AP-Concept GmbH & Co. KG

25348 Glückstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRA 1546 IZ
Eingetragen
30.8.2006

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AP-Concept GmbH & Co. KG

Glückstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,13 47.705,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.490.550,30 1.534.444,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 555.433,57 791.244,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 259.788,11 146.976,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75.368,14 0,00
2.381.140,12 2.472.666,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 122.565,04 122.565,04
2. Beteiligungen 25.214,74 25.214,74
147.779,78 147.779,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 87.766,58 250.475,56
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 120.498,34 129.291,82
208.264,92 379.767,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.206.473,01 2.549.245,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.565,80 126.931,60
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 234.729,65 282.917,67
4. Sonstige Vermögensgegenstände 281.075,66 319.310,96
4.727.844,12 3.278.406,02
III. Flüssige Mittel 855.185,97 2.582.192,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.920,13 17.540,38
8.337.135,17 8.926.058,02

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 57.127,59 57.127,59
III. Gewinnrücklagen 1.392.598,55 1.244.757,35
1.949.726,14 1.801.884,94
B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 25.214,74 25.214,74
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 30.007,40 39.480,20
D. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 81.613,00 37.004,00
2. Sonstige Rückstellungen 515.659,28 339.709,72
597.272,28 376.713,72
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.159.141,06 4.274.937,24
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.311,83 33.154,66
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.213.820,24 1.975.508,90
4. Sonstige Verbindlichkeiten 328.741,48 398.963,62
davon aus Steuern EUR 324.805,25 (Vorjahr 369.720,27)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.000,00 (Vorjahr EUR 80,00) 5.734.014,61 6.682.564,42
F. Passive latente Steuern 900,00 200,00
8.337.135,17 8.926.058,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 75.483.593,65 111.263.908,93
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -40.603,99 -31.038,45
3. Sonstige betriebliche Erträge 39.805,27 122.067,23
75.482.794,93 111.354.937,71
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 69.217.320,18 105.804.762,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 601.866,72 741.493,53
69.819.186,90 106.546.255,81
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.721.807,26 1.493.510,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 337.059,67 308.061,05
davon für Altersversorgung EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 3.931,31)
2.058.866,93 1.801.571,75
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 487.927,86 539.758,45
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.643.872,55 2.175.487,11
472.940,69 291.864,59
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,00 73,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.366,17 6.301,15
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon Aufwand aus latenten Steuern EUR 700,00 (Vorjahr Ertrag EUR 3.200,00) 56.053,30 35.559,80
-60.418,47 -41.787,95
11. Ergebnis nach Steuern 412.522,22 250.076,64
12. Sonstige Steuern 7.481,02 9.147,16
13. Jahresüberschuss 405.041,20 240.929,48
14. Entnahme aus Gewinnrücklagen 0,00 366.270,52
15. Dotierung Gewinnrücklage 147.841,20 0,00
16. Gutschrift auf Darlehenskonten der Kommanditisten 257.200,00 607.200,00
17. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Anhang zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die AP-Concept GmbH & Co. KG ist unter der Registernummer HRA 1546 IZ beim Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg eingetragen.

Auf den Jahresabschluss der AP-Concept GmbH & Co. KG sind gem. § 264 a Abs. 1 HGB die für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 bis 330 HGB anzuwenden. Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr die Vorschriften für eine "mittelgroße" Kapitalgesellschaft gemäß § 264a HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 2 HGB zu beachten.

Die Gesellschaft hat von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Der Grundsatz der Darstellungsstetigkeit gem. § 252 Abs. 1 Nr. 6, § 265 Abs. 2 HGB wurde beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das auch bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden handelsrechtlich sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern belaufen sich auf 3 bis 33 Jahre. Abweichend zur handelsrechtlichen linearen Abschreibung werden einige Wirtschaftsgüter steuerrechtlich degressiv abgeschrieben.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind und deren Anschaffungskosten größer EUR 250,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen, werden im Jahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben. Für solche abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 250,00 nicht übersteigen, werden die Aufwendungen im Jahr des Erwerbs voll aufwandswirksam erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt worden.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen ausreichend berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen des Anlagevermögens und des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Jahren voraussichtlich abbauen. Der Berechnung der latenten Steuer liegt ein Steuersatz von 13,3 % (Vorjahr: 13,3%) für die Gewerbesteuer zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Das Wahlrecht zur Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB wurde in Anspruch genommen.

Die Kapitalanteile der Kommanditisten werden in Übereinstimmung mit dem Gesellschaftsvertrag in Höhe von TEUR 500 zum Nennwert ausgewiesen.

Im Jahr 2011 wurde gemäß Bewilligungsbescheid vom 14. März 2011 für einen Investitionszuschuss zum Anlagevermögen erstmalig ein Sonderposten gebildet. Der Zuschuss bezieht sich auf Anschaffungen im Geschäftsjahr 2010. Die Auflösung erfolgt handelsrechtlich linear und steuerrechtlich degressiv über die Laufzeit der bezuschussten Vermögensgegenstände.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Zahlungsvorganges bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag werden gemäß § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag wurden berücksichtigt, sofern kein Kurssicherungsgeschäft gemäß § 254 HGB vorliegt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage.

Finanzanlagen

Stichtag Anteil % Eigenkapital Jahresergebnis
AP-Concept mbH Verwaltungsgesellschaft, Glückstadt (in EUR) 31.12.2023 100 83.122,59 1.751,00
AP-Concept UK Ltd., West Malling, Kent (in GBP; vorläufiges Ergebnis) 31.12.2023 100 1.594.750,70 101.752,37
AP-Concept Nederland B.V. Alkmaar, Niederlande (in EUR) 31.12.2023 100 443.876,37 84.193,03

Bei der Verwaltungsgesellschaft AP-Concept mbH, Glückstadt handelt es sich um die Komplementärgesellschaft.

