ACT Real Estate GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Beil seit 30.8.2022 | Prokura |
Dirk Carsten Schoch seit 29.9.2020 | Prokura |
Lars Linnow seit 29.9.2020 | Prokura |
Kristian Scheel seit 13.1.2020 | Prokura |
Bianca Jürgens seit 17.9.2019 | Prokura |
Andreas Vulovic seit 15.6.2017 | Prokura |
Torsten Hahn seit 19.6.2013 | Prokura |
Frank Steiner seit 29.1.2013 | Prokura |
Michael Fischer seit 7.6.2012 | Prokura |
Gabriele Reclam seit 7.1.2010 | Prokura |
Annette Ode seit 7.1.2010 | Prokura |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Max Heinr. Sutor OHGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020Geschäftsmodell Die geschäftlichen Aktivitäten der Max Heinr. Sutor oHG erfuhren im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen, d. h. die Bank betreibt nach wie vor das Einlagengeschäft, das Wertpapiergeschäft und die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren. Die individuelle Vermögensverwaltung hat sich coronabedingt auf dem Vorjahr gehalten. Im Mengengeschäft konnte die Neuproduktion zum Vorjahr nicht gesteigert werden, trotzdem ist es zu einer Nettozunahme der verwalteten Verträge gekommen. Corona hat den Abschluss von Neuverträgen bei den FinTech-Unternehmen reduziert. Unser Direktgeschäft wurde in 2020 eingestellt. Die Anzahl der verwalteten Depots ist bei der Signal Iduna Asset Management (SIAM) erneut rückläufig gewesen. Das Stiftungskontor konnte in 2020 keine neue Stiftung auf ihre Dienstleistung (Übernahme der administrativen Tätigkeiten) aufmerksam machen. Das Kundenkreditvolumen blieb konstant. Unsere Bilanzsumme ist um € 365 Mio. gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem steigenden Treuhandgeschäft. Die Bank ist nur am Standort Hamburg tätig und betreibt keine Filialen oder Niederlassungen. Unser Absatzmarkt ist das gesamte Bundesgebiet bzw. der deutschsprachige / europäische Raum. Rahmenbedingungen Die nachfolgend erläuterten Rahmenbedingungen haben direkten Einfluss auf die Geschäfte der Bank, da hierdurch die Ergebnisse, insbesondere des Provisionsgeschäfts, beeinflusst werden. Das Corona Jahr 2020 war ein Jahr mit außergewöhnlich heftigen Schwankungen, nicht nur, aber auch an den Aktienmärkten. Die Wucht, mit der die Corona-Pandemie die Welt getroffen hat, hat auch die Finanzmärkte kräftig durcheinander gewirbelt. Zwei Erkenntnisse bringt uns das Jahr 2020: Erstens, bei allen Schwankungen bleiben Aktien das langfristig ertragsstärkste Investment. Zweitens, es kommt hierbei auf internationale Streuung an. Nur so hatte man Unternehmen im Portfolio, die von der Pandemie profitierten. Was aber auch nicht verkannt werden darf, ist die lockere Geldpolitik, mit der die Zentralbanken die Krise bekämpfen. Zwischen Mitte Februar und Mitte März brach der Dax um rund 39% auf ein Tief von 8.256 Zählern ein. Was danach geschah, konnte sich kaum jemand vorstellen. Die Aktienmärkte erholten sich so schnell und so stark, dass teilweise Rekordhöchststände erreicht wurden. Der Dax schaffte es erst nach den Weihnachtsfeiertagen neue Höchststände zu erklimmen. Zum Jahresschluss hat der Dax doch immerhin noch 3,6% Gewinn verbuchen können. Dies entsprach 13.719 Punkten. Für den MDax und SDax gab es die Krise nicht. Beide Indices haben den Dax erneut deutlich geschlagen. Der Jahresgewinn beim MDax liegt bei rd. 8,8% und beim SDax bei rd. 18%. Auf die Börsen in Amerika hatte die Pandemie eine ganz andere Wirkung. Vor allem der S&P500, der sich durch einen hohen Anteil von Technologiewerten auszeichnet, hat das Börsenjahr, trotz der schwersten Rezession, mit einem Plus von rd. 14% überdurchschnittlich abgeschlossen. Seit dem Frühjahr 2020 hat der Euro ein unerwartetes Comeback gefeiert. Zum Jahresende lag der Dollar bei rd. 1,22, wodurch sich viele importierte Waren verbilligten. Die Aufwertung des Euros ist vor allem dem Kurs der Fed geschuldet. Sowohl die Leitzinssenkung als auch eine Änderung der Strategie, höhere Inflationsraten zu akzeptieren, haben den Dollar geschwächt. Durch das Bondkaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programm) wurden durch die EZB praktisch alle in dem Jahr 2020 begebenen Staatsanleihen aufgekauft. Das führte dazu, dass die Bundkurve von zwei bis 30 Jahren komplett im Minus blieb. Damit gingen aber auch die Anleiherenditen in anderen Marktsegmenten zurück. Weder der stabile Abwärtstrend noch das politische Umfeld lassen die Rückkehr positiver Zinsrenditen erwarten. Die 10- jährige Bundrendite lag bei -0,58%. Im Gegensatz zu 2019 sind die Renditen 10- jähriger US-Staatsanleihen zwar noch positiv, aber doch deutlich niedriger. Der sich bereits im Oktober abzeichnende Sieg Bidens ließ die Renditen aber wieder steigen. Wird die Verschuldung weiter steigen, wird sich auch der Trend weiter fortsetzen. Erst Panik, dann Euphorie! Anders lässt sich die Abwärts- und, am Ende des Jahres, Aufwärtsfahrt des Ölpreises nicht beschreiben. Die im April vorgenommene drastische Kürzung der Ölförderung durch die Opec hatte nur begrenzten Erfolg. Viel wirksamer waren das Auslaufen der Lockdown-Maßnahmen bzw. die Aussicht auf einen wirksamen Impfstoff. Am Ende weist Brent ein Minus von rd. 22% auf. Die Edelmetalle Gold und Silber zählen zu den Gewinnern. Gold hat das Jahr mit einem Plus von rd. 24% beendet. Zu Beginn der Corona-Pandemie war von der "Krisenwährung" Gold nichts zu spüren. Im Gegenteil, der Kurs sackte auf weniger als 1.500 Dollar ab. Erst mit der Gefahr einer steigenden Inflation zum Ende der Krise markierte der Goldpreis seinen Rekordstand. Die Rahmenbedingungen wurden auch in 2020 für die Kreditinstitute weiter verschärft. Hier spielt unsere vorsichtige, konservative Geschäftsausrichtung keine Rolle, da der Gesetzgeber nur wenige Erleichterungen zulässt. Der Regulierungsdruck und die Steigerung des Geschäftsvolumens führte in diesem Jahr zu einem Anstieg des personellen und sachlichen Aufwands. Die Wettbewerbssituation und die Marktstellung der Bank haben sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert. Geschäftliche Entwicklung Analyse des Prognose- und Chancenberichts 2020:
Die individuelle Vermögensverwaltung konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 370 Mandate mit € 197,5 Mio. Depotvolumen (Vorjahr: 346 Mandate mit € 192,9 Mio. Depotvolumen) ausgebaut werden. Für die Vermögensberatung ist die Anzahl der Depotkunden auf 266 (Vorjahr: 269) gesunken, parallel dazu ist das Depotvolumen auf € 66,7 Mio. (Vorjahr: € 73,7 Mio.) gesunken. Die Assets under Management sind in der Vermögensverwaltung und -beratung ganz leicht um 0,9% auf € 264,2 Mio. (Vorjahr: € 266,6 Mio.) gesunken. Die Verwaltung von Wertpapiersparverträgen (Mengengeschäft), insbesondere zur Anlage vermögenswirksamer Leistungen in Aktieninvestmentfonds, bildet nach wie vor den geschäftlichen Schwerpunkt. Der Umfang des Geschäftes nach Zahl der verwalteten Depots ist erneut gegenüber dem Vorjahr um 2,3% auf 193.243 gestiegen; das Depotvolumen der verwahrten Wertpapiere und Edelmetalle ist nochmal im Vergleich zu 2019 um 12,3 % auf € 1.023,0 Mio. gestiegen. Der Absatz der Riester-Fondssparpläne und der Edelmetall-Sparverträge hat sich im Verhältnis zum gestiegenen Gesamtabsatz unterschiedlich entwickelt. Auf die Riester-Fondssparpläne entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. 16,0% (Vorjahr: 46,6%) des Neugeschäfts. Insgesamt verwalten wir im Riestergeschäft € 191,8 Mio. (Vorjahr: € 181,8 Mio.). Der Anteil der Edelmetallsparverträge am Neugeschäft ist gestiegen und liegt bei rd. 15,5% (Vorjahr: 8,3%), das Gesamtvolumen bei € 87,8 Mio. (Vorjahr: € 74,2 Mio.). Das gesamte Neugeschäft ist gegenüber dem Vorjahr um 14,1 % auf 20.479 Verträge (Vorjahr: 23.841) gesunken. Unser Direktgeschäft wurde in 2020 eingestellt, so dass die Anzahl der Depots auf 1.033 (Vorjahr: 1.115) rückläufig war. Das Volumen konnte mit € 18.1 Mio. (Vorjahr: € 17,5 Mio.) auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Kooperation mit einem Online-Broker, welche Ende 2019 gestartet ist, hat sich im letzten Jahr sehr gut entwickelt. Die Anzahl ist deutlich auf 5.540 Kunden (Vorjahr: 111 Kunden) mit einem Volumen von € 64,7 Mio. (Vorjahr: € 0,8 Mio.) gestiegen. Im Jahr 2020 sank die Anzahl der für die SIAM verwalteten SI-Depots auf 46.334 (Vorjahr: 47.701). Das Depotvolumen stieg deutlich auf € 3.182 Mio. (Vorjahr: € 2.362 Mio.). Dieses resultierte u.a. aus der Aufstockung einiger "Omnibusdepot-Inhaber". In der Gesamtbank stiegen die Assets under Management deutlich auf € 4.552 Mio. (Vorjahr: € 3.540,1 Mio.). Unsere FinTech-Kooperationen haben sich zu einem wichtigen geschäftlichen Standbein entwickelt. Die Sutor Bank hat sich im Markt einen Namen gemacht, so dass alleine in 2020 unser Haus 113 Anfragen erreicht haben. Der Schwerpunkt liegt hier im Payment Banking, gefolgt von den Themen Anlage, Krypto- und Fronting-Banking. Die Kooperation mit einem FinTech-Unternehmen, welches Tages- und Termingelder im Inland und in das europäische Ausland vermittelt, hat sich in der Anzahl der Kunden auf 135.819 (Vorjahr: 152.619) reduziert. Das Treuhandvolumen ist zum Vorjahr leicht auf € 4.395,8 Mio. (Vorjahr: € 4.047 Mio.) gestiegen. Das Direktanlagemodell, welches ebenfalls über unser Haus abgewickelt wird, hat zum Jahresende ein Volumen von € 281,4 Mio. (Vorjahr: € 104,9 Mio.) erreicht. Ebenfalls erwähnenswert ist die Kooperation mit einem FinTech-Unternehmen, welches Sperrkonten für ausländische Studenten vermittelt. Die Anzahl der aktiven Sperrkonten zum Stichtag reduzierte sich durch Corona auf 21.484 (Vorjahr: 32.308). Die durchschnittliche Anzahl der Sperrkonten lag mit 29.998 auf dem Vorjahresniveau. Alle anderen bestehenden bzw. neuen Kooperationen mit FinTech-Unternehmen entwickeln sich langsam bzw. befinden sich noch in den Anfängen, so dass sie hier keine Erwähnung finden. Zur Bewältigung des Wachstums, insbesondere zur Anpassung an die erweiterte Produktpalette (z.B. Kooperationen mit Start-ups), wurden erneut erhebliche Mittel in die Erweiterung der EDV-Technik investiert. Der Personalbestand zeigt sich, ohne Berücksichtigung unserer Aushilfen, unverändert bei 114 Mitarbeitern. Wir verfügen über einen Stab gut ausgebildeter und engagierter Mitarbeiter. Um den diversen Anforderungen des Marktes, der Bankenaufsicht und unserer Kundschaft gerecht zu werden, haben sich unsere Mitarbeiter durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen kontinuierlich weitergebildet. Unserem hohen Qualitätsanspruch werden wir auch in der Zukunft durch die Bereitstellung von Mitteln für die Aus- und Fortbildung Rechnung tragen. Insgesamt konnte vor Zuführung zu den Gewinnrücklagen i.H.v. TEUR 650 ein Jahresüberschuss von TEUR 1.796 erzielt werden. Geplant war Anfang des Jahres 2020, also vor Corona, ein Bilanzgewinn von TEUR 1.077. Für die Jahre 2021 und 2022 ergibt sich der Bi- lanzgewinn aus dem Prognosen- und Chancenbericht. Für die Sutor Bank stellt der Bilanzge- winn den bedeutendsten finanziellen Leistungsindikator dar. Nähere Einzelheiten zum Bilanz- gewinn sind den nachfolgenden Ausführungen zu entnehmen. Lage der Gesellschaft Ertragslage Die nachstehend ausgewählten Kennziffern aus einer nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliederten Erfolgsrechnung erläutern die Entwicklung des Jahresergebnisses der Bank:
Der positive Ausweis des Zinsergebnisses ist bedingt durch Beteiligungserträge. Beim Provisionsergebnis konnten wir erneut einen Anstieg in Höhe von TEUR 470 verzeichnen, zum einen trug die allgemeine positive Marktentwicklung der Assets under Management dazu bei, zum anderen entwickelten sich einzelne Kooperationen mit FinTech-Unternehmen weiterhin positiv. Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen resultiert aus deutlich gestiegenen Beitragszahlungen. Die erhöhten Beiträge konnten wir nahezu vollständig an einzelne Kooperationspartner weitergeben. Dieses erklärt den entsprechenden Zuwachs bei den sonstigen betrieblichen Erträgen. Nach Ansatz des neutralen Ergebnisses und der Belastung aus Ertragsteuern, sowie nach Vorwegzuweisung von TEUR 650 aus dem laufenden Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen, liegt der Bilanzgewinn um TEUR 1.031 unter dem des Vorjahres. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 364.889 auf TEUR 4.648.834. Den überwiegenden Anteil der Bilanzsumme machen weiterhin die Treuhandforderungen/-verbindlichkeiten mit je TEUR 4.395.771 aus. Diese Positionen beinhalten treuhänderisch erhaltene Kundengelder die bei anderen Banken als Tages- oder Termingelder angelegt wurden. Die Forderungen an Kunden sind mit TEUR 7.857 um TEUR 1.250 höher als im Vorjahr. Die Barreserve steigt zum Vorjahr um TEUR 14.873 und resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Kundeneinlagen aus Kooperationen mit FinTech-Unternehmen. Um das Ergänzungskapital der Bank zu erhöhen, wurde ein Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 600 aufgenommen. Des Weiteren erhöhten sich im Geschäftsjahr 2020 die Gewinnrücklagen um TEUR 2.254 auf TEUR 6.104. Die Erhöhung setzt sich aus der Gewinnverwendung 2019, der Zuführung eines Gesellschafters und der Vorabeinstellung in die Gewinnrücklagen in 2020 zusammen. Die Verbindung zu unseren Kunden stellt nach wie vor eine unserer Stärken dar. Neben den Eigenmitteln sind die Einlagen unserer Kunden unsere Hauptfinanzierungsquelle. Die Vermögens- und Finanzlage sowie die Liquiditätslage der Bank sind geordnet. Es stehen ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Risikobericht Risikomanagementsystem Das Risikomanagement betrachten wir als elementaren Teil des strategischen Managements unseres Hauses. Ziel unserer Risikosteuerung ist auch weiterhin nicht die absolute Minimierung sämtlicher Risiken, sondern vielmehr die Schaffung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen unseren Ertragszielen und den damit korrespondierenden Risiken. Eine aktiv und umsichtig ausgerichtete Risikopolitik sehen wir als unabdingbar für eine Bank an, die wie unser Haus eine sehr überschaubare Größenordnung hat und sich in einem vergleichsweise speziellen geschäftlichen Umfeld bewegt. Korrespondierend mit den aus unserer Geschäftsstrategie hervorgehenden Zielen einer Beibehaltung unseres Geschäftsmodells und eines moderaten Wachstums werden wir diese Ausrichtung unserer Risikopolitik unverändert beibehalten und die Risikokultur innerhalb unseres Hauses fördern. Dies gilt auch für die in den kommenden Jahren forcierte Ausrichtung des Hauses auf die zunehmenden Bedürfnisse der Kunden nach digital verfügbaren, internetbasierten Leistungen. Daraus resultierend werden wir die Methodik, die Verfahren und die Maßnahmen zur Steuerung unserer Risiken unverändert fortführen. Anpassungen werden immer dann erfolgen, wenn eine veränderte Risikosituation oder gesetzliche Anforderungen dies bedingen oder wenn uns Optimierungen und Weiterentwicklungen der Strukturen sinnvoll erscheinen. Neben den fünf Risikoarten - Marktpreis-, Liquiditäts-, Adressenausfall-, operationelle bzw. sonstige Risiken und Risiken aus AltZerG-Garantien-, welche über unterschiedliche Systeme gesteuert und kontrolliert werden, werden auch die Risiko- und Ertragskonzentrationen sowie die Vergütungssysteme turnusmäßig in das Risiko- und Ertragssteuerungsmanagement der Bank einbezogen. Der sog. Stresstest ist in unseren Risikotragfähigkeitsbericht eingeflossen. Die genannten Risiken werden in einem umfangreichen Prozess, welcher im Risikohandbuch beschrieben ist, sorgfältig gesteuert und überwacht. Unser internes Kontrollsystem stellt sicher, dass die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit der Steuerungs- und Überwachungssysteme fortlaufend gegeben ist. Die Risikosteuerung umfasst im Rahmen der festgelegten Geschäftsstrategie die Identifikation und Überwachung aller Risiken unserer Bank. Ein regelmäßiges unterjähriges Berichtswesen über alle Risikoarten trägt zur Transparenz der Risikosteuerung bei und zeigt, ob die Bank aufgrund ihrer Kapitalausstattung in der Lage ist, die wesentlichen Risiken ihres Geschäfts zu tragen (Risikotragfähigkeitsrechnung). Die Geschäftsleitung beschließt in enger Abstimmung mit den Gesellschaftern der Bank den Rahmen für das Risikomanagement. Das Gesamtlimit für alle Risikoarten per 31.12.2020 betrug TEUR 1.400 und wurde im Normalszenario zu 67,67 % ausgenutzt. Die Limitausnutzung der einzelnen Risikoarten stellt sich wie folgt dar:
Marktpreisrisiko Das Marktpreisrisiko beschreibt potenzielle Verluste aufgrund von ungünstigen Kurs- oder Marktpreisveränderungen. Die Ermittlung und Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgt monatlich durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken haben wir ein Gesamtlimit festgelegt. Ein Eintritt von Marktpreisrisiken ist für unser Haus aufgrund des Verzichts auf Handelsaktivitäten und einem konservativen Portfoliomanagement eher unwahrscheinlich, Risikokonzentrationen existieren nicht. Adressenausfallrisiko Das Adressenausfallrisiko beschreibt mögliche Verluste oder Wertminderungen aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung eines Vertragspartners, mit dem wir in einer Kreditbeziehung stehen. Dem Adressenausfallrisiko begegnen wir einerseits durch strenge Kreditrichtlinien, die u. a. den Kreditgenehmigungsprozess, die Kreditweiterbearbeitung sowie die Risikofrüherkennung und -überwachung beschreiben, andererseits durch eine Risikoklassifizierung der Ausleihungen und einen regelmäßigen Informationsaustausch auf Geschäftsleiterebene. Die Risikoklassifizierung wird quartalsweise im Risikobericht neu beurteilt. Ein wichtiges Instrument zur Risikoreduzierung stellen Sicherheiten dar. Sie werden regelmäßig bewertet, zugehörige Beleihungsrichtlinien werden regelmäßig überprüft. Entscheidungen über eine Risikovorsorge werden auf Vorschlag des Marktfolgebereiches der Kreditabteilung durch die Geschäftsleitung getroffen. In der Risikotragfähigkeitssteuerung unterscheiden wir zwischen Kundenkreditrisiken und Adressausfallrisiken außerhalb des Kundengeschäfts. In der letztgenannten Ausprägung des Adressausfallrisikos fassen wir das Bankenkredit-, das Kontrahenten- und das Emittentenrisiko sowie die altersvorsorgespezifischen und die kooperationspartnerbasierten Adressausfallrisiken zusammen. Altersvorsorgespezifische Ausfallrisiken ergeben sich im Hinblick auf die beiden Versicherungsgesellschaften, mit denen wir kooperieren. Das kooperationspartnerbasierte Ausfallrisiko bezieht sich die Uneinbringlichkeit von Erstattungsforderungen an einen Kooperationspartner. Das ebenfalls unter das Adressenausfallrisiko fallende Länderrisiko wird nur qualitativ überwacht. Liquiditätsrisiko Das Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko ist das Risiko, dass die Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht nachkommen kann oder am Markt zu angemessenen Konditionen Refinanzierungsmittel aufnehmen muss. Die Bank nimmt eine Öffnungsklausel in den MaRisk in Anspruch und definiert die Liquiditätsrisiken weiterhin als nicht wesentlich. Als Begründung werden hier das Geschäftsmodell und die Gesellschafterstruktur angeführt. Eine Anrechnung auf das Risikodeckungspotential findet somit nicht statt. Selbstverständlich ist aber sichergestellt, dass unsere Liquiditätsrisiken angemessen in unsere Risikosteuerungs- und Controllingprozesse einbezogen sind. Die Liquiditätsrisiken werden täglich überwacht. Die Liquiditätskennziffer LCR (Liquidity Coverage Ratio) lag mit 931,07% (Vorjahr: 891,06%) deutlich über der aufsichtsrechtlichen Mindestquote. Operationelle und sonstige Risiken Operationelles Risiko ist die Gefahr eines Verlustes, der infolge eines Mangels oder des Versagens von internen Prozessen, Mitarbeitern, Technologien oder infolge externer Ereignisse eintritt. Zur Begrenzung der operationellen Risiken haben wir ein Regelwerk mit eingerichteten Kontrollverfahren installiert. Das Kontrollsystem und die eingerichteten Notfallpläne werden laufend den aktuellen Erfordernissen angepasst. Darüber hinaus sind Restrisiken in Teilen durch Versicherungen gedeckt. Entsprechend den aufsichtsrechtlichen Anforderungen überwacht die Interne Revision in direkter Verantwortung der Geschäftsleitung alle organisatorischen Regelungen und ihre Wirksamkeit zur Steuerung der Risiken. Die operationellen Risiken werden im Rahmen einer Expertenbefragung identifiziert, quantifiziert und in einer Schadenfalldatenbank erfasst und ausgewertet. Der bisherige Betrachtungsansatz der operationellen Risiken in unserer Risikotragfähigkeitsermittlung ist aktiv und umsichtig gestaltet und stark auf die individuelle Situation der Bank hin ausgerichtet. Neben dem jährlich durchgeführten Self Assessments und den Werten der Schadensfalldatenbank findet in dieser Risikoart auch unsere Risikoinventur Eingang, in dem wir unsere Einschätzungen zu den einzelnen Positionen des operationellen Risikos quantifiziert haben. Die detaillierten Aufstellungen zur Risikoinventur geben Auskunft über die laufend weiterentwickelten, grundsätzlichen Steuerungsmaßnahmen für dieses Risiko. Der Entwicklung der in unserem Gesamtrisikoprofil von den operationellen Risiken abgegrenzten Reputationsrisiken wird aufgrund der zunehmenden Bekanntheit der Bank weiterhin hohe Aufmerksamkeit gewidmet und mit entsprechenden Maßnahmen gegengesteuert. Mit der Weiterverfolgung des geschäftspolitischen Ziels einer Erhöhung des Bekanntheitsgrades geht ein Ansteigen des Reputationsrisikos einher. Deshalb stufen wir diese Risikoart als wesentlich ein. Aufgrund der starken unmittelbaren Abhängigkeit wesentlicher Ertragspositionen