Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 735205
Vorher
EEINS Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
12.10.2010
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Entwicklung von lT-Systemen sowie die Vermittlung und Uberlassung von lT-Experten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Derek James Wagner
seit 12.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ALTEN Europe S.á.r.l.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ALTEN Europe S.á.r.l.
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EEINS GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Grundlagen

1.1 Darstellung des Unternehmens

Die EEINS GmbH wurde in 2011 gegründet und hat Ihren Sitz in Stuttgart. Das Unternehmen gehört seit 2021 zur ALTEN S.A. Gruppe.

Gegenstand des Unternehmens sind Entwicklungsleistungen im Bereich der embedded Softwareentwicklung für elektronische Steuergeräte (ECU) im Bereich Automotive.

Zu den Kunden der Gesellschaft gehören namhafte nationale und renommierte, multinational tätige Unternehmen. Das Unternehmen ist im Entwicklungsprojektgeschäft tätig und unterstützt Firmen bei der erfolgreichen Umsetzung komplexer Anforderungen in leistungsfähige Softwareanwendungen für elektronische Steuergeräte. Wir bieten ganzheitliches Software- Engineering mit Fokus Autosar, funktionaler Sicherheit sowie Cyber Security aus einer Hand.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt hat sich in Deutschland im Vergleich zu 2021 um 1,9% erhöht. Der Internationale Währungsfonds erwartet für das Jahr 2023 eine weitere Erholung der Weltwirtschaft von 2,7 %. Die aktuellen Entwicklungen der Automobilindustrie mit der Verringerung der CO 2 Vorgabewerte und den weltweiten Anstrengungen zu einem Aufbau der E-Mobilität führt zu hohen Investitionen der Unternehmen in Forschung & Entwicklung. Hierbei wendet sich der Fokus immer stärker Lösungen zu, die auf künstlicher Intelligenz aufbauen. Da die Unternehmen selbst nicht alle Anforderungen mit eigenen Mitarbeitern erfüllen können, wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Entwicklungs-Dienstleistungen auch mittelfristig weiter ansteigen wird. Die Strategie von EEINS wird es weiterhin sein, ihre Brand- und Expertenpositionierung im Segment (Embedded Software Automotive) auszubauen. Damit ist die Strategie komplementär zu der Strategie der Alten-Gruppe.

Ferner ist der gemeinsame Fokus von EEINS sowie der Alten-Gruppe für das Jahr 2022 in der Strategie, weiter auf organisches Wachstum und Profitabilität zu setzen. Um dies zu erreichen, entwickeln wir unsere Strategie in verschiedenen Bereichen weiter:

• Ausbau- und Festigung der etablierten Partnerschaften mit den TIER-1 Unternehmen im Automobilbereich

• Rekrutierung und Entwicklung von Experten in Deutschland und Osteuropa sowie die Qualifizierung und Entwicklung von Talenten durch den Einsatz von Schulungsprogrammen

• Erreichen des von den Märkten erwarteten Rentabilitätsniveaus, indem wir uns auf unsere technischen Kompetenzen und ein kompetentes Management unserer Kostenstruktur verlassen.

• Entwicklung einer motivierenden Arbeitsatmosphäre für unsere Mitarbeiter sowie Entwicklung von sozialem und ökologischem Engagement.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

Zu den finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft, nach denen die Gesellschaft intern gesteuert wird, gehören Umsatz, EBIT sowie die Materialaufwandsquote.

Im Geschäftsjahr 2022 belief sich die Gesamtleistung des Unternehmens auf 19,5 Mio € und stieg damit um 5,4 Mio € gegenüber dem Vorjahresniveau (Vorjahr 14,2 Mio €).Für das Geschäftsjahr konnte EEINS einen starken Umsatzanstieg von 13,7 Mio € auf 19,6 Mio € verzeichnen. Insbesondere im Februar gab es einen überproportional starken Anstieg, welcher auf einen kurzfristigen Ramp-Up (Kapazitätsaufstockung) in einem Kundenprojekt zurückzuführen ist, um kritische Projektmeilensteine zu erreichen, welchen wir in unserem strategischen Entwicklungsprojekt im Januar / Februar 2022 vorgenommen haben. Die Umsatzentwicklung war von März bis Juli kontinuierlich wie geplant. Im August und September wurde ein Umsatzrückgang verzeichnet, der ausschließlich auf niedrigere Produktivität und Auslastung während der Urlaubszeit in den Projekten zu erklären ist. Auch im September bis November konnte wieder ein starker Umsatzanstieg durch die Akquise und den Start von neuen Projekten verzeichnet werden. Der Anstieg der Materialaufwandsquote (Materialaufwendungen in Relation zur Summe der Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen) von 62,7 % auf 74,7 % erklärt sich insbesondere durch das starke Projekt-Wachstum in 2022. Neue Kundenprojekte wurden zunächst miteinem großen Anteil an Fremdleistungen (Embedded Experts) durchgeführt, welche in der Materialaufwandsquote abgebildet sind. Das EBIT (inklusive der Beteiligungserträge) verringerte sich im Geschäftsjahr um T€ 208 auf€ 3.475 im Wesentlichen aufgrund des geringeren Rohertrags.

