Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 45435
Eingetragen
13.10.2004
Branche
Alle anderen Interessenvertretungen und Vereinigungen a. n. g.Betrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Aufgabe des Unternehmens ist es, im wesentlichen im Gebäude des Theaters am Schiffbauerdamm einen Theaterbetrieb zu unterhalten. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dieter Ripberger
seit 11.7.2025
Geschäftsführer
Oliver Reese
seit 10.8.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Oliver Reese
Berlin
100.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Berliner Ensemble GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BERLINER ENSEMBLE GMBH, BERLIN

I. Grundlagen des Unternehmens

Das Berliner Ensemble zählt zu den renommiertesten und traditionsreichsten Bühnen Deutschlands. Das Theater am Schiffbauerdamm, seit 1954 benannt nach Bertolt Brechts weltberühmter Kompanie, hat als Berliner Ensemble Theatergeschichte geschrieben. In seiner über 130-jährigen Geschichte hat das Haus am Schiffbauerdamm sich stets mit aktuellen gesellschaftsrelevanten Fragen auseinandergesetzt und legt seit der Intendanz von Oliver Reese den Fokus wieder verstärkt auf zeitgenössische Texte und Themen. In der Tradition seiner früheren künstlerischen Leiter Bertolt Brecht und Heiner Müller konzentriert sich das Berliner Ensemble unter Intendant Oliver Reese auf Theater über unsere Gegenwart. Auf dem Spielplan stehen neben den Werken von Bertolt Brecht vor allem aktuelle Stoffe und zeitgenössische Stücke lebender Autor:innen, die die drängenden Themen der Zeit auf der Bühne verhandeln. Im Zentrum des Theaters steht nicht nur dem Namen nach das Ensemble. Zurzeit gehören dem Berliner Ensemble 26 Schauspieler:innen an, darunter Constanze Becker, Nico Holonics, Corinna Kirchhoff, Tilo Nest, Marc Oliver Schulze und Stefanie Reinsperger. Neben dem Ensemble bestimmt die kontinuierliche Arbeit mit richtungsweisenden Regisseur:innen wie Andrea Breth, Frank Castorf, Mateja Koležnik, Barrie Kosky, Ersan Mondtag, Luk Perceval, Yana Ross und Christina Tscharyiski das Profil des Berliner Ensembles maßgeblich. Zeitgenössische Inszenierungen sind hier ebenso wie innovative Theaterformate zu sehen. Das Berliner Ensemble ist mit seinen Inszenierungen weltweit zu Gastspielen eingeladen, u.a. nach Australien, China, Schottland, Luxemburg, Schweiz, Italien und Tschechien, aber auch zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen oder dem Hamburger Theaterfestival. In seinem größten Saal fasst der neobarocke Bau des Hauses am Schiffbauerdamm, der 2017 sein 125-jähriges Bestehen feierte, bis zu 690 Zuschauer:innen. Seit September 2019 hat das Berliner Ensemble zusätzlich zwei neue Spielstätten, die das BE-Quartier am Schiffbauerdamm komplettieren: Das Neue Haus (175 Plätze) sowie den Werkraum (80 Plätze).

Die von Rolf Hochhuth (†) gegründete Ilse-Holzapfel-Stiftung wurde 1996 Eigentümerin des Grundstückes und der Immobilie des Theaters am Schiffbauerdamm. Die Stiftung auf der einen sowie das Land Berlin und die Berliner Ensemble GmbH auf der anderen Seite schlossen 1998 einen Mietvertrag über 30 Jahre ab.

Am 10. Februar 2023 hat der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Oliver Reese im Berliner Ensemble die Entscheidung verkündet, eine unmittelbare Trägerschaft des Landes Berlin in Gestalt einer Alleingesellschafterstellung in der Berliner Ensemble GmbH anzustreben. In den Haushaltsverhandlungen der vergangenen Jahre seien durch Tarifangleichungen zu den Landesbühnen gemeinsam die Voraussetzungen dafür geschaffen worden. Das Beteiligungsverfahren zur Übernahme der Gesellschaftsanteile gemäß der Landeshaushaltsordnung Berlin wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt durchgeführt.

