Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 4451
Eingetragen
9.1.1979
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Herstellung und die Montage von und der Handel mit vibrationstechnischen Geräten und Maschinen, und die Forschung und Entwicklung auf diesem oder anderen Gebieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Reis
seit 30.1.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

72.32% identifiziert27.68% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Achim Werkmann
36.16%
Thomas Reis
36.16%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Netter GmbHEigenbeteiligung
27.68%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
RW-Compose GmbH
Germany
188.032 €
72.32%
Netter GmbH
Germany
71.968 €
27.68%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Netter GmbH

Mainz-Kastel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Die Netter GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Vibratoren und vibrationstechnische Anlagen in Deutschland und in aller Welt unter dem Markennamen NetterVibration. Vibratoren dienen als Antriebe für Maschinen zum Verdichten, Lockern, Lösen, Sortieren, Sieben u.v.a.m.. Zu den Kunden zählen Anwender, Wiederverkäufer und Erstausrüster. Die meisten Produkte sind erklärungsbedürftig, so dass NetterVibration einen qualifizierten Stab von Technikern und Außendienstmitarbeitern zur Beratung der Kunden unterhält. Die Absatzmärkte liegen in fast allen industrialisierten Ländern der Erde. Netter arbeitet im Auslandsvertrieb mit langjährigen Partnern zusammen. In Deutschland ist die Firmenzentrale, die den Vertrieb und die Lagerhaltung besorgt. In Polen verantwortet NetterVibration Polska Sp.z o.o. den Vertrieb in Polen und in den russisch sprachigen Ländern. In Spanien bearbeitet NetterVibration España S.L den spanischen und portugiesischen Markt. Die NetterVibration Schweiz GmbH ist für den Vertrieb in der Schweiz zuständig. Der Vertrieb in Australien und dem südpazifischen Raum erfolgt durch die NetterVibration Australia Pty Ltd. In Großbritannien erfolgt der Vertrieb durch die NetterVibration UK Ltd. Die NetterVibration France SAS betreut den französischen Markt.

Forschung und Entwicklung

Die Netter GmbH forscht und entwickelt ständig auf dem Gebiet der Vibrationstechnik, um ihre weltweite Spitzenposition auf diesem Spezialgebiet weiter auszubauen. Es befinden sich weiterhin Produkte in der Entwicklung, die die Anwendung der Vibrationstechnik auf Gebiete ausdehnt, die zur Zeit noch nicht im Focus des Wettbewerbs stehen und die damit den anwendungstechnischen Vorsprung von NetterVibration weiter aufrecht erhält. Darüber hinaus werden weiterhin alle Produktreihen im Hinblick auf eine signifikante Kostensenkung in der Herstellung überarbeitet um international wettbewerbsfähig zu bleiben ohne mit der Produktion ins fernöstliche Ausland abwandern zu müssen.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 % etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. (Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024)

Globaler Maschinenbau

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. (Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA)

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken und war insbesondere geprägt durch weiterhin hohe Preisniveaus auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 %). (Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA)

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 % gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 % zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA)

Geschäftsverlauf

Unternehmensverträge

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Netter GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft abgeschlossen. Aufgrund der vertraglichen Gestaltung sind die Gewinne ab dem Geschäftsjahr 2014 an die Muttergesellschaft abzuführen.

Der Umsatz ist im Geschäftsjahr 2023 um 1,4 % gesunken. Vom Gesamtumsatz entfallen auf den Inlandsmarkt 51,7 %, auf die EU 30,1 % und Drittländer 18,2 %. Der Auftragseingang verringerte sich leicht gegenüber dem Vorjahresniveau.

Geschäftsergebnis

Das Ergebnis vor Steuern ist im Vergleich zu 2022 von T€ 5.411 auf T€ 5.201 gesunken. In einem anspruchsvollen Marktumfeld konnte somit ein gutes Jahresergebnis erzielt werden, welches im Rahmen der Planungen lag.

Investitionen

Die Investitionen in Höhe von T€ 417 entfallen auf Finanzanlagen (T€ 301), Sachanlagen (T€ 98) und immaterielle Vermögensgegenstände (T€ 18). Die Investitionen in Finanzanlagen umfassen die Gewährung von längerfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen.

