Electro Rent Deutschland GmbH
Selbe AdresseVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Maaß seit 15.10.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Trescal GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Trescal GmbHDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231) Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Registerinformationen sind nachfolgend dargestellt:
Gegenstand des Unternehmens ist die Kalibrierung, Prüfung, Instandhaltung, Wartung und Reparatur von Messmitteln und -geräten, die Durchführung von Lohnmessungen und Werkstoffprüfungen sowie die Entwicklung und der Vertrieb von Software auf den Gebieten der Prüfmittelüberwachung und des Qualitätsmanagements und die Entwicklung und Herstellung von Sonderprüfvorrichtungen. Die Unternehmensberatung und Schulung auf dem Gebiet der Qualitätssicherung und Kalibrierung gehören ebenfalls zum Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft. Der Jahresabschluss wird unter der Annahme von Going Concern aufgestellt. Die Planungen der Gesellschaft, unter Berücksichtigung der von der Muttergesellschaft (Financière Esterel S.A.S., Rungis/Frankreich) ausgegebenen Rangrücktrittserklärung, sowie der im Geschäftsjahr 2020 umgesetzten Verlängerung der Laufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber jener Financière Esterel für weitere 5 Jahre, zeigen eine positive Fortführungsprognose und spiegeln planerisch eine ausreichende und angemessene Liquiditätsausstattung wider, so dass keine kapitalerhaltenden Maßnahmen oder Maßnahmen zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit erforderlich sind. 2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die als immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesenen Softwarelizenzen werden linear über einen Zeitraum von drei bis sechs Jahren abgeschrieben. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Rahmen der Verschmelzung mit der MWQ Messen, Wissen, Qualität GmbH (in 2011) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte aktiviert. Diese wurden mit einem individuellen Personalkostenstundensatz zuzüglich eines Gemeinkostenzuschlags ermittelt und zu Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgte über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 9 Jahren. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter über einem Wert von EUR 250 bis zu einem Wert von EUR 1.000 werden ab dem Jahr des Zugangs über fünf Jahre abgeschrieben (Sammelposten). Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert und, soweit erforderlich, auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- sowie Herstellungskosten angesetzt und bestehen im Wesentlichen aus unfertigen Leistungen und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die unfertigen Leistungen setzen sich aus Fremd- und Eigenleistungen zusammen. Die Fremdleistungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Eigenleistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei werden die direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt; Risiken wurde durch Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) gemäß § 253 Abs. 1 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ohne Fluktuation unter Berücksichtigung einer Rentendynamik von 2,00 % (i. Vj. 2,00 %) in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und - bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Bewertung wurden die Sterbetafeln von Dr. Klaus Heubeck "RICHTTAFELN 2018G" angewandt. Das zugrunde gelegte Pensionsalter entspricht der Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nominalwert angesetzt. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Entstehungstag unter Beachtung des Imparitätsprinzips bewertet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag der Europäischen Zentralbank bewertet. Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurden nicht gebildet. Der Ansatz aktiver bzw. passiver latenter Steuern entspricht der sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung bzw. -belastung aus dem Unterschied der Handelsbilanz- und der Steuerbilanzwerte. Der Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt saldiert auf Basis des durchschnittlichen Steuersatzes von 30,14 % (i. Vj.: 30,14 %). 3) Erläuterungen zur Bilanz Die Nummerierung der Erläuterungen folgt der Gliederung in der Bilanz (Anlage 1). AKTIVA A. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt (Anlage zum Anhang). I. Immaterielle Vermögensgegenstände Durch die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände ist folgender Betrag nach § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB ausschüttungsgesperrt:
Der Geschäfts- oder Firmenwert i. H. v. TEUR 2.335 (i. Vj.: TEUR 2.641) wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung für den bereits in den Vorjahren vorhandenen Firmenwert erfolgt unter Anwendung des Artikels 66 Abs. 3 Satz 2 EGHGB wie in den Vorjahren. III. Finanzanlagen Aufgliederung der Finanzanlagen (Anteile/Beteiligungen) zum 31.12.2023:
B. Umlaufvermögen II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 253 (i. Vj.: TEUR 518) und sonstige Forderungen aus dem Cashpooling mit einer Tochtergesellschaft i. H. v. TEUR 329 (i. Vj.: TEUR 0). Von den sonstigen Vermögensgegenstände haben TEUR 62 (i. Vj.: TEUR 37) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. D. Aktive latente Steuern Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern TEUR 132 (i. Vj.: passive latente Steuern i. H. v. TEUR 145) resultieren im Wesentlichen aus passiven latenten Steuern auf Grund der Aktivierung der Kundenstämme in den Vorjahren verschmolzener Gesellschaften i. H. v. TEUR 158 (i. Vj.: TEUR 245) sowie aus aktiven latenten Steuern aus Pensionsrückstellungen und steuerlichen Verlustvorträgen i.H.v. TEUR 290 (i. Vj.: TEUR 100). PASSIVA A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 537. Es ist voll eingezahlt und wird seit dem 01.01.2015 zu 100 % von der Financière Esterel S.A.S. mit Sitz in Rungis, Frankreich, gehalten. II. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage besteht im Vergleich zum Vorjahr unverändert in Höhe von TEUR 1.522. III. Verlustvortrag Der Gewinn- und Verlustvortrag entwickelte sich wie folgt:
B. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden von einem externen Gutachter nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Der Differenzbetrag bei der Pensionsrückstellung zwischen der Anwendung des Barwertes bei Sieben- und bei Zehnjahreszins beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 10 (i. Vj.: TEUR 38) und ist ausschüttungsgesperrt nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB. Die Vermögensgegenstände i. H. v. TEUR 81 (i. Vj.: TEUR 83) und Schulden aus Pensionsverpflichtungen i. H. v. TEUR 895 (i. Vj.: TEUR 896) wurden verrechnet. Der Bilanzansatz in Höhe von TEUR 814 (i. Vj.: TEUR 813) erfolgt unter den Pensionsrückstellungen. Die dazugehörenden Aufwendungen i. H. v. TEUR 17 (i. Vj.: TEUR 17) aus der Aufzinsung und dem zu verrechnenden Vermögen wurden verrechnet und i.H.v. TEUR 17 (i. Vj.: TEUR 17) unter dem Zinsaufwand ausgewiesen. Effekte aus Änderungen des Abzinsungssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Verteilungsmöglichkeit des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB für den Erhöhungsbetrag wurde in Anspruch genommen. Die nicht bilanzierten Pensionsverpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3 (i. Vj.: TEUR 6). Die Veränderung i. H. v. TEUR 3 (i. Vj.: TEUR 3) wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen personalbezogene Verpflichtungen (TEUR 895; i. Vj. TEUR 831) und ausstehende Rechnungen (TEUR 146; i. Vj. TEUR 104). C. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 1.179 (i. Vj .: TEUR 692) sind als kurzfristig (Restlaufzeit bis zu einem Jahr) einzustufen und umfassen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 15.927 (i. Vj.: TEUR 15.927) betreffen gewährte Darlehen für den Erwerb der Gesellschaftsanteile der unter A. III. Finanzanlagen aufgeführten Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus dem Cashpooling i. v. H. TEUR 230 (i. Vj.: TEUR 1.090) sind unter den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von < 1 Jahr ausgewiesen. Für die gewährten Darlehen nebst Zinsen wurde von dem Gesellschafter ein Rangrücktritt erklärt, als auch im Geschäftsjahr 2020 die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter für weitere 5 Jahre verlängert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stellen ebenfalls Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Die für den Anteilserwerb gewährten Darlehen wurden im Rahmen der Konzernfinanzierung durch Verpfändung der vorab genannten erworbenen Anteile an die Muttergesellschaft sowie durch die Verpfändung sämtlicher Bankkonten der Trescal GmbH abgesichert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.179, i. Vj. TEUR 693) sind durch handelsüblichen Eigentumsvorbehalt besichert. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 16.645 (i. Vj.: TEUR 16.620). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr betrugen TEUR 25.317 (i. Vj. TEUR 23.316). Die Umsatzerlöse entfallen, wie im Vorjahr, überwiegend auf inländische Kunden und betreffen im Wesentlichen Kalibrierdienstleistungen. 4.2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 185 (i. Vj. TEUR 126). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus einzelwertberichtigten Forderungen in Vorjahren. 