Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 14473
Vorher
MBS Holding GmbH
Eingetragen
29.1.2019
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenUnternehmensberatung
Gegenstand
Der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an sowie die Gründung von anderen Unternehmen sowie die Erbringung von Beratungsdienstleistungen in diesem Zusammenhang.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Qi Zhang-Holste
seit 29.1.2019
Geschäftsführer
Sven Sünberg
seit 29.1.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Germany
30.000 €
30.00%
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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MBS Holding GmbH

Usingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

INHALTSVERZEICHNIS

Konzernlagebericht für das Geschäfts-jahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Konzerneigenkapitalspiegel für das

Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Tätigkeitsgebiet

Die MBS Holding GmbH erbringt mit ihren Tochtergesellschaften (im Folgenden „MBS“ oder „Konzern“) Satellitendienstleistungen für B2B-Kunden im In- und Ausland. Der Sitz der Gesellschaft ist in Usingen.

1.2 Konzernstruktur

Die MBS Holding hat verschiedene operative Tochtergesellschaften mit Sitz in Polen, Monaco und Deutschland.

2. Steuerungssystem

Das Steuerungssystem knüpft an finanzielle wie auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren an. Hinsichtlich der finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren verwendet die MBS ein konzernweit einheitliches System. Dies umfasst bei den finanziellen Leistungsindikatoren Service-Umsatz (ohne Intercompany-Umsätze und Mieterlöse), EBITDA und die Kennzahl Net Debt / EBITDA.

Der Service-Umsatz ist dabei eine wesentliche Steuerungsgröße, um den Unternehmenserfolg zu messen. Die Erschließung zusätzlicher Umsatzquellen liegt im strategischen Interesse der Geschäftsführung und spiegelt sich in der künftigen Umsatzentwicklung wider.

Das EBITDA stellt die operative Unternehmensleistung dar und gilt als ein wesentlicher Indikator für die Beurteilung von Unternehmen im gleichen Marktsegment. Das EBITDA bezieht auch Sondereinflüsse ein, wodurch ein ganzheitlicher Blick auf Erträge und Aufwendungen gegeben wird.

Das Net Debt / EBITDA gilt als wichtige Kennzahl der Fundamentalanalyse und gibt Aufschluss über die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Das Net Debt / EBITDA-Ratio zeigt auf, wie lange das Unternehmen benötigt, um seine gesamte Nettoverschuldung mit dem EBITDA zu tilgen. Dieser Indikator ist ein wesentlicher Faktor für die Kreditvergabe. Das Ziel der MBS ist ein Wert kleiner 2,75.

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren Service-Umsatz, EBITDA und Net Debt / EBITDA ist eng mit der Einhaltung der Service Level Agreements (SLAs) mit den verschiedenen Kunden als nichtfinanzieller Leistungsindikator verbunden.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist die wesentliche Kenngröße die Einhaltung der jeweiligen Service Level Agreement. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Vertragsstrafen aufgrund der Nichteinhaltung der SLAs.

3. Strategische Ausrichtung und Ziele

Unsere Teleport-Infrastruktur ist die Basis für unsere strategische Ausrichtung und unser Handeln. Auf dieser Basis haben wir Verticals definiert, in denen wir uns bewegen und die wir aktiv bearbeiten. Diese lauten:

Media,

GDI (Government, Defence, Intelligence),

Enterprise und

Managed Gateways / Infrastructure

In diesen Verticals entwickeln wir verschiedene Applikationen, um uns von einem Konnektivitätsanbieter für kritische Infrastruktur zu einem Kommunikations-Lösungsanbieter zu entwickeln.

Wir planen weiterhin auch anorganisch zu wachsen, falls die Opportunitäten in die oben genannte Strategie passen.

4. Wirtschaftsbericht

4.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war in den 3 Kernländern Deutschland, Frankreich und Polen sehr unterschiedlich.

Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%.1

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Wesentliche Ursachen waren die negativen Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise im privaten Konsumbereich sowie die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft in Kombination mit dämpfenden Effekten aufgrund geopolitischer Spannungen und Krisen.2

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019, 15. Januar 2024
2 Pressemittelung BMWK, Wirtschaftliche Entwicklung 2023, 13. Dezember 2023

Hinzu hemmten Material- und Lieferengpässe auf einem weiterhin hohen Niveau sowie der Fachkräftemangel trotz einer in Summe schwachen Entwicklung des Arbeitsmarktes die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Frankreich

Nach Angaben des INSEE (Nationales Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien) wuchs Frankreichs BIP im Jahr 2023 leicht. Das BIP-Wachstum lag bei 1,1% was eine Verlangsamung im Vergleich zu 2022 widerspiegelt3. Die Inflation blieb mit 4,9% im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt sehr hoch. Die Inflation blieb aber unter dem Jahr 2022.4

Polen

Das Jahr 2023 war ein Jahr des wirtschaftlichen Abschwungs, der größtenteils durch den Krieg in der Ukraine geprägt wurde. Das preisbereinigte BIP-Wachstum betrug 0,2 %, was 5,4 Prozentpunkten weniger als im Jahr 2022 entspricht.5 Die Inflation betrug durchschnittlich 11,4 % im Vergleich zu 14,4 % im Jahr 2022.6 Das Umsatzwachstum des Unternehmens verlangsamte sich, was jedoch durch sinkende Rohstoffpreise und die Stabilisierung der Energiekosten ausgeglichen wurde. Der Hauptkostenfaktor für polnische Unternehmen waren die Arbeitskosten, wobei die Löhne im Unternehmenssektor um 11,9 % stiegen (nomineller Anstieg).7

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Als Nischen-Anbieter von kritischen Kommunikationslösungen mit langfristigen Kundenverträgen sind wir gegen kurzfristige Nachfrageeinbrüche besser aufgestellt als andere Wirtschaftsbereiche.