Kunden

Die Kundenbasis ist durch eine Diversifikation in zahlreiche Branchen und Unternehmensgrößen gekennzeichnet.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Arbeitnehmer ist leicht gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden drei Auszubildende/Praktikanten beschäftigt. Wie in den Jahren zuvor wurden wieder Verkaufsseminare für den Außendienst und den Verkaufsinnendienst abgehalten. Die Mitarbeiter wurden überwiegend anwendungstechnisch geschult.

3. Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Der Rohertrag ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 287 auf T€ 12.594 gestiegen. Gesunkenen Umsatzerlösen und Materialaufwendungen stehen gestiegene Bestandserhöhungen und sonstige betriebliche Erträge gegenüber. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

Die Personalaufwendungen betragen T€ 5.191 und sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Personalkostenquote, bezogen auf das Rohergebnis, liegt im Geschäftsjahr 2023 mit 41,3 % über dem Vorjahresniveau.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 4 auf T€ 373 angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 1.731 und liegen damit um T€ 218 über dem Vorjahreswert. Die wichtigsten Einzelposten sind Werbe- und Reisekosten, IT-Kosten, Kosten der Warenabgabe, Raumkosten sowie Fahrzeug- und Beratungskosten.

Das negative Finanzergebnis in Höhe von T€ -98 (Vj.: T€ -116) resultiert aus Erträgen des Finanzanlagevermögens sowie Zinserträgen, denen Zinsaufwendungen gegenüberstehen. Der Rückgang des negativen Finanzergebnisses resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Zinserträgen für langfristige Ausleihungen.

Vor Steuern und Ergebnisabführung ergibt sich somit ein Ergebnis in Höhe von T€ 5.201.

Aufgrund der vertraglich vereinbarten Ergebnisabführung beträgt der Jahresüberschuss T€ 0.

Im Berichtszeitraum ergibt sich eine Eigenkapitalrentabilität vor Gewinnabführung von 83,0 % sowie eine Gesamtkapitalrentabilität von 30,9 %.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2023 stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % auf T€ 17.219 (Vj.: T€ 16.778).

Auf der Vermögensseite resultiert diese Entwicklung aus dem Rückgang des Anlagevermögens um T€ 52 auf T€ 10.630 und dem Anstieg des kurzfristig gebundenen Vermögens um T€ 493 auf T€ 6.589.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Finanzanlagen (T€ 301), Sachanlagen (T€ 98) und immaterielle Vermögensgegenstände (T€ 18) getätigt. Den Investitionen stehen ausschließlich planmäßige Abschreibungen von T€ 373 und planmäßige Tilgungen von Ausleihungen in Höhe von T€ 96 gegenüber. Die Sachanlagenintensität zum Bilanzstichtag beträgt 48,6 % (Vj.: 51,2 %).

Innerhalb des kurzfristig gebundenen Vermögens stehen den gestiegenen Vorräte (T€ +366) und liquiden Mitteln (T€ 246) im Wesentlichen gesunkene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ -159) gegenüber.

Das Eigenkapital der Netter GmbH liegt wie im Vorjahr bei T€ 6.257. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 36,4 % (Vj.: 37,3 %). Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultiert aus dem Anstieg der Bilanzsumme, während das Eigenkapital aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft konstant bleibt.

Die sonstigen Rückstellungen sind auf T€ 258 gesunken.

Innerhalb der Verbindlichkeiten stehen gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (T€ +1.056) im Wesentlichen gesunkene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ -372) und gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ -219) gegenüber.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Gewinnabführung beträgt T€ 5.073. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel zu Beginn des Berichtszeitraums (T€ 2.520), des Cashflows aus Investitionstätigkeit (T€ -321) und des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit (T€ -4.506) ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ein Finanzmittelfond in Höhe von T€ 2.766.

