Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 26067
Eingetragen
30.8.2018
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernElektrizitätshandel
Gegenstand
Der Handel mit Erdgas, Biogas, Strom und weiteren Energieträgern im In- und Ausland, die Versorgung von Letztverbrauchern mit Strom, Gas und weiteren Energieträgern, sowie die Erbringung von Energiedienstleistungen, wie die Beschaffung von Festbrennstoffen, Energiewirtschaftlichem Consulting, Übergreifendem Monitoring / Optimierung und der Direktvermarktung von Strom.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Guido Dr. Zimmermann
seit 23.3.2026
Geschäftsführer
Manuel Harrje
seit 12.1.2026
Prokura
Prokura
Peter Kapalla
seit 29.10.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Harald Donner
seit 15.10.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Golf Investment Holding GmbH

Magdeburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

INHALTSVERZEICHNIS

Konzernabschluss

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzernanhang

1 Allgemeine Angaben

2 Angaben zum Konsolidierungskreis

3 Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

4 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

5 Angaben zur Konzernbilanz

6 Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

7 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

8 Sonstige Angaben

9 Anlage zum Konzernanhang

Konzernkapitalflussrechnung

Konzerneigenkapitalspiegel

Konzernlagebericht

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

1.2 Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

1.3 Forschung und Entwicklung

1.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsentwicklung

2.3 Lage des Konzerns

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

3.2 Chancenbericht

3.3 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

4 Prognosebericht

Konzernbilanz

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen 4.917.457.733,19 0,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.036.004.735,84 0,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.339.619.124,31 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.696.092.587,13 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 293.018,40 0,00
II. Sachanlagen 879.135.234,67 0,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.651.891,58 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 512.463.182,61 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.332.017,98 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 276.688.142,50 0,00
III. Finanzanlagen 2.317.762,68 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.750,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.263.368,62 0,00
3. Beteiligungen 40.704,06 0,00
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 940,00 0,00
B. Umlaufvermögen 934.191.007,50 125.000,00
I. Vorräte 60.385.536,71 0,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 27.080.084,22 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 38.780.839,39 0,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.327.405,13 0,00
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -9.802.792,03 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 757.713.343,13 0,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 608.362.675,78 0,00
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 61.318,57 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 149.289.348,78 0,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 116.092.127,66 125.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.617.762,71 0,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedecker Fehlbetrag 83.423.165,74 6.676,16
AKTIVA 5.969.689.669,14 131.676,16

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 185.129.633,18 0,00
III. Gewinnrücklagen 15.398,38 0,00
Gesetzliche Rücklage 15.398,38 0,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 2.126.732,11 0,00
V. Bilanzverlust -314.051.244,94 -31.676,16
VI. Nicht durch Eignkapital gedecker Fehlbetrag 83.423.165,74 6.676,16
VII. Nicht beherrschende Anteile 43.331.315,53 0,00
B. Sonderposten 5.580.452,46 0,00
1. Sonderposten für Investitions- und Baukostenzuschüsse und sonstige Zuschüsse 2.307.567,71 0,00
2. Sonderposten für unentgeltlich erworbene CO 2 -Zertifikate 3.272.884,75 0,00
C. Rückstellungen 265.182.927,58 30.000,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 477.234,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 9.165.909,72 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 255.539.783,86 30.000,00
D. Verbindlichkeiten 5.282.127.102,00 101.676,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 758.491.864,25 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.489.906,64 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 157.694.178,83 1.676,16
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.202.422.198,76 100.000,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.149.028.953,52 0,00
- davon aus Steuern: EUR 80.127.045,76 (i.Vj.: EUR 0,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.728.217,57 (i.Vj.: EUR 0,00)
E. Rechnungsabgrenzungsposten 26.902.403,86 0,00
F. Passive latente Steuern 389.896.783,24 0,00
PASSIVA 5.969.689.669,14 131.676,16

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 875.674.406,86 0,00
abzgl./zzgl. vereinnahmte und abzuführende Stromsteuer und Energiesteuer/Rückerstattungen -7.348.109,92 868.326.296,94 0,00 0,00
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 21.904.064,97 0,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 12.241.890,67 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 13.869.792,28 0,00
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -505.580.831,46 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -156.156.694,54 0,00
-661.737.526,00 0,00
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -93.381.453,96 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -19.869.658,44 0,00
- davon für Altersversorgung: EUR 87.574,11 (EUR 0,00)
-113.251.112,40 0,00
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -293.825.869,03 0,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -71.008.938,66 -31.676,16
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 304.488,95 0,00
10. Erträge aus Beteiligungen 209.200,53 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.162.855,87 0,00
- davon aus Abzinsung von Rückstellungen: EUR 6.932,00 (EUR 0,00)
12. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -209.208,51 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -126.580.276,53 0,00
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 90.802.485,70 (EUR 0,00)
- davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 2.936,00 (EUR 0,00)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 35.944.126,31 0,00
- davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern: EUR +35.293.469,70 (EUR +0,00)
15. Ergebnis nach Steuern -311.650.214,61 -31.676,16
16. Sonstige Steuern -1.684.923,12 0,00
17. Konzernjahresfehlbetrag -313.335.137,73 -31.676,16
18. Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne (-)/ Verluste (+) -669.032,67 0,00
19. Auf Muttergesellschaft entfallender Konzernjahresfehlbetrag -314.004.170,40 -31.676,16
20. Verlustvortrag -31.676,16 0,00
21. Einstellung in Rücklagen -15.398,38 0,00
22. Bilanzverlust -314.051.244,94 -31.676,16

Konzernanhang

1 Allgemeine Angaben

Die Golf Investment Holding GmbH (GETEC Group) mit Sitz in Magdeburg wird beim Amtsgericht Stendal unter der Nummer HRB 31912 geführt. Der Konzernabschluss der GETEC Group wird nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG und der Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Soweit Wahlrechte für Angaben und Erläuterungen in der Konzern-Bilanz bzw. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurden die Vermerke überwiegend in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Zum 12.04.2022 (Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.05.2022) wurde die G+E GETEC Holding GmbH mit allen Tochter- und Enkelgesellschaften (G+E GETEC) durch eine Enkelgesellschaft der Golf Investment Holding GmbH, die Golf BidCo GmbH, erworben. Durch die Übernahme dieser Unternehmensgruppe hat sich die bisherige Konzernstruktur derart wesentlich geändert, dass eine Vergleichbarkeit der Vorjahreswerte nicht gegeben ist.

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten können.

2 Angaben zum Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung

In den Konzernabschluss der GETEC Group werden neben dem Mutterunternehmen folgende Tochter- und Enkelunternehmen1 im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen (einschließlich Angaben zum Anteilsbesitz):

Anteil am Kapital in % Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2022 Ergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022
Gesellschaft Sitz TEUR TEUR
Mutterunternehmen
Golf Investment Holding GmbH Magdeburg
inländische Tochter- und Enkelunternehmen
Golf TopCo GmbH Magdeburg 100,0 161.176 0 2
Golf HoldCo GmbH Magdeburg 100,0 161.176 0 3
Golf MidCo GmbH Magdeburg 100,0 161.176 0 4
Golf BidCo GmbH Magdeburg 100,0 161.151 0 5
G+E GETEC Holding GmbH Magdeburg 100,0 711.116 0 6
Teilkonzern G+E GETEC Holding GmbH
GETEC heat & power GmbH Magdeburg 100,0 99.173 0 7
GETEC Wärme & Effizienz GmbH Magdeburg 100,0 5.601 0 7
GETEC Contracting GmbH Osnabrück 100,0 8.952 0 7
GETEC Energy Management GmbH Magdeburg 100,0 600 0 7
GETEC Kundenservice GmbH Magdeburg 100,0 2.625 0 7
Teilkonzern GETEC heat & power GmbH
LEHNINER Fernwärme und Betriebs GmbH Kloster Lehnin 100,0 5.277 0 8
GETEC BBE GmbH Magdeburg 100,0 25 0 8
Carbotechnik Energiesysteme GmbH Geretsried 75,49 4.878 377
Bioenergie Wächtersbach GmbH Wächtersbach 64,9 1.488 308
Albert-Vater-Straße 50 Verwaltungs GmbH Magdeburg 100,0 514 54
Albert-Vater-Straße-Verwaltungs GmbH & Co. KG Magdeburg 100,0 12.058 603

1 Bei Enkelunternehmen der Golf Investment Holding GmbH ist der jeweilige prozentuale Anteil des Tochterunternehmens am Enkelunternehmen angegeben.
2 Ergebnisabführungsvertrag mit der Golf Investment Holding GmbH
3 Ergebnisabführungsvertrag mit der Golf TopCo GmbH
4 Ergebnisabführungsvertrag mit der Golf HoldCo GmbH
5 Ergebnisabführungsvertrag mit der Golf MidCo GmbH
6 Ergebnisabführungsvertrag mit der Golf BidCo GmbH
7 Ergebnisabführungsvertrag mit der G+E GETEC Holding GmbH
8 Ergebnisabführungsvertrag mit der GETEC heat & power GmbH

Anteil am Kapital in % Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2022 Ergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022
Gesellschaft Sitz TEUR TEUR
inländische Tochter- und Enkelunternehmen
Teilkonzern GETEC Wärme & Effizienz GmbH
Bayernwärme GmbH Magdeburg 100,0 2.494 0 9
GETEC Wärme & Effizienz GmbH Nord Hamburg 100,0 5.767 0 9
GETEC energy efficiency GmbH Magdeburg 100,0 1.164 416
Löwitz Energie GmbH i.G. Magdeburg 100,0 24 -1
EQ Energiequartier an der Königsbach GmbH (bis 30.06.2022: Mondstein 441. GmbH) Koblenz 95,0 3 -14
GETEC Green Heating GmbH Magdeburg 74,9 351 503
G+M energy efficiency GmbH Magdeburg 74,9 13 -8
BETEC Energieeffizienz GmbH Berlin 51,0 763 292
GDB Infra GmbH Magdeburg 51,0 11 -37
GET New Energy GmbH Kempten 51,0 86 -12
QETEC Energieeffizienz GmbH Berlin 51,0 129 34
G+L Energieeffizienz GmbH Magdeburg 51,0 6 -10
G+N Energieeffizienz GmbH Magdeburg 51,0 88 31
Re+Start GmbH Magdeburg 51,0 14 -8
G+A Energy Efficiency GmbH Magdeburg 51,0 24 7
G&H Energy GmbH Magdeburg 51,0 -5 -18
CERO2 GmbH Großbottwar 51,0 5 -11
G+Q Effizienz GmbH Berlin 51,0 357 83
GETEC Energy Horizon GmbH Magdeburg 51,0 74 49
Inbright Energy GmbH Berlin 51,0 15 -7
GETEC Mieterstrom GmbH Magdeburg 51,0 26 1
FFIRE Energy GmbH Berlin 51,0 24 -1
PionierWerk Hanau GmbH Hanau 50,1 2.044 361
GETEC smart energy GmbH Magdeburg 50,1 73 -2
GETEC green solution GmbH Berlin 50,1 22 - 3
G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH Magdeburg 51,0 40.491 6.579
Stadtwerke Thale GmbH Thale 100,0 1.259 0 10
G+P energy solutions Verwaltungs- GmbH Berlin 100,0 31 1
G+P energy solutions GmbH & Co. KG Berlin 51,0 289 217
GETEC efficiency solutions GmbH & Co. KG Berlin 51,0 319 24
GETEC efficiency solutions Verwaltungs- GmbH Berlin 100,0 32 2

9 Ergebnisabführungsvertrag mit der GETEC Wärme und Effizienz GmbH
10 Ergebnisabführungsvertrag mit der G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH

Anteil am Kapital in % Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2022 Ergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022
Gesellschaft Sitz TEUR TEUR
ausländische Tochter- und Enkelgesellschaften
Teilkonzern G+E GETEC Holding GmbH
GETEC Italia S.p.A. Gragnano Trebbiense/Italien 100,0 63.355 15.941
Teilkonzern GETEC heat & power GmbH
GETEC Infra NLB.V. Emmen/Niederlande 100,0 18.804 3.287
Emmtec Services B.V. Emmen/Niederlande 100,0 30.206 4.373
GPE logistiek B.V. Emmen/Niederlande 100,0 1 0
GETEC Energy Efficiency B.V. Emmen/Niederlande 51,0 -11 -11
Enven Green Energy B.V. Emmen/Niederlande 51,0 -4 -4
Emmtec Green Steam B.V. Emmen/Niederlande 51,0 - 48 -48
ENERSERV GETEC GmbH Wien/Österreich 100,0 2.612 1.229
GETEC Polska sp. z o.o. Turek/Polen 100,0 - 1.064 136
GETEC Energia sp. z o.o. Turek/Polen 100,0 205 92
GETEC Zielona Energia sp. z o.o. Turek/Polen 100,0 - 634 -610
GETEC Projekty Przemyslowe sp. z o.o. Turek/Polen 100,0 -75 -13
GETEC SERVICII ENERGETICE S.R.L. Bukarest/Rumänien 100,0 4.304 2.192
GETEC PARK.SWISS AG Muttenz/Schweiz 100,0 55.017 6.356
GETEC Switzerland AG Muttenz/Schweiz 100,0 4.677 -525
GETEC Younergy AG Zug/Schweiz 51,0 2.029 -2
Teilkonzern Italien (Mutterunternehmen GETEC Italia S.p.A.)
Energy Wave S.p.A. Alessandria/ltalien 100,0 12.605 -282
ATMOS S.r.l. Gragnano Trebbiense/Italien 99,0 1.619 1.211
MESOS S.c.a r.l. Gragnano Trebbiense/Italien 70,0 10 0

Equity-Methode

Als assoziierte Unternehmen werden folgende Gesellschaften im Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss der GETEC einbezogen (einschließlich Angaben zum Anteilsbesitz):

Gesellschaft Anteil am Kapital in % Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2022 Ergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022
(Anteilseigner) Sitz TEUR TEUR
inländische assoziierte Unternehmen
Borchers Biomassekraftwerk GmbH (GETEC heat & power GmbH) Borken 50,0 1.489 (Stand: 31.12.2021) 444 (Stand: 2021)
Magdeburger Bau- und Schulservice GmbH (GETEC heat & power GmbH) Magdeburg 40 434 24
Energie für Schleswig- Holstein GmbH (GETEC Wärme & Effizienz GmbH) Kiel 50,0 142 41
G+G Energy Services GmbH (GETEC Wärme & Effizienz GmbH) Berlin 49,0 2.332 (Stand 31.12.2019) 415 (Stand: 2019)
ausländische assoziierte Unternehmen
KG Energp s.r.o. (GETEC Wärme & Effizienz GmbH) Prag/Tschechien 50,00 23 -34
Industriefeuerwehr Regio Basel AG (GETEC PARK:SWISS AG) Muttenz/Schweiz 25,0 482 236

Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital in % Anteilseigner der GETEC Group
inländische Enkelgesellschaften
OptimusGreen GmbH i.G. Magdeburg 51,0 GETEC Wärme & Effizienz GmbH
GETEC energy solutions GmbH i.G. Magdeburg 51,0 GETEC Wärme & Effizienz GmbH

Gemäß § 296 Abs. 2 HGB werden die Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss zum 31.12.2022 einbezogen, da sie für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind.

Unternehmensgegenstand der OptimusGreen GmbH i.G. und der GETEC energy solutions GmbH i.G. ist die Beschaffung von Primärenergie, Erzeugung von Nutzenergie aus allen Energiequellen, das Energiecontracting, alle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, der Vertrieb von Energie, die Montage, der Betrieb, die Wartung und die Unterhaltung von Energieerzeugungs- und Energieverteilungsanlagen aller Art sowie die Einspeisung der erzeugten Energie in Energieversorgungsnetze.