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögenslage ist weiterhin stabil. Bei einem im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Forderungsbestand beläuft sich der Anteil des kurzfristig gebundenen Umlaufvermögens der Gesellschaft auf 96,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr 96,0). Durch den starken Umsatzanstieg im letzten Quartal stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2.969 T€ an. Die beschlossene Dividende der EEINS Timisoara S.R.L. führte hauptsächlich zur Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 369 T€. Die Dividendenzahlung erfolgte Anfang Januar 2023. Aufgrund der Ausschüttung an die Muttergesellschaft verringerten sich die liquiden Mittel um 1.958 T€. Latente Steuern wurden erstmalig in Höhe von 59 T€ gebildet.

Aufgrund der Ausschüttung reduzierte sich die Eigenkapitalquote von im Vorjahr 59,8 % auf 43,6 % der Bilanzsumme. Sie ist damit weiterhin als sehr gut anzusehen. Die Ertragsteuern des Geschäftsjahres führten zu einem Anstieg der Steuerrückstellung von 687 T€. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen (+ 255 T€) resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückstellungen für Fremdleister um 191 T€. In Höhe von 198 T€ wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten für Abgrenzungen von Teilleistungen gebildet. Die Finanzlage unserer Gesellschaft kann insgesamt als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und die Forderungen meist innerhalb von regelmäßig zwei Monaten ab Rechnungsstellung vereinnahmt.

Mit dem Mutterkonzern wurde eine Cash-Pooling-Vereinbarung getroffen. Hiermit wird sichergestellt, dass das Unternehmen auf das Cash Management der Muttergesellschaft zurückgreifen kann. Die Liquiditätslage ist damit jederzeit gesichert. Im Berichtsjahr wurde keine wesentliche Investition getätigt. Die Ertragslage des Unternehmens ist gut, die Umsatzerlöse konnten wie auch im Vorjahr gesteigert werden. Die Umsätze werden überwiegend mit Unternehmen getätigt, die einen Bezug zur Automobilindustrie haben. 6,3 % der Umsätze entfallen auf Konzernunternehmen der Alten-Gruppe. Die Umsatzerlöse entfallen vollständig auf das Inland. Bei den Aufwendungen sind die Partnerunternehmen international breit aufgestellt.

Der Umsatzanstieg hat sich in der Kostenstruktur bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen widergespiegelt. Diese erhöhten sich um T€ 5.707. Die Materialaufwandsquote stieg durch im Geschäftsjahr neu begonnene Projekte um 12 %- Punkte gegenüber dem Vorjahr. Im Folgejahr wird mit einer abnehmenden Materialaufwandsquote gerechnet.

