Dezember 2023. Diese Erhöhung ist hauptsächlich auf höhere Forderungen aus dem Händlerfinanzierungsgeschäft zurückzuführen. Der Gesamtbestand lag über den Erwartungen.
Der Forderungsausfall im Verhältnis zu den durchschnittlichen Nettoforderungen an Kunden (US-GAAP) lag mit 0,11 % (Vorjahr: 0,05 %) weiterhin auf einem niedrigen Niveau und erreichte zudem den erwarteten Wert. Das gemeldete harte Eigenkapital (CET), gemäß CRR Art. 26 bis Art. 50, beträgt zum Stichtag ca. 751 Millionen Euro. Zusätzlich stellt die Ford ECO GmbH, Zug, als Alleingesellschafterin der Ford Bank GmbH ergänzendes Eigenkapital gemäß CRR Art. 62 bis Art. 71 in Höhe von ca. 138 Millionen Euro in Form eines nachrangigen Darlehens zur Verfügung. Die Gesamtkapitalquote gemäß CRR Art. 92 (auf Basis der eingereichten Meldungen zum 31.12.2024) betrug zum Stichtag 19,06% und die harte Kernkapitalquote (CET 1 Capital Ratio) 16,09% und lag aufgrund geringerer Risikoaktiva über den Erwartungen. Entwicklung der nicht finanziellen Leistungsindikatoren Im Jahr 2024 wurden 73.848 neue Verträge abgeschlossen, was einer geringeren als erwarteten Steigerung von rund 5.800 Verträgen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Penetrationsrate stieg um 5,3 Prozentpunkte auf 44,2% und lag nahezu im Bereich der Erwartung. Die Kundenzufriedenheit - gemessen auf Basis des oben definierten Net Promoter Score - wird laufend durch Umfragen bei Finanzierungs- und Leasingendkunden extern ermittelt. Für die Ford Bank erreichte der Net Promoter Score im Jahr 2024 einen Wert von 49,8 und lag damit leicht unter Vorjahresniveau. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist dies ein akzeptables Resultat. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER FORD BANK GMBH FORTSETZUNG Ergebnisentwicklung der Ford Bank GmbH Trotz der unsicheren Rahmenbedingungen war das Geschäftsjahr 2024 solide profitabel. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis hauptsächlich aufgrund einer Nicht-Wiederholung des positiven Effekts aus der vorzeitigen Beendigung eines Swaps im Vorjahr in Höhe von 10 Millionen Euro, höheren Provisionsaufwendungen in Höhe von 10 Millionen Euro sowie höheren Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024 um 27 Millionen Euro reduziert. Das Zinsergebnis der Ford Bank reduzierte sich um 45 Millionen Euro auf 94 Millionen Euro (Vorjahr: 139 Millionen Euro) bedingt durch höhere Refinanzierungskosten und insbesondere aufgrund der Nicht-Wiederholung der Erträge aus der vorzeitigen Swap-Beendigung im Vorjahr. Im Leasinggeschäft, bestehend aus Leasingerträgen, Leasingaufwendungen und Abschreibungen (planmäßige und außerplanmäßige), konnte die Ford Bank einen Ertrag von 93 Millionen Euro (Vorjahr: 62 Millionen Euro) nach Berücksichtigung der notwendigen Abschreibungen auf das Leasingvermögen erzielen. Der Erhöhung des Leasingergebnisses resultiert insbesondere aus einem gesteigerten Volumen an Leasingverträgen und damit verbundenen höheren Leasingerträgen gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich des Leasinggeschäfts mit Restwertrisikoübernahme durch die Ford Bank wurden im Jahr 2024 ca. 4.700 Verträge (Vorjahr: ca. 2.300 Verträge) geschlossen (im Wesentlichen für das Modell Mustang Mach-E). Auf das Kundenleasing-Portfolio wurden im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2 Millionen Euro (Vorjahr: 4 Millionen Euro) erfasst. Zudem beliefen sich die Wertberichtigungen für Rückläufer aus dem Geschäft mit Vermietfahrzeugen auf 2 Millionen Euro (Vorjahr: 0 Euro). Die Provisionserträge in Höhe von 8 Millionen Euro (Vorjahr: 9 Millionen Euro) setzen sich im Wesentlichen aus den Einkünften der Kooperationen im Versicherungs- und Leasingbereich zusammen und lagen im Rahmen der Erwartungen. Für Provisionsaufwendungen verbuchte die Ford Bank 37 Millionen Euro (Vorjahr: 28 Millionen Euro). Diese beinhalten im Wesentlichen Garantiegebühren in Höhe von 20 Millionen Euro, welche sich gegenüber dem Vorjahr um 4 Millionen Euro erhöht haben. Die sonstigen betrieblichen Erträge erreichten 7 Millionen Euro (Vorjahr: 9 Millionen Euro), wobei der wesentliche Ergebnisbeitrag in Höhe von 7 Millionen Euro (Vorjahr 7 Millionen Euro) aus dem Servicevertrag mit der FCE Bank plc stammt. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 114 Millionen Euro (Vorjahr: 115 Millionen Euro) setzen sich aus Personalaufwendungen von 53 Millionen Euro (Vorjahr: 56 Millionen Euro) und 61 Millionen Euro (Vorjahr: 59 Millionen Euro) anderen Verwaltungsaufwendungen, die im Wesentlichen Service Fees gegenüber der FCE Bank plc enthalten, zusammen. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Abfindungen von 8 Millionen Euro (Vorjahr: 11 Millionen Euro) enthalten. Das Ergebnis vor Steuern betrug 43 Millionen Euro (Vorjahr: 70 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich dieses somit um 27 Millionen Euro. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG als Quotient aus Ergebnis nach Steuern und Bilanzsumme lag für das Geschäftsjahr 2024 bei 0,34% (Vorjahr: 0,67%). Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 war zufriedenstellend, wenn gleich das Ergebnis hinter den Erwartungen zurückblieb. FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER FORD BANK GMBH Vermögenslage Zum Bilanzstichtag lag die Bilanzsumme der Ford Bank bei 7.889 Millionen Euro und damit 703 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Aktiva
Die Erhöhung auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Schuldverschreibungen und anderer festverzinslicher Wertpapiere um 248 Millionen Euro und einen Anstieg des Leasingvermögens um 488 Millionen Euro aufgrund eines erhöhten Neugeschäfts zurückzuführen. Kompensiert wurde der Anstieg der Aktivseite durch eine Reduzierung der Forderungen gegenüber Kreditinstituten um 53 Millionen Euro. Die Forderungen gegenüber Kunden mit 3.271 Millionen Euro sind nahezu konstant geblieben. Zur Refinanzierung hat die Ford Bank im Geschäftsjahr zwei weitere ABS-Transaktion durchgeführt. Dabei wurden Forderungen aus Krediten sowie Leasingforderungen gegenüber Kunden in ABS-Transaktionen gebündelt und an eine Zweckgesellschaft verkauft. Insgesamt hat die Ford Bank zum Bilanzstichtag zur Refinanzierung fünf ABS-Transaktionen, bestehend aus einer Transaktion aus Händlerforderungen, drei aus Kundenforderungen und einer aus Leasingforderungen. Alle Verbriefungsinstrumente sind bilanzwirksam ausgewiesen. Die Schuldverschreibungen in Höhe von 1.320 Millionen Euro bestehen ausschließlich aus von der Ford Bank gehaltenen, zurückgekauften Tranchen. Die Erhöhung um 248 Millionen Euro resultiert aus zwei neuen ABS-Transaktionen im Juli und November 2024. Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 864 Millionen Euro (Vorjahr: 917 Millionen Euro) bestehen im Wesentlichen aus der Übernachtanlage bei der Deutschen Bundesbank.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich im Wesentlichen durch die Rückzahlung der Verbindlichkeit in Höhe von 175 Millionen Euro gegenüber der Bundesbank. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich um 820 Millionen Euro auf 4.489 Millionen Euro. Im Wesentlichen war dies getrieben durch die erhöhte Nachfrage nach den Angeboten der Plattform Ford Money für Privatkundeneinlagen um 817 Millionen Euro (Vorjahr: 103 Millionen Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 8 Millionen auf 1.810 Millionen Euro (Vorjahr 1.818 Millionen Euro). Sie betreffen fast ausschließlich Verbindlichkeiten aus der Verbriefung von Händler- und Kundenfinanzierungen in Höhe von 1.736 Millionen Euro (Vorjahr: 1.797 Millionen Euro). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 552 Millionen Euro (Vorjahr: 258 Millionen Euro) enthält im Wesentlichen erhaltene Zahlungen zur Unterstützung der Finanzierungs- und Leasingprogramme sowie Leasingsonderzahlungen, die über die Laufzeit der Verträge abgegrenzt werden, von 264 Millionen Euro (Vorjahr: 203 Millionen Euro). Zudem sind im Rahmen der ABS-Transaktionen veräußerte zukünftige Leasingraten aus bestehenden Leasingverträgen (Leasingratenforfaitierung) sowie die damit verbundenen zukünftigen Restwerte in Höhe von 212 Millionen Euro (Vorjahr: 0 Euro) unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Rückstellungen für Abfindungen betrugen im Geschäftsjahr 14 Millionen Euro (Vorjahr: 11 Millionen Euro). Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 5.000.002 Euro. Die Ford Bank zahlte im Juni 2024 eine Dividende in Höhe von 275 Millionen Euro an die FCE Bank plc im Rahmen einer Bilanz- bzw. Eigenkapitaloptimierung bei gleichzeitiger Sicherstellung der Einhaltung der Eigenkapitalanforderungen. Entwicklung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel Das Eigenmittelmanagement der Ford Bank ist im Rahmen der Kapitalplanung darauf ausgerichtet, ein kontrolliertes Wachstum der Bank zu gewährleisten und dabei sowohl die regulatorischen als auch die internen Vorgaben jederzeit zu erfüllen. Die Kapitalplanung wird durch das monatlich tagende Asset und Liability Committee (ALCO) überwacht und regelmäßig aktualisiert, um Abweichungen von der geplanten Geschäftsentwicklung sowie möglichen Änderungen regulatorischer Anforderungen Rechnung zu tragen. Zum Bilanzstichtag betrugen die gemeldeten Eigenmittel gemäß Art. 72 CRR ca. 889 Millionen Euro. Die Gesamtkapitalquote (Total Capital Ratio) betrug zum 31.12.2024 19,06%. Liquidität und Refinanzierung Die Finanzierungsquellen der Ford Bank bestehen in erster Linie aus Privatkundeneinlagen, der Verbriefung von Kreditforderungen, Händlerforderungen und Leasingforderungen, sowie konzerninternen Darlehen, vor allem von der Ford Motor Credit Company LLC. Die Privatkundeneinlagen über die Online Plattform Ford Money sind die größte Refinanzierungsquelle der Bank und betrugen zum 31.12.2024 3.865 Millionen Euro (Vorjahr: 3.056 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Refinanzierungskosten an, hauptsächlich bedingt durch höheren Zinsaufwendungen im Einlagengeschäft und gestiegener Swapkosten. Zum 31.12.2024 finanzierte sich die Ford Bank über eine Verbriefung von Händlerkrediten in Höhe von 885 Millionen Euro (Vorjahr: 817 Millionen Euro) über Verbriefungen von Kundenkrediten in Höhe von 841 Millionen Euro (Vorjahr: 968 Millionen Euro) sowie über Verbriefungen von Leasingforderungen in Höhe von 212 Millionen Euro (Vorjahr: 0 Euro). Die Ford Bank hat zudem eine revolvierende Kreditfazilität mit einem Bankenkonsortium in Höhe von 210 Millionen Euro vereinbart, deren Laufzeit im Juni 2024 bis Juli 2026 verlängert wurde. Die Ford Bank wurde von den Ratinggesellschaften S&P und Moody ́s in 2024 mit einem Investment-Grade-Rating bewertet. S&P bewertet die Ford Bank mit BBB- und Moody ́s mit Baa1. Prognose- und ChancenberichtPROGNOSEBERICHT Zukunftsgerichtete gesamtwirtschaftliche Entwicklung Erwartete gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Aussichten für das Jahr 2025 bleiben aufgrund der geopolitischen Lage weiterhin unsicher. Die Ford Bank erwartet jedoch, dass sich die Inflation im Vergleich zum Vorjahr auf einem Niveau von etwa 2,0% stabilisieren wird. In der Folge des nachlassenden Inflationsdrucks wird erwartet, dass die EZB den Leitzins auf etwa 2,0% senken wird. Die Bundesbank prognostiziert für Deutschland für das Jahr 2025 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,2% und eine nahezu stabile Arbeitslosenquote von 6,1%. Die deutsche Wirtschaft wird ausgehend von einem leichten Wachstumsrückgang im Jahr 2024 im Jahr 2025 mit 0,2% wieder gering wachsen. Der Welthandel bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Sollte die EU Fahrzeugimporte mit zusätzlichen Zöllen belegen, könnte auch das Modellportfolio von Ford Europa in geringem Ausmaß betroffen sein. In den USA werden derzeit weitere mögliche Importzölle auf europäische Fahrzeuge - insbesondere Elektrofahrzeuge - politisch diskutiert. Ford erwartet ein leichtes Wachstum der relevanten deutschen Fahrzeugmärkte für 2025, insbesondere im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge. In Summe ergibt sich ein starker Anstieg des Portfolios an Nettokrediten. Die CO 2 Regulierung erfordert voraussichtlich eine höhere Zahl von Zulassungen von Elektrofahrzeugen. Der Markt für batterieelektrische Fahrzeuge ist momentan durch Kaufzurückhaltung privater Haushalte und starken Wettbewerb etablierter und neuer Marktteilnehmer geprägt. Erwartete Entwicklung der Kapitalmärkte Die Ford Bank folgt in ihren Planungen den Erwartungen der EZB, die von sinkenden Inflationsraten ausgeht. Aufgrund der Ausrichtung der EZB, mittelfristig eine Inflationsrate von 2,0% zu erreichen, wird erwartet, dass es in 2025 mehrere Zinssenkungen geben wird. Nach den Erwartungen der Ford Bank wird sich dies auch in Form von sinkenden Renditen auf den Märkten für besicherte Anleihen und Kundeneinlagen widerspiegeln. Das Privatkundenangebot orientiert sich am Refinanzierungsbedarf und wird relativ zum Leitzins gesteuert. Erwartete branchenbezogene Rahmenbedingungen Perspektivisch werden die sich verschärften EU-Vorgaben zu CO 2 -Emissionen ab 2025 auf die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugtypen auswirken und voraussichtlich zu einem Anstieg führen. Gleichzeitig dürften die höheren Anschaffungskosten dieser Neufahrzeuge einer Belebung der Nachfrage - insbesondere im privaten Segment - entgegenstehen, zumal staatliche Kaufanreize zum Jahresende 2023 ausgelaufen sind. Auch für 2025 ist von weiterem Wachstum auszugehen, insbesondere getrieben durch die hohen Neuwagenpreise. Um die Stagnation im klassischen Neuwagenmarkt teilweise zu kompensieren, ist eine stärkere Ausrichtung auf das Gebrauchtwagensegment erforderlich. Dieses Segment gewinnt zunehmend an Bedeutung, auch aus Sicht der Ford Bank. Durch die verschärften CO 2 -Vorgaben ab 2025 gerät die Automobilindustrie zunehmend unter Druck, entweder werden die Hersteller Strafzahlungen an die EU akzeptieren oder gezielt in die Absatzförderung von Elektrofahrzeugen investieren, was in jedem Fall zu einer Belebung des Marktes führen dürfte. Der Ford Konzern spürt einen erheblichen Veränderungsdruck in diesem Marktumfeld. Die Fortführung der bereits begonnenen strategischen Neuausrichtung bedeutet in Europa eine Abkehr vom Image als Volumenhersteller. Mit der bereits erfolgten oder geplanten Einstellung der Modelle Fiesta, Focus und Mondeo zieht sich die Marke aus traditionellen Volumensegmenten zurück. Stattdessen erfolgt eine Fokussierung auf die Bereiche Verbrenner der traditionsreichen Baureihen der Ford Modelpalette (wie z.B. Mustang), Elektro SUVs und Nutzfahrzeuge mit damit einhergehenden geringeren Stückzahlen insgesamt. Entwicklung der Ford Bank GmbH Für 2025 erwartet die Ford Bank auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Absatzplanung des Herstellers einen starken Anstieg der Nettoforderungen an Kunden nach US-GAAP und der Erträge über das Vorjahresniveau 2024 hinaus. Es wird erwartet, dass die Restwerte auf dem Gebrauchtwagenmarkt für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor stabil bleiben. Bei batterieelektrischen Fahrzeugen dürfte die CO 2 Regulatorik und Kaufzurückhaltung der Kunden dazu führen, dass das Preisniveau leicht sinkt bzw. das Nachlassniveau leicht steigt. Die Ford Bank beobachtet mögliche Veränderungen bei Neupreisen, Rabatten sowie den effektiven Zinssätzen für Finanzierung und Leasing genau, um potenzielle Auswirkungen auf Restwertprognosen und Portfolioqualität frühzeitig zu berücksichtigen. Darüber hinaus werden die Ausfälle im Händler- sowie Kunden-Portfolio gegenüber dem niedrigen Niveau prozentual aufgrund des derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds weiterhin auf niedrigem Niveau verbleiben. Um die Refinanzierungs- und Liquiditätsstruktur der Ford Bank weiter zu stärken, plant die Ford Bank im Jahr 2025 ein weiteres moderates Wachstum der Privatkundeneinlagen. Im Jahr 2023 hat die Ford Bank ein Restrukturierungsprogramm begonnen, das auf Effizienzsteigerung fokussiert. Das Jahr 2025 wird weiter von der Umsetzung dieses Programms geprägt sein, das mit einer signifikanten Reduzierung des Personalstandes einhergeht. Darüber hinaus wird ein verstärktes Wachstum in den Geschäftsfeldern Versicherungen und Gebrauchtwagenfinanzierung angestrebt. Insgesamt wird ein stark steigendes Ergebnis vor Steuern im Vergleich zu 2024 erwartet. Die Kapitalquote wird stark fallen, aber weiterhin über den regulatorischen Anforderungen liegen. Die Ausschüttung einer Dividende, die allerdings noch nicht beschlossen wurde, wurde bei der Entwicklung der zukünftigen Portfoliogröße sowie der zukünftigen Gewinne berücksichtigt. Für die Kundenzufriedenheit erwartet die Ford Bank, dass diese im Jahr 2025 leicht fällt. Die obigen Aussagen beruhen auf den derzeit verfügbaren Daten. Mit ihrer starken Kapital-, Finanzierungs- und Liquiditätsposition ist die Ford Bank gut aufgestellt, um die kommenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Aktuelle Chancensituation Im Rahmen des Strategie- und Geschäftsplanungsprozesses werden Chancen identifiziert und bewertet. Unter Chancen werden positive Abweichungen von den Planungsannahmen verstanden. Die Entscheidung darüber, ob und welche Ressourcen für die Nutzung zusätzlicher Potenziale zur Verfügung gestellt werden, erfolgt auf Grundlage einer Analyse der erwarteten Auswirkungen auf das Ergebnis und die Eigenkapitalanforderungen sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Kurzfristig sieht die Ford Bank insbesondere Chancen bei der Wiedereinführung von Fördermaßnahmen beim Kauf von Elektrofahrzeugen sowie einer Abmilderung von CO 2 Anforderungen bei der Zulassung von Neufahrzeugen. Mittelfristig sollte eine fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung zu einer Prozessoptimierung und damit Effizienzsteigerung beitragen. Die im Prognosebericht getroffenen Annahmen hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der