Bei der AP-Concept UK Ltd. handelt es sich um eine im Juni 2012 in England gegründete Handelsgesellschaft für Altpapier.

Bei der AP-Concept Nederland B.V. handelt es sich um eine im Juli 2020 in den Niederlanden gegründete Handelsgesellschaft für Altpapier.

Forderungen

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit unter einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüchen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 271 (Vorjahr TEUR 307) ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf folgende Wertunterschiede:

Art des Vermögensgegenstandes / Schuldpostens Art der Differenz Betrag in TEUR
Sonderposten Passive latente Steuern 19
Sachanlagen und Software Aktive latente Steuern 12

Eigenkapital

Das Kommanditkapital beträgt TEUR 500 und ist je zur Hälfte von den Gesellschaftern KG Ludwig Melosch Vertriebs- GmbH & Co. und Steinbeis Holding GmbH eingezahlt worden.

Die Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

TEUR
Stand 31.12.2022 1.245
Einstellung in die Gewinnrücklagen gemäß Gesellschafterbeschluss vom 23.02.2024 +148
Stand 31.12.2023 1.393

In Höhe der aktivierten Anteile an der Komplementärin wird wie im Vorjahr ein gesonderter Ausgleichsposten für eigene Anteile unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Sonderposten

Unter dem im Jahr 2011 gebildeten Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von TEUR 30 wird zum Stichtag ein Zuschuss für die Halle 2 (TEUR 12), für das Sortierhaus (TEUR 4) und für Maschinen in Höhe von TEUR 14 ausgewiesen. Der Auflösungsbetrag lautet auf TEUR 9.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

TEUR
Ausstehende Rechnungen 189
Personalaufwendungen 225
Jahresabschlusskosten 21
Übrige 81
516

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit unter einem Jahr.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der AP-Concept UK Ltd. und setzen sich wie folgt zusammen:

Forderungen aus L u. L Verbindlichkeiten aus L u. L sonstige Verbindlichkeiten
EUR EUR EUR
AP-Concept UK Ltd. 0,00 32.311,83 0,00
AP-Concept Nederland B.V. 5.565,80 0,00 0,00
5.565,80 32.311,83 0,00

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich wie folgt zusammen:

Forderungen aus L u. L Verbindlichkeiten aus L u. L sonstige Verbindlichkeiten
EUR EUR EUR
Ludwig Melosch Vertriebs GmbH & Co. KG 234.729,65 956.620,24 125.000,00
Steinbeis Holding GmbH 0,00 0,00 132.200,00
Verwaltungsgesellschaft AP-Concept mbH 0,00 0,00 0,00
234.729,65 956.620,24 257.200,00

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Im Berichtsjahr wurden weitere langfristige Lieferverträge mit verschiedenen Lieferanten abgeschlossen, die einen deutlich höheren Lieferumfang absichern. Da jedoch im Gegenzug Abnahmeverträge hierzu mit Kunden geschlossen wurden, ergibt sich für die AP-Concept GmbH & Co. KG grundsätzlich kein finanzielles Risiko.

Die Gesellschaft unterhält mit ihrer Gesellschafterin, der KG Ludwig Melosch-Vertriebs GmbH & Co. KG, sowie mit der AP-Concept UK Ltd. und AP-Concept Nederland B.V. (verbundene Unternehmen) Lieferbeziehungen im Ein- und im Verkauf von Altpapier. Ein wesentlicher Teil der Umsätze aus Altpapierlieferungen werden mit der Steinbeis Papier GmbH (nahestehendes Unternehmen) erzielt. Die Gesellschaft erbringt gegenüber der AP-Concept UK Ltd. und AP-Concept Nederland B.V. Geschäftsbesorgungsleistungen. Sämtliche Geschäfte werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen und haben eine Höhe von TEUR 305, hiervon sind TEUR 60 kurzfristig.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 75.484 stammen fast ausschließlich aus dem Verkauf von Altpapier und werden in Höhe von TEUR 74.824 im Inland und in Höhe von TEUR 660 im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 100) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr TEUR 108) enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Ertrag in Höhe von TEUR 56 betreffen die Gewerbesteuer für 2023 und in Höhe von TEUR 1 Erträge aus der Auflösung latenter Steuern.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt 34 (Vorjahr: 34).

Die Anzahl der Arbeitnehmer gliedert sich in 10 kaufmännische und 24 gewerbliche Arbeitnehmer auf.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Verwaltungsgesellschaft AP-Concept mbH, Glückstadt. Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25.

Die Geschäftsführung wird von der Verwaltungsgesellschaft AP-Concept mbH, Glückstadt, ausgeübt. Geschäftsführer der Komplementärin:

Herr Heinz Uhlig, Elmshorn, Kaufmann (Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für die Geschäftsbereiche Altpapierhandel und Sortierbetrieb

Herr Hans van de Nes, Alkmaar, Kaufmann (Geschäftsführer)

Die Schutzklausel nach § 268 Abs. 4 i.V.m. § 285 Nr. 9 a) und b) HGB hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge wird in Anspruch genommen.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Berichtsjahr sind TEUR 21 für Honorare der Jahresabschlussprüfung angefallen.

Beirat

Name Berufsbezeichnung
Mike Melosch Geschäftsführer der KG Ludwig Melosch-Vertriebs GmbH & Co., Halstenbek
Michael Söffge Geschäftsführer der Steinbeis Holding GmbH, Brannenburg

Der Beirat hat keine Vergütung erhalten.