Durch die Verschmelzung wurde ein zuvor abgeschriebenes Darlehen in Höhe von 221 T€ an die EEINS Data Technologies GmbH unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Der Rohertrag verringerte sich um T€ 336 aufgrund höherer Kosten bei neu gestarteten Projekten. Das Rohergebnis reduzierte sich wesentlich bedingt durch das zugeschriebene Darlehen um T€ 79. Der Personalaufwand erhöhte sich infolge von Gehaltsanpassungen als auch durch die Einstellung neuer Mitarbeiter um 373 T€. Die Abschreibungen stiegen aufgrund von Investitionen in Soft- und Hardware um 40 T€ an. Hierzu führte die erstmalige volle Jahresabschreibung von Investitionen aus dem Geschäftsjahr 2021 und aus Investitionen des Geschäftsjahres 2022. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um T€ 257. Bedingt ist dies im Wesentlichen durch den Verschmelzungsverlust mit 78 T€, den Anstieg für Aufwand für Gewährleistungen mit 50 T€ sowie für Lizenzgebühren für Analysetools (+ 45 T€). Daneben stiegen die Aufwendungen für Personalbeschaffungen um 26 T€. Die Dividenden der beiden rumänischen Tochtergesellschaften führten zu einem Anstieg der Erträge aus Beteiligungen um T€ 540. Der Steueraufwand ging in der Folge aufgrund des Dividendenprivilegs von § 8b KStG um 103 T€ zurück, die latente Steuer führte zu einem weiteren Rückgang von 59 T€. Das EBIT (inklusive der Beteiligungserträge) verminderte sich im Geschäftsjahr infolge der beschriebenen Effekte von T€ 3.683 auf € 3.475. Das Unternehmen befindet sich aktuell in einer guten Ausgangsposition im Markt, um in der Zukunft weiterhin Umsatz- und Ertragswachstum erzielen zu können. Unsere wirtschaftliche Lage und die Geschäftsentwicklung sind insgesamt als gut zu bezeichnen.

3. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

3.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Es sind mit Ausnahme der nachfolgend dargestellten Reaktionen auf Risiken und Chancen keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik des Unternehmens zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir nach insgesamt 11-jähriger Geschäftstätigkeit nach wie vor als gefestigt. Die Gesellschaft arbeitet mit Ihren wesentlichen Kunden bereits sehr langfristig und erfolgreich zusammen. Es wird davon ausgegangen, dass sich der Umsatz zukünftig weiter erhöhen wird.

3.2 Chancen und Risikobericht

3.2.1 Risikobericht

Nachfolgend sind die Risiken in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft genannt: Aufgrund der Personalknappheit von IT & Engineering Fachkräften ist damit zu rechnen, dass die Personalaufwendungen in der IT & Engineering-Branche auch zukünftig überdurchschnittlich ansteigen werden. Es ist davon auszugehen, dass mit höheren Aufwendungen für Recruiting-Maßnahmen zu rechnen sein wird. Diese zusätzlichen Aufwendungen auch zukünftig über die Preisgestaltung egalisieren zu können, ist eine unternehmerische Aufgabe.Um auch in Zukunft schnelle Projekt-Ramp-Ups für Kundenprojekte in kritischen Projektphase oder Hochphasen gewährleisten zu können, arbeitet das Unternehmen stark an dem Ausbau seines Lieferanten- und Partner-Netzwerks an hochqualifizierten Softwareingenieuren. Ferner soll der bestehende Kundenstamm um weitere Key-Kunden erweitert werden, um Umsatzabhängigkeiten weiter zu minimieren. Die Gesellschaft ist keinen Währungsrisiken ausgesetzt. Die Gesellschaft nutzte im Geschäftsjahr 2022 und nutzt gegenwärtig keine Finanzinstrumente, aus denen sich Risiken für die Gesellschaft ergeben können. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft verfügt über ein wirksames Forderungsmanagement. Aufgrund der Struktur und der Solvenz unserer Kunden sind nennenswerte Forderungsausfälle, wie auch bereits in den vergangenen Jahren, als wenig wahrscheinlich anzunehmen. Verbindlichkeiten werden von Seiten des Unternehmens innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Die langfristige Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Einbindung in das Cash Management der Alten Group jederzeit sichergestellt. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir für die Gesellschaft gegenwärtig keine.

3.2.2 Chancenbericht

Nachfolgend sind die Chancen in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft erläutert: Im Zuge der weiteren Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist mittel- und langfristig unverändert davon auszugehen, dass die Nachfrage nach hochqualifizierten IT & Engineering- Dienstleistungen weiter zunehmen wird bzw. die Nachfrage das Angebot übersteigen könnte. Das Unternehmen wird weiterhin im Einklang mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Ausbau seines Netzwerkes investieren und das Portfolio um neue marktrelevante Themen erweitern. Durch die Zugehörigkeit zur Alten Group steht dem Unternehmen nun über die Teilnahme an Ausschreibungen von Großkundenprojekten die Erschließung neuer Marktpotenziale offen.