Experten der Beratungsfirma Euroconsult gehen in ihrem Satellite Connectivity & Video Market Report, 30th edition von einem stark wachsenden Kapazitätsbedarf für Datenanwendungen aus. Service Umsätze aus diesem Segment werden voraussichtlich um den Faktor 2.7x steigen wohingegen Serviceumsätze aus dem Video/Broadcast-Umsätze weiter sinken werden.

3 Institut national de la statistique et des études économiques (INSEE), Pressemitteilung Nr. 24, 30. Januar 2025 ;
4 Institut national de la statistique et des études économiques (INSEE), Pressemitteilung Nr. 06, 15. Januar 2025
5 GUS (Statistics Poland) Macroeconomic situation in Poland in the context of the world economic processes in 2023, Seite 76
6 GUS (Statistics Poland) Macroeconomic situation in Poland in the context of the world economic processes in 2023, Seite 81
7 GUS (Statistics Poland) Macroeconomic situation in Poland in the context of the world economic processes in 2023, Seite 134

In den von MBS aktiven Bereichen Fixed Connectivity (Mobile Backhaul & Enterprise Networks) und Government geht Euroconsult von einem CAGR zwischen 14% bzw. 13% mit einem Marktvolumen von 11,2 bzw. 13,1 Milliarden USD im Jahr 2032 aus.

Insbesondere durch den Angriffskrieg Russlands hat sich die Sicherheitslage in Europa geändert. Infolge des Krieges in der Ukraine haben zahlreiche Länder weltweit mit der Erhöhung Ihrer Verteidigungsausgaben reagiert. Bereits im Jahr 2022 hat die Bundesregierung ein kreditfinanziertes Sondervermögen von 100 Mrd. EUR außerhalb des Verteidigungshaushaltes geschaffen. Zudem hat die Bundesregierung bilaterale Unterstützungsleistungen in Höhe von 35 Mrd. EUR für die Ukraine bereitgestellt.

Satellitenübertragungen im Bereich Media werden weiterhin rückläufig sein. Endkonsumenten werden zukünftig verstärkt zu OTT und VOD- Angeboten wechseln. Lediglich bei Live-Events wird Satellitenfernsehen weiterhin eine dominante Rolle einnehmen.

4.2 Geschäftsverlauf einschließlich der Entwicklung wesentlicher Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung sind insbesondere die Kennzahlen Service-Umsatz (ohne Mieterlöse), EBITDA und Net Debt / EBITDA von Bedeutung.

Der Service-Umsatz (ohne Mieterlöse & Wholesale) lag mit TEUR 71.197 deutlich über unserem Erwartungsbereich von TEUR 65.900.

Das Geschäftsvolumen im Vertical Media hat sich nach den Anstiegen der letzten zwei Jahre, auf dem Wert vom Vorjahr stabilisiert TEUR 15.297 (Vorjahr TEUR 15.433). MBS operiert im Bereich der traditionellen Satelliten-Plattformen auf gesättigten Märkten mit wenigen Wachstumsmöglichkeiten, jedoch bietet der neue Bereich Media Services neue Wachstumschancen.

Der Umsatz im Vertical GDI konnte im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 17.716 auf TEUR 32.919 gesteigert werden. Die Nachfrage nach gehärteten Kommunikationslösungen durch Europäische Initiativen in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik ist in 2023 gestiegen und wird mittelfristig weiter steigen. MBS hat diese Initiativen durch Ihr breites technologisches Portfolio unterstützt.

Die anderen Verticals Enterprise, Mobility und Managed Gateways erzielten einen Umsatz von TEUR 22.982 (Vorjahr TEUR 26.587). Der Rückgang resultiert aus weggefallenen einmaligen Installationsumsätzen und rückläufigen Umsätzen im Bereich Enterprise.

Das EBITDA lag mit TEUR 9.639 über dem Budgetziel von TEUR 9.600.

Die Nettofinanzverschuldung ist im Jahr 2023 deutlich gesunken. Zum einen konnten die Darlehen planmäßig zurückgeführt werden ohne, dass neue Finanzmittel benötigt werden. Zum anderen ist der Cash- Bestand aufgrund des Projektgeschäftes stark gestiegen. Dadurch ist das Net Debt / EBITDA auch deutlich unter dem Zielwert von 2,75.

1. Dynamischer Finanzverschuldungsgrad (Leverage Ratio) 2023
Nettofinanzverschuldung ./. EBITDA -1,97
Nettofinanzverschuldung -18.654.932
+ Verzinsliche Verbindlichkeiten 18.460.393
- Liquide Mittel -37.115.324
EBITDA 9.484.901
+ Jahresergebnis 1.869.053
+ Steuern vom Einkommen und Ertrag 531.224
+ außerordentliche Aufwendungen 0
- außerordentliche Erträge 0
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen (einschl. Zinsaufwand aus Nachrangdarlehen) 1.056.859
+ AfA inkl. Geschäfts- und Firmenwert 5.027.765
+ Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.000.000

4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der MBS Group beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 149.791 (Eröffnungsbilanz TEUR 58.875).

