Ford Produktentwicklung GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Guido Lamanna seit 26.6.2025 | Prokura |
Tobias Sender seit 26.6.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ford Nederland B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cotarko GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen1.a Unternehmen Der operative Geschäftsbetrieb wurde am 1. April 2003 aufgenommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Schmiedeteilen, insbesondere für die Automobilindustrie. Es werden verschiedenste technologische Umformungs- wie auch Zerspanungsprozesse eingesetzt, um Getriebe-, Chassis-, Motor- und Antriebsstrangteile, überwiegend für den gesamten europäischen Markt, zu fertigen. Der Hauptrohstoff für die gefertigten Produkte ist Stahl. Alleinige Gesellschafterin der Cotarko GmbH ist die Ford-Werke GmbH, Köln, mit der seit dem 1. Januar 2012 ein Ergebnisabführungsvertrag (§ 302 AktG) besteht. Zum 1. Oktober 2023 wurde ein Asset Deal mit der Muttergesellschaft Ford Werke GmbH durchgeführt und sämtliche Produktionsgegenstände, -maschinen und Vorräte an die Ford Werke GmbH zum Buchwert veräußert. Geschäftszweck der Cotarko GmbH ist ab diesem Zeitpunkt der Einkauf "für Rechnung" des sogenannten "Cologne Component Plant" (CCP), dem Zusammenschluss aus Schmiede-, Druckguss-, Getriebe- und Batteriewerk innerhalb der Ford Werke GmbH, sowie der Vertrieb dort gefertigter Produkte. Die vorher in Eigenregie erfolgte Produktion inklusive Lagerhaltung wird nicht mehr von der Cotarko GmbH durchgeführt. Infolge der genannten Umstrukturierung der Prozesse tritt Cotarko auf Einkaufseite als "Agent" für die Ford-Werke GmbH auf, auf Verkaufseite erhält Cotarko für die Vertriebstätigkeit einen Mark-up auf die angefallenen Kosten. Elemente, wie das Risiko des Ausfalls von Forderungen gegenüber Kunden, bleiben weiterhin bei der Cotarko GmbH, wodurch Cotarko nicht als bloßer "Agent" agiert. 1.b Konjunktur und Märkte Das Geschäftsjahr 2023 war in Europa durch niedrigere Konsumbereitschaft, anhaltend hohe Energiepreise und - trotz Entspannung in den Lieferketten - Materialknappheit gezeichnet. Weiterhin wurde die Weltwirtschaft vor allem durch den Krieg in der Ukraine und den Konflikt im Gaza-Streifen belastet. Positive Effekte waren die Entspannung in den Lieferketten, die fallende Inflation und höherer privater Konsum, obwohl der Aufschwung sich nicht in allen Regionen bemerkbar machte. Die Weltwirtschaftsleistung stieg um 3,2% (2022 3,4%) gegenüber dem Vorjahr. In der Eurozone stieg die Wirtschaftsleistung mit 0,4% im Jahr 2023 unterdurchschnittlich (2022 3,5%) und die britische Wirtschaftsleistung stagnierte mit 0,1% Wachstum (Vorjahr 4,1%). Die deutsche Wirtschaft verzeichnete mit -0,3% ein negatives Wachstum (Vorjahr: 1,9%). Deutschland exportierte im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt -1,8% weniger Waren und Dienstleistungen (Vorjahr 3,2%). Die Importe schwächten sich preisbereinigt stärker ab und lagen bei -3,0% (Vorjahr 6,7%). Insgesamt wirkte sich der Außenbeitrag dadurch positiv auf das BIP-Wachstum aus. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Beschäftigung in Deutschland stieg im Jahresdurchschnitt 2023 auf ein Allzeithoch von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen (Vorjahr 45,6 Mio.). In den anderen wichtigen Wirtschaftsnationen der Eurozone sank das Wachstum im Jahr 2023. In Spanien blieb das Wirtschaftswachstum mit 2,5% deutlich unter dem Niveau von 2022 (Vorjahr: 5,2%), wohingegen diese in Italien mit 0,9% (Vorjahr: 3,9%) noch stärker abnahm und in Frankreich mit 0,9% (Vorjahr: 2,6%) ebenfalls deutlich zurückging. Die Wachstumsraten der aufstrebenden Märkte und der sich entwickelnden Volkswirtschaften lagen weltweit durchschnittlich bei 4,3% (Vorjahr 3,9%). In Asien lag das Wirtschaftswachstum in China bei 5,2% (Vorjahr 3,0%) und Indien bei 7,8% (Vorjahr 6,8%). In Nordamerika lagen die Wachstumsraten in den USA mit 2,5% (Vorjahr 2,0%), und Mexico mit 3,2% (Vorjahr 3,1%) leicht über dem Vorjahr, in Kanada mit 1,1% (Vorjahr 3,5%) unter dem Vorjahr. (Quelle World Economic Outlook January & April 2024 / Destatis Statement "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland") Die weltweiten Absatzzahlen der Automobilindustrie verbesserten sich sowohl bei den Personenkraftwagen (+9%). als auch bei den Nutzfahrzeugen (+11%). Die gesteigerte Nachfrage war hier größtenteils den hohen Auftragsbeständen der Vorjahre unter anderem infolge fehlender Verfügbarkeiten