II. Leistungsbericht

Das Jahr 2023 war insgesamt trotz der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Krise als Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ein erfolgreiches Theaterjahr für das Berliner Ensemble.

Folgende Premieren hat das Berliner Ensemble im Jahr 2023 herausgebracht:

Großes Haus:

Katharina Thalbach liest: Käsebier erobert den Kurfürstendamm

Von Gabriele Tergit in einer Fassung von Sibylle Baschung Szenische Einrichtung: Oliver Reese Premiere: 6. Januar 2023

Iwanow

Frei nach Anton Tschechow Regie: Yana Ross Premiere: 21. Januar 2023

Totentanz

Von August Strindberg Regie: Kay Voges Premiere: 25. Februar 2023

Ich hab die Nacht geträumet

Ein Schauspiel mit Musik von Andrea Breth Regie: Andrea Breth Uraufführung: 16. März 2023

HERR PUNTILA UND SEIN KNECHT MATTI

Von Bertolt Brecht mit Musik von Paul Dessau Regie: Christina Tscharyiski Premiere: 22. April 2023

FREMDER ALS DER MOND

Texte von Bertolt Brecht mit Musik von Hanns Eisler u.a.

Regie: Oliver Reese Uraufführung: 26. August 2023

WOYZECK

von Georg Büchner Regie: Ersan Mondtag Premiere: 15. September 2023 Scharoun Theater Wolfsburg Berlin-Premiere: 23. September 2023

1984

Von George Orwell Regie: Luk Perceval Premiere: 18. November 2023

Neues Haus:

Clockwork Orange

Von Anthony Burgess Regie: Tilo Nest

In Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Premiere: 14. Januar 2023

Das Ereignis

Von Annie Ernaux Regie: Laura Linnenbaum Premiere: 18. Februar 2023

PHÄDRA, IN FLAMMEN

von Nino Haratischwili Regie: Nanouk Leopold Berlin-Premiere: 2. Juni 2023 (Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen)ES KANN DOCH NUR NOCH BESSER WERDEN

von Sibylle Berg Regie: Max Lindemann Uraufführung: 21. September 2023

LOVE BOULEVARD

Eine Stückentwicklung von Lies Pauwels Regie: Lies Pauwels Uraufführung: 13. Oktober 2023

FREMD

Von Michel Friedman Regie: Max Lindemann Inszenierte Lesung: 26. Oktober 2023

MUTTI, WAS MACHST DU DA?

von Axel Ranisch und Paul Zacher Regie: Axel Ranisch Uraufführung: 2. Dezember 2023

Werkraum:

Alias Anastasius

Von Matter * Verse Inspiriert von Angela Steideles Buch "In Männerkleidern"

Regie: Fritzi Wartenberg Uraufführung: 10. März 2023

Inszenierung im Rahmen von WORX

INSOMNIA

von Sonja Ferdinand und Ensemble Regie: Heiki Riipinen Uraufführung: 6. Oktober 2023

Inszenierung im Rahmen von WORX

CHRONIK DER REVOLUTION

von Alireza Daryanavard und Mahsa Ghafari Regie: Alireza Daryanavard Uraufführung: 3. Dezember 2023

Inszenierung im Rahmen von WORX

Probebühne:

FELIX`S ROOM

von Adam Ganz und Scanlab Projects Uraufführung: 28. Juni 2023 gemeinsame Produktion mit der Komischen Oper

Neben den Aufführungen in Berlin war das Berliner Ensemble im Jahr 2023 auf zahlreichen Gastspielen innerhalb Deutschlands und im Ausland. Mit der Produktion DIE DREIGROSCHENOPER war das Berliner Ensemble in Edinburgh / Schottland beim International Theatre Festival zu Gast. Die Produktion BRECHTS GESPENSTER wurde nach Shanghai / China zum International Arts Festival sowie nach Augsburg, Bozen und Erlangen eingeladen. Mit der Produktion DER KAUKASISCHE KREIDEKREIS reiste das Berliner Ensemble nach Luxemburg in das Theater Les Théâtres de la Ville und nach Duisburg. Ebenfalls nach Luxemburg reiste die Produktion IT`S BRITNEY, BITCH! Daneben wurde diese Produktion auch zu den Maifestspielen nach Wiesbaden eingeladen. Mit seinen weiteren Produktionen gastierte das Berliner Ensemble u.a. im Scharoun Theater in Wolfsburg (MEDEA und WOYZECK), beim Hamburger Theaterfestival mit MEIN NAME SEI GANTENBEIN und DER THEATERMACHER. Darüber hinaus war der erfolgreiche Brecht Liederabend BIG BRECHT beim Kultursommerfestival auf der Freilichtbühne in Berlin Weißensee vor knapp 2.000 Zuschauern zu sehen.

Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Im Kalenderjahr 2023 fanden insgesamt 501 (Vorjahr: 516) eigene Vorstellungen/ Veranstaltungen in Berlin statt, die von 170.500 (Vorjahr: 157.787) Zuschauerinnen und Zuschauern besucht worden sind.

Leistungen Ist 2023 Plan 2023 Ist 2022
Anzahl (eigene) Vorstellungen 501 450 516
davon im Großen Haus 238 250 224
Anzahl Neuproduktionen 21 12 18
davon im Großen Haus 8 5 5
Anzahl Produktionen im Repertoire 38 29 41
davon im Großen Haus 19 20 21
Anzahl Besucher 170.500 156.000 157.787
davon im Großen Haus 131.255 118.000 121.888
Auslastung (bezahlte Plätze in Berlin) 89,1 80,3 84,2%
(auswärtige) Gastspielaufführungen 39 25 38

2. Wirtschaftliche Lage

Durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die sich seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sowie dem Krieg im Nahen Osten verschärft, sieht sich das BE zwar weiterhin mit hohen Preissteigerungen bei Rohstoffen, Baustoffen, Energie, indirekten Inflationsausgleichsforderungen und den Steigerungen durch die verhandelten Tariferhöhungen bei Drittfirmen konfrontiert, die sich insbesondere in den Bereichen Materialaufwendungen, Fremdfertigung von Werkstätten, Dekoration, Kfz- und Transportkosten auswirken. Das Jahr 2023 war aber gleichwohl ein sehr erfolgreiches Theaterjahr für das Berliner Ensemble. Im Kalenderjahr 2023 konnte der Spielbetrieb uneingeschränkt fortgesetzt werden und traf auf eine große Resonanz beim Publikum, die sich in einer durchschnittlichen Auslastung von ca. 89 % manifestierte. Im Geschäftsjahr 2023 konnte trotz der genannten Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Material und Energiepreisen und der allgemein wirtschaftlich angespannten Lage dennoch ein ausgeglichenes Jahresergebnis in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 997) erreicht werden. Diese Zahl ist insbesondere das Ergebnis der guten Auslastung, großer Akzeptanz und hohen Besucher:innenzahlen. Die befürchtete Konsumzurückhaltung aufgrund der wirtschaftlichen Lage realisierte sich zumindest im Kaufverhalten der Ticketkaufenden nicht. Die neu herausgebrachten Produktionen sowie das Repertoire erfuhren großen Zuspruch beim Publikum und führten zu den sehr guten Auslastungszahlen und entsprechenden Kartenerlösen, die das solide Ergebnis begründen. Darüber hinaus wurden die Produktionen zu zahlreichen Gastspielen eingeladen, die abgesehen von den gestiegenen Transport- und Logistikkosten weitgehend störungsfrei realisiert werden konnten. Demgemäß übertraf das Berliner Ensemble die Planansätze bei Kartenverkäufen und Gastspielerlösen.

Erträge/Erlöse

Die Erlöse aus dem Kartenverkauf betragen im Jahr 2023 insgesamt TEUR 3.787 und liegen damit um TEUR 325 über denen des Vorjahres (TEUR 3.462) und um TEUR 887 über dem Wirtschaftsplanansatz von TEUR 2.900.

Gesteigert werden konnten auch die Gastspielerlöse, und zwar mit TEUR 1.074 um TEUR 549 über dem Wirtschaftsplanansatz (TEUR 525). Die Spendeneinnahmen liegen mit einem Betrag in Höhe von TEUR 642 über dem Vorjahreswert (470 TEUR).

