Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 14420
Vorher
Altstadtsee 231. V V GmbHMedia Broadcast Satellite GmbH
Eingetragen
9.10.2014
Branche
Drahtlose Telekommunikation und SatellitentelekommunikationFernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Gegenstand
Die Planung, die Projektierung, die Errichtung, der Betrieb von Service sowie die Vermarktung von auf Satellitendienstleistungen basierenden Lösungen, hauptsächlich für Kunden der Rundfunk- und Medienbranche sowie für sonstige Kunden mit vergleichbaren Anforderungen nach derartigen Lösungen im In- und Ausland. Dazu gehört auch das Betreiben eigener Plattformen, V-SAT Netze, sowie Satellitenfunkstellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Qi Zhang-Holste
seit 5.11.2019
Geschäftsführer
Sven Sünberg
seit 4.12.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
MBS Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Media Broadcast Satellite GmbH

Usingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Tätigkeitsgebiet

Die Media Broadcast Satellite GmbH (im Folgenden "MBS") erbringt Satellitendienstleistungen für Kunden im In- und Ausland. Der Sitz der Gesellschaft ist in Usingen. Des Weiteren hat das Unternehmen ein Büro in Darmstadt.

1.2 Anteilseigner Struktur

Die MBS Holding GmbH, Usingen, ist alleinige Eigentümerin der MBS.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. 1

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Wesentliche Ursachen waren die negativen Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise im privaten Konsumbereich sowie die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft in Kombination mit dämpfenden Effekten aufgrund geopolitischer Spannungen und Krisen. 2

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019, 15. Januar2024

2 Pressemittelung BMWK, Wirtschaftliche Entwicklung 2023, 13.12.2023

Hinzu hemmten Material- und Lieferengpässe auf einem weiterhin hohen Niveau sowie der Fachkräftemangel trotz einer in Summe schwachen Entwicklung des Arbeitsmarktes die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Als Nischen-Anbieter von kritischen Kommunikationslösungen mit langfristigen Kundenverträgen sind wir gegen kurzfristige Nachfrageeinbrüche besser aufgestellt als andere Wirtschaftsbereiche.

Experten der Beratungsfirma Euroconsult gehen in ihrem Satellite Connectivity & Video Market Report, 30th edition von einem stark wachsenden Kapazitätsbedarf für Datenanwendungen aus. Service Umsätze aus diesem Segment werden voraussichtlich um den Faktor 2.7x steigen wohingegen Serviceumsätze aus dem Video/Broadcast- Umsätze weiter sinken werden.

In den von MBS aktiven Bereichen Fixed Connectivity (Mobile Backhaul & Enterprise Networks) und Government geht Euroconsult von einem CAGR zwischen 14% bzw. 13% mit einem Marktvolumen von 11,2 bzw. 13,1 Milliarden USD im Jahr 2032 aus.

Insbesondere durch den Angriffskrieg Russlands hat sich die Sicherheitslage in Europa geändert. Infolge des Krieges in der Ukraine haben zahlreiche Länder weltweit mit der Erhöhung Ihrer Verteidigungsausgaben reagiert. Bereits im Jahr 2022 hat die Bundesregierung ein kreditfinanziertes Sondervermögen von 100 Mrd. EUR außerhalb des Verteidigungshaushaltes geschaffen. Zudem hat die Bundesregierung bilaterale Unterstützungsleistungen in Höhe von 35 Mrd. EUR für die Ukraine bereitgestellt.

Satellitenübertragungen im Bereich Media werden weiterhin rückläufig sein. Endkonsumenten werden zukünftig verstärkt zu OTT und VOD- Angeboten wechseln. Lediglich bei Live-Events wird Satellitenfernsehen weiterhin eine dominante Rolle einnehmen.

2.2 Geschäftsverlauf einschließlich der Entwicklung wesentlicher Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung sind insbesondere die Kennzahlen Service-Umsatz (ohne Intercompany-Umsätze und Mieterlöse), EBITDA und CAPEX von Bedeutung.