4. Risikobericht

Risikomanagement

Die Netter GmbH ist bestrebt die Risiken künftiger negativer Entwicklungen möglichst frühzeitig zu erkennen und entgegenzusteuern. Deshalb wird im sogenannten "Führungskreis", der abteilungsübergreifend wöchentlich und zusätzlich nach Bedarf zusammentritt, die aktuelle Geschäftslage und herausragende Ereignisse und Projekte analysiert.

Wegen des engen Kontaktes seiner Mitarbeiter zu Kunden und Lieferanten ist die Netter GmbH zeitnah über das Marktgeschehen informiert. Chancen und Risiken werden über ein umfassendes Controllingsystem frühzeitig identifiziert, so dass aktiv gegengesteuert werden kann. Grundlage dafür sind die kontinuierliche intensive Marktbeobachtung sowie das wöchentliche Reportsystem, welches die verschiedenen Bereiche des Unternehmens analysiert.

Dem Risiko im Projektgeschäft wird durch detaillierte Vor- und Nachkalkulationen, definierte Freigabeprozeduren und speziellen Zahlungsmodalitäten begegnet.

Bei der Entscheidungsfindung zur Einschätzung und Abdeckung von Risiken aus steuerlichen und patent- sowie wettbewerbsrechtlichen Gesetzen und Verordnungen bedient sich die Unternehmensführung externer Fachkompetenz.

Mit den kreditgebenden Banken findet ein intensiver Austausch über die Zahlungsrisiken im Projektgeschäft sowie über die allgemeine Geschäftsentwicklung statt. Die Gesellschaft kommt ihren Informationspflichten proaktiv nach.

Die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften ist durch die allgemeine demografische Entwicklung nach wie vor angespannt. Zur Deckung des Mitarbeiterbedarfs werden Personalmarketing-Aktivitäten intensiviert.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den bei der Netter GmbH bestehenden Finanzinstrumenten gehören im Wesentlichen Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Mit dem Finanz- und Risikomanagement werden die Risiken weitestgehend auf ein Minimum reduziert.

Der Möglichkeit des Ausfalls von Forderungen begegnet die Netter GmbH durch ein aktives Forderungsmanagement (u.a. Prüfung von Neukunden, zeitnahe Mahnungen und ggf. Liefersperren). Im Rahmen der Risikostreuung verteilen sich die Guthaben bei Kreditinstituten auf mehrere solvente Institute in verschiedenen europäischen Ländern. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Dem Risiko von Zahlungsstromschwankungen begegnet die Gesellschaft durch eine Liquiditätsplanung sowie Vorhalteliquidität.

Zusammenfassende Bewertung

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist die Netter GmbH überwiegend wirtschaftlichen, finanzwirtschaftlichen und rechtlichen Risiken ausgesetzt. Für die Geschäftsführung sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können

5. Chancenbericht

Dank der weiterhin sehr guten Liquiditätslage (vereinbarte Dispositionskredite werden nicht in Anspruch genommen) genießt NetterVibration volle Handlungsfreiheit. Im Wesentlichen hält die Netter GmbH die Fäden ihrer weiteren Entwicklung selbst in der Hand. Die finanzielle Unabhängigkeit, die NetterVibration genießt, ermöglicht auch eine Erweiterung des Geschäftsfeldes mittels Beteiligungen an Marktteilnehmern, die der Netter GmbH vor- oder nachgelagert sind.

6. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 %. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 % prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich erneut unterdurchschnittlich entwickeln. Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. (Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024)

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. In Asien wird Wachstum vorhergesagt, während sowohl für die EU-27 als auch die USA ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 % prognostiziert wird. (Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international")

Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 %. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. (Quelle: VDMA)

Unter Berücksichtigung der oben genannten Unsicherheiten planen wir für das Jahr 2024 mit einem konstanten Umsatz gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Gewinnabführung wird voraussichtlich geringfügig unter dem Ergebnis des Jahres 2023 liegen. Abschreibungen und Zinsaufwendungen werden sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Aufgrund der soliden Geschäftserwartung wird weiter in Personal und Technologien investiert.