Die bewilligte institutionelle Zuwendung in Höhe von TEUR 18.855 wurde in voller Höhe vereinnahmt (Vorjahr: TEUR 18.758). Die von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gesondert geförderte (Teilzeit-) Stelle des Resilienzdispatchers konnte weiterhin erfolgreich besetzt werden und bringt die Digitalisierungsprozesse im BE voran (in 2023: 48.500 EUR) und wird auch im Jahr 2024 fortgesetzt.

Die Gesamterträge des Jahres 2023 belaufen sich auf TEUR 26.532 und liegen um TEUR 1.209 über denen des Vorjahres und um TEUR 2.977 über dem Wirtschaftsplanansatz.

Aufwendungen

Der Personalaufwand liegt mit TEUR 15.504 (Vorjahr: TEUR 14.271) um TEUR 1.233 über dem Vorjahresniveau (Plan: TEUR 14.348). Gründe hierfür sind Tarifsteigerungen, dynamisch steigende Mindestgagen und die damit einhergehenden indirekten erheblichen finanziellen Auswirkungen auf das Gagengefüge im künstlerischen Bereich, die zu stetig steigenden Honoraren im Gästebereich inklusive Selbständige und Aushilfen führen. In diesem Aufwandsbetrag enthalten sind die Kosten für den Tarifabschluss der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) das Jahr 2023 betreffend.

Im künstlerischen Bereich wurde die Mindestgage analog zum NV Bühne freiwillig und ohne Kompensation durch die Zuwendung eingeführt.

Der Materialaufwand (für Bühnen- und Kostümbilder) beläuft sich 2023 auf TEUR 735 (Vorjahr TEUR 582) und liegt um TEUR 364 über dem Wirtschaftsplanansatz (TEUR 371).

Grund hierfür sind Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Personal. Diese wirken sich insbesondere in den Bereichen Materialaufwendungen, Fremdfertigung von Werkstätten, Dekoration, Kfz und Transportkosten aus. Ein weiterer Grund für die Steigerung im Posten Fremdfertigung von Werkstätten ist die Steigerung der Anzahl von Neuinszenierungen und damit der Bühnenbilder und Ausstattungen gegenüber dem Vorjahr.

Die bezogenen Leistungen betrugen TEUR 3.911 gegenüber TEUR 3.600 im Vorjahr (+ TEUR 311); damit wurde der Ansatz im Wirtschaftsplan (TEUR 3.771) um TEUR 140 unterschritten.

Die sonstigen Betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.328 erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 5.181). Gegenüber dem Wirtschaftsplan (TEUR 4.794) ergibt sich eine Erhöhung um TEUR 534.

Ergebnis

Das Jahresergebnis beträgt 2023 TEUR 12 nach TEUR 997 im Vorjahr.

Das Ergebnis liegt damit deutlich über der Vorjahresprognose nach Ende des I. Quartals von -TEUR 200 (+TEUR 188). Es ergibt sich ein Bilanzgewinn per 31.12.2023 von TEUR 6.397.

3. Finanz- und Vermögenslage

Das Eigenkapital per 31.12.2023 beträgt TEUR 6.448 (Vorjahr: TEUR 6.436).

Aufgrund der weiterhin zugesagten Zuwendungen des Senats für 2025, die den Spielbetrieb des Berliner Ensembles sicherstellen, kann von einer Fortführung des Theaterbetriebs und damit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ausgegangen werden.

Die Berliner Ensemble GmbH verfügt beim Land Berlin über ein Guthaben in Höhe von TEUR 200 per 31.12.2023.

Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.

III. Prognosebericht

Das Wirtschaftsjahr 2024 ist sehr erfolgreich gestartet.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bewältigt das BE die Folgen des Wasserschadens vom 5. April 2024. An diesem Tag löste während der Pause einer Vorstellung im großen Haus aus bisher noch ungeklärten Gründen die Sprinkleranlage aus und rund 15.000 Liter Wasser setzten den kompletten Bühnenraum sowie die Unterbühne unter Wasser. Zur Schadensregulierung finden laufend Gespräche mit der Berliner Immobilen Management GmbH (BIM) sowie den beteiligten Versicherungen statt. Bereits am 12. April 2024 wurde der Spielbetrieb mit Stücken ohne Einsatz der Drehbühne wieder aufgenommen und aktuell spielt das Berliner Ensemble wieder regulär in allen drei Spielstätten. Der wirtschaftliche Schaden lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht genau bemessen.