Die Aufnahme des Geschäftsbetriebes ist jeweils für das Geschäftsjahr 2023 geplant.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Zum 12.04.2022 (Erstkonsolidierungszeitpunkt: 01.05.2022) wurde die G+E GETEC Holding GmbH mit allen Tochter- und Enkelgesellschaften erworben. Durch die Übernahme dieser Unternehmensgruppe hat sich die bisherige Konzernstruktur derart wesentlich geändert, dass Vorjahreswerte nicht vergleichbar sind. Unternehmensgegenstand der G+E GETEC Holding GmbH ist das Halten, die Verwaltung und die Finanzierung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften im In- und Ausland gleich welcher Rechtsform, sowie die Erbringung von Dienstleistungen. Unternehmensgegenstand der Tochter- und Enkelgesellschaften ist die Entwicklung, die Planung, der Neubau, die Errichtung, der Betrieb, die Überwachung und die Unterhaltung, die Bedienung, die Reparatur, die Wartung und die Instandhaltung von Energieerzeugungs-, Feuerungs- und Energieverteilungsanlagen sowie von gebäudetechnischen Systemen und gebäudetechnischen Komponenten, die Übernahme der Energieversorgung für eigene und Liegenschaften Dritter, der Vertrieb und die Montage von Komponenten der Öl- und Gasversorgung, die Planung, die Ausführung, der Service von kompletten Energieerzeugungsanlagen/Feuerungsanlagen einschließlich der Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen für industrietechnische Anlagen, der Handel mit Erdgas, Biogas, Strom und weiteren Energieträgern im In- und Ausland, die Versorgung von Letztverbrauchern mit Strom, Gas und weiteren Energieträgern sowie die Erbringung von Energiedienstleistungen, wie die Beschaffung von Festbrennstoffen, energiewirtschaftlichem Consulting, übergreifendem Monitoring/Optimierung und der Direktvermarktung von Strom.

Im Zeitraum vom 01.05.2022 bis zum 31.12.2022 wurden folgende Gesellschaften gegründet bzw. erworben:

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital in % Anteilseigner der GETEC bzw. der GETEC Group
inländische Tochter- und Enkelgesellschaften
Löwitz Energie GmbH i.G. Magdeburg 100,0 GETEC Wärme & Effizienz GmbH
ausländische Tochter- und Enkelgesellschaften
GETEC Younergy AG Zug/Schweiz 51,0 GETEC Switzerland AG

Unternehmensgegenstand der Löwitz Energie GmbH i.G. ist die Übernahme der Erschließung und Energieversorgung des westlich des Leipziger Hauptbahnhofes zwischen Preußenseite, Kurt-Schumacher-Straße und Berliner Straße gelegenen Gebiets ("Löwitz-Quartier").

Die GETEC Younergy AG bezweckt die Finanzierung, Erstellung, Betrieb und den Erwerb von Photovoltaik- und Energiespeicheranlagen für den gewerblichen, industriellen und öffentlichen Sektor.

Im Zeitraum vom 01.05.2022 bis zum 31.12.2022 ist folgende Gesellschaft infolge der Liquidation aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden:

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital in % Anteilseigner der GETEC bzw. der GETEC Group
ausländische Tochter- und Enkelgesellschaften
REAM S.p.A. i.L. Alessandria/Italien 49,0 Energy Wave S.p.A.

Infolge der strukturellen Veränderungen im Konzern aufgrund von im Geschäftsjahr 2022 erstmals konsolidierten Gesellschaften ist die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen nur bedingt gegeben, die wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung aus dieser Übernahme sind den folgenden Tabellen zu entnehmen.

Hierfür werden die wesentlichen Kennzahlen zu den strukturellen Veränderungen im Konzern aufgrund der Erstkonsolidierung der G+E GETEC Holding GmbH sowie ihrer Tochter- und Enkelgesellschaften gezeigt. Dies betrifft die im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 01.05.2022 übernommenen Bilanzwerte und die Angabe zu den Bilanzwerten zum 31.12.2022:

Wesentliche Posten der Bilanz des Teilkonzerns 01.05.2022 31.12.2022
G+E GETEC Holding GmbH (konsolidiert) TEUR TEUR
Aktivseite
A.I Immaterielle Vermögensgegenstände 13.789 14.011
A.II Sachanlagen 732.260 864.155
A.III Finanzanlagen 2.844 2.318
B.I Vorräte 23.912 60.386
B.II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 732.515 756.625
B.III Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 51.534 103.878
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 15.702 17.126
D. Aktive latente Steuern 5.685 4.818
Passivseite
A. Sonderposten 27.464 5.580
B. Rückstellungen 211.928 256.969
C. Verbindlichkeiten 1.385.517 1.536.853
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 20.909 26.902

Bei den übrigen Gesellschaften, die zu Veränderungen des Konsolidierungskreises nach dem 01.05.2022 geführt haben, handelt es sich jeweils um im Geschäftsjahr 2022 neu gegründete Gesellschaften. Diese Gesellschaften haben den Geschäftsbetrieb erst im Jahr 2022 aufgenommen und keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses.

Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Aufgrund des Einbezugs in den Konzernabschluss der GETEC Group werden für die Jahresabschlüsse folgender Gesellschaften die Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:

Gesellschaft Sitz Gesellschafterbeschluss
Bayernwärme GmbH Magdeburg 08.12.2022
G+E GETEC Holding GmbH Magdeburg 23.10.2023
GETEC BBE GmbH Magdeburg 08.12.2022
GETEC Contracting GmbH Osnabrück 02.12.2022
GETEC Energy Management GmbH Magdeburg 02.12.2022
GETEC heat & power GmbH Magdeburg 02.12.2022
GETEC Kundenservice GmbH Magdeburg 02.12.2022
GETEC Wärme und Effizienz GmbH Magdeburg 02.12.2022
GETEC Wärme & Effizienz GmbH Nord Hamburg 08.12.2022
LEHNINER Fernwärme und Betriebs GmbH Kloster Lehnin 08.12.2022

3 Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 und 2 HGB nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung (Erstkonsolidierungszeitpunkt). Dabei wird das Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Rückstellungen werden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 3 HGB nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 und Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB bewertet.

Im Fall der Auf- oder Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen, Transaktionen ohne Kontrollwechsel und damit ohne, dass sich der Status als Tochterunternehmen ändert, wird diese Transaktion als Erwerbsvorgang (DRS 23) im Konzernabschluss abgebildet. Es erfolgt eine Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Auf- oder Abstockung.

Für nicht den Mutterunternehmen gehörende Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird gemäß § 307 Abs. 1 HGB für die Anteile der fremden Gesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital innerhalb des Eigenkapitals ein Ausgleichsposten mit der Bezeichnung "nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Gemäß § 303 Abs. 1 HGB (Schuldenkonsolidierung) werden die Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten aufgerechnet.

Erlöse aus konzerninternen Umsätzen und andere Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet, soweit sie nicht als Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen oder als andere aktivierte Eigenleistungen auszuweisen sind.

Zwischenergebnisse beim Anlage- und Vorratsvermögen aus konzerninternen Umsätzen und anderen Erträgen werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB ermittelt und eliminiert, sodass die Vermögensgegenstände, die in der Konzernbilanz anzusetzen sind, mit dem Betrag angesetzt werden, der angesetzt werden könnte, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden (Anschaffungs- oder Herstellungskostenprinzip gemäß § 253 Abs. 1 und § 255 HGB).

Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung erfolgt gemäß § 308a HGB eine Umrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen und auf fremde Währung lautenden Jahresabschlüsse in die Konzernwährung. Die Umrechnung des Eigenkapitals in Euro erfolgt zum historischen Kurs. Die übrigen Posten der Bilanz werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

4 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse werden grundsätzlich nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG und der DRS aufgestellt. Das Geschäftsjahr der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Für die G+E GETEC Holding GmbH bestehen abweichend dazu für das Geschäftsjahr 2022 die Rumpfgeschäftsjahre für die Zeit vom 01.01.2022 bis 30.06.2022 und für die Zeit vom 01.07.2022 bis zum 31.12.2022. Diese beiden Rumpfgeschäftsjahre werden für Zwecke des Konzernabschlusses zu einem Geschäftsjahr für die Zeit vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 zusammengefasst. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Konzernbilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Sonderposten und Rechnungsabgrenzungsposten. Die Bewertung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände, Schulden, Sonderposten und Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt unter dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prämisse). Dieser Annahme stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen, da die Gesellschafterin der Golf Investment Holding GmbH, die IIF Int'l Alisa S.à r.l., mit Schreiben vom 03.10.2023 auf die Rückzahlung des kurzfristigen Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 3.037.782 bis mindestens zum 31.12.2024 verzichtet hat.

Die jeweiligen Bilanzansätze sind zum Bilanzstichtag grundsätzlich einzeln und gemäß dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip bewertet worden. Dabei fanden sämtliche bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt gewordenen Risiken, die am Bilanzstichtag bereits vorlagen, Berücksichtigung.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr bleiben § 253 Abs. 1 S. 1 HGB (Anschaffungskostenprinzip) und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HS. 2 HGB (Realisationsprinzip) gemäß § 256a HGB unberücksichtigt.

Für Zwecke der Währungsumrechnung wurden folgende Kurse zugrunde gelegt:

Land Währung Stichtagskur 31.12.2022 Jahresdurchschnittskurs 2022
Polen PLN/EUR 4,68080 4,68449
Rumänien RON/EUR 4,94950 4,93168
Schweiz CHF/EUR 0,98470 1,00517
Tschechien CZK/EUR 24,11600 24,56027
USA USD/EUR 1,0666 1,0530

Der Ansatz der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den amtlichen AfA-Tabellen sowie der tatsächlichen örtlichen Verhältnisse und Erkenntnisse und betragen grundsätzlich 1 bis 20 Jahre. Bei einer dauernden Wertminderung erfolgt der Ansatz abweichend mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert.

Von dem Wahlrecht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als Aktivposten in die Bilanz aufzunehmen (§ 248 Abs. 2 HGB), wird Gebrauch gemacht.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer, insbesondere unter Beachtung der aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit beobachtbarer Vertragsverlängerungen mit Kunden sowie zukünftiger Renditen und Wachstumspotentiale, von 18 Jahren linear abgeschrieben.

Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen werden berücksichtigt. Die Herstellungskosten der ganz oder teilweise selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bei Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, erfolgt der Ansatz vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den amtlichen AfA-Tabellen sowie der tatsächlichen örtlichen Verhältnisse und Erkenntnisse. Es kommen grundsätzlich folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:

Anlagengruppe Minimale Nutzungsdauer Maximale Nutzungsdauer
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6 80
Technische Anlagen und Maschinen 3 30
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (ohne GWG) 3 20

Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt der Ansatz abweichend mit dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Die Abgänge werden zu den auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Anlagevermögen ermittelten Restwerten ausgebucht.

In Anwendung des steuerlichen Wahlrechts nach § 6 Abs. 2 EStG für selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden grundsätzlich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. In einem Tochterunternehmen wird für selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250,00, nicht aber EUR 1.000,00 übersteigen, ein Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Dieser wird jährlich zu einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Da diese Bewertung keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hat, wird sie im Konzernabschluss beibehalten.

Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und sonstigen Ausleihungen erfolgt zu Anschaffungskosten. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen.

Der Ansatz von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erfolgt gemäß § 312 Abs. 1 HGB zum Zeitpunkt, in dem das Unternehmen zum assoziierten Unternehmen geworden ist, zum Buchwert.

In den Folgejahren wird der Wertansatz dieser assoziierten Unternehmen gemäß § 312 Abs. 4 HGB um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen, die den dem Mutterunternehmen gehörenden Anteil am Kapital der assoziierten Unternehmen entsprechen, erhöht bzw. vermindert. Auf die Beteiligung entfallende Gewinnausschüttungen werden abgesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Herstellungskosten der in Arbeit befindlichen Aufträge umfassen die Einzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Verwaltungsgemeinkosten. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt, soweit entsprechendes Vorratsvermögen vorhanden ist.

Entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen, die für den Produktionsprozess verwendet werden, werden mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips als Vorräte ausgewiesen. Unentgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums unter Berücksichtigung des vorsichtig geschätzten Zeitwertes als Vorräte aktiviert. Die Aktivierung dieser unentgeltlich erworbenen Emissionszertifikate zum Zeitwert erfolgt unter Beachtung des Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB erfolgsneutral durch die Bildung von Sonderposten für unentgeltlich erworbene CO 2 -Zertifikate in gleichlautender Höhe auf der Passivseite.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem jeweiligen Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Konkrete Ausfallrisiken werden durch die Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kredit- und Ausfallrisikos werden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,0 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand gebildet.

Für die Ermittlung von Forderungsabgrenzungen für noch nicht vorliegende Verbrauchsrechnungen werden zwei Methoden angewendet. Bei Vorliegen der wesentlichen Parameter wie Menge, Preis und Fixum wird aus diesen die abzugrenzende Forderung berechnet (Menge x Preis + Fixum). Soweit einzelne Parameter fehlen, erfolgt die Ermittlung der Forderung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kriterien wie Vorjahreswerten, klimatischen Gegebenheiten bzw. Referenzanlagen.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert.

Gemäß § 250 Abs. 1 HGB werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten für vor dem Abschlussstichtag getätigte Ausgaben gebildet, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Gemäß § 250 Abs. 3 HGB erfolgt der Ansatz von Disagio-Beträgen. Diese werden planmäßig über die voraussichtliche Laufzeit der Verbindlichkeit aufgelöst.

Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgt grundsätzlich zum Nennwert, im Rahmen der Erstkonsolidierung der G+E GETEC erfolgte eine Neubewertung der nicht beherrschenden Anteile zum Fair Value.

Die Bilanzgliederung wird gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Sonderposten für Investitions- und Baukostenzuschüsse und sonstige Zuschüsse" erweitert. Der Ansatz erfolgt in Höhe der Zuschüsse aus Fördermittelprogrammen und von Kunden für die Errichtung von Anlagen. Die Auflösung erfolgt planmäßig und linear über die planmäßige Nutzungsdauer der durch diese Zuschüsse mitfinanzierten Vermögensgegenstände.

Die Bilanzgliederung wird gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Sonderposten für unentgeltlich erworbene CO 2 -Zertifikate" erweitert. Unentgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums unter Berücksichtigung des vorsichtig geschätzten Zeitwertes als Vorräte aktiviert. Die Aktivierung dieser unentgeltlich erworbenen Emissionszertifikate zum Zeitwert erfolgt unter Beachtung des Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB erfolgsneutral durch die Bildung von Sonderposten für unentgeltlich erworbene CO 2 -Zertifikate in gleichlautender Höhe auf der Passivseite. Die Auflösung erfolgt analog zum Verbrauch der CO 2 -Zertifikate infolge der Freisetzung von Emissionen.

Der Ansatz der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mittels der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren). Dabei werden der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene 10-Jahres-Rechnungszins sowie die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" der Heubeck AG zugrunde gelegt. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Lohn- und Gehaltstrends, soweit diese Auswirkungen auf die zukünftigen Anwartschaften bzw. die Rentenentwicklung haben, mit 2,00 % sowie angemessene Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen wurden auf Grundlage der durchgeführten Steuerberechnungen für den Veranlagungszeitraum 2022 und Vorjahre ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und Verpflichtungen und wurden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Für die Ermittlung von Rückstellungen für noch nicht vorliegende Verbrauchsrechnungen werden zwei Methoden angewendet. Bei Vorliegen der wesentlichen Parameter wie Menge, Preis und Fixum wird aus diesen die Rückstellung berechnet (Menge x Preis + Fixum). Soweit einzelne Parameter fehlen, erfolgt die Ermittlung der Rückstellung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kriterien wie Vorjahreswerten, klimatischen Gegebenheiten bzw. Referenzanlagen.