 

Mainz-Kastel, den 11. November 2024

gez. Thomas Reis, Geschäftsführer

gez. Achim Werkmann, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 98.355,00 130.393,00
II. Sachanlagen 8.370.615,76 8.595.691,76
III. Finanzanlagen 2.160.708,82 1.955.955,32
10.629.679,58 10.682.040,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.128.944,55 2.762.866,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 682.084,54 793.807,49
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.766.150,48 2.519.770,88
6.577.179,57 6.076.444,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.572,26 19.488,80
17.219.431,41 16.777.973,82

Passivseite

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital 188.032,00 188.032,00
II. Kapitalrücklage 172.975,16 172.975,16
III. Gewinnrücklagen 457.650,91 457.650,91
IV. Gewinnvortrag 5.437.848,44 5.437.848,44
V. Jahresüberschuss 0,00 0,00
6.256.506,51 6.256.506,51
B. Rückstellungen 258.400,00 268.421,11
C. Verbindlichkeiten 10.704.524,90 10.253.046,20
17.219.431,41 16.777.973,82

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2023
2022
1. Rohergebnis 12.593.865,80 12.306.733,68
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.365.600,30 4.145.528,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 825.580,24 752.876,68
- davon für Altersversorgung: T€ 56 (Vorjahr: T€ 55)
5.191.180,54 4.898.405,24
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 372.615,78 369.098,77
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.730.843,87 1.512.562,71
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 28.408,73 13.562,19
- davon aus verbundenen Unternehmen T€ 22 (Vorjahr: T€ 10)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 72,06
- davon aus verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr: T€ 0)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 126.439,13 129.757,25
- davon an verbundene Unternehmen T€ 110 (Vorjahr: T€ 110)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
9. Ergebnis nach Steuern 5.201.195,21 5.410.543,96
10. Sonstige Steuern 11.628,88 11.628,87
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 5.189.566,33 5.398.915,09
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

1. Angaben zur Gesellschaft

Die Netter GmbH, mit Sitz in Mainz-Kastel, ist im Handelsregister B des Amtsgericht Wiesbaden unter der Nummer HRB 4451 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Netter GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Angaben zu Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden im Interesse einer übersichtlichen Gliederung der Bilanz im Anhang angegeben.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Netter GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft abgeschlossen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear und im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear und im Zugangsjahr pro rata temporis.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Beachtung von Branchentabellen. Die vorgegebenen Nutzungsdauern werden als die jeweils zulässigen Höchstwerte angewendet.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zugänge in Fremdwährungsbeträgen werden mit dem Wechselkurs zum Anschaffungszeitpunkt erfasst.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben Fertigungsmaterial- und Fertigungslohnkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Die Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken sind durch einzeln und pauschal ermittelte Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert beziehungsweise mit den Anschaffungskosten bewertet. Der Ansatz von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem folgenden Anlagenspiegel ersichtlich.

Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.01.2023
Zugang
Abgang
Umgliederung
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 392.007,58 17.780,00 0,00 0,00 409.787,58
Summe I. 392.007,58 17.780,00 0,00 0,00 409.787,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.643.768,88 0,00 0,00 0,00 8.643.768,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 862.899,34 73.000,00 0,00 0,00 935.899,34
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 586.824,34 24.721,78 12.748,20 0,00 598.797,92
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. 10.093.492,56 97.721,78 12.748,20 0,00 10.178.466,14
III .Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.137.650,85 0,00 0,00 0,00 1.137.650,85
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 791.459,47 300.000,00 95.746,50 0,00 995.712,97
3. sonstige Anteile 26.845,00 500,00 0,00 0,00 27.345,00
Summe III. 1.955.955,32 300.500,00 95.746,50 0,00 2.160.708,82
Insgesamt 12.441.455,46 416.001,78 108.494,70 0,00 12.748.962,54
Abschreibungen Stand 01.01.2023
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 261.614,58 49.818,00 0,00 311.432,58
Summe I. 261.614,58 49.818,00 0,00 311.432,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 624.689,12 223.409,00 0,00 848.098,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 462.335,34 51.552,00 0,00 513.887,34
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 410.776,34 47.836,78 12.748,20 445.864,92
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. 1.497.800,80 322.797,78 12.748,20 1.807.850,38
III .Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Anteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 1.759.415,38 372.615,78 12.748,20 2.119.282,96
Restbuchwert Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98.355,00 130.393,00
Summe I. 98.355,00 130.393,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.795.670,76 8.019.079,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 422.012,00 400.564,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 152.933,00 176.048,00
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe II. 8.370.615,76 8.595.691,76
III .Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.137.650,85 1.137.650,85
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 995.712,97 791.459,47
3. sonstige Anteile 27.345,00 26.845,00
Summe III. 2.160.708,82 1.955.955,32
Insgesamt 10.629.679,58 10.682.040,08