In der ersten Hälfte der Spielzeit 2024/25 plant das Berliner Ensemble von September bis Dezember insgesamt neun Premieren in allen drei Spielstätten. Zum Start in die Spielzeit 2024/25 erarbeitet Frank Castorf mit Hans Falladas KLEINER MANN -WAS NUN? bereits seine vierte Inszenierung am Berliner Ensemble, Premiere ist am 14. September im Großen Haus. Bereits zwei Tage zuvor, am 12. September, wird Max Lindemann im Neuen Haus TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN von Arthur Millers inszenieren. Mit Leonie Rebentisch, Christina Tscharyiski, Fritzi Wartenberg sowie den beiden WORX-Artists in Residence Malin Lamparter und Lucia Wunsch werden sechs Neuproduktionen von Regisseur:innen verantwortet und drei Inszenierungen von Regisseuren (Frank Castorf, Max Lindemann und Oliver Reese). In einer Theaterversion bringt Sophie Passmann ihren sehr persönlichen Essay PICK ME GIRLS gemeinsam mit der Regisseurin Christina Tscharyiski am 17. Oktober im Großen Haus auf die Bühne. In ihrem Romandebüt GITTERSEE erzählt Charlotte Gneuß die Geschichte der 16-jährigen Karin, die ohne Vorwarnung aus ihrem jugendlichen Alltag gerissen wird.

Die Uraufführung des vielbeachteten DDR-Romans am 2. November inszeniert Leonie Rebentisch im Neuen Haus. Fritzi Wartenberg, die 2023 mit dem Helene Weigel Theaterpreis ausgezeichnet wurde, inszeniert Max Frischs BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER (Premiere 29. November 2024).

Intendant Oliver Reese wird bereits Anfang Oktober Michael Frayns Komödie DER NACKTE WAHNSINN im Großen Haus inszenieren. Und Christina Tscharyiski bringt Ferenc Molnárs LILIOM auf die Bühne im Neuen Haus (Premiere 5. Dezember 2024).

Die Geschäftsführung geht davon aus, das Wirtschaftsjahr 2024 - unter Berücksichtigung der vorläufigen Zahlen zum Ende des I. Quartals aufgrund der gestiegenen Produktions-, Personal,- Rohstoff- Material- und sonstiger Kosten - mit einem negativen Ergebnis von circa TEUR 900 abzuschließen, welches aber durch das vorhandene Eigenkapital gedeckt ist.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Berliner Ensemble GmbH unter der Intendanz von Oliver Reese hat ihr Vorhaben, sich in allen Bereichen strukturell zu einem modernen Theaterbetrieb weiterzuentwickeln, auch im Jahr 2023 kontinuierlich fortgesetzt. Im Rahmen der dringend erforderlichen Modernisierung der Theatertechnik und -infrastruktur konnten die notwendigen Arbeiten auch im Jahr 2023 fortgesetzt und teilweise auch abgeschlossen werden. Seit Abschluss und Wirksamwerden des Haustarifvertrages zum 1.1.2020 konnten die arbeitsvertraglichen Bedingungen der meisten nichtkünstlerisch Beschäftigten unter Beachtung der gesamten Laufzeit des Haustarifvertrages insbesondere finanziell deutlich verbessert werden. Das Berliner Ensemble wird ab dem 1. August 2024 Mitglied im Deutschen Bühnenverein.

In künstlerischer Hinsicht konnte das Repertoire und damit verbunden die Möglichkeiten der Spielplanung mit ihrer zeitgenössischen Ausrichtung und einer gelungenen Mischung aus neuen und klassischen Stücken, von modernen Inszenierungen bis hin zu neuen Theaterformaten ebenfalls weiter ausgebaut werden. Hinzu kommen eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen wie z.B. Gesprächsreihen und andere Diskurs-Programme, die regelmäßig Raum geben, um gesellschaftlich und politisch relevante Fragestellungen unserer Gegenwart aufzugreifen, zu reflektieren und darüber zu streiten. Das Programm wird vom Publikum sehr gut angenommen, zudem ist die Anzahl von Einladungen zu Gastspielen kontinuierlich gestiegen und führt bislang nicht nur zu mehr Gastspielreisen des Ensembles, sondern auch zu einer entsprechenden Steigerung der Gastspielerlöse.