Die Bildung der Rückstellungen für Leistungsprämien und Tantiemen erfolgt neben vertraglichen Regelungen nach sorgfältiger individueller Beurteilung durch die Geschäftsführung.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gemäß § 250 Abs. 2 HGB werden passive Rechnungsabgrenzungsposten für vor dem Abschlussstichtag getätigte Einnahmen gebildet, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für Ansatz- und Bewertungsabweichungen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz die zukünftig zu Steuerbe- und Steuerentlastungen führen und für Verlustvorträge bei in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden aktive und passive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB ermittelt. Für konsolidierungsbedingte Bewertungsunterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die in den folgenden Geschäftsjahren zu einer Steuerbe- und Steuerentlastung führen, werden aktive und passive latente Steuern gemäß § 306 HGB berechnet. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnungen berücksichtigt. Der Steuersatz wird anhand der standortbezogenen Rahmenbedingungen bestimmt. Er orientiert sich an dem Steuersatz, der derzeit für den voraussichtlichen Kompensationszeitpunkt der jeweiligen temporären Differenzen erwartet wird. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 und § 306 HGB saldiert ausgewiesen.

Unter den Umsatzerlösen wird die von Kunden vereinnahmte und abzuführende Energie- und Stromsteuer offen abgesetzt.

5 Angaben zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Kapitalkonsolidierung (Konzernabschluss) bzw. aus der Verschmelzung von Unternehmen beim aufnehmenden Unternehmen (Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften) und setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 01.01.2022 Zu-/Abgänge Abschreibungen Stand 31.12.2022
Gesellschaft/Konzern TEUR TEUR TEUR TEUR
Geschäfts- oder Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung 0 2.797.417 103.608 2.693.810
Übrige 0 2.789 506 2.283
Gesamtsumme 0 2.800.206 104.114 2.696.093

Die Geschäfts- oder Firmenwerte in den Jahresabschlüssen werden unter Berücksichtigung der erwarteten Nutzungsdauer linear über einen Zeitraum von 10 Jahren, die Geschäfts- oder Firmenwerte im Konzernabschluss werden linear über einen Zeitraum von 18 Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen

Zum 31.12.2022 bestehen folgende Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen:

Anteil am Kapital in % Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligen Kapital zum 31.12.2022
Gesellschaft Sitz EUR
inländische assoziierte Unternehmen
Borchers Biomassekraftwerk GmbH Borken 50,0 0,00 (Stand: 31.12.2021)
Magdeburger Bau- und Schulservice GmbH Magdeburg 40,0 0,00
Energie für Schleswig-Holstein GmbH Kiel 50,0 0,00
G+G Energy Services GmbH Berlin 49,0 0,00 (Stand: 31.12.2019)
ausländische assoziierte Unternehmen
KG Energp s.r.o. Prag/Tschechien 50,0 0,00
Industriefeuerwehr Regio Basel AG Muttenz/Schweiz 25,0 0,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55 0
Sonstige Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 6 0
61 0
davon gegen Gesellschafter 0 0

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Vorsteuererstattungsansprüche aus Leistungsbeziehungen in Höhe von TEUR 2.610, die gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 1 UStG erst mit Vorliegen der Rechnung entstehen.

Einzelheiten zu den Restlaufzeiten der einzelnen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (einschließlich Vorjahreswerte) sind dem nachfolgenden Forderungsspiegel zu entnehmen:

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 608.363 608.363 0 0
(0) (0) (0) (0)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 61 61 0 0
(0) (0) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 149.289 148.792 497 0
(0) (0) (0) (0)
757.713 757.216 497 0
(0) (0) (0) (0)

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen transitorische Posten. Diese betreffen hauptsächlich Pachtzahlungen, Versicherungsbeiträge sowie sonstige Beiträge, Vermittlungsprovisionen, Leasing-Sonderzahlungen, Aufwendungen aus Wartungs- bzw. Betriebsführungsverträgen, Sponsoringaufwendungen und Finanzierungskosten sowie Abschlussgebühren für Zeiträume nach dem Bilanzstichtag.

Im Geschäftsjahr wurden Disagio-Beträge in Höhe von TEUR 11.976 (Vj.: TEUR 0) abgegrenzt.

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt zum Stichtag TEUR 83.423 (Vj.: TEUR 7). Für folgende Beträge besteht gemäß § 253 Abs. 6 HGB und § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre:

31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte < 1 0
Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen 26 0
26 0

Die Entwicklung und Zusammensetzung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages sowie der einzelnen Posten des Eigenkapitals kann dem Konzerneigenkapitalspiegel entnommen werden.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Ansatz der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens mittels der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren). Dabei wird als Rechnungszins der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Dieser Rechnungszins, zum 31.12.2022 1,78 %, wird von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben. Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" der Heubeck AG zugrunde gelegt. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden Lohn- und Gehaltstrends, soweit diese Auswirkungen auf die zukünftigen Anwartschaften bzw. die Rentenentwicklung haben, mit 2,00 % sowie angemessene Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Bei einer Abzinsung der Rückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre würde sich ein um TEUR 26 höherer Ansatz für die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2022 ergeben.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt:

Stand 01.01.2022 Zuführungen einschließlich Änderungen des Konsolidierungskreises Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen 0 285.479 84.787 250 200.442
Personalrückstellungen 0 42.470 17.913 594 23.963
CO 2 -Zertifikate 0 15.015 1.712 0 13.303
Rückbaukosten 0 4.638 0 1.775 2.863
Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten 30 1.977 504 0 1.503
Prozesskostenrückstellungen 0 541 401 0 140
übrige 0 18.214 4.700 188 13.326
30 368.334 110.017 2.807 255.540

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Gesellschafterdarlehen nebst abgegrenzten Zinsen in Höhe von TEUR 3.202.422 (Vj.: TEUR 100).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus einer Anleihebegebung von institutionellen Anlegern in Höhe von TEUR 1.013.500 (Vj.: TEUR 0) aus der bestehenden Konzernfinanzierung im Rahmen eines Notes Purchase Agreement sowie Verbindlichkeiten aus Überzahlungen von Kunden.

Einzelheiten zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (einschließlich Vorjahreswerte) sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren gesicherte Beträge
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 758.492 21.075 202.490 534.927 758.492
(0) (0) (0) (0) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.490 14.490 0 0 0
(0) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 157.694 157.694 0 0 0
(2) (2) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.202.422 0 3.202.422 0 0
(100) (100) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.149.029 129.803 21.726 997.500 1.013.500
(0) (0) (0) (0) (0)
5.282.127 323.062 3.426.638 1.532.427 1.771.992
(102) (102) (0) (0) (0)

Die Sicherung der Verbindlichkeiten erfolgt durch Bürgschaften, Pfandrechte, Schuldbeitritte, Eigentumsvorbehalte, Forderungsabtretungen, Verpfändung von Gesellschaftsanteilen, Sicherungsübereignungen von technischen Anlagen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 26.902 (Vj.: TEUR 0) resultiert in Höhe von TEUR 8.830 aus Grundpreis-Vorauszahlungen von Kunden zur teilweisen Mitfinanzierung von gebauten Energieversorgungsanlagen, die über die bestehende Vertragslaufzeit der Contractingverträge linear und ertragswirksam aufgelöst werden. In Höhe von TEUR 7.692 ergibt sich der passive Rechnungsabgrenzungsposten aus der Bildung von Ausgleichsposten für die im Zusammenhang mit der Finanzierung von Contractinganlagen durch Fortfaitierung vereinnahmten Anlagenerlöse. Er wird linear über die jeweilige Vertragsdauer der Contractingverträge aufgelöst.

Passive latente Steuern

Der Bestand der passiven latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:

Latente Steuern bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften (Jahresabschlüsse; § 274 HGB) Differenz zw. Handels- und Steuerbilanz durchschnittlicher Steuersatz Steuerlatenz 31.12.2022 Steuerlatenz Vorjahr
TEUR % TEUR TEUR
Aktivlatenzen
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.115 27,8 310 0
technische Anlagen und Maschinen 7.676 20,5 1.573 0
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.133 20,1 228 0
Vorräte 4.441 28,6 1.270 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.310 24,0 314 0
aktive Rechnungsabgrenzungsposten 98 27,9 27 0
Zwischensumme Aktiva 15.774 23,6 3.723 0
Rückstellungen 17.925 23,8 4.269 0
sonstige Verbindlichkeiten 3.016 17,0 514 0
Zwischensumme Passiva 20.942 22,8 4.782 0
Zwischensumme Bilanz 36.716 23,2 8.505 0
Verlust- und Zinsvortrag (KSt) 2.559 22,5 576 0
Verlustvortrag (GewSt) 442 15,1 67 0
Zwischensumme Verlust- und Zinsvorträge 3.000 21,4 643 0
Summe Aktivlatenzen 39.716 23,0 9.148 0
Passivlatenzen
immaterielle Vermögensgegenstände -79 20,5 -16 0
technische Anlagen und Maschinen -9.394 20,7 - 1.945 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -202 20,6 -42 0
sonstige Vermögensgegenstände -20 20,0 -4 0
Zwischensumme Aktiva - 9.695 20,7 - 2.007 0
sonstige Verbindlichkeiten - 1.087 20,7 -224 0
Zwischensumme Passiva - 1.087 20,7 -224 0
Summe Passivlatenzen -10.782 20,7 -2.231 0
Gesamtsumme 28.934 23,9 6.917 0
Latente Steuern aus konsolidierungsbedingten Bewertungsunterschieden (Konzernabschluss; § 274 und § 306 HGB) Differenz zw. Handels- und Steuerbilanz Steuersatz Steuerlatenz 31.12.2022 Steuerlatenz Vorjahr
TEUR % TEUR TEUR
Aktivlatenzen
Immaterielle Vermögensgegenstände 170 30,0 51 0
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 196 30,0 59 0
technische Anlagen und Maschinen 263 30,0 79 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.556 30,0 467 0
Zwischensumme Aktiva 2.185 30,0 656 0
sonstige Rückstellungen 16 30,0 5 0
Zwischensumme Passiva 16 30,0 5 0
Summe Aktivlatenzen 2.201 30,0 661 0
Passivlatenzen
Immaterielle Vermögensgegenstände - 1.325.902 29,4 - 389.984 0
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 2.268 30,9 -701 0
technische Anlagen und Maschinen -17.319 31,2 -5.412 0
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -1.092 30,0 -328 0
Zwischensumme Aktiva -1.346.581 29,4 - 396.425 0
sonstige Rückstellungen -3.323 31,6 - 1.049 0
Zwischensumme Passiva - 3.323 31,6 - 1.049 0
Summe Passivlatenzen - 1.349.904 29,4 - 397.474 0
Gesamtsumme - 1.347.702 29,4 - 396.813 0
Steuerlatenz 31.12.2022 Steuerlatenz Vorjahr
Zusammenfassung latenter Steuern TEUR TEUR
Latente Steuern bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften (Jahresabschlüsse; § 274 HGB) 6.917 0
Latente Steuern aus konsolidierungsbedingten Bewertungsunterschieden (Konzernabschluss; § 274 und § 306 HGB) -396.813 0
Summe latenter Steuern - 389.897 0

6 Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen wird die von den Kunden vereinnahmte und abzuführende Energie- und Stromsteuer offen abgesetzt. Es ist zu berücksichtigen, dass das operative Geschäft der G+E GETEC zum 01.05.2022 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) übernommen wurde und die Umsatzerlöse, wie auch alle anderen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, bezogen auf das operative Geschäft der G+E GETEC nur den Zeitraum vom 01.05.2022 bis zum 31.12.2022 umfassen.

31.12.2022 Vorjahr
Umsatzerlöse TEUR TEUR
Umsatzerlöse 875.674 0
abzgl./zzgl. vereinnahmte und abzuführende Stromsteuer und Energiesteuer/ Rückerstattungen - 7.348 0
868.326 0

Gegliedert nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Umsatzstruktur:

31.12.2022 Vorjahr
Umsatzerlöse TEUR TEUR
Contracting 727.846 0
Energie 78.246 0
Serviceleistungen 39.751 0
Anlagenbau 10.048 0
übrige 12.435 0
868.326 0

Die geographische Aufteilung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

31.12.2022 Vorjahr
Umsatzerlöse TEUR TEUR
Umsatzerlöse im Inland 454.336 0
Umsatzerlöse in den übrigen Ländern der EU 311.131 0
Umsatzerlöse im Drittland 102.859 0
868.326 0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.178 (Vj.: TEUR O).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 478 (Vj.: TEUR 0).

Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 7 (Vj.: TEUR 0).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 3 (Vj.: TEUR 0).

7 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsrisiken wird ein derivatives Finanzinstrument (Zinsswap) eingesetzt. Da das Grund- und Sicherungsgeschäft, bei denen sich Chancen und Risiken aus Wertveränderungen ausgleichen, zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden, erfolgt keine Bilanzierung des abgesicherten Risikos.

Der positive Marktwert des derivativen Finanzinstruments beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 40.196. Im Zusammenhang mit der Bildung der Bewertungseinheit und der Erfüllung des "Critical Terms Match" war zum Stichtag keine Drohverlustrückstellung zu erfassen.

Abnahmeverträge

Gegenüber Kooperationspartnern wurden Abnahmeverpflichtungen in einem festgelegten Umfang bzw. zu einem festgelegten Mindestpreis erklärt.

Vertrag Vertragslaufzeit maximale Abnahmeverpflichtung kwh
Biomethanabnahmevertrag analog Kreditvertrag (Vertragspartner) 50.000.000
Grüngasübernahmevertrag unbefristet 26.000.000
Biomethanabnahmevertrag analog Kreditvertrag (Vertragspartner) 50.000.000
Biomethanabnahmevertrag analog Kreditvertrag (Vertragspartner) 50.000.000

Die vereinbarten Mindestabnahmemengen werden derzeit vollumfänglich von den jeweiligen Vertragspartnern abgenommen. Risiken aus einer alternativen Abnahme der Brennstoffe bzw. aus Zahlungsverpflichtungen für nicht abgenommene Mengen bestehen derzeit nicht.

Eintrittserklärungen

Im Zusammenhang mit einem durch KfW-Mittel geförderten Netzausbau durch ein Tochterunternehmen als Netzbetreiber, wurde aufgrund der Förderbedingungen der Schuldbeitritt in zwei Kreditverträge in Höhe von jeweils TEUR 587 zugunsten des Netzeigentümers und Fördermittelempfängers erklärt. Der Restbestand der Kredite beträgt zum 31.12.2022 jeweils TEUR 255.