aufgrund der Halbleiterkrise geschuldet, die sich inzwischen wieder normalisiert haben. Der PKW-Absatz lag im Jahr 2023 bei 75,5 Mio. gegenüber 69,0 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2022. Wie in den Vorjahren verlief die Entwicklung allerdings regional unterschiedlich. In Europa stieg der PKW-Absatz um 14% gegenüber dem Vorjahr auf 12,8 Mio. Einheiten. Der Anteil Westeuropas lag hier bei 11,6 Mio. Einheiten und damit ebenfalls 14% über 2022 (10,2 Mio.). In Deutschland legten die PKW-Neuzulassungen mit +7% nicht so stark zu wie in den anderen Märkten. Sowohl in Großbritannien (+18%) als auch in Spanien (+17%), Frankreich (+16%) und Italien (+19%) stieg der PKW-Absatz überdurchschnittlich. Die Nachfrage nach Elektro-PKW stieg in Europa weiter auf 3,0 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge, was in etwa 23,4% entspricht. Die höchsten Anteile an Elektrofahrzeugen sind bei den skandinavischen Märkten und den Beneluxstaaten zu verzeichnen. In Deutschland stagnierte der Absatz der elektrisch angetriebenen PKW bei 0,7 Mio. Einheiten, was vor allem dem veränderten Förderungsumfeld liegt. International dominiert China mit 7,3 Mio. Zulassungen weiterhin den Elektro-PKW Markt vor den USA (1,4 Mio. Einheiten). Deutschland bleibt trotz der rückläufigen Dynamik der drittwichtigste Absatzmarkt. Außerhalb von Europa bewegten sich die PKW-Zulassungen auch in Mittel- und Nordamerika mit 13% gegenüber 2022 ähnlich positiv. In Asien stieg der PKW-Absatz mit um 6% gegenüber dem Vorjahr weniger stark. Während der chinesische und indische Markt jeweils einen Zuwachs von nur 5% verzeichnen konnten, legten die japanischen PKW-Zulassungen um 16% zu. Die Neuzulassungen der Nutzfahrzeuge stiegen in Deutschland um 15% und damit etwas stärker als im europäischen Durchschnitt (+11%). In Asien legten die Nutzfahrzeugzulassungen mit +9% ähnlich stark zu wie in Nordamerika mit +8%. (Quelle: VDA Analysen zur Automobilkonjunktur 2024) 1.c Beschaffung, Produktion und Absatz Um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu vermeiden, bezieht die Gesellschaft insbesondere Stahl und weitere Vorprodukte bei unterschiedlichen Lieferanten. Die Beschaffungspolitik ist auf die Bedürfnisse der Produktion (ab dem 1.10.2023 bei der Ford-Werke GmbH) abgestimmt. Die Produktion der Gesellschaft belief sich in den ersten neun Monaten im Jahr 2023 auf 16,6 Mio. Einheiten. Seit dem 01.10.2023 wird die Produktion durch die Ford-Werke GmbH durchgeführt. In den letzten drei Monaten im Jahr 2023 sind 5,0 Mio. Einheiten gefertigt worden. In Summe beläuft sich die Produktion im Jahr 2023 auf 21,6 Mio. Einheiten. Dies entspricht 1,2 Mio. Einheiten mehr als im Vorjahr. 1.d Mitarbeiter Zum Jahresende 2023 beschäftigte die Gesellschaft einen eigenen Mitarbeiter als Leiter Vertrieb. Die ehemaligen eigenen Mitarbeiter aus dem Schmiedewerk (Cotarko GmbH) wurden mit Vollzug des Asset Deals zum 1.Oktober 2023 in die Ford Werke GmbH überführt. Die Produktion in "Lohnfertigung" für die Ford-Werke GmbH erfolgt damit nunmehr ausschließlich mit Mitarbeitern der Ford-Werke GmbH. 1.e Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft hat sich in den ersten 9 Monaten im Geschäftsjahr 2023 auf die Umsetzung von Fertigungsprozessen von Kundenanforderungen konzentriert und wie in Vorjahren Entwicklungen zur Verbesserung von Fertigungsprozessen vorangetrieben. 1.f Umwelt- und Energiemanagement Mit unserer in den Unternehmenszielen verankerten Umwelt- und Energiepolitik verpflichten wir uns zum schonenden Umgang mit Ressourcen. Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir an technischen Lösungen zur Reduzierung des Materialeinsatzgewichtes bei gleichem oder verbessertem Leistungsniveau gearbeitet. Die kontinuierliche Verbesserung der Energie- und Wasserressourcenschonung sowie der Abfallvermeidung stehen im Vordergrund. Die Verwirklichung dieser Ziele wird im Rahmen von Umweltmanagementprogrammen jährlich geplant und verfolgt. Interne und externe Auditoren überwachen den Fortschritt dieser Verbesserungsaktivitäten im Bereich Umweltschutz und Energieeffizienz, sowie die Einhaltung der zertifizierten internationalen Normen für Umweltmanagementsysteme DIN EN ISO 14001:2015 und Energiemanagementsysteme DIN EN ISO 50001:2011. Auch nach Durchführung des Asset Deals mit der Ford-Werke GmbH wird weiter Gewicht auf diese Punkte gelegt, die nunmehr durch die Ford-Werke GmbH verantwortet werden. 