Max Heinr. Sutor OHG

Hamburg

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRA 25379
Vorher
Max Heinr.SutorMax Heinr.Sutor OHG
Eingetragen
10.3.1921
Branche
Herstellung von SchuhenGroßhandel mit SchuhenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Beil
seit 30.8.2022
Prokura
Dirk Carsten Schoch
seit 29.9.2020
Prokura
Lars Linnow
seit 29.9.2020
Prokura
Kristian Scheel
seit 13.1.2020
Prokura
Bianca Jürgens
seit 17.9.2019
Prokura
Andreas Vulovic
seit 15.6.2017
Prokura
Torsten Hahn
seit 19.6.2013
Prokura
Frank Steiner
seit 29.1.2013
Prokura
Michael Fischer
seit 7.6.2012
Prokura
Gabriele Reclam
seit 7.1.2010
Prokura
Annette Ode
seit 7.1.2010
Prokura

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Name
Rolle
Ort
Meier Beteiligungs GmbH
Persönlich haftender Gesellschafter
Zweite Sutor Beteiligungs GmbH
Persönlich haftender Gesellschafter

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Max Heinr. Sutor OHG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Geschäftsmodell

Die geschäftlichen Aktivitäten der Max Heinr. Sutor oHG erfuhren im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen, d. h. die Bank betreibt nach wie vor das Einlagengeschäft, das Wertpapiergeschäft und die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren. Die individuelle Vermögensverwaltung hat sich coronabedingt auf dem Vorjahr gehalten. Im Mengengeschäft konnte die Neuproduktion zum Vorjahr nicht gesteigert werden, trotzdem ist es zu einer Nettozunahme der verwalteten Verträge gekommen. Corona hat den Abschluss von Neuverträgen bei den FinTech-Unternehmen reduziert. Unser Direktgeschäft wurde in 2020 eingestellt. Die Anzahl der verwalteten Depots ist bei der Signal Iduna Asset Management (SIAM) erneut rückläufig gewesen. Das Stiftungskontor konnte in 2020 keine neue Stiftung auf ihre Dienstleistung (Übernahme der administrativen Tätigkeiten) aufmerksam machen. Das Kundenkreditvolumen blieb konstant.

Unsere Bilanzsumme ist um € 365 Mio. gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem steigenden Treuhandgeschäft. Die Bank ist nur am Standort Hamburg tätig und betreibt keine Filialen oder Niederlassungen. Unser Absatzmarkt ist das gesamte Bundesgebiet bzw. der deutschsprachige / europäische Raum.

Rahmenbedingungen

Die nachfolgend erläuterten Rahmenbedingungen haben direkten Einfluss auf die Geschäfte der Bank, da hierdurch die Ergebnisse, insbesondere des Provisionsgeschäfts, beeinflusst werden.

Das Corona Jahr 2020 war ein Jahr mit außergewöhnlich heftigen Schwankungen, nicht nur, aber auch an den Aktienmärkten. Die Wucht, mit der die Corona-Pandemie die Welt getroffen hat, hat auch die Finanzmärkte kräftig durcheinander gewirbelt. Zwei Erkenntnisse bringt uns das Jahr 2020: Erstens, bei allen Schwankungen bleiben Aktien das langfristig ertragsstärkste Investment. Zweitens, es kommt hierbei auf internationale Streuung an. Nur so hatte man Unternehmen im Portfolio, die von der Pandemie profitierten. Was aber auch nicht verkannt werden darf, ist die lockere Geldpolitik, mit der die Zentralbanken die Krise bekämpfen.

Zwischen Mitte Februar und Mitte März brach der Dax um rund 39% auf ein Tief von 8.256 Zählern ein. Was danach geschah, konnte sich kaum jemand vorstellen. Die Aktienmärkte erholten sich so schnell und so stark, dass teilweise Rekordhöchststände erreicht wurden. Der Dax schaffte es erst nach den Weihnachtsfeiertagen neue Höchststände zu erklimmen. Zum Jahresschluss hat der Dax doch immerhin noch 3,6% Gewinn verbuchen können. Dies entsprach 13.719 Punkten. Für den MDax und SDax gab es die Krise nicht. Beide Indices haben den Dax erneut deutlich geschlagen. Der Jahresgewinn beim MDax liegt bei rd. 8,8% und beim SDax bei rd. 18%.

Auf die Börsen in Amerika hatte die Pandemie eine ganz andere Wirkung. Vor allem der S&P500, der sich durch einen hohen Anteil von Technologiewerten auszeichnet, hat das Börsenjahr, trotz der schwersten Rezession, mit einem Plus von rd. 14% überdurchschnittlich abgeschlossen.

Seit dem Frühjahr 2020 hat der Euro ein unerwartetes Comeback gefeiert. Zum Jahresende lag der Dollar bei rd. 1,22, wodurch sich viele importierte Waren verbilligten. Die Aufwertung des Euros ist vor allem dem Kurs der Fed geschuldet. Sowohl die Leitzinssenkung als auch eine Änderung der Strategie, höhere Inflationsraten zu akzeptieren, haben den Dollar geschwächt.

Durch das Bondkaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programm) wurden durch die EZB praktisch alle in dem Jahr 2020 begebenen Staatsanleihen aufgekauft. Das führte dazu, dass die Bundkurve von zwei bis 30 Jahren komplett im Minus blieb. Damit gingen aber auch die Anleiherenditen in anderen Marktsegmenten zurück. Weder der stabile Abwärtstrend noch das politische Umfeld lassen die Rückkehr positiver Zinsrenditen erwarten. Die 10- jährige Bundrendite lag bei -0,58%. Im Gegensatz zu 2019 sind die Renditen 10- jähriger US-Staatsanleihen zwar noch positiv, aber doch deutlich niedriger. Der sich bereits im Oktober abzeichnende Sieg Bidens ließ die Renditen aber wieder steigen. Wird die Verschuldung weiter steigen, wird sich auch der Trend weiter fortsetzen.

Erst Panik, dann Euphorie! Anders lässt sich die Abwärts- und, am Ende des Jahres, Aufwärtsfahrt des Ölpreises nicht beschreiben. Die im April vorgenommene drastische Kürzung der Ölförderung durch die Opec hatte nur begrenzten Erfolg. Viel wirksamer waren das Auslaufen der Lockdown-Maßnahmen bzw. die Aussicht auf einen wirksamen Impfstoff. Am Ende weist Brent ein Minus von rd. 22% auf. Die Edelmetalle Gold und Silber zählen zu den Gewinnern. Gold hat das Jahr mit einem Plus von rd. 24% beendet. Zu Beginn der Corona-Pandemie war von der "Krisenwährung" Gold nichts zu spüren. Im Gegenteil, der Kurs sackte auf weniger als 1.500 Dollar ab. Erst mit der Gefahr einer steigenden Inflation zum Ende der Krise markierte der Goldpreis seinen Rekordstand.

Die Rahmenbedingungen wurden auch in 2020 für die Kreditinstitute weiter verschärft. Hier spielt unsere vorsichtige, konservative Geschäftsausrichtung keine Rolle, da der Gesetzgeber nur wenige Erleichterungen zulässt. Der Regulierungsdruck und die Steigerung des Geschäftsvolumens führte in diesem Jahr zu einem Anstieg des personellen und sachlichen Aufwands.

Die Wettbewerbssituation und die Marktstellung der Bank haben sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert.