Risiken aus der Inanspruchnahme bestehen derzeit nicht, da alle Verpflichtungen aus den zugrundeliegenden Verträgen vollumfänglich erfüllt werden und derzeit keine Anhaltspunkte bestehen, dass dies in Zukunft nicht so sein wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Miet-, Pacht-, Leasingverträge und ähnliche Verpflichtungen

Aus bestehenden Verträgen ergeben sich folgende finanzielle Verpflichtungen:

finanzielle Verpflichtung Vorjahr
Vertragsart TEUR TEUR
Miet-, Pacht- und Gestattungsverträge für Büro-, Lager- und andere Flächen 14.170 0
Kfz- und sonstige Leasingverträge 3.101 0
Gebäude- und Raummieten für eigene Energieerzeugungsanlagen 42.022 0

8 Sonstige Angaben

Arbeitnehmerzahl

Einzelheiten zu den im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmern sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

2022 2021
Beschäftigte 1.583 0
Führungskräfte 126 0
Gesamt 1.709 0

Der Durchschnitt wird auf der Grundlage der zum 31.03.2022, 30.06.2022, 30.09.2022 und 31.12.2022 beschäftigten Mitarbeiter ermittelt. Die zum 31.03.2022 beschäftigten Mitarbeiter der G + E GETEC Holding GmbH einschließlich ihrer Tochter- und Enkelgesellschaften bleiben in dieser Berechnung unberücksichtigt, da die erstmalige Konsolidierung der G + E GETEC Holding GmbH einschließlich ihrer Tochter- und Enkelgesellschaften erst zum 01.05.2022 erfolgt.

Angaben zu Organmitgliedern des Mutterunternehmens

Hauptberufliche Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 sind (einschließlich der Veränderungen im Geschäftsjahr 2023 bis zum Aufstellungszeitpunkt):

Name Vorname Beruf ab/bis
Wagner (Vorsitzender der Geschäftsführung) Thomas CEO ab 30.09.2022 bis 31.12.2022
Laubheimer Heiko CFO ab 30.09.2022 bis 08.05.2023
Hirschel Boris Hellmuth Hermann Geschäftsführer bis 30.06.2023
Houbert Patrick Geschäftsführer
Aziar Mohammed Geschäftsführer ab 25.02.2022 bis 15.05.2023
Filipiak Tomasz Patryk Geschäftsführer bis 25.02.2022
Graf (Vorsitzender der Geschäftsführung) Pierre-Alain Group CEO ab 13.03.2023
Hauck Markus Group CFO ab 15.05.2023

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB betrugen im Geschäftsjahr EUR 1.972.910,00.

Mitglieder des Beirats im Geschäftsjahr 2022 sind (einschließlich der Veränderungen im Geschäftsjahr 2023 bis zum Aufstellungszeitpunkt):

Name Vorname Beruf ab/bis
Berner (Vorsitzende des Beirats) Anne Vorstand ab 01.05.2022
Villis Hans-Peter Aufsichtsrat ab 01.05.2022
Woste Ewald Unternehmensberater ab 01.05.2022
Dr. Pais Correia Luis Senior Operating Partner ab 01.05.2022
Dr. Yu Dahai Operating Partner ab 01.05.2022
Francis Ben Executive Director ab 01.05.2022
Wagner Thomas Berater ab 01.01.2023 bis 31.05.2023
Abad Marturet Javier Investmentmanager ab 01.07.2023

Die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Beirates für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betragen im Geschäftsjahr 2022 EUR 520.214,36.

Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist nach Maßgabe des DRS 21 aufgestellt worden. Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten".

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 setzt sich aus den nachfolgenden Bestandteilen zusammen:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 1.448
andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 0
1.448

Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung hat vorgeschlagen, das Jahresergebnis der Golf Investment Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Im August 2023 wurde verkündet, dass GETEC den Life-Science-Park Rheintal in Stein, Schweiz, von Novartis bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 übernehmen und diesen langfristig betreiben und weiterentwickeln wird. Die Übernahme beinhaltet neben den infrastrukturbezogenen Vermögenswerten auch die Dienstleistungen insbesondere in den Bereichen Gebäudemanagement, Energieversorgung, Engineering, Wartung, Logistik sowie umweltgerechte Abwasserreinigung und Abfallentsorgung.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Magdeburg, 29.12.2023

gez. Pierre-Alain Graf, Vorsitzender der Geschäftsführung & Group CEO

gez. Markus Hauck, Geschäftsführer & Group CFO

Konzernanlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Änderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 594.472,42 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 33.170.370,82 1.459.799.382,68 5.467,39
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 2.800.250.582,77 48.750,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 235.921,00 57.097,40 0,00
0,00 34.000.764,24 4.260.107.062,85 54.217,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 506.468.808,07 11.785.458,05 4.739.163,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.191.535.914,03 101.700.018,09 21.088.747,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 62.410.175,27 2.334.068,78 5.455.491,49
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 0,00 211.812.987,52 100.297.912,90 9.172.562,05
0,00 1.972.227.884,89 216.117.457,82 40.455.965,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 12.750,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 2.803.805,85 304.488,95 844.926,18
3. Beteiligungen 0,00 40.163,66 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 0,00 940,00 0,00 0,00
0,00 2.844.909,51 317.238,95 844.926,18
0,00 2.009.073.558,64 4.476.541.759,62 41.355.108,91
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Umbuchungen Korrekturen aus Währungsumrechnung Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 575.721,01 0,00 1.170.193,43
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -488.103,95 28.712,48 1.492.504.894,64
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 2.800.201.832,77
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 293.018,40
87.617,06 28.712,48 4.294.169.939,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 853.026,69 15.935.916,01 530.304.045,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.963.004,12 5.488.726,85 1.304.598.915,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.452,72 1.167.507,61 60.609.712,89
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau -28.057.100,59 1.806.904,72 276.688.142,50
-87.617,06 24.399.055,19 2.172.200.815,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 12.750,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 2.263.368,62
3. Beteiligungen 0,00 1.554,92 41.718,58
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 0,00 0,00 940,00
0,00 1.554,92 2.318.777,20
0,00 24.429.322,59 6.468.689.531,94
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Änderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 594.466,42 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 19.617.626,03 133.838.381,59 383,39
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 104.113.849,81 4.604,17
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 20.212.092,45 237.952.231,40 4.987,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 437.554.889,08 2.267.191,70 4.739.338,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 749.188.917,06 52.206.650,97 19.035.486,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 53.224.376,85 1.399.794,96 5.419.030,18
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 1.239.968.182,99 55.873.637,63 29.193.855,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 976,64 0,00 0,00
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 976,64 0,00 0,00
0,00 1.260.181.252,08 293.825.869,03 29.198.843,34
Abschreibungen
Umbuchungen Korrekturen aus Währungsumrechnung Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 575.721,01 0,00 1.170.187,43
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -575.721,01 5.867,11 152.885.770,33
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 104.109.245,64
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 5.867,11 258.165.203,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 211.700,36 15.357.710,76 450.652.153,42
2. Technische Anlagen und Maschinen -230.052,54 10.005.703,93 792.135.732,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.352,18 1.054.201,10 50.277.694,91
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 26.417.615,79 1.293.065.580,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 37,88 1.014,52
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 0,00 0,00 0,00
0,00 37,88 1.014,52
0,00 26.423.520,78 1.551.231.798,75
Buchwert
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.339.619.124,31 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.696.092.587,13 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 293.018,40 0,00
4.036.004.735,84 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.651.891,58 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 512.463.182,61 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.332.017,98 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 276.688.142,50 0,00
879.135.234,67 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.750,00 0,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 2.263.368,62 0,00
3. Beteiligungen 40.704,06 0,00
4. Genossenschaftsanteile zum langfristigen Verbleib 940,00 0,00
2.317.762,68 0,00
4.917.457.733,19 0,00

Konzernkapitalflussrechnung

2022 2021
TEUR TEUR
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -313.335 -32
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 293.826 0
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 42.444 30
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 3.882 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -66.925 0
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 38.649 2
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 576 0
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 124.417 0
- Sonstige Beteiligungserträge -304 0
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag -35.944 0
-/+ Ertragsteuerzahlungen -9.834 0
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 77.451 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 54 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -6.970 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 10.578 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -200.426 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -13 0
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 50 0
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -3.616.613 25
- Auszahlungen für den Erwerb von Minderheitsanteilen voll konsolidierter Gesellschaften -200 0
+ Erhaltene Zinsen 2.078 0
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.811.462 25
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 185.030 0
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 1.016 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Darlehen von Gesellschafter des Mutterunternehmens 3.179.587 100
- Auszahlungen aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -26.900 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 876.734 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -311.051 0
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 11.797 0
- Gezahlte Zinsen -66.202 0
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -32 0
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.849.978 100
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 115.967 125
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 125 0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 116.092 125

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Gewinnrücklagen Summe
gesetzliche Rücklage Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung / -herabsetzung 25.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Umgliederung in den Aktivposten »Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag« 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2021 25.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung / -herabsetzung 0,00 185.129.633,18 0,00 0,00 185.129.633,18
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 15.398,38 15.398,38 15.398,38
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0.00 0,00 0,00 0,00 0.00
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Umgliederung in den Aktivposten »Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag« 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 25.000,00 185.129.633,18 15.398,38 15.398,38 185.145.031,56
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis, soweit durch Eigenkapital gedeckt Nicht durch Eigenkapital gedeckter Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung / -herabsetzung 0,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 0,00 -25.000,00 -6.676,16 -31.676,16
Umgliederung in den Aktivposten »Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag« 0,00 0,00 0,00 6.676,16 6.676,16
Stand am 31.12.2021 0,00 0,00 -25.000,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 -31.676,16 25.000,00 6.676,16 0,00
Kapitalerhöhung / -herabsetzung 0,00 0,00 0,00 0,00 185.129.633,18
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 -15.398,38 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 2.126.732,11 0,00 0,00 0,00 2.126.732,11
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0.00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 0,00 -230.581.004,66 -83.423.165,74 -314.004.170,40
Umgliederung in den Aktivposten »Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag« 0,00 0,00 0,00 83.416.489,58 83.416.489,58
Stand am 31.12.2022 2.126.732,11 -47.074,54 -230.581.004,66 0,00 -43.331.315,53
nicht beherrschende Anteile
Konzerneigenkapital Summe
nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung / -herabsetzung 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 0,00 0,00 -31.676,16
Umgliederung in den Aktivposten »Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag« 0,00 0,00 0,00 6.676,16
Stand am 31.12.2021 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung / -herabsetzung 0,00 0,00 0,00 185.129.633,18
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung -32.322,52 0,00 -32.322,52 -32.322,52
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 2.126.732,11
Änderung des Konsolidierungskreises 42.694.605,38 0,00 42.694.605,38 42.694.605,38
Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 669.032,67 669.032,67 -313.335.137,73
Umgliederung in den Aktivposten »Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag« 0,00 0,00 0,00 83.416.489,58
Stand am 31.12.2022 42.662.282,86 669.032,67 43.331.315,53 0,00

KONZERNLAGEBERICHT

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Die Golf Investment Holding GmbH, Magdeburg, (GETEC) war zum 31.12.2022 die Muttergesellschaft im Konzern der GETEC Group und eine Tochtergesellschaft der IIF Int'l Alisa S.à r.l. (Gesellschaft nach luxemburgischen Recht), mit Sitz in Luxemburg, die die Mehrheit am Stammkapital der Gesellschaft hält. Die weiteren Anteile wurden zum Stichtag durch die Golf Alpha GmbH & Co. KG gehalten. Die Golf Investment Holding GmbH hält zum 31.12.2022 100 % direkte Anteile an der Golf TopCo GmbH, dem Mutterunternehmen des Teilkonzerns GETEC TopCo.

Die Ausrichtung und Steuerung der GETEC Group sowie die Erbringung von zentralen Dienstleistungen für Konzernunternehmen erfolgt durch die 2022 erworbene G+E GETEC Holding GmbH und diese wirkt somit unmittelbar auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns. Die mittel- und langfristige Strategie für die Entwicklung der GETEC Group berücksichtigt neben der Ausweitung des Bestandsgeschäftes und Neukundengewinnung auch den Erwerb von Unternehmen und Mitbewerbern. Die Integration erworbener Unternehmen wird maßgeblich durch die Zentralbereiche begleitet und umgesetzt. Hiermit wird das Ziel einer einheitlich zielgerichtet agierenden Unternehmensgruppe mit einer Corporate Identity mit einem Marktauftritt als GETEC unterstützt.

Die operativen Geschäftsaktivitäten und Tochter- sowie Beteiligungsgesellschaften der GETEC Group werden im Geschäftsjahr in den zwei Segmenten Industrie und Immobilienwirtschaft abgebildet.

Die GETEC Group bietet bundesweit und im nahen europäischen Ausland umfassende Dienstleistungen und Produkte in der gesamten Breite des Energiemarktes an. Die Unternehmensgruppe beschäftigt zum Bilanzstichtag mehr als 2.300 Mitarbeiter (Vj.: 0 Mitarbeiter) und zählt nach eigenen Analysen in ihren Kerngeschäftsfeldern zu den Marktführern in Deutschland.

Die GETEC Group ist insbesondere im Bereich der Energieversorgung tätig und bietet folgende Produkte und Dienstleistungen:

Entwicklung und Durchführung von Contracting-Modellen für die Energieversorgung (z.B. Wärme, Dampf, Kälte, Strom, Druckluft) und Industriegasversorgung

 

Dabei werden drei Formen angeboten:

Finanzierungs- und Betreibercontracting

Liefercontracting

Energieeinsparcontracting

Anlagenbau in den Bereichen

Versorgungs-/ Gebäudetechnik

Wärme- und Kältetechnik

Umwelttechnik

Verfahrenstechnik

Projektentwicklung / technische Anlagenplanung / Gutachten / Energiestudien

Betreiben von Multi-Client Sites

Im Mittelpunkt der Unternehmenstätigkeit steht die Entwicklung, Planung, Errichtung, Finanzierung und der Betrieb von Energieerzeugungs- und Energieverteilungsanlagen, z.B. durch Blockheizkraftwerke (BHKW), Heizzentralen, Dampferzeugeranlagen sowie Anlagen im Bereich der Kälteversorgung (Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung) und Industriegasversorgung.

Je nach Kundenanforderung sichert die GETEC Group dieses Leistungsspektrum als Entwickler, Planer, technischer Generalunternehmer oder als Contractor ab. Zu den Kunden gehören Unternehmen der Wohnungswirtschaft, Kommunen, Länderverwaltungen, Industriebetriebe, Institutionen im Gesundheits- und Sozialbereich sowie private Investoren.

Die GETEC Group betreibt zum Bilanzstichtag ca. 12.000 (Vj.: ca. 11.800) Heizzentralen, Heizwerke, Kälteanlagen, BHKW-Anlagen und sonstige gebäude-technische Anlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 6,1 GW (Vj.: 5,4 GW) thermisch im gesamten Bundesgebiet und international und verfügt als Contractor über langjährige Erfahrungen.

Die Anlagen werden, den Prozessen nach ISO-9001:2015 Standard entsprechend, nach neuestem Stand der Technik effizient und umweltfreundlich geplant, errichtet und betrieben.

1.2 Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

GETEC hat im Jahr 2022 die Strategie mit klarem Fokus auf das Kerngeschäft "asset-backed energy services" mit einem konsequent ausgerichteten Beteiligungsportfolio umgesetzt. Im Jahr 2022 gab es wesentliche Veränderungen in der Konzernstruktur aus der Einbringung des Teilkonzerns G+E GETEC durch den Kauf der Teilkonzernmutter G+E GETEC Holding GmbH, Magdeburg.