1.g Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren - Steuerung und Kennzahlen Die Steuerung der Cotarko GmbH erfolgt über die finanziellen Kennzahlen Umsatzerlöse und Ergebnis vor Ergebnisabführung. Ferner werden als nicht finanzielle Leistungsindikatoren Kundenzufriedenheit und Produktqualität genutzt. Die Umsatzerlöse als auch das Ergebnis vor Ergebnisabführung im Jahr 2023 spiegeln das auch 2023 nach Corona weiterhin niedrige Niveau der Verkaufsvolumen mit den Hauptkunden wider. Grund für die Nichterreichung des geplanten ausgeglichenen Jahresergebnisses ist primär den weiterhin hohen Energiekosten und einer angespannten Volumensituation geschuldet. Für die von der Cotarko GmbH vertriebenen Produkte wird regelmäßig die Zufriedenheit ihrer Kunden mit speziellem Fokus auf Themen wie Produkt, Liefertreue und Service ermittelt, um hieraus Schlüsse auf die Produktqualität sowie die Wahrnehmung im Markt zu erhalten. Die Gesellschaft erhielt hier von ihren Kunden gute Bewertungen. Ein weiterer wichtiger Schritt im Bereich Kundenzufriedenheit durch Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie war die im Jahr 2018 erfolgreich erhaltene IATF Zertifizierung. Ziel der IATF Norm ist die kontinuierliche Verbesserung der System- und Prozessqualität. Mit Hilfe von IATF werden Fehler und Risiken im Produktionsprozess und der Lieferkette erkannt, ihre Ursachen beseitigt und getroffene Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit geprüft. Der Fokus liegt auf der Vermeidung von Fehlern. Die Anzahl der von allen Kunden ausgesprochenen Verwerfungen liegt mit insgesamt 65 Verwerfungen deutlich über dem Niveau von 2022 mit 61 Verwerfungen. Die internen Qualitätsergebnisse sind im Vergleich 2023 zu 2022 auf weiterhin hohem Niveau. Hier ist die ppm Rate (parts per million) von 10334ppm auf 10690ppm leicht gestiegen. Für 2024 erwarten wir - jetzt in Bezug auf die Vermarktung der nunmehr durch die Ford-Werke GmbH produzierten Produkte - wieder auf die deutlich besseren Vorjahreswerte gelangen zu können. 2. ErtragslageDie Umsatzerlöse stiegen um EUR 9,6 Mio. auf EUR 91,1 Mio. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren an Kunden weitergereichten Materialpreisen, sowie leicht gestiegenen Kundenabrufen, welche jedoch unter dem Vorkriegs und -Pandemie Volumen zurückblieben. Der Materialaufwand in Höhe von rund EUR 75,9 Mio. im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr EUR 66,1 Mio.) ist im ähnlichen Verhältnis zu den Umsatzerlösen um ca. 15 % gestiegen. Mit dem zum 1. Oktober 2023 vollzogenem Asset Deal sind auch die Lagerbestände auf die Ford Werke GmbH übergegangen, so dass zum Bilanzstichtag keine Bestände mehr vorhanden sind. Der Personalaufwand betrug im Jahr 2023 EUR 3,5 Mio., was einem Rückgang um EUR 0,9 Mio. entspricht. Wesentlicher Treiber ist der niedrigere (eigene) Personalstand nach der Neuausrichtung der Gesellschaft ab dem 1.10.2023. Entsprechend reduzierten sich auch die Kosten für die Arbeitnehmerüberlassung durch die Ford Werke GmbH, da die Produktion seit 1.10.2023 durch die Ford-Werke GmbH direkt durchgeführt wird; die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich damit gegenüber dem Vorjahr um EUR 4,2 Mio. (21%) auf EUR 16,0 Mio. primär bedingt durch die oben genannten reduzierten Kosten aus der Arbeitnehmerüberlassung von der Ford-Werke GmbH sowie niedrigere Instandhaltungsaufwendungen. Damit ergibt sich für das Jahr 2023 ein negatives Ergebnis vor Verlustübernahme von EUR -7,7 Mio. (Vorjahr EUR -11,7 Mio.). Der Verlust ist aufgrund gestiegener Umsätze (EUR 9,6 Mio.) sowie aufgrund des Mark ups auf die Vertriebstätigkeit ab dem 1.10.2023 gegenüber dem Vorjahr geringer ausgefallen. Im Jahr 2024 ist, bedingt durch die neue vertragliche Konstellation der Cotarko GmbH als Vertriebs- und Einkaufsgesellschaft, mit einem leicht positiven Ergebnis vor Gewinnabführung und aufgrund bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis zu rechnen. 