4.3) Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 19 (i. Vj. TEUR 123) ausgewiesen. Sie resultieren unter anderem aus Forderungsverlusten (TEUR 18, i. Vj. TEUR 23). 4.4) Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen betreffen im Geschäftsjahr Dividendenzahlungen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr von den Tochtergesellschaften. 4.5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird durch den Verbrauch von latenten Steuern in Höhe von TEUR 277 (i. Vj. TEUR 82) entlastet. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind gezahlte Quellensteuern in Höhe von TEUR 18 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Diese Quellensteuern wurden im jeweiligen Quellenstaat erhoben und können teilweise auf die inländische Steuerlast angerechnet werden. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 35) enthalten. 4) Sonstige Angaben 5.1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen mit den folgenden Fristen:
5.2) Haftungsverhältnisse Zum 31.12.2023 bestanden Avalkredite bei der Commerzbank, Darmstadt und bei der Hypovereinsbank, München in Höhe von insgesamt TEUR 75 (i. VJ.: TEUR 52). Alle Bürgschaften bzw. Garantien führen bei einer Inanspruchnahme durch die Gläubiger zu einer direkten Verbindlichkeit der Trescal GmbH gegenüber den betreffenden Kreditinstituten in Höhe des geltend gemachten Betrages. Insoweit handelt es sich um Haftungsverhältnisse für Garantien Dritter. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt. 5.3) Gesamtbezüge der Organe Die Angabe der Bezüge der aktiven Mitglieder der Geschäftsführung und der früheren Geschäftsführer sowie die Angabe der für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. 5.4) Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Dr. Timo Grünewälder bis zum 31.05.2023. Neuer Geschäftsführer ab dem 31.05.2023 ist Herr Thomas Henske. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte jeweils am 21.06.2023. Der Geschäftsführer ist ohne spezifischen Tätigkeitsbereich jeweils für alle typischen Aufgaben eines Geschäftsführers zuständig. Die Angabe eines tatsächlichen ausgebübten Berufs innerhalb der Trescal GmbH gem. § 285 Nr. 10 HGB ist insoweit nicht möglich. 5.5) Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 33. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen. 5.6) Mitarbeiteranzahl Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 374 Mitarbeiter (i. Vj: 362) beschäftigt.
5.7) ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 610 auf neue Rechnung vorzutragen. 5.8) Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen unter Beachtung des Dealing at Arms Length Prinzip vereinbart. 5.9) Konzernzugehörigkeit und befreiender Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Trescal GmbH wird in den Konzernabschluss der Financière Esterel SAS, Parc d'affaires Silic - 8 rue de l'Estérel, 94593 Rungis, Frankreich, (Numéro d'identification: 524.487.642 R.C.S. CRETEIL) einbezogen (kleinster Kreis), der im Registre du Commerce in Créteil unter der Nr. 524.487.642 erhältlich ist. Der Jahresabschluss der Trescal GmbH wird ferner in den Konzernabschluss der Talbot International SAS, 94593 Rungis/Frankreich, (Numero d'identification: 833.461.411 R.C.S. CRETEIL) einbezogen (größter Kreis), der im Registre du Commerce in Creteil unter der Nr. 833 461.411 erhältlich ist. Befreiender Konzernabschluss Die Trescal GmbH hat aufgrund der Befreiungsvorschriften des § 291 HGB darauf verzichtet, einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen. Der Abschluss des oberen Konzernmutterunternehmens, der Talbot International SAS, Rungis, Frankreich, soll beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und bekannt gemacht werden. Der befreiende Konzernabschluss ist nach IFRS aufgestellt.
5.10) Nachtragsbericht Die gegenwärtigen geopolitische und wirtschaftliche Situationen können Auswirkungen auf die Umsätze (außenpolitische Maßnahmen oder Sanktionen, konjunkturelle Entwicklung sowie Insolvenzen) auf die Umsätze und Kosten (z. B. Energiepreise) des Unternehmens haben. Weder die gesamtwirtschaftlichen noch die unternehmensbezogenen Auswirkungen lassen sich derzeit konkret abschätzen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht die Geschäftsführung von keinen materiellen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der vorgenannten Krisen aus und geht somit nach gegenwärtiger Einschätzung von dem Fortbestand der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen aus. Die Gesellschaft hat entsprechende Maßnahmen zum Kosten- und Liquiditätsmanagement zur Verfügung und setzt diese entsprechend der konkreten Situation um.