Ergebnisverwendung

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 23. Februar 2023 wurde festgelegt, dass der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 405 in Höhe von TEUR 257 den Verrechnungskonten der Kommanditisten gutgeschrieben wird. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 148 wird in die Gewinnrücklagen eingestellt.

 

Glückstadt, den 23. Februar 2024

Die Geschäftsführer

Heinz Uhlig

Hans van de Nes

Entwicklung des Anlagevermögens der AP-Concept GmbH & Co. KG, Glückstadt, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 482.232,79 0,00 0,00 0,00 482.232,79
482.232,79 0,00 0,00 0,00 482.232,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.760.420,51 64.136,59 0,00 0,00 2.824.557,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.767.628,53 31.410,00 0,00 4.736,38 2.794.302,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 318.842,44 178.683,09 0,00 4.786,47 492.739,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 75.368,14 0,00 0,00 75.368,14
5.846.891,48 349.597,82 0,00 9.522,85 6.186.966,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 122.565,04 0,00 0,00 0,00 122.565,04
2. Beteiligungen 25.214,74 0,00 0,00 0,00 25.214,74
147.779,78 0,00 0,00 0,00 147.779,78
6.476.904,05 349.597,82 0,00 9.522,85 6.816.979,02
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 434.526,85 47.705,81 0,00 0,00 482.232,66
434.526,85 47.705,81 0,00 0,00 482.232,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.225.975,80 108.031,00 0,00 0,00 1.334.006,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.976.384,01 266.319,57 0,00 3.835,00 2.238.868,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 171.865,47 65.871,48 0,00 4.786,00 232.950,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.374.225,28 440.222,05 0,00 8.621,00 3.805.826,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.808.752,13 487.927,86 0,00 8.621,00 4.288.058,99
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,13 47.705,94
0,13 47.705,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.490.550,30 1.534.444,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 555.433,57 791.244,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 259.788,11 146.976,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75.368,14 0,00
2.381.140,12 2.472.666,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 122.565,04 122.565,04
2. Beteiligungen 25.214,74 25.214,74
147.779,78 147.779,78
2.528.920,03 2.668.151,92

Lagebericht 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Geschäftsführung obliegt der Komplementärin, der Verwaltungsgesellschaft AP-Concept mbH (APC-GmbH) mit deren Geschäftsführern Heinz Uhlig (Sprecher) und Johannes Gerardus Maria van de Nes, die die Gesellschaft gemeinsam mit dem jeweils anderen Geschäftsführer vertreten. Gleichberechtigte Kommanditisten sind die Steinbeis Holding GmbH (SH), Brannenburg und die KG Ludwig Melosch Vertriebs-GmbH & Co. (LMV), Ahrensburg.

Ziele, Funktionen und Aufgaben der AP-Concept GmbH & Co. KG (APC-KG) ergeben sich aus dem Joint Venture-Vertrag zwischen der Steinbeis Papier GmbH (STP) als damaligen Gesellschafter und der LMV vom 30. November 2000 sowie der Ergänzungsvereinbarung vom 16. Januar 2009 mit der strategischen Zielsetzung zur Sicherstellung der Altpapierversorgung der STP zu leistungsfähigen Preisen und der Vermarktung von Altpapier an Drittkunden.

Die im Geschäftsjahr 2012 gegründete, 100%ige Tochtergesellschaft AP-Concept UK Ltd. (APC-UK) mit Sitz Suite 50 - 55, Bradbourne House, East Malling, ME19 6DZ, Kent wurde seit Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebes am 15. Juni 2012 kontinuierlich weiterentwickelt und trägt ebenfalls zur Altpapierversorgung der STP bei, vermarktet jedoch auch gleichermaßen Altpapier an Dritte.

Die im Geschäftsjahr 2020 gegründete, ebenfalls 100%ige Tochtergesellschaft AP-Concept Nederland B.V. (APC-NL) mit Sitz Nieuwezijds Voorburgwal 104, Alkmaar, wurde ebenfalls seit Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebes im Juni 2020 kontinuierlich weiterentwickelt und trägt somit auch zur Altpapierversorgung der STP bei und vermarktet auch gleichermaßen Altpapier an Dritte.

2. Steuerungssystem

Die Leitung und die Steuerung der Gesellschaft erfolgt durch die Geschäftsführung. Weitere Organe sind der Beirat und die Gesellschafterversammlung. Der Beirat berät und überwacht die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens.

Zur Steuerung der Leistung im Hinblick auf die Unternehmensziele wird im finanzbezogenen Bereich der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als eine betriebswirtschaftliche Kennzahl ermittelt, die eine Angabe zur Rentabilität der Unternehmen, der Geschäftsbereiche und des Konzerns macht. Das EBITDA beschreibt die operative Leistungsfähigkeit vor Investitionsaufwand und stellt einen bedeutsamen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikator dar. Weitere wichtige finanzielle Leistungsindikatoren für die finanzielle und wirtschaftliche Stabilität sind die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad.

Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die gehandelten und sortierten Altpapiermengen relevant.

Diese Kennzahlen werden im Rahmen des monatlichen Berichtswesens aggregiert aufbereitet und durch die Geschäftsführung und die Gesellschafter überwacht. Die im Rahmen der Planungsprozesse ermittelten Kennzahlen werden durch regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche überprüft.

Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risiko- Managementsystem. Über definierte Führungs- und Berichtsorganisationen sowie regelmäßige Beiratssitzungen sind grundsätzlich alle relevanten Entscheidungsträger des Unternehmens eingebunden.