Der Service-Umsatz (ohne Mieterlöse, Intercompany & Wholesale) lag mit TEUR 50.157 deutlich über unserem Erwartungsbereich von TEUR 41.300.

Das Geschäftsvolumen im Vertical Media hat sich nach den Anstiegen der letzten zwei Jahre, auf dem Wert vom Vorjahr stabilisiert TEUR 13.770 (Vorjahr TEUR 13.826). MBS operiert im Bereich der traditionellen Satelliten-Plattformen auf gesättigten Märkten mit wenigen Wachstumsmöglichkeiten, jedoch bietet der neue Bereich Media Services neue Wachstumschancen.

Der Umsatz im Vertical GDI konnte im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 17.799 auf TEUR 32.338 gesteigert werden. Die Nachfrage nach gehärteten Kommunikationslösungen durch Europäische Initiativen in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik ist in 2023 gestiegen und wird mittelfristig weiter steigen. MBS hat diese Initiativen durch Ihr breites technologisches Portfolio unterstützt.

Die anderen Verticals Enterprise, Mobility und Managed Gateways erzielten einen Umsatz von TEUR 4.049 (Vorjahr TEUR 5.382). Der Rückgang resultiert aus weggefallenen einmaligen Installationsumsätzen und rückläufigen Umsätzen im Bereich Enterprise.

Die sonstigen Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 2.996 nach TEUR 2.290 im Vorjahr.

Das EBITDA lag mit TEUR 9.181 deutlich über dem Budgetziel von TEUR 7.500. Grund hierfür war, dass das Umsatzziel deutlich überschritten wurde.

Der CAPEX-Bedarf von TEUR 7.229 lag aufgrund von steigenden Umsätzen deutlich über den Budgetwert von TEUR 2.100.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der MBS beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 159.607 (Vorjahr: TEUR 54.820).

Auch im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft wieder in Kundenprojekte investiert und Ersatzinvestitionen getätigt. Die Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf TEUR 7.229. Wesentliche Einzelinvestitionen bestsanden aus dem Kauf zweier Chassis i-Direct von TEUR 1.612, Investitionen in einen Satelliten von TEUR 915, den Kauf mobiler Antennen im Wert von insgesamt TEUR 461, sowie der Kauf einer neuen Antenne im Wert von TEUR 529 sowie den Erwerb von Verstärkern in Höhe von TEUR 273.

MBS hat der Gesellschafterin MBS Holding GmbH mehrere Darlehen für Akquisitionen gewährt. Der Gesamtbetrag der Darlehen beträgt TEUR 39.093. Der Stand des Anlagevermögens zum Geschäftsjahresende beträgt TEUR 61.428.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 3.180 um TEUR 2.511 niedriger als im Vorjahr.

Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände ist um TEUR 2.524 auf TEUR 3.189 gestiegen. Im Wesentlichen beinhaltet der Wert geleistete Darlehen und Kautionen.

Die flüssigen Mittel sind mit TEUR 35.169 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 34.492 gestiegen. Wesentlicher Faktor hier waren die Vorauszahlungen auf Projektgeschäfte.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen sind mit TEUR 49.563 zum Vorjahr um TEUR 48.966 gestiegen. Grund hierfür sind bereits eingekaufte Raumsegmente sowie Dienstleistungen für Projekte, deren Laufzeit ab 2024 beginnt.

Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen um TEUR 60 resultiert aus Zuführungen und Aufzinsungen. Der bestehende Pensionsplan wurde eingefroren, so dass die zukünftigen Zuführungen geringer ausfallen werden.

Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 118 gesunken. Die Reduzierung ergibt sich aus geringeren Rückstellungen aufgrund von fehlenden Aufwandsrechnungen.

Die Gesamt-Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 8.943 auf TEUR 21.392 erhöht. Dies geht im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen zurück (Ergebnisabführungsvertrag).