Auch im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft wieder in Kundenprojekte investiert und Ersatzinvestitionen getätigt. Die Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf TEUR 9.351. Wesentliche Einzelinvestitionen bestanden aus dem Kauf zweier Chassis i-Direct von TEUR 1.612, Investitionen in einen Satelliten von TEUR 915, Erneuerung der Stromversorgung in Serverräumen im Wert von TEUR 300, den Kauf mobiler Antennen im Wert von insgesamt TEUR 461, dem Kauf einer neuen Antenne im Wert von TEUR 529 sowie den Erwerb von Verstärkern in Höhe von TEUR 273.

Der Stichtagswert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist mit TEUR 8.713 um TEUR 822 niedriger als im Vergleich zum 1. Januar 2023 Der Wert ist abhängig vom Zahlungsverhalten der Kunden.

Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände ist um TEUR 3.193 auf TEUR 11.572 gestiegen. Im Wesentlichen beinhaltet der Wert geleistete Darlehen und Kautionen.

Die flüssigen Mittel sind mit TEUR 37.115 gegenüber der Eröffnungsbilanz um TEUR 33.880 gestiegen. Wesentlicher Faktor hier waren die Vorauszahlungen auf Projektgeschäfte.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen sind mit TEUR 50.618 zur Eröffnungsbilanz um TEUR 49.055 gestiegen. Grund hierfür sind bereits eingekaufte Raumsegmente sowie Dienstleistungen für Projekte, deren Laufzeit ab 2024 beginnt. In 2024 entfallen hiervon Aufwendungen in Höhe von TEUR 18.678.

Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen um TEUR 60 resultiert aus Zuführungen und Aufzinsungen. Der bestehende Pensionsplan wurde eingefroren, so dass die zukünftigen Zuführungen geringer ausfallen werden.

Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 832 gestiegen. Die Erhöhung ergibt aufgrund von Sondervergütungen die im Jahr 2024 ausgezahlt wurden.

Die Gesamt-Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 8.909 auf TEUR 34.707 verringert.

Die erhaltenen Anzahlungen haben sich um TEUR 3.126 auf TEUR 3.692 erhöht, da bereits Geldeingänge für Lieferungen aus 2024 erfolgten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben sich um TEUR 3.025 auf TEUR 5.291 reduziert, da die zum Jahreswechsel fälligen Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2023 gezahlt wurden.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich um TEUR 97.982 auf TEUR 98.948 erhöht, da bereits Geldeingänge auf mehrjährige Serviceleistungen erfolgten. Hiervon wird in 2024 ein Umsatz in TEUR 35.892 realisiert.

Auf die Aktivierung latenter Steuern im Sinne des § 274 HGB wurde aufgrund der Konzernrichtlinie verzichtet. Die passiven latenten Steuern haben sich um TEUR 3 auf TEUR 4 erhöht.

4.4 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 6,6 % und hat sich im Vergleich zur Eröffnungsbilanz aufgrund einer sehr stark gestiegenen Bilanzsumme um 7,8 Prozentpunkte verschlechtert.

Der Finanzmittelbestand hat sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 35.885 erhöht. Die Veränderung resultiert in Höhe von TEUR 53.265 aus dem operativen Bereich, in Höhe von TEUR ./. 9.088 aus dem Investitionsbereich und in Höhe von TEUR ./. 8.292 aus dem Finanzierungsbereich.

Die Finanzierung des Konzerns erfolgte in 2023 aus Fremd- und Eigenmitteln. Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2023 über liquide Mittel in Höhe von TEUR 37.115. Bis auf die Verbindlichkeit gegenüber Finanzinstituten in Höhe von TEUR 12.358 (Laufzeit < 5 Jahre) und TEUR 2 (Laufzeit > 5 Jahre) sind sämtliche zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig.

Bezüglich der getätigten Investitionen verweisen wir auf die Erläuterungen im Rahmen der Beschreibung der Vermögenslage.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

4.5 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 74.124. Die zum Beginn des Geschäftsjahres prognostizierte stark steigende Umsatzentwicklung ist für das Geschäftsjahr 2023 durch die Realisierung neuer Kundenprojekte eingetroffen.

Der Materialaufwand beträgt TEUR 41.509 und beinhaltet insbesondere Raumsegmentkosten getrieben durch neugewonnene Kundenprojekte sowie der Kauf von Handelsware (z.B. Satelliten Terminals).

Der Rohertrag (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt im Geschäftsjahr TEUR 32.615 und ist auf die oben skizzierten Sachverhalte zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1.625 und stammen im Wesentlichen aus Erträgen von Kursdifferenzen TEUR 995, sowie periodenfremden Erträgen TEUR 231.

Der Personalaufwand beträgt TEUR 16.187 und beinhaltet neben Aufwand für Löhne und Gehälter auch Aufwendungen für Sondervergütungen aufgrund von Prämien, Inflationsausgleichen und Abfindungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 5.287 auf TEUR 9.570 gestiegen.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.869 ab.

5. Prognose-, Chancen und Risikobericht

5.1 Generelles Risikomanagement

Das Risikomanagement wird in der Gesellschaft als zentrale Managementaufgabe aufgefasst. Durch die permanente Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken wird eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gewährleistet. Mögliche Risiken werden sowohl auf der operativ-technischen als auch auf der operativwirtschaftlichen Ebene evaluiert und in laufenden Jour Fixe Terminen besprochen. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, wesentliche und auch bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und zu kontrollieren.

Sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagementsystem haben zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der operativ-technischen wie auch der Rechnungslegungsprozesse und der Finanzberichterstattung sicherzustellen. Risiken aus den laufenden Projekten werden durch die Verantwortlichen regelmäßig mit der Geschäftsführung diskutiert und bewertet.

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird u. a. durch ein standardisiertes Berichtswesen, eine etablierte Regelkommunikation, ein konsequentes Mahnwesen sowie eine verantwortungsvolle Investitions- und Finanzierungstätigkeit kontrolliert.