3. Wirtschaftsbericht

3. 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklungen im Altpapier-Markt in Deutschland und Europa sind seit Jahren durch die divergierenden Produktions- und Absatzentwicklungen der Produzenten von graphischen Papieren, nicht graphischen Papieren und Hygienepapieren geprägt. Diese Entwicklung hat sich auch im Jahr 2023 bestätigt und fortgesetzt und bedingt durch die wechselnden Nachfragebedingungen der einzelnen Neupapier-Märkte zu starken, temporären Verschiebungen geführt, die zusätzlich durch den immer mehr abnehmenden Anteil graphischer Papiere in den kommunalen Sammelmengen geprägt werden sowie ein um ca. 5% zurückgegangenes Altpapieraufkommen in Deutschland.

In Deutschland sind laut dem Verband "Die Papierindustrie e.V." die Altpapierverbräuche in 2023 um 8,9% gesunken, allerdings ist ebenfalls bei entsprechenden Altpapiereingängen mit minus 9,4% die gleiche Entwicklung eingetreten, was den noch im Vorjahr bestehenden Verkäufermarkt bereits seit den letzten Monaten des Vorjahres in einen Käufermarkt geprägt hat.

Besonders über den Jahreswechsel des Vorjahres und in den ersten zwei Monaten des Geschäftsjahres 2023 entwickelte sich ein erhebliches Überangebot an Altpapier bei gleichzeitig lahmender Exportnachfrage, was zu einem erheblichen Preisverfall gegenüber dem Vorjahr geführt hat.

Die zur Versorgung der deutschen Papierfabriken benötigten Altpapiermengen sorgten bis zum Jahr 2022 regelmäßig für jährlich neue Rekordmengen bei der Netto-Importquote für Altpapier. Laut vorläufigen Zahlen des Verbandes der Papierindustrie der Monate Januar bis Oktober 2023 hat sich diese um ca. eine Million Tonnen reduziert, was einem Rückgang von ca. 32% entspricht. Mehr als ausgeglichen zeigte sich also Angebot und Nachfrage, da laut "Eilstatistik Verband Die Papierindustrie für 2023" die Produktionsmengen an Neupapier ggü. dem Vorjahr um ca. 3 Mio. Tonnen (-13,8%) zurück gegangen sind, wobei mit knapp 2 Mio. Tonnen (-30,6%) der Sektor der graphischen Papiere und ca. 1 Mio. Tonnen (-7,9%) der der Kartonagen- und Verpackungen zu nennen ist.

Zusammenfassend hat diese Entwicklung in Deutschland dazu geführt, dass bei einem permanenten Überangebot die zu erzielenden Preise stark unter Druck standen und durch die sich verschlechternde Altpapierqualität mit weiter steigenden Anteilen an Verpackungspapieren zu steigenden Kosten in der Altpapiersortierung (neben anderen bekannten Effekten) geführt haben, was entsprechend die Ergebnisentwicklung der Branche geprägt hat.

Auch auf europäischer Ebene haben sich gem. Zahlen des Verbandes "CEPI" die Altpapierverbräuche in Europa 2023 ggü. Vorjahr um ca. 3 Mio. Tonnen bzw. 7,3% reduziert auf nun nur noch 36 Mio. Tonnen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die über das Ventil des Exportes aus Europa gut 2 Mio. Tonnen Altpapier mehr als im Vorjahr abgeflossen sind, was einen Anstieg von 67% ausmacht. Auch hier waren die Herausforderungen groß, um bei steigenden Transportkosten, besonders in den letzten Monaten seit den Unwägbarkeiten im Roten Meer, auskömmliche Margen zu erzielen, immer verbunden mit unkalkulierbaren Risiken bzgl. der Abnahme des Materials in den vorgesehenen Destinationen.

Im europäischen Straßengüterverkehr und in Deutschland entwickelte sich nicht zuletzt durch die gestiegenen Mautkosten die Kostenspirale weiter nach oben.

Diese Entwicklung führte zu großen Herausforderungen aller Beteiligten im Altpapiermarkt zwischen möglichen Erlösen und resultierenden Kosten abzuwägen. Abnehmerseitig bestand eine starke Zurückhaltung bei kontinuierlichen Vertragsabschlüssen und somit ein stetiger Anstieg des Okkasionsgeschäftes auf monatlicher Basis.

Die Versorgung der Neupapierproduzenten im Bereich der Kartonagen und Verpackungen mit Altpapier, stellte die Einkäufer der Papierfabriken vor keine großen Herausforderungen.

Der weiter kontinuierlich steigende Anteil an Verpackungen, u.a. im Onlinehandel und die Abkehr des Einzelhandels von gedruckten Prospekten hin zu online Angeboten (apps) beeinflusst auch weiter stark die Zusammensetzung kommunal erfassten Altpapiers. Die bereits in den letzten Jahren kontinuierlich abnehmenden, graphischen Papiere im Mengenstrom, auf die sich die APC unternehmerisch und technisch im Sortierbetrieb eingestellt hatte, blieben auch in 2023 deutlich unter den Erwartungen zurück. Die Wertschöpfung aus der Sortierung kommunal erfassten Altpapiers und die daraus prognostizierten Betriebsergebnisse konnten erst ab dem zweiten Quartal realisiert werden.

3.2. Geschäftsverlauf

Die seit Jahren entwickelte Strategie im unmittelbaren Einzugsgebiet der APC-KG bietet auch weiterhin Kontinuität und Stabilität zur Weiterentwicklung des Unternehmens. Die Absatzmengen in 2023 haben sich gegenüber dem Vorjahr zwar um knapp 4% vermindert, doch konnten trotz der beschriebenen Marktentwicklungen alle Mengen aus dem Sortierbetrieb abgesetzt werden. Auf Handelsgeschäfte mit erhöhten bzw. unkalkulierbaren Risiken wurde bewusst verzichtet, um den genannten Sachverhalten Rechnung zu tragen.