Die erhaltenen Anzahlungen haben sich um TEUR 3.306 auf TEUR 3.535 erhöht, da bereits Geldeingänge für Lieferungen aus 2024 erfolgten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben sich um TEUR 3.250 auf TEUR 3.804 reduziert, da die zum Jahreswechsel fälligen Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 2023 gezahlt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich um TEUR 96.389 auf TEUR 97.137 erhöht, da bereits Geldeingänge auf mehrjährige Serviceleistungen erfolgte.

2.4 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 23,4 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag aufgrund einer sehr stark gestiegenen Bilanzsumme um 44,6% verschlechtert.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in 2023 aus Fremd- und Eigenmitteln. Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2023 über liquide Mittel in Höhe von TEUR 35.169 (in 2022: TEUR 677) Bis auf die Verbindlichkeit gegenüber einem Finanzinstitut in Höhe von TEUR 1.125 (Laufzeit < 5 Jahre) sind sämtliche zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig.

Bezüglich der getätigten Investitionen verweisen wir auf die Erläuterungen im Rahmen der Beschreibung der Vermögenslage.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.5 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 54.679 und liegen damit 39,1 % über dem Vorjahr (TEUR 39.296). Die im Vorjahr prognostizierte stark steigende Umsatzentwicklung ist für das Geschäftsjahr 2023 durch die Realisierung neuer Kundenprojekte eingetroffen.

Der Materialaufwand ist mit TEUR 33.358 um 68,7 % (von TEUR 19.769) gestiegen. Hauptgründe waren ein Anstieg der Raumsegmentkosten getrieben durch neugewonnene Kundenprojekte sowie der Kauf von Handelsware (z.B. Satelliten Terminals).

Der Rohertrag (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) ist im Geschäftsjahr um TEUR 1.794 auf TEUR 21.321 gestiegen. Die Rohertragsmarge ist mit 39% im Vergleich zum Vorjahr um 11,7% gefallen, Steigerungen des absoluten Rohertrags sind auf die Umsatzentwicklung zurückzuführen. Der Rückgang der Rohertragsmage ist auf Grund von gestiegenen Materialaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1.063 (VJ: TEUR 1.300) und stammen im Wesentlichen aus Erträgen von Kursdifferenzen TEUR 740, sowie periodenfremden Erträgen TEUR 231.

Der Personalaufwand ist mit TEUR 5.025 leicht zum Vorjahr gestiegen (TEUR 4.827).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.903 auf TEUR 8.268 gestiegen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen begründet sich im Wesentlichen durch den Abschluss eines Dienstleistungsvertrages zwischen Holding und MBS (Anstieg um TEUR 985) zur Durchführung der oben beschriebenen Overheadfunktionen, sowie Reparatur und Instandhaltungen (Anstieg um TEUR 292).

Das Finanzergebnis (TEUR 1.487) setzt sich im Wesentlichen aus Erträgen aus gewährten Darlehen gegenüber der Gesellschafterin (TEUR 1.197) sowie aus Zins- und ähnlichen Aufwendungen (TEUR 99) zusammen.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.384 ab. Dieser wird, gemäß Ergebnisabführungsvertrag, an die MBS Holding GmbH abgeführt.

2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Leistungsfaktoren sind die Unternehmenskennzahlen: Umsatz, EBITDA und Investitionsaufwand. Diese werden regelmäßig (monatlich) im Soll-Ist-Vergleich gemessen.

3. Prognose-, Chancen und Risikobericht

3.1 Generelles Risikomanagement

Das Risikomanagement wird in der Gesellschaft als zentrale Managementaufgabe aufgefasst. Durch die permanente Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken wird eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gewährleistet. Mögliche Risiken werden sowohl auf der operativ-technischen als auch auf der operativwirtschaftlichen Ebene evaluiert und in laufenden Jour Fixe Terminen besprochen. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, wesentliche und auch bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und zu kontrollieren.

Sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagementsystem haben zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der operativ-technischen wie auch der Rechnungslegungsprozesse und der Finanzberichterstattung sicherzustellen. Risiken aus den laufenden Projekten werden durch die Verantwortlichen regelmäßig mit der Geschäftsführung diskutiert und bewertet.

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird u. a. durch ein standardisiertes Berichtswesen, eine etablierte Regelkommunikation, ein konsequentes Mahnwesen sowie eine verantwortungsvolle Investitions- und Finanzierungstätigkeit kontrolliert.

Die wesentlichen Chancen und Risiken lassen sich wie folgt zusammenfassen:

3.2 Risiken

Ein wesentliches Risiko ist weiterhin der Fachkräftemangel in Deutschland. MBS hat dazu den Personalbereich weiter verstärkt, verschiedene Programme zur Mitarbeiterbindung gestartet und wieder angefangen Personal auszubilden oder Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen.

Die beiden Verticals Media und GDI (Government, Defence, Intelligence) erzielen circa 84% des Gesamtumsatzes. MBS hat damit eine gewisse Abhängigkeit in diesen Bereichen. Die Marktstellung in diesen beiden dominierenden Bereichen soll weiter ausgebaut und erhalten werden. Wettbewerber, die traditionell in anderen Verticals tätig waren, versuchen Marktanteile im Bereich Media und GDI durch eine aggressive Preispolitik zu gewinnen.

Die anderen 3 Verticals sind mit den Verticals Managed Gateways (ehemals Infrastructure) (4%), Mobility (1%) und Enterprise (5%) deutlich unterrepräsentiert. Durch eine strategische Beteiligung der Muttergesellschaft im Bereich Enterprise wird auch die MBS indirekt von diesem Wachstumsmarkt profitieren. Des Weiteren werden wir das Vertical Managed Gateways durch eine Vermarktung weiterausbauen.

Als weiteres Risiko sehen wir einen Markttrend, den wir nur bedingt beeinflussen können: Die geänderten Fernsehgewohnheiten: Statt lineares Satellitenfernsehen wird die Verbreitung über das Internet weiter stark zunehmen. Hier müssen wir unsere Dienstleistungspalette breiter aufstellen und uns als Infrastruktur- und Servicedienstleister für Medienkunden positionieren.

Risiken durch Cyber-Angriffe haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen und werden durch den Ukraine-Konflikt noch weiter verschärft. Die Folge können Betriebsunterbrechungen und Ausfälle sein. MBS hat verschiedene Vorkehrungen im Rahmen der ISO 27001 getroffen, um Risiken zu minimieren. Zudem wurde eine Betriebsunterbrechungs- und Cyber-Security-Versicherung abgeschlossen.

MBS verfügt in Usingen über einen der größten Teleports in Europa. Die Infrastruktur ist hochgradig redundant aufgebaut, so dass es seit Bestehen der Gesellschaft zu keinem Verstoß gegen die mit den Kunden vereinbarten satellitenbasierten-Service Level Agreements (SLAs)

gekommen ist. Ein Verstoß gegen die SLAs kann zu Vertragsstrafen und Kostensteigerungen führen.

NSGO (Non-Geostationary Orbit)-Lösungen wie "Starlink" haben innerhalb von nur wenigen Jahren das Vertical Maritime stark verändert. Experten von Euroconsult gehen davon aus, dass der Marktanteil von 20 % im Jahr 2023 auf 90 % im Jahr 2033 ansteigen wird. Dadurch wird ein digitales oder technisches Monopol entstehen. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Lösung auch im Vertical GDI durchsetzen wird.

Durch die gestiegene Bilanzsumme aus verschiedenen Projektgeschäften ist die Eigenkapitalquote um 44,6 % gesunken. Dies kann Auswirkungen auf das Bankenrating haben.

3.3 Chancen

Der Markt befindet sich weiterhin in einer Konsolidierungsphase. Wir erwarten, dass einige Wettbewerber aus dem Markt ausscheiden oder ihr Unternehmen verkaufen wollen.