damit einhergehenden Absatzerwartung bilden das aus Sicht der Ford Bank wahrscheinlichste Szenario ab. Gleichwohl können sich die Rahmenbedingungen besser oder schlechter darstellen als im Basisszenario angenommen. Sollte sich die Absatzsituation verändern oder sich eine Änderung an den Finanzmärkten ergeben, stellen die Struktur und die Prozesse der Ford Bank eine zeitnahe und ausgewogene Reaktion sicher. RisikoberichtORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS UND RISIKOKULTUR Die Ford Bank hat eine Struktur von Komitees implementiert, an die die Geschäftsführung die operative Überwachung und Steuerung der wesentlichen Risiken delegiert hat. Außerordentliche Entwicklungen in der Risikosituation werden durch diese Komitees unverzüglich an die Geschäftsführung eskaliert. Das Risikomanagement der Bank basiert auf mehreren Verteidigungslinien: In der ersten Verteidigungslinie sind die operativen Geschäftseinheiten bzw. die dort tätigen Mitarbeiter und deren Führungskräfte bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben dafür verantwortlich, die eingeführten Richtlinien und Kontrollen zur Vermeidung und Minderung von Risiken zu beachten. Zentralfunktionen wie Risikocontrolling, Compliance und Informationssicherheit repräsentieren die zweite Verteidigungslinie und stellen eine unabhängige Kontrollfunktion für die Angemessenheit und Wirksamkeit der Richtlinien und Prozesse dar, die in der ersten Linie ausgeführt werden. Die genannten Zentralfunktionen unterstützen die operativen Geschäftseinheiten bei der Etablierung von Maßnahmen zur Identifikation und Steuerung der Risiken. Die dritte Verteidigungslinie besteht aus der internen Revision, die als unabhängige Instanz die Effektivität des Risikomanagements, insbesondere der Kontrollmechanismen, sowie die Arbeit der operativen Geschäftseinheiten und Zentralfunktionen überwacht. Eine solide Risikokultur im Unternehmen ist die Grundlage für ein effizientes und effektives Risikomanagement. Sie basiert auf der Festlegung von klaren Verhaltensregeln und Verantwortlichkeiten, um ein angemessenes Management von Risiken in den verschiedenen Phasen von der Identifizierung bis zur Berichterstattung sicherzustellen. Die Risikokultur der Bank basiert auf folgenden Säulen: Verantwortung: Grundsätzlich ist jeder Mitarbeiter im Rahmen seiner Tätigkeit und der ihm übertragenen Kompetenz dafür verantwortlich, Risiken zu steuern, insbesondere auftretende Risiken zu erkennen und zu melden. Damit dieser Verantwortung nachgekommen werden kann, schafft die Geschäftsführung die Voraussetzungen hierfür, indem die Risikostrategie fest in der Bank verankert und eine Risikokultur etabliert ist, die es allen Mitarbeitern ermöglicht, offen über mögliche Risiken zu sprechen. Hierfür ist auch unabdingbare Voraussetzung, dass Mitarbeitende an notwendigen Schulungs- und Trainingsmaßnahmen teilnehmen. Kommunikation: Ein nachhaltiges, effektives und erfolgreiches Risikomanagement kann nur auf der Grundlage einer offenen, effektiven und konstruktiven Kommunikation erfolgen. Diese schafft ein Bewusstsein für den Umgang mit Risiken, unter anderem durch die klare Definition der Risikobereitschaft. Klar kommunizierte Vorgehensweisen und Entscheidungen geben allen Mitarbeitern eine Orientierung für die Umsetzung des Risikomanagements und für die Vorbereitung zukünftiger Entscheidungen. Anreizstruktur: Vergütungs- und Anreizsysteme sind so ausgestaltet, dass sie zu einem angemessenen Risikoverhalten auf allen Ebenen motivieren und eine aktive Umsetzung der Risikorichtlinien unterstützen. GESCHÄFTSSTRATEGIE UND RISIKOPROFIL Die Ford Bank ist eine Herstellerbank, deren Geschäftsstrategie darauf ausgerichtet ist, den Verkauf von Fahrzeugen der Marke Ford zu fördern und dabei für Handel und Endkunden passende Finanzdienstleistungen und Services anzubieten. Dabei ist das Geschäftsmodell der Ford Bank nicht davon abhängig, wo die jeweiligen Fahrzeugmodelle hergestellt werden, sondern von der Existenz eines Vertriebs von Fahrzeugen der Marke Ford in Deutschland durch die globale Ford Gruppe. Die Hauptgeschäftsaktivität sind die Händlerfinanzierung sowie das Endkundengeschäft mit Privatkunden, selbständig Gewerbetreibenden und Firmenkunden. Im Endkundengeschäft werden Finanzierungs- und Leasing-Lösungen angeboten, wobei der Fokus zunehmend auf das Leasing von batterieelektrischen Fahrzeugen unter Übernahme des Restwertrisikos ausgerichtet ist. Ein weiteres, kleineres Geschäftsfeld ist das kurzläufige Leasinggeschäft mit großen Autovermietungen sowie das Management Lease Car Programm. Die Ford Bank refinanziert sich hauptsächlich über Kundeneinlagen, Forderungsverbriefungen und konzerninterne Darlehen der Muttergesellschaft. Weiterhin werden Zentralbank-Fazilitäten genutzt, und es kann im Bedarfsfall eine syndizierte Kreditlinie gezogen werden. In der Risikostrategie formuliert die Geschäftsleitung Vorgaben zum Risikoappetit zu allen wesentlichen Risken, denen die Bank aufgrund ihres Geschäftsmodells ausgesetzt ist. Diese Vorgaben werden mit messbaren Risikoindikatoren konkretisiert und auf dieser Basis regelmäßig überwacht. Alle wesentlichen Risiken werden quantifiziert und über ökonomische Kapitallimits bzw. interne Mindestanforderungen an den Liquiditätspuffer begrenzt, um die Risikotragfähigkeit der Bank zu gewährleisten. Im Rahmen der Risikoinventur hat die Bank die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:
Mit den wesentlichen Risiken wurden bei der Risikoinventur auch übergreifende Aspekte identifiziert: Konzentrationen und Korrelationen sowie ESG-Aspekte innerhalb der jeweiligen Risikokategorien. RISIKOSTRATEGIE UND RISIKOAPPETIT Im Folgenden werden die Strategien und Verfahren für die Quantifizierung, Überwachung und Steuerung aller wesentlichen Risiken beschrieben und die Entwicklung im Berichtsjahr dargestellt. Kreditrisiko Das Kreditrisiko im Zusammenhang mit dem Endkundengeschäft, dem Geschäft mit den großen Autovermietungen und dem Händlerfinanzierungsgeschäft versucht die Bank durch Prüfung der Kapitaldienstfähigkeit und Bonität der Kunden im Ankaufsprozess möglichst gering zu halten. Hierbei kommen dedizierte Scorekarten für die einzelnen Kundensegmente zum Einsatz: Ford Händler, sonstige Firmenkunden, selbständig Gewerbetreibende und Privatkunden. Die Scorekarten sind teilweise intern entwickelt, teilweise extern eingekauft. Im Endkundengeschäft werden neben der Kapitaldienstfähigkeit und der Bonität in einem automatisierten Entscheidungsprozess eine Reihe weiterer Kriterien geprüft, um zu einer automatischen Genehmigung oder der Weiterleitung an einen Kreditsachbearbeiter zu kommen. Die Bank möchte insbesondere im Firmenkundensegment wachsen und kommuniziert daher an diese Kunden in zunehmendem Maße unverbindliche Kreditlinien, um den Entscheidungsprozess auf Einzelvertragsbasis zu vereinfachen. Das Kreditrisiko wird insbesondere durch Hereinnahme der Fahrzeugsicherheiten gemindert. In geringem Umfang bietet die Bank auch unbesicherte Finanzierungen an. Weiterhin erfolgt eine enge Begleitung von Problemkrediten unter der Leitung der Marktfolgeeinheit im Risikobereich, um den Verlust zu minimieren und den Kunden zu unterstützen. Die Governance zum Kreditrisiko obliegt dem monatlich tagenden "Credit Policies & Credit Risk Committee" (CP&CRC). Zur Ermittlung des ökonomischen Kapitalbedarfs für das Kreditrisiko verwendet die Bank das aufsichtliche Modell zur Bestimmung der Eigenmittelanforderungen gemäß des fortgeschrittenen, auf internen Ratingverfahren basierenden Ansatzes. Hierbei kommen intern abgeleitete Parameter für die Ausfallwahrscheinlichkeit und die Verlustquote zum Einsatz. Zur Bildung der Kreditrisikovorsorge verwendet die Bank im Wesentlichen die Methodik gemäß IFRS-9 aus der Konzernbilanzierung. Für Einzelwertberichtigungen und pauschalierte Einzelwertberichtigungen kommen zudem Expertenschätzungen und eigene, historische Ausfalldaten zur Anwendung. Im Berichtsjahr war die gemäß Geschäftsstrategie im Endkundengeschäft angestrebte Fokussierung auf Gewerbekunden und das Leasing von batterieelektrischen Fahrzeugen deutlich an dem gestiegenen Forderungsvolumen gegenüber selbständig Gewerbetreibenden und Firmenkunden sichtbar. Insbesondere erhöhte sich die Anzahl der Leasingverträge mit Restwertübernahme durch die Bank deutlich, bei absolut gesehen noch niedrigen Volumina. Im Händlerfinanzierungsgeschäft ist das Forderungsvolumen im Berichtsjahr nahezu unverändert geblieben, obwohl sich die Anzahl der finanzierten Fahrzeuge verringert hat. Dies ist auf eine Verschiebung zu höherpreisigen Fahrzeugmodellen zurückzuführen. Weiterhin ist die Anzahl von Händlergruppen auf Grund der anhaltenden Konsolidierung im Markt rückläufig. Das absolut gesehen geringe Forderungsvolumen gegenüber den großen Autovermietungen gemessen anhand der ausstehenden Leasing-Zahlungen ist im Berichtsjahr leicht von 3,3 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro gestiegen. Die Bank konnte eine weitere Autovermietung als Kunden für sich gewinnen und zählt nun fünf Gesellschaften zu diesem Kundenkreis. Kontrahentenrisiko Das Kontrahentenrisiko gegenüber Finanzinstituten im Zusammenhang mit dem Handelsgeschäft und dem Zahlungsverkehr versucht die Bank zu mindern, indem sie ausschließlich mit Kontrahenten sehr guter Bonität zusammenarbeitet. Im Handelsgeschäft (ausschließlich Zins-Swaps) wird das Kontrahentenrisiko durch einen Austausch von Sicherheiten gemindert. Im Zahlungsverkehr wird überschüssige Liquidität zum Tagesende auf das Zentralbank-Konto transferiert. Die Governance zum Kontrahentenrisiko obliegt dem monatlich tagenden "Assets & Liabilities Committee" (ALCO). Der ökonomische Kapitalbedarf wird basierend auf einer diskreten Verlustverteilung ermittelt, die die potenziell sehr hohe Einzelnamenskonzentration in dem Portfolio mit Finanzinstituten berücksichtigt. Im Berichtsjahr unterlag das Kontrahentenrisiko den üblichen Fluktuationen, die durch das Volumen des Derivateportfolios und die täglichen Wertveränderungen der Handelsprodukte bedingt sind. Bei einem der Kontrahenten kam es im Berichtsjahr zu einer Rating-Herabstufung, was zu einer entsprechenden Reduktion des Limits führte. Restwertrisiko Die Bank trägt das Restwertrisiko im Zusammenhang mit dem Leasing von batterieelektrischen Fahrzeugen und plant gemäß ihrer Geschäftsstrategie einen starken Ausbau dieses Geschäfts. Vor diesem Hintergrund hat die Bank einen entsprechend hohen ökonomischen Kapitalpuffer auf das Restwertrisiko allokiert, um die Risikotragfähigkeit auch bei einem sich ausweitenden Geschäftsvolumen zu gewährleisten. Die Entwicklung der Restwerte insbesondere bei batterieelektrischen Fahrzeugen ist von einer großen Unsicherheit bestimmt, die sowohl technologisch als auch politisch geprägt ist. Die Industrie befindet sich am Beginn einer Transformation, so dass historische Daten noch nicht verfügbar sind. In diesem Umfeld ist es eine besondere Aufgabe für die Bank, die Restwerte für den Abschluss eines Leasingvertrages sorgfältig und ausgewogen zu setzen. Die Entwicklung der Restwerte und die möglichen Auswirkungen auf das bestehende Portfolio werden sehr eng überwacht. Bei Bedarf werden Sonderabschreibungen auf das Leasing-Vermögen der Bank getätigt. In ihrer adversen Kapitalplanung trägt die Bank dem Restwertrisiko über einen entsprechenden zusätzlichen Sonderabschreibungsbedarf Rechnung. Die Governance zum Restwertrisiko obliegt dem monatlich tagenden "Credit Policies & Credit Risk Committee" (CP&CRC). Die Quantifizierung des Restwertrisikos erfolgt im Wesentlichen über eine Szenario-basierte Modellierung mit Experten-Annahmen zu möglichen Restwertverlusten, ergänzt durch empirische Analysen basierend auf Daten, die die Bank aus dem Verwertungsprozess der aus dem Leasing zurückkommenden Fahrzeuge gewinnt. Das Modell wurde im Berichtsjahr neu entwickelt. Die Wachstumsstrategie im Leasinggeschäft zusammen mit einer vergrößerten Produktpalette an batterieelektrischen Fahrzeugen hat im Berichtsjahr zu einem deutlichen Wachstum der Fahrzeugwerte im Endkundenleasing geführt. Die Fahrzeugwerte im Leasinggeschäft mit Autovermietungen waren leicht rückläufig. Wie im Kontext des Kreditrisikos schon erwähnt, konnte durch die Zusammenarbeit mit einer weiteren, fünften Autovermietung der Geschäftsbereich insgesamt jedoch breiter aufgestellt werden. Zinsänderungsrisiko Das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch steuert die Bank auf monatlicher Basis im Wesentlichen durch den Einsatz von Zins-Swaps in Bezug auf die folgenden Steuerungsziele: (i) Begrenzung der Zinssensitivität des Zinsbuchbarwerts (EVE), (ii) Begrenzung der Zinssensitivität des perioden-abgegrenzten Zinseinkommens (NII) und (iii) Begrenzung der Fristentransformation. Die Governance zum Zinsänderungsrisiko obliegt dem monatlich tagenden "Assets & Liabilities Committee" (ALCO). Die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos erfolgt grundsätzlich über eine Szenario-basierte Modellierung, die neben den aufsichtlichen Zins-Schock-Szenarien auch interne Szenarien betrachtet. Die nicht deterministischen Kundeneinlagen werden seit dem Berichtsjahr über eine verhaltensbasierte Modellierung berücksichtigt. Im Berichtsjahr haben sich alle Kennzahlen zum Zinsänderungsrisiko deutlich verbessert: Die im quartalsweisen Turnus an die Aufsicht zu meldenden Zinsrisikokoeffizienten (Delta EVE / Tier 1 Kapital und Delta NII / Tier 1 Kapital) sind weit von den aufsichtlichen Schwellenwerten entfernt (15,0% für Delta EVE / Tier 1 Kapital und 5,0% für Delta NII / Tier 1 Kapital). Während im Vorjahr nur ein sehr geringer Überschuss in der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß dem IDW BFA3 Rechnungslegungsstandard bestand, so konnte dieser im Berichtsjahr deutlich erhöht werden. Somit konnte das Risiko einer Drohverlustrückstellung erheblich reduziert werden. Weiterhin hat sich der ökonomische Kapitalbedarf für das Zinsänderungsrisiko deutlich reduziert. Wesentlicher Treiber für die genannten Verbesserungen der Kennzahlen war eine genauere Modellierung der Kundeneinlagen. Darüber hinaus konnten die Festzinsüberhänge auf der Aktiv-Seite reduziert werden, was die barwertigen Schwankungen in den Stressszenarien weiter verringerte. Im Laufe des Jahres 2024 wurde der Leitzins durch die EZB sukzessive gesenkt, was sich positiv auf variabel verzinsliche Refinanzierungsquellen der Bank auswirkte und zu einem signifikanten Rückgang der projizierten Zinskosten führte. Refinanzierungskostenrisiko Das Refinanzierungskostenrisiko mindert die Bank durch eine möglichst breite Diversifikation der Refinanzierungsquellen. Die Refinanzierungsstruktur wird im Rahmen von Strukturvorgaben aktiv gesteuert, beispielsweise über die Konditionen im Kundeneinlagengeschäft. Die Governance zum Refinanzierungskostenrisiko obliegt dem monatlich tagenden "Assets & Liabilities Committee" (ALCO). Die Quantifizierung des Refinanzierungskostenrisiko erfasst aktuell das Risiko, dass höhere Refinanzierungskosten ausgelöst durch einen Spread-Anstieg der Refinanzierungsinstrumente der Bank (Außenzins gegenüber Referenzzins) nicht vollständig auf der Aktiv-Seite weitergegeben werden können. Dies bezieht sich für den Berichtszeitraum nur auf die Kundeneinlagen. Zahlreiche Anhebungen des Leitzinses durch die EZB im Jahr 2023, die ihren Höhepunkt gegen Ende des Vorjahres bei 4,5% erreichte, führten im Berichtsjahr zu einer Erhöhung der Kosten der wichtigsten Refinanzierungsquellen der Bank. Erst im späteren Verlauf des Berichtsjahres kam es zu ersten Zinssenkungen, wodurch sich diese Entwicklung stabilisierte. Der Anstieg im ökonomischen Kapitalbedarf ist auf ein höheres Tagesgeldvolumen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Operationelles Risiko Die operationellen Risiken in den einzelnen Bereichen und Funktionen der Bank werden in einem granularen Risikoregister erfasst und aktiv gesteuert, um die Risiken sofern möglich durch geeignete Maßnahmen zu mindern oder abzusichern. Hierbei kommen die drei oben genannten Verteidigungslinien zum Tragen. Ergänzend zum Risikoregister führt die Bank ein eigenes Register für die Schlüsselrisiken, in dem für die Bank als besonders relevant oder hoch eingeschätzten Risiken erfasst werden, um eine besonders enge Überwachung und Steuerung zu gewährleisten. Die Governance zum operationellen Risiko obliegt dem monatlich tagenden "Operational Risk Committee" (ORC). Die Quantifizierung des operationellen Risikos erfolgt seit Ende des Berichtsjahres über ein Monte Carlo Modell, das auf Bank-spezifischen, hypothetischen Szenarien kalibriert wird, die von einem Expertengremium entwickelt und regelmäßig aktualisiert werden. Im Laufe des Berichtsjahres wurden keine bemerkenswerten operationellen Risiken schlagend. Die Anzahl an neuen operationellen Schadensfällen im Geschäftsjahr und der sich daraus ergebende Verlust lag auf einem durchschnittlichen Niveau, deutlich unterhalb des für operationelle Risiken allokierten ökonomischen Kapitallimits. Lediglich ein Schadensereignis wurde als wesentlich eingestuft. Entsprechende Maßnahmen zur Minimierung der Auswirkungen sowie Vermeidung von Wiederholungen wurden für alle Schadensereignisse getroffen. Geschäftsrisiko Es liegt in der Besonderheit des Geschäftsrisikos, dass es nur in begrenztem Maß gesteuert oder gemindert werden kann. Grundsätzlich versucht die Bank durch eine möglichst gute Planung sowie konservative Annahmen mögliche Risiken zu antizipieren und überwacht die Geschäftsentwicklung monatlich. Die Governance zum Geschäftsrisiko obliegt dem quartärlich tagenden "Risk Committee" (RC) im Kontext der Gesamtverantwortung für die Risikotragfähigkeit. Die Quantifizierung des Geschäftsrisikos erfolgt seit Ende des Berichtsjahres ebenfalls über ein Monte Carlo Modell, das auf Bank-spezifischen, hypothetischen Szenarien kalibriert wird, die von einem Expertengremium