Größere Veränderungen im Kundenportfolio sind nicht festzustellen, die Entwicklung erstreckt sich über alle Segmente gleichermaßen, die Entwicklung der Absatzzahlen mit dem Hauptkunden STP resultieren maßgeblich aus dem Übergang vom Jahreswechsel des Vorjahres.

Absatz nach Kundenbereich

TTo 2023 2022 Delta
STP 299 318 -19
Dritte 74 70 4
Gesamt 373 388 -15

Die seitens STP im Laufe des Jahres benötigten 299 TTo Altpapier konnten zu jeder Zeit bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden. Ein Großteil der benötigten Mengen konnte zwar auch weiterhin aus mittel- und langfristig fest angebundenen Quellen bereitgestellt werden, doch lagen die Mengen aus gewerblichen Anfallstellen jetzt deutlich unter dem Niveau aus den Vor-Corona-Jahren. Ursächlich dafür ist die Einstellung des Geschäftsbetriebes mehrere Anfallstellen im Segment kleiner und mittelgroßer Druckereien.

Die Mengen der Eigenproduktion des Sortierbetriebes in Glückstadt konnten im Jahre 2023 gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert werden und somit den Geschäftsbereich voll im Drei-Schicht-Betrieb auslasten. Die Produktionskosten je Tonne haben sich nach den Investitionen der Vorjahre und der Erweiterung der Arbeitsbreite im Jahr 2020, der Installation einer neuen, deutlich leistungsfähigeren Kanalballenpresse im Jahr 2020 und letztlich durch die Installation neuer Softwaresysteme zur Anlagensteuerung 2021 und Investitionen in Dosierbunker und mechanischen Trennaggregaten in 2023 weiter über die entsprechende Fixkostendegression positiv entwickelt, allerdings mussten Kostensteigerungen im Bereich Energie und Personal zusätzlich berücksichtigt werden.

Die APC-KG als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb nach § 56 KrWG ist mittlerweile regional fest positioniert und wird auf Grund geschlossener, mittelfristiger Verträge so die Produktionsmengen weiter erhöhen. Die Re-Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb erfolgte ohne Mängel im Dezember 2023.

Die Anzahl der Mitarbeiter im Jahr 2023 (Durchschnitt) gegenüber dem Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Delta
Lohnempfänger 24 23,5 +0,5
Gehaltsempfänger inkl. Geschäftsführer 10,25 10 +0,25
Zwischensumme 34,25 33,5 +0,75
Auszubildende 0 0 0
Summe 34,25 33,5 +0,75

Bei den Gehaltsempfängern hatte sich die Gesellschaft bereits 2022 entschlossen, Aufgaben außerhalb des operativen Kerngeschäftes innerhalb des Unternehmensverbundes der Steinbeis Holding auszulagern und somit Synergien in der Personalkostenstruktur zu heben, somit resultieren die marginalen Personalveränderungen in 2023 lediglich aus Verschiebungen bei Teilzeitkräften.

3.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.3.1. Ertragslage

Der Rückgang der Netto-Umsatzerlöse um 32,2 % auf TEUR 75.484 ist insbesondere preisbedingt. Der Materialaufwand verminderte sich um 34,5 %, was hauptsächlich der Verbesserung der Regionalität im Beschaffungsmanagement und somit verminderten Transportkostenanteilen zuzuschreiben ist. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung erhöhte sich das Rohergebnis auf TEUR 5.624.

TEUR 2023 2022 Delta
Umsatzerlöse 75.484 111.264 -35.780
Bestandsveränderungen -41 -31 -10
Materialaufwand 69.819 106.546 -36.727
Rohergebnis 5.624 4.687 937

Das EBITDA aus dem operativen Geschäftsbetrieb ist gegenüber dem Vorjahr moderat gestiegen. Damit wurde die Vorjahresprognose erreicht. Maßgeblich ist dies bedingt durch eine um 3,3%-Punkte erhöhte Rohmarge (2022: 4,2% / 2023: 7,5%). Dies resultiert insbesondere aus merklich reduzierten Frachtaufwendungen, da sich besonders zur Versorgung des Hauptabnehmers STP die notwendigerweise zurückzulegenden Transportstrecken aufgrund der Angebotssituation in 2023 vermindert haben.

TEUR 2023 2022 Delta
EBITDA 944 814 130
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 465 282 183
Ergebnis vor Ertragssteuern 461 277 184
Jahresüberschuss 405 241 164

Die Gesellschaften in UK und NL haben auch im Geschäftsjahr zufriedenstellende EBITDAs realisiert und weisen einen stabilen Geschäftsverlauf aus.

3.3.2. Finanzlage

Investitionen in 2023 betrafen vor allem die Anschaffung eines Dosierbunkers und mechanische Trennaggregate sowie der Erweiterung des Rohstofflagers.

TEUR 2023 2022 Delta
Investitionen 350 278 72
Abschreibungen 488 540 -52
Cash Earnings 884 768 116

Die Cash Earnings aus den geschäftlichen Gesamtaktivitäten des Unternehmens boten genügend Spielraum, die getätigten Investitionen vollumfänglich mittels Eigenfinanzierung zu realisieren.

Notwendigerweise wurden im Bereich der mechanischen Anlagenkomponenten im Jahr 2023 Ersatzinvestitionen auf Grund erhöhter Instandhaltungsaufwendungen notwendig. Darüber hinaus sind aufbauend auf den weiter bestehenden Potentialen und der sich veränderten Materialzusammensetzung weitere Investitionen in Aggregate des Sortierbetriebes geplant, um die Ausbeute an graphischen Papieren zu verbessern und die geforderten Qualitätsansprüche gewährleisten zu können.