3. FinanzlageSowohl die Cotarko GmbH als auch die Ford-Werke GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, verwalten ihre liquiden Mittel überwiegend im Rahmen der Konzernfinanzierung der Ford Motor Company, Dearborn, Michigan, USA. Die Forderung aus dem Cash-Pooling mit den Ford-Werken beläuft sich zum Bilanzstichtag 31.12.2023 auf EUR 28,5 Mio. Die Veränderung um EUR 41,7 Mio. im Vergleich zur Vorjahresverbindlichkeit in Höhe von EUR 13,2 Mio. resultiert insbesondere aus dem erhaltenen Kaufpreis aus dem Asset Deal. 4. VermögenslageDie Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 22 Mio. auf EUR 54,5 Mio. Der Rückgang der Bilanzsumme ist auf der Aktivseite hauptsächlich auf den Transfer der Maschinen (EUR 17,1 Mio.) und Vorräte (EUR 27,9 Mio.) bei gleichzeitigem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 20,6 Mio.) im Rahmen des Asset Deals zu den Ford Werken zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um EUR 2,1 Mio. gestiegen. Dieser Anstieg ist primär durch die gegenüber Vorjahr gestiegenen Umsätze zu erklären. Auf der Passivseite erklärt sich die Reduzierung der Bilanzsumme hauptsächlich durch die gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern (EUR 17,7 Mio.), sowie niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 4,2 Mio.). Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen und die deutlich gesunkene Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote der Gesellschaft auf 92 % zum Bilanzstichtag gestiegen (Vorjahr 65 %). Diesbezüglich ist eine Kapitalauskehrung seitens der Gesellschafter geplant, so dass das Eigenkapital sich zukünftig wieder reduzieren wird. 5. Chancen und RisikenUnser Geschäft sowie die operativen und finanziellen Ergebnisse beinhalten verschiedene Risiken und Chancen und sind unsicheren Entwicklungen ausgesetzt. Die im Folgenden genannten Risiken können unsere Ergebnisse substanziell von unseren derzeit geplanten Ergebnissen abweichen lassen. Die Identifizierung und Steuerung der unternehmerischen Risiken ist Bestandteil des umfassenden weltweiten Risikomanagement- und Kontrollsystems des Ford Motor Company Konzerns, in das die Cotarko GmbH als Tochterunternehmen eingebunden ist. Zum globalen Risikofrüherkennungssystem gehört u.a. die Interne Revision. Im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden die Chancen und Risikopositionen der Geschäftsaktivitäten im Hinblick auf ihre strategische und operative Bedeutung analysiert, aufbereitet und beurteilt. Die Risiken werden in Kategorien eingeteilt:
Die dargestellten Risiken werden mit Ausnahme der Branchenrisiken als "geringe" bis "mittlere" Risiken eingestuft. Aufgrund der Änderung der Ausrichtung der Gesellschaft ergibt sich gegenüber dem Vorjahr eine Reduktion im Hinblick auf einzelne Risiken (insbesondere Produktion und Entwicklung). 5.1 Branchenrisiken Die Automobilbranche befindet sich wahrscheinlich in der größten Transformation ihrer bisherigen Geschichte. Vor allem der Wandel der Antriebstechnologie vom Verbrennungs- zum Elektromotor ist die größte Herausforderung der Branche. Kompetenzerweiterungen in den Bereichen Software und Batterien werden eine große Rolle spielen, um im größer werdenden Wettbewerbsumfeld bestehen zu können. Im Rahmen der Elektromobilität müssen nicht nur technische, sondern auch infrastrukturelle, soziale und kulturelle Hindernisse überwunden werden. Hier ist die Entscheidung der EU, dass ab 2035 keine mit Diesel oder Benzin betriebenen Neuwagen innerhalb der EU mehr zugelassen werden dürfen, von wegweisender Bedeutung. Die technologischen Veränderungen beeinflussen nicht nur die Kundenbedürfnisse, sondern auch bestehende Geschäftsmodelle, die immer wieder flexibel angepasst werden müssen. Die Zukunftsthemen der Digitalisierung und Elektrifizierung sowie neue Dienstleistungen werden die Mobilität neu definieren. Zusammen mit den zunehmenden Emissionsregularien und kürzeren Innovationszyklen führen sie zu komplexen Rahmenbedingungen, die die gesamte Automobilbranche vor neue Herausforderungen stellt. Die Automobilbranche ist stark mit dem Verlauf der Weltwirtschaft verbunden. Die Gefahr einer globalen Rezession ist nicht gebannt, da die unsichere geopolitische Situation die Weltwirtschaft durch den Nahost-Konflikt und seine Folgen weiter verschärft. Sowohl die Lieferketten als auch die Nachfrage können nachhaltig gestört werden. Die steigenden Mobilitätskosten für Verbraucher bei sinkender Kaufkraft üben einen spürbaren Druck auf die Nachfrage aus. Veränderungen im Verbraucherverhalten müssen beobachtet werden, um den Präferenzen von nachhaltigen, flexiblen und erschwinglichen Mobilitätslösungen nachzukommen. Zudem ist die Automobilindustrie in Europa nach wie vor durch ein Überangebot an Produktionskapazität von Kraftfahrzeugen geprägt. Diese Faktoren in Verbindung mit der global zunehmenden Wettbewerbsintensität, insbesondere aus China, könnten die Ertragslage der Ford-Werke GmbH belasten und führen damit indirekt zu geringerem Volumen im Hinblick auf Einkauf/Beschaffung sowie niedrigere Erträge aus unserer Vertriebstätigkeit. Des Weiteren stellen die Themen Energiepreise, Versorgungssicherheit und Cyber-Risiken die Automobilbranche weiterhin vor große Herausforderungen. 