Zum 12.04.2022 wurde die G+E GETEC Holding GmbH mit allen Tochter- und Enkelgesellschaften erworben. Durch die Übernahme dieser Unternehmensgruppe hat sich die bisherige Konzernstruktur derart wesentlich geändert, dass Vorjahreswerte nicht vergleichbar sind. Die Gesellschaften werden ab dem 01.05.2022 voll konsolidiert und als Teilkonzern G+E GETEC dargestellt. Unternehmensgegenstand der G+E GETEC Holding GmbH ist das Halten, die Verwaltung und die Finanzierung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften im In- und Ausland gleich welcher Rechtsform, sowie die Erbringung von Dienstleistungen. Unternehmensgegenstand der Tochter- und Enkelgesellschaften ist die Entwicklung, die Planung, der Neubau, die Errichtung, der Betrieb, die Überwachung und die Unterhaltung, die Bedienung, die Reparatur, die Wartung und die Instandhaltung von Energieerzeugungs-, Feuerungs- und Energieverteilungsanlagen sowie von gebäudetechnischen Systemen und gebäudetechnischen Komponenten, die Übernahme der Energieversorgung für eigene und Liegenschaften Dritter, der Vertrieb und die Montage von Komponenten der Öl- und Gasversorgung, die Planung, die Ausführung, der Service von kompletten Energieerzeugungsanlagen/Feuerungsanlagen einschließlich der Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen für industrietechnische Anlagen, der Handel mit Erdgas, Biogas, Strom und weiteren Energieträgern im In- und Ausland, die Versorgung von Letztverbrauchern mit Strom, Gas und weiteren Energieträgern sowie die Erbringung von Energiedienstleistungen, wie die Beschaffung von Festbrennstoffen, energiewirtschaftlichem Consulting, übergreifendem Monitoring/Optimierung und der Direktvermarktung von Strom.

1.3 Forschung und Entwicklung

Als Energieversorger ist sich GETEC ihrer besonderen Verantwortung für Klima und Umwelt bewusst. Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Wiederverwertung sind von besonderer Bedeutung. Das Klimaschutzgesetz vom 31.08.2021 mit Maßnahmen zur Emissionsreduzierung in der Industrie (- 25 %) und dem Gebäudesektor (-40 %) und daraus resultierenden Gesetzesinitiativen werden zu wesentlichen Auswirkungen führen. GETEC nutzt diese Anforderungen als Chance und legt in der Entwicklungsarbeit die Schwerpunkte auf die Nutzung erneuerbarer Energien, Abwärmenutzung sowie dezentrale Versorgungskonzeptionen insbesondere für komplexe Liegenschaften und Energieeffizienz als zentrales Charakteristikum aller Leistungen. GETEC strebt eine nachhaltige und für den Kunden wirtschaftliche Energieversorgung an.

1.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der GETEC Group dienen als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren die Betriebsleistung (definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen), das Rohergebnis (Betriebsleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand) und das Consolidated EBITDA. Hierbei handelt es sich um das EBITDA, welches um nicht operative und/oder einmalige Sondereffekte, Annualisierungen sowie EBITDA Beiträge durch neue Anlagen und Anlagen im Bau bereinigt wird. Wir verweisen hinsichtlich der Entwicklung dieser Leistungsindikatoren auf den Abschnitt Ertragslage.

Bedeutsame nicht finanzielle Leistungsindikatoren bestehen nicht.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 lag das Wirtschaftswachstum der Europäischen Union bei 3,5 %. Die Inflationsrate der EU von 9,2 % war der höchste je gemessene Wert. Der Anstieg wurde stark getrieben von den gestiegenen Kosten für Energie.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 von den Folgen des Krieges in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag das preisbereinigte BIP im Jahr 2022 dennoch um 1,9 % über dem Vorjahreswert. Das BIP des Jahres 2022 liegt somit um 0,7 % über dem BIP des Jahres 2019 und somit erstmals über dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie.

Im vergangenen Jahr wuchs das italienische BIP um 3,7 %, nachdem es sich bis 2021 bereits von den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt hatte. Dies wurde verursacht durch Verbesserungen des Gesundheitswesens, die zur Abschaffung aller Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie geführt haben, sowie die Erholung der Tourismus- und Erholungsdienstleistungsbranche und des Verkehrssektors. Die positive Entwicklung der Bautätigkeit wurde durch steuerliche Anreize für die Modernisierung und Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudebestands gefördert. In der zweiten Jahreshälfte 2022 verlangsamte sich das BIP-Wachstum aufgrund der internationalen Spannungen und Unsicherheiten, die durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energierohstoffpreise sowie den Beginn einer sich ändernden Geld- und Zinspolitik verursacht wurden.

Die niederländische Wirtschaft ist im Jahr 2022 mit 4,5 % deutlich gewachsen. Trotz der sehr hohen Inflation von 11,6 % blieben die Verbraucherausgaben stark, und das Konsumwachstum erreichte 6,5 %. Dies ist vor allem auf ein robustes Beschäftigungswachstum, einen Anstieg der Löhne und umfangreiche Maßnahmen der Regierung zur Unterstützung der Kaufkraft der Haushalte zurückzuführen. Auch die Auslandsnachfrage blieb im Jahr 2022 mit einem niederländischen Exportwachstum von 4,7 % stark.

Das saison- und Sportevent-bereinigte BIP der Schweiz wuchs im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 %, nach einer Steigerung um 3,9 % im Jahr 2021. Hierbei setzte sich einerseits die Erholung von der Corona-Krise fort, außerdem entspannte sich die Lage bei den globalen Lieferketten zunehmend. Andererseits sah sich die Schweizer Wirtschaft, wie auch die Nachbarländer, mit neuen Herausforderungen aus der angespannten Energielage im Zuge des Krieges in der Ukraine konfrontiert.

Die durchschnittliche Jahresteuerung gemäß dem Landesindex der Konsumentenpreis (LIK) betrug in der Schweiz gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat + 2.8 %. Dieser Anstieg ist insbesondere auf höhere Preise für Erdölprodukte, Gas und Automobile sowie auf höhere Wohnungsmieten zurückzuführen. Demgegenüber sind die Preise für Kombi-Angebote wie Fest- und Mobilnetz und Medikamente gesunken. Die Preise der einheimischen Produkte haben sich insgesamt um 1,6 % erhöht, während jene der Importgüter um 6,7 % gestiegen sind. 2021 hatte die durchschnittliche Jahresteuerung bei +0,6 % gelegen, 2020 bei -0,7 %.

In Folge des Krieges in der Ukraine kam es in Deutschland zu historisch hohen Jahresteuerungsraten. Die Verbraucherpreise sind im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber dem Vorjahr um 7,9 % gestiegen. Diese Inflationsrate konnte nicht vollständig durch Entlastungsmaßnahmen wie beispielsweise dem 9-Euro-Ticket, dem Tankrabatt, dem Wegfall der EEG-Umlage oder der Senkung der Umsatzsteuer auf Gas- und Fernwärme sowie die einmalige Übernahme der Gas- und Wärmerechnung für den Monat Dezember kompensiert werden. Insbesondere Energieprodukte verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 34,7 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise selbst hätte die Inflation des Jahres 2022 nur bei 4,9 % gelegen.

Im Jahr 2022 erreichte die Verbraucherpreisinflation in Italien den höchsten Stand seit Mitte der 1980er Jahre. Sie erreichte im Jahresdurchschnitt 8,7 % und übertraf in den letzten drei Monaten 12 %. Am auffälligsten waren die Preissteigerungen bei Strom (110 %) und Gas (69 %). Die Regierung hat eine Senkung der Verbrauchssteuern auf Kraftstoffe und Gas eingeführt. Außerdem hat sie alle Kosten, die die italienische Bevölkerung zur Finanzierung von Maßnahmen im öffentlichen Interesse zahlt, aus den Strom- und Gasrechnungen gestrichen und den "Bonus Sociale" zur Unterstützung unterprivilegierter Familien über einen ausgeweiteten Zeitraum verlängert.

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich in einem schwierigen Umfeld weiterhin robust gezeigt. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % an und erreichte damit einen neuen Höchststand.

2.1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.2.1 Entwicklung von Energieverbräuchen und -handelspreisen

Über alle Energieträger hinweg zeigte sich das Marktgeschehen im Jahr 2022 sehr volatil. Die Gründe hierfür sind vielfältig und im Folgenden bezogen auf die jeweiligen Energieträger erläutert.

Erdgas | Der Gasmarkt hatte im Jahr 2022 ein Jahr wie es zuvor nie registriert wurde. Obwohl die Temperaturen im ersten Quartal 2022 erneut überdurchschnittlich warm waren, führte eine aufgrund der Übergangstechnologie steigende Gasnachfrage dazu, dass die Füllstände der Gasspeicher in Deutschland den niedrigsten Stand seit 2018 und damit den zweittiefsten Stand seit mehr als 10 Jahren erreicht hatten. Tiefe Speicherstände und massives Ausspeicherverhalten ließen zusammen mit wieder erstarkender Nachfrage die Gaspreise auf historische Höchststände steigen. Die Notwendigkeit zum Stromexport nach Frankreich, während dort Atomkraftwerke stillstanden, führte dennoch dazu, dass zum Jahresanfang immer mehr Gas in der Stromerzeugung genutzt wurde, was die Preisbildung noch verschärfte.

Mit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine am 24.02.2022 war der Gasmarkt geprägt von starker Unsicherheit. Bereits am 08.03.2022 erreichte der Spotpreis am THE-Hub die 220,00 EUR/MWh-Marke. 10 Tage später entspannte sich der Markt etwas und der Preis fiel wieder unter 100,00 EUR/MWh. Parallel leerte der anhaltende Verbrauch die Gasspeicher weiter, bis sie am 18.03.2022 auf ihren Tiefstand von 24 % fielen. Am 25.03.2022 beschloss der Bundestag einen Gesetzentwurf zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes bezüglich der Füllstandregeln für Gasspeicheranlagen in Deutschland. Damit wurde auch ein Mechanismus beschlossen, der in den Sommermonaten - unabhängig vom Preisniveau - eine gleichbleibende Gasnachfrage am Markt nach sich zog.

Fünf Sanktionspakete der EU und entsprechende Gegenmaßnahmen von der russischen Seite hielten in der Folge die Preise am Markt volatil aber in Tendenz fallend. Als Anfang Juni die Situation am Gasmarkt erneut eskalierte, verhängte die EU am 03.06.2022 ihr sechstes Sanktionspaket. Dieses beinhaltete unter anderem ein Verbot der Einfuhr von Rohöl und raffinierten Erdölerzeugnissen aus Russland und den Ausschluss von drei weiteren russischen Banken sowie einer belarussischen Bank vom SWIFT- System. Infolgedessen drosselte Gazprom die Gaslieferungen durch Nord-Stream-1 um 60 %, was eine Preisentwicklung auf zum Rekordzeitpunkt 319,565 EUR/MWh nach sich zog, gestützt von begrenzter Versorgung trotz großer Einspeichernachfrage. Die hohen Gaspreise brachten Deutschlands größten Gasimporteur UNIPER in eine derartige Schieflage, dass das Unternehmen am 21.09.2022 verstaatlicht werden musste.

Die hohen erzielbaren Preise führten parallel zu vermehrten LNG-Transporten nach Europa. Ende September wurde langsam deutlich, dass die Gasspeicher noch vor Wintereinbruch ausreichend gefüllt sein würden. Der Gasmarkt entspannte sich daraufhin, in der letzten Oktoberwoche sanken die Spotpreise sogar wieder unter 40,00 EUR/MWh, bedingt durch den Stopp der Einspeicherungen aufgrund vollständig gefüllter Gasspeicher.

Anfang Dezember gab es einen Kälteeinbruch und die Speicher leerten sich wieder. Binnen weniger Tage erreichten die Preise in Deutschland wieder fast die 150,00 EUR/MWh-Marke. Schwankende Wetterprognosen führten aber schließlich erneut zu einer signifikanten Preiskorrektur und das Jahr 2022 schloss mit einem Gaspreis von 63,82 EUR/MWh.

Der niederländische Erdgasverbrauch war im Jahr 2022 auf niedrigstem Niveau seit 50 Jahren. Im Vergleich zu 2021 ist der Erdgasverbrauch um ein Viertel zurückgegangen. Der Gesamtverbrauch lag bei 31 Milliarden Kubikmetern, dem niedrigsten Stand seit 1972. Große Industrieunternehmen, die normalerweise einen hohen Erdgasverbrauch haben, verbrauchten 2022 mehr als ein Viertel weniger als im Vorjahr. Am stärksten war dieser Rückgang bei Unternehmen der Erdöl- und Chemieindustrie. Kraftwerke verbrauchten 12 % weniger Erdgas. Ende 2022 waren die Gasreserven in den Niederlanden um 122 % größer als Ende 2021. Drei Viertel der Speicher waren gefüllt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass weniger Erdgas verbraucht und mehr Gas importiert wurde.

Die große energetische Abhängigkeit der Schweiz beträgt im fossilen Bereich fast 100 %. Die Schweiz besitzt größere Heizöl- und Treibstoffvorräte. Diese könnten im Bedarfsfall mehr als drei Monate des inländischen Bedarfes abdecken. Beim Erdgas sind in der Schweiz selbst keine Gasspeicher vorhanden. Die Erdgasspeicher befinden sich im nahen Ausland und sind nicht im Besitz der Schweiz.

Biomethan | Der positive Preistrend bei Biomethan setzte sich im Jahr 2022 fort. Neben der Forderung aus der im Jahr 2021 von der Bundesregierung umgesetzten EU-Richtlinie zur Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung nach einer REDcert-Zertifizierung bekam der Energieträger mit der Novellierung der Nachhaltigkeitsverordnung weiteren Schub. Der Preis für EEG-fähiges Biomethan hat sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt, die Verfügbarkeit (Liquidität) blieb aber sehr begrenzt.

Braunkohlestaub | Zur Reduzierung des Gasverbrauchs im Stromsektor im Fall einer drohenden Gasmangellage haben Bundestag und Bundesrat am 08.07.2022 das Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz beschlossen. Für Braunkohleanlagen ist diese Neuregelung zum 30.09.2022 in Kraft getreten und gilt zeitlich begrenzt bis zum 31.03.2024. Zeitgleich wurde zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, dem nordrhein-westfälischen Landesministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und der RWE AG der vorzeitige Kohleausstieg im rheinischen Revier für 2030 festgelegt. Der Weiterbetrieb der Kohlekraftwerke und immer größere Engpässe in der Logistik ließen die Preise auf ein historisches Maximum von über 300 EUR/t steigen.

Biomasse | Im Laufe des Jahres kam es aufgrund der Energiekrise auch zu einem sehr starken Preisanstieg für Biomassesortimente. Das Angebot an Landschaftspflegeholz und Waldhackschnitzeln hat sich im Verlauf des zweiten Halbjahres 2022 deutlich verschlechtert, sodass es im Laufe des Jahres an mehreren Biomasseheizkraftwerken zu Brennstoffknappheit kam. Dadurch wurde vielfach der Einsatz von Industrieholz oder Grünschnitt als Ersatz für die an den Standorten klassisch eingesetzten Sortimente notwendig. Die Preise für Waldhackschnitzel und Landschaftspflegeholz sind zur Jahresmitte massiv angestiegen. Zeitgleich profitierten die Betreiber von Biomasse-(Heiz-)Kraftwerken von den hohen Strompreisen, durch die steigende Rohstoffpreise in vielen Fällen kompensiert werden konnten. Da die Marktteilnehmer zum Ende des Jahres mit einer weiteren Verknappung an Biomassesortimenten rechneten, versuchten die meisten Kraftwerksbetreiber möglichst viel Material einzulagern.

Die Einführung der Strompreisbremse und die geplante Abschöpfung von Übergewinnen sorgten im vierten Quartal 2022 für breite Verunsicherung bei den Akteuren der Energiewirtschaft. Das Aufkommen an Schadholz im Jahr 2022, das in den Vorjahren zu großen Teilen stofflich und thermisch verwertet wurde, hat sich im Vergleich zu 2021 um ca. 17 % verringert.