Die wesentlichen Chancen und Risiken lassen sich wie folgt zusammenfassen:

5.2 Risiken

Ein wesentliches Risiko ist weiterhin der Fachkräftemangel in Europa. MBS hat dazu den Personalbereich weiter verstärkt, verschiedene Programme zur Mitarbeiterbindung gestartet und wieder angefangen Personal auszubilden oder Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Langfristig ist geplant, bestimmte Fähigkeiten in einzelnen Gesellschaften zu bündeln und hier ein Cluster auf Competence zu bilden.

Die beiden Verticals Media und GDI (Government, Defence, Intelligence)

erzielen circa 65% des Gesamtumsatzes. MBS hat damit eine gewisse Abhängigkeit in diesen Bereichen. Die Marktstellung in diesen beiden dominierenden Bereichen soll weiter ausgebaut und erhalten werden. Wettbewerber, die traditionell in anderen Verticals tätig waren, versuchen Marktanteile im Bereich Media und GDI durch eine aggressive Preispolitik zu gewinnen. Durch den Erwerb der Sonema im Jahr 2022 konnte das Vertical Enterprise deutlich gestärkt werden.

Ziel ist es, dass Vertical Managed Gateways durch eine Vermarktung weiterausbauen.

Als weiteres Risiko sehen wir einen Markttrend, den wir nur bedingt beeinflussen können: Die geänderten Fernsehgewohnheiten: Statt lineares Satellitenfernsehen wird die Verbreitung über das Internet weiter stark zunehmen. Hier müssen wir unsere Dienstleistungspalette breiter aufstellen und uns als Infrastruktur- und Servicedienstleister für Medienkunden positionieren.

Risiken durch Cyber-Angriffe haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen und werden durch den Ukraine-Konflikt noch weiter verschärft. Die Folge können Betriebsunterbrechungen und Ausfälle sein. MBS hat verschiedene Vorkehrungen getroffen, um Risiken zu minimieren. Zudem wurde eine Betriebsunterbrechungs- und Cyber- Security-Versicherung abgeschlossen.

MBS verfügt in Usingen über einen der größten Teleports in Europa. Zudem gibt es weitere Teleports in Frankreich (Lognes und Frejus) sowie in Polen (Minsk Mazowiecki). Die Infrastruktur ist hochgradig redundant aufgebaut, so dass es seit Bestehen der Gesellschaft zu keinem Verstoß gegen die mit den Kunden vereinbarten satellitenbasierten-Service Level Agreements (SLAs) gekommen ist. Ein Verstoß gegen die SLAs kann zu Vertragsstrafen und Kostensteigerungen führen.

NSGO (Non-Geostationary Orbit)-Lösungen wie „Starlink“ haben innerhalb von nur wenigen Jahren das Vertical Maritime stark verändert. Experten von Euroconsult gehen davon aus, dass der Marktanteil von 20 % im Jahr 2023 auf 90 % im Jahr 2033 ansteigen wird. Dadurch wird ein digitales oder technisches Monopol entstehen. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Lösung auch im Vertical GDI durchsetzen wird.

Für die Sonema besteht in vielen afrikanischen Märkten ein zunehmendes Risiko darin, dass Unternehmen eher mit lokalen Partnern als mit ausländischen Unternehmen zusammen arbeiten wollen. Damit einher geht der Trend, Quellensteuer und Mehrwertsteuer auf Zahlungen für Dienstleistungen anzuwenden, die von nicht-inländischen Unternehmen erbracht werden. Um dies abzumildern, prüft das Unternehmen aktiv Optionen zur Gründung kostengünstigerer Tochtergesellschaften in bestimmten wichtigen afrikanischen Ländern.

Die TTcomm ist hauptsächlich auf dem polnischen Markt für polnische Kunden aktiv. Die gegenwärtige geopolitische Situation hat einen erheblichen Einfluß auf die Nachfrage nach Satellitendienstleistungen und die damit verbundene Umsatzentwicklung. Um dieses Risiko zu minimieren, konzentrieren wir uns auf die Diversifizierung des Kundenportfolios und eine stärkere Internationalisierung.

Durch die gestiegene Bilanzsumme aus verschiedenen Projektgeschäften ist die Eigenkapitalquote um 7,8 % gesunken. Dies kann Auswirkungen auf das Bankenrating haben.

5.3 Chancen

Der Markt befindet sich weiterhin in einer Konsolidierungsphase. Wir erwarten, dass einige Wettbewerber aus dem Markt ausscheiden oder ihr Unternehmen verkaufen wollen.

Die Marktbedingungen insb. im Marktumfeld GDI und mobile Anwendungen sehen wir, aufgrund der geänderten Sicherheitslage, in den nächsten Jahren als sehr positiv an. Hier besteht eine wachsende Nachfrage für einen mittelständischen Anbieter für kritische Kommunikationslösungen.

Wir sehen weiterhin sehr viel Potenzial im Bereich der Kostenoptimierung. Hierzu zählen der Aufbau eines lokalen Lieferantennetzwerkes, Lieferantenbesuche sowie Energieeinsparmaßnahmen. MBS hat ein Projekt zur Prozessanalyse gestartet, um die interne Effizienz zu erhöhen und Schnittstellenverluste zu verringern.

Viele neue kleine Low-Earth-Orbit Satelliten (LEO’s) werden in den nächsten Jahren auf den Markt drängen, die schon heute einen Teleport für den Uplink suchen. Hier sind wir in Gesprächen mit den entsprechenden Marktteilnehmern. Die LEO-Betreiber können jedoch auch ein Risiko aufgrund der „disruptive technology“ darstellen.