von der Kapitalmarktentwicklung messen wir dem Geschäftsrisiko (Planungsrisiko) zunehmend Bedeutung bei und haben uns losgelöst von bisher nicht bestehenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen dazu entschieden, diese Risikoart in unserem Gesamtrisikoprofil bzw. unserer Risikoinventur zu berücksichtigen. Da wir in den kommenden Planungsperioden mit einer hohen Gewichtung der kapitalmarktabhängigen Ertragspositionen in unserem Gesamtergebnis rechnen, stufen wir diese Risikoart als wesentlich ein. Mit der Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der Weiterentwicklung digital verfügbarer Leistungen und Angebote (Strategisches Risiko) wird sich die Abhängigkeit von dem bisher stark fokussierten Markt freier, im Präsenzgeschäft tätiger Vermittler verringern. Neben dem in der Geschäftsstrategie dargestellten Ziel des Ausbaus der Position im Nischenmarkt des Vermögensaufbaus von Privatpersonen wird mit der Verfügbarkeit unserer Leistungen auf multiplen Kanälen auch eine Reduzierung der strategischen Risiken des Wettbewerbermarkts und des Nachfragemarktes angestrebt. Mit dem Ausbau digital verfügbarer Leistungen und der geplanten Anbindung weiterer, auch internetbasiert arbeitender Vertriebe erfolgt im Geschäftsfeld des Business Development eine enge Beobachtung eines Entstehens von Ertragskonzentrationen. Die Ertragserzielung in diesem Geschäftsfeld ist deutlich höheren Unsicherheiten ausgesetzt als in den anderen beiden Geschäftsbereichen, in denen am Markt etablierte Produkte vertrieben werden und langjähriges Erfahrungswissen über das Kundenverhalten eine deutlich bessere Prognose erlaubt. Die Risiken aus AltZertG-Garantien sind für die Bank relevant, weil sie Altersvorsorgeverträge anbietet, die auf den Bestimmungen des Alterszertifizierungsgesetzes basieren (Riesterverträge). Sowohl in der Risikoinventur als auch in der Risikotragfähigkeitsermittlung wird dieses Risiko isoliert dargestellt. Die Erfüllung konkreter Garantieverpflichtungen wird in den kommenden Jahren eine untergeordnete Bedeutung haben, da nur sehr wenige Altersvorsorgeverträge den Zeitpunkt erreichen, auf den die Garantie ausgerichtet ist (Eintritt des Kunden in das Rentenalter). Die Bank ist aber im Zusammenhang mit den Garantieverpflichtungen des Riestergeschäfts dem Risiko steigender aufsichtsrechtlicher Eigenmittelanforderungen ausgesetzt. Da die Höhe der Eigenmittelanforderungen auch von den Entwicklungen des Kapitalmarkt- und Zinsniveaus beeinflusst wird, hat die Bank im Jahr 2020 ihre Steuerungsmaßnahmen erweitert. Nun werden die Riesterportfolien bzw. die daraus resultierenden Garantierisiken mittels eines eigens dafür entwickelten Portfoliosteuerungsmodells, in Verbindung mit einer laufzeitkongruenten Rentenfondsanlage, eng begrenzt. Dadurch wird die Gefahr steigender aufsichtsrechtlicher Eigenmittelanforderungen auf ein Minimum reduziert. Ein hoher Druck wird weiterhin von den stetig zunehmenden Regulierungsanforderungen für alle von der Bank betriebenen Geschäfte ausgehen, so dass das regulatorische Risiko ein recht hohes für die Bank bleibt. Bankbuch (Zinsänderungsrisiken) Zum Bilanzstichtag wurde gemäß IDW BFA 3 auf Basis einer periodischen (GuV-orientierten) Betrachtungsweise unter Berücksichtigung von voraussichtlich noch anfallenden Risiko- und Verwaltungskosten nachgewiesen, dass aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) kein Verpflichtungsüberschuss besteht. Somit war die Bildung einer Rückstellung nach § 340a i.V.m. § 249 HGB nicht erforderlich. Kapitalplanung Die Kapitalplanung ist eine Ergänzung der Risikotragfähigkeit der Bank, um die zukünftige Fähigkeit, die eigenen Risiken tragen, angemessen überwachen und planen zu können. Ziel ist es, etwaigen Kapitalbedarf, der sich über den Risikobetrachtungshorizont hinaus ergeben könnte, rechtzeitig zu identifizieren und erforderlichenfalls frühzeitig geeignete Maßnahmen einzuleiten. Die Bank hat im vergangenen Jahr die Methodik zur Aufstellung ihrer Kapitalplanung nach der Installierung der dargestellten Steuerungsmaßnahmen für die Garantierisiken des Riestergeschäfts ergänzt, so dass diesen Risiken bzw. die daraus resultierenden Eigenmittelanforderungen transparenter dargestellt werden. Zusammenfassung der Risikolage Im Geschäftsjahr 2020 standen ausreichende Eigenmittel zur Verfügung, um die wesentlichen Risiken jederzeit abzudecken. Der von den extremen Marktbewegungen an den Kapital- und Zinsmärkten zu Beginn der Corona-Krise ausgelöste Sondersituation steigender Eigenmittelanforderungen wurde durch gezielte Maßnahmen begegnet, so dass sich im vergangenen Jahr keine nachhaltige Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit ergab. Für die bankaufsichtsrechtlichen Stellen werden zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit täglich die Größen anrechnungspflichtiger Positionen und aufsichtsrechtlicher Eigenmittel für die Bank ermittelt. Die Eigenmittelanforderungen stellen sich wie folgt dar:
Die aufsichtsrechtlichen Kernkapital- und Liquiditätsvorschriften sowie die Mindestreservevorschriften wurden eingehalten. Das unternehmensinterne Steuerungs- und Überwachungssystem (Profit Center Ergebnisrechnung) der Bank verfolgt die Ertrags- und Risikoentwicklung in einem monatlichen Berichtswesen. Marktausblick Das Jahr 2020 wird mit dem stärksten Wirtschaftseinbruch aber auch mit einem fast ebenso starken Wirtschaftsaufschwung in die Geschichtsbücher eingehen. Möglich gemacht wurde dies durch eine expansive Geld- und Fiskalpolitik. Folgende Faktoren dürften nach Corona in 2021 für einen Aufschwung sorgen:
Die Covid-19-Pandemie hat in 2020 eine beispiellose Wirtschaftskrise ausgelöst. Mindestens im 1. Quartal 2021 wird von einer sinkenden Wirtschaftsleistung, alleine schon durch die längere Lockdown-Phase und die dritte Infektionswelle, ausgegangen. Ob dann insgesamt von einer Rezession die Rede ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognostiziert werden. Als Konjunkturmotor für Europa könnten sich die jüngsten Prognosen aus China, aber auch das billionenschwere Konjunkturpaket und der Fortschritt der Impfkampagne in den USA erweisen. Durch die Ausweitung der Lockdown-Phase in Europa hat ja bereits die EZB das Bondkaufprogramm volumensmäßig und zeitlich ausgeweitet. Damit werden auch in 2021 die Renditen von Anleihen künstlich niedrig gehalten. Für die Fremdmittelbeschaffung sind das gute Nachrichten. Nach der Verlängerung der restriktiven Förderpolitik der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und der verbündeten Länder hat sich der Ölpreis auf einem hohen Niveau eingependelt. Der Druck, die Produktion zu erhöhen, wird steigen, sobald es die Marktverhältnisse zulassen. Einige Länder, dazu gehört auch Russland, wollen ihre Einnahmen durch Steigerung der Exportmengen maximieren. Das wird sich negativ auf den Barrel Preis auswirken. Und wie geht es mit dem Euro weiter? Da es sich abzeichnet, dass die geldpolitischen Bedingungen unverändert fortgeführt werden, wird der Euro auch weiter aufgewertet werden. Amerika spielt hier, mit ihrer Entscheidung eine Inflationsrate von mehr als 2% zuzulassen, eine gewichtige Rolle. Prognose- und Chancenbericht Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden die Geschäftsfelder der Sutor Bank im Jahr 2021 und wahrscheinlich auch in 2022 belasten. Im Individualkundenbereich mit seinem Stiftungskontor ist es uns erneut gelungen, und dies sollte auch für die nächsten zwei Jahre gelten, die Anzahl der Kunden und das Volumen in der Vermögensverwaltung zu erhöhen. Dies sollte auch für das Stiftungskontor gelten, wobei hier aufgrund der unveränderten Finanzmarktlage mit ihren niedrigen Zinsen die Vermögensanlage weiterhin das größere Thema ist. Wir erhoffen uns 3 bis 4 neue Stiftungen für die Vermögensanlage. Mit der Abgabe der administrativen Verwaltung an fremde Dritte tun sich die Stiftungsvorstände oft schwer, so dass wir hier einen Zuwachs von nur einer Stiftung pro Jahr erwarten. Eine Nettoabnahme der verwalteten Verträge im Mengengeschäft ist nicht eingetreten. Dies konnte jedoch nur erreicht werden, weil sich die Anzahl der Kündigungen reduziert hat. Die Anzahl der Neuabschlüsse hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls reduziert. Für 2021 sollte sich die Neuproduktion wieder auf dem Niveau von 2019 stabilisieren, was einen weiteren Zuwachs bei den Neuabschlüssen und einen Rückgang bei den Kündigungen bedeutet. Die Anbindung weiterer Vertriebspartner, insbesondere aus dem FinTech-Sektor, sollte den erhofften Zuwachs generieren. Unser strategisches Ziel im FinTech-Bereich ist der Aufbau einer Wertpapier- und Kryptowerte-Plattform, auf der eigene B2C- und B2B-Angebote angeboten werden können. Unsere heutigen B2C-Angebote werden ergänzt. Im B2B-Geschäft wäre man Partner für Unternehmen, die Wertpapier- bzw Kryptowerte-basierende Angebote entwickeln und anbieten wollen. Daneben ist unser Ziel, jedes Jahr bis zu drei FinTech-Unternehmen an unser Haus zu binden, um damit mittelfristig die Geschäftsneuproduktion zu steigern. Als Grundvoraussetzung bleibt - wie in den Vorjahren - die Hebung der Bekanntheit der Bank. Hier wird uns die Content-Marketing Strategie, die Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur, der Fokus auf "Next Finance" Dienstleistungen und natürlich die bereits zum zwölften Mal in Folge ausgezeichnete Vermögensverwaltung beflügeln. Wir bieten auf unserer Unternehmenswebsite und in unserem Newsletter nützliche Informationen, weiterbringendes Wissen oder auch Unterhaltung. Unser Direktgeschäft wurde in 2020 eingestellt, so dass aufgrund gesunkener Anzahl von Verträgen sich auch der Ertrag in 2021 reduzieren sollte. Für 2021 erwartet die Bank aufgrund krisenbedingter Erlösschmälerungen und Kostensteigerungen nur ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von rd. € 0,7 Mio. Nach unserer adjustierten Planung wird das Ergebnis 2022 bei rd. € 1,6 Mio. nach Steuern liegen. Folgende Faktoren spielen hierbei eine Rolle: Die Summe aus Personal- und Sachkosten wird in 2021 aufgrund von Geschäftsausweitungen, tariflichen Anpassungen, Zukunftsinvestitionen bzw. regulatorischen Anforderungen deutlich steigen. Parallel dazu steigen zwar auch die Erträge, jedoch nicht in dem Maße wie die Kosten. In 2022 werden sich die Sachkosten reduzieren, dafür aber die Erlöse deutlich stärker steigen, so dass wieder mit einem deutlich positiveren Ergebnis zu rechnen ist. Im Individualkundengeschäft wird sich das Provisionsergebnis, auch wenn die Pandemie noch nicht beendet ist, zum Vorjahr erhöhen. Unsere zum zwölften Mal als herausragend ausgezeichnete Vermögensverwaltung wird den überwiegenden Teil zum Provisionsergebnis beitragen. Im Mengengeschäft haben sich die Erträge aus den Ausgabeaufschlägen weitestgehend