5.2 Rechtliche und steuerliche Risiken Veränderungen regulatorischer Rahmenbedingungen, Änderungen bei Steuern, Zöllen oder Abgaben in einzelnen Märkten sowie in ganzen Wirtschaftsräumen können Absatz, Umsatz und Ergebnisentwicklung bei der Ford-Werke GmbH beeinträchtigen und haben damit indirekte Auswirkungen auf uns als Einkaufsgesellschaft der Ford-Werke GmbH. 5.3 Entwicklungs- und Produktionsrisiken Es besteht grundsätzlich (bis 1.10.2023) ein Risiko im Hinblick auf die Umsetzung von Fertigungsprozessen von Produkten für unsere Großkunden (OEM). Um diesem Risiko, das weitgehend mit fortschreitenden Qualitäts- und Kostenanforderungen einhergeht, zu begegnen, werden intensive Kundenbefragungen mit speziellem Fokus auf Produktqualität durchgeführt. Weiterhin besteht das Risiko Produkte nicht in dem geplanten Zeitrahmen, mit der entsprechenden Qualität oder unter den vorgegebenen Kosten realisieren zu können, was bei uns künftig als mit dem Vetrieb dieser Produkte betraute Gesellschaft zu höheren Gewährleistungsaufwendungen bis zu aufgeschobenen Zahlungen seitens Kunden führen könnte. Diesem Risiko sind wir in der Vergangenheit durch eine langfristige und an den Gegebenheiten des Unternehmens orientierte Investitions- und Instandhaltungsstrategie begegnet. Die Entwicklung auf den internationalen Automobilmärkten hat unmittelbare Auswirkungen auf die Cotarko GmbH. Mit veränderter Nachfrage nach Automobilen verändert sich auch direkt die Nachfrage nach unseren Produkten. Auch die strategische Neuausrichtung der Automobilhersteller als Anbieter von Mobilitätslösungen und der Wandel in den Bereichen Autonomes Fahren, Digitalisierung und alternative Antriebsformen - Stichwort Elektromobilität - schafft neue Herausforderungen für Zulieferer. Daraus können sich positive und negative Effekte entwickeln. Mit Übergang der Produktion und den damit verbunden Risiken und Chancen auf die Ford Werke GmbH zum 1. Oktober 2023 haben sich die genannten Risiken signifikant reduziert. 5.4 Liquiditätsrisiko Aufgrund der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden besteht ein generelles Liquiditätsrisiko aus dem Ausfall von Forderungen. Aufgrund der Struktur des Unternehmens und seiner Kunden zählen zu den wesentlichen Finanzinstrumenten der Gesellschaft insbesondere die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Das strukturelle Forderungsausfallrisiko aus Lieferungen und Leistungen ist eng verknüpft mit den Bonitätsklassifizierungen der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer. Aktives Forderungsmanagement, die Bonitätsüberwachung und die Einbindung in das globale Versicherungsrisiko-Management von Ford begrenzen die Risiken. Dies gilt gleichermaßen für die Automobilindustrie typischen Risiken von Rückrufaktionen oder möglichen Produkthaftpflichtfällen. Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden oder zu verringern. Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden hierzu im Rahmen der Finanzplanung kontinuierlich überwacht. Potenzielle Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie des Branchenumfeldes haben ebenfalls durch die Verflechtung und Abhängigkeit vom Geschäft der Ford-Werke GmbH mittelbare Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Cotarko GmbH. Grundsätzlich werden die aufgeführten Risiken durch das implementierte System des Risikomanagements minimiert. 5.5 Risiken in Bezug auf Rohstoffe und Energie Der Rohstoff Stahl als wesentlicher Einsatzfaktor spielt für unser Geschäft als Einkaufsgesellschaft eine dominante Rolle. Mögliche Preiseffekte auf die Ertragslage durch Nachfrageänderungen für Stahl werden durch bestehende Anpassungsvereinbarungen mit den Kunden gemindert. Die weiterhin auf hohem Niveau liegenden Strompreise in Deutschland stellen für die nunmehr durch Ford-Werke durchgeführte stromintensive Produktion ebenfalls ein Kostenrisiko dar, welchem die Gesellschaft durch Vereinbarung mit ihren Kunden zur Kostenbeteiligung begegnet. 5.6 Währungsrisiken Grundsätzlich werden Beschaffung und Vertrieb mit der jeweiligen lokalen Währung durchgeführt, d.h. die Gesellschaft ist dadurch keinen wesentlichen Wechselkursrisiken ausgesetzt. Lediglich sehr begrenzte Volumina werden in Fremdwährung importiert bzw. exportiert. Mögliche Auswirkungen aus veränderten Kapitalmarktzinssätzen werden als nicht wesentlich für die Gesellschaft betrachtet. 