Die Marktbedingungen insb. im Marktumfeld GDI und mobile Anwendungen sehen wir, aufgrund der geänderten Sicherheitslage, in den nächsten Jahren als sehr positiv an. Hier besteht eine wachsende Nachfrage für einen mittelständischen Anbieter für kritische Kommunikationslösungen.

Wir sehen weiterhin sehr viel Potenzial im Bereich der Kostenoptimierung. Hierzu zählen der Aufbau eines lokalen Lieferantennetzwerkes, Lieferantenbesuche sowie Energieeinsparmaßnahmen. MBS hat ein Projekt zur Prozessanalyse gestartet, um die interne Effizienz zu erhöhen und Schnittstellenverluste zu verringern.

Viele neue kleine Low-Earth-Orbit Satelliten (LEO's) werden in den nächsten Jahren auf den Markt drängen, die schon heute einen Teleport für den Uplink suchen. Hier sind wir in Gesprächen mit den entsprechenden Marktteilnehmern. Die LEO-Betreiber können jedoch auch ein Risiko aufgrund der "disruptive technology" darstellen.

4. Gesamtprognose

Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 getroffenen Aussagen hinsichtlich einer steigenden Umsatz- und EBITDA-Entwicklung sind eingetroffen. Die bereits im Vorjahr getätigten Investitionen und neue Kundenaufträge wirkten sich dabei positiv auf die Geschäftsentwicklung aus.

Die in der Gesellschafterversammlung festgelegten ambitionierten - Unternehmensziele Umsatz und EBITDA konnten deutlich überschritten werden. Der Umsatz und das EBITDA lagen mit 1,3 fache bzw. 1,2 fache über Budget.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem stark steigenden Umsatz und einem stark steigenden EBITDA aus.

Wir gehen davon aus, dass der CAPEX-Bedarf auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr ist.

 

Usingen, den 28. Oktober 2024

Media Broadcast Satellite GmbH

Die Geschäftsführung

gez Christian Fleischhauer

gez Sven Sünberg

gez. Qi Zhang-Holste

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.188,34 358.390,61
2. geleistete Anzahlungen 0,00 252.100,84
207.188,34 610.491,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.347.821,99 6.505.067,53
2. technische Anlagen und Maschinen 11.430.850,44 8.703.509,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 639.367,58 784.854,10
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.710.034,91 1.714.182,41
22.128.074,92 17.707.613,07
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 39.092.961,59 25.596.205,49
61.428.224,85 43.914.310,01
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 312.548,98 360.645,32
2. Waren 2.161.361,11 610.798,04
3. geleistete Anzahlungen 516.082,64 47.391,20
2.989.992,73 1.018.834,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.180.322,83 5.690.797,87
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.997.516,57 2.232.847,69
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.189.317,73 665.306,11
10.367.157,13 8.588.951,67
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 35.168.896,91 677.035,94
48.526.046,77 10.284.822,17
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 49.562.880,45 596.639,27
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG 89.530,62 24.467,29
159.606.682,69 54.820.238,74

PASSIVSEITE

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 37.297.907,30 74.307.954,40
III. Verlustvortrag 0,00 (43.793.535,46)
IV. Jahresüberschuss 0,00 6.783.488,36
37.323.907,30 37.323.907,30
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.716.314,00 1.655.588,00
2. Steuerrückstellungen 775.288,00 1.263.347,19
3. sonstige Rückstellungen 1.262.393,67 1.380.432,72
3.753.995,67 4.299.367,91
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.125.000,00 1.875.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.535.208,57 229.187,97
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.803.733,93 7.053.729,09
4. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 12.514.302,45 1.898.708,29
5. sonstige Verbindlichkeiten 413.764,27 1.392.398,80
- davon aus Steuern: EUR 88.117,66 (Vj.: EUR 1.175.371,53)
21.392.009,22 12.449.024,15
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 97.136.770,50 747.939,38
159.606.682,69 54.820.238,74