Fernwärme | Der Preis für Fernwärme setzt sich aus dem Grund- und Arbeitspreis zusammen. Von den Gesamtkosten entfallen ca. 20,0 % auf den fixen Grundpreis und ca. 80,0 % auf den variablen Arbeitspreis. Der verbrauchsunabhängige Grundpreis ist abhängig vom Anschlusswert bzw. der Anschlussleistung. Dieser beträgt ca. EUR 20,00 bis EUR 30,00 je angeschlossener kW/a. Da der Grundpreis die Kapitalkosten der Erzeugungs- und Transportanlagen sowie die Personalkosten für den Betrieb und die Wartung der Netze abdeckt, unterliegt dieser unterjährig nahezu keinen und langfristig nur geringfügigen Schwankungen. Die Entwicklung des verbrauchsabhängigen Arbeitspreises ist abhängig von der Entwicklung der Brennstoffe, die für die Produktion der Fernwärme eingesetzt werden. Der Arbeitspreis für die fertige Dienstleistung Fernwärme ist im Vergleichszeitraum des AGFW (Der Effizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V.) vom 01.10. 2021 bis zum 01.10.2022 für einen mittleren Abnahmefall (Anschlusswert 160 kW, 1.800 h/a, 288 MWh Verbrauch) von EUR 80,68 pro MWh um 45,4% auf EUR 117,31 pro MWh gestiegen.

Strom | Im Jahr 2022 war Kohle erneut der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung in Deutschland. Der Strom aus Kohlekraftwerken verzeichnete 2022 nicht nur den höchsten Anstieg unter den für die Stromerzeugung relevanten konventionellen Energien, er trug auch dazu bei, die starken Rückgänge der Stromerzeugung aus Erdgas und Kernenergie zu kompensieren. Die Stromeinspeisung aus Erdgas sank um weitere 1,2 Prozentpunkte, nachdem sie bereits 2021 um 5,8 % gesunken war. Hauptverantwortlich dafür war die infolge des Ukrainekrieges angespannte Situation auf dem Gasmarkt und die damit verbundenen deutlich gestiegenen Preise für Erdgas.

Die Stromerzeugung aus Kernenergie halbierte sich im Jahr 2022 im Vorjahresvergleich und machte nur noch 6,4 % der eingespeisten Strommenge aus (2021: 12,6 %). Der Grund hierfür ist die Abschaltung von drei der sechs bis dahin sich noch im Betrieb befindlichen Kernkraftwerke zum Jahresende 2021 im Rahmen des Atomausstiegprogramms. Am 15.04.2023 wurden auch die letzten drei Kernkraftwerke abgeschaltet.

Unter den erneuerbaren Energien stieg im Jahr 2022 neben der Stromerzeugung aus Windkraft auch die Stromerzeugung aus Photovoltaik deutlich gegenüber 2021. Das Plus von 19,5 % bei Stromeinspeisung aus Photovoltaik ist einerseits auf einen Zubau von Photovoltaikanlagen, andererseits aber auch auf eine hohe Zahl an Sonnenstunden im Jahr 2022 zurückzuführen. Solarstrom erreichte dadurch einen Anteil von 10,6 % (Vj.: 8,7 %) an der eingespeisten Strommenge und lag damit auf einem ähnlichen Niveau wie die Stromeinspeisung aus Erdgas.

Die nach Deutschland importierte Strommenge ging im Jahr 2022 um 4,8 % auf 49,3 Milliarden Kilowattstunden zurück. Besonders deutlich war der Rückgang von 62,0 % bei den Stromimporten aus Frankreich. 2021 war Frankreich noch das wichtigste Importland für Deutschland. Diese Entwicklung lässt sich vor allem auf technische Probleme in den französischen Kernkraftwerken zurückführen. Die aus Deutschland exportierte Strommenge stieg 2022 gegenüber dem Vorjahr um 8,5 % auf 76,3 Milliarden Kilowattstunden. Damit exportierte Deutschland weiterhin mehr Strom, als es importierte.

Mit Abklingen der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage nach Strom, was auch die Preise ansteigen ließ. Der Day-Ahead-Großhandelsstrompreis war bereits ab September 2021 gestiegen. Dieser Trend setzte sich über den Jahreswechsel fort und verstärkte sich im Zuge des russischen Angriffes auf die Ukraine im Februar 2022. Die Entwicklung der Strompreise war sehr volatil und eng mit der Entwicklung der Gaspreise korreliert. Der Beginn des Ukrainekrieges sorgte für Unsicherheit an den Commodity-Märkten und damit zu Tagespreisen von nahezu 500,00 EUR/MWh. Die Märkte beruhigten sich zunächst wieder, der Strompreis schwankte im Frühjahr zwischen 150,00 EUR/MWh und 300,00 EUR/MWh. Aufgrund weiterer europäischer Sanktionen und Reaktionen auf diese aus Russland stiegen die Preise im dritten Quartal vereinzelt auf bis zu 700 EUR/MWh. Im vierten Quartal erreichten die Preise einen Höchststand von 871 EUR/MWh am Spotmarkt. Zusätzlich zu den Wirtschaftssanktionen führte auch ein Fehlen von Strom aus französischen Atomkraftwerken auf der Angebotsseite sowie die stark steigenden Gaspreise zum Anstieg des Strompreises. Als absehbar wurde, dass die Gas- und damit die Stromversorgung für den Winter 2022/2023 gesichert war, beruhigten sich die Märkte. Zum Jahresende lag der Preis knapp über 60,00 EUR/MWh.

In der Schweiz wurden im Jahr 2022 rund 61 TWh Strom verbraucht. 58 TWh davon wurden inländisch produziert. Da übers Jahr gesehen starke Unterschiede zwischen Produktion und Verbrauch vorherrschen, musste die Schweiz im Jahr 2022 33 TWh importieren und 30 TWh exportieren. Bilanziell gesehen musste die Schweiz somit 3 GWh importieren, dies vor allem während der Winterzeit.

Die große energetische Abhängigkeit der Schweiz ist ein Grund dafür, wieso die Preisentwicklung im Jahr 2022 trotz Bemühungen des Bundes nicht abgefedert werden konnte. Strom- und Erdgaspreise erreichten im 3. und 4. Quartal ein nie dagewesenes Niveau in der Schweiz. Ende August 2022 erreichte der Spot-Strompreis einen Peak von über 720 EUR/MWh. Auslöser waren auch in der Schweiz die für den Winter angekündigte fehlende Stromkapazität aus den französischen Atomkraftwerken sowie die allgemeine Erdgaskrise in Europa.

CO 2 -Emissionen | Die CO 2 -Emissionen der EU gingen 2022 um 2,5 % zurück. In Deutschland sind die Treibhausgasemissionen gemäß einer Prognose des Umweltbundesamtes im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,9 % gesunken. Die niederländische Wirtschaft stieß 2022 8,4 % weniger CO 2 aus als im Jahr 2021. Darin enthalten sind auch die CO 2 -Emissionen aus dem internationalen Luft- und Seeverkehr und die Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse in den Niederlanden. Bereinigt um den Witterungseffekt betrug der Rückgang der CO 2 -Emissionen 6,6 %. Der Rückgang der Emissionen der niederländischen Wirtschaft ist vor allem auf den geringeren Erdgasverbrauch zurückzuführen.

Durch den Emissionshandel bekommen CO 2 -Verschmutzungsrechte einen Preis, die CO 2 -Kosten unterliegen dabei dem europäischen Zertifikatshandel. Im Jahresverlauf 2022 haben sich die Preise für CO 2 -Zertifikate im Zertifikatshandel mit einer hohen Volatilität seitwärts entwickelt. Nach Beginn des Ukrainekrieges notierten CO 2 -Zertifikate bei ca. 60 EUR/t CO 2. Im August wurden CO 2 -Zertifikate in der Spitze mit fast 100 EUR/t CO 2 gehandelt. Ende Dezember 2022 notierten die Preise mit etwa 85 EUR/t CO 2 auf dem Niveau vom Jahresanfang.

Im Bereich CO 2 ist die Schweiz direkt mit der EU verbunden. Seit 2019 existiert das sogenannte Linking zwischen den beiden Emissionshandelssystemen der Schweiz und der EU. Die Emissionszertifikate beider Systeme (EUA und CHU) sind gleichwertig. Da der EUA-Markt deutlich größer als der Schweizer Markt ist, diktieren die EUA-Preise die Preisentwicklung der Schweizer Emissionsrechte.

Die CO 2 -Lenkungsabgabe für Brennstoffe, welche für Anlagen, die nicht im Emissionshandelssystem sind, erhoben wird, musste aufgrund verfehlter Energieziele von 96 CHF/t CO 2 auf 120 CHF/t CO 2 erhöht werden. Dieses Preisniveau ist der maximale Preis, welcher im CO 2 -Gesetz festgelegt ist und wird sich somit bis zur Revision des CO 2 -Gesetzes, welche im Jahr 2025 ansteht, nicht verändern.

2.1.2.2 Entwicklungen in der Immobilien- und Baubranche

Anders als zuvor die Folgen der Corona-Pandemie sind die Entwicklungen des Jahres 2022 nicht spurlos an der Bauwirtschaft vorbeigegangen. Im Jahr 2022 wurden laut Destatis in Deutschland 295.300 Wohnungen fertiggestellt und damit 0,6 % mehr (1.900 Wohnungen) als im Vorjahr, in dem 293.400 Wohnungen gebaut wurden. Allerdings wurde das Niveau des Jahres 2020 (306.400 Wohnungen) 2022 nicht erreicht. Gleichzeitig wurden 6,9 % weniger Wohnungen genehmigt als im Vorjahr und in absoluten Zahlen sank die Zahl der Genehmigungen damit auf den niedrigsten Stand seit 2018. Die Bundesregierung verfolgt weiterhin das Ziel, mittelfristig 400.000 neue Wohnungen pro Jahr in Deutschland zu schaffen. Zum Rückgang der Bauvorhaben dürften laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2022 vor allem Materialmangel und hohe Kosten für Baumaterialien, Fachkräftemangel am Bau und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen beigetragen haben. Auch erhöhte sich der Überhang von zwar bereits genehmigten aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen im Vergleich zu 2021.

2.2 Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung des Konzerns ist geprägt durch die Ergebnisentwicklung der Tochtergesellschaften der GETEC Group. Diese Entwicklungen werden durch die Konzentration auf das Kerngeschäft "asset-backed energy services" und der hiermit verbundenen Erweiterung des Konzernbeteiligungsportfolios sowie der Ausweitung von strategischen Kooperationen beeinflusst.

Das Wachstum der GETEC Group ist, neben der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns G+E GETEC, im Geschäftsjahr im Wesentlichen auf den Beitrag der Ausweitung des Bestandsgeschäftes zu weiterem Konzernwachstum zurückzuführen.

Das Geschäft im Segment Immobilienwirtschaft konnte trotz der Herausforderungen der Branche seine Marktposition halten. Die Geschäftsbasis im Segment Immobilien konnte darüber hinaus sowohl durch neue Kooperationen, durch Erweiterungen in unseren Portfolien sowie durch Quartierslösungen weiterentwickelt werden.

Der italienische Immobilienmarkt hat mit Blick auf Energieeffizienz durch die Energiewende und die steigenden Energiepreise, die durch Einsparungen aufgefangen werden sollen, einen deutlichen Anstieg des Interesses und der Nachfrage erfahren. Zudem ist eine Tendenz zur Konzentration des Marktes auf Akteure mit größerem technischen Know-how und ausreichender Finanzkraft zum Nachteil kleinerer Akteure zu beobachten. In diesem Zusammenhang hat die italienische Plattform ihr Wachstum im Einklang mit den gesetzten Zielen fortgesetzt. Die Organisation der zentralen Unterstützungsfunktionen und der territorialen Einsatzgebiete hat sich effizient und widerstandsfähig an alle Eventualitäten angepasst und weiterentwickelt, um den Kunden das gewohnte hohe Serviceniveau zu gewährleisten.

Im Bereich der Industrie konnte sowohl durch die gute Entwicklung in den Multi-Client-Sites in der Schweiz und den Niederlanden als auch im angestammten Markt in Deutschland weiteres Wachstum erzielt werden. Entgegen der Geschäfte im Segment Immobilienwirtschaft wurde im Segment Industrie nur eine geringe Anzahl von Projekten im Jahresverlauf entwickelt.

Die Golf Investment Holding GmbH, die Golf MidCo GmbH und die G+E GETEC Holding GmbH sind für die Finanzierung der GETEC Group verantwortlich. Die Golf Investment Holding GmbH hat zur Finanzierung des Kaufs der G+E GETEC Holding GmbH ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 3.037,8 Mio. EUR erhalten. Die Finanzierung der Golf MidCo GmbH erfolgt durch die Aufnahme eines bankenfinanzierten Junior Facility Agreements vom 08.03.2022 in Höhe von 534,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 7 Jahren. Die Zinsrisiken aus der variablen Verzinsung werden durch ein Zinssicherungsgeschäft (Zinsswap) minimiert. Die im Jahr 2017 aufgesetzte Finanzierung der G+E GETEC durch ein langfristig syndiziertes Finanzierungs-Vertragswerk (Senior Facility Agreement vom 30.10.2017) wurde in den Jahren 2019, 2021 und 2022 den Bedürfnissen und Marktgegebenheiten angepasst. Die Finanzierungsstruktur wird regelmäßig geprüft, um eine entsprechende Ausrichtung an Marktgegebenheiten sowie an den Geschäftsverlauf und das Wachstum der G+E GETEC vornehmen zu können. Die Teilkonzernfinanzierung setzt sich zusammen aus einem Senior Facility Agreement und einem Notes Purchase Agreement. Das Senior Facility Agreement verfügt über ein Gesamtvolumen von 429,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 7 Jahren und ist ausgestattet mit einem Term Loan, einer revolvierenden sowie einer separaten Investitionskreditlinie. Bei dem Note Purchase Agreement handelt es sich um eine Anleihebegebung der GETEC Infra NL B.V. an private Investoren. 2022 wurden für weitere Investitionen in organisches und anorganisches Wachstum 176,0 Mio. EUR begeben. Somit ist nun ein Gesamtvolumen von 989,5 Mio. EUR bei einer Laufzeit über 7 Jahren und von 16 Mio. EUR bei einer Restlaufzeit von 5 Jahren an institutionelle Anleger begeben. Insgesamt stehen der G+E GETEC hiermit 1.442,5 Mio. EUR als Teilkonzernfinanzierung für weiteres Wachstum zur Verfügung. Davon sind zum Stichtag 31.12.2022 1.213,2 Mio. EUR teilkonzernweit in Anspruch genommen.

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2022 wird von der Geschäftsführung auf Basis der erzielten Betriebsleistung, des erzielten Rohergebnisses und des Consolidated EBITDA vor dem Hintergrund des hohen Drucks aus volatilen Primärenergiemärkten und einer generellen anhaltenden Unsicherheit im Markt positiv bewertet und entsprach insbesondere unter Berücksichtigung der negativen Auswirkungen des Ukrainekrieges sowie des sich schnell wandelnden regulatorischen Umfelds den Erwartungen.