Beteiligungen

NetterVibration Produktion GmbH (vormals: M.B. Maschinenbau Reinhold Müller GmbH); Sitz: Mainz-Kastel; Höhe Anteil am Kapital: 75,0 %; Eigenkapital 31.12.2022 ( *) : € 682.737,22; Ergebnis Geschäftsjahr 2022 ( *) : € 2.416,62.

Erläuterung ( *) : Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2023 lag noch kein aktuellerer festgestellter Jahresabschluss der NetterVibration Produktion GmbH (vormals: M.B. Maschinenbau Reinhold Müller GmbH) vor.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen unter anderem für Personalkosten (u.a. Urlaub und Zeitguthaben) T€ 128, Gewährleistungsansprüche T€ 46, Jahresabschlusskosten T€ 36 und Archivierungskosten T€ 22.

Verbindlichkeiten

Angaben zu den Restlaufzeiten sowie zur Besicherung der Verbindlichkeiten finden sich im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

Bilanzposten Gesamt
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit größer ein Jahr
Restlaufzeit größer fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 719.999,38 168.047,94 551.951,44 0,00
Vj.: 1.092.491,52 Vj.: 175.689,84 Vj.: 916.801,68 Vj.: 100.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 366.973,59 366.973,59 0,00 0,00
Vj.: 585.770,82 Vj.: 585.770,82 Vj.: 0,00 Vj.: 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.402.409,57 5.402.409,57 4.000.000,00 4.000.000,00
Vj.: 8.346.139,51 Vj.: 4.346.139,51 Vj.: 4.000.000,00 Vj.: 4.000.000,00
Sonstige Verbindlichkeiten 215.142,36 215.142,36 0,00 0,00
Vj.: 228.644,35 Vj.: 228.644,35 Vj.: 0,00 Vj.: 0,00
Gesamt 10.704.524,90 6.152.573,46 4.551.951,44 4.000.000,00
Vj.: 10.253.046,20 Vj.: 5.336.244,52 Vj.: 4.916.801,68 Vj.: 4.100.000,00

Besicherung von Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Grundpfandrechte (Grundschulden) und Bürgschaften besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von € 8.334.531,04 (Vj.: € 8.247.703,33) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasingverträgen für bewegliche Vermögensgegenstände bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 279 (Vj.: T€ 291). Die Laufzeit der Leasingverträge umfasst den Zeitraum bis 2028 (Vj.: 2027).

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge / Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 0 (Vj.: T€ 0) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 1 (Vj.: T€ 5) enthalten.

6. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Jahr 2023 waren in der Gesellschaft durchschnittlich 76 Mitarbeiter beschäftigt, darin enthalten drei Auszubildende/Praktikanten.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind / waren bestellt:

Herr Thomas Reis und

Herr Achim Werkmann

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres, mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, haben sich nicht ereignet.

Inanspruchnahme von Ausnahmeregelungen und Erleichterungen

Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungen nach § 286 Absatz 4 HGB und § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

 

Mainz-Kastel, den 11. November 2024

gez. Thomas Reis, Geschäftsführer

gez. Achim Werkmann, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang) handelt es sich um die nach §§ 327, 276, 288 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Netter GmbH, Mainz-Kastel:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Netter GmbH, Mainz-Kastel, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Netter GmbH, Mainz-Kastel, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 11. November 2024

WTS Seil, Sauer & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sauer, Wirtschaftsprüfer

Feststellungsbeschluss

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023: 11. November 2024

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