5.7 Finanzierungsrisiken Sowohl die Cotarko GmbH als auch die Ford-Werke GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, verwalten ihre flüssigen Mittel überwiegend im Rahmen der Konzernfinanzierung der Ford Motor Company, Dearborn, Michigan, USA. Durch die Einbindung in die Konzernfinanzierung ist die für den Fortbestand der Cotarko GmbH notwendige Liquidität gesichert, solange die Liquidität des Mutterkonzerns, Ford Motor Company, gesichert ist. Das Eigenkapital der Ford Motor Company lag zum Jahresende 2023 bei 42,8 Mrd. US-Dollar. Der Ford Motor Company Konzern erwirtschaftete im Jahr 2023 einen positiven Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 14,9 Mrd. US-Dollar. Dies bedeutet eine Verbesserung zum Vorjahr von 8,0 Mrd. US-Dollar. Die Netto-Liquidität (Flüssige Mittel zuzüglich Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich Verbindlichkeiten) sank im Vergleich zum Vorjahr durch Sondereffekte um 4,3 Mrd. US-Dollar auf 14,2 Mrd. US-Dollar zum 31.12.2023. Zum 30. Juni 2024 weist die Ford Motor Company eine Netto-Liquidität in Höhe von 9,1 Mrd. USD aus und erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2024 einen positiven Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 6,9 Mrd. USD. Vor diesem Hintergrund werden die zum 31. Dezember 2023 bestehenden Forderungen der Cotarko GmbH gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 38,8 Mio. - hauptsächlich aus dem durchgeführten Asset-Deal und dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Ford-Werke GmbH - als voll werthaltig und einbringlich erachtet. Aus unserer Sicht bestehen daher weder bestandsgefährdende Risiken, noch solche Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der künftigen Entwicklung der Gesellschaft haben. 5.8 Chancen Die aufgezählten Risikofaktoren können bei einer positiven Entwicklung auch grundsätzlich neue Chancen eröffnen: So können sich zum Beispiel das wirtschaftliche Klima und die Entwicklung in der Automobilindustrie besser als angenommen entwickeln. Positives Entwicklungspotential enthalten auch die Bereiche Autonomes Fahren und alternative Antriebsformen (Elektromobilität), die die klassische Automobilindustrie und ihre Zulieferer verändern. Hinzu kommen Chancen durch neue Produktlinien, auch im Zusammenhang mit alternativen Energien. Diese Chancen auf Seiten der Ford-Werke GmbH übersetzen sich dann nach vorne gerichtet ebenfalls in Form von höheren Erlösen aus dem Vertrieb der von der Ford-Werke GmbH bezogenen Produkte. Anhand der Restrukturierungsmaßnahmen und Eingliederung der Cotarko GmbH in das CCP ("Cologne Component Plant") wird eine langfristig effiziente, bedarfsorientierte Produktion (Ford Werke GmbH gesteuert) und damit eine profitable und wettbewerbsfähige Marktposition angestrebt. 6. AusblickDas Jahr 2023 war bei der Cotarko GmbH von den Auswirkungen der stark gestiegenen Energiepreisen, welche im Jahresverlauf leicht rückläufig waren, geprägt. Neben der Kostensituation sieht sich die Automobilbranche in Deutschland, als größten Abnehmer der von der Cotarko GmbH produzierten Bauteile, einem großen Wandel ausgesetzt. Dieser politisch gewollte Wandel hin zur Elektromobilität hat direkte Auswirkungen auf das Produktportfolio und die Absatzmenge. Die Aufgabe, die Akzeptanz von Kunden im Hinblick auf die fortschreitende Elektrifizierung zu steigern, bleibt herausfordernd. Der Wettbewerbsdruck bei den elektrischen Fahrzeugen wird steigen, da dieses Segment zwar weiterwächst, aber nicht so stark wie ursprünglich erwartet, und zusätzlicher Druck durch neue chinesische Wettbewerber entsteht. Nach aktuellem Stand prognostizieren wir einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse bei Cotarko auf ca. 22 Mio. verkaufte Teile und damit etwa 3% über 2023. Aufgrund der neuen Struktur der Cotarko GmbH nach dem Asset Deal, gehen wir von einem (gegenüber dem negativen Ergebnis 2023 deutlich verbesserten) leicht positiven Ergebnis vor Gewinnabführung aus. Naturgemäß enthält der Prognosebericht zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen, die einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind. Sollten diese Unsicherheitsfaktoren eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den hier - auch implizit - formulierten Aussagen und Ergebnissen abweichen. 7. ZusammenfassungNach den uns heute vorliegenden Erkenntnissen und vor dem Hintergrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Ford-Werke GmbH sieht die Geschäftsführung derzeit keine fundierten Anhaltspunkte, die gegen die Annahme der Unternehmensfortführung sprechen.