2.3 Lage des Konzerns

2.3.1 Vermögenslage

Zum 12.04.2022 (Erstkonsolidierung zum 01.05.2022) erfolgte der Kauf der G+E GETEC Holding GmbH mit ihren Tochter- und Enkelunternehmen. Damit wird ab dem 01.05.2022 das operative Geschäft des Teilkonzerns G+E GETEC übernommen. Da bis zu diesem Zeitpunkt kein operatives Geschäft in dem bis dahin bestehenden Konzern ausgeführt wurde, sind Vorjahresvergleiche nur eingeschränkt möglich. Es erfolgt daher teilweise ein Vergleich mit dem 01.05.2022 (Erstkonsolidierungszeitpunkt).

Das Gesamtvermögen des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 125 auf TEUR 5.886.267 angestiegen. Der Gesamtanstieg ist im Wesentlichen auf den Kauf der G+E GETEC Holding mit ihren Tochter- und Enkelunternehmen (die übernommene Bilanzsumme betrug zum 01.05.2022 rund TEUR 2.279.523 zzgl. Finanzierung) zurückzuführen.

Beim Anlagevermögen wurden im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände Buchwerte im Rahmen der Erstkonsolidierung der G+E GETEC in Höhe von TEUR 13.789 übernommen. Die Zugänge ab dem 01.05.2022 in Höhe von TEUR 4.260.107 beinhalten insbesondere die Aktivierung des bestehenden Auftragsbestands (Order Backlog) in Höhe von TEUR 1.455.821 und des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 2.797.417 der G+E GETEC Holding GmbH. Beim Sachanlagevermögen wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der G+E GETEC Buchwerte in Höhe von TEUR 732.260 übernommen. Die Zugänge ab dem 01.05.2022 in Höhe von TEUR 216.117 sind in Höhe von TEUR 15.691 auf die Aufdeckung von stillen Reserven des Sachanlagevermögens der G+E GETEC zurückzuführen. In Höhe von TEUR 200.426 sind die Zugänge durch organische Wachstumsinvestitionen begründet.

Das Umlaufvermögen zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 934.191 (Vj.: TEUR 125; zum 01.05.2022 aus G+E GETEC übernommen: TEUR 807.961). Beim Vorratsvermögen ist der Anstieg gegenüber dem 01.05.2022 um TEUR 36.474 auf TEUR 60.386 insbesondere auf höhere unfertige Erzeugnisse und Leistungen (TEUR 21.106) und niedrigere von den Vorräten abgesetzte erhaltene Anzahlungen (TEUR 9.536) zurückzuführen. Der Anstieg der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen resultiert insbesondere aus Projekten der Plattform Italien im Zusammenhang mit dem Förderprogramm "Superbonus". Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist gegenüber dem 01.05.2022 eine Erhöhung um TEUR 25.198 auf TEUR 757.713 eingetreten. Diese ist auf TEUR 39.213 höhere sonstige Vermögensgegenstände zurückzuführen, während bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein Rückgang in Höhe von TEUR 13.850 zu verzeichnen ist.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden vom Gesellschafter der Golf Investment Holding GmbH Zuführungen in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 185.130 zur Stärkung der Liquidität geleistet. Unter Berücksichtigung des Konzernjahresfehlbetrages in Höhe von TEUR 313.335, der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von TEUR 43.331 und der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.127 ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 83.423. Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von TEUR 43.331 setzen sich zusammen aus den Nennwerten der Anteile fremder Gesellschafter (TEUR 24.786) sowie aus einer Fair Value Anpassung im Rahmen der Erstkonsolidierung der G+E GETEC (TEUR 18.545).

Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 265.183 (Vj.: TEUR 30; 01.05.2022: TEUR 211.928). Gegenüber dem 01.05.2022 ist der Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen und CO 2 -Zertifikate um TEUR 43.592 auf TEUR 213.745 insbesondere auf höhere Primärenergiepreise zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten, die nicht der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind, bestehend aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten (ohne Notes Purchase Agreement in Höhe von TEUR 1.015.910) betragen zum Bilanzstichtag TEUR 305.303 (Vj.: TEUR 2; 01.05.2022: TEUR 256.285). Gegenüber dem 01.05.2022 ist der Anstieg um TEUR 49.018 auf um TEUR 50.852 höhere sonstige Verbindlichkeiten zurückzuführen. Davon entfallen TEUR 24.060 auf Verbindlichkeiten aus Kundenvorauszahlungen zur teilweisen Mitfinanzierung von Energieversorgungsanlagen. Der Ausweis erfolgt bis zur Fertigstellung und Abnahme der Energieversorgungsanlage unter den sonstigen Verbindlichkeiten, im Anschluss daran erfolgt eine Umbuchung zu den passiven Rechnungsabgrenzungsposten, da es sich dann um Vorauszahlung auf den Grundpreis in den Folgejahren handelt. Eine Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten wird nur erforderlich, wenn Projekte nicht abgeschlossen werden. Darüber hinaus ist der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten auf gegenüber dem 01.05.2022 höhere Steuerverbindlichkeiten (TEUR 11.815) und höhere kreditorische Debitoren (TEUR 9.617) zurückzuführen.

Die passiven latenten Steuern (saldierter Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern) in Höhe von TEUR 389.897 wurden insbesondere für die Aktivierung des bestehenden Auftragsbestandes (Order Backlog) in Höhe von TEUR 389.984 gebildet.

2.3.2 Finanzlage

Die verfügbaren liquiden Mittel haben sich von im Vorjahr TEUR 125 um TEUR 115.967 auf TEUR 116.092 erhöht. Dies ist auf einen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 77.451 (Vj: TEUR 0), einen Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -3.811.462 (Vj: TEUR 25) und einen Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 3.849.978 (Vj: TEUR 100) zurückzuführen. Weitere Einzelheiten zu den Cash-Flows sind der Konzernkapitalflussrechnung zu entnehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich von TEUR 0 im Vorjahr auf TEUR 758.492 erhöht. Dieser Anstieg resultiert aus der Übernahme von Verbindlichkeiten im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 01.05.2022 in Höhe von TEUR 295.849, Darlehensneuaufnahmen im Wesentlichen zur Finanzierung des Erwerbs der G+E GETEC in Höhe von TEUR 718.164 (einschließlich Disagio und Zinsabgrenzung) und Tilgungsleistungen in Höhe von TEUR 255.521.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 3.202.422) sind von IIF zur Finanzierung des Erwerbs der G+E GETEC gewährte Gesellschafterdarlehen, einschließlich der gemäß Darlehensvertrag abzugrenzenden Zinsen, die vertragsgemäß nicht zahlungswirksam sind, dargestellt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von TEUR 1.015.910 (Vj.: TEURO; 01.05.2022: TEUR 837.696) einen Teil der Konzernfinanzierung in Form des Notes Purchase Agreement. Der Anstieg der Verbindlichkeiten um TEUR 178.214 gegenüber dem 01.05.2022 ist bedingt durch die Erweiterung des Finanzierungsrahmens im Dezember 2022 zur Finanzierung der getätigten Investitionen ins Anlagevermögen.

Die GETEC Group verfolgt eine konservative Finanzpolitik. Diese soll durch Risikokontrolle und vorausschauende Steuerung der wesentlichen Geschäftsvorgänge und Prozesse erreicht werden. Das Finanzmanagement umfasst neben dem Cash- und Liquiditätsmanagement auch die Zins- und Rohstoffpreisrisiken sowie die Vergabe von Bürgschaften.

Das vorrangige Ziel ist, Kapitalkosten und finanzielle Risiken zu minimieren und dabei die nachhaltige finanzielle Stabilität und Flexibilität des Konzerns zu wahren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen. Zur Erreichung dieser Ziele werden auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die von der GETEC Group eingesetzten Derivate gehören unterschiedlichen Risikoklassen an und werden ausschließlich zur Absicherung von Zins- und Kursrisiken genutzt. Absicherungsgeschäfte werden dabei zu einzelnen Grundgeschäften abgeschlossen, zugeordnet und, soweit zulässig, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Im Geschäftsjahr 2022 standen jederzeit ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, um flexibel auf sich bietende Chancen und mögliche Risiken zu reagieren. Die Finanzlage der GETEC Group ist geprägt durch die Geschäftsmodelle in den Segmenten Industrie sowie Immobilien und der langfristig angelegten und im Bedarfsfall vor dem Hintergrund von Marktgegebenheiten aktualisiert ausgerichteten Konzernfinanzierung mittels eines Senior Facility Agreements. Die Ertragskraft der GETEC Group im Geschäftsjahr 2022 war ausreichend, um die finanziellen Verpflichtungen aus der Finanzierung gegenüber fremden Dritten bedienen zu können. Die Verpflichtungen gegenüber den Gesellschaftern (Gesellschafterdarlehen einschließlich Zinsen) wurden teilweise nicht eingefordert, dies setzt sich bis mindestens zum 31.12.2024 fort. Die GETEC Group wurde bei ihren akquisitorischen Investitionen durch die Gesellschafter finanziell unterstützt.

2.3.3 Ertragslage

Die GETEC Group als Energie-Dienstleister betreibt insbesondere Energieerzeugungs- und Energieverteilungsanlagen. Hierbei handelt es sich um Dienstleistungen der Daseinsvorsorge, die für die Länder, in denen die GETEC Group tätig ist, von wesentlicher Bedeutung sind.

Die Umsatzerlöse (abzüglich vereinnahmter und abzuführender Strom- und Energiesteuer) betragen TEUR 868.326 (Vj.: TEUR 0) und setzen sich nach Regionen wie folgt zusammen:

2022 Anteil
Umsatzerlöse TEUR %
Umsatzerlöse im Inland 454.336 52,3
Umsatzerlöse in den übrigen Ländern der EU 311.131 35,8
Umsatzerlöse im Drittland 102.859 11,9
868.326 100,0

Gegliedert nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende konsolidierte Umsatzstruktur:

Die Erlöse aus Contracting weisen mit TEUR 727.846 den größten Anteil an den Umsatzerlösen aus, gefolgt von den Erlösen aus Energie mit TEUR 78.246 und den Erlösen aus Serviceleistungen mit TEUR 39.751. Die Erlöse aus Anlagenbau mit TEUR 10.048 sowie die übrigen Umsatzerlöse sind mit TEUR 12.435 von untergeordneter Bedeutung.

Der Materialaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2022 TEUR 661.738 (Vj.: TEUR 0). Dies entspricht einer Materialeinsatzquote von 73,3 % gemessen an der Betriebsleistung. In Summe ergibt sich durch die Fokussierung auf das Kerngeschäft in Verbindung mit dem realisierten Wachstum ein Rohergebnis (Betriebsleistung zzgl. sonstigen betrieblichen Erträge abzgl. Materialaufwand) für das Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 254.605.

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2022 TEUR 113.251. Die Mitarbeiteranzahl der GETEC Group beträgt zum Stichtag 2.331. Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 1.709 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 293.826, von denen TEUR 237.952 den immateriellen Vermögensgegenständen und TEUR 55.874 den Sachanlagen zuzuordnen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 71.009.

Das EBITDA beträgt für das Geschäftsjahr TEUR 70.344. Das Consolidated EBITDA, das als Steuerungskennzahl nur für eine Ganzjahresbetrachtung (d.h. unter Berücksichtigung des Ergebnisses der G+E GETEC für die Zeit von Januar bis April 2022 in Höhe von TEUR 67.433) ermittelt wird, beträgt TEUR 192.286. Zur Ermittlung des Consolidated EBITDA werden einmalige und außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge sowie transaktionsbezogene Aufwendungen und Erträge in Höhe von TEUR 32.247 bereinigt. Darüber hinaus erfolgt bei der Ermittlung eine Anpassung erwarteter EBITDA- Beiträge von Investitionen, für die bereits relevante Anteile an Auszahlungen erfolgt sind (TEUR 22.261).

Das Finanzergebnis, welches durch Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultierend aus der Konzernfinanzierung in Höhe von TEUR 126.580 (Vj.: TEUR 0) geprägt ist, beträgt TEUR -124.113 (Vj.: TEUR 0).

Unter Berücksichtigung der (positiven) Steuern in Höhe von TEUR 35.944 (Vj.: TEUR 0), die insbesondere aus der Entwicklung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 35.293 (Vj.: TEUR O) resultieren, ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 313.335 (Vj.: TEUR 32).

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Risiken mit hohen wirtschaftlichen oder rechtlichen Bestandsgefährdungspotenzialen sowie mit hohem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, sind für den Prognosezeitraum von einem Jahr nicht identifiziert worden. Die wirtschaftlichen und rechtlichen Bestandsgefährdungspotenziale sowie sonstige Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mittleren Ausmaßes werden nachfolgend dargestellt. Die wesentlichen Chancen ergeben sich aus potenziellen sich verbesserten regulatorischen Rahmenbedingungen und der damit vor allem in Italien möglichen erhöhten Verrechnungssätze. Die wesentlichen Risiken liegen dabei ebenfalls im Kontext staatlicher Eingriffe und würden dazu führen, dass sich, beispielsweise durch die Einführung von Preisobergrenzen, die Absatzpreise entsprechend reduzieren würden.

Klassifikation der wesentlichen Chancen und Risiken

Die GETEC Group verfügt über ein Risikomanagementsystem, welches integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und eine wichtige Grundlage für wesentliche Unternehmensentscheidungen ist. In Anlehnung an die ISO-9001:2015-Vorgaben wurden konzerneinheitliche Grundprinzipien und Kontrollstandards für die Risikobewertung festgelegt und durch interne und externe Audits regelmäßig den aktuellen Erfordernissen angepasst. Ein Risikomanagementbericht dokumentiert systematisch und kontinuierlich identifizierte Risiken, beschreibt und bewertet die eingeleiteten Maßnahmen zur Risikohandhabung und dient der GETEC Group dazu, Gefahren einzudämmen oder zumindest steuerbar zu gestalten. Risiken, die Finanzierungsinstrumente betreffen, sind nicht zu erwarten. Wesentliche Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund der langfristig abgeschlossenen Darlehen und einer Absicherung der wesentlichen variablen Einflussfaktoren durch ein geeignetes Hedging nicht. Darüber hinaus werden für die nahe Zukunft nur Finanzierungserhöhungen im bestehenden Finanzierungskontext erwartet. Spekulative Finanzgeschäfte werden nicht abgeschlossen.

Das unternehmensinterne Controlling (Zentralfunktion) bildet im Rahmen regelmäßig wiederkehrender unterjähriger Detailanalysen die Entwicklung auf Projektebene ab und stellt somit ein wichtiges Element zum Erkennen und Analysieren von Abweichungen zum Geschäftsplan dar. Daraus gewonnene Erkenntnisse sind wesentlicher Ausgangspunkt für Steuerungsmaßnahmen, die eventuellen Fehlentwicklungen zeitnah entgegenwirken. Als ein weiteres Instrument zur Risikoerkennung und -minimierung fungiert das konzerneinheitliche Berichtswesen für die Geschäftsführung sowie gegenüber dem Beirat der Konzernmutter. Mit Hilfe regelmäßiger unterjähriger Berichterstattungen zur gesamten GETEC Group sowie zur Segmentbetrachtung der Industrie- und Immobilienwirtschaft als auch zu wesentlichen (Einzel-) Gesellschaften wird der Geschäftsverlauf kontinuierlich überwacht.