Geschäftliche Entwicklung

Analyse des Prognose- und Chancenberichts 2020:

Der gewünschte Zuwachs bei den Neuabschlüssen und konstanter Anzahl an Kündigungen führte zu einer erneuten Steigerung der Neuproduktion im Mengengeschäft. Dies konnte dank der (indirekten) Anbindung weiterer Vermittler, aber auch durch ein gesteigertes Interesse an Fondssparplänen, erreicht werden. Das Provisionsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

In 2020 konnten drei neue FinTech-Unternehmen aus dem Krypto-Umfeld für die Sutor Bank gewonnen werden. Damit konnte unser selbst gestecktes Ziel nicht erreicht werden. Personell haben wir uns auf eine höhere Anzahl von Kooperationen angepasst und weitere Mitarbeiter für diesen Bereich eingestellt. Die Provisionserträge konnten erwartungsgemäß gesteigert werden.

Die Hebung der Bekanntheit der Bank wurde durch die Anpassung unserer Content Marketing Strategie erreicht, infolgedessen unsere Homepage öfter aufgerufen wird. Die Neugestaltung unserer Homepage konnte in 2020 umgesetzt werden. Zudem wird die Bank in der "Next Finance" Welt sehr regelmäßig erwähnt. Mit 113 Anfragen im vergangenen Jahr hat sich unser Haus einen sehr guten Bekanntheitsgrad in der Startup Szene erarbeitet. Unsere zum zwölften Mal in Folge ausgezeichnete Vermögensverwaltung dürfte den Bekanntheitsgrad weiterhin beflügeln. Das Direktgeschäft wurde in 2020 eingestellt. Die Anzahl der Kunden hat sich dadurch erwartungsgemäß reduziert. Das Volumen konnte noch auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

Im Privat- und Stiftungskontor wurde ein Provisionsergebnis auf dem Niveau des Vorjahres erwirtschaftet. Das verwaltete Volumen konnte, trotz Corona, auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

Der Jahresüberschuss 2020 liegt mit TEUR 1.796 deutlich über unseren konservativen Erwartungen. Trotz Pandemiesorgen, sehr starken Marktvolatilitäten und hoher Beratungsintensität konnte ein vergleichbarer Überschuss ggü. dem Vorjahr (TEUR 2.177) erzielt werden.

Die individuelle Vermögensverwaltung konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 370 Mandate mit € 197,5 Mio. Depotvolumen (Vorjahr: 346 Mandate mit € 192,9 Mio. Depotvolumen) ausgebaut werden. Für die Vermögensberatung ist die Anzahl der Depotkunden auf 266 (Vorjahr: 269) gesunken, parallel dazu ist das Depotvolumen auf € 66,7 Mio. (Vorjahr: € 73,7 Mio.) gesunken. Die Assets under Management sind in der Vermögensverwaltung und -beratung ganz leicht um 0,9% auf € 264,2 Mio. (Vorjahr: € 266,6 Mio.) gesunken.

Die Verwaltung von Wertpapiersparverträgen (Mengengeschäft), insbesondere zur Anlage vermögenswirksamer Leistungen in Aktieninvestmentfonds, bildet nach wie vor den geschäftlichen Schwerpunkt. Der Umfang des Geschäftes nach Zahl der verwalteten Depots ist erneut gegenüber dem Vorjahr um 2,3% auf 193.243 gestiegen; das Depotvolumen der verwahrten Wertpapiere und Edelmetalle ist nochmal im Vergleich zu 2019 um 12,3 % auf € 1.023,0 Mio. gestiegen. Der Absatz der Riester-Fondssparpläne und der Edelmetall-Sparverträge hat sich im Verhältnis zum gestiegenen Gesamtabsatz unterschiedlich entwickelt. Auf die Riester-Fondssparpläne entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. 16,0% (Vorjahr: 46,6%) des Neugeschäfts. Insgesamt verwalten wir im Riestergeschäft € 191,8 Mio. (Vorjahr: € 181,8 Mio.). Der Anteil der Edelmetallsparverträge am Neugeschäft ist gestiegen und liegt bei rd. 15,5% (Vorjahr: 8,3%), das Gesamtvolumen bei € 87,8 Mio. (Vorjahr: € 74,2 Mio.). Das gesamte Neugeschäft ist gegenüber dem Vorjahr um 14,1 % auf 20.479 Verträge (Vorjahr: 23.841) gesunken. Unser Direktgeschäft wurde in 2020 eingestellt, so dass die Anzahl der Depots auf 1.033 (Vorjahr: 1.115) rückläufig war. Das Volumen konnte mit € 18.1 Mio. (Vorjahr: € 17,5 Mio.) auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Kooperation mit einem Online-Broker, welche Ende 2019 gestartet ist, hat sich im letzten Jahr sehr gut entwickelt. Die Anzahl ist deutlich auf 5.540 Kunden (Vorjahr: 111 Kunden) mit einem Volumen von € 64,7 Mio. (Vorjahr: € 0,8 Mio.) gestiegen.

Im Jahr 2020 sank die Anzahl der für die SIAM verwalteten SI-Depots auf 46.334 (Vorjahr: 47.701). Das Depotvolumen stieg deutlich auf € 3.182 Mio. (Vorjahr: € 2.362 Mio.). Dieses resultierte u.a. aus der Aufstockung einiger "Omnibusdepot-Inhaber".

In der Gesamtbank stiegen die Assets under Management deutlich auf € 4.552 Mio. (Vorjahr: € 3.540,1 Mio.).

Unsere FinTech-Kooperationen haben sich zu einem wichtigen geschäftlichen Standbein entwickelt. Die Sutor Bank hat sich im Markt einen Namen gemacht, so dass alleine in 2020 unser Haus 113 Anfragen erreicht haben. Der Schwerpunkt liegt hier im Payment Banking, gefolgt von den Themen Anlage, Krypto- und Fronting-Banking.

Die Kooperation mit einem FinTech-Unternehmen, welches Tages- und Termingelder im Inland und in das europäische Ausland vermittelt, hat sich in der Anzahl der Kunden auf 135.819 (Vorjahr: 152.619) reduziert. Das Treuhandvolumen ist zum Vorjahr leicht auf € 4.395,8 Mio. (Vorjahr: € 4.047 Mio.) gestiegen. Das Direktanlagemodell, welches ebenfalls über unser Haus abgewickelt wird, hat zum Jahresende ein Volumen von € 281,4 Mio. (Vorjahr: € 104,9 Mio.) erreicht. Ebenfalls erwähnenswert ist die Kooperation mit einem FinTech-Unternehmen, welches Sperrkonten für ausländische Studenten vermittelt. Die Anzahl der aktiven Sperrkonten zum Stichtag reduzierte sich durch Corona auf 21.484 (Vorjahr: 32.308). Die durchschnittliche Anzahl der Sperrkonten lag mit 29.998 auf dem Vorjahresniveau. Alle anderen bestehenden bzw. neuen Kooperationen mit FinTech-Unternehmen entwickeln sich langsam bzw. befinden sich noch in den Anfängen, so dass sie hier keine Erwähnung finden.

Zur Bewältigung des Wachstums, insbesondere zur Anpassung an die erweiterte Produktpalette (z.B. Kooperationen mit Start-ups), wurden erneut erhebliche Mittel in die Erweiterung der EDV-Technik investiert. Der Personalbestand zeigt sich, ohne Berücksichtigung unserer Aushilfen, unverändert bei 114 Mitarbeitern.

Wir verfügen über einen Stab gut ausgebildeter und engagierter Mitarbeiter. Um den diversen Anforderungen des Marktes, der Bankenaufsicht und unserer Kundschaft gerecht zu werden, haben sich unsere Mitarbeiter durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen kontinuierlich weitergebildet. Unserem hohen Qualitätsanspruch werden wir auch in der Zukunft durch die Bereitstellung von Mitteln für die Aus- und Fortbildung Rechnung tragen.