eingependelt, hier wird eher mit einem leichten Rückgang gerechnet. Vertriebsfolgeprovisionen und sonstige Verwaltungsgebührenerträge werden krisenbedingt, aber auch durch eine höhere Beteiligung der Vertriebspartner an diesen Erträgen sinken. Die Kontoführungs- und Depotgebühren werden sowohl in 2021 als auch in 2022 leicht steigen. Das Business Development mit seinen bereits bestehenden und neuen Kooperationen im Fin- Tech-Bereich trägt deutlich zum Ergebnis der Bank bei. Für 2021 und 2022 rechnen wir durch Geschäftsausweitung auf neue Kooperationen mit einer weiteren Steigerung der Provisionserträge, weshalb wir uns auch personell auf die Gegebenheiten anpassen werden. Unsere Sparvertragsverwaltungssoftware und unsere Wertpapieranwendung für den vermögenden Individualkunden müssen sich einer grundsätzlichen Neukonzeption bzw. Modernisierung unterziehen. Für den Individualkunden-Bereich wird dies aber erst 2022 der Fall sein. Des Weiteren werden Maßnahmen ergriffen, um die auf unser Haus zukommenden regulatorischen Anforderungen erfüllen zu können. Für alle Themen haben wir in den kommenden Jahren entsprechende Investitionen vorgesehen. Der Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Diese Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Unsere Gesellschaft ist der Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen. Unsere Mitarbeiter haben im Jahr 2020 Beachtliches geleistet. Wir danken ihnen herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz, der gerade jetzt in der Coronakrise unverzichtbar ist, und uns die Zuversicht gibt, die Sutor Bank unbeschadet durch diese Krise zu führen.
Hamburg, den 21.05.2021 Zweite Sutor Beteiligungs GmbH Robert Freitag Thomas Meier Jahresbilanz zum 31. Dezember 2020der Max Heinr. Sutor oHGAktivseite
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Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Angaben zur Identifikation der Bank (gem. § 264 Abs. 1a HGB) Firma: Max Heinr. Sutor oHG Sitz: Hermannstr. 46, 20095 Hamburg Handelsregister: Amtsgericht Hamburg, HRA 25379 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt. Die Forderungen sind mit den Nennwerten, vermindert um die erforderlichen Wertberichtigungen, angesetzt. Die Barreserve ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind, werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden aufgrund langfristiger Halteabsicht Wertpapiere der Liquiditätsreserve i.H.v. T€ 1.739 in das Anlagevermögen umgegliedert. Aus der Umgliederung haben sich zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Bewertungseffekte ergeben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten sind mit den Nennwerten angesetzt worden. Die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Bank hat Geringwertige Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr 2020 mit einem Anschaffungswert bis zu € 800,00 netto in voller Höhe abgeschrieben. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit Nennwerten bzw. mit Anschaffungskosten bewertet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Rückstellungen sind mit ihrem in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag und unter Berücksichtigung des § 340h i.V.m. § 256a HGB bewertet. Aufwendungen und Erträge sind entsprechend ihrem Verursachungs- und Entstehungszeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben abgegrenzt, die nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen, bzw. Einnahmen die nach dem Abschlussstichtag Ertrag darstellen. Zum Bilanzstichtag wurde gemäß IDW RS BFA 3 auf Basis einer periodischen (GuV-orientierten) Betrachtungsweise unter Berücksichtigung von voraussichtlich noch anfallenden Risiko- und Verwaltungskosten nachgewiesen, dass aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) kein Verpflichtungsüberschuss besteht. Somit war die Bildung einer Rückstellung nach § 340a i.V.m. § 249 HGB nicht erforderlich. Eventualverbindlichkeiten und Andere Verpflichtungen wurden zu Nennwerten ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Im Posten Forderungen an Kreditinstitute sind Termingelder mit folgenden Restlaufzeiten ausgewiesen: bis drei Monate: T€ 0 (Vorjahr T€ 373). Die Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 7.857 haben folgende Restlaufzeiten: bis drei Monate: T€ 6.237 (Vorjahr T€ 4.234) mehr als drei Monate bis ein Jahr: T€ 1.493 (Vorjahr T€ 1.738) mehr als ein Jahr bis fünf Jahre: T€ 127 (Vorjahr T€ 636). Die in der Jahresbilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sind börsenfähig und börsennotiert. Von den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren entfallen T€ 1.462 auf börsennotierte und T€ 683 auf nicht börsennotierte Wertpapiere. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig. Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden T€ 300 im Jahr 2021 fällig. Stille Reserven bestehen in Höhe von T€ 0 bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren und T€ 99 bei Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren. Die Bank hält folgende Anteile an verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 11 HGB):
Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von jeweils T€ 4.395.771 bestehen vollständig aus Treuhandkrediten. Sie beinhalten treuhänderisch erhaltene Kundengelder, die bei anderen Banken als Tages- oder Termingelder angelegt wurden. Der Posten Sachanlagen enthält ausschließlich die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens nach § 34 Abs. 3 RechKredV i. V. m. § 284 Abs. 3 HGB stellt sich wie folgt dar:
Die in der Jahresbilanz der Bank ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Provisionsforderungen (T€ 936) und Depotgebühren (T€ 903). Es sind jeweils Vermögenswerte in Höhe von T€ 740 und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 602 ausgewiesen, die auf fremde Währung lauten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in der Jahresbilanz der Bank bestehen in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 251) gegenüber verbundenen Unternehmen und in Höhe von T€ 95 (Vorjahr T€ 273) gegenüber Gesellschaftern. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.056) und Vermittlerprovisionen (T€ 1.070) ausgewiesen. Von den Rückstellungen entfällt der wesentliche Betrag auf Rückstellungen für Rückzahlungen von Ausgabeaufschlägen (T€ 850), die mit dem dafür veröffentlichten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst wurden. Pauschal- bzw. Sammelrückstellungen wurden nicht gebildet. Für die im Geschäftsjahr aufgenommene nachrangige Verbindlichkeit von T€ 600 sind Zinsen in Höhe von T€ 4 abgrenzt und unter nachrangigen Verbindlichkeiten ausgewiesen worden. Die Nachrangige Verbindlichkeit wird mit 6% p.a. verzinst und ist am 17.11.2030 fällig. Die Bedingungen entsprechen Artikel 63 CRR. Ein vorzeitiger Rückzahlungsanspruch besteht nicht. Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Erfüllungs- und Mietbürgschaften. In der Vergangenheit wurden wir aus den von uns herausgelegten Bürgschaften nicht in Anspruch genommen. Das Risiko einer zukünftigen Inanspruchnahme wird als gering eingestuft aufgrund der Entwicklung in der Vergangenheit. Die anderen Verpflichtungen bestehen vollständig aus unwiderruflichen Kreditzusagen. Im Zinsertrag sind T€ -1.755 (Vorjahr T€ -1.355) aus der negativen Einlagenverzinsung der Deutschen Bundesbank enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfielen ausschließlich auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Ein wesentlicher Teil der Provisionserträge resultiert aus der Vermittlung von Investmentanteilen an Kunden, sowie aus der Vermögensverwaltung. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden unter anderem Erträge aus den Bereichen der Kontoverwaltung für Dritte, dem Sutor Stiftungskontor und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen ausgewiesen. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 116 Mitarbeiter (ohne Geschäftsleiter, ohne Auszubildende) in der Bank beschäftigt. Diese teilen sich wie folgt auf:
Für den Abschlussprüfer sind folgende Honorare im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst:
Finanzielle Verpflichtungen Aus Mietverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in einer Gesamthöhe von T€ 2.965, von denen T€ 508 innerhalb des Jahres 2021 fällig sind. Angaben zu Anteilen an Sondervermögen (§ 285 Nr. 26 HGB): Die Gesellschaft verfügt nicht über mehr als 10% der Anteile an inländischen Investmentvermögen gemäß § 285 Nr. 26 HGB. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses gem. § 340i HGB in Verbindung mit § 290 Abs. 1 und 2 HGB wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da das Tochterunternehmen für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Konditionen getätigt (§ 285 Nr. 21 HGB). Die Geschäftsleitung der Bank erhält keine laufenden Bezüge. Nachtragsbericht: Vorgänge von besonderer Bedeutung waren nach Abschluss des Geschäftsjahres 2020 nicht zu verzeichnen. In 2016 wurde ein Prüfungsausschuss gebildet. Dieser befasst sich unter anderem mit Fragen der Rechnungslegung und der Auswahl des Abschlussprüfers. Die Gesamtvergütungen für das Jahr 2020 betrugen T€ 3,5. Der Prüfungsausschuss besteht aus folgenden Mitgliedern: Herr Michael Wulff, Pensionär, Vorsitzender des Prüfungsausschusses Frau Kerstin Michaelis, Bankfachwirtin Herr Rüdiger Kreutz, Steuerberater. Die Geschäftsführung des Kreditinstituts erfolgt durch die persönlich haftenden Gesellschafter,
sowie
vertreten durch den Geschäftsführer,
Hamburg, den 30. März 2021 Robert Freitag Thomas Meier Zweite Sutor Beteiligungs GmbH BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Max Heinr. Sutor oHG, Hamburg, VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Max Heinr. Sutor oHG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Max Heinr. Sutor oHG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht war der folgende Sachverhalt am Bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Verantwortung der Geschäftsleiter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsleitung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsleitung dafür verantwortlich die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 08. Oktober 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 09. November 2020 von der Geschäftsführung beauftragt. Wir sind erstmals seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Max. Heinr. Sutor oHG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistung, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurde, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Eugenie Schmidt-Hane.
Frankfurt am Main, den 31. Mai 2021 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Ralph Hüsemann, Wirtschaftsprüfer Eugenie Schmidt-Hane, Wirtschaftsprüfer |
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