entwickelt und regelmäßig aktualisiert werden. Der resultierende Value-at-Risk wird um etwaige Vorsteuergewinne reduziert. Im Laufe des Berichtsjahres ergaben sich keine bemerkenswerte Geschäftsrisiken. Der berichtete Risikowert für Geschäftsrisiko war Null, da die Vorsteuergewinne der Bank den Risikowert komplett absorbiert haben. Liquiditätsrisiko und Liquiditätsadäquanz (ILAAP) Das Liquiditätsrisiko deckt die Bank über ihren Bestand an hochliquiden Aktiva ab, der als Barguthaben auf dem Zentralbank-Konto gehalten wird. Von dort aus erfolgt die Disposition der erforderlichen Liquidität auf den Bankkonten, die für die Verwaltung des täglichen Zahlungsverkehrs verwendet werden. Die übergreifende Strategie der Bank besteht darin, ein diversifiziertes Refinanzierungsprofil mit einem hohen Anteil stabiler Refinanzierung aufrechtzuerhalten. Die Bank erstellt monatlich eine Übersicht über die Liquiditätszuflüsse und Abflüsse, die als Grundlage für die operative Steuerung unter normalen Geschäftsbedingungen sowie für die Risikoquantifizierung und die Liquiditätsstresstests dient. Die Governance zum Liquiditätsrisiko obliegt dem monatlich tagenden "Assets & Liabilities Committee" (ALCO). Die Quantifizierung des Liquiditätsrisikos erfolgt über ein Liquiditätsstress-Szenario, das über einen 90-Tage-Zeitraum angelegt ist und eine Kombination von firmenspezifischen und marktweiten Effekten beinhaltet. Die Liquiditätsadäquanzregel der Bank besteht darin, kurz- (laufendes Kalenderjahr) und mittelfristig (nächstes Kalenderjahr) ausreichende Liquiditätsressourcen zu halten, um ihre interne Liquiditätsanforderung (bis zu 90 Tage) zu erfüllen. Die interne Liquiditätsanforderung ist so bemessen, dass sie zu Beginn eines 90-Tage-Zeitraums den Cashflow bei normalem Geschäftsverlauf und einen unterstellten Liquiditätsstress, der während des 90-Tage-Zeitraums auftritt, abdecken muss, wobei zusätzlich angenommen wird, dass keine neuen Liquiditätsquellen verfügbar sind. Die Bank verfügte im Berichtsjahr über ausreichend kurzfristige Liquidität und freie Kapazitäten, um die internen Liquiditätsanforderungen abzudecken. Die Liquidity Coverage Ratio per Stichtag lag mit 228,0% im Rahmen des internen Risikoappetits und weit über dem regulatorisch geforderten Minimum von 100,0%. Die Refinanzierungsstruktur der Bank war im Berichtsjahr unverändert durch einen hohen Anteil an stabiler Refinanzierung gekennzeichnet. Die Net Stable Funding Ratio lag per Stichtag bei 121,0% und somit deutlich über dem regulatorisch geforderten Minimum von 100,0%. Risikokonzentrationen Risikokonzentrationen sieht die Bank unter anderem im Kontext des Kontrahentenrisikos, da das zugrundeliegende Portfolio nur eine begrenzte Anzahl von Finanzinstituten mit teilweise hohem Exposure enthält. Das sich ergebende Risikopotential wird über ein entsprechend hohes ökonomisches Kapitallimit abgedeckt. Als Autobank ist die Abhängigkeit von Ford integraler Bestandteil des Geschäftsmodells der Bank. Daraus ergeben sich weitere Konzentrationen, beispielsweise in Bezug auf das Produktangebot der Bank, die Ertragsquellen oder die Nutzung von zentralen Ressourcen innerhalb des Konzerns (Dienstleistungen und Infrastruktur). ESG-Aspekte Die Bank ist sich ihrer Verantwortung im Rahmen der ESG-Vorgaben mit Blick auf den Klima- und Umweltschutz, ihrer sozialen Verpflichtungen und einer angemessenen Unternehmensführung bewusst. U.a. wurden im Rahmen der Risikoinventur detailliert die ESG-Treiber analysiert, Stressszenarien definiert und Stresstests durchgeführt. ESG-Aspekte werden auch im Kreditprozess für das risikorelevante Firmenkundengeschäft berücksichtigt. ANGEMESSENHEIT DER KAPITALAUSSTATTUNG (ICAAP) Die Bank ermittelt und überwacht die Angemessenheit ihrer Kapitalausstattung in einer ökonomischen und einer normativen Perspektive, die miteinander korrespondieren und im Folgenden dargestellt werden. Ökonomische Perspektive Ziel der ökonomischen Perspektive ist die Sicherstellung eines ausreichenden Substanzwertes der Bank sowie der Schutz der Gläubiger vor Verlusten. Die Ableitung des Risikodeckungspotenzials in der ökonomischen Perspektive basiert auf dem aufsichtsrechtlichen harten Kernkapital unter Berücksichtigung von Dividendenzahlungen und Plan-Verlusten und eventuellen Drohverlustrückstelllungen aus der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW Standard BFA3. Plan-Gewinne werden hingegen nicht berücksichtigt. Bei der ökonomischen Betrachtung werden alle wesentlichen Risiken, denen die Bank ausgesetzt ist, in die Berechnung des Risikopotenzials einbezogen, mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos, welches nicht sinnvoll mit Kapital zu unterlegen ist. Das Risikopotenzial wird anhand interner Verfahren überwiegend barwertig auf einem Konfidenzniveau von 99,9% für einen Risikohorizont von einem Jahr quantifiziert. Für identifizierte Modellschwächen werden Modellrisikopuffer gebildet. Diversifikationseffekte werden bei der Risikoaggregation nicht berücksichtigt. Dieses Risikopotenzial wird dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Zur Risikosteuerung und Überwachung der Risiken in der ökonomischen Perspektive wird ein Gesamtlimit festgelegt, das additiv auf alle wesentlichen Risiken runtergebrochen wird. Als weiteres Element der ökonomischen Perspektive führt die Bank vierteljährlich Stresstests für alle wesentlichen Risiken durch. Dies umfasst insbesondere ein Stress Szenario für einen starken konjunkturellen Abschwung und ein dediziertes ESG Stress Szenario. Die risikoartenübergreifenden Stresstests berücksichtigen historische wie auch hypothetische Szenarien. Daneben werden risikoartenspezifische Stresstests und Sensitivitätsanalysen für alle wesentlichen Risikoarten durchgeführt. Außerdem analysiert die Bank in einem inversen Stresstest mindestens einmal im Jahr, welche Ereignisse die Überlebensfähigkeit gefährden. Insgesamt war die Risikotragfähigkeit der Bank im Berichtszeitraum jederzeit gegeben. Zu keinem Zeitpunkt überschritten die ökonomischen Risiken das Gesamtrisikolimit. Keiner der risikoartenübergreifenden Stresstests führte im Berichtsjahr zu einem Überschreiten des Risikodeckungspotenzials. Auch aus dem inversen Stresstest gab es keine Hinweise, dass die Risikotragfähigkeit der Bank beeinträchtigt sein könnte. Im Berichtsjahr hat sich das Risikopotenzial jedoch deutlich erhöht. Dies wurde insbesondere durch das Restwertrisiko sowie das operationelle Risiko getrieben und ist im Wesentlichen (insbesondere bei den operationellen Risiken) durch die Änderung der Modelle begründet. Die Bank hat für diese nachhaltig gestiegenen Risiken ausreichend ökonomisches Kapital reserviert, um insbesondere die geplante Ausweitung des Endkunden-Leasings von batterieelektrischen Fahrzeugen abzudecken. Das Zinsänderungsrisiko ist hingegen deutlich gesunken, was auf die aktive Steuerung dieses Risikos zurückzuführen ist.
Normative Perspektive Ziel der normativen Perspektive ist die kontinuierliche Einhaltung aller aufsichtlichen Anforderungen, insbesondere der aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen. Ein dreijähriger Kapitalplan wird erstellt und regelmäßig aktualisiert, um die Angemessenheit der Kapitalausstattung in der normativen Perspektive sicherzustellen. Die Planung erstreckt sich dabei sowohl auf ein Basisszenario, in dem die erwarteten und geplanten Änderungen berücksichtigt werden, als auch auf ein Szenario mit ungünstigen (adversen) Entwicklungen, die auf dem Szenario des schwerwiegenden konjunkturellen Abschwungs der ökonomischen Perspektive in abgeschwächter Form beruhen. Das adverse Planungsszenario berücksichtigt alle wesentlichen Risiken, die auch in der ökonomischen Perspektive einbezogen werden. Im Berichtsjahr hatte die Bank auch in der normativen Perspektive jederzeit eine angemessene Kapitalausstattung. Im Basisszenario blieben die harte Kernkapitalquote und die Gesamtkapitalquote über den kompletten Planungshorizont mindestens einen Prozentpunkt oberhalb der Eigenmittelempfehlung, was dem internen Risikoappetit entspricht. Auch im adversen Szenario wurden die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen aus Säule 1 und dem SREP-Zuschlag über den betrachteten Dreijahreshorizont eingehalten. Kapitaladäquanz in der normativen Perspektive
1 RWA - Risk Weighted Assets 2 CVA - Credit Value Adjustment ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK Für das Berichtsjahr lässt sich zusammenfassend sagen, dass die Risikolage weitgehend stabil war. Erhöhungen der Risikopotenziale waren im Wesentlichen auf Modelländerungen zurückzuführen, die eine noch akkuratere und fundiertere Ermittlung der Risikopotenziale zum Ziel hatten. Es war jederzeit ausreichend Kapital und Liquidität vorhanden, um die bestehenden Risiken abzudecken. Auch für das kommende Geschäftsjahr wird derzeit von einer stabilen Risikolage ausgegangen. Potenziell bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht zu erkennen.