Afrika ist einer der Kernmärkte der Sonema hier sehen wir eine zunehmende Nachfrage nach IT, Cloud- und Cybersecurity Lösungen, die wir zukünftig bedienen können.

6. Gesamtprognose

Die im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 getroffenen Aussagen hinsichtlich einer steigenden Umsatz- und EBITDA-Entwicklung sind eingetroffen. Die bereits im Vorjahr getätigten Investitionen und neue Kundenaufträge wirkten sich dabei positiv auf die Geschäftsentwicklung aus.

Die in der Gesellschafterversammlung festgelegten ambitionierten - Unternehmensziele Umsatz und EBITDA konnten entweder deutlich überschritten (Umsatz) oder erreicht (EBITDA) werden.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem stark steigenden Umsatz und einem stark steigenden EBITDA aus. Für das Geschäftsjahr 2025 gehen wir von einer weiterhin leicht steigenden Umsatz / EBITDA- Entwicklung aus.

Wir gehen davon aus, dass das Net Debt / EBITDA im Jahr 2024 und 2025 weiter fällt. Mittelfristig gehen wir aufgrund von Investitionen in das Kerngeschäft davon aus, dass wir die Zielgröße von 2.75 wieder erreichen werden.

Für 2024 und 2025 erwarten wir keine Vertragsstrafen aufgrund der Nichteinhaltung der SLAs

 

Usingen, den 4. März 2025

MBS Holding GmbH

Die Geschäftsführung

gez Christian Fleischhauer

gez. Sven Sünberg

gez. Qi Zhang-Holste

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

zum 31. Dezember 2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 318.523,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.146.220,18 7.464.743,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.563.435,60
2. technische Anlagen und Maschinen 13.609.250,41
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 772.100,33
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.346.688,94 30.291.475,28
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.840,00
37.758.058,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 503.745,72
2. fertige Erzeugnisse und Waren 2.869.529,48
3. geleistete Anzahlungen 552.358,63 3.925.633,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.713.013,35
2. sonstige Vermögensgegenstände 11.571.798,71 20.284.812,06
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 37.115.324,43
61.325.770,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 50.618.076,39
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 89.530,62
149.791.435,89

Passiva

zum 31. Dezember 2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00
II. Kapitalrücklage 900.000,00
III. Gewinnrücklage 400.000,00
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 306.249,13
V. Bilanzgewinn 8.121.770,20
VI. nicht beherrschende Anteile 40.072,13
9.868.091,46
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.723.197,89
2. Steuerrückstellungen 842.230,95
3. sonstige Rückstellungen 3.697.706,14 6.263.134,98
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.460.392,52
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.692.429,52
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.291.480,83
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 621,93
3. sonstige Verbindlichkeiten 7.262.168,21 34.707.093,01
D. Rechnungsabgrenzungsposten 98.948.483,88
E. Passive latente Steuern 4.632,56
149.791.435,89

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
1. Umsatzerlöse 74.124.280,89
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 323.716,77
3. andere aktivierte Eigenleistungen 832.898,72
4. sonstige betriebliche Erträge 1.624.827,40
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.060.967,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -30.447.830,57 -41.508.798,15
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.088.957,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -3.098.005,16 -16.186.962,91
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.027.764,85
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -9.570.194,70
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 450.188,09
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.000.000,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.507.046,95
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -531.224,03
13. Ergebnis nach Steuern 2.023.920,28
14. sonstige Steuern -154.866,97
15. Konzernjahresüberschuss 1.869.053,31
16. auf nicht beherrschende Anteile entfallener Gewinn -10.805,16
17. Konzern-Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.263.522,05
18. Einstellung in Gewinnrücklage -400.000,00
19. Ausschüttung -600.000,00
20. Konzern-Bilanzgewinn 8.121.770,20

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die MBS Holding GmbH hat ihren Sitz in Usingen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bad Homburg von der Höhe, HRB 14473 eingetragen. Als Muttergesellschaft stellte sie für das Geschäftsjahr 2023 einen Konzernabschluss auf, da hierfür im Vorjahr die Voraussetzungen erstmals erfüllt waren.

Der vorliegende Konzernabschluss 2023 wurde auf Grundlage der Konzernrechnungslegungsvorschriften gem. §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 entspricht dem Gliederungsschema des § 298 HGB i.V.m § 266 HGB. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2023 ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 298 HGB i.V.m § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet, diese schließen die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss 2023 sind neben der Muttergesellschaft MBS Holding GmbH, Usingen, folgende Gesellschaften auf Basis ihrer Jahresabschlüsse im Wege der Vollkonsolidierung gem. §§ 301 ff. HGB einbezogen:

Name der Gesellschaft, Sitz Höhe der Beteiligung (in %)
Media Broadcast Satellite GmbH, Usingen, Deutschland 100
TTComm sp. z.o.o, Warschau, Polen 100
TTComm GmbH, Usingen, Deutschland 100
Districommunication SAM, Monaco, Monaco 100
Sonema SAM, Monaco, Monaco 99,99
Sonema SAM Monaco SA, Kinshasa, Kongo 70
Cogit SA, Luxemburg, Luxemburg 100
Expertmedia Sarl, Fréjus, Frankreich 100
Varangels Sarl, Fréjus, Frankreich 100

Assoziiertes Unternehmen

Wegen der Veräußerungsabsicht wurde die Orbyt Ltd, Limassol, Zypern und deren Tochterunternehmen Orbyt SA, Piraeus, Griechenland nicht At Equity in den Konzernabschluss mit einbezogen, sondern als sonstiger Vermögensgegenstand ausgewiesen.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Der Konsolidierungskreis blieb im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Kapitalkonsolidierung

Bei der Kapitalkonsolidierung der neu einbezogenen Anteile an Tochtergesellschaften wurde die Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB angewandt. Die Kapitalkonsolidierung wurde durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapital der Tochtergesellschaften vorgenommen.