GETEC analysiert und bewertet regelmäßig die Chancen und Risiken, die auf den Konzern wirken. Wesentliche Effekte ergeben sich dann, wenn sie aufgrund ihrer Ausprägung mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit in entsprechender Höhe auf die wesentlichen Kennzahlen - hier dem (Consolidated-) EBITDA - wirken. Um die Risiken oder die Kritikalität bestimmter Risikoszenarien überhaupt beurteilen zu können ist es notwendig, dass alle identifizierten Risiken quantitativ bewertet werden. Den Ausgangspunkt für die Bewertung der Risiken bildet ein einjähriger Zeithorizont. Die Wirkungsdauer von Risiken ist im Rahmen der Bewertung auf diesen Zeitraum zu beschränken. Die einzeln identifizierten Risiken werden im Hinblick auf die folgenden Dimensionen bewertet:

Häufigkeit bzw. Eintrittswahrscheinlichkeit und Zeithorizont eines potenziellen Schadenseintritts

Schadensausmaß in Form eines Szenarios (beispielsweise Worst-Case-Szenario, Realistic-Case-Szenario und Best-Case-Szenario)

Die potenzielle Schadenshöhe drückt die mögliche finanzielle Belastung im Falle des Risikoeintritts aus, d.h. die Wirkung eines Risikoeintritts auf das (Consolidated-)EBITDA.

Daraus ergibt sich folgende Risiko- bzw. Chancenmatrix:

Risiko je Eintrittswahrscheinlichkeit
EBITDA-Auswirkung Low Medium High
> 10 Mio. EUR Mittel Hoch Hoch
5 Mio. EUR bis 10 Mio. EUR Gering Mittel Hoch
<5 Mio. EUR Gering Gering Mittel

Die operative Ertragslage und die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sind aufgrund der Planungssicherheit in Bezug auf künftige Einnahmen aufgrund langfristig abgeschlossener Versorgungsverträge bei einem breit diversifizierten Kundenportfolio innerhalb der Konzerngesellschaften, der langfristigen an Marktbedürfnisse ausgerichteten operativen Gruppenfinanzierung und aufgrund der auf langfristige Entwicklung ausgerichteten Eigentümerstruktur der GETEC Group aus Sicht der Geschäftsführung auch zukünftig gut gesichert. Die im Rahmen der Gruppenfinanzierung definierten Finanzkennzahlen wurden zum Bilanzstichtag eingehalten. Eine Nichteinhaltung würde in einem Sonderkündigungsrecht der Gruppenfinanzierung seitens der kreditgebenden Banken resultieren.

Die Ertragslage ist für das Jahr 2022 durch die Darstellung des operativen Geschäfts nur für die Zeit vom 01.05.2022 bis zum 31.12.2022 beeinflusst und durch die Abschreibungen auf die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und den Geschäfts- oder Firmenwert geprägt.

Da im Rahmen der Analysen keine Risiken mit hoher Bedeutung oder Bestandsgefährdung festgestellt wurden, werden Risiken mit mittlerer Bedeutung sind im Nachfolgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung beschrieben.

Die wesentlichen Chancen wie auch Risken ergeben sich aus regulatorischen und politischen Unsicherheiten bezüglich der gesetzlichen Reaktionen der Regierungen der Länder in denen GETEC tätig ist. Die betrifft sowohl die Preisgestaltung als auch die entsprechende Förderungsmechanismen.

Potenzielle Chancen führen dabei zu sich verbesserten Verrechnungssätze in einigen Märkten. Die wesentlichen Risiken liegen dabei ebenfalls im Kontext staatlicher Eingriffe und würden dazu führen, dass sich z.B. durch die Einführung von Preisobergrenzen die Absatzpreise entsprechen reduzieren würden.

Die wesentlichen Beschaffungspreisrisiken im Rahmen der operativen Tätigkeit, die sich durch entsprechende Entwicklungen an den Energiemärkten ergeben können, werden durch entsprechende Indexierungen über die Veränderung von Wärmepreisen an Kunden weitergegeben. Darüber hinaus sind Systeme und Prozesse implementiert, über die das Energiemanagement permanent die Handelsbücher gegeneinanderstellt. Dabei wird eine regelmäßige Mark-to-Market-Bewertung durchgeführt und offene Positionen regelmäßig geschlossen. Der Mindesteindeckungsgrad (Prozentsatz des kontrahierten Primärenergiebedarfs auf Basis einer rollierenden 36-Monatsabsatzplanung) gewährleitet, dass risikoavers ausreichend Forwards zur Nachbildung der in den Preisgleitklauseln verwendeten Indizes, eingedeckt wurden. Somit wird Risiken aus signifikanten preislichen Verwerfungen mit hohen kurzfristigen Preisvolatilitäten auf dem Energiemarkt entgegengewirkt. Der Gasmarkt in Deutschland hatte Ende 2021 signifikant an Liquidität verloren, was sich zunächst auch noch bis Mitte 2022 fortsetzte. Daraus hätte ein Risiko entstehen können, dass nicht ausreichend Einkaufsvolumina mit Forwards eingedeckt werden können, was wiederum ein Preisrisiko hätte darstellen können. Im späteren Verlauf des Jahres 2022 hat sich die Situation an den Energiemärkten entspannt. Das kontinuierliche Überwachen der Marktteilnehmer, deren Liquidität sowie die Absicherung von entsprechenden Volumina erfordern deutlich gestiegene Anstrengungen verglichen mit der Zeit vor dem Beginn des Konfliktes in der Ukraine.

Potenziell können steigende und durch GETEC weitergereichte Energiepreisentwicklungen sowie die gestiegene Inflation zu erhöhten Kundenausfällen führen, wenn diese die Preissteigerungen nicht in angemessener Zeit weitergeben können, was 2022 nicht in relevanter Ausprägung zu beobachten war. Für 2023 ist vor dem Hintergrund des erhöhten Drucks in der Immobilienbranche das Risiko weiterhin bestehend. Das Risikomanagement berücksichtigt entsprechende Entwicklungen, um auf dieser Basis zielgerichtete und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Vor allem die Vertriebsorganisationen in den Tochtergesellschaften sind zu einem erhöhten Rhythmus beim regelmäßigeren Austausch mit den Kunden aufgefordert und die Aufklärung dieser über die aktuellen Entwicklungen im Energiemarkt wurden weiter intensiviert.

Aktuell sind sowohl für die Beschaffung von Primärenergieträgern als auch für die Beschaffung von Fremdkapital und Personal sowie in der breit diversifizierten Kundenbasis keine gesteigerten geschäftsbehindernden oder geschäftsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft und die GETEC Group zu erkennen.

Mit Blick, auf den seit Februar 2022 herrschenden Ukrainekrieg bestehen für die Energiebranche grundsätzliche Risiken bezogen auf die Versorgungssicherheit und die Preisentwicklung. Die GETEC Group verfügt zum Aufstellungszeitpunkt jedoch über eine ausreichende Versorgungssicherheit sowie ausreichende finanzielle Mittel zur Finanzierung der gestiegenen Einstandspreise.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich sowohl aus den Auswirkungen des Ukrainekrieges - als auch nach einer kritischen Nachbetrachtung der Entwicklungen infolge der der Corona-Pandemie - keine Entwicklungen abzeichnen, die zu Risiken führen, welche nicht durch bereits installierte Maßnahmen verantwortungsvoll gemanagt werden und die den Fortbestand der Gesellschaft und der GETEC Group gefährden könnten.

3.2 Chancenbericht

Für Primärenergieträger ist über den Prognosezeitraum von einem Jahr hinaus nicht mehr von signifikanten Preissteigerungen sowohl im In- als auch im Ausland auszugehen. Die zurückliegende Entwicklung und die daraus resultierenden regulatorischen Veränderungen beschleunigen aktuell die Realisierung von erforderlichen Investitionen in die Modernisierung der Energieerzeugungsanlagen, um sowohl den Vorgaben zum Klimaschutz und zur Energieeffizienz innerhalb der Europäischen Union gerecht zu werden, als auch mit Blick auf die mit dem Ukrainekrieg verbunden wirtschaftlichen Auswirkungen.

Bedingt durch die aktuelle geopolitische Lage und den sich daraus ergebenden Konsequenzen, besonders im europäischen Wirtschaftsraum, wird die Nachfrage nach intelligenten, effizienten und individuell gestalteten Energieversorgungslösungen weiter steigen. Für die GETEC Group werden sich daraus weitere Chancen ergeben. Gesetzgeberische Änderungen, die auf den Klimaschutz und somit auf eine zunehmende Energieeffizienz in Verbindung mit intelligenten Lösungsverfahren abzielen, werden als Chance und nicht als Risiko begriffen. Anreize zum sparsamen Umgang mit Energie bieten Geschäfts- und Wachstumsmöglichkeiten für Anbieter von Energiedienstleistungen und somit für die GETEC Group. Als Anbieter von flexiblen und effizienten Energieversorgungslösungen werden sich vor diesem Hintergrund für die GETEC Group durch die aufgezeigten Entwicklungen verstärkt weitere Chancen eröffnen. Contracting- sowie auch Generalunternehmer-Modelle, unter Einsatz umweltfreundlicher und nachwachsender Energieträger, sowie die Optimierung bestehender Energieversorgungslösungen sind geeignete Maßnahmen, um auf die Herausforderungen der künftigen Energieversorgung zu reagieren.

Darüber hinaus werden in der Strategie verankerte Ziele zum anorganischen Wachstum konsequent verfolgt und bieten ebenfalls entsprechende Chancen. Der Markt im Allgemeinen sowie Wettbewerber werden laufend analysiert und Potentiale durch unseren Zentralbereich Mergers & Acquisitions beurteilt. Der Energiemarkt in Deutschland sowie in der europäischen Union wird sich mit Blick auf das Geschäftsmodell der GETEC Group auch weiterhin positiv entwickeln und Wachstumspotenziale bieten.

3.3 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Insgesamt sind die Risiken der Unternehmensgruppe beherrschbar. Hinsichtlich der vorstehend erläuterten Risiken und deren möglicher Eintrittswahrscheinlichkeiten werden nach aktuellem Wissensstand keine einzelnen oder kumulierten Risiken erwartet, welche die Unternehmensfortführung gefährden. Bei der Beurteilung der Chancen- und Risiken sieht die Geschäftsführung den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Folgen sowie regulatorische Eingriffe als wesentliche Faktoren für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 an.

4 Prognosebericht

Die Bundesregierung und die deutsche Klimapolitik folgt internationalen und europäischen Klimaschutzzielen. Das langfristige Ziel zur Reduktion der Treibhausemissionen bis 2050 ist gemäß dem Abkommen von Paris festgeschrieben. Hierbei sind für alle Sektoren spezifische Minderungsziele bis zum Jahr 2030 definiert. Deutschland strebt bis 2045 Treibhausneutralität an. Der Treibhausgasausstoß soll dabei bis 2030 mindestens 65 % geringer ausfallen als im Vergleichsjahr 1990, bis 2045 dann schrittweise auf Klimaneutralität. Aus dem EU-Klimaschutzrahmen ergibt sich für Deutschland eine Gesamtminderung bis 2030 von etwa 65 % gegenüber dem Vergleichsjahr 1990.

Die vollständige Dekarbonisierung der Energieversorgung in Deutschland bis zum Jahr 2045 ist als ein zentrales Handlungsfeld festgeschrieben. Dieses kann nur mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich, einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz und der Abkehr von fossilen Brennstoffen erzielt werden. Für das Jahr 2023 erwartet der Zentralverband der deutschen Bauwirtschaft, dass diese um 7,0 % (nominal) sinken wird. Dabei geht der Verband von erstmalig seit 2009 von einem Rückgang der Beschäftigten im Baugewerbe auf 910.000 aus.

Die Förderung von Investitionen in Energieeffizienztechnologien steht weiterhin im Fokus. Investitionsprogramme zur Förderung von Energiemanagementsystemen, Abwärmenutzung und Kraft- Wärme-Koppelung werden durch die Bundesregierung und entsprechenden Institutionen bereitgestellt und sollen zukünftig mit anderen Fördermöglichkeiten besser gebündelt werden können.

Die Entwicklung der GETEC Group ist maßgeblich von der Entwicklung des Energiesektors abhängig. Die Stromversorgung betreffend ist eine langfristige Neuausrichtung unabdingbar. Dies ist zum einen dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und zum durch einen schnelleren Austausch von gasbetriebenen Energieerzeugungsanlagen geschuldet. Somit sichern sich weiterhin die Unternehmen Wettbewerbsvorteile, die auf dezentrale Energieversorgungslösungen und einen breiten Brennstoffmix setzen sowie ihren Strom durch KWK selbst erzeugen und verbrauchen. Hierdurch wird zusätzlich auch dem Risiko einer unsicheren Stromversorgung durch instabile Stromnetze frühzeitig vorgebeugt. Trotz des Krieges in der Ukraine und der hohen Inflation in den Märkten der GETEC Group geht die Geschäftsleitung vor diesem Hintergrund und den dargestellten Chancen insgesamt von einer positiven Entwicklung der GETEC Group aus.

Unter Berücksichtigung der wesentlichen (gewöhnlichen) externen Rahmen- und Marktbedingungen sowie der im Anhang genannten wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wurde im Rahmen unseres umfänglichen Planungsprozesses für die GETEC Group für das Geschäftsjahr 2023 ein Rohergebnis zwischen TEUR 450.000 und TEUR 470.000 bei einer Betriebsleistung zwischen TEUR 1.550.000 und TEUR 1.750.000 prognostiziert. Daraus abgeleitet wird für 2023 ein Consolidated EBITDA zwischen TEUR 225.000 und TEUR 240.000 erwartet. Sollten sich durch den Ukrainekrieg bestehende Unsicherheiten und Risiken unerwartet wesentlich auf den Konzern auswirken, geht die Geschäftsführung von sinkenden Umsätzen und Ergebnisbeiträgen aus.

Für den Konzern geht die Geschäftsführung davon aus, dass der geplante Geschäftsverlauf durch die sich aus dem Ukrainekrieg ergebende Volatilität der Energiemärkte weiter beeinflusst wird. Es wurden entsprechend Vorkehrungen getroffen, so dass ein schnelles Reagieren auf die Veränderungen des Marktes bzw. dessen Umfeld möglich ist. Auch wenn die Risiken des Unternehmens beherrschbar sind, gehen wir von einem leicht reduzierten Wachstum aus. Vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges sind risikoorientierte Sensibilitätsberechnungen durchgeführt worden. Hiernach könnte sich für 2023 ein zusätzlicher negativer EBITDA-Effekt von bis zu ca. 3% ergeben.

Hinsichtlich der Auftragslage können aufgrund der spezifischen Geschäfts- und Kundenstruktur sowie der bestehenden Versorgungsverträge mit einer langfristigen Laufzeit in der Regel valide Prognosen erstellt werden. Ein großer Anteil des 12-Monats-Forecasts ist sogenanntes "booked business". Aufgrund des Krieges in der Ukraine ist jedoch eine gesicherte Aussage über die Auftragslage sowie der Umsetzbarkeit neuer Bauprojekte aufgrund von potenziellen weiteren Risiken bei Lieferketten immer noch fragil, jedoch belastbarer als im Vorjahr.

Durch den Erwerb der Unternehmensgruppe durch den neuen Gesellschafter IIF steht der GETEC Group ein neuer starker Investor mit langfristigem Investitionshorizont zur Seite. Das Geschäft konnte im Jahr 2022 erneut ausgebaut werden und bildet für die kommenden Jahre eine verbesserte Ausgangslage für weiteres, zukünftiges Wachstum.

 

Magdeburg, 29.12.2023

gez. Pierre- Alain Graf, Vorsitzender der Geschäftsführung & Group CEO

gez. Markus Hauck, Geschäftsführer & Group CFO

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Golf Investment Holding GmbH, Magdeburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Golf Investment Holding GmbH, Magdeburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Golf Investment Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 8. November 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Stefan Schneider, Wirtschaftsprüfer

gez. Ernst- Heinrich Bock, Wirtschaftsprüfer

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