Köln, den 30. Oktober 2024 Die Geschäftsführung Markus Krause Guido Röttges Sven Schminner Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für 2023A. Allgemeine AngabenDie Cotarko GmbH, Köln, geführt unter dem HRB Nr. 39820 beim Amtsgericht Köln (im Folgenden Cotarko) ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss der Cotarko wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. B. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenDer Jahresabschluss ist unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen: Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, denen die innerhalb des Ford-Konzerns üblichen Nutzungsdauern zu Grunde liegen. Dabei werden Gebäude sowie andere unbewegliche Wirtschaftsgüter über 33 Jahre und entgeltlich erworbene PC-Software-Programme und Mainframe Software über 8 Jahre abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter 250 EUR; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge der Immateriellen Vermögensgegenstände sowie des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Herstellung des Vermögensgegenstands in voller Höhe abgeschrieben, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag für den einzelnen Vermögensgegenstand 800 Euro nicht übersteigen. 2. Vorräte: Aufgrund des Asset Deals wurden sämtliche Vorräte auf die Ford-Werke GmbH übertragen. Die Bewertungsgrundsätze betreffen insoweit lediglich nur noch die Vorjahreszahlen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden mit dem gleitenden Durchschnittspreis oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Werkzeuge waren in der Vergangenheit zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren Verkaufspreis bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Herstellungskosten enthielten die aktivierungspflichtigen Bestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. 4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten: Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. 5. Rechnungsabgrenzung: Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 6. Eigenkapital: Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. 7. Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen werden nach § 253 I S. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit erfolgt auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Der Rechnungszins beträgt 1,00% (VJ 0,46%) und ergibt sich aus den Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB für Dezember 2023 auf der Grundlage der durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit des zugrundeliegenden Personenbestandes. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. 8. Verbindlichkeiten: Die Verbindlichkeiten sind nach § 253 I S. 2 HGB zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Angaben zur Bilanz1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt. 2. Vorräte In den Vorräten (Vorjahresausweis) wurden die folgenden Positionen ausgewiesen: Werkformen und ähnliche Teile (aufgrund einer Nutzungsdauer von weniger als einem Jahr). Weiterhin waren in den unfertigen Erzeugnissen vornehmlich unfertige Stahlteile enthalten. Entscheidendes Abgrenzungskriterium zu den Rohstoffen ist, dass die unfertigen Erzeugnisse bereits in den Produktionsprozess eingegangen sind, ohne dass sie das Stadium der Verkaufsfähigkeit erreicht haben. Nach Umsetzung des Asset Transfers im 4. Quartal 2023 verfügt die Gesellschaft über keinerlei Vorratsvermögen zum Jahresende 2023. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden überwiegend in Euro und sind innerhalb eines Jahres fällig. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 50.172 (im Vorjahr TEUR 27.753). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 38.761 betreffen mit TEUR 7.733 (im Vorjahr TEUR 11.698) Forderungen gegen die Gesellschafterin Ford-Werke GmbH (Sonstige Vermögensgegenstände), resultierend aus der Ausgleichsforderung aus Verlustübernahme, sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 31.028. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen außerhalb des Ford-Konzerns betragen TEUR 10.939 (im Vorjahr TEUR 8.814) und die sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 472 (im Vorjahr TEUR 806). 4. Flüssige Mittel Dieser Posten beinhaltet Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. 5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält u.a. Vorauszahlungen im Rahmen von Wartungs- und Mietverträgen. 6. Eigenkapital Das Stammkapital der Cotarko GmbH, Köln, beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 1.000. Alleiniger Anteilseigner ist die Ford-Werke GmbH, Köln. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 68.000 bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert und betrifft vollständig Zuzahlungen im Sinne des § 272 II Nr. 4 HGB. 7. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. TEUR 924 betreffen mit TEUR 907 im Wesentlichen ausstehende Rechnungen sowie mit TEUR 16 personalbezogene Rückstellungen; es sind keinerlei Rückstellungen für personalbezogene Altersteilzeit enthalten. 8. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und unbesichert. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten, aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 3.363 (Vorjahr TEUR 7.516). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 302 betreffen vollumfänglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Ford-Werke GmbH, Köln, i.H.v TEUR 271 und TEUR 31 gegenüber dem Ford Aus- und Weiterbildung e.V. 9. Abnahmeverpflichtung/ Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag besteht in Höhe von TEUR 3.998 eine vertragliche Abnahmeverpflichtung von Rohmaterial aus einem Konsignationslager. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Wartungs- und Serviceverträgen für Instandhaltung und IT zum Stichtag in Höhe von TEUR 726. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:
Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich in den Tätigkeitsbereichen Schmiedeprodukte und Zerspanung in den folgenden Produktlinien erzielt:
Die Tabelle zeigt eine Aufgliederung nach Produktlinien der Cotarko bzw. ab 1.10.2023 bei der Ford-Werke GmbH. Aufgrund des Asset Transfers betreffen rund 23,5% der Umsatzerlöse Produkte, die nicht mehr in eigener Produktion hergestellt, sondern von der Ford-Werke GmbH bezogen worden sind. 2. Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus bezogenen Leistungen im Rahmen des Produktionsprozesses sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffeinkäufen sowie - nach dem 1.10.2023 aus Einkäufen von seitens der Ford-Werke GmbH produzierten Teilen - zusammen. 3. Personalaufwand Nach Umsetzung des Asset Transfers ab dem 4. Quartal 2023 verfügt die Gesellschaft lediglich über einen leitenden Angestellten. Bis zum einschließlich 3. Quartal 2023 ist der Rest der Belegschaft im Bereich der Produktion und weiteren Bereichen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung von den Gesellschaftern Ford-Werke GmbH, Köln gestellt worden. Im Geschäftsjahr 2023 existiert keine Minderung des Personalaufwandes durch Erträge aus staatlichen Hilfsprogrammen (Kurzarbeitergeld). Hinsichtlich einer Zusammenstellung der eigenen Mitarbeiter vgl. Gliederungspunkt E. 4. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich auf TEUR 1.736 (im Vorjahr TEUR 3.073). 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen aus Arbeitnehmerüberlassung (bis einschließlich 1.10.2023), Instandhaltungskosten, Wertberichtigung von Forderungen, Frachten sowie Qualitätskosten. Die im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung von der Ford-Werke GmbH gestellten Mitarbeiter wurden bis zum 1.10.2024 monatlich nach tatsächlicher Auslastung an die Cotarko weiterbelastet TEUR 12.957 (im Vorjahr TEUR 16.096). Die Reduktion zum Vorjahr resultiert primär aus dem Asset Transfer ab dem 4. Quartal 2023. Die Beträge enthalten Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 2.465 (im Vorjahr TEUR 3.510); der verbleibende Betrag entfällt auf Löhne und Gehälter. 6. Zinserträge/ Zinsaufwendungen Diese Positionen enthalten im Wesentlichen die Zinserträge und -aufwendungen aus dem Cash-Pooling mit der Ford-Werke GmbH (TEUR 549 bzw. TEUR -1.094). 7. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr TEUR 93) betreffen die Grundsteuer. 8. Ergebnisverwendung Das Ergebnis in Höhe von TEUR -7.733 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit Verlustübernahmeverpflichtung (§ 302 AktG) von der Gesellschafterin ausgeglichen. E. Sonstige Angaben1. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft angestellt, so dass eine Angabe nach § 285 Nr. 9 HGB entfällt. 2. Arbeitnehmer Von Q1 bis einschließlich Q3/2023 sind im Berichtsjahr durchschnittlich bei Cotarko beschäftigt oder von den Gesellschaftern an Cotarko überlassen:
Nach Umsetzung des Asset Transfers ab dem 4. Quartal 2023 verfügt die Gesellschaft lediglich über einen leitenden Angestellten. Bezogen auf das gesamte Jahr 2023 hat die Cotarko GmbH damit durchschnittlich 42 eigene (Vorjahr 57) Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesellschaft bildet durchschnittlich 0 (im Vorjahr 0) gewerbliche Auszubildende aus, zusätzlich wurde durchschnittlich 1 Mitarbeiter in einer Mitarbeiterqualifizierungsmaßnahme weitergebildet. 3. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB ergibt setzt sich für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:
4. Mutterunternehmen und Konzernverhältnisse Die Cotarko GmbH wird in den Konzernabschluss der Ford Motor Company Inc., Dearborn, USA, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Ford Motor Company ist am Sitz der Gesellschaft in Dearborn, Michigan, USA erhältlich und wird auch im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Cotarko GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Ford-Werke GmbH. Sie wird daher in den grundsätzlich zum 31. Dezember 2023 von der Ford-Werke GmbH, Köln, aufzustellenden und im Bundesanzeiger zu veröffentlichenden Konzernabschluss einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Die Ford-Werke GmbH nimmt für das Geschäftsjahr 2023 die Befreiungsmöglichkeiten nach § 292 HGB in Anspruch. Der befreiende Konzernabschluss und befreiende Konzernlagebericht der Ford Motor Company sind einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig.
Köln, den 30. Oktober 2024 Die Geschäftsführung Markus Krause Guido Röttges Sven Schminner Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Cotarko GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Cotarko GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cotarko GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 30. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Gereon Reiff, Wirtschaftsprüfer ppa. Jonathan Spicher, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 06.11.2024 festgestellt. |
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