Stichtag für die erstmalige Einbeziehung und Geschäftsjahre

Die Media Broadcast Satellite GmbH, Usingen wurde zum 31. Dezember 2018 erworben. Die Erstkonsolidierung wurde gem. § 301 Abs. 1 HGB nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Aus der Erstkonsolidierung entstand ein retrospektiv ermittelter Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 458. Dieser wurde über vier Jahre fortgeführt. Nicht zahlungswirksame nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 425 im Geschäftsjahr 2022 haben in gleicher Höhe den Geschäfts- und Firmenwert erhöht. Gleichzeitig wurde der Geschäfts und Firmenwert ob der Nutzungsdauer von vier Jahren vollständig in 2022 abgeschrieben. Die Zahlung der nachträglichen Anschaffungskosten erfolgte in 2023.

Die TTComm sp. z.o.o, Warschau, wurde zum 31. Mai 2019 erworben. Die Erstkonsolidierung wurde gem. § 301 Abs. 1 HGB nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Aus der Erstkonsolidierung entstand ein retrospektiv ermittelter Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 1.824. Dieser wurde über vier Jahre fortgeführt auf TEUR 187, per 31. Dezember 2022. Bis zum 31. Dezember 2023 wurde dieser Wert vollständig abgeschrieben.

Die Districommunication SAM, Monaco, wurde zum 30. September 2022 erstkonsolidiert. Die Erstkonsolidierung wurde gem. § 301 Abs. 1 HGB nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Aus der Erstkonsolidierung entstand ein Geschäfts- und Firmenwert, in Höhe von TEUR 8.167, der über 10 Jahre fortgeführt wird. Im Vorjahr wurde dieser um TEUR 204 auf TEUR 7.963 abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere TEUR 817 abgeschrieben, sodass der Geschäfts- und Firmenwert am 31. Dezember 2023 TEUR 7.146 beträgt.

Das Geschäftsjahr der Muttergesellschaft und die Geschäftsjahre sämtlicher Tochterunternehmen entsprechen dem Kalenderjahr.

Schuldenkonsolidierung

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung gemäß § 300 ff. HGB einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung sämtlicher Umsatzerlöse sowie anderer Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen.

Zwischengewinneliminierung

Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften wurden gemäß § 304 HGB vollständig eliminiert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen (§ 308 HGB).

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt.

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert.

Als Anschaffungskosten für die erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden der Districommunication SAM und deren Tochterunternehmen wurden die Buchwerte der Anteile angesetzt. Aus diesem Ansatz resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert, der planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben wird. Die Geschäfts- und Firmenwerte der Media Broadcast Satellite GmbH und TTComm sp. zoo wurden jeweils planmäßig über 4 Jahre abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird insbesondere durch die Qualität der Kundenbeziehungen sowie durch die Übernahme von Mitarbeitern und dem damit verbundenen erworbenen Know-how begründet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die angesetzten Nutzungsdauern betragen 1 Jahr (GWG) bis 33 Jahre (Gebäude).

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800 wurden im Wirtschaftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 800 wurden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet und ausgewiesen.

Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren unter den Vorräten werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht einzeln ermittelte niedrigere beizulegende Werte anzusetzen waren.

Geleistete Anzahlungen für Waren werden mit ihrem Nominalwert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten, gekürzt um notwendige Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Nennwerten aktiviert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben im Geschäftsjahr, die Aufwand in Folgeperioden darstellen.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das Eigenkapital wird zum Nominalwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden auf den Abschlussstichtag abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen im Geschäftsjahr, die Ertrag für Folgeperioden darstellen.

Währungsumrechnung

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen), zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in EUR umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in EUR umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung“ ausgewiesen.

Stichtagskurs Durchschnittskurs Historischer Kurs Erwerb
USD 1,10500 1,08130 1,05300
PLN 4,33950 4,54200 4,25680

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang (Anlagespiegel) wiedergegeben.

Beteiligungen

Die Muttergesellschaft hält zudem eine 3,5-% Beteiligung an der Alcan GmbH iL mit Sitz in Darmstadt, Deutschland.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind binnen Jahresfrist zur Zahlung fällig.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 188 enthalten.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Raumsegmente und Lizenzen und Wartungskosten welche Aufwand in den Folgejahren darstellen. Hiervon fallen im Jahr 2024 Aufwendungen in Höhe von TEUR 18.678 an.

Latente Steuern

Im Rahmen der einbezogenen Jahresabschlüsse werden aktive latente Steuern unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 274 i.V.m. § 298 HGB nicht angesetzt.

Passive latente Steuern wurden mit einem Steuersatz von 19 % gebildet. Sie betreffen im Wesentlichen die unterschiedliche Bewertung von Anlagevermögen und Forderungen.

in TEUR 31.12.2023
aktive latente Steuern 0
passive latente Steuern 4

Auf die Bilanzierung der latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen im Sinne des § 306 HGB wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung verzichtet.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 100.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 900

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage beinhaltet die gesetzliche Rücklage sowie andere Gewinnrücklagen.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 7.263 enthalten.

Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile setzen sich zum 31.12.2023 wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2023
Anteil am Eigenkapital 31
Aus nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ./. 1
Anteil am laufenden Gewinn 10
Gesamt 40

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und Verpflichtungen aus Langzeitkonten sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der „projected unit credit method“ unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und eines Zinssatzes von 1,82 % p. a. (10-Jahresdurchschnitt) ermittelt. Als Rententrend wurden 1,70 % p.a., als Gehaltssteigerung 2,25 % p. a. sowie 7,00 % p. a. als Fluktuation angenommen. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB wird als Rechnungszins ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet. Der Differenzbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beläuft sich zum 31. Dezember 2023 TEUR 15. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre. Davon abweichend werden für eine französische Tochtergesellschaft Pensionsrückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und eines Arbeitgeberkostenanteils bei Ausscheiden des Arbeitnehmers, sowie eines Durchschnittszinssatzes von 3,10 % p.a. für Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 ermittelt. Als Rententrend wurden zwischen 0,5 bis 2,0 % p. a. und als Gehaltssteigerung 2,00 % p. a. angenommen.

Innerhalb der sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenansprüche, für variable Vergütungen, Provisionen, Tantiemen, Mietaufwand und für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel.

Laufzeiten der Verbindlichkeiten Gesamt davon Restlaufzeit bis ein Jahr davon Restlaufzeit 1 - 5 Jahre davon Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.460 5.233 11.620 1.607
Erhaltene Anzahlung auf Bestellung 3.693 3.693
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.291 5.291
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1 1
sonstige Verbindlichkeiten 7.262 7.262
-- davon aus sozialer Sicherheit 192 192
-- davon aus Steuern 2.118 2.118
Gesamt 34.707

Sicherheiten

Für mehrere Kreditverträge der MBS Gruppe über ein Kreditvolumen von insgesamt TEUR 16.300 wurden von der Gesellschaft die nachstehenden Sicherheiten gestellt:

Erstrangige Grundschuld in Höhe von TEUR 20.000 auf die gewährten Darlehen in Usingen.

Da die MBS Gruppe ihren Verpflichtungen jederzeit nachgekommen ist, wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses sind keine Tatsachen bekannt geworden, die Anlass geben würden, diese Beurteilung zu modifizieren.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Vorauszahlungen für Raumsegemente, welcher Umsatz in den Folgejahren darstellen. Im Jahr 2024 wird hiervon ein Umsatz in Höhe von TEUR 35.892 realisiert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

in TEUR 1.1.2023 - 31.12.2023
nach Regionen
Deutschland 37.757
EU ohne Deutschland 9.723
Drittländer 26.644
Summe Umsatzerlöse 74.124

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Serviceumsätze (TEUR 71.197), die sich auf die Verticals Media (TEUR 15.297), GDI (TEUR 32.919) und Enterprise, Mobility und Managed Gateways (TEUR 22.982) verteilen, sowie Mieterträge (TEUR 2.927)

Materialaufwand

Im Materialaufwand sind bezogene Leistungen i. H. v. TEUR 30.448 enthalten. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Raumsegmente zusammen.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung i. H. v. TEUR 452 enthalten.

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 231 und betreffen im Wesentlichen Gutschriften aus Einspeisungen und Nutzungen der Notstromaggregate, sowie aus verjährten Vorgängen von Eingangsrechnungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 57 und betreffen überwiegend Nutzungsentgelte der Notstromaggregate und die Abrechnung der Arbeitsmedizinischen Betreuung.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Kursgewinne i. H. v. EUR 995 in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Kursverluste i. H. v. EUR 526 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand aus der Abzinsung beträgt TEUR 23.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten enthält Erträge aus latenten Steuern i.H.v. TEUR 3.

V. Sonstige Angaben

Eigenkapitalspiegel

Die Aufstellung des Eigenkapitalspiegels erfolgte nach den Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 22 (DRS 22).

Kapitalflussrechnung

Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach den Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 21 (DRS 21). Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Bestand an Zahlungsmitteln (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) in Höhe von TEUR 37.115 sowie kurzfristig fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 296.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Gesellschafter des Mutterunternehmens schlagen vor, den Jahresüberschuss von TEUR 3.297 auf neue Rechnung vorzutragen.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Raumsegmenten und Vorleistungen aus Kundenprojekte bestehen in Höhe von TEUR 94.800 und aus Mietverpflichtungen für Büroräume in Höhe von TEUR 1.410 zum 31.12.2023. Hiervon haben TEUR 77.870 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 18.340 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Mitarbeiter

Es wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 163 Mitarbeiter und zum 31. Dezember 2023 170 Mitarbeiter beschäftigt.

Die 170 aktiven Arbeitnehmer zum 31. Dezember 2023 beinhalten 18 Teilzeitbeschäftigte und 3 Auszubildende.

Organvergütung

Gemäß der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Darstellung der Geschäftsführervergütungen verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 65.

Organe der Gesellschaft

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Muttergesellschaft durch folgende Personen geführt:

Christian Fleischhauer, Geschäftsführer

Qi Zhang-Holste, Geschäftsführerin

Sven Sünberg, Geschäftsführer

Nachtragsbericht

Am 16. Dezember 2024 hat die MBS Holding GmbH einen Asset Purchase Agreement mit der SES Germany GmbH und Astra (GB) Limited zum Erwerb des Content Management, Playout, IP und OTT distribution Geschäftes unterzeichnet. Die Parteien gehen von einem Closing zum Ende des zweiten Quartals 2025 aus.