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 54.679.288,58 39.296.445,04
2. andere aktivierte Eigenleistungen 89.467,50 98.819,50
3. sonstige betriebliche Erträge 1.063.486,30 1.300.419,40
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 739.768,20 (Vj .: EUR 639.267,20)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (9.505.450,86) (149.118,16)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (23.852.695,26) (19.619.792,93)
(33.358.146,12) (19.768.911,09)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (4.118.776,83) (3.955.113,89)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (906.314,03) (871.826,83)
- davon für Altersversorgung: EUR 365.911,21 (Vj.: EUR 413.702,37)
(5.025.090,86) (4.826.940,72)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (3.183.925,35) (2.672.182,98)
7. sonstige betriebliche Aufwendungen (8.267.511,84) (6.364.375,35)
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 367.431,50 (Vj.: EUR 374.651,30)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.585.445,59 839.861,04
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.196.756,10 (Vj .: EUR 826.060,31)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (98.662,13) (135.643,47)
- davon aus Aufzinsung: EUR 23.461,00 (Vj .: EUR 49.591,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (47.191,97) (1.022.089,34)
11. Ergebnis nach Steuern 7.437.159,70 6.745.402,03
12. sonstige Steuern (52.898,24) 38.086,33
13. aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen abgeführte Gewinne (7.384.261,46) 0,00
14. Jahresüberschuss 0,00 6.783.488,36

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Media Broadcast Satellite GmbH mit Sitz in Usingen (im Folgenden "MBS" oder "Gesellschaft" genannt) ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg von der Höhe (HRB 14420) eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Gegenstand des Unternehmens ist das Erbringen von Satellitendienstleistungen.

Für die Aufstellung des Anhangs werden die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB zum Teil in Anspruch genommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer monatlich linear abgeschrieben. Darüber hinausgehende Wertminderungen wurden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen für entgeltlich abnutzbar erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen über die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert. Darüber hinausgehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 5 und 10 Jahre. Zugänge zum Sachanlagevermögen ab dem 1. Januar 2008 werden linear abgeschrieben. Zugänge vor diesem Zeitpunkt werden degressiv abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von untergeordnetem Wert werden im Zugangsjahr 2023 auch für die handelsrechtliche Bilanzierung in entsprechender Anwendung des § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben.

Die Finanzanlagen betreffen Ausleihungen an Gesellschafter und sind zum Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bzw. dem niedrigeren Marktwert oder der Festwertmethode bewertet.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer). Die erhaltenen Anzahlungen wurden auf der Passivseite mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet und, sofern ein Aktivüberhang besteht, als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung bilanziert. Dementsprechend zu verrechnende Vermögensgegenstände werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und Verpflichtungen aus Langzeitkonten sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der "projected unit credit method" unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und eines Zinssatzes von 1,82 % p. a. (10-Jahresdurchschnitt) ermittelt. Als Rententrend wurden 1,70 % p. a ., als Gehaltssteigerung 2,25 % p. a. sowie 7,00 % p. a. als Fluktuation angenommen. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB wird als Rechnungszins ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet. Der Differenzbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 15. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Die langfristigen Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

IV. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte ergeben sich aus dem Heizöl, der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und dem Warenbestand.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben sich überwiegend aus der Abrechnung von Satellitendienstleistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus gegebenen Darlehen in Höhe von TEUR 2.009, gegebenen Kautionen in Höhe von TEUR 548 und Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 418.

Zum Stichtag bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.471 (VJ: TEUR 781) enthalten.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Zur Sicherung der Langzeitkonten der Angestellten hat MBS ein Contractual Trust Arrangement (CTA) bei der Deutschen Treuinvest Stiftung, Frankfurt am Main, abgeschlossen.

Gemäß des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB wurde das entsprechende Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Altersteilzeit und Langzeitkonten saldiert.

Dabei ergibt sich für die Langzeitkonten ein Überschuss in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 24), die gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert und unter der Position "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen werden. Der die Anschaffungskosten übersteigende Zeitwert zum Bilanzstichtag unterliegt gem. § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB der Ausschüttungssperre.