Köln, 24. April 2025 Ford Bank GmbH Kai-Uwe Struppek, Managing Director Finance und CEO Anno Kurth, Managing Director Risk 2024 JahresabschlussBilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024
AnhangALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Ford Bank GmbH (Ford Bank) ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 91249 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Henry-Ford-Straße 1, 50735 Köln. Die Ford Bank unterhält seit dem 01. April 2021 eine Zweigniederlassung in Österreich mit der Geschäftsadresse Sterneckstrasse 31-33, 5020 Salzburg (Österreich), die unter FN 133621b im Firmenbuch des Landgerichts Salzburg eingetragen ist. Die Erläuterungen zur Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten auch die Angaben der Zweigniederlassung in Österreich. Die Ford ECO GmbH, Zug (Schweiz), ist seit dem 01. September 2024 alleinige Gesellschafterin der Ford Bank. Bis zum 31. August 2024 war die alleinige Gesellschafterin die FCE Bank plc, Laindon (UK). Die Ford Bank erstellt den Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (§ 340a HGB) für große Kapitalgesellschaften und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) unter Beachtung der rechtsformspezifischen Anforderungen des GmbH-Gesetzes. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden dem jeweils korrespondierenden Posten zugeordnet. Sofern sich Ausweisänderungen ergeben, wird bei der Erläuterung des Postens darauf hingewiesen. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem Formblatt 1 gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV, die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform gemäß Formblatt 3 RechKredV dargestellt, erweitert um die Posten Leasingerträge und Leasingaufwendungen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Vermögensgegenstände und Schulden wurden unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256a HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute gemäß §§ 340ff. HGB und RechKredV bilanziert. Die Barreserve wird zum Nominalwert bilanziert. Die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nominalwert einschließlich der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen angesetzt und soweit erforderlich um Wertberichtigungen gemindert. Die Forderungen an Kunden werden zum Nominalwert einschließlich der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Zinsen angesetzt und um Wertberichtigungen gemindert. Es werden für Forderungen an Kunden aus dem Finanzierungs- und Leasinggeschäft Einzelwertberichtigungen bzw. pauschalierte Einzelwertberichtigungen, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, sowie Pauschalwertberichtigungen gebildet unverändert zum Vorjahr in Übereinstimmung mit IDW RS BFA 7 (Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten ("Pauschalwertberichtigungen")). Dabei bedient sich die Ford Bank für die Produkte Kundenfinanzierung und Kundenleasing für alle Forderungen bis 120 Tage Überfälligkeit eines dreistufigen Kreditrisikovorsorgemodells (sog. Expected Credit Loss Methode). Das ECL-Modell berechnet den erwarteten Kreditverlust für jede zukünftige Periode (monatlich) je nach Stufe über 12 Monate bzw. die Laufzeit des Portfolios. Für Überfälligkeiten über 120 Tage oder gekündigte Verträge bzw. sichergestellte Fahrzeuge werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen auf Basis von historischen Verlustraten vorgenommen. Für die Forderungen an Kunden aus dem Händlerfinanzierungsgeschäft werden für ausfallgefährdete Forderungen Einzelwertberichtigungen gebildet. Bei dieser Einzelfallbetrachtung erfolgt die Ermittlung der Wertberichtung individuell unter Berücksichtigung von Sicherheiten und Verlusterwartungen. Darüber hinaus bildet die Ford Bank pauschalierte Einzelwertberichtigungen für Kredite in definierten Risikoklassen (sog. Risiko-Cluster) auf Basis der aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Erwartungen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE FORTSETZUNG Teile der Forderungen an Kunden (aus dem Finanzierungsgeschäft mit Privatkunden und aus dem Händlerfinanzierungsgeschäft) werden zur Refinanzierung in Asset-Backed-Security-Transaktionen (ABS) verbrieft. Nach den deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen (IDW RS HFA 8) ist das wirtschaftliche Eigentum an den Forderungen entscheidend für die Frage, ob sie im Abschluss der Ford Bank oder des Emittenten der ABS-Wertpapiere (Zweckgesellschaft) ausgewiesen werden müssen. Das wirtschaftliche Eigentum der verbrieften Forderungen verbleibt bei der Ford Bank und das Ausfallrisiko wird nicht auf die Emittenten der ABS-Wertpapiere übertragen. Demnach werden diese Forderungen weiterhin im Posten Forderungen gegenüber Kunden ausgewiesen. Infolgedessen werden zukünftige Zahlungsströme aus den verbrieften Forderungen, die die Bank an die Zweckgesellschaft weiterleiten muss, als Weiterleitungsverpflichtung in den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert. Mit Weiterleitung der Zahlungen der Kunden wird diese anteilig in Höhe der Barwertveränderung der zugrundeliegenden Forderung vermindert. Die Differenz zwischen der Barwertminderung und den erhaltenen Zahlungen wird als Zinsaufwand erfasst. Leasingverträge werden bei der Ford Bank nach HGB ausschließlich als Operating-Lease klassifiziert. Das Leasinggeschäft lässt sich in zwei Produktgruppen unterteilen. Zum einen verleast die Ford Bank im Rahmen des Kundenleasings Fahrzeuge an den Endkunden mit einer Laufzeit von 6 bis 54 Monaten. Bei diesen Verträgen wird zusätzlich eine Rücknahmevereinbarung zu einem festgelegten Restwert mit dem Händler vereinbart bzw. bei batterieelektrischen Fahrzeugen trägt die Ford Bank das Restwertrisiko überwiegend selbst. Darüber hinaus verleast die Ford Bank im Rahmen des Kurzzeitleasings Fahrzeuge an Vermietgesellschaften mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten. Der Bilanzansatz des Leasingvermögens für Leasing-Fahrzeuge erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Leasingvermögens erfolgt linear über die Vertragslaufzeit auf den kalkulierten Restwert. Die Ermittlung der Abschreibung erfolgt sowohl für das Leasingvermögen aus Kundenleasingverträgen mit dem Endkunden als auch für das Leasingvermögen aus dem Vermietfahrzeuggeschäft auf Grundlage des kalkulierten Restwerts, der im Wesentlichen auf Basis der erzielten Marktpreise bestimmt wird. Soweit außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Der Bilanzansatz der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 HGB). Die Abschreibung erfolgt linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und orientiert sich an der Abschreibungstabelle für allgemein verwendbare Anlagegüter (AfA-Tabelle), d.h. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zwischen 4, 6, 10 und 12,5 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einer Höhe von 800 Euro im Anschaffungsjahr als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben voll abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Die im Posten enthaltenen Rückläufer aus dem Vermietfahrzeuggeschäft werden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip zum kalkulierten Restwert angesetzt. Die Ford-Werke GmbH gewährt der Ford Bank GmbH eine Restwertgarantie, die höchstens 10% des Listenpreises beträgt und insoweit erfolgen keine Wertberichtigungen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern, die sich aufgrund von temporären Unterschieden im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögensgegenständen oder Schulden zwischen der Steuerbilanz und der Handelsbilanz ergeben haben und die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden lediglich angesetzt, wenn es einen passiven Überhang gibt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Zinsabgrenzungen werden berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten Tagesgeld- und Termingeldeinlagen von Kunden. Bei den ABS-Transaktionen werden zukünftige Zahlungsströme aus den verbrieften Forderungen, die die Bank an die Zweckgesellschaft weiterleiten muss, als Weiterleitungsverpflichtung in den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert. Mit Weiterleitung der Zahlungen der Kunden wird diese anteilig in Höhe der Barwertveränderung der zugrundeliegenden Forderung vermindert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen, die vor dem Abschlussstichtag vereinnahmt wurden und künftigen Perioden als Erträge aus dem Leasinggeschäft zuzurechnen sind. Dazu zählen insbesondere erhaltene Leasingsonderzahlungen, vorausbezahlte Leasingraten, weiterzuleitende Leasingraten aus der ABS-Transaktion sowie Subventionen für das Kundenfinanzierungs-, Kundenleasing- und Vermietfahrzeuggeschäft. Die Berechnung der Höhe des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt mit dem Betrag, der der Zeit nach dem Abschlussstichtag wirtschaftlich zuzurechnen ist. Die Auflösung erfolgt linear über die Vertragslaufzeit oder gemäß den vertraglichen Regelungen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE FORTSETZUNG Rückstellungen werden für gegenwärtige (steuer-) faktische oder rechtliche Verpflichtungen gebildet, die sich auf vergangenen Ereignissen begründen, für die ein Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist und die zuverlässig geschätzt werden können. Rückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages anzusetzen. Sie enthalten alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften der Ford Bank. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden, sofern wesentlich, gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst. Für eine Verpflichtung unter 12 Monaten wird keine Abzinsung vorgenommen. Es werden für rückständige Forderungen an Kunden aus dem Leasinggeschäft Einzelwertberichtigungen bzw. pauschalierte Einzelwertberichtigungen, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, gebildet. Diese sind allerdings auf die Höhe des Rückstandes begrenzt. Für die noch offenen Leasingraten dieser noch rückständigen Forderungen aus dem Leasinggeschäft bildet die Ford Bank eine Drohverlustrückstellung gemäß § 249 HGB. Für die Ermittlung der Rückstellung für Altersteilzeit wird jährlich ein versicherungsmathematisches Gutachten eingeholt. Die Kalkulation erfolgt auf Basis der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 1,5% nach dem Teilwertverfahren. Für die handelsrechtliche Bewertung erfolgt ein Trendansatz von 3,0% für den Erfüllungsrückstand und 1,8% für die Aufstockungszahlungen. Für Mitarbeiter der Ford Bank existieren unterschiedliche Formen der Altersversorgungszusagen. Für einzelne Angestellte und Mitglieder der Geschäftsführung bestehen Pensionszusagen seitens der Ford-Werke GmbH, Köln. Des Weiteren bestehen für Mitarbeiter der Ford Bank Direktzusagen der Ford Bank, für die die Ford-Werke im Innenverhältnis der Ford Bank einen Schuldbeitritt erklärt haben. Andere Mitarbeiter der Ford Bank haben eine beitragsorientierte Leistungszusage als Unterstützungskassenzusage bei der Ford Versorgungs- und Unterstützungseinrichtung FOVERUKA e.V., Köln. Aus den Zusagen ergibt sich für die Ford Bank gemäß § 249 HGB in Verbindung mit IDW RS HFA 30 n.F. keine Passivierungspflicht von Pensionsrückstellungen oder -verbindlichkeiten. Die Ford Bank leistet regelmäßig Zahlungen zum Ausgleich der Altersversorgungsanwartschaften an die Ford-Werke GmbH, Köln. Das Bankbuch, das alle bilanziellen und außerbilanziellen zinsbezogenen Finanzinstrumente enthält, wird gemäß IDW RS BFA 3 mit der statischen Methode (Barwertmethode) auf einen gegebenenfalls bestehenden Verpflichtungsüberschuss überprüft. Dabei werden im Rahmen der verlustfreien Bewertung alle zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs berücksichtigt. Zum Bewertungszeitpunkt werden aus aktuellen Markttransaktionen Refinanzierungskosten bzw. Anlageerträge aus der fiktiven Schließung von Aktiv- und Passivüberhängen abgeleitet. Unter Berücksichtigung von Risikokosten wird ein Barwert des Bankbuches ermittelt und dem Buchwert gegenübergestellt. Von dem sich so ergebenden Saldo werden die dem Bankbuch zugeordneten Verwaltungskosten abgezogen. Wenn der Buchwert des Bankbuchs größer als der Barwert des Bankbuchs ist, also per Saldo unrealisierte Verluste im Bankbuch vorhanden sind, wird eine Rückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB ("Drohverlustrückstellung") für den Verpflichtungsüberschuss aus zinsbezogenen Finanzinstrumenten im Bankbuch gebildet. Eine Drohverlustrückstellung war für die Ford Bank zum Bilanzstichtag ebenso wie im Vorjahr nicht erforderlich. Die Bewertung der Zinsswaps im Bankbuch erfolgt mittels einer Barwertmethode, die zukünftige Cashflows in einen einzigen Barwert umwandelt. Die Fair-Value-Bewertung basiert auf dem Wert, der durch die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich dieser zukünftigen Beträge angezeigt wird. Für Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung erfolgt die Währungsumrechnung gemäß § 256a HGB. Die Bewertung von Fremdwährungsgeschäften erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Die Ford Bank hat ausschließlich Fremdwährungsposten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Schulden zum 31. Dezember 2024, die auf Fremdwährung lauten, beträgt 2 Millionen Euro (Vorjahr: 2 Millionen Euro). Es bestehen nur geringfügige Vermögensgegenstände in Fremdwährung. Fremdwährungsgewinne und -verluste sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Barreserve Die Barreserve besteht aus Guthaben bei der Bundesbank sowie der dort gehaltenen Mindestreserve. Forderungen an Kreditinstitute In den Forderungen an Kreditinstitute sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 2,9 Millionen Euro (Vorjahr: 1,9 Millionen Euro) enthalten. Forderungen an Kunden Auf das Leasinggeschäft entfallen Forderungen in Höhe von 1.802 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.808 Tsd. Euro). Sämtliche Forderungen an Kunden sind unverbrieft. Es wurden gegenüber der Bundesbank Forderungen an Kunden in Höhe von 144 Millionen Euro (Vorjahr: 187 Millionen Euro) als Sicherheit übertragen. Forderungen an die Gesellschafterin Ford ECO GmbH liegen zum Stichtag 31.12.2024 nicht vor. Die Forderungen an Kunden gliedern sich in folgende Restlaufzeiten:
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Der Posten enthält ausschließlich Wertpapiere aus ABS-Transaktionen, die allesamt von verbundenen Unternehmen begeben wurden. Alle Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind börsenfähig und davon sind Tranchen in Höhe von 262 Millionen Euro (Vorjahr: 439 Millionen Euro) börsennotiert. Im Jahr 2025 werden keine Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere fällig. Es wurden gegenüber der Bundesbank Wertpapiere in Höhe von 252 Millionen Euro (Vorjahr: 419 Millionen Euro) als Sicherheit übertragen, welche börsennotiert sind. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ FORTSETZUNG Leasingvermögen
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ FORTSETZUNG Sachanlagen Die Sachanlagen enthalten ausschließlich Büro- und Geschäftsausstattung.
Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber den Ford-Werken in Höhe von 57 Millionen Euro (Vorjahr: 39 Millionen Euro), zurückgegebene Fahrzeuge aus dem Leasinggeschäft mit Vermietgesellschaften in Höhe von 49 Millionen Euro (Vorjahr: 65 Millionen Euro) und Forderungen gegenüber den Zweckgesellschaften aus ABS-Transaktionen in Höhe von 15 Millionen Euro (Vorjahr: 33 Millionen Euro). ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ FORTSETZUNG Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Der Posten enthält Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2 Millionen Euro (Vorjahr: 2 Millionen Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Bundesbank betrugen im Geschäftsjahr 0 Millionen Euro (Vorjahr: 175 Millionen Euro). Gegenüber der Bundesbank wurden Forderungen an Kunden und Wertpapiere in Höhe von ca. 410 Millionen Euro (Vorjahr: ca. 606 Millionen Euro) als Sicherheit übertragen. Von diesen Forderungen und Wertpapieren, die als Sicherheit übertragen wurden, sind 0 Millionen Euro nominal (Vorjahr: 217 Millionen Euro) als Teil der "belasteten Vermögensgegenstände" im Rahmen der beiden COREP Meldungen Asset Encumbrance AE und Net Stable Funding Ration NSFR zum Meldestichtag 31.12.2024 ausgewiesen worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich in folgende Restlaufzeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten insbesondere Tages- und Termingeld in Höhe von 3.877 Millionen Euro (Vorjahr: 3.056 Millionen Euro) bei der Plattform Ford Money für Privatkundeneinlagen. Außerdem bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 603 Millionen Euro (Vorjahr: 603 Millionen Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gliedern sich in folgende Restlaufzeiten:
Sonstige Verbindlichkeiten Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die barwertige Weiterleitungsverpflichtung der Ratenzahlungen für die in den ABS-Transaktionen verkauften Forderungen in Höhe von 1.736 Millionen Euro (Vorjahr: 1.797 Millionen Euro). Diesen Verbindlichkeiten stehen Forderungen an Kunden auf der Aktivseite gegenüber. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten enthält im Wesentlichen Abgrenzungen, die das Leasinggeschäft betreffen, in Höhe von 264 Millionen Euro (Vorjahr: 203 Millionen Euro) sowie die Weiterleitungsverpflichtung der Leasingzahlungen für die in den ABS-Transaktionen verkauften Leasingforderungen in Höhe von 212 Millionen Euro. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ FORTSETZUNG Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern bestehen überwiegend aufgrund von Bewertungsunterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz im Leasingvermögen und setzen sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 23 Millionen Euro (Vorjahr: 15 Millionen Euro) und passiven latenten Steuern in Höhe von 67 Millionen Euro (Vorjahr: 44 Millionen Euro) zusammen. Andere Rückstellungen Von den anderen Rückstellungen in Höhe von 48 Millionen Euro (Vorjahr: 47 Millionen Euro) entfallen 14 Millionen Euro (Vorjahr: 11 Millionen Euro) auf Abfindungen, 14 Millionen Euro (Vorjahr: 13 Millionen Euro) auf Altersteilzeitprogramme und 11 Millionen Euro (Vorjahr: 12 Millionen Euro) auf das Leasinggeschäft (wie z.B. aus Wertberichtigungen und Aufbereitungskosten). Nachrangige Verbindlichkeiten Es besteht eine nachrangige Verbindlichkeit mit einem Nominalwert von 139 Millionen Euro (Vorjahr: 139 Millionen Euro) zuzüglich Zinsabgrenzungen von 1 Million Euro (Vorjahr: 2 Millionen Euro) gegenüber der Alleingesellschafterin Ford ECO GmbH, Zug. Die Verbindlichkeit besteht aus zwei Verträgen, welche zum einen zum 1. Juli 2029 fällig wird und mit dem 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Aufschlags von 3,55 Prozentpunkte verzinst wird und zum anderen zum 26. Februar 2029 fällig wird und ebenfalls mit dem 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Aufschlags von 3,55 Prozentpunkte verzinst wird. Für die nachrangige Verbindlichkeit fielen im Geschäftsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 9,8 Millionen Euro (Vorjahr: 9,7 Millionen Euro) an. Im Insolvenzfall wird die nachrangige Verbindlichkeit erst bedient, nachdem alle nichtnachrangigen Verbindlichkeiten getilgt wurden. Vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen sowie Umwandlungsmöglichkeiten in Kapital oder eine andere Schuldform bestehen nicht. Eigenkapital Ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen nicht. Andere Verpflichtungen Die anderen Verpflichtungen enthalten unwiderrufliche Kreditzusagen gegenüber Privatkunden. Grundsätzlich ist mit einer Inanspruchnahme zu rechnen. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Es handelt sich bei den Erträgen und Aufwendungen im Wesentlichen um Inlandserträge bzw. -aufwendungen. Zinserträge In den Zinserträgen sind im Geschäftsjahr Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften von 257 Millionen Euro (Vorjahr: 245 Millionen Euro) und Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldscheinforderungen von 45 Millionen Euro (Vorjahr: 36 Millionen Euro) enthalten. Leasingerträge und Leasingaufwendungen Die auf das Geschäftsjahr entfallenen Leasingerträge betragen 816 Millionen Euro (Vorjahr: 652 Millionen Euro). Die Leasingaufwendungen im Geschäftsjahr betragen 399 Millionen Euro (Vorjahr: 329 Millionen Euro). Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 24 Tausend Euro (Vorjahr: 1.056 Tausend Euro) aus Währungsumrechnung enthalten.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FORTSETZUNG Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 145 Tausend Euro (Vorjahr: 1.134 Tausend Euro) aus Währungsumrechnung enthalten.
ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von 26.856.633,25 Euro in die Gewinnrücklage einzustellen. Vorgänge nach dem Geschäftsjahr Es bestehen keine Vorgänge von größerer Bedeutung nach dem Geschäftsjahr gemäß § 285 Nr. 33 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft wesentlich sind. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Dienstleistungsverträgen bestehen in Höhe von 20 Millionen Euro (Vorjahr: 7 Millionen Euro). Die Ford Bank leistet regelmäßig Zahlungen zum Ausgleich der Altersversorgungsanwartschaften an die Ford-Werke GmbH, Köln. Im Berichtsjahr ist ein Betrag in Höhe von 5 Millionen Euro (Vorjahr: 5 Millionen Euro) für den Ausgleich bestehender Altersversorgungsanwartschaften angefallen. Dieser kann sich in den zukünftigen Jahren unter anderem durch Zinsschwankungen ändern. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen für Ford Bank Mitarbeiter, die an die Ford-Werke GmbH übertragen wurden und für die ein Schuldbeitritt seitens der Ford Bank besteht, beträgt 139 Millionen Euro (Vorjahr: 135 Millionen Euro). Dieser Verpflichtung steht ein Deckungsvermögen von 85 Millionen Euro (Vorjahr: 63 Millionen Euro) gegenüber. Es bestehen Leasingzusagen gegenüber Kunden in Höhe von 222 Millionen Euro (Vorjahr: 247 Millionen Euro) und aus diesen resultieren Verpflichtungen in Form von Bestellobligos gegenüber der Ford-Werke GmbH in Höhe von 417 Millionen Euro (Vorjahr: 465 Millionen Euro). Derivative Finanzinstrumente Die Bank hat Zinsswaps abgeschlossen, die ausschließlich der Steuerung der Zinsänderungsrisiken im Bankbuch und damit Sicherungszwecken dienen. Die beizulegenden Zeitwerte wurden anhand gängiger Bewertungsmodelle auf Basis von Marktzinssätzen ermittelt und variieren in Abhängigkeit von der Zinsentwicklung. Zinsabgrenzungen sind in den beizulegenden Zeitwerten nicht enthalten.
Dritten erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung Die Ford Bank erbringt Dienstleistungen im Sinne des § 35 Abs. 1 Nr. 5 RechKredV im Bereich der Versicherungsvermittlung. SONSTIGE ANGABEN FORTSETZUNG Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Leistungen auf:
Die Honorare für die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung für den Jahresabschluss 2024. Die anderen Bestätigungsleistungen beinhalten ein Bundesbank Funding Audit (MACCs). Die Kosten für Prüfung des Konzernreportings an die Konzerngesellschaften im Jahr 2024 werden unter sonstige Leistungen gezeigt. Mitarbeiter Durchschnittlich war im Geschäftsjahr aufgeteilt nach Kategorien folgende Anzahl an Mitarbeitern bei der Ford Bank beschäftigt:
Zum 31. Dezember 2024 waren bei der Ford Bank mit 255 Mitarbeitern (Vorjahr: 313 Mitarbeiter) in Vollzeit und 78 Mitarbeitern (Vorjahr: 113 Mitarbeiter) in Teilzeit insgesamt 333 Mitarbeiter (Vorjahr: 426 Mitarbeiter) beschäftigt. Mandate in Aufsichtsgremien Von den gesetzlichen Vertretern oder anderen Mitarbeitern der Ford Bank wurden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB) im Geschäftsjahr wahrgenommen. Mitglieder der Geschäftsführung Folgende Personen waren im Geschäftsjahr Mitglieder der Geschäftsführung:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 1.779 Tausend Euro. SONSTIGE ANGABEN FORTSETZUNG Mitglieder des Aufsichtsrats Folgende Personen, die allesamt bei der FCE Bank plc, Laindon (Vereinigtes Königreich), der Ford Motor Credit Company LLC, Dearborn (Vereinigte Staaten von Amerika) und Ford Otomotiv San. A.S., Istanbul (Türkei) angestellt sind und die unten aufgeführten Funktionen wahrnehmen, wurden mit Gesellschafterbeschluss (zuletzt am 18.11.2024) in den Aufsichtsrat bestellt:
Konzernzugehörigkeit Die Muttergesellschaft der Ford Bank GmbH ist seit dem 01.09.2024 die Ford ECO GmbH mit Sitz in Zug (Schweiz). Konzernobergesellschaft ist die Ford Motor Company mit Sitz in Dearborn (USA), die ihren Konzernabschluss nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (US-GAAP) auf ihrer Shareholder-Homepage veröffentlicht. Gesetz zur Umsetzung der Mindestbesteuerungsrichtlinie Im Oktober 2021 gab die OECD die Mustersteuerregeln zur Reform des internationalen Steuersystems bekannt, die offiziell als Globale Anti-Basis-Erosionsregeln (GloBE) oder informell als internationale Steuerregeln der Säule II bezeichnet werden. Diese Regeln zielen darauf ab, einen globalen Mindeststeuersatz von mindestens 15 % für große internationale Konzerne einzuführen. Am 22. Dezember 2022 verabschiedete die Europäische Kommission die Richtlinie 2022/2523, die sicherstellt, dass große multinationale Konzerne einen effektiven Mindeststeuersatz für ihre globalen Aktivitäten haben. Am 10. November 2023 hat der Bundestag das Gesetz zur nationalen Umsetzung der Mindestbesteuerung (MinStG) verabschiedet und am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Deutschland hat im MinStG auch die Möglichkeit genutzt, eine nationale Ergänzungssteuer einzuführen und die Bestimmungen zum Safe Harbour zu übernehmen. Ford Motor Company als künftige Ultimate Parent Entity (UPE) sowie ihre verbundenen Unternehmen (nachfolgend: Konzern) fallen in den Anwendungsbereich der verabschiedeten bzw. im Wesentlichen verabschiedeten Gesetzgebung und haben eine Bewertung des potenziellen Risikos des Konzerns in Bezug auf die Ertragsteuern durch Pillar II durchgeführt. Auf Grundlage der Bewertung durch den Konzern, kommen die gesetzlichen Vertreter der Ford Bank GmbH zur Einschätzung, dass der effektive Steuersatz von Pillar II in Deutschland über 15,0% liegt und damit in die Anwendung des Safe Harbor (sog. Vereinfachter ETR-Test) fällt Daher wird in Deutschland keine Steuerbelastung durch Pillar II erwartet. ANGABEN NACH § 26a KWG (COUNTRY-BY-COUNTRY-REPORTING)
Köln, 24. April 2025 Ford Bank GmbH Kai-Uwe Struppek, Managing Director Finance und CEO Anno Kurth, Managing Director Risk BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ford Bank GmbH, Köln VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ford Bank GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ford Bank GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung: [1] Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert: (1) Sachverhalt und Problemstellung (2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse (3) Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: [1] Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft (1) Im Jahresabschluss der Ford Bank GmbH werden unter dem Bilanzposten "Forderungen an Kunden" Kreditforderungen in Höhe von € 3.271 Mio (41,5 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Für das Kreditportfolio besteht zum 31. Dezember 2024 eine bilanzielle Risikovorsorge bestehend aus Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Die Bemessung der Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft wird insbesondere durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolien, gesamtwirtschaftliche Einflussfaktoren und die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle bestimmt. Die Höhe der Einzelwertberichtigungen bei den Kundenforderungen entspricht der Differenz zwischen dem noch ausstehenden Kreditbetrag und dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Bestehende Sicherheiten werden berücksichtigt. Pauschalwertberichtigungen werden für vorhersehbare, aber noch nicht bei einzelnen Kreditnehmern konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten gebildet. Dazu wird für nicht einzelwertberichtigte Kredite eine Pauschalwertberichtigung in Höhe des erwarteten Verlusts für einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten gebildet, es sei denn das Kreditausfallrisiko hat sich seit Zugang signifikant erhöht. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditausfallrisikos seit Zugang wird für nicht einzelwertberichtigte Kredite eine Pauschalwertberichtigung für die über die Restlaufzeit erwarteten Verluste der betreffenden Kredite gebildet. Die Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft sind zum einen betragsmäßig für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft von hoher Bedeutung und zum anderen mit erheblichen Ermessenspielräumen der gesetzlichen Vertreter verbunden. Darüber hinaus haben die angewandten, mit wesentlichen Unsicherheiten behafteten Bewertungsparameter einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. (2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Ausgestaltung des relevanten internen Kontrollsystems der Gesellschaft beurteilt und darauf aufbauend die Funktionsfähigkeit der Kontrollen getestet. Dabei haben wir die Geschäftsorganisation, die IT-Systeme und die relevanten Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, auf der Basis von Stichproben von Kreditengagements beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die vorliegenden Unterlagen der Gesellschaft bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Werthaltigkeit der entsprechenden Sicherheiten gewürdigt. Ferner haben wir zur Beurteilung der vorgenommenen Einzel- und Pauschalwertberichtigung die von der Gesellschaft angewandten Berechnungsmethoden sowie die zugrundeliegenden Annahmen und Parameter gewürdigt. Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt von der Vertretbarkeit der bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Kreditportfolios von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen sowie der Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollen der Gesellschaft überzeugen. (3) Die Angaben der Gesellschaft zur Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" enthalten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 28. März 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 23. Oktober 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der Ford Bank GmbH, Köln, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christoph Lehmann.
Frankfurt am Main, den 2. Mai 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Valentino Saitta, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 14.05.2025 festgestellt. |
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