 

Usingen, 4. März 2025

Die Geschäftsführung

gez. Christian Fleischhauer

gez. Sven Sünberg

gez. Qi Zhang-Holste

Konzern-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

MBS Holding GmbH

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.942.316,23 4.179,48 -39.626,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.698.789,35 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 252.100,84 481.857,75 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 15.893.206,42 486.037,23 -39.626,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grunfstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.741.350,91 61.875,25 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 48.564.712,56 5.172.079,94 -909.643,63
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.842.038,35 206.518,52 -142.941,79
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.646.409,36 3.424.085,47 -301.372,69
Summe Sachanlagen 92.794.511,18 8.864.559,18 -1.353.958,11
III.Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 1.840,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 2.702,18 -1.002.702,18
Summe Finanzanlagen 1.000.000,00 4.542,18 -1.002.702,18
Summe Anlagevermögen 109.687.717,60 9.355.138,59 -2.396.287,14
Umbuchungen Währungsumrechnung Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.693,23 4.704,76 1.922.266,85
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 13.698.789,35
3. geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände -733.958,59 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände -723.265,36 4.704,76 15.621.056,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grunfstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.634,29 64.086,02 27.940.946,47
2. technische Anlagen und Maschinen 1.611.394,83 284.753,48 54.723.297,18
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 388,03 13.669,62 12.919.672,73
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -962.151,80 137.364,27 5.944.334,61
Summe Sachanlagen 723.265,35 499.873,39 101.528.250,99
III.Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 1.840,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen -0,01 504.578,15 117.149.307,19
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Zugänge Zuschreibung
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -1.396.079,21 -202.347,50 3.589,61 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert -5.548.515,02 -1.004.054,15 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände -6.944.594,23 -1.206.401,65 3.589,61 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grunfstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -15.680.767,54 -673.661,03 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen -39.105.355,83 -2.794.710,04 909.514,26 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -11.920.652,15 -352.992,14 142.558,89 -1.016,20
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -1.396.784,59 0,00 16.852,69 0,00
Summe Sachanlagen -68.103.560,11 -3.821.363,21 1.068.925,84 -1.016,20
III.Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 -1.000.000,00 1.000.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen -1.000.000,00 -1.000.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen -76.048.154,34 -6.027.764,86 1.072.515,45 -1.016,20
Umbuchungen Währungsumrechnung kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 -8.906,65 -1.603.743,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 -6.552.569,17
3. geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 -8.906,65 -8.156.312,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grunfstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -23.082,30 -16.377.510,87
2. technische Anlagen und Maschinen 104.141,95 -227.637,11 -41.114.046,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -342,09 -15.128,71 -12.147.572,40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -103.799,86 -113.913,91 -1.597.645,67
Summe Sachanlagen 0,00 -379.762,03 -71.236.775,71
III.Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 1.840,00
Summe Anlagevermögen 0,00 -388.668,68 -79.391.248,63
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 01.01.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 318.523,10 546.237,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.146.220,18 8.150.274,33
3. geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 252.100,84
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.464.743,28 8.948.612,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grunfstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.563.435,60 12.060.583,37
2. technische Anlagen und Maschinen 13.609.250,41 9.459.356,73
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 772.100,33 921.386,20
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.346.688,94 2.249.627,77
Summe Sachanlagen 30.291.475,28 24.690.954,07
III.Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.840,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 1.000.000,00
Summe Finanzanlagen 1.840,00 1.000.000,00
Summe Anlagevermögen 37.758.058,56 34.639.566,26

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
1. Periodenergebnis 1.869.053
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.027.765
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.315.329
4. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 13.036
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -52.162.349
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 95.614.577
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 37.295
8. +/- Zinsaufwendungen/-erträge 1.056.859
9. + Ertragsteueraufwand 531.224
10. - Ertragsteuerzahlung -1.038.131
11. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 10) 53.264.658
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 22
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 257.344
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.252.446
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.840
16. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -425.939
17. + Erhaltene Zinsen 335.134
18. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 12 bis 17) -9.087.725
19. + Einzahlungen aus der Begbung von Anleihen und Aufnahmen von (Finanz-)Krediten 280.122
20. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -6.488.804
21. - gezahlte Zinsen -1.483.050
22. - gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -600.000
23. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 19 bis 12) -8.291.732
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 11, 18 und 23) 35.885.200
25. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -108
26. Veränderung des Finanzmittelfonds 35.885.092
27. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 934.470
28. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 26 bis 28) 36.819.562
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 31.12.2023
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 37.115.324
jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -295.763
Finanzmittelfond 36.819.562

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2023 100.000,00 900.000,00 0,00 178.476,61
Einstellungen in/Entnahme aus Rücklagen 400.000,00
Ausschüttung
Währungsumrechnung 127.772,52
Konzernjahresüberschuss
Saldo zum 31.12.2023 100.000,00 900.000,00 400.000,00 306.249,13
Konzern-Gewinnvortrag der Konzernjahresfehlbetrag, er dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist nicht beherrschende Anteile Gesamt
EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2023 7.263.522,05 0,00 30.731,01 8.472.729,67
Einstellungen in/Entnahme aus Rücklagen -400.000,00 0,00
Ausschüttung -600.000,00 -600.000,00
Währungsumrechnung -1.464,04 126.308,48
Konzernjahresüberschuss 1.858.248,15 10.805,16 1.869.053,31
Saldo zum 31.12.2023 6.263.522,05 1.858.248,15 40.072,13 9.868.091,46

6.1.7 Bestätigungsvermerk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MBS Holding GmbH, Usingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MBS Holding GmbH, Usingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Eigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MBS Holding GmbH, Usingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 7. März 2025

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schönhals, Wirtschaftsprüfer

gez. Hecht, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss wurde am 14. März 2025 durch die Gesellschafterversammlung gebilligt.

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