Die Beträge vor Saldierung belaufen sich auf:

LZK in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden aus Altersteilzeitvereinbarungen und Langzeitguthaben 157 198
Beizulegender Zeitwert des CTA-Vermögen 246 223
Verrechnete Aufwendungen 3 4
Verrechnete Erträge 2 1

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen von TEUR 1.716 (Vorjahr: TEUR 1.656) betreffen Direktzusagen (unmittelbare Zusagen).

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 1.262 (Vorjahr: TEUR 1.380) setzen sich aus Personalrückstellungen von TEUR 298 (Vorjahr: TEUR 187) und übrigen Rückstellungen von TEUR 964 (Vorjahr: TEUR 1.193) zusammen.

Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen, Urlaubsguthaben, Gleitzeitüberschüsse, Reisekosten, Inflationsausgleichsprämie und Jubiläumsgeld.

Die übrigen Rückstellungen enthalten hauptsächlich Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 299) sowie Rückstellungen für mögliche Verpflichtungen (TEUR 600).

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.130 (VJ: TEUR 2.447) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Erhaltene Sicherheiten 201 201
Verbindlichkeiten aus Steuern 88 1.175
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 10 6
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 115 10
Summe sonstige Verbindlichkeiten 414 1.392

Die Verbindlichkeiten aus Steuern resultieren aus noch an das Finanzamt abzuführender Lohn- und Kirchensteuer.

Bis auf die Verbindlichkeit gegenüber einem Finanzinstitut (Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahre) in Höhe von TEUR 1.125 (Vorjahr: TEUR 1.875) sind sämtliche zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Bestellobligo aus abgeschlossenen Verträgen beträgt EUR 94,8 Mio. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Vorleistungen für Kundenprojekte als auch die Anmietung von Raumsegment.

Gesamt Davon fällig bis 31.12.2024 Davon fällig nach 31.12.2024
Verpflichtungen aus abgeschlossenen Verträgen 94,8 Mio. 77,4 Mio. 17,4 Mio.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Umsatzerlöse

in TEUR 1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022- 31.12.2022
nach Regionen
Deutschland 38.689 24.610
EU ohne Deutschland 7.493 4.590
Drittländer 8.497 10.096
Summe Umsatzerlöse 54.679 39.296

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Satellitendienstleistungen aus dem Vertical Media (TEUR 13.770) und dem Vertical Teleport und Data (TEUR 36.388) als auch Mieterträge (durch Vermietung von Technik- und Büroflächen am Standort Usingen (TEUR 1.526)).

In den Umsatzerlösen sind außergewöhnliche Erlöse aus der Realisierung neuer Kundenprojekte in Höhe von 18.146 TEUR enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.063 setzen sich im Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen (TEUR 231) sowie Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 14) zusammen.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 231 und betreffen im Wesentlichen Gutschriften aus Einspeisungen und Nutzungen der Notstromaggregate, sowie aus verjährten Vorgängen von Eingangsrechnungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 44 und betreffen überwiegend Nutzungsentgelte der Notstromaggregate und die Abrechnung der Arbeitsmedizinischen Betreuung. .

VI. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Beschäftigte im Durchschnitt 1.1.2023 31.12.2023 1.1.2022 31.12.2022
Angestellte 38 32
Beurlaubte Beamte 13 15
Summe Beschäftigte Durchschnitt 51 47
Beschäftigte Stichtag 31.12.2023 31.12.2022
Angestellte 41 34
Beurlaubte Beamte 12 14
Summe Beschäftigte Stichtag 53 48

Die 53 aktiven Arbeitnehmer zum Stichtag 31. Dezember 2023 beinhalten 49 Vollzeit- und 3 Teilzeitkräfte. Weiterhin wurden 2 Auszubildende beschäftigt.

Haftungsverhältnisse und Sicherheiten

Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der MBS Holding GmbH einen Vertrag über eine Betriebsmittellinie in Höhe von TEUR 5.000 abgeschlossen. Der Vertrag sieht eine gesamtschuldnerische Haftung vor.