Das Finanzmanagement der APC-KG hat zum Ziel, den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft optimal zu unterstützen und bewegt sich hierbei im üblichen Spannungsfeld von Sicherheit, Liquidität und Rendite. Zins- und Währungsrisiken werden aktiv gemanagt und das Management beobachtet und prognostiziert, unterstützt durch Bankexperten, den volkswirtschaftlichen Datenkranz und Kapitalmarktgrößen wie Zinsen und Währungen. Währungskursrisiken aus dem Import von Altpapier aus Großbritannien werden durch kongruente Devisentermingeschäfte abgesichert.

Die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen war im Berichtsjahr zu jederzeit voll erfüllt.

3.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzverkürzung gegenüber dem Vorjahr erklärt sich auf der Aktiv-Seite hauptsächlich aus dem Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 1.727 auf TEUR 855. Gegenläufig erhöhten sich die Forderungen um TEUR 1.657 auf TEUR 4.206. Auf der Passivseite reduzierten sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, merklich.

Aktiva / TEUR 2023 2022 Delta
Anlagevermögen 2.529 2.668 -139
Umlaufvermögen 5.808 6.258 -450
Latente Steuern 0 0 0
Bilanzsumme 8.337 8.926 -589
Passiva / TEUR 2023 2022 Delta
Eigenkapital 1.975 1.827 148
Sonderposten 30 40 -10
Rückstellungen 597 377 220
Verbindlichkeiten 5.735 6.682 -947
Bilanzsumme 8.337 8.926 -589

Der ausgewiesene Sonderposten resultiert aus einem im Geschäftsjahr 2011 bewilligten Investitionszuschuss. Die bewilligten Mittel sind im Jahre 2012 zur Auszahlung gelangt und die Position wird analog der Laufzeit der Erst-Investition in den Sortierbetrieb kontinuierlich in den kommenden Jahren aufgelöst.

Aufgrund der Einstellung eines Teils des Ergebnisses in die Rücklagen und dem Sinken der Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote leicht auf 23,7%. Damit wurde die Prognose aus dem Vorjahr erreicht.

2023 2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital (bilanziell) 1.975 23,7 1.802 20,1

Die liquiden Mittel haben sich stichtagsbezogen um TEUR 1.727 vermindert.

2023 2022 Delta
TEUR TEUR TEUR
Liquide Mittel 855 2.582 -1.727

Nach Einschätzung der Geschäftsführung steht die Gesellschaft besonders aufgrund der sich wieder stabilisierenden Preise und der verbesserten Produktivität des Sortierbetriebes zu Beginn des neuen Geschäftsjahres und der sich stabilisierenden Ergebnisse aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen seit den zweiten Quartal 2023 gut da.

Das stark gegenüber dem Vorjahr verminderte Erlösniveau konnte für das Jahr beschaffungsseitig mit entsprechenden Verträgen durchgereicht werden. Im Bereich des Okkasionsgeschäftes wurden Risiken aus Verschiebungen der Stoffströme kontinuierlich im Portfolio berücksichtigt und ausreichend kompensiert.

4. Prognosebericht

Die APC-KG konnte sich auch in 2023 mit seiner Geschäftsstrategie als regionaler Partner im Wirtschaftsraum Nord-Elbe und der Stabilisierung der Mengen aus dem eigenen Sortierbetrieb weiter als zuverlässiger, kooperativer Kreislaufmanager im Altpapiermarkt behaupten. Die Potentiale der APC-UK, die Strategie geschlossener Kreislaufkonzepte auch gemäß den Markt- und Umweltanforderungen in UK umzusetzen, konnten in 2023 zumindest nahezu gehalten werden und Marktanteile im Rahmen eines neu etablierten Sortenspektrums neue Potentiale mit dem Hauptabnehmer STP erschlossen werden.

Die in 2020 neu gegründete APC-NL mit ihrem dynamischen Geschäftsmodell mit Fokussierung auf das weltweite Handelsgeschäft bietet beste Voraussetzungen, zukünftig mehr an weltweiten Marktveränderungen zu partizipieren und zeigt weiterhin eine auskömmliche, stabile Entwicklung.

Der Optimierung von kontinuierlichen Stoffströmen mit zunehmenden Qualitätsanforderungen seitens der verarbeitenden Industrie wird in Zukunft eine wesentlich höhere Bedeutung zukommen, besonders unter den Gesichtspunkten sich ändernder Altpapierzusammensetzung und gestiegener Qualitätsanforderungen.

Dies bietet der APC-KG kurz-, mittel- und langfristige Wachstumsperspektiven gleichermaßen. Technisch und organisatorisch sind die entsprechenden Voraussetzungen dafür geschaffen. Die Finanzkraft der Gesellschaft ist stabil und bietet Spielräume zur Innenfinanzierung von neuen Projekten.

In den nächsten Jahren ist von einer weiteren Konsolidierung der Neupapierproduzenten im graphischen Markt und weiterem Wachstum der Hersteller von Verpackungs- und Hygienepapieren auszugehen. Es werden sich entsprechende Verschiebungen in den Stoffströmen der einzelnen Marktsegmente ergeben. In Summe ist jedoch davon auszugehen, dass sich ein konstantes Nachfrageniveau ergibt, welches aus der angestrebten Erhöhung der Altpapiersammelmengen gemäß den Vorgaben des neuen Kreislauf- Wirtschafts-Gesetzes und den sich abzeichnenden Veränderungen der Verpackungsverordnung gedeckt werden kann. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich solche Marktveränderungen auf dem inländischen Markt kontinuierlich und moderat durchsetzen. Risiken mit hoher Preisvolatilität werden eventuell auch weiterhin aus der Nachfrage der weltweiten Wachstumsmärkte resultieren. Die mittel- bis langfristig ausgerichtete Geschäftsstrategie der APC-KG bietet auch weiterhin die Basis zur Prävention gegenüber kurzfristigen und unerwarteten Angebots- und Nachfrageverschiebungen.