Insgesamt konnte vor Zuführung zu den Gewinnrücklagen i.H.v. TEUR 650 ein Jahresüberschuss von TEUR 1.796 erzielt werden. Geplant war Anfang des Jahres 2020, also vor Corona, ein Bilanzgewinn von TEUR 1.077. Für die Jahre 2021 und 2022 ergibt sich der Bi- lanzgewinn aus dem Prognosen- und Chancenbericht. Für die Sutor Bank stellt der Bilanzge- winn den bedeutendsten finanziellen Leistungsindikator dar. Nähere Einzelheiten zum Bilanz- gewinn sind den nachfolgenden Ausführungen zu entnehmen.

Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die nachstehend ausgewählten Kennziffern aus einer nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliederten Erfolgsrechnung erläutern die Entwicklung des Jahresergebnisses der Bank:

Bank 2020 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Zinsüberschuss 8 -68 +76
Provisionsüberschuss 16.791 16.321 +470
Laufende Erträge 16.799 16.253 +546
Personalaufwand 7.577 7.616 -39
Andere Verwaltungsaufwendungen 9.075 6.032 +3.043
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 267 367 -100
Laufende Aufwendungen 16.919 14.015 +2.904
Sonstige betriebliche Erträge 4.300 1.752 +2.548
Sonstige betriebliche Aufwendungen 576 326 +250
Bewertungsergebnis Wertpapiere -10 445 -455
Bewertungsergebnis Kreditgeschäft -70 -70 +0
Betriebsergebnis 3.524 4.039 -515
neutrales Ergebnis -878 -1.222 +344
Ergebnis vor Steuern 2.646 2.817 -171
Ertragsteuern 850 480 +370
Abgeführter Gewinn 0 160 -160
Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 0 0 0
Einstellungen in die Gewinnrücklagen 650 0 +650
Bilanzgewinn 1.146 2.177 -1.031

Der positive Ausweis des Zinsergebnisses ist bedingt durch Beteiligungserträge. Beim Provisionsergebnis konnten wir erneut einen Anstieg in Höhe von TEUR 470 verzeichnen, zum einen trug die allgemeine positive Marktentwicklung der Assets under Management dazu bei, zum anderen entwickelten sich einzelne Kooperationen mit FinTech-Unternehmen weiterhin positiv.

Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen resultiert aus deutlich gestiegenen Beitragszahlungen. Die erhöhten Beiträge konnten wir nahezu vollständig an einzelne Kooperationspartner weitergeben. Dieses erklärt den entsprechenden Zuwachs bei den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Nach Ansatz des neutralen Ergebnisses und der Belastung aus Ertragsteuern, sowie nach Vorwegzuweisung von TEUR 650 aus dem laufenden Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen, liegt der Bilanzgewinn um TEUR 1.031 unter dem des Vorjahres.

Vermögens- und Finanzlage

Bank 31.12.2020 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
AKTIVA
Forderungen an Kreditinstitute
- Geldhandelskredite 700 1.119 -419
- Sonstige Kredite 0 373 -373
Forderungen an Kunden 7.857 6.607 +1.250
Wertpapiere 2.764 2.913 -149
Anteile an verbundenen Unternehmen 25 25 0
Treuhandvermögen 4.395.771 4.047.317 +348.454
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 285 455 -170
Sonstige Aktiva (einschließlich RAP) 6.698 5.275 +1.423
Barreserve 234.734 219.861 +14.873
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 382 0 +382
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
- Täglich fällig 236.114 221.632 +14.482
- Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0 0 0
Treuhandverbindlichkeiten 4.395.771 4.047.317 +348.454
Steuer- und andere Rückstellungen 2.109 2.787 -678
Sonstige Passiva (einschließlich RAP und zur Ausschüttung vorgesehene Gewinne) 3.561 3.139 +422
Nachrangige Verbindlichkeiten 604 0 +604
Fonds für allgemeine Bankrisiken 443 443 0
Gezeichnetes Kapital 2.600 2.600 0
Gewinnrücklage 6.104 3.850 +2.254
Bilanzgewinn 1.146 2.177 -1.031
Bilanzsumme 4.648.834 4.283.945 364.889
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 29 29 0
Unwiderrufliche Kreditzusagen 31 13 +18

Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2020 um TEUR 364.889 auf TEUR 4.648.834. Den überwiegenden Anteil der Bilanzsumme machen weiterhin die Treuhandforderungen/-verbindlichkeiten mit je TEUR 4.395.771 aus. Diese Positionen beinhalten treuhänderisch erhaltene Kundengelder die bei anderen Banken als Tages- oder Termingelder angelegt wurden. Die Forderungen an Kunden sind mit TEUR 7.857 um TEUR 1.250 höher als im Vorjahr. Die Barreserve steigt zum Vorjahr um TEUR 14.873 und resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Kundeneinlagen aus Kooperationen mit FinTech-Unternehmen.

Um das Ergänzungskapital der Bank zu erhöhen, wurde ein Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 600 aufgenommen.

Des Weiteren erhöhten sich im Geschäftsjahr 2020 die Gewinnrücklagen um TEUR 2.254 auf TEUR 6.104. Die Erhöhung setzt sich aus der Gewinnverwendung 2019, der Zuführung eines Gesellschafters und der Vorabeinstellung in die Gewinnrücklagen in 2020 zusammen.

Die Verbindung zu unseren Kunden stellt nach wie vor eine unserer Stärken dar. Neben den Eigenmitteln sind die Einlagen unserer Kunden unsere Hauptfinanzierungsquelle.

Die Vermögens- und Finanzlage sowie die Liquiditätslage der Bank sind geordnet. Es stehen ausreichende liquide Mittel zur Verfügung.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement betrachten wir als elementaren Teil des strategischen Managements unseres Hauses. Ziel unserer Risikosteuerung ist auch weiterhin nicht die absolute Minimierung sämtlicher Risiken, sondern vielmehr die Schaffung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen unseren Ertragszielen und den damit korrespondierenden Risiken. Eine aktiv und umsichtig ausgerichtete Risikopolitik sehen wir als unabdingbar für eine Bank an, die wie unser Haus eine sehr überschaubare Größenordnung hat und sich in einem vergleichsweise speziellen geschäftlichen Umfeld bewegt. Korrespondierend mit den aus unserer Geschäftsstrategie hervorgehenden Zielen einer Beibehaltung unseres Geschäftsmodells und eines moderaten Wachstums werden wir diese Ausrichtung unserer Risikopolitik unverändert beibehalten und die Risikokultur innerhalb unseres Hauses fördern. Dies gilt auch für die in den kommenden Jahren forcierte Ausrichtung des Hauses auf die zunehmenden Bedürfnisse der Kunden nach digital verfügbaren, internetbasierten Leistungen.

Daraus resultierend werden wir die Methodik, die Verfahren und die Maßnahmen zur Steuerung unserer Risiken unverändert fortführen. Anpassungen werden immer dann erfolgen, wenn eine veränderte Risikosituation oder gesetzliche Anforderungen dies bedingen oder wenn uns Optimierungen und Weiterentwicklungen der Strukturen sinnvoll erscheinen.

Neben den fünf Risikoarten - Marktpreis-, Liquiditäts-, Adressenausfall-, operationelle bzw. sonstige Risiken und Risiken aus AltZerG-Garantien-, welche über unterschiedliche Systeme gesteuert und kontrolliert werden, werden auch die Risiko- und Ertragskonzentrationen sowie die Vergütungssysteme turnusmäßig in das Risiko- und Ertragssteuerungsmanagement der Bank einbezogen. Der sog. Stresstest ist in unseren Risikotragfähigkeitsbericht eingeflossen.

Die genannten Risiken werden in einem umfangreichen Prozess, welcher im Risikohandbuch beschrieben ist, sorgfältig gesteuert und überwacht. Unser internes Kontrollsystem stellt sicher, dass die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit der Steuerungs- und Überwachungssysteme fortlaufend gegeben ist. Die Risikosteuerung umfasst im Rahmen der festgelegten Geschäftsstrategie die Identifikation und Überwachung aller Risiken unserer Bank. Ein regelmäßiges unterjähriges Berichtswesen über alle Risikoarten trägt zur Transparenz der Risikosteuerung bei und zeigt, ob die Bank aufgrund ihrer Kapitalausstattung in der Lage ist, die wesentlichen Risiken ihres Geschäfts zu tragen (Risikotragfähigkeitsrechnung). Die Geschäftsleitung beschließt in enger Abstimmung mit den Gesellschaftern der Bank den Rahmen für das Risikomanagement.

Das Gesamtlimit für alle Risikoarten per 31.12.2020 betrug TEUR 1.400 und wurde im Normalszenario zu 67,67 % ausgenutzt. Die Limitausnutzung der einzelnen Risikoarten stellt sich wie folgt dar:

Adressausfallrisiken: Kundenkreditrisiko 61,57%
Adressausfallrisiken: außerhalb des Kundengeschäfts 34,81%
Operationelle und sonstige Risiken: 89,02%
Marktpreisrisiken: 32,27%
Risiken aus AltZertG-Garantien: 17,32%

Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko beschreibt potenzielle Verluste aufgrund von ungünstigen Kurs- oder Marktpreisveränderungen.

Die Ermittlung und Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgt monatlich durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken haben wir ein Gesamtlimit festgelegt. Ein Eintritt von Marktpreisrisiken ist für unser Haus aufgrund des Verzichts auf Handelsaktivitäten und einem konservativen Portfoliomanagement eher unwahrscheinlich, Risikokonzentrationen existieren nicht.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko beschreibt mögliche Verluste oder Wertminderungen aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung eines Vertragspartners, mit dem wir in einer Kreditbeziehung stehen.

Dem Adressenausfallrisiko begegnen wir einerseits durch strenge Kreditrichtlinien, die u. a. den Kreditgenehmigungsprozess, die Kreditweiterbearbeitung sowie die Risikofrüherkennung und -überwachung beschreiben, andererseits durch eine Risikoklassifizierung der Ausleihungen und einen regelmäßigen Informationsaustausch auf Geschäftsleiterebene. Die Risikoklassifizierung wird quartalsweise im Risikobericht neu beurteilt. Ein wichtiges Instrument zur Risikoreduzierung stellen Sicherheiten dar. Sie werden regelmäßig bewertet, zugehörige Beleihungsrichtlinien werden regelmäßig überprüft. Entscheidungen über eine Risikovorsorge werden auf Vorschlag des Marktfolgebereiches der Kreditabteilung durch die Geschäftsleitung getroffen.

In der Risikotragfähigkeitssteuerung unterscheiden wir zwischen Kundenkreditrisiken und Adressausfallrisiken außerhalb des Kundengeschäfts. In der letztgenannten Ausprägung des Adressausfallrisikos fassen wir das Bankenkredit-, das Kontrahenten- und das Emittentenrisiko sowie die altersvorsorgespezifischen und die kooperationspartnerbasierten Adressausfallrisiken zusammen. Altersvorsorgespezifische Ausfallrisiken ergeben sich im Hinblick auf die beiden Versicherungsgesellschaften, mit denen wir kooperieren. Das kooperationspartnerbasierte Ausfallrisiko bezieht sich die Uneinbringlichkeit von Erstattungsforderungen an einen Kooperationspartner. Das ebenfalls unter das Adressenausfallrisiko fallende Länderrisiko wird nur qualitativ überwacht.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko ist das Risiko, dass die Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht nachkommen kann oder am Markt zu angemessenen Konditionen Refinanzierungsmittel aufnehmen muss.

Die Bank nimmt eine Öffnungsklausel in den MaRisk in Anspruch und definiert die Liquiditätsrisiken weiterhin als nicht wesentlich. Als Begründung werden hier das Geschäftsmodell und die Gesellschafterstruktur angeführt. Eine Anrechnung auf das Risikodeckungspotential findet somit nicht statt. Selbstverständlich ist aber sichergestellt, dass unsere Liquiditätsrisiken angemessen in unsere Risikosteuerungs- und Controllingprozesse einbezogen sind. Die Liquiditätsrisiken werden täglich überwacht.

Die Liquiditätskennziffer LCR (Liquidity Coverage Ratio) lag mit 931,07% (Vorjahr: 891,06%) deutlich über der aufsichtsrechtlichen Mindestquote.

Operationelle und sonstige Risiken

Operationelles Risiko ist die Gefahr eines Verlustes, der infolge eines Mangels oder des Versagens von internen Prozessen, Mitarbeitern, Technologien oder infolge externer Ereignisse eintritt.

Zur Begrenzung der operationellen Risiken haben wir ein Regelwerk mit eingerichteten Kontrollverfahren installiert. Das Kontrollsystem und die eingerichteten Notfallpläne werden laufend den aktuellen Erfordernissen angepasst. Darüber hinaus sind Restrisiken in Teilen durch Versicherungen gedeckt. Entsprechend den aufsichtsrechtlichen Anforderungen überwacht die Interne Revision in direkter Verantwortung der Geschäftsleitung alle organisatorischen Regelungen und ihre Wirksamkeit zur Steuerung der Risiken.

Die operationellen Risiken werden im Rahmen einer Expertenbefragung identifiziert, quantifiziert und in einer Schadenfalldatenbank erfasst und ausgewertet.

Der bisherige Betrachtungsansatz der operationellen Risiken in unserer Risikotragfähigkeitsermittlung ist aktiv und umsichtig gestaltet und stark auf die individuelle Situation der Bank hin ausgerichtet. Neben dem jährlich durchgeführten Self Assessments und den Werten der Schadensfalldatenbank findet in dieser Risikoart auch unsere Risikoinventur Eingang, in dem wir unsere Einschätzungen zu den einzelnen Positionen des operationellen Risikos quantifiziert haben. Die detaillierten Aufstellungen zur Risikoinventur geben Auskunft über die laufend weiterentwickelten, grundsätzlichen Steuerungsmaßnahmen für dieses Risiko.

Der Entwicklung der in unserem Gesamtrisikoprofil von den operationellen Risiken abgegrenzten Reputationsrisiken wird aufgrund der zunehmenden Bekanntheit der Bank weiterhin hohe Aufmerksamkeit gewidmet und mit entsprechenden Maßnahmen gegengesteuert. Mit der Weiterverfolgung des geschäftspolitischen Ziels einer Erhöhung des Bekanntheitsgrades geht ein Ansteigen des Reputationsrisikos einher. Deshalb stufen wir diese Risikoart als wesentlich ein.

Aufgrund der starken unmittelbaren Abhängigkeit wesentlicher Ertragspositionen von der Kapitalmarktentwicklung messen wir dem Geschäftsrisiko (Planungsrisiko) zunehmend Bedeutung bei und haben uns losgelöst von bisher nicht bestehenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen dazu entschieden, diese Risikoart in unserem Gesamtrisikoprofil bzw. unserer Risikoinventur zu berücksichtigen. Da wir in den kommenden Planungsperioden mit einer hohen Gewichtung der kapitalmarktabhängigen Ertragspositionen in unserem Gesamtergebnis rechnen, stufen wir diese Risikoart als wesentlich ein.

Mit der Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der Weiterentwicklung digital verfügbarer Leistungen und Angebote (Strategisches Risiko) wird sich die Abhängigkeit von dem bisher stark fokussierten Markt freier, im Präsenzgeschäft tätiger Vermittler verringern. Neben dem in der Geschäftsstrategie dargestellten Ziel des Ausbaus der Position im Nischenmarkt des Vermögensaufbaus von Privatpersonen wird mit der Verfügbarkeit unserer Leistungen auf multiplen Kanälen auch eine Reduzierung der strategischen Risiken des Wettbewerbermarkts und des Nachfragemarktes angestrebt.

Mit dem Ausbau digital verfügbarer Leistungen und der geplanten Anbindung weiterer, auch internetbasiert arbeitender Vertriebe erfolgt im Geschäftsfeld des Business Development eine enge Beobachtung eines Entstehens von Ertragskonzentrationen. Die Ertragserzielung in diesem Geschäftsfeld ist deutlich höheren Unsicherheiten ausgesetzt als in den anderen beiden Geschäftsbereichen, in denen am Markt etablierte Produkte vertrieben werden und langjähriges Erfahrungswissen über das Kundenverhalten eine deutlich bessere Prognose erlaubt.

Die Risiken aus AltZertG-Garantien sind für die Bank relevant, weil sie Altersvorsorgeverträge anbietet, die auf den Bestimmungen des Alterszertifizierungsgesetzes basieren (Riesterverträge). Sowohl in der Risikoinventur als auch in der Risikotragfähigkeitsermittlung wird dieses Risiko isoliert dargestellt. Die Erfüllung konkreter Garantieverpflichtungen wird in den kommenden Jahren eine untergeordnete Bedeutung haben, da nur sehr wenige Altersvorsorgeverträge den Zeitpunkt erreichen, auf den die Garantie ausgerichtet ist (Eintritt des Kunden in das Rentenalter). Die Bank ist aber im Zusammenhang mit den Garantieverpflichtungen des Riestergeschäfts dem Risiko steigender aufsichtsrechtlicher Eigenmittelanforderungen ausgesetzt. Da die Höhe der Eigenmittelanforderungen auch von den Entwicklungen des Kapitalmarkt- und Zinsniveaus beeinflusst wird, hat die Bank im Jahr 2020 ihre Steuerungsmaßnahmen erweitert. Nun werden die Riesterportfolien bzw. die daraus resultierenden Garantierisiken mittels eines eigens dafür entwickelten Portfoliosteuerungsmodells, in Verbindung mit einer laufzeitkongruenten Rentenfondsanlage, eng begrenzt. Dadurch wird die Gefahr steigender aufsichtsrechtlicher Eigenmittelanforderungen auf ein Minimum reduziert.

Ein hoher Druck wird weiterhin von den stetig zunehmenden Regulierungsanforderungen für alle von der Bank betriebenen Geschäfte ausgehen, so dass das regulatorische Risiko ein recht hohes für die Bank bleibt.

Bankbuch (Zinsänderungsrisiken)

Zum Bilanzstichtag wurde gemäß IDW BFA 3 auf Basis einer periodischen (GuV-orientierten) Betrachtungsweise unter Berücksichtigung von voraussichtlich noch anfallenden Risiko- und Verwaltungskosten nachgewiesen, dass aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) kein Verpflichtungsüberschuss besteht. Somit war die Bildung einer Rückstellung nach § 340a i.V.m. § 249 HGB nicht erforderlich.

Kapitalplanung

Die Kapitalplanung ist eine Ergänzung der Risikotragfähigkeit der Bank, um die zukünftige Fähigkeit, die eigenen Risiken tragen, angemessen überwachen und planen zu können. Ziel ist es, etwaigen Kapitalbedarf, der sich über den Risikobetrachtungshorizont hinaus ergeben könnte, rechtzeitig zu identifizieren und erforderlichenfalls frühzeitig geeignete Maßnahmen einzuleiten. Die Bank hat im vergangenen Jahr die Methodik zur Aufstellung ihrer Kapitalplanung nach der Installierung der dargestellten Steuerungsmaßnahmen für die Garantierisiken des Riestergeschäfts ergänzt, so dass diesen Risiken bzw. die daraus resultierenden Eigenmittelanforderungen transparenter dargestellt werden.

Zusammenfassung der Risikolage

Im Geschäftsjahr 2020 standen ausreichende Eigenmittel zur Verfügung, um die wesentlichen Risiken jederzeit abzudecken. Der von den extremen Marktbewegungen an den Kapital- und Zinsmärkten zu Beginn der Corona-Krise ausgelöste Sondersituation steigender Eigenmittelanforderungen wurde durch gezielte Maßnahmen begegnet, so dass sich im vergangenen Jahr keine nachhaltige Auswirkung auf die Risikotragfähigkeit ergab.

Für die bankaufsichtsrechtlichen Stellen werden zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit täglich die Größen anrechnungspflichtiger Positionen und aufsichtsrechtlicher Eigenmittel für die Bank ermittelt.

Die Eigenmittelanforderungen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2020 Vorjahr
TEUR TEUR
Anrechenbare Eigenmittel 4.568 3.298
Gesamtkennziffer (Untergrenze 8,0%) 9,95% 15,87%

Die aufsichtsrechtlichen Kernkapital- und Liquiditätsvorschriften sowie die Mindestreservevorschriften wurden eingehalten. Das unternehmensinterne Steuerungs- und Überwachungssystem (Profit Center Ergebnisrechnung) der Bank verfolgt die Ertrags- und Risikoentwicklung in einem monatlichen Berichtswesen.

Marktausblick

Das Jahr 2020 wird mit dem stärksten Wirtschaftseinbruch aber auch mit einem fast ebenso starken Wirtschaftsaufschwung in die Geschichtsbücher eingehen. Möglich gemacht wurde dies durch eine expansive Geld- und Fiskalpolitik. Folgende Faktoren dürften nach Corona in 2021 für einen Aufschwung sorgen:

1.

Aufgrund der hohen Sparquote der privaten Haushalte in 2020 wird mit Beendigung des Lockdowns ein Teil des Geldes in den Konsum fließen. Außerdem ist für 90% der Bevölkerung der Solidaritätszuschlag abgeschafft worden, was ebenfalls die Kaufkraft erhöht. Die Beschäftigung dürfte wieder zunehmen, da es dank der Kurzarbeit nicht zu Massenarbeitslosigkeit gekommen ist.

2.

Die Herdenimmunität wird, dank der Impfkampagne, im Spätsommer erreicht, so dass die Pandemie enden würde. Mit dem Ende der Lockdowns, dem Ende der Kontaktbeschränkungen und dem Wegfall der Maskenpflicht wird die wirtschaftliche Erholung einsetzen.

3.

Mit dem Präsidentenwechsel im Weißen Haus sollte sich die internationale Zusammenarbeit mit den USA wieder als verlässlich etablieren. Die Wahrscheinlichkeit von Handelskriegen ist damit deutlich gesunken.

Die Covid-19-Pandemie hat in 2020 eine beispiellose Wirtschaftskrise ausgelöst. Mindestens im 1. Quartal 2021 wird von einer sinkenden Wirtschaftsleistung, alleine schon durch die längere Lockdown-Phase und die dritte Infektionswelle, ausgegangen. Ob dann insgesamt von einer Rezession die Rede ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht prognostiziert werden. Als Konjunkturmotor für Europa könnten sich die jüngsten Prognosen aus China, aber auch das billionenschwere Konjunkturpaket und der Fortschritt der Impfkampagne in den USA erweisen. Durch die Ausweitung der Lockdown-Phase in Europa hat ja bereits die EZB das Bondkaufprogramm volumensmäßig und zeitlich ausgeweitet. Damit werden auch in 2021 die Renditen von Anleihen künstlich niedrig gehalten. Für die Fremdmittelbeschaffung sind das gute Nachrichten. Nach der Verlängerung der restriktiven Förderpolitik der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und der verbündeten Länder hat sich der Ölpreis auf einem hohen Niveau eingependelt. Der Druck, die Produktion zu erhöhen, wird steigen, sobald es die Marktverhältnisse zulassen. Einige Länder, dazu gehört auch Russland, wollen ihre Einnahmen durch Steigerung der Exportmengen maximieren. Das wird sich negativ auf den Barrel Preis auswirken.

Und wie geht es mit dem Euro weiter? Da es sich abzeichnet, dass die geldpolitischen Bedingungen unverändert fortgeführt werden, wird der Euro auch weiter aufgewertet werden. Amerika spielt hier, mit ihrer Entscheidung eine Inflationsrate von mehr als 2% zuzulassen, eine gewichtige Rolle.

Prognose- und Chancenbericht

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden die Geschäftsfelder der Sutor Bank im Jahr 2021 und wahrscheinlich auch in 2022 belasten.

Im Individualkundenbereich mit seinem Stiftungskontor ist es uns erneut gelungen, und dies sollte auch für die nächsten zwei Jahre gelten, die Anzahl der Kunden und das Volumen in der Vermögensverwaltung zu erhöhen. Dies sollte auch für das Stiftungskontor gelten, wobei hier aufgrund der unveränderten Finanzmarktlage mit ihren niedrigen Zinsen die Vermögensanlage weiterhin das größere Thema ist. Wir erhoffen uns 3 bis 4 neue Stiftungen für die Vermögensanlage. Mit der Abgabe der administrativen Verwaltung an fremde Dritte tun sich die Stiftungsvorstände oft schwer, so dass wir hier einen Zuwachs von nur einer Stiftung pro Jahr erwarten.

Eine Nettoabnahme der verwalteten Verträge im Mengengeschäft ist nicht eingetreten. Dies konnte jedoch nur erreicht werden, weil sich die Anzahl der Kündigungen reduziert hat. Die Anzahl der Neuabschlüsse hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls reduziert. Für 2021 sollte sich die Neuproduktion wieder auf dem Niveau von 2019 stabilisieren, was einen weiteren Zuwachs bei den Neuabschlüssen und einen Rückgang bei den Kündigungen bedeutet. Die Anbindung weiterer Vertriebspartner, insbesondere aus dem FinTech-Sektor, sollte den erhofften Zuwachs generieren.

Unser strategisches Ziel im FinTech-Bereich ist der Aufbau einer Wertpapier- und Kryptowerte-Plattform, auf der eigene B2C- und B2B-Angebote angeboten werden können. Unsere heutigen B2C-Angebote werden ergänzt. Im B2B-Geschäft wäre man Partner für Unternehmen, die Wertpapier- bzw Kryptowerte-basierende Angebote entwickeln und anbieten wollen. Daneben ist unser Ziel, jedes Jahr bis zu drei FinTech-Unternehmen an unser Haus zu binden, um damit mittelfristig die Geschäftsneuproduktion zu steigern.

Als Grundvoraussetzung bleibt - wie in den Vorjahren - die Hebung der Bekanntheit der Bank. Hier wird uns die Content-Marketing Strategie, die Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur, der Fokus auf "Next Finance" Dienstleistungen und natürlich die bereits zum zwölften Mal in Folge ausgezeichnete Vermögensverwaltung beflügeln. Wir bieten auf unserer Unternehmenswebsite und in unserem Newsletter nützliche Informationen, weiterbringendes Wissen oder auch Unterhaltung. Unser Direktgeschäft wurde in 2020 eingestellt, so dass aufgrund gesunkener Anzahl von Verträgen sich auch der Ertrag in 2021 reduzieren sollte.

Für 2021 erwartet die Bank aufgrund krisenbedingter Erlösschmälerungen und Kostensteigerungen nur ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von rd. € 0,7 Mio. Nach unserer adjustierten Planung wird das Ergebnis 2022 bei rd. € 1,6 Mio. nach Steuern liegen. Folgende Faktoren spielen hierbei eine Rolle: Die Summe aus Personal- und Sachkosten wird in 2021 aufgrund von Geschäftsausweitungen, tariflichen Anpassungen, Zukunftsinvestitionen bzw. regulatorischen Anforderungen deutlich steigen. Parallel dazu steigen zwar auch die Erträge, jedoch nicht in dem Maße wie die Kosten. In 2022 werden sich die Sachkosten reduzieren, dafür aber die Erlöse deutlich stärker steigen, so dass wieder mit einem deutlich positiveren Ergebnis zu rechnen ist.

Im Individualkundengeschäft wird sich das Provisionsergebnis, auch wenn die Pandemie noch nicht beendet ist, zum Vorjahr erhöhen. Unsere zum zwölften Mal als herausragend ausgezeichnete Vermögensverwaltung wird den überwiegenden Teil zum Provisionsergebnis beitragen.

Im Mengengeschäft haben sich die Erträge aus den Ausgabeaufschlägen weitestgehend eingependelt, hier wird eher mit einem leichten Rückgang gerechnet. Vertriebsfolgeprovisionen und sonstige Verwaltungsgebührenerträge werden krisenbedingt, aber auch durch eine höhere Beteiligung der Vertriebspartner an diesen Erträgen sinken. Die Kontoführungs- und Depotgebühren werden sowohl in 2021 als auch in 2022 leicht steigen.

Das Business Development mit seinen bereits bestehenden und neuen Kooperationen im Fin- Tech-Bereich trägt deutlich zum Ergebnis der Bank bei. Für 2021 und 2022 rechnen wir durch Geschäftsausweitung auf neue Kooperationen mit einer weiteren Steigerung der Provisionserträge, weshalb wir uns auch personell auf die Gegebenheiten anpassen werden.

Unsere Sparvertragsverwaltungssoftware und unsere Wertpapieranwendung für den vermögenden Individualkunden müssen sich einer grundsätzlichen Neukonzeption bzw. Modernisierung unterziehen. Für den Individualkunden-Bereich wird dies aber erst 2022 der Fall sein. Des Weiteren werden Maßnahmen ergriffen, um die auf unser Haus zukommenden regulatorischen Anforderungen erfüllen zu können. Für alle Themen haben wir in den kommenden Jahren entsprechende Investitionen vorgesehen.

Der Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Diese Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Unsere Gesellschaft ist der Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen.

Unsere Mitarbeiter haben im Jahr 2020 Beachtliches geleistet. Wir danken ihnen herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz, der gerade jetzt in der Coronakrise unverzichtbar ist, und uns die Zuversicht gibt, die Sutor Bank unbeschadet durch diese Krise zu führen.

 

Hamburg, den 21.05.2021

Zweite Sutor Beteiligungs GmbH

Robert Freitag

Thomas Meier

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2020

der Max Heinr. Sutor oHG

Aktivseite

31.12.2020 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2019
Euro Euro Euro TEuro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 18.218,12 25
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 234.715.365,36 234.733.583,48 219.836
darunter: bei der Deutschen Bundesbank € 234.715.365,36 (Vorjahr T€ 219.836)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 700.414,37 1.119
b) andere Forderungen 0,00 700.414,37 373
3. Forderungen an Kunden 7.857.064,69 6.608
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 310.169,44 865
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 310.169,44 (Vorjahr T€ 865)
ab) von anderen Emittenten 308.265,37 618.434,81 618.434,81 322
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank € 308.265,37 (Vorjahr T€ 322)
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.145.342,12 1.725
6. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25
7. Treuhandvermögen 4.395.771.044,39 4.047.317
darunter: Treuhandkredite € 4.395.771.044,39 (Vorjahr T€ 4.047.317)
8. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.684,00 79.684,00 226
9. Sachanlagen 205.826,33 229
10. Sonstige Vermögensgegenstände 6.505.804,67 4.939
11. Rechnungsabgrenzungsposten 192.187,37 336
Summe der Aktiva 4.648.834.386,23 4.283.945

Passivseite

31.12.2020 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2019
Euro Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 382.213,45
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 382.213,45 382.213,45
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 236.114.072,11 221.632
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 236.114.072,11 236.114.072,11
3. Treuhandverbindlichkeiten 4.395.771.044,39 4.047.317
darunter: Treuhandkredite € 4.395.771.044,39 (Vorjahr T€ 4.047.317)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.561.137,88 3.119
5. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 20
6. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 263.105,40 731
b) andere Rückstellungen 1.846.081,05 2.109.186,45 2.056
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 604.438,36
8. Fonds für allgemeine Bankrisiken 443.000,00 443
9. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.600.000,00 2.600
b) Gewinnrücklagen
ba) andere Gewinnrücklagen 6.103.571,00 6.103.571,00 3.850
c) Bilanzgewinn 1.145.722,59 9.849.293,59 2.177
Summe der Passiva 4.648.834.386,23 4.283.945
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 28.870,00 28.870,00
2. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 30.779,37 30.779,37

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

2020 2020 2020 2019
Euro Euro Euro TEuro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften -260.080,88 -102
darunter: aus Abzinsung € 0,00 (Vorjahr T€ 0)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 26.804,50 -233.276,38 34
2. Zinsaufwendungen 31.243,68 24
darunter: aus Abzinsung € 9.748,69 (Vorjahr T€ 12)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 12.895,37 13
b) Anteilen an verbundenen Unternehmen 250.000,00 262.895,37 0
4. Provisionserträge 24.044.644,14 22.516
5. Provisionsaufwendungen 7.253.484,01 6.195
6. Sonstige betriebliche Erträge 4.351.756,36 1.791
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 6.379.560,86 6.457
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.359.436,45 7.738.997,31 1.370
darunter: für Altersversorgung € 183.158,14 (Vorjahr T€ 196)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.833.094,23 17.572.091,54 6.983
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 267.200,26 367
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 576.137,15 414
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 358.232,79 145
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 237.052,53 521
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 40.800,00 0
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.645.482,59 2.818
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 849.760,00 481
15. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 160
16. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 0
17. Jahresüberschuss 1.795.722,59 2.177
18. Einstellungen in Gewinnrücklagen 650.000,00 0
19. Bilanzgewinn 1.145.722,59 2.177

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Angaben zur Identifikation der Bank (gem. § 264 Abs. 1a HGB)

Firma: Max Heinr. Sutor oHG

Sitz: Hermannstr. 46, 20095 Hamburg

Handelsregister: Amtsgericht Hamburg, HRA 25379

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt.

Die Forderungen sind mit den Nennwerten, vermindert um die erforderlichen Wertberichtigungen, angesetzt.

Die Barreserve ist mit dem Nennwert angesetzt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind, werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden aufgrund langfristiger Halteabsicht Wertpapiere der Liquiditätsreserve i.H.v. T€ 1.739 in das Anlagevermögen umgegliedert. Aus der Umgliederung haben sich zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Bewertungseffekte ergeben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten sind mit den Nennwerten angesetzt worden.

Die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Bank hat Geringwertige Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr 2020 mit einem Anschaffungswert bis zu € 800,00 netto in voller Höhe abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit Nennwerten bzw. mit Anschaffungskosten bewertet.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Rückstellungen sind mit ihrem in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag und unter Berücksichtigung des § 340h i.V.m. § 256a HGB bewertet.

Aufwendungen und Erträge sind entsprechend ihrem Verursachungs- und Entstehungszeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben abgegrenzt, die nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen, bzw. Einnahmen die nach dem Abschlussstichtag Ertrag darstellen.

Zum Bilanzstichtag wurde gemäß IDW RS BFA 3 auf Basis einer periodischen (GuV-orientierten) Betrachtungsweise unter Berücksichtigung von voraussichtlich noch anfallenden Risiko- und Verwaltungskosten nachgewiesen, dass aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) kein Verpflichtungsüberschuss besteht. Somit war die Bildung einer Rückstellung nach § 340a i.V.m. § 249 HGB nicht erforderlich.

Eventualverbindlichkeiten und Andere Verpflichtungen wurden zu Nennwerten ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Im Posten Forderungen an Kreditinstitute sind Termingelder mit folgenden Restlaufzeiten ausgewiesen:

bis drei Monate: T€ 0 (Vorjahr T€ 373).

Die Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 7.857 haben folgende Restlaufzeiten:

bis drei Monate: T€ 6.237 (Vorjahr T€ 4.234)

mehr als drei Monate bis ein Jahr: T€ 1.493 (Vorjahr T€ 1.738)

mehr als ein Jahr bis fünf Jahre: T€ 127 (Vorjahr T€ 636).

Die in der Jahresbilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sind börsenfähig und börsennotiert. Von den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren entfallen T€ 1.462 auf börsennotierte und T€ 683 auf nicht börsennotierte Wertpapiere. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig.

Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden T€ 300 im Jahr 2021 fällig.

Stille Reserven bestehen in Höhe von T€ 0 bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren und T€ 99 bei Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren.

Die Bank hält folgende Anteile an verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 11 HGB):

Sutor Invest GmbH

 

Hermannstraße 46, 20095 Hamburg

 

Kapitalanteil: 100%

 

Eigenkapital (gem. § 266 Abs. 3 A HGB): T€ 32,6

 

Jahresüberschuss 31.12.2020: T€ 7,6

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von jeweils T€ 4.395.771 bestehen vollständig aus Treuhandkrediten. Sie beinhalten treuhänderisch erhaltene Kundengelder, die bei anderen Banken als Tages- oder Termingelder angelegt wurden.

Der Posten Sachanlagen enthält ausschließlich die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens nach § 34 Abs. 3 RechKredV i. V. m. § 284 Abs. 3 HGB stellt sich wie folgt dar:

Jahresabschluss Anschaffungskosten 01.01.2020 Zugänge (Z)/ Abgänge (A)/ Umbuchungen (U) Anschaffungskosten 31.12.2020
T€ T€ T€
Wertpapiere 363 1.739 (Z) 1.941
161 (A)
Anteile an verbundenen Unternehmen 25 25
Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbeliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.562 36 (Z) 1.598
0 (A)
Sachanlagen 1.714 62 (Z) 1.743
33 (A)
3.664 1.837 (Z) 5.307
194 (A)
Jahresabschluss Abschreibungen kumuliert 31.12. 2020 Zuschreibungen (Z)/ Abschreibungen (A) Geschäftsjahr Buchwert 31.12. 2020 Buchwert 31.12. 2019
T€ T€ T€ T€
Wertpapiere 216 41 (Z) 1.766 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 25 25
Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbeliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.518 182 (A) 80 227
Sachanlagen 1.537 85 (A) 206 228
3.271 41 (Z) 2.077 480
267 (A)

Die in der Jahresbilanz der Bank ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Provisionsforderungen (T€ 936) und Depotgebühren (T€ 903).

Es sind jeweils Vermögenswerte in Höhe von T€ 740 und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 602 ausgewiesen, die auf fremde Währung lauten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in der Jahresbilanz der Bank bestehen in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 251) gegenüber verbundenen Unternehmen und in Höhe von T€ 95 (Vorjahr T€ 273) gegenüber Gesellschaftern.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.056) und Vermittlerprovisionen (T€ 1.070) ausgewiesen.

Von den Rückstellungen entfällt der wesentliche Betrag auf Rückstellungen für Rückzahlungen von Ausgabeaufschlägen (T€ 850), die mit dem dafür veröffentlichten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst wurden. Pauschal- bzw. Sammelrückstellungen wurden nicht gebildet.

Für die im Geschäftsjahr aufgenommene nachrangige Verbindlichkeit von T€ 600 sind Zinsen in Höhe von T€ 4 abgrenzt und unter nachrangigen Verbindlichkeiten ausgewiesen worden. Die Nachrangige Verbindlichkeit wird mit 6% p.a. verzinst und ist am 17.11.2030 fällig. Die Bedingungen entsprechen Artikel 63 CRR. Ein vorzeitiger Rückzahlungsanspruch besteht nicht.

Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Erfüllungs- und Mietbürgschaften. In der Vergangenheit wurden wir aus den von uns herausgelegten Bürgschaften nicht in Anspruch genommen. Das Risiko einer zukünftigen Inanspruchnahme wird als gering eingestuft aufgrund der Entwicklung in der Vergangenheit. Die anderen Verpflichtungen bestehen vollständig aus unwiderruflichen Kreditzusagen.

Im Zinsertrag sind T€ -1.755 (Vorjahr T€ -1.355) aus der negativen Einlagenverzinsung der Deutschen Bundesbank enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfielen ausschließlich auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit.

Ein wesentlicher Teil der Provisionserträge resultiert aus der Vermittlung von Investmentanteilen an Kunden, sowie aus der Vermögensverwaltung.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden unter anderem Erträge aus den Bereichen der Kontoverwaltung für Dritte, dem Sutor Stiftungskontor und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 116 Mitarbeiter (ohne Geschäftsleiter, ohne Auszubildende) in der Bank beschäftigt. Diese teilen sich wie folgt auf:

Privatkontor und Vertriebsservice 23
Servicebereich 41
Rechnungswesen/Controlling 11
Organisation und Services 15
Andere 26
Summe 116

Für den Abschlussprüfer sind folgende Honorare im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst:

a) Abschlussprüfung T€ 147
b) Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen T€ 13
c) Steuerberatungsleistungen T€ 0
d) Sonstige Leistungen T€ 0

Finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in einer Gesamthöhe von T€ 2.965, von denen T€ 508 innerhalb des Jahres 2021 fällig sind.

Angaben zu Anteilen an Sondervermögen (§ 285 Nr. 26 HGB):

Die Gesellschaft verfügt nicht über mehr als 10% der Anteile an inländischen Investmentvermögen gemäß § 285 Nr. 26 HGB.

Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses gem. § 340i HGB in Verbindung mit § 290 Abs. 1 und 2 HGB wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da das Tochterunternehmen für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist.

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Konditionen getätigt (§ 285 Nr. 21 HGB).

Die Geschäftsleitung der Bank erhält keine laufenden Bezüge.

Nachtragsbericht:

Vorgänge von besonderer Bedeutung waren nach Abschluss des Geschäftsjahres 2020 nicht zu verzeichnen.

In 2016 wurde ein Prüfungsausschuss gebildet. Dieser befasst sich unter anderem mit Fragen der Rechnungslegung und der Auswahl des Abschlussprüfers. Die Gesamtvergütungen für das Jahr 2020 betrugen T€ 3,5. Der Prüfungsausschuss besteht aus folgenden Mitgliedern:

Herr Michael Wulff, Pensionär, Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Frau Kerstin Michaelis, Bankfachwirtin

Herr Rüdiger Kreutz, Steuerberater.

Die Geschäftsführung des Kreditinstituts erfolgt durch die persönlich haftenden Gesellschafter,

 

Herrn Thomas Meier, Bankier, Henstedt-Ulzburg

sowie

 

die Zweite Sutor Beteiligungs GmbH, Hamburg (Stammkapital: T€ 165)

vertreten durch den Geschäftsführer,

 

Herrn Robert Freitag, Bankier, Hamburg.

 

Hamburg, den 30. März 2021

Robert Freitag

Thomas Meier

Zweite Sutor Beteiligungs GmbH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Max Heinr. Sutor oHG, Hamburg,

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Max Heinr. Sutor oHG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Max Heinr. Sutor oHG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war der folgende Sachverhalt am Bedeutsamsten in unserer Prüfung:

Die vollständige und angemessene Erfassung der Provisionserträge

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

a)

Sachverhalte und Problemstellung

b)

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c)

Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

a)

Die Bank generiert einen Großteil der Provisionserträge aus ihrer Geschäftstätigkeit mit Fintech-Kooperationspartnern. Die Vielzahl der Kooperationen erfordert eine gut strukturierte Aufbau- und Ablauforganisation mit angemessenen Prozessabläufen und Kontrollen um die Provisionserträge in voller Höhe und im Hinblick auf ihre Genauigkeit angemessen zu erfassen. Im Geschäftsjahr wurden neue Kooperationen eingegangen bzw. erweitert. Aus der Einrichtung bzw. Neugestaltung von Prozessen ergibt sich ein höheres Risiko im Hinblick auf die vollständige und angemessene Erfassung von Provisionserträgen. Daneben spiegelt der Provisionsertrag die wesentliche Ertragsquelle der Max Heinr. Sutor oHG wieder. Der Provisionsertrag beträgt in 2020 TEUR 24.045 (Vorjahr: TEUR 22.516). Aufgrund der Wesentlichkeit für den Jahresabschluss als Ganzes sowie im Zusammenhang mit prozessualen Änderungen, haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft.

b)

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir die neuen sowie die wesentlichen Prozesse und Kontrollen im Zusammenhang mit der Erfassung von Provisionserträgen identifiziert und aufgenommen. Im Rahmen unserer Prozessaufnahme haben wir einen Walkthrough durchgeführt und Stichproben zur Feststellung der Effektivität der eingerichteten Kontrollen gezogen. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen haben wir zum Bilanzstichtag die erfassten Provisionserträge des Geschäftsjahres anhand von analytischen Prüfungshandlungen beurteilt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen ergeben.

c)

Die Angaben der Max Heinr. Sutor oHG zu den Provisionserträgen sind im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" enthalten.

Verantwortung der Geschäftsleiter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsleitung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsleitung dafür verantwortlich die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsleitung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsleitung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsleitung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsleitung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den von der Geschäftsleitung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 08. Oktober 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 09. November 2020 von der Geschäftsführung beauftragt. Wir sind erstmals seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Max. Heinr. Sutor oHG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistung, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurde, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:

Bestätigung über die Zuführung von Zwischengewinnen zu den Gewinnrücklagen

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Eugenie Schmidt-Hane.

 

Frankfurt am Main, den 31. Mai 2021

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Düsseldorf

Ralph Hüsemann, Wirtschaftsprüfer

Eugenie Schmidt-Hane, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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