Darmstadt, 31. August 2024 Thomas Henske, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftstätigkeit von Trescal GmbH Die Unternehmenspolitik und -strategie der Trescal GmbH orientieren sich an der Unternehmenspolitik der Trescal Gruppe. Trescal bietet Kalibrierdienstleistungen und verwandte Dienstleistungen aus einer Hand an. Internationalen Kunden bietet Trescal die Möglichkeit, Kalibrierdienstleistungen grenzübergreifend durch den gleichen Dienstleister durchführen zu lassen. Kleine und mittlere Kunden haben durch den Trescal Standort in ihrer Nähe Zugriff auf das gesamte Kompetenzportfolio der Gruppe. Die Trescal GmbH ist damit organisatorisch, wirtschaftlich und finanziell in das Unternehmensnetzwerk der Trescal-Gruppe eingebunden. In Deutschland hat die Trescal GmbH gegenwärtig 12 Standorte. Der Absatzmarkt ist im Wesentlichen Deutschland. Ausländische Märkte werden von Schwestergesellschaften der Trescal-Gruppe bedient mit Ausnahme einiger osteuropäischer Länder, in denen die Trescal GmbH vereinzelt Vor-Ort-Einsätze durchführt. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung [1] Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen für die Trescal GmbH relevanten Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt - 1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.
[1] Quelle: Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Januar 2024
3. Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 3.1 Entwicklung von Branche und Umfeld Die Kalibrierdienstleistungsbranche war auch im Jahr 2023 zum einen von den stark gestiegenen Kosten in energieintensiven Sektoren, den strukturellen Veränderungen in der Automobilindustrie als auch vom Kostendruck in der Pharmaindustrie betroffen, welche zu umfänglichen Kostensenkungsmaßnahmen und somit Kostendruck führte. Allerdings war die Umsatzauswirkung auch aufgrund der Inflation deutlich geringer als z. B. in der Corona-Krise. Weiterhin gilt, dass Kalibrierdienstleistungen zunehmend nur mehr als Nebenkompetenz der herstellenden Industrie bewertet und damit verstärkt Make-or-Buy-Prüfungen unterzogen werden. In Folge dessen steigt die Nachfrage nach Outsourcing-Angeboten, die den Markt für Kalibrierlabore auch konjunkturunabhängig vergrößern. Die steigende Nachfrage nach akkreditierten Kalibrierungen verstärkt weiterhin vor dem Hintergrund steigender Akkreditierungskosten die Konsolidierungstendenzen auf der Angebotsseite. 3.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz der Trescal GmbH ist um TEUR 2.001 (+8,6 %) von TEUR 23.316 im Vorjahr auf TEUR 25.317 in 2023 gestiegen. Die Umsatzsteigerung resultiert aus organischem Wachstum. Der absolute Bestand der in Arbeit befindlichen Aufträge (unfertige Leistungen) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 31 auf TEUR 345 reduziert. 3.3 Geschäftsentwicklung Das Geschäft hat sich aufgrund moderater Preisanpassungen und Ausweitung der bestehenden Geschäftsbeziehungen zufriedenstellend entwickelt. 3.4 Geschäftsergebnis Wir verweisen hier auf die Ausführungen zu 4.2 Ertragslage. 3.5 Finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind im Wesentlichen:
3.6. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Für den wirtschaftlichen Erfolg der Trescal GmbH, als Unternehmen des Dienstleistungsgewerbes, sind vor allem die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit von Bedeutung. Ein aussagefähiges System zur quantitativen Messung dieser Indikatoren besteht zurzeit nicht. 3.7 Beschaffung Die Kalibrierdienstleistungen werden überwiegend mit eigenem Personal vollzogen. Dennoch müssen, um alle Kundenwünsche abzudecken, auch Fremdleistungen von Sublieferanten eingekauft werden. Die Trescal GmbH betreibt hierzu ein Lieferantenmanagementsystem, welches auf den heterogenen Beschaffungsmärkten geeignete Sublieferanten identifiziert und partnerschaftlich am Markt agiert. Weiter ist die Gesellschaft bestrebt, das Fremdgeschäft durch Internalisierung der Services zu reduzieren. Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen zu 4.2 Ertragslage. 