Die Gesellschaft plant ihr Geschäftsvolumen in 2024 mengenmäßig primär im Kundensegment mit Dritten weiter deutlich im Bereich der nicht-graphischen Neupapierproduzenten zu steigern, was zu fallenden spezifischen Umsatzerlösen führt und daher Herausforderungen in der weiteren Reduzierung der spezifischen Kosten mit sich bringt, wozu entsprechende Investitionsmaßnahmen geplant sind.

Des Weiteren ist das gesamte Kundenportfolio beschaffungs- und absatzseitig aufgrund der zukünftigen Markteinschätzung analysiert und teilweise entsprechend bereinigt worden und ein neues, bisher nicht bearbeitetes Marktsegment erschlossen worden.

Die Kontinuität und Wirtschaftlichkeit der bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen zeigt sich in einer wieder ansteigenden Leistungsfähigkeit der Gesellschaft. Die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die der Materialaufwendungen zeigt ein stabiles Bild. In 2024 wird mit einem konstantem EBITDA gerechnet. Da zusätzlich mit einer geringeren Bilanzsumme gerechnet wird, wird mit einer leicht steigenden Eigenkapitalquote sowie einem leicht sinkenden Verschuldungsgrad gerechnet. Die gehandelten und sortierten Altpapiermengen werden aufgrund der Auslastung voraussichtlich das Niveau des Berichtsjahres erreichen.

Die Aussagen im Lagebericht sind zukunftsbezogen und damit unsicher, so dass zukünftige Ergebnisabweichungen zu den aktuellen Planungen nicht auszuschließen sind. Die Prognose berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bekannten Ereignisse. Wesentliche Risiken, die die Prognose gefährden, sind im Risikobericht genannt.

Dies vorausgeschickt bleibt jedoch anzumerken, dass alle unternehmerischen Planungen aus den Erfahrungen der Vergangenheit und Zukunftserwartungen resultieren. Daraus resultiert, dass in Erwartung weiter anhaltend volatiler Preise einhergehend mit kontinuierlichen Kostensteigerungen alle Geschäftsvorfälle einer kontinuierlichen und permanenten Prüfung unterzogen werden müssen, um kurzfristig auf unerwartete Marktveränderungen zu regieren. Auf Grund einer jedoch ggü. 2023 erhöhten, festen Vertragsquote mit korrespondierenden Beschaffungs- und Absatzverträgen erhofft sich die Gesellschaft, divergierende Entwicklungen besser kompensieren zu können. Die besonders in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2023 entstandene Exportabhängigkeit zur Absteuerung eines entstehenden Überangebotes aufgrund fehlender Abnahme im Inland ist für das kommende Geschäftsjahr nicht zu erwarten, da entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen wurden.

Die Gesellschaft ist mit stabilen Erlösen gut in die ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres 2024 gestartet. Die Gesellschaften in UK und NL entwickeln sich ebenfalls gem. den gesetzten Erwartungen.

5. Chancen- und Risikobericht

Unternehmerisches Handeln bedingt das Treffen von Entscheidungen unter Unsicherheit. Die APC-KG hat in der Vergangenheit, und wird dies auch in der Zukunft so praktizieren, stets mit ruhiger Hand und unter Absicherung aller bekannten Risiken ihre unternehmerischen Entscheidungen vorbereitet. Hierzu sind nicht nur projektbezogene Einzelentscheidungen, wie die Umsetzung weiterer Investitionsmaßnahmen erst nach Sicherung der Rohstoffversorgung und der Absatzwege zu nennen, sondern auch Entscheidungen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit, die mittels eines entsprechenden Risikomanagementsystems und abgestimmten Berichtswesens an die Geschäftsführung und den Beirat und entsprechendem Kennzahlensystem überwacht werden. Die Zweckmäßigkeit und Effizienz des Risikomanagements sowie der Kontrollsysteme werden in regelmäßigen Abständen überwacht. Die Geschäftsführung hat das Risikomanagementsystem kontinuierlich im Sinne des GmbH-Gesetzes (Sorgfaltspflicht der Geschäftsführer) und den Anforderungen aus dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) weiterentwickelt. Dazu wurden weitere Risikoindikatoren einer kontinuierlichen Beobachtung und Bewertung unterzogen, um die Transparenz möglicher Einflüsse auf das Unternehmen zu erhöhen.

Dies beinhaltet ebenfalls die kontinuierliche Bonitätsprüfung der in der Drittvermarktung belieferten Kunden und die Absicherung von Forderungsausfällen, soweit dies möglich ist. Risiken bestehen im Wesentlichen in sich gegebenenfalls verändernden Kostenkomponenten gegenüber den ursprünglichen Planungsprämissen der jeweiligen Stoffströme. An spekulativen Handelsgeschäften mit unüberschaubaren Risiken beteiligt sich die APC-KG generell nicht.