Aufgrund der Einsparvorgaben der öffentlichen Hand ist in den nächsten Jahren bestenfalls mit nahezu gleichbleibender Zuwendungshöhe zu rechnen. Eine Tatsache, die das BE bei den oben genannten gleichzeitigen Kostensteigerungen in allen Bereichen wie alle öffentlich geförderten Theater aktuell vor Herausforderungen stellt. Weitere Steigerungen der Einnahmen sind bei den guten bis sehr guten Auslastungszahlen bei baulich limitierter Platzzahl nicht mehr zu realisieren. Die eigenerwirtschafteten Erlöse haben mit insgesamt rd. TEUR 7.500 im Jahr 2023 einen Höchststand erreicht und liegen damit im Vergleich weit an der Spitze aller Sprechtheater in Berlin (Verhältnis Zuschuss/Personal/Einnahmen). Die Leistungsfähigkeit des Theaters ist bei stetig steigenden Kosten ausgeschöpft. Bei gleichbleibender Zuwendungshöhe ist das BE aufgrund der genannten Kostensteigerungen daher strukturell unterfinanziert.

Grundsätzlich gilt es nach wie vor zu beachten, dass die Berliner Ensemble GmbH ohne kontinuierliche institutionelle Förderung durch das Land Berlin den Theaterbetrieb nicht aufrechterhalten könnte.

 

Berlin, 20.05.2024

Oliver Reese, Intendant

Janpeter Fischer, Geschäftsführender Direktor

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BERLINER ENSEMBLE GMBH, BERLIN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.684.905,00 4.628.269,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.031,00 61.326,00
II. Sachanlagen 4.643.874,00 4.566.943,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 8.557.573,41 9.095.508,69
I. Vorräte 173.474,57 368.882,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 613.451,55 584.655,52
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.770.647,29 8.141.970,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 50.768,56 57.721,54
13.293.246,97 13.781.499,23

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 6.447.840,83 6.435.804,31
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnvortrag 6.384.675,12 5.387.281,11
III. Jahresüberschuss 12.036,52 997.394,01
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSKOSTENZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 3.393.399,00 4.029.043,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 1.018.655,07 1.547.536,65
D. VERBINDLICHKEITEN 1.653.305,15 1.112.620,92
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 780.046,92 656.494,35
13.293.246,97 13.781.499,23

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 21.689.826,60 21.334.076,38
2. Personalaufwand 15.503.543,53 14.271.240,29
a) Löhne und Gehälter 12.576.107,29 11.305.609,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.927.436,24 2.965.631,17
- davon für Altersversorgung: EUR 341.930,32 (Vorjahr: EUR 309.657,67)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 845.317,45 864.704,61
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.327.879,85 5.181.495,97
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 877,52 (Vorjahr: EUR 143,91)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 58,00 19.522,73
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.455,75 -2.623,73
7. Ergebnis nach Steuern 14.483,52 999.736,51
8. Sonstige Steuern 2.447,00 2.342,50
9. Jahresüberschuss 12.036,52 997.394,01

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BERLINER ENSEMBLE GMBH, BERLIN

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Berliner Ensemble GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister, Abtl. B
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: 45435

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Vorräte werden grundsätzlich mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und gegebenenfalls verlustfrei bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und sonstige Aktiva wurden zum Nennwert bewertet.

Das Stammkapital beträgt DM 100.000,00 und wird mit EUR 51.129,19 ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Summe der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zugänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (ebenso sind dem Anlagenspiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen).

Anlagevermögen Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 468.931,30 2.368,10 0,00 471.299,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.492,15 0,00 0,00 34.492,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.168.393,20 0,00 0,00 5.168.393,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.461.413,59 899.585,35 45.384,33 5.315.614,61
9.664.298,94 899.585,35 45.384,33 10.518.499,96
10.133.230,24 901.953,45 45.384,33 10.989.799,36
Anlagevermögen Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 407.605,30 22.663,10 0,00 430.268,40 61.326,00 41.031,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.492,15 0,00 0,00 34.492,15 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.985.915,20 468479,00 0,00 2.454.394,20 3.182.478,00 2.713.999,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.076.948,59 354.175,35 45.384,33 3.385.739,61 1.384.465,00 1.929.875,00
5.097.355,94 822.654,35 45.384,33 5.874.625,96 4.566.943,00 4.643.874,00
5.504.961,24 845.317,45 45.384,33 6.304.894,36 4.628.269,00 4.684.905,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen EUR 237,23 (Vorjahr: TEUR 2).