3.3 Prognosebericht

Um die Transformation des Unternehmens an die Anforderungen der Alten Group anzupassen, wird das bestehende Management-Team ergänzt und durch Mitarbeiter der Alten Group verstärkt. Hierdurch werden die Prozesse in den wesentlichen Unternehmensfunktionen den Konzernstrukturen der Alten Group angeglichen. Die wirtschaftliche Entwicklung wird angesichts der großen Aufgaben, vor denen unsere Kunden stehen, weiterhin als positiv betrachtet. Es wird für 2023 ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Die strukturellen Anpassungen und Investitionen werden sich zunächst auf die Profitabilität des Unternehmens auswirken, es wird ein deutlicher Rückgang des EBIT prognostiziert. Aufgrund der notwendigen Stärkung des Recruitings wird ebenfalls ein Anstieg der Materialaufwandsquote deutlich über Vorjahresniveau erwartet. Die EEINS GmbH sieht sich durch Ihre Positionierung im Markt sehr gut aufgestellt, um die gegenwärtigen Anforderungen sowie die Zukunftsthemen unserer Kunden vollumfänglich erfüllen zu können.

 

Stuttgart, den 30. März 2023

Berthold Kellner, Geschäftsführer

Renè Esser, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 228.431,65 247.397,65
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 73.492,00 99.800,00
II. Sachanlagen 154.797,00 122.455,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1.240,00 2.660,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.557,00 119.795,00
III. Finanzanlagen 142,65 25.142,65
1. Beteiligungen 87,65 25.087,65
2. Sonstige Finanzanlagen 55,00 55,00
B. Umlaufvermögen 7.985.985,67 6.602.373,35
I. Vorräte 741.987,60 743.109,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.880.440,64 3.537.944,30
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 282.194,79 237.750,19
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 400.000,00 75.428,18
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.198.245,85 3.224.765,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 363.557,43 2.321.319,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.610,19 27.335,76
D. Aktive latente Steuern 59.400,00
Aktiva 8.297.427,51 6.877.106,76

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 3.621.005,61 4.110.773,83
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.085.773,83 1.527.220,68
III. Jahresüberschuss 2.510.231,78 2.558.553,15
B. Rückstellungen 2.056.220,91 1.114.859,25
C. Verbindlichkeiten 2.422.200,99 1.651.473,68
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.565,70 3.598,98
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 141.080,20 63.809,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 256.885,00 179.115,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.017.670,09 1.404.950,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 198.000,00
Passiva 8.297.427,51 6.877.106,76

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 5.250.516,18 5.329.399,12
2. Personalaufwand 1.591.744,67 1.218.803,03
a) Löhne und Gehälter 1.330.003,77 1.033.927,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 261.740,90 184.875,94
davon für Altersversorgung 213,00 511,20
3. Abschreibungen 109.516,31 69.264,73
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 109.516,31 69.264,73
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 613.729,84 356.640,47
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 540.188,26 3.585,95
davon aus verbundenen Unternehmen 540.188,26 3.585,34
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.368,84 2.551,47
davon an verbundene Unternehmen 1.368,84
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 963.200,00 1.125.399,22
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 59.400,00
8. Ergebnis nach Steuern 2.511.144,78 2.560.326,15
9. sonstige Steuern 913,00 1.773,00
10. Jahresüberschuss 2.510.231,78 2.558.553,15

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: EEINS GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Stuttgart
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: 735205

Verschmelzung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde zum 01. Januar 2022 die Tochtergesellschaft Eeins Data Technologies GmbH, Stuttgart, auf die EEINS GmbH als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen.

Der Verschmelzung wurde die Bilanz zum 31. Dezember 2021 der übertragenden Gesellschaft als Schlussbilanz zugrunde gelegt.

Von daher sind die Angaben der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 sowie des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Insbesondere die Umsatzerlöse und Materialaufwendungen haben sich durch die Verschmelzung deutlich erhöht. Diese waren im Abschluss der Eeins Date Technologies GmbH im Vorjahr mit TEUR 1.314 bzw. TEUR 1.187 ausgewiesen. Aus der Transaktion entstand ein Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 78, der ergebniswirksam erfasst wurde.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Genossenschaftsanteile zu Anschaffungkosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt auf Basis der angefallenen notwendigen Herstellungskosten einschließlich der Kosten der allgemeinen Verwaltung, jedoch höchstens mit dem Marktpreis am Abschlussstichtag.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nominalbetrag bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung erkannten Risiken berücksichtigt.

Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichen objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für in Folgejahren sich wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder entlastungen ergeben. Ergibt sich dabei ein aktivischer Überhang latenter Steuen, wird von dem bestehenden Ansatzwahlrecht Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der vorausichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5% sowie Gewerbesteuer in Höhe von rund 14,7% (durchschnittlicher Hebesatz 420%); ingsgesamt rund 30,6%.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 139.800,00 19.205,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 139.800,00 19.205,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 19.243,59 0,00 5.283,59
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 225.880,13 96.826,31 7.485,59
Summe Sachanlagen 245.123,72 96.826,31 12.769,18
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 224.144,85 0,00 0,00
2. Beteiligungen 25.087,65 0,00 25.000,00
3. Genossenschaftsanteile 55,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 249.287,50 0,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 634.211,22 116.031,31 37.769,18
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 159.005,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 159.005,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 13.960,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 315.220,85
Summe Sachanlagen 0,00 329.180,85
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 224.144,85
2. Beteiligungen 0,00 87,65
3. Genossenschaftsanteile 0,00 55,00
Summe Finanzanlagen 0,00 224.287,50
Summe Anlagevermögen 0,00 712.473,35
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.000,00 45.513,00 0,00 0,00 85.513,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 40.000,00 45.513,00 0,00 0,00 85.513,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 16.583,59 1.418,00 5.281,59 0,00 12.720,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.085,13 62.585,31 7.006,59 0,00 161.663,85
Summe Sachanlagen 122.668,72 64.003,31 12.288,18 0,00 174.383,85
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 224.144,85 0,00 0,00 0,00 224.144,85
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 224.144,85 0,00 0,00 0,00 224.144,85
Summe Anlagevermögen 386.813,57 109.516,31 12.288,18 0,00 484.041,70
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 73.492,00 99.800,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 73.492,00 99.800,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.240,00 2.660,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 153.557,00 119.795,00
Summe Sachanlagen 0,00 154.797,00 122.455,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 87,65 25.087,65
3. Genossenschaftsanteile 0,00 55,00 55,00
Summe Finanzanlagen 0,00 142,65 25.142,65
Summe Anlagevermögen 0,00 228.431,65 247.397,65

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zu diesem Anhang ersichtlich.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenden Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 282 (i.Vj. TEUR 238) aus Lieferungen und Leistungen. Daneben bestehen sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 400 (i.Vj. TEUR 5). Im Vorjahr beinhalteten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Darlehen inklusiver aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 70.

Die sonstige Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Fremdleister (TEUR 393), Urlaubs-, Boni- und Provisionen (TEUR 52), Gewährleistungen (TEUR 80), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 45) sowie übrige sonstige Rückstellungen (TEUR 10).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 298 (i.Vj. TEUR 155) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 100 (i.Vj. TEUR 0) aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 526 (i.Vj. TEUR 144) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 7 (i.Vj. TEUR 4).

Der ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich insgesamt auf TEUR 59 und entfällt vollumfänglich auf die Aktivierung von latenten Steuern.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung aus der Zuschreibung eines Darlehen in Höhe von TEUR 221.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten den Verschmelzungsverlust aus der Verschmelzung mit der Eeins Data Technologies GmbH in Höhe von TEUR 77. Hierbei handelt es sich gleichzeitig um Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung.

Sonstige Angaben

Geschäftssitz der Gesellschaft ist die Ingersheimer Str. 10, 70499 Stuttgart

Die EEINS GmbH, Ingersheimer Str. 10, 70499 Stuttgart wird in den Konzernabschluss der Alten Europe S.A.R.L. mit Sitz in 92100 Boulogne Billancourt, 40, Avenue André Morizet, France, einbezogen.

Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von einbezogenen Unternehmen auf. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Journal Officiel.

Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft obliegt Herrn Berthold Kellner und Herrn Markus Nolle als hauptberuflichen Geschäftsführern. Herr Nolle wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 als Geschäftsführer abberufen.

Mit Wirkung zum 23. März 2023 wurde Herr Renè Esser als hauptberuflicher Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter Haftungsverhältnissen anzugeben ist, beläuft sich zum 31.12.2022 auf TEUR 79. Es handelt sich hierbei um Mietverpflichtungen und Kfz-Leasingverträge.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 20. Davon waren 17 Mitarbeiter in Vollzeit und 3 Mitarbeiter in Teilzeit tätig.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Stuttgart, den 30. März 2023

gez.

Berthold Kellner

Renè Esser

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EEINS GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EEINS GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EEINS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 31. März 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Boger, Wirtschaftsprüfer

Sieprath, Wirtschaftsprüferin

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