Operative Risiken

Der Betrieb der Anlagen der APC-KG verlief im Berichtsjahr weitgehend ohne außergewöhnliche Störungen, mit Ausnahme kriegsbedingter Kostensteigerungen im Bereich der Logistikkosten sowie Verbrauchsmaterialien. Laufende und vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen sorgen für die Sicherstellung der Produktion und die Beherrschbarkeit des Risikos auch für die Zukunft. Die Investitionen des letzten Jahres in die technische Weiterentwicklung erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen hinsichtlich Qualitätsverbesserung und Produktivitätssteigerung gleichermaßen. Um der zunehmenden Verschlechterung der Altpapierqualität aus kommunaler Herkunft Rechnung zu tragen, wurden die notwendigen Investitionen in zusätzliche und technisch aufwendigere Sortieraggregate im Sortierbetrieb bereits umgesetzt und die Kapazität entsprechend der Geschäftserwartung angepasst. Da die Mengenversorgung über die nächsten Jahre aus vertraglichen Quellen gesichert und korrespondierende Abnahmeverträge mit den jeweiligen Abnehmern bestehen, ist hierbei unter normalen Umständen nicht von zusätzlichen Risiken auszugehen. Die größte Herausforderung liegt im Bereich der Entwicklung der Anteile graphischer Papiere in den kommunalen Stoffströmen, hierzu sind Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbeute im Sortierbetrieb geplant. Eine weitere Herausforderung liegt im Bereich der Logistik und stetig steigender Transportkosten, wodurch der Regionalität und Vermeidung unnötiger Transportwege eine immer wichtige Rolle zukommt.

Beschaffungs-Markt-Risiken

Risiken im stark volatilen Altpapiermarkt, oftmals verbunden mit erheblichen Störungen in der Wertstoffkette sind trotz aller gebotenen Vorsicht und der derzeitigen Angebots- und Nachfragesituation für die Zukunft nicht gänzlich auszuschließen. Ein entsprechendes Frühwarnsystem bietet hierbei dem Management Unterstützung für das frühzeitige Erkennen solcher Risiken.

Die im Jahre 2012 gegründete Handelsgesellschaft der AP-Concept UK Ltd. bietet mit ihrem Lieferantenportfolio weiter zusätzliche Transparenz über Preisentwicklungen in Europa und Übersee. Darüber hinaus unterstützt sie die Gesellschaft bei der Beschaffung höherwertiger Altpapierqualitäten, die im Inland nicht ausreichend zur Verfügung stehen.

Die in 2020 neu gegründete AP-Concept Nederland B.V. erschließt der Gesellschaft darüber hinaus ebenfalls neue Märkte und hat ihr Geschäftsvolumen in 2022 trotz aller Unwägbarkeiten stabilisiert.

Absatz-Markt-Risiken

Die APC-KG wird sich auch in Zukunft zur Erreichung gesetzter Ziele nicht an spekulativen Geschäften beteiligen, die ein unkalkulierbares Risiko darstellen würden.

Zukünftige Risiken über alle Geschäftsbereiche und Kundensegmente der APC-KG sind auf Grund des Exklusivliefervertrages mit STP und Abnahmeverpflichtungen von Dritten selbst bei stark volatilen Marktpreisen als gering einzustufen, da keine isolierten Geschäfte einkaufs- bzw. verkaufsseitig ohne Verknüpfung vorliegen. Auf Grund der Marktposition der STP als einer der Marktführer bei der Produktion graphischer Recyclingpapiere und der konsequenten Umweltorientierung aller Ihrer Aktivitäten bestehen hieraus eher Chancen als Risiken für die weitere Entwicklung der APC-KG.

Finanztechnische Risiken

Die Geschäftsaktivitäten sind solide finanziert, auch für unvorhergesehene Entwicklungen stehen ausreichend Liquiditätsreserven zur Verfügung. Die Gesellschaft betreibt ein aktives Fremdwährungsmanagement zur Vermeidung von Fremdwährungsrisiken und sichert entsprechende Geschäfte bei Bedarf mit Fremdwährungstermingeschäften ab.

Gesteigerte Sorgfalt und Vorsicht sowie ein automatisches Kreditlimit Überwachungssystem über alle drei Gesellschaften machen diesbezügliche Risiken beherrschbar, für wesentliche Forderungen bestehen Ausfallversicherungen. Zur Steigerung der Absatzmenge im zurückliegenden Geschäftsjahr und entsprechend der Geschäftserwartung in 2024 wurden analog die Volumina zur Absicherung dieser Geschäfte entsprechend angepasst.

Bezüglich der Zahlungsziele der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt die Überwachung der Zahlungszielvereinbarungen auf Branchenüblichkeit.

Politische Risiken

Risiken aus den politischen Entwicklungen der Kriegshandlungen in der Ukraine, die Schifffahrtsrisiken im Roten Meer, die Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina, die anstehenden US- Präsidentschaftswahlen, die Positionierung Chinas, die energetische Transformation, etc. und deren Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung sind in unmöglich prognostizierbar. Hier explizit konkrete Bereiche und unternehmerische Einzelmaßnahmen zu nennen, wäre zu unkonkret und hypothetisch.

Um den Einfluss von eventuellen Absatzschwierigkeiten zu reduzieren, verfolgt die APC über alle drei Gesellschaften in DE, UK und NL das Ziel, den Ausbau des Portfolios an Abnehmern weltweit auszubauen und bei all ihren Aktivitäten der Risikoabwägung aller höchste Priorität zu geben.

Das Risikomanagement umfasst alle wesentlichen Geschäftsvorgänge (Forderungen, Fremdwährungen, Datenschutz, Arbeitssicherheit, betriebliche Risiken) und ist ein lernendes System, das ständig weiterentwickelt wird. Aktuell sind keine Risiken sichtbar, die die Unternehmensfortführung gefährden.

 

Glückstadt, den 23. Februar 2024

AP-Concept GmbH & Co. KG

gez. Dipl.-Kfm. (FH) Heinz Uhlig

gez. Hans van de Nes

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AP-Concept GmbH & Co. KG, Glückstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AP-Concept GmbH & Co. KG, Glückstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AP-Concept GmbH & Co. KG, Glückstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 27. März 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Hans-Peter Möller, Wirtschaftsprüfer

Steffen Fleitmann, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 13. März 2024 festgestellt.

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