Sonderposten für Investitionskostenzuschüsse

Der Gesellschaft wurde von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa eine Fehlbedarfsfinanzierung in Höhe von insgesamt EUR 10.000.000,00 für den Zeitraum vom 01.08.2017 bis 28.02.2021 bewilligt.

Die Zuwendung war zweckgebunden und ausschließlich für die notwendigen Anschaffungen bzw. Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen der Sanierung, Modernisierung, Erneuerung und Umstrukturierung der gesamten Liegenschaft / des Spielbetriebes zu verwenden. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt spiegelbildlich zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 1.653.305,15 (Vorjahr: EUR 1.112.620,92).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen TEUR 12.654 zum Bilanzstichtag und resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Von dieser Summe entfallen TEUR 11.808 auf Verträge mit der Berliner Immobilien Management, deren Aufwendungen in den vergangenen Jahren über die Zuschussbescheide des Landes Berlin erstattet wurden.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen enthalten:

TEUR
Rückstellungen für Betriebs- und Nebenkosten BIM 80
Rückstellung Investitionszuschuss 237
Rückstellung für Urlaub und Überstunden 188
Rückstellung Coronahilfe 101
Übrige Rückstellungen 413

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023
EUR
2022
EUR
Kartenverkauf 3.786.729,49 3.462.449,07
Gastspielerlöse 1.074.154,40 1.210.156,84
Sonstige Umsatzerlöse 592.923,62 319.726,27
Summe 5.453.807,51 4.992.332,18

Sonstige betriebliche Erträge

Zuschüsse 19.496.545,69 19.315.014,75
Sonstiger Ertrag 1.581.253,48 1.015.450,81
Summe 21.077.799,17 20.330.465,56

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Spielbetriebszuschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 18.854.894. In dieser Finanzierung enthaltene, nicht aktivierungsfähige Aufwendungen wurden im Bereich der "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen. Das Gliederungsschema für die Gewinn- und Verlustrechnung wird hinsichtlich der sonstigen betrieblichen Erträge erweitert, um die Zuschüsse der öffentlichen Hand, die Zuschüsse und Zuwendungen Dritter sowie die sonstigen Erträge gesondert auszuweisen.

Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 210) und die periodenfremden Aufwendungen TEUR 433 (Vorjahr: TEUR 50).

Jahresergebnis

Zum 31.12.2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 997) erzielt.

Der Bilanzgewinn beträgt demnach TEUR 6.397 gegenüber TEUR 6.385 im Vorjahr. Der Jahresüberschuss für das Jahr 2023 in Höhe von EUR 12.036,52 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Sonstige Angaben

Die Angaben zur Geschäftsführervergütung unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer im Unternehmen betrug, 290 (Vorjahr: 272). 100 Mitarbeitende gehörten zum künstlerischen Betrieb, 122 zum nicht-künstlerischen Bereich (Administration und Technik) und es waren 68 Aushilfskräfte. Teilzeitkräfte sind dabei nicht nur anteilig berücksichtigt. Die Vorjahreszahlen wurden bezüglich der Aushilfen angepasst.

Organe

Oliver Reese, Intendant,

Janpeter Fischer, Geschäftsführender Direktor.

Nachtragsbericht

Bezüglich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Ausführungen des Lageberichtes.

 

Berlin, 20.05.2024

Oliver Reese, Intendant

Janpeter Fischer, Geschäftsführender Direktor

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Berliner Ensemble GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Berliner Ensemble GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Berliner Ensemble GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, 28. Mai 2024

DORNBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Müller, Wirtschaftsprüfer

Bokelmann, Wirtschaftsprüfer

DATUM DER FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND ERGEBNISRECHNUNG

BERLINER ENSEMBLE GMBH, BERLIN

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 29. August 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 12 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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