3.8 Investitionen Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen im Wirtschaftsjahr 2023 betrug TEUR 439 (i. Vj.: TEUR 770). Hierbei handelt es sich Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in der Messtechnik, im IT-Bereich und in der Geschäftsausstattung. Die Finanzanlagen blieben im Verglich zum Vorjahr unverändert und betrugen TEUR 8.814. 3.9 Finanzierungsmaßnahmen bzw. - vorhaben Die Finanzierung der Trescal GmbH erfolgt über konzerninterne Darlehen. Die Anteilsübernahmen an verbundenen Unternehmen werden im Rahmen der Konzernfinanzierung durch Verpfändung der erworbenen Anteile an die Muttergesellschaft sowie durch die Verpfändung sämtlicher Bankkonten der Trescal GmbH abgesichert. 3.10 Personal- und Sozialbereich Im Wirtschaftsjahr 2023 waren durchschnittlich 372 (i. Vj.: 358) Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus wurde am Stichtag 31.12.2023 ein (i. Vj.: 3) Auszubildende beschäftigt. 4. Darstellung der Lage der Gesellschaft 4.1 Vermögenslage Mittelverwendung: Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 22.875 im Vorjahr auf TEUR 23.174 zum 31.12.2023 erhöht. Diese Veränderung beruht im Wesentlichen auf den folgenden Aspekten: Das Anlagevermögen (TEUR 16.724) ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 17.704) um 5,5 % gesunken. Bezüglich der Anlagenzugänge verweisen wir auf 3.8 Investitionen und auf den Anlagespiegel. Die Anlagenintensität (72,2%) ist im Vergleich zum Vorjahr (77,4%) aufgrund der reduzierten Investitionen reduziert. Die Anteile an verbundenen Unternehmen (TEUR 8.814) sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 5.064) sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.619) um 9,6 % gestiegen. Dieses liegt im Wesentlichen an der stichtagsbedingten Erhöhung des Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 375 und gegen verbundene Unternehmen um TEUR 64. Der Bestand an liquiden Mitteln (TEUR 720) ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 8) höher, da die liquiden Mittel nicht mehr automatisch in das gruppenweite Cash-Pooling einfließen. Der positive Cashflow i. H. v. TEUR 712 resultiert aus dem positiven operativen Cashflow i. H. v. TEUR 1.144, dem negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit i. H. v. TEUR 439 und dem negativen Cashflow aus Finanzierung i. H. v. TEUR 860. Der Überhang an aktiven latenten Steuern für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 132 gegenüber TEUR 145 an passiven latenten Steuern im Vorjahr und resultiert im Wesentlichen aus passiven latenten Steuern auf Grund der Aktivierung der Kundenstämme in den Vorjahren verschmolzener Gesellschaften i.H.v. TEUR 158 (i. Vj.: TEUR 245) sowie aus aktiven latenten Steuern aus Pensionsrückstellungen und steuerlichen Verlustvorträgen i.H.v. TEUR 290 (i. Vj .: TEUR 100). Mittelherkunft: Die Eigenkapitalquote (8,1 %) ist im Vergleich zum Vorjahr (5,6 %) gestiegen, was auf den Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 610 (i. Vj.: TEUR 825) zurückzuführen ist. Die Kapitalrücklage entspricht mit TEUR 1.522 dem Wert des Vorjahres. Die Fremdkapitalquote (91,9 %) ist im Vergleich zum Vorjahr (94,4 %) im Wesentlichen auf Grund der Reduzierung um TEUR 860 der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aus dem Cash-Pooling gesunken. Die mittelfristige Fremdkapitalverbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter besteht in Höhe von TEUR 14.047 (i. Vj.: TEUR 15.927) (betrifft die unter 3.9 genannten konzerninternen Darlehen). Die Rückstellungen (TEUR 2.379) haben sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.187) um 8,8 % erhöht, hauptsächlich da sich die sonstigen Rückstellungen, im Wesentlichen für Personalkosten, ausstehende Eingangsrechnungen und externe Boni, um TEUR 239 erhöht haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 718) sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 693) im Wesentlichen konstant geblieben. Die Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 473) sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 456) leicht gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Lohnsteuer-Verbindlichkeiten zurückzuführen. 4.2 Ertragslage Die Gesamtleistung der Trescal GmbH (bestehend aus den Umsatzerlösen sowie der Bestandsveränderung) i.H.v. TEUR 25.287 ist im Vergleich zum Vorjahr (23.160) um 9,2 % gestiegen. Der Umsatz (TEUR 25.317) ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 23.316) um 8,6 %, gestiegen. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter 3.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung. Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 409) sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 343) um TEUR 66 gestiegen. Das Rohergebnis (TEUR 21.985) ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 19.919) um 10,4 % gestiegen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 3.521) sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 3.439) um TEUR 82 oder 2,4% gestiegen. Der Personalaufwand (TEUR 14.245) ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 12.439) um 14,5 % gestiegen. Der Grund für diesen Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch eine gestiegene Anzahl an Mitarbeitern, Restrukturierungskosten und aus allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerungen im Geschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich aus dem Betriebs-, Verwaltungs-, und Vertriebsaufwand sowie den übrigen Aufwendungen zusammen. Dieser Kostenbereich (TEUR 5.872) ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 5.334) um 10,1 %, im Wesentlichen auf Grund einer Erhöhung der konzerninternen Management- und Lizenzkosten, gestiegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt bei TEUR 449 (Vorjahr TEUR 728) und liegt somit TEUR 279 unter dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) liegt bei TEUR 1.868 (Vorjahr TEUR 2.146). Die Erträge aus Beteiligungen (TEUR 708; Vorjahr TEUR 812) betreffen Dividendenerträge aus Beteiligungsgesellschaften. Das negative Zinsergebnis (TEUR 791) ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 816) nahezu unverändert. Die Zinsbelastung für Darlehen der Muttergesellschaft im Zusammenhang mit den Akquisitionen ist im Geschäftsjahr unverändert. Die Entwicklung der Darlehen von verbundenen Unternehmen ist unter 4.1 Mittelherkunft erläutert. Der Jahresüberschuss liegt somit in diesem Geschäftsjahr bei TEUR 610 (i. Vj.: TEUR 825). Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im Vorjahr Im Geschäftsjahr 2023 wurde trotz schwacher konjunktureller Entwicklung in Deutschland ein Umsatzwachstum von 8,6 % ausgewiesen. Somit konnten die Erwartungen aus dem Vorjahr - moderate organische Umsatzsteigerungen - vollumfänglich erfüllt werden. In Bezug auf das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) konnten die Erwartungen aus dem Vorjahr - vergleichbares EBITDA wie im Berichtsjahr 2022 - mit TEUR 1.868 (i. Vj.: TEUR 2.146) aufgrund von Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Schließung einer Niederlassung nicht vollumfänglich erfüllt werden. Ein den Umständen entsprechendes gutes Ergebnis konnte im Berichtsjahr erreicht werden. 4.3 Finanzlage Die Finanzlage der Trescal GmbH ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement der Trescal GmbH ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Gesellschaft ist in den Cash Pool der Trescal Gruppe eingebunden. 4.4 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt weiterhin zufriedenstellend entwickelt. Trotz der Ukraine Krise, Inflation und Fachkräftemangel wurde ein organisches Umsatzwachstum von 8,6 % auf TEUR 25.317 erzielt und das Geschäftsjahr konnte mit einem positiven Betriebsergebnis vor Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.868 abgeschlossen werden. Der Jahresüberschuss von TEUR 610 (i. Vj: TEUR 825) ist in erster Linie das Resultat der Zinslast in Höhe von TEUR 773 für die Darlehen der Muttergesellschaft. 5. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine weiterhin stabile Entwicklung der Nachfrage nach Kalibrierdienstleistungen sowie moderate Preisanpassungen aufgrund der Inflationslage. Der Markt ist von einer Konsolidierung auf weniger Marktteilnehmer geprägt, wobei Trescal durch das dichte Netz an Laboratorien, breite technische Kompetenz, ein umfassendes Akkreditierungsportfolio und leistungsfähige Softwarelösungen von dieser Konsolidierung tendenziell profitiert. Trescal unterstützt die Marktkonsolidierung durch Zukauf von Laboratorien. Wir gehen in Summe von einer positiven, organischen (auf Basis der existierenden Unternehmensstruktur, ohne Berücksichtigung weiterer Unternehmenszukäufe) Umsatzentwicklung mit moderaten Steigerungen für Trescal in Deutschland aus. Risiken ergeben sich weiterhin aus den Folgen geopolitischer Krisen, insbesondere aus den daraus potenziell resultierenden Liefer- und Materialengpässen. Die Auswirkungen auf die industrielle Aktivität in Deutschland, insbesondere in der Automobilindustrie und den abhängigen Zulieferbetrieben, ist zurzeit nicht absehbar. Weitere Risiken können aus der anhaltenden Inflation und dem Mangel an Fachkräften entstehen, die die Fähigkeit der Gesellschaft zur zeitnahen Kundenversorgung einschränken könnten. 5.1 Risikobericht Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung im gegenwärtigen geopolitischem Umfeld hinausgehen, sind nicht erkennbar. 5.2 Spezieller Risikobericht Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die Liquidität ist ausreichend; wir erwarten keine Engpässe. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement mit einem adäquaten Mahnwesen. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Gesellschafterdarlehen und Bankguthaben sowie das Cashpooling. Wir begleichen unsere Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Die Gesamtsituation der Chancen und Risiken setzt sich aus den oben genannten Einzelaspekten zusammen. Auf Basis der uns heute bekannten Informationen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder gemeinsam im aktuell überschaubaren Zeitraum den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. 5.3 Prognosebericht Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung der Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 als positiv. Die Ertragslage wird einerseits durch moderate organische Umsatzsteigerungen und Preisanpassungen positiv beeinflusst. Allerdings rechnet die Geschäftsleitung mit steigenden Kosten insbesondere im Personalbereich, in dem sich der Anstieg der Verbraucherkosten, insbesondere auch der Energiekosten auf das Lohnniveau auswirken wird. Das Wirtschaftsjahr 2024 sollte zu einem moderat gesteigerten Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) wie im Berichtsjahr führen. Wir werden auch zukünftig ausgehend von unserer Liquiditätsplanung in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 6. Sonstige Angaben 6.1 Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt im branchenüblichen Umfang eigene Forschungen und Entwicklungen im Bereich IT, um die Produkte den Kundenwünschen und Marktgegebenheiten anzupassen. 6.2 Standorte Die Gesellschaft unterhält zum Ende des Jahres 2023 zwölf Standorte in Deutschland. 7. Berichterstattung über Unsicherheiten im Zusammenhang mit nach dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignissen Die gegenwärtigen geopolitische und wirtschaftliche Situationen können Auswirkungen auf die Umsätze (außenpolitische Maßnahmen oder Sanktionen, konjunkturelle Entwicklung sowie Insolvenzen) auf die Umsätze und Kosten (z. B. Energiepreise) des Unternehmens haben. Weder die gesamtwirtschaftlichen noch die unternehmensbezogenen Auswirkungen lassen sich derzeit konkret abschätzen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht die Geschäftsführung aber von keinen materiellen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund der vorgenannten Krisen aus, und geht somit nach gegenwärtiger Einschätzung von dem Fortbestand der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen aus. Die Gesellschaft hat entsprechende Maßnahmen zum Kosten- und Liquiditätsmanagement zur Verfügung und setzt diese entsprechend der konkreten Situation um.
Darmstadt, 31. August 2024 Thomas Henske, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Trescal GmbH, Darmstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Trescal GmbH, Darmstadt - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Trescal GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 31. August 2024 Constantin
GmbH
Seifert, Wirtschaftsprüfer Heitger-Schmidt, Wirtschaftsprüferin
Rungis, Frankreich, 31. August 2024 Financière Esterel SAS durch / by Guillaume Caroit |
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