Für mehrere Kreditverträge der MBS Holding GmbH über ein Kreditvolumen von insgesamt TEUR 16.300 wurden von der Gesellschaft die nachstehenden Sicherheiten gestellt:

Schuldbeitritt & Höchstbetragsbürgschaft durch die Gesellschaft sowie

Erstrangige Grundschuld in Höhe von TEUR 20.000 auf die gewährten Darlehen in Usingen

Da die MBS Holding GmbH ihren Verpflichtungen jederzeit nachgekommen ist, wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Tatsachen bekannt geworden, die Anlass geben würden, diese Beurteilung zu modifizieren.

Geschäftsführung der MBS im Geschäftsjahr 2023

Christian Fleischhauer, Frankfurt am Main

Geschäftsführer

Sven Sünberg, Burgbrohl

Geschäftsführer

Qi Zhang-Holste, Wolken

Geschäftsführerin

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr werden aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Mutterunternehmen und verbundene Unternehmen

Der Kreis der verbundenen Unternehmen der MBS im Sinne des § 271 HGB umfasst das oberste Mutterunternehmen, MBS Holding GmbH, Usingen, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Ergebnisverwendung

Mit Notarvertrag vom 10. November 2023 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Media Broadcast Satellite GmbH und der MBS Holding GmbH geschlossen. Der gesamte Jahresüberschuss wird abgeführt.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Berichtszeitraums sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Usingen, den 28. Oktober 2024

Media Broadcast Satellite GmbH

Die Geschäftsführung

gez. Christian Fleischhauer

gez. Sven Sünberg

gez. Qi Zhang-Holste

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.402.358,24 4.179,48 0,00 10.693,23 1.417.230,95
2. geleistete Anzahlungen 252.100,84 481.857,75 0,00 -733.958,59 0,00
1.654.459,08 486.037,23 0,00 -723.265,36 1.417.230,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.029.582,19 61.875,25 0,00 73.634,29 18.165.091,73
2. technische Anlagen und Maschinen 36.977.964,67 3.449.167,36 0,00 1.707.541,38 42.134.673,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.702.192,30 150.241,44 0,00 0,00 11.852.433,74
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.714.182,41 3.081.449,07 -27.686,26 -1.057.910,31 3.710.034,91
68.423.921,57 6.742.733,12 -27.686,26 723.265,36 75.862.233,79
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 25.596.205,49 13.496.756,10 0,00 0,00 39.092.961,59
95.674.586,14 20.725.526,45 -27.686,26 0,00 116.372.426,33
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.043.967,63 166.074,98 0,00 1.210.042,61
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.043.967,63 166.074,98 0,00 1.210.042,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.524.514,66 292.755,08 0,00 11.817.269,74
2. technische Anlagen und Maschinen 28.274.455,64 2.429.367,33 0,00 30.703.822,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.917.338,20 295.727,96 0,00 11.213.066,16
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
50.716.308,50 3.017.850,37 0,00 53.734.158,87
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
51.760.276,13 3.183.925,35 0,00 54.944.201,48
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.188,34 358.390,61
2. geleistete Anzahlungen 0,00 252.100,84
207.188,34 610.491,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.347.821,99 6.505.067,53
2. technische Anlagen und Maschinen 11.430.850,44 8.703.509,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 639.367,58 784.854,10
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.710.034,91 1.714.182,41
22.128.074,92 17.707.613,07
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 39.092.961,59 25.596.205,49
61.428.224,85 43.914.310,01

6.1.5 BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Media Broadcast Satellite GmbH, Usingen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Media Broadcast Satellite GmbH, Usingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Media Broadcast Satellite GmbH, Usingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 28. Oktober 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schönhals, Wirtschaftsprüfer

gez. Hecht, Wirtschaftsprüfer

Die Gesellschafterversammlung hat am 